Samstag, 11. März 2023

Lustzart

Lustzart

Die Lust kann wild und hart sein
Manches sollte es dafür auch
Doch wie wunderbar wird sie
In den ganz zarten Momenten
Wo du vor Begehren zitterst aber
Dich ein wenig noch zurückhältst
Um das Glück zu verlängern wie
Ausritt und Gegenwart zu verlängern
Wenn einer Feder gleich wir uns
Dabei lustvoll berühren wird alles
Miteinander zum dann verzauberten
Hauch kaum fassbarer Nähe die sich
Sicher irgendwann wild ergießt aber
Bis dahin noch länger genießt was
Immer der lohnendere Weg scheint
Folge ich meiner Erfahrungen die
Den entspannten Moment danach
Fast noch schöner immer fanden
Als den heißen Ritt dorthin wie
Auf dem Weg gerne genießt
Mehr voneinander zu haben

jens tuengerthal 11.3.23

Liebesbeginn

Liebesbeginn

Wann fängt die Liebe richtig an
Woran mache ich ihren Beginn fest
Gibt es dazu ein sicheres Maß
Überlegte ich und finde nichts
Was als Kriterium immer passte
Weil es jedesmal anders ist wie
Dieser Anfang dann magisch ist
Ohne mit Hesses schlechtestem
Gedicht vom Zauber zu reden
Was sich aber dadurch jedem
Vergleich konsequent entzieht
Weil ich gern ein großes Herz habe
An meinen barocken Vater denkend
Nenne ich lieber schon Liebe was
Noch zarte erste Blüte ist die
Vielleicht vollendet schön wird
Zumindest für kleine Momente
Die es geteilt zu genießen gilt
Mehr kommt im Leben nicht mehr
Denk ich mit beschränkter Erfahrung
Zwar aber dafür umso zufriedener
Weil meine Liebeshöhle dann die
Ganze Welt für mich umfasst
Weiß also nicht wann die Liebe
Wirklich anfängt noch was das ist
Die echte Liebe aber nenne lieber
Jede zarte Blüte schon so um mich
An dem was sein könnte noch mehr
Freuen zu können eben verliebt in
Das wunderschöne Leben zu sein
Was mir immer lohnend scheint

jens tuengerthal 11.3.23

Literalebnis

Literalebnis

Viele Leute unternehmen gerne was
Fahren irgendwo hin um dann auch
Da gewesen zu sein während ich
Lieber gleich da bleibe und die Zeit
Zum Lesen nutze um so meinen
Horizont um literarische Erlebnisse
Mehr zu erweitern statt durch die
Gegend zu rennen was mir schon
Immer von Kant hier lernend als
Das meiner Natur näher liegende
Erlebnis zur Bereicherung erschien
Nie bin ich glücklicher als wenn ich
In Ruhe gute Bücher lese wie mich
In schöner Literatur dabei verliere
So ist Lesen für mich immer das
Schönste Abenteuer und Erlebnis
Weil die besten Geschichten im
Kopf stattfinden wie das Reich der
Phantasie zeitlich wie räumlich
Grenzenlos war was die Welt
So schön friedlich überschaubar
Macht wie gut gebunden dazu
Wer meint ich hätte keine Ahnung
Ohne dagewesen zu sein möge
Sich gerne im Kontext messen
Doch liegt mir solcher Wettstreit
So fern wie das Reisen an sich
Komme lieber an und bleibe da
Um glücklich zu sein wo ich bin
Literatur scheint mir dazu das
Beste Mittel der Wahl zu sein

jens tuengerthal 11.3.23

Frühlingswinter

Frühlingswinter

Während im Norden Deutschlands
Noch der Winter weiß herrscht kehrt
Im Südwesten der Frühling ein mit
Ersten Blüten voller Schönheit wie
Temperaturen bis fast 20 Grad
So leben nun Frühling und Winter
Parallel in unserem Land was sich
Zwischen den Jahreszeiten noch
Hindurch laviert um beides zu sein
Sehe die Bilder in den Netzwerken
Aus allen Teilen sich unterscheiden
Aufbruch und Stillstand während
Die einen Frühlingsgefühle schon
Angesichts der Blüten bekommen
Sind andere noch wie erstarrt ohne
Zu wissen wann das Leben wieder
In das geliebte Grün zurückkehrt
Selten fand ich Parallelwelten in
Deutschland so passend zugleich
Für das was auch politisch wie im
Sozialen Umbruch hier geschieht
Manchmal kommt eben irgendwie
Alles auf einmal oder zugleich
Dann ist es wichtig die Perspektive
Nicht durch Scheuklappen zu verlieren
Hier gibt es Frühling und Winter
Zugleich und der Umbruch ist ein
Verschobener nach Wetterzonen
Was den Charakteren im Land gut
Entsprechen könnte dachte ich ohne
Es klar zuordnen zu können aber
Als vage Idee im Hinterkopf zum
Hier strahlenden Sonnenschein mit
Ersten Frühlingsblüten dazu wie dem
Etwas zurückgebliebenen Osten der
Sonst Heimat mir ist statt der blühenden
Softwareoase in der früher Kurpfalz

jens tuengerthal 11.3.23

Waffenscheinbar

Waffenscheinbar

Kaum gibt es einen Amoklauf
Kommst so sicher wie das Amen
In der Kirche am Ende die Forderung
Nach einer Verschärfung des noch
Geltenden Waffenrechts was eher
Von einer Anmaßung der Politik
Alles regeln zu wollen zeugt denn
Von politischer Vernunft jemals
Es gibt solche Fälle und sie sind
Schrecklich keine Frage dazu aber
Darum kümmert sich die Polizei
Medien die dazu viel berichten
Haben falsche Prioritäten sicher
Eine hysterische Politik die auf
Jedes Regenbogenereignis was
Durch das Netz wabert mit neuer
Gesetzgebung reagiert ist eher
Gestört wie am falschen Punkt
Beschäftigt als sinnvoll tätig
Weder muss eine Ministerin
Zum Tatort fliegen den schon
Die zuständige Mordkommission
Ausreichend untersucht wie vermisst
Natürlich steht sie als Kandidatin in
Hessen selbst im Wahlkampf warum
Präsenz wichtig ist die Wähler von
Eigener Bedeutung zu überzeugen
Doch brauchen wir weniger dringend
Eine Verschärfung des Waffenrechts
Könnte vielleicht sinnvoll sein sofern
Privatpersonen Schußwaffen nicht
Mehr lagern dürften diese nur noch
Für Sport oder Jagd freigegeben werden
Aber als Reaktion auf einen Amoklauf
Belegt eine solche Diskussion nur das
Kollektive Hysterie besser wieder als
Erstes abschwellen sollte bevor wer
Über neue Regelungen redet denn
Wenn es etwas bräuchte wäre es
Mehr Hilfe für psychisch Kranke die
Gefahr laufen gewalttätig zu werden
Mehr Geld in Pflege und Betreuung
Statt aufgebauschte Verbote die nie
Etwas verhindern können dafür aber
Den autoritären Staat stärken denn
Gemessen an der Zahl der Unfälle
Ist Deutschland ein sicheres Land
Die Diskussion über Waffen ist nur
Scheinbar gerade passend denn
Wer ehrlich ist geht lieber an die
Lösung des Problems statt auf
Nur Symptome hysterisch noch
Einzuschlagen was nur von der
Eigenen Unfähigkeit überzeugt
Aber nichts in der Sache ändert
Es sollte darauf geachtet werden
Wer ruhig vernünftig statt mit den
Zu lauten Populisten hysterisch wird
Dann bleibt ein Kern der Vernunft
Anderes braucht es weniger

jens tuengerthal 11.3.23

Freitag, 10. März 2023

Lustwerte

Lustwerte

Braucht die Lust um zu Bestehen
Werte die sie tragen wie es etwa
Treue Keuschheit oder anderes
Mehr ist was manche Kulturen
Entwickelten wie sich auferlegten
Ist Lust also erst dialektisch groß
Für sich genommen ein primitives
Verschlingen der Geschlechtsorgane
Was keinen Mehrwert hätte außer
Gelegentlicher Fortpflanzung vielleicht
Wem immer diese auch nutzen soll
Der überbevölkerten Erde sicher nicht
Was doch eher schade wäre weil sie
Dann auch nur ein Nebenzweck wäre
Die Lust fänden wir geil um damit die
Natur bei der Fortpflanzung zu stärken
Unbedingt zu wollen was wir da tun
Statt es kritisch distanziert zu sehen
Womit es viele Reize aber verlöre
Nur wäre dies auch ein Verlust oder
Ist der tiefere Wert der Lust auch in
Unserer Natur die Ausschüttung von
Glückshormonen dabei wenn uns die
Sexuelle Lust beflügelnd stärkt wie
Befriedigt selig zufrieden sein lässt
Ist es die Fähigkeit der Lust uns eine
Tiefere Zufriedenheit zu schenken als
Als all die Konsumersatzgüter sonst
Für die manche sich verbiegen
So ist die Erfahrung multipler Lust
Hier ganz Epikur folgend aus langer
Guter Erfahrung vielfältig wohltuend
Wer dir das schenkt darf gern bleiben
Weil gewonnener Genuss auch dabei
Wie in der Liebe als wohl größter
Zugewinn bezeichnet werden kann
Womit die Lust zum Wert an sich wird
Genießen wir wie wir nur können
Jede Moral die dies behindert gilt
Als unmenschlich zu überwinden
Wie es kulturelle Aufgabe aller nur
Irgend zivilisierten Männer ist die
Weit überlegene Potenz der Frauen
Anzubeten wie zu genießen statt
Sich höheren Wesen zuzuwenden
Bleibt mein Gott für immer der
Nervus pudendus 

jens tuengerthal 10.3.23

Liebeswert

Liebeswert

Wie wertvoll die Liebe ist gegenüber
Dem Eigentum als Materie habe ich
Dort bereits erläutert wie begründet
Weil Gefühle bleibende Werte sind
Während alles was besteht ganz
Seiner Natur entsprechend doch
Irgendwann nur zugrunde geht
Doch was ist meiner Liebe wert
Müsste es nicht wer eher heißen
Gibt es welche die es weniger waren
Als andere die immer besser tun
Doch scheint mir die Unterscheidung
Zu merkantilistisch kurz gedacht
Berechnet nur persönliche Gewinne
Wo es um große Gefühle geht
Was nicht nur irgendwie nicht passt
Viel eher glaube ich was ich liebe
Ist der Liebe schon darum wert
Wie ein Glück weil es lieben lässt
Wer dies nicht teilen kann verpasst
Gemeinsam schönes aber hat für sich
Genug glücklich zu bleiben immer
Wen wir lieben ist der Liebe wert
Wie ich dankbar sein kann dafür
Dies Gefühl in mir zu entdecken
Was zwei miteinander machen ist
Eine Frage bloßer Konventionen
Die meist beiden eher schaden
Statt Gefühl je gerecht zu werden
Dankbar denke ich an all die
Wunderbaren Frauen die in mir
Liebe wecken konnten wie mich
Durch dies Gefühl bereicherten
Weil zu lieben Glück genug ist
Sie erwartungslos erst echt wird
Was aus zufälligen Beziehungen
Zu weiblichen Wesen im Alltag
Mal so oder so dann wurde ist
Dagegen lächerlich profan nur
Warum ich lieber den Wert der
Liebe weiter hochhalte die nicht
Ein billiger Tauschhandel nur ist
Sondern der höchste Wert der
Für sich als Glück stehen kann
Wie sie auch kommt und geht

jens tuengerthal 10.3.23

Geschichtswert

Geschichtswert

Welchen Wert hat die Geschichte noch
Ist sie nicht längst Vergangenheit die
Darum besser vergessen würde als je
Erinnert und wachgehalten könnten alle
Fragen die an Gegenwart und Zukunft
Mehr glauben als zu erkennen welch
Genuss es ist zu verstehen wie die
Geschichte zusammenhängt sich eins
Aus dem anderen ergibt wie alles im
Kontext seiner Entwicklung erst wurde
Was es ist was wir in der Biologie die
Das Leben erforscht Evolution nennen
Ist die Geschichte für unsere Kultur die
Uns zu dem werden ließ was wir sind
Nur Narren wie Rousseau wollen die
Geschichte vergessen um zurück zum
Unwissenden Urzustand zu kommen
Der klingt wie die Lüge vom Paradies
Was die Entwicklung des Menschen
Als Kulturwesen negiert dafür einen
Erfundenen Naturzustand setzt der
Weniger von Freiheit geprägt ist als
Vom monotheistischen Aberglauben
Der geistige Unfreiheit logisch braucht
Während kultivierte Wesen sich ihrer
Entwicklung wie Geschichte bewusst
Werden um aus dieser zu lernen für
Eine bessere Zukunft im dann endlich
Ewigen Frieden ohne Nationen dann
Dafür mit Menschen die nach Glück
Für sich und ihre Umgebung streben
Weil sie sich ihrer Geschichte bewusst
Wie aufgeklärt kritisch denkend sind
Also aus der Unmündigkeit befreit die
Im Traum vom Paradies noch steckt
Den wir endlich begraben sollten wie
Wir den Himmel besser wie es uns
Heine im Wintermärchen schrieb den
Tauben und Spatzen überlassen um
Uns eine bessere Welt zu schaffen
Wie Prometheus es schon versuchte
Indem er uns mutig Feuer gab
Während nach der Schöpfungslüge
Der Mensch sein Bewusstsein was
Über gut und böse entscheiden lässt
Durch den vom Baum der Erkenntnis
Genaschten Apfel bekam was ihn dann
Aus dem Paradies für immer vertrieb
Wie die Sage berichtet ist es für den
Kultivierten Menschen höchster Ausdruck
Von Kultur seine Geschichte zu kennen
Nur darin zeigt sich eine Entwicklung
Wagen wir es diesen Weg zu gehen
Statt vom erlogenen Paradie zu träumen
Könnte die Welt traumhaft werden wie
Friedlich vernünftig und voller Liebe
Was zeigt welch hohen Wert auch die
Beschäftigung mit Geschichte hat
Als Teil unserer Kultur dabei die
Uns zum guten Leben erst führt

jens tuengerthal 10.3.23

Eigentumswerte

Eigentumswerte

Was ist mein Eigentum noch wert
Wie sehr bestimmt es mein Leben
Welche Werte sind wirklich bleibend
Wo steigert sich der Wert mit der Zeit
Wann verliert er sich in dieser eher
Ẃas unterscheidet ein Grundstück
Oder Vermögenswerte von Liebe
Wieviel haben Ehe und Autos als
Werte gemeinsam was trennt sie
Womit war ich am glücklichsten
Sind die Glücksmomente nicht
Der größte erringbare Schatz
Was quasi unbezahlbar bleibt
Überlege ich und was mich dabei
Eigentlich ausmacht als Mensch
So waren es die Momente voller
Liebe stets die ich mehr genoß
Als irgendetwas im Leben wo
Euphorie mir noch Flügel verlieh
Während Verdienst nur Ersatz war
Gekauftes Glück eben von dem
Wie bei den Stunden mit Huren
Nur eine triste Erinnerung bleibt
Die mehr für Leere immer steht
Irgendwie nie ganz echt war wie
Das Stöhnen der Huren dabei
Während emotionaler Reichtum
Bleibende Zufriedenheit schenkte
Dies Glück mehr zu genießen als
Allen käuflichen Ersatz scheint mir
Der größte erringbare Schatz der
Noch dazu eher bleibt als alles
Den Selbstwert steigen lässt was
Dafür spricht Gefühle für kostbarer
Als jedes Eigentum zu halten das
Sonst erworben werden kann wie
Die Investition in dies echt lohnt
Nie sind die Zinsen so hoch wie
Dort wo du Liebe schenkst auch
Wenn gelegentliche Ausrutscher
Es anders erscheinen lassen weil
Der Mensch zum Drama neigt ist
Die Liebe von allem was zu mir
Gehört die lohnendste Investition
Solange wir nicht säkularistisch
Auf Ausschließlichkeit bedacht
Uns allem Glück verschließen was
Begegnet wo es gut tut und passt
Verstehe ja wenig bis eher nichts
Von Geld und Vermögen habe nur
Bücher und davon zu viele wohl
Noch umziehen zu wollen aber
So viele wunderbare Frauen geliebt
Von manchen sogar geliebt worden
Dass ich mich heute dankbar als
Reichster Mann der Welt fühle
Denn nichts bringt mehr Zinsen
In der Erinnerung des Lebens
Warum es wirklich lohnt sein
Leben der Liebe zu widmen

jens tuengerthal 10.3,23

Lebenswert

Lebenswert

Was macht ein Leben wertvoll
Ist es allein die Einmaligkeit
Für eine Begründung nach den
Werten des Grundgesetzes
Ganz ohne allen Hokuspokus
Den der Aberglaube uns lehrt
Unterscheiden wir beim Wert
Nach der Qualität des Lebens
Sind danach die Opfer eines
Amokläufers wie in Hamburg
Mehr wert als die Soldaten die
In der Ukraine täglich zu vielen
Hundert sterben relativiert also
Die Menge den Wert oder schafft
Eher persönliche Nähe Betroffenheit
Ist was vor der Tür geschieht uns
Wichtiger als was weiter weg ist
Wird es damit auch wertvoller denn
Was begründet die Unterscheidung
Sind mir ukrainische Soldaten nicht
Näher als Zeugen Jehovas je waren
Wird armes und reiches Leben als
Unterschiedlich wertvoll behandelt
Weil die Lebensaussichten darauf
Hinzudeuten scheinen oder gibt es
Keinen messbaren Wert des Lebens
Müssen wir einfach hinnehmen das
Alles was ist auch vergeht und ist
Es dennoch unsere Aufgabe das was
Bleibt schöner zu machen um es so
Mehr genießen zu können was mir
Aus Überzeugung am ehesten noch
Entsprechen würde auch wenn bei
Vielem fraglich scheint was besser
Macht wie überhaupt noch lohnt
Insofern wir am Ende nichts mehr
Mitnehmen können wie auch all
Unser Besitz in neue Hände dann
Übergeht wird der Wert des Lebens
Sicher nicht im gescheffelten Geld
Liegen sondern eher in den Stunden
Die wir glücklich verbracht haben
Was vielen bei ihrer Arbeit fern liegt
Mit der sie dennoch um sich etwas
Leisten zu können viel Zeit verbringen
Hier könnte ein Umdenken gut tun
Wie Leben lebenswerter machen

jens tuengerthal 10.3.23

Donnerstag, 9. März 2023

Bücherhalt

Bücherhalt

Was gibt mir Halt in den Stürmen
Des Lebens die unverhofft wogen
Ertrinken lassen können wenn wir
Nicht vorsicht walten lassen wo
Sie wie aus dem Nichts aufkommen
Frage ich und weiß es doch genau
Der beste Halt sind meine Bücher
Die Perspektiven so sehr eröffnen
Wie innere Orientierung mir geben
Aufmuntern und stärken dabei ein
Genuss auch noch sind und so
Scheint mir der beste Halt in allen
Unwettern des Lebens ein Buch
Wie deren mehrere noch lieber
Als abwechlungsreicherer Halt
Der Glück genug mir meist ist
Zufriedener dauerhaft mich hielt
Als Frauen es je schafften mein
Gemüt zu beglücken aber das
Größte Glück ist vermutlich die
Geteilte Liebe zum besten Halt
Mit Liebe und Begehren für die
Beiden Leser ganz nebenbei

jens tuengerthal 9.3.23

Lichtwechsel

Lichtwechsel

Das Licht wechselt oft unverhofft
Nach dem grauen gestrigen Tag
Voller Regen und Sturm kam nun
Strahlender als je will es scheinen
Die Sonne hervor und verzaubert
So die vorher triste Umgebung
Zum fast Frühlingsparadies weil
Die zwischen Wolkenbergen am
Wechselhaften Himmel endlich
Durchbrechende Sonne strahlt
Zuviel davon wäre furchtbar weil
Trockenheit uns sonst drohte 
Dankbar freute ich mich am Regen
Doch gelegentliches Wechselspiel
Zwischen Sonne und Wolken zeigt
Die magische Wirkung des Lichts
Genieße es und freue mich dies
Mit Blick in den Himmel ganz ohne
Götter als Naturschauspiel hier
Beobachten zu können vielleicht
Ist der Wechsel das Rezept zur
Höchsten Schönheit weil er allem
Seinen Platz zur Zeit stets gibt
Ob es mit der Liebe ähnlich ist
Frage ich mich auch wenn dies
Gegen alle Sitten verstößt für
Viele bekommt alles mehr Wert
Beim Wetter im steten Wechsel

jens tuengerthal 9.3.23

Euphoriker

Euphoriker

Es gibt Menschen die sind wie Teflon
An denen gleitet alles ab und nichts
Begeistert sie wirklich wie ihnen auch
Euphorie eher fremd ist dagegen sind
Die Euphoriker schnell entflammbar
Brennen dann lichterloh vor Freude
Schwärmen mit größter Lust allein
Schon sich daran freuen zu können
So einer war mein Vater denke ich
Der sich für vieles begeistern konnte
Von Blumen und Bildern bis zu den
Gedichten von Rilke oder Sternen
Die er irgendwo am Himmel sah wie
Seinen Zuhörern sofort zeigen musste
Wie einem gerne in Superlativen von
Seinen Erlebnissen vorschwärmte
Dies Glück am liebsten noch teilte
Deinen Kopf in die Hand nahm damit
Auch du die Sterne sahst oder seinen
Unendlichen Horizont teilen konntest
Was viele auch mich oft überforderte
So war er ein großer Beglücker der
Gerne selig von geteilter Freude noch
Tage danach schwärmen konnte wie
Unerwartet dann begeistert umarmte
Oder sogar euphorisch küsste was
Manchen sicher sehr nah vorkam
Durch die spürbare Begeisterung aber
Weniger zum Problem wurde als bei
Der Lösung dieser mithalf hatte das
Früher auch fand es aber später eher
Uncool so wenig gelassen zu sein
Gab mich eher wie ein Stoiker um
Von nichts zu sehr gerührt zu werden
Welch Unsinn denke ich heute wo er
Gegangen ist und genau dies fehlt
Ein guter Grund die Euphorie wieder
Mehr wie ausdrücklich zu pflegen
Weil sie eigentlich allen gut tut
Auch wenn sie etwas lächerlich ist
Menschen zum Lachen zu bringen
Sollte uns eine Ehre lieber sein
Denke ich heute und finde der Tod
Des größten mir bis dato bekannten
Euphorikers ist ein guter Grund sich
Ein wenig in der Begeisterung zu üben
Wie alle daran teilhaben zu lassen

jens tuengerthal 9.3.23

Todeskultur

Todeskultur

Wie unterschiedlich sind die Rituale
Welche Gesellschaften nach dem Tod
Pflegen um Anteilnahme zu zeigen
Hier im Südwesten ist es üblich dass
Nachbarn und Freunde kommen um
Ihr Beileid kund zu tun was mir völlig
Falsch und aufdringlich früher schien
Sollen sie einen doch in Ruhe lassen
Nicht noch Stress mit ihren Besuchen
Verursachen den keiner braucht wie
Die immer gleichen Phrasen dreschen
Wusste wie fremd dies meiner Mutter
Als Norddeutscher immer war dachte
Sie erträgt es nur weil sie muss aber
Fand dies Ritual völlig befremdlich
Nun merke ich wie gut es auch tut
Die stete Wiederholung relativiert
Anteilnahme auch tröstet weil es
Teil der Kultur ist auch gut so ist
Allen Beteiligten irgendwie gut tut
Keinen alleine lässt sondern die
Gemeinschaften die übrig blieben
Weiter mit trägt mit ihrer Kultur
Der Besuche bei Angehörigen
So hat jede Gruppe ihren Kult
Um mit dem jenseits des Lebens
Umzugehen und klar zu kommen
Enthalte mich heute jeden Urteils
Über den Wert solcher Riten die
Immer mindestens zwei Seiten als
Teile ritueller Nähe auch haben
Was nervt kann schöner werden
Wenn wir es im Kontext sehen
Füreinander da zu sein ist gut
Egal wie sinnlos die Worte sind
Die dabei stets wiederholt werden
Es ist ein Ritual was ablenkt wie
Trost spendet und damit gut so
Die Zeit tut dann das übrige was
Logisch unfassbar ist zu relativieren

jens tuengerthal 9.3.23

Mittwoch, 8. März 2023

Preußengröße

Preußengröße

Was macht die Größe Preußens aus
Lag sie bei Feldherren vom einst
Großen Kurfürsten über den ebenfalls 
Großen Friedrich oder die Feldherren
Yorck von Wartenburg und Moltke die
Beiden strategischen Genies die einst
Konventionen eigenmächtig schlossen
Oder getrennt marschierten um dann
Vereint zu schlagen oder war es etwas
Ganz anderes was den preußischen
Geist groß und erhaltenswert hielt
Dies viel leisten und wenig scheinen
Erste Diener des Staates auch als
Könige noch zu sein statt sich als
Sonne der Welt zu sehen in der
Alle sich spiegeln müssen wie es
Die Franzosen lange kultivierten
Preußen trug Eisen statt Gold
Die Niederlage zu bewältigen oder
Wählte Ungnade wo Gehorsam nicht
Ehre brachte wie von der Marwitz
Der die Plünderung der Hubertusburg
Als Rache für die von Charlottenburg
Zuvor verweigerte wie die Sage kündet
Was Friedrich ihm sehr übel nahm
Was immer an der Geschichte wahr war
Zeigt sie den Geist einer preußischen
Bescheidenheit der ihnen noch immer
Am besten stand und in diese Tradition
Reiht sich nun auch Prinz Georg Friedrich
Aus dem Hause Hohenzollern der auf
Die Ansprüche der Familie auf bis zu
5000 Kunstwerke verzichtete um so
Die Aufklärung über das Verhalten seines
Urgroßvaters des Prinzen Wilhelm im
Nationalsozialismus was eine Enteignung
Begründete wie Rückforderungen erübrigte
Frei davon zu ermöglichen verzichtete also
Ohne eine rechtliche Pflicht auf der Suche
Nach Frieden und Aufklärung die er
Weiter unterstützen möchte ob aber ein
Staat der ihn auch medial verfolgte
Wie Sozialdemokraten heute zu dieser
Größe und ihrer Würdigung fähig sind
Wird die Geschichte uns zeigen jedoch
Hat Georg Friedrich hier Größe gezeigt
Die bleibt und seinem Haus besser steht
Als kleinliche Prozesse mit Beamten
Vielleicht täte es dem Land gut mal
Darüber nachzudenken ob immer
Die Sache des Volkes der beste Weg
Zur Gerechtigkeit ist oder die Größe
Sich in Persönlichkeit mehr zeigt als
In nur relativen Gesetzen

jens tuengerthal 8.3.23