Montag, 16. Oktober 2023

Niederlagensieg

Niederlagensieg

Eine Niederlage ist kein Sieg
Kann ich drehen wie ich will
Doch wenn jeder Krieg eine
Niederlage für den Frieden
Wie eine Kapitulation vor
Der brutalen Gewalt ist
Den Tod zu vieler bedeutet
Wäre jeder Waffenstillstand
Damit ein Sieg für alle was
Was manche schon im Traum
Vom Endsieg vergessen
Vielleicht täte es besser
Daran wieder zu erinnern
So einen Sieg zu feiern
Noch etwas zu erreichen

jens tuengerthal 16.10.23

Verhandlungsfriede

Verhandlungsfriede

Friede kann nur in Verhandlungen
Der Kriegsgegner oder Dritter über
Die Verlierer gesichert werden doch
Mit wem sollen Israel und die Ukraine
Hier verhandeln mit Terroristen oder
Einem kaltblütigen Diktator der alle
Über Jahre schon belog um seine
Imperialen Träume von der Sowjetunion
Auf Kosten der Ukraine zu realisieren
Die Hamas ist kein Verhandlungspartner
Auf sie ist so wenig Verlass wie auf
Einen Mörder wie Putin der mit den
Methoden seiner Geheimdienste
Europa schon lange terrorisierte
Durch Propaganda und Giftmorde
Sogar mit chemischen Kampfstoffen
Wie naiv wollen wir noch sein

Es zeigen beide Kriege wie die
Verhandlungen von Nationalstaaten
An Grenzen heute stoßen weil sich
Die Nation als Idee überlebt hat
Auch wenn es noch nicht alle der
Beteiligten bemerkt haben darum
Muss Terroristen der Prozess von
Den Vereinten Nationen als einer
Überstaatlichen Organisation in
Den Haag gemacht werden wo
Putin bereits angeklagt ist doch
Geht der Krieg solange weiter
Wie diese um ihr Ende noch
Fürchten müssen vor allem
Haben diese alles zu verlieren
Wie nichts mehr zu gewinnen

Was wäre eine Friedensoption
Für Gewalttäter mit Macht ist
Die Frage die alles entscheidet
Außer diese werden beseitigt
Was nicht mehr rechtsstaatlich
Dann wäre sondern Vergeltung
Die Gewalt mit Gewalt ahndete
Fraglich nur ist die Alternative
Welche der Welt noch bleibt um
Wieder Frieden zu finden der
Dann in Verhandlungen durch
Verträge gesichert werden kann

Ohne verlässliche Partner ist
Jeder Vertrag müßig doch bleibt
Dazu noch kein Weg erkennbar
Dem Frieden eine Basis zu geben
Warum nur ein Waffenstillstand
Als höchstes Ziel erreichbar wäre
Aus dem dann über lange Zeit ein
Frieden sich entwickeln kann
Wenn zumindest die Waffen
Endlich wieder schweigen
Wäre schon viel gewonnen

Doch auch dafür ist gerade
Keine Perspektive erkennbar
Solange es um Vernichtung geht
Bleibt jede Lösung fern auf die
Ein Verhandlungsfrieden zielt
Vielleicht sollten wir darum
Einfach schweigen bis Frieden
Eine Chance wieder hat wie
Den Opfern nur helfen die
Angegriffen wurden denn
Mehr bleibt gerade nicht
Mitten im Krieg

jens tuengerthal 16.10.23

Demokratiesieg

Demokratiesieg

Lange Zeit eilten Populisten
Von Sieg zu Sieg in Europa
Besonders im Osten waren
Die Feinde einer offenen
Gesellschaft erfolgreich

Gerade bestätigten es noch
Die Slowaken mit ihrer Wahl
Auch diesmal wieder wurde
Die PiS Partei in Polen wohl
Stärkste Kraft im Parlament

Doch genügen ihnen 36% nicht
Eine eigene Mehrheit im
Sejm zu finden womit der
Antieuropäische Populismus dort
Ein Ende findet wo er begann

Aber auch in dem Land das am
Anfang der Demokratiebewegung
Im Ostblock noch mutig stand
Stattdessen kommt mit Tusk ein
Ausgewiesener Europäer der
Polen als Rechtsstaat sicherte

Ein guter Tag für Europa auch
Weil eine Mehrheit der Polen
Die Teilnahme an der zugleich
Umfrage zur Migration verweigerte
Wie es die Opposition forderte

Schön wenn Europa damit ein
Stück einiger wird und Polen
Als Wiege der Demokratie in
Europa zum Vorreiter bei den
Niederlagen der Populisten wird
Wähler sich klüger zeigen als
Viele noch zu hoffen wagten

jens tuengerthal 16.10.23

Sonntag, 15. Oktober 2023

Lustblüte

Lustblüte

Wie sehr gleicht die Lust am
Weiblichen Schoss wie dieser
Einer Blüte die sich je nach
Zuneigung oder Licht öffnet
Für schönste Entfaltung so
Sehr Feutigkeit wie eine auch
Zart liebevolle Behandlung
Braucht sich dann endlich
Ganz geöffnet schon wieder
Dem Verblühen nähert
Aber doch so erst ganz
Einander genießen lässt
Denke ich voller Liebe für
Das Wunder der Natur was
Das Delta der Venus zeigt
Als eigene Quelle wie die
Höhle schönster Lust die
Geteilt noch wächst wie
Von Lippen umgeben die
Zu küssen ein geradezu
Himmlisches Vergnügen
Ist wäre es nicht schon der
Lustvoll irdische Genuss
Einander zu verwöhnen
Verneige mich andächtig
Vor diesem Wunder der Natur
Dessen Nerv innen gelegen
Seine Erregung nur spürbar
Macht aber kaum sehen lässt
Also mit Bescheidenheit das
Wunder einer im Alter noch
Wachsenden Potenz bringt
Welch Blüte der Natur ist in
Der Mitte einer Frau doch
Voller Schönheit zu bewundern

jens tuengerthal 15.10.23

Liebesgarten

Liebesgarten

Bin wirklich kein Gärtner
Finde alle Gartenarbeit eine
Vermeidbare Belästigung auch
Wenn ein blühender Garten im
Frühling schön sein kann ist
Der erste Gedanke bei Blüten
Ob ich auf sie allergisch reagiere

Dennoch scheint mir ein Liebesgarten
Geradezu paradiesisch schön weil
Darin die Elemente der Liebe die
Schönheit und Dauer ihr geben
Vollkommen enthalten sind
Also Hege und Pflege wie
Achtsamkeit auf die Natur
Sie ihr entsprechend dann
Wachsen und gedeihen
Zu lassen wie sie ist

So liegen mir englische Gärten
Näher als französischer Barock
Der verschnittene Natur nur ist
Wie Liebe nach Strickmuster die
Bestellte Eigenschaften haben soll
Um nicht gleich zu enttäuschen

Liebe die ich leben möchte
Will einander gut nach der
Je Art und Neigung was eine
Große Übung in Toleranz wie
Konfliktlösung immer auch ist
Dabei  muss ich das Unkraut
Was der Liebe schadet jäten
Dieser genug Raum geben
Damit sie in voller Schönheit
Ihre Blüten entfalten kann

So bin ich ganz gegen meine
Neigung und Natur doch noch
Zu einem Gärtner aus Liebe
Geworden um der Liebe eine
Chance zur Blüte zu geben
Was ganz symbolisch bleibt
Ohne mich vor Pollen dabei
Fürchten zu müssen ist die
Gartenarbeit ein Glück was
Vielfältige Fortschritte bringt

Dabei darf der Liebesgarten
Gerne nach der Natur blühen
Wachsen und gedeihen wie
Ohne strengen Schnitt bleiben
Solange sich noch Wege
Zueinander darin finden
Würde mein Garten ein Wald
Der zwischen Bäumen flüstert
Um nicht kitschig zu werden
Was die Liebe peinlich machte
Lasse ich es nun so stehen
Möge es nach Laune wachsen
Wenn sich zufällig Liebe findet

jens tuengerthal 15.10.23

Rückzugslust

Rückzugslust

Mit jedem Jahr meines Lebens
Wächst die Lust am Rückzug
Sich von den Massen wie ihren
Lauten Vergnügen zu distanzieren
In Ruhe für sich zu sein um noch
Ein wenig zu genießen was bleibt
Wie so schnell enden kann ohne
Je für sich genossen zu haben
Der Vorteil als Leser ist sicher
Die Freude am Rückzug schon
Ein Leserleben lang zu kennen
Weil wir stets für uns lesen wie
Dazu keine Gesellschaft brauchen
Die nur vom Lesen ablenkt außer
Wir wollen uns darin inszenieren
Um mit dem Anschein von Intellekt
Zu bezirzen was gelegentlich auch
Funktioniert haben soll dem Lärm
Der unterhaltsamen Welt zum Trotz
Eine ruhige Bibliothek wie noch ein
Wald zum spazieren wäre alles für
Ein gutes Leben noch nötige wenn
Der unberechenbare Faktor Liebe
Aus Gründen der Vernunft hier mal
Beiseite gelassen wird doch auch
Dabei gilt Rückzug ist das Glück
Was Zweisamkeit konkurrenzlos
Schön miteinander genießen lässt
Was sonst braucht es noch
Überlege ich der hier nun seit dem
Jahre 2000 mitten in Berlin lebt wo
Menschen sich treffen um etwas
Zu erleben wie Unterhaltung als
Zweck an sich zu sehen der sie
Beglückt beschäftigt auch ohne
Dabei auf Inhalte je zu schauen
Genieße die Lust am Rückzug
In meine kleine Bibliothek die
Wie der Turm Montaignes ein
Genügendes Paradies mir ist
In dem ich alles finden kann
Was zu seliger Gelassenheit
Wie wir sie sonst nur selten
Postorgiastisch erleben als
Dauerzustand lesend führt
Was mich gelehrt hat dass
Rückzug eine Lust ist die
Sich für mich sehr lohnt
Was sicher an mir nur liegt
Dem andere eher egal sind

jens tuengerthal 15.10.23

Determinante

Determinante

Viele Menschen glauben gerne
An Bestimmung durch Götter
Wie das geglaubte Schicksal
Auch Neurologen streiten mit
Juristen über den freien Willen
Der doch längst determiniert sei
Durch eine Fülle von Kausalitäten
Was eine gewisse Logik für sich hat
Wer wollte schon das Prinzip der
Verursachung bestreiten jedoch
Baut unser Recht wie dabei auch
Insbesondere das Strafrecht auf
Der Idee der Entscheidungsfreiheit
Als Ausgangspunkt auf wenn es
Daran mangelte fehlte es an der
Kausalen Verantwortlichkeit wie
Sie bei Schuldunfähigkeit etwa
Dafür verneint wird doch
Kann der strafende Staat mit
Seinen autoritären Anwandlungen
Für den freiheitsliebenden
Anarchen in mir kein Grund sein
Eine nach der Natur logische
Determinante zu bezweifeln
Dazu bräuchte es für mich eher
Schärferes Kaliber welches die
Freiheit verteidigt statt diese
Legitim beschränken zu wollen
Was ein Fehlschluss in sich wäre
Die Freiheit zu bejahen um sie
Staatlich beschränken zu dürfen
Zeugte eher von einem Mangel
An logischem Denken das dazu
Noch fern aller Moral wäre weil
Nach seinem Gewissen gut nur
Diejenigen handeln welche auf
Keine Norm über sich mehr hören
Sondern aufgeklärt kritisch also
Aus der Unmündigkeit der sonst
Nur gehorsamen Bürger befreit
So handeln wie sie es für geboten
Halten was eine Freiheit also des
Gewissens über alle staatliche
Autorität stellte wie aus dem
Prinzip Aufklärung auch die
Annahme der Freiheit wie eine
Ablehnung der Determination
Schlüssig begründen kann was
So wenig beweisbar ist wie das
Gegenteil von Seiten der sonst
Gläubigen und Hörigen auf die
Staatliche Autorität aber hier den
Großen Vorteil hätte dahingestellt
Was wirklich ist mit dieser Fiktion
Freiheit und Aufklärung zu dienen
Die Determination ablehnen aber
Es ist nicht sicher ob das noch wer
Versteht ohne sich vor der damit
Zugesprochenen Freiheit zu fürchten
Die wirklich einsam macht weil sie
Alle moralische Welt auf mich stellt
Es außer mir nichts mehr gäbe wie
Max Stirner seinen Einzigen beginnt
Dessen Lektüre empfohlen sei um
Den Wert gewillkürter Hypothese so
Verständlich machen denn weil wir
Die Welt allein auf uns stellen können
Steht sie gut da und das genügt um
Alle Determination abzulehnen

jens tuengerthal 15.10.23

Literharmonie

Literharmonie

Manche Leute meditieren um
Zu innerer Harmonie zu finden
Wie sich im Einklang mit dem
Universum zu fühlen was uns
Teil des Ganzen sein lässt dies
Teilweise sogar noch nach den
Vorgaben autoritärer indischer
Sekten was sie dennoch ganz
Entspannt für weise halten wie
Sich wohl damit fühlen und wer
Wäre ich dies zu bezweifeln
Was gut tut ist gut auch wenn
Alle Vernunft dagegen spricht
Kennen wir ja von der Liebe
Die immer recht hat was auch
Gut so ist und darum keiner
Kritischen Betrachtung bedarf
Sich mit dem Geist des Yoga
Anzulegen machte hier auf dem
Berg als Mann sehr einsam was
Der inneren Harmonie zwar oft
Förderlicher ist als es zu viele
Gesellschaft geistloser Wesen
Die Körperverrenkung dann als
Lebensinhalt anstatt definieren
Aber was gut tut ist gut warum
Hier auch von meinem eher
Schlichten Weg der Meditation
Durch Lektüre guter Bücher
Die Rede sei denn nichts ist
So entspannend für mich wie
In verschiedenen Bänden noch
In aller Ruhe für sich zu lesen
Selten fühle ich mich so erholt
Gelassen und gestärkt wie nach
Ausgiebig vielfältiger Lektüre
Nichts schenkt meinem Geist
So große Entspannung wie ein
Buch was anregt und fesselt also
Klug wie schön weiterdenken lässt
Vielleicht sollte ich mich künftig auf
Entspannte Lektüre konzentrieren
Das Leben könnte schöner werden
Wer fragt ob es einsam macht
Nicht mehr auszugehen kennt
Offenbar die fesselnde Gegenwart
Guter Bücher nicht persönlich mit
Der kaum Menschen je mithalten
So strebe ich meditativ lesend zur
Höheren Literharmonie mit mir
Was könnte schöner sein denn
Was gut tut ist gut auch wenn
Alle Vernunft mal dafür spricht

jens tuengerthal 15.10.23

Rücksichtsfülle

Rücksichtsfülle

Zur Rücksicht mahnt unsere
Anfangs gute Außenministerin
Die Israelis bei ihrem Krieg gegen
Die Terroristen der Hamas nach
Ihrem völlig überflüssigen Besuch
In Israel der als Krisentourismus
Allein bei der weiteren Zerstörung
Der Stratosphäre noch half aber
Sichtbar keinerlei Einsicht bei der
Grünen Politikerin brachte die trotz
Überflüssiger Treffen mit Opfern
Die besser ihre Ruhe hätten statt
Medial bedrängt zu werden vom
Tross anteilnehmender Politiker
Noch immer nicht die Politik der
Hamas versteht die mit Leben
Spielt dem ihrer Anhänger wie
Der Gegner was sich darin zeigt
Dass sie die Bürger Gazas die
Nach der fairen vorherigen
Warnung der Israelis fliehen wollten
Daran hinderten um sie weiterhin
Als moralischen Schutzschild über
Ihren Terrorkellern zu haben wie
Sich moralisch zu schützen den
Hass auf Israel noch zu stärken
Was sie damit begründete weitere
Opfer würden die Gefahr einer
Stärkung des Terrorismus wie
Der Eskalation mit sich bringen
Was nach den Taten der Hamas
Die schon der Gipfel aller nur
Denkbaren Eskalation ein Witz
Auf Kosten der Juden nur war
Ein schlechter Judenwitz also
Wieso brauchen wir Rücksicht
Auf eine Bevölkerung die diesen
Terroristen zujubelt wie meint
Es sei gerechter Freiheitskampf
Frauen zu vergewaltigen mit
Terror gegen Zivilisten vorzugehen
Diese brauchen keinerlei Rücksicht
Sondern müssen die Konsequenzen
Der Taten der Hamas deutlich spüren
Mit ihrer Warnung der Bevölkerung
Haben die Israelis bereits genug getan
Die jetzt Opfer sind welche der Hamas
Welche den Krieg begann wie dazu
Ihre Bevölkerung lieber noch opfert
Um Israel moralisch bloß zu stellen
Eine Propaganda die schon lange
In vornehmlich linken Kreisen auf
Den fruchtbaren Boden fiel der aus
Dem Humus mangelnden Intellekts
Dogmatischer Überzeugungen wie
Des fortbestehenden Antisemitismus
Zur rassistischen Mischung wurde
Es gibt viel Rücksicht und Mitleid für
Palästinenser schon von unserer
Sichtbar ungeeigneten Außenministerin
Die vor Ort reisen muss um danach
Solchen Unsinn zu verkünden denn
Wer Rücksicht und Schutz bräuchte
Sind Juden und Israelis die sich von
Einer Front des Antisemitismus dort
Wie leider auch hier immer wieder
Angegriffen sehen und dabei ihre
Verteidigung rechtfertigen müssen
Es braucht keine Rücksicht mehr als
Sie die Israelis schon zeigten mit der
Warnung an die Bevölkerung waren
Opfer stets rechtzeitig gewarnt also
Von der Hams provozierte um so
Ihre Propaganda fortzusetzen was
Jeder unterstützt der Israel nun zu
Größerer Rücksicht auffordert womit
Frau Baerbock deutlich zeigt dass sie
Die Situation nicht verstanden hat
Weiter die Hamas Propaganda stärkt
Wir sind am Ende aller Rücksicht bis
Der terroristische Islam endgültig so
Zerschlagen wurde dass er keine
Bedrohung mehr darstellen kann
Vorher darf es auch kein Gerede
Über Verhandlungen noch geben
Was noch tausende Tote fordert
Die ihr Schicksal selbst wählten
Wo nicht sollten sie es ändern
Einzig Israel verdient nun noch
Rücksicht und Verständnis was
Die Außenministerin nicht verstand
Wer am Opfermythos weiter strickt
Denkt nicht mehr selbständig
Sondern ist längst ein Opfer der
Hamas Propaganda geworden
Israel zeigt schon lange mehr
Rücksicht als diese Terroristen je
Hier ist jede Ermahnung unnötig
Wie eine den Antisemitismus nur
Schürende Propaganda noch

jens tuengerthal 14.10.23

Samstag, 14. Oktober 2023

Lustherrschaft

Lustherrschaft

Braucht Lust Herrschaft und Führung
Damit sich ein guter Weg findet oder
Gerade nie weil sie sich anarchisch
Also völlig frei am natürlichsten wie
Damit lustvollsten entfalten kann
Was meiner Neigung zur Freiheit
Am ehesten entspräche der aber
Die Erfahrung oft widersprach
Zumindest in den Fällen die sich
Führung dabei wünschten wie
Vielleicht auch der Natur nach
Weil es ja um Verführung geht
Die wir dann genießen wollen
Sich hemmungslos hinzugeben
Was beide Elemente enthält
So scheint Verführung nötig
Um die Lust aufeinander so
Wecken zu können aber auch
Regellose Freiheit im Genuss
Die alle Grenzen überwindet
Einander dabei gut zu tun
Vermutlich gibt es weder nur
Das eine oder das andere
Sondern braucht es dabei
Ein Gleichgewicht der Kräfte
Aus Freiheit und Verführung
Worin die Führung steckt die
Auf Herrschaft hindeutet was
Auch unter Damen so gilt wie
Das anarchische einer Lust
Ganz ohne noch Grenzen
Die wiederum noch reizen

jens tuengerthal 13.10.23

Liebessklaven

Liebessklaven

Macht uns die Liebe nicht
Immer wieder zu Sklaven
Der Launen und Stimmungen
Unserer Liebsten auf die wir
Keinen Einfluss haben die
Aber unser Wohlbefinden
In der Liebe miteinander
Sehr wohl beeinflusst
Das Glück zur Qual machen
Ohne Gründe zu erkennen
Woran ich lange schon litt
Wie vermutlich leiden ließ
Soweit es um meine Launen
Wie schwankenden Gefühle
Was ja ihrer Natur entspricht
Bei den mich liebenden ging
Warum es glücklicher macht
Seine Stimmung niemals an
Die anderer zu hängen um
Zumindest für sich zu sorgen
Was in der Liebe nie funktioniert
Die der anderen gut will auch
Wenn das unmöglich wäre
Frage mich darum ob ich einen
Zentralen Teil der Liebe negieren
Sollte um unabhängig zu bleiben
Wie nicht an eine andere mit
Gefühlen zu hängen was stets
Die erwartbaren Konflikte bringt
Wie schnell zur Sklaverei führt
Was hochsensible Menschen
Dazu noch völlig verwirrt weil
Kein Ausweg erkennbar ist
Also grundsätzlich gegen die
Liebe spräche wäre sie nicht
Ein so zauberhaftes Geschenk
Der Natur was uns glücklicher
Machen kann als alles andere
Wie dabei die Sklaverei dann
Vermeidbar wird bleibt wohl
Die immer große Frage falls
Wir uns leichtsinnig mal auf
Große Gefühle einlassen was
Nie ohne Risiko gehen kann
Was am Ende die Frage stellt
Ob es schlimmer ist ganz ohne
Liebe zu leben oder mit aber
Die Sklaverei zu riskieren auf
Welche ich bisher noch keine
Verbindliche Antwort kenne
Vermutlich muss so etwas
Aus dem Gefühl entschieden
Werden wie so üblich in
Fragen der Liebe

jens tuengerthal 13.10.23

Horizontverschiebung

Horizontverschiebung

Schaue ich zum Horizont ist
Dieser die Grenze dessen
Was mit Augen erkennbar
Laufe ich so weit wie ich
Vorher nur schauen konnte
Verschiebt sich mein Horizont
Damit weiß ich noch nichts mehr
Werde kein Stück klüger dadurch
Kann nur plötzlich weiter sehen
Folge schlicht physikalischen Gesetzen

Daraus zogen viele lange den
Falschen Schluss das Reisen
Den Horizont erweitere wie
Irgendwo sein damit bilde
Verwechseln damit den Blick
Auf den verschobenen Horizont
Mit der geistigen Freiheit die nur
Bewegung im Raum mit Erkenntnis
Die erst den geistigen Horizont
Erweitern wie verschieben kann

So erweitert sich der Horizont durch
Gute Lektüre wesentlich effektiver
Als durch bloße Bewegung aber
Es dürfte illusorisch sein diesen
Fehlschluss logisch aufzuklären
Der Blickwinkel und Geist verwechselt
Zu viele halten ihn für so normal

Dass sogar der Bundespräsident
Einst Alexander von Humboldt das
Entsprechende falsche Zitat noch
Unterstellte es sei die Weltanschauung
Derer am gefährlichste welche die
Welt nie angeschaut hätten zeugt
Deutlich von der Verwechslung von
Geistigem und geographischen
Horizont noch ohne dabei die
Sache weiter zu reflektieren wie
Die Folgen dessen zu bedenken

Wer seinen Horizont erweitern will
Sollte sich bilden am besten durch
Lektüre kluger Bücher wer dagegen
Seinen Blickwinkel verändern möchte
Muss nur bis zur nächsten Ecke laufen
Oder so weit wie sein Auge reicht was
Zu einer Verschiebung des Blicks führt
Aber keine geistige Bewegung auslöst

Es graut mir vor jenen Menschen die
Noch immer meinen durch Bewegung
Im Raum die diesen zerstört wie der
Tourismus uns lange vorführte würde
Sich ihr Geist erweitern so ähnlich wird
Das Ergebnis ihres Denkens auch sein

Gebildete Menschen werden durch die
Bewegung im Raum diese nicht gleich
Wieder verlieren aber zu meinen dass
Eine geographische Verschiebung des
Horizonts den Geist erweitere zeugt
Nur von Unkenntnis von beidem da
Ein weiterer Geist denken erfordert

Egal ob ich mich dabei bewege oder
Zur Lektüre zurückziehe ist eine nur
Verschiebung des Blickwinkels nie
Eine geistige Erkenntnis geworden
Bin aber nicht sehr sicher ob dies
Sich vielen Menschen erschließt
Die glauben Reisen bilde sie wo
Es allein um Unterhaltung geht

jens tuengerthal 13.10.23

Literasophie

Literasophie

Durch Lektüre zu neuer
Erkenntnis zu gelangen ist
Der angenehmste Weg des
Lernens denke ich als immer
Leidenschaftlicher Leser der
Gerade wieder zwei Werke
Parallel auch neu liest
Zum einen Philipp Bloms
Neues Essay über die
Aufklärung in Zeiten der
Verdunkelung wie zum 
Anderen Zeit der Zauberer
Über das große Jahrzehnt
Der Philosophie in der Zeit
Von 1919 bis 1929 von
Wolfram Eilenberger die beide
Das Denken wie Dichten so
Erfreulich wie vielfältig auch
Anregen noch wäre es zu früh
Etwas über die Bücher zu sagen
Die ich beide mit Freude lese
Wie zu weiterer Lektüre noch
Dadurch angeregt auch werde
Die klug geschrieben mich
Nachdenklich wie neugierig
Machen auf der Suche nach
Erkenntnis wie Zusammenhängen
Darein mischt sich immer noch
Die literarische Lektüre welche
Wie beim Mann ohne Eigenschaften
Oder auch Joseph und seine Brüder
Und der Suche nach der verlorenen
Zeit auch philosophisch noch anregt
So entstehen neue Gedanken in mir
Geprägt von vielfältiger Lektüre die
So eine eigene Literasophie schafft
Welche geistige Welten verknüpft
Kenne das Ergebnis noch nicht
Aber bin dabei neugieriger Leser
Der sich am Gedanken erfreut
Was mehr könnte auch sein

jens tuengerthal 13.10.23

Erkenntnisblind

Erkenntnisblind

Sind wir als Gefangene unseres
Denkens blind für Erkenntnis
Finden nur was wir sehen wollen
Statt zu suchen was ist um uns
Darin bestätigen zu können als
Bloß selbstreflexives System das
Sich in den Grenzen des eigenen
Horizonts stets selbst betrachtet
Auch wenn es meint die Natur
Etwa zu beobachten wie durch
Versuche noch zu erkunden
Tun wir dies allein mit Mitteln
Engdimensionalen Denkens
Was schon bei der Relativität
Der Zeit wie ihrer Krümmung
An Grenzen des Erfassbaren
Im Praktischen auch stößt weil
Unser Leben linear gedacht wird
Vielleicht wäre es schon eine
Hilfe dies zu erkennen um die
Eigenen Grenzen ein wenig
Überwinden zu können wie mehr
Für möglich zu halten in der Natur
Als wir dabei erkennen können
Wozu die Physik uns manche
Theoretische Ratschläge schon
In Relativitätstheorie- wie auch
Quantentheorie gab die wir nur
Schwer begreifen können auch
Wenn unsere Dichter sie schon
Lange treffend beschrieben wenn
Goethe etwa vom Augenblick
Sagte er möge doch verweilen
Steckt darin viel Naturerkenntnis
Die uns zeigt wir können schon
Grenzen überwinden wenn wir
Wagen uns von Gewohnheiten
Entschieden genug zu lösen
Vielleicht lohnte sich das

jens tuengerthal 13.10.23

Naturmensch

Naturmensch

Der Mensch schuf Kultur
Damit überwand er die Natur
War die klassische Dialektik
Von Mensch und Natur der
Kraft seines Geistes die nur
Natur überwinden könnte
Was schlicht Unsinn ist
Wie Lukrez schon vor bald
2300 Jahren feststellte ist
Alles Natur warum es eines
Gegensatzes nicht bedarf
Der Mensch ist Teil der Natur
Was er schafft ist also auch
Natur wie er selbst sogar die
Geistigen Produkte sind ein
Ausfluss unserer Natur
Es ist Zeit den Gegensatz
Zu überwinden um daraus
In Harmonie mit unserer Natur
Leben zu können die ein Teil
Des Ganzen ist wie auch die
Kultur ein Produkt dieser zwar
Kann Kultivierung noch verfeinern
Was in der Natur angelegt ist doch
Ist das Teil unserer Natur die es sich
Gerne so schön wie möglich macht
Nur geistig infolge des Aberglaubens
Zu lange im Gegensatz zur Natur
Stand die sie sich Untertan machten
Wo es darum ging mit ihr zu leben
Die endlich Überwindung dieser
Falschen Dialektik könnte uns zu
Einem harmonischeren Umgang
Mit unserer Natur führen deren
Natürlicher Teil wir auch sind
Weil es nicht um Eroberung geht
Wie um Sieg oder Niederlage
Sondern ein gutes Leben
Miteinander was allein zählt

jens tuengerthal 13.10.23