Was für ein Genuss
Leben Frauen beobachten
Schönheit erkennen
Vielfalt in Freiheit
Vollkommen zu genießen
Ganz ohne Absicht
Alles übrige kommt
Irgendwann von alleine
Genuss ist genug
jens tuengerthal 17.6.2019
Was für ein Genuss
Leben Frauen beobachten
Schönheit erkennen
Vielfalt in Freiheit
Vollkommen zu genießen
Ganz ohne Absicht
Alles übrige kommt
Irgendwann von alleine
Genuss ist genug
jens tuengerthal 17.6.2019
Vor mir sitzt eine
Vollkommene Schönheit die
In allem perfekt
Sehr dunkle lange
Haare im Zopf umrahmen
Ein feines Gesicht
Die schlanke Figur
Bewegt sich voll Eleganz
Ist sie ganz Dame
Dabei noch zugleich
Jugendlich natürlich auch
In ihrem Lachen
Welch Freude sie
In der Dämmerung langsam
Noch zu beobachten
Sogar beim Rauchen
Schlanker Zigaretten zeigt
Sie ihre Schönheit
Einfach genießen
Wie schön Natur zaubern kann
In dieser einen
Sagte ihr längst wie
Vollkommen sie ist und die
Reaktion perfekt
So kann ein Anblick
Allein großer Genuss dem
Flaneur genug sein
Weiß nichts über sie
Wirkt gebildet aus gutem
Haus nach der Gestik
Weiß sich beobachtet
Berührt ihr Gesicht dabei
Mit dezentem Stil
Wie glücklich ist doch
Wer solche Schönheit erkennt
Den Anblick genießt
Zeitlose Schönheit
Ein wunderbares Geschenk
Genieße dankbar
jens tuengerthal 17.6.2019
Welch großer Luxus ist es
Am warmen Sommerabend
Vor deinem Stamm-Café
Letzte Sonne zu genießen
Menschen genießen hier ihren
Feierabend bei Wein und Bier
Der Flaneur beobachtet alles
Bei seinem Rosentee heute
Fröhlich und laut das Lachen
Der süßen Kellnerin hier die
Heute im kurzen schwarzen Kleid
Für jeden ein gutes Wort hat
Schöne Damen in dreier Gruppe
Plaudern engagiert französich
Rauchend zum Rosé sind sie
Völlig miteinander beschäftigt
Einzelne Herren arbeiten noch
Geben sich zumindest beschäftigt
Eine Gruppe wie immer Griechen
Spricht unverständlich doch hörbar
Ein junges Paar gab sich korrekt
Trank plauderte leise bezahlte ging
Die Französinnen dagegen geben
Ihren Worten mit Händen Nachdruck
Die Musik aus dem Hintergrund der
Bar noch moderner elektronisch heute
Nebenan telefoniert eine Griechin hörbar
Wenn auch mir völlig unverständlich
Zwei Herren die sich scheinbar zugetan
Plaudern beim Bier wobei einer der beiden
Lieber selbst spricht und bemüht zuhört
Reden sie über Fitness und Ernährung
Die eine der blonden Französinnen
Im sichtbar tief ausgeschnittenen Kleid
Sucht zwischendurch kurz Blickkontakt
Der sich hinter Gesten wieder verliert
Fast nicht geschminkt dafür sehr
Braun gebrannt scheinen sie keine
Pariserinnen und haben alle drei
Die vierzig längst überschritten
Inmitten sitzend lasse ich den Blick
Nach allen Seiten wandern um das
Kleine Theater am Platz zu genießen
Immer hörbar das Lachen der Kellnerin
Wie lange schon kenne ich dies Café
Manche Gäste längst alte Bekannte
Neben auch ganz neuen Gesichtern
Wandelt sich der Ort und bleibt gleich
Überlege einen Moment ob mich die
Französin im roten Kleid interessiert
Die ihren schwarzen BH immer wieder
Für mich sichtbar dezent hier zeigt
Nicht wirklich denke ich aber es ist
Ein schöner kleiner Flirt ohne Worte
Zwischen entfernten Tischen aus
Nur unterbrochenen Blicken
Genieße die Vielfalt der Eindrücke
Suche die Geschichten hinter den
Fassaden im Café und genieße
Als Flaneur Beobachter zu sein
Manche sehr ernsthaft bei allem
Andere lachen zu fröhlich dafür
Ein Zirkus verschiedener Leben
Die eine neue Rolle hier spielen
Wie schön ist es dabei wie daneben
Als beobachtender Flaneur hier zu sein
Nah und entfernt zugleich entspricht
Diese Rolle mir als Dichter vollkommen
jens tuengerthal 17.6.2019
Gestalte mein Glück
Endlich wieder selbständig
Was mich dankbar macht
Aus der Sklaverei
Der Depression die mich lang
Fesselte befreit
Überlege mir
Wege zur Erfüllung der
Schönsten Träume noch
Genieße was ist
Ohne Erwartung auf mehr
Mache mich glücklich
Vielleicht bräuchte es
Mehr Glücksgestalter für die
Unzufriedenen
Glück gestalten aus
Gedankenwelten ist die
Große Freiheit mir
jens tuengerthal 17.6.2019
Traumhaft geschlafen
Intensiv dabei geträumt
Vollmondnacht eben
Traf die verlorene
Liebe sogar einmal kurz
Vor dem Erwachen
Es schmerzte nicht mehr
Wir plauderten nur sehr nett
Über das Leben
Wie frei ich wurde
Nachdem ich endlich losließ
Erstaunte mich sehr
Befreit geschlafen
Fürchtete keine Träume
Fühlte sich gut an
Freiheit ist wohl doch
Weniger Kampf als Entschluss
Es zu genießen
jens tuengerthal 17.6.2019
Endlich wieder die
Freiheit allein genießen
Um glücklich zu sein
Versöhnt mit der Welt
Ganz im Moment dabei auch
Offen für neues
Welten wandeln sich
Dies hinzunehmen macht mich
Wieder zufrieden
jens tuengerthal 16.6.2019
Wie wunderbar ist
Die Sommernacht hier am Platz
Vor meinem Café
Stimmung genießen
In milderer Luft zur Nacht
Gäste plaudern noch
Gute Musik aus
Alten Zeiten klingt aus der
Bar auf die Straße
jens tuengerthal 16.6.2019
Viel geschrieben warum es nie
Gehen konnte um mich damit
Zu beruhigen im Schmerz der
Immer nur schlimmer wurde
Will nun lieber auf das schauen
Was mir fehlt und wunderbar war
Hatte für mich die schönste Frau
Was mich stolz und glücklich machte
Es war ein Mensch in meinem Leben
Der mich liebte und es mir auch sagte
Zärtlich und anhänglich dabei auch war
Auf ein Leben mit mir bauen wollte
Teilte mit ihr zärtlich das Bett ganz eng
Aneinander gekuschelt völlig nackt sich
Überall sinnlich berührend noch dabei
Die Liebste wärmend wenn nötig
Stärkte sie in ihren immer wieder Krisen
Durfte für sie da sein und fühlte mich
Dabei gebraucht und wichtig für sie
Was mir enorme Kräfte auch gab
Ihre verführerische Nähe voller Lust
War die Erfüllung aller meiner Träume
Die ich einsam und alleine nun jede
Nacht voller Schmerz vermisse
Zu wissen wie das Leben nun käme
Es gemeinsam zu planen voller Freude
Auf die Hochzeit und unsere Familie
Die sich Ewigkeit versprochen hatte
Vermisse diese Sicherheit im Nichts
In dem ich nun einfach weiterlebe
Solange es noch Hoffnung gibt
Es würde sich die Liebe wiederfinden
Vermisse ihre zarten Füße zu küssen
Wie ihre Mitte zu liebkosen die stets
Zart nach Vanille mir schmeckte
Ein sinnlich wunderbarer Traum fehlt
Die Liebe für die ich lebte und immer
Gerne mein Leben gegeben hätte
Fehlt mir nachdem sie wortlos im
Nichts mit lebewohl verschwand
Gemeinsam im Bett Bücher lesen
Dabei Tee trinken und zwischendurch
Sex voller Leidenschaft haben auch
Miteinander dabei noch zu reden
Vermisse die vertraute Gemeinsamkeit
Die in meinem Kopf für immer war
Ihren perfekten nackten Körper um mich
Die vielen verlorenen Träume
Ihre vollkommene Hingebung an die
Liebe wie ich sie nie zuvor erlebte
Auch wenn der Preis sehr hoch war
Blieb ein traumhaft erfüllendes Glück
Vermisse die vertraute Zweisamkeit
Wie ich sie so nicht oft erlebt hatte
Die einmalig schönen Träume für
Unsere gedacht glückliche Zukunft
Wie fehlt es mir mit ihr nach schönen
Büchern für unsere Bibliothek zu
Suchen und davon zu schwärmen
Was wir so vollkommen teilten
Am meisten aber fehlt mir ihre Nähe
Der vertraute Alltag in ganz vielem
Welcher mir einsam leer nun scheint
Ohne meine für immer große Liebe
Habe mich inzwischen abgefunden
Verloren zu haben was mir alles war
Es blieb erstmal nichts was ich nun
Seit Monaten zu füllen versuche
Was du wirklich liebtest lässt sich
Nie ersetzen und das auch wenn
Die Vernunft sagt es war besser so
Weil sie mir nie vertraut hat fehlt es
Sie war und ist meine Traumfrau
Auch wenn sie sich hässlich benahm
Vermisse ich diesen Traum unendlich
Täte alles sie wieder einst zu haben
Sich die große Liebe zu gestehen
Die in so vielem perfekt passte
Ist die nötige endlich Ehrlichkeit
Die große Liebe nun zu beerdigen
Alles ist begrenzt und nichts hält
Für die Ewigkeit die kein Mensch
Je überleben wird so werde ich nun
Vermissen was mein Glück war
Der Tod geht mich nichts an
Sagte einst Epikur um ihn nicht
Fürchten zu müssen so geht mich
Die verlorene Liebe nichts an
Es schmerzt nur noch immer
Verloren zu haben was alles war
Genauso hätte bleiben können
Aus ganz vielen Gründen
Den Schmerz zulassen statt noch
Weiter gegen ihn zu kämpfen ist
Die Chance ihn zu überwinden
Vielleicht eines Tages doch noch
Will nicht länger schlecht reden
Was mein Traum immer war
An den ich bis heute glaube
Allem was war zum trotz
Habe meine Traumfrau verloren
Sie fühlt sich endlich geliebt
Was ich ihr nie vermitteln konnte
Darum zu trauern ist gut so
Schlimmer kann der Schmerz
Schon lange nicht mehr werden
Also sage ich lieber wie es ist
Statt was mich befreien könnte
Die Zeit wird mir zeigen wie es
Nun ohne verlorene Träume geht
Weiter vermutlich und der Rest
Findet sich dann irgendwie auch
Einen Traum auch so nennen
Die Trauer sich zu gestehen
Gibt mit voller Ehrlichkeit nun
Eine solche Perspektive mir
Vermisse und liebe die Frau
Mit der ich mein Leben doch
Für immer teilen wollte und
Fände es komisch wenn nicht
Es wird weniger unerträglich
Jeden Tag nun ohne sie
Die Zeit wird relativieren
Was unendlich mir schien
Kämpfe nicht mehr darum sie
Als oberflächlich und eiskalt
Aus meinem Leben zu werfen
Lasse ihr einfach ihren Platz
Es war ein wunderbarer Traum
Durfte ihn zwei Jahre genießen
Will schöne Erinnerungen behalten
Der Schmerz wird schon verfliegen
Habe alles bis heute ausgehalten
Es wider Erwarten überlebt so wird
Was kommt nur leichter werden
Glück das nicht bleibt war Genuss
Denke nicht weiter darüber nach
Ob ich enttäuscht zornig sein sollte
Nehme was war als meinen Schatz
Der mich bereichert hat nun mit
Sie verhielt sich wie sie ist
Muss darüber nicht mehr urteilen
Vieles wird für mich besser sein
Schöne Erinnerung soll bleiben
Vermisse vieles noch unendlich
Das wird noch ein wenig dauern
Aber kämpfe nicht mehr dagegen
Versuche mir nichts zu beweisen
Die große Liebe bleibt in mir
Habe viel genossen und gelernt
Gerade nach dem Ende nun
Das macht mich künftig reicher
Was ein Traum war vermissen
Scheint mit gut so und normal
Alles hat seine Zeit auch die
Trauer wie die Liebe sogar
Aus Träumen erwachen wir
Dann sind sie halt zu Ende
Sie kommen auch nie wieder
So schön sie auch waren
Das Leben um einen Traum
Bereichert weiter leben wollen
Ist viel schöner als wieder
Wollen was nie mehr kommt
Sage meiner Prinzessin so
Lebewohl es war ein schöner
Traum mit dieser auch etwas
Verrückten Frau sich zu lieben
jens tuengerthal 16.6.2019
Wieviel Freiheit steckt
Im Wissen großer Liebe
Schon als Erfahrung
Bindet sie allein
Oder verleiht sie Flügel
Zur großen Freiheit
Wurde von meiner
Großen Liebe gefunden
Wie auch verlassen
Sie machte also
Weniger glücklich als am
Anfang versprochen
Es passte perfekt
In manchem aber war auch
Die Hölle zugleich
Aber die Liebe
Blieb dennoch eine große
Zumindest in mir
Gab mir die Freiheit
Aus Liebe alle Grenzen
Zu überschreiten
Große Liebe bleibt
Kleine dagegen verfliegt
Zeit wird es zeigen
Muss einfach warten
Was passiert zu erkennen
Ob sie je groß war
Warte auf nichts mehr
Von ihr sondern lass mich vom
Leben überraschen
Staunen wohin es
Die große Liebe einst zieht
Hält mich neugierig
Die Liebe lebt nun
Allein in mir weiter bis
Sie ihr Ziel findet
Wer Liebe verliert
Hatte wohl niemals genug
Daran zu glauben
Wer Liebe behält
Trotz aller Erniedrigung
Kann wirklich lieben
Habe am Ende
Mehr gewonnen wie gehabt
Kann zufrieden sein
jens tuengerthal 16.6.2019
Sich Zeit zu nehmen
Das Richtige zu tun ist
Ein großer Gewinn
Habe nie mehr Zeit
Dies zu genießen gehabt
Nehme sie mir nun
Zeit geht verloren
Ohne zu genießen wenn
Wir zu schnell wollen
jens tuengerthal 15.6.2019
Auf mich zu achten
Bedacht mit mir umgehen
Zeigt meine Kräfte
Statt funktionieren
Sich Auszeit nehmen tut viel
Besser als gedacht
Achtsamkeit mit mir
Ist Schlüssel einer Zukunft
Ohne Ausbeutung
Am Ende stärker
Als sich vorher zugetraut
Lohnt sich Zeit nehmen
Bedenke vieles
Damit es besser geht als
In trauriger Zeit
Der Gewinn scheint mir
Ernorm verglichen vorher
Mit sich zufrieden
jens tuengerthal 15.6.2019
Dichtung und Wahrheit nannte Goethe
Seine Lebenserinnerungen einst noch
War es mehr Dichtung oder Wahrheit
Besteht da im Leben ein Gegensatz
Bedichtete die große Liebe zu meiner
Traumfrau und Prinzessin fast 2 Jahre
Wie nun den Schmerz über den Verlust
Alles ohne Anspruch auf Wahrheit je
Drückte meine Gefühle in Versen aus
Wie es meinem Wesen entspricht
Was sicher oft ungerecht sich irrte
Aber immer wirklich gefühlt war
Manchmal schrieb ich auch so
Wie sie es gern hören wollte um
Als geliebter Dichter glücklich zu sein
Was am Ende seltener nur gelang
Später schrieb ich auch das genaue
Gegenteil aus lauter Verzweiflung
Doch immer ganz nah bei meinem
Gefühl das ich so völlig offenbarte
Zwischen Verzweiflung und Wahn
Dichtete ich ihr während wie später
Wohl manchen Unsinn auch an
War die Prinzessin doch nur Mensch
Erregte vermutlich mit manchen
Versen aus der blinden Verzweiflung
Die wortlos mich zurückließ ihren Zorn
Egal ob gerecht dabei oder nicht
Es war mein Weg dies große Gefühl
Dem ich mein Leben geschworen
Wie das verzweifelte Nichts irgendwann
Als geschrieben ablegen zu können
Es ging nicht um Wahrheit dabei je
Die immer Erfindung eines Lügners ist
Sondern um den Kampf der Gefühle
Den ich aus mir so nach außen trug
Suche keine Wahrheit mehr wüsste
Nicht mal wozu dies dienen sollte
Sondern Antworten auf die Fragen in mir
Die mich in den Wahnsinn trieben
Dichten half mir aus der Depression
Ließ mich neue Wege erkennen um
Wieder in Worten zu finden statt nur
Verzweifelt wahnsinnige Mutmaßungen
Es schlicht nüchtern als Sex auf Zeit
Zu betrachten oder Genuss zu nennen
Lag mir fern weil es immer auch Quai war
Die nun endlich überstanden scheint
Wer nicht redet bekommt Antworten
Die auch nicht gefallen können weil
Eben alles unklar verwirrt voll Gefühl
Ob Hass oder Liebe ganz egal blieb
Die Worte haben mich befreit als es
An der Zeit und alle Gefühle genug
Beschrieben worden waren in diesem
Einsamen Kampf ohne Worte noch
So ist es am Ende doch wieder wohl
Dichtung und Wahrheit die sich sich
Zwischen den Zellen als Weg fand
Mit dem verzweifelte Liebe sprach
Verblieben schließlich die Worte meine
Freunde mir treu und retteten mich
Aus der Depression und mit ihr hat das
Weniger zu tun als allein mit mir
War wie Montaigne es von sich einst
Schrieb absolut aufrichtig in meinem
Gefühl stand nackt vor meinen Lesern
Insofern war es was Wahrheit genannt
Wusste nie wie weit meine teils wirren
Gedanken je einer Realität entsprachen
Aber sie waren immer wirklich gefühlt
Nun verfliegen sie wie die Liebe auch
Neue Themen und Fragen warten
Zwischen Dichtung und Wahrheit
Zu Versen zu werden was immer
Die wunderbare Welt zu mir trägt
Goethe nannte seine Autobiografie
In Briefen auch ein Märchen was viel
Über Dichtung oder Wahrheit verrät
Wohl ist es mit meinen Versen ähnlich
Lebte ein Märchen von einem Traum
Von Liebe zumindest manchmal doch
Glaubte daran als sei es die Wahrheit
Verzweifelte als das Märchen endete
Alle Märchen enden mit und wenn sie
Nicht gestorben sind was zumindest
Bisher nicht der Fall bei den Beteiligten ist
Also soll auch dieses Märchen so enden
Wenn am Ende alle glücklich sind
Mit dem was ist bleibt völlig egal
Was Dichtung oder Wahrheit war
Und wenn sie nicht gestorben sind …
jens tuengerthal 15.6.2019
Der Dichter sucht sich
Lösungen über Worte
Als seine Brücke
Dichten ist mein Weg
Dinge zu verarbeiten
Ein kreativer Weg
Denken geht voraus
Aber Schreiben erst macht die
Gedanken sichtbar
Dichtung ist Liebe
Diese wurde zum Gedicht
Gutes wie schlechtes
Habe die Liebe
Nach langem Kampf in Versen
Endlich abgelegt
Worte haben mich
Aus Verzweiflung gerettet
Sind meine Freunde
Bleibe ein Dichter
Auf der Suche nach Worten
Für Unsagbares
jens tuengerthal 14.6.2019
Wege zur Lösung
Zeigen sich mit dem Aufbruch
Statt Festhalten
in Bewegung sein
Statt vorher Erstarrung ist
Der richtige Weg
Dabei innerlich
Zur Ruhe kommen ist
Einfach Konsequenz
jens tuengerthal 14.6.2019
Die Lösung suchen
Bleibt der beste Weg aus der
Krise zu kommen
Der Kraftgewinn durch
Lösungssuche ist immer
Mehr als Krise raubt
Habe am Ende
Also mehr gewonnen als
Mit ihr verloren
jens tuengerthal 14.6.2019
Krise als Chance
Schien wie Eso-Gelaber
Dem kritischen Geist
Erst in der Krise
Merkst du plötzlich wie wichtig
Der Sichtwechsel wird
Ein Neuanfang
Aus unerwartetem Nichts
Wurde mir Chance
Wenn alles wegbricht
Wovon du lange geträumt
Bist du völlig frei
Die Freiheit sehen
Statt das Nichts fürchten macht die
Krise zur Chance
jens tuengerthal 14.6.2019
Feiner Tee gleicht dem
Leben wird immer besser
Mit jedem Aufguss
jens tuengerthal 14.6.2019
Mit sich Innerlich
Ins Gleichgewicht kommen
Öffnet Glück Wege
Gleichgewicht heißt auch
Nach keiner Seite fallen
Stabil zu stehen
Mit sich zufrieden
Sich wieder lieben lernen
Glücklich zu werden
Große Aufgaben
Füllen die Leere in mir
Hoffentlich wieder
Es sich vornehmen
Ein guter Anfang endlich
War dringend nötig
Zurück zu meiner
Natur als Genießer so
Finden hilft weiter
Alles wird besser
Zeit heilt hoffentlich Wunden
Irgendwann endlich
Zwinge mich dazu
Weil alternativlos wenn
Leben weiter will
Alles ist gut so
Besser als vorher sicher
Sage ich mir laut
So lange bis ich
Endlich fühle was Verstand
Schon lang predigt
Leere blieb ohne
Verlorenen Liebestraum
Der für immer war
Träume enden beim
Aufwachen immer plötzlich
Weiß ich eigentlich
Fülle die Leere
Mit mir um endlich wieder
Genießer zu sein
jens tuengerthal 13.6.2019
Trinke immer Tee
Häufig den gleichen manchmal
Wechsel ich aber
So wird Gewohnheit
Wieder was besonderes
Gegen den Rhythmus
Tee zu genießen
Wurde feste Gewohnheit
In meinem Alltag
jens tuengerthal 13.6.201
Hat der Sommer mehr
Erotik als andere
Zeiten im Leben
Leicht bekleidet
Wird Lust viel schneller geweckt
Nur die Hitze bremst
Schwitzende Leiber
Träumen von Vereinigung
Aber tun wenig
Trägheit gegen Trieb
Siegt nicht immer die Natur
Da hilft Abkühlung
Lust sucht im Sommer
Neue Wege gern langsam
Und endet doch gleich
Schnelle Erregung
Wird durch Hitze ausgebremst
Im Ergebnis gleich
jens tuengerthal 12.6.2019
Damen in Kleidern
Lassen ihre Figuren
Vom Stoff umspielen
Männer betrachten
Erfreut Frauenfiguren
Träumen sich weiter
Die Sommerstimmung
Gibt tiefere Einblicke
Voll zarter Hoffnung
jens tuengerthal 12.6.2019
Nach dem Unwetter
Ist Berlin reingewaschen
Klare Luft am Platz
Wieder vorm Café
Genieße ich einen Tee
Rosen zur Pfeife
Endlich abgekühlt
Passt heißer Tee wunderbar
Rundet Stimmung ab
jens tuengerthal 12.6.2019
Dunkel wurde es
Der Donner grollt laut
Erster Regen fällt
Feuerwehr fährt schon
Hörbar erste Einsätze
Das Unwetter kommt
Sturmwarnung kam noch
Für Windstärke zwölf dazu
Blitze zucken hell
Eine Stimmung wie vorm
Weltuntergang um den Platz
Wind fegt durch den Hof
Wolken rasen stumm
Über den grauen Himmel
Beobachte es
Ein kleiner Ausschnitt
Himmel über dem Fenster
Zum Hof meine Welt
Natur erleben
Die voller Kraft alles
Verweht passt perfekt
Nach dem Unwetter
Wird alles neu erstehen
Genieße es nur
Leben wie Wetter
Erträgt manche Stürme auch
Dann geht es weiter
jens tuengerthal 12.6.2019
Wortartisten sind
Beweglich in der Sprache
Über Abgründen
Turnen mit Verben
Um Vorliebe der Nomen
Wie Adjektive
Satzungeheuer
Erlegen sie entschlossen
Zum Punkt zu kommen
jens tuengerthal 12.6.2019
Will endlich wieder
Mit Perspektive suchen
Für bessere Sicht
Lange wie gelähmt
Endlich von allem befreit
Liegt Zukunft vor mir
Mein Können fördern
Die Talente auskosten
Schöne Aussichten
jens tuengerthal 12.6.2019
Lausche dem Regen
Himmel leuchtet von Blitzen
Eine wilde Nacht
Traumhaft einschläfernd
Plätschert der Regen im Hof
Schließe die Augen
Glücklich nun im Bett
Genieße laute Natur
Fern grollt noch Donnerl
jens tuengerthal 11.6.2019
Beziehung die sich
Geschlechtlich nur finden kann
Hinterlässt Leere
Dies zu vermeiden
Laden wir sie emotional auf
Gefühl verdeckt es
Die sexuelle
Abhängigkeit macht unfrei
Verdrängen wir gern
Beziehung ohne
Lust sucht gern einen Ersatz
Kann funktionieren
Nach der Natur ist
Trieb auf Befriedigung aus
Wenig finden sie
Beziehung braucht für
Dauer immer mehr als
Lust und ein Gefühl
Genießen was ist
Genügt völlig wenn beide
Zufrieden damit
jens tuengerthal 11.6.2019
Gelten strenge Regeln
Bei der Annäherung von
Geschlechtern immer
Variieren sie
Zwischen den Menschen jeweils
Nach dem Charakter
Unterschiedlich wie
Alle Menschen eben stets
Sind Bedürfnisse
Dennoch ist vieles
Auf dem Weg zum Sex ähnlich
Dieser ohnehin
Wir ignorieren
Die stete Wiederholung
Für Spannung gerne
Manche betonen
Das Besondere immer
Trotz Wiederholung
Viele der Frauen
Denen ich mal näher kam
Wollten genau das
Bei Sex mit Gefühl
Ist Besonderheit noch viel
Wichtiger als sonst
Das Tempo bei der
Annäherung ist wichtig
Nie ungeduldig
Zu gelassen gilt
Als Desinteresse schnell
Verspielt es wieder
Zu ehrgeizig löst
Eher immer Abwehr aus
Mittelweg ist Gold
Regeln gelten nach
Kultur unterschiedlich streng
Reden hilft dabei
Wo der Trieb stärker
Besiegt er alle Regeln
Treibt zueinander
Darauf zu warten
Erfordert Geduld die sich lohnt
Der Rest ist egal
Vieles lohnt wenig
Darum warte ich heute
Lieber viel länger
Ungeduld bekommt
Immer wieder schlechten Sex
Der entbehrlich ist
Keine Regel gilt
Immer in allen Fällen
Es zählt erfühlen
Natur sucht Wege
Zueinander wenn es passt
Von ganz alleine
jens tuengerthal 11.6.201
Warum spielen wir
Geschlechtlich interessiert
Immer in Rollen
Folgen stets Mustern
Die Erwartung entsprechen
Ist das natürlich
Wäre es anders
Besser oder würde dann
Sex schnell langweilig
Vermutlich gehört
Das Spiel zur Illusion die
Sex erst spannend macht
Würden wir wollen
Kämpften wir nicht mehr darum
Sex zu bekommen
Sex wird zum Wunder
Weil so absurd errungen
Statt einfach Vollzug
jens tuengerthal 11.6.2019
Männer und Frauen
Sitzen heute getrennt
Im Gespräch vertieft
Beide Seiten sind
Natürlich gelöster im
Gespräch als gemischt
Was will die Natur
Warum spielen wir immer
Wo wir uns mischen
jens tuengerthal 11.6.2019
Vor dem Gewitter
Bei ersten Tropfen
Noch angekommen
Leuchtender Himmel
Wie erste Blitze lassen
Wildes erwarten
Schwitzende Spannung
Der Schweiß rinnt wartet auf die
Endlich Abkühlung
jens tuengerthal 11.6.201
Wie reich ist mein Sein
Allen Zweifeln zum Trotz doch
Was blieb mir alles
Finde schon alles
Zum Glück nötige in mir
Schaue ich nur hin
Eine Welt voller
Gedanken getragen nur
Vom freien Willen
Die Fähigkeit zu
Genießen und den Genuss
Auch zu verschenken
Dies zu würdigen
Heißt Leben wirklich lieben
Chancen zu nutzen
Lieben zu können
Wie darum auch zu leiden
Belegt mein Talent
An große Liebe
Weiter glauben zu wollen
Zeigt mir meine Kraft
Erfüllung beim Sex
Finden und schenken können
Ein großes Geschenk
Vor diesem Reichtum
Dankbar will ich genießen
Was Leben schenkte
jens tuengerthal 10.6.2019
Weiter sein wollen
Keine Voraussetzung zu
Können aber Grund
Grund genug weiter
Darum täglich zu kämpfen
Bleiben zu können
Sein ist natürlich
Beschränkt darum sollten wir
Nutzen was noch ist
Wieder genießen
Wie wunderbar Sein sein kann
Ist Hoffnung genug
Irgendwann vielleicht
Wird Wille wieder stärker
Dann lohnte es sich
Die bloße Hoffnung
Muss gerade genügen
Ist noch mehr als Nichts
jens tuengerthal 10.6.2019
Bin für mein Sein nun
Alleine nur zuständig
Funktioniert besser
Noch in Beziehung
Drückten wir beide täglich
Uns um die Pflichten
Der andere soll
Erstmal auch etwas machen
Verhindert vieles
Aufgeräumt geputzt
Schöner als je gemeinsam
Machte ich es mir
Dinge zu machen
Statt verschieben tut besser
Einfache Einsicht
Wer es sich im Sein
Nicht mehr schöner macht hat schon
Alles verloren
Immer zuständig
Für mein Glück zu sein befreit
Leben nachhaltig
jens tuengerthal 10.6.2019
Braucht Sein je Gründe
Oder genügt es an sich
Auch glücklich zu sein
Lange machte mich
Anderes Sein unglücklich
Verzweifelt liebend
Sein war abhängig
Darum unglücklich mit sich
Brauchte erst Freiheit
Liebe gab meinem
Sein vermeintlichen Sinn der
Mit dieser verflog
Habe keinen Grund
Für das Sein je gefunden
Genieße nur noch
Sein ist eine Lust
Wo wir genießen können
Was völlig genügt
Liebe das Leben
Genieße jeden Moment
Mehr Sinn gibt es nie
jens tuengerthal 10.6.2019
Folgt Freiheit Instinkt
Oder trägt sie der Wille
Nach ihrer Natur
Freiheit entscheidet
Zwischen Möglichkeiten um
Damit zu wählen
Ist dies angelegt
Schon in der Natur oder
Lernen wir es erst
Manche fühlen sich
Von Wahlfreiheit überfordert
Entscheiden nicht gern
Andere könne
Ohne Freiheit nicht leben
Kämpfen auch dafür
Entspricht der Wille
Zur Freiheit unsrer Natur
Sucht sie instinktiv
Freiheit erfordert
Die bewusste Entscheidung
Der Instinkt niemals
Instinkt zu folgen
Reagiert nach der Natur
Ohne Entscheidung
Dem Bauch vertrauen
Scheint uns natürlich zu sein
Ignoriert Freiheit
Wollen wird sollen
Ohne Entscheidung dafür
Wir entmenschen uns
Dennoch liegt beides
In unserer Natur schon
Wille wie Triebe
Was uns dominiert
Offenbart unser Wesen
Vielen unbewusst
Strebe nach Freiheit
Im vollen Bewusstsein meiner
Auch engen Grenzen
Gefühl und Triebe
Verdrängen immer gerne
Unsere Freiheit
Das Bewusstsein dessen
Hält beide im Gleichgewicht
Was mir nun genügt
jens tuengerthal 9.6.2019
Ist Instinkt Natur
Will einfach überleben
Es gut zu haben
Wohin gehört dann
Gefühl das daran zweifelt
Aus der Verzweiflung
Instinkt und Gefühl
Widersprechen sich gerne
Was ist natürlich
Wenn Gefühl krank macht
Ist Krankheit dann auch Natur
Hilft ihr der Instinkt
Brauchen wir Willen
Krankheit zu überleben
Folgt dies dem Instinkt
Was will die Natur
Oder ist sie willenlos
Reagiert allein
Ist Freiheit Natur
Gehört Wille dann dazu
Gegen den Instinkt
Instinkt will leben
Gefühl nun lieber sterben
Wohin wollen wir
Soll Gefühl sterben
Auch gegen seinen Instinkt
Fürs Überleben
Ist Leben wollen
Ein natürlicher Instinkt
Vom Willen geführt
Hilft Vernunft Natur
Gegen Instinkt des Gefühls
Zu überleben
Auf langer Suche
Sind Fragen ohne Antwort
Bleibt vieles offen
jens tuengerthal 9.6.2019
Um dauerhaft zu
Genießen was ist braucht es
Auch Ordnung in sich
In sich aufräumen
War aller Freude Anfang
Um Platz zu haben
Am Ende steht die
Zufriedenheit als Hochgenuss
Im geteilten Glück
jens tuengerthal 9.6.201
Zum Neubeginn ist
Alles offen im Leben
Welch große Freiheit
Statt nichts mehr nun aus
Allem seinen Weg wählen
Eröffnet Chancen
Mein Lebensplan ist
Alles mehr zu genießen
Genügt vorläufig
jens tuengerthal 9.6.2019
Numerisch den Meister der Lust
Der immer die Liebe auch suchte
Längst eingeholt fragte ich mich
Was nun kommt und wie weiter
Casanova schrieb im Alter jammernd
Auf Schloss Dux in Böhmen seine
Berühmten Lebenserinnerungen
Bedauerte keine Frau mehr zu haben
So wollte ich nie enden dachte ich
Band mich an jede möglichst für
Immer verlobte mich viermal ohne
Bis jetzt eine geheiratet zu haben
Die Ehe als normierter Bund ist meist
Der Tod von Liebe und Lust denke ich
So gesehen war wohl alles richtig so
Fraglich bleibt nur die Einsamkeit
Gerade bei der letzten Liebsten noch
Deren Schönheit und Lust alles übertraf
Schien mir die Ewigkeit schöner Traum
Die es in der Liebe real nie geben kann
Wirklich wurde es mir unter Zweifeln
Zum alles dominierenden Alptraum
Der mich als unfreien Sklaven hielt
Ohne den Willen sich zu befreien
Ist diese Entwicklung ganz typisch
Oder eher ihrem Alter geschuldet
Das natürlich wechselhaft unstet ist
Wo ich das Gegenteil mir wünschte
Alle Erfahrung hat mir gezeigt desto
Fester ich eine Liebe im Leben hielt
Um so mehr ich innerlich auf sie baute
Desto schneller verschwand sie auch
Wo ich dagegen eher unschlüssig noch
Freiheit und Lust einfach genoss wuchs
Tiefere Bindung ohne Schmerzen mir
Unklar blieb nur ob dies kausal war
Bei der letzten großen Liebe wollte ich
Aus Erfahrung klüger es besser machen
Bemühte mich daher um Gleichgewicht
Was sie im Ergebnis endgültig vertrieb
Viele Jahre älter als meine Liebste
Schien dies nachhaltige Denken mir
Einzig vernünftige Antwort zu sein
Auf den Verlust der Spannung davor
Doch ist Liebe weder planbar noch
Verhalten sich alle gleich auch wenn
Viele Menschen ihre Muster stets
Wiederholen auch im Unglück
Was im Ergebnis richtig war weil es
Beide aus unfreier Liebe befreite war
Lang genug beredet wurde führte
Zur Frage was nun und in Zukunft
Kenne das Vorbild des alternden
Casanova zur Genüge fand es stets
Abstoßend und niemals ein Vorbild
Weil er nicht glücklich sein konnte
Möchte nicht jammernd einst enden
Wie Casanova alle Verluste bedauern
Sondern zufrieden glücklich nur sein
Doch kann die Liebe dahin führen
Zufriedenheit mit sich scheint mir
Heute wichtiger als nur die eine
Auch wenn mit ihr alles traumhaft
Was Wirklichkeit logisch nie zulässt
Schaue befreit auf mein Leben nun
Zurück und denke du hattest alles
Was Mann emotional wie sexuell
Sich nur träumen konnte schon
Wo alles schon war ist es nun Zeit
Sich daran zu freuen und davon zu
Erzählen statt sich übertreffen noch
Oder irgend mehr noch zu wollen
So hat es Casanova getan leider
Nur im jammernden Ton weil ihm
Die Hand nicht das Weib ersetzte
Er sich noch übertreffen gern wollte
Das liegt mir inzwischen völlig fern
Hatte alles und muss mir nichts mehr
Beweisen bin mit mir befreit zufrieden
Liebe findet sich wenn nur wo frei
Wollte nie ein Casanova im Leben sein
Dachte Familie zu gründen um darin
Als treuer Gatte glücklich zu werden
Was mir nur zeitweise vergönnt war
Von aller Erfahrung gesättigt heute
Würde ich noch das gleiche wollen
Nur ohne Sorge etwas zu verpassen
Weil Familie meiner Natur entspricht
Zugleich genieße ich die Einsamkeit
Nach gescheiterter Gemeinsamkeit
Nun um so mehr auch und will nichts
Ändern außer mehr zu genießen was ist
Ohne jede Erwartung an das Leben
Genieße ich geschenkte Momente
Was mir wichtiger scheint heute als
Die Erfüllung des Casanovatraum
jens tuengerthal 9.6.2019
Ist Lust einfach Glück
Oder mehr Haltung dazu
Lustvoll genießen
Lust erscheint uns nie
Nach Plänen ordnungsgemäß
Kommt eher spontan
Ob wir genießen
Bleibt eine Haltungsfrage
Also stets beides
jens tuengerthal 8.6.2019
Ist immer aller
Absolutismus einfach
Weil absolut Mist
Wer immer alles
Besser weiß irrt häufiger
Lehrt die Erfahrung
Am Ende bleiben
Relativ betrachtet mehr
Chancen zum Genuss
jens tuengerthal 8.6.2019
Glück ist relativ
Begrenzt seiner Natur nach
Nichts bleibt für immer
Leben ist begrenzt
Keiner kann ewig leben
Wir sind vergänglich
Das größte Glück ist
Alles genießen können
Wie es eben ist
jens tuengerthal 8.6.2019
Das Leben leichter
Als Vergnügen zu nehmen
Genügt wohl zum Glück
Sich nun vergnügen
Könnte glücklicher machen
Als noch zu hoffen
Hoffnung auf Dauer
Bleibt ewig unerfüllt doch
Weil nichts Dauer hat
jens tuengerthal 7.6.2019
Nach Jacques der Fatalist von Denis Diderot
Glück ohne Dauer
Wird Vergnügen nur genannt
Sagt der Fatalist
Vergnügen einfach
Genießen genügt manchen
Macht Leben leichter
Nichts ist von Dauer
Also alles Vergnügen
Genießen wir es
jens tuengerthal 7.6.2019
Am Ende danken
Für auch wunderbare Zeit
Macht zufriedener
Ein gutes Ende
Liegt mir im Wesen näher
Als Rache und Hass
Habe tange gekämpft
Aber nun losgelassen
Was sich gut anfühlt
Dankbar und glücklich
Für neue Erfahrung auch
Alles ist gut so
Fliegen lassen macht
Frei für ein Leben danach
Schenkt beiden Zukunft
Komme was wolle
Keine muss ersetzt werden
Es bleibt einmalig
jens tuengerthal 7.6.2019
Eine Depression lässt dich erst
Das Glück des Lebens wirklich
Schätzen wie die Schönheit des
Moments danach voll auskosten
Manchmal noch wellenweise kommt
Die große Traurigkeit wieder über mich
Trauere ich um meine große Liebe
Wider alle Vernunft und vorige Verse
Doch wie nach einem schweren Sturm
Ebben die Wellen langsam ab sind nicht
Mehr so hoch und stark mich nochmal
Völlig aus dem Leben zu werfen
Wer die große Traurigkeit die alles dann
Um dich hässlich und furchtbar macht
Noch nicht kennt mag glücklich damit sein
Doch wer es kennt kann um so mehr genießen
Diese Chance genutzt zu haben als mich
Der Schmerz und die Verzweiflung ergriffen
Das Leben mir völlig wertlos erschien ohne
Die wunderbarste Frau der Welt war gut
Es hat mir gezeigt wie tief ein Mensch
In sich versinken kann auch in völliger
Hilflosigkeit monatelang wie gelähmt ist
Sich am kleinsten Lichtstrahl noch hält
Als mir irgendwann klar wurde es ist gut so
Du siehst sie besser nie wieder nach allem
War das Gefühl der Liebe noch nicht weg
Sondern wogte noch einmal viel höher
Unvorstellbar schien mir ein Leben ohne
Ihre süßen Füße zu küssen oder mich um
Sie bei ihren Zusammenbrüchen zu sorgen
Zärtlich neben der Liebsten einzuschlafen
Noch immer während ich dies schreibe
Pocht schmerzvoll die Erinnerung weiter
Liebe lässt sich keinen Abgang befehlen
Auch wenn es nun Gründe genug gibt
Doch genieße ich dabei einen feinen Tee
Der Vanilleduft erinnert an ihren Schoß
Den ich zwei Jahre genießen durfte
Was doch ein relativ langes Glück war
Länger hätte ich es vermutlich nicht mehr
Ertragen wäre wahnsinnig geworden
Unter ihren wechselnden Stimmungen
Die dauernd alles infrage stellen mussten
Gestehe mir die Trauer um Schönes zu
Nehme mir Zeit den Schmerz zu heilen
Um die große Freiheit wieder zu genießen
Die sich in Momenten schon wieder zeigt
Hätte ich mich von ihr getrennt wofür ja
Vernünftig betrachtet immer viel sprach
Hätte ich mir zwar viel Leid erspart aber
Wäre um die tiefe Erfahrung gekommen
Leide nicht gerne am Herzbruch bin kein
Masochist und hätte lieber gänzlich darauf
Verzichtet im Leben doch ist es ein Glück
Zu wissen wie tief Liebe gehen kann
Es gab wie es war keine Chance mehr
Glücklich zu werden wir waren gefangen
In der Hölle der Mißverständnisse aus der
Uns nur der harte Bruch befreien konnte
Ob sie leichtlebig und oberflächlich ist
Mit wenig Tiefgang den nächsten angelt
Was mit ihrer Schönheit ein Kinderspiel
Ist für mich inzwischen egal geworden
Dank dieser Liebe bin ich um eine große Erfahrung
Reicher geworden kenne das Leben in
Völliger Dunkelheit ohne die kleinste Hoffnung
Wenn sogar deine Liebe auf dich einschlägt
Habe es überlebt was mir lange unglaublich schien
Immer wenn ich dachte ich wäre jetzt völlig am Ende
Kam ein noch größerer Schmerz aber auch
Dieser schaffte es nicht mich umzubringen
Bin tausende Kilometer voller verzweifelter Gedanken
Gelaufen und stand an mancher Brücke schon allein
Wie wertvoll wird da das erhaltene Leben
Völlig egal ob sie diese Gefühl je wert war
Die Depression gab mir somit die Chance
Über meine mir bekannten Schwächen
Hinauszuwachsen sie mir einzugestehen
Wie zu spüren dass ich dennoch liebend gönne
Aus dunkelsten Tälern wieder ans Licht zu kommen
Ist erstmal berauschend und blendend doch mehr
Noch lehrt es mich über Lebenskräfte
Die ich mir ungeprüft nie zugetraut hätte
Erniedrigt gehasst und völlig am Boden zerstört
Wieder aufzustehen und das Licht zu sehen was
Auch in der tiefsten Finsternis irgendwo scheint
Ist nicht einfach gewesen aber stärkt ungemein
Was soll mir noch im Leben passieren denke ich
Nichts könnte schmerzvoll schlimmer sein
Dabei ist sie mir fast völlig egal geworden
Mit ihrem hässlich kalten Benehmen und allem
So war auch diese Episode meines Lebens
In dem ich dem Tod schon in vielen Formen
Sehr nah begegnet bin eine Bereicherung
Die mich über mich hinaus wachsen ließ
Dankbar auch ihr für diese großen Gefühle
Versöhnt mit allem was war möchte ich auch
Die gefühlt große Liebe nicht mehr kleinreden
Egal was sie oder andere dazu noch meinen
Bin über mich hinaus gewachsen und fürchte
Nichts mehr weil alles danach nur besser ist
Bin nicht mehr gefangen in meinen Ängsten
Sondern kann mein Leben frei gestalten
Als hätte ich durch diese grausame Trennung
Wie meine unendlichen Zweifel am Leben ein
Zweites Leben geschenkt bekommen nun oder
Vielleicht auch das dritte oder vierte inzwischen
Dieses neue Leben kann ich frei gestalten
Wenn langsam die Kräfte zurückkehren
Muss vor nichts mehr weglaufen sondern lieber
Darüber schreiben um Erfahrung zu teilen
Depressionen sind etwas ganz furchtbares
Sie zerstören alles in dir und nehmen jede
Hoffnung aus dem Rest Leben aber sie zu
Überwinden zeigt dir erst all deine Kräfte
Habe vieles verstehen gelernt endlich was
Immer befremdlich mir eigentlich schien
Dadurch meinen Horizont sehr erweitert
Wofür ich dankbar bleiben möchte
Niemand konkretes auch ihr nicht aber
Dem Leben was doch stärker war als
Die Hoffnungslosigkeit nach dem Fall
Was gerade glücklich zufrieden macht
Sie war der Auslöser und quälte mich
Schlimmer und grausamer noch weiter
Aber es war meine Sache allein aus der
Eigene Kraft mich langsam wieder befreit
Kann und werde ohne sie leben will es auch
Sie spielt bei diesem Glück keine Rolle mehr
Wurde ein Stück meiner Liebesgeschichten
Wird irgendwann noch Literatur auch werden
Weiß nun ich kann alles schaffen auch wenn
Kein Wille mehr da war ging es noch weiter
So werde ich weiter meinen Weg nun gehen
Diese wunderbare Welt täglich zu genießen
jens tuengerthal 7.6.2019
Bin beim schlimmsten Unwetter
Mit meinem Schirm in kurzer Hose
Raus um um den Platz zu flanieren
Das schöne Leben im Regen genießen
Nach wenigen Metern schon durfte ich
Einer jungen schönen Russin bereits
Unter meinem Schirm Asyl gewähren
Die sich sogleich vertraut einhakte
Vielleicht war diese sinnliche Nähe
Eher dem Unwetter geschuldet als
Der zufälligen Sympathie aber schön
War beides verbunden um so mehr
Verirrte mich in meiner Besserwisserei
Sogleich auf dem Weg zu ihr konnte
Aber mit ihr am Ende bei einer Umarmung
Herzlich darüber noch lachen
So hatte sich der kleine Spaziergang
Ungeplant etwas verlängert was doch
Ein Glück für mich jedenfalls war und
Wir freuen uns nun auf ein Wiedersehen
Dann noch im nachlassenden Regen
Ohne Donnergrollen alleine wie zuvor
Geplant beschwingt um den Platz flaniert
Durch dann wieder dampfende Straßen
Noch mit dem Zeitungsverkäufer geplaudert
Der mir seine große Tochter gleich vorstellte
Mit dem Späti-Besitzer Worte gewechselt
Einige Damen in Cafés angelächelt
Wie schön das Leben beim Unwetter
Werden kann wenn alle erleichtert
Endlich von großer Hitze am liebsten
Nackt im Regen tanzen würden
jens tuengerthal 6.6.2019
Nackt nach der Hitze
Erlösendem Gewitter nun
Lauschen macht glücklich
Alles fließt herab
Wind stößt böenweise zu
Kühler Erfrischung
Donner nimmt Spannung
Welche endlich Erlösung
Gewitter wie Sex
jens tuengerthal 6.6.2019
Humor beim Sex
Ist erregender noch als
Die beste Technik
Das ineinander
Finden bleibt immer komisch
Ein Steckspiel eben
Lachen können hilft
Immer besonders wo es
Peinlich sonst würde
jens tuengerthal 6.6.2019
Ist Sex noch komisch
Oder ernst zu nehmen
Als der Höhepunkt
Über Sex lachen
Weniger ernst zu nehmen
Lockert uns dabei
Unser tierisches
Verhalten komisch finden
Ist zivilisiert
Amüsant daran
Wie schematisch es abläuft
Immer wieder gleich
Gestöhn im Verlauf
Verkündet guten Erfolg
Gerne vorgetäuscht
Darüber lachen
Macht tierisches erst menschlich
Nimmt Sex seinen ernst
jens tuengerthal 6.6.2019
Ist Liebe komisch
Oder als bloßes Gefühl
Die reine Wahrheit
Gerne glauben wir
Liebe sei letzte Wahrheit
Obwohl nur Gefühl
Gefühle wechseln
Aussagen darüber sind
Relativ gültig
Alle Worte zu
Ewiger Liebe gelten
Zeitlich relativ
Liebe weniger
Ernst nehmen gefährdet die
Großen Gefühle
Wer Liebe ernst nimmt
Geht schnell verloren aber
Wer nicht verliert sie
Es bleibt hoffnungslos
Unvernünftig darüber
Zu lachen befreit
jens tuengerthal 5.6.2019
Wie komisch ist
Die Relativität der
Letzten Wahrheit doch
Vollkommen sicher
Ein ganzes Leben lang hielt
Nur relativ kurz
Fraglich was länger
Jemals gültig noch wäre
Als große Liebe
Ist wirklich alles
Zeitlich relativ nur wahr
Fragt sich was noch bleibt
Versprechen lieber
Für sich behalten entbehrt
Späterer Lügen
Darüber lachen
Befreit vom Aberglauben
An Mädchenworte
jens tuengerthal 5.6.2019
Über nichts lachen
Wenn eine die alles war
Plötzlich Nichts wurde
Überall geblockt
Um unsichtbar zu werden
Löste sich in nichts auf
Statt Mutmaßungen
Über hysterisches Nichts lachen
Befreit unendlich
jens tuengerthal 5.6.2019
Ein Sommerabend
Bei letzter Hitze am Platz
Dämmern genießen
Damen mit Fächern
Wedeln sich Erholung noch
Vor rosa Himmel
Stimmung gelöst
Heiteres plaudern über nichts
Aber engagiert
jens tuengerthal 5.6.2019
Befriedigung scheint
Geteilt mir als höchstes Glück
Allein in Ordnung
Umgekehrt wäre
Ehrlicher weil natürlich
Jeder für sich bleibt
Lügen der Liebe
Aufdecken ist Aufklärung
Also Befreiung
jens tuengerthal 5.6.2019
Was gut tut noch mehr
Genießen statt sich quälen
Tut immer besser
Nach Verbesserung
Streben heißt immer wachsen
Übe mich darin
Leben könnte so
Über mich hinaus wachsen
Als ein Hochgenuss
jens tuengerthal 5.6.2019
Es ist natürlich
Nach Harmonie zu streben
Zumindest mit sich
Manche Harmonien
Erzeugen miteinander
Laute Mißtöne
Wichtiger noch als
Erzwungene Harmonie
Ist Einklang mit sich
jens tuengerthal 5.6.2019
Ordnung zu schaffen
Gibt Leben Freiheit wieder
In klarem Rahmen
Chaos ist genial
Aber nur als Gegenüber
Innerer Ordnung
Räume gerne auf
Leben endlich zu führen
Statt verführt zu sein
jens tuengerthal 5.6.2019
Große Liebe bleibt
Kleine verschwindet wieder
Leben ist einfach
Kleine Liebe scheint
Manchmal größer als wirklich
Will nicht verschwinden
Was gegen Willen
Bleibt kompliziert unnötig
Einfaches Leben
jens tuengerthal 5.6.2019
Überlebt haben
Gibt unendlich Zuversicht
Alles wird besser
Was nicht schlimmer geht
Kann nur noch besser werden
Führt allein aufwärts
Alles durchlitten
Jede Hoffnung verloren
Kommt bald Land in Sicht
jens tuengerthal 4.6.201
Heute Nacht während ich mich
Im Bett schreibend enttäuschte
Über die verlorene große Liebe
Sprang mein Nachbar in den Tod
Er war wohl sofort tot wurde nur
Von der Polizei entfernt die noch
Die Spuren mit Sand verwischte
Den der Hausmeister auffegte
Hätte auch ich sein können war
Der erste Gedanke als ich es
Vom Nachbar dem Künstler
Betroffen erzählt bekam
Fragte mich dann laufend gleich
Ob ich es nicht hätte sein sollen
Der doch schon lange genug hat
Sich aber für das Leben entschied
Hörte den Knall und die Geräusche
Danach deutlich aber dachte mir nur
Es wird die frühe Müllabfuhr sein was
Ja irgendwie treffend diesmal war
Es wurden die Reste eines Menschen
Der nicht mehr sein wollte entsorgt und
Die Spuren beseitigt damit das Leben
Seinen Lauf ungestört nehmen kann
Der Tod kam mir so ungeahnt ganz nah
Hörte ihn sogar die Treppe zuvor noch
Hochgehen hätte es vielleicht verhindern
Können sagte ich mir etwas vorwurfsvoll
Wollte nichts von draußen mehr hören
In der Nacht und ging nicht ans Fenster
War damit beschäftigt mein Leben noch
Durch die Enttäuschung doch zu retten
Glaube nicht an höhere Zeichen oder
Sonstige himmlische Kräfte die mir
Damit etwas sagen wollten vielleicht
Das Leben ist mir wichtiger als ihm
Ob er Gründe dafür hatte oder einfach
Krank und damit hilflos war weiß ich
Nicht aber ich respektiere ihn als frei
Muss ihn dazu nicht krank reden
Verstand den Wunsch nicht mehr
Zu sein viel zu gut nach Monaten
Mit immer unerträglichem Schmerz
Was immer es war er hat es hinter sich
Sich währenddessen für das Leben
Zu entscheiden und den Tod dafür
Zu ignorieren als wenige Meter weiter
Er ihn wählte zeigt mir meine Kraft
Ignorierte den nahen Tod der mich
Nur als aufgeregte Erzählung viele
Stunden später einholte und es war
Gut so sich endlich zu enttäuschen
Gründe lieber zu sterben finden sich
Depressiv immer leicht wenn du alles
Was du liebtest verloren hast aber ich
Habe bewusst nun das Leben gewählt
Wie leicht könnte ich wieder schwanken
Trotz der endlich Enttäuschung blieb ja
Der große Schmerz in mir erhalten steht
Die Leichtigkeit noch auf dünnem Eis
Der Nachbar der den Tod nun wählte
Zeigt mir nur wie nah ich ihm auch war
Wie dankbar ich für meine Kraft sein kann
Es auch ohne Hoffnung auszuhalten
So feiere ich endlich enttäuscht nun
Lieber das Leben ganz nüchtern bei
Rosentee in der Stammbar am Platz
Was hab ich nochmal Glück gehabt
Leid tun mir Tote nicht sie sind ja
Nicht mehr und also frei von allem
Sehr leid tun mir die Angehörigen wie
Die Freundin wenn sie nicht Grund war
Leben kommt und geht wieder manchmal
Geht es ganz schnell und das Nichts
Kommt dir näher als geahnt während
Du dich für dein Leben entscheidest
Es stellen sich keine weiteren Fragen
Er hat sich entschieden ist nicht mehr
Auch das ist Ausdruck unserer Freiheit
Sie respektieren wahrt die Würde uns
Ganz nah kam mir der Tod heute der
Einfach alles in Nichts verwandelt aber
War trotz immer noch Schmerzen nicht
Irgend verlockend mehr mir wie gut
jens tuengerthal 4.6.2019
Viele Tische sind belegt
Vorm Café das Nachts zur
Bar hier am Platz wird
Von Innen klingt Musik
Menschen plaudern fröhlich
Kenne wenige heute hier
Kaum Paare eher getrennt
Geschlechtlich unter Freunden
Viele Männer auch mit Bärten
Damen sommerlich leicht noch
Nach großer Hitze und Gewitter
Zwei Damen vor mir reden englisch
Seltsam fremd und belanglos
Scheint mir diese vertraute Welt
Sitze als Flaneur nur daneben
Gänzlich ungerührt beobachtend
Kühler Wind weht angenehm
Um den Platz rauscht durch die
Hier Bäume hörbar die Damen
Reiben sich fröstelnd die Arme
Menschen beschäftigen sich mit
Einander um nicht allein zu sein
Doch scheint dies oft nur Ersatz
Für eine Suche nach irgendwas
Junge blonde Dame die Haare
Hochgesteckt im süßen Kleid
Gestreift raucht elektrisch etwas
Nervös bis er breirschultrig kommt
Völlig verändert dann ihr Verhalten
Haltung Lächeln und Gesten zeigen
Sie will gewollt werden im immer
Gleichem Spiel der Geschlechter
Erschreckend fast wie schlicht
Auf den ersten Blick durchschaubar
Dieses Spiel immer läuft und er redet
Ruhig zur Sache lässt sie zappeln
Dann kommt eine Dame wie er zuvor
Aus dem Haus hier begrüßt ihn innig
Sie eher nebenbei redet mit ihm und
Gibt ihm einen Schlüssel nebenbei
Die andere die zuerst da war sichtlich
Nervös spielt an ihrem Ohr und legt
Eine Hand zur Beruhigung in ihren
Schritt die Beine noch auseinander
Inzwischen schlug sie die Beine über
Ihre Hand immer wieder in den Haaren
Sucht sie Nähe über den Tisch mit ihren
Darauf ausgestrecktem Armen noch
Er ignoriert es und reagiert körperlich
Gar nicht wie ein muskulöser Fels
Während sie mit den Händen redet
Sich immer wieder irgendwo berührend
Sie spricht immer engagierter wobei
Sie zwischendurch ihre nackten Beine
Streichelt und macht ihm endlich den
Erwartbaren Vorschlag den er ignoriert
Ein etwas tumber Kerl denke ich doch
Macht er instinktiv alles richtig sie so
Völlig gelassen immer nervöser macht
Das immer gleiche Spiel mit alten Rollen
Erkenne die ewig gleichen Muster die
Du beteiligt völlig ignorierst als seist du
Blind und blöd durch die Lust geworden
Wende mich gelangweilt davon ab
Was weiter bei den beiden passiert
Ist klar und folgt dem immer Drehbuch
Genau wie der später Sex sich meist
Langweilig wiederholt auch ähnelt
Wie fremd ist dies Spiel mir geworden
Wie schlicht durchschaubar sind Frauen
Die nach uralten Mustern reagieren
Und wir glauben immer es sei einmalig
Männer spielen ganz entsprechend
Mit Erfahrung und gelassen lassen sie
Die Damen erstmal zappeln die sich
Umgekehrt zieren wo er sich bemüht
Frage mich ob ich jemals noch Lust
Auf diese immer gleichen Spiele habe
Es mich nicht schon vorab langweilt
Oder der Trieb dann stärker wird
So sitze ich als ferner Beobachter hier
Bemerke wie fremd mir diese Welt ist
Frage mich was ich noch wollen solte
Und weiß es doch eigentlich genau
jens tuengerthal 3.6.2019