Sonntag, 24. August 2014

Liebesüberlegungen

Über die Liebe zu überlegen, scheint schon paradox, folgen wir doch einem natürlichen Trieb dabei und lassen uns dabei gern treiben und es passiert eben einfach, was unserer Natur entspricht, oft sogar erst körperlich, bevor wir mit dem Gefühl hinterherkommen,

Allein diese Reihenfolge, die im Alltag des sich Suchens und Findens viel mehr Raum einnimmt, als sie nach dem Gefühl, um das es doch eigentlich geht vielleicht sein sollte, bezeugt wie sehr hier Natur und Geist zusammenspielen in womöglich verwirrender Weise. Gern wird dabei den Männern ganz konventionell unterstellt, sie dächten ohnehin nur an das Eine und gingen nur in eine Richtung, was so falsch ist, wie die im Alltag zu oft zu belegte Behauptung, Frau spiele die Verweigerung, um sich begehrenswert zu machen - auch das muss scheinbar nicht in der Natur liegen, auch wenn die Gegenbeweise wohl spärlich sind, lohnt es sich über die Natur des Begehrens nachzudenken, um zu verstehen, was wir wirklich voneinander wollen.

So wir uns zunächst der Lust hingeben, auf der eigentlich Suche nach Gefühlen, verpassen wir diese schnell nebenbei, weil die Leidenschaft doch immer wieder relativ raumgreifend ist, was nach der Hingabe zur Leere danach führt, in der wir uns als Fremde begegnen. Warum es oft gut sein kann, sich öffentlich zunächst zu sehen und zu begehren, um dem Gefühl Zeit zu geben, während der Lust Schranken gesetzt sind. So sind wir in dieser Situation wohl längst getrieben und doch noch gezwungen im konventionellen Kontext zu reagieren, gar vernünftig zu reden.

Hier zeigt sich die spannende Seite der Begegnungen zwischen Lust und Vernunft, die für gewöhnlich dialektisch betrachtet wird. Als gäbe es da einen natürlichen Ausschluss, tun wir so, als seien wir stets das eine oder andere und nicht viel mehr immer beides. Diese Anschauung, die wir in der Natur nirgendwo wiederfinden, weil wir dort immer alles als eines betrachten, zeigt uns, wie absurd diese Trennung eigentlich ist. So verhält es sich auch mit den Überlegungen zur Liebe, die nur dem absurd und unlogisch vorkommen, der die Liebe für ein übernatürliches Wunder hält und nicht Teil unserer Natur, die sie womöglich ist,

Es ist also nicht nur vernünftig, über die Liebe nachzudenken für mich, sondern es entspricht auch einem tiefen Bedürfnis, meine Natur verstehen zu wollen, die logisch funktioniert, auch wenn wir die Liebe gern als etwas völlig irrationales betrachten, sie ist auch ein Teil unserer Natur und funktioniert nach den gleichen Gesetzen wie alle Natur, endet mit dem Tod, zumindest für den der stirbt, der also nicht mehr ist. Warum sich die Überlebenden so sehr an die Idee der Unsterblichkeit der Liebe klammern, die sie logisch leiden lässt, ist nicht klar beantworten, aber spannend wäre, was davon unserer Natur entspricht.

Vermutlich hängt dies sehr stark mit dem Aberglauben an die unsterbliche Seele zusammen, von der viele meinen, sie lebte weiter und also hängen sie sich auch mit ihrer Trauer um den Verlust an diese Idee von der unsterblichen Liebe, als sei irgendetwas in der Natur unsterblich und läge nicht gerade in unserer eben sterblichen Natur, nur die Fähigkeit zu lieben für den zauberhaften Augenblick, den wir, wie der Dichter einst, verweilen lassen wollen, weil die Sehnsucht eben auch paradox ist.

Den Tod aufhalten und vom ewigen Lieben zu träumen, scheint noch relativ natürlich, weil wir uns eben wünschen, was so schön ist, möge nie enden, woraus auch noch relativ schlüssig gefolgert wird, da der Geist, der auch Gefühl und Verstand trennt, ja in der Erinnerung wach bleibt, diese unsere Gedächtnisleistung müsse ein Fundament in der eben unsterblichen Seele haben, jenem immateriellen Konstrukt, das unsere Gedanken tragen soll jenseits des Gedächtnisse, was ja auch nur die materielle Grundlage wäre.

In dieser erfundenen Seele soll auch die Liebe wurzeln, die wir nicht als Reflexion unseres Gehirns über das, was uns gut tut, sehen, also eine physikalische Reaktion unserer neuronalen Netzwerke, unter die sich noch die chemischen der tanzenden Hormone im Gemenge mischen, sondern als etwas ganz eignenes, das für sich lebte und das wir logisch nicht verstehen könnten, da es sich um ein Gefühl handele.

Nur weil wir neurologisch noch nicht jeden Schritt der Gemengelage nachweisen können, die zu dem führt, was wir Liebe nennen, folgt daraus logisch nicht, dass es nicht erklärbar wäre, oder dass es außerhalb der Natur stünde, etwas eigener Art wäre. Warum und wie überhaupt etwas jenseits der Natur und also auch unserer Natur existieren soll, die wir nur Natur sind, ist nicht logisch nachvollziehbar und warum immer wieder versucht wird, die Liebe als etwas außer der Natur zu beschreiben, wo sie doch andererseits ganz natürlich sein soll, leuchtet auch nicht ein.

Vielleicht hängt es mit dieser lustigen Phantasie von der Existenz einer Seele zusammen, die wie manche sogar glauben, über sie hinaus lebte, dass wir, weil uns die Endlichkeit so schwer zu begreifen fällt, wir uns auch in der Liebe an die Idee der Unendlichkeit klammern. Möglicherweise ist es aber auch die Tatsache, dass wir mit der natürlichen Dialektik nicht klarkommen, in der Schönheit eben nur erfahrbar ist, weil sie endlich ist und nicht immer sein wird. So wie die Gier nach dem Höhepunkt beim Sex, den manche noch variantenreich hinauszuzögern trachten, mit hier wieder natürlich logisch ähnlichen Methoden auf dem ganzen Erdkreis, den aber die Franzosen so treffend kleinen Tod nennen, um damit auszudrücken, wie schön es ist, wenn die Zeit steht, zwei quasi füreinander sterben.

Dabei können wir den Sex als mechanischen Vorgang betrachten, den eben Austausch von Körpersäften, der dem inneren Gleichgewicht dient, oder als Vollzug der Liebe, nicht umsonst heißt ja juristisch auch der eheliche Beischlaf Vollzug der Ehe, was, so absurd es zunächst klingt, den Kern doch trifft - da Ursprung der Verbindung von Mann und Frau, dahingestellt, ob sie je überhaupt zusammenpassen, eben die Arterhaltung war und darum die Regelung der Nachfolge in ordentlichen Bahnen, wie sie Kindern gut tun und das Leben erleichtern, was mit Liebe aber erstmal eher nichts zu tun hat.

Die schadet dabei nicht, im Gegenteil, scheinbar tut es sogar vielfach gut, so sie vorhanden ist, aber sie ist nicht nötig, häufig mehr Grund für Probleme als für Glück und dennoch halten wir sie für weitgehend unentbehrlich, um glücklich zu sein. Wer Sex nie mit Liebe teilte und sich nicht fragt, was dieses seltsame Gehopse und umeinander Geturne soll und warum die Menschheit seit Ewigkeiten soviel Aufwand darum betreibt, scheint nicht sehr reflektiert zu sein, würde ich vermuten und weiß es doch selber nicht besser. So gesehen blieben diese Triebwesen, fraglich nur, ob dies eher in unserer Natur liegt als die geistige Verbindung dieses eigentlich nur mechanischen Vorganges oder die Trennung genau das Problem darstellt, warum sich manche so absurde Wege zur Befriedigung ihrer Triebe suchen.

Ob sich wer Sex mit Liebe teilte, nicht fragt, was dieses Gehopse soll, ist auch noch ungeklärt dabei, aber der Blick auf unsere Natur und ihre geistigen Zusammenhänge könnte beides klären, warum wir vor weiteren Erörterungen zur Natur des Hopsens miteinander über das Verhältnis von Natur und Geist in der Liebe nachdenken sollten.

Die Liebe ist ein Gefühl der Zuneigung zu einem anderen Menschen oder auch sich selbst. Sie scheint in unserer Natur zu liegen. Ob die Fähigkeit sie zu würdigen, auch in der Natur liegt, erlernt oder wieder kennengelernt werden muss, könnte wichtig zum Verständnis der Sache an sich sein und womöglich viele Missverständnisse vermeiden.

Babys oder Kinder rufen dieses Gefühl scheinbar automatisch bei ihren Eltern hervor. Was es braucht, dieses tiefe Gefühl von Nähe zu empfinden, könnte ein Schlüssel sein zu der Frage, ob wir sie eher geistig oder physisch verorten, oder die Trennung beider absurd ist.

Es spielen dazu divergente Faktoren eine Rolle. Häufig ist es zunächst die physische Attraktion, die Nähe sucht, aber auch allein geistige Attraktivität kann dazu genügen, den Kontakt zueinander zu finden. Was sich dann, in direkter Nähe abspielt, ist ein primär biochemischer Prozess, allen schönen Worten zum Trotz, denn es geht dabei mehr um das sich riechen und fühlen können, als das ausloten geistiger Nähe. So findet es oft statt und viele scheitern an Kleinigkeiten, auch wenn es sonst perfekt sein könnte, weil sie sich auf Dinge konzentrieren, die keine Rolle spielen für das, was sie miteinander eigentlich suchen.

Vielleicht ist die biochemische Auswahl einfach Teil unserer Natur und sollte darum so hingenommen werden, wie sie ist, vielleicht aber liefern wir uns da auch einem Diktat aus, das die Liebe auf einen rein physischen Prozess reduziert, was es so wenig trifft wie die rein geistige Betrachtung der Liebe als nur sphärisches Geschehen gelöster Geister, denn wem nicht auch mal die Lust dabei durchbrennt und ergreift, dem fehlt wohl in seiner Natur etwas entscheidendes, oder diejenigen befinden sich bereits auf einer Ebene, die meiner eher schlichten Vorstellung nicht mehr zugänglich ist - wobei auch nicht auszuschließen ist, dass die bloße Behauptung einer rein sphärischen Liebe nur dazu dient, den eigenen Marktwert zu erhöhen, womit es am Ende doch wieder um die vermutlich immer gleichen Ziele ginge zwischen Eroberung und Glück auf der Suche nach Befriedigung mehr oder weniger gut getarnt.

Es sind viele Konstellationen denkbar, in der ein unglücklicher biochemischer Zufall uns die Chance verbaut, zur Liebe unseres Lebens zu finden, mit der wir in vieler Hinsicht glücklich wären, deren Deo nur zufällig gerade versagte, oder die hormonell bedingt völlig anders riecht, als es ihrer Natur entspricht oder sich zufällig aufgrund Luftdruck, Hormonen und eigener Temperatur, sich ihr oder sein Duft nicht mit seinen Körper gerade nicht verträgt oder zumindest das Schloss zueinander verschließt und in der Natur gibt es dann normalerweise keine zweite Chance, da wir erstaunlich gut alles abspeichern, was den ersten Eindruck betrifft, den wir seltenst nur wieder verwischen können.

Auch darum könnte es eine gute Hilfe sein, sich erst auf der geistigen Ebene zu finden, um dann erst in die Untiefen der körperlichen Welt vorzudringen mit all ihren Möglichkeiten des Scheiterns und der Fehlgriffe, die so unnötig wären, würde offener miteinander geredet, aber es ist eben noch immer nicht völlig normal, vor dem Vollzug der Liebe oder zumindest Lust, offen miteinander zu reden, was uns je glücklich machte und was uns schwierig erscheint oder Angst bereitet - wem dies gelingt, der hat schon eine der wichtigsten Hürden zu einer glücklichen Liebe genommen, denn wieviel scheitert an fehlender oder mangelnder Kommunikation im dem Bereich, über den eher nicht gesprochen wird.

Aber wir verlieren uns wieder in Details des Vollzuges und bevor wir uns nun darüber auslassen, wie die Stellungsfrage vorab geklärt werden kann, ohne ihr alle Lust zu nehmen, wieder zur Betrachtung der nur scheinbaren Dialektik von Natur und Geist, denn deutlich wurde, es gibt klar physisische Faktoren, ob eben die Chemie stimmt und zwei sich riechen können oder nicht und es gibt weiterhin Faktoren, die es ermöglichen eine große Nähe nur auf geistiger Ebene aufzubauen. So sind auch aus Anschauung Fälle bekannt, wo der reine Briefwechsel ohne tatsächliche Anschauung zur tatsächlichen Biochemie oder jede Berührung genügen kann, ein Bedürfnis nach Familie entstehen zu lassen, die Brücken zu bauen, die wir für natürlich wohl halten können, die schon in unseren Genen zur Arterhaltung angelegt sind.

Ist das dann schon Liebe, kann ein Gefühl aus nur Briefen so groß sein, wie eine reale Liebe, kann die virtuelle also die wirkliche ersetzen oder bleibt sie auch dann immer unvollständig?

Die Möglichkeit zur Liebe und die Bereitschaft dazu, mit genau den physischen Auswirkungen auch im Schambereich, die sonst erst der direkte Kontakt auslöst, wie ein erregtes Glied nach der Lektüre oder ein sich feucht öffnender Schoß nur infolge der vorab Liebkosung durch nichts als Worte, sprechen Bände für die geistige Variante der Liebe. Sie existiert, sie ist tatsächlich fühlbar und sie kann uns intensiver aus der Bahn werfen, als der rein tatsächliche Vollzug, der oft eine Neigung zur Normalität hat. Beispiele aus der Geschichte gibt es genug und der Fall des Werther, in dem der gerade Rechtsreferendar Goethe am Reichskammergericht zu Wetzlar eine Liebesgeschichte verarbeitete, damit berühmt wurde und letztlich nach Weimar kam, spricht Bände, wieviele fühlten sich verstanden und nahmen sich das Leben infolge unglücklicher Liebe danach, prägte ein Band eine ganze Epoche, den Sturm und Drang, von dem der später Geheimrat erst wieder zur Klassik zurückfinden musste.

Es gibt die geistige Liebe und sie kann so intensiv fühlbar sein, mehr sogar noch, als die ganz normal reale im Alltag mit ihren Berührungen und ähnlichem mehr. Fraglich ist nun, ob wir sie von der physischen trennen müssen und was unserer Natur am ehesten entspricht.

Jenseits aller Typfragen, dem einen ist das pimpern immer wichtiger, dem anderen der Diskurs oder doch zumindest der Dialog, die eine will alles unter Kontrolle haben, die andere möchte geführt werden und verführt und doch schließen sich diese nicht aus sondern ergänzen sich und so wie mir in einer Beziehung ohne Lust das Salz in der Suppe fehlte, wäre eine darauf reduzierte nur scheinbar scharf, in Wirklichkeit aber erschreckend schnell langweilig.

Vermutlich verhält es sich mit der Liebe ähnlich, sie ist nie nur das eine oder andere, sondern immer ein viel mehr im Diskurs der Ebenen und findet sich im Zusammenschluss erst - die schönste Liebe in Briefen, verfliegt, wo sie keine Realität findet, irgendwann zu nichts als schönen Gedanken - die wildeste Lust ohne Fundament bleibt oberflächlich, wird nur sportlich mit der Zeit. Es lohnte den Aufwand nicht, der darum teilweise betrieben wird in tollsten Verrenkungen, wenn uns doch das gesunde Mittelmaß am glücklichsten machte und es immer auf den harmonischen Ausgleich der verschiedenen Bestandteile der Liebe ankäme.

Wir streben dennoch nach Extremen, rasen mit Autos im Kreis herum und ähnlichen Blödsinn mehr, von dem wir wissen, wie unsinnig er ist, wie Vergrößerungen der Brüste, Verlängerungen der Schwänze und Operationen der Schamlippen, um schöner zu sein, wie wir meinen und uns doch nur einem billigen käuflichen Ideal unterzuordnen, das uns vorgauckelt, so wäre schön und besonders und die ihm folgen, merken gar nicht, wie sie sich nur billigen Durchschnitt kaufen, der sich widerlich anfasst und sie nicht schöner sondern nur konventioneller macht.

Es zählen die Rekorde an der Börse wie im Stadion, wir wollen reicher sein, besser, erfolgreicher, was auch immer, das uns in einer deutlich kranken Mühle weiterstreben lässt, denn eigentlich wissen alle, dass diese lächerlichen Etappensiege auch im Sport keine sind, nicht glücklicher machen, sondern nur ablenken vom Glück oder oft genug vom Unglück mit dem sich die Betroffenen nicht abfinden wollen und darum rasen, rennen, springen, werfen, operieren sie sich weiter, als gäbe es am Ende des Lebens, etwas zu gewinnen.

Festzustellen, es wird nichts geben, es wird nichts bleiben und all das Hetzen hat nur Zeit gestohlen, statt mehr Lust zu gewinnen, könnte helfen, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich glücklich macht in der Liebe und was selten das extrem ist, als vielmehr der harmonische Durchschnitt, weil wir alle eigentlich ähnlich glücklich sein wollen und die Extreme, die uns als erstrebenswert vorgeführt werdden, oder als Sternchen über uns schweben, sind nicht Glück sondern nur in kleinen Teilen Leuchttürme, damit sich die übrigen in ihrem Durchschnitt nicht zu wohl fühlen, noch in Bewegung bleiben.

Es gibt nichts, zu überlegen, bevor wir lieben aber es gibt viel zu überlegen, wie wir es tun und auf welche Art wir es am meisten genießen, was unserer Natur entspricht und was wir uns nur aufsetzen lassen, um konform zu gehen.

Bei sich zu sein, gilt in diesem Bereich des Glücks als ausgesprochen wichtig und viele erzählen davon, nur wer sich selbst liebt, kann einen anderen lieben, wer sich vergisst, könne nicht lieben. So ein Blödsinn, der die Natur der Liebe verkehrt und aus einem falschen Verständnis der Predigt des Durchschnitts redultiert. Es liebt nur, wer sich und sein blödes Ego überwindet und bereit ist, sich ganz dem anderen zu geben - in seinen Händen zu sein, um den anderen glücklich zu machen. Alles, was etwas zurückhält oder sich nur halb hineinbegibt, hat nichts mit Liebe zu tun, es ist Berechnung und der Versuch sein Ego zu streicheln, warum auch immer das versucht wird, denn mit Liebe hat es nichts zu tun, auch wenn es sich meist so nennt und glücklich macht es eher niemand, weil halbe Liebe nicht existiert, Liebe unter Vorbehalt, nicht glücklich macht und die Möglichkeit des Widerrufs bei etwas wesensmäßig einmaligen nur einsam machen kann.

Lieben kann nur, wer es wagt, über sich hinaus zu gehen, alle Grenzen zu überschreiten, um den anderen glücklich zu machen, weil es um nichts anderes geht, als Glück schenken zu wollen, Passt diese Konstruktion eines altruistischen Zieles zu unserer natürlich beschränkten Natur, die eben egoistisch ist und sich befriedigen will. Ob sie dies, wie Adam Smith und andere kluge Köpfe behaupteten, wirklich ist oder uns nur so erscheint in den Zwängen des Sozialen und die Fähigkeit zur Liebe eben das Zeichen dafür wäre, dass wir unsere egoistische Natur überwinden könnten, wenn wir es wagen und tun, könnte ein Schritt zur Lösung des obigen Konfliktes zwischen Natur und Geist sowie Vernunft und Gefühl sein.

Aber es spricht wenig sachlich dafür, dass sich die menschliche Natur je änderte, wir weniger egoistisch wären, nur weil wir liebten und die praktische Erfahrung zeugt zu oft vom Gegenteil, gerade in der Liebe versuchen viele, statt zu schenken, zu bekommen, sammeln Trophäen der gebrochenen Herzen, wie wir bildlich doch ganz schön physisch nennen, was eigentlich nur ein Gefühl ist. Es gibt diese seltenen Ausnahmen, in denen wir wirklich die Grenzen überschreiten wollen, uns ganz geben und jenseits der Hingebung dem anderen nur gut wollen, aber es sind Ausnahmen und sie sind selten, schnell werden sie von den alltäglichen Ängsten eingeholt und ob die Ausnahme taugt, etwas über die Natur des Menschen zu sagen, wäre auch eine Überlegung zur Liebe wert.

Wenn ich mich aus Liebe einlasse und nicht nur mit Liebelei spiele, will ich es ganz tun - seltsam nur ist dieses Vorhaben, wohl auch aufgrund der natürlichen Dialektik zwischen Mann und Frau, selten von dem Erfolg gekrönt, den sich beide vorab davon versprachen. Meist ist es das Eindringen alltäglicher Probleme, welche alle Hoffnungen relativieren. Es gibt nichts unwichtigeres als die Probleme des Alltags für das Ideal der Liebe, das ungerührt alle Zweifel übersteht und es gibt keinen sichereren Test als die Prüfung im Alltag, was vom hehren Gefühl übrigbleibt und wie weit es trägt, jenseits der Ideale.

So zeigt sich die Liebe also auch in der Praxis als lebensfähig oder als fixe Idee ohne realen Grund und zumeist bleibt die erste Idee an den alltäglichen Leitplanken hängen, wenn wir uns quasi ungeschminkt mit unserer eigenen Unfähigkeit bemühen, irgendwie zu überleben und dabei schnell vergessen, dass wir dem anderen eigentich nur gut wollen, es aber auch nicht immer können, weil wir selbst zu sehr mit uns beschäftigt sind, um bedingungslos gönnen zu können, zumal im Alltag zwischen Begehren und der Angst, verlassen zu werden, uns zu weit zu öffnen, dadurch vielleicht uninteressant zu erscheinen auf dem Markt, auf dem wir umeinander konkurrieren.

Vielleicht ist es darum eine Überlegung wert, die Liebe zu relativieren und sie nicht als ein Ideal über allem zu sehen, sondern nur als eine Form des Miteinander, die wachsen muss und Zeit braucht und mal da ist und dann wieder verschwindet und wir, zumindest ich, der zu wenig davon begreift, noch je glauben würde, die Frauen zu verstehen, die Komplexität der Natur nur bewundern können, die uns manchmal seltsame Wege einschlagen lässt. Natürlich ist die Liebe Teil unserer Natur und die Gefühle entstehen aus einem Gemisch aus Hormonen und Gedanken in unserem Gehirn, dabei laufen mehr oder weniger gut nachvollziehbare biochemische Prozesse ab, die uns zeigen, es ist alles ganz logisch und eben wohl Teil unserer Natur. Solange wir fühlen und denken können und noch dazu anfangen über unsere Gefühle nachzudenken, lieben wir auch. Manche einfach so, andere sehr vorsichtig und bedacht, die meisten wohl auf irgendeinem Mittelweg und auch wenn ich mir sicher bin, dass die Liebe stets nur ein Superlativ von “für den anderen gut wollen” ist, begreife ich ihre Wege und Gründe trotz aller Offenheit und Klarheit nie ganz, weil ich nur ich bin, mit meinen eben beschränkten Mitteln und kaum je die Chance habe den anderen zu verstehen, besonders wenn es sich um eine Frau handelt.

Vielleicht ist dies Wissen, dass es zwar Natur ist, die wir aber immer nur zu einem ganz kleinen Teil begreifen können, der Grund warum sich viele Menschen die Brücke einer Seele bauen, oder vom Herz sprechen, wenn doch alles in Wirklichkeit im Gehirn abläuft, was uns da umtreibt. Wenn es hilft mit dem Unbergreiflichen, was die Natur da immer wieder überraschend mit uns anstellt, besser umzugehen, wird es wohl gut für diejenigen sein, die es sich so erklären wollen. Ob es leichter ist, mit einer unlogischen Erklärung für die Liebe zu leben, weiß ich nicht, komme ja mit meiner logischen auch nicht viel weiter und am Ende geht es ja doch immer nur darum, irgendwie glücklich zu sein, wie wir es nennen, bleibt dabei egal.

Es gibt sicher vernünftige Formen der Liebe und die Liebe ist bestimmt eine vernünftige Einrichtung der Natur, damit wir trotz des realen Unverständnisses irgendwie miteinander auskommen, die Art erhalten helfen, aber was wäre die Liebe noch, wenn sie uns nicht auch so vollkommen unvernünftig machte, für ein Gefühl, was immer das nun wem ist, alles zu wagen. Ob uns das wirklich in Summa immer glücklicher macht, weiß ich nicht und will auch keine Bilanz dazu aufstellen, weil ich in meinem beschränkten Horizont, ob nun gerade verliebt oder entliebt, bestimmt ganz wichtige Faktoren vergesse und es darum immer unvollständig bliebe.

Kann also am Ende keine überprüfbare Aussage zur Liebe machen, weiß ein wenig hier und da, habe wunderschöne und weniger schöne Erfahrungen, glaube nicht, dass mich eine positive Bilanz glücklicher machte, habe nur gemerkt, dass es gut sein kann, sich dem was ist, hinzugeben, um zu genießen, auch wenn ich es weder erklären noch verstehen kann und wenn es stimmt, spüren wir es, dann geht es nur noch darum, es zu leben und das klingt ja zumindest relativ logisch und scheint im Einklang mit der Natur und ich glaube immer noch, dass es die Richtige gibt, auch wenn das wiederum sehr unvernünftig sein könnte, aber das wäre eine andere Geschichte wohl jenseits dieser Überlegungen.
jt 24.8.14

Morgenandacht 0102

Friedlich beginnt der sonnige Sonntag
Auch in den Hinterhöfen nur kurz
Unterbrochen von den Glocken
Der nahen Gethsemane Kirche
Die Gläubige zum Dienst ruft
Deren spärliche verbliebene Zahl
Anders als zu Wendezeiten als es
Eine Kirche von Aufbruch wie auch
Umbruch war sammeln sich heute
Wenige Zugereiste und Konfirmanden
Alte gibt es kaum mehr noch ist
Die neue Frömmigkeit eher ein Gerücht
Mehr stehen am nahen besten Eisladen
Berlins täglich Schlange als die Kirche
Je von innen sahen wenn auch der Pastor
Dort nach Auskunft der Pfarrerin im Haus
Gut wäre was immer das heißt
Nun verklingt der letzte Schlag der Glocke
Die Kinder im Hof spielen hörbar weiter
Als wäre nichts und von Ferne eher
Läuten nun andere Glocken während
Die NATO in neuer Hysterie von Osten
Beschließt ihre Raketen gen Moskau
Zu wenden als wäre nicht der Kalte Krieg
Irgendwann vorbei gewesen hätte je
Misstrauen uns näher zusammen geführt
Noch spielen wir friedlichen Sonntag
Auch hier im Osten auch wenn wir
Längst im Krieg stehen
Östlich wie südlich
jt 24.8.14

Samstag, 23. August 2014

Miss Alternativlos

Die Herrscherin Europas reist
Gen Osten um sich solidarisch
Mit dem neuen Präsidenten zu
Zeigen der sie dankbar als die
Gütige Freundin empfängt
Welche sogleich 500000000€
Ihm verspricht für seinen Staat
Im Zerfall den sie nach Europa
Mit holt um sich klar gegen Putin
Noch zu positionieren den sie
Noch nie schätzte den Freund
Ihres Vorgängers der sich noch
Östlich verbrüderte wie wiederum
Sein Vorgänger es tat und damit
Wichtige Brücken für Europa baute
Die sie naiv zwischen den Stühlen
Gerade aus persönlicher Abneigung
Unsinnig abreißt denn Russland
Gehört so sehr nach Europa
Wie die Oligarchenrepublik Ukraine
Notgedrungen mitgenommen wird
Wirklich alternativlos wäre es nun
Zu verbinden und Brücken zu bauen
Statt unnötig zu provozieren sowie
Steurgelder zu verschenken
Merkel könnte jetzt was sie doch
Eigentlich am besten kann
Lieber abwarten zur Sparsamkeit
Die Nachbarn ermahnen um nichts
Zu verschenken wo es noch keine
Sichere Grundlage gibt
Sich eine Republik die keine ist
Sondern eine von Oligarchen regierte
Kleptokratie deren Nähe wir kaufen
Um den Preis derer zu Russland
Die wir unnötig provozieren
Was wir uns nicht leisten können
Miss Alternativlos wählt gerade
Unter vielen möglichen Alternativen
Diejenige die Europa wie ihrem Land
Am meisten schadet was nicht gut
Sein kann warum ihrem leichtfertigen
Handeln nur vermeintlicher
Alternativlosigkeit endlich Einhalt
Geboten werden muss um in Ruhe
Die Alternativen abzuwarten statt
Weiter Öl ins Feuer zu gießen
jt 23.8.14

ErÖffnung

Wenn zwei sich einander öffnen
Sich langsam offenbaren oder
Auch ganz schnell wissen was
Für sie ganz offensichtlich ist
Zieht es sie zu des je anderen
Öffnungen um die gefühlte
Nähe noch offenbarer werden
Zu lassen nicht nur verbal
Im sich einander Eröffnen
Sondern mehr noch im dann
Vollzug der Eröffnung die
Danach strebt die zwei Körper
Wo sie offen liegen an den
Eben Öffnungen eins werden
Zu lassen was wohl in unserer
Natur zu liegen scheint aber auch
Evolutionär vorteilhaft sein kann
Weil sich so fortpflanzt was sich
Seiner Natur nach anzieht
Wer sich schon über die nun
Öffnungen sucht hat sich wohl
Längst gefunden meinen viele
Stellen die Suche nach den nur
Öffnungen der nach Nähe voran
Was oft wohl zu einer spektakulären
Eröffnung führt selten aber über den
Moment der Lust hinaus trägt warum
Wer sich jenseits all dieser findet
Sich mit Abstand erfühlt um erst
Aus der Gewissheit gefühlter Nähe
Einander öffnungsweise auch dann
Haben zu wollen endlich gibt dem
Nur Reiz sonst ein Fundament
In dem die Geister sich verschlingen
Bevor die Körper nur noch tun
Was ihrer Natur entspricht
Es geht immer um die Eröffnung
Des Spieles umeinander
Viele Wege führen zum Ziel
Keiner weiß vorher was passt
Wie die Würfel miteinander fallen
Nur hat wer eine Welt schon teilt
Wenn die Öffnungen sich suchen
Immer mehr als wer der Lust folgt
Bevor sie in der Sehnsucht wurzelt
Jenseits der nur Körperöffnungen
Um die sich am Ende soviel dreht
Sich nach ihnen nur zu sehnen
Voller Hoffnung ist sehr luftig
Nur wo als in der Freiheit sollte je
Die Liebe Wurzeln schlagen
jt 23.8.14

ALS Eiseimermode

Als es Mode wurde sich
Eiseimer überzugießen
Ging es weniger um die
Vorher Erpressung zum
Guten Zweck als die mehr
Eigene Inszenierung mit
Dem Ziel der Wahrnehmung
Als guter Mensch natürlich
Um dabei zu sein und dann
Nominiert von den anderen
Wieder drei andere zugleich
Moralisch zu nominieren
Damit Spenden gesammelt
ALS erforscht wird damit
Patienten künftig geholfen
Werden kann lassen sich
Prominente begießen spenden
Und vor allem nominieren mehr
Die Welt schaut auf die Promis
Sogar Idioten wie Bush jr
Dürfen wieder mitspielen
Beim Erpresserspiel denn
Für den guten Zweck ist ja
Alles erlaubt in Amerika
Sonst heißt dies Spiel
Eher Pyramidensystem
Die Erpressung zur Zahlung
Einer Summe ist eine solche
Wäre wohl strafbar wenn sie
Nicht dem guten Zweck diente
Wie fragwürdig er auch ist
In der Methode wird er ja
Zur großen Gaudi globaler
Selbstinszenierung anstatt
Da fragt keiner mehr nach
Der Fragwürdigkeit der Methoden
Ist doch lustig und macht Spaß
Um was sonst geht es auch
Mag keine Erpressung
Habe nichts gegen ALS Hilfe
Finde es lustig sich Eiswasser
Gegenseitig überzugießen
Wie ein begossener Pudel
Dumm auszusehen statt nur
Perfekt geschminkt inszeniert
Nur Erpressung mag ich nicht
Wie Schneeballsysteme
Egal für was aber wer will
Schon ein Spielverderber sein
Fragt sich ob es noch Platz
Gibt in der Spaßgesellschaft
Für kritisches Denken oder das
Nur alle nervt die lieber nicht
Nachdenken wollen im Spaß
jt 23.8.14

Hilfshinundher

Die EU macht sich zum Idioten
Für die Ukraine der Faschisten
Streitet sich mit Russland auch
Wenn es viel kostet und nichts
Wem irgendwann bringt weil
Wie immer zu kurzsichtig
Nur politisch gehandelt wird
Statt im Kontext vernünftig
Wird der Agitation geglaubt
Die Einfuhr von nur Hilfe
Wurde Invasion genannt
Fuhr nun wieder zurück
Weil die Ukraine dieser
Längst zefallende Staat
Einen Aufstand machte
Der Europa mal wieder
Nahe an den Krieg brachte
Wieder hat sich die EU
Auf Seiten der Falschen
Nur blamiert weil ein Putin
Mit Leichtigkeit mit den
Naiv dummen Amerikanern
Seine Spielchen betreibt
Die so alt sind wie die Welt
Und niemand wird für die
Ukraine dieses korrupte
Einmal Staatsgebilde hier
Einen Krieg riskieren können
Wir sollten darum auch nicht
So tun als würden wir weiter
Gehen wollen oder sei Putin
Der Inbegriff des Bösen
Dieser kluge Diplomat wie
Machtpolitiker und früher Spion
Sondern sollten endlich uber
Den Frieden von Morgen reden
Statt unnötig dumm den Krieg
Weiter zu riskieren zu dem es
Viele Alternative gibt und wenn
Europas Politik sie nicht sieht
Braucht es Alternativen zu ihr
Kein Krieg ist alternativlos
Aber Krieg ist alternativlos
Immer falsch und wer diesen
Weg unsinnnig beschreitet
Für eine rechte Putschregierung
Als nur Freund Amerikas
Wird sich fragen müssen
Warum der Krieg nicht
Lieber verhindert wurde
Das Hilfshinundher steht
Für Europas Politik wie
Für die zerfallende Ukraine
Fragen wir uns wohin wir
Wollen und was unser Weg
Sein wird im Krieg und Frieden
Europa kann nur mit Russland
Kontinental erfolgreich sein
Russland wie Amerika brauchen
Europa nicht außer als Partner
Denken wir endlich strategisch
Zwingen wir die Ukraine zum
Frieden mit Russland wie zum
Bündnis nur mit Russland
Mit Russland als Partner
Erträgt Europa auch die Ukraine
Ohne reißt uns dies Loch
Immer tiefer in seinen längst
Tödlichen Strudel im Untergang
Wer die Ukraine retten will
Europas Zukunft plant
Muss Russland im Boot haben
Amerika ist weit von hier
Es verdient nur daran
Solange wir es zulassen
jt 23.8.14

Tierischen Ursprungs

Was Natur ist gehört keinem
Weil es Natur ist kann keiner
Daran ein Urheberrecht haben
Am wenigsten das Tier selbst
Wenn es etwa ein Bild machte
Wie jüngst ein Affe entschied
Nun die oberste Behörde für
Urheberrecht der USA vor allem
Die Natur selbst die eben nur
Natürlich handelte und keinen
Schöpferwillen hätte könne
Für sich kein Urheberrecht
Geltend machen und was
Zunächst absurd erscheint
Nur für den seltenen Fall
Geradezu hier Einzelfall
In dem sich ein Affe selbst
Fotgrafierte aus Versehen
Soll etwas anderes gelten
Forderte der Eigentüner
Der Maschine die der Affe
Ohne Verstand oder Bewustsein
Vermuten wir zumindest
Bediente seine Urheberrechte
Die nicht gewährt wurden
Weil es der Natur am Willen fehlt
An Schöpfungskraft ohnehn
Interessant aber wird es wenn
Sie nur konsequent denkend
Dies auf den Heiligen Geist
Logisch ausdehnen da auch
Diesem erdachten höheren Wesen
Jeglicher schützbarer Wille fehlt
Der sogenannte Schöpfer hat also
Nie geschöpft es hat sich damit
Die unsinnige Schöpfungsgeschichte
Ist ein reines Phantasieprodukt wenn
Wir die Gedanken nur zu Ende denken
Den die Behörde anriss für ein Foto
Das ein Affe aus Versehen von sich
Machte merken wir alle Patente
Auf Gene oder unsre Natur sind illegal
Da alles eigentlich Natur ist
Wird jegliches Eigentum fraglich
Wirft die Feststellung dass nicht
Nur das Urheberrecht Grenzen hat
Ein Denken um was auch darauf beruhte
Dass herrschende Gläubige meinten
Es sei ihre Aufgabe sich die Erde
Untertan zu machen was rechtlich
Scheinbar Blödsinn ist so wird
Die Welt eine andere nur weil sie
Über das Urheberrecht begreift
Es gehört niemanden etwas
Nach der Natur und es fragt sich
Wer es wagt so weit zu denken
jt 23.8.14

Freitag, 22. August 2014

Bundesligaauftakt

Neuerdings rotblau gestreifte Bayern
Gegen immer noch grünweiße aus
Wolfsburg beginnen die Partie mit viel
Tempo wenn auch noch nicht wirklich
Aufeinander abgestimmt ein etwas
Mühsamer Auftakt aber die Bayern
Sind wieder am stürmen und noch
Verteidigen die Gäste mühsam
Wenn diese mal zum Zug kommen
Scheitern sie am besten Torwart
Der wohl Welt der immer noch
Alte junge Neuer und so rollt das
Spiel gemächlich dahin während
Auf den Rängen  jubelt sich das
Publikum langsam wieder ein
Dann schießt Lewandowski ein Tor
Das aufgrund Abseits nicht zählt
Aber schöne Kombination
Wenig später gleich die nächste Chance
Für den Ex Dortmunder bei der gerade
Noch der Torwart dazwischen kommt
Kaum eine Minute später Lewandowski
Wieder schießt im Flug und der Torwart
Kommt gerade noch dran
Die Bayern finden sich und stehen nun
Kurz vor der Führung und eine Welle
Von Angriffen folgt auf die nächste
Bis zur 36. Minute dauert es noch
Dann lebt Robben perfekt auf
Weltmeister Thomas Müller vor
Der nur noch einschiebt 1:0 für Bayern
Die Bayern dominieren wieder trotz
Wenig Training zuvor

Kaum ist die Pause zwei Minuten um
Glänzt Robben wieder und schiebt im
Alleingang zum 2:0 ein und Bayern macht
Wieder was es am besten kann
Sie dominieren aber Wolfsburg lässt
Sich nicht unterkriegen und Olic
Der frühere Münchner schießt das 2:1
Nun wird es wieder spannender
Völlig überraschend
Aber schon stürmt Bayern wieder
Wieder eine riesige Chance für Bayern
Lewandowski verstolpert sie vorm Tor
Wolfsburg wechselt nachdem zuvor
Lahm sich eine kleine Rangelei leistet
Bayern wechselt auch Shaquiri kommt
Für den Weltmeister Götze
Beinahe hätte nun Neuer der wieder
Libero spielte ein Tor riskiert aber
Bernard der neue Spanier rettet ihn
Gerade noch und nun stürmen auch
Die Wolfsburger wieder kräftig
Weiter gehen die Angriffe auf das
Tor des Rekordmeisters
Beim nächsten Sturm der Bayern
Wird Lewandowski von Gustavo
Böse gelegt es gibt Freistoß den
Allaba schießt und direkt in die Arme
Des Torwarts schöner Schuss
Ein Freistoß von Wolfsburg wird
Gut abgewehrt nun wechseln die Bayern
Lewandowski geht und für ihn kommt
Rode und wieder eine riesige Chance
Für Wolfsburg allein vor dem leeren
Tor wird das beinahe unentschieden
Doch noch verschossen und die
Bayern lassen stark nach und verteidigen
Nur noch die Führung aber kaum
Gemeckert schon Ecke für Bayern
Und Rode schießt aus der Distanz
Das 3:1 aber es wird als Abseits
Nicht gezählt und bleibt beim 2:1
Wieder ein Angriff des Vfl der gerade
Noch gut geht für die Bayern
Ein Zusammenstoß mit Robben führt
Zu Gelb und Freistoß der in eine
Riesige Chance für die Bayern mündet
Die Shaquiri zu eigensinnig vergibt
Bayern stürmt wieder Bayern wechselt
Holberg für Gaudinho ein dann sofort
Riesige Chance für Robben der über
Das leere Tor schießt und direkt danach
Trifft Müller nur das Außennetz
Danach Bernard wird abgewehrt zur
Ecke die nichts einbringt und das Spiel
Ist aus Bayern gewinnt mit Glück 2:1
Und hatten auch Pech also guter Ausgang
jt 22.8.14

Invasionsrettung

Wieder ein weiterer Schritt
In die Eskalation schon wird
Von Invasion gesprochen
Im Osten der Ukraine
Wo die Russen ungefragt
Mit Hilfsgütern über die
Grenze gekommen sind
Von den 270 70 Laster
Noch nicht kontrolliert
Wer will kann das eine
Invasion nennen aber
Wir könnten auch vernünftig
Damit umgehen damit nicht
Die Situation noch weiter
Eskaliert aber daran scheint
Der Wille zu fehlen wohl
Auf beiden Seiten und so
Wird ein vielleicht nur
Hilfstransport zur nächsten
Stufe in den Krieg aber
Es scheint als würde
Sich weniger vor dem
Gefürchtet was da droht
Als sich durchsetzen
Zu wollen um jeden Preis
Leider werden diesen nie
Die zahlen die nun pokern
Um Russland bloß zu stellen
Die Situation eskalieren lassen
Wie auch die EU gerade
Prompt fiel der DAX etwas
Wird wieder Geld verbrannt
Für eine Krise die keiner
Angeblich will und die doch
In einer Weise weiter getrieben
Wird dass es Angst macht
Es wird Zeit sich mehr Zeit
Zu lassen um Lösungen
Miteinander zu suchen
Statt jede Chance zu nutzen
Die Situation noch weiter
Auf die Spitze zu treiben
Nur scheint der Wille zum
Frieden sehr gering gerade
Der bräuchte Zeit und Ruhe
Bisher hat sich kein Verdacht
Bestätigt nur über den Absturz
Herrscht einiges Schweigen
Der die Situation so weit
Eskalieren ließ auch darum
Sollte der Aufbruch der
Womöglich nur Hilfsgüter
Ruhiger betrachtet werden
Bevor es zu spät ist
jt 22.8.14

Hinrichtungsabgründe

Die Hinrichtung des Journalisten James Foley ist ein weiteres Kapitel barbarischer Grausamkeit, das uns die Abgründe des Aberglaubens der Jünger dieser islamischen Terrorsekte schauen lässt, ist sich die westliche Presse relativ einig und verweigert auch relativ konsequent, je nach Seriosiät, diese Bilder zu zeigen.

Ob uns wegsehen je klüger macht, weiß ich nicht. Aufklärung ist immer noch das beste Gegenmittel, dem dummen Aberglauben beizukommen, der die Jünger dieses Propheten teilweise in dem Glauben leben lässt, sie sein im Auftrag des Herren unterwegs, wenn sie andere umbringen oder sich voller Gewalt dem Jenseits andienen, das sie sich erfunden haben, um ihr Leben leichter zu verschenken.

Uns wird gesagt, dies nicht zu zeigen sei richtig, um nicht die Propaganda der Terroristen, die damit Angst und Schrecken verbreiten wollen, zu unterstützen. Hat Tabuisierung je dazu beigetragen, etwas den Schrecken zu nehmen, fragt sich, wer kritisch schaut, ist es nicht umgekehrt so, dass, was verboten war und totgeschwiegen, im Untergrund ein riesiges Dasein fristete, als sei es der Geist, der uns alle treibt.

Das Gespenst des James Foley ist viel gefährlicher als der Mensch, dem im Video der Kopf abgeschlagen wurde, aus dessen Hals es blutete, wie es halt so blutet, auch beim Schächten der Tiere etwas, was viele gemäß regionalen Aberglaubens begründet in der Zeit vor Erfindung der Kühltruhe bis heute praktizieren. Wer je einem Hahn den Kopf abhackte, wie ihn Henry IV. noch jedem Franzosen des Sonntags in den Topf wünschte, der weiß, was Köpfen heißt und was eben bleibt, wenn es irgendwann aufhört zu bluten - dann wird das Vieh gerupft und ausgenommen.

Darauf wurde von den Islamisten verzichtet. Geschächtet wurde auch nicht, da sie nicht beabsichtigen, die Reste des Fotojournalisten zu verspeisen, denn so absurd der Islam mit seinen Ideen von Jungfrauen im Himmelreich, als wäre das dem erfahrenen Mann je eine Verlockung, wie anderen absurden Sitten fern aller Vernunft auch ist, kanibalisch war er dann doch nicht bis jetzt und wer jetzt sagt zumindest ein Trost, der möge daran denken, es ist egal für den, der geköpft wurde, der ist eben am Ende nicht mehr als der Fleischhaufen des Hahns, der dann gerupft wird, um ihn in den Topf zu bringen oder in den Ofen auf feinem Gemüsebett - ob gefressen oder nicht, ist für den Verstorbenen egal

Ähnliche den verzärtelten Großstädtern fremde Dinge erfahren auch die Jäger, die ihre Beute zerlegen lernen und waidgerecht ausnehmen. So gesehen gingen die frommen Muselmanen ja noch sehr menschlich mit ihrem Opfer um. der mit Eintritt des Todes auch im deutschen Recht nur noch eine Sache ist, auch wenn die absurden Vorschriften des Friedhofsrechts und in ihnen bunt gemischt Aberglauben und seuchenrechtlich sinnvolle Hygiene sich mit typisch deutscher größtmöglicher Monopolerhaltung verband.

Der Tod ist uns fremd geworden und geradezu unvorstellbar scheint es uns, dass wir vor wenigen hundert Jahren noch die Menschen auf unseren Marktplätzen enthaupteten, vierteilten und ähnlich schönes mehr, bei dem der Mensch in seine blutig tropfenden Einzelteile zerlegt wurde. Ein Großereignis bei dem die Menge Schlange stand, um einen guten Platz zu ergattern. So machte eine öffentliche Hinrichtung einen armen kleinen Verlierer oder Totschläger plötzlich zum Promi und der wurde eben auch beim gesollten Ableben genaustens beobachtet. Es war sozusagen ein Promi-BigBrother der vorigen Jahrhunderte bei dem eben die Hauptperson nicht mehr aus dem Keller kam.

Ist es gut, dass wir das nicht mehr normal finden, wenn eben mal einer hingerichtet wird?

Viele argumentierten, er hätte es wirklich nicht verdient. Welch verräterisches Vokabular geistig zu beengter Horizonte bis weit in die Kommentarspalten deutscher Medien hinein - keiner hat den Tod verdient und wer davon spricht, wie etwa besonders rücksichtslos im Fall des angeblichen deutschen Mörders in China, der hat weder die Rechtsordnung noch die Demokratie verstanden.

Da hilft es auch nichts, festzustellen, dass die bekannteste, älteste und fast größte Demokratie der Welt, die USA, dies auch nicht haben, sowenig wie Indien und China, die aber mit Demokratie und Menschenrechten ohnehin wenig am Hut haben.

Keiner hat also den Tod verdient, dennoch richten die USA weiter hin, teilweise auch was sie Terroristen nennen, also Feinde ihres Staates zum Zwecke der politischen Anbschreckung, soweit das Recht dies hergibt. In China ohnehin und fahren wir in die Mark Brandenburg oder andere wilde Flecken deutscher Provinz, so findet sich dort immer mehr als einer, der auf seiner getönten Heckscheibe den Spruch TODESSTRAFE FÜR KINDERSCHÄNDER spazieren führt und auch wenn dies allein schon Grund genug wäre, an der Zurechnungsfähigkeit dieser Idioten zu zweifeln, sind sie bis heute Inhaber von Wahlrecht und der Menschenwürde, die sie anderen absprechen, denn genau diese verbietet logisch jede Hinrichtung, wie ich hier nicht weiter ausführen muss, weil es das deutsche Bundesverfassungsgericht, wie später auch die EMRK in sehr präzisen und wohlgesetzten Worten begründete.

Es ist dazu jede Diskussion entbehrlich. Wer sich für die Todesstrafe einsetzt, befindet sich nicht auf dem Boden der deutschen Verfassung, arbeitet eigentlich mit der Infragestellung schon von Artikel 1 GG an deren Unterminierung und damit Zerstörung unserer freiheitlichen Grundordnung warum gegen jeden von diesen Widerstand zulässig ist, bis zur Beschränkung ihrer Freiheit, sofern ihre Blödheit, das friedliche Zusammenleben gefährdet. Sein sollte, denn seltsam genug kümmert sich kaum einer um diese Idioten wie es geboten wäre.

Denn diese Typen unterscheiden sich in nichts von denen, die bei uns nun als Unmenschen und Fanatiker bezeichnet werden und gegen deren islamistischen Wahn wir nun endlich geschlossen den Waffengang wagen wollen. Diese öffentliche Hinrichtung eines US Bürgers, dem in seinem Land, wäre er schwarz statt weiß und weniger privilegiert, das gleiche drohte, nur halt ohne Enthauptung dafür per Kopfschuss, oder nicht gleich wirkender Giftspritze oder auf dem elektrischen Stuhl nach vielen Versuchen.

Die sich für die Todesstrafe einsetzen und sei es für Kinderschänder, sind kein Stück besser als diese Islamisten. Die am lautesten nach dem Waffengang gegen diese Idioten schreien sind die Amis, diejenigen, die diesen Haufen von Idioten erst so mächtig machten und selbst die Todesstrafe praktizieren und da diese immer Unrecht und Manier der Schurken ist, um kein Stück besser sind.

Keine Todesstrafe ist je gerechtfertigt. Auch die gezielten Tötungen der Israelis an Funktionären der Hamas oder Schergen des 3. Reiches über viele Jahre sind zwar vielleicht verständliche Rache aber nichts anderes als diese Spinner mit ihren Kinder tun und sie nun mit James Foley taten.

Keiner der nun mit aller Gewalt gegen diese Verrrückten in den Kampf ziehen will handelt vernünftig oder im Interesse von Frieden und Aufklärung. Obama hat Rache geschworen - jener verlogene Friedensnobelpreisträger, der aus dem Oval Office seine unbemannten Flieger überallhin schickt, wo gerade einer getötet werden soll und da sie ihn nun nicht persönlich erwischen, nehmen diese Stammeskrieger einen aus seinem Stamm als Geisel und drehen das Spiel um.

Ein hingerichteter Ami gegen zehntausende von Opfern amerikanischer Drohnen überall auf der Welt, computeranimiertes Töten mit Egopusher. Schauen wir wirklich in die Abgründer der Kultur, wenn wir ISIS sehen, die einen töten, weil er nach inrem Denken als ein Mann der USA gilt oder sind eigentlich die Schurken im Westen, die ihr Handeln noch religiös verklären, die Verräter?

Was unterscheidet eine Hinrichtung von der anderen in der Haltung gegenüber dem Opfer?

Es gibt keinen Unterschied. Die USA, die diese Gegend der Welt seit über 30 Jahren immer wieder hier wie dort mit Krieg beglücken, um dort ihre Waffen zu verkaufen und Stellverteterkriege zu führen, haben längst jede Autorität zum sittlichen oder moralischen Urteil verspielt. Wenn der amerikanische Präsident zur Schlacht ruft im Stil der Westernhelden, dann führt uns dies genau in diesen Abgrund, vor dem er scheinbar warnt.

Jüngst titelte noch Der Spiegel, mit der Anklage gegen Putin für die Opfer aus MH17 obwohl jeder der wollte längst wissen konnte, wie unlogisch und ungereimt diese rein politische Anklage war, bei der sich Deutschland durch den gehorsamen Bubi Gabriel noch an Lächerlichkeit hervortat. Putins Russland hat die Todesstrafe aus humanitären Gründen ausgesetzt. Aber sie sind die Bösen weil sie zu den Russen in der Ukraine halten, ihren Landeskindern - aber wir verlieren uns wieder, des Kontextes wegen im Thema, konzentrieren wir uns auf die Abgründe, die sich mit jeder Hinrichtung, von denen weltweit nur China mehr hat als die USA, vor uns auftun - da alle Menschen gleich wert sind und sein sollten, andernfalls kann es die Demokratie, deren Werte nun von den würdelosen Mördern zuerst dort unten verteidigt werden sollen, mal wieder mit Waffengewalt, da sie die anderen, die nun stören, vorab aufrüsteten um einen anderen, vorher noch böseren, zu beseitigen.

Mag sein, dass ich dumm bin, aber mir fehlt jede Einsicht, was die USA als weltweiten Serienmörder, der den Hinrichtungen sogar vor den eigenen Bildschirmen im Wege bewegter Kamera aus zuschaut, von den Terroristen der ISIS unterscheidet und was nun eine Zensur, wie sie Twitter real praktizierte, bis die anderen folgten, legitimieren könnte.

Die Zensur dient nicht der Wahrheit sondern nur der Macht im Krieg, die zensieren lässt, um die Welt relativ harmlos erscheinen zu lassen. Hüten wir uns vor ihr, sie ist gefährlicher als jede Ideologie, da sie keiner Idee sondern nur der Macht dient, die keinen Zweck hat, als Macht zu bleiben, um ihrer selbst willen und zu ihrem Erhalt alles legitimiert, was nie legitim sein darf,

Es sind Abgründe der Unmenschlichkeit, in die uns diese religiösen Terroristen blicken lassen und wir wähnen uns gern fern von ihnen. Aber sind wir das wirklich und wie sehr unterscheiden sie sich von dem, was im vorreformatorischen Christentum und auch danach noch lange üblich war? Was unterscheidet die Hinrichtung anders Denkender von der Hinrichtung politischer Feinde durch Drohnen, von der Hinrichtung eines anderen überhaupt, von der schlichten Sterbehilfe, die das in die Schweiz fahren in England zu einem geflügelten Wort machte, für sich die Hilfe beim Sterben suchen, was in memoriam der moribundi auf dem Davoser Zauberberg sehr seltsam anmutet.

Wir maßen uns an, töten zu dürfen, meinen die Entscheidung über Leben und Tod der anderen im Rahmen der Notwendigkeiten des Kampfes etwa gegen den Terror stünde den guten Menschen, zu denen wir uns ja meinen zählen zu dürfen zu - warum dies den gläubigen Islamisten weniger zustehen soll, die meinen, im Namen des Herren zu kämpfen, ist für mich nicht ersichtlich, wenn doch auch die USA noch immer auf dem selben Kreuzzug unterwegs sind.

Nach der Hinrichtung beginnt wieder die Verteufelung der Kräfte des Bösen, denen einige sogar Sitten anhängten, die ihnen selbst völlig fremd waren, wie etwa die Klitorektomie, weil sie ja schon der Inbegriff des Bösen wären und gerne glaubte der Westen, mich eingeschlossen, zunächst diesen hysterischen Blödsinn. Immer wenn wir eine Kraft des Bösen aufbauen, besteht der Verdacht, dass es sich dabei nur um einen Trick der Propaganda handelt, unliebsame Entscheidungen durchzusetzen, uns in einen Krieg zu ziehen, in den kein vernünftiger Mensch sehenden Auges zöge.

Ich glaube nicht, dass es das Böse gibt und eine Gruppe von Menschen einfach gefährlich böse wäre, wir gegen sie in den Krieg ziehen müssten. Ich kann es nicht glauben, dass religiöse Menschen anderen einfach böse wollen und frage mich, warum wir uns immer wieder von den vermeintlichen Wahrheiten missbrauchen lassen. Glaube nicht, dass Putin der Hitler des Ostens wäre und der Inbegriff alles Bösen. Aber sehe sehr wohl und genau, wie ihn eine bestimmte Gruppe in Medien und Wirtschaft dazu im Konsens inszeniert.

Ich weiß wenig und begreife noch weniger von den Dingen, die vor Ort geschahen, warum ein Flugzeug abstürzte und wie sehr Russland den Aufstand im Osten der Ukraine inszenierte. Aber es ist mir auch relativ egal, ob die Ukraine zwischen den USA und Russland zerrissen wird und diejenigen, die im Osten leben, die ohnehin mehrheitlich Russen sind, sich an Russland anschließen oder nicht, wie es schon auf der Krim geschah. mir fällt nur auf, dass ein Umsturz, der von der CIA finanziert und unterstützt wurde, auf dem vermeintlich demokratischen Maidan, der sich Euromaidan nannte, um zum Mühlstein um Europas Hals zu werden, völlig anders bewertet wurde.

Es wurden dort auch Menschen hingerichtet von Schützen, die von den umgebenden Dächern herab auf Demonstranten schossen. Es galt als sicher, dass dies die Kräfte des Geheimdienstes der russlandfreundlichen Regierung waren, die sich mit den rechtsradikalen Wachkräften auf dem Maidan blutige Schlachten lieferten. Wäre dem so, könnten wir davon ausgehen, dass diesem Geheimdienst der Prozess von den rechstradikalen, vermutlich faschistischen Kräften der neuen Regierung gemacht worden wäre, die zunächst Innnenministerium und Geheimdienste besetzten.

Zu diesem Thema aber wurden alle Ermittlungen kurz nach der Machtergreifung wieder eingestellt. Es gab zu dieser Zeit auf dem Maidan möglicherweise Scharfschützen des Geheimdienstes der Regierung, ob sie schossen und wieviel sie erschossen, ist unklar. Klar aber ist, es gab in Polen ausgebildete Scharfschützen, die zu den Kräften des Rechten Sektors gehörten, wo sich diese aufhielten und wer was tat, ist nicht weiter nachzuvollziehen. Es gab auch Spezialkräfte der CIA auf dem Platz, darunter auch Scharfschützen. Was diese dort taten, warum sie dort waren, ermittelt keiner.

Die Ukraine führt einen Krieg gegen die russischen Rebellen, die sich abspalten wollen mit einem Gebiet, in dem Fracking Vorkommen gemutmaßt werden, für die der Sohn des ehemaligen Vizepräsidenten Biden Schürfrechte hat. Warum die Kämpfe an der Abstutzstelle in einer Weise eskalierten, dass die Spezialkräfte auf Anraten der ukrainischen Regierung zurück in die Niederlande fuhren, ist unklar. Dass dies wohl das Ende der Aufklärung zu MH17 war, wurde dagegen deutlich. Die Holländer haben sich auf Putin gestürzt und in Sippenhaft auf seine dort ansäßige Tochter, auch wenn mittlerweile unstrittig ist, dass Russland nachweislich nichts mit dem Absturz zu tun hat.

Dort wurden dann mal eben auf einen Schlag 280 Menschen hingerichtet, um eine Strafaktion gegen die russischen Rebellen starten zu können, falls es so war, wie es momentan sehr wahrscheinlich leider scheint, dass die Ukraine die Maschine entweder in dem Irrtum, es handele sich um Putins Flugzeug oder einfach so aus höherem taktischen Gründen vom Himmel holte, weil, wie schnell festgestellt wurde, worüber nun seltsam geschwiegen wird, es Einschusslöcher am Cockpit gab unter anderem und die den Rebellen unterstellte Rakete keine Einschusslöcher hinterließe sondern die Maschine im Ganzen zerrissen hätte.

Aber ich weiß es nicht, wie es war und es ist mir auch nicht so wichtig, dies herauszufinden. Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners und im Krieg nichts als eine arme Hure, die ihre Beine für jeden breit macht, der ihr was zuwirft. Gefährlich aber scheint mir, wie daraus ein inszenierter Krieg wurde, in dem die deutsche Kanzlerin an vorderster Front reitet mit ihrer Unterstellung, Putin sei nicht mehr zurechnungsfähig, nicht mehr von dieser Welt und damit den Tenor vorgab, auch wenn sie immer wieder so tat, als suche sie Verhandlungen, denn der einzige, der bisher logisch und berechenbar klar agierte war Putin, von der Besetzung der Krim bis zur Unterstützung der Rebellen auch nach der Timoschenko Äußerung. Womit nichts über die Moral oder die Demokratie in Russland gesagt wurde, noch dazu wer im Recht ist.

Im Krieg geht es nicht mehr um Gründe für eine Hinrichtung, da wird nach Bedarf und strategisch getötet. Die USA haben nach 9/11 den Krieg gegen den Terror für sich entdeckt - ein kleiner Haufen verrückter Terroristen aus Afghanistan, von einem fanatischen Saudi unterstützt, der zufällig einer Familie entstammt, die früher Geschäftsfreunde der Familie Bush waren, genügte alle Errungenschaften der Aufklärung infrage zu stellen, als ginge es um nichts. Dankbar nahmen die USA die Einladung an und hoben alle Bürgerrechte im Schatten dieses hysterischen Krieges, den keiner brauchte, auf. Seitdem ist in allen Staaten dieser Welt die Überwachung möglichst total geworden. Nur über dem pazifischen Ozean und der Ukraine schaut zufällig gerade keiner hin, während zwei Flugzeuge einer Linie vom Himmel geholt werden. Wenn auch bis jetzt keiner irgendwas gewiss weiß, dahingestellt, ob die Beteiligten noch Interesse an einer neutralen Aufklärung haben, wird damit gepokert, als wüssten wir es ganz genau.

Aber wir dürfen uns laut über die niederträchtigen islamistischen Rebellen aufregen, die einen blutig köpfen lassen, um den erpressbaren Westen erpressbar zu machen und ich kann nur sagen, was immer diese Fanatiker sonst glauben oder denken, sie verstehen viel von PR und haben begriffen wie der Westen tickt. Die einzige Chance, die sie momentan gegen die Supermächte haben, ist deren fehlendes Interesse mit Bodentruppen und blutigen Folgen in ihren Konflikt einzugreifen, dies gern Stellvertreter tun lassen möchten, die sie nur ein wenig aufrüsten, wie die Kurden oder bald auch wieder den Irak und wen dann in Syrien ist noch unklar. Vielleicht taugt dann ja wieder Assad als Friedensengel, den sie vorher mit Aufrüstung der ISIS abschießen wollten.

Es gibt nie einen Grund, einen anderen zu töten, keine Hinrichtung und kein Töten ist menschlich, nur wir liefern gerade die Waffen, dass dieses Töten weitergeht, das nun auf beiden Seiten mit unseren Waffen um der Gerechtigkeit willen geführt wird, die jede der beiden Seiten für sich in Anspruch nimmt. Es galt bis eben, keine Waffen in Krisengebiete, aber es gilt nun nicht mehr, weil zwar die Krise immer schlimmer wird, aber wir ja nun wissen, wer die Guten sind und wer böse ist. Als könnte diese relative Annahme das Töten rechtfertigen.

Wer andere willentlich tötet, ist tatbestandlich mindestens ein Totschläger, so grausam wie es geschieht im Krieg meist ein Mörder. Wir halten es für legitim und notwendig, weil wir eine staatspolitische Notwehrlage konstruieren und behaupten, wir könnten im Krieg gut und böse unterscheiden und eben Partei ergreifen. Manches spricht für diese Parteinahme, angesichts der Taten der ISIS, aber mehr noch spricht dafür, dass all dies Teil einer Propaganda zum Krieg ist, in den wir immer mehr hineinrutschen, wie wir es in der Ukraine tun, die nun auch Waffen von uns fordern für ihren grausamen Krieg im Inneren, während es schon Diskussionen über Waffenlieferungen an Israel gibt, die übrigens von Terroristen bedroht werden, die in die gleiche Richtung tendieren wie jene, die wir als die Kraft des Bösen ausgemacht haben, nur wird Israel gerne noch von manchen in alten Schemen als böser Imperialist abgestempelt, während die armen Palästinenser einfach Opfer sind, auch wenn sie die Opfer potenzieren und die sogenannten Unschuldigen gefährden.

Es gibt keine schuldigen Toten - keiner verdient es umgebracht zu werden und wer sich anmaßt, über das Leben anderer zu entscheiden, oder die Vernichtung anderer unterstützt, ist und bleibt ein Totschläger. Es gibt keine Hinrichtungsgründe, nie, nur weil einer es tat und dafür genauso wenig Grund hatte wie alle anderen, wächst daraus logisch eben nicht die Forderung wir müssten ihn nun genauso behandeln und verraten, was unsere Gesellschaft ausmacht.

Wer in den Krieg zieht, um das Morden zu beenden, handelt paradox und verrät, was er zu verteidigen meint. Es gibt keinen Grund, andere zu töten, nie. Es gibt Situationen, in denen ich als Opfer eines Angriffs, mich verteidigen muss. Die Juristen sagen dann, die Tat bleibt tatbestandlich, also eine Tötung, was immer die rechtlich dann ist, aber unter bestimmten Umständen, gilt sie als nicht rechtswidrig, Dann kann der Täter nicht für seine Tötung bestraft werden, weil es nicht gegen das Recht verstoßen kann, sich nur zu verteidigen,

Vielleicht hilft die Betrachtung der Konstruktion dieser Notwehr uns, mit den dramatischen Ereignissen vernünftig und angemessen umzugehen. Damit jemand in einer Situation ist, die zur Notwehr berechtigt, muss ein Angriff vorliegen, der gerade stattfindet und gegen den es keine andere Wehr gibt - schon die Gegenwärtigkeit scheint fraglich, wenn wir daran denken, dass wir immer über die militärische Reaktion auf Ereignisse diskutieren, die läng.st stattfanden. Die Hinrichtung eines Journalisten, Raketenbeschuss des eigenen Landes, Abschuss eines Passagierflugzeuges, Waffenlieferung an Rebellen, Infragestellung der eigenen Herrschaft im Hoheitsgebiet.

Im Irak sind die Angriffe der ISIS wohl gegenwärtig, sie finden gerade statt und dauern noch an, insofern dürften sich die Bedrohten wehren, sofern der ihnen geltende Angriff auch als rechtswidrig bewertet werden kann.. Wessen Recht gilt hier nun, dass der Gotteskrieger selbst, die ihre Angriffe für rechtmäßig oder sogar gottgewollt halten, oder doch eher das der ehemaligen Besatzer oder der Kurden, die sich bedroht sehen von den für uns Terroristen. Es hat im Krieg am Ende der Sieger Recht und seine Lesart der Geschichte prägt die Zukunft, es geht also um Macht und nicht um Recht oder gibt es eine Instanz, die uns sagen kann, dann ist die Lieferung von Waffen an Aufständische legitim, wie im Fall der CIA an die vorher Rebellen des Rechten Sektors, und genau dann, ist sie es nicht?

Es geht um Macht und Herrschaft und ob die Tötung eines vermeintlichen Terroristen durch eine US Drohne, die eben leider zufällig noch dessen halbe Familie auf dem gerade Hochzeitsfest mitauslöschte weniger grausam ist als die inszenierte Hinrichtung eines Journalisten als Mittel im Medienkampf, scheint zumindest fraglich. Die Beurteilung dieser Angelegenheit erfolgt momentan nach den Grundsätzen der Siegerjustiz und es gibt keinen neutralen Maßstab, der erklären würde, warum etwa die Bombadierung und damit auch gezielte Tötung von ISIS Kämpfern legitimer sei als die Hinrichtung eines Journalisten, der eben das Pech hatte Geisel am falschen Ort zur falschen Zeit zu sein.

Solange wir töten, um zu siegen oder auf einem Schlachtfeld von Leichen im nachhinein die Fahne unserer Moral aufzustellen, haben wir die Berechtigung verloren moralisch zu urteilen, denn was wäre der Maßstab und wer wäre Täter?

Sind nicht die USA kausal verantwortlich für die katastrophale Situation in Syrien und dem Irak, lässt unsere Einmischung nicht die Situation in der Ukraine eskalieren?

Es gibt keinen legitimen Grund, andere zu töten, keine Tat die tötet ist mehr oder weniger verwerflich, sie bleibt immer eine Tötung und damit unmoralisch, wir können nur in bestimmten Fällen sie als nicht rechtswidrig behandeln, sofern die Gründe einer Notwehr vorliegen - was bei den meisten kriegerischen Ereignissen nicht der Fall ist - hier wird geplant und strategisch vorgegangen, um einen Angriff abzuwehren, dessen Legitimität strittig ist.

Es gibt keine Weltpolizei und keine legitime Grundlage für Eingriffe, nur eine konstruierte, die im nachhinein meist Eroberungen aus Sicht der Sieger legitimieren, es gibt nur Siegerjustiz und deren Legitimiät im Geiste des contract social zu hinterfragen, wäre dringend geboten. Wir fallen täglich mehr in die Sprache des Krieges und folgen der Propaganda, die von den USA diktiert wird. Wir singen das Lied derjenigen mit, von denen wir meinen, sie gingen als Sieger aus diesem Konflikt, weil wir feige sind und nicht kritisch denken.

Wenn wir das Morden beenden wollen, braucht es ein Ende der scheinbaren Legitimation der Mörder, mehr kritisches Denken und warum die USA moralisch glaubwürdig sein sollten, egal was sie tun, scheint zumindest fraglich, ob es andere Staaten in Zeiten globaler Überwachung noch sind auch. Sich auf die Seite der einen Schurken schlagen, um die anderen zu bekämpfen, die vorher von den einen aufgerüstet wurden, zeugt von wenig reflektiertem Verhalten. Der Journalistenverband etwa hielt die Zensur der Bilder der Enthauptung für legitim mit fadenscheinigen Argumenten entlang der Kette der Propaganda.

Kann jemand vernünftig erklären, warum die Legitimation des einen mehr wert sein soll, als die des anderen, um zu töten?

Sobald ich eine anerkenne und mich in den Krieg begebe, bin ich Teil der Propaganda. Es gibt nie eine Legitimation zur Tötung als die Notwehr nach § 32 StGB, die auch keine ist, sondern der an sich Tat nur die Rechtswidrigkeit nimmt.  Da diese im Krieg so gut wie nie vorliegt, im Gegenteil, gibt es nie eine Rechtfertigung dafür, es ist nur geplante Rache, ein Handeln, das alle Beteiligten, vor allem eben alle Soldaten zu Mördern macht und alle handelnden Politiker zu Tätern hinter den Tätern. Leben ist immer gleichviel wert. Alles andere taugt nie zur Legitimation staatlichen Handelns. Darum ist, wer tötet so sehr Mörder, wie der, der es befiehlt oder der es befördert als Täter hinter dem Täter- Hören wir auf uns über die einen zu empören, keiner ist besser und Zensur rechtfertigt nichts davon, wer es dennoch tut, hat den Boden der Demokratie und des offenen Diskurses zugunsten der Propaganda verlassen. Die Hinrichtung, die wir miterleben mussten, war ein moralischer Abgrund auf der gleichen Ebene wie die Drohnen der USA, die Scharfschützen der CIA auf dem Maidan, wie jede Hinrichtung in den USA - keiner tötet einen anderen legitim und der öffentliche Racheschwur von Obama, dem längst zahnlosen Tiger, beweist nur, es geht nicht um Moral sondern um Siegerjustiz und die Moral hat sich schon lange verflüchtigt. Wenn wir schon diesen Unsinn mitmachen, weil wir uns an der Seite der USA die besseren Geschäfte erhoffen, was ja legitim scheint, sollten wir auch nur darüber reden. Keiner,  der andere tötet, handelt moralisch.
jt 22.8.14

Morgenandacht 0101

Wer dem Leben mal verloren ging
Die Einsamkeit kennt und weiß
Es bleibt nichts und wie wenig
Bedeutung eine Existenz hat
Als Marktwert wie als Wert
Spürt auch in die Ferne fein
Wie wunderbar es ist das Glück
Im völligen Gleichklang einfach
Zu genießen weil es ist
Der Traum zusammen zu erwachen
Vollkommen genügt für alles
Was wir uns nur träumen können
Es um nichts geht als das Gefühl
Ankommen und teilen zu wollen
Nicht etwa um Sinn zu geben
Wo es keinen braucht sondern
Zu genießen was ist im einfach
Wiedergefundenen Leben denn nichts
Mehr als die Träume an denen wir
Uns über Abgründe hangeln sind
Eigentlich alles in Wirklichkeit
Glücklich wohl wer ihn teilen kann
jt 22.8.14


Nachtgedanken 0019

Während die letzten noch vor den Bars
Oder am Kiosk trinkend sitzen
Schmusen andere noch im Park
Oder spielen sich betrinken
Noch immer um die Wette
Schläft der größte Teil längst
Hinter dunklem Fenstern
In der Stadt die nie schläft
Gedanken wandern weiter
Manche fast wie Träume
Um sehnsüchtig anzukommen
Hinter dem Superlativ der Liebe
Verbirgt sich einmaliges
Für den Moment geträumter
Ewigkeit als bliebe je mehr
Als das Glück des Augenblicks
Ihn halten wollen zeugt
Geteilte Zukunft ohne
Zu wissen ob die Steigerung
Ein Ende fand oder noch
Lange keinen Anfang
jt 22.8.14

Donnerstag, 21. August 2014

Wunderfrequenz

Wunder sind eher selten
Darum wundern wir uns
Wenn sie doch auftreten
Noch seltener kommen sie
Zwischen zweien vor
Wenn sie beide verzaubern
Sprechen wir von Liebe
Und finden es wunderbar
Auch wenn es eigentlich
Ganz natürlich ist
Aber nur Natur scheint
Uns zu wenig für das was
Da passiert auch wenn
Es nie mehr gibt
Alles Natur ist irgendwie
Träumen wir gern weiter
Von dem Wunder zwischen
Den Zeilen und spüren es
Dann natürlich tief zucken
Zwischen den je Beinen
Aber das ist ja nur unsere
Natur die im Kopf begann
Auch wenn wir Herz sagen
Finde ich unsere Frequenz
Längst spürbar höher
jt 21.8.14

Morgenandacht 0100

Das Morden geht weiter und statt
Gesichtern bekommen wir nun Zahlen
38 dort auf offener Straße
50 von jenen erschossen
Israel erlegt drei Führer der Hamas
Familie und Kinder nebenbei noch
Keines Wortes wert da strategisch
Völlig unbedeutend
Das ist die Sprache des Krieges
Wir werden an das Morden gewöhnt
Gleichzeitig wird mit wenigen
Gerade einzelnen die Maschine
Der Empörung angeheizt die jede
Zensur rechtfertigt und keiner
Empört sich wenn auch der DJV
Ein Statement zur Zensur im Dienst
Des Krieges abliefert weil es ja
Im Dienst des Guten erfolgt
Im Krieg lügen alle
Zu glauben einer sei besser
Ist bestenfalls naiv
Alle morden sich gegenseitig
Nennen das Tun des anderen
Verbrecherisch ihres notwendig
Darüber mal nachzudenken
Könnte helfen nicht völlig
Im Tenor zu verblöden
Wie deutsche Medien konform
jt 21.8.14

Mittwoch, 20. August 2014

Enthauptungsbilder

Es wird wieder zensiert
Die Bilder von der Enthauptung
Des Journalisten James Foley
Gingen um die Welt und das Bild
Des Mannes ohne Kopf erreichte
Was es sollte indem es bei uns
Angst und Schrecken verbreitete
Vor dem Terror der ISIS
Was genau das war was diese
Wollten um uns zu erpressen
Darum werden diese Bilder nun
Zensiert damit nicht die Netzwerke
Zur Propagandaplattform werden
Was sie längst sind nur eben
Für die uns genehme Propaganda
Dennoch bleibt Zensur schlecht
Fraglich nur was besser wäre
Im Krieg wird immer zensiert
Ob besser wird was wir nicht sehen
Bleibt dabei unklar nur können wir
Uns keine Meinung mehr bilden
Sie wurde ja erfolgreich zensiert
Auch wenn das gut so scheint
Was sollen wir dazu meinen
Es ist halt Krieg
jt 20.8.14

Waffenbrüder

Es gibt ein Lied von Dire Straits
Brothers in arms und lange noch
Dachte ich es ging um die Brüder
Die sich in den Armen liegen
Dabei geht es um Waffenbrüder
Die Waffen und die Arme heißen
Nur englisch gleich auch wenn
Sie etwas ganz anderes meinen
Oder geht es doch immer nur
Um das gleiche auch wenn
Sich die Menschen als Brüder
Im Kampf verstehen auf den sie
Blind wie euphorisch zusteuern
Umarmen sie sich unter Waffenbrüdern
Gern um einig zu sein im Alltag
Den nur Geschäfte bestimmen
Auch über Waffen und dabei
Geht es um Geld langfristig
Wir ziehen zusammen in den Krieg
Oder lassen die Waffenbrüder
Mal wieder die Drecksarbeit
Für uns erledigen um dann
Noch die Grundlage für einen
Guten Deal zu legen so unter
Waffenbrüdern und da kommen
Uns die Wahnsinnigen von ISIS
Ganz recht die mal einen köpfen
Das Video dazu posten damit
Wir uns gruseln und schnell
Den Waffenhandel durchwinken
Wer in den Krieg zieht kommt
Selten oder nie heil wieder raus
Naiv ist wer Waffenbrüder wählt
Und meint es sei nur ein Geschäft
Die Ukraine ruft und Kurdistan
Was auf türkischer Seite längst
Deutsche Soldaten bewachen
Aber die Produktion und Lieferung
Von immer mehr Waffen hat ja
Schon immer Kriege verhindert
Auf Kostern derer die sie dann
Dummerweise doch benutzten
jt 20.8.14

Morgenandacht 0099

Der Tod ist eine relative Größe
Absolut in der Wirkung doch
Relativ schnell da und zugleich
Etwas völlig anderes für jeden

Wir sind uns sicher die von ISIS
Müssen Schurken sein wenn sie
Einen Journalisten hinrichten
Und das Video im Netz verbreiten

Die müssen darum dringend gestoppt
Werden zur Not mit Gewalt sowie
Deutschen Waffen in Kurdistan
Stärkt die Moral und den Export

Wir machen gute Geschäfte mit China
Wo gerade ein deutscher zum Tode
Verurteilt wurde auch wenn es kein
Journalist sondern ein Mörder war

Hinterher sind beide gleich tot
Der bei ISIS und der in China
Von Menschenhand gewollt gerichtet
Eben hingerichtet sonst nichts

Bei Ferguson wurde gerade wieder
Ein heute korrekt Afroamerikaner
Genannter erschossen wie wohl
Die Hautfarbe weiter ein Grund ist

Die Polizei tötet dort schneller
Angst geht um unter allen
Hinrichten tun die USA auch gern
Auch dabei immer mehr einer Sorte

Der Ku Klux Clan klatscht dazu
Im Rhythmus des Süden ein doch
Halb dazu gehöriger Präsident hat fertig
Nur getötet wird weiter wie immer

Wer bewusst tötet ist ein Mörder meist
Wer ihm hilft auch dabei auch zu oft
Wer zuschaut oder Waffen liefert ohnehin
Wir unterscheiden Schurken und Freunde
jt 20.8.14

Nachtgedanken 0018

Für sich in noch relativ ruhiger
Sommernacht die schon fast
Herbstlich temperiert den bald
Übergang in sich trägt als wäre
Der Traum von einem Sommer
Zu zweit nun allein verflogen
Würde verspielt von der Zeit
Die es bräuchte wenn wir es
Wagen wollen zu wagen
Nur wer würde das noch bei
Vollem Risiko ohne die je
Aussicht auf einen sicheren
Hafen den wir drum lieber
Nicht anzusteuern wagen
Damit es nicht am Ende
Doch schief geht warum
Wir so oft eigentlich doch
Sehnsüchtig zu teilen
Lieber ungeteilt bleiben
Damit unvollständig aber
Ohne Angst zuviel zu wagen
Vor uns hin weiter sind
Vielleicht wären viele
Glücklicher wo sie mehr
Wagten als wähnten
jt 20.8.14

Ritualrepetition

Die Hamas schießt wieder Raketen
Gen Israel und trifft meist wenig
Israel wird antworten und trifft meist
Mit verheerenden Folgen
Alles im Interesse der Hamas
Es könnte kaum besser laufen für sie
Zuverlässig einige Stunden vorab
Einige Raketen und die Reaktion
Aus Israel kommt wie das Amen
Eine rituelle Handlung ohne Sinn
Sie stärkt die Hardliner die sich
In der gegenseitigen Abwehr
Immer radikaler verschwören
Im Ergebnis geht’s allen schlechter
Nebenbei sterben die Leute
Aber nicht genug dass es je
Wirkung hätte im Konflikt
Damit ist jeder zuviel
Weil völlig überflüssig
Sie könnten auch aufhören
Beide weil sich nichts änderte
Es scheint ein Ritual zu sein
Aus uralten Zeiten an dem sich
Nie etwas ändern wird
Besser wir schwiegen dazu
Sollen sie es unter sich klären
Frieden ist kein Traum
Sondern harte Arbeit mit
Andauernden Verhandlungen
Raketen schicken und Bomben
Ist viel leichter scheint es
Wer anfängt ist schuld
Wer überlebt hat gewonnen
Beides ist egal denn
Glücklich wird nur wer aufhört
jt 20.8.14

Dienstag, 19. August 2014

Ebolanachbarschaft

Ebola war weit weg
Schien es uns
Irgendwo in Afrika
Dann brach heute
Quasi umme Ecke
Im Arbeitsamt Pankow
Eben in Prenzlauer Berg
Eine zusammen
Mit allen Symptomen
Und das Drama war
Sogleich das größte
Aller möglichen
Das ist gar nicht weit
Eine links eine rechts
Dann lange geradeaus
Nun wird ihr Blut
Untersucht bis wir
Jenseits aller Hysterie
Morgen Gewissheit haben
Konnte die Hauptstadt
Mal Seuchenkrise proben
Die Welt ist ein Dorf
Mein Kiez international
Da kam eine aus Nigeria
Hatte Kontakt zu Kranken
Westafrika schien weit weg
Das Arbeitsamt ist in Fußnähe
Schön wenn die Welt so
Zusammenrückt nur fraglich
Wozu die Angst nun noch
Benutzt wird um und Rechte
Zu nehmen nur zur Sicherheit
In Vorbereitung des Krieges
Berlin ist gerüstet für alles
jt 19.8.14