Sonntag, 6. Juni 2021

Kriegssinn

Kriegssinn

Der Krieg in Afghanistan hat etwas
Über 180.000 Opfer gefordert dabei
Wurde eine Terrororganisation wohl
Mal zeitweise zerschlagen was
Auf Verhandlungswege meist viel
Erfolgreicher erreicht werden kann
Darunter sind 3800 Opfer der Allianz
Der Rest waren Afghanen die sich
Dort vorher und nachher weiter
Gegenseitig umbringen wie eine
Religiöse Regierung bekommen
Die vom Drogenhandel lebt
So übernehmen bald wieder
Die Taliban die Macht womit alles
Was die Koalition erreichte zerfällt
An Rechten für Frauen wie Rechtsstaat
Wir haben gelernt was wir schon vorher
Wussten in Afghanistan ist kein Krieg
Zu gewinnen höchstens Blumentöpfe
Mit Mohn den Terror zu ertragen
Deutlich aber wurde mal wieder
Der Sinn aller Kriege ist Tötung
Mehr ist dabei nicht zu erreichen
Wer das gut heißt ist ein Mörder
Und tut was gegen Überbevölkerung
So sind manche Mörder auch Retter
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt

jens tuengerthal 6.6.21

Samstag, 5. Juni 2021

Lustgerechtigkeit

Lustgerechtigkeit

Was wäre beim Sex wirklich gerecht 
Ist Gerechtigkeit dort erstrebenswert
Wohin führte uns die nur Akzeptanz
Der physischen Tatsachen statt noch
Länger auf Gewohnheiten zu setzen
So sind Frauen nach der Natur des
Nervus pudendus wesentlich potenter
Als Männer je und dies auch länger
Im Alter noch als viele bisher wussten
Dies anzuerkennen wäre ein erster
Schritt zu mehr Sexgerechtigkeit wie
Vermutlich mehr Zufriedenheit aller
Die männliche Sexualität ist verglichen
Sehr schlicht und einfach dagegen ist
Das innen liegende Sexualorgan der
Frau wesentlich komplexer was auch
Seiner größeren Leistungsfähigkeit
Entspricht so nimmt bei Männern mit
Zunehmendem Alter die Potenz ab
Während sie bei Frauen zunimmt
Was nichts mit der Zeugungsfähigkeit
Zu tun hat was viele gerne verwechseln
Eine Frau zu befriedigen braucht es
Das männliche Glied nicht unbedingt
Es kann dabei helfen aber ist nicht nötig
Zusammen Kommen ist das Ideal aber
In Anbetracht der multiplen Fähigkeiten
Die Frauen dabei besitzen wenn sie sich
Bei der Lust wohl fühlen als einziges eine
Ungerechtigkeit gegenüber deren Natur
Wie es sein kann dass es real meistens
Sogar eher umgekehrt ist bleibt mir ein
Rätsel das der Änderung bedürfte was
Eine Bewusstseinsänderung bei der Lust
Bedeuten würde die mehr Zufriedenheit
Aller schenken könnte wenn Männer
Begreifen es ist ein Glück einer Frau
Vielfache Lust zu schenken statt sich
Nur in diesen zu befriedigen wäre viel
Für das miteinander in Zukunft gewonnen
Fangen wir am besten gleich damit an
Weil Gerechtigkeit eine Akzeptanz der
Natürlichen Ungleichheit bedeutet

jens tuengerthal 5.6.21

Erfahrungsgefühl

Erfahrungsgefühl

Alle Erfahrung lehrt wenn du dich
Um eine Frau zu lange zu sehr bemühst
Läuft sie weg und es passiert nichts
Das weiß ich und kenne bisher keinen
Anderen Fall dies entspricht auch
Natürlichen Bedingungen des Spiels
Von Angebot und Nachfrage leider
Wollte ich eine ernsthaft gewinnen
Müsste ich mich dringend also
Zurückziehen und die lyrische Inflation
Sofort beenden denn wenn kommst sie
Von alleine oder nie was beide wissen
Weil Frau entscheidet was passiert
Wenn ich nun also als quasi Pfleger
Weiter sie bedichte als schöne Liebste
Wäre das sowohl kontraproduktiv wie
Vermutlich nicht mal ihrer Psyche
Fördelich weil sie denken muss der
Typ meint es ohnehin nicht ernst
Was leider nicht der Fall ist womit die
Doppelte Negation zur völligen
Verwirrung am Ende verführt
Aber vielleicht versteht es ja eine
Dann weiß sie was ich fühle aber
Mehr sag ich lieber nicht mehr
Ihr eine Chance zu geben als
Neue Göttin vielleicht doch noch
Zu und mit mir zu kommen weil
Immer passiert womit wir am
Wenigsten rechnen denn das
Könnte die Freiheit gefährden
Wer wollte das riskieren

jens tuengerthal 5.6.21

Gleichheitsunrecht

Gleichheitsunrecht

Führt mehr Gleichheit auch zu mehr
Gerechtigkeit oder ist damit immer
Auch ein mehr an Ungleichbehandlung
Verbunden weil wesensmäßig ungleiche
Der angenommenen Gerechtigkeit wegen
Gleich behandelt werden und damit logisch
Ungleich auch wenn diese Unterscheidung
Im Recht vorgesehen ist zeigt die politische
Entwicklung immer wieder das Gegenteil
Vermutlich bräuchte es etwa in der Schule
Viel mehr Ungleichbehandlung um den
Unterschieden im Wesen gerecht zu werden
Da dies aber aufwändiger ist und sich das
Ideal gerechter Gleichheit besser verkauft
Wird weiter das Falsche gefördert statt
Menschen die Chance zu geben sich ihrer
Begabung entsprechend zu entwickeln
Werden einheitliche Prüfungen als gerecht
Empfunden was sie aber tatsächlich nie sind
Weil Menschen unterschiedlich auf gleiches
Reagieren wäre es höchste Zeit diese sehr
Ungerechte Gleichmacherei zu beenden was
Durch die Illusion der Gerechtigkeit aber sehr
Nachhaltig verhindert wird und so ist schon
Die Behauptung der Gleichheit in vielem
Unrecht erzeugende Ungerechtigkeit die
Akzeptiert wird damit es funktioniert wie
Die Illusion von Stabilität Aufstände gegen
Reale Ungerechtigkeit verhindert die durch
Gleichmacherei erst gefördert wird warum
Das Ideal der Gleichheit lieber durch eine
Akzeptanz und Toleranz der Ungleichheit
Überwunden werden soll aber wenn erst
Sozialdemokraten dies lesen wird der
Aufschrei laut sein weil die schlichten
Schemen stärker sind als alle Vernunft
Die wirkliche Gerechtigkeit wollte

jens tuengerthal 5.6.21 

Gerechtigkeitsideal

Gerechtigkeitsideal

Es gilt gerade im Wahlkampf
Wo auch Arme eine Stimme haben
Das Ideal der Gerechtigkeit was die
Reale Ungerechtigkeit ausgleichen soll
Dabei bezieht sich gerecht allein auf
Den materiellen Wohlstand der aber
Über das Grundrecht Eigentum zugleich
Geschützt wird wobei die Staaten sogar
Straftaten gegen das Eigentum häufig
Härter verfolgen als jene gegen die
Körperliche Unversehrtheit was doch
In Anbetracht der Folgen ungerecht ist
Aber der Wahrung der Ordnung dient
Verhindert dass Ungerechtigkeit durch
Gewalt ausgeglichen wird was als noch
Größere Ungerechtigkeit gelten würde
Egal wie die so Geschützten zu ihrem
Reichtum kamen was gerechter wäre
Wenn tatsächlich alle gleich geboren
Mit gleichen Möglichkeiten begännen
Die hochgehaltene Gerechtigkeit soll
Dabei nichts an der Ungerechtigkeit
Ändern aber Zufriedenheit erhalten
Indem die Illusion eines Ausgleichs
Als Ideal hochgehalten wird ertragen
Die ungerecht behandelten besser
Was keiner der hat je ändern will
Wie es anders am Markt funktionierte
Ist auch völlig unklar warum wir lieber
Weiter machen wie bisher und es aus
Gewohnheit gerechter nennen auch
Wenn es nur der Stabilisierung zur
Erhaltung der Ungerechtigkeit dient
Vielleicht wäre es ehrlicher die Ideale
Häufiger infrage zu stellen doch das
Bedeutete kritisches nachdenken
Was vermutlich beide Seiten noch
Häufig überforderte auch wenn das
Die Basis echter Gerechtigkeit wäre

jens tuengerthal 5.6.21

Steuergerecht

Steuergerecht

Die G7 haben sich geeinigt das alle
Unternehmen weltweit 15% Steuern
Zahlen sollen der Gerechtigkeit wegen
Nur was ist wirklich gerecht dabei
Die meisten Staaten haben noch
Ein gestaffeltes Steuersystem
Danach zahlt mehr Steuern wer
Ohnehin schon mehr zahlt weil es
Nach Verdienst gestaffelt ist
Die Belastung ist damit doppelt
Wer mehr hat soll mehr zahlen
Was logisch immer ungerecht ist
Doch wird diese Ungerechtigkeit
Im Sinne eines sozialen Ausgleichs
Als gerecht empfunden obwohl sie
Faktisch ungerecht ist aber dadurch
Ungerechte Unterschiede im Einkommen
Scheinbar ausgeglichen werden sollen
Aber nur teilweise auch werden warum
Ungerechtigkeit durch Ungerechtigkeit
Ausgeglichen werden soll was logisch
Zu keiner Gerechtigkeit führen kann
Aber aus Gewohnheit als solche gilt
Wenn der Staat regeln will sollte er
Lieber für mehr Gerechtigkeit sorgen
Statt Ungerechtigkeit zu verlagern
Weil sich Vermögende erfolgreich
Dagegen wehren bleibt alles wie es ist
Die weltweit einheitliche Steuer dagegen
Ist ausnahmsweise mal gerecht außer
Dass sie Staaten benachteiligt die
Bisher von niedrigeren Steuern mehr
Vorteile hatten was aber auf dem
Globalen Weltmarkt ungerecht wirkt
Da die reichsten Staaten dabei mehr
Verloren wurde der nun Ausgleich der
Reale Gerechtigkeit herstellt auch wenn
Manchen gegenüber ungerecht als neue
Steuergerechtigkeit bezeichnet was aber
So fragwürdig wie vieles auch bleibt nur
Der bestmögliche Kompromiss ist um
Die Kontrolle noch zu behalten
Wem immer das nutzt

jens tuengerthal 5.6.21

Freitag, 4. Juni 2021

Berlinwanderer

Berlinwanderer

Vom Helmholtzplatz nach Mitte gewandert
Auf alt vertrauten Wegen wieder mal
Das wunderbare Licht auf der Insel genossen
Was in zartem rosa gen Westen verschwand
Die Museumsinsel in weiche Farben tauchte
Von dort zu Dussmann um zwei neue Bände
Der Anderen Bibliothek zu entdecken was
Das Sammlerherz höher schlagen ließ
Um dann in der Dämmerung schon zur
Endlich wieder geöffneten Böse Buben Bar
In der Marienstraße zu laufen wo ich mich
Nun auf die 5km zurück schon freue weil
Durch Berlin wieder wandern Glück genug
Gerade ist das Leben mit mehr Freiheit
Wieder dankbar zu genießen noch ganz
Ohne Gewitter bei milder Luft heute
Die sich nach Sommer anfühlt
Wie schön das Leben sein kann
Denke ich dankbar glücklich
Es läuft halt irgendwie

jens tuengerthal 4.6.21

BöseBubenGlück

BöseBubenGlück

Endlich wieder zumindest vor
Der Böse Buben Bar sitzen
Alte Bekannte begrüßen sich
An der milden Abendstimmung
Freuen die Nachbarn belauschen
Ohne etwas zu behalten vom nur
Geplauder ist der Moment schon
Glück genug Berlin zu genießen
In der Marienstraße in Mitte ist es
Wieder schön wie immer nur noch
Gefühlt ein wenig mehr und es ist
Gut so

jens tuengerthal 4.6.21

Verführungskunst

Verführungskunst

Als mich jemand fragte wie ich es
Schaffte so viele Frauen zu erobern
War ich erstmal perplex und wusste
Keine Antwort weil nach meinem
Gefühl ich keine erobert hatte
Sondern wir wenn überhaupt
Einverständlich Sex hatten aber
Überlegte auf das Beharren hin
Viele waren es ohnehin für mich nie
Sondern höchstens besondere einzelne
Doch ob es etwas mit mir zu tun hatte
Oder nur die Gunst der Stunde war
Die zwei im richtigen Moment eben
Zusammengeführt hatte und der Rest
Der Natur folgte doch der Fragende
Ließ nicht nach und fragte was meine
Kunst der Verführung wäre aber ich
Konnte die Frage nicht beantworten
Zwar hatte ich offen über Sex geredet
Aber das tun ja vermutlich alle irgendwie
War dabei aber immer eher zurückhaltend
Hatte wissenschaftlich referiert zu den
Themen wie nervus pudendus oder
Andere Formen der Sexualität noch
Vielleicht sollte ich gestehen wandte ich
Vorsichtig dann ein dass ich eher nicht
So superpotent bin und gerade wenn ich
Wein getrunken habe noch weniger was
Aber das Gegenüber nicht überzeugte
Doch auch nach längerem nachdenken
Fiel mir nichts dergleichen ein was ich
Als Trick unter Männern weitergeben
Könnte weil ich keinen habe sondern
Einfach bin wie ich bin und am ehesten
Etwas passierte wenn ich am wenigsten
Damit noch gerechnet hätte es sogar
Umgekehrt war wenn ich sehr wollte
Meist nichts passierte es also nie an mir
Lag sondern Frau allein entscheidet
Vielleicht ist das überhaupt das beste
MIttel dabei glücklich zu werden
Es ihr zu überlassen was passiert
Weil es nach meinem Gefühl Frauen
Viel mehr reizt wenn sie sich noch
Bemühen müssen und nicht angegeifert
Werden von notgeilen Typen die noch
Auf den besten Trick hoffen oder den
Knopf auf den sie drücken müssen
Damit die Alte richtig abgeht wie es
Manche etwas derber ausdrücken
Denn davon habe ich keine Ahnung
Frauen die mich interessierten kamen
Wenn und weil sie es wollten nicht
Weil ich ein toller Hengst wäre der ich
Nie gewesen bin eher im Gegenteil
Vielleicht ist die hohe Kunst der Verführung
Weniger zu wollen und mehr zu lassen
Dann kommt es schon wie es passt
Frauen wissen besser was sie wollen
Als ich mir je vorstellen kann was aber
Das Gegenüber nicht zufriedenstellte
Habe ein wenig das Gefühl er wollte
Weniger etwas wissen als einfach in
Seinen Vorurteilen bestätigt werden
Aber davon hatte ich keine Ahnung
Wie überhaupt Männer die vielen
Frauen begegnet sind meist am
Allerwenigsten von ihnen verstehen

jens tuengerthal 4.6.21

Liebeseroberung

Liebeseroberung

Früher träumte ich eine Frau mit
Liebe erobern zu können indem ich
Sie von mir zu begeistern versuchte
Verse schrieb oder mich so toll wie
Gerade noch glaubwürdig darstellte
Heute zurückblickend erinnere ich mich
Dass ich eigentlich nie eine Frau 
Mit meinem Wesen erobert habe
Zumindest weiß ich nichts davon
Sondern eigentlich immer eher
Ihrem Wunsch folgte und was sie
Vielleicht schon vorher wollte mit den
Bescheidenen eigenen Mitteln realisierte
Nach meiner etwas geringen Erfahrung
Erobert wenn Frau und nicht Mann
Der sich bei den Versuchen meist eher
Lächerlich macht was aber auch wieder
Herzen gewinnen kann wenn über sich
Lachend aber auch nur dann wenn sie
Es will und die Chemie stimmt wie die
Unüberschaubaren Umstände passen
Was an zu vielem liegt als das ich je
Meinen würde es gestalten zu können
Ob Frau da wirklich so viel mehr weiß
Als Mann der schon über ihr Wesen
Eher rätselt als wirklich erobert sei
Dahingestellt auch ob sie sich aber
Dem Bauchgefühl folgend dies zumindest
Als sicher einbildet weiß ich nicht genau
Weil ich trotz jahrelanger Feldstudien
Keine sichere Theorie über die Gründe
Habe warum die eine entbrennt aber die
Andere sich eher abwendet dies häufig
Sogar eher umgekehrt noch geschah
Also die Mauern desto höher wurden
Je mehr ich sie gewinnen wollte habe ich
Alle Versuche der Eroberung aufgegeben
Genieße was kommt oder ist um komme
Was wolle zufrieden zu sein statt mit
Frustrierter Erwartung enttäuscht was
Vielen ins Gesicht geschrieben steht
Halte inzwischen alles für möglich
Aber es immer für völlig unmöglich
Alle Gründe und Möglichkeiten nur
Annäherungsweise zu erkennen
Wichtig ist nur auch zu bemerken
Was sie nun gerade will was wohl
Aufgabe genug für ein Leben ist
Mehr nehme ich mir nicht vor
Manchmal hilft darüber reden
Aber oft bewirkt es das Gegenteil
Es kommt wie es kommt aber die
Hohe Kunst ist mit dem was ist
Dauerhaft glücklich zu bleiben

jens tuengerthal 4.6.21

Glücksfreiheit

Glücksfreiheit

Wir haben die Freiheit glücklich zu sein
Mit dem was ist zufrieden zu leben wie
Das Leben nach unseren Möglichkeiten
Zu gestalten auch wenn es uns häufig
Völlig anders erscheint und ich selbst
Viele Jahre ein Sklave meiner Ängste
Wie der Verzweiflung am Leben war
Was sicher ein kranker Zustand ist
Würde ich heute mit Abstand sagen
Doch schien es mir darin unmöglich
Etwas zu ändern weil ich mein Glück
Von der Liebe einer anderen wie ihrem
Leben mit mir abhängig machte was
Zwar durch ihre Worte befeuert wurde
Die ihr Sein an meines ganz hängte
Dennoch meine Entscheidung war
Welche ich heute eine Dummheit nenne
Weil ich mir selbst die Freiheit raubte
Die zum Glück wie zum Genuß des
Lebens was so wunderbar sein kann
Aber abhängig mir verloren erschien
In einem langen Prozess der Befreiung
Wurde mir wieder bewusst dass es
Allein meine Entscheidung ist ob ich
Mit dem was ist glücklich bin oder lieber
An dem leide was ich nicht beeinflussen
Noch frei gestalten kann weil es vom
Gefühl und Willen einer anderen allein
Abhing was immer Unsinn ist der nie
Zur Zufriedenheit führen kann dennoch
Nennen wir es Liebe und halten es für
Das schönste Glück im Leben was ich
Meinte nicht entbehren zu können doch
Zum Glück war die Vernunft noch stärker
Als das mit ihr ringende Gefühl das mir
Die Freiheit glücklich zu sein raubte
Keiner muss immer glücklich sein
Es ist gut zu trauern wenn Träume
Von denen die Liebe der schönste ist
Scheitern aber danach zu erkennen
Nur ich entscheide über mein Glück
Wie glücklich ich mit dem bin was ist
Dürfte der stärkste Beweis der Freiheit
Immer sein weil es unabhängig macht
Mit diesem Glück wieder völlig zufrieden
Hüte ich meine Freiheit sehr bevor ich
Leben je wieder abhängig mache und
Genieße lieber weiter was bleibt denn
Mehr kann ich ohnehin nie erreichen

jens tuengerthal 4.6.21

Glückspragmatismus

Glückspragmatismus

Hat das Glück feste Formen wie
Einen klaren Weg den es beschreitet
Oder zeigt es sich immer anders wir
Können nur lernen es zu erkennen
Früher hatte ich feste Vorstellungen
Wie das Leben mal laufen soll um
Mit dem was ist zufrieden zu sein
Es kam immer wieder ganz anders
Gab viele Gründe unzufrieden zu sein
Manche Einbahnstraße zu verfluchen
Eigenes Scheitern zu bedauern wie
Um verlorene Liebe zu trauern also
Von dem was ist enttäuscht zu sein
Hätte ich feste Vorstellungen wäre ich
Vermutlich depressiv und frustriert
Doch wird die Philosophie zur Kunst
Wo sie dir Wege zeigt mit dem was ist
So glücklich wie möglich zu sein um
Dies als deine Freiheit zu verstehen
Den Begriff dessen was gut ist damit
Pragmatisch an die Umstände anzupassen
Die ich nicht beeinflussen kann was mir
Unter sich ständig ändernden Umständen
Die Möglichkeit gibt glücklich zu bleiben
Woran feste Pläne und Erwartungen am
Erfolgreichsten hindern weil sie immer das
Sicherste Mittel sind unzufrieden zu sein
Was nicht heißt nichts zu wollen sondern
Den Begriff des erstrebten Glücks flexibel
An die Möglichkeiten der Realisierung
Immer wieder neu anzupassen warum ich
Auf der Suche nach dem Glück bleibe
Ohne vorher zu wissen was es sein wird
Dass mich morgen glücklich machen kann
Aber mit dem festen Willen es zu sein
Um nicht an dem zu leiden was nicht ist
Wenn ich dies bewusst tue ohne dabei
Die Bedürfnisse der anderen zu missachten
Scheint es mir die beste aller Lebensformen
Damit kann ich dauerhaft glücklich bleiben
Was mehr sollte ich noch wollen denke ich
Immer zufrieden mit dem was ist um das
Mögliche zu gestalten aber niemals am
Unmöglichen noch zu leiden

jens tuengerthal 4.6.21

Endfreiheit

Endfreiheit

Das Leben endet mit dem Tod
Ab da sind wir juristisch eine Sache
Für die besondere Vorschriften noch
Aus dem Bereich des Aberglauben
Gelten aber faktisch ist nichts mehr
Dies deckt sich mit meiner Erfahrung
Des kurzzeitigen klinischen Todes
Es war einfach nichts mehr und ich
Habe keinerlei Erinnerung daran
Was logisch ist weil ich bewusstlos
Danach wochenlang war woran auch
Keine Erinnerung vorhanden ist
Viele Menschen hoffen noch auf ein
Leben nach dem Tod was bis heute
Den Aberglauben wach und stark hält
Warum Menschen diesen Angriff auf
Die größte Freiheit zulassen ist mir
Völlig unverständlich da Bewusstsein
Der Freiheit auch bedeutet über sein
Ende wirksam zu entscheiden wonach
Nichts mehr zu erwarten ist außer ich
Glaube etwas anderes aber auch dann
Passiert nichts mehr und unser Körper
In dem unser Geist wurzelte ist nur tot
Die Freiheit des absoluten Endes ist
Höchster Ausdruck von Freiheit die
Im Leben nicht kennenlernt wer sich
Vorher etwas anderes einbildet was
Aber genauso zum natürlichen Nichts
Führt das vom Leben noch bleibt wenn
Das Gehirn nicht mehr arbeitet bleibt
Nichts mehr von uns übrig als der
Organische Rest den wir entsorgen
Nach dafür üblichen Regeln leider ist
Der Tod noch mit Angst behaftet weil
Aberglaube die Seele erfand der nach
Dem Ende Strafe oder Glück droht
Damit die Menschen unfrei macht
Wie gut ist dass auf die Natur stets
Verlass ist nach dem Tod kommt
Nichts mehr was uns heute die
Frage stellt ob der immer noch
Aberglaube der unsterblichen Seele
Nicht eine geistige Freiheitsberaubung
Für alle ist die ihm zum Opfer fallen
Warum Aufklärung über Tatsachen
Wichtig ist und der Aberglaube über
Ein Weiterleben auch so genannt
Werden sollte dann könnte sich
Jeder für oder gegen die Freiheit
Entscheiden statt weiter gefangen
Ohne ein Ende im Glauben zu sein

jens tuengerthal 4.6.21

Lustsklave

Lustsklave

Früher war ich ein Sklave meiner
Lust wie so viele Männer was zu
Bekannt lächerlichen Auswüchsen
Immer wieder auch führt wie die
Prostitution am Leben hält die nur
Beweist was für schlechte Liebhaber
Diejenigen sind die sie noch nutzen
Heute dagegen jenseits der 50
Die Potenz lässt langsam nach
Wie das Bewusstsein dass Frauen
Ohnehin viel potenter sind auch
Wenn zu viele was vorspielen
Aber nicht nur schlechte Liebhaber sich
Etwas dabei vorgauckeln lassen als
Ginge es um einen Wettbewerb
Nicht um geschenkte Erfüllung
Habe es selbst mancher geglaubt
Obwohl ich nichts dabei fühlte
Weil Gefühle beim Sex vieles
Größer machen außer die Ehrlichkeit
Inzwischen lernte ich beglückt wie sehr
Die Potenz vieler Frauen ab 50
Sich erst wirklich entfaltet was
Alles vorher als Vorspiel fast
Erscheinen lässt vor allem aber
Wie ein ehrgeiziger Ritt vorkommt
In dem sich bewiesen wurde aber
Seitdem ich mich davon befreite
Ein glücklich gelassener Liebhaber
Wurde der genießt was ist statt
Etwas zeigen oder erleben zu wollen
Wird es immer lustvoll schöner
Hätte es nie geglaubt weil alle
Beteiligten natürlich älter werden
Aber während beim Mann
Zumindest ohne Viagra oder
Vor der ersten Impfung noch
Die Potenz abnimmt 
Überteffen Frauen sich noch
Was mich dem Alter nun
Voller Gelassenheit entgegen 
Sehen lässt es könnte noch
Lustvoll lustig werden
Nach der Impfung

jens tuengerthal 4.6.21

Liebessklaven

Liebessklaven

Liebe braucht Freiheit um sich frei
Füreinander zu entscheiden was
Die Bedingung dauerhaften Glücks
Noch immer ist zumindest in der
Wie immer grauen Theorie denn
Real macht die Liebe uns zu oft
Um nicht gleich immer zu sagen
Also jede Hoffnung vorab zu begraben
Zu Sklaven des Gefühls wie auch
Der Launen des geliebten Menschen
Warum alle Beziehungen in denen
Mittig das Ziehen schon steckt
Ein auf und ab der Gefühle bringen
Was die Frage stellt ob wir nicht
Lieber ohne Beziehung liebten
Was aber unkonventionell wäre
Wogegen Liebe sich sträubt die
Allen Vorsätzen zum trotz doch
Am liebsten ganz normal ist
Hoffte immer auf friedliche Konstanz
Erlebte zu oft das Gegenteil weil
Enttäuschte Erwartung frustrierte
Wie es ihrem Wesen entspricht
Nicht immer so extrem wie bei
Der Königin der Schwankungen
Die alle Grenzen überschritt
Aber doch in allen Beziehungen
Irgendwann ein wenig sobald
Eine Seite enttäuscht war weil
Nicht genug oder zu viel unternommen
Werden sollte während der andere
Zugegeben oft und gerne ich
Dachte beieinander sein genügt doch
Um das miteinander zu genießen
Was vielen scheinbar wenig liegt
Die immer etwas machen müssen
Als ob Dasein nicht genug wäre
Noch dazu verliebt und begehrt
Wo das ging war ich glücklich
Was zu sein mir völlig genügt
Denn wer ist das schon wirklich
Doch leider unterwerfen wir uns
Gegenseitig dem Bedürfnis des
Anderen oder schlimmer noch
Dem was wir davon erwarten
Sind am Ende meist beide enttäuscht
Wie Erwartung es so mit sich bringt
Weil keiner tut was einem liegt
Aber beide es doch gut meinen
Was keiner nicht würdigen will
Es wird dann schnell kompliziert
Und schon sind wir nur gut gemeint
Sklaven unseres Gefühls geworden
Sogar wenn der andere nicht launisch
Oder ständig schwankend ist was
Eine nachhaltig destabilisierende
Wirkung noch zusätzlich entfaltet
So machte ich mich der Stabilität
Wie des lieben Friedens willen
Länger zum Sklaven der Launen
Als je gut tun konnte fragte mich
Hinterher immer wieder ob das
Zur Liebe gehört die ja gerne
Das eine sagt aber das andere
Meint oder tut was es immer
Schwierig macht sich zu verstehen
Was ich bei Frauen längst aufgab
Wenn ich tatsächlich die liebe
Die mir gegenüber sitzt also keiner
Bloßen Illusion folge ist es genug
Damit glücklich zu werden
Habe also keine Ahnung ob es 
Ohne Sklaverei in Beziehungen 
Je funktionieren kann aber es geht ja
Zum Glück oft noch besser ohne
Als mit was komplizierter klingt
Denn gemeint ist zumindest
Noch nie versklavte

jens tuengerthal 3.6.21

Donnerstag, 3. Juni 2021

Gewissensfreiheit

Gewissensfreiheit

Wann ist das Gewissen wirklich frei um
Eine Entscheidung zu treffen wie es der
Kategorische Imperativ voraussetzt die
Aufklärung durch Befreiung erstrebt
Wir uns also aus der Unmündigkeit
Befreit haben die jede Entscheidung
Vom Urteil anderer abhängig macht
Ein solches Handeln ist die Voraussetzung
Des ewigen Frieden der durch Verträge
Befreiter und aufgeklärter Menschen
Erreicht werden kann die dabei ihrem
Befreiten Gewissen als höchster Instanz
Folgen um so allein moralisch zu handeln
Die Demokratien der Rechtsstaaten
Setzen diese Freiheit zwar voraus
Aber hebeln sie zugleich durch Gesetze
Wieder aus die der Funktion deinen
Im Wahlrecht wie im Strafrecht muss
Von Mündigkeit ausgegangen werden
Die das Bundesverfassungsgericht
Als Teil der in Artikel 1 GG geschützten
Würde grundsätzlich voraussetzt warum
Der Entmündigung enge Grenzen
Gezogen werden die Freiheit zu sichern
Andererseits schafft jedes Gesetz was
Ein bestimmtes Verhalten vorschreibt
Das Gegenteil indem es das Gewissen
Entmündigt und Wohlverhalten anordnet
Im Rahmen der Pandemie wurde dies
Besonders deutlich da nicht mehr allein
Auf das Gewissen gesetzt wurde sonden
Ein teilweise unsinniges Verhalten vom
Staat als autoritärer Hausarrest etwa
Vorgeschrieben wurde was ganz klar
Ein vernünftiges Verhalten nach dem
Gewissen verhindert und stattdessen
Blinden Gehorsam fordert wobei dies
Angemessen gewesen sein kann
Wenn dadurch Leben gerettet wurden
Die durch die Pandemie gefährdet waren
Diese Maßnahme so unsinnig sie war
Wie moralisch ohnehin völlig falsch
Hat zumindest die Welle gebrochen
Was viele Leben gerettet hat warum es
Im Notfall hier angemessen war aber
Dies ändert nichts daran dass es als
Grundsatz staatlichen Handelns falsch ist
Auf Autorität statt auf das Gewissen
Als einzig moralischen Maßstab noch
Setzen zu wollen wogegen dringend
Um der Freiheit wie der Moral wegen
Wer es erkannt laut werden sollte
Weil der Staat unmündige Bürger
Sich so erzieht was keine Aussicht
Auf Besserung in Zukunft gibt sondern
Nur gesetzestreue Idioten fordert statt
Mündiger Bürger die er aber voraussetzt
Womit aber auch die Bestrafung der
Übertretung zum bloß autoritären Akt wird
Da das Gewissen durch die Norm bereits
Außer kraft gesetzt wurde fraglich bleibt
Nur inwieweit dies nötig ist weil noch
Die wenigsten Bürger aufgeklärt also
Mündig im Sinne Kants sind was aber
Der Rechtsstaat andererseits voraussetzt
Die Demokratie ist nie gut sondern immer
Ein schlechter Kompromiss der Mehrheit
Die sich wenig um das Gewissen kümmert
Sondern schlicht funktionieren soll wozu
Die Gesetze zumindest tauglich sind
Auch wenn sie funktional ihre Basis
Selbst wieder infrage stellen dadurch
Dass sie anordnen statt an die Vernunft
Zu appellieren wie es die Kanzlerin
Während der Pandemie lange versuchte
Was leider nur bedingt fruchtete aber
Den richtigen Weg aufzeigt auch wenn
Dieser vorliegend nicht realisierbar war
So ist es wichtig auch unter schweren
Bedingungen den richtigen Weg noch
Im Auge zu behalten um neben den
Nötigen Kompromissen die Richtung
Beizubehalten die zum Ziel führt was
Immer Gewissensfreiheit sein soll

jens tuengerthal 3.6.21