Freitag, 24. Juni 2022

Dinosauriersein

Dinosauriersein

Die Dinosaurier sind ausgestorben
Weil sie zu groß waren und sich als
Wechselwarme Tiere nicht schnell
Genug an Klimawechsel anpassen
Konnten so machte eine Eiszeit
Ihnen unter anderem den Garaus
Gerade merken wir Menschen dass
Unsere Art zu leben an Grenzen
Natürlich stößt und wir das Leben
Auf diesem Planeten immer weiter
Zerstören der unsere Grundlage ist
Für alle genug zum Leben böte
Stattdessen führen wir weiter Kriege
Bei denen es auch um Rohstoffe geht
Die wir weiter verbrennen wollen
Obwohl wir wissen dass wir es längst
Nicht mehr dürfen und unsere Art zu
Leben ändern müssen um zu überleben
Wir wissen es und können es berechnen
Aber die Trägheit der Gewohnheit lässt
Uns weiterleben als gäbe es keinen
Klimawandel mehr den wir immer weiter
Beschleunigen wider besseres Wissen
Doch wandelt sich Klima viel langsamer
Als Wahlperioden oder Menschenleben
Berechnungen der Wirtschaft dauern
Es scheint fern und ist doch längst nah
Wer klug ist ändert sein Leben um der
Zukunft eine Chance zu geben aber wir
Sind wie Dinosaurier und tun nichts mit
Konsequenz weil wir noch unfähig sind
Uns an die veränderte Bedingungen so
Anzupassen wie es nötig wäre also
Nicht mehr fliegen wie jede unnötige
Verbrennung von Kohlenwasserstoffen
Schleunigst zu vermeiden vor allem
Aber Wälder pflanzen statt Häuser zu
Bauen uns weniger fortpflanzen weil
Längst zu viele Menschen hier leben
Wir sind zu träge und unfähig unsere
Gewohnheiten aus der Steinzeit nun
Nach Millionen Jahren umzustellen
Unsere Staaten fördern dies Sein noch
Weil es zu ihren sozialen Netzen passt
Die längst umgestellt werden müssen
So bleibt die Masse Mensch ein träger
Dinosaurier der sein Aussterben nur
Täglich beschleunigt statt sich endlich
Auf ein gutes Leben zu bescheiden
Weniger wird künftig mehr sein
Sein wir lieber die ersten dabei

jens tuengerthal 24.6.22

Donnerstag, 23. Juni 2022

Mehrheitsrepräsentanten

Mehrheitsrepräsentanten

Die AfD ist gescheitert mit ihrem Eilantrag
Gegen die Ablehnung ihrer Vertreter im
Präsidium des Bundestages weil die
Demokraten keine Rechtsradikalen im
Obersten Organ des Bundestages wollen
Da es zur Repräsentanz aller zwar eine
Übereinkunft der bisherigen Parteien gab
Aber keine egalitäre Verpflichtung hat
Die Mehrheit entschieden was auch
Der Überzeugung der Mehrheit dort
Entspricht wie neunzig Prozent der
Bevölkerung so sieht und das scheint
Demokratisch in Ordnung zu sein
Fraglich finde ich nur warum die
Erben der SED nicht genauso behandelt
Werden damit auch die sogenannte Linke
Nicht normal wird sondern am Rand
Eine kleine Gruppe für Populismus wird
So gesehen wäre Gleichheit sowohl
Am linken wie am rechten Rand besser
Es würde alle Demokraten stärken
Der Mitte Stabilität geben was gerade
In Zeiten der Krise nötig ist

jens tuengerthal 23.6.22

KI-Gefühl

KI-Gefühl

Groß ist der Aufschrei nun ob der
Gefahren künstlicher Intelligenz
Die selbständig denken lernt
Machen Googles Maschinen
Uns bald überflüssig wie das
Smartphone mit Wikipedia den
Griff zum Brockhaus erledigte
Schneller als wir Menschen rechnen
Computer schon lange die zuhause
Sind in der Welt von 1 und 0
Ersetzen Maschinen Menschen
Oder ist das nur Science-Fiction
In schlichter Angstvariante die
Furcht vor der Zukunft lehrt
Frage mich was wer fürchtet
Der die Macht der Maschinen
Als echte Gefahr nun sieht
Sie dächten schlicht logisch
Blieben Maschinen ohne Gefühle
Wären also immer berechenbar
Eine leicht autistische Ex von mir
Deren Lieblingsspielzeug als Kind
Ein Roboterhund war fand die
Vorstellung einer Herrschaft von
Robotern immer traumhaft diese
Wären zumindest immer logisch
Wie mit Formeln berechenbar
Im Gegensatz zu ihr denke ich heute
Deren Anfälle unberechenbar waren
Wie ihre Grenzüberschreitungen aus
Verletztem Gefühl was sich noch
Selbst verletzte um mehr zu leiden
Verstand es nie und muss es wohl
Nicht verstehen wie Ärzte mir sagten
Es sei pathologisch und höchstens
Medikamentös therapierbar sollte
Froh sein über viel Abstand weil es
Nie normal werden könnte was ich
Als Faktum der Natur hinnahm
Wer wäre ich kleiner Dichter denn
Klugen Ärztinnen zu widersprechen
Diese vielfältig begabte junge Frau
Wäre ein Fall für die Psychiatrie die
Ihre Leiden mit Medikamenten dann
Wo nicht heilen so kontrollieren könnte
Sie hatte nur mich zeitweise in den
Wahnsinn getrieben was aber auch
Wohl völlig normal wäre wie mir die
Erfahrenen Psychiaterinnen versicherten
Inzwischen ist sie auch magersüchtig
Wie darum wiederholt im Krankenhaus
Aber diese Frau liebte Roboter wie KI
Weil sie zuverlässig berechenbar also
Programmierbar sei also anders als sie
Dieses Opfer ihres ständigen Wahn
Der übergriffigen Eifersucht wie des
Netz von Lügen in dem ihre Zweifel
Wie ihr Narzissmus Bestätigung suchen
Doch der Ausflug zu dieser Kranken
Unter meinen Liebesgeschichten ist
Weniger ein Irrweg zur Ablenkung vom
Thema KI als der Schlüssel zum Kern
Wie gut wenn Maschinen künftig durch
Selbst lernende Programme intelligenter
Werden für ihre Aufgaben doch wie
Anmaßend geradezu religiös ist es
Zu meinen eine Maschine könnte je
Die Komplexität weiblicher Psyche
Vollständig berechenbar machen wie
Unsere Gefühle mehr als imitieren
Es mag manches erstaunlich gut gehen
Uns fast menschlich erscheinen auch
Scheint die Komplexität eines etwa auf
Kunst programmierten Rechners höher
Als die der durchschnittlichen Besucher
Von Freizeitparks aber auch das täuscht
Weil fehlender Zugriff auf Kompetenzen
Aufgrund mangelnder Bildung nichts
Über die Ursachen uns lehrt die zu
Einem Gefühl führen was sich aus so
Unterschiedlichen Teilen zusammensetzt
Wie Liebe und Leidenschaft denn obige
Wohl etwas Verrückte die Roboter liebte
War leidenschaftlich emotional wie
Besessen vom Traum großer Liebe
Es mögen all meine Gedanken zum Thema
In den neuronalen Netzwerken meines
Gehirns aufgrund dort elektronischer
Verbindungen entstehen warum aber
Welche mit Gefühl verbunden sind
Wie welche Hormone alle die Liebe
In Gang setzt daneben wie dazu
Überfordert meinen zugegeben auch
Nur beschränkten männlichen Verstand
So lange es bei und mit der Liebe aber
So gut wie bisher funktioniert sofern ich
Obige Ausnahme als krank ignoriere
Was ich lange zu begreifen brauchte
Bin ich ein glücklicher Mann auch
Ohne es begreifen zu können aber
Sicher keine Maschine kann mehr
Warum keiner sich fürchten muss
In der Liebe versagen alle Rechner
Und das ist vermutlich besser so
Und was zählt sonst im Leben

jens tuengerthal 23.6.22

Eigenschaftslos

Eigenschaftslos

Welche Eigenschaften machen uns aus
Sind diese gerade typisch oder eher nie
Fragte ich mich nach der Lektüre des
Mann ohne Eigenschaften von Musil
Heute wo Ulrich sich dies selbst fragte
Der Autor es kritisch erörtert ohne eine
Antwort zu geben genug Verwirrung in
Arrivierten Geistern stiften konnte die
Wie ich etwa diese Frage bisher kaum
Bei sich selbst bedachten denn was
Sind meine Eigenschaften wirklich
Habe ich solche die typisch sind
Für Männer oder Menschen oder mich
Bin ich all das zugleich oder doch ein
Ding eigener Art was sich ja jeder
Der über sich nachdenkt insgeheim
Zumindest ein wenig erhofft denn
Wer wäre gerne durchschnittlich
Was ist familiäres Erbe dabei
Wann unterscheide ich mich
Wie weit ist eigenes je eigen
Oder ist es besser ohne solche
Eigenschaften zu sein um sich
Flexibel anpassen zu können an
Die sich wandelnden Umstände
Zum Glück geht es ja nicht um mich
Sondern um Literatur und welche
Gedanken sie im Leser anregt was
Die Antwort entbehrlich macht denn
Was genau nur meine Eigenschaften
Sind weiß ich nicht so genau wie ich
Gerne täte sicher überlegen zu sein
Besonders schwer wird dabei die
Unterscheidung zwischen eigenen
Eigenschaften und Anpassung was
Also macht mich als Einzelnen aus
Wo bin ich ein Teil der Herde das
Sich bloß konform verhält um so
Angepasst durchs Leben zu gleiten
Woran kann ich unterscheiden was
Eigentlich zu mir gehört und wo ich
Teil größerer Konformität bin etwa
Bei Liebe und Lust die ich für sehr
Individuell gehalten hätte bin ich
In vieler Hinsicht ganz konventionell
In der Lust ist dies physisch bedingt
Eher normal die Varianten sind da
Relativ überschaubar auch wenn
Frauen Mann gerne glauben lassen
Er sei einmalig was illusionär ist aber
Wohl die Bindungswirkung erhöht
Die ein Durchschnittsschwanz weniger
Empfände und worauf aus zu sein die
Frauen lange abgerichtet wurden um
So Brutsorge als Ehrensache noch
Biologisch zu legitimieren auch wenn
Darin schon eine Konvention liegt
Versuche dagegen gerne alles um
Als Liebhaber als einmalig noch in
Erinnerung zu bleiben was dann
Zur gelegentlich Wiederholung eher
Einlädt als nur guter Durchschnitt 
Aber vielleicht ist das eine Illusion
Was bin ich dabei wirklich und wo
Ahme ich nur gattungsgemäß nach
Was in Lust und Liebe erwartet wird
Leugne gerne jede Erwartung um
Der Liebe theoretisch Raum zu geben
Berufe mich dabei auf Kant oder den
Verehrten Montaigne dessen Motto
Was weiß ich schon ich auch hier
Schon wieder zitiere aber ist das
Eine Eigenschaft von mir oder eher
Das konventionelle Bild was ich gern
Von mir vermitteln würde wo ist der
Maßstab der ureigenes von unecht
Unterscheidet was ist konventionell
Überlege ich und habe keine sichere
Antwort auf diese komplexe Frage
Was ist wirklich meines und wie
Unterscheidet es sich von anderen
Denke aber es könnte egal sein
Wenn alle so ähnlich denken aber
Es für ihre Eigenschaft halten dann
Ist es nach Mehrheitsmeinung so
Vielleicht ist es eine Eigenschaft
Sich diese Fragen zum Sein die
Bei der Lektüre auftauchen zu stellen
Aber auch das ist wohl illusionär wie
Bestenfalls durchschnittlich lese ich
Doch einen großen Klassiker den
Millionen vor mir schon verschlangen
Wie sich ihre Gedanken dazu machten
Ob nun die Metaebene sich über die
Gedanken zu den Gedanken anderer
Vielleicht einen eigenen mir bringt ist
So unklar wie was eigen sein soll
Bevor ich mich darin nun verirre
Lasse ich es dahinstehen denn
Die vielleicht Illusion der Freiheit
Als zumindest eine der Gedanken
Wäre ein zu schmerzhafter Verlust
Sie für eine bloße Eigenheit wie
Eigenschaften aufzugeben denn
Diese dem Vergleich dienenden
Besonderen Merkmale sind eben
Nur komparativ denkbar warum es
Müßig ist eigenes von uneigenem
Verbindlich zu unterscheiden
Weil wir alles in Summa sind
Ob nun mit oder ohne kann
Im übrigen dahinstehen

jens tuengerthal 22.6.22

Parallelgesellschaft

Parallelgesellschaft

Parallelgesellschaft ist ein hässliches
Wort was ich eigentlich lieber meide
Weil es meist der Ausgrenzung dient
Doch plötzlich wurde ich mitten am
Heimatlichen Helmholtzplatz Teil einer
Solchen als ich einen alten Bekannten
Der zu Corona-Zeiten ein wenig wie
Dann immer mehr wohl abdriftete
In das Umfeld der Querdenker wie
Impfgegner und Coronaleugner
Ein sonst belesener Mann mit dem
Sich gut über Literatur reden lässt
Wurde zum Fanatiker der meinte
Wenn die Impfpflicht käme ginge er
In den Untergrund was ihn bald zum
Helden der Querköpfe wohl machte
Bin nicht sicher ob dieser sonst eher
Apolitische Kulturmensch es tat weil
Er hoffte dort Frauen zu beeindrucken
Die Quote war wohl eher überschaubar
Oder als Sonderling Freunde zu finden
Halte ihn nicht für dumm eigentlich
Eine Zeit lang mieden wir uns lieber
Inzwischen rede ich gerne wieder
Über Literatur oder Frauen mit ihm
Die wir beide mit liebenden Augen
Betrachten statt abschätzig nach
Schema aber in dem Moment als ich
Bei ihm Platz nahm gesellte sich
Noch ein zu DDR Zeiten bekannter
Liedermacher mit an den Tisch der
Auch zum Kreis der Verschworenen
Gehört die sich regelmäßig hier am
Platz beim Palästinenser treffen der
Während der Testpflicht aus Protest
Geschlossen hatte und so zum Ziel
Der Teilnehmer der Montagsdemos
Vor der nahen Gethsemanekirche
Wurde und es wurde ein nettes
Gespräch über Musik und Kultur
Weil wir dies Thema tunlichst mieden
Vielleicht ist Ignoranz eine Strategie
Für ein künftiges Miteinander auch
Wenn es mir schwer fällt zu ignorieren
Dass Menschen es wichtiger finden
Ihren Egoismus zu verteidigen als Leben
Zu retten die gefährdet werden aber
Da war jede Diskussion müßig denn
Diese Menschen sind ja überzeugt
Dass mehr Menschen an Impfungen
Starben als an Corona warum es
Müßig ist zu fragen warum ihnen auch
Rücksicht mit Mundschutz den sie als
Maulkorb bezeichnen und gegen den
Sie alle möglichst Atteste hätten so
Schwer fällt aber all das habe ich
Bei der Runde am Tisch nicht mit
Einem Wort angesprochen zumal
Der Bekannte dort sogleich vor mir
Warnte als einem der zum anderen
Lager gehörte gegen das sie sich
Untereinander solidarisiert haben
Ein Feind also war und es war doch
Seltsam in der Blueskneipe im Kiez
Zu sitzen und zu wissen wer hier
Dazugehört und wer ein Gegner ist
Die Nachts dort nicht mehr verkehren
Eine Parallelgesellschaft im eigenen
Kiez die sich solidarisiert aus Furcht
Vor einem Staat der sie bedroht wie
Sie in gut gepflegter Angst meinen
Ob diese Menschen irgendwann
Wieder zurück in die Mitte finden
Den unsinnigen Fanatismus erkennen
Weiß ich nicht aber bin erstaunt wie
Schnell und weit Spaltungen führen
Mit welcher Energie sie noch dazu
Ideologisch befeuert werden aber
Hoffe auf die Heilkraft der Zeit die
Allen hysterischen Unsinn bügelt
Bis keiner mehr besonders auffällt
Nicht alle dort sind verkehrt aber
Einige sind weit abgerutscht auch
Wenn unklar ist woher dieser
Fanatismus stammt geht alles
Seinen Gang und wird Geschichte
Die Integrationsarbeit nach Hitler
War deutlich schwieriger als diese
Etwas verrutschten Egoisten die
Sich für Freiheitskämpfer halten
Da mir bis dahin diese kleine
Parallelgesellschaft nicht weiter
Auffiel halte ich sie für egal aus
Entfernter historischer Sicht
Kein Wort der Aufregung wert
Übt es zumindest meine Toleranz

jens tuengerthal 22.6.22

Mittwoch, 22. Juni 2022

Bäuerinnenopfer

Bäuerinnenopfer

Nun häufen sich Rücktrittsforderungen
Gegen die Generaldirektorin der noch
documenta in Kassel von vielen Seiten
Davon halte ich überhaupt nichts aber
Nicht weil es nur ein Bauernopfer wäre
Oder ein Bäuerinnenopfer korrekter
Nicht weil sie nicht wissen konnte was
Freie Künstler tun würde nachdem sie
Vor dieser gewagten Auswahl schon
Sehr gewarnt worden was das dennoch
Wie die Argumentation bis heute zur
Peinlichkeit machte die längst ihre
Sofortige Entlassung begründete aber
Diese Blindheit gegenüber dem realen
Antisemitismus auf allen Ebenen muss
Einen Prozess in Gang setzen der auch
Die verlogene Solidarität vieler Linker mit
Den armen Palästinensern mit aufgreift
Die genauso schlimm wie das inzwischen
Abgehängte Kunstwerk in Bild und Film
Israel als faschistischen Staat angreifen
Solche Taten die zugleich den Holocaust
Relativieren sind Straftaten und sollten
Als solche auch verfolgt werden aber
Eine Rücktrittsforderung ist entbehrlich
Der Aufsichtsrat muss sie wenn sie nicht
Schnell genug darum bittet sofort feuern
Bevor die Staatsanwaltschaft zugreift
Aber sollte nun nicht eine klare Wende
Weg vom Dialog mit totalitären Feinden
Israels hin zur Solidarität kommen muss
Der Stadt die Veranstaltung entzogen
Wie Verantwortlichen der Prozess ohne
Diskussionen gemacht werden was in
Die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft
Fällt und keine ästhetische Diskussion
Mehr sein kann es geht hier nicht um
Gute oder schlechte Kunst wie eine
Angemessene Reaktion der Leitung
Auf realen Rassismus der Künstler
Sondern darum wie öffentliche Mittel
Zur Verbreitung einer Ideologie von
Hass und Diskriminierung missbraucht
Wurden und wie konsequent gegen
Einen zu normalen Antisemitismus
In diesem Land vorgegangen wird
Dabei geht es nicht mehr um einen
Diskurs um kritische Kunst denn
Alles was rassistisch angreift hat
Nicht verdient als Kunst gewürdigt
Zu werden sondern ist als Straftat
Zu verfolgen und hat nichts im
Öffentlichen Raum mehr verloren
Die erschreckende Naivität dieser
Veranstalter die irgendwie noch
Von Multikulti träumten während
Ein Kunstort politisch missbraucht
Zur ideologischen Plattform wurde
Muss deutliche Konsequenzen haben
Es darf in Deutschland nie wieder
Raum für Antisemitismus geben
Wer den Holocaust relativiert ist
Ein Straftäter mit aller Konsequenz
Wer dies unterstützt damit Mittäter
Es geht nicht darum den Rücktritt
Einer Generaldirektorin zu fordern
Hier muss der antisemitische Geist
Der bis in viele Familien noch reicht
Habe da erschreckendes erlebt auch
Im eigenen Dunstkreis schon endlich
Konsequent bekämpft werden warum
Es nicht um Rücktritte geht sondern
Eine Ende der documenta nötig ist
Rassismus ist keine Kunst sondern
Hat strafrechtliche Konsequenzen
Rücktritt ist kein Thema mehr

jens tuengerthal 22.6.22

Krisenchance

Krisenchance

Die auf den Ukrainekrieg nun folgende
Wirtschaftskrise könnte unser Land in
Eine große Depression stürzen wenn
Wir uns auf das Problem konzentrieren
Nur über die Zustände jammern statt
Die große Chance die darin liegt 
Gemeinsam konstruktiv zu nutzen um
Die Energiewirtschaft umzubauen wie
Endlich weg von der Verbrennung von
Rohstoffen zu kommen die keinerlei
Zukunft mehr haben darf wenn wir das
Klima irgend retten wollen aber nie
Wäre der Umbau so schnell gegangen
Wie es jetzt nötig und möglich ist was
Eine große Chance für die Zukunft bietet
Die Rücksicht großer Teile im Land
Aufeinander in der Corona-Krise hat
Gezeigt wie gut wir sein können bis auf
Eine kleine Gruppe mit Verfolgungswahn
Über die wir nun besser schweigen um
Ihnen nicht zu viel Bedeutung zu geben
Was im Herbst auf uns zukommt bietet
Die Chance sich wieder so zu zeigen
Auch wenn Teile der Politik versagen
In der Krise zeigt sich was übrig bleibt
Auf wen du bauen kannst wie wer sich
Um konstruktive Lösungen bemüht
So ruft der Wirtschaftsminister genau im
Richtigen Ton zum Energiesparen auf
INdem er es als Kampf gegen Putin zur
Quasi patriotischen Pflicht wie Zeichen
Der Solidarität mit der Ukraine macht
Was Menschen begeistern kann wie
Ungeahnte Energien freisetzt derer
Wir in der Energiepolitik so dringend
Bedürfen und wenn es kalt wird oder
Stromausfall droht werden plötzlich
Windräder und mehr ganz schnell
Genehmigt werden im Prozess der
Umstellung auf erneuerbare Energien
So birgt dieser Krieg für Europa eine
Riesige Chance für die Zukunft sich
Schneller als der Rest der Welt auf
Eine ressourcenorientierte Zukunft
Gemeinsam umzustellen weil wir nun
Zur Solidarität verpflichtet sind um
Gegen den Aggressor Putin noch zu
Überleben wie frei zu werden von ihm
Schauen wir auf diese große Chance
Scheint mir was nun droht kleiner was
Noch mehr Energie freisetzt um das
Was besser wäre zu gestalten und so
Wird die Krise dauerhaft zur Chance

jens tuengerthal 22.6.22

Entbehrungsreich

Entbehrungsreich

Finanzminister Lindner versucht die
Deutschen in Churchill-Manier auf
Entbehrungsreiche Zeiten einzuschwören
Weil die Energieversorgung lahmt wie
Lieferketten im Krieg unsicher werden
Beschwört dafür den Freihandel noch
Was eher nach Oppositionspolitik klingt
Während der Wirtschaftsminister dabei
Durch Verstaatlichung wie weitere
Diversifizierung versucht zu retten was
In dieser Situation noch zu retten ist
Sorgt sich derjenige der zu gerne von
Der Einhaltung der Schuldenbremse
Schwadroniert um die Staatsfinanzen
Ob es irgendwen überzeugen kann
Wenn ein Finanzminister dessen Partei
Gerade mit einem Tankrabatt alleine
Die Ölindustrie subventionierte als er
Wirtschaftspolitisch naiv Steuern dort
Senkte wo gespart werden muss um
Liberalen Populismus zu betreiben
Doch scheint es als würden eher die
Kommenden Zeiten für seine Partei
Entbehrungsreich werden die kein
Konzept für den Corona Herbst hat
Alle Vernunft noch blockiert wie keine
Innovative Idee außer Sparsamkeit
Vorweisen kann für die Lindner nicht
Das überzeugendste Beispiel nun ist
Sich an seiner Stelle Sorgen zu machen
Scheint nach den letzten Wahl wohl
Verständlich aber es steckt keinerlei
Perspektive in diesen Worten die nur
Drohenden Mangel beklagen statt wie
Der Wirtschaftsminister konstruktiv zur
Sparsamkeit aufzufordern auch um
Putin ein Schnippchen zu schlagen
Was bietet der FDP Vorsitzende an
Um als Finanzminister dem Volk die
Gewünschte Sicherheit und Ruhe zu
Bieten die sich alle wünschen fragt
Wer dessen Worten lauscht die nur
Klagen statt gestalten so mag es
Zeiten für Blut und Tränen Reden
Geben und was auf uns zukommt
Dürfte nicht einfach werden aber
Genau darum braucht es jetzt
Andere als einen jammernden
Finanzminister der vor harten Zeiten
Warnt und rät den Gürtel enger zu
Schnallen wie die schwäbische Hausfrau
Keine gute Rolle für eine liberale Partei
Die auf private Investitionen hoffen muss
Hoffen wir auf mehr Vernunft bei seinen
Kollegen sonst hätten wir ein Problem
Und rutschen staatlich gefördert erst
In eine größere Depression so wäre es
Ratsam wenn manche mehr nachdächten
Bevor sie sich ans Volk wenden

jens tuengerthal 22.6.22

Dienstag, 21. Juni 2022

Höschenplatzlicht

Höschenplatzlich

Am längsten Tag das Licht
Vor der Höschen Bar am  Helmholtzplatz
Voller Lebenslust zu genießen ist ein
Traum in gerade milden Farben mit
Vielen schönen Menschen die
Leicht bekleidet hier mit mir sitzen
Nebenan plaudert ein Österreicher
Mit Zopf auf dem Kopf wie im Bart
Mit einer schönen sportlich schlanken
Blondine im Minikleid zu Turnschuhen
Gegenüber sitzt eine liebe Freundin
Wir alle plaudern hier beim Wein
Nach dem der wohl Yogi Ösi lange
Auf sie eingeredet hat beginnt sie
Die auch um die 50 sein dürfte
Mit Händen und Herz zu reden
Es ist ein inspirierender Abend
Der ganz langsam beim Grauburgunder
Nun zur Nacht wird die von den
Laternen nun anstatt beleuchtet
Sich kaum merklich einschlich

jens tuengerthal 21.6.22

Mitsommernachtstraum

Mitsommernachtstraum

Heute ist der längste Tag im Jahr
Die Sonne scheint aber es ist mild
Ein wunderbares Wetter um diesen
Höhepunkt im Jahr zu feiern statt
An das weniger was nun kommt
Zu denken sich zu freuen wie es
Gerade heute ist an diesem so
Wunderbaren längsten Tag
Den ich am Platz feiern werde
Bei einem Glas Wein der hier
Immer irgendwo Musik lauschend
Wie gut tut es das Leben zu feiern
Als wäre es morgen nicht mehr
Weil es heute ist wie es ist
Mehr bleibt uns vermutlich nie
Es getan zu haben wenn möglich
Macht das Leben so wunderbar
Wie reich jeden Tag voller Glück
Dankbar dafür gehe ich nun raus
Über das zu schreiben was ist
Manchmal passieren in dieser
Mittsommernacht magische Dinge
Die natürlich nicht wirklich sind
Aber wie schön ist es davon
Zu träumen wie von der Liebe

jens tuengerthal 21.6.22

Ungewissheiter

Ungewissheiter

Ein Gewitter mit heftigen Schauern
Stoppte den ersten Waldbrand der
Mark in diesem Jahr noch bevor 
Er die evakuierten Häuser ergriff
Sonst gäbe es jetzt ergreifende
Bilder wie Interviews mit den
Betroffenen wobei sich fragt
Welche mediale Kompetenz hat
Wer sein Haus an der falschen
Stelle einst sich baute als
Häuslebauer am Waldrand
So heiter sind wir sonst selten
Über obige Eintrübungen die
Zwar erwartet aber dennoch
Irgendwie ungewiss waren
Nun wird es um mehr Sicherheit
Mit Schneisen und mehr gehen
Als gäbe das je Gewissheit
Besser wir pflanzten mehr
Mischwälder als Monokulturen
Schonten das Klima nachhaltig
Aber bis dahin ist es noch weit
Da schlagen wir vorher Schneisen
Ungewiss nur ob Treuenbrietzen
Es bis dahin überlebt aber das
Ist ja nur Brandenburg was soll
Einer schon erwarten der da baut
Denk ich und schwiege besser
Und der Finanzminister will nun
Den Verbrennungsmotor retten
Als hätte es nicht genug gebrannt
De moribundi te salutant grüßten
Die Gladiatoren als Todgeweihte
Ihren Kaiser im Circus was auch
Ein brandenburger Gruß sein könnte
Wer nicht sofort etwas ändert
Stehe sehr bald in der Wüste
Konnte ja keiner ahnen werden
Die Archäologen in tausend Jahren
Vermutlich sagen ach wenn die
Wüssten was wir längst wussten
Und dennoch nichts taten als uns
Um die Zukunft der Verbrenner sorgen
Während draußen die Wälder brennen
Lustig ist des Märkers Leben
Faria faria ho

jens tuengerthal 21.6.22

Machbarnachbar

Machbarnachbar

Kernkraft ist noch machbar
Schau einfach beim Nachbar
In Zeiten des Klimawandels
Deutlich angesagter als Kohle
Ob aber Grüne und Sozen
Ihre heiligen Kühe schlachten
Den Ausstieg relativieren
Zumindest noch verzögern
Scheint doch eher fraglich
Obwohl und weil es viele
Vernünftige Gründe dafür
Gäbe um unabhängig
Von russischem Gas
Ganz schnell zu werden
Aber hier geht es um Gefühle
Wie Ideologie noch mehr
Fraglich ist nun nur noch
Wie lange wir weiter rumeierm
Bis eine Ampel-Regierung den
Gefühlausbruch von Mutti nach
Dem Tsunami in Japan mit
Mehr Berechnung korrigiert
Natürlich hat Kernkraft keine
Zukunft aber zur Not ist sie
Klimatisch besser als Kohle
Würde mehr Vernunft noch
Regieren als Angst im Land
Schaut zu den Nachbarn
Alles ist besser als von
Russland abhängig zu sein
Gefährlicher scheint hierzulande
Nur innerparteilicher Widerstand
Gegen die heiligen Kühe

jens tuengerthal 21.6.22

Kunstnaiv

Kunstnaiv

Die Documenta ist ein voller Erfolg
Kaum begonnen hat sie den ersten
Skandal über den die Republik redet
Womit die Kunst in aller Munde ist
Genau das sollte erreicht werden
So gesehen ist sie ein voller Erfolg
Lieber hätte ich sie totgeschwiegen
Mehr verdient diese Schau nicht
Die rassistischen Dreck Kunst nennt
Peinlich ist nur womit dies erreicht
Wie dreist nun alle Seiten lügen
Sie hätten ihren Antisemitismus
Nie böse gemeint auch wenn er
Die Bildsprache der Nazis benutzt
Oder sich als Palästinenser wie
In Guernica von der Legion Condor
Verfolgt fühlt die Juden also die
Nazis der Gegenwart nennt was
Keine von Kunstfreiheit gedeckte
Meinungsfreiheit mehr ist sondern
Als Verharmlosung des Holocaust
Eine Straftat die noch dazu mit
Öffentlichen Mittel finanziert wird
Solch subtiler als Kunst getarnter
Antisemitismus von muslimischer Seite
Hat in Deutschland nichts verloren
Künstler die sich weigern aufzutreten
Wenn Israelis eingeladen werden
Dürfen keine öffentlichen Mittel mehr
Nicht mal eine Einladung bekommen
In Kassel werden sie hoch geehrt
Wer aber solchen Kollektiven noch
Den öffentlichen Raum überlässt ist
Mindestens mitschuldig am Ergebnis
All dieser antisemitische Dreck ist
Keine schützenswerte Kunst sondern
Ganz normaler muslimischer Rassismus
Wie er in ihrer Heimat üblich ist was
Den Künstlern nicht zum Vorwurf gereicht
Sondern naiven Veranstaltern die nun
Dringend eine Wende machen müssen
Den typisch linken Antisemitismus der
Als Pali-Solidarität getarnt noch wird
Vollständig zu verbannen statt dieser
Kollektive israelische Künstler endlich
Einladen um Vielfalt zu zeigen diese
Betroffenheitskunst mit politischer
Botschaft die einen antisemitischen
Unterton weiterhin trägt gehört verbannt
Wer als Kurator dafür verantwortlich ist
Gehört gefeuert wie für den Schaden
Persönlich zur Verantwortung gezogen
Damit jeder Idiot sich endlich merkt
Antisemitismus lohnt sich nicht mehr
Wenn Kassel dieser Verantwortung
Nicht gerecht wird war es eben die
Letzte documenta vor Ort weil es
Eine Verantwortung gibt wie hier mit
Kunst umgegangen wird es darf
Keinen öffentlichen Raum für den
Rassistischen Antisemitismus mehr geben
Israel ist die einzige funktionierende
Demokratie mit Rechtsstaat im ganzen
Nahen Osten und es gibt nicht einen
Muslimischen Staat der das erreichte
Ein Multikulti-Dialog mit vermeintlich
Unterdrückten Rassisten und Versagern
Hat keinen Platz im öffentlichen Raum
Das ist keine Kunst sondern nur der
Missbrauch billiger Propaganda zu
Subtilen politischen Zwecken eher
Nicht der Rede wert den Rest sollten
Gerichte schnell und leise erledigen
Diese Naivität könnte teuer werden
Schaut euch lieber die Alten Meister
In Kassel an was lohnender ist als
Dieser naive muslimische Dreck

jens tuengerthal 21.6.22

Lustwert

Lustwert

Was ist gute Lust uns wert
Welche ist wertvoll was eher
Wertlos zum vergessen danach
Ist der Wert jemals messbar
Zählt die Summe der Höhepunkte
Gewinnen Frauen dabei meist
Oder kommt das nur mir so vor
Weil es mir mehr um deren geht
Weil sie ohnehin potenter sind
Zumindest vielfach als ich viel
Spannender zu erregen sind
Als schlicht männlicher Sex der
Weniger aufregend mir scheint
Aber den kenn ich ja auch mit mir
Als weibliche Komplexität die
Sich nicht auf ein Ding konzentriert
Sondern gerne vielfältig stimuliert
Wird nach je Stimmung unterschiedlich
Wie im Verlauf dabei wechselnd wobei
Von Launen nebenbei gar keine Rede
Hier sein soll um es nicht unnötig noch
Komplexer zu machen als vorstellbar
Also dieses Surfen auf hohem Niveau
Was von Wetter Zyklus bis Stimmung
Im Ablauf verändert werden kann
Entsprechend dem Scheidensekret
Worauf sich gute Liebhaber dann
Verständnisvoll einzustellen wissen
Wo nicht wissen sie es beim nächsten
Mal besser oder es gibt kein solches
Außer beide kapitulierten längst vor
Den Umständen um lieber beieinander
Zu bleiben statt weiter zu suchen was
Selten viel über den Wert der Lust sagt
Welche durch Liebe vermeintlich ersetzt
Die erste Lust ist meist besonders heiß
Wo sie zur Gewohnheit wird folgt bald
Große Langweile ohne noch viel Lust
Was durch künstliche Spannung die
Meist ziemlich anstrengend wird 
Oder Ausbruch aus den Konventionen
Erreicht werden kann aber all das
Sagt nichts über den Wert der Lust
Den ich im übrigen auch nicht kenne
Habe schon nahezu alles gegeben
Um an erträumte Lust zu kommen
Dachte dabei immer es lohne sich
Fand es hinterher oft zweifelhaft
Wie Herzen um die ewig rangen sich
Von nahem oft als leer entpuppten
Zumindest im Verhältnis zu meinen
Vorher hinein projizierten Träumen 
Wertvoll ist was lustvoll noch bleibt
Auch wenn der erste Rausch vorbei
Da ich keinen Maßstab habe der den
Wert der Lust messen könnte wie in
Den immer unterschiedlichen Fällen
Für alle Beteiligten auch passte denn
Wo die eine am lautesten schreit
Läuft die andere vor Freude über
Bebt eine über Stunden noch nach
Schenkt jene tiefe Befriedigung
Genau zusammen was selten ist
Glücklich war ich wenn es sich
Für beide lustvoll gut anfühlte
Was oder wie es dabei ging
Hängt von zu vielem ab als
Das es vergleichbar je wäre
Gelassen unangestrengt kann
Wunderbar wertvoll toll sein
Nass geschwitzt völlig entkräftet
Den schönsten Höhepunkt schenken
Wertlos aber wird mit der Zeit was
Nur gelten und besser sein will
In Konkurrenz mit anderen mit dir
Also nirgendwo ganz bei sich ist
Sonst ist alles so wertvoll wie wir
Es zu schätzen wissen miteinander
Erlaubt ist immer was gefällt

jens tuengerthal 20.6.22

Montag, 20. Juni 2022

Liebeshandel

Liebeshandel

Ist die Liebe ein steter Handel
Bei dem es darum geht am Ende
Den besten Deal zu machen
Also mit dem Partner aufzusteigen
Oder bereichert sich zu fühlen
Geht es um Gewinn oder Verlust
Je bei den großen Gefühlen oder
Besser nie weil sie rein sein sollen
Was immer das heißen soll ob
Handel verunreinigt oder die
Liebe romantisch verstanden sich
Nie lohnen darf zumindest nicht
Berechenbar sein sollte weil das
Im Widerspruch zum Gefühl steht
Was ich für völligen Unsinn halte
Es geht immer darum was sich lohnt
Wo wir den größten Gewinn machen
In der Liebe bemisst sich dieser nur
Emotional nicht in Zahlen messbar
Sondern als graduelles Wohlgefühl
Was in Summa positiv sein sollte
Denn selbst wenn wir Kompromisse
Eingehen für jede Liebe die wir im
Alltag miteinander leben wollen
Sollten wir uns bereichert fühlen
Wobei fraglich bleibt ob es nicht
Der bessere Weg wäre sich weniger
Vorzunehmen um mehr zu genießen
Was miteinander gerade schön ist
Was der Handel in jeder Beziehung
Die immer auch ein Deal ist davon
Noch übrig lässt aber das wäre ein
Anderes Thema als der Handel der
In der Liebe so normal wie immer im
Leben ist nur reden wir besser nie
Davon um uns nicht dafür noch
Rechtfertigen zu müssen ob etwa
Unser Gefühl nur kalkuliert sei denn
Was sich in der Liebe lohnt ist eben
Schnell auch verrufen als eine Form
Von käuflicher Liebe die verrufen ist
Besser wäre vermutlich wir drehten
Die Sache um um ehrlicher zu sein
Würden die Ehe käufliche Liebe nur
Nennen und bezahlten Sex so als
Handwerk am Körper bezeichnen
Das kein Gefühl spielen muss
Genössen was gut tut miteinander
Wie was nicht passt anderweitig
Weil nie alles zusammenpasst
Wäre am Markt für alle gesorgt
Davon leben Tinder & Co gut
Aber besser wir sagen es nie
Weil viele zu gerne noch vom
All-inclusive-Modell der Liebe
Träumen als wären sie resistent
Gegen Erfahrung und lernen
Was sich für alle lohnt tut auch gut
Das ist dann wohl große Liebe
So mal ganz mit ohne Romantik
Aber was gut tut find ich gut
Der Rest scheitert meistens
Ist kein gutes Geschäft

jens tuengerthal 20.6.22