Sonntag, 12. Oktober 2025

Preußenausflug

Preußenausflug

Heute einen wunderbaren Ausflug nach
Preußen oder in die Geschichte gemacht
Dazu bei schönstem Herbstwetter durch
Die bunten Alleen der Mark gefahren

Am Helmholtzplatz von einem ebenso
Historisch interessierten Freund zum
Ausflug abgeholt worden der zuerst ins
Brandenburg Preußen Museum führte 

Dieses ist ein Privatmuseum das von 
Dem Privatbankier Erhardt Bödecker
Im Jahr 2000 gegründet wurde das er
Bis 2013 selbst leitete aber 2016 starb

Der Gründer steuerte für den Anfang
Selbst 200 Objekte aus seiner privaten
Sammlung bei geriet aber wegen teils
Antisemitischer Aussagen in die Kritik

Das Museum geht inzwischen mit der
Eigenen Gründungsgeschichte kritisch
Wie offen um nachdem 2013 der Sohn
Andreas Bödecker die Leitung übernahm 

Seit 2020 leitet Christian Arpasi das 
Museum der vorher Bereichsleiter in
Schloss Sanssouci war es kooperiert 
Heute auch mit vielen Schulen 

Sein Schwerpunkt liegt dabei in der
Museumspädagogik die gut durch die
Preußische Geschichte unter dem Haus
Hohenzollern von Mittelalter bis 1918 führt

Viele anschauliche Objekte verdeutlichen
Mit verständlichen Texten den Weg von der
Mark Brandenburg nach Preußen das erst 
Nur der Name einer östlichen Provinz war

So geht es um die Geschichte der Mark
Brandenburg die ein Kurfürstentum war
Wie es christianisiert wurde und erst nach
Auflösung des Deutschen Ordens auch

Ostpreußen das später den Namen des
Ganzen Königreiches bestimmte weil die
Könige von Preußen erst nur Könige in 
Preußen waren was sich einst noch der

Großvater von Friedrich II. genannt der
Große teuer erkaufte worüber der Enkel
In seiner Geschichte deutlich lästerte
Doch Friedrich selbst wurde der erste

König von Preußen was erst durch die
Polnische Teilung mit Landeverbindung
Zur östlichen Provinz erreicht wurde
Also einen eigentlich illegalen Raub

All dies wird durch Texte und Objekte
In der gerade nur im Obergeschoss
Befindlichen Ausstellung erläutert während
Das sonst zentrale Erdgeschoss gerade 

Zum Aufbau einer neuen Ausstellung
Für Besucher gesperrt ist und aber
Dennoch vom sehr zuvorkommenden
Personal kurz als Baustelle gezeigt wurde

Es wird die preußische Geschichte mit
Ihrem industriellen Aufstieg gezeigt wie
Die Ideen genialer Erfinder die erst den 
Aufstieg der Provinz zur Weltmacht zeigen 

Dazu gehört auch die Revolution von 1848
Wie der schlesische Weberaufstand und
Die Bedingungen der Spielzeugproduktion 
Vielfach noch durch Kinderarbeit auch

Auch der Untergang dieser Weltmacht mit
Abdankungsurkunde von Wilhelm II. wie
Einem im 1. Weltkrieg verstümmelten 
Soldaten sind Teil dieser Geschichte

Die Erläuterungen zeigen auch wie dann 
Preußen zur Republik wurde durch die
Doppelte Ausrufung dieser welche
Ein Friedrich Ebert noch nicht wollte

Völlig fehlt leider eine Erwähnung des
Freistaat Preußen des größten Landes
Im Bundesstaat der Weimarer Republik
Was einen Teil preußischer Geschichte

Damit völlig ausblendet auch kam der 
Widerstand gegen Hitler vielfach aus
Alten preußischen Familien was zur
Positiven Geschichte Preußens gehörte

Wann Preußen wirklich endete ob mit
Dem Alliierten Kontrollratsbeschluss im
Jahre 1947 oder kulturell nie weil die 
Idee einer preußischen Kultur lebt 

Ein lehrreicher und schöner Besuch
Dennoch in einem Museum das die
Preußische Geschichte gut erläutert
Auch kritisches nennt zu empfehlen ist


Vom Preußen Museum ging es über
Wunderbare herbstliche Alleen nach
Bad Wilsnack zur Wunderblutkirche
Einer im Mittelalter ganz wichtigen

Station auf dem Jakobsweg wie mit
Seinem Bluwunder einer der drei
Wichtigsten Pilgerorte für eine Zeit
Die 1383 mit einem Feuer begann war

So soll der Ritter Heinrich von Bülow
Das Dorf Wilsnack abgebrannt haben
Die Bewohner fanden Zuflucht noch in 
Groß Lüben als der Legende nach

Der Pfarrer eine Stimme hörte die ihn 
Zur Rückkehr aufforderte um in der völlig
Zerstörten Kirche eine Messe zu lesen
Worauf er drei blutige unversehrte Hostien 

Auf dem Altar von Sankt Nikolai fand
Die bald eine der größten Wallfahrten
Für das Santiago des Nordens auslöste
Gläubige aus ganz Europa dabei anzog

Ob diese blutigen Hostien nun wirklich
Das Blut Christi zeigten wie Gläubige
Überzeugt waren oder Wahn Wichtigtuerei
Wie wirtschaftliches Kalkül zeigten war

Schon bald unter Theologen umstritten
Was den Schwarm der Pilger nicht aufhielt
Die Echtheit wurde aus Rom mit einer
Urkunde dazu noch belegt was genügte

Schließlich übergab der protestantische
Pfarrer welcher der erste nach der
Reformation dort war 1552 die Hostien
Dem Feuer den Spuk zu beenden

Dafür bekam dieser großen Ärger da
Die Stadt durch Gastronomie und Hotels
Reich geworden war und nur ungern
Auf die Einnahmen durch Pilger verzichtete

Heute kann der Besucher der Kirche
Die evangelisch blieb den Hostienschrein
Leer in einer durch rote Fenster lebendig
Inszenierten Kapelle betrachten ohne

Das Wunder passieren oder noch zu
Erwarten wären was wie die Kirche selbst
Ein kulturhistorisch lohnender Besuch ist
Oder zum jährlichen Pilgerfest kommen 

Die Kirche selbst ist evangelisch nüchtern
Hat aber einen wunderbaren Altar mit den
Zwölf Aposteln in drei goldigen Etagen 
Wie zahlreichen alten Figuren auch

Bad Wilsnack bestand im 16. Jahrhundert
Vorwiegend aus Gasthöfen und Herbergen
Was häufiger Fürsten oder Städtetage 
Brachte und die Stadt so reich machte

Die Fenster der wieder errichteten Kirche
Sollen den wertvollsten mittelalterlichen
Glasbestand in Brandenburg zeigen die
Gastronomie ist nicht der Rede mehr wert

Wir stärkten uns dort mit Flammkuchen
Wie Borscht in einem weniger Restauranta
Das nicht weiter der Rede wert ist wohl
Keine großen Pilgerströme anlockte

Weiter ging es auf dem Rückweg der
Noch mehr preußische Ziele hatte zum
Franziskaner Kloster in Kyritz das
Derzeit eine verhüllte Baustelle ist

Gegründet wurde dieses bereits 1275
Eine Urkunde im Rathaus belegt den
Bau der Klosterkirche für 1225 was 
Nur 15 Jahre nach Ordensgründung wäre

Urkundlich wurde das Kloster von dem
Nur ein Flügel ein Garten und einzelne
Rippen der Kirche übrig sind 1303 erstmals
Es gehörte zum Bistum Havelberg

Das Kloster lag an der Stadtmauer
Direkt am Hamburger Tor fiel mir der
Reformation an die Stadt welche die
Kirche zur Garnisonskirche machte

Das Kloster wurde zunächst ein
Armenhaus aber verfiel zunehmend
Künftig soll dort ein Kulturzentrum
Mit Bühnen und mehr entstehen

Über dieses wie den Umbau einer
Anderen Fabrik in eine Bücherei
Erzählen zahlreiche Tafeln im Ort
Den wir bis zum Marktplatz erkundeten

Ein sehenswertes Rathaus wie einige
Auffallend schöne Fachwerkhäuser
Entschädigten für die Klosterbaustelle
Die zumindest künftig hoffen lässt

Der Markt auf dem Weg dahin war
Wie solche in der Provinz eben sind
Die Kirche war leider verschlossen
Dafür erzählte uns eine noch etwas

Über das Denkmal mit der weinenden
Gerechtigkeit im Gewand der Justitia
Davor das an Opfer des Ersten Weltkrieges 
Eng was nicht mehr lesbar ist


Wenn schon in der Geschichte Preußens
Unterwegs lag es nahe auch noch das
Denkmal der Schlacht bei Fehrbellin zu
Besuchen die Preußen groß machte

Damals war es noch die Mark und der
Kurfürst kämpfte gerade im Elsass mit
Dem Kaiser gegen die Franzosen die
Unter Ludwig XIV das Elsass wollten 

Darauf waren die Schweden unter Wrangel
Plündernd in die Mark eingefallen um die
Märker erstmal anderweitig abzulenken
Worauf Friedrich Wilhelm heim eilte

Viel gäbe es zu dieser Schlacht noch
Zu erzählen mit ihren großen Namen
Am Ende schlugen die Preußen dabei
Zahlenmäßig überlegene Schweden

Dies gelang ihnen obwohl sie teilweise
Getrennt marschierten weil einige länger 
Vom Süden brauchten und nicht vereint
Schlugen bis zu Moltke waren es noch

Fast zweihundert Jahre aber die dort
Siegessäule ist sehenswert auch der
Weg die Treppe hinauf lohnte sehr
Mit Blick über das weite Land dort

Auf der Spitze dieses Hügels hatten
Die Preußen die sich noch Märker nannten
Ihre Kanonen klug positioniert dazu was 
Tausende Schweden das Leben kostete

Dagegen fielen in dieser Schlacht nur
Um die 500 Brandenburger was auch
Ein Grund ist warum der Kurfürst von 
Brandenburg danach der Große hieß

Zur Stärkung nach schwindelerregendem
Aufstieg genossen wir noch einen Wein
In der benachbarten sehr preußisch dazu
Bebilderten Waldwirtschaft was okay war

Der Heimweg in der inzwischen schon 
Dämmerung führte wieder durch schönste
Alleen zur schließlich Autobahn die ohne
Alle preußische Romantik heim führte

jens tuengerthal 11.10.25

Samstag, 11. Oktober 2025

Liebesillusion

Liebesillusion

Ist die Liebe eine große Illusion
Gibt es sie in Wirklichkeit gar nicht
Außer in der Einbildung der Liebenden 
Die davon träumen sie zu leben

Sie ist nicht physikalisch messbar
Kann spurlos wieder verschwinden
Ist durch nichts beweisbar außer 
Das Gefühl der von ihr berührten 

Andererseits kann sie das Herz der
Betroffenen so brechen dass die
Folgen bis zu tödlich sein können
Wenn eine mir das Herz raubte 

Weiß nicht wie wirklich die Liebe ist
Die nie mehr als der Glaube an ein
Gefühl für andere ist frage mich nur
Wie wirklich wäre eine Wirklichkeit

Ohne Liebe noch die Teil unserer
Natur zu sein scheint auch wenn
Sie logisch betrachtet nur eine
Illusion großer Gefühle bleibt 

Kommt es also vielleicht weniger
Darauf an was wie illusionär ist
Als wie wirklich es sich anfühlt
Könnte dies Maß des Leben sein 

Die Liebe mag in Wirklichkeit ein
Nichts nur sein aber ohne sie wäre
Alles Sein nichts mehr wert warum
Diese Illusion so kostbar bleibt

jens tuengerthal 11.10.25

Freitag, 10. Oktober 2025

Einsamkeitsglück

Einsamkeitsglück

Ist Einsamkeit etwas trauriges was
Vom fehlenden Anschluss erzählt
Oder eine große Ehre die eben 
Keiner mehr wirklich teilen kann

Ob dies auch für keine gilt wage ich
Nicht wirklich zu entscheiden was 
Aber egal bleibt sofern es einsam 
Auch ohne Geschlechter bleibt

Ganz oben wird es immer einsam
Lehrte mich mein Vater früh beim
Bergsteigen wie um die Sitten der
Seltsamen Familie zu begründen

Er war das auch als Chefarzt wie
Menschlich immer wieder weil es 
Niemanden gab der ihn so ganz 
Verstand aber er spielte gut mit

Passte sich hier wie dort an mit
Seiner nie endenden Begeisterung
Mit der er immer die Welt erforschte
Die Natur war sein offenes Paradies

Als sein Sohn ließ ich die Natur die
Der Vater schon vollkommen erforschte
Sein Revier lieber sein und widmete mich
Der Dichtung und der Liebe der Frauen

Liebe und Frauen klingt weniger nach
Einsamkeit als nach ewigem Theater
Was in Varianten stets neu auftritt doch
Real macht nichts so einsam wie die Liebe

Nach unendlich vielen Versuchen diese
Mit einer für immer teilen zu wollen
Teilte ich zeitweise gern mit allen 
Genieße es inzwischen für mich

Weiß nicht ob die vielfältige Nähe zu
Natürlich immer ganz wunderbaren Frauen
Die Sehnsucht danach abnehmen lässt 
Oder die Einsamkeit Glück an sich ist

Genieße diese auch als Flaneur immer
Mehr und fragte mich eher warum ich je
Anderes um des Sex willen wollen konnte 
Aber vielleicht war das immer Grund genug

Suche nicht nach weiteren Gründen noch
Nach großer Liebe mehr ohne völlig ihr
Überraschendes Auftreten auszuschließen
Gewinnt die Einsamkeit täglich mehr in mir

jens tuengerthal 10.10.25

Hochsensibel

Hochsensibel

Ist hohe Sensibilität eine Begabung
Die dankbar damit leben lässt oder 
Eher eine Behinderung mit der sich
Nur schwer unter Normalen sein lässt

Frage es mich der alles schnell auch
Persönlich nimmt und Dinge spürt die
Außer ihm vermutlich kein Mensch merkt 
Warum sie eigentlich egal sein könnten

Genau das aber nie sind für Menschen
Deren emotionale Welt zusammenbricht
Wenn sie sich falsch behandelt fühlen
Was da keiner sie versteht fast immer ist

Das Drahtseil extrem hoher Sensibilität
Ist immer zum zerreißen in mir gespannt
Vorsichtig balanciere ich durch das Leben
Was eine fremde Welt für mich stets bleibt

Sich nach den immer wieder Abstürzen
Noch einmal aufzuraffen um hoch in die
Kuppel des menschlichen Zirkus zu steigen
Kostet jedes mal größere Überwindung

Dies zu erkennen hilft mit dem real 
Existierenden Chaos zu leben was 
Eine Gnade wie eine Folter zugleich
Irgendwo dazwischen überlebe ich
Noch

jens tuengerthal 10.10.25

Lektürentagebuch 10.10.25

Lektürentagebuch 10.10.25

Schon in der Nacht mit dem Zauberberg 
Die Thomas Mann Tour nach Proust
Wieder begonnen und amüsiert über
Seinen Skikauf in Davos gelesen

Wie Hans Skier und Stöcke beim
Vermieter von Settembrini und Naphta
Unterstellen kann um nicht mit dem
Vermutlich illegalen Tun aufzufallen

Settembrini unterstützt diesem Drang
Nach gesunder Freiheit sehr deutlich
Begleitet ihn auch bei den allerersten 
Versuchen des Skifahrens noch weiter

Hans Castorp übt ganz ohne jeden
Sportlichen Ehrgeiz dabei nur um sich
Über dem Schnee fortbewegen zu können
Ähnelt dem Autor Thomas Mann dabei

Während der Ski-Urlaube welche die
Familien Hesse und Mann gerne auch
Gemeinsam verbrachten ging Hermann
Mit Katia und den Kindern Ski fahren

Während Thomas Mann lieber schrieb
Las oder das Geschehen beobachtete 
Was mir heute auch näher liegt der einst 
Sich auch auf den Brettern versuchte 

Denke daran wie ich einmal noch in der
Skischule die Bronzemedaille gewann
Vor meiner drei Monate älteren Cousine
Die bis heute viel besser fährt als ich je

Doch so ist es mit dem Sport eben der
Selten irgendwo gerecht ist dafür uns 
Großartige Gefühle bescheren kann die 
Besser keine Wiederholung erstreben 

Heute würde ich vermutlich wie Mann 
Im Haus bleiben und dichten während 
Die Cousine jedes Rennen leicht gewänne
Bei dem ich mir nur die Knochen bräche

Mann ist wieder allen gegenüber freundlich
Mit genügend Selbstironie geschrieben wie
Freundlich liebevoll auch gegenüber dem
Protagonisten auf dem Weg an Grenzen

Der eher durchschnittliche brave Patient
Hans Castorp sein Zuschauer und Freund
Settembrini erfüllen Klischees aber werden
Darin nicht meisterhaft noch vorgeführt

Thomas Mann fühlt mit seinen Figuren
Marcel Proust lässt sich zu ihnen herab 
Der eine ist auktorialer Erzähler mit Distanz 
Während Proust als Ich-Erzähler dabei ist

Trotz der kühlen Distanz die Mann wählt
Kommen seine Figuren menschlich näher
Auch ein Simplicius im Simplicissimus ist
Menschlich näher als Proust kommen lässt

Wie der Kaplan in Lázár von Marcel dabei
Sprechen kann als brächte die Lektüre der
Recherche irgendwen wirklich nah ist mir
So rätselhaft wie den Protagonisten dort

Mann ist ein lächelnd humorvoller Besuch
Bei alten Freunden trotz formaler Distanz
Die er als Erzähler wählt ist er ganz nah
Er ist liebevoll bemüht zu unterhalten

Proust dagegen hält ein wenig Hof um
Die einzig tragbare Sicht der Welt für
Seine Jünger zu verbreiten bleibt auch
Als Ich-Erzähler arrogant und distanziert

Beides hat sicher seinen eigenen Reiz
Doch berührt mich Mann mehr der 
Parallel leiden und lächeln lässt wie
Dies als Kultgeschichte referiert

Überlege dabei ob es den neutralen
Wie damit distanzierten Erzähler braucht 
Oder das gespielte Ich dies genauso kann
Damit die Geschichte ironisch rund wird


In Lázár von Nelio Biedermann geht der
Krieg immer weiter indem es Lajos später
Vorkam als hätte er die ganze Zeit nur
Gelesen was natürlich nicht stimmte

Als Offizier eines motorisierten Zuges
Wie für die Juden später zuständiger
Tat er genug auch anderes als nur
Zeitung voller Schrecken zu lesen

Wie das Horthy Regime sich zuerst 
Bei Hitler und den Deutschen noch
Anbiederte im Krieg gegen die noch
Überraschte Sowjetunion weiter auf

Landgewinne hoffte bis nach der
Schlacht von Stalingrad 200.000
Der Ungarn eingekreist wurden
Sie schnell das Lager wechselten

Als Lajos im November 1940 allein
In sein Haus nahe der Kaserne kommt
Einen Gedichtband auf seinem Tisch
Findet woher immer dieser kam 

Rührt das ihn der sonst nur die
Nachrichten vom Krieg las so
Dass ihm Tränen kamen und
Schnell legt er den Band weg

Die Kapitel 32 und 33 beschreiben dies 
Aus Sicht von Lajos und Pisto mit seiner
Unsterblichen Sehnsucht nach Matilda 
Während sein Vater sich im Krieg um 

Organisatorisches kümmerte wie etwa
Die Erfassung Kennzeichnung Entrechtung
Enteignung und Ghettoisierung der Juden
Nahm der Krieg seinen weiteren Lauf

Dies wird wie die immer wieder Andeutung
Lajos kümmerte sich um organisatorisches 
Kommentarlos hingeworfen was uns Leser
Auf fast perfide Art persönlich noch fesselt


Tony Buddenbrook genießt ausgelassen
Die Zeit an der See auf verschiedene Art
Doch immer wieder auch mit Morten auf
Ruderfahrten oder im Seetempel allein

Dort landen sie nach einer Wanderung
Die Küste entlang und Morten erklärt Tony
Warum er etwas gegen den Adel hat
Was er als Burschenschafter dazu denkt

Zeigt ihr sogar sein Band was er nur am
Studienort in Göttingen trug weil hier sein
Vater der Lotsenkommandeur Ärger sonst
Machte war er lieber vermeiden wollte

Erläutert Tony seine so revolutionären 
Gedanken von der Gleichheit aller und
Dass sie als Buddenbrook doch auch
Eine Adlige irgendwie schon sei

Dies durch die Vorrechte durch Geburt
Die er sogleich wieder relativiert für sie 
Die von Armgard von Schilling erzählt
Dem adeligen Landmädchen die so

Ganz anders und sehr freundlich sei
Worauf Morten vom Prinzip sprach was
Gelten müsste auch wenn natürlich
Einzelne Adelige sehr freundlich seien 

So geht das Geplauder weiter und Morten
Erklärt Tony die Welt und was sie dabei
Gerechterweise zu empfinden habe was
Heute schnell jedes Gespräch beendete

Doch für Tony erhöhte die Begeisterung
Mit der Morten von seiner Sache sprach
Die eigentlich geradezu revolutionär war
Noch ihre Begeisterung für Morten weiter

Ob darum die zeitgemäß politisch korrekte
Wie darum über so etwas empörte Frau
Glücklicher wird oder Tony mit ihrer so
Seligen Schwärmerei sei dahingestellt

Ein eleganter Hochgenuss war es wieder
Thomas Mann zu lesen der in Travemünde
Spielen lässt was bei Proust Balbec ist
Mit Kasino Strandvergnügen und mehr

Er lässt den Konsul der mit seinen beiden
Söhnen Thomas und Christian auch am
Wochenende Tony besuchen kommt voll
Freude bemerken wie diese sich erholt

Dann essen sie mit den anderen Familien
An der table d’hôte im Kurhaus aber beim
Kasino schaut der ehrwürdige Senator nur 
Neugierig zu ohne je selbst zu spielen

Buddenbrooks sind eben seriös machen
Nur des Tages solche Geschäfte dass sie
Des Nachts gut schlafen können wie es im
Wahlspruch der Familie dazu heißt

Dagegen scheinen die Gespräche mit
Dem revolutionären Morten schon
Aus einer ganz anderen Welt zu kommen
Die jeden nach seinem Verdienst belohnt 

Es variieren also Proust und Mann
Sowohl in den Buddenbrooks wie auch
Im Zauberberg zum gleichen Thema
Auf ganz unterschiedliche Art dabei

Auch Heinrich Mann variierte in seinem
Untertan den Abgesang einer Kultur nur
Eben auf verglichen schlichte Art die sich
Über den Protagonisten dabei lustig macht

Ob der Nobelpreis für Literatur wirklich
Der Maßstab guter Literatur immer ist
Mag sicher gestritten werden jedoch
Bei Thomas und Heinrich ist es deutlich

Herablassende Lästerei über eine Klasse
Die mehr politisch gefärbt klingen können
Amüsant gelegentlich sein doch große 
Literatur findet sich freundlich bei Thomas

Es ist immer eine Freude Mann zu lesen
Sein Blick auf die Welt ist auch wenn
Gerne ironisch immer noch liebevoll was
Die große Kunst zeigt die teilnimmt

Eine Karikatur ist ein netter Witz der
Mit dem nächsten Wind verweht ein
Klassisches Portrait bleibt ein Leben
Kann tiefer gehen als jede Fotografie

So verhält es sich auch in der Literatur
Wer sich über andere erhebt schafft nie
Echte Nähe zu seinen Protagonisten was
Zweifeln lässt ob ich je schreiben sollte

Doch ist die große Literatur auch eine
Schule des Lebens und spiegelt dieses
Auch ein Proust und ein Heinrich Mann
Haben ihre literarische Berechtigung

Nur reichen sie eben nicht an den 
So eleganten wie freundlich komischen
Thomas Mann jemals heran der seine 
Wahre Größe nebenbei uns offenbart

jens tuengerthal 10.10.25

Liebesbestand

Liebesbestand

Bleibende Liebe
Bleibt schönste Beständigkeit
Ganz theoretisch

Bestandsverwaltung
Ist selten eine gute
Liebeklärung

Dazwischen eine
Finden wollen scheitert meist
Schon an der Absicht

jens tuengerthal 10.10.25

Herbstwetter

Herbstwetter

Oktober zeigt sich
Beständig unbeständig
Schönstes Herbstwetter

jens tuengerthal 10.10.25

Keinpreisfeier

Keinpreisfeier 

Keinen Preis für Trump
Beim Friedensnobelpreis zu
Feiern ist Freude

jens tuengerthal 10.10.25

Wahre Lust

Wahre Lust

Gibt es die eine wahre Lust
Oder so viele verschiedene
Wie es Menschen gibt mit ganz
Unterschiedlichen Bedürfnissen 

Zwar treiben es nach der Natur
Alle Menschen relativ ähnlich
Was die bloße Technik betrifft
Fraglich ob dies das wahre ist

Am schönsten fand ich es immer
Wenn beide danach befriedigt wie
Glücklich zufrieden damit waren
Die Lust gemeinsam Erfüllung fand

Sich diese gegenseitig zu schenken
Dies zumindest dabei zu wollen
Statt nur miteinander zu onanieren 
Könnte der Schlüssel dazu sein

Frei von allem müssen oder sollen
Was ist genießen zu können scheint
Der beste Weg glücklich zu bleiben
Darüber reden hilft mehr als nur tun 

Im Wissen wie selten dieses Glück
Für viele noch immer ist könnte es
Helfen gemeinsam Wege zu suchen
Die alle am Ende glücklich machen

Dabei hilft es auch sich mit der
Wissenschaft dazu zu beschäftigen 
Um den anderen Körper zu verstehen
Was viele Missverständnisses beseitigt

Wahre Lust führt zu Zufriedenheit was
Auch ein geistiger Zustand ist der spürt
Es ist gut so und braucht nicht mehr
Wo dies fehlt hilft immer darüber reden

So könnte wahre Lust am Ende mehr
Am Umgang miteinander hängen wie 
Der Haltung zueinander als an nur
Stellungen und Techniken dabei

Früher hätte ich immer gesagt dass
Zusammen Kommen der Kern ist
Was ich heute relativieren würde 
Auf ein miteinander genießen

Wenn am Ende alle glücklich sind
War es gut egal auf welchem Weg 
Muss niemand bewerten was gut ist
Solange es alle dabei glücklich macht

Erlaubt ist alles was beiden gefällt
Sie so miteinander tun wollen was 
Ihnen den für sie wahren Genuss
Als Erfüllung damit schenkt

jens tuengerthal 10.10.25

Wahre Liebe

Wahre Liebe

Gibt es wahre Liebe wirklich
Oder ist sie nur ein schöner Traum
Den die Realität einer Beziehung
Ganz natürlich wieder erledigt

Können Sehnsucht nacheinander
Wunderbare Zeit miteinander
Wie große Lust aufeinander
Je im Alltag überleben

Ist es nicht normal irgendwann
Voneinander genervt zu sein 
Sich nach seiner Ruhe zu sehnen
Wie bisher alle Erfahrung zeigte

Ist wahre Liebe dann diese Krisen
Miteinander zu überstehen um das
Große Gefühl überleben zu lassen
Statt wieder allein zu bleiben

Habe keine Ahnung was wahre Liebe
In der gelebten Wirklichkeit sein soll
Frage mich nur ob es nicht besser ist
Nicht alles miteinander teilen zu wollen

Schöne Momente zusammen zu genießen
Einander immer Geliebte zu bleiben die
Sich auch liebevoll umeinander sorgen
Ohne enttäuschte Erwartungen im Alltag 

Vielleicht könnte weniger wollen die
Chance erhöhen mehr zu genießen
Weil keiner gleich enttäuscht alles
Für geplatzte Seifenblasen aufgibt

Vielleicht könnte Liebe wahrer werden
Wenn wir uns sein lassen wie wir sind
Statt unbedingt etwas zu wollen bis
Die Sehnsucht mehr zueinander zieht

Weniger den Traum von Liebe leben
Wollen dafür mehr genießen was in
Momenten miteinander ist und dann
Vollkommen zum Glück genügt

Nichts ist immer vollkommen aber
Für Momente glücklich zu sein
Könnte vollkommen genügen 
Damit zufrieden zu bleiben

jens tuengerthal 9.10.25

Donnerstag, 9. Oktober 2025

Lektürentagebuch 9.10.25

Lektürentagebuch 9.10.25

Im nun 31. Kapitel von Lázár tauchte
Im Frühling 1940 Edmund Pontiller im
Waldschloss als Kaplan auf der als solcher
Seinen Gottesdienst dort versieht

Der Benediktiner schätzte insgeheim Marcel Proust wie dessen la recherche
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Noch höher als die Bibel war darum

Im ständigen Dialog mit Marcel den
Nie getroffen zu haben er zutiefst
Bedauerte weil er ihm gewiss näher
Stand als dieser proletarische Ire Joyce

Dieser neue Kaplan war auch noch ein
Begeisterter Naturforscher und nach dem
Verschwinden der kleinen Ilona der erste
Mensch der den Wald ohne Gewehr betrat

Lilly die Baronin bat ihn täglich zum Tee 
Kam er dann tatsächlich entspannte sich
Meist ein temporeiches Gespräch bei dem
Sie vom Krieg sprach und er über Marcel

Pista konnte Pontiller aus drei Gründen
Nicht leiden zuerst weil dieser ihn zwang 
Zweimal die Woche auf den harten
Bänken der Schlosskapelle zu sitzen 

Sodann weil dieser so sehr in das Leben
Verliebt war was ihm ohne seine Matilda
Die unerreichbar fern war absurd vorkam
Schließlich weil alle anderen ihn liebten 

So beschloss Pista den verdächtigen 
Kaplan genau zu beobachten was ihm
Aufregende Erfahrungen machen lässt
Mit dem traditionellen Geisterglauben

Dann kehren auch die Albträume von
Pista passend zum Thema zurück die
Er durch Beschattung des Kaplan so
Verdrängen wie diesen erkunden will


Auf die Schwärmerei von Pontiller für
Marcel den er stets vertraut auch beim 
Vornamen nennt folgt nun natürlich ein
Wenig Proust in la recherche wo es im

Zweiten Teil des Schatten junger 
Mädchenblüte an der Küste der
Normandie nun weitergeht solange
Proust für mich zu ertragen ist

Frage mich ob der junge Nelio Biedermann
Je la recherche ganz las an der ich nun
Seit 1995 mit Unterbrechungen lese was
Gute dreißig Jahre nun sind damit mehr

Als der junge Autor von Lázár alt ist
Auch wenn ich nie den Ehrgeiz hatte
Die verlorene Zeit schnell zu erledigen
Sind dreißig Jahre schon eine Epoche

War noch einen Moment bei Blochs die
Sich mit Geiz und Protzerei nur immer
Weiter blamieren was fast schon eine
Antisemitische Note hätte wäre Proust

Nicht aus der mütterlichen Linie selbst
Aus reicher jüdischer Bankiersfamilie 
Was dem Spott die rassistische Schärfe 
Nimmt aber nicht den feinen Humor

Das alles ist wie immer wunderbar fein
Mit genauem Blick für die sozialen Details
Beschrieben auch wenn sich später sein
Freund der Marquis de Saint-Loup dann

Als bekennender Republikaner entpuppt
Der seinen Kutscher auf Augenhöhe
Beschimpft weil Erhabenheit darüber eher
Den Klassendünkel des Adels zeigte

Diese feinen Beobachtungen wie auch
Brüskierung der üblichen Vorurteile sind
Dezenter Ausdruck einer Idealisierung
Auch wenn hier gedoppelt noch gut

Einmal im Gespräch mit Vater Bloch
Dem gerne groß tuenden jüdischen
Bankier sodann mit Francoise die
Sich als Monarchistin zu erkennen gibt

Proust führt alle Figuren auf dem glatten
Gesellschaftlichen Parkett vor und genießt
Ihre Blamage dabei ausgiebig um so mehr
Was zumindest eine feine Ironie zeigt

Doch ist der Ton von la recherche immer
Wieder auf eine unangenehme Art hier 
Herablassend besserwisserisch aus der
Sicht des Ich-Erzählers was unfein ist

Während ich bei Mann die Ironie noch
Liebevoll lächelnd genießen kann ist sie 
Bei Proust immer wieder schmerzvoll
Arrogant anders als er sich darstellt

Es sind feine kleine Nuancen die hier 
Den Ton eines Thomas Mann der klar
Seine Figuren liebt von Proust der sie
Sadistisch bloßstellt unterscheiden 

Neige hier deutlich eher Mann zu
Der heute oder morgen dringend
Wieder gelesen werden muss mir
Gefühlt viel näher als Proust ist

Kenne diese Gespräche mit und
Über den Adel von meiner Großmutter
Noch die alle natürlich persönlich kannte
Das aber völlig natürlich normal fand

Es ist eine literarische Gratwanderung
Hier den richtigen Ton zu treffen auch
In der spöttischen Ironie noch liebevoll
Bei seinen Figuren zu bleiben ist die Kunst

Thomas Mann beherrschte diese perfekt
Marcel Proust lässt dagegen die Narren
Sich selbst blamieren und macht sich
Dann noch mit Detailfreude darüber lustig

Um es kurz zu sagen der angeblich nur 
Verklemmte Schwule Thomas Mann hat
Mehr Menschenliebe immer als Proust der 
Böse Spötter der mit Vorurteilen spielt 

Dazu sollte ich später noch eine kleine
Exkursion durch drei Romane Manns
Machen den Unterschied zu zeigen es
Gibt gute Gründe Proust kritisch zu sehen

Auch wenn ohne Frage literarisch ganz
Meisterhaft mit auch viel Humor dabei
Doch leider menschlich unangenehm
Geradezu fies gegenüber seinen Figuren

Vielleicht ist das auch der Grund warum ich
Marcel nach einigen Seiten immer wieder
Für Wochen oder Monate angeekelt zur
Seite lege wer weiß ob dabei auch ertappt 

Es wird wohl wenn ich diese noch habe
Einige Jahrzehnte noch dauern bis ich
La recherche zu Ende las was mich aber
Nicht hindert vorher darüber zu schimpfen

jens tuengerthal 9.10.25

Realitätsverlust

Realitätsverlust

Irgendwann zwischen zwei Buchseiten
Habe ich den Bezug zur Realität verloren
Erst habe ich ihn noch wieder gesucht
Um normal weiterleben zu können 

Doch er war einmal verloren nirgendwo
Mehr aufzuspüren vielmehr schien mir
Die Wirklichkeit völlig abstrus die alles
Nur am Verkehrswert noch maß ohne 

Die Welten der Worte dahinter zu erkennen
Die kostbarere Paradiese Lesern öffnen
Als die nur Wirklichkeit je erreichen kann 
Was sollte ich noch mit grauer Realität

In Wirklichkeit herrschen Missgunst Krieg
Gewalt und Neid um Besitz der sich in 
Ständiger Konkurrenz ausdrückt die auch
Vor Büchern nicht haltmacht heute

Doch kann ich durch die Zeiten lesend
Dies erfolgreich ignorieren ohne noch
Etwas in destruktiver Wirklichkeit werden
Zu wollen da ich lieber literarisch genieße

Die Menschheit ist schlecht und meist
Ekelhaft miteinander dagegen bildet die
Welt der Literatur einen vollkommenen
Lebensraum für uns ab besser wird es nie 

Nach über 55 Jahren scheint mir in der 
Gerade Wirklichkeit der Realitätsverlust
Für literarische Welten noch als die aller
Vernünftigste meiner Entscheidungen

Der Realitätsverlust war kein Zufall der mir
Zuflog wie ein Virus sondern glich eher
Einer Befreiung aus dem Knast der Realität
Den ich gegen freie Buchwelten tauschte

jens tuengerthal 9.10.25

Literaturnobelpreisstille

Literaturnobelpreisstille

"Das Gute kann dem Bösen nie entkommen, weil es mit der Kluft zwischen Gut und Böse keinerlei Hoffnung gibt".

"Die Welt drehte sich einfach weiter, als wäre nichts Großartiges mit der Großen Reise und der Großen Entdeckung geschehen".

"Die gesamte Nacht Ende Oktober schlug mit einem einzigen Puls, ihrem eigenen seltsamen Rhythmus, durch Bäume und Regen und Schlamm auf eine Weise, die jenseits von Worten oder Visionen lag: eine Vision, die im schwachen Licht vorhanden war".

"Das gesamte menschliche Schicksal, das ununterbrochene menschliche Leben, das unaufhörliche Gefühl, dass alles auf ein einziges Ziel hinausläuft".

"Die Vorstellung, dass die Menschheit nichts ahnt, nichts von dieser großen Situation weiß und einfach normal weitermacht, als wäre nichts in dieser gottgeschenkten Welt passiert, ist das, was Gagarin nicht ertragen konnte".

"Wir sind bereits zerquetscht genug, um einer Literatur überdrüssig zu sein, die vorgibt, es gäbe einen ultimativen Sinn, und immer wieder einen ultimativen Sinn andeutet". 

László Krasznahorkai


László Krasznahorkai bekam diesmal
Den Literaturnobelpreis was gut ist
Weil es einen literarischen Autor
Auszeichnet nur auch politisch ist

Seinen düsteren Blick auf die Welt
Teile ich vielfältig auch wenn es 
In den letzten Romanen heller wurde
Wird er vermutlich spurlos vorbei segeln

Braucht eine düstere Welt gerade noch
Propheten ihrer Wirklichkeit oder wäre
Mehr Sehnsucht nach dem Schönen 
Nicht gerade noch viel nötiger

Er bekam den Preis was ihm gegönnt sei
Sicher auch verdient dazu ist wie eine
Überraschung statt vieler Kandidaten war
Also eine gute Wahl weiter im Text

jens tuengerthal 9.10.25

Prügelpolitik

Prügelpolitik

Politik schützt das Vermögen der Reichen
Erhebt keine Steuern bei denen die haben
Genehmigt sich noch höhere Diäten aber
Spart bei den Ärmsten die sie prügelt mit
Sanktionen in der Hoffnung so würde ihre
Selbstbedienung und Klientelpolitik weiter
Von dummen populistischen Wählern noch
Übersehen und sie würden dafür ihnen die
Stimme schenken statt rechten Populisten
Diese Konkurrenz bleibt weiter tödlich
Fraglich nur wer zuerst stirbt

jens tuengerthal 9.10.25

Liebestraum

Liebestraum

Von Liebe träumen
Wäre mal wieder traumhaft
Denk ich und tu es

jens tuengerthal 9.10.25