Samstag, 7. Oktober 2023

Bibliotheksliebe

Bibliotheksliebe

Liebe es in meiner kleinen
Bibliothek zu leben wie damit
Alle Bücher die ich liebe um mich
Wie griffbereit zu haben so lange
Schon seit nun über dreißig Jahren
Geliebte Bücher gesammelt zu haben
Mehr Lektüre vor mir zu haben als
Ein Leser im Leben bewältigen kann
Mit zwei Lesesseln wie den Diwan
Gute Orte für die Lektüre zu haben
Das Leserleben zu genießen wie
Einen Ort also zu haben der mich
Sehe ich vom eigentlich nötigen
Gelegentlichen Putzen mal ab
Als Mensch glücklich macht weil
Er meinen Geist wunderbar noch
Bewegt wie Reisen ermöglicht ohne
Je den Ort verlassen zu müssen
Also in die neue Zeit passt auch
Wenn einige noch brauchen dies
Ganz zu begreifen bin ich dort
Zugleich vorgestrig wie künftig
Lebe wie es gut und nötig wäre
Was zu einem nur Dichter passt
Denke ich zufrieden und brauche
Nichts mehr als Frieden und Ruhe
Gelassen lesen zu können wie
Vielleicht gelegentlich etwas
Liebe falls verfügbar aber das
Ist ein zu weites Feld die hier
Zufriedenheit als Leser noch
Weiter zu beeinträchtigen wie
Vieles im Leben doch noch
Überschätzt wird denke ich
Der alles um sich hat

jens tuengerthal 6.10.23

Kaminstunden

Kaminstunden

Wie liebe ich diese Stunden
Vor dem Kamin der warm
Leuchtet wie dezent knackt
Als nur elektrische Attrappe
Doch ein wohliges Gefühl
In der kleinen Bibliothek
Verbreitet als brannte ein Feuer
Das ursprüngliche Gefühl von
Wärme die uns hilft die einst
Eisigen Winter zu überstehen
Wie vor wilden Tieren schützte
Scheint tief in mir zu leben
Der Blick auf das Licht was
Ein flackerndes Feuer mit nur
Einer Sparbirne vortäuscht ist
Herrlich und schöner als alle
Wirklichen Feuer fast weil es
Weder raucht noch Reinigung
Braucht danach es genügt
Wenn ich genug von der
Kamingemütlichkeit habe den
Schalter umzulegen und alles
Ist so gut und staubig wie vorher
Vielleicht sind diese Illusionen
Stück einer besseren Zukunft
Die ohne weiter zu schaden
Mit dem Gefühl nur spielt was
Wohlbefinden in mir auslöst
Und um mehr geht es ja nie
Denke ich selig dem Knacken
Des unechten Kamins lauschend

jens tuengerthal 6.10.23

Herbstanfang

Herbstanfang

Mit einem grauen Regentag
Hat der Herbst angefangen
Auch im Gefühl nach dem
Längst zu weit verlängerten
Späten Sommer freue ich mich
Auf warmen Tee Pullis wie
Stunden vor dem Kamin in
Der heimischen Bibliothek
Das typische Herbstgefühl
Wird durch gute Lektüre noch
Sehr angenehm ergänzt
Das ist meine Jahreszeit
Als Höhlenbewohner auf
Dem Diwan denke ich
Während ich Wind und Regen
Vor dem Fenster zum Hof lausche
Den Wechsel lieben und genießen
Weil es eine Zeit ganz eigener
Schönheit mit inneren Momenten
Wieder mehr ist macht allen
Übergang leichter als Sehnsucht
Nach dem was vorüber nun ist
Wie gut ist es ein Heim jetzt
Zu haben um da zu bleiben
Wie bei sich anzukommen

jens tuengerthal 6.10.23

Freitag, 6. Oktober 2023

Lustautonomie

Lustautonomie

Autonom und völlig frei sind wir
In der Lust nur bei der Onanie
Sobald es ein miteinander gibt
Gebe ich Teile meiner Freiheit
Für ein gemeinsames Glück auf
Mache meine Lust von der einer
Partnerin abhängig mit der ich
Gerne zusammen kommen möchte
Was manchmal einfach passt
Dann ein langer Weg sein kann
Eine Suche nacheinander stets ist
Bei der wir uns nahe kommen
Dafür Autonomie aufgeben um
Einander Lust zu schenken was
Das Ziel dabei sein sollte sonst
Könnten wir bei der Onanie also
Autonom lieber bleiben was in
Vielem zuverlässiger einfacher
Wie befriedigender sein kann
Wer dennoch Gemeinsamkeit
Genießen will die es wert ist
Sollte dafür Autonomie aufgeben
Wie schenken und sich beschenken
Lassen gemeinsam zu genießen
Guten Sex gibt es nur zum Preis
Der Autonomie die sich dabei
Vom anderen lustvoll abhängig
Macht wie genau das genießt
Alles andere ist gemeinsame
Onanie die alleine effektiver ist
Vor allem dann autonom bleibt

jens tuengerthal 5.10.23

Liebefreiheitsparadox

Liebefreiheitsparadox

Gibt es freie Liebe jemals
Ist diese Idee nur der Versuch
Die Sexualität vom Gefühl der
Ausschließlichkeit zu trennen
Wie alberne Konventionen die
Auf Unterdrückung basieren
So überwinden zu können

Liebe will einem Menschen gut
Dieser kann ich oder eine andere
Sein was die Selbstliebe von der
Zu anderen unterscheidet um die
Es hier hier allein gehen soll weil
Im Verhältnis zu Dritten erst die
Eigene Freiheit relevant wird

Ob sie gut tut hängt an ganz vielem
Unabhängig fordert der Entschluss
Anderen gut zu wollen die Freiheit
Dies nach Möglichkeit zu tun wie
Sich dazu zu entschließen warum
Die Annahme von Liebe auch die
Freiheit sich füreinander entscheiden
Zu können logisch voraussetzt

Da Liebe ein Gefühl in uns ist was
Keinem anderen Einfluss folgt als
Dem sich woraus auch immer
Gründenden Gefühl kann sie nur
In Freiheit entstehen auch wenn
Manche anderes noch glauben
Hat auf Gefühl keiner dauerhaft
Einfluss als die Freiheit

Was wir lieben wollen wir gerne
Zumindest solange wir lieben
Für immer für uns behalten auch
Wenn dem anderen anderes
Vielleicht viel besser tun könnte
Was viele Widersprüche auslöst
Aus denen unsere Moral entstand

Liebe kann nur in Freiheit entstehen
Wie nur unter den Bedingungen der
Freiheit bestehen bleiben weil jede
Liebe unter Zwang wertlos wäre
Dafür geben wir unsere Freiheit auf
Uns anders zu entscheiden weil wir
Liebend bereits entschieden sind

Wer lieben will braucht Freiheit
Die aufgibt wer sie leben will
Was den Bestand der Liebe
Nach der Natur beschränkt da
Die Bedingung ihrer Entstehung
Zu ihrer Realisierung aufgegeben
Wurde bleiben die Versuche dann
Unfähig noch zu lieben mit den
Noch möglichen Kompromissen
Irgendwie zu überleben

Die Liebe ist also großer Unsinn
Unsinniger nur wäre nicht mehr
Lieben zu wollen auch wenn es
Damit nicht vernünftiger wird

jens tuengerthal 5.10.23

Sicherheitssehnsucht

Sicherheitssehnsucht

Infolge der Unsicherheit wächst
Die Sehnsucht nach Sicherheit 
Wie Gewissheiten die diese geben
Warum sich viele Menschen in
Zeiten schwerer Not und Angst
Gerne dem Glauben zuwenden
Wie Sicherheit in Gemeinschaften
Suchen die sie gegen Freiheit dann
Bereitwillig eintauschen statt zuvor
Kritisch zu prüfen was der Preis
Der Sicherheit ist wird diese als
Wert an sich gesehen als gäbe es
Eine solche je wird wie in einer
Unendlichen Spirale immer mehr
Freiheit der Sicherheit geopfert
Womit die Befriedigung dieser
Sehnsucht unsere Natur die in
Freiheit leben will ganz ersetzt
Woraus Staaten entstanden wie
Sich bis heute mit Macht erhalten
Kann uns ein Staat jemals vor den
Putins und Hitlers der Welt schützen
Kann einer alle Terroristen aufhalten
Wie vernünftigen Frieden sichern
Oder könnte dies nur kein Staat
Weil es dessen Bedürfnisse wie
Den Missbrauch der Macht damit
Ausschlösse für eine Kooperation
Die auf dem Bedürfnis aufbaut in
Ruhe und Frieden zu leben statt
Sich für andere erschießen zu lassen
Es gibt keine Sicherheit zum Preis
Der Freiheit nur den Verlust dieser
Wer Sicherheit und Frieden möchte
Müsste alle Staaten lieber auflösen
In Freiheit miteinander zu leben nur
Persönliche Interessen zu verfolgen
Statt an staatliche Sicherheit zu glauben
Lieber so leben wie es uns gut tut
Was auch fairer und friedlicher wäre
Die Ordnung der Kooperation aus
Sich böte mehr Sicherheit als es
Staaten je konnten die stets noch
Konkurrent unfrei waren wer in
Sicherheit leben will sollte sich
Von der Sehnsucht nach Staat
Befreien um sich sicher zu sein
Seinem Interesse allein zu folgen
Was vollkommen genügte um
In Sicherheit zu leben

jens tuengerthal 5.10.23

Aufklärungsfreiheit

Aufklärungsfreiheit

Aufklärung ist nach Kant die
Befreiung aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit die also nicht aus
Einem Mangel an Verstand bei
Den Bürgern resultiert sondern
Aus der Unfähigkeit sich dieses
Ohne Einfluss anderer zu bedienen
Also seinem Gewissen zu folgen
Statt Moden oder Meinungen was
In Konsequenz kaum einem gelingt
Doch eine stete Aufgabe bleibt um
Sofern wir es begreifen können uns
Immer weiter zu befreien was zeigt
Aufklärung ist nicht was jemand
Unterrichten oder lehren könnte
In Schulen oder gar von Kanzeln
Oder in Parlamenten predigen
Sondern ein Akt der individuellen
Befreiung aus der Erkenntnis der
Eigenen Unmündigkeit was also
Den Mut erfordert selbst zu denken

Dies ist in Zeiten von KI aktueller
Denn je während sich Menschen
Sozialen Netzwerken unterwerfen
Die ihre Freiheit beschränken um
So Gehör anderer zu finden die
Gerne mit dem Strom schwimmen
Dem folgen muss wer Gehör noch
In den Medien der Massen finden
Will doch all dies kannte Kant nicht
Konnte es nicht mal ahnen
Was heute fragen lässt
Ob seine Grundsätze noch gelten
Oder angepasst werden müssen

Passt Kant und seine Aufklärung
Noch zu sozialen Medien wie ihrer
Moden und Werbung unterworfenen
Abhängigkeit nach der nur Geld zählt
Was dort mit Klicks zu verdienen ist
Welche Algorithmen zuordnen deren
Steuerung also relativ unfrei ist doch
Hindert mich keiner daran darüber
Zu schreiben wie den Geist der
Freiheit und Aufklärung auf diesen
Marktplätzen auszuhängen um so
Vielleicht die eine oder andere
Zum Denken anzuregen was
Zwar unwahrscheinlich ist da
Die meisten es nur zu ihrer
Unterhaltung also zum Vergnügen
Nutzen aber nicht ausgeschlossen
Was ich hiermit lächelnd tue

Insofern sich nur befreien kann wer
Den Mut hat kritisch selbständig zu
Denken braucht es nicht mehr als
Einen Rufer im Dunkeln der dort
Verkündet das Licht der Aufklärung
Scheint auch in der tiefsten Finsternis
Ihr müsst nur zu denken wagen um so
Mit Mut den Weg zur Freiheit zu finden
Was nichts an Aktualität bis heute verlor
Es hat sich nur das Medium unserer
Lektüre verändert aber nie der Geist
Wie ihn schon Epikur und Lukrez auf
Schriftrollen der Antike hinterließen
Die das Individuum wie seine ganz
Persönliche Suche nach Glück in
Den Mittelpunkt erstmals stellten
Trage deren Worte wie Kants stets
Auf meinem Telefon bei mir womit
Diese der Aufklärung wie damit der
Freiheit dienen können wenn wir nur
Wagen selbständig zu denken statt
Nur Moden und Meinungen zu folgen

Das Motto der Aufklärung als der
Befreiung des Menschen ist heute
Wie damals schon sapere aude
Habe Mut dich deines Verstandes
Zu bedienen dabei ist egal welches
Medium zum Denken uns anregt
Solange wir es endlich wagen

jens tuengerthal 5.10.23

Glaubesfreiheitsparadox

Glaubesfreiheitsparadox

Gibt es Glaubensfreiheit oder
Logisch nie weil jeder Glaube
Als behauptete Wahrheit seine
Gläubigen damit unfrei macht
Wäre Glaubensfreiheit nur die
Befreiung von allem Aberglauben
Statt die Freiheit diesen nach
Überzeugung oder Tradition
Vermeintlich frei zu wählen um
Sich den Dogmen zu unterwerfen

Wir halten die Glaubensfreiheit
Als Grundrecht hoch statt dabei
Zu fragen wie ein Aberglaube der
Höhere Wahrheiten verkündet
Denen Gläubige nach Dogmen
Folgen sollen mit Freiheit noch
Je vereinbar ist ob nicht schon
Der Anspruch einer Religion die
Wahrheit ihrer Götter zu verkünden
Freiheit des Denkens ausschließt
Nur aus gewohnheitsmäßiger
Toleranz geduldet werden kann
Aber das Gegenteil von Freiheit ist
Was die Glaubensfreiheit inherent
Verkündet indem sie für jeden
Glauben gleiche Freiheit fordert
Wonach dieser in einer freien
Gesellschaft höchstens ein
Tolerables Privatvergnügen
Wie Sex oder Fußball sein darf
Weil alle gleichwertig doch sind
Aber nie Bestandteils eines
Unterrichts an staatlichen Schulen
Außer zur kulturellen Aufklärung

Wie die Verantwortung vor Gott
Die noch in der Präambel steht
Des vorgeblich so freiheitlichen
Grundgesetzes gestrichen gehört
Um Freiheit vom Glauben auch
Einer Mehrheit Ungläubiger zu
Gewähren deren Gesellschaftsvertrag
Sonst auf irrealer Basis stünde
Mithin keine Gültigkeit hätte
Was in Deutschland Realität ist

So brauchen wir dringender als
Eine Glaubensfreiheit die noch
Bis heute den mafiösen Verein
Für Missbrauch aus Rom schützt
Mehr Freiheit vom Glauben statt
Ein Staatskirchenrecht als noch
Zugang des Aberglaubens in
Bereiche öffentlicher Verwaltung

Das einzige was heute noch
Glaubensfreiheit heißen dürfte
Wäre ein endlich konsequenter
Laizismus in ganz Europa der
Den Glauben unfrei wie er ist
Zur Privatsache erklärt die dort
Dann ihre Freiheit genießen darf
Vor der aber Kinder staatlich zu
Schützen sind wie sich der Staat
Unabhängig davon machen muss
Um eine freiheitliche Demokratie
Je werden zu können doch bis
Das in Bayern begriffen wird muss
Noch das jüngste Gericht kommen
So lange und also für immer leben
Wir mit dem Glaubensfreiheitsparadox
Was das Gegenteil von dem sichert
Das es zu garantieren behauptet

jens tuengerthal 6.10.23

Freiheitskonsequenz

Freiheitskonsequenz

Was heißt Freiheit in Konsequenz
Viele nehmen sie in Anspruch
Fordern oder verkünden sie
Doch wann sind wir wirklich frei
Treffen unsere Entscheidungen
Nur nach dem Gewissen sind
Dabei aus der selbstverschuldeten
Unmündigkeit befreit die stets auf
Andere hört oder sich von ihnen
Für ihre Entscheidung abhängig
Macht und wie weit geht die dazu
Notwendige Konsequenz noch
Können wir je aufgeklärt befreit sein
Wie Kant es unwiderlegt definierte
Also zumindest denken konnte was
Der Freiheit damit zugrunde liegt
Wie weit werden wir dabei durch
Unsere Gene oder Erziehung schon
Geprägt vor jeder Entscheidung
Was können wir überwinden
Welche Abhängigkeit gehört zu uns
Vermutlich werden die wenigsten
Je wirklich befreit denken doch
Könnte der Versuch genügen
Seine Welt auf sich zu stellen
Sich dem Ideal zu nähern was
Zur Mündigkeit führen kann
Welche die Freiheit voraussetzt
Vermutlich können wir es nie ganz
Wie in allem konsequent erreichen
Aber sich der Abhängigkeiten dabei
Bewusster zu werden ist ein Schritt
Zur Freiheit mit Konsequenzen die
Uns kritischer denken lassen wie
Für unser Handeln Verantwortung
Im Sinne von Freiheit zu übernehmen
Was noch keine Freiheit in letzter
Konsequenz wäre aber doch ein
Weg in die richtige Richtung der
Zu lebbaren Kompromissen führte
Vielleicht ist das noch die letzte
Konsequenz die möglich ist
Dann haben wir es zumindest
Versucht in Freiheit zu leben
Unklar nur wer das will

jens tuengerthal 5.10.23

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Lustwahrheiter

Lustwahrheiter

Die Lust will sich genießen
Wie einander möglichst gut tun
Fraglich könnte nun sein ob sie
Dabei der Aufrichtigkeit eher
Verpflichtet ist oder dem Genuss
Der im Moment liegt wie dazu
Die Stimmung miteinander
Hingebungsvoll nutzt statt sich
Ungeschminkte Wahrheiten zu
Sagen die dem Genuss schaden
Natürlich schwärme ich meine
Liebste voller Glück dabei an
Um sie als für mich schönste
Von allen zu genießen damit
Ihr wie mein Genuss dabei so
Groß und schön wie möglich wird
Diese lustvolle Heiterkeit zu teilen
Ist das Ziel sexueller Begegnungen
Diese haben und genießen wir
Dann ist es gut und schön so
Oder nicht dann ließen wir es
Besser statt darüber zu nörgeln
Oder nicht zu genießen was ist
Warum die hohe Kunst der Lust
Immer ist ganz im Moment zu sein
Was jede Lüge entbehrlich macht
Dafür wahrhaft heiter sich genießt
Wie es gerade miteinander ist also
Das schönste für einander tut egal
Wie andere die Wirklichkeit sehen
Ist Genuss dabei zu bleiben wie
Sich voller Lust darüber zu freuen
Wie es ist weil es ist wie es was
Alle Fragen entbehrlich macht
Es ist einfach wunderbar
Alles andere ist egal

jens tuengerthal 4.10.23

Liebeslügen

Liebeslügen

Kann es Liebeslügen geben
Oder ist Liebe stets wahr wie
Aufrichtig voller Gefühl füreinander
Liebt nicht mehr wer sich anlügt
Oder erst recht wer es aus Liebe tut
Um der anderen gut zu tun damit
Ob es dabei um Kommentare
Zum Äußeren geht wie das gerne
Gefragte wie sehe ich aus oder
Den Kern der Gefühle wie die
Frage an was du gerade denkst
Am liebsten an dich hören will
Das ich liebe dich ein Echo braucht
Ganz egal was wir gerade dachten
Auch wenn das glückliche Lächeln
Dafür in Momenten gestellt ist
Kann es als Würdigung der Liebe
Auch gesehen werden die um die
Andere nicht zu verletzen sondern
Glücklich zu machen eine Lüge
Voller Liebe sicher wert sein kann
Die besser tut als auf ich liebe dich
Mit Montaigne was weiß ich schon
Immer skeptisch zu antworten weil
Liebe auch Rituale der Erfüllung wie
Beglückung braucht zu bleiben
Ist es moralischer diese zu erfüllen
Als unnötig zu enttäuschen weil
Kleinigkeiten vielleicht ablenken
Nicht zu lügen dabei auch wenn
Hilft auf die Frage oder Erklärung
Zu antworten wenn du mich so
Fragst oder es so sagst denke ich
Genau das voller Glück auch was
In dem Moment sicher wahr ist
Wie alles vorher zur Geschichte
Macht die kein Wort wert ist wo
Die Liebe mit Vernunft wie Gefühl
Alleine herrscht im guten Glück
Was so eher bleiben kann als
Manche Illusion der Wahrheit
Was die Liebste glücklich macht
Kann sicher nicht falsch sein
Was immer Wahrheit oder Lüge
Für wen ist zählt in der Liebe
Das Glück im Moment

jens tuengerthal 4.10.23

Genusskoeffizient

Genusskoeffizient

Gibt es eine Konstante für Genuss
Den Maßstab der diesen angibt
Welcher für alle überall immer gilt
Oder ist der Genuss ein so weit
Subjektiver Faktor dass es nie
Eine Konstante für alle geben kann
Wenn Genuss eine positive Empfindung
Der Sinne ist die zu körperlichem oder
Geistigen Wohlbefinden führt was
Mindestens ein Sinnesorgan erregt
Könnte es objektive Maßstäbe geben
Ab wann ein Genuss vorliegt doch
Wird die Bewertung dessen wie der
Faktor des Wohlbefindens stets so
Hochgradig subjektiv sein dass es
Absurd wäre ihn formelhaft nach
Grundsätzen der Mathematik hier
Berechnen zu wollen vor allem weil
Mehr Gründe des Wohlbefindens uns
Unbekannt sind als die wenigen so
Vielleicht berechenbar bekannten
Faktoren die vergleichbar sind was
Den Genuss der in der Lust steckt
Die Epikur schon zum Zentrum seiner
Philosophie als höchstes Ziel allen
Menschlichen Strebens zu einer der
Großen Unbekannten des Seins 
Die jeder für sich entdecken muss
Was vielleicht die wichtigste Aufgabe ist
Um das Leben lustvoll zu genießen
Da alles übrige Zeitverschwendung ist
Wie müßige Vergeudung beschränkter
Lebenszeit die wir besser genössen
Was vielen bis heute schwer fällt die
Nur ihre Pflicht erfüllen oder eben tun
Was sein muss ohne jede Lust dabei
So gibt es wohl keinen Koeffizienten
Weil der Genuss höchst subjektiv ist
Aber doch eine klare Priorität der Lust
Am Leben vor allem um zu genießen
Was bleibt weil mehr wird es nicht

jens tuengerthal 4.10.23

Freiheitskampflos

Freiheitskampflos

Immer wieder ziehen Menschen
In den Freiheitskampf was mir
Als ein Paradoxon erscheint das
Sein Ziel schon mit der Wahl des
Mittels ausschließt also Unsinn ist
Weil in Freiheit zu leben bedeutet
Um nichts kämpfen zu müssen wie
So zu sein wie wir es wollen wohin
Immer das wen nach seiner Fasson
Auch führen mag ist es sicher kein
Kampf um das was sein soll sondern
Das Vokabular der Unfreiheit was
Den Geist der Freiheitskämpfer lenkt
Ob wir heute so frei lebten wenn
Nicht andere gegen die Unfreiheit
Gekämpft hätten um sich so der
Freiheit langsam anzunäher ist eine
Andere sicher strittige Frage auch
Weil System sich immer selbst unter
Bedingungen der Freiheit optimieren
Warum dieser Weg in der Natur lag
Aber völlig irrelevant für die Frage
Ob Freiheit erkämpft werden kann
Oder der Krampf des Kampfes für
Hehre spätere Ziele lohnt wie etwa
Ein Ende der Ausbeutung doch bleibt
Freiheit nicht erkämpfbar sondern
Nur als Status erlebbar wenn wir
Zuvor alle Kämpfe sein lassen
Was noch ein weiter Weg ist
Fürchte ich in einer Gesellschaft
Die Wettkämpfe als Vergnügen sieht
Um einander zu besiegen wie damit
Immer unfrei auf den nächsten Kampf
Zu warten bis sie endlich aufgeben
Um Freiheit noch kämpfen zu wollen
Denke ich bei der Beobachtung des
Wahlkampfes in der Provinz

jens tuengerthal 4.10.23

Wahrheitslügen

Wahrheitslügen

Wer kennt die Wahrheit
Außer den Gläubigen die
Eine höhere zu besitzen
Glauben doch sonst wird
Das Eis für Wahrheitsbesitzer
Immer dünner weil alles sein kann
Wer denkt also infragestellt
Woraus kritisches Denken
Als Prinzip resultiert
Was manche eher verunsichert
Die gerne wissen wollen wie
Es ist und überhaupt alles
Genau geplant vermessen
Haben im geordneten Leben
Sapere aude - habe Mut war
Schon das Motto der Aufklärung
Die sichere Erkenntnis suchte
Wie die Welt erforschen wollte
Was wir seitdem taten um nun
Zu merken wie unsicher alles ist
Vom Welle-Teilchen-Dualismus
Auf der subatomaren Ebene bis
Zum Urknall oder auch nicht wo
Wir in Universen weiter denken
Wer in dieser Welt behauptet zu
Wissen was die Wahrheit ist hat
Wenig von der Wirklichkeit wohl
Mitbekommen doch ist damit die
Behauptung von Wahrheit gleich
Eine Lüge weil sie alle anderen
Sichten als unwahr ausschließt
Oder nur eine vorläufige Krücke
Bis etwas anderes bewiesen ist
Wie ist es mit der gerichtlichen
Eidesformel nichts als die Wahrheit
Zu sagen was doch keiner kann
Außer wer blind seine Sicht als
Wahrheit definiert wie damit auch
Intolerant logisch wird also um
Den rechtlichen Anforderungen
Zu genügen schlechte Eigenschaften
Annimmt was nur falsch sein kann
Wie aller Moral entgegensteht
Womit die Wahrheitsanforderung im
Recht sicher nicht das wahre ist
Von Wahrheit verstehe ich nichts
Aber die Wirklichkeit infrage stellen
Scheint mir wichtiger als Meineide
Welche Gerichte zu schwören uns
Nötigen wollen was genug über
Den Wert ihrer Urteile uns sagt
Weil Recht nur ein untauglicher
Kompromiss fern der Moral ist
Die allein aus dem Gewissen taugt
Vielleicht würde es schon helfen
Weniger von Wahrheit zu reden
Die vielen Lügen zu vermeiden
Wird doch wer ein wenig versteht
Wissen wie wenig wir nur wissen
Sich darum lieber enthalten statt
Verlogene Eide zu schwören wie
Der Staat es bis heute verlangt

jens tuengerthal 4.10.23

Dienstag, 3. Oktober 2023

Lustvereinigung

Lustvereinigung

Vereinigen wir uns in der Lust ganz
Um zusammen Befriedigung zu finden
Oder bleiben wir besser immer zwei
Die zwar mittig dabei verbunden
Egal nun wie und wo doch nah
Jeder für sich genießen kann
Was sie einander im besten Fall
An Lust und Befriedigung schenken
Überlegte ich lange und finde den
Gedanken der Einheit in Zweiheit
Viel verlockender wie nach der
Natur die für mich ja alles ist
Unserem Wesen naheliegender
Wer genießt was wirklich ist
Kann dies mit Lust gestalten
Die sich etwas anderes träumen
Müssen darin Wege finden was
Nicht nur körperliche Harmonie
Die beim Sex schon ein Glück ist
Sondern auch geistige Nähe braucht
Also synchron geteilte Phantasien von
Symbiotischer Lusterfüllung in eins
Was sich zwar toll anhört aber das
Ziel so hoch hängt dass die dabei
Erwartung sicher enttäuscht was
Sich erspart wer genießt was ist
Zwei die zwei bleiben sich nur
Irgendwo halt nah auch sind
Wofür ich realistisch eher noch
Plädiere als irreale Vorstellungen
Die es nur komplizierter machen
Körperlich und geistig synchron
Ist ein Problem mehr für zwei
Ohnehin schwer kompatible Wesen
Was ich mir lieber erspare um das
Mögliche mehr zu genießen was
Dann schön genug sein kann

jens tuengerthal 3.10.23

Liebeseinheit


Liebeseinheit

Braucht die Liebe die größte nur
Mögliche Einheit um zum Glück
Gemeinsam finden zu können
Sollen wir uns quasi symbiotisch
In allem einig finden auch wenn
Die Erfahrung lehrt wie völlig
Unrealistisch solche Hoffnung
Immer bleiben wird steht der
Traum von großer Liebe die
Alles denkbare teilen kann wie
In der Teilung das gemeinsame
Glück noch verdoppelt wie es
Romantische Gedanken sagen
Nach Versuchen der Symbiose
Bin ich heute völlig glücklich wo
Die geteilte Zeit genossen wird
Wie sich dafür zumindest noch
Überschneidungen genug finden
Egal was das Gefühl uns dabei
Mit Beteiligung der Hormone alles
Vorgaukelt ist es dann zumindest
Die gelebte Liebesrealität welche
Glücklich genug machen kann
Glaube nicht dass es die Liebe in
Allem wie immer und überall gibt
Was bliebe dann auch von uns
Aber es gibt nette Schnittmengen
Die genügen was ist zu genießen
Es für verzaubernde Liebe zu halten
Finde das mehr als genug Einheit
Die mehr Glück bringen kann als
Unsere Wiedervereinigung vielen
Denke ich und bin zufrieden mit
Weniger von dem mehr bleibt

jens tuengerthal 3.10.23

Literavielfalt

Literavielfalt

Habe heute vielfältig gelesen wie
Die literarischen Reisen genossen
Begonnen mit Philipp Bloms neuem
Essayband mit klugen Anmerkungen
Aufklärung in Zeiten der Verdunkelung
Der wie immer gut weiterdenken lässt
Die Notwendigkeit einer Aufklärung aus
Dem Kontext klug philosophisch ableitet
Wie dies in anschließenden Fußnoten
Die ein Band im Band noch sind
Mit weitem Fundament erläutert also
Ein freudiger Ausflug in das Denken
Der Gegenwart wie seine Notwendigkeiten
Darauf folgte ein Kapitel mal wieder im
Mann ohne Eigenschaften der mich
Mit seinen feinen tiefen Blicken noch
Bei jedem Lesen angenehm überrascht
Diesmal in Wegen der Schwester die
Guten Gewissens tut was sie für
Nötig hält zur Gerechtigkeit auch
Wenn diese erst geschöpft so wird
Die nun drei Literaten Biografien über
Wieland Fontane und Thomas Mann
Weiteten wunderbar den Horizont für
Literarische Hintergründe die Leser
Auf den ersten Blick gern überlesen
Zog mich in verschiedene Jahrhunderte
Wie Zeiten und deren Wirkungen bis
In die gegenwärtige Wahrnehmung
Von Literatur was als Autor eine so
Große Bereicherung ist dass ich nun
Wo möglich jeden Tag einige Seiten
In solchen Bänden lesen werde um
Das Bewusstsein für meine Sprache
In Lyrik und Prosa zu schärfen auf
Die Theorie folgten dann noch einige
Seiten Literatur in Joseph und seine
Brüder wie auf der Suche nach der
Proust verloren gegangenen Zeit
Was sich alles spannend ergänzte
In meinem Kopf kulturell mischte
Die heute größtmögliche Reise
Durch Zeit und Raum in deutscher
Literatur in ihrer Vielfalt war was
Zum Einheitsbrei doch passte auch
Wenn Proust eine französische Note
Dazu gab wie ein guter Wein von den
Hängen unserer westlichen Freunde
In der Vielfalt der Bücher die mich
Wie meinen Diwan umgeben findet
Sich ein europäisches Universum
Was mir Freude und Glück schenkt
Das ich dankbar immer genieße
Während ich dies hier dichtend
Den guten Bach geklimpert höre
Noch weiter zurück reise aber
Ganz gegenwärtig verzaubert bin

jens tuengerthal 3.10.23