Sonntag, 15. Dezember 2024

Politbörse

Politbörse 

Trumps Wahl wirkt sich mit
Steigenden Kursen aus weil
Die Geldverwalter dabei auf
Sinkende Steuern spekulieren

Die Vorliebe Trumps für die
Kryptowährungen gibt dem
Weiter Feuer noch dazu weil
Geld einfach stupide ist

Wenn einer der ihren regiert
Ein schlicht mafiöser Makler 
Schützt er dafür die seinen 
Steuerlich wie strafrechtlich

Es geht um schnelle Gewinne
Statt langfristige Gefahren für
Die Demokratie durch eine drohende
Oligarchie reicher Clans unter Trump

Das schnelle Geschäft zählt dabei
Mehr als langfristige Perspektiven 
Der Egoismus ist erfolgreich für 
Eine kleine Gruppe Beteiligter

So schlicht und schnell steigen
Die Kurse an denen eben jene
Noch gut mit verdienen auch
Ohne Insider-Geschäfte dabei

Wie Trump katastrophal unsinnig
Auf Erdöl und Verbrenner setzt 
Statt in die Zukunft zu investieren
Zeigt schlicht dass er keine hat

Ein Ausreißer der Vergangenheit
Gewählt von denen die mehr
Angst vor Veränderung haben
Als Zukunft aktiv zu gestalten

So gehen die Vereinigten Staaten
Mit Trump ihrem Untergang mit
Spätrömischer Dekadenz schlicht
Kurzsichtig lachend entgegen

Wenn die Welt eine Zukunft hat
Wird sie nachhaltig vegan wie mit
Erneuerbaren Energien betrieben
Trump ist tote Geschichte nur

Leider sind Demokratien nicht
Fähig die Kurzsichtigkeit einer
Dumpfen Masse intellektuell
Ohne Populismus aufzufangen 

Die Börse zeigt dabei schlicht
Wie stupide das Geld ist was
Ohne Vernunft Gewinne will
Die keine Aussicht sonst bieten

Dies entspricht ihrer Natur
Naiv wäre anderes zu erhoffen 
Dies zu regulieren gibt es
Staaten und Steuern

Den amerikanischen Staat
Wird Unternehmer Musk dafür
Zu Tode sparen der damit
Bisher schnelle Gewinne machte

Amerika hat dies gewählt
Es ist eine Art Suizid dann
War es wohl an der Zeit
Fraglich was danach kommt

jens tuengerthal 15.12.24

Elternhaus

Elternhaus

Wie ist es alleine im Elternhaus
Anzukommen nach Monaten
Wieder vertrautes zu sehen
Doch erstmal ganz für sich

Altbekannte Atmosphäre die mit
Vielen Erinnerungen verbunden
Erbe über viele Generationen
Schafft eine eigene Stimmung 

Das spohrsche Pult noch vom
Vorfahren Louis Spohr mit dem
Traditionellen Weihnachtskitsch
Der Grotrian Steinweg in der

Anderen Ecke neben manchen
Afrikanischen Masken über dem
Sofa die mütterliche Großmutter
Als junge Frau vor ihrer Ehe wohl

Altes und neues gemischt im Stile
Der Elterngeneration manches
Von den Großeltern geerbt wie
Seit Generationen in der Familie

Aus Thüringen und Bremen wie
Frankfurt und nun die Kurpfalz
Ein bürgerliches Haus das gerne
Etwas noch auf sich dabei hielt 

Unklar was bleibt und kommt
Ist es manchmal gut Räume 
Ihre Geschichten erzählen zu
Lassen um dort anzukommen

Alle und uralte Bücher stehen
Im Kirschholzregal dabei wie
Zufällig neben ganz neuen
Manchmal wandelt es sich

Weiß noch nicht wie es ist
Hier anzukommen und gleich
Zeit zu haben um zu spüren 
Was von Familien übrigblieb

Lasse es wirken und trinke
Dazu meinen liebsten Tee
Später einen Wein von hier
Was in Berlin seltener ist

jens tuengerthal 15.12.24

Querland

Querland

Einmal quer durch Deutschland
Mit dem grünen Flixzug von Berlin
Bis in die Kurpfalz durch graues
Land das gelegentlich noch von
Schwarzen Tunneln unterbrochen
Unter schweren Wolken liegt
In die fast kahle Bäume ragen 
Strahlte völlig verfehlt noch
Kurz in Sachsen Anhalt die
Sonne ist das Land was aber
Nicht schadet da dort egal
Bei welchem Wetter lange
Schon keine Hoffnung mehr 
Besteht doch ansonsten ist
Deutschland im Dezember
Konsequent grau gekleidet
Was zum Lebensgefühl im
Späten Herbst passt der noch
Nicht Winter aber auch keine 
Schönheit mehr irgendwo ist
Durch das Land in dem lange 
Wenige Querdenker zu laut
Ihre Ängste verbreiteten was
Keinem irgendwo gut tat doch 
Hoffnung ist beim Blick durch
Graue Scheiben kaum noch
Irgendwo zu ahnen nur eilig
Haben es alle vor Weihnachten
Noch übliches zu erledigen
Tristesse über Deutschland
Dem ab März ein Merz als 
Asozialer Kanzler nun droht
Statt grüner Hoffnung noch
Wollen die Schwarzen die
Grenzen für alles farbige
Hoffnungslos dicht machen
Dann ist auch um noch die
Katastrophe zu vertiefen
Trump Präsident im Westen
Es steht ein Grauen bevor
Zu dem Putin verlässlich
Seinen Teil beitragen wird
Aber Deutschland ist wie
Diese Reise quer durchs Land
Deutlich zeigt zumindest farblich
Auf graue Zeiten gut vorbereitet 
Und inzwischen hat auch der
Flixzug durch defekte Signale
Eine bahnmäßige Verspätung
Es ist also alles wie immer

jens tuengerthal 15.12.24

Lieblost

Lieblost

Liebe verliert sich
Gelegentlich besonders
Vor Weihnachten gern 

Statt Weihnachtswunder
Bleiben Betroffene dann
Doppelt alleine

jens tuengerthal 15.12.24

Reisehass

Reisehass

Hasse Reisen die
Nichts als Unruhe bringen
Besser bliebe ich

jens tuengerthal 15.12.24

Schlaflos

Schlaflos

Schlaflose Nächte
Lassen gerne verschlafen
Übliches Chaos

jens tuengerthal 15.12.24

Reisetage

Reisetage 

Reisetage sind
Schrecklich ordnen alles dem
Nur Reisen unter

jens tuengerthal 15.12.24

Lustsklaven

Lustsklaven

Ist die Lust das höchste Glück
Nach dessen Befriedigung wir
Streben um glücklich zu leben
Oder der Beginn der Sklaverei

Unterwerfen wir uns den Trieben
Über alle Vernunft um dann als
Dumpfe Triebwesen zu verkehren
Wie lächerlich wäre dieses Sein

Was jede Verständigung durch
Brunftlaute ersetzt die Kultur
Der Sprache stöhnend erledigte
Wohin verführt uns das noch

Kann ein Glück ohne Freiheit
Was sich den Trieben unterwirft
Je menschlichen Wert haben
Oder ist Sex unsere Brücke

Zur Natur und zum Tier was
Stärker als alles Bewusstsein
Noch gierig nach mehr in uns
Haust wie ein mächtiger Diktator

Ist die befriedigte Lust es wert 
Alle Kultur für nur ganz kurze
Sekundenbruchteile aufzugeben
Es viehisch richtig geil zu finden

Vermutlich ist es noch so auch
Wenn Aufklärung und Vernunft
Von befreiter Unmündigkeit reden
Sind wir im Kern doch fern davon

Dann ist es müßig sich noch
Zu fragen was an Freiheit die
Sklaverei der Triebe uns raubt
Weil es unserer Natur wäre

Eine ziemlich feige Begründung
Die schwachen Charakter offenbarte
Statt Verantwortung zu übernehmen
Natur als schuldig halt benennt 

Vielleicht aber ist es zumindest
Ein Fortschritt es zu erkennen
Künftig verantwortlich zu werden
Aber Hoffnung besteht wenig 

Erfahrung lehrt wir werden es
Stets wieder treiben um so die
Große Sehnsucht zu stillen
Nennen es geile Natur dabei

Wir sind vielleicht nicht mehr
Jene die so dies.lassen dafür 
Den Trieb mit Glauben kastrieren
Einer noch größeren Sklaverei

Am Ende geht es ja doch immer
Nur um das eine und also die
Lust die nach Befriedigung strebt
Mehr waren wir alle noch nie

So verkaufen wir unsere Gunst 
Meistbietend.auf dem Jahrmarkt
Der sexuellen Eitelkeiten die laut
Nach Bestätigung ständig rufen 

jens tuengerthal 15.12.24

Liebesordnung

Liebesordnung

Die Gefühle zu ordnen beginnen wir
Beziehungen in denen jeder sich nach
Spielregeln um seine Interessen kümmert
Was die Liebe schnell in Ketten legt 

Eine angebundene Liebe entwickelt
Keine großen Emotionen mehr dafür
Ermöglicht sie geordnetes Zusammenleben
Was immer das wert sein soll am Ende

Dann haben wir zwar keine Liebe mehr
Dafür ordentliche Verhältnisse deren
Logisch emotionalen Mängel wir mit
Anderen Verhältnissen dann kompensieren

Als Bonus in diesem System kommt die
Eifersucht als Liebesbeweis also eine
Neidische Missgunst die dafür die vorher
Liebe ganz legal vergewaltigen darf 

Viele finden das in Ordnung so wie
Alle die ohne Eifersucht vertrauen als
Lieblos eher verdächtig weil dieser doch
Ausdruck großer Gefühle stets wäre

Stimme ihnen da völlig zu es sind
Hass Neid und Missgunst sicher große
Gefühle nur das Gegenteil von Liebe
Aber das ist in Beziehungen auch egal

Liebe wenn gerne bedingungslos
Will der Geliebten einfach gut ohne
Erwartungen oder Ego zu befriedigen
Was zugegeben eher einsam macht

Das uralte lächerliche Spiel zwischen
Liebenden um Gefühle und Lust ist
Real eher versuchte Erpressung zu
Lasten der Liebe in deren Namen

Sich davon zurückzuziehen scheint
Lohnender als weiter zu machen
So groß sind die Varianten nicht
Echte Überraschungen zu erwarten

Die Liebe hat eben ihre Ordnung
Viele finden das auch gut so weil
Eifersucht ganz natürlich doch sei
Womit sie in Mehrheit sicher sind

So verführt die Realität der Liebe
Eher zur Flucht vor ihr wäre da
Nicht der Trieb stärker als alle
Vernunft in diesem Bereich je

Als ihrer Natur also unfrei völlig
Ausgelieferte Wesen spielen wir
Mit Liebe und nennen etwas so
Was das Gegenteil davon ist

So ging es vermutlich immer
Schon denen die kritisch dachten 
Doch sind sie eine zu kleine
Minderheit von Bedeutung zu sein

Darum bleibt in der Liebe alles
Beim alten und setzt sich die
Nichtdenkende Mehrheit durch
Für bewährte Beziehungsmodelle

Wir sagen sie ist was sie ist
Erlauben ihr einfach alles um
Es miteinander auszuhalten
Weil die Angst vor Einsamkeit

Größer bleibt als alle Ehrlichkeit
Wer braucht schon wirkliche Liebe
Wenn Beziehungen genügen unser 
Ego am Markt zu befriedigen

Liebe wäre wenn bedingungslos
Wie zugleich gönnend statt um
Macht noch zu kämpfen was also
Völlig unrealistisch bleibt

Am Ende passte es dann einfach
Nie zusammen oder war eine
Emotionale Täuschung was alles
Ganz vernünftig doch klingt

Die Liebe starb ganz nebenbei
Ohne großen Lärm erstickt an
Den immer Erwartungen weil
Wir ja etwas voneinander wollen

Das können wir aber wirklich
Erwarten lassen wir uns dann
Zu gern die Enttäuschung noch
Bestätigen vernünftig zu werden

So findet jeder seine Ordnung
In wie mit der Liebe die es so
Wie geträumt nie gegeben hat
Und was nicht ist bleibt egal 

Am Ende ist die Liebe halt
Ein Geschäft wie jedes andere
Alle schauen auf ihrem Gewinn 
Wir sind auf dem Gefühlsmarkt

jens tuengerthal 14.12.24


Samstag, 14. Dezember 2024

Mengenverhältnis

Mengenverhältnis

Etwa sechzig Rechtsradikale wollten
In Berlin vom Ostbahnhof in Friedrichshain
Nach Lichtenberg marschieren hatten dafür
Glatt 500 Teilnehmer angemeldet von denen
Nur etwa zwölf Prozent erschienen dafür
Waren bis zu 3000 Gegner kampfbereit
Blockierten Kreuzungen und machten 
Ein wenig Randale ohne Drama aber
Erreichten eine Routenänderung des
Kleinen Haufens und verteidigten so
Die linke Rigaer Straße was wieder
Das Mengenverhältnis in Berlin zeigt
Auf 60 Rechtsradikale kommen hier
Schnell 3000 kampfbereite Gegner
Die sechzig Rechten verteidigten 
Tausend Polizisten in Kampfmonitur
Was Berlin besser steht als eine
Umkehrung der Verhältnisse
Hier bekommen die Rechten
Keinen fußbreit Boden außer
Am östlichen Rand bei Wahlen
Und das ist auch gut so ganz
Egal ob drei Mülltonnen brennen 

jens tuengerthal 14.12.24

Diwansichten

Diwansichten

Vom Diwan aus blicke ich
Gen Osten auf eine Wand
Nördlich und südlich dagegen
Sehe ich schöne Bücher 

Hätte ich hinten Augen wie
Keine Kapuze auf der Glatze
Es ist halt Hoody Zeit in Berlin 
Sähe ich noch mehr Bücher

Was macht eine leider nicht
Mehr weinberankte Wand gegen
Überall Bücher um mich rede ich
Das Grau Berliner Hinterhöfe schön

Geputzte Scheiben ließen sicher
Alles weniger grau erscheinen
Doch Wand bleibt Wand egal
Wie sauber meine Scheiben sind

Senke ich den Blick etwas dominieren
Elektrischer Kamin und Lesesessel
Über Wände hinter Fenstern zwischen
Denen Kant und Diderot hängen 

Die Aufklärung umgibt mich also hier
Nach allen Seiten was in Berlin nur
Wenige Orte von sich sagen können
Damit lebe ich wohl wie Candide

In der besten aller möglichen Welten 
Trotz aller Katastrophen und Kriege
Außerhalb dieser Bibliothek die auch
Darum ein alleinstehender Leser als

Ohne alle Götter glückliches Wesen
Das nur gelegentlich Göttinnen in Gestalt
Der Venus dort huldigt bewohnt 
Aber lieber mehr für sich bleibt

Über den Blick vom Diwan in die
Welt will ich dichten und was auf
Diesem von ihr erlebt wurde der
Horizont ist also beschränkt

Ob dies wen interessiert als den
Bewohner des Diwan der Nachts
Zur Quelle der Träume mir wird
Ist ungewiss bei nur Diwanlyrik

Doch immerhin kreisen diese
Um die beste vorstellbare Welt
Friedlich und gefüllt mit Liebe
Wie der Lust hier zu leben

Im arabischen war der Diwan
Eine Sammlung von Gedichten
Eines Dichters oder auch einer
Gemeinschaft wie eines Stammes 

So wurden die Kassiden wie diese
Verse hießen an den Lagerplätzen
Wandernder Nomaden einst erzählt
Sind älter teils als der Islam noch

Dazu dichtete Al Mutanabbi einst
Ihr habt oh Lagerplätze in den Herzen
Platz genommen womit sie verlassen
Blieben aber die Herzen gewannen

Bleibe auf meinem Diwan so lang
Wie so viel ich nur kann um von
Den Gedanken dort zu erzählen
Wie dem was mir dort geschah

Der Diwan des Dichters der nun
Auf dem Diwan darüber dichtet 
Besteht aus über 16.000 Gedichten 
Veröffentlicht in den Flaneurgedanken

Wie der vermutlich gleichen Menge für
Alle meine Musen bis dahin bis heute
Die keine als sie bisher lasen doch
Gehören sie zu diesem Diwan auch

Der Ort des Schreibens wie auch
Realer Liebesakte dort als Quelle
Lustvoller Lyrik immer wieder
Steht westöstlich im Osten Berlins 

Auf diesen kam ich von Westen her
Erst nördlich dann südlich aber stets
Tief im Westen wo vermutlich auch 
Die Wurzeln seines Rahmens lagen

So wird am Diwan auf dem Diwan
In Dienste der Dichtung weiter noch
Gedichtet und geliebt dankbar für
Die wunderbaren Musen alle bisher

Alles wird Teil des einen Diwan wie
Viel davon hier schon entstand ob
Davor oder danach dahingestellt
Jedenfalls mit Lust an der Dichtung

Weil mehr als einen Diwan seiner
Zeit kein Dichter je erreichen kann
Genieße ich dies auf dem Diwan
In Erinnerung lustvoller Stunden

Der Blick führt längst ins Dunkel
Die Wand wurde unsichtbar dafür 
Flackert der Kamin vor Büchern
Was Paradies mir gerade genug

jens tuengerthal 14.12.24

Morgenstund

Morgenstund

Morgenstund hat Gold
Im Mund meint alte Weisheit
Also einst Löcher

jens tuengerthal 14.12.24

Liebeserwachen

Liebeserwachen

Liebe erwacht nicht
Zusammen sondern lässt sich
Noch friedlich schlafen

jens tuengerthal 14.12.24

Lyriklleistung

Lyrikleistung

Lyrik leistet sich
Wer Sprache tiefer versteht
Als bleibenden Wert

jens tuengerthal 14.12.24

Nachtwach

Nachtwach

Ausgeschlafen schon
Im Dunkeln erwacht beginnt
Der Tag ohne Licht

jens tuengerthal 14.12.24