Donnerstag, 22. Dezember 2022

Liebesverzögert

Liebesverzögert

Bin davon überzeugt dass die Liebe
Sofort kommt und spürbar ist was
Viele Treffen mit Damen bestätigen
Du weißt in den ersten Sekunden
Was sein kann oder nicht kannst es
Zumindest wo feinfühlig erspüren
Bei Berührung funkt es oder nicht
Worauf wir uns selten einlassen
Weil wir lieber einem Plan folgen
Dies oder jenes zu erreichen wo
Aber alles Streben erfolglos ist
Weil was sich nicht gleich spürt
Nie zueinander finden kann
Dennoch gibt es Fälle in denen
Die Liebe mit Verzögerung kommt
Manche kennen sich schon ewig
Bis sie bemerken was da ist
Ob dies die These widerlegt bin ich
Nicht sicher weil nur wenn manche
Aus vielen Gründen gegen das
Was sofort ist noch lange kämpfen
Widerlegt dies nicht was es ist
Sondern belegt die Willensfreiheit
Manchmal aber gibt es Fälle die
Versprechen schwierig zu werden
Weil Kampf das Gefühl überlagert
Innerer oder äußerer ist dabei egal
Dann kann was sofort auch da war
Sich erst im Frieden ganz entfalten
Eine erste Abwendung voneinander
Die spontane Überzeugung dies
Ginge ja gar nicht widerlegt auch
Nicht die obige These weil was uns
Zögern lässt wenig mit dem zu tun hat
Was die Liebe im Wesen antreibt
Dies sind meist nur die Erwartungen
Welche der Natur entgegenstehen
Erst wie immer enttäuscht werden
Müssen bevor wir uns befreien
Dann scheint die Liebe verzögert
Aber es waren nur die Organe
Ihrer Wahrnehmung noch blockiert
Bleibe also überzeugt dass Liebe
Spontan oder gar nicht kommt
Aber unser Wille sorgt dafür oft
Lange nicht zu erkennen was ist
Wie das Gegenteil anzunehmen
Dies lässt sich wie alle Gefühle
Natürlich nur schwer beweisen
Wenn sie sich findet ist es egal
Wo nicht meistens auch womit
Die Frage der Verzögerung nun
Dahinstehen kann wie auch dem
Spontanen Gefühl zu trauen nur
Etwas bringt wo dies nicht der
Natur der Liebe entgegensteht
Aus vielen unerfindlichen Gründen
Zumindest können wir danach sagen
War ja eigentlich gleich klar dann
Fühlt es sich noch toller an aber
Zum Beweis der Behauptung
Genügt dies so wenig wie noch
Irgendwer sie widerlegen kann
Also glaube ich einfach daran
Fühle mich ganz toll dabei was
Genügt nichts daran zu ändern
Bis die Liebe macht was sie will

jens tuengerthal 21.12.22

Seelenknast

Seelenknast

Die erfundene Seele ist ein Gefängnis
Der Gedanken für unfrei unmündige
Menschen die nicht frei nach ihrem
Gewissen zu entscheiden lernten
Sondern über Fortbestand wie die
Drohung mit Strafen sich erst in 
Eine Gemeinschaft einfügen lassen
So gefallen sie den Herrschern
Die sie leichter verwalten können
Es gibt in der Natur keinen Ort für
Das was Menschen Seele nennen
Aber es gibt grausame Folgen der
Annahme ihrer Existenz überall
Vom Kastenwesen in Indien zum
Islamischen Recht bis zu jeder
Religion die moralische Vorschriften
Sich anmaßt machen zu dürfen
Zeit dieses Gefängnis zu stürmen
Wie die Menschen sich befreien
Zu lassen glücklich zu leben nach
Ihrem aufgeklärten Gewissen statt
Den Geboten erfundener Götter
Die von der Angst vor der Seele
Bis heute ihre Macht zehren denn
Wo das Leben endlich ist wie es
Weder Paradies noch Hölle gibt
Die Seele schlicht sterblich ist wie
Alle Natur weil das uns entspricht
Werden Menschen verantwortlich
Erst handeln können während die
Von höheren Wesen überwachte
Seele ein Gefängnis ist dessen
Wärter Glaubensfunktionäre sind
Die mit Versprechen und Drohung
Vom Jenseits ihre Macht begründen
Denke nicht darüber nach ob es
Götter gibt oder nicht sie sind für
Befreite mündige Menschen kein
Thema mehr weil diese sich mit
Dem vor Christus lebenden freien
Griechischen Philosophen Epikur
Nach Lust im Leben streben wie
Den Tod nicht fürchten der sie
Nichts angeht weil er nie zugleich
Mit ihnen irgendwo sein wird
Mögen diese von Seele reden
Um das Zusammenspiel von
Körper und Geist zu benennen
Sagen sie doch stets diese sei
Sterblich wie alle Natur was den
Religionen wie ihrer Macht über
Die erfundene Seele den Boden
Auf Dauer wirkungsvoll entzieht
Die große Komplexität des stets
Zusammenspiels von Geist und
Körper Seele zu nennen weil es
Die Vielfalt der Ursachen so kurz
Fasst mag noch angehen aber
Zum Gefängnis wird diese wenn
Wer sie zu mehr als Natur macht
Sie in göttlicher Anmaßung erhebt
Warum reißen nicht längst alle
Menschen die Mauern dieses Knast
Ein um befreit ohne besser zu leben
Überlege ich und finde keine Antwort
Als die Hoffnung auf ein Jenseits aus
Angst vor dem Tod der so gnädig uns
Vom Sein nur befreit wie keinerlei
Grund zur Furcht je geben kann
Befreit Menschen euch von der Seele
Sie macht euch unfrei immer wie zu
Sklaven der Sekten aller Zeiten die
An eurem Aberglauben sich bereichern
Wer hat das noch nötig frage ich mich
Wenn Glück und Freiheit doch schlicht
In der seiner selbst bewußten Natur liegt
Aber vermutlich wird es die erfundene
Seele so lange geben wie Menschen
Lieber unmündig als befreit leben
Dabei könnte es uns so gut gehen
Lustvoll zufrieden zu leben ohne
Furcht vor dem Tod das was uns
An Lebenszeit bleibt zu genießen
Wer glaubt es könnte Götter geben
Muss begründen warum sich die
Angeblich Allmächtigen um uns
Zwerge auf einen Planeten noch
Je kümmern sollten wie welche
Anmaßung in der Annahme liegt
Wir seien Geschöpfe statt Wesen
Im Rahmen einer Evolution was
Erschöpfend längst bewiesen ist
Wer weiß dass alles Natur ist
Wird an nichts glauben was in
Dieser keinen Ort hat wie wer
Es dennoch tut mit der Preisgabe
Seiner Mündigkeit leben muss
Vielleicht genügt das für heute
Sich aus dem Seelenknast zu
Befreien als mündige Menschen
Weil wir es entscheiden können
Aber die Dummheit ist mächtig

jens tuengerthal 21.12.22

Aufklärungsfreiheit

Aufklärungsfreiheit

Aufklärung ist die Befreiung des
Menschen aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit lehrte uns Kant was
Für viele formalistisch klingt wie aus
Gründen des Gefühls oder des je
Aberglaubens abgelehnt wird da es
Zuerst darum ginge bei sich zu sein
Wie mit seinem Gefühl im Reinen
Zu leben statt Normen zu folgen
Es fehlte denjenigen an Gefühl bei
Dieser Haltung zum Leben die auf
Vernunft und kritisches Denken setzt
Statt der Intuition zu folgen die sich
Heute über unzählige Gurus sehr
Erfolgreich vermarkten kann die je
Eigene Wege zum Glück verkaufen
Wie Menschen spirituell beraten was
Eine contradictio eigentlich ist aber
Die aufgeklärte Zeit tolerieren kann
Weil der Aberglaube immer schon
Die Zuflucht der Unfreien war und
Wer wollte diese ihnen nehmen aber
Denen die es begreifen können die
Freiheit der Aufklärung anzubieten
Sein Leben mündig zu gestalten
Ist eine schöne Aufgabe die heute
Dem zeitgemäßen Blick auf die
Aufklärung dient denn wer seiner
Romantischen Kritiker hat je den
Anarchen in Kant erkannt der jedes
Formale Gesetz als moralisch eher
Untauglich benennt weil es allein
Auf das Gewissen ankommt dafür
Welche Idee gab uns je mehr Freiheit
Als die der Befreiung aus der vorher
Unmündigkeit in die der Glaube führt
Dessen Fortsetzung die Esoterik ist
Wo dort ein erdachtes höheres Wesen
Entscheidet was gut und gerecht ist
Menschen den Geboten gehorchen
Sollen nicht seinen Zorn zu wecken
Wird hier jeder dahin befreit selbst
Ohne alle Götter oder Gurus für sich
Zu entscheiden was gut und gerecht
Insofern das Gerechtigkeitsempfinden
Auf ein Gefühl im Zentrum setzt was
Das Gewissen bestimmen soll ist die
Freiheit der Aufklärung von mehr an
Menschlichem Gefühl getragen als
Die unfreien Lehren der Gurus die
Auf bloßem Aberglauben basieren
Der die Unmündigkeit ausnutzt
Dieser großen Freiheit zu folgen
Nach der mein Gewissen der alleinige
Maßstab für gut und böse ist wird die
Große Aufgabe der Zukunft sein um
In Freiheit miteinander zu leben wenn
Mehr Menschen sich trauen sich aus
Der Sklaverei der Vorurteile zu befreien
Erkennen alles Gute liegt in ihnen wie
Die Entscheidung es zu tun warum es
Keine formellen Gesetze mehr brauchte
Die nur der Dressur der Unfreien dienen
Hoffentlich wagen es bald immer mehr
Sich aus unwürdiger Unmündigkeit die
Höhere Lenkung braucht zu befreien
Die Welt könnte wunderbar frei sein

jens tuengerthal 21.12.22

Vernunftgefühl

Vernunftgefühl

Die Romantik warf der Aufklärung vor
Nur auf die Vernunft zu setzen damit
Das Gefühl zu vergessen was doch
Aus ihrer Sicht viel zentraler unser
Wesen ausmachte als nur Vernunft
Die mit Ratio die Welt ordnet statt
Ihre chaotische Natur zu achten
Was bis heute noch Zuspruch aus
Esoterisch oder yogisch verrenkten
Kreisen erfährt die sich gerne von
Der Vernunft völlig verkannt fühlen
Als blende die Aufklärung einfach
Den halben Menschen nur aus
Wäre die Entscheidung für Vernunft
Nicht auch eine die dem Gefühl folgt
So auf dem besseren Weg zu sein
Was schlimm genug verkennt doch
Schmerzvoller noch wirkt wie somit
Ein Teil des Menschen den anderen
Als wahrer dominieren will was zu
Einem unguten Ungleichgewicht führt
Wie wir es vom Aberglauben kennen
Der genau so im Mittelalter herrschte
Wer die Gewissensfreiheit über alle
Gesetze stellt wie Kant es tat im
Kategorischen Imperativ der setzt
Auf den ganzen Menschen wie also
Sein Gefühl für Gerechtigkeit auch
Wenn das Jedermanns-Gesetz streng
Formalistisch klingt wo es uns aufgibt
Stets so zu handeln dass unser Handeln
Gesetz für jedermann sein könnte ist
Maßstab der Prüfung der Geist des
Einzelnen mit all seinen Teilen zu
Denen auch das Gefühl gehört was
Unser Gerechtigkeitsempfinden so 
Sehr trägt wie die Liebe und vertraut
Auf die Entwicklung zum Guten statt
Vom paradiesischen Urzustand noch
Auszugehen erkennt es den Wert der
Zivilisation für das miteinander aller
Wer auf Aufklärung setzt braucht ein
Sicheres Gefühl für das was gut ist
Wie allen gegenüber gerecht womit
Der romantische Vorwurf des Mangels
An Gefühl völlig ins Leere dort läuft
Weil ohne Gefühl für Gerechtigkeit
Alle Vernunft wertlos in dem Sinne ist
Dass die emotionale Basis fehlte
Es steht die Vernunft nicht in einem
Gegensatz zum Gefühl sondern sie
Ist der gerechte Maßstab für ihre
Anwendung und wer egal wie
Romantisch gesinnt könnte gegen
Mehr Gefühl für Gerechtigkeit sein
Die durch vernünftige Formen nur
Möglichst gut anwendbar werden

jens tuengerthal 21.12.22

Spitzenmäßig

Spitzenmäßig

Ein Weihnachtsbaum ohne Spitze ist
Nicht mehr spitzenmäßig aber doch
Untenrum ausladend genug noch als
Solcher erkannt zu werden doch trieb
Die Letzte Generation mit der heute
Kappung der Spitze des Baums am
Brandenburger Tor ihre Provokation
Auf eine neue Spitze die vermutlich
Manches Weihnachtsgefühl anrührt
Was im Kitsch gefangen gut so ist
Warum Bäume die wir dringender im
Wald bräuchten heute noch zu nur
Kultischen Zwecken gefällt werden
Damit nur noch totes Holz sind dem
Mehr oder weniger schnell dann die
Nadeln ausfallen wir alle kennen es
Ist vernünftig nicht erklärbar wird aber
Sogar vom Staat weiter betrieben der
Besser sich um den Erhalt auch seiner
Wälder kümmern sollte wie laizistisch
Wirken könnte statt dem Aberglauben
Noch so viel Raum zu geben aber so
Ist vieles weniger vernünftig als tradiert
Will nicht kurz vor Weihnachten nun
Mit Argumenten der Aufklärung über
Weihnachtsbäume streiten aber dem
Zentralen Baum die Spitze zu kappen
Ist schon eine geradezu geniale Idee
Die keinem schadet aber dafür viel
Aufmerksamkeit auf ein so wichtiges
Thema lenkt fraglich könnte nur sein
Ob die Aktion bloß plakativ war also
Mehr Ressourcen verbrannte als je
Nutzen bringt die Letzte Generation
Mehr auf ihre Wirkung bedacht ist
Als der Sache zu helfen für die sie
Vorgeben zu kämpfen aber egal wie
Haben sie es nun auf die Spitze
Getrieben mit ihren Provokationen
Die weniger schadet als jeder Stau
Aber da kollektive Gefühle hier
Betreffend weiter wirken dürfte
So gesehen war die Aktion mal
Spitzenmäßig in vieler Hinsicht
Könnte mehr Zuspruch gewinnen
Als die Verkehrsverklebung auch
Wenn diese am Kern des Problems
Unserer Mobilität angreift ist es
Besser die Repräsentanten mit dem
Angriff auf Repräsentationsorte
Für mehr Klimaschutz endlich
Wachzurütteln und all diejenigen
Die immer noch durch die Welt
Fliegen als zerstörte es nicht alles
So gesehen eine gute Idee die
Von der Spitze in die Breite greift

jens tuengerthal 21.12.22

Dienstag, 20. Dezember 2022

Zeitlos

Zeitlos

Bei gutem Sex steht die Zeit
Wir sterben kleine Tode um
Danach glücklich aufzuerstehen
Wie erschöpft im Arm zu liegen
Es verkehren sich alle Regeln
Wenn zwei eins werden wie
Dabei einen Höhepunkt finden
Manchmal staune ich noch wo
Die Zeit blieb in der Lust
Lasse sie heute fliegen
Im sicheren Wissen was
Gut war kommt wieder
Weil in unserer Zeit selten
Alles andere verweht

jens tuengerthal 20.12.22

Liebeszeit

Liebeszeit

Liebe braucht Zeit
Nicht um zu entstehen
Sie kommt gerne unverhofft
Wie gegen alle Vernunft
Ist sehr schnell spürbar
Aber um zu überleben
In der großen Konkurrenz
Emotionaler Eindrücke
Die uns beständig bestürmen
Zum Kontinuum zu werden
Was bleibt statt zu verwehen
Ihr gefährlichster Gegner sind
Enttäuschte Erwartungen die
Niemals Erfüllung finden können
Aber Grund vieler Krisen sind
Wenn nicht sogar nahezu aller
Wer sich die Zeit nimmt dies
Alles miteinander zu überleben
Hat gute Chancen zu bestehen
Der Rest könnte egal sein
Wer sich keine Zeit nimmt
Füreinander wie miteinander
Hat zu wenig gemeinsam
Etwas darin noch zu finden
So ist die Zeit völlig egal
Für die Frage ob Liebe kommt
Aber entscheidend dafür
Was bleibt oder verfliegt

jens tuengerthal 20.12.22

Lesezeit

Lesezeit

Zeit zu lesen ist der kostbarste Schatz
Den ich je finden konnte außer der so
Schöner verbrachten Zeit schenkt gute
Lektüre auch einen vielfach erweiterten
Horizont was Menschen seit Urzeiten
Schon durch Kriege erringen wollen
Dabei nur Grenzen verschieben die
Ihre Beschränkung allein offenbaren
Während wir Leser schlicht grenzenlos
Durch Zeit und Raum schweben als
Genießer schöner Worte wie Liebhaber
Guter Lektüre die nebenbei bildet also
Den Horizont erweitert als dazu Genuss
Wer sich Zeit für Lektüre nimmt gewinnt
Auf viele Arten dabei noch doch ist
Vieles uns viel wichtiger schon vorab
Verschwenden wir endlos viel Zeit
Mit Berieselung und Menschen was
Selten nur ein der Lektüre vergleichbarer
Genuss wie Erfolg sein kann sondern
Wie alle Berieselung nur der Unterhaltung
Als Beschäftigung gegen innere Leere
Dient die durch Berieselung ausgelöst
Wird was das Spannungsfeld ist im dem
Viele Menschen heute unglücklich leben
Wie die übliche Gesellschaft derer die
Nur über die letzte Berieselung reden
Schlicht überflüssig macht aber wer wollte
Menschen dafür verurteilen es wie
Alle anderen auch zu machen
Was ja nur durchschnittlich ist
Zumindest hat wer dies liest sich
Lesezeit genommen was lohnt
Weil es im Zweifel dass Bewusstsein
Erweitert was berieselt verkümmert
Wozu Serien noch aktiver beitragen
Die den Schaden durch Sucht noch
Multiplizieren was bin ich da froh
Wieviel Lesezeit mir doch bleibt
Nur Frauen werden ihr gefährlich
Gelegentlich mit der Mischung aus
Erwartung und Hoffnung meist
Ihrerseits und meinerseits in der
Obigen Reihenfolge aber wer will
Klagen der Lesen kann und es nicht tut
Denke ich und lache mich aus

jens tuengerthal 20.12.22

Lebenszeit

Lebenszeit

Über 99.000 Russen sind bereits im
Krieg der dort nicht so heißt gefallen
Wer wird ihnen wo gedenken diesen
Verschwiegenen Opfern die es nach
Angaben des Kreml gar nicht gibt
Als Kämpfer gegen den Faschismus
Den es in der Ukraine gar nicht gibt
Dafür haben fast 100.000 Russen
Ihr Leben vorzeitig beendet damit
Putin seine Ziele weiter verfolgt
Keinen Fehler zugeben muss
Gar nachgeben oder Verantwortung
Übernimmt was ihm wohl fernliegt
Was seine reale Feigheit offenbart
Ein Mensch der tausenden Menschen
Lebenszeit stiehlt aus Eitelkeit wie
Dem Stolz eines KGB Agenten
Ist nicht mit Worten zu helfen
Der gehört schnell beseitigt um
Eine Basis für Frieden zu schaffen
Wenn er überleben will kann er
Sich den Behörden stellen wie
Um Einweisung bitten sonst muss
Unser Ziel seine Beseitigung sein
Seine Existenz kostete schon
Viel zu viele viel zu viel Lebenszeit
Betrachten wir es schlicht summarisch
Ein Putin kostete 100.000 Leben
Die Opfer vorher nicht mitgerechnet
Ohne Gewinn als überall Ärger
Wer Putin tötet rettet Leben
Verlängert damit die Lebenszeit
Von vielen Menschen enorm
Wendet viele Probleme ab
Stabilisiert die Wirtschaft wieder
Der Typ rechnet sich nicht mehr
Vielleicht ein guter Grund
Zum Frieden zu finden
In dem Leben wertvoll ist

jens tuengerthal 20.12.22

Rechtzeit

Rechtzeit

Ob die Vereinigten Staaten wirklich ein
Rechtsstaat sind habe ich angesichts
Der dort Todesstrafe so meine Zweifel
Ansonsten waren sie es lange bis ein
Trump es durch Vetternwirtschaft mit
Populismus ersetzte der die Welt nah
An die Katastrophe oft brachte wie
Bis heute Probleme verursacht von
Denen Putin nur eines von vielen ist
Wie gut ist es da wenn endlich der
Ausschuss des Repräsentantenhauses
Seine Anklage verlangt und auch wenn
Führende Republikaner nun munkeln
Diese könne das Land spalten ist doch
Das Gegenteil wahr erst wenn diesem
Mafiösen Großmaul der Prozess gemacht
Wie er damit bestraft wird kann das
Von ihm durch Lügen wie Populismus
Gespaltene Land wieder eins werden
Es beginnt mit einem Prozess erst
Wieder die Herrschaft des Rechts
Was der Welt gut tut vielleicht
Werden sogar die Vereinigten Staaten
Dann eines Tages ein Rechtsstaat
Ohne Todesstrafe und Guantánamo
Es ist ein gutes Zeichen für das
Recht was rechtzeitig nun kam

jens tuengerthal 20.12.22

Kaminzeit

Kaminzeit

Früher heizten wir noch mit Kaminen
Wie Holz befeuerten Öfen unsere
Häuser und Wohnungen wie wir
In dunkler Zeit uns um diese scharten
Die Wärme miteinander zu genießen
So wurde der Kamin zum Symbol für
Warme schöne Gemütlichkeit die ein
Zuhause uns wunderbar heimelig macht
Leser lieben das Bild vom Buch das
Vor dem Kamin gelesen wird als
Inbegriff schönster Stunden für sich
Ein wenig schlechtes Gewissen
Hatte ich dabei immer noch des
Verbrannten Holzes wegen wie
Des Rauchs aus dem Kamin
Wie gerne schalte ich dafür heute
Den elektrischen Kamin ein der
Ein leichtes Knacken von sich gibt
Flackert wie ein echter so dass
Es ohne Heizung zumindest mal
Gefühlt wärmer doch wurde
Dessen Strom erneuerbar kommt
Wie andere ihre Kerzen lieben
Die mir oft eher die Luft rauben
Wie jedes Feuer eine Gefahr für
Die geliebten Bücher stets sind
Aber egal wie ist das Gefühl von
Kamin ganz wunderbar im Leben
Vielleicht kommt da ältere Erfahrung
Der Kulturen durch die sich um
Ihre Feuerstellen erst bildeten die
Sicherheit vor wilden Tieren wie
Wärme zugleich uns boten als
Suchende in noch gefährlicher Welt
Lichtquelle in dunkler Zeit waren
Womit sogar der Geist der Aufklärung
Der auf geistiges Licht zuerst setzt
Zur Liebe für Kamine auch passt
Auch wenn diese wie alle Liebe
So herzlich unvernünftig eher ist
Denke ich und freue mich an meinem
Zugegeben kleinen Kamin der dafür ein
Ökologisch korrektes Gefühl vermittelt
Die dunkle Zeit beim Tee noch viel
Schöner gefühlt macht spüre ich
Der die Kaminzeit genießt
Wenn es draußen regnet

jens tuengerthal 20.12.22

Bronzezeit

Bronzezeit

Die Rückgabe der Benin-Bronzen an
Nigeria durch zwei deutsche Ministerinnen
Annalena Baerbock und Claudia Roth
Haben sich als Außenministerin wie als
Kulturstaatsministerin aufgemacht dieses
Regulär erworbene Raubgut englischer
Kolonialisten zurückzubringen schien mir
Im ersten Moment etwas viel vielleicht
Sogar übertrieben konkurrent um sich
Als gute Grüne zu zeigen aber schon
Beim Betrachten der Bilder beider in
Ihren Instagram-Profilen merkte ich
Wie gut und wichtig es war sich als
Staat zu zeigen der Verantwortung für
Das koloniale Unrecht übernimmt wie
Durch Präsenz seiner Repräsentanten
Die Bedeutung dessen anerkennt was
Anderen Kulturen als ihre Geschichte
Wichtig ist wie als Partner dabei kommt
Es ist gut wenn das Humboldt Forum
Im Berliner Schloss nicht weiter ein
Kolonialwarenladen wäre sondern ein
Ort der Verbindung statt der Betrachtung
Kulturelle Kommunikation statt nur
Ausstellung fremder Schätze dort
Der die Welt nach Berlin holt damit
Berliner nicht in die Welt reisen
Dann hätte es auch einen ganz
Wunderbaren ökologischen Zweck
Den Alexander von Humboldt schon
Als bedeutend für die Zukunft sah
Wer sich ein Bild der Geschichte
Wie von anderen Kulturen macht
Darf eigene Verbrechen wie den
Zu lange normalen Rassismus
Nicht länger mehr ausblenden
Sondern muss als Staat dabei die
Erste Verantwortung übernehmen
Ein Vorbild in Europa zu sein was
Noch viel Schuld aufzuarbeiten hat
Darum war die Reise der beiden
Deutschen Ministerinnen vorbildlich
Verglichen etwa mit der eher noch
Bemühten Entschuldigung aus den
Niederlanden deren Goldene Zeit
Auf Sklaverei und Ausbeutung ruht
Besser wenn sie es selbst merken
Ein neues miteinander beginnt was
Kolonialen Rassismus endlich ersetzt
Wie Verantwortung auch übernimmt
Dieser Kultur ein Forum zu bieten
Wäre das beste was im Schloss
Zu Berlin im Namen Humboldts
Je entstehen könnte denke ich
Die Reise war ein Schritt dahin

jens tuengerthal 20.12.22

Montag, 19. Dezember 2022

Solisten

Solisten

Hatte gestern ein wunderbares
Gespräch mit einer klugen Frau
Die ich gerne liebe Freundin nenne
Was könnte mehr je noch sein
Deren Schönheit dabei nicht störte
Aber keine Rolle spielte warum es
Hier nicht weiter erwähnt sei also
Im übrigen auch dahinstehen kann
Wir unterhielten uns über Liebe was
Zwischen Männern und Frauen
Nicht so furchtbar erstaunlich ist
Wie über die rechte Art zu leben
Als ich sie fragte ob sie seit ihrer
Scheidung Single sei was ganz
Ohne Wertung gemeint war
Sagte sie ja oder eher nein denn
Sie erklärte mir sie nenne sich
Lieber Solistin weil Single für sie
Wie stehengelassen und nicht
Von der Liebe abgeholt klingt
Wie eine Behinderung fast was
Sie so nicht sagte aber mir nun
Wo ich darüber dichte als ein
Passender Vergleich sich aufdrängte
Nicht weil Behinderung schlecht wäre
Sondern weil es ein weniger wäre
Was den Alltag schwerer macht
Aber Behinderung ist ja auch kein
Thema in diesem Gedicht über die
Solistin und ihre Rolle im Leben
Fand das erst etwas albern kein
Single sein zu wollen aber um so
Länger ich darüber nachdachte
Desto schöner fand ich nun den
Begriff der Solistin der so gut
Auch zu ihr als Musiklehrerin passte
Wie dessen Präzision zur Lehrerin
Für Deutsch was sie auch noch ist
Im Orchester sind die Solisten die
Stars die besonders gut spielen
Warum ihnen die Soli zufallen
Was die Rolle schwerer macht
Aber sie auch hervorragen lässt
Im Konzert werden sie bejubelt
Stehe ja ungern so im Mittelpunkt
Strebe nicht danach bejubelt wie
Angebetet zu werden was dem
Radikalen Atheisten fremd ist
Aber zu sehen eine die für sich
Bleibt ist keine die keinen mehr
Abbekam sondern Solistin ist
Die eine besondere Rolle spielt
Im Orchester der Menschheit
Finde ich ein schönes Bild und
So kann ein Wort schon allein
Das in seinem Wesen konstruktiv
Wirkt wie ist die ganze Welt
Wie unseren Blick auf sie ändern
Gerne Solistin zu sein wie dies
Als besondere Qualifikation dann
Zu sehen macht schön wie das
Leben als solche zum Glück
Denke ich und finde diese Haltung
Passend zur Theorie der Mengenlehre
Die in der Liebe Schnittmengen lieber
Genießt statt alles auf einmal mit der
Erwartbaren Frustration zu wollen
Lieber vorsichtig zu genießen was
Gut und passend sich anfühlt oder
Musikalisch gesprochen harmoniert
Aber gerne ein Solist zu bleiben
Liegt mir mehr als im Chor zu singen
Oder im Orchester zu verschwinden
Singles sind zwar singulär was auch
Eine Auszeichnung sein könnte aber
Die Konnotation Sitzenbleiber bleibt
Die Solisten leicht überwinden so hat
Diese wunderbare Solistin meinen
Horizont um ein Wort erweitert was
Den Blick auf die Welt schöner macht
Wie deren Genuss viel entspannter
Eine noch schönere Aussicht also
Vielleicht sollte ich Solist bleiben
Eine Rolle die mir liegen könnte
Sie spielte sie mit viel Würde
Denke ich und verneige mich
In Gedanken voller Respekt

jens tuengerthal 19.12.22