Strahlend schön beginnt
Der Monat April draußen
Drinnen wechselhaft
Zumindest in mir
Herrscht echtes Aprilwetter
Zeit für mehr Ordnung
Freiheit heißt Herrschaft
Über bloße Gefühle
In meinem Alltag
jens tuengerthal 1.4.2019
Strahlend schön beginnt
Der Monat April draußen
Drinnen wechselhaft
Zumindest in mir
Herrscht echtes Aprilwetter
Zeit für mehr Ordnung
Freiheit heißt Herrschaft
Über bloße Gefühle
In meinem Alltag
jens tuengerthal 1.4.2019
Nach dem Ritt durch die Hölle
Freue ich mich auf die Ankunft
In meinem Paradiesgarten mit
Weniger Grün aber vielen Seiten
Den einen ist ihr Paradiesgarten
Eine nicht endende Party oder
Geilster freier Sex und Befriedigung
Meiner ist einfach nur eine Bibliothek
Der Bücherturm meines Lebens
Rückzugsort und Tröster so oft
Wartet bis ich zu ihm komme
Führt mich überall noch hin
Lesend zufrieden endlich wieder
Seitenweise die Liebe erleben
Statt täglich an ihr zu leiden
Bleibe ich gern im Bücherparadies
Was ist wichtiger im Leben fragen
Nichtleser die Realität oder Bücher
Sie verstehen niemals wie meine
Geliebte Realität Bücher sind
Endlich volle Konzentration auf
Die vielen wunderbaren Bände
Wenn ich irgendwann wieder
Herz und Verstand genug hab
So möchte ich die Liebe teilen
Als teilten eifersüchtige Menschen
Je etwas als ihre Missgunst mit
Bin halt verträumter Leser stets
jens tuengerthal 31.3.2019
Abschied nehmen aus
Gelebter Hölle könnte
Wunderbar wohl sein
Wäre etwas nur
Hölle oder Himmel je
Nicht immer beides
So quälen wir uns
Weiter mit den Gefühlen
Bis alles kalt wird
jens tuengerthal 31.3.2019
War in Lichtenberg
Spürte die Stasi-Hölle
Überall wehen
Überwachung ist der
Zweite Höllenkreis nach dem
Misstrauen immer
Perfide entmenscht
Hier leben die Ängstlichen
Mit wenig Hoffnung
Schlimmer aber ist
Wo Misstrauen und Liebe
Zusammentreffen
Keine Hoffnung mehr
Ohne jedes Vertrauen
Flüchtest du besser
Aus Höllen fliehen
Eröffnet Paradiese
Künftig erst wieder
Paradiesisch heißt
Voller Vertrauen leben
Und glücklich dabei
jens tuengerthal 31.3.2019
Sonntage sind ein Paradies
Der Ruhe für Angepasste
Allen anderen sind sie eine
Hölle erzwungener Einsamkeit
Früher Kirche heute Familie
Wenn es eine solche noch gibt
Irgendwas unternehmen das aber
Selten gut wird weil zu angestrengt
Die Hölle ist nicht ferner Horror den
Wanderer nach dem Tod erleben
Für vermeintliche Sünden sondern
Die kleine Angst ganz nebenan
Wir wissen nicht genau was kommt
Können nur wieder mal sicher sein
Was es auch ist es wird die Hölle
Gefangen in den Träumen anderer
Liebe als Leser die Ruhe und Stille
Lasse mir aber ungern etwas sagen
Was alle machen liegt mir eher fern
Doch was will ich wirklich dabei
Groß geworden mit Familiensonntag
Mal schön mal anstrengend mal nervig
Entscheide ich nun selbst was ich tue
Allein mit mir und meinen Büchern
Könnte als Leser nun glücklich sein
Zeit in Ruhe für mich zu genießen
Sehne mich aber sehr sie zu teilen
Statt einfach mit mir zufrieden zu sein
Ist die Hölle immer anderswo oder
Geboren aus der Unfähigkeit je
Mit dem was ist zufrieden zu sein
Mehr in uns zuhause als irgendwo
Die Kunst der Zufriedenheit lernen
Wie Onanie selbstverständlich mit
Sich alleine ganz glücklich zu sein
Scheint mir die wichtigste Übung
Dazu brauchen wir niemanden
Nur viel mehr Zufriedenheit auch
Im Alltag was immer besser tut
Eine der besten Übungen scheint
Mit Sonntagen glücklich zu sein
Nicht weil angepasst oder trotz
Einsamkeit sondern gerade wegen
Weil alles gut so ist wird das Ziel
Am eigenen Glück zu arbeiten
Die Zufriedenheit noch zu steigern
Ist Sonntagsarbeit ohne Zuschläge
Dafür mit dem immer höchsten Lohn
Unabhängig und glücklich zu sein
Fern der Sklaverei aller Konvention
Scheint mir das höchste Glück doch
Manchmal stört noch die Liebe dabei
jens tuengerthal 31.3.2019
Wie entwickelte sich die Lebensqualität
Seit der Aufklärung bin in unsere Zeit
Wurde alles nur besser oder schlimmer
Leben wir heute wirklich so gut wie nie
Manche sehnen sich mit Rousseau
Zurück zur Natur und beklagen gern
Den Verlust des Kontakts zur Basis
Die ohne alle Technik glücklich wäre
Fraglich was der Maßstab der Qualität
Überhaupt sein kann für alle Menschen
Bevorzugt doch jeder etwas anderes
Ist Qualität schwer objektivierbar
Betrachten wir allein die Arbeitszeit
Hatten Menschen noch nie so viel
Freizeit wie heute wo sie sich gern
Über mehr Stress als je beklagen
Durch Technik im Haushalt wie auch
Erschwingliche Elektrizität ist etwa Licht
Auch jenseits des Tages für alle ein
Erschwingliches Gut geworden
Kostete im 18. Jahrhundert noch
Eine Stunde Lesen im Dunkeln
Einen Arbeiter den Monatslohn
Braucht er heute wenige Sekunden
Mobilität wurde immer günstiger
Was die Nähe zu den Lieben auch
In großer Ferne sehr erleichterte
Kein Ort scheint uns mehr verschlossen
Ob es ein Gewinn einfach ist überall
Hin zu können ist eine andere Frage
Die Möglichkeit steigert die Qualität
Des Lebens für viele ganz enorm
Fotografie und Radio machten uns
Nachrichten wie persönliche Erinnerung
Immer leichter geben dem Leben eine
Neue höhere Qualität der Erinnerung
Wie oft schaue ich auf die Bilder etwa
Der Liebsten mich an geteiltes Glück
Egal wo ich bin immer zu erinnern
Was auch fern große Präsenz gibt
Das Internet schließlich was bald
Der ganzen Menschheit über ihre
Mobilen Telefone zur Verfügung steht
Eröffnet uns unendliche Welten neu
Überall haben wir dann alles Wissen
Der Welt besser als jede Enzyklopädie
Zur Verfügung und können Orte sehen
Die wir früher nie erreicht hätten
Alles Wissen der Welt tragen wir so
Auf einem kleinen Telefon in der Tasche
Was trotz zeitraubender sozialer Netze
Ein unschätzbarer Gewinn aller ist
Auch wenn die Verbreitung von Unsinn
Wie Verschwörungstheorien zunahm
Ist das Netz eine Quelle neutralen Wissens
Was jeder finden kann der es sucht
Unsere Lebensqualität ist also deutlich
Aus ganz vielen Gründen gestiegen
Was dem Gejammer viel Wert nimmt
Auch wenn die Natur heute bedroht isi
Sich klar zu werden was wir nachhaltig
Künftig tun können um weiterhin gut
Hier leben zu können wird die große
Aufgabe unserer Zukunft sicher sein
Zurück zur Natur sollte dabei keine
Perspektive sein insofern sie Leben
Was heute gerettet und besser ist
Nicht mehr wertschätzen würde
Im Bewusstsein künftiger Aufgaben
Erkennen dass wir gerade in der
Besten aller bisherigen Welten leben
Gibt großen Raum zur Gestaltung
jens tuengerthal 30.3.2019
Alleine leben
Bücher anstatt zu lieben
Ist eine Lösung
Vielleicht von allen
Denkbaren die allerbeste
Es bleibt die Liebe
Alleinleben ist
Gute Antwort auf alle
Denn Bücher bleiben
jens tuengerthal 30.3.2019
Wenn der Mensch weg ist
An dem du am meisten hingst
Wird alles egal
Eine Ablenkung
Vom Grauen der Einsamkeit
Nur noch Beschäftigung
Es gibt keinen Weg
Alleine oder ohne
Wenn alles eins war
jens tuengerthal 30.3.2019
Fern und weit ist der Osten
Wissen die Kenner Russlands
Erfahren auch Läufer in Berlin
Auf des Flaneurs längsten Lauf
Dahingestellt ob jeder Lauf auch
Einer zu sich oder viel mehr noch
Vor etwas weg ist wurden es dann
Über 50 km zu Fuß durch die Stadt
Viele unterschiedliche Seiten die
Teilweise noch völlig unbekannt
Zeigte mir die geteilte Stadt neu
Von Pankow nach Lichtenberg
Über Stralau Kreuzberg und Mitte
Zurück versöhnte mit den vorigen
Zumutungen betonierten Ostens
Mit viel Grün zwischen dem Grau
Vom Helmholtzplatz über die lange
Storkower Straße zur Landsberger
Allee der ich bis zu IKEA folgte um
Von da zur Stralau zu laufen der Plan
Auf dem Weg lag die Normannenstraße
Mit der im Dunkeln noch gruseligeren
Stasi Zentrale und Menschen zwischen
Plattenbauten die misstrauisch schauen
Der ganze Horror der überwachten DDR
Wird in diesen kalten Siedlungen spürbar
Die Unmenschlichkeit des Sozialismus weht
Kühl durch Häuserschluchten überall
Schon die Landsberger Allee bot einige
Einblicke in die Unmenschlichkeit des
DDR Regimes und seiner Art Menschen
An zentralen Achsen zu kasernieren
Der Landschaftspark Herzberge zwischen
IKEA und Stasi Zentrale versöhnte wieder
Doch das kalte Grauen von Lichtenberg
Wurde auch im Supermarkt nicht weniger
Versöhnlich dagegen nach Unterquerung
Der Bahn die Altbauten von Rummelsburg
Schön saniert in menschlichem Format
Brachte angenehme Atmosphäre wieder
Diese setzte sich durch die Natur dann
Am Ufer der Stralau noch weiter fort
Wurde im Wrangelkiez und in SO36 dann
In Kreuzberg sogar menschlich freundlich
Zurück vom Prinzessinnengarten über die
Annenstraße zeigte auch der Westen noch
Die hohe Kunst unmenschlichen Bauens
Für das die Museumsinsel wieder versöhnte
Berlin hat viele verschiedene Seiten die
Völlig unberührt nebeneinander existieren
Warme vertraute Heimat und kaltes Grauen
Große Schönheit neben ewigen Schrecken
Riesige grüne Flächen zwischendurch
Versöhnen das Auge immer wieder auch
Was die Stadt eigentlich ist außer viele
Dörfer weiß ich immer noch nicht
jens tuengerthal 30.3.2019
Lesen heißt Rückzug
Literatur braucht Einsamkeit
Ohne bleibt Handel
Buchhandel ist nicht
Kultur sondern schlicht Verkauf
Waren mit Festpreis
Alle Lesungen
Erzeugen in mir Mitleid
Für Jahrmarkttäter
Heilige Bücher
Werden notgeile Huren
Auf diesem Buchmarkt
Dabei helfen noch
Staatlich Monopole
Die Preise binden
Literatur braucht
Statt Jahrmarkt der Eitelkeit
Einsame Ruhe
jens tuengerthal 29.3.2019
Für die Zukunft läuft
Meine Greta mit jener
Thunberg durch Berlin
Schüler streiken für
Klimawandel oder doch
Dagegen weltweit
Etwas tun ist immer
Mehr als Nichtstun
Darum auch gut so
Schulpflicht ist egal
Wenn die Welt erst untergeht
Fragt keiner danach
Schüler die endlich
Für aller Zukunft kämpfen
Haben schon Erfolg
Lieber mehr Schüler
Die streiken als Politik
Die Gehorsam will
jens tuengerthal 29.3.2019
Landhäuser sind ein Traum
Vieler Städter den wenige sich
Wirklich erfüllen können aber
Was macht sie wirklich dazu
Liebermanns Villa am Wannsee
Das Haus in Hilversum noch mehr
Monet und sein Landhaus bei Paris
Landhäuser schrieben Kunstgeschichte
Eine Flucht aus grauem Alltag
In paradiesische Ruhe und Grün
Genießen und tief durchatmen
Die Motive sind verständlich
Warum aber nicht entweder oder
Wozu das hin und her für beides
Raubt die Unruhe damit nicht
Immer mehr als uns eines bringt
Lebe lieber städtisch umgeben
Von Bildern der Impressionisten
Ihre Landhäuser sind mein Grün
Neben den so nahen Parks hier
Was fehlte mir ländlich wohl
Als die Cafés und Museen
Die Buchläden und Antiquariate
Ist die Sehnsucht nur dialektisch
Finde Gartenarbeit ganz furchtbar
Liebe Museumsbesuche dafür sehr
Parks geben mir mehr als ein Garten
Was sollte ich mit einem Landhaus
Sich seiner Umgebung sicher sein
Um sich dort auch wohl zu fühlen
Lässt uns Leben egal wo genießen
Vielleicht noch mehr als beides
jens tuengerthal 29.3.2019
Einen Plan haben
Kann auch Vorteile haben
Solang es ihn gibt
Pläne zu teilen
Gibt Zukunft Gemeinsamkeit
Stärken die Bindung
Lösen sich Pläne
Für ein Leben einfach auf
Bleibt nichts mehr übrig
Dann brauchen Planer
Neue Pläne sonst werden
Sie plötzlich planlos
Wer unerwartet
Alle Pläne verloren
Steht allein im Nichts
Planlos zu leben
Befreit vor solchem Verlust
Künftig wohl besser
Alles genießen
Statt lange zu leiden
Wäre wohl leichter
Aber was wäre
Große Liebe gewesen
Ohne ein Leiden
Planlos leidend noch
Hoffe ich lieber weiter
Auf ihre Rückkehr
jens tuengerthal 28.3.2019
Veganer meinen
Sie seien moralischer
Als die Fleischfresser
Eine Haltung wird
Ideologie ohne viel
Wissen und Fakten
Die meisten Pflanzen
Haben ein vielfaches an
Sinnen als Menschen
Wir töten immer
Um zu überleben ist
Es eben nötig
Moral beim Essen
Schadet keinem sofern
Vernunft getragen
Mehr Aufklärung hilft
Nie gegen Aberglauben
Hab keine Lösung
Veganer müssen
Vernünftige ertragen
Wie Bettelmönche
jens tuengerthal 28.3.2019
Was ist relativ
Gilt auch etwas absolut
Etwa für immer
Ist Liebe Wahrheit
Oder relativ gültig
Bis zur nächsten halt
Ist Warheit Lüge
Wer könnte es so sagen
Als ein Lügner wohl
jens tuengerthal 27.3.2019
Linke und Rechte
Nähern sich immer extrem
Zum verwechseln an
Mehr Mitte tut gut
Liberal ist die Zukunft
Stärkt Demokratie
Stabile Mehrheit
Braucht niemals Extreme mehr
Eher weniger
jens tuengerthal 27.3.2019
Aggression erzeugt
Aggressive Reaktion
Liebe erreicht mehr
Wer stets eskaliert
Erntet bloß Eskalation
Eigentlich logisch
Voll Liebe warten
Dabei gut gerüstet sein
Hält das Gleichgewicht
jens tuengerthal 27.3.2019
Sein bestimmt Bewusstsein
Behauptete Marx einstmals
Welche Beschränkung
Gute Ernährung
Erhöht immer die Chance
Auf Intelligenz
Sind Arme dümmer
Oder wäre das unfair
Stört es die Natur
jens tuengerthal 26.3.2019
Ist Zeit absolut
Oder logisch relativ
Goethe und Einstein
Verweile doch du
Schöner Augenblick
Als teuflisch Schicksal
Was Empfindung war
Wird in der Physik gültig
Jenseits aller Zeit
jens tuengerthal 26.3.2019
Ist Glück relativ
Was ist absolut glücklich
Wie lange gilt es
Liebe macht immer
Relativ zeitweise nur
Auf Dauer glücklich
Bücher machen mich
Lebenslänglich schon glücklich
Liebe sie trotzdem
jens tuengerthal 26.3.2019
Derselbe sein
Wäre unmöglich ohne
Die Prägung zuvor
Ist Sein relativ
Zu all meiner Erfahrung
Oder absolut
Was macht den Kern aus
Unseres dabei Daseins
Außer halt Leben
jens tuengerthal 26.3.2019
Die große Liebe
Macht ein Leben lang glücklich
Manche sterben früh
Wie lang ewig ist
Unterscheidet sich immer
Wieder für jeden
Auf nichts ist Verlass
Als die Relativität
Von Liebesschwüren
jens tuengerthal 26.3.2019
Wenn wer provoziert
Schlafe darüber lieber
Schlage nicht zurück
Morgen sieht alles
Weniger dramatisch aus
Suche nur Abstand
Trinke guten Tee
Lese gute Bücher und
Laufe ein wenig
Wo eine verflucht
Lache lieber darüber
Halte Abstand
Bei allem bleibe
Immer humorvoll dabei
Dann wird es witzig
Ansonsten dulde
Ruhig Frauen als Strafe
Schlimmer geht immer
jens tuengerthal 25.3.2019
Kenne Berliner
Nachtleben laufend allein
Schon immer besser
Laufe überall
Vorbei ohne zu halten
Wie Berliner halt
Hab von nix Ahnung
Aber weiß genau Bescheid
Falls mal einer fragt
Singles laufen gern
Nicht alleinstehend zu sein
So mache ich das
Bis eine mich hält
Was immer schwerer auch wird
Bin ja nie allein
jens tuengerthal 25.3.2019
Liebe ist immer
Völlig einmalig für zwei
Solange sie ist
Danach werden die
Worte wie Wäsche getauscht
Weiterverwendet
Das Vokabular
Der Liebeslust ist beschränkt
Wie die Liebenden
jens tuengerthal 25.3.2019
Neuseeland zeigt uns
Wie Intoleranz versagt
Ein Sieg der Vernunft
Terror braucht keine
Toleranz sondern Liebe
Anstatt dagegen
Angst endet immer
Wo mutiger mehr gewinnt
Sieger bleiben wird
jens tuengerthal 25.3.2019
Wie intolerant
Erscheint uns täglich normal
Oder besser nie
Braucht Intoleranz
Noch weniger Toleranz
Oder gerade
Unerträglich ist
Alles ungewohnte stets
Bis zum nächsten mal
jens tuengerthal 25.3.2019
Was wissen wir schon
Über Liebe und Gefühle
Ist etwas gewiss
Was gestern ewig
Verschwand heute schon wieder
War wohl alles nichts
Ist es vernünftig
Begründbar einem jemals
Oder nur Gefühl
Was außer Gefühl
Aber sollte Liebe sein
Ohne wäre nichts
Keiner versteht es
Aber alle kennen das
Gefühl ganz genau
Gewiss sollen wir
Unserer Liebe immer
Sein ohne Wissen
Liebe scheint Glaube
Ohne alle Vernunft je
Natürlich nötig
jens tuengerthal 25.3.2019
Schaue Bilder an
Freue mich immer mehr
Wie schön alles war
An vielen Bildern
Hängen geteilte Träume
Dort leben sie noch
Alle Liebe auf
Einmal verlieren schockiert
Aber hält sie schön
So bleibt die Liebe
Wie lebendig begraben
Im verlorenen Herz
Betreibe also
Mumienpflege verlorener
Träume ganz allein
Meine junge Braut
Als Mumie zu sehen ist
Einfach zum Lachen
Halloween der Liebe
Untergang schaurig feiern
Echt sehr lebendig
jens tuengerthal 24.3.2019
Einzig aufrechte
Lebenslage ist wohl die
Horizontale
Fortpflanzung ist nicht
Der falsche Maßstab zum Glück
Liegend geht alles
Ehrlich gesagt kommt
Wer bei mir liegt auch näher
Als wer nur rumsteht
Beischlaf ist intim
Beistand eher so menschlich
Liegend geht beides
Liegewagen sind
Purer Luxus manchen
Mir viel zu mobil
Betten sind Burgen
Bergen alle Traumwelten
Und Geheimnisse
Niemals sprach mein Bett
Mit einer über die schon
Vorher dort lagen
jens tuengerthal 24.3.2019
Europa ist zum Wachsen gemacht
Gehen war nie vorgesehen warum
Britischer Abgang alle verwirrte
Am meisten scheinbar diese selbst
Europa ist nur ein Zipfel am Ende
Der riesigen eurasischen Landmasse
Aber Zentrum historischer Entwicklung
Scheint es uns Europäern zumindest
Warum sollte vom besten aller Systeme
Was Freiheit und Fortschritt sichert
Nur irgendwer freiwillig gehen fragt sich
Die Vernunft gegen die verrückte Nation
Es scheint in Europa wie in der Liebe
Denke ich Schicksale vergleichend
Wenn es am schönsten ist gehen
Befreit von der Teilnahme am Ende
So lieben die Engländer uns wohl sehr
Dass sie die Ehe nun verlassen wo es
Doch endlich immer schöner wird und
Wo Liebe ist hilft keine Vernunft
jens tuengerthal 24.3.2019
Die Vögel zwitscherten schon
Als ich im Dunkeln aber noch
Nach durchschriebener Nacht
Endlich mich schlafen legte
Nun scheint schon die Sonne
In den Hof und die Fenster
Die ich wohl putzen müsste
Woran ich lieber nicht denke
Zeit loszulaufen denke ich
Wenn der Tee getrunken ist
Wer wollte sich schon hetzen
Denke ich sonntäglich gelassen
Heute nach Charlottenburg laufen
Zum Flohmarkt und durch den fast
Schon blühenden Tiergarten klingt
Fast so verlockend wie liegend lesen
Zum ersteren müsste ich nun wohl
Aufstehen und mich hetzen um dort
Nach Büchern zu schauen von denen
Genug hier noch um mich liegen
Sonntagssonne ist ganz wunderbar
Auch lesend aus der Horizontalen
Laufen kann ich immer noch später
Denke ich es braucht halt Prioritäten
Büchern den Vorrang immer geben
Macht dauerhafter glücklich als sich
Unbelesen irgendwo hin zu begeben
Vielleicht nicht alle aber zumindest mich
jens tuengerthal 24.3.2019
Widersprecht Männer
Ach euren Frauen nie sie
Beweisen es euch
Noch weniger wenn
Gefühle im Spiel dabei
Es wird nur schmerzvoll
Egal ob ihr Recht
Zu haben meint oder gar
Es nur gut meintet
Alles werden sie
Tun um das Gegenteil
Euch zu beweisen
Versprach der Liebsten
Sie immer auszuhalten
Die Reaktion klar
Sie einfach trotzdem
Weiter lieben kann helfen
Es zu ertragen
Nicht widersprechen
Wäre weise Vorbeugung
Nur wer kann das schon
Nichts tun hilft manchmal
Weiter als viele Worte
Lerne ich daraus
Liebe sie weiter
Dulde keinen Widerspruch
Zumindest dabei
jens tuengerthal 23.4.2019
Naturliebe liegt uns
Ländlich näher als städtisch
Umgekehrt ist es
Lieben wir lieber
Ferner liegendes als uns
Nahe stehendes
Natur ist immer
Überall zuhause sein
Verklärt Heimat gut
jens tuengerthal 23.3.201
Herzfenster klingt
Furchtbar kitschig und billig
Manchmal schließt es sich
Wind oder Kälte
Verhindern alle Offenheit
Wärmer verschlossen
Wer nicht frieren will
Im Winter einer Liebe
Verschließt sich besser
jens tuengerthal 23.3.2019
Lange dauert der
Winter am Fenster zum Hof
Endlich wieder Licht
Frühling des Lebens
Auch ohne echtes Grün
Als Schattenexistenz
Leben wird lauter
Menschen rasen weniger
Schnell nur ins Warme
jens tuengerthal 23.3.2019
Sitze am Ende der Stralau
Schaue auf das Wasser vor mir
Der Wind bewegt die Zweige
Der Trauerweide vor mir
Gönne mir einen Energietrank
Nach den ersten 12 Kilometern
Schiffe fahren manchmal vorbei
Spüre mein Herz schlagen
Ist wohl die olle Sehnsucht
Nach meiner ewig Liebsten
Schön ist es hier so ganz allein
In der Ferne bellen Hunde
Keiner kann es mit dir aushalten
Schriebst du mir heute
Und so frage ich mich
Wie einsam und traurig du wohl bist
Einer möchte ich nun schreien
Will das für immer und dich
Nie verlieren wenn er ach
Dich nicht schon verloren hätte
So sind beide einsam und traurig
Statt gemeinsam und glücklich
Glaube wir nennen es Liebe
Eine unvernünftige Erfindung
Denke ich und möchte dich
Einfach zärtlich küssen
Ohne ein Ende aber
Was weiß ich schon
jens tuengerthal 23.3.2019
Manche suchen noch
Liebe andere haben
Alles gefunden
Schwierig wird es wo
Gefunden und Suche nicht
Deckungsgleich sind
Chaotisch bleibt es
Wo alles eigentlich passt
Aber einer nichts merkt
jens tuengerthal 22.3.2019
Der Gipfel der Lust
Kombiniert Liebe mit der
Vollkommenen Lust
Dann passt es einfach
Überall biochemisch wie
Dabei auch gefühlt
Kenne die Krone
Perfekter Erfüllung schon
Nie mehr weniger
jens tuengerthal 22.3.2019
England ist eine
Insel liegt also im Meer
Das ist schon alles
Gründe braucht keiner
Weder dafür noch gegen
Inselleben halt
Europa ist ein
Kontinent keine Insel
Da inkontinent
jens tuengerthal 22.3.2019
Ingwerkräutertee
Enthält alles was es braucht
Außer der Liebe
Dafür mit Liebe
Zubereiten kann helfen
Wie bei Muttern halt
Den Tee gibt's bei Lidl
Gute Mütter sind selten
Selbst bemuttern hilft
jens tuengerthal 22.3.2019
Onanie sei wohl
Sünde meinte die Bibel
Weil sie sich genügt
Moral ist eher
Die größte Sünde immer
Natur genügt stets
Onanie ist nur
Liebe an und für sich tut
Allen dabei gut
Bin zufrieden mit
Meiner Natur alleine
Nicht unbefriedigt
Ohne andere
Glücklich sein ist nicht gewollt
Angepasst erwünscht
Alle haben Angst
Die Wirklichkeit zu sehen
Keiner braucht noch wen
jens tuengerthal 21.3.2019
Lesen macht süchtig
Ständig brauche ich neuen
Lesestoff um mich
Erwarte nichts mehr
Als noch genug Lesezeit
Um glücklich zu sein
Könnte nie ohne
Bücher lang überleben
Denke ich schamvoll
Buchmessen sind mir
Gruselkabinett aller
Leser in Massen
Ziehe mir lieber
Meinen Suchtstoff allein rein
Statt mit anderen
Die Befriedigung
Lieber allein genießen
Ist typisch Leser
Also doch Durchschnitt
Denke ich betrübt Leser
Sind gern besonders
jens tuengerthal 21.3.2019
Lieber abwarten
Und Tee trinken rät Vernunft
Alles wird besser
Teetrinker haben
Immer mehr Zeit für ihre
Teezeremonie
Wer sich mehr Zeit nimmt
Hat immer mehr vom Leben
Verpasst nie etwas
jens tuengerthal 21.3.2019
Allein in jeder Hinsicht also frei
Wandert es sich gänzlich anders
Als mit dem Herz bei der Liebsten
Oder dieser sogar noch im Ohr
Der Wanderer liebt die Einsamkeit
Auch in der Großstadt gibt es diese
Sind die anderen nur die Dekoration
Des eigenen Weges ohne feste Ziele
Zur Stralau ging es vom Helmholtzplatz
Durch den Friedrichshain und selbiges
Viertel mit seiner bekannten Partymeile
Die ich unberührt wieder passierte
Um mich herum tranken und balzten sie
Erkennbar umeinander bemüht manchmal
Häufiger teilweise desinteressiert doch ohne
Ein Ziel als unbedingt gewollt zu werden
Wohin will ich nun außer einfach laufen
Nachdem das Leben mit der Liebe den
Kostbarsten Inhalt verloren hat fragte ich
Unterwegs mich und wusste zur Halbinsel
Nach dem wilden lauten Friedrichshain
Ist die Ruhe und Einsamkeit am Wasser
Die Rummelsburger Bucht entlang noch
Schöner und ließ mich ganz bei mir sein
Laufen laufen laufen ohne zu denken
Wäre vielleicht ein guter Weg um vor
Sich und allem Schmerz wegzulaufen
Leider gelang mir das noch nie wirklich
So lief ich durch die immer mehr Nacht
Obwohl sie noch kein später Abend war
Allein mit meinen Gedanken und Fragen
Auf die es nie eine Antwort geben wird
Manchmal verlieren zwei ihre Liebe
Wie einen Hut Stock oder Schirm schrieb
Kästner einst schrecklich lakonisch und
Sitzen beieinander nur leider ohne
Nur lief ich Kilometer um Kilometer
Suchte Liebe oder Wut die dann
Mit Hass den Abschied leichter macht
Aber ich fand nichts erleichterndes
Nichts ändert sich an dem Schatz
Den ich kostbar in mir trage der nur
Sein Ziel wie sein Echo nun verlor
Im Nichts der Leere einfach verhallt
Nach der wunderbar einsamen Halbinsel
Auf der ich mit Blick aufs Wasser pausierte
Ging es durchs wilde Kreuzberg zurück wo
Abgelenkt alles viel leichter wieder schien
Es lief sich einfach weiter und ich staunte
Die Welt an während das Leid weniger
Präsent spürbar wurde als mit der allein
Konzentration in der vorher Einsamkeit
Auf gewohnten Wegen zurück auf den Berg
Dort noch zufällig eine andere Verflossene
Im Vorübergehen eher erschrocken gegrüßt
Fließt das Leben eben weiter wie der Fluß
Ob der Wanderer es will oder nicht die Spree
Fließt jeden Tag weiter und irgendwann gen Meer
In dem sie sich wie alle Flüsse dann auflöst
So fließt auch unser Leben immer weiter
Der einsame Wanderer in der großen Stadt
Fand keine Antwort auf seine Fragen die nie
Irgendwer beantworten kann aber er weiß
Es fließt immer weiter und es war schön
Sich an das Schöne auch der Wanderung
Jeden Tag zu erinnern bereichert das Leben
Wieviel Glück hat mir die Liebe doch schon
Im ewigen Fluss der Suche auch geschenkt
So wandere ich immer weiter durch die Nacht
Durch den Tag durch die Nacht bis irgendwann
Alles wandern einmal ein Ende findet wie es so
In der Natur eben ist und nehme es wie es ist
Denke an die Liebste und die Liebe ohne allen
Groll und dankbar für das genossene Glück
Werde immer weiter nun einsam wandern
Weil ich eben ein Wanderer nur bin
jens tuengerthal 20.3.2019
Wer behauptet es
Gäbe eine Wahrheit lügt
Keine oder viele
Wahre Aussagen
Gelten als wahr solange
Keiner widerlegt
Höhere Wahrheit
Ist Aberglaube allein
Braucht kein Mensch heute
jens tuengerthal 20.3.2019
Alles fließt weiter
Auch Schmerz und Befriedigung
Löst sich im Meer auf
Was bleibt aber ist
Irgendwie längst verflossen
Also geht's weiter
Was nicht fließt ist tot
Tote leben länger nicht
Mehr als sie waren
jens tuengerthal 20.3.2019
Heller als lange
Fällt wieder Frühlingslicht in
Meinen Bücherturm
Am Platz auf dem Berg
Scheint mir bezaubernd schöner
Alle Welt wieder
Sogar der Staub
Sichtbar im Lichte wirbelnd
Kündet vom Großen
Jahr erneuert sich
Betrachte wieder belebt
Es als Teilnehmer
Zuschauer dabei
Irgendwie tief befriedigt
Glücklich mit ohne
jens tuengerthal 20.3.2019
Nach Wanderung durch klare Nacht
Just auch in der Mitte meines Lebens
Zurückgekehrt ins Bücherparadies
Der heimatlichen Höhle die so leer
Ohne der Liebe schönsten Traum
Als Vorhölle der Einsamkeit mir scheint
Doch begleiteten den Wanderer nun
Zwei mutige Reisende aus alter Zeit
Dante und Doreé der ersteren bebildert
Fanden sich am guten Ort zuvor
Und statt nun mit Goethe nach Italien
In schwarz-weiß zu reisen wie geplant
Ging der Dichter mit dem größeren noch
Und dem Maler wieder an der Quelle
Des Gesundbrunnens vorbei auf den Berg
Wo er sich nun in schönste Höllenkreise
Genial bebildert versweise vertieft
Wie dunkel es auch im Bücherturm sein mag
Ohne das nur scheinbar ewige Licht
Das eine holde Fee mir einst versprach
Des Geistes Licht leuchtet weiter
In ungeliebter Einsamkeit für mich
Macht meine Hölle mir zum Paradies
jens tuengerthal 19.3.2019
Lasse die Stiefel
Wieder besohlen nachdem
Sie abgelaufen
Achttausend fordern
Auch einiges an Sohle
Es verläuft sich so
Erhalte lieber
Als einfach wegzuwerfen
Scheint mir nachhaltig
Versuche alles
Nachhaltiger zu leben
Auch so zu lieben
Aber können wir
Alleingelassen lieben
Oder nur geteilt
Zumindest Stiefel
Habe ich bald schon wieder
Der Rest kommt später
jens tuengerthal 19.3.2019
Wie wichtig ist das
Ablaufdatum im Leben
Oder doch egal
Manche kriegt Panik
Wo etwas über der Zeit
Gegessen wurde
Schaue viel lieber
Auf Sachen als den Aufdruck
Ist meine Natur
Die Kanzlerin hat nun
Ein solches in ihrem Amt
Sich selber gesetzt
Unser Leben hat
Eines nach seiner Natur
Es scheint flexibel
Sich eines setzen
Wie Merkel im Amt hat was
Außer im Leben
jens tuengerthal 19.3.2019
Manche brauchen steten Wechsel
Rasen durch die Welt ganz gierig
Nach Unterhaltung und Abwechslung
Bei mir bleibt immer alles wie es ist
Veränderung ist keine Kunst mehr
Es ist Massenware ohne Geist
Während Kontinuität Anspruch hat
Sie fordert bleiben gegen den Strom
Weltreisende galten lange als offene
Kosmopoliten die wussten wie der
Hase lief und ihre Meinung galt etwas
Dabei hatten sie meist keine Ahnung
Wer viel reist bekommt weniger mit
Handelt ökologisch meist fragwürdig
Ruht offensichtlich noch nicht in sich
Gefährdet unser aller Zukunft dazu
Die hohe Kunst der Zukunft wird sein
So unschädlich wie möglich zu leben
Glück in Ruhe und Stille zu finden
Aus weniger Verbrauch mehr zu machen
Verbunden über Netzwerke bewegen
Menschen sich künftig mehr geistig
Erkennen ihre vernünftige Verantwortung
Handeln aufgeklärt und also befreit
Die Zukunft ist virtuell und nachhaltig
Wir müssen nirgendwo mehr hin als
Endlich geistig bei uns anzukommen
Welche Erholung für die ganze Welt
jens tuengerthal 19.3.2019
Liebe braucht nichts
Sie kommt und geht
Gerade wie es ihr
Im Moment gefällt
Sie braucht keine Gründe
Muss sich nie erklären
Wir bestaunen sie einfach
Als ein großes Wunder
Beziehung braucht viel mehr
Vernunft und Abwägung wie
Spannung mit Sicherheit zugleich
Vertrauen vor allem anderen
Guter Sex und schöne Erotik
Sind etwas wunderbares
Aber sicher kein notwendiger
Liebesbedarf im Alltag
Wo der Liebe der Alltag fehlt
Sie immer in Extremen lebt
Kann es keine Beziehung geben
Zumindest nie auf Dauer
Ohne dauerhafte Perspektive aber
Wird der beste Sex irgendwann schal
Schatzsuche im Minenfeld allein
Bei der es überraschend knallt
Hätte gern Ruhe und mehr Vernunft
Nach zu viel extremer Romantik
Damit beide ankommen können
Statt dauerhaft Krieg zu führen
Leben ist nicht wirklich planbar
Wir hangeln zwischen Zufällen
Um noch irgendwie zu überleben
Erwarte darum gar nichts mehr
Vermeide ich nun sogar lieber
Alle Minenfelder um die Ruhe
Weiter ungestört zu genießen
Gebe mich nur Büchern hin
Schon der weise Epikur wusste
Nichts ist deine Ruhe wert
Genieße aber in Maßen dann
Stellt sich dein Glück darauf ein
jens tuengerthal 18.3.2019
Am 18. März an die Revolution
Denken ohne Revolutionäre
Gesinnung ist eher historisch
Vielleicht etwas philosophisch
Halte Revolutionen für Mist
Verursachen mehr Schaden
Als sie je jemanden nutzen
Kein Gewinn außer Ideologie
Auch die Paulskirche scheiterte
Am Sudelgeruch der Revolution
Der dem Professoren Parlament
So ganz und gar nicht stand
Wie gut täte ein Helmholtz der
Tradition deutscher Parlamente
Doch kam er leider etwas früh
Woran Verehrung nichts ändert
Auch die Unruhen von Berlin
Brachten nur Tote ohne Gewinn
Verklärt nur aus heutiger Zeit
Aber wer nicht mehr ist fehlt
Es flüchtete Virchow gen Franken
Wie Fontane unters Dach im heute
Noch Krankenhaus inmitten Berlins
Andere in den Tunnel unter der Spree
Revolution ist kein bloßer Zeitgeist
Sondern radikale Veränderung mit
Gewalt unter dabei Inkaufnahme
Zahlreicher Opfer nebenbei
Es gab auch friedliche wie 1989
Wenden die Befürworter ein
Oder in Indien unter Gandhi
Was verkennt was real war
Der innere Unfrieden und Hass
Gegen Ausländer und Fremde
Wurde ostelbisch kultiviert noch
Wo die Demokratie nie ankam
Freiheit und Werte einer neuen
Verfassung brauchen sehr lange
Bis zur demokratischen Akzeptanz
Es braucht viel mehr Evolution
Aufklärung ist immer noch zuerst
Befreiung aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit durch selbständiges
Denken nicht durch Propaganda
Der Geist der französischen Revolution
War aufklärerisch und freiheitlich
Die deutsche war romantisch national
Menschenrechte stehen gegen Gefühl
Es gab große Köpfe der bürgerlichen
Deutschen Revolution doch widerspricht
Sich bürgerlich und revolutionär selbst
So war am Ende auch das Ergebnis
Ein Verbrecher wie Marx der nichts tat
Als von Ferne aufrührerische Bücher
Mit hauptsächlich Unsinn zu schreiben
Wurde lang im Land noch geehrt
Am Ende völlig gescheitert brachte
Die Revolution weniger als später
Bismarcks Reformen von oben
Zumindest für die beteiligten Bürger
Reformen zu Rechtsstaat und mehr
Demokratie in vernünftigem Maße
Haben zu allen Zeiten mehr erreicht
Als das hau drauf der Revolutionäre
So verfolgten die 48er vernünftige Ziele
Waren es wenige Wirrköpfe nur doch
Wurde mehr Schaden als Gewinn doch
Durch den Revolutionsversuch gebracht
Die friedliche bürgerliche Gesellschaft
Bringt allen Bewohnern größten Gewinn
Der Schaden der Revolution ist immer
Größer als jemals der Gewinn durch sie
Es pilgern die Sozialisten noch heute
Zum Friedhof der Märzgefallenen wie
Zu einst DDR Zeiten gezwungen noch
Ähnlich der Geist der dort noch weht
Es waren die 48er auf dem richtigen Weg
Nur zu früh und mit falschen Mitteln auch
Es wäre mehr möglich gewesen friedlich
Revolution ist im Ergebnis kein Gewinn
jens tuengerthal 18.3.2019
Wenn etwas wegfällt
Was dir den Atem raubte
Hole tiefer Luft
Ohne Atemluft
Überleben wir nicht lang
Es ist Besser so
So sag ich es mir
Immer wieder und hole
Tiefer Luft dabei
Atemlos ist mehr
Als schlechter deutscher Schlager
Auch eine Krankheit
Weniger rauchen
Irgendwann später vielleicht
Erstmal erholen
Zu lang atemlos
Beginnt das Gehirn langsam
Wieder zu laufen
Noch tiefer atmen
Leben täglich genießen
Gute Aussichten
jens tuengerthal 18.3.2019
Montag ist Sonntag
Aber irgendwie anders
Wenig S und N
S und N können
Vieles zugleich uns werden
Von Sex bis zu Nichts
Entscheidendes fehlt
Also allen Montagen
Ändern wir es halt
Sein und sein Bewusstsein
Passen vielfach weniger
Wer passt sich nun an
Anpassung aber
Mischt alle Unterschiede
Zur großen Masse
jens tuengerthal 18.3.2019
Dunkel weicht grauen
Vögel zwitschern langsam los
Tag verdrängt Nacht
Der Hof nimmt Form an
Farben werden erkennbar
Wand ist kein Dunkel
Wenn Leben erwacht
Geht Berlin langsam schlafen
Oder arbeiten
Schlaflose Stadt brummt
Morgens noch etwas leiser
Nach der Nacht Stille
Grauenvoll für die
Nachtmenschen endet der Tag
Im Morgengrauen
jens tuengerthal 17.3.2019
Natur erleben
Erleben viele eher
Draußen statt Innen
Eigene Natur
Ohne Umgebung spüren
Erlebt viel tiefer
Menschliches also
Ganz genüsslich erleben
Natur erspüren
jens tuengerthal 17.3.2019
Frühling kommt wieder
Freiheit schmerzvoll errungen
Lässt Worte fliegen
Keine Erwartung
Als die jährliche Blüte
Wird es genossen
Wechselhaft bleibt es
Wetter dabei meist egal
Ungerührt davon
jens tuengerthal 17.3.2019
Es gibt Flüchtlinge
Oder eher Sesshafte
Mancher ist beides
Laufe zu gerne
Vor vielem auch lieber weg
Auch wenn ich nicht will
Zugleich bleibe ich
Lieber für immer am Ort
Als Immobilie
Mobilität ist
So vorgestrig erledigt
Verbunden genügt
Lesesessel sind
Ein Paradies für alle
Sesshaften Leser
Besser lebten wir
Häufiger im Paradies
In aller Ruhe
jens tuengerthal 16.3.2019
Keinen Raum für Hass
Keine Worte darüber
Lieber mehr Liebe
Zu Terror schweigen
Dem keine Bühne geben
Weniger an Hass
Hass ist immer falsch
Liebe tut allen besser
Darum mehr davon
jens tuengerthal 16.3.2019
Wenn du dein Glück verlierst
Dass du für immer wolltest
Weil dir so vieles perfekt schien
Scheint erstmal alles verloren
Dann ist es Zeit zu bilanzieren
Nüchterne Bilanzen helfen oft
Besser als tiefe Gedanken über
Glück und Gefühle danach
Begreifen kannst du es nicht
Du hättest auch nichts geändert
Die andere offensichtlich schon
Darum ist es nun wie es ist
Erinnere dich an das große Glück
Freue dich an der erfüllten Lust
Genieße was du einmal hattest
Aber prüfe nüchtern die Bilanz
Wie oft wart ihr noch glücklich
Wie lange dauerten die Streits
Was war dir immer unerträglich
Wie geht es dir ohne all das
Gemessen am genossenen Glück
Im Verhältnis zum täglichen Streit
Wird die Bilanz schon nüchterner
Hast du geliebt bleibt sie positiv
Sich so an dem freuen was war
Zwei Jahre eines guten Traums
Der dein Gefühl vergrößert hat
Scheint dir ein großer Gewinn
Addierst du dazu noch die nun
Gewonnene Freiheit scheint dir
Die Bilanz der Erinnerung sehr
Positiv im ganzen auszufallen
Dinge sind einfach wie sie sind
Wer meinte Frauen zu verstehen
Alle Träume leben zu können hat
Selten nüchtern Bilanz gezogen
So gesehen in Summa doch sehr
Glücklich und dankbar für zwei Jahre
Große Liebe schließe ich mit einer
Positiven Bilanz am Ende noch
Mehr zu erwarten wäre kaum noch
Kalkulierbar also nehme ich es so
Wie es ist denn was soll ich leiden
Wenn ich nichts ändern kann
Lieber bin ich glücklich und weiß
Was ich geliebt und mit ihr erlebt
Wird mir nie einer nehmen können
Nun dreht sich die Welt halt weiter
Zumindest sag ich mir das nun
Ganz nüchtern mit Blick auf die
Bilanz und irgendwann vielleicht
Glaube ich auch wirklich daran
jens tuengerthal 15.3.2019
Schüler streiken nun
In aller Welt gemeinsam
Für unser Klima
Wissenschaft stimmt zu
Politik zweifelt am Sinn
Kinder machen was
Alle tun etwas
Dabei zu helfen außer
Manche Parteien
Konservative
Wollen Ordnung bewahren
Schwänzen bestrafen
Merkel stärkt Schüler
Der Bundespräsident auch
Masse ist dafür
Klimawandel ist
Real und unaufhaltsam
Politik ändert sich
Endlich tut sich was
Das haben Kinder geschafft
Profis auch dabei
jens tuengerthal 15.3.2019
Aberglauben ist
Jeder Glaube mir außer
Der einzig wahre
Wahrer Glaube heißt
Alle anderen irren
Wie irre ist das
Außer dem Glauben
Wahrheit zu sein bleibt wenig
Was dafür spräche
Glaube bleibt geglaubt
Also auch niemals gewusst
Genügt eigentlich
Warum muss Vernunft
Sich heute rechtfertigen
Natur ist logisch
Nicht sicher wissen
Heißt immer weiter glauben
Es bleibt ewig so
jens tuengerthal 15.3.2019
Welches Sein ist krank
Woran messen wir gesund
Nur Normalität
Jeder Maßstab ist
Relativ zur Umgebung
Keiner gilt immer
Glücklich sein könnte
Oder ganz im Gegenteil
Wahnsinn erst zeigen
Kenne den Wahnsinn
Von nahem voller Liebe
Da bist du wehrlos
Ist Liebe nicht schon
Wahnsinn nach ihrer Natur
Was bliebe ohne
Wer will verzichten
Auf etwas Wahnsinn im
Normalen Alltag
jens tuengerthal 15.3.2019
Zwei Jahre voller Liebe
Erfüllender Lust und mehr
Machen mich dankbar
Wer hat solches Glück
Dankbar für große Liebe
Dankbar für geteilte Träume
Dankbar für Zärtlichkeit
Dankbar für so viel Nähe
Nun auch dankbar zu sein
Für das was nicht mehr ist
Ist der Schlüssel zum Glück
Um damit auf Dauer zu leben
jens tuengerthal 14.3.2019
Die Freiheit schätzen
Macht Unerträgliches noch
Eher erträglich
Einsamkeit lieben
Statt Zweisamkeit vermissen
Ein Schlüssel dazu
Will keinen Ersatz
Sondern das andere mehr
Genießen als je
Ganz für sich bleiben
Schien nie eine Möglichkeit
Wird große Chance
Zukunft wird zeigen
Was dauerhaft glücklicher
Macht Schein oder Sein
jens tuengerthal 14.3.2019
Es ist wohl besser
Manche Dinge lieber nur
Liegen zu lassen
Geht allein vorbei
Lohnt keine Aufregung mehr
Entspannt euch lieber
Das ist etwa so
Bei Brexit und Terror
Wie mit der Liebe
jens tuengerthal 13.3.2019