Mittwoch, 10. September 2014

Wahrheitslust

Die Lust an der Wahrheit
Geht manchmal unwirklich
Eigene Wege zwischen der
Realität und den Träumen
Von der wahren Erfüllung
Die sich wie uns erhebt
Während sie sich zu uns
Herablässt auch wenn
Wir dann im Rausch der
Hingabe an was ist bald
Kaum mehr wissen wie
Wirklich die Wirklichkeit
Noch ist bleibt das hehre
Ideal über wie vor uns
Dann den Blick erheben
Um zu erkennen wie nah
Was unbegreiflich schön
Nur traumhaft eben schien
Schon vor uns steht macht
Lust auf Wahrheit auch wenn
Diese stets noch die Erfindung
Eines Lügners war was auch
Im immer schon gelogen
Wohl ist doch ganz wahr
Gefühlt was nun genügt
Mehr zeigt sich nie als da
Was weiß ich schon von
Wahrheit noch kenn nur
Die Lust auf sie allein
jt 9.9.14

Dienstag, 9. September 2014

Kalifenwahrheit

Der Kalif ist der Stellvertreter Gottes und nach islamischen Aberglauben Nachfolger des Gottgesandten, als den sie ihren Propheten verehren, den Anstifter der heutigen Gemetzel für viele, die sich für Rechtgläubige halten und gern ihren je Aberglauben den anderen mit dem Schwerte aufdrängen. Kein Wunder, wenn diese vakante Position unter den Suniten der Welt begehrt ist. Kalif vollten viele islamische Herrscher gern sein und uneinig über den richtigen waren sie sich innen so sehr, wie sie nach außen geschlossen wüteten.

Die osmanischen Sultane waren zum Teil zumindest Kalifen, verstanden sich damit als Herrscher über alle Muslime und hatten auch den Drang, ihr Reich soweit auszudehnen. Mit Atatürk wurde das osmanische Reich wie die Herrschaft der Sultane, deren einige Kalifen waren, beendet. Seitdem war die Türkei ein laizistischer zumindest und halbwegs demokratischer Staat mit einem Rechtsverständnis irgendwo zwischen Atatürks Ideal und orientalischer Sitte sich hindurch lavierend, aber am Ende doch immer durch ein starkes kemalistisch gesinntes Militär zuverlässiger Partner und ein Bollwerk gegen ein drohendes Kalifat, seine Eroberungszüge und ähnliche Schrecken mehr.

Nun wird die Türkei unter dem Regime Erdogan erstmals wieder zu einem islamisch orientierten Staat. Sorgsam baute der einst islamistische Premier seine Macht aus und besetzte die Ämter in Armee und Staat mit islamischen Männern seines Vertrauens, änderte langsam erst Kleinigkeiten, um den streng laizistischen Staat immer weiter in Richtung Islam zu öffnen. Der einst für seine Sanierung der Wasserversorgung von Istanbul berühmt gewordene Erdogan, die er noch als dortiger Bürgermeister vorantrieb, ist ein Freund von repräsentativen Großprojekten mit Hang zur Gigantomanie.

Daran haben er und sein Clan lange schon gut verdient und sich ein riesiges Netzwerk von Anhängern geschaffen, die teils konservativ gesinnt, den Traum vom islamischen Reich teilten und dabei noch gute Geschäfte machen wollten. Diese pragmatisch islamische Richtung, die einerseits eine aus westlicher Sicht üble, chauvinistische Gesinnung mit radikalen Sprüchen feierte, andererseits ökonomisch relativ erfolgreich agierte, viel Geld im Bausektor verdiente, immer reicher wurde, passt in diese Türkei zwischen Orient und Occident, die von beiden nahm, was ihr gerade passte und unter das einigende Band des Islam in moderat, konservativer Prägung subsumierte.

Diese Türkei ist nicht mehr die Türkei, die wir kannten, nicht mehr die Türkei Atatürks und nur noch bedingt ein europäischen Vorstellungen von Demokratie und Menschenrechten entsprechender Staat. Sie hat nicht nur rein geografisch nur bedingt etwas mit Europa zu tun, sie ist auch inhaltlich weiter davon entfernt, als sie es je seit Atatürk war. So werden die Bindungen an die benachbarten Türkvölker immer stärker und Erdogan bricht mit dem früheren Partner Israel, sucht die Bindung zur Hamas wie den Muslimbrüdern in Ägypten und sorgte für das Überleben der ISIS, die ich weiter so nenne an Oh Isis und Osiris denkend, die mir näher sind als diese mittelalterlichen Terroristen des Heligen Krieges. Er kaufte ihr Öl, raffinierte es, verkaufte zurück, ließ die Krieger in türkischen Krankenhäusern pflegen, ließ die Terroristen groß das Fastenbrechen in Istanbul feiern, er, der in diesem Staat sonst gern alles und jeden unter Kontrolle hat, sucht sich einen brandgefährlichen und unberechenbaren Partner?

Oder ist  die Türkei mit dem NATO Gipfel von Wale und den riesigen Aufträgen an Italien und Frankreich wieder zurück in den Kreis des Westens und nicht länger misstrauisch beäugter Partner auch der arabischen Welt und wo können wir ihr noch trauen?

Das Band, mit dem sich die Muslime über dem Globus zumindest einig sind, ist der Prophet und der eine Gott, unter vielen gibt es noch den Traum von der Umma aller und in diesem Sinne sind die Bänder zu verstehen, die Erdogan zur ISIS knüpfte, zur HAMAS hält wie zur Muslimbruderschaft - es ist die Gemeinschaft des Aberglauben, die über allem steht und für die auch dem Koran gemäß so gern gelogen wie getötet werden kann, geht es doch um den Traum vom großen Weltreich, wie es die Sultane einst regierten.

Die Türkei steht seit Erdogan zwischen diesen alten religiösen Welten und den bekenntnisneutralen Staaten des Nordens, sie zieht es in beide Richtungen und es ist nicht klar, welcher Traum überwiegt, ein anerkannter, erfolgreicher Partner der westlichen Ökonomien zu werden oder die tiefe Sehnsucht nach der Rückkehr des osmanischen Reichs, der Umma unter der Herrschaft des Sultan und Kalifen Erdogan, der den alten Traum wiederaufleben lässt.

Europa ist aus guten Gründen misstrauisch gegenüber dieser Türkei am Rand des Orient, die sich immer mehr als regionale Großmacht etablieren will, die den wichtigen Kontakt zu Israel abbricht, um Partner wie die Hamas zu gewinnen, dort eine Autorität zu sein. Wo steht sie wirklich, wem können wir trauen in Zeiten, in denen die Türkei einen Befreiungsversuch der Amerikaner für teilweise inzwischen bereits geköpfte Geiseln durch bloße Verzögerung zunichte macht?

Wird die Türkei nun immer noch Brücke Europas in den Orient sein wie einst das osmanische Reich, oder wird sie weiter zum Partner von ISIS und Hamas, zur Plattform der Terroristen, die zugleich mit ihren Gegnern verhandelt und sich verbündet und wir wissen nicht wen mehr an wen verkauft?

Wir wissen es nicht, ich jedenfalls halte momentan beide Bewegungen für möglich und frage mich, was nun ein angemessener Kurs wäre - die klare Abgrenzung, die eine gemäßigte Türkei endgültig in die Arme der Radikalen treiben könnte oder die halbe Integration mit einem Staat von dem wir nicht wissen, wie eng er mit denen verbündet ist, die wir nun mit Waffenlieferungen an die Kurden als gefährliche Terroristen bekämpfen. Zwischen Kalifat des neuen Sultans am Bosporus und einer offenen Türkei als europäisches Tor zum Orient liegt nur eine hauchfeine Linie, sein wir vorsichtig, nicht in die falsche Richtung dort zu stürzen.

Wir leben hier mit vielen Türken, die längst Teil unserer Staates wurden und die Teil unserer Kultur wurden - wohin werden sich die vielen unter ihnen wenden, die Erdogan hier wählen, sich der früher Heimat in der Ferne verbunden fühlen und was wird eine Radikalisierung der Verhältnisse für sie bedeuten? Werden sie sich mehr hier einbinden, wenn die alte Heimat sich dem Orient zuwendet oder werden sie den Weg mitgehen und die Radikalisierung hierhertragen und wem wenden sich die jungen Türken und Moslems zu untern denen Radikale wie die Salafisten fischen und ISIS auch immer wieder neue Rekruten gewinnt? Müssen wir ihnen eine neue Perspektive bieten, um die offene Demokratie des Westens mitzugestalten, die ihnen oft sowenig nur zu bieten hat oder müssen wir uns besser vor denen schützen, die zu Gegnern im eigenen Staat werden?

Der Traum vom Kalifat als muslimisches Friedensreich ist alt und findet viele Anhänger, wenn wir hier nur Waffen liefern und punktuell in den Krieg ziehen, werden wir die schleichende Radikalisierung fördern. Auch darum braucht es nun dringend einen Plan der einen guten Weg zwischen Integration und Abgrenzung wählt, der verteidigt, was uns wertvoll ist, aber auch eine weitere Öffnung ermöglicht, um auch denen eine Heimat zu geben, die zwischen den Stühlen sitzen, keine Perspektive hier wie dort haben und somit die Gefahr vergrößern, dass der radikale Islam noch mächtiger wird und der gemäßigte keine Stimme mehr hat.
jt. 9.9.14

Krankenwahrheit

Nun darf Schumi wieder nach Hause
Um sich weiter zu rehabilitieren
Was dauern wird wie der Dichter
Aus Erfahrung weiß und doch
Ist der Schritt zu sich eine Befreiung
Aus der Welt der Krankenhäuser
Nach 254 Tagen endlich wieder
Dort ankommen was er sich
Über Jahre erfahren hat
Als es immer im Kreis ging
Nun gilt es langsam Lähmungen erst
Wieder zu überwinden vielleicht
Motorik neu zu erlernen
Sich im alten neu orientieren
Nichts ist normal aber jetzt sich freuen
Können an dem was wieder ist
Macht was fehlt zur Nichtigkeit
Er lebt womit nicht zu rechnen war
Und dies würdigend sich freuen
Auch an kleinen Schritten ist viel
Es sah nach nichts mehr aus
Dennoch überlebt zu haben
Ist ein riesiges Glück
Gönnen können eine Freude
Auch wenn es nun dauern wird
Es geht vorwärts was genug ist
Manche Krankheit überleben wir
Nur ganz knapp nochmal
jt 9.9.14

Busenbildungswahrheit

Über Brüste und Brillen gibt es
Jeweils im Doppelpack mehr als
Genug Vorurteile als täten diese
Äußerlichkeiten die zum einen
Angewachsen oder angezogen
Werden etwas mit unseren Wesen
Verrieten etwas über unsere nun
Intelligenz und so finanziert die
Industrie kostspielige Studien
Die als Überraschung vermarktet
Uns stets noch sagen was wir
Längst schon wussten egal ob
Eine einen großen oder kleinen
Busen hat und eine Brille trägt
Oder eben gerade nicht es ändert
Nichts am Brustkrebsrisiko ob
Sie einen BH trägt oder nicht
Aber wie die Wissenschaft nun
Festgestellt hat gilt dafür dass
Unter Akademikern der Anteil
Der Brillenträger wesentlich
Höher ist als unter anderen
So scheint wird berichtet mit
Dem Abitur und an der Uni
Das Risiko für Kurzsichtigkeit
Eklatant zu steigen woran wir
Deutlich sehen Bildung macht
Weniger blöd aber wohl blind
Oder könnte es sein dass die
Mehr lesen einfach anderes
Sehen müssen als die übrigen
Die sich weniger auf nahes
Konzentrieren müssen meist
So freuen wir uns lieber an
Gehaltenen oder ungehaltenen
Brüsten an sich und tun dies
Eben mit Brille oder ohne
Sicher ist die Sorge um macht
Kränker als beides für sich
Darum lieber sorglos genießen
Was den Tag schön macht
Manche Erkenntnis trägt nicht
Dazu bei das Leben zu bessern
Will es scheinen auch wenn es
Immer gut ist nach Wissen noch
Zu streben ist das Ergebnis
Dennoch manchmal absurd
jt 9.9.14

Putinstränchenwahrheit

Der harte Bursche hat es schwer
Spielt gern den Macho im Amte
Wie ihn der Russe gerne so sieht
Und ist doch rührend weich eben
Wie es der Russe gerne sieht
Insbesondere bei der Hymne
Des geliebten Vaterlandes muss
Sich der Krieger und Macher erst
Die Augen wischen um Haltung
Noch zu bewahren und lässt aber
Diese Stelle für Russland zensieren
Damit die Russen wieder aus der
Tiefsten Seele merken er ist einer
Von uns und ringt mit sich bis zu
Den Tränen die er mühsam nur
Verdrückt im letzten Moment
Aber geschickt sichtbar unsichtbar
Vermarktet zeugen vom Kampf
Der Propaganda um die Herzen
Seiner Bürger und der Welt
Von der er sich verfolgt sieht
Womit er ja nicht völlig Unrecht hat
Auch wenn es Gründe dafür gibt
Ihn kritisch auch zu sehen soll dies
Den Menschen uns nun offenbaren
Der sich seiner Schwäche schämt
Sie entfernen lässt so das es jeder
Bemerkt und alle denken ach was
Ist er süß in seinem Stolz
Besser es würde mehr um die toten
Soldaten geweint statt zur Hymne
Aber so ist heute auch Politik wieder
Eine Rückkehr des emotionalen
Absolutismus dem Gesten wichtiger
Noch sind als Fakten je waren
Aber besser er spielt mit seiner Schwäche
Als dies dumme Muskelspiel mit Knarre
Vielleicht wird es ja irgendwann normal
Relativ vernünftig und nüchtern
Aber warum sollte ein Russe auch
Funktionieren wie ein Deutscher
Ordentlich definiert also lächeln
Über diese doppelt gespielte kaum
Je Wahrheit und weitergehen
Mehr kommt nicht mehr
jt 9.9.14

Absturzwahrheiten

Nun ist es endlich raus
Die Wahrheit über den
Wohl Abschuss von MH17
Nicht dass sie sicher wären
Auch wenn was sie so
Vorsichtig nur andeuten
Heißen könnte es wäre
Wie vermutet eine Rakete
Da viele kleine Teile trafen
Plötzlich und unerwartet
Nichts vorher zu hören
Noch weniger danach
Es ging also schnell
Keiner hat lange gelitten
Auch beruhigend irgendwie
Doch gewiss ist nichts
Wie vorab verlautbart
Laut angeklagt wurde
Wohl abgeschossen
Womöglich Rakete
Auch anderes ist möglich
Wie Schüsse parallel
Oder beides zusammen
Zumindest ist nun gewiß
Nichts ist gewiss und jede
Anklage völlig verfrüht
Warum wir endlich wieder
Zur Vernunft zurückkehren
Könnten wäre noch welche
Übrig im übrigen statt auf
Nichts genaues immer mehr
Sanktionen zu gründen die
Vor allem Amerika nutzen
Was lange schon kein Partner
Europas mehr ist noch wird
Sehen wir der Wahrheit tief
Ins Auge wird es wieder sehr
Verschwommen und es bleibt
Nichts als nur Mutmaßungen
Die keinen Aufstand wert sind
Hätte nicht jemand daran nun
Ganz besonderes Interesse
Was zu neuen Spekulationen
Anlaß gäbe die uns nur noch
Weiter von dem entfernen was
Wirklich war wie wahr auch immer
Sollten wir nüchtern betrachten
Was wir wissen und was nicht
Lieber nun leise wo vorab sehr
Großmäulig dann ließe sich
Vielleicht noch ein Stück Frieden
Weiter retten als bis Morgen
Wenn die aufgerüstete Ukraine
Wieder zurückschießen will als
Würden wir es nicht kennen dies
Seit 5.45h wird zurückgeschossen
Verrückt sind im Krieg immer beide
Nur wer ihn provoziert sollte daran
Besser gehindert werden als die
Noch bewaffnet oder unterstützt
Keiner weiß was und alle schreien
Wünschte mir nun ein wenig Ruhe
Damit der Geist der Aufklärung
Wie mit ihm die Vernunft wieder
Platz findet in Europa nur um ihn
Sollte es uns künftig gehen
jt 9.9.14

Neben der Zeit

Manche stehen manchmal
Noch völlig neben der Zeit
Auch neben sich nebenbei
Nun fragt sich ob es auch
Für sie eine passende Zeit
Gibt oder sie immer noch
Voraus oder hinterher sind
Auch wenn alles rechtzeitig
Bekannt gemacht wurde
Nur wenn es um das Ende
Geht sind sie pünktlich da
Fragt sich nur um was es
Uns am Ende geht als
Beieinander anzukommen
Um da zu sein wenn die Zeit
Aufhört und der Augenblick
Verweilt als gehöre es zu ihm
Vermutlich merken wir es
Dann eher als wir noch ahnen
jt 9.9.14

ZEITwahrheit

Wäre wahr
Wüssten wir
Je was wahr
War wann
Weiß nur keiner
So ist was
In der ZEIT
Robert Leicht
Verdienstlich
Transatlantiker
Bezahlt gekauft
Leicht schreibt
Schwer erträglich
Krieg mit Lügen
Fördern wie noch
Propaganda mehr
Verbreiten ist nur
Nicht strafbar
Leider
jt 9.9.14

Momente der Wahrheit

Kiew schickt Panzer nach Mariupol
EU verschärft Russland-Sanktionen
Poroshenko rüstet immer weiter auf
Die Rebellen sollen sich entwaffnen
USA und Ukraine spielen Krieg
NATO droht entschieden
Putin soll sich bewegen
Was ist noch wahr und wie
Wirklich ist diese Wirklichkeit
jt 9.9.14

Montagslust

Am Montag an die Lust denken
Die manche gern beschränken
Auf Wochenende oder Freizeit
Wirkt nur für die ungewöhnlich
Die eins vom anderen trennen
Dabei sind wir doch immer eins
Pflicht und Lust bedingt es sich
Um ganz zu sein und findet so
Den ganzen Menschen erst
Warum sich manche auch nur
Halb begreifen verstehe ich wohl
Nie doch soll es nicht daran mich
Hindern voller Freude an die Lust
Zu denken die immer präsent
Eben manchmal schönste Form
So nah findet die sich berührend
Dann geteilt das Leben so schön
Uns macht warum ich wohl immer
Die Frauen so liebe auch wenn es
Nur die eine gibt in dem Moment
Wie in der Hoffnung sie zu erringen
Liebe ich die Frauen und genieße
Die Lust an ihrer Schönheit die eine
Wunderbare Natur so vollkommen
Hat wachsen lassen dass sie mit
Uns aus meiner Sicht ästhetisch
Eher benachteiligten Männern eine
Vollkommene Einheit dann bilden
Wenn sich unsere Mitten nah finden
Doch nicht auf diese reduzierend
Ist auch in einsamen Gedanken
Schöner Erinnerung an jede Rundung
Wacher Traum voller Lust und so
Lebt die Liebe und die Lust
Zumindest in Gedanken weil Sein
Einfach eine Lust ist wenn wir uns
Am anderen freuen können um zu
Lieben was ist nach seiner Natur
Von Nasen über Wangen zu Brüsten
Hüften Beinen zwischen die wir uns
Nun träumen wollen ist Glück so
Vielfältig schön dass dankbar nun
Der Montag sich verabschiedet
jt 8,9.14

Montag, 8. September 2014

Montagsverzögerung

Die EU sanktioniert weiter
Gegen die bösen Russen
Sie verzögert nur den Anfang
Falls Russland brav ist könne
Vielleicht davon doch noch
Abgesehen werden denn die
Waffenruhe hält zumindest
Irgendwie sehen wir davon ab
Wie der Schokofürst weiter
Zum Kampf bläst und den
Zarten Frieden mit Panzern
Schwer beschützen will
Auch die für morgen endlich
Zu erwartende Veröffentlichung
Der Hintergründe zum Absturz
Wird vermutlich keinen Grund
Mehr dazu geben noch weitere
Sanktionen zu verhängen warum
Schnell noch welche beschlossen
Bevor der letzte merkt wie hier
Eine Eskalation inszeniert statt
Abgewendet werden soll aber
Zumindest ist die Verzögerung
Eine Grundlage für Verhandlungen
So unsinnig der Montagsbeschluss
Auch ist er hat zumindest nicht
Alle Türen zugeworfen was Raum
Für Verhandlungen lässt die nun
Endlich beginnen sollten statt
Weiter nur übereinander lächerlich
Nur zu schimpfen und Feindbilder
Wie im Theater zu inszenieren
Weder ist Putin Hitler noch ist
Der Westen unschuldig an dem
Was ist und so wäre es an der Zeit
Vernunft und Aufklärung mehr Raum
Wieder zu geben statt dem Krieg
Und der Angst die ihn schürt
jt 8.9.14

Montagsschokofürst

Der Schokoladenfürst aus Kiew
Ballt am Montag schon wieder
Die Fäuste nach dem er Freitag
Noch verbindlich Frieden suchte
Am Sonntag Unruhe stiftete bei
Seinen Verbündeten die nichts
Von den Zusagen wussten die
Sie ihm für Waffen gegeben
Haben wollen droht er wieder
Kriegerisch vor Ort um doch
Noch als Sieger vom Platz
Zu gehen wenn er schon
Dem Plan zum Frieden nun
Für sein Land zustimmte
Das just mit Amerika wieder
Krieg übt im Schwarzen Meer
Es geht weiter mit Drohungen
Verlagerung von Panzern
Entlassene Gefangene werden
Befreit genannt so fragt sich
Was von diesem Verbündeten
Nur zu halten ist und wer hier
Der Bösewicht im Spiel ist
jt 8.9.14

Montagsmenüs

Berlin ist arm und meint es wäre
Dabei sexy was immer das nun
Wem sein soll werden es sicher
Die Münchner und Düsseldorfer
Wie die Hamburger entschieden
Bestreiten um nicht in lokaler
Verzweiflung ob der realen Ödnis
In der sie leben traurig zu werden
Wie gut wenn wir dann sehen
Was in Berlin ein Menüs schon ist
Wieviel Lärm um nichts gemacht
Oder wenig gewürdigt wird könnte
Wer gut will denken nur ist dies
Eine Wurst mit Senf und Brot
Zum 3 Gänge Menus zu adeln
Auch typisch für die Märker seit
Vielen hundert Jahren um sich
Wie ihre Großzügigkeit besser
Darzustellen im armen Sandloch
Mit Insel in der Spree um die heute
Berlin gewachsen ist was immer
Noch nur viele Dörfer mehr ist
Als eine Stadt je war und Berliner
Sind die geizigen Gourmets nur
Nach außen innen leben sie treu
Bloß in ihrem Kiez voll Abneigung
Gegen das nebenan aber einig
Sind sie sich sicher dass eine
Wurst mit Brot und Senf wohl
Ein gutes Menüs ist was doch
Viel über die vielen Dörfer sagt
Die sich Berlin nennen
Arm immer noch  sind
Aber für sexy sich halten
Was bleibt uns auch sonst
Fontane schon übrigens
Sagte das gleiche
jt 8.9.14

Montagsruhe

Manche haben montags Ruhetag
Andere beginnen legen dann los
Der Krieg in Der Ukraine hat wohl
Endlich relative Ruhe bis auf die
Noch einzelnen Gefechte scheint
Zu halten was die Rebellenführer
Mit Poroshenko und Putin Freitag
Beschlossen was den Montag
Noch etwas schöner macht
Bleibt nur zu hoffen dass endlich
Auch die überflüssige Krise ein
Ende findet wieder mehr miteinander
Als übereinander gesprochen wird
Die Ukraine lieber in die Zukunft
Wieder investiert als in den Krieg
Von gestern damit sie wieder eine
Hat mit Russland nach Europa kann
Überflüssige Feinbilder abgebaut
Gemeinsam Gefahren gelöst werden
Statt unnötige zu inszenieren
Die nur zum Krieg führen können
Den es lieber gemeinsam zu beenden
Gilt und es ist kein Verdienst der NATO
Das nun endlich die Waffen schweigen
Hoffentlich führen nun Verhandlungen
Zum Ziel statt Waffen die stets nur
Ein Ziel haben nämlich zu töten
jt 8.9.14

Montagssonne

Durch die Sonne am Montag
Gelaufen die sich wieder wie
Sommer anfühlte wüsste ich
Nur wo die Leichtigkeit des
Sommers hin geflogen ist
Während die Stadt sich nun
Wieder zur Arbeit zurück
Um genügenden Ernst bemüht
Geht es darum für das auch
Tägliche Brot zu sorgen
Wie Bio wir das immer wollen
Zeigte sich die Stadt unterwegs
Von gehetzterer Unruhe als
Noch vor Wochen vielleicht
Sind nun die erholten Anwohner
Zurück und fallen mehr auf als
Die sonst immer Touristen
Um uns und es fragt sich
Ob der Sommer in der Stadt
Ein Märchen auf Zeit ist
Ohne Bezug zur sonst Realität
Die sich nur in der Sonne gerade
Nochmal so anfühlt auch wenn
Der Sommer längst Geschichte ist
Fragt sich nur was von den Lieben
Des Sommers in uns bleibt
jt 8.9,14

Montagsphilosophie

Ist das Denken am Montag ein anderes
Als es am Sonntag zuvor noch war oder
Wäre es unlogisch dies an die nur Zeit
Binden zu wollen wo es doch vielmehr
Auf das Miteinander als die Trennung
In nur temporäre Abschnitte ankommt
Was uns wirklich wertvoll ist am Ende
Steht für uns sagen wir ohnehin über
Der Zeit die nur ein Maß sei unserer
Existenz aber nicht wir die wir uns
Ihr unterwerfen dennoch so bleibt
Jenseits der Suche nach der wohl
Verlorenen Zeit noch der Hauch
Einer Hoffnung sie könnte sich nur
An die Liebe verloren haben was ja
Immer ein Gewinn ist für irgendwen
Angeblich zumindest aber wie lang
Dies nun auch immer geht täuscht es
Sicher wenn wir meinen die Uhren
Gingen am Montag schneller als sonst
Vielleicht nennen es nur manche so
Und ich frage mich was wäre sollte ich
Diese Montagsphilosophie nun in eine
Für Sonntage umwidmen oder ob dies
Zu langwierig für Montage wird und lasse
Mich drum dabei überraschen was bleibt
jt 8.9.14

Montagsliebe

Am Montag sich der Liebe vom
Sonntag noch sicher sein macht
Die Woche zu einer unter dieser
Was weniger die Stellung bei
Als den Gedanken um meint
Oder war es die Liebe vom
Freitag die noch weiter sich
Ineinander ausdehnt überlegt
Der Dichter verwirrt oder doch
Nicht da nüchtern betrachtet es
Eigentlich ganz  klar ist da es
Ja nur die eine geben kann
Jene große Liebe zu der alle
Gedanken sehnsüchtig noch
Streben auf der Suche nach
Endlich Ankunft beieinander
Egal wie real sie nun ist oder
Ewiger Traum bleibt sollte sie
Lieber zeitlos sein da die Liebe
Mit Halbwertszeit selten eine
Schöne Zukunft vor sich hat
Im immer Schatten des Ende
Auch wenn nichts so sicher ist
Wie das alles endet ist es doch
Liebend schöner dies unsinnig
Vollständig zu ignorieren warum
Wir so gern Liebesdoof sind
Und alles egal ist ob es nun
Die Montagsliebe oder die von
Freitag war da es am Ende doch
Nur eine gibt oder zumindest
Alles ein Ende hat und nicht zwei
Aber vielleicht bin ich auch einfach
Zu blöd mich auf zwei gleichzeitig
Zu konzentrieren wie auch immer
Ist die Fähigkeit den Montag auch
Zu lieben ein Glück an sich und
Um mehr ging es mir nie
jt 8.9.14

Montagsflugaus

Russland sorgt für Frieden im Osten
Also dem Europas für Rußland ja eher
Im Westen und wird dafür von der EU
Mit Sanktionen belangt während die
USA wie die Ukraine für ihre neuen
Unnötig provokativen Mannöver noch
Von der NATO gelobt werden für ihre
Entschlossenheit beschließt der Kreml
Sollten die Europäer den Frieden noch
Weiter sanktionieren dürfen sie dann
Künftig nicht mehr über Russland fliegen
Was manches lästig und schwierig macht
Wieder an Kalten Krieg erinnert aber passt
Zu dem Theater was bisher veranstaltet
Wurde vom Westen und sein wir sicher
Es geht so weiter wie immer wenn nicht
Endlich einer mit Vernunft beide Partner
Dieser zerrütteten Ehe zwingt miteinander
Wieder zu reden statt ständig übereinander
Wozu Sanktionen dienen sollen
Wer davon profitiert und welch Anmaßung
Diese logisch sind sagt keiner
Vielleicht wäre es besser mehr darüber
Nachzudenken als weiterzumachen
Ein pubertäres Trotzverhalten irgendwie
Unreifer Staaten in der Adoleszenz
Nur nervig stürben nicht so viele nebenbei
So ist der Ausflug am Montag aus
Bevor einer was davon hatte
jt 8.9.14

Montagsrührung

Was geht es mich an
Ob die Frau vom Sohn
Vom Sohn der Königin
Von England schwanger ist
Oder nicht so was soll ja
Bei jungen Paaren wohl
Vorkommen und gehört
Zu den Aufgaben der Prinzen
Sich zu vermehren wie zu
Repräsentieren und doch
Macht diese nichtige Meldung
Die mich weder etwas angeht
Noch irgendwie tangiert
Gerade gute Laune
Weil Kinder haben vielleicht
Fast so schön ist wie machen
Was weiß ich schon
Vom einen oder anderen
Nur ein wenig und denke also
Daran spüre es dort wo das
Nunmal der Natur nach so
Passiert und drum geht
Und so ist die Konzentration
Auf die Mitte manchmal gut
Um gutgelaunt durch den Tag
Zu gehen egal wer es nun gerade
Mit wem warum tat
jt 8.9.14

Montagstraum

Was wäre ein Traum von Montag
Frage ich mich während traumhaft
Die Sonne in das Küchenfenster
Noch die letzten Tage scheint
Wäre es der Spaziergang am Strand
Haare im Wind Salz auf der Haut
Einen feinen Tee zurück im Haus
Mit Seeblick oder am Waldrand
In der Bibliothek vielleicht oder
Noch auf der Terrasse in einem
Strandkorb mit weitem Blick
Aber hätte der Traum nicht noch
Früher begonnen neben dir
Zu erwachen voller Lust
Wissen es wird dir gleich
Genauso gehen und wir
Werden uns lieben als sei
Sonntag und nicht Montag
Oder als liebten wir uns egal
An welchem Tag weil wir uns
Mehr lieben als ich mich traue
Mir noch vorzustellen so für mich
Aber vielleicht wäre das ein Traum
Der nie enden sollte warum es
Sich vermutlich allein in der Stadt
Leichter dem Ende entgegen lebt
Schön trotzdem noch zu träumen
Auch wenn es Unsinn ist
Der nie enden soll wie
Ach du weißt schon …
jt 8.9.14

Nachtgedanken 0026

Am schon Montag in sommerlich
Warmer Nacht nach hause gelaufen
Die Musik aus dem Keller noch im Ohr
An den Bars vorbei in denen letzte Gäste
Mit denen dort gemeinsam an der Bar
Ein letztes Bier genießen klangen
Durch offene Fenster andre Töne dazu
Ist es seltsam still im Hinterhof
Wie in einer Welt jenseits des Platzes
Wo sich immer irgendwer amüsiert
Schlafen sie hier längst hinter dunklen
Fenstern dann wird ein Paar hörbar
Erst leise dann langsam immer lauter
Übertönt ihr Stöhnen sogar das Quietschen
Ihres Bettes bis ein Schrei die Nacht
Durchhallt auf den Stille folgt
Nun schlafen bald wohl alle
Die wenigen Stunden die noch bleiben
jt 8.9.14

Eingewickelt

Die Schöne nebenan zeigt nur
Ihren Rücken aber davon viel
Um so länger der Abend noch
Desto wärmer der Keller wird
Immer mehr während sie sich
Anfangs noch in ihre Richtung
Unterhielt sitzt sie nun nur noch
Gelöst die Bänder ihrer Corsage
Öffnen sich mit jeder Bewegung
Ein wenig mehr und geben frei
Was diese doch verhüllen soll
Noch sitzt sie vorne auf dem
Offensichtlich festen Busen
Zarter Größe dessen Form
Von vorne wohl mehr bereits
Sichtbar ist als sie plante als
Sie wohl geschnürt hier ankam
In sich ruhend genießt sie die
Blicke ihrer Umgebung mit
Längst halb geschlossenen
Augen lauscht aufmerksam
Der Musik in ihren Rücken
Bewegt sich zwischendurch
Genau im Takt mit für einen
Moment biegt sie ihren Körper
Ein wenig zurück und zeigt
Dabei noch mehr als schon
Hält die nur noch Hülle
Die den feinen kleinen Busen
Bedeckt unauffällig wohl fest
Anders könnte es kaum mehr
In sich halten denkt sich der
Nur Beobachter und erntet
Schreibend ein etwas langes
Lächeln und ist verwirrt darob
Senkt den Kopf beschreibt
Lieber was er nur sieht
Um nicht vom Beobachter
Zum Teilnehmer zu werden
Wo er doch nur als Flaneur
Da ist zu genießen was
Sich zeigt und dies denen
Die es lesen zu beschreiben
So leben die Welten sinnlich
Nebeneinander und bleiben
Doch unberührt voneinander
jt 8.9.14

Sonntag, 7. September 2014

NATOlieferungschaos

Wieder mal stiftet die NATO Chaos
Im noch wackeligen Waffenstillstand
Sagt sie ihrem neuen Verbündeten
Waffenlieferungen zu und verschärft
Damit die Spannungen mit Rußland
So zumindest verkündete es gleich
Präsident Poroshenko lautstark
Wobei sich fragt warum er sich das
Nur ausdenken sollte um seine
Neuen Verbündeten zu verärgern
Oder Russland mit dem er sich
Gerade einigte auf eine Waffenruhe
Die eine Spaltung des Landes noch
Verhinderte warum völlig unklar ist
Wozu die NATO nun Waffen noch
Liefern sollte warum diese auch
Sogleich bestritt dies je zugesagt
Zu haben und wir noch weiter im
Chaos der Propaganda stecken
Die ohne Ziel nur aggressiv noch
Einen Krieg riskiert wo wir besser
Ruhe bewahrten und die Chance
Auf Frieden unterstützten wo sie
Sich auftut und das lächerliche
Szenario der Drohungen nun
Beendeten statt zu provozieren
Und was immer daran wahr war
Wird wieder deutlich wer hier
Sich um Frieden bemüht und
Wer ihn ständig untergräbt
Was uns Sorge machen sollte
jt 7.9.14

Unwissenheitssicherheit

Nun haben wir endlich Gewissheit
Keiner hat eine Ahnung zumindest
Weiß keiner was lange behauptet
Oder hat irgendeinen Beweis das
MH17 vom Boden abgeschossen
Oder vielleicht doch aus der Luft
Von einem Flieger der Ukraine
Heißt das wenn wir die Auskunft
Zur Unwissenheit der NATO
Die einen Aufklärer dort hatte
Die jetzt die Bundesregierung
Endlich auf Druck bekannt gab
Damit zerfällt die Anklage die
Das Drohungszenario auslöste
Zu nichts und es bleibt wenig
An Gründen als Spekulationen
Für die es keine Beweise gibt
Nur der Verdacht gegen den
Viel zu bereitwillig begrüßten
Neuen Verbündeten aus der
Republik der Oligarchen was
Einen Konflikt seine Parteinahme
Wie ihre Auslöser erstaunlich
Anders beleuchtet nun wird es
Spannend ob die Medien weiter
Im Strom schwimmen oder nun
Endlich wieder Vernunft einzieht
In die Gehirne der Massen damit
Einer merkt die Krise war immer
Inszeniert wozu aiuch immer
jt 7.9.14

Mautpossen

Nun wird es ernst für den Horst
Sein von Beginn an lächerlicher Plan
Ausländer in Deutschland bezahlen
Zu lassen für die Straßennutzung
Was nie mit Europarecht vereinbar
Wäre wenn nicht auch die Deutschen
Selbst zahlen und der Plan seines
Ministeriellen Adlatus ganz in seinem
Geist sollte die Steuer verrechnen
War so kompliziert das sogar die
Union ihn verspottete und der Bayer
Wehrte sich wieder zu lautstark grob
Die Koalition pfiff ihn zurück und die
Kanzlerin musste nichts sagen
Noch gilt ihr Wort mit ihr keine Maut
Ihre Getreuen schützen sie schon
Aus eigenen Interessen bremsen
Jeden Widerstand untereinander aus
Sie herrscht indem sich die Verbündeten
Selbst ausstechen Gegner allein schon
Vor die Wand fahren lässt ohne dazu
Etwas zu tun als abzuwarten womit
Auch die Mautpossen bald Geschichte
Sein werden ohne das Mutti je
Laut werden musste
Kann nicht leugnen es ist groß
Wie mit nicht alles erreicht wird
Auch wenn es nichts bleibt
jt 7.8.14

Deso Dogg Bombe

Wundert sich wer wie klein der Schritt
Vom Gangster Rapper zur lebenden Bombe ist
Der schaue sich den Dennis an den Jungen
Aus Kreuzberg und was er damals schon sang
Vielleicht sollten wir mehr darüber nachdenken
Wie wenig lustig die Texte dort sind
Menschen beim Wort nehmen
Um schneller Grenzen zu ziehen
Oder mehr Perspektiven zu öffnen
Statt uns zu wundern wenn sie dann
Tun was sie sagen und Erfülllung finden
Im Morden im Namen des erfundenen Gottes
Der folgende Text des Rappers zeigt uns
Wie normal Blut Hass und Gewalt sind
Merken wir es uns  endlich damit nicht
Der Strom derer die in dieser Welt
Ohne Hoffnung oder Perspektive
Lieber ihr Glück im Tod suchen
Weil der zumindest eine Aussicht
Auf ein erfundenes Paradies gibt
Für wen Gewalt alltäglich ist der wird
In ihr einen Ausweg suchen immer
So wie Europa das nun Waffen liefert
Auch gegen seine Söhne immer mehr
Kriegspartei der Kreuzzüge der USA ist
Weil wir keine Lösungen mehr suchen
Sondern lieber draufhalten als sei das
Je eine Lösung gewesen und bleiben
Drum immer mehr im Krieg dessen
Spiegel wir in den Liedern hören
Wenn wir schon nichts ändern
Sollten wir zumindest hinhören
Um zu begreifen das wir es sind
Die diese Bomben mitzünden
Mit einem System das denen nie
Eine Perspektive zum Glück gab
jt 7.9.14

Willkommen in meiner Welt voll Hass und Blut

Ich schreibe Zeilen für meine Kinder und das mit Blut
In einer Welt, wo man nicht mehr weiß was der nächste Tag bringt
Kinderseelen wein' leise, wenn der Schwarze Engel singt

Willkommen in meiner Welt voll Hass und Blut
Ich schreibe Zeilen für meine Kinder und das mit Blut
In einer Welt, wo man nicht mehr weiß was der nächste Tag bringt
Kinderseelen wein' leise, wenn der Schwarze Engel singt

Es ist früh, um halb neun als meine Augen aufgeh'n
durch den Ersan aus meinem Handy und mir kommen wieder Trän'
mein Leben ist ein Chaos, jeden Tag wenn ich aufsteh'
verrichte mein Gebet jeden Tag bevor ich rausgeh'
packe meine Beats ein, packe meine Texte ein,
nimm das Brot für die Tauben, Bismillah vor jedem Reim
Ich lauf die Straße runter bis zum Kottbusser Tor
Setz mich auf die Bank und fütter die Tauben und denke Hardcore ist das Leben das ich früher lebte,
jeder Tag ist ein Test,ich hab die Nase voll von dem ganzen Stress
ich bin alleine draußen ohne meine Kinder
mein Herz ist eiskalt geworden wie der schlimmste Winter
auf dem Weg zur U-Bahn seh' ich, dass die Linde starb,
Chuckys mit toten Augen schrein' "Zur Hölle mit diesem Staat"
Und ich scheiß auf diese Welt, denn es dreht sich nur ums Geld
Deso Dogg der Schwarze Engel fällt, willkommen in meiner Welt

Willkommen in meiner Welt voll Hass und Blut
Ich schreibe Zeilen für meine Kinder und das mit Blut
In einer Welt, wo man nicht mehr weiß was der nächste Tag bringt
Kinderseelen wein' leise, wenn der Schwarze Engel singt
Deso Dogg

Freiheitstraum

Ein Traum von Freiheit führt sie an
Die Schotten wie die Basken
Die Iren im Norden wie die Franken
Auch die Russen der Ukraine träumen
Davon ungestört zu leben statt sich
In einen Krieg verwickeln zu lassen
Nun haben sie um des lieben Friedens
Willen verzichtet auf ihr Nerußland
Wollen Ukraine bleiben mit mehr Rechten
Während die Schotten sich selbständig
Endlich wieder machen wollen was ihnen
Seit Maria Stuart nicht mehr gelang
Kopflos endete und sehen das Vorbild
Der Ukraine im Osten voller Toter liegen
Schauen über die See nach Nordirland
Lassen sich nicht abbringen vom Traum
Nach Selbständigkeit in Europa ohne
Weiter englische Vorherrschaft
Was immer sie sich erhoffen davon
Als habe der Nationalstaat eine Zukunft
Könnte dennoch die freie Heimkehr
Der Schotten nach Europa eine Perspektive
Für ein Britanien in Europa sein statt ewig
Dagegen und quer oder werden damit
Nur die Stimmen der Querköpfe in Europa
Um eine kleine gestärkt fragt sich
Es ist absurdes Theater in Schottland
Während die Rebellen nach langem Kampf
Sich entscheiden dabei zu bleiben
Wollen die Schotten ein Exempel statuieren
Werde das Gefühl nicht los es ist egal
Wie sie abstimmen da Politik an den Märkten
In London und Frankfurt sich entscheidet
Aber schön wenn sich manchmal noch
Querköpfe gegen den Strom durchsetzen
Auch wenn es völlig unsinnig ist
jt 7.9.14

Sonntagsparkbank

Während die Kinder wild toben
Um die Frau die eben das Theater
Noch mit Handpuppen für sie spielte
Auf dem Kindergeburtstag tönt der Ton
Der Trompete über den Platz
Bunte Stimmen mischen sich
Unter vielleicht letztem Sommerhimmel
Die Horde der Kinder begibt sich nun
Auf Schatzsuche und jubelt laut
Schon über kleine Zeichen
Deren Geheimsprache sie entschlüsseln
Andere rauchen oder trinken für sich
Der Sommer geht zu Ende
Macht nochmal große Bühne
Der Traum einer Liebesgeschichte
Die sich verliert wenn es kühler wird
Wieviel Glück im nur Wetter liegt
Während wir uns ihm hingeben
Als wollte der Sommer nie enden
Tönt die tiefe Stimme der Sängerin
Die vor dem Café gegenüber spielt
Von verlorener Liebe singt solange
Im Sommer die Plätze gut gefüllt
Und irgendwann ist dann Herbst
Und es verliert sich mehr nach innen
Manchmal bleibt auch noch was
jt 7.9.14

Sexualmoral

Was ist heute Sexualmoral und welchen Zweck verfolgt sie in einer sterbenden, überalterten Gesellschaft noch?

Ist es nicht längst absurd geworden im Zeitalter des online Dating noch von einer solchen zu sprechen, fragt sich der Beobachter und Teilnehmer des munteren Treibens. Wir treffen uns in den kleinen Momenten, die uns das Leben schenkt und genießen sie nach Möglichkeit so, wie es unserer Natur entspricht. Alle Grenzen und Regeln sind dabei absurd, es muss im Gegenteil darum gehen, so regellos und frei wie möglich zu genießen, da uns der Alltag genug unnötigen Regeln unterwirft, brauchen wir sie nicht noch im privaten Bereich errichten, wo es darum geht, endlich frei von allem religiösen Aberglauben, der auch Europa lange genug beherrschte, das zu tun, was uns gut tut und gefällt, mit denen, die uns dazu mögen und alles andere scheint doch eher absurd und aus einer anderen Zeit.

Kenne da keine Regeln und Grenzen, tue was gut tut und genieße gern das geteilte Glück und frage mich, warum ich mich dabei beschränken und irgendwelchen Regeln unterwefen sollte, auch wenn viele es noch gerne tun - die einen küssen nicht beim ersten Date, die anderen schlafen zumindest nicht zusammen beim ersten Date und ich betrachte es kopfschüttelnd und verstehe es nie. Unsere Natur führt uns zusammen und lässt uns begehren oder nicht, wenn nicht, passiert nichts und wenn doch, sind wir frei, es zu genießen, alles andere ist eine Reglementierung in einem Bereich, in den keine Regeln passen, weil jede Regel generell ist und darum nie dem einzelnen gerecht wird.

Die Mutter meiner Tochter habe ich beim Griechen um die Ecke kennengelernt und durch verschiedene hier völlig irrelevante Vorgänge, die auch gerne privat bleiben können, landeten wir schließlich am ersten Abend bei ihr und in ihrem Bett, hielten es infolge neuneinhalb Jahre miteinander aus. Die These der ersten Nacht taugt also nicht zum Beweis dafür, dass es keine Beziehung wird oder eine solche irgendwie schlechtere Aussichten hätte auf Bestand.

Im Gegenteil lehrt die Erfahrung, dass alles, was kompliziert beginnt, selten ein gutes Ende nimmt, weil wir nicht bei unserer Natur sind und nur nach ihr können wir wohl lieben und genießen. Wer sich mag und will, soll es dementsprechend genießen, wenn die Gelegenheit da ist, scheint mir mit zugegeben geringer Erfahrung doch von relativ allgemeiner Gültigkeit zu sein, auch wenn es viele Menschen gibt, die das Gegenteil beschwören, insofern strengen Grundsätzen folgen, die sie nicht übertreten, damit der Wille welcher Moral auch immer die nur Natur beherrscht, die es zueinander zieht und die sich natürlich nah sein will.

Wer sich nicht küssen will, sich nicht angezogen voneinander fühlt im ersten Moment, findet dies auch selten in den Momenten später, auch wenn uns die üblichen Riten der Annäherung gern in dieser Illusion nähren und uns damit auch manches absurdes abwarten lassen, was seinen Wert dann nicht aus sich, sondern nur aus den Grenzen gewinnt, die wir endlich überschreiten dürfen, womit aber das Verhältnis nicht unserer Natur entspricht sondern nur dem Regelkorsett, das wir ihr aufsetzen, wider die Natur also eigentlich ist.

Sex ist schön und Sex ist gut, er ist sogar gesund und hält fit, wer ihn nicht genießen kann, möge es lassen, ihn in einen formellen Rahmen zu stellen, kommt mir, um so länger ich darüber nachdenke, immer absurder vor - Anziehung ist kein himmlisches Wunder sondern eine Mischung aus physischer und psychicher Anziehung durch Synchronizität oder je Gegensätze, beeinflusst durch Hormone, Geruch und Geschmack. Du merkst erst dabei, ob du dich wirklich riechen kannst, oder lieber nur Freunde bleibst, oder was auch immer die Annäherung bedingte, in der Form genießt, wie es ihr eben entspricht.

Es hat sich über die Geschichte in vielen Kulturen und bei vielen Frauen ein regelrechter Ritus der Verhinderung herausgebildet, der für manche wohl den Reiz erst ausmacht, warum viele lieber aus Prinzip verzögern, um auch attraktiv zu wirken, sich nicht verschenken wollen und auch in vielen Männerköpfen blieben solche absurde Frauenbilder haften, wonach eine Frau um so viel attraktiver scheint, desto schwerer die Hürde zu ihrem Herzen, beziehungsweise eigentlich zu ihrem Busen und Schoß zu überwinden ist. Ob dies nur der Bestätigung, der Erhöhung vielleicht sonst flach gemutmaßter eigener Reize dient oder bereits zur Natur wurde, weiß ich nicht zu beurteilen, noch, ob mein Urteil über das Verhalten anderer eine sachlichere Grundlage hat als mein Gefühl dafür, ich also hier auch nur aus meinem Dafürhalten vor mich hin schwätze, wie andere aus ihrem moralisieren, was ich natürlich gern, dem aber auch eher gewöhnlich liberalen Geist der Zeit huldigend, für mich weit von mir wiese - ich bin doch kein Moralapostel - oder doch schon darin?

Es gibt so einige, die den Sex als Form körperlicher Erfrischung auch ohne Gefühl genießen, schön wem das gelingt, gehöre nicht zu dieser Spezies sondern gebe mich lieber, und sei es auch nur für den Moment der Nacht, der Illusion der Liebe hin, weil der Akt als solcher mir irgendwie emotional eingehüllt wesentlich attraktiver scheint, was mich zu der Frage führt, ob ich nun wirklich frei handle und genieße oder auch nur ein dummes Opfer der immer Konventionen bin.

Frage ich mich also lieber zuerst, bevor ich weiter die Unfreiheit der anderen verurteile, die Konventionen folgen und nicht frei vögeln wie ihnen die Natur gewachsen ist, wie frei ich wirklich darin bin und ob nicht gerade die emotionale Kette um den Sex erst unfrei macht, weil frei doch die genießen, die sich einfach nur als Körper einander hingeben ohne das ganze emotionale Drumherum, eben der nur Natur der Körper folgen, die manchmal nach Vereinigung drängen oder vielleicht sogar meist, es sich aber nur manchmal eingestehen.

Habe es probiert und festgestellt, es funktioniert nicht recht oder wenn nur mühsam, es ist von keiner Leidenschaft getrieben, die doch die Sexualität erst schön macht, denn der Akt des sich ineinander reibens an feuchten Schleimhäuten, bis es zu einer nervlichen Kontraktion kommt, die wir für den Höhepunkt halten und auch so nennen, ist ja eigentlich recht trivial, so nüchtern betrachtet. Also ist es vielleicht praktisch das ganze gern in einen irgendwie Gefühlsrahmen zu packen, der wohl mit den Ursprüngen des Aktes, der Fortpflanzung und Familiengründung zusammenhängt, der aber weder dabei gewollt sein muss, noch überhaupt meist gar riskiert wird und so tue ich, was meiner Natur entspricht und stelle es doch immer in einen emotionalen Rahmen und frage mich nun also, ob mein eher kein Sex ohne Liebe, weil es mir nicht wirklich Spaß macht, ich dann jedesmal dachte, gut, das hätte ich auch alleine machen können, nicht auch moralisch ist, wie das, was ich bei denen, die es aus rein formellen Gründen tun, eher verurteile.

Möchte gern den Sex frei sehen und jeder soll so damit glücklich werden, wie es ihm oder ihr entspricht, ob mit oder ohne Gefühl, zu zweit oder zu mehreren, gleichen oder verschiedenen Geschlechts, mag das ein jeder so genießen, wie es ihm, also auch ihr entspricht, was im weiteren nicht wieder erwähnt wird, da es sich eigentlich von alleine erklärt, womit wir schon wieder bei einem anderen spannenden Kapitel der Sexualmoral wären, dem Einfluß der Frauenbewegung und der Emanzipation sowie deren Auswirkung auf das Paarungsverhalten und die Lust dabei. Aber bevor ich mich in diesem endlos weiten Feld wieder verliere, sei noch der erste Gedanke zu Ende gebracht. Die Möglichkeit den Sex seiner je Natur nach so auszuleben, wie es jedem entspricht, sollte einfach logisch dem Grundrecht der freien Entfaltung der Persönlichkeit zugehören. Jeder nach seiner Fasson, wie schon der alte Fritz sagte, der allerdings nach einem wohl folgenreichen Erlebnis in frühester Jugend und einer etwas unklaren Neigung diesbezüglich eher abstinent später lebte, auch der Neigung sich fortzupflanzen darum nicht frönte, was Preußen dann die nur teilweise befähigten Neffen als Thronfolger bescherte, was aber nun wirklich zu weit führt auch bezüglich der vergötterten Luise, die sogar gerade zu asexuell verehrt wird.

Jeder nach seiner Fasson und meine ist es eben Sex gern mit der Idee des Gefühls zu verbinden, weil die Erfahrung zeigt, erst sie stellte mich zufrieden, mit dem was ich da tat. Nur handele ich darum moralisch weil ich einem höheren Grundsatz folge, der mit der Sache an sich ja wenig erstmal zu tun hat, frage ich mich nun und beschließe mal nachzulesen, was Wiki dazu sagt, auch wenn ich mir, fürchte ich nun, fast sicher bin, dass ich, auch wenn ich es gar nicht will, genauso moralisch handle wie jene, die ich dafür, ob ihrer Unfreiheit und ihrer Grenzen oben verurteilte.

“Moral bezeichnet zumeist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen. So verstanden, sind die Ausdrücke Moral, Ethos oder Sitte weitgehend gleichbedeutend und werden beschreibend (deskriptiv) gebraucht. Daneben wird mit der Rede von Moral auch ein Bereich von praktischen Urteilen, Handlungen oder deren Prinzipien (Werte, Güter, Pflichten, Rechte) verbunden. Eine so verstandene Unterscheidung von Moral und Unmoral ist nicht beschreibend, sondern bewertend (normativ). Eine moralische Bewertung kann als bloßer Ausdruck subjektiver Zustimmung oder Ablehnung verstanden werden.”

Nun ich handle wohl einem Muster, das sich bei mir bewährt hat, folgend, in der Hoffnung damit glücklich zu werden, aus der Erfahrung, dass eben der Sex schöner ist, wenn ich ihn mit Gefühl verbinde, was wiederum ziemlich konventionell klingt. Aber ich bewerte ja nicht die Sicht der anderen, will ich noch einwenden und tat es oben doch, weil es eben nicht meiner Vorstellung von Glück und Freiheit entspricht. Sollte also schleunigst dies Urteil widerrufen, um nicht aus meiner Vorstellung von schönem Sex doch noch fälschlich eine Moral zu machen. Aber ist wirklich frei, wer sich oder anderen dabei Regeln auferlegt, die nichts mit der Sache an sich zu tun haben?

Kann für mich zumindest anführen, dass es direkt um die Sache des Sex geht, den ich eben  nur so wirklich genieße und noch weitergehend sogar kann ich für mich sagen, es funktioniert auch technisch nahezu nur noch so und alles andere führt eher zu amüsanten Peinlichkeiten, die selten in der Situation so erlebt werden, wie es mir diesbezüglich etwa im professionellen Umfeld wiederfuhr, als ich feststellte, eigentlich war das nicht, was ich wollte und genießen konnte. Fern davon es zu verurteilen und die dort tätigen Damen sind ja nun professionell meist genug, es doch zu einem guten Ende zu bringen, aber es ist nichts, was um der Sache wegen für mich noch vielfacher Wiederholung wert wäre und dazu hatte mir relativ bescheidene Erfahrung weniger male schon genügt, sicher zu sein.

Was Sicherheit ist und was es mit dieser wohl zu tun hat, wäre ein weiteres, spannendes Thema, was auch in Zeiten der Angst vor AIDS oder anderen Viren hochaktuell scheint, da die Neigung so durch Mißhelligkeiten der Natur eingeschränkt wird und auch wenn wir diese leicht durch etwa Kondome umgehen können, um weiter ungestört unserem Vergnügen zu frönen, stellt sich doch die Frage, ob die Sicherheit eine Frage der Moral ist oder nicht eher umgekehrt beide unabhängig zu betrachten sind. Wo ich vertraue, bin ich mir sicher, je nachdem wie oft dies Vertrauen schon enttäuscht wurde oder wie lernwillig ich bin, kann sich dies unterscheiden oder nicht.

Vertrauen zu schenken und anzunehmen, ist wohl eine moralische Frage, die aber nur indirekt mit der Moral beim Sex oder zur Sexualität zu tun hat, warum sie an diesem Punkt nicht wirklich weiter führt, mir nicht hilft zu klären, ob mein Urteil moralisch ist oder nicht und ob dies wiederum gut so ist oder gerade nicht und welches Verhältnis zur Moral also wohl das beste ist. Das Thema scheint komplex und vielfältig und in der inneren Abgrenzung oft unscharf, da uns naturgemäß immer wieder die natürliche Distanz dazu fehlt - verliebt schreibe ich eben logisch anders als in frisch verlassen, unglücklich verliebt oder grunsätzlich enttäuscht.

Leichter wird das ganze dadurch, dass ich eine grunsätzliche Liebe zu Frauen empfinde, sie nicht nur als von der Natur wunderschön konstruiert sehe, sondern auch dazu neige ihnen gegenüber grundlos positive Gefühle zu hegen, was auch mancher Erfahrung Hohn spricht aber scheinbar allem zum Trotz weiter Stand hält und erwartungsfroh positiv jede dieser so verschiedenen Wesen anschauen lässt, ob nicht die eine die ist, die es immer bleiben wird, auch wenn ich eigentlich längst sicher bin, welche es ist, wollte sie mich nur, aber auch das hat wenig mit der Moral beim Sex zu tun und führt nicht weiter, ist womöglich auch nur ein Produkt der übersteigerten Phantasie des Literaten. Dies grundsätzliche positive Gefühl hegte ich auch den Huren gegenüber die ich vor vielen Jahren kennenlernen durfte, aber, seltsam genug, genügte dies nicht die professionelle Seite des Sex vollständig zu ignorieren und es zu genießen, als wäre es von Gefühl getragen.

So verbinden sich bei mir, also auch wenn ich mich jenseits aller Moral wähne, die physischen Funktionen, die sonst eher untadelig sind, mit dem irgendwie moralischen Prinzip des Gefühls, das ich als einen wertsteigernden Faktor beim Sex betrachte. Frage mich also, ob es den prinzipiellen Verhinderern, von kein Sex vor der Ehe bis zu kein Kuss beim ersten mal vielleicht genauso gehen könnte und es darum einfach egal ist, was wir als Grundsatz wählen, solange es darum geht, es mehr zu genießen, welchen Rahmen wir auch immer darum hängen.

Hier stellt sich logisch im Rahmen der katholischen Sexualmoral die Frage, da diese die Lust eher tabuisiert und als Sünde bezeichnet, ob diese eigentlich eher eine dialektische Wirkung hat, also das Verbot nur dazu dient, die Lust an der Sünde zu erhöhen, ihr einen Reiz durch das Verbot erst zu geben, der mit so lustigen Geschichten aus der Welt des Aberglauben wie der Jungfräulichkeit Marias, sich sehr intensiv mit der Sexualität beschäftigt. Sicher ist nur, es hat weder der Fortpflanzung der Katholiken geschadet noch vielen Gläubigen im Verhältnis zu ihrer Sexualität, zumindest sind diese nicht deutlich impotenter als andere aufgrund moralischer Vorgaben oder gar sexuell Inaktiver sondern eher im Gegenteil, um so normaler die Sexualität und um so aufgeklärter unser Verhältnis zu ihr, um so mehr Menschen entdecken, was sie für ein Problem mit ihr haben könnten und haben es, dahingestellt ob infolge, auch meist ausgiebig.

Auffälig ist das Verhalten der Katholiken nur unter den Amtsträgern, bei denen es eine eklatant erhöhte Zahle von Pädophilen gibt, die sich dabei noch in einem überdurchschnittlich hohem Maß an Abhängigen vergingen, da ihre Sexualität völlig tabuisiert ist und sie sich im ohnehin verbotenen wohl der natürlichen Grenzen weniger bewusst sein könnten. Dieser letzte Punkt bringt uns zu den Grenzen der Moral in der Freiheit des anderen. Dieser Bereich ist auch darum  wohl bei uns pönalisiert, auch wenn nicht ganz klar ist, ob die Skandalisierung das Problem erst schafft oder es einfach wider die Natur ist, was da geschieht.

Damit komme ich wieder an den Punkt an dem ich schon oben ins stolpern geriet, die Frage der Fähigkeit sich ein Urteil zu bilden und vor allem in meiner engen Sicht über die der anderen zu urteilen. Wie sollte ich auch, der ich keine Götter kenne, an keine Propheten oder somnstigen Abeglauben noch glaube, verstehen können, warum Menschen ihr Verhalten danach ausrichten. Vielleicht könnte allgemein gelten, dass es gut wäre Kinder von Religion und Sexualität zu verschonen, sofern sie sich nicht selbst damit beschäftigen und den Drang dazu fühlen, was wohl eher außergewöhnlich bei beiden ist. Nachdem wir in den siebzigern dazu neigten alles zu enttabuisieren und also auch die kindliche Sexualität, die es in den meisten Fällen vermutlich gar nicht gibt, schwanken wir gerade in die andere Richtung und neigen zu einer neuen Tabuisierung und vermutlich würde ein Nabokov, wenn er nun seine Lolita veröffentlichte, sich mehr als verdächtig machen, wenn nicht sogar strafbar und die Verfolgung derer, die diese Neigung, warum auch immer haben, nimmt langsam inquisitorische Ausmaße an und so dreht die sexuelle Moral wohl manche Saltos um die Welt je nach Gewohnheit und Sitte und noch weiß ich nicht mal, ob ich mir darüber ein anderes Urteil erlauben darf, als das jeder doch die Möglichkeit haben sollte, ungestraft seinen Neigungen zu folgen.

Was natürlich, was immer hier Natur ist, die Frage aufwirft, ob der Wunsch nach Strafe oder die Drohung mit dieser nicht für viele erst den Reiz darstellen, weil sie im sexuellen danach streben Grenzen zu überschreiten. So gesehen wäre die Bestrafung das Gegenteil dessen, was eigentlich mit ihr erstrebt wurde und führte, wie so oft, zu völlig absurden Ergebnissen, bei denen sich Ursache und Folge kaum mehr klar unterscheiden lassen. Die Relativität aller moralischen Urteile, die immer dem Geist der Zeit unterworfen sind, trägt zusätzlich dazu bei die Verwirrung im Bereich der Sexualmoral nahezu vollständig werden zu lassen, wozu noch die indifferente Haltung beiträgt mit der wir mit diesem Element unserer Persönlichkeit zwischen öffentlich und privat umgehen.

Mit wem rede ich frei und offen darüber und wo verbietet es sich von alleine. läßt sich dafür ein irgendwie genereller Maßstab finden, oder gibt es da nichts verbindliches, geregeltes und wir müssen uns in jeder Situation neu und ohne alle Muster zurecht finden, frage ich mich, in der Überlegung was bleibt und wie ich mich in diesem Chaos zwischen Trieb und Gefühl zurechtfinde. Habe auch nach nun über vierzig Jahren keine Antwort sondern staune immer noch täglich neu, was passiert oder eben nicht, wie Anziehung entsteht und wie, warum dann weniger und woran das liegt. Vielleicht wäre das Leben und Lieben leichter, wenn wir es wüssten und einfach unserer Natur entsprechend handelten.

Wir wissen es aber nicht so genau und handeln selten wirklich unserer Natur entsprechend sondern in einem sehr komplizierten Netz, in dem sich Triebe mit Gefühlen mischen und wir das eine kaum vom anderen unterscheiden können, was sich noch nebenbei so alles einmischt wie eben Moral, Sitten und Konventionen. So stehe ich im Chaos und versuche mir ein Urteil über etwas zu bilden, was trotz aller Hindernisse erstaunlich gut funktioniert und auch wenn es natürlich immer anders ist und jedesmal wieder eine irgendwie Überraschung und wer wäre ich, dies je zu leugnen, auch nur einer nicht gerecht werden zu wollen im ganzen, zeigt sich doch, dass es in der Natur zu liegen scheint und unser Streben nach Glück oder zumindest Befriedigung fast von alleine seinen Gang geht, sofern die Bedingungen erfüllt sind, die wir uns je setzen dafür.

Bevor ich nun völlig verwirrt und ohne Ergebnis zum Schluss komme, sei noch kurz auf das aktuelle Thema der Konfrontation von Sexualmoral und Rolle der Frau in der Gesellschaft eingegangen, was zu ganz eigenen Salti im Miteinander führt, um den je Rollenerwartungen gerecht zu werden. Diese wirken von außen betrachtet und mit Abstand teilweise fast komisch, können aber die Betroffenen häufiger an den Rand der Verzweiflung bringen und sind damit erfolgreich zu Beziehungsverhinderern geworden und haben die Attraktivität des gleichen Geschlechts, mit dem manche Auseinandersetzungen logisch entbehrlich sind, dahingestellt, ob es sich dabei um einen genetischen Trick der Natur gegen die Überbevölkerung handelt.

Natürllch sind Frauen heute völlig gleichberechtigt und scheint seltsam, sie nicht mit der gebotenen Ehrerbietung zu behandeln, da diese von einem Teil wiederum als Erniedrigung empfunden wird, weil sie diese auf ihre Rolle reduzierten. So musst du heute nach dem Gefühl entscheiden, was geboten ist und an Höflichkeiten, die mir normal selbstverständlich wären, noch als höflich empfunden werden und wann solche schon als Erniedrigung den einen schon unhöflich scheinen. Wo darfst du hinschauen und dich an ihrer Schöhneit freuen, wo fühlt sie sich dadurch auf ihre Rolle reduziert, wann halte ich ihr die Tür auf und wo ist schon das ihr aus dem Mantel helfen eine Form der Erniedrigung, weil sie das doch als ihre eigene Frau natürlich selbst kann, eine unter jungen politisch eher links engagierten Damen häufig genutzte Formulierung, die mich erst zur Verzweiflung und dann zum nur mühsam unterdrückten Lachen trieb.

Spannend wird es in diesem Gegensatz, wenn die schon durch solch schwierige Fragen sehr kompliziert gewordene einfache Unterhaltung auf die sexuelle Ebene wechselt und wer dabei den ersten Schritt tun darf. Schon die erste Berührung kann zum Grund eines Zwistes werden sofern sie als zu schnell oder zu sexuell empfunden wird, als sei nicht jeder Kontakt der Natur nach in gewisser Weise sexuell. So aber diese Hürden, wie auch immer genommen wurde und der Moment des einverständlichen Sex begint, kommt es oft noch zu einer erstaunlichen Verwandlung. Jene, die jedes Rollenverhalten im Alltag ablehnen, zeigen sich unter Einfluss der Triebe, um so stärker an klassische Rollenmuster gebunden und dann fallen aus dem Nichts von denen, die noch eben ablehnte, aus dem Mantel geholfen zu bekommen, Worte wie “nimm mich har”t oder gleich kurz und direkt das “Fick mich” und in der plötzlich gewechselten Rolle müssen wir uns sodann zielsicher orientieren und die Führung übernehmen, nur bloß nicht zu sehr, damit nicht zufällig in vorherige Muster zurückgefallen wird.

Als ich begann mich zu fragen, was hier nun richtig sei und wie ich damit am besten umgehen sollte, damit ich der verehrten Dame auch gebührend gerecht würde, das Zusammentreffen zum beiderseitigen größtmöglichen Glück führte, merkte ich, dass ich keine Ahnung habe und keine Antwort fand, auch wenn ich diese Frage vielfach rein theoretisch gesprächsweise zu klären versuchte, doch auch dabei zeigte sich jedesmal, das ein Gespräch über die Vorlieben zwar schon erregende Wirkung haben kann aber meist eher als absurd empfunden wird, dem Ziel eher abträglich war. Vielmehr wurde erwartet, dass er das richtige Gefühl dafür habe und situativ richtig entschiede, was geboten sei, was ja logisch aller Vernunft widersprach. So kam ich zu keinem Ergebnis und gab es in der Praxis letztlich auf, darüber nachzudenken, es führte ja zu nichts als Verwirrung, dem Gefühl folgte und mich auf die Weisheit der Großväter verließ, das im richtigen Moment das Hirn ohnehin im Hintern sitzt und schieben hilft, also denken zu weniger führt als Tun und die Praxis zeigt, das nur Versuch und Irrtum zum Ziel führen und es müßig ist, darüber nachzudenken, was hätte sein können, wenn wir uns irgendwie anders verhielten im Rahmen der Konventionen und des jeweiligen Verständnisses davon, was korrekt oder gerade geil ist, weil es eben passt oder nicht.

Ein zugegeben, wissenschaftlich oder irgendwie vernünftig betrachtet sehr unbefriedigendes Ergebnis, was nur durch die kleinen Glücksmomente in der Praxis ausgeglichen wird, in denen es wider die je Natur doch passt und beide am Ende glücklich damit sind. Es ist also egal, welcher Sexualmoral jemand warum folgt, vermutlich hat die reine Chemie der Hormone da gegen alle Grundsätze und Prinzipien mehr Einfluss auf unser Verhalten, als wir ihr vernünftigerweise zubilligen würden und also ist es letztlich egal, ob wir darüber nachdenken oder schreiben, es wird sich in der entscheidenden Situation  nicht viel ändern, wenn es eben passt und zueinander strebt oder eben nicht. Aber zumindest bringt uns die Erkenntnis, dies so zu akzeptieren, wie es eben ist, weg von allen Zweifeln und lässt uns ruhig in der Gewissheit genießen, was ist und passiert oder eben nicht, weil die Chemie stimmt und dem nicht nachzutrauern.

Letztlich ist jede Sexualmoral völlig egal, solange wir das tun, womit wir uns wohl fühlen und das auch noch irgendwie gemeinsam, wird es gut sein und damit wenden wir uns in diesem Thema lieber wieder gelassen der Praxis zu und warten einfach ab, was passiert.
jt 7.9.14

Morgenandacht 0102

Sonntäglich ruhig beginnt der selbige
Zuerst sind die Kinder zu hören
Dann auch Eltern die sie rufen
Zum Frühstück oder aus Gewohnheit
Erstaunlich ruhig war die Nacht wohl
In der Ukraine wo seit Freitag nun
Die Waffenruhe eingehalten wird
Weitgehend zumindest scheinbar
Nur in der Hafenstadt Mariupol
Beschießen sie sich noch weiter
Oder werden vom je anderen beschossen
Wie beide für sich behaupten
Noch aber loben sich Putin wie
Poroschenko für das erreichte
Fragt sich nur wer jenseits aller
Verschwörungen ein Interesse daran hat
Das es nicht gut geht oder noch nicht
Die Ukraine verlöre den Feind der
Alles gerechtfertigt scheinen ließ
Die Russen hätten wenig erreicht
Dessen sie verdächtigt wurden
Die Rebellen selbst die jenseits aller
Zusagen nicht so schnell wieder
Zum Frieden in sich finden womöglich
Der Wille noch an der Waffenruhe
Festzuhalten weist zumindest
In die richtige Richtung für alle
Die noch Frieden wollen
jt 7.9.14

Sommerregen

Nach sonnigem Spätsommertag
Mit überraschend großer Hitze
Sind die Cafés in der Nacht noch
Gut gefült auf allen Plätzen
Als plötzlich ein Wetterleuchten
Über den dunklen Himmel zuckt
Mit Raunen und Erstaunen bemerkt
Bricht kurz danach der Himmel auf
Ein sommerlicher Schauer beginnt
Treibt die auf Plätzen ohne Markise
Nach innen oder enger zusammen
Unter den wenigen trockenen Plätzen
Und so führt der Regen überraschend
Zusammen was sonst nur nebeinander
Fern sich bliebe und neue Welten
Finden sich im Gespräch im Regen
jt 7.9,14

Samstag, 6. September 2014

Rockmoral

Eine schöne Frau betrachten
Sich an ihrer Schönheit freuen
Ist eine Freude an sich schon
Mehr noch wo sie dies genießt
Um ihre Schöheit oder doch
Zumindest den Reiz ihrer
Weiblichkeit weiß und sich
Am Blick erfreuen kann als
Kompliment für ihre Natur
Diese wohl naturliche Freude
Bekommt im Sommer noch
Einen besonderen Reiz
Wo Frau sich im Rock zeigt
Mit dessen Einblicken spielt
Auch wenn Mann hier schnell
Wider alle Natur sich fragt
Wohin nur soll er schauen
Wenn sich unerwartet mehr
Zeigt als vielleicht gewollt
Oder wo provoziert doch
Im Rahmen eines Spiels
Seine Moral testen soll
Das schüchterne Kompliment
Schnell unmoralisch macht
Dann ringt die Freude am mehr
Mit dem Skrupel es noch
Zu genießen wenn nicht
Gewollt und es fragt sich
Warum wir uns nicht ganz
Natürlich betrachten lustvoll
Eben wo es so ist oder
Der nur Blick aus Lust
Wie zu gern so gedeutet
Dann kein Kompliment mehr
Sondern eine Reduktion ist
Die dem Betrachter fern liegt
Aber doch oft so gedacht
Der Freunde aneinander
Oft unnötige Hürden schafft
Dabei wäre es so schön
Sich unbefangen zu freuen
Ohne es moralisch gleich
Zu beurteilen aber scheinbar
Bedingt das Spiel umeinander
Zu oft den Gedanken der urteilt
Statt unbefangen zu genießen
Was sich eben zeigt fragt sich
Wie es anders wäre einfach so
jt 6.9.14