Lektürentagebuch 7.1.25
Einige Seiten bei Stéphane Hessel
Gelesen über internationale Politik
Wie seine bedeutenden wechselnden
Aufgaben für die Vereinten Nationen
Ohne die UNO verurteilen zu wollen
Noch mir überhaupt ein Urteil über
Ihre komplexen Aufgaben hier weiter
Anmaßen zu können bleibt es öde
Am spannendsten dabei ist noch
Der kurze persönliche Ausflug das
Eine Krise mit seiner Frau den Abstand in New York klug machte
Diese Frage aber die mich mehr
Als seine Begeisterung für die
UNO die ich schon kenne noch
Interessiert hätte bleibt hier offen
Auch zu den relevanten politischen
Fragen äußert sich Hessel eher sehr
Diplomatisch dezent nur was die
Vielen Worte eher für Insider noch
Lesenswert machen als für mich den
Literarisch interessierten Leser der
Ein Fan seines Vaters Franz ist wie
Die Mutter als Autorin bewundert
Dennoch schreibt Stéphane Hessel
Spannend aus dem Zentrum der UNO
Zeigt wie wichtig Vitamin B und auch
Persönliche Nähe überall sind
Ansonsten finde ich alle Bücher von
Politikern und Amtsträgern einer stets
Langweiligen Verwaltung immer öde
Nichts was Literaten je brauchen
Wunderbar erzählt Egon Friedell in
Seiner Kulturgeschichte der Neuzeit
Aus dem England in der Zeit der
Glorious Revolution also 1688/89
Diese ist klar vom englischen
Bürgerkrieg unter Oliver Cromwell
Dabei zu unterscheiden wurde von
Anhängern schon direkt so genannt
Solche für Friedell klare Tatsachen
Seien hier in einen Kontext gestellt
Der die Hintergründe etwas einordnet
Um noch verständlich zu bleiben
Während unter Cromwell König Karl
Hingerichtet wurde floh Jakob nach
Frankreich und lebte dort noch bis
Anfang des 18. Jahrhunderts
Seine katholischen Anhänger haben
Noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts
Versucht die Macht in England für
Katholiken zurück zu erobern
Als Jakob nun mit seiner zweiten
Ehefrau Maria Beatrix von Modena
Einen Sohn zeugte drohte eine
Dauerhaft katholische Herrschaft
Daraus wurde dann der berühmte
Bonnie Prince Charlie der ein Enkel
Von Jakob noch war dessen Vater
Der old pretender genannt wurde
Ein Bündnis aus Parlament Gentry
Wie anglikanischer Kirche mit dem
Hochadel hatte Wilhelm von Oranien
Nach England daraufhin eingeladen
Dessen Landung war die letzte
Erfolgreiche des Ehemannes von
Jakobs Tochter Maria die auch im
Anglikanischen Geist erzogen wurde
Soviel kurz zur Vorgeschichte der
Sogenannten Glorious Revolution
Von der Friedell hier nichts erzählt
Der sich auf die Kultur in London
Dafür konzentriert das schon damals
Mit Abstand die größte Metropole der
Insel war mit 500.000 Einwohnern
Erzählt wie sie sich seit Elizabeth I
Welche auch die Zeit Shakespeares
War veränderte durch den Geist des
Absolutismus dem Jakob folgte der
Ein letzter regierender Stuart war
Ein Erbe der berühmten Maria Stuart
Die von ihrer Kusine Elizabeth wegen
Terrorismus hingerichtet wurde was
Sie noch lange zu verhindern suchte
Hier aber geht es um deren Erben
Die dennoch wieder katholisch auch
Wurden bis die Glorious Revolution
Die Oranier auf den Thron setzte
Danach wurde das Theater wieder
Protestantisch puritanisch geprägt
Bis dahin war es voller Lust mit
Katholischem Überschwang eher
Auch spielten nun erstmals Frauen
Denen bevorzugt deftige Rollen noch
Geschrieben wurden die gerne alle
Bisherigen Grenzen überschritten
Philosoph dieser Zeit war der bis
Heute bekannte John Locke dessen
Geist die Bill of rights trägt die von Wilhelm erlassen wurde damit die
Trennung der Staatsgewalt zwischen
Volk und König möglich machte was
Ihm so entsprach wie naturgemäße
Erziehung als praktische Vorbereitung
Demgemäß gab es nie angeborene
Ideen diese seien immer Produkt der
Erfahrung die menschliche Seele sei
Wie Wachs bereit für neue Eindrücke
Wahrnehmung ist dabei entweder
Eine innere oder äußere je nachdem
Ob auf Gegenstände oder Zustände
Bezogen echt englische Philosophie
Sie sei deistisch moralisch praktisch
Wie demokratisch damit ein Sieg der
Vernunft für die goldene Mitte und die
Wahrheit der Tatsachen sie bleibt
Mit wenigen konzentrierten Worten
Schafft es Locke hier wieder eine
Epoche elegant darzustellen auch
Am Beispiel zentraler Figuren
Dieser heute leider teilweise schon
Verpönte Blick auf die Geschichte
In der von Sozialgeschichte anstatt
Geschwafelt wird ist grandios
Er traut sich einzelne Persönlichkeiten
Die prägend waren menschlich zu
Sehen was es erst lebendig macht
Wo Sozialgeschichte einschläfert
jens tuengerthal 7.1.26
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