Donnerstag, 14. Januar 2021

Nachtglück

Ein kleines Glück brachte ein
Spaziergang in der Nacht heute
Als der Helmholtzplatz im Schnee
Noch unberührt lag völlig ruhig
Außer dem Stapfen im Neuschnee
War die Stadt da wie verzaubert
Zwar durch Corona schon gewohnt
Dass viel weniger los ist als sonst 
Aber diesmal gegen halb drei
Traf ich nur zwei junge Damen
Die jauchzend quer über dem Platz
Rutschten mit hautengen Hosen
Wie im Schnee wehenden Haar
Die zwar etwas laut waren aber
Mit schönem Anblick entschädigten
Ansonsten völlige Ruhe und Frieden
Ein Taxi surrte gefühlt weit weg über 
Die für Momente noch geschlossene
Schneedecke in Berlins Prenzlauer Berg
Was für eine wunderbare Nacht
Dachte ich als ich lesend im Bett lag
Am Morgen war Berlin wieder graugrün

jens tuengerthal 14.1.21


Mittwoch, 13. Januar 2021

Sagenhaftes

Sagenhaft sind die Geschichten
Um König Artus und seine Ritter
Fanden vielfach Niederschlag in
Frühester deutscher Literatur die
Es von den Franzosen kopierten
Welche angelsächsische Sagen
Aufnahmen und weiterdichteten
Es sind die bekanntesten Dichter
Des Mittelalters die sich am Genre
Versuchten das immer wieder bis
In die Gegenwart auftauchte meist
In dem Zeitgeschmack angepassten
Romanen seltener auch gedichtet
Sie wurden zu Opern wie etwa im
Parzival von Richard Wagner doch
Die alten Sagen die jeder kannte
Wurden kaum mehr gelesen auch
Weil das Mittelhochdeutsch wenige
Nur lesen konnten doch quälten sich
Noch Generationen von Germanisten
Durch die Texte von Eschenbach wie
Aue und anderen aber lange fehlte
Der große Zusammenhang den nun
Die Andere Bibliothek mit 2 Bänden
Verdienstvoll wiederherstellte dem
Frauenkatalog 1200 in zehn Bildern
Wie Gralswunder und Drachentraum
Die im Kontext wieder erzählen damit
Zeigen Ralf Vollmann für die Frauen
Wie Tilman Spreckelsen im Streifzug
Durch die Artuswelt wie aktuell diese
Wunderbaren Geschichten noch sind
Auch wenn uns Drachen wie die ewige
Suche nach dem heiligen Gral heute
Eher befremden wohl mittelalterlich
Vorkommen ist das um was es geht
Das große Wunder der Liebe noch
So aktuell wie gegenwärtig wenn
Die Suche nacheinander auf immer
Wieder Prüfungen gestellt wird viel
Wenn nicht alles am Gefühl hängt
Was die Helden Umwege nehmen
Sich verirren und verrückt werden
Lässt bis sie schließlich durch oft
Wundersame Kräfte zueinander finden
Geht es den liebenden Rittern wie uns
So wir noch leichtsinnig an die große
Liebe gegen alle Vernunft glauben
Die auf vielen Wegen sich findet
Am Ende immer um die Liebe
Welche die sichere Siegerin ist
Auch wenn es nicht alle überleben
Manche sich zwischendurch verlassen
Geht es in den alten Sagen vom
Hof des englischen Königs dem
Bretagne und Normandie noch
Gehörten als die Geschichten
Aufgeschrieben wurden was den
Natürlichen auch literarischen
Zusammenhang wieder zeigt mit
Den gerade abtrünnigen Engländern
Die 1066 von den Normannen erobert
Es ist unsere gemeinsame Literatur
Sind die Sagen aus denen sich das
Bild vom edlen Ritter so sehr formte
Wie ein Bild von idealer Liebe die
Alles überstehen kann in denen
Schon um 1200 Frauen und Männer
Umeinander rangen um sich im
Irdisch höchsten Glück voller Lust
Paradiesisch wohl zu fühlen weil am
Ende doch die Liebe der Kitt ist
Der das Leben trägt welche Umwege
Wir zu ihr auch nehmen müssen
Warum beide Bücher empfohlen
Als kluge Wiederentdeckung der
Zwar irgendwie bekannten aber
In ihrer großen Feinheit gerade
Beim Thema Liebe unbedingt
Aktuell und lesenswert sind und
So sehen wir in vielem wie der
Glaube an die Liebe nie endet
Sich manches immer wiederholt
Auch wenn viele Generationen
Seitdem vergangen sind ist die
Unsterbliche Liebe noch immer
Der schönste unserer Träume
Wird diese Geschichte wohl
Weitererzählt so lange noch
Menschen zu lieben wagen

jens tuengerthal 13.1.21

Liebestoleranz

Was ist am wichtigsten damit
Eine Liebe lang glücklich bleibt
Frage ich mich rein theoretisch
Ohne in der Praxis über so viel
Erfahrung zu verfügen wie etwa
Eltern Geschwister oder Freunde
Zumindest keine eheliche bis jetzt
Nur beinah und davon genug doch
Frage ich mich was Dauer gibt
Damit eine Beziehung Bestand hat
Wobei fraglich sein könnte ob die
Dauer ein Wert überhaupt ist in
Schnelllebigen Zeiten folge ich
Dabei der kritischen Vernunft
Sind Zweifel wohl angebracht
Traue ich dem Gefühl gibt es
Keinen Zweifel dabei für mich
Als Familienmensch der sich
Ohne Partnerin unvollständig fühlt
Auch wenn Erfahrung anderes lehrt
Schaue ich auf den Reigen meiner
Überschaubaren Erfahrungen mit
Langen Beziehungen habe ich nie
So sehr gelebt was ich wollte
Wie jetzt als irgendwie Single
Weil Teilung und Kompromiss
Für mich als Ziel immer feststand
Dabei habe ich von den 50 Jahren
Des Lebens nur 13 mit Liebsten je
Zusammengelebt was wenig klingt
Denke ich lesend was ich schreibe
Irgendwie Beziehungen gab es immer
Mit mehr oder weniger Spannungen
Am friedlichsten war es bis jetzt
Mit Geliebten ohne Erwartungen
Deren es weniger gab als mit
Streit war so entbehrlich wie alle
Prinzipien um die in Beziehungen
So gerne gekämpft wurde weil
Wenn zwei zusammenleben es
Auch um Durchsetzung geht von
Dingen die mit Abstand betrachtet
Nur noch lächerlich eher sind nur
Fehlt der Abstand bei viel Gefühl
Mehr als die Leidenschaft herrscht
Mit erwartbarem Ergebnis denke ich
Heute mit viel mehr Abstand zu allem
Dafür mehr Vernunft als Leidenschaft
So bin ich überzeugt es geht mehr um
Toleranz und Verständnis gut zu leben
Warum ich zwar gelegentlich noch von
Großer Liebe und geteiltem Leben träume
Aber vernünftigerweise lieber genieße
Was ohne Probleme möglich ist also
Echte Leidenschaft mir lieber spare
Bis sie mich ungefragt erwischt was
Typisch Gefühl eben unkalkulierbar
Nicht ausgeschlossen werden kann
Doch stirbt die Hoffnung bekanntlich
Zuletzt auf was auch immer wir noch
Hoffen sollten hat die Liebe immer recht
Zumindest am Ende auch wenn es
Danach eigentlich egal bleibt war es
Gut alles versucht zu haben

jens tuengerthal 13.1.21

Nichtsfreiheit

Die Freiheit nichts zu tun
Wie sich um nichts infolge
Kümmern zu müssen klingt
Erst mal völlig asozial doch
Könnte genau das täuschen
Weil in optionaler Vielfalt wie
Dem Diktat der Entschiedenheit
Was als Ideal verehrt wird auch
Wenn die Tat nur Stumpfsinn
Vermehrt alles bereits steckt
Was die pietistische Sklaverei
Aus dem organisierten Leben
Zum Wohle der Gemeinschaft
Als Gegenmodell entwarf was
Streng rational das Sein nur
Durch eine Aufgabe definiert
Womit sinnvoll erscheint wie gut
Was tätig ist ohne dabei noch
Die Folgen zu berücksichtigen
Während Nichtstun als faul der
Kollektiven protestantischen
Verachtung anheim fällt auch wenn
Es im Überfluss so dringend nötig
Wäre für eine Perspektive und so
Nichts im Ergebnis mehr schafft
Als alle Bemühung der Hyperaktiven
Deren Hirnblähungen meist nur den
Treibhauseffekt noch antreiben wie
All jene die sich in ihrer Freizeit
Ständig beschäftigen wollen um
Die Leere in sich zu überdecken
Die das Nichtstun sonst offenbart
Wer weite geistige Welten besitzt
Muss nirgendwo hin während die
Leere in sich haben überall hin
Wollen ohne etwas zu finden als
Die tödlichen Spuren ihres Tuns
Die sie von Optionen geblendet
Lieber übersehen um noch da
Oder dort gewesen zu sein was
Zur postreligiösen Sinnstiftung taugt
Wie ethisch wertvoll ist es dagegen
Nichts zu tun als zuhause zu bleiben
Ein Buch zu lesen anstatt etwas
Unternehmen zu müssen endlich
Die Freiheit des Nichts zu genießen
Was keinem schadet aber vielen hilft
Bin dann mal so frei und rette Leben

jens tuengerthal 13.1.21

Freiheitssklaverei

Nimmt uns die Freiheit gefangen
Weil ständig mit Optionen noch
Beschäftigt die uns Wahlfreiheit
Versprechen welche uns anstatt
Permanent mit Nichtigkeiten nur
Beschäftigt die wir Alltag nennen
Auch wenn sie uns verwaltend wie
Graue Herren nur Zeit stehlen die
Wir besser für uns genössen was
Wir lieber sofort anfangen anstatt
Noch über Los zu gehen um dort
Fälliges im Lebensmonopoly zu
Kassieren als immer Verlierer der
Sklaverei vermeintlicher Freiheit
Die nur leider alternativlos ist
Könnten wir uns frei nehmen

jens tuengerthal 13.1.21

Dienstag, 12. Januar 2021

Liebestraum(a)

Gelebte Liebe ist ein Traum
Jeder hat dazu seinen eigenen
Für mich wäre es zuallererst
Gemeinsam Lesen wie dabei
Einander lustvoll zu genießen
Um ungehemmt harmonisch so
Ineinander selig überzulaufen was
Geistig oder körperlich sein kann
Dazu einen Tee oder Wein wäre
Alles was es zum Glück braucht
Gäbe es nur diese Zufriedenheit
Mit dem was ist bei einer nur
Dauerhaft ohne steten Wunsch
Nach Veränderung wie schön
Könnte die Liebe doch sein was
Wäre das Leben wunderbar so
Ganz einfach schön miteinander
Doch frage ich mich inzwischen
Nach vermutlich nicht mehr nur
Einstelliger Erfahrung auf diesem
Die Menschheit lange umtreibenden
Gebiet ob dies wirklich möglich ist
Wir nicht nach unseren von Natur
Aus unterschiedlichen Wesen dabei
An natürliche Grenzen auch stoßen
Es nicht anstrengend gar nicht gibt
Zwischen den Geschlechtern wie
Ob die schönen Momente dafür das
Immer Leiden an der Liebe aufheben
Aber habe bisher keine Antwort darauf
Gefunden die verbindlich gültig wäre
Solange glücklich verliebt würde ich
Eide schwören dass dies das Beste
Ist was Mensch passieren kann dem
Vollkommenen Glück am nächsten
Wo nicht kämen eher Zweifel wohl
Wie Liebeskummer zur Verzweiflung
Im Wahnsinn schnell führen kann von
Dem ich aus Erfahrung zu berichten weiß
Dahingestellt was je normal noch wäre
Allerdings sind die Beziehungen ohne
Ein Übermaß an Liebe stets diejenigen
Die am entspanntesten waren einfach
Glücklich waren mit dem was ist ohne
Mit ständig enttäuschten Erwartungen
Übliche Spannungen zu wecken wovor
Auch offene oder freie Liebe nie schützt
Die manche gerne ausprobieren um sich
Aus eingefahrenen Bahnen zu lösen was
Selten mehr bringt als eine Verlagerung
Der vorherigen Spannungen auf andere
Wie ich jüngst beobachten durfte denn so
Aufgeschlossen und modern auch wer sein
Will so fern liegt doch manches dem Gefühl
Wo wir wirklich lieben wollen wir alles tun
Den anderen glücklich zu machen was bei
Gegenseitigkeit die beste Basis wäre damit
Dauerhaft glücklich zu leben ohne jemals
Anderes noch im Leben zu wollen wie ich
Lange naiv dachte doch neigt der Mensch
Wo es ihm gut geht daran zu zweifeln wie
Auf besseres noch zu hoffen was nie kommt
Weil alles Varianten des gleichen stets sind
Da wir uns auch nicht wirklich ändern und so
Träume ich zu gern von großer Liebe wie
Erfüllung mit geteilter Hingabe die Leben
Zum Paradies einander macht obwohl ich
Aus Erfahrung weiß wie dünn das Eis ist
Auf dem die Liebe über Untiefen schwebt
Wie schmerzvoll jedes Scheitern wieder ist
Gegen das auch alle Vernunft machtlos
Wenn der Wahnsinn inkompatibel bleibt
Ob die Vernunft in Dingen der Liebe je
Der beste Ratgeber sein wird weiß ich
Immer noch nicht wirklich zumindest
Lehrt die Erfahrung dass auf sie im
Notfall wenig Verlass ist sie aber dann
Kluge Auswege weisen kann was doch
Zumindest ein Trost in allem Chaos ist
Was Gefühle so gerne wieder stiften
Wenn ich nun schreibe weniger der
Großen Leidenschaft hielt länger war
Also im Ergebnis mehr würde ich doch
Nie garantieren wollen ewig nur in den
Lauwarmen Gewässern zu planschen
Wenn der große Liebestraum sich zeigt
An den die Vernunft nicht mehr glaubt
Weil die Erfahrung sie eines besseren
Längst belehrt hat aber es soll ja auch
Ausnahmen geben denke ich und habe
Die Großeltern in liebevoller Erinnerung
Es bleibt also verwirrend offen in der
Liebe wie immer und Ziel und Wirklichkeit
Liegen weiter voneinander als geträumt
Ob ich das je noch steuern wohl kann

jens tuengerthal 12.1.20

Zensurmacht

Wer zensiert hat die Macht egal
Was dabei beabsichtigt herrscht
Wer zensiert damit totaltär was
Die Demokratin Merkel gerade
Zur endgültigen Sperre von Trump
Der lahmen Ente in Washington
Durch Twitter bemerkte damit
Eine wichtige Diskussion im
Neuland anstieß in dem sie sich
Inzwischen intuitiv auskennt denn
Wer hat die Macht über Grundrechte
Zu entscheiden und warum brauchen
Konzerne Grenzen und gehören
Die Marktplätze im Netz allen
Gehörten darum dringend endlich
Verstaatlicht um freien Zugang
Ohne Willkür allen zu gewähren
Es liegt mir fern Trump hier zu
Verteidigen doch ist es falsch
Totalitär zu handeln auch denen
Gegenüber die selbst so denken
Sich rechtswidrig stets verhielten
Auch wenn Trump ein Befürworter
Der Todesstrafe stets war wäre ich
Dagegen sie an ihm zu vollziehen
Weil die Todesstrafe immer falsch ist
Die faktisch willkürliche Zensur von
Privaten Unternehmen auf den großen
Virtuellen Marktplätzen ist zwar nach
Zivilrechtlichen Gesichtspunkten nur
Die Ausübung ihres Hausrechts doch
Wird dies Handeln de facto inzwischen
Zensur auf öffentlichen Marktplätzen
Was nur der Staat betreiben dürfte
Eine lahme Ente abzuschießen ist
Bestenfalls feige und wäre vorher viel
Nötiger gewesen als am bloß Ende
Nachdem gut an ihr verdient wurde
Die öffentlichen Marktplätze im Netz
Müssen öffentliche Orte endlich werden
Auf denen Staaten die Freiheit verteidigen
Wo es keine oder wenig davon gibt
Werden sie weiter beschränkt werden
Aber Europa sollte hier dringend wieder
Die Fahne von Freiheit und Demokratie
Hochhalten um Zensur zu verhindern
Dem abgewählten Trump kann die Hetze
Nur durch Gerichte untersagt werden
Darum sollte die Staatengemeinschaft
Bestehende Netzwerke übernehmen
Dafür werden Betreiber entschädigt
Die anderen Service anbieten können
Orte der Kommunikation gehören den
Vereinten Nationen unterstellt die auch
Menschenrechte bei den Daten sicherten
Wer Zensur ausübt hat die Macht dazu
Nehmen wir den Unternehmen diese
Sie haben keine Legitimation dazu
Befreien wir das Internet von Unternehmen
Die Macht ausüben wo sie ihnen nicht
Zustehen sollte auch wenn es gut ist
Dass ein Trump einen Maulkorb hat
Dürfen dies nur Gerichte entscheiden

jens tuengerthal 12.1.21

Zeithart

Mit Corona stehen uns nun
Harte Zeiten bevor verkündete
Die Kanzlerin als mal wieder
Kassandra mit einer Hiobsbotschaft
So heisst es danach laut Medien
Noch acht bis zehn harte Wochen
Lägen vor uns was aber vermutlich
Sein wir ehrlich unterieben eher ist
Bis zum Sommer wird es wenig
Entspannung irgendwo geben
An der Corona-Front werden
Die Krankenhäuser weiter an
Der Grenze täglich arbeiten
Viel zu viele sterben infolge
Von Leichtsinn und Ignoranz
Der Lockdown müsste noch viel
Härter sein sollte er wirklich noch
Effektiv wirken aber wir wissen
Auch wie groß der Widerstand
Gegen nötige Maßnahmen wohl
Werden würde was fraglich macht
Ob der Kompromiss nicht doch die
Gerade beste Variante noch ist
Wo wir sehen wie hoch die Rate
Gerade dort ist wo der Widerstand
Hoch ist wie etwa in Sachsen derzeit
Was für einen Zusammenhang spricht
Vieles ist aber noch unsicher bis jetzt
Aber verglichen mit anderen Staaten
Geht es uns immer noch sehr gut
Die Zeiten mögen hart sein doch
Zu wissen es gibt eine Perspektive
An der wir uns orientieren können hilft
Harte Zeiten werden am besten
Gemeinsam durchgestanden denn
Um so disziplinierter wir nun sind
Desto weniger Menschen sterben
Warum es unklug ist nun von einer
Impfpflicht für Pflegekräfte zu sprechen
Wer sich garantiert schützen kann
Also den Virus nicht in Heime trägt
Stellt auch ungeimpft keine Gefahr
Für die Öffentlichkeit dar wenn auch
Unklar ist wie die dann nötige strenge
Quarantäne im Privatleben umgesetzt
Werden kann wäre sie eine Alternative
Die eine Impfpflicht ausschlössen was
Leben für ungeimpftes Personal sicher
Sehr unbequem machte aber besser ist
Als zum jetzigen Zeitpunkt öffentliche eine
Impfpflicht hysterisch zu diskutieren da
Hätte Söder etwas nachdenken sollen
Der Ausschluss nicht geimpfter vom
Öffentlichen Leben genügt als Motivation
Sanktionen wären in harten Zeiten die
Falsche Motivation sicher denn nun
Sollten wir gut zusammenstehen um sie
Gemeinsam zu überstehen in diesem
Corona-Winter von dem wir einst noch
Unseren Enkelkindern erzählen werden
Den haben wir gemeinsam überstanden
Indem wir einfach Zuhause saßen was
Angesichts der harten Zeiten doch eine
Nicht so schlechte Perspektive wohl ist

jens tuengerthal 12.1.21

Entenmenus

Die lahme Ente Trump wird nun
Mit allen Mitteln vom Platz gejagt
Was erwartbar war aber hässlich
Wie stillos bleibt wenn ihn auch
Twitter wie Facebook bannen
Die Deutsche Kredite verweigert
Demokraten ihm verklagen bekommt
Das verdient hässliche Ende etwas
Von Teufelsaustreibung was zu
Einem demokratischen Prozess
So wenig passt wie dessen vorher
Verhalten doch wird es nicht besser
Wenn die Demokratie ihre Rache
Am abgewählten Idioten genauso
Betreibt wie er sich vorher benahm
Befriedung und Einigung wäre nötiger
Auch wenn es gute Gründe gibt für
Seine Amtsenthebung gibt nach seiner
Aufwiegelung zum Sturm auf den
Kongress wäre es besserer Stil die
Lahme Ente weg humpeln zu lassen
Die Republikaner mit ihm abrechnen
Zu lassen damit Frieden einkehrt sich
Nicht auch noch seine Gegner wieder
Zu ihm bekennen müssen aus bloßer
Parteiräson was in diesem Fall nicht
Ausgeschlossen werden kann warum
Die eine Woche abgewartet werden kann
Ihm werden genug Strafverfahren drohen
Die eine neue Kandidatur verhindern auch
Republikaner werden schon bald kein
Interesse an ihm haben dem nun auch
Die Banken die Kredite streichen warum
Es düster ohnehin für ihn sehr bald wird
Wenn Sieger hier nachtreten werden sie
Das Land nicht befrieden sondern die
Vorhandene Spaltung noch vertiefen
Die lahme Ente ist fertig lassen wir sie
Abtreten es erwartet sie wenig gutes

jens tuengerthal 12.1.21

Montag, 11. Januar 2021

Freiheitsillusion

Wir halten gern für Freiheit
Was eine bloße Illusion ist
Dahingestellt ob es sie gibt
Denken wir sie sei ein Glück
Das Streben nach Glück galt
Verfassungsgemäß bereits
Den Amerikanern als Freiheit
Als sie sich von England befreiten
Womit der Zirkelschluss vollendet
Doch gewinnen wir an Freiheit
Sofern Glück allein am Erfolg
Messbar in unserer Hand liegt
Oder ist das Ende des Schicksals
Auch das Ende aller Freiheit weil
Erfolg nur Ergebnis berechenbarer
Handlungen mit Fleiß wäre die
Unabhängig von jeder Begabung
Nur ordnungsgemäß sein muss
Statistischen Mehrwert zu haben
Die Erbsenzähler zu Königen erhebt
Welche alles berechenbar machen
Denn sollte dies der Fall sein wäre
Sein nur noch messbar von Wert
Ohne Nummer bliebe nichts mehr
Vom vorher einzelnen der nur noch
Einer funktionalen Existenz nachging
Die am Ende logisch bilanzierbar ist
Was einer wert war ist so abzulesen
Wovon wir nicht weit mehr sind um
Der Forderung der Egalität zu genügen
Bei der Unvergleichliches oder Genie
Natürlich nur künftig stören kann denn
Erst die ewige Konkurrenz hält uns
Im Rahmen wie unter Druck noch wo
Alle Ziele unsinnig werden würden
Betrachteten wir es frei und vernünftig
Ob wir dort längst angekommen sind
Die Illusion von Freiheit nur noch eine
Funktionale im System geworden ist
Möge jeder für sich beantworten was
Am Ende zumindest die Illusion von
Freiheit hinterlassen kann

jens tuengerthal 11.1.21

Liebesfrei

Irgendwann zu begreifen was
Du an Liebe träumst gibt es nie
Ist eine große Enttäuschung die
Alle Hoffnung auf ein gutes Ende
Fast aufgeben lässt wäre da nicht
Das Moment wohltuender Befreiung
Die allen Zwang von dir nimmt denn
Wenn es keine gibt die mit dir liest
Oder Bücher liebt wie du gar noch
Mit deinen Worten sich identifiziert
Alles Hoffnungen irgendwie vereint
Lustvoll ist und dich Idiot noch liebt
Für dich die Allerschönste noch ist
Sondern eben alle immer nur etwas
Davon haben was du dann teilweise
Wie ein Ganzes genießen kannst sei
Zufrieden mit den Teilen und glücklich
Gib der großen Liebe endlich frei um
Die kleinen groß werden zu lassen im
Genuss des passenden Moments denn
Nichts passt immer und in allem aber
Ein guter Kompromiss ist nicht schlecht
Vor allem besser als die real existierende
Hölle der ewig enttäuschten Erwartungen
Die jedes Leben zur Qual dir macht weil
Liebe unter dem Diktat von Hoffnungen
Konkret genug enttäuscht zu werden
Keine ist sondern bloße Folter was 
Die wenigsten werden hören wollen
Weil vermutlich kaum eine übrig bliebe
Was ich zum Glück nicht beurteilen muss
Lasse es also dahinstehen und genieße
Viel lieber die guten kleinen Kompromisse
Wo manches nicht passt anderes doch
Zumindest manchmal sogar ineinander
Ohne zu hoffen es ginge für immer ist
Leben wesentlich entspannter denk ich
Entspricht auch seiner Natur viel mehr
Die eben so endlich wie das Sein ist
So lebendig kleine Tode erleben als
Geteiltes Glück kann genug sein für
Momente während anderes verfliegt
Nichts bleibt aber die Liebe bleibt am
Ehesten wo wir sie erwartungslos frei
Lassen um zu genießen was ist mehr
Kommt ohnehin eher selten

jens tuengerthal 10.1.21

Sonntag, 10. Januar 2021

Geschichtsgeburt

Ist Geschichte etwas angeborenes
Das ich als Teil eines Volkes einfach
Ungefragt mitbekomme ob ich will
Oder nicht weil es Teil der geteilten
Erinnerung ist frage ich mich nach
Der Lektüre in Anne Webers Ahnen
Die dies logisch postuliert auch in
Auseinandersetzung mit der eigenen
Geschichte des Landes das sie lieber
Verließ um in Frankreich freier zu leben
Französin eines Tages zu werden 
Aber sich dafür in den Ahnen wie es
Der Titel schon nahelegt zugegeben
Ein etwas simpler Schluss gerade der
Wenig zu dem hohen Niveau dieser
Betrachtung deutscher Geschichte
Passt welche die Autorin selbstkritisch
Ihr Schreiben offen reflektierend dabei
Unternimmt bei dem diese These auftaucht
Sind wir also hineingeworfen in das was ist
Ist es als historisches Erbe Teil unseres
Eben Erbgutes oder ist es mühsam erlernt
Weber schreibt angeboren und nimmt damit
Die quasi historische Erbgut These an die
Auch von Schicksalsgemeinschaft spräche
Was Weber wie sie immer wieder betont
Ferner als irgendwas eigentlich liegt doch
Bleibt sie auf Umwegen dabei was mir aber
Fraglich erscheint im größeren Rahmen
Wie mit dem gemeinsamen Kaiser Karl
Der als geteilter Vorfahr heute gern auch
Für Europa und Versöhnung steht etwa
Beim Karlspreis für politische Prominenz
Steht wer noch Hugenotten unter seinen
Vorfahren hat in der Tradition Henri IV.
Oder ist assimilierter Preuße längst gar
Hannoveraner wie meine dreifach Ur-
Großmutter die auf französisch Wert legte
Was macht historische Identität heute aus
Ist es die der Bürger die diesseits des
Antifaschistischen Schutzwalls aufwuchsen
Die sich durch sowjetische Hilfe befreit
Sahen und damit als gute Antifaschisten
Dafür lange genug gelitten wohl hatten
In der östlichen Mangelwirtschaft auch
Wie dem totalitären des Sozialismus
Oder doch wie mehrheitlich die der BRD
In welcher die DDR mit der Einigung aufging
Die historische Verantwortung übernahm
Geschichte als unsterblich sah um damit
Zukunft verantwortlich zu gestalten immer
Im Schatten von Auschwitz damit was also
Teil der Identität wurde als Geschichte die
Nicht vergeht auch wenn Funktionäre einer
Rechtsradikalen Fraktion im Parlament es
Einen Hundeschiß der Geschichte nannten
Sie reflektiert darüber wie über das mit der
Geburt verbundene Schicksal historischer
Verantwortung sehr klug im Geist von Bonn
Doch wehrt sich bei mir alles gegen diese
Fast erbbiologische These von Geschichte
Die zwar den Schrecken präzise benennt
Aber von falschen Voraussetzungen dabei
Ausgeht dass viele dies automatisch als
Teil ihrer Identität und Schuld ansehen was
Bis auf wenige im Westen der Fall war aber
Auch erst nachdem das lange Schweigen
Der Kriegseltern durch die 68er erstmals
Lautstark gebrochen wurde die nicht mehr
Unter dem Muff von tausend Jahren leben
Sondern die nahe Schuld benennen wollten
Unter diesen gab es viele die sich sowohl
Dem Diskurs wie der Verantwortung stellten
Doch auch manche die dafür abdrifteten in
Das linksradikale Lager was den Staat als
Feind bekämpfen wollte dabei großzügig
Von der DDR finanziert wie versteckt auch
Nicht umsonst finden sich unter deren
Anwälten heute Freunde der Rechten die
Das Thema historischer Verantwortung
Völlig anders betrachten als es dem von
Weber vorausgesetzten entsprach weil
Sie wie viele Bürger der DDR sich nicht
Als Verantwortliche des Faschismus mehr
Sahen dass waren die Eltern gewesen
Sondern als befreite Antifaschisten die
Lieber Stalins Morde leugnen statt für
Taten im Namen Deutschlands noch je
Verantwortung zu übernehmen was ihnen
Wie manchem DDR-Funktionär ferner lag
Als der totalitäre Stalinismus dafür nah
So ist es mit der angeborenen Geschichte
Wohl eine Frage der Erziehung mehr als
Der historischen Zusammenhänge so wie
Viele sogenannte Antifaschisten ein eher
Problem mit westlicher Demokratie haben
Da es um klassische Feindbilder dabei geht
Natürlich sind wir als Bürger eines Staates
In dessen Geschichte hineingeboren doch
Wie wahrgenommen wird ist eine Frage der
Sozialen wie politischen Herkunft wer
Westlich aufwuchs hat ein anderes Gefühl
Für historische Verantwortung als die noch
Im Osten sozialisierte Generation die erst
Nach der Wende dies kennenlernte dabei
Teilweise übernahm und teilweise ablehnte
Woraus sich die Anhänger von Theorien
Der Verschwörung und andere Narren
Personal wieder rekrutieren konnten
Vor allem aber und viel wichtiger noch
Knüpft die geburtliche Identität an eine
Abstammung voneinander für eine
Moralische Identität an die aber davon
Unabhängig weiterhin gelten soll was
Bei starker Zuwanderung schwer wird
Warum nach den letzten Jahren wie
Nach der Einheit wo es verpasst wurde
Ein konstruktiver Umgang mit kollektiver
Identität geboten scheint weil eben viele
Nicht notwendig in ein Wertesystem schon
Hineingeboren wurden dafür aber seine
Gründe als Teil der Identität kennenlernen
Sollten um gemeinsam Staat zu machen
Keiner von uns Nachgeborenen trägt noch
Persönliche Schuld an den Taten der Nazis
Ohne dazu Kohls Gnade später Geburt je
Bemühen zu wollen aber doch als ein Stück
Der verantwortlichen Identität ist die Schuld
Am Holocaust Teil deutscher Identität die
Nicht angeboren ist sondern nur durch
Aufklärung erlernt werden kann was
Die große Aufgabe der Zukunft wird
Um moralische Identität zu erhalten
Egal ob hineingeboren können wir
Der Geschichte nicht entfliehen die
Länger dort lebt wo wir eben leben
Würde Anne Weber dazu gerne
Aleida Assmann empfehlen die
Wie immer klug zur Nation schrieb
Warum heute eine aktive Kultur der
Erinnerung die Identität der Zukunft
Gestaltet damit egal wo wer geboren
Wer Deutscher ist seine Verantwortung
Als konstruktiven Teil der Identität erst
Verstehen lernen kann was Aufklärung
Damit Befreiung also uns schenkt

jens tuengerthal 10.1.20

Subunternehmer

Manche unternehmen gerne was
Um dabei was schönes zu erleben
Sie sind immer in Aktion oder auch
Planung was mich als Leser eher
Wahnsinnig machte weil mir vor
Lauter Erlebnissen keine Zeit mehr
Bliebe für die vielen Dinge in mir
Wie zum Lesen der ewigen Quelle
Der freien Gedankenwelten
Während andere durch die Welt
Reisen reiten tauchen bin ich ein
Subunternehmer des Seins der
Außer einigen Kilometern zu Fuß
Nichts mehr braucht im Leben als
Schöne Bücher und guten Tee
Dies mit einer zu teilen ein Traum
Alles andere eher überflüssig weil
Die Welt zwischen Buchdeckeln mir
Größer scheint als alle Reisen oder
Sonst Unternehmungen etwas zu
Machen oder zu erleben was mir
So fremd ist wie irgendwas stets
Glück ist für mich beim Tee zu lesen
Was sonst sollte es je brauchen
Denke ich und halte alles dabei
Für überschätzt und verwirrend
Die meisten unternehmen etwas
Indem sie nach draußen gehen
Bin eher ein Subunternehmer der
Lieber tiefer in sich noch reist
Lesend oder schreibend dabei
Weiß nicht wer weiter kommt
Nur was mir besser meist tut
Auch was ökologisch besser ist
Solange ich immer da bleiben darf
Um in mir weiter zu kommen möge
Jeder nach seiner Fasson selig werden
Sein Handeln vorm eigenen Gewissen
Rechtfertigen ist Aufgabe genug
Tauche dann mal ab in meine
Bücherwelten die Universum
Genug mir Leser sind

jens tuengerthal 10.1.21

Samstag, 9. Januar 2021

Liebessehnsucht

Woher kommt die Sehnsucht
Nach Liebe die doch immer
Unzufrieden unglücklich macht
Zumindest zu lange Zeit um
Danach noch streben zu wollen
Betrachte ich es mal summarisch
Natürlich gibt es auch seltene
Momente schönster Erfüllung
Die gemeinsam verbracht so
Wunderbar schön sind aber ist
Etwas so kurzes jemals den
Ganzen anderen Stress wert
Der uns ohne leiden lässt oder
Mit Streiten und Genervt sein
Viel kostbare Lebenszeit sogar
Jeden Willen zu Leben raubt
Bei schlimmen Liebeskummer
Frage ich mich und habe keine
Antwort auf diese Frage spüre
Nur die tiefe Sehnsucht nach
Liebe und geteilter Erfüllung
Ob beim Sex oder beim Lesen
Letzteres wird immer wichtiger
Vermutlich ein Zeichen des Alters
Wohlwissend dass dies real
Meist nur ein kurzer Traum ist
Würde dennoch alles dafür tun
Mit meiner Liebsten zu leben
Wer auch immer es dann wäre
Denke ich und nenne mich im
Gleichen Satz einen Narren
Der nichts aus seiner schlechten
Erfahrung gelernt hat die ihm
Zeigte wie glücklich doch Bücher
Immer ohne allen Stress machen
Sehe neidisch das inszenierte Glück
Der Instagramlieben die sich feiern
Auf ihren Paarfotos und sehne mich
Danach wohl wissend so wie da ist
Nur der kleinste Teil einer Liebe je
Meist sind es eben Kompromisse die
Du erträgst weil ohne auch nichts ist
Statt dies ohne ganz zu genießen
Was zu nichts mich verpflichtet
Denke ich mir fehlt dann etwas
Fühle ich mich ohne Liebe immer
Irgendwie unvollständig weil ich
Ein Liebender einfach bin der alles
Gefühl gerne einer zuwendet auch
Wenn keine das zu würdigen weiß
Weil dauerhaft meist Kleinigkeiten
Viel wichtiger sind als Gefühle die
Nur ohne so wichtig erscheinen so
Bleibt die Liebessehnsucht immer
Bis sie sich irgendwie erfüllt damit
Du bemerkst wie lästig es doch ist
Ein Leben zu teilen was überwiegt
Entscheidet der zufällige Zustand
Daran ändert sich wohl nichts mehr
Für den Dichter ist die Sehnsucht gut
Den Menschen nervt sie ungeheuer
Vor allem macht sie ziemlich blöd
In realer Einsamkeit weil sie mich
Wünschen lässt was ich vernünftig
Vielleicht lieber nicht so wollte aber
So verbringen wir das Leben eben
Entweder unzufrieden mit dem was ist
Oder sehnsüchtig nach dem was fehlt
Dies zu ändern zumindest ein hehres
Ziel was zu verfolgen gut tun könnte
Denk ich und frage mich was dann
Daraus würde außer nichts mehr
Weil dieser ganze Liebeskram ist
In Wirklichkeit viel Lärm um Nichts
Für den ich nur mein Leben gäbe
Stände es irgend zur Wahl was
Gerade entspannt nicht der Fall ist
Es warten noch gute Bücher wie
Der heutige Abwasch auf mich
Leben eben nicht der rede wert
Wäre da nicht die Sehnsucht

jens tuengerthal 9.1.21

Zensurnetzwerke

Twitter und Facebook zensieren
Wer dort ist kennt es schon wen
Es trifft scheint manchmal zufällig
Jahrelang durfte Trump dort noch
Provozieren um zu erreichen was
In Washington am Mittwoch geschah
Es ist gut und richtig dem Provokateur
Seine Plattform wegzunehmen doch
Warum erst jetzt scheint fraglich nach
Jahren der Spaltung und viel Gewalt
Die Trump mitverschuldete all den
Lügen seines Aufstiegs die damals
Keiner unterband und warum ist
Plötzlich nicht mehr wichtig was die
Lahme Ente noch zu sagen hat die
In 2 Wochen das Weiße Haus räumt
Wenn er nicht vorher abgesetzt wird
Rechtlich darf ein Privatunternehmen
Wohl von seinem Hausrecht gebrauch
Machen und den Störenfried verbannen
Auch wenn die angeführten Gründe
Lächerlich willkürlich scheinen gegen
Alles was er vorher tat was längst den
Rauswurf gerechtfertigt hätte doch da
War es nicht in deren ökonomischen
Interesse einen zu verbannen der ihrem
Netzwerk riesigen Verkehr bescherte
Damit Millionen an Einnahmen generierte
Von einem Unternehmen ist nicht zu
Erwarten dass es gegen seine eigenen
Wirtschaftlichen Interessen handelt
Außer es fürchtet weitermachen könnte
Größeren Schaden anrichten wie viele
Teilnehmer zum Abschied bringen oder
Strafen für sie nach sich ziehen und so
Ist der ethische Wert der Aktionen von
Twitter und Facebook wenig tauglich für
Deren moralische Sicht zu werben es ist
Ein peinlicher später Abgang der nur noch
Schlimmeres vom Unternehmen abwendet
Unternehmerisch verständlich aber dafür
Politisch fragwürdig weil es Zensur ist die
Von einem Privatunternehmen im Wege
Des Hausrechts ausgeübt wird was zwar
Privatrechtlich in Ordnung ist aber nun in
Anbetracht der Rolle als Medium mehr als
Fragwürdig erscheint denn wenn ich einem
Privatunternehmen es überlasse über die
Zensur zu entscheiden ist Meinungsfreiheit
Nicht mehr existent da beide Plattformen
In ihren Bereichen ein quasi Monopol haben
Wer dort nicht präsent ist wird nicht mehr
Wahrgenommen oder gehört bleibt eine
Sozial unbekannte Nummer warum es
Nun nötig wäre dass freie Staaten oder
Staatengemeinschaften selbst solch ein
Netzwerk errichten was nicht von einem
Amerikanischen Unternehmen alleine
Kontrolliert werden kann sondern ein den
Grundrechten entsprechender freier Ort
Als Marktplatz der Kommunikation wäre
Für den die üblichen Gesetze gelten um
Verbreitung von Gewalt oder illegalen
Inhalten zu verhindern und nicht der
Doppelmoral eines Unternehmens zu
Überlassen was ohne Begründung auch
Künstler nach Laune bereits zensierte
Weil sie gegen christliche Moral verstießen
Auch bei Nacktheit oder Sexualiät welche
Jenseits kirchlicher Bigotterie Teil der Natur
Sein sollte wie Aufrufe zur Gewalt von den
Dafür zuständigen Organen nur zensiert
Werden dürften und nicht von einer am
Persönlichen Gewinn orientierten Firma
So gut es ist Trump endlich zu stoppen
Weil dieser dumme Populismus lange
Schon für die Welt unerträglich war
Politiker für politische Äußerungen nur
Die zuständigen Organe nutzen sollten
Ein solches weltweites Netzwerk was
Den Grundwerten Europas verpflichtet
Wäre einen Marktplatz der Kommunikation
In Freiheit bieten könnte der fehlt in dem
Jeder Bürger der EU und alle die sich dort
Namentlich anmelden einen Platz haben
Über den die Verwaltung wie die Politik
Mit den Bürgern kommunizierte diese
Aber auch untereinander in Freiheit mit
Dem Schutz ihrer Grundrechte sich
Vernetzten wie in Sozialen Netzwerken
Eben üblich sich verbinden könnten zum
Austausch von was immer sie wollen
Damit könnte sich die Kommission ein
Denkmal von Dauer setzten was dazu
Gute Verdienste in Aussicht stellte da
Auch Werbung erlaubt wäre in dem
Etwa im öffentlich rechtlichen Rundfunk
Bereits üblichen Maße wie es die bisher
Privatunternehmen ohnehin betreiben
Zugleich bekämen Europäer Sicherheit
Für ihre Daten und könnten dazu noch
Den Amerikanern in einer Art neuem
Marshallplan wie ihn der Außenminister
Jüngst für Demokratie vorschlug eine
Wirklich freiheitliche Plattform geben die
Weder Gewalt noch Populismus Raum
Gäbe sondern ein echter Open Space
Im virtuellen Raum wäre jenseits aller
Zensur wie sie anderswo geübt wird
Damit auch der Freiheit auf der Welt
Einen Schutzraum böte der unsere
Werte auch verteidigte statt wie in
Amerika bisher einem Provokateur
Eine Plattform zu bieten weil es sich
Ökonomisch doch so sehr lohnte
So könnte der Putschversuch der
Anhänger der lahmen Ente noch
Eine gute Perspektive für Europa
Bieten die Freiheit zu verteidigen

jens tuengerthal 9.1.21

Konsequenzrealtiv

Ist es wichtig und richtig konsequent
Zu sein oder gilt alles nur relativ zu
Den jeweiligen sozialen Bedingungen
Berechtigt Sehnsucht nach Liebe
Zumindest ein wenig Zuneigung zur
Relativierung einer korrekten Moral
Handle ich nur gut wenn ich auch dem
Kategorischen Imperativ konsequent folge
Seine Prinzipien immer lebe oder darf
Auch für richtig befundenes etwa um
Der Liebe wegen relativiert werden
Frage ich mich philosophisch um für
Das was mein Gefühl lange tut eine
Konsequente Antwort zu finden was
In inkonsequenter Realität zunehmend
Schwerer fällt denke ich etwa an das
Thema Fliegen wird es schnell einsam
Wenn ich das was ich richtig finde auch
Von anderen verlangen würde weil viele
Die Welt anders sehen und lieber eines
In Kauf nehmen um das andere dafür
Genießen zu können macht Konsequenz
Relativ schnell ziemlich allein weil es
Von anderen verlangte was diese nicht
Für sich einsehen oder wollen auch wenn
Es nach meinem Horizont erforderlich ist
Als ich eine Liebste in Dublin hatte war es
Für mich zwar moralisch zu fragwürdig
Selbst hin zu fliegen aber dass sie dann
Jeden Monat angeflogen kam freute mich
Als eine Liebste Stewardess war konnte ich
Das mit meinem Gewissen vereinbaren
Weil es ihre Entscheidung war sie dafür
Konsequent vegetarisch lebte was ich
Für mich auch wenn als sinnvoll erkannt
Nicht tue weil der Geschmack von Fleisch
Mir in manchem zu sehr fehlen würde
Obwohl der Schaden größer noch ist als
Jener den Flugzeuge verursachen
Tankred Dorst schrieb über den völlig
Konsequenten Menschen die Erzählung
Der nackte Mann in der einer alles tun will
Um keinem Lebewesen zu schaden was
Schwerlich nur gelingen konnte ihn sodann
Zur Bewegungslosikeit verdammte in der er
Bald verhungern würde weil wir natürlich
Auch töten müssen wenn wir leben wollen
Ob die Tötung von Pflanzen oder Tieren
Wirklich grausamer ist bleibt unklar da
Wie wir erst langsam zu begreifen lernen
Warum das Nervensystem der Bäume
Sensibler sein könnte als jenes der Tiere
Oder auch Menschen die meinen darüber
Moralisch urteilen zu können wie auch die
Folter von Pflanzen nicht bisher bestrafen
Sobald die Liebe größer war als die Moral
Dahingestellt ob Liebe moralisch schon ist
Ihrem Wesen nach oder auch nur ein Trieb
Der sich nach Nähe und Zuneigung sehnt
Für die wir gerne einiges hinnehmen weil
Die Liebe ohne alles rechtfertigen kann
Doch bleibt die Frage offen was erträglich
Oder unerträglich für mich ist der ich doch
Versuche mein Handeln vor mir zumindest
Nach dem kategorischen Imperativ meist
Rechtfertigen zu können aber auch darin
Wenn das Gefühl groß genug ist gerne
Wieder relativiere weil am Ende nichts
Unerträglicher ist als Einsamkeit voller
Sehnsucht nach Liebe oder die Wut
Derer die du liebst und beglücken willst
Was im Alltag schon schwer genug ist
Danach wäre alles schnell relativierbar
Jeder Wert verhandelbar denke ich etwa
An die Flüge einer Liebsten wäre mir
Ihr Fernbleiben unerträglicher gewesen
Als der eigentlich moralische Skrupel
Was zeigt wie Werte verschwimmen
Den moralischen Kern hinterfragt auch
Ob die Konsequenz moralisch ist wenn
Zu meinen Gunsten stets relativierbar
Zumindest lehren mich diese Gedanken
Das eigene Urteil zu relativieren um so
Mehr Toleranz zu üben was zumindest
Das miteinander viel leichter macht wie
Sich statt gegen etwas zu sein lieber für
Ein besseres Ziel einzusetzen was auch
Besser mir scheint als zu kämpfen mit
Allen verbundenen Opfern weil ich nicht
Weiß was immer wahr sein könnte bleibt
Nichts anderes um moralisch zu sein als
Weiter darüber nachzudenken ein Ziel
Zu definieren was keinem schadet aber
Möglichst allen gut tut und Freude schenkt
Die Suche nache Lust kann so etwas sein
Aber ob das für moralische Urteile genügt
Scheint mir zumindest fraglich zu sein
Konsequent zu leben bedeutet logisch
In Konsequenz einsam zu bleiben womit
Ein Teil des Dilemmas beschrieben wird
Denn einerseits ist Gesellschaft wunderbar
Andererseits ein gutes Gewissen das beste
Ruhekissen wie die Erfahrung lehrt doch ist
Auch dieses relativ flexibeln wie etwa die
Relativierung menschlichen Lebens zeigt
Wie es der Nationalsozialismus betrieb
Wer sich konsequent nur an das Recht
Wie die Befehle des NS-Staates hielt
Konnte nach der Radbruchschen Formel
So bestraft werden wie Mauerschützen
Die es hätten besser wissen müssen was
Nach dem kategorischen Imperativ doch
Eher rechtlich sehr fragwürdig erscheint
Wer Juden nicht als Menschen sah oder 
Zumindest welche mit weniger Lebenswert
Kann ihre Tötung logisch konsequent finden
Dies guten Gewissens vor sich rechtfertigen
Auch wenn es absurde Grausamkeit ist die
Unmoralisch erscheint wäre eine Bestrafung
Der Täter sofern sie keinerlei Gewissen bei
Ihren Taten hatten ausgeschlossen wei
Sie nie den Vorsatz hatten Unrecht zu tun
So scheint uns die Relativierung des 
Gültigen nulla poena Grundsatzes nach dem
Keiner ohne Gesetz bestraft werden darf
Was die Tat vorher schon verurteilte in Fällen
Offensichtlichen Unrechts als angemessen
Im Fall der NS-Täter wie der Mauerschützen
Als moralisch gerechtfertigt ohne zu fragen
Ob Rettung des Rechtsstaates durch eine
Relativierung seiner Prinzipien absurd ist
Wir besser unsere Unfähigkeit zu urteilen
Uns konsequent eingestünden doch bis
Heute wird so gehandelt und geurteilt weil es
Uns mit Radbruch angemessen erscheint
Also hilft uns die Moral unsere Prinzipien die
Basis aller Urteile sein sollten zu relativieren
Stärker relativiert nur die Liebe weil sie alles
Kann und auch tut sofern wir sie nur lassen
Was ich moralisch streng verurteile scheint
Völlig gerechtfertigt wo es aus Liebe geschah
Bemerke ich ein wenig beschämt vorm
Hausgötzen Kant und weiß auch nicht wie
Des kategorisch rechtfertigen lasse
Also die Dinge geschehen wie sie sind um
Toleranz zu üben und mich zu enthalten
Weil Einsamkeit weher tut als Relativierung

jens tuengerthal 8.1.21

Freitag, 8. Januar 2021

Lebenslust

Ist ein lustvolles Leben
Nachhaltig noch möglich
Schneidet das Nachdenken
Von der Leidenschaft ganz ab
Weil Fliegen Fahren Urlaub
Ökologische Schranken braucht
Wenn es alle dürfen sollen
Nicht mehr so weiter geht
Sondern der Änderung bedarf
Beschränkung nötiger wird
Desto mehr Menschen hier
Noch gemeinsam leben wollen
Fraglich ob dies notwendig ein
Verlust an Lust auch wäre
Oder nur an Gewohnheit
Was wäre eine Perspektive
Die Lust ohne Schaden schenkt
Naheliegend ist der Sex als
Intensivster wie intimster Schöpfer
Von nicht endender Lust falls
Die Betreffenden nicht in den
Üblichen Schemen der Beziehung
Landen die verbunden mit Liebe
Der sicherste Hinderungsgrund
Für glücklich befriedigenden Sex ist
Sondern frei miteinander genießen
Was beiden dabei wirklich gut tut
Womit es eine Alternative zum
Umweltschädlichen Verhalten gäbe
Daneben wäre eine Stärkung aller
Nicht schädlichen Hobbies besser
Als über Verbote zu diskutieren
Langfristig klar machen was geht
Gegenüber dem was unverantwortlich
Immer bleibt stärkte das Gewissen
Förderte das soziale Miteinander mehr
Als schlichte Verbote je erreichen
Ein verantwortliches Verhalten belohnen
Macht Lust auf mehr davon zumal es
Sich für die Beteiligten wirklich lohnt
Also ein doppelter Lustgewinn wäre
Das Leben in dieser Hinsicht mit mehr
Lust zu leben wäre jedenfalls schöner
Als sich Verboten zu beugen um das
Gewissen irgendwie zu beruhigen
Erst was wir gerne tun werden wir
Nachhaltig und mit Liebe tun was
Nach dem nachhaltigen Umsteuern
Keine weitere Werbung nötig hat
Zeit als Luxus mehr zu genießen
Sich soviel nehmen wie möglich
Es sich bei sich schön zu machen
Sex und Zärtlichkeit mehr genießen
Sich und anderen damit gut tun
Würde zu einem erfüllenden dabei
Moralisch guten Leben führen was
Zusätzlich eine Lust ist die auch
Tiefe Befriedigung schenken kann
Sich dem kategorischen Imperativ
Soweit als möglich zu nähern macht
Glücklicher als aller schneller Konsum
Es gibt dauerhafte Lebenslust die
Guten Gewissens täglich erneuerbar
Die Welt dazu besser machte was
Mehr sollten wir noch wollen

jens tuengerthal 8.1.21

Liebesalgorithmus

Algorithmen verbinden heute
Mehr Menschen als geahnt
Weil diese Form der Mathematik
Bei der virtuellen Partnersuche
Über zufällige Vorschläge noch
Entscheidet bevor wir wissen
Was wir sonst wollen könnten
Manchmal führt das zum großen
Glück häufiger liegt es daneben
Aber amüsant ist es immer wieder
Habe in den letzten zehn Jahren
Viele hundert Frauen kennengelernt
Nicht jede auch erkennen dürfen
So im biblischen Sinne gedichtet
Von denen ich den meisten in der
Realität nie begegnet wäre sogar
Die lange vermeintlich große Liebe
Fand mich über einen virtuellen
Hinweis in einem Netzwerk wo sie
Zur Eroberung entschlossen weilte
Sich den älteren Dichter zu angeln
Wie so viele Menschen es heute tun
Den Dichter eingeschlossen der den
Unendlichen Fundus an Geschichten
Wie ungezählte Musen dort schätzt
Auch wenn ohne jede Absicht dabei
Weil diese Liebe sicher verhinderte
Wäre ich wie vermutlich sehr viele
Dem romantischen Glück auch nicht
Abgeneigt was sich ja immer wieder
Für Momente auch dort zeigt oder
Sogar von Ewigkeit in der Realität
Träumen lässt zumindest von dem
Anfang eines Traums von Liebe
Die Begegnung ist zufällig wie
Zugleich von Algorithmen gesteuert
Das unterscheidet sie von den gerade
Geschlossenen Bars und Cafés sehr
Aber eröffnet ein Universum was die
Nur Realität uns nie böte die sich meist
Auf das nähere Umfeld beschränkt
In Berlin erschließt sich so der Kosmos
Der Großstadt mit ganz neuen Welten
Manche Treffen verändern auch die
Perspektive und das nicht nur weil
Sie in der Horizontalen irgendwann
Miteinander landen was sich eher
Ähnelt als die Art des Umgangs
Wie die Umwege dorthin die sich
So unterscheiden wie auch ähneln
Je nach Erfahrung der Beteiligten
Verbundener Hoffnung oder auch
Wie gelegentlich vorkommt Lust
Dies alles geschieht in der Realität
Wenn der Algorithmus bereits die
Begegnung ermöglicht hat also
Folgt die Realität erst der Virtualität
Warum manche den Ort der Begegnung
Lieber verleugnen ist mir ein Rätsel
Die Liebe kann alles also auch
Brücken über Algorithmen wirklich
Werden lassen um so zu bleiben
Was doch Wunder genug ist es
Unbefangen zu genießen als dann
Liebesalgorithmus was eigentlich
Eine contra dictio stets wäre doch
Weil die Liebe eben alles kann
Wird auch dieses Wunder wahr
Zumindest für Momente die uns
Weiter von Liebe träumen lassen
Auch wenn alles berechnet ist
Bleibt die Illusion schön

jens tuengerthal 8.1.21

Donnerstag, 7. Januar 2021

Liebeswahrheit

Die Wahrheit ist die Erfindung
Eines Lügners weil keiner die
Wahrheit kennt außer verliebt
Da ist Liebe die Wahrheit weil
Die Liebe immer recht hat mehr
Ist es eigentlich nicht manchmal
Vergesse ich es zwischen den
Lieben und weiss nichts mehr
Aber das stimmt dann auch
Weil es aus Liebe geschah
Eigentlich logisch denk ich

jens tuengerthal 7.1.21

Zahlenverhältnis

Corona zeigt uns wie einfach
Komplexe Zusammenhänge
Über Zahlen verständlich werden
Vor Weihnachten hatten wir fast
Doppelt so viele Tests wie zwischen
Den Jahren die Quote der positiven
Unter diesen betrug nicht mal 12%
Stieg aber zwischen den Jahren auf
16 % bei 50% weniger Tests was uns
Deutlich macht um wieviel höher die
Zahlen bald noch steigen werden
Wozu keiner Zauberer sein muss
Sondern nur den Dreisatz braucht
Zu überlegen wie hoch die Zahlen
Bald steigen werden wo wir nur
Wenig vom höchsten Niveau entfernt
Wir testen noch 50% weniger aber
Haben keine 25% weniger aber dafür
4% mehr an positiven Ergebnissen
Lasse es als Dichter mal so stehen
Poetus non calculat was aber an
Amerika erinnert obwohl es doch
Nur auf Latein um Dichter geht
Es geht aufwärts mit den Positiven
Was keine gute Nachricht wohl ist
Aber zumindest ist es berechenbar
Was den Tod kalkuleren lässt
Um mehr geht es ja nie denn
Was wir nicht verstehen verliert
Berechenbar klar an Gefahr
Was ja logisch wieder ist

jens tuengerthal 7.1.21

Demokratiesieg

Nach dem lächerlichen Drama
In Washington bei dem Verlierer
Den Aufstand probten die sich
Durch den Scharlatan Trump
Erstmals gefühlt vertreten sahen
Was sein einziger Verdienst war
Zeigt sich die Demokratie wie
Der Rechtsstaat sind stärker
Als der dumme Populismus
Der Ungebildete aufhetzen kann
Aber auf Dauer keine Perspektive
Haben kann weil eben unfähig
So reagierten die Börsen völlig
Gelassen auf die Ereignisse
Die Bestätigung Bidens wird als
Signal der Stabilität positiv noch
Bewertet der Schwätzer Trump
Obwohl lange Liebling der Börse
Ist damit endgültig erledigt was
Wieder bestätigt am Ende siegt
Die gewachsene Demokratie
Ob der lächerliche Donald nun
Vorher entmachtet wird oder
Friedlich gehen darf bevor die
Sicheren Prozesse wegen des
Hochverrats wie der Lüge ihn
Politisch lebenslänglich noch
Demontieren ist weniger wichtig
Als die Fähigkeit des Kongress
Sich arbeitsfähig auch unter
Schweren Bedingungen zu zeigen
Wären die Demokraten klüger
Überließen sie den Republikanern
Die Absetzung ihres Präsidenten
Des peinlichsten Ausrutschers
Dem ohnehin ein Verfahren droht
Was ihn jahrelang in Haft bringt
Nur so haben sie eine Chance
Nicht im Sumpf zu versinken
Den der mafiöse Trump hinterließ
Der die Demokratie nie verstand
Aber mit seinem Abgang endlich
Die Chance gibt das Land ohne
Wie gegen ihn wieder zu einen
Auch dies ist ein deutlicher Sieg
Der Demokratie gegen den sonst
Populismus der auch hierzulande
Besonders im Osten noch viele
Ungebildete Anhänger fand die
Daraus lernen könnten was aber
Sicher noch seine Zeit kosten wird
Der lautstarke Knall wie alle was
Diesem rechtlich nun folgt wird
Die Mehrheit in der Mitte klar
Abschrecken die Radikalen am
Rand versprengen das Land
Besser einen als alle Versuche
Die Biden starten könnte und so
Gesehen tat das gestrige Chaos
Als Schaumkrone des Populismus
Der Demokratie letztlich besser
Als ein nur friedlicher Übergang
Es sind nun keine 2 Wochen mehr
Trump hat sich lächerlich gemacht
Wie nachhaltig unmöglich wofür
Sein Nachfolger ihm dankbar sein
Kann und sogar soziale Medien
Seine wichtigste Plattform noch
Haben ihn gesperrt und sich damit
Von der lahmen Ente abgewandt
Dessen Macht ein Ende fand wie
Grenzen gezeigt bekam was doch
Im Ergebnis eher positiv noch war
Alle Verschwörung lächerlich macht
Die Republikaner sollten Trump nun
Abzusetzen versuchen damit er sie
Nicht dauerhaft beschädigt während
Die Demokraten ihrem großen Sieg
Eleganter schweigend genössen
Sie haben alles gewonnen wie
Einen Gegner der sich finden muss
So siegt am Ende doch die Demokratie
Damit auch die Freiheit und es ist gut so
Einmal tat Donald doch etwas Gutes
Er hat allen gezeigt wohin Populismus
Auch alte Demokratien noch führt die
Parteien gegen sich geeint damit ist
Ihm bei gegenteiliger Absicht noch
Ein Abschied gelungen der sogar
Eine Begnadigung möglich macht
Auch wenn er nicht begreift warum
Als ich um halb fünf heute morgen las
Biden ist nun bestätigt fühlte ich mich
Völlig bestätigt am Ende siegt doch
Die Freiheit und die Demokratie auch
Russen und Chinesen werden das
Wenn es soweit ist noch verstehen
Die Welt hat sich ein Stück besser als
Viele lange befürchteten gezeigt

jens tuengerthal 7.1.21


Liebesunsinn

Schreibe viel über die Liebe
Lese ich alle Gedichte dazu
Jene die als Minne gewidmet
Wie die eher philosophischen
Könnte die Leserin denken
Der Autor ist schizophren
Weil Schwüre ewiger Liebe
Nur ein wenig zeitversetzt
Neben der Absage an die
Unvernünftige Leidenschaft
Stehen als wäre das kein
Widerspruch was aber nur
Denen so scheint die nie
Wirklich liebten weil egal
Wessen ich mir sicher bin
Macht die Liebe doch wieder
Das Gegenteil daraus wenn
Es ihr gerade so gefällt
Nicht weil das eine oder
Das andere wahrer wäre
Etwas absolut falsch ist
Weiß es auch nicht besser
Sie tut es weil sie es kann
Stärker und größer ist als
Alle Vernunft oder Hass
Sie zu jedem Unsinn uns
Anstiften kann wenn sie will
Egal was ich will und so
Ist am Ende nur gewiss
Die Liebe hat immer recht
Kann alles warum sie das
Dankbar undankbarste Thema
Was zu Unsinn anstiftet bleibt
Was aus Liebe geschrieben ist
Bleibt immer richtig als höchste
Wahrheit aber echolos auch nur
Zuerst schmerzvolle Erinnerung
Zwischendurch Grund für Hass
Dann liebevolle Erinnerung die
Irgendwann völlig verblasst um
Mit dem Auftauchen der nächsten
Großen Liebe im Archiv zu landen
Als ein belächeltes Kapitel aber
Es ist nichts als die Wahrheit
Über die Liebe als Gefühl das
Alles kann wenn es nur will
Auch willenlos machen sogar
Jene die sich vorher heilig der
Kühlen Vernunft vesprachen
Oder sich ein Leben schwören
Was keiner mehr je wollte
Käme es je noch darauf an
Außer es kommt doch anders
Sie ist also allmächtig wohl was
Genügt ihr respektvoll zu dienen
Und am Ende stelle ich fest
Was für ein Unsinn
Wie schön es muss
Wohl Liebe sein

jens tuengerthal 6.1.21

Populismusquittung

Washington erhielt gerade die Quittung
Für leichtfertigen Populismus der sich
In wütenden aufgehetzten Massen mit
Gewalt wie erwartbar entlud was nun
Sehr dramatisch klingt ist nur Ausdruck
Lächerlicher Hilflosigkeit mit der sich
Ein unfähiger Präsident noch an sein
Amt klammert damit nun alle Regeln
Der Demokratie brechend denn
Kultur hätte ohnehin niemand mehr
Von diesem ungebildeten Ami erhofft
Er wird nun noch vor Ende seiner
Zeit des Amtes enthoben werden
Um mit Schande verjagt zu werden
Womit Amerika der Welt zeigte
Der Rechtsstaat ist stärker als ein
Populistischer Narr der inzwischen
Jede Mehrheit verloren hat dabei
Ist die heutige bloße Formalie nur
Eine Äußerlichkeit und die Dinge
Werden ihren Rechtsweg nehmen
Trump ist so laut der Lärm gerade
In Washington noch tönt erledigt
Hat seiner Partei mehr geschadet
Sich zusätzlich strafbar gemacht
Auch wenn er nun zu retten versucht
Sehen wir in ihm die hässliche Fratze
Des Populismus in ihrer Wirkung
Wie sie sich hier bei Querdenkern
Wie der AfD immer wieder zeigte
Etwa beim Sturm auf den Reichstag
Aber dieser viele Lärm um Nichts
In dem der peinliche Trump nun
Untergehen wird ist eine gute
Erinnerung und Offenbarung
Vergessen wir nie wohin uns
Der billige Populismus 33 führte
Amerika lernt die Lektion nun
Das ist im Ergebnis gut so
Es stehen bessere Zeiten bevor
Dies Land ist stärker als ein Narr
Der nicht mehr weiss was er tut
Demokratie und Rechtsstaat
Werden dadurch gestärkt

jens tuengerthal 6.1.21

Mittwoch, 6. Januar 2021

Reiselast

Reisen ist für viele eine Lust
Sie erkunden gern die Welt
Schauen sich vor Ort um
Weil sie vorgeblich die Welt
Interessiert sie etwas erleben
Wollen was sie sich gerne auch
Etwas kosten lassen als Luxus
Ohne zu fragen woher diese Mode
Einst kam die Massen bewegte
Das Reisen infolge so schädlich
Machte dass unverantwortlich handelt
Wer heute noch die Welt erobern will
Schlicht rücksichtslos asozial ist
Wer die Mode aus dem Faschismus
Der den Massentourismus begann
Noch weiter als normal zelebriert
Früher unternahmen nur sehr wenige
Aus reichen Familien ihre Grand Tour
Zu den klassischen Zielen die heute
Jeder pauschal buchen kann die
Darum ständig überlaufen sind
Die Folgen sind katastrophal lange
Gerade sehen wir wie gut weniger
Tourismus dem Weltklima tut aber
Noch leugnen viele auch sonst
Sehr verantwortliche Menschen
Die einfache Kausalität ihrer Lust
Für eine katastrophale Entwicklung
Die Millionen Opfer fordern wird
Wie wir schon lange gut wissen
Was Aufklärung heißt hat Kant
Uns schon lange erklärt also
Ein aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit befreites Handeln
Aufgeklärt handeln heißt also sein
Handeln vor dem eigenen Gewissen
Zu prüfen ob dieses dann Gesetz
Für jedermann sein könnte und so
Dem kategorischen Imperativ entspricht
Wenn jeder auf der Welt reist wie es
Ehemals Kolonialherren aus Europa tun
Wäre die Welt sehr schnell zerstört
Wir tun also etwas was nie einem
Allgemeinen Gesetz entsprechen könnte
Nur weil der größte Teil nicht reist
Können sich Reiche den Luxus leisten
Der aktiv das Klima schädigt damit
Zuerst die armen Länder trifft denn
Fliegen ist ein Hauptproblem was wir
Durch Gutachten die nur den Schaden
Am Boden messen verschleiern aber
In der Atmosphäre ist er irreversibel
Wer so handelt aus Spaß verhält sich
Kant folgend asozial und muss dies
Mit seinem Gewissen vereinbaren
Sofern diejenigen nicht unmündig
Bleiben wollen also unaufgeklärt
Weiter leben wollen in persönlicher
Verantwortung für das Sterben anderer
Zu dem ökologischen Schaden der
Vielleicht mit Wasserstoffantrieb
Irgendwann zu bewältigen sein wird
Kommt das immer Risiko der wieder
Verschleppung von Viren wie das
Risiko für die Natur hier wie dort
Weil Touristen immer auch Sporen
Und Organismen auf ihrer Kleidung
Mitbringen die wie wir heute wissen
Irreversible Schäden in den Wäldern
Verursachen was auch asozial ist
Flora wie Fauna weiter zerstören
Weil das Vergnügen der Reise die
Natur für alle beschädigt auch mit
Dem Gewissen nach dem KI nur
Schwer zu vereinbaren ist doch
Leben wir seit dem letzten Weltkrieg
In einer Kultur die das Reisen als
Wertvoll hochhält ein Umdenken
Hätte viel mehr Zeit gebraucht als
Die Natur und das Klima uns lassen
Es ist darum ein Glück dass Corona
Ein Innehalten erzwungen hat was
Genutzt werden kann um über die
Persönliche Verantwortung wie das
Moralische Gewissen nachzudenken
Um sich so aufgeklärt zu befreien
Aus der Unmündigkeit die logisch
Dauerhaft unfrei wie schuldig macht
Es soll jeder sein Gewissen prüfen
Damit wir alle frei und verantwortlich
Glücklich weiter leben können denn
Der Klimawandel fordert zum Handeln
Wer die Chance des Innehaltens nutzt
Kann Freiheit gewinnen und Leben retten
Ein Weg der das Nachdenken lohnt auch
Wenn er mit vielen Gewohnheiten bricht
Haben wir den Mut die Chance zu nutzen

jens tuengerthal 6.1.21

Verlängerungsewig

Der Lockdown wird verlängert
Erwartungsgemäß um die vorher
Sünden an Weihnachten zu büßen
Das ist gut so und dringend nötig
Es ist immer noch harmlos verglichen
Mit der Strenge unserer Nachbarn
Wie in vielem regional unklar denn
Die Konkurrenz der Länder wie ihre
Zuständigkeit im Infektionsschutz
Beweist allein die Unfähigkeit des
Marktes zur Problemlösung bei
Überregionaler Pandemie die ein
Einheitliches Konzept des Bundes
Erfordert wie es die Kanzlerin im
Frühjahr erfolgreich durchsetzte
Bei der Krankheitsbekämpfung
Geht es nicht um eine regional
Lösbare Aufgabe im Gegenteil
Kein Virus hält sich an Grenzen
Sobald Regelungen unklar sind
Oder widersprüchlich wirken
Werden sie weniger befolgt
Die Solidarität nimmt dann ab
Der Trotz dafür entsprechend zu
Zehntausende Tote sind Grund
Genug das alberne föderale
Kasperletheater zu beenden
Das nötige durchzusetzen um
Leben zu retten was genügt
Eine Bundeszuständigkeit nach
Vielfach erwiesener Unfähigkeit
Der Länder bei der Umsetzung
Im Notfall zu begründen zumal
Wenn die Kanzlerin so bedacht
Handelt wie sie es bisher tat
Es fehlt den Regionen stets
Der Blick für das Ganze sie
Priorisieren zu gerne lokale
Interessen wie in Sachsen
Oder lange in Norddeutschland
Was schnell bestraft wurde
Es sollen keine Kultusminister
Über Schulöffnungen nach Gusto
Entscheiden können sondern
Medizinische Spezialisten nach
Aktueller Forschung wie dem
Jeweiligen Wissensstand weil es
Um nichts anderes geht als die
Bekämpfung einer Pandemie
Sonstige soziale Fragen oder
Bisher Versäumnisse auch der
Bildungspolitik die noch nicht
Für digitalen Unterricht bereit
Sind dabei irrelevant da es nur
Um Seuchenbekämpfung geht
Damit wir wie Neuseeland etwa
Das Problem schnell in den Griff
Bekommen statt weiter zu pokern
Um zufällige regionale Vorteile
Die in Menschenleben zählen
Welche jede Verzögerung kostet
Kein optionales Homeoffice mehr
Sondern Verpflichtung wo möglich
Schulen und Kitas schließen bis
Es wissenschaftlich Sicherheit gibt
Impfung so schnell so viel wie nur
Irgend möglich bleibt die Aufgabe
Um die sich alle kümmern müssen
Auch ein Ende der falschen Diskussion
Um Privilegien für Geimpfte denn
Darum geht es nie sondern allein
Um die normalen Grundrechte die
Jeder der geimpft ist ohne Risiko
Frei ausüben darf während der Rest
Weiterhin nötigen Beschränkungen
Unterliegt was nur logisch gerecht ist
Dauerhafte Impfverweigerer müssen
Zum Wohle aller isoliert werden was
In leer gezogenen Regionen des
Ostens wohl leicht möglich wäre
So manchem den Umzug ersparte
Verstöße gegen nötige Auflagen
Werden drohendem Schaden wie
Lebensgefahr entsprechend geahndet
Es gibt einfache Antworten auf den
Umgang mit der Seuche die dafür
Schnelle effektive Lösungen bringen
Die Wissenschaft gibt dazu die eben
Nötigen Vorgaben statt Politik die
Keinerlei fachliche Kompetenz hat
Wie Äußerungen der Kultusministerin
Aus Baden Württemberg belegen
Wer nicht ewig den Lockdown
Wieder verlängern will sollte sich nun
Ohne Umwege auf den Weg machen
Damit es ein gutes Ende findet

jens tuengerthal 6.12.21

Dienstag, 5. Januar 2021

Liebeskampf

Manche kämpfen um alles
Auch die vielleicht Liebe
Andere genießen lieber
Was ist oder sein kann
Weil nahezu nichts je
Einen Kampf wert ist
Sparen ihre Energie
Für das Schöne was bleibt
Ob Liebe Kämpfe lohnt
Könnte die Frage sein
Früher kämpfte ich auch
Lange um verlorene Liebe
Vor allem mit mir allein
Heute genieße ich lieber
Räume das Feld für die
Krieger und lebe in Frieden
Es gibt zuviel Lärm um nichts
Was bleibt ist es auch wert
Alles andere verfliegt wieder
Gewinne Gelassenheit als
Lebensform des Beobachters
Wie es dem Flaneur entspricht
Das Leben endet schnell genug
Es genossen zu haben lohnte
Siege die Kämpfe kosten nie
Der Preis ist immer zu hoch
Wer das teilen will wäre wohl
Jeden Kampf wert der aber
Entbehrlich ist da beide lieber
Ihr Glück dann genießen bis
Es kommt um zu bleiben
Gilt es Ruhe zu bewahren
Liebe will sich gut mehr sich
Von alleine löst als es egal
Welcher Kampf entschiede
Was bleibt war wert zu warten

jens tuengerthal 5.1.21

Montag, 4. Januar 2021

Büchernarrenglück

Der Büchernarr ist eine seltsame
Spezies er liebt schöne Bücher
Für die er gern ein Vermögen
Ausgibt was er da meist lesend
Selten nur hat es dennoch tut
Weil er sie einfach liebt was
Nur selten vernünftig wird
Aber solange es so ein Genuss
Wie erfreuliches Glück ist was
Gerne voll Freude auf die nächsten
Bände weiterleben lässt lebe ich
Gut und gerne als Narr der ich bin
Was Bücher betrifft etwa auch der
Anderen Bibliothek die ich mir heute
Weihnachten sei dank gönnen durfte
Weil sie mich in jeder Form glücklich
Machen als Lektüre wie im Anblick
Mit jeder Berührung als Sammlung
Wie als Kultgegenstand mir ein Stück
Heimat sind und so bin ich gern ein
Büchernarr in seiner Bibliothek dem
Etwas verstaubten Paradies was mir
Heimat wurde über Jahre wie jeder
Band ein Stück Geschichte ist die
Dieser selbst trägt von wem er kam
Woran er mich erinnert so konnte ich
Manche Bände jahrelang nicht lesen
Bis alle Erinnerung schön nur wurde
So bleibe ich immer ein Büchernarr
Zuhause zwischen seinen Bänden

jens tuengerthal 4.1.20

Klimaglück

Die Corona Pandemie fordert viele
Opfer und längst gehen die Toten
In die Millionen zwar ist nun endlich
Mit der Impfung ein Ende in Sicht
Aber bis die wirkt werden noch
Viel zu viele sterben müssen was
Auch wenn es wie in Sachsen nun
Sichtbar Covidioten trifft schlimm
Bleibt menschlich katastrophal ist
Nicht schön geredet werden kann
Könnte klimatisch ein Glück sein
Infolge Corona übertrifft Deutschland
Dieses Jahr seine Ziele schon
Was mehr Menschen rettet als
Jede Impfung nur sind diese nicht
So leicht messbar warum sie lange
Ignoriert wurden von Typen wie
Trump dessen völliges Versagen
Bei Corona zu viele Leben kostete
Der noch schnell hinrichten lässt
Als tödliche lame duck aber auch
Solche Ignoranten werden nichts
Am positiven Effekt des Lockdown
Ändern können der mit weniger
Flügen und Tourismus viel mehr
Erreicht als Forscher gehofft was
Bestätigt der Verzicht auf Tourismus
Vor allem Flüge und Kreuzfahrten
Ist ein Schlüssel zur Rettung des
Planeten klimatisch und damit von
Millionen Menschenleben was
Wer Corona ernst nahm nicht
Länger noch ignorieren kann
Und so ist die offenbare Wirkung
Von weniger Tourismus auf das
Klima so gut dass wir freudig
Feststellen können es liegt auch
In unserer Hand etwas zu ändern
Um nachhaltig weiter zu leben
Damit Menschen gerettet werden
Wer weiter fliegt als wäre nichts
Macht sich damit zum Mittäter
Am Tod derer die rettet wer nun
Konsequent weiter verzichtet
Die Ignoranten die am Wochenende
Mit dem Auto in die Berge fuhren
Sind zwar Täter gegen das Klima
Aber weil ihre Ignoranz dafür die
Pandemie verschlimmert was auch
Leben kostet aber klimatisch dann
Mehr rettet können sich so doch
Wenigsten indirekt klimaneutrales
Verhalten zugute halten auch wenn
Dies menschlich schlicht asozial bleibt
Leben gegen Leben aufrechnen würde
Doch die nüchterne Rechnung bleibt
Sie benennt schlicht Tatsachen
Die eine positive Wirkung haben
Corona ist schrecklich aber rettet
Über den Klimaumweg mehr Leben
Als die Millionen die daran sterben
Die gerettet werden könnten wenn
Wir klimatisch nachhaltig lebten
Was die Folgerung einfach macht
Unser Verhalten auch künftig den
Notwendigkeiten anzupassen die
Der menschliche Klimawandel fordert
Um konsequent Leben zu retten
So ist Corona für das Klima ein Glück
Für die Menschheit in Summa auch
Weil es zur nachhaltigen Vernunft 
Zwang die mehr Leben rettet sofern
Wir nicht ignorieren was offenbar
Die Dinge nüchtern beim Namen
Nennen so ist wer weiter fliegt
Ein Massenmörder mit dann
Zumindest Eventualvorsatz was
Zur Bestrafung sonst genügte
Die soziale Zukunft ist immobiler
Im Großen aber bewegt sich mehr
Im Kleinen der neue Luxus wird
Zeit sein nichts zu tun um es
In Ruhe genießen zu können
Corona hat es deutlich gemacht
Wir müssen unser Leben ändern
Können es auch wo nötig wie uns
Die Pandemie zum GIück zeigte
Klimaschutz fängt beim einzelnen an
Zuhause bleiben hat Wirkungen
Kant ist uns da ein großes Vorbild
Nicht nur moralisch sich um das
Leben der anderen zu scheren
Verantwortlich so zu handeln
Dass dein Handeln Gesetz für
Jedermann sein könnte wie es
Der kategorische Imperativ fordert
Sondern auch ganz praktisch
Am Ort zu bleiben statt zu reisen
Verantwortlich statt mörderisch
Künftig zu leben um eine gutes
Leben für alle zu ermöglichen
Dabei wie Kant ein offenes Haus
Mit häufig Gästen zu haben
Genügte glücklich zu leben statt
Ignorant mörderisch wie bisher
Warum Corona im Ergebnis ein
Glück für das Klima ist wie eines
Für unser Bewusstsein weil es
Gezeigt wie leicht ein Wandel
Zur Rettung durch Nichtstun ist
Haben wir endlich den Mut die
Chance zu nutzen es gilt das
Sapere aude carpe diem

jens tuengerthal 4.1.20

Liebeseinfach

Die Liebe macht vieles
Schnell sehr kompliziert
Was einfach sein könnte
Weil es um die Natur geht
Die schon findet was passt
Da sie von Träumen getragen
Gern Erwartungen projiziert die
Nur enttäuscht werden können
Weil keiner je den Erwartungen
Entspricht die andere haben
Weshalb nur scheitern kann
Wer mit festen Vorstellungen
Nach den Richtigen sucht
Die es nirgendwo geben kann
Nichts passt immer vollkommen
Es gibt immer nur Kompromisse
Mit denen wir leben können
Wie gut das geht entscheidet
Ob eine Beziehung hält die auf
Liebe lieber als auf Vernunft
Aufgebaut wird auch wenn das
Völlig unvernünftig wohl ist
Wie einfach wäre es wenn wir
Vernünftig lieber liebten oder
Zumindest uns so paarten wie
Es früher noch üblich war
Was die Romantik verpönte
Es damit kompliziert machte
Habe aus Erfahrung gelernt
Lieber der Vernunft zu vertrauen
Statt der allerersten Leidenschaft
Zumindest habe ich es mir so
Als Anhänger der Aufklärung
Theoretisch mal vorgenommen
Was die Unvernunft etwas bremst
Die ohnehin macht was sie will
Es macht vieles viel einfacher
Was schon kompliziert genug
Warum ich keiner Taktik folge
An die ich früher auch glaubte
Die auch zu gut funktioniert
Kenne das Spiel und die Regeln
Nach schlichter Dialektik
Die gern das Gegenteil sagt
Aber eigentlich lächerlich ist
Sondern genau sage was ist
Mit offenen Karten spiele statt
Etwas noch zu inszenieren
Was manche wohl verwundert
Die lange überlegen was will
Der Typ mir damit wohl sagen 
Ganz einfach das was es ist
Wer gerne Dramen inszeniert
Auf verschlungenen Wegen
Erobert oder überredet werden will
Ist bei mir inzwischen falsch
Sage was ich fühle gerne
Auch in Versen wo es hilft
Oder schöner klingt aber
Im Kern bin ich ganz einfach
Was es kompliziert macht
Für viele die sich gerne verstellen
Um sich besser zu verkaufen
Habe nichts als mich zu bieten
Was ich von Montaigne lernte
Wem das nicht gefällt wird
Nie mit mir glücklich sein
Gefühle und ihre Ursachen
Sind schon komplex genug
Versuche damit gut zu leben
Lange nicht mehr es zu begreifen
Damit einfach und offen zu sein
Scheint vielen sehr kompliziert
Macht es aber viel einfacher
Weiß nicht warum ich mich
In eine Frau verliebe aber
Kann am ehesten ergründen
Ob es passt und geht wenn ich
Mit ganz offenen Karten spiele
Wenn sie dann weiter spielt
Ziehe ich mich dezent zurück
Nach einigen Versuchen so
Offen miteinander zu reden
Es passt dann einfach nicht
Wenn die Natur sich anzieht
Findet sie Wege zueinander
Vor Eifersucht laufe ich weg
Eigentlich schon immer auch
Wenn es Ausnahmen gibt
Wo ich glaube Vernunft hilft
Oder verliebt blind bin
Was nicht ungewöhnlich ist
Die Liebe ist nie einfach
Aber ein natürlicher Trieb
Sie will den anderen gerne
Glücklich machen wo nicht
Sollten wir den Weg verlassen
Um neues Glück zu finden
Was nur theoretisch leicht
So offen zu kommunizieren
Verhindert Missverständnisse
Die Liebe ist in ihren Ursachen
Wie ihrem Verlauf ein Rätsel
Weil viel zu komplex alles je
Verstehen zu können aber
Angesichts dessen können wir
Es uns so einfach wie möglich
Machen um zu genießen was ist
Mehr übersteigt meine Möglichkeiten
Sage einfach nur wie es ist dann
Wird es was oder nie aber alle
Taktik relativ ewiger Schwüre
Die beschränkte Zeit gelten
Ist mir viel zu kompliziert
Hab es lieber einfach
Sage was ich fühle
Falls ich es verstehe
Dann ist es was es ist
Alles oder nichts

jens tuengerthal 3.1.20

Sonntag, 3. Januar 2021

Fortsetzungsroman

Serien waren mir immer ein Graus
Früher schaffte ich manchmal den
Fortsetzungsroman im Feuilleton
Der alten Tante FAZ aber auch das
Entsprach nie meiner Art zu lesen
Der ich viele Bücher parallel lese
Aus denen links und rechts des Diwan
Nach Laune passend auswähle 
Da soll da sein was ich lesen will
Was mich ergänzt und motiviert
Die meisten Romane in Serie
Fand ich literarisch uninteressant
Aber nun hat mich Christian Berkel
Mit Ada gepackt der Fortsetzung
Des Apfelbaum in der er die Sicht
Auch wenn rein fiktiv natürlich
Wie er zu Anfang lächelnd betont
Ob auch zwinkernd weiss ich nicht
Seiner großen Schwester übernimmt
Als Mann aus Frauensicht den Weg
In der jungen Republik nach dem
Krieg erzählt und dabei Geschichte
Wieder federleicht nebenbei plaudert
Mit großer feiner Kunst was den
Schon erfolgreichen Schauspieler
Auch zu einem guten Autor macht
Obwohl er manchmal etwas atemlos
Fast in Shortcuts erzählt und ich mehr
Kulturgeschichte spannender fände
Als die Konflikte in der Familie doch
Fesseln die auch und zeigen wie
Vieles sich ähnelt auch über alle
Generationen hinweg sich wiederholt
Wie schön ist es in Ada das Personal
Des Apfelbaum in anderer Rolle nun
Wieder auftauchen zu sehen dabei
Die weibliche Perspektive die den
Vorher Helden stark infrage stellt
Einnimmt und die Welt neu sieht
Das rührende Wunder der Liebe
Aus dem Apfelbaum wird zu einer
Eben Ehe in den 50ern die etwas
Auf sich hält in noch engen Kreisen
Der deutschen Wirtschaftswunderwelt
Aus der die nächste Generation
Mit ihrem Widerstand ausbricht
Während der nun Großvater in
Weimar eine liberale Konstante
Über die Generationen bleibt
Es ist dies Wiedererkennen wie
Zugleich Befremden was hier auch
Im Fortsetzungsroman Spannung
Schafft die sehr vertraut ist weil du
Viele der Teilnehmer schon kennst
Je enger der Horizont desto rigider
Die Urteile über die Gegenwart
Wie der Glaube nur der Blick zurück
Könne die Zukunft gestalten was
Als Einbahnstraße Widerstand nur
Auslösen kann der im Gegenzug
Übertreibt um die Mitte zu finden
Was Berkel fein persönlich schildert
Eine Leseempfehlung für alle Eltern
Großeltern Kinder und Enkel weil es
Gemeinsam mit dem Apfelbaum die
Große Brücke des Jahrhunderts 
Zwischen den Generationen schlägt
Familie macht die Fortsetzung so
Spannend bei veränderter Perspektive
Wird daraus schon ein Kunstwerk
Was für sich neben dem anderen steht
Und doch in Fortsetzung verbunden
Ein schönes wie gehobenes Spiel
Der Perspektiven über den Traum
Von großer Liebe und die Wirklichkeit
Im Leben zwischen den Zeiten die
Manchen noch ganz gegenwärtig
Taucht immer wieder mit uns ein
In andere Welten die lesend so
Unsere werden verbunden wie
Getrennt durch das Band Familie
So bleibt Ada wie der Apfelbaum
Eine unbedingte Leseempfehlung

jens tuengerthal 3.1.20

Schneeplatz

Ein Gang um den Helmi
Im Schneegestöber in dem
Trotz oder wegen Lockdown
Viele unterwegs waren offenbart
Eine neue Sicht auf den Platz
Ein wenig von der Ruhe die
Der große Gleichmacher Schnee
Über alles legt aber auch schon
Kinder mit Schlitten am kleinen
Hügel an der Seite zur Dunker
Ungeräumt matschig glatte Wege
Auf denen der Dichter trotz der
Immer Wanderstiefel ausrutschte
Sich aber im letzten Moment fing
Was den feuchten Po ersparte
Machen die Freude des Schnees
Die ich ungetrübt noch empfinde
Seit Kindertagen zum zumindest
Fraglichen Vergnügen für ältere
Die ganz vorsichtig nur schlichen
Während die Hügeljugend jauchzte
Freue mich am romantischen Gefühl
Was ich zu gerne teilte vielleicht
Bei einer Schnee erleuchteten
Nachtwanderung denke ich wie
Vieles Schönes geteilt doppelt
Schöner noch scheint auch wenn
Diese Illusion der Einsamkeit von
Der Realität schnell ernüchtert wird
Bleibt es schön von Romantik im
Schnee weiter zu träumen wie
Die Lyrik von einsamen Dichtern
Mit großer Sehnsucht wohl lebt
Und so ist am Ende alles gut so

jens tuengerthal 3.1.20

Samstag, 2. Januar 2021

Liebeseifrig

Manche sind ganz eifrig
Die eine Liebe zu finden
Ein Leben lang mit ihr
Glücklich zu sein wie um
Dies zu beschwören
Sogar noch zu heiraten
Dabei trägt die Absicht
Schon das Scheitern in sich
Weil wir ein Gefühl mit so
Viel Erwartung überfrachten
Dass es nur schiefgehen kann
Niemand unsere Erwartungen
Erfüllen kann wir niemand so
Lieben wie es richtig wäre
Also dem Wesen entsprechend
Sondern stets nur ganz eifrig
Wie wir es uns wünschen
Dem keiner dauerhaft entspricht
Habe darum alle Erwartung
Die Onlineplattformen züchten
Mit ihren Algorithmus Kriterien
Längst fahren lassen glaub ich
Sondern lasse mich überraschen
Was natürlich gelogen ist weil
Jeder Kriterien zur Partnerwahl hat
Wenig reicht zu erkennen was passt
Woran es scheitert auch wenn alles
Perfekt uns eigentlich erscheint
So laufe ich vor Eifersucht weg
Die nur schadet und weh tut
Das Gegenteil von Liebe ist
Weil ich weiß wen ich liebe
Hat nie einen Grund dazu
Alles folgende würde dann
Für alle Beteiligten schmerzhaft
So weiß ich genau was ich will
Eigentlich seit vielen Jahren
Machte aber oft das Gegenteil
Weil Liebe nicht vernünftig ist
Manches sich dennoch gut anfühlt
Weil ein Kriterium nicht alle sonst
Verdrängen kann und wer von sich
Sagt erwartungslos zu sein um
Der Liebe Freiheit zu schenken
Diese nicht mit eigenen Erwartungen
Vorab ewig fesseln sollte weil was
Passt seinen Weg allein findet
Was dies bedingt aber meinen
Horizont lange schon übersteigt
So gönne ich mir in der Liebe
Ganz konsequent Inkonsequenz
Am Ende findet sich was passt
Egal was die Vernunft meint
Es laut zu sagen kann aber
Helfen Wege frei zu machen
Was vernünftigerweise abwegig ist
Auch so genannt wurde
Stellt keine Bedrohung dar 
Kann sein wie es ist und will
Der Rest geschieht allein
Also natürlich kausal irgendwie
Aber verstehen muss ich es nie
Bin dann erwartungslos irgendwie

jens tuengerthal 2.1.20