Realitätsverlust
Irgendwann zwischen zwei Buchseiten
Habe ich den Bezug zur Realität verloren
Erst habe ich ihn noch wieder gesucht
Um normal weiterleben zu können
Doch er war einmal verloren nirgendwo
Mehr aufzuspüren vielmehr schien mir
Die Wirklichkeit völlig abstrus die alles
Nur am Verkehrswert noch maß ohne
Die Welten der Worte dahinter zu erkennen
Die kostbarere Paradiese Lesern öffnen
Als die nur Wirklichkeit je erreichen kann
Was sollte ich noch mit grauer Realität
In Wirklichkeit herrschen Missgunst Krieg
Gewalt und Neid um Besitz der sich in
Ständiger Konkurrenz ausdrückt die auch
Vor Büchern nicht haltmacht heute
Doch kann ich durch die Zeiten lesend
Dies erfolgreich ignorieren ohne noch
Etwas in destruktiver Wirklichkeit werden
Zu wollen da ich lieber literarisch genieße
Die Menschheit ist schlecht und meist
Ekelhaft miteinander dagegen bildet die
Welt der Literatur einen vollkommenen
Lebensraum für uns ab besser wird es nie
Nach über 55 Jahren scheint mir in der
Gerade Wirklichkeit der Realitätsverlust
Für literarische Welten noch als die aller
Vernünftigste meiner Entscheidungen
Der Realitätsverlust war kein Zufall der mir
Zuflog wie ein Virus sondern glich eher
Einer Befreiung aus dem Knast der Realität
Den ich gegen freie Buchwelten tauschte
jens tuengerthal 9.10.25
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