Dienstag, 13. Dezember 2022

Beziehungslosverbindlich

Beziehungslosverbindlich

Wer Liebe leben will sucht heute meist
Eine Beziehung um nicht das bloße
Wegwerfprodukt einer Nacht zu bleiben
Was dann englisch One Night Stand
Genannt wird den besser keiner wünscht
Der noch von Liebe träumen will doch
Ist der Ersatz durch Beziehungen eher
Fragwürdig die jede Liebe unter dem
Druck enttäuschter Erwartungen denn
Für nichts anderes als Enttäuschungen
Sind Erwartungen bekanntlich nur da
Ihr Eintreten ist nur eine Frage der Zeit
Warum wir die rechtlichen Bindungen
Der Liebe in der Ehe noch erhöhten so
Die Haltbarkeit zu fördern was aber
Weniger der Liebe nutzt als ihrem Ende
Nur soziale Strukturen überleben ließ
Von denen andere profitieren wollten
Bin gerne beziehungslos verbindlich
Liebe mit vollem Herzen gegenwärtig
Ohne die andere fesseln zu wollen
Bin dauerhaft zuverlässig wie immer
Sich Verhältnisse dann entwickeln
Freue mich an noch bestehenden
Schnittmengen die ich zu gerne dann
Miteinander voller Lust auslebe aber
Erwarte nichts anderes als gerade ist
Folge dem Prinzip der Mengenlehre
Genieße dies ganz ohne zu fesseln
Oder nur für mich haben zu wollen
Was mir nie gehören kann weil die
Freiheit Bedingung der Liebe ist
Wer beziehungslos verbindlich bleibt
Hat alle gute Seiten der Liebe ohne
Die schlechten mit Macht und Besitz
Welche Unfreiheit garantieren dafür
Billigend hin zu nehmen sondern lebt
Die Liebe miteinander frei glücklich was
Ein Leben lang dauern kann ohne
Anderes zu brauchen aber dafür auch
Nie vom anderen enttäuscht wird was
Der Anfang aller Tragödien stets ist
Habe oft genug auf große Liebe noch
Gewettet oder mich sogar versprochen
Was wir juristisch Verlobung nennen
Aber nichts als Leid davon gehabt bei
Den anderen oder mir je nachdem
Beziehungslos verbindlich kann ich
Dauerhaft in geteilten Mengen ganz
Glücklich sein ohne Macht auszuüben
Oder dieser ausgesetzt zu werden
Glaube an die Liebe darum gebe ich
Ihr lieber beziehungslos eine Chance
Es macht langfristig glücklicher aber
Erfordert den Mut zu vertrauen statt
Mit Versprechen erkaufen zu wollen
Was nur freies Gefühl geben kann

jens tuengerthal 12.12.22

Wachstumsillusionen

Wachstumsillusionen

Lange schon haben wir Wachstum
Als Ursache vieler Probleme erkannt
Dennoch setzen wir weiterhin auf 
Diese Größe als seien wir blind wo
Schrumpfung das Gebot der Stunde ist
Nur Unternehmen die wachsen gelten
Uns wie dem Markt als erfolgreich so
Wollen wir Wohlstand und Vermögen
Mehren statt andere Kriterien endlich
Zu wählen für ein gutes Leben die
Glücklich machen ohne zu schaden
Wachstum ist nicht mehr möglich da
Längst zu viele Menschen hier leben
Deren Lebensstil zu viel Energie
Verbraucht es allen so zu erlauben
Wir müssen dringend weniger werden
Unser Leben daran anpassen wie die
Bedingungen für Glück und Erfolg auch
In uns ändern weitermachen zu können
Geben wir die Illusion des Wachstums
Als ewiger Größe auf wenn wir weiter
In beschränktem Raum überleben sollen
Der Erde eine Chance zur Regeneration
Geben wollen braucht es nun dringend
Die Notbremse wie die Abkehr vom
Wachstum als Maßstab guten Lebens
Damit weniger mehr für alle übrig lässt
Die Chance dieser Umkehr ist es so
Länger und besser hier zu überleben
Wo vieles nicht unter unserem Einfluss
Je liegen wird sollten wir alles tun was
Möglich ist unseren Schaden weiter zu
Verkleinern weil weniger mehr wird
Wer zum Mord anderer Völker aufruft
Ist für uns ein Völkermörder den wir
Dieser Tat wegen anklagen werden
Diejenigen die es längst faktisch tun
Indem sie auf Wachstum setzen wie
Ihre schädliche Ökonomie weiterführen
Sind Helden der Wirtschaft denen von
Der Illusion des Wachstums getäuscht
Noch Orden verliehen werden wo sie
Als Mittäter des Mordes angeklagt
Gehörten ginge es gerecht irgend zu
Hätte das Recht vernünftige Konsequenz
Wir können im beschränkten Raum nicht
Länger wachsen oder überleben wenn
Alle auf mehr Wachstum setzen um so
Am Wohlstand teilzuhaben warum es 
Die wichtigste Frage der Zukunft ist 
Wie wir ohne Wachstum besser leben
Was dieses als Maßstab ersetzen kann
Wer eine Ökonomie findet die aus der
Nötigen Schrumpfung Gewinn erzielt
Oder was bisher Verluste waren als
Nachhaltigen Gewinn umdefiniert um
Jedem Menschen eine Chance noch
Zu geben leben zu können statt mit
Illusionen weiter den Tod von immer
Mehr Menschen noch zu riskieren
Gäbe der Welt noch eine Perspektive
Wachstum hat keine Zukunft mehr
Was stellen wir anstatt

jens tuengerthal 12.12.22

Klimapflichten

Klimapflichten

Der Klimawandel gibt uns Verantwortung
Die Pflichten mit sich bringt wie alles was
Mündig entschieden wird ohne sich auf
Ausreden die Verantwortung verschieben
Noch berufen zu können weil eben die
Freiheit der Mündigkeit Verantwortung
Gibt die wir also nutzen können was
Eine große Chance ist auch wenn es
Vielen als Ende ihrer Träume erstmal
Fern zu liegen scheint können wir die
Welt noch retten indem wir endlich so
Verantwortungsvoll handeln wie es der
Drohende Untergang und nahelegt was
Für jeden der dies begreift oder liest 
Die konsequenten Pflichten nahelegt
Gegen die verstößt wer anders handelt
Habe sie oft genug schon benannt wie
Jeder weiß was nun zu tun ist um so
Seinen Teil beizutragen die Katastrophe
Noch aufzuhalten und wer es nicht tut
Die Folgen vor seinem Gewissen auch
Verantworten muss was sehr bald eine
Große Unfreiheit aller zur Folge hat die
Sich nicht ihrer Verantwortung stellten
Während wer die Chance bereits nutzt
Weiterleben wie genießen kann was die
Verantwortung der Mündigkeit aufteilt
Erwarte von der Politik nicht mehr dass
Sie schnell genug handelt wie anpasst
Obwohl sie es ständig anders sagt
Weil sie systemimmanent zu träge ist
Sie zeigt sich damit eher unmündig
Wie damit unaufgeklärt unfrei was
Keine Perspektive in Zukunft mehr hat
Jeder mündige Bürger hat die Chance
Etwas zu ändern wie noch zu retten
Fangen wir an unsere Pflicht zu tun
Sie schenkt uns Freiheit wie damit
Vergnügen und Lust an dem was
Bleibt mit reinem Gewissen wenn
Die anderen bereuen müssen was
Sie der Menschheit weiter antaten
Haben wir das nötige schon getan
Machen wir uns nichts mehr vor
Leben wir unsere Freiheit es ist
Die beste Chance die bleibt

jens tuengerthal 12.12.22

Epochenwandel

Epochenwandel

Wir leben in einer sich wandelnden
Epoche die sich neuen Erkenntnissen
Anpassen muss wenn sie überleben will
Lange war Aktivität und Eroberung das
Kennzeichen von Fortschritt und Erfolg
Nun stoßen wir an unsere Grenzen die
Ein Umdenken erforderlich machen
Über Jahrhunderte wollten wir die Erde
Erobern wie überall hinfahren um auch
Ihre Rohstoffe bestmöglich zu sichern
Was Reichtum und Wohlstand lange
Versprach nun müssen wir dringend
Die Prioritäten wandeln um länger
Überleben zu können wie auch der
Überall Zerstörung Einhalt zu gebieten
Der Wandel betrifft alle Bereiche kommt
Teilweise allein als Folge von Bildung
Wie Wohlstand der weniger Kinder
Bekommen lässt auf was die Staaten
Wie die Wirtschaft sich noch nicht
Eingestellt haben sondern der Natur
Der Entwicklung klagend nur folgen
Ohne das Konzept des Lebens zu
Ändern stattdessen wird weiter auf
Das überholte Prinzip gesetzt 
Gerade in der Sozialversicherung
Ein Epochenwandel führt immer zu
Verlusten von Gewohnheiten die
Dann Widerstand auslösen wie
Er immer wieder zu spüren ist
Birgt aber auch große Chancen
Für alle die ihn schon bemerken
Wie die nötige Richtung erkennen
Immanuel Kant als ganz bewusst
Immobiler Philosoph war seiner Zeit
Wie vielen in unserer weit voraus
Längst wissen wir um den Fluch
Der Mobilität und ihrer Folgen für
Klima und Leben aber tun so als ob
Wir mit Ersatzabgaben einfach so
Weitermachen könnten wie bisher
Hier erzwingt der Klimawandel nun
Ein Umdenken was wir uns nie trauten
Als Ziel zu formulieren weil Urlaub im
Warmen Süden oder Reisen für viele
Zum Ersatzlebensinhalt wurde doch
Die Zeiten haben sich nun epochal
Verändert und Corona zeigte uns
Wie gut wir medial immobil leben
Können wenn wir endlich begreifen
Dies muss normal sein und nicht die
Seltene Ausnahme in der Not noch
Nun haben wir die große Chance
Dem Wandel vorauszugehen statt
Weiter das Falsche noch zu tun die
Mobilität ins Netz zu verlagern wie
Andere Ideale zu erstreben die nicht
Länger zerstören was wir erhalten
Wollen und müssen in einer Welt
Die sich mit Milliarden rasant wandelt
In der es zu wenig Wald gibt wie die
Ziele des Staates noch immer auf
Wachstum und mehr Bauten setzen
Den Wohnungsmarkt zu entspannen
Was mit Versiegelung immer falsch ist
Wo wir Wälder pflanzen wie dringend
Weniger werden müssen nun anstatt
Auf Zuwanderung setzen ein System
Überleben lassen was eine tödliche
Spirale lange schon in Gang setzte
Wer es begreift kann es ändern
Um verantwortlich zu handeln wie mit
Einem guten Gewissen zu leben weil
Tourismus egal welcher Terrorismus ist
Der unseren Planeten weiter zerstört
Es gibt keine korrekten Reisen mehr
Jede Form zerstört immer weiter
Wir sind mitten im Epochenwandel
Nutzen wir die Chance für uns um
Das Tempo herauszunehmen wie
Leben weiter zu ermöglichen alle
Die weitermachen wie gewohnt
Werden sich dem Vorwurf stellen
Müssen Mörder zu sein am Leben
Auf diesem Planeten was wir nun
Gemeinsam ändern müssen womit
Auch die Epoche konkurrenter einst
Nationen enden muss um dafür dem
Ewigen Frieden in Freiheit zu weichen
Damit Leben auf der Erde auch in der
Zukunft noch möglich bleibt sich davor
Zu drücken ist schlicht asozial auch
Wenn Wirtschaft und Staaten es noch
Vorgeben oder nur sanft tarnen wird
Der Wandel weiter gehen müssen als
Viele sich bisher vorstellen können
Sein wir lieber Vorreiter dabei als
Diejenigen die Mörder waren

jens tuengerthal 12.12.22

Sonntag, 11. Dezember 2022

Lustvorfreude

Lustvorfreude

Wie schön ist doch die Vorfreude
Auf die Lust die zu dir kommt
Noch nicht da ist aber voller
Lust und Sehnsucht erwartet
Um ihre Schönheit zu entfalten
Wenn kommt von dem keiner
Vorher wissen kann wie es wird
Aber doch die Erfahrung dir sagt
Es wird einfach wunderbar weil
Zwei sich begehren und wollen
Um ganz eins zu werden alles
Tun wie über sich hinaus wachsen
In ständig fließender Lust
Dabei scheint mir die höchste Kunst
Erwartungslos zu bleiben um nicht
Die Enttäuschung vorzuprogrammieren
Frei zu bleiben aber lustvoll gespannt
Zu keinem Gedanken mehr fähig
Aber voller Freude bei der einen
Erregt im Zwischenraum zu schweben
Was die schnelle Lust gleich raubte
Warum ich mich wo möglich gern
An lustvoller Vorfreude freue
Hingebungsvoll gespannt

jens tuengerthal 11.12.22

Verliebtliebe

Verliebtliebe

Verliebt sein ist der allerschönste Zustand
Die Welt scheint rosarot und wir schweben
Schwerelos durch dieses Glück hoffentlich
Dankbar für das was uns dabei geschieht
Die Geliebte scheint uns die Schönste
Auf der ganzen Welt wie es das größte
Glück ist diese Schönheit zu erkunden
Sich so nah wie möglich zu kommen
Die Welt dreht sich nur umeinander
Alles andere wird klein wie unwichtig
Doch ist dieser selige Zustand in dem
Wir unter körpereigene Drogen stehen
Schon Liebe oder braucht diese Zeit
Wie unterscheide ich die Liebe vom
Verliebt sein gibt es da klare Kriterien
Oder fließt es eher ineinander
Ist eins vom anderen nicht zu trennen
So waren meine Großeltern väterlicherseits
In ihrer großen Liebe bis ins hohe Alter
Noch verliebt aber ist das normal oder
Die seltene Ausnahme und warum
Frage ich mich der sich danach sehnt
Verliebt zu sein wie anzukommen
Was ist der Preis dieses Glücks
Stehen sie sich alternativ gegenüber
Warum nicht einfach verrückt sein
Für immer verliebt bleiben weil es
Alles Glück der Welt enthält darum
Unterscheide ich nicht mehr
Zwischen verliebt und Liebe
Es ist das gleiche Gefühl
Will nur wenn es kommt
Alles tun damit es bleibt

jens tuengerthal 11.12.22

Klimavulkan

Klimavulkan

In Guatemala ist gerade der Vulkan Fuego
Ausgebrochen und wir wissen noch nicht
Welche Folgen dieser Ausbruch haben wird
Die Kleine Eiszeit die im 16. Jahrhundert
Begann und bis ins 18. teilweise reichte
War auch durch einen Vulkanausbruch
In Südamerika mit ausgelöst worden
Wobei die genauen Ursachen unklar
Immer noch sind so ist auch eine ganz
Allmähliche Abkühlung durch eine
Änderung der Umlaufbahn der Erde
An der Wandlung beteiligt gewesen
Die kulturellen Auswirkungen dieser
Krise hat Philipp Blom in seinem Buch
Die Welt aus den Angeln einfühlsam
Detailliert und fein beschrieben aber
Was sich dabei wie auch immer auf
Den Wandel des Klimas auswirkte
Sehen wir angesichts des gerade
Ausbruchs in Südamerika wie schnell
Unerwartete Veränderungen kommen
Die unser Klima durcheinander bringen
Mit dramatischen Folgen für uns alle
Die wir in ihrer Komplexität bisher
Noch nicht erkennen können nur
Immer deutlicher spüren wie dringend
Wir unser Verhalten ändern müssen
Um weiter überleben zu können
Wozu es ein generelles Umdenken
Auf allen Ebenen braucht die unser
Selbstverständnis ändern werden
Weil wir das Gleichgewicht zu sehr
Mit der Masse Mensch stören
Will hier nicht aufzählen was jeder
Selbst wissen kann der sucht
Wir wissen zuwenig über das Klima
Weiter leichtsinnig seine Veränderung
Noch riskieren zu dürfen aus Spaß
Werden wir weniger und sein wir
Endlich vorsichtig in allem damit
So viele wie möglich überleben

jens tuengerthal 11.12.22

Normalantisemitismus

Normalantisemitismus

Antisemitismus wird wieder normal
Den Literaturnobelpreis bekam just
Mit Annie Ernaux eine Autorin die es
Normal findet in einer antisemitischen
Organisation Mitglied zu sein die zum
Boykott gegen Israel aufruft was sich
Manche ihrer Leserinnen noch aus der
Inneren Provinz kommend zu Herzen
Nahmen und wo sie nicht folgten doch
Um Verständnis warben weil wer so
Sozial engagierte Charaktere für Frauen
Kreiere nicht schlecht sein könne
Wer sich links gibt nicht böse sein kann
Auch wenn katholisch provinziell zu gut
Zum immer latenten Antisemitismus passte
Der auch in der deutschen Romantik so
Hässlich vermeintlich wissenschaftlich
Zu blühen begann bis die Ideen im
Kleinen Österreicher Staat wurden
Die sommerliche documenta war ein
Ebenso naiv peinlicher Skandal der
Dem Antisemitismus zu viel Raum gab
Der nie ehrlich angegangen wurde
Die bloß Empörung unserer stets
Engagierten Kulturstaatsministerin Roth
Die bisher hauptsächlich spurlos blieb
Vielleicht um nicht mit zu klarem Ton
Steine und Scherben nur zu hinterlassen
Machte zwar aufmerksam aber sonst
Passierte nicht viel als die Entlassung
Der Alibidirektorin weil keiner für den
Längst normalen Antisemitismus noch
Verantwortung politisch übernahm
Wurde eine Kulturmanagerin der
Sparkassen als Geldgeber bestraft
Was lächerlich wie unnötig war
Unterentwickelter Rassismus als
Kunst aus islamischen Ländern 
Verklärt und interessant gefunden
Von verklemmten Antisemiten die die
Sich in der Gender-Geisterbahn gruseln
Nichts am Problem in der Provinz änderte
Was sollen wir aus Indonesien erwarten
Der islamistischen Inselprovinz die
Rassistische Stereotypen normal finden
Was deutsche Sparkassen bezahlen
Der latente Antisemitismus lebt weiter
Wie viele sogenannte Linke noch
Bis heute ihren Hass gegen Juden als
Solidarität mit den Palästinensern tarnen
Verständnisvoll gegenüber islamischen
Ländern gerne sind die Menschenrechte
Wie Freiheit mit Füßen treten aber es
Nicht schaffen zu bemerken wie schlicht
Unterentwickelt zurückgeblieben längst
Die islamische Welt ist weil sie noch
Am Aberglauben festhält was auch im
Antisemitismus zutiefst verborgen liegt
Geistig unterentwickelt wie nie über
Das Mittelalter dort hinaus gekommen
Warum nun auch Marokko gefeiert wird
Mit palästinensischen Flaggen bei der
Fußball Weltmeisterschaft in Katar wie
Mit Unruhen überall wo Marokkaner leben
Eine absolute Monarchie die nett ist
Für Urlauber aber sozial unterentwickelt
Eine quasi Parallelwelt zum Westen der
Aufgeklärt selbstkritisch ist während alle
Totalitären Staaten sich diese Freiheit
Für ihre Angriffe zu nutze machen
Verwirrung stiften wie Russia Today
Mit erfundenen Nachrichten auch über
Die Impfkampagne von Bill Gates der
Als Teil des Rothschild Imperiums
Zum jüdischen Feindbild der sich
Querdenker nennenden Reaktionäre wurde
Überall taucht der Antisemitismus auf
So beschränkt absurd dieser ist
Wird als natürlich angesehen bei den
Arabern und sonst Muslimen toleriert
Hören wir endlich auf damit zu lügen
Wer diesen Antisemitismus toleriert
Ist ein widerlicher Rassist und Feind
Von Freiheit und Aufklärung diese
Gilt es mit Konsequenz zu bekämpfen
Antisemitismus ist nie normal aber
Wir sollten für Toleranz kämpfen
Wie Freiheit und die Werte der
Aufklärung als Perspektive

jens tuengerthal 11.12.22

Samstag, 10. Dezember 2022

Goethegeil

Goethegeil

Ist Goethe nur der große Klassiker
Schwärmer der unerfüllten Liebe
Der unter seinem Stand heiratete
Aber die mit der er erfüllenden Sex hatte
Der sich versteckt im Werk offenbart
Von der Walpurgisnacht bis zu den
Versen über die Lust im Gartenhaus
Die völlig unzweideutig erkennen lassen
Wie er Christiane auf seinen Sattelstuhl
Im Stehen von hinten nahm was sie
Wohl beide sehr liebten wie er mit ihr
Erfüllte Lust erstmals selig lebt was
In den Elegien nur Andeutung blieb
Auch wenn erste sexuelle Erfahrungen
Der Dichter wohl in Rom sammelte
Erfülltes Glück fand er mit Christiane
Die offensichtlich gut im Bett war
Was immer der Maßstab dafür ist
Hingebungsvoll wie genießerisch
Jedenfalls was damals noch seltener war
Was das Gezicke der Damen in Weimar
Gegenüber dem einfachen Mädchen
Was Christiane für die Damen von Stand
Immer war und blieb erklären kann
Dahingestellt ob dies Orgasmusneid
Oder soziale Konkurrenz eher war
Weil die meisten nie lernten wirklich
Zu genießen also nicht mal wussten
Was sie nicht gönnen sollten aber
Grund zur sittlichen Empörung sahen
Weil eine tat was sie nicht kannten
Dieses bis heute vakante Problem
Das lustvolle Frauen von anderen
Als Huren gegeißelt werden ist
Teil einer unerfüllten Lustgeschichte
Die Goethe nur andeutet nie aussprach
Der moralischen Empörung über den
Sexuellen Goethe folgte heute die
Feministische über den Chauvi der
Frauen im Licht seiner Zeit sah
Was so kurzsichtig wie langweilig ist
Wer die venezianischen Epigramme las
Sich in der Korrespondenz mit Christiane
Über das wieder zervögelte Bett amüsierte
Für das der Tischler kommen muss
Die Magie der sexuellen Hexen versteht
In ihrer Orgie mit dem Teufel der weiß
Hier schrieb ein Genießer der wusste
Wie schön die geteilte Lust erst ist
Die geile bürgerliche Christiane den
Hofdamen im Bett stets vorzog weil
Einen Namen zu haben nicht sehr
Lustvoll eher verklemmt meist macht
Was am Ende zeigt Goethe lag nicht
Nur Standesdünkel fern er war auch
Ein echter Genießer was zählt den
Dichter bis heute geil zu finden

jens tuengerthal 10.12.24

Goetheliebe

Goetheliebe

Ihren Goethe lieben die Deutschen
Zumindest offiziell und so weit sie
Dichtung und den Geist der Klassik
In Weimar lieben für die er steht mit
Herder Schiller und manch anderen
Doch wie liebte der Dichterfürst der
Von seiner Liebesgeschichte dem
Werther sein Leben lang profitierte
In Fürstengunst kam Geheimrat wie
Geadelt in Weimar Karriere machte
Seine Liebe wandelte sich durch das
Leben von den Seesenheimer Liedern
Für die Pfarrerstochter Friederike Brion
Einige Stunden Ritt nördlich noch von
Seiner Studienstadt Straßburg wie als
Rechtspraktikant am Reichskammergericht
Zu Wetzlar wo er seine gescheiterte
Liebe in den Leiden des jungen Werther
Verarbeitete später zu Weimar dann die
Wunderbaren Briefe an Charlotte von Stein
Die geliebte Lotte die manche nur für
Eine Tarnfigur der geheimen Liebe zu
Anna Amalia von Sachsen-Weimar der
Mutter seines fürstlichen Freundes halten
Wofür manches spricht aber auch viel
Dagegen vor allem die eifersüchtigen
Reaktionen der verehrten Lotte später
Auf Christiane die sein Liebchen wie
Nach Druck des Hofes auch seine Frau
Wurde seine Liebe blieb bis sie starb
Dann später noch die Flirts mit jungen
Damen wie Ulrike von Levetzow oder
Was sich im westöstlichen Diwan an
Liebe und Erotik ausspann von den
Erfahrungen die in den römischen
Elegien noch vor Christiane sich
Zeigten hier ganz zu schweigen die
Stärker das erotische noch betonten
Was er später im Faust auch mit sehr
Großer Leidenschaft ausführte wie
Mit Christiane im Gartenhaus im Park
An der Ilm in Weimar auslebte und so
Ließen sich viele Stellen in seinem
Werk finden die seine Lieben spiegeln
Die verschiedene Ebenen und Formen
Wohl hatten so ist davon auszugehen
Dass er die mit Charlotte von Stein nie
Erotisch auslebte schließlich war sie
Verheiratet während er mit Christiane
Die sich mit seiner Mutter in der Ferne
Wohl gut verstand die Liebe lebte ist
Viel von den anderen Lieben auch die
Inszenierung der Liebe als Spiel um
Begehren und Zurückweisung was
Große Gefühle bewegt aber nicht in
Das Leben dringt das er später dafür
Mit Christiane teilte sogar gegen alle
Form als unverheiratete Geliebte für
Deren Bruder er sich noch bemühte
Welcher sich als Dichter versuchte
Mit weniger Erfolg als der Geheimrat
Liebe ist was sich wie Liebe anfühlt
Sicher hat er Friederike geliebt wie
Lotte aus Wetzlar die Thomas Mann
Den alten Meister besuchen lässt
In einem sehr verliebten Roman
Auch Charlotte von Stein wenn
Diese nicht nur für Anna Amalia stand
Aber gelebt auch gegen Widerstand
Hat Goethe seine Liebe zu Christiane
Ob die Ehe der Liebe schadete nur
Der Form genügen wollte oder sich
Einen eigenen Weg suchte er seiner
Frau den Aufstieg gönnen wollte den
Die Heirat für sie in Weimar bedeutete
Will ich nicht entscheiden aber sicher
Wird aus vielem wie nah sich beide
Waren und wie innig verbunden was
Auch die Korrespondenz von seinem
Feldzug gegen die Franzosen zeigt
Als er den Herzog begleiten musste
Die Fürsten dachten sie kämen bald
Nach Paris wo sie nie ankamen
Großartig zart aber hat Goethe die
Liebe zu Friederike ausgedrückt am
Schönsten fast in Willkommen und
Abschied wo er trauert aber doch
Das Glück des Augenblicks feiert
Der in der unerfüllten Liebe liegt
Die Wonne ihrer Küsse preist wie
Den Schmerz im nassen Blick der
Ihm noch nachsieht besingt aber
Feiert geliebt zu haben wie noch
Mehr geliebt zu werden also ein
Junges Herz gewonnen zu haben
Was er dankbar dafür verlässt
Bei Christiane Vulpius bleibt er
Stellt sich seiner Verantwortung
Erkennt das Kind namentlich an
Zieht zeitweise vor die Stadt um
Mit der illegitimen Liaison keinen
Ärger bei Hof zu verursachen
Oder nicht noch mehr sollte er
Weiter am Frauenplan wohnen
In Sichtweite vom Hof und der Stein
Goethe beschrieb wunderbar die
Unerfüllte Liebe voller Sehnsucht
Aber lebte sie lustvoll mit Christiane
Schuf bleibende geistige Welten um
Verzweifelt verflossen Lieben die
Im Werther bis in den Tod gingen
Aber lebte und genoss die eine
Die wenig literarische Spuren
Uns hinterließ dafür menschlich
Gut tat wie lebbar im Alltag war
Glückliche wie erfüllte Liebe ist
Langweilig in der Literatur aber
Tut gut dafür im Leben was
Manchmal auch genügt
Jenseits des großen Drama

jens tuengerthal 10.12.22

Kulturerbschaftssteuer

Kulturerbschaftssteuer

Sollten wir das Kulturerbe mit einer
Steuer retten die dem Erhalt wie der
Investition in die Zukunft auch dient
Weil Kultur erhält wie formt zugleich
Überlege ich und frage mich wessen
Erbe die Kultur eigentlich ist die als
So erhaltenswert gilt nur das was
Gebildete Menschen kennen ist
Also Bildung die Voraussetzung ein
Erbe der Kultur zu sein oder nie
Weil es Volkseigentum einfach ist
Wie alles Erbe was nicht unterscheidet
Ob einer Bücher liest oder fernsieht
Auch wenn letzteres mehr Kultur
Im Kopf vernichtete als erinnerte ist
Es die einzige Form vielen noch ihr
Erbe nahezubringen was davon im
Strudel der Zeiten übrig blieb ist so
Wenig oft weil Zusammenhänge fehlen
Wichtiger aber als eine Steuer um
Das was einer kleinen Elite noch
Wertvoll erscheint zu erhalten
Wären nachhaltige Investitionen in
Die Orte die das Erbe kostbar erst
Machen also Schulen aber die sind
In baufälligen Baracken eher noch
Untergebracht als Kulturerbe was
Viel über die Zukunft uns verrät
Fürchte ich und schweige lieber
Wer bis hierhin las wird verstehen
Für den Rest ist es auch egal

jens tuengerthal 9.12.22

Mittelstandsschwärmer

Mittelstandsschwärmer

Der Wanderreiter Gaspard Kœnig wird
Auf der Reise mit Montaigne zu einem
Schwärmer für den deutschen Mittelstand
Der sich von Schwaben aus Weltruhm
Wie eine heimattreue Basis erwarb
Er sieht teils alternativ ländlich lebende
Menschen die modernste Güter nach
Dem Motto Laptop und Lederhosen
Produzieren was den Franzosen der
Über trägen Zentralismus eher klagt
Wie den liberalen Denker begeistert
Sogar pausieren lässt um noch dem
Geheimnis deutscher Erfolge auf
Die Spur irgendwie zu kommen was
An seine frühe Berufung damals als
Redenschreiber im Ministerium ihn
Erinnert wie den Leser lächeln lässt
Der CSU Slogan in Berlin eher nicht
So beliebt begeistert den Philosophen
Ohne ihn gleich für konservativ auch
Zu halten zeigt der Blick von außen
Nach vielen Kilometern durch sein
Heimatland Frankreich wo er deren
Probleme genau benannte hier auch
Was gut läuft und warum erfolgreich
Statt ständig problemorientiert ist
Vielleicht lohnt sich der Blick auf die
Geschichte dieser Erfolge im Land
Die Stadt und Land vereinen aber
Verständlich machen warum der
Osten ohne Investoren darbt weil
Die DDR den Mittelstand zerstörte
Der alle Wirtschaft erfolgreich trägt
Wo die bürgerliche Basis dafür fehlt
Gibt es keine Zukunft mehr dafür
Es braucht ein freies Bürgertum
Die Mitte erfolgreich zu stabilisieren
Statt Radikalisierung an den Rändern
Wie Rechte und Linke in Thüringen
Es leider zu deutlich zeigen denn wo
Die Probleme hausen investiert keiner
Von Brandenburg zu schweigen dem
Großflächigen Berliner Vorort der bis
Heute schwer integrierbar eher ist
Vielleicht sollten wir genau hinsehen
Was Kœnig hier lobt aus der seltenen
Verbindung von Familie Heimattreue
Mit Innovation und Ökologie als der
Erfolgreichen Art regional zu arbeiten
Wir haben mehr als manche sehen
Was dieses Land erfolgreich macht

jens tuengerthal 9.12.22