Dienstag, 17. Januar 2023

Frauensammler

Frauensammler

Der gute Ehemann Philipp Blom
Verkennt in seinem sonst ganz
Wunderbaren Buch über Sammler
Sammelwunder Sammelwahn
Casanova völlig und reiht sich so
Eher in die Tradition seiner einst
Protestantischen Vorfahren ein
Mit ihrer moralischen Bigotterie
Die Giacomo Casanova als den
Konsumenten unzähliger Frauen
Für sie vermutlich unvorstellbar
Vieler verurteilen wie dessen
Art zu lieben als einen bloßen
Konsum zur Pflege seines wohl
Narzisstischen Egos betrachten
Was eher davon zeugt dass sie
Die Erinnerungen nicht gelesen
Auf deren Verfassung Blom noch
Hinweist auf Schloß Dux dem so
Beklagten Alterssitz Casanovas
Wo er Bibliothekar war um noch
Ein Leben fristen zu können wie
Sich mit schlichten Geistern dort
Quälte nach dem vorher Kontakt
Mit den großen Geistern der Welt
Denn Casanova war ein Mann der
Die Frauen liebte warum sie ihn als
Liebhaber auch liebten wie er bei
Jeder mit seiner ganzen Pracht
Als großer Mann im Moment war
Die Lust gemeinsam genoss doch
Wird wer Casanova je ganz las
Merken es sind nicht so viele die
Der Meister der Verführung in der
Geschichte seine Lebens die von
Vielen Qualen des Reisens uns
Erzählt im Leben geliebt hat bis
Das Liebesleben in Dux endete
So waren es nach den Erinnerungen
Nur 116 Damen und auch wenn
Manche vermuten er sei das Vorbild
Für den Don Giovanni gewesen
Dessen Diener Leporello einige
Tausend auflistete halte ich das
Für eine eher Mutmaßung weil
Casanova ein Liebender war
Seine Begegnungen sind stets
Von Gefühl und Leidenschaft
Getragen es sind nicht einfach
Nummern die erledigt werden
Genau hier taucht der Widerspruch
Zu Blom in mir auf der hier ganz
Dringend der Aussprache bedarf
Casanova war kein Sammler von
Frauen dem die Zahl über die
Begegnung mit der einzelnen ging
Sondern war bei jeder mit ganzem
Herzen auch wenn die andere
Schon andernorts wartete warum
Er als Liebhaber geliebt wurde
Nicht die Zahl der Frauen zählt
Unwichtig ist die Art der Begegnung
Ob am Ende nur die Lust blieb die
Dafür ganz genossen wurde denn
Was zählt ist Casanova war kein
Sammler von Frauen sondern einer
Der die Frauen liebte wie ihnen das
Gefühl gab etwas besonderes zu sein
Sei es auch nur in diesem Moment
Das ist es was den Liebhaber vom
Nur treuen Gatten unterscheidet
Der eher einem Sammler gleicht
Welcher seinen legitimen Bestand
An Frau und Haus verwaltet was
Casanova nie tat für den jede ein
Einmaliges Abenteuer war das
Sein Herz wie keine entflammte
Zumindest gab er das Gefühl
Diese Kunst ist es die ihn zum
Großen Liebhaber machte die
Lächerliche Sammlung ist egal
Der absolute Augenblick zählt
Darum lieben wir Frauen die
Angebetete Göttinnen uns sind
Den vernünftigen Atheisten wie
Bruder Casanova der in Lyon
Im Grand Orient eingeweiht wurde
Wie ich in Straßburg dazu kam
Vielleicht auf Goethes Spuren
Ein Freimaurer und Freigeist war
Der die Frauen wirklich liebte was
Verkennt wer ihn für einen Sammler
Von Bettgeschichten nur hält die
Unwichtig verglichen dagegen sind

jens tuengerthal 17.1.23

Hasssaat

Hasssaat

Die Saat des Hasses geht im Netz
Auf und blüht dort munter weiter
Kleine Versuche sie zu begrenzen
Werden durch stets neue Wellen
Die sich überbieten noch wollen
Schnell ertränkt im überall Hass
Der politischen Lager die dabei
Gegeneinander hetzen wie noch
Lügen verbreiten um den anderen
Möglichst geschickt bloßzustellen
In einer Spirale der Polarisierung
Die sich mit zunehmendem Tempo
Von der Mitte dabei entfernt die
Für Ausgleich und Verständigung
Statt unnötigen Kampf noch steht
Weniger Hass zu verbreiten wie
Diesem keinen verbalen Raum
Mehr geben und Grenzen für alle
Die Hass verbreiten zu ziehen
Wäre ein Anfang gegen die Saat
Bevor sie weitere Blüten treibt
Die mörderische Worten dann
Zu ebensolchen Taten macht

jens tuengerthal 17.1.23

Völkerrechtchen

Völkerrechtchen

Gerade besuchte die Außenministerin
Den Haag mit dem Gerichtshof dort
Der nach internationalem Recht urteilt
Wie völkerrechtswidrige Taten verfolgt
Dort soll und muss Putin angeklagt
Wie verurteilt werden und das muss
Rechtliche Konsequenzen haben
Denn wenn ein Recht dem Anspruch
Eines Vertrages der Völker genügt
Also einen Contrat Social bildet
Ist es das internationale Völkerrecht
Seine Geltung sollte wichtiger sein
Als jedes lächerliche nationale Recht
Der Nationalstaat ist von vorgestern
Eine Institution des 19. Jahrhunderts
Wenn die Welt Putin aber verklagt
Wie verurteilt wäre dies das Signal
Für eine bessere Welt morgen in der
Verträge gelten wie Menschen sich
Einigen müssen statt mit Gewalt
Wie dem Recht des Stärkeren noch
Gegeneinander vorzugehen wie es
Putin mit seinem Traum von der
Wiedererrichtung der Sowjetunion
Mit stalinistischer Gewalt noch tut
Dieses Recht aus Verträgen muss
Für alle verbindlich gelten wie die
Mörder und Gewalttäter bestrafen
Damit friedliche Einigung endlich
Zur normalen Form wieder wird
Gewalt und Intoleranz keine Chance
Auf Erfolg mehr haben darf wie
Die Mißachtung zur Verurteilung führt
Dies der einzige Weg des Friedens
Der Plan des ewigen Friedens den
Kant schon genau so über Verträge
Die verbindlich verpflichten beschrieb
Deren rechtliche Kontrolle dann der
Internationale Gerichtshof betreibt
Der die Freiheit aller damit verteidigt

jens tuengerthal 17.1.23

Schrumpfkur

Schrumpfkur

Die Schrumpfung der Bevölkerung im
Massenstaat China wird heute noch als
Große Nachricht aufgemacht wie uns
Die Politik weismachen will wir müssten
Zur Erhaltung des Sozialsystems nun
Viele Kinder zeugen statt das System
Wie dringend nötig zu reformieren
Was schon zu Bismarcks Zeiten krank
Wie falsch war nie funktionieren kann
Weil begrenzter Raum ganz einfach
Nicht für unbegrenztes Wachstum
Mit dem kalkuliert wurde gemacht ist
Dies ist ein Thema des Klimawandels
Über das viel zu wenig noch geredet
Wir müssen als Bevölkerung dringend
Schrumpfen wie viel weniger werden
Um weiter überleben zu können denn
Problem bei allem ist die Masse die
In Bewegung unaufhaltbar wird
Bekommt keine Kinder reist nicht mehr
Konsumiert weniger Unsinn den keiner
Braucht mit klarem Verstand der beim
Thema Konsum und Reisen bei allen
Eher aussetzt es braucht dringend
Eine Schrumpfkur für die Erde
Damit sich die Natur erholen kann
Weniger Menschen die weniger tun
Nicht irgendwo ständig hin wollen
Dies täte uns allen besser als die
Weitere Steigerung des Konsums
Wie des Bruttosozialprodukts denn
Die Parole für die Zukunft ist weniger
Wenn es noch eine geben soll

jens tuengerthal 17.1.23

Pistoriade

Pistoriade

Die SPD erkennt die Zeichen der Zeit
Kümmert sich um soziale Randgruppen
Die eine Mehrheit an Zuspruch später
Versprechen können was doch für eine
Gewisse politische Reife spricht die
Auch Grundsätze wie Parität für die
Bisher unwichtige Eignung hinterfragen
Welche ein Grundwehrdienst in den
Achtzigern zur Genüge wohl belegt
Wie die konservative Gesinnung die
Er als durchgreifender Innensenator
Zu Hannover nach Schröder zeigte
Dessen Moskauer Verbindungen der
Neue Verteidigungsminister auch
Nicht zugerechnet werden kann
So kann ein alter weißer Mann der
Nicht mal bi oder schwul ist sondern
Gerts Doris hatte nachdem er früh
Witwer geworden war Retter in der
Parteilichen Not werden zwar heißt er
Boris mit Vornamen was östlich klingt
Aber in Anbetracht seiner Ähnlichkeit
Mit früheren CDU Vorsitzenden hier
Auch mal dahinstehen kann zumal
Sein Durchgreifen gegen Islamisten
Wie Antifa viel Zuspruch findet auch
In der Truppe Freunde haben wird
Ob Boris sich dann im Amt lieber
Brigitte nennt um den Anschein der
Gefühlten Parität zu wahren wie ein
Erster Scheintransminister zu sein
Dürfen wir noch abwarten zumindest
Hat die SPD mit einem alten Mann
Ohne rassischen Erklärungsbedarf
Einen auch für Konservative Kräfte
In der Bundeswehr eher tragbraren
Kandidaten aufgeboten der auch die
Konservativen in der Partei statt dem
Ewig zu lauten linken Flügel stärkt
So wird die Pistoriade zu einem der
Überraschungscoups eines eher
Erwartbar reagierenden Kanzlers
Nun sollte keiner Kurswechsel vom
Neuen Minister noch erwarten das
Wäre zuviel des Neuen für alle

jens tuengerthal 17.1.23

Montag, 16. Januar 2023

Lustbestand

Lustbestand

Was hat in der Lust wirklich Bestand
Vergeht nicht nach Höhepunkten so
Schnell wieder wie es kam ist es nur
Das Gefühl was wir damit verbinden
Fälschlich für nötig dabei halten oder
Gibt es etwas in der Lust was bleibt
Die Nähe zu mehr macht als einen
Nur schnellen Akt der Hingabe die
Befriedigung für sich sucht fragt sich
Wer jenseits der Mitte des Lebens
Alles dabei vielfältig schon erlebte
Was bleibt in der Erinnerung mir
An geteilte lustvolle Momente
Wo ist es mehr als ein heißer Ritt
Welche der vielen hundert waren
Ein bleibender Eindruck und wo
Verweht die Berührung wieder
Wenn die Körper abgekühlt
In Erinnerung bleibt mir das
Gefühl dabei wie danach was
Den Akt besonders macht wo
Völlige Hingabe fühlbar wurde
Es bleibt was echt war wie über
Sich dabei hinaus wächst was
Den Akt besonders macht auch
Wenn jede anders ist sich von
Allen anderen dabei unterscheidet
Ist was bleibt der Unterschied im
Gefühl der Hingabe aneinander
Wie beide sich einander schenken
Um zu genießen was ist wie ob
Jeder für sich bleibt oder beide
Ein neues miteinander bilden
Was über die Bewegung hinaus
In mir weiter klingt so den Akt
Zum selten schönen Glück macht
Nicht die Menge zählt dabei
Noch die Varianten der Lust
Was schnell technisch wird
Sondern es bleibt was auch
Miteinander fühlbar wurde
Bedingungslos verehren ließ
Was nicht immer gelingt aber
Wenn das größte Glück ist
Mit einer Göttin zu vögeln
Schenkt Dankbarkeit die nur
Findet wer dies zulässt
Also anbeten auch will

jens tuengerthal 16.1.23

Liebessouverän

Liebessouverän

Liebe ist bloß ein Gefühl
Sie ist durch nichts beweisbar
Wir können sie höchstens glauben
Falls wir den Mut haben uns auf
So etwas unsicheres einzulassen
Wie unser Glück und Gefühl an
Einen nur Glauben zu hängen
Aber die Fähigkeit dies zu tun
Wie es bedingungslos zu wollen
Ist Ausdruck höchster Souveränität
Weil wir wagen auf etwas zu setzen
Was keine Sicherheit bietet aber
Das schönste Gefühl schenken kann
Luftschlösser zu bauen als sein sie
Mit festem Fundament errichtet
Ideen für Wirklichkeit zu halten
Nur weil es sich gerade so anfühlt
Wer das wagt ist wirklich frei
Entscheidet mutig ohne Beweise
Auch wenn wir Versprechen gern
Dabei glauben sagen sie nichts
Als ein unsicheres gerade Gefühl
Dem wir sogar seine Dauer glauben
Auch wenn Erfahrung anderes lehrt
Wer sich also auf die Liebe einlässt
Sich entscheidet an ein nur Gefühl
Zu glauben ist wirklich Souverän
Beweist damit seine Freiheit
Allein dafür lohnt die Liebe
Allem Risiko zum Trotz
Egal wie bescheuert es
Vernünftig betrachtet ist

jens tuengerthal 16.1.23

Erpressersultan

Erpressersultan

In der Not zeigt sich der Charakter
Wie sich erweist auf wen Verlass ist
Wer nur an sich und seinen Vorteil
Denkt auch Erpressung nicht scheut
Wie es Sultan Erdogan am Bosporus
Schweden und Finnland gegenüber
Die NATO Mitglieder werden wollen
Gerade wieder exzessiv betreibt in
Seinem Wahn vor Terroristen die er
Ausgeliefert bekommen möchte was
Kein Rechtsstaat ernsthaft tun kann
Er tut es weil er es kann und seine
Macht nutzen möchte um etwas
Für sich vorteilhaftes zu erpressen
Ist kein Partner sondern ein Gegner
Der Freiheit die verteidigt werden soll
Vielleicht sollte sich die NATO lieber
Fragen ob sie die Türkei noch braucht
Wie wofür bevor sie sich noch länger
Von diesem orientalischen Potentaten
In ihrem Kurs erpressen lässt denn
Bündnisse beruhen auf Gegenseitigkeit
Wo einer alle anderen nur erpresst
Ist es Zeit ihm Grenzen zu zeigen
Durch Merheitsentscheidungen
Oder wo nötig auch Ausschluss
Der Pascha fürchtet seine Wahl
Zeigt sich darum als starker Mann
In der Hoffnung seine Anhänger
Würden den Unsinn honorieren
Dem sollte die NATO endlich etwas
Entgegensetzen denn keiner braucht
Erdogan oder die Türkei noch wirklich
Dies deutlich zu machen könnte die
Gewichte gerecht verschieben damit
Schweden und Finnland kommen
Die Teil des Bündnisses sind um
Sich gegen Putin zu stellen mit dem
Erdogan noch Geschäfte macht um
Seine verfehlte Politik zu verdecken
Es geht also bei dieser Erpressung
Um türkische Innenpolitik wie die
Bevorstehenden Wahlen allein wie
Es den Charakter Erdogans zeigt
Einen solchen Partner braucht keiner
Lassen wir ihn schnell gehen

jens tuengerthal 16.3.23

Kontinuumskraft

Kontinuumskraft

Woher die Kraft nehmen um
Weiter zu machen fragt sich
Mancher der das Sein betrachtet
Bin nicht selten so ein mancher
Die Natur sorgt dann dafür um
Irgendwie überleben zu können
Müssen wir uns auch bewegen
Was aber nur ein Kampf gegen
Das Ende wäre was unvermeidlich
Irgendwann ohnehin kommt warum
Alles Gezappel vorher fragwürdig
Scheinen könnte fragten wir uns
Was nicht immer empfehlenswert
Viele kommen nie dazu sich dies
Fragen zu können weil sie mit dem
Irgendwie überleben schon genug
Beschäftigt sind jeden Tag doch
Könnte es für den Fall dass diese
Ungefragt im Bewusstsein auftaucht
Gut sein eine Antwort zu haben
Es auf die Pflicht zu Sein dabei
Zu reduzieren genügt mir nicht
Weil nicht sein besser sein kann
Ökologisch wünschenswert wäre
Manche wollen irgendwo hin um
Da gewesen zu sein was mir eher
Fremd und absurd vorkommt aber
Für mich sind es eher die Bücher
Die noch vor mir liegen die eine
Kraft zum Kontinuum verleihen
Ob es eine höhere Aufgabe gibt
Würde ich in allem eher bezweifeln
Sich in dem was ist zu genügen
Wie dies friedlich zu erledigen wie
Möglichst zu genießen wäre mir
Genug zufrieden zu sein mit dem
Was ist wie es ist bis es endet
Weil jede Kraft endlich ist aber
Manchmal können wir so tun
Als ob es sich lohnte dann
Stimmt zumindest das Gefühl
Wie wirklich es auch immer ist
Fragt lieber nicht mehr wer das
Lohnende noch genießen will
Das war dann zumindest was

jens tuengerthal 16.1.23

Aufbruchsmut

Aufbruchsmut

Der Mut zum Aufbruch erfordert Kraft
Aber gibt in der Bewegung zugleich
Viel mehr von dieser als er kostet
Weil die Bewegung sich dann zur
Tragenden Energie entfaltet die
Neues sich entfalten lässt was
Energie freisetzt die Stagnation
Sonst nur zur Erhaltung auffrisst
Warum es manchmal mehr lohnt
Etwas zu beginnen als nur wie
Gewohnt einfach weiterzumachen
Weil jenseits der Hürde mehr an
Glück wartet als wir ohne hätten
Die Bewegung zur eigenen Kraft
In uns wird die weiter trägt auch
Wenn weniger oft mehr wäre ist
Der Mut zum Aufbruch eher eine
Quelle der Energie als es uns an
Kraft kostet wenn wir nur beginnen
Was manchmal lohnen kann und
Wo nicht zumindest nicht mehr
Energie kostet als nichts zu tun

jens tuengerthal 16.1.23

Rücktrittsgründe

Rücktrittsgründe

Der Rücktritt von Verteidigungsministerin
Lambrecht hat viele gute Gründe die alle
In Fehlern der Ministerin begründet sind
Sie ist kein Opfer chauvinistischer Politik
Sondern muss die Verantwortung für ihre
Fehler in der Führung des Ministeriums
Wie der Kommunikation nach außen
Übernehmen was gerecht erscheint
Sie zum Opfer zu stilisieren ist falsch
Da sie der Aufgabe nicht gerecht wurde
So ist es zumindest verantwortungsvoll
Von sich aus zu gehen wie den Kanzler
Darüber rechtzeitig informiert zu haben
Möge es die Nachfolgerin besser machen
Mehr gibt es zu Frau Lambrecht wohl
An dieser Stelle nicht mehr zu sagen

jens tuengerthal 16.1.23

Preußenkultur

Preußenkultur

Preußen ist Geschichte
Es wurde mit dem Beschluss
Der Alliierten nach dem Weltkrieg
Aufgelöst damit nie wieder dessen
Militaristischer Geist in Europa
Einen Krieg auslösen könnte
Somit wurde Preußen zum Opfer
Des kleinen Österreichers der im
Deutschen Reich 12 Jahre regierte
Der nie ein Preuße gewesen ist
Hervorgegangen war Preußen aus
Dem Deutschordensstaat auf dem
Gebiet des westbaltischen Volkes
Der Prußen als der Ordensstaat
Zerbrach entstand aus dem östlichen
Teil das Herzogtum Preußen was
Seit 1618 von den brandenburgischen
Kurfürsten mitregiert wurde in dessen
Hauptstadt Königsberg krönte sich
Im Jahre 1701 Kurfürst Friedrich III.
Zum König Friedrich I. in Preußen
Unter Friedrich II. wurde das früher
Arme Kurfürstentum zur Großmacht
In Europa das durch die Eroberung
Schlesiens wie anderes Erbe seine
Fläche mehr als verdoppelt hatte
Mit der ersten polnischen Teilung
Noch unter Friedrich dem Großen
Gab es eine Landverbindung zwischen
Der Kurmark und dem Ordensland
Ostpreußen seitdem nannten sich
Die Hohenzollern Könige von Preußen
Es war ein Teilstaat des Deutschen Reichs
Was Heiliges Römisches Reich deutscher
Nationen bis zu Napoleon noch hieß vom
Katholischen Österreich stets dominiert
Während Brandenburg protetantisch war
Wurde 1815 Mitglied im Deutschen Bund
Gründete selbst 1866 den Norddeutschen
Bund als Vorstufe des Deutschen Reichs
Das 1871 in Versailles gegründet wurde
In dem neuen Kaiserreich war dann das
Königreich Preußen die dominante Macht
Dessen Gründung betrieb Fürst Bismarck
Nach der Novemberrevolution 1918 wurde
Preußen zum Freistaat in der späteren
Weimarer Republik und war dort ein Hort
Der Demokratie und Stabilität bis zum
Preußenschlag von 1932 nach dem die
Nationalsozialisten ab 1933 bereits die
Autonomie Preußens auflösten wurde es
Durch den Kontrollratsbeschluss von 1947
Endgültig als Staat aufgelöst doch blieb
Was dieser Staat für deutsche Kultur tat
Bestehen und so wurde die Verwaltung
Des Kulturerbes zu einer Stiftung die
Preußischer Kulturbesitz heißt welche
Nun von der eifrigen neuen Grünen
Kulturstaatsministerin Claudia Roth
Umbenannt werden soll was auch zur
Umbenennung des Bismarck Saales
Im Außenministerium passt weil sich
Manche noch immer mit dem Erbe
Des Namens schwer tun der für viele
Für Militarismus wie Imperialismus
Steht wie ihn die Kolonialpolitik noch
Unter dem letzten Kaiser Wilhelm II,
Betrieb was eine Geschichte ignoriert
Die auch eine der Freiheit wie der
Toleranz war damit jeder dort wie es
Friedrich II. nannte nach seiner Fasson
Leben könne noch weit vorher unter
Dem Großen Kurfürsten den Hugenotten
Als Glaubenflüchtlingen aus Frankreich
Asyl bot wie den Protestanten auch aus
Salzburg neue Heimat wurde was auch
Der Anfang des industriellen Aufstiegs
Einer reichen Kulturgegend wurde die
Deutsche Kultur entscheidend prägte
Ob der Raub Ostpreußens durch Stalin
Der es zur Hälfte an Polen gab oder
Die Aufgabe Schlesiens und Pommerns
Wofür Russland Teile Polens raubte je
Völkerrechtlich Bestand haben könnte
Mag an dieser Stelle dahinstehen um
Das friedliche Miteinander nicht weiter
Zu belasten doch die Aufgabe eines
Teils der deutschen Kultur aus deren
Gewissen sich auch ein großer Teil
Des Widerstands gegen Hitler kam
Verleugnet die eigene Geschichte
Beschneidet damit die Wurzeln die
Es zu kennen lohnt um zu verstehen
Wie Deutschland wurde was es ist
Keiner will Wilhelms Imperialismus
Wieder haben aber die guten Seiten
Wie wichtigen Teile unserer Kultur
Auch namentlich abzuschneiden
Zeugt von historischer Blindheit
Die keine Zukunft haben sollte
Verantwortlicher Umgang mit der
Geschichte heißt auch sich einer
Wichtigen prägenden Entwicklung
Der eigenen Kultur über viele
Jahrhunderte zu erinnern statt sie
Auf 30 Jahre zu reduzieren wäre
Angemessen Preußen auch als
Einen Hort der Kultur zu würdigen
Statt Namen verschwinden zu lassen
Sich der Geschichte bewusst zu sein
Preußen ist ein Teil unserer Kultur
Deren Schönheit erhaltenswert ist
Wir sollten achtsam mit ihr umgehen

jens tuengerthal 16.1.23