Dienstag, 19. August 2014

Geschlechterverhältnismäßigkeit

Wie verhalten sich die Geschlechter zueinander und lässt sich dazu etwas in dieser Allgemeinheit sagen oder scheitert der Versuch schon vorab, um schlicht festzustellen, es ist immer anders, auch wenn es ist, was es halt ist und bei jedem so, wie es ihm oder ihr entspricht, auch wenn es auf ein sehr ähnliches Ergebnis hinausläuft, sind die Wege dahin doch höchst unterschiedlich, scheint es.

Oder täuscht der Anschein und gibt es sich immer wiederholende, fast schematisch gleiche Verhaltensweisen unter dem Deckmantel der Annäherung, die sich immer wiederholt und nur geringfügig variiert wird?

Weiß es nicht und wie sollte ich mit meinem geringen, nur einseitigen Horizont darüber urteilen können und wäre ich auf irgendeine Art dabei erfolgreich, müssten mich dann alle verstehen oder hätte ich gerade dann am Thema vorbeigeschrieben, weil ich ja naturnotwendig nach meinem geschlechtsimmanenten Horizont nur urteilen kann und wenn ich es nicht tue, bin ich als Mann nur halb vollständig. Stelle also zu Beginn fest, ich kann zum Thema nichts allgemeines sagen, weil ich, wenn überhaupt, nur teilweise Ahnung haben kann.

Es gibt also für alle, die etwas allgemeines dazu erfahren wollen, keinen Grund weiter zu lesen, ich habe von der Sache allgemein keine Ahnung, kann nur meinen naturgemäß beschränkten Blick bieten und damit versuchen, zu beschreiben, was ich beobachte. Es sind nur meine Gedanken und sie haben keine Verbindlichkeit.

In einer Gesellschaft, die sich immer intensiver auch sprachlich mit diesem Verhältnis beschäftigt, sind die Aussichten etwas vernünftiges dazu noch zu sagen inzwischen relativ schlecht, da wir uns mit jeder Äußerung auf auch sprachliches Glatteis begeben. Neben der um formelle Korrektheit bemühten Art und Weise des öffentlichen Umganges, der damit nur komplizierter wurde, tritt heute der neue virtuelle Umgang der Geschlechter und die Suche nacheinander im Netz, die vieles erleichtert und die paarungswilligen sich viel leichter finden lässt, als dies früher möglich war.

Spannend wäre, zu überlegen, wie ein verhältnismäßiges Verhältnis aussähe und was es ausmachte. Hier könnten wir weit ausholen und auf die Welt schauen, die sichtbar ein großes Variantenreichtum dabei bietet und manches was hier als völlig verfehlt gilt, gar eine Diskriminierung wäre, ist an anderen Orten normal und unser Verhalten gälte dort als absurd. Ohne diese Differenzen jetzt näher zu bewerten, oder gar in die religiösen Gefilde abzuschweifen, kann festgestellt werden, dass bei dem Thema scheinbar wenig absolute Gültigkeit für sich in Anspruch nehmen kann und manches relativ unterschiedlich betrachtet wird je nach Ort, auch wenn sich das Ziel des Umgangs auf der Welt wenig unterscheidet. Sie wollen halt alle irgendwie ineinander und trauen sich selten, offen darüber zu reden, was aber auch gut so sein könnte.

Wenn Männer über Frauen sprechen, tun sie das auch ganz unter sich völlig anders als Frauen es umgekehrt tun, so zumindest scheint es mir, aus dem was mir Frauen davon erzählten, denn natürlich war ich nie als Frau unter Frauen dabei und auch wenn ich viel mit Frauen zusammen war, ist doch auffällig, wie häufig Männer mit Gefühl bewerten und wie sehr sich Frauen um scheinbar objektive Kriterien bemühen, was uns zum Kern des Problems bei diesem Thema bringt. Inwieweit beeinflusst das Gefühl jede Äußerung zum Thema, wann äußern wir uns unbefangen und was ist dabei entscheidend?

Ob mir eine Frau gefällt oder nicht auf objektive Kriterien zu reduzieren, verkürzt um entscheidendes, denn letztlich ist es eine Gefühlsfrage, die im Einzelfall nur sehr kompliziert auf irgendwie objektive Gesichtspunkte reduziert werden kann. Aber genau diese etwas unbestimmten Kriterien spielen eine entscheidende Rolle bei der Frage, wie sich das Verhältnis der Geschlechter gestaltet.

Theoretisch haben wir die klassischen Rollen längst verlasen, praktisch fallen wir immer wieder in sie zurück und können uns ohne sie kaum miteinander bewegen, weil wir schnell gegen Gewohnheiten verstoßen. Auch in unserer zumindest formal relativ gleichberechtigten Gesellschaft erwartet Frau normalerweise, dass Mann den ersten Schritt tut und sich im richtigen Verhältnis zu drängen, oder umeinander zu ringen, ist normal auch im Zeitalter des online Dating.

Erwartung ist ein spannendes Stichwort zum Thema. Sie steht in einem Ausschlussverhältnis zur Liebe, die sich nur frei entwickeln kann und ein sich wollen als Naturereignis sein soll. Dennoch tritt dieses Naturereignis tatsächlich nahezu nie so ein. Nach meiner geringen Erfahrung scheint es, dass Frauen eher relativ klare Vorstellungen und Erwartungen haben, was sie sich als Partner zur irgendwie Paarung vorstellen, während Männer sich, so sie darüber nachdenken, wovon nicht immer auszugehen ist, sich eher von diffusen Vorstellungen leiten lassen.

Ginge es darum im Verhältnis miteinander glücklich zu werden, wären vermutlich objektive Kriterien ein besserer Ratgeber als die immer nur Gefühle, durch was auch immer sie ausgelöst werden. Früher wurden darum auch hier Ehen nach solchen Kriterien ausgehandelt und geschlossen, Gefühl konnte danach kommen, sollte, aber war nicht nötig. Heute halten wir es umgekehrt und entsprechend höher ist die Quote des Scheiterns dabei. Leider gibt es kein Kriterium, was messen könnte, ob die Menschen damit glücklicher werden, oder sie heute verhältnismäßig unglücklicher sind und sich darum die Veränderungen im Verhältnis bewährt hätten oder eben gerade nicht.

Schauen wir in andere Länder, werden wir auch wieder feststellen müssen, ein Kriterium für das Maß des Glückes lässt sich danach nicht wirklich finden, vor allem wissen wir nicht, wie subjektiv unsere Sicht dabei von unserer Vorstellung von Glück im Verhältnis von Frau und Mann bestimmt wird. Wir müssen sogar ehrlich davon ausgehen, dass wir nahezu keine Ahnung haben und uns darum besser eines Urteils enthalten, so nahe es uns auch zu liegen scheint. Einzig kann ich aus der verschiedenen Sicht auf das Gleiche feststellen, was sich im letzten noch mehr ähnelt, egal wo auf der Welt, wie wenig ich dazu verbindlich oder vernünftig sagen kann.

Spannend ist darum auch der Blick in der Geschichte, der uns vielleicht zeigen könnte, ob sich etwas verändert hat und das etwas am Verhältnis und der Art wie wir Glück empfinden geändert hat. In den meisten Kulturen herrschte früher eine klassische Rollenverteilung vor, aber auch das lässt sich so allgemeinen nicht sagen und die Frage, was wir Erfüllung im Miteinander nennen, scheint sich, auch nicht so sehr verändert zu haben. Lesen wir das Hohelied der Bibel, die Liebeslieder des Ovid oder anderes zum Thema, merken wir, es wirkt immer noch an- oder sogar erregend, fördert die Lust miteinander heute wohl wie damals, auch wenn wir im Zeitalter des Porno jede derbe Kost überall zur Verfügung hätten, versagen auch die uralten Texte nicht in ihrer Wirkung, das männliche Glied rührt sich freudig und der weibliche Schoß, so wurde mir berichtet und praktisch bestätigt, zeigt die passende Reaktion seinerseits.

Spannender noch wird es, wenn wir uns fragen inwieweit das Verhältnis der Geschlechter sich auf das Erlebnis dieser Natur auswirkt. Lust macht es uns heute noch und es stellt sich nur die Frage, ob sich hinsichtlich des Ziels je etwas geändert hat oder ändern wird. Schauen wir statt weit in die Welt, in der manches etwas anders ist durch klimatische Bedingungen, lokale Sitten und vieles mehr, einfach wie es hier gewesen sein soll und betrachten, was uns die Geschichtsschreiber berichten, können wir erstaunliches beobachten, was dieses Verhältnis angeht. So war es in Germanien, was in etwa dem entspricht, wo wir heute leben irgendwo in der Mitte Europas zwischen kühlem Norden und sonnigem Süden und voller Wald, nach den Berichten des Tacitus, wie weit auch immer wir diesen heute noch Glauben schenken, denn sie waren sicher auch eine Propagandaschrift, um faul gewordene Römer zur Ordnung zu rufen, üblich, dass die Frauen als Herinnen des Hofes das Schlüsselrecht hatten und die Männer im der damaligen Ackerwirtschaft entsprechenden Zyklus Frau und Hof wechselten, während Kinder und Frauen am Ort blieben. Ein aus heutiger Sicht erstaunliches Verhältnis, was aber der bei uns eher emotional betrachteten Ehe eine sehr ökonomische Komponente gibt und die Verhältnisse der Geschlechter grundlegend ändert.

Die Aufgaben waren funktional zugeteilt und die Frauen hatten die Herrschaft über das Haus, die Männer über Krieg, Jagd und alles, was außerhalb des Hauses geschah. Ob dies eine der Wurzeln dafür ist, dass der deutsche Feminismus die Sprache für sich als Mittel des Kampfes um Gleichberechtigung entdeckt hat, wird nicht zu klären zu sein, da unsere heutige Gesellschaftsordnung durch die Verbreitung des Christentums stark von der mediteranen Variante überlagert wurde und hier zu zeigen, wo die Religion als Transporteur der Sprache über Klöster und Predigten stärker wirkte als gewachsene Traditionen, wird sich nicht exakt ermitteln lassen, zumal es an Sprachzeugnissen der Vorfahren auf diesem Gebiet mangelt. Zumindest haben die Frauen damals zugeschriebene Herrschaftsrechte gehabt, die weiter gingen, als die römisch geprägte spätere christliche Gesellschaft es noch zuließen.

Der Jungfrauenkult der Männerkirche gibt davon beredten Ausdruck und weist den Geschlechtern infolge klare Rollen zu und je nach Stärke der jeweiligen regionalen Verankerung eine intensivere Neigung dazu, sich andere Wege zu suchen, um den Trieben genüge zu tun. So ist etwa der Analverkehr gerade in Gesellschaften in denen Wert auf die Jungfräulichkeit der Braut gelegt wird, besonders weit verbreitet, während er in Gesellschaften, die sich mehr an der Natur orientierten, nur als Verhütungsmittel im Gebrauch war, aber sich weniger Kult darum entwickelte. Eine große Rolle spielt er in den Teilen der Welt, in denen die Klitorektomie üblich ist, da nur durch ihn die Möglichkeit für die betroffenen Frauen besteht noch Lust und Befriedigung beim Sex zu finden, wonach Liebende ja, gegen alle Sitten, der Natur nach füreinander streben.

Das Verhältnis zur Lust und wie wir beim Sex miteinander umgehen verrät uns auch sehr viel über das Verhältnis der Geschlechter und auch hier könnte sich für Deutschland, das nicht nur mit der feministisch korrekten Bezeichnung des einverständlichen Sex ringt, sondern viel mehr noch mit seiner tatsächlichen Durchführung, die Frage stellen inwieweit die inhaltlich völlig müßige unten oder oben Diskussion, die aber für das Selbstverständnis lange eine entscheidende Rolle spielte, nicht auch in den germanischen Wurzeln liegt, von denen sich Frau verdrängt sah entsprechend christlich orientalischer Muster. Nach meiner geringen Erfahrung ist es wohl für Frau meist leichter zu kommen, wenn sie oben ist und damit der ganze Vorgang eher für beide befriedigender. Aber auch hier gilt, keine Regel ohne Ausnahme und was richtig ist entscheidet sich in der Situation besser nicht nach dem Rollenverhältnis sondern nach der je Lust und Leistungskraft.

So gibt es eine Gruppe von Naturalisten, die vertraten, wenn Mann die Leistung der Aufrichtung seines Gliedes bringt, wäre es auch angemessen, wenn Frau sich dafür auf ihm bewegt, anders begründet es eine eher feministische Richtung, die von der Herrschaft und Kontrolle im Prozeß sprechen aber infolge zum gleichen Ergebnis kommen - stellte sich also die Frage, ob es für das richtige Ergebnis auf das warum des Weges ankommt, was mir, zugegeben, amüsant erscheint und ein feilschen um den Bart des Propheten - sofern es beide genießen und das Ergebnis beide befriedigt, könnten die Gründe des Weges egal sein.

Sind sie aber in Deutschland theoretisch schon lange nicht mehr, sondern immer wieder Gegenstand heißer Diskussionen gewesen insbesondere seit den vermeintlich sexuell befreiten späten 60er und 70er Jahren, die durch das Aufreten von AIDS massiv ausgebremst wurden unter Beifall der moralisch besorgten Kirchen, die das Liebesmantra predigten und damit der heutigen Vereinigung von Liebe und Fortpflanzung das Wort redeten, was mangels mutiger Alternativen immer noch erfolgreich ist. Verwunderlich dabei ist insbesondere, wie sehr Frauen, anders als ihre germanischen Vorbilder, dem Beifall zollten zu ihrem eigenen Schaden und unter Inkaufnahme der damit verbundenen Rollenmuster, auf Kosten ihrer sexuellen Befriedigung und letztlich dank ihrer natürlich größeren Potenz zu Lasten ihrer Führungsrolle beim Vollzug.

Festzustellen, ob das verhältnismäßig ist oder eher nicht und was ein verhätnismäßiger Umgang wäre in der Gesellschaft, die ihre Rollenmuster fast noch statischer festschreibt, als es die frühere Ständegesellschaft tat und für die einfach an die Stelle der Moral das Dogma der formalen Gleichmacherei trat, unabhängig davon, wohin dies im Ergebnis führt, könnte zumindest zu einem vernünftigeren Umgang der Geschlechter untereinander führen, der heute absurde Folgen zeitigt.

Es gibt Theorien, wonach die der fröhlich zunehmenden Neigung zur freien Begattung zum Trotz abnehmende Zahl der Geburten, mit der zunehmenden Impotenz der Männer zusammenhängt, die durch das in Rückständen noch immer im Trinkwasser vorhandene Hormon der Pille verbweiblichten und nicht mehr zeugen könnten. Da diese Diskussion wissenschaftlich betrachtet so überflüssig ist wie die über die Wirkung der Homöopathie, es kann kein tauglicher Nachweis über die Auswirkung dieser geringen Konzentration bisher erbracht werden, der Rest ist eben Aberglaube und sollte jedem selbst überlassen werden, ist jedenfalls kein tauglicher Gegenstand der Diskussion, wie jeder Glaube. Ob daraus eine Veränderung des Verhältnisses rührt, die Veränderung der Rollen also in Wirklichkeit keine soziale Diskussion sind, sondern nur eine verkannte biologische wäre, kann also auch dahinstehen, auch wenn bei Betrachtung der deutschen Kapriolen bis an die Universitäten in Fragen der Sprache, sich wohl mancher fragte, ob dies noch natürlich, vernünftig oder schlicht eine absurde Bewegung ist, die irgendwann vergessen hat, dass der sprachliche Genus nichts mit dem natürlichen zu tun haben muss und wo er das hat, sich daraus alles und auch das Gegenteil ableiten lassen, aber sicher nicht, was hier versucht wird umzusetzen, wie sich wunderbar aus dem Genus von Die Sonne und Der Mond ableiten lässt, die in allen anderen europäischen Sprachen den umgekehrten Genus haben, was uns wieder zum alten Tacitus führte, die Sonne des germanischen Hauses, die den Schlüssel trägt ist eben weiblich während der Mond als Kraft die äußere Natur bewegt und nur ein Schattendasein im Verhältnis zu seiner Sonne führt und dennoch sprechen heute viele selbstbewusste Frauen von der Mondin, die den Zyklus ihrer Menstruation leite, was er so einfach längst nicht mehr tut.

Wir sehen, im Verhältnis der Geschlechter wird gern, mit der Natur argumentiert, wenn sie besonders stark missachtet wird und die Geni der Worte werden uns nie viel über den sozialen Prozess der realen Verhätnisse sagen. Um so lauter sich jemand dabei auf die Natur beruft, um so ferner ist er ihr häufig, weil die Durchsetzung sozialer Verhältnisse, egal wie sehr sie nun der guten Natur entsprechen, über diese gestellt werden. Egal, ob wir nun wissen, was die Verhältnisse der Natur nach sind, trägt die zwanghafte Durchsetzung sozialer Ideen sicher nicht dazu bei, sich dieser zu nähern, außer wir stellen die Natur unter diese Prämisse und unterdrücken also diese, ob das jemanden glücklicher macht, scheint allerdings noch fraglicher.

Völlig ins geistige Chaos rutschen wir dann, wenn wir in der Diskussion des Verhältnisses der Geschlechter zueinander - gehe hier übrigens immer von zwei Geschlechtern aus, was meinem Horizont entspricht, aber wieder nur einen Teil wiedergibt und zeigt wie schnell wir bei diesem Thema völlig daneben liegen können. Habe mit wenig eigener Erfahrung, bin nun mal von der Neigung her eher heterosexuell, aber doch offen genug, mich in der bunten Welt tastend umzuschauen, sowie den Geschichten, die Freunde mir erzählten, sowie Freundinnen, deren Worten ich mal Glauben schenken will, den Eindruck, dass sich auch dort Rollenmuster wiederfinden und immer ein Partner eine bestimmte Position übernimmt, wie sie den Mustern der Geschlechterrollen entspricht. Dies sogar noch ausgeprägter wohl bei gleichgeschlechtlichen Paaren - ohne nun die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen, da entbehrlich, wenn es nur um ein Geschlecht geht, fragt sich also, inwieweit es weniger um Geschlechter als um Rollen und Muster geht.

Ist am Ende das Verhältnis der Geschlechter gar keines, lässt uns nur Gewohnheit bestimmte Rollen einnehmen, die wir auch vertauschen könnten, um zu erkennen, wie absurd unser Verhalten dabei teilweise ist?

Sind Mädchen nicht mädchenmäßig und Jungen nicht jungensmäßig sondern nur mehr oder weniger hörig im Befolgen der Muster, die ihnen vorgelebt werden und haben es halt nur die schwerer, die irgendwo dazwischen liegen, auch wenn sie häufig einen ehrlicheren Weg zu ihrer Identität gehen. Ein Gedanke, der uns vielleicht ein wenig weg führen könnte, vom richtigen Umgang der Geschlechter miteinander, uns aber dafür um so mehr erkennen ließe, auf was es uns ankommt dabei, sollte unbedingt, auch auf ein wenig abseitige Pfade hin, geistig verfolgt werden.

Darum soll sich jetzt nicht in Augustinus Manier in Selbstgeißelung ergangen werden, sondern vielmehr versucht werden über die eigene Erfahrung an einen Punkt jenseits der Muster zu gelangen. Habe schon immer lieber mit Mädchen gespielt als Kind - sehen wir von meinen zwei besten Freunden ab, von denen der eine als mittlerer Bruder von zwei Schwestern, deren eine meine Sandkastenliebe war, aber das wäre nun eine andere Geschichte, sich wie ich früh für das andere Geschlecht interessierte und gemeinsam erwogen wir Wege, wie an dieses Ziel zu gelangen sei, während der andere eher ein Forschertyp, wenig Interesse an diesen Überlegungen hatte und mit mir lieber wichtige Teile für die von uns zu bauende Plattmaschine sammeln wollte als Frauen oder damals eher Mädchen. Also abgesehen von diesen beiden, von denen der eine mein Streben unterstützte, mit seiner Schwester schon irgendwie beteiligt war und der andere sich eher auf anderen Feldern ausagierte, spielte ich lieber mit Mädchen, wenn auch die beiden Freunde geblieben sind über viele komplizierte Wege, ist von den Mädchen wenig geblieben und bei  dem Versuch einer gerade erst Bilanz, um mal zu einer Summe zu gelangen, fiel mir auf, wieviele Namen von Frauen mir entfallen sind, wie mühsamen Nachdenkens es bedurfte, sie in den Abgründen meiner Erinnerung auszugraben - während die wenigen Knaben und Männer, die mein Leben begleiteten noch sehr präsent sind. Das ich darüber nachzudenken begann, als ich zufällig mit dem kleinen Bruder obigen Bastlers in einem der hiesigen Cafés saß und wieder eine Traumfrau kennenlernte, zu gerne mein Herz verloren hätte, wenn mich nicht die Vorsicht ein anderes lehrte, steht beispielhaft für diese Geschichte meines Verhältnisses zum anderen Geschlecht. Sie spielten die größere Rolle und waren mir wesensmäßig ähnlicher irgendwie, aber zu oft und zu lange verstand ich nicht, dass der direkte Weg bei Frauen nie zum Ziel führt, sondern seltsam genug meist der indirekte und die Offenbarung des Glücks immer eher dann beginnt, wenn du, ich jedenfalls, gar nicht damit rechnete.

So saß ich neulich erst nächtelang mit jener Schönen, die ich mit dem kleinen Bruder meines früher besten Freundes im Café kennenlernte - also ich lernte sie kennen, nicht er, nur er war halt auch da und bekam dies mit - im Park am Platz und redete stundenlang über die Geschichte und ihre Zusammenhänge und verlor mich völlig im Erzählen und dachte an nichts anderes als die Schöheit einer Freundschaft, die sich im Erzählen erschöpft, als sie mir plötzlich offenbarte, sie überlege, ob sie nun mit zu mit kommen solle, auf mein nur 1m schmales Bett oder wir lieber zu ihr gehen sollten, wo das Bett breiter wäre, ich aber noch nicht war. Völlig überrascht und nicht wenig begeistert, wandte ich mich ihr sogleich zärtlich zu und dachte voller Freude an eine zärtliche gemeinsame Nacht, zu der es nie kam, weil die Verhältnisse eben so sind, wie sie sind, aber dazu vielleicht später, es spielt aber im übrigen auch keinerlei Rolle. In dem Moment meiner Zuwendung begann ihre, der Initiatorin dieser Idee der gemeinsamen Nacht, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte, Abwendung. Kaum um nur Meter den Ort verlagert, um den Marsch in Richtung ihres Bettes zu beginnen, nur noch eine Zaahnbürste eingepackt und ein Buch - ich gehe nirgendwohin ohne Buch, wenn ich es verhindern kann, was aber nichts mit dem Verhältnis zu tun hat und darum hier dahinstehen kann - dann kam sie vom Klo und teilte mir, ich hätte es eigentlich wissen sollen, ihren  Entschluss mit, sie würde nun alleine nach Hause fahren und mir fiel der Unterkiefer hinunter wie das unter ihrer Mithilfe gerade noch errichtete Gebäude zarter Hoffnung in sich zusammen - nun, Frauen halt, dachte ich, begleitete sie nach unten, drehte mich unhöflich um und ging, sah erst nach ihr, als ich schon ein Stück gegangen war - sie schaute mir nicht mit nassen Augen nacht - eben wollte sie mich noch zum Abschied umarmen, was ich jenseits der Grenze der Höflichkeit ignoriert hatte, nun war sie weg und ich, der es hätte wissen sollen Idiot pflegte meinen Groll auf alle Frauen. Diese Geschichte und was bis heute und danach und im Umfeld mit ihr begann, ist ein typisches Beispiel für das, wie Menschen in Filmen in die große Liebe stolpern - auch die Umwege waren schon da, aber egal, es ist ja nur ein Beispiel für die schwierige Kommunikation und unseren Umgang mit ihr, der aber gerade aus dem Verhältnis der Geschlechter rühren könnte, wenn er nicht beziehungsimmanent ist. Aller Frustration zum Trotz und aller verbalen Rückzüge und Erklärungen entgegen, bin ich mir sicher, kaum jemanden so nah gewesen zu sein wie ihr, mit der ich nur einmal vorher halb geschlafen hatte irgendwie und der verhinderte Versuch potenzierte die Aussicht in der Erinnerung noch. Kurz gesagt, alles Unsinn und viel Lärm um nichts.

Wenige Monate vor dieser Geschichte gab es eine andere, die für dieses Verhältnis geradezu beispielhaft war. Hatte mit einer sehr kleinen, an Körpergröße, also zarten aber erfrischend spannenden Frau, die ich über eines dieser virtuellen Netzwerke kennengelernt hatte, die zu genau diesem Zweck dienen, lange hin und her geschrieben, sich Gedichte vorgelesen, geschwelgt, als sie mir plötzlich schrieb - ich saß gerade bei einem Glas Riesling vor einem meiner Stammcafés und wollte meine Pfeife stopfen -, ob wir uns nicht an diesem oder jenem Denkmal treffen wollten, in dem Park bei ihr um die Ecke, sie hätte Lust auf mich. Freudig überrascht und angesichts der Gelegenheit scheinbar erregt sagte ich zu, radelte zum Kiosk, holte eine Flasche Pro Secco, sie brachte die Gläser und  machte mich auf den Weg zu jenem Denkmal - hier ließ sie mich ein wenig warten, was also wie immer verhältnismäßig war, auch wenn ich mir viel Zeit gelassen hatte, dies zu verhindern, die Erfahrung besagte, Frau war offener, wenn sie ein wenig wartete, aber hier war das ja eigentlich egal - die Verabredung diente nur dem Sex, sie wollte nicht mehr, hatte sie genau so geschrieben und ich nahm es so hin, auch wenn ich es etwas unromantisch fand. Romantischer war dann ihre Erscheinung im langen Rock, wenn auch auf den Mountain Bike, zu dem sie Strümpfe trug, was seine Wirkung zumindest auf meinen Geist nicht verfehlte - nach einem leidenschaftlichen Kuss zur Begrüßung machten wir uns daran mit den Rädern diesen Bunkerberg hinaufzuschieben - der lauen Sommernacht - vielleicht war es auch noch Frühling, aber egal, entsprechend waren wir zunächst nicht allein dort, aber es war dunkel genug, sich davon nicht am Genuß hindern zu lassen. Sie genoß sehr und als wir schließlich irgendwann doch relativ alleine waren, hauchte sie mir ins Ohr, sie hätte auch Kondome dabei, ob wir nicht - nun, schöne sinnliche Vorstellung und ich hauchte zurück, sehr gerne, aber ich glaube Alkohol und Nikotin taten das ihre, bei mir rührte sich nichts, anders als beim nächsten mal - zu dem es dann irgendwann auch kam und was nett war, aber soweit egal, wichtiger ist vielleicht inwieweit das Rollenmuster, des Casanovas, der zum Sex von Frau bestellt wird und sich nicht bemühen muss, sondern sie willig sieht und das Unternehmen selbstbewußt in die Hand nehmend, völlig versagte. Gute Gelegenheit, eine schöne Frau, geistige Nähe, keine Beziehung, also kein Stress, es hätte alles wunderbar sein können, nüchtern betrachtet und doch teilte mir mein Körper etwas logisch vernünftiges dabei mit - sobald wir aus der Rolle fallen, versagen wir, oder, um es von jeder Erwartung zu lösen, funktionieren wir nicht der Rolle gemäß.

Die zickte und mich nervte, machte mich entgegen aller Erfahrung scharf wie kaum eine - die wollte, genießen konnte, zigmal hintereinander kommen konnte, eine Genießerin war, erreichte zunächst das Gegenteil, was nur scheinbar am Alkohol und Nikotin lag, da ich mit der anderen beides in deutlich höherem Maße konsumierte bevor wir zum ersten mal irgendwann - da es ja nicht um das Erzählen von sexuellen Erlebnissen geht oder die Bloßstellung einzelner, schätze ja beide sehr, wenn ich auch der Ziege wohl voller Liebe zuneige, ohne die Hoffnung, es käme jemals zu mehr, warum es auch egal ist und nur ein ein wunderbares Beispiel noch ist für die seltsamen Reaktionen im Verhältnis zueinander, die wir schon bei uns beobachten können.

Es gibt eine Vermutung, die dies Verhalten an der je Sozialisation festmacht - die selbstbewusste Genießerin, die sich bestellte und nahm, was sie wollte, Liebe und Sex trennte, einfach vernünftig genießen wollte und konnte, hat einen östlichen Hintergrund, wuchs in der DDR auf, die andere dagegen, die zwar auch initiierte einerseits, andererseits aber zickte und Probleme aufwarf, wo keine waren, kam aus dem alten Westen und auch wenn beide vermutlich gerade gleich lang in Berlin leben, weshalb es nicht am Pflaster allein liegen kann, ist die Unterscheidung geradezu beispielhaft - könnte für diese Geschichte und was ihr zugrunde liegt noch viele Beispiele finden, wie ich sie in allen Generationen und Altersstufen erlebte. Das Verhältnis der Geschlechter und der natürliche Umgang mit der Sexualität hängen zusammen.

Bin selbst ein großer Anhänger der freien und natürlichen Sexualität, dachte ich bis jetzt,  theoretisch - praktisch funktioniere ich in diesem blöden Schema der Verweigerung wie ein dressierter Dackel, der Männchen macht, wenn Mutti es will und brav den Schwanz einklemmt, wenn nötig. Das Verhältnis der Geschlechter hängt also auch von der jeweiligen Umgebung des Aufwachsens ab - denke ich etwa an jene, die ich gerne wollte und die sich im entscheidenden Moment verweigerte und die ich vielleicht auch darum so sehr wollte, mit der inzwischen eine freundschaftliche Ebene besteht oder gesucht wird oder was immer das zwischen Männern und Frauen sein soll, ein Verhältnis anderer Art halt, nicht sexuell, laut Verabredung, aber was weiß ich schon von den Frauen und wie sollte ich sie je verstehn, denke ich also an jene, die mein Herz sehr erwärmt hat, auch oder weil sie sich verweigerte und weglief, frage ich mich, ob die Dialektik ein notwendiger Teil des Verhältnisses ist oder dies nur mir so scheint.

Kenne ja nicht alle Frauen, die in der ehemaligen DDR geboren wurden oder durch diese noch irgendwie durch Eltern oder Herkunft geprägt wurden, habe also wie oben beschrieben keine Ahnung und meine Gruppe an Probandinnen, die eine statistische Aussage stützen würde, ist wohl zu klein, etwas zu sagen, warum ich im allgemeinen ja auch nichts sage, sondern nur von dem berichte, was mir auffiel, wenn auch spannend wäre, ob sich im Diskurs über den Text und seine Leser eine gewisse Bestätigung der subjektiven Tendenzen zeigt - ich also beispielhaft erlebte oder nur ein Beispiel dafür bin, was es alles gibt.

Habe also wenig oder keine Ahnung wie es bei den anderen ist - aber alle mit denen ich sexuelles betrieb oder darüber schrieb hatten ein ziemlich unverklärtes, unkompliziertes Verhältnis zum Thema, nahmen sich, was ihnen gefiel und ließen das übrige sein, wussten, was sie wollten - damit im deutlichen Gegensatz zur Mehrheit der Frauen der gleichen Generation im Westen und auch generationenübergreifend, insofern die Stichproben von den 50ern bis in die 90er reichen. Habe ja keine Ahnung, kann es auch nicht begründen, aber etwas ist anders und das betätigten auch Herren wie Damen, die womöglich über viel mehr Erfahrung verfügen und sich da sachlich korrekt äußern könnten.

Das Verhältnis der Geschlechter prägt natürlich das der Kinder zu ihren Eltern mit am intensivsten, als Mamasliebling und dennoch untypisches Muttersöhnchen, der dennoch nach der Heldenrolle strebte, wenn auch Dichter dafür selten von der Sache her qualifiziert sind, war ich für ein Glänzen in der Musik immer zu unmusikalisch und im Ballsport - etwa Fußball - zu blind, um erfolgreich zu sein und so blieben mir nur die Worte, die den Dichter aber in eine Rolle drängten, die er seinem Wesen nach gar nicht wollte - der Blick auf die Minnesänger half dem ganzen ein gewisses Heldentum noch abzugewinnen und die Entdeckung des Dichters und Autors Cyrano de Bergerac, einer breiteren Öffentlichkeit vor allem durch die Verfilmung des Theaterstücks von Rostand aus dem 19. Jahrhundert mit Gerard Depardieus als Cyrano bekannt, mit seiner realen auch Vorliebe für rote Haare sowie seiner Neigung als Phantast, Schwärmer und Aufklarer zugleich zu wirken, lebte dieser Dichter und Ritter im 17. Jahrhundert und war ein früher Aufklärer, lesenswert etwa seine Reise zum Mond, erschienen unter anderem in einer biblophilen Ausgabe der Insel Bibliothek, aber egal, wir verlieren uns an die andere große Liebe, die Bücher und wollten doch eigentlich über Frauen und Männer sprechen, auch wenn es schwerer fällt und wir wenig als über uns sagen können, jener Dichter jedenfalls, der auch wunderbare Liebesbriefe an seine jugendliche rothaarige Geliebte schrieb, war ein echtes Vorbild für einen, der seine Rolle zwischen den klassischen Welten suchen musste. Montaigne war auch eins, wenn auch sein Gejammer über seine zahlreichen Wehwechen den noch jungen Leser erstaunte und den etwas gereifteren heute noch befremdet, denn was gibt es langweiligeres und unsinnlicheres als von den eigenen Krankheiten zu erzählen, wäre der Michel aus der Picardie nicht sogar dabei noch übermäßig genial in seinen lustvollen Abschweifungen, diese Beschäftigung mit dem eigenen Leid hätte mich empören können, denn hier kommt die andere Prägung, durch den Großvater, der von seiner Zeit als preußischer Kadett erzählte, später ein Mann der 100 Frauen wurde, bis er meine Großmutter fand und danach der treueste Gatte, zumindest der Form halber, bis er starb und der irgendwann erzählte, er wäre auch fast wegen einer Frauengeschichte mit einer jungen Adligen in Berlin von dieser Kadettenanstalt geflogen, wäre diese nicht zum Kriegsende aufgelöst worden und ich kann nicht mehr überprüfen, ob es sich dabei um ein Produkt der fast neunzigjährigen Phantasie des alten Großvaters handelte, oder ein reales Erlebnis, des etwa 15jährigen.

Vielleicht wäre es interessant insoweit mal die Akten der ehemaligen kaiserlichen Kadettenanstalt auf den Spuren meines Großvaters zu studieren - von seinen Mitkadetten lebt keiner mehr, den ich fragen könnte, aber es kann auch einfach dahinstehen, es mir hinter vorgehaltener Hand erzählt zu haben, während die Großmutter das Abendessen für uns vorbereitete, macht die Geschichte schön genug und es ist egal, was daran wahr ist, sie prägte mich, wie das Ideal oder die in seiner Umgebung geraunten 100 Frauen - eine vermutlich, wie ich es heute, selbst jenseits dieser Zahl, sehe, für seine Zeit weit übertriebene, da er bereits im zarten Alter von 33 verheiratet war, würde es trotz wilder Erfahrungen im Paris der 20er schwierig - wir haben nie über Zahlen gesprochen, wir wussten wovon wir sprachen und kannten beide diese Liebe zu den Frauen.

So prägte mich einerseits eine Mutter, die mir schon als kleines Kind sagte, es ist okay mit einer Frau zu schlafen, aber wenn etwas dabei passiert und das sei eben meine Verantwortung, hätte ich eine solche mein Leben lang - also mit einem irgendwie an den Sex gehängten protestantischen Familiengedanken im Hinterkopf, der mich vor jeder Frau mit der ich irgendwann schlief überlegen ließ, wie es wohl wäre, mit ihr eine Familie zu gründen, was dann ja meine logische Pflicht wäre. Andererseits aber mein Großvater, der Genießer auf der einen Seite, mit den gerüchteweise 100 Frauen, über die er höflich schwieg und lächelte und der die Frauen wie ich liebte, um ihrer Schönheit willen wie um des Paradox vor das sie uns immer wieder stellen - es ist eine Prägung, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnte, ein Großvater, der sich preußisch korrekt und gern als Offizier gab, ein Lustmensch, der die Frauen liebte, auch wenn er weit über 50 Jahre einer dem Anschein nach treu war, eine Mutter, die hanseatisch offen und korrekt, an eine protestantische Verantwortungsethik im Sinne Webers mahnte und die ich nur bei jeder Anstrengung laut stöhnend in guter Erinnerung habe, die aber eher ein sehr bremisch korrektes Verhältnis zur Sexualität vermutlich hat, jedenfalls verbindet sich da keine aktive Erinnerung und das eine mal, dass ich als elfjähriger wohl meine Eltern dabei bezeichnenderweise in England meine ich, überraschte, hat mich wohl so perplex gemacht, dass ich es lieber verdrängte und darum keine weitere Aussage dazu machen kann und will.

Weiß nicht, ob es allein die Vorfahren waren, die mein Verhältnis zur Sexualität und damit in einem entscheidenden Punkt zum Verhältnis der Geschlechter prägten, ob ich da auch mitbestimmen konnte und etwas veränderte und doch wird mir langsam klar, ich bin nicht frei, mit wievielen Frauen ich auch schlief oder um wieviele ich zärtlich minnte, ich bin das Opfer meiner Konventionen, was mir noch einmal deutlich macht, wie völlig unfähig ich bin zu diesem Thema etwas zu schreiben. Wie Montaigne in seinem Essay über das männliche Glied so schön schreibt, zeigt uns schon unsere Natur, was es mit unserem Wesen auf sich hat und wie frei oder konventionell wir doch immer wieder sind. Wie oben berichtet zeigt mein James, keinerlei Neigung sich aufzurichten, als er dazu bestellt und eingeplant war, während er auf Zickigkeit mit um so schärferer Standkraft reagiert und die Enttäuschung perönlich zunächst verübelte, während ihn das andere weder erregte noch aufregte - im Kopf schon, eine wunderschöne Frau des Nachts im Park in Strümpfen und mit nur einem Ziel, wer dächte da nicht, wie schön, aber der Körper hat scheinbar seine eigene Sprache, gegen die wir nur scheinbar oder mit Viagra gegen an quatschen können.

Spannend wäre nun, ob es sich im Verhältnis der Gechlechter für Frauen genauso verhält, diese also auch vieles tun, was sie nicht wollen oder nicht können, was sie gerne wollten, rein vom Geist her, weil der Körper einfach nein sagt. Ist das männliche Glied also ein feiner Seismograph der emotionalen Stabilität oder nur ein primitiver Anhängsel, der konventionell auf Widerstand reagiert ohne etwas eigenes zu entwickeln?

Es geht im Verhältnis der Geschlechter natürlich nicht nur um Sex, es geht auch und meistens eher darum wer den Müll runterbringt, das Kind wickelt oder das Klo putzt, wo sich diese Fragen konkret nicht stellen, sein sie durch die passenden zu ersetzen und wie sich zeigt, ist das "zu mir oder zu dir" und die schockierende Reaktion des "lass uns Freunde bleiben", eine zwar billige Konvention und doch ein Spiegel. der tief in dieses Verhältnis hineinreicht. Ja, ich liebe die Frauen, auch wenn ich nicht wirklich weiß warum, mich im Gegenteil immer häufiger frage, warum das, wird es immer diese Hoffnung geben, die als zarter Schein nur am Horizont auftauchen muss, ihren Busen oder ihren Schoss zu küssen, die genügen mich ob aller Erfahrung und wider besseren Wissens fast bewusstlos zu machen, nicht vernünftig zu handeln, nur wüsste ich gern, ob das gut so ist, aber auch das kann dahinstehen, da nicht zu erwarten ist, dass ich mich noch irgendwie verändere, finde ich mich mit dem Verhältnis der Geschlechter ab, was sich wohl im gleichen Verhältnis aus Sehnsucht und Erfüllung, aus Glück und Unglück zusammensetzt und versuche einfach, was ich dabei erlebe, zu genießen, verstehen werde ich die Frauen ja doch nie.
jt 19.8.14

Morgenandacht 0098

Während im Himmel über Berlin
Wieder friedliche Sonne sich mit
Schnell ziehenden Wolken noch
Abwechselt sind die Aussichten
Über von kräftigen Schauern wohl
Durchweichten Grund beständiger
Noch wohl als unter ihm wo dann
Und wann das durch den Sandhaufen
Halt fließende Wasser den Grund
Mehr bewegt als manche ahnen
Die gerade für zuviel Geld eine
U-Bahn vom Alex zum Bahnhof
Bauen lassen unter der gerade
Unter den Linden versinken
Mal wieder vom Wassereinbruch
Nichts ahnend betroffen nachdem
Es ein wenig mehr regnete
Albern ist wer glaubt dies ändere
Sich irgendwann irgendwo hier
Berlin ist auf Sand gebaut
Auch der grässliche Berliner Dom
Steht auf nichts als Eichenpfählen
Die Ingenieure berechnen mühsam
Die nächste Umgebung der Baustelle
Keiner weiß was wirklich kommt
Wenn zugleich ein Schloss als Fassade
Wie ein Tunnel daneben Erdreich
Mehr als gewöhnlich bewegen
Noch gibt es Hoffnung
Der Berliner Dom könnte einstürzen
An anderes was die Linden entlang
Von Erschütterung bedroht noch
Umfallen könnte denken wir lieber nicht
Bilfinger heißt der Konzern
Der da unter Berlin wühlt
Hatten die nicht gerade erst
AusgeKOCHt
jt 19.8.14


Montag, 18. August 2014

Morgenandacht 0097

Montag zwischen Sonne und Wolken
Der Tag an dem für alle für die das
Wochenende das Ende war erst die
Normierte Woche beginnt in der
Gearbeitet wird um sich am Ende
Von der Arbeit zu erholen und Montag
Wieder fit die Woche zu beginnen
Manche aber nehmen auch als Anfang
Was anderen das Ende ist und so wird
Schnell eins zum anderen wenn nur
Anfang und Ende wie oben und unten
Vertauscht werden weil es mehr auf das
Überhaupt als das wie dabei ankommt
Wie es manchen wichtig ist wie eine
Geschichte endet legen andere mehr
Wert darauf wie sie anfängt ob einer
Den Schlüssel zum Glück hat oder dieser
Genau dazwischen liegt weiß ich nicht
Sich an nichts klammern um alles mit
Gelassenheit zu genießen könnte helfen
Ob wem dann die Leidenschaft fehlt
Noch zu helfen ist bleibt unklar
Wer Leiden will soll damit anfangen
Ob wer es dann noch schafft wieder
Aufzuhören bleibt mehr als fraglich
So beginnt am Montag etwas auch
Wenn manche noch mehr an dem
Hängen was endete fragt sich
Was bleibt und wie wir was ist
Mehr genießen können als etwa
Daran zu leiden aus nur einer Sicht
Auf das ewige Wechselspiel zwischen
Ende und Anfang aus dem sich zwei
Manchmal jenseits aller Vernunft
Liebevoll befreien
jt 18.8.14

Nachtgedanken 0017

Was sind uns Zahlen im Lieben
Macht erst die Summe glücklich
Oder braucht es nur eine um alles
Zu finden was sich suchend nie
Findet oder gibt es die magische
Grenze ab der erst wir würdigen
Können was eine sein kann
Damit die Suche ein Ende hat
Und was lebt noch wenn diese
Einfach endet von dem was uns
Zuvor alles war wenn wir quasi
Unbemerkt die Grenze überschritten
Hört dann nur die Magie auf
Weil weniger der Wechsel als
Das Wissen um die Natur selbst
Jede Grenze aufhebt und wir
Einfach glücklich sind jenseits
Aller Vielfalt wo wir genießen
Was ist weil es gut so ist
jt 18.8.14

Grenzen der Berührung

Wann wird die Berührung zur Lust
Wo findet die Lust ihre Grenzen
Bleibt die Berührung nur außen
Berührt nicht wirklich sondern
Schafft Nähe zwischeneinander
Wird sie zur reinen Lust die uns
Ganz ergreift und nicht nur eine
Berührung der Oberfläche ist
Rein mechanisch austauschbar
Sondern einmalig bleibt weil sie
Eben nur zwei verbindet scheint
Die goße Frage zu sein die sich
Doch nie stellt wo die Berührung
Nicht nur ist sondern alles warum
Die Frage nicht beantwortet wohl
Werden kann weil es ist was es ist
jt 18.8.14

Berührungskunst

Die Kunst der Berührung
Ist die hohe Schule der Nähe
Bei ihr zeigt sich unfehlbar
Ob zwei ein Gefühl haben
Füreinander oder sich nur
Alltäglich begehren denken
Die nur Berühung mit Gefühl
Kennen oder zulassen und
Vergessen dass es ja nur
Um Berührung geht die sich
Auf die Oberfläche beschränkt
Egal was wir fühlen oder denken
Und doch ist die Berührung
Dann am schönsten wenn
Sie zumindest sich gut anfühlt
Wo sich in zarter Lust eben
Die hohe Kunst zeigt die
Zugleich einfach berührt
Also nur sinnlich anfasst
Weiß dass sie außen bleibt
Aber genau fühlt wie weit
Sie gehen darf wo sich
Das Gegenüber wohl fühlt
Berührt zu werden und so
Ist die Kunst der Berührung
Auch wenn reines Handwerk
Ganz klar eine Gefühlssache
Die das betatschen eigentlich
Zur zarten Kunst macht warum
Manch immer gleiches auch
So verschieden wirkt wenn
2 ein Gefühl füreinander haben
Werden sie berührend nun 1
jt 18.8.14

Sonntag, 17. August 2014

Weltwatching

Lange erregten wir uns über die NSA
Wie die bösen USA als Moralapostel
Besonders Merkel bestand darauf
Das ginge unter Freunden gar nicht
Nun haben wir erfahren wir tun es auch
Hören die über die sich empört wurde
Genauso ab wie sie uns und was sonst
Die anderen noch tun bleibt unklar
Bis irgendwann ein anderer redet
So scheint es als hätten die Amis
Einfach nur Pech gehabt weil sich
Ein Spiontechniker laut empörte
Als guter Mensch und Flüchting
Zeug zum Helden hatte der Unrecht
Aufdeckte was alle Welt empörte
Bis die Welt durch Nachlässigkeit erfuhr
Es tun auch wir und vermutlich alle
Zumindest alle die können nur können
Manche eben mehr als andere
Die können davon können wir wohl
Ausgehen tun auch und immer
Ansonsten hört jeder jeden ab
Manchmal auch mehr seltsam nur
Wenn es um etwas geht wussten sie
Nie etwas dafür belauschen sie Freunde
Nur eine Seite vermutlich östlich
Platziert ab und an sehr gezielt
Abgehörte Telefonate zum Nutzen
Seiner Politik und ein Land wird
Von einem früher KGB Offizier regiert
Sind unsere Dienste zu harmlos
Ist dies alles viel Lärm um nichts
Oder stört es keinen dass hier alle
Mobilen Telefonate automatisch
Längst mitgeschnitten werden
In Bayern wo sie es mit den
Bürgerrechten noch nie so
Genau nahmen aber bald
Lauschen sie ja in Berlin
Dann hat alles seine Ordnung
jt 17.8.14

Virtuellreal

Da schreibt einer einen Brief
An eine Algorithmen geleitete
Suchmaschine die automatisch
Antworten geriert weil er keinen
Computer zur Verfügung hatte
Tat er es ganz real mit der Hand
Was schon komisch genug wirkt
Wurde zum Beweis von Humor
Als die Suchmaschine unerwartet
Handschriftlich antwortet und sich
Dabei noch selbst verspottete
Weil auch hinter der Maschine
Die uns allmächtig schien lange
Auch noch Menschen stecken
Die über sich lachen können
So macht ganz kleines manchmal
Die Welt schöner und es ist egal
Ob das auch gute Werbung ist
jt 17.8.14

Krieg und oder Frieden

Während in der Ukraine noch der Krieg tobt und er im Irak versucht wird, durch die Bewaffnung einer Seite einzudämmen, schlafwandeln die westlichen Politiker mit unterschiedlichen Taktiken durch beide Konflikte, an denen sie sich offiziell nicht beteiligen wollen, jedenfalls nicht kämpfend und doch längst tief verwickelt sind, von NATO Soldaten, die in ukrainischer Uniform dort mitarbeiten, wo es nötig ist, um die Krise voranzutreiben, was angesichts der nach außen verlorenen Worte immer wieder erstaunlich scheint.

Auch der letzte angebliche Angriff auf einen vermeintlichen russischen Militärtransport spricht diese Sprache, wie auch die sofortige Reaktion der dortigen Alliierten, bei der erst auf mehrfache Nachfrage hin deutlich wurde, dass es keinerlei Beweise für die behauptete russische Kolonne gibt oder eine Beteiligung Moskaus an dem Angriff. Es wird den vielfach zweifelhaften Aussagen der neuen Partner aus Kiew so Glauben geschenkt in eine Richtung, die der behaupteten russischen Provokation entspricht.

Moskaus Worten dagegen, die klar das Gegenteil aussagen wird lieber entschieden widersrprochen auf dünner Tatsachengrundlage. Es ist nach dem Vokanular und der Bereitwillogkeit zufolge, mit der auch offensichtlichen Lügen Glauben geschenkt wird, längst Krieg und die Propaganda ist an die Stelle der Aufklärung getreten, die offenen demokratischen Gesellschaften im Frieden entspricht. Es werden die früher freien Medien genutzt diese Propaganda zu verbreiten und sie spielen ihre Rolle passend informiert gut. Entsprechend polarisiert sich die Bevölkerung in Gläubige der einen oder anderen Propaganda, die sich in sozialen Netzwerken wüst als bezahlte Jünger beschimpfen und wenige die zu Besonnenheit mahnen, während der Krieg immer näher rückt, unsere Panzer, vorgeblich zu Übungszwecken gen Osten rollen.

Noch herrscht offiziell Frieden und viele übersehen lieber die Gefahr, in der wir uns durch unsere Beteiligung an vielen Fronten längst befinden. Es ist darum an der Zeit, sich zu fragen, was eine nüchterne und klug strategische Lösung in dieser Situation wäre, die der Situaation gerecht wird, jenseits der Propaganda entschärft, statt immer weiter zu eskalieren.

Was wissen wir wirklich von allem was bisher geschah und welche Sprache wählen wir auf dieser Grundlage für unsere Sanktionen, was ging dem an Ereignissen voraus?

Beginnen wir mit der vermeintlich bürgerlichen Revolution auf dem Maidan, die uns als reine Bewegung des Volkes gegen einen Diktator dargestellt wurde und viele Menschen auch in Europa begeisterte. Es kam wieder die Euphorie der freiheitlichen Bewegungen von 1990 auf und dafür übersahen wir lange gerne welche Rolle sehr nationale Kräfte dort spielten, wie stark die sich selbst Faschisten nennenden Kräfte waren, die auf dem besetzten Platz den Ordnungsdienst bildeten. Auf dem Platz herrschte dennoch lange eine sehr friedliche und demokratisch revolutionäre Stimmung vor, die nach Europa drängte und von führenden intellektuellen Geistern in Europa unterstützt wurde, die immer als links galten und es schien lange einen guten Verlauf zu nehmen.

Dann kamen die Scharfschützen des Geheimdienstes, die angeblich in die immer wütendere Menge schossen und die Situation eskalieren ließen. Inzwischen wissen wir, dass es diese Scharfschützen nicht gab oder nicht so, wie behauptet, dass aber die revolutionären Kräfte vorab von der polnischen Armee ausgebildet und von diesen wie vom CIA bewaffnet wurde, dass auch das CIA selbst, das über zahlreiche Scharfschützen verfügt auf dem Maidan aktiv waren. Wir wissen nicht sicher wer wann zuerst geschossen hat, wie es zu der Eskalation kam. Spare mir hier alle Vermutungen, da jede Theorie welcher Verschwörung auch immer nur zur weiteren Eskalation beiträgt. Seltsam ist nur, dass die Revolutionäre kaum waren sie an der Macht, die Untersuchung der Todesfälle, die sie zuvor wütend die Bestrafung der angeblichen Täter, die teilweise der Volkswut schon ausgeliefert wurden, gefordert hatten, still einstellten, es bestand kein Interesse an einer weiteren Aufklärung. Unklar ist, warum dies so war, wie gegen alle Proteste dies Thema nicht weiter diskutiert wurde sondern dazu weitgehend Stillschweigen herrscht.

Die rechten Kräfte auf dem Maidan hatten sich zuvor schon in deutlicher Weise gegen die Russen und andere Minderheiten im Land geäußert. Dies geschah in einer Form, die in Europa von keiner Regierung toleriert wurde. Es gab bereits da unter den Russen eine große Angst, dass diese Kräfte in einer möglichen Regierung zuviel Kraft erhalten könnten. Diese Rechten standen vorher in enger Verbindung zur deutschen NPD und anderen kaum demokratisch zu nennenden Kräften in Europa. Dennoch wurden sie in die neue Regierung über ihrem Anteil an den Demonstranten eingebunden, die tatsächlich zum größten Teil friedlich orienntiert war. Die Ordnungskräfte des Maidan blieben neue Ordnungsmacht in der revolutionären Ukraine, übernahmen das Innenministerium und Teile des Geheimdienstes und besetzten Schlüsselpositionen mit Kräften aus ihren Reihen. Damit war eine undemokraitsche Kraft von Beginn an für die innere Ordnung der postrevolutionären Ukraine verantwortlich. Dies hat nicht unbedingt dazu beigetragen das Sicherheitsgefühl der russischstämmigen Bevölkerung zu erhöhen.

Mit dem Umsturz einher ging auch die Befreiung der unter zumindest strittigen Umständen aus vermutlich auch politischen Gründen inhaftierten Julia Timoschenko, der Heldin der vorherigen orangenen Revolution, die aber bereits da sehr erfolgreiche Unternehmerin und Milliardärin war, die sich am Umbau der Volkswirtschaft bereichert hatte. Es herrschten damals in der Ukraine nach Aussagen neutraler Beobachter sehr wilde Zustände und die Strukturen waren von organisierter Kriminalität durchwachsen. Jeder der damals aufstieg, überlebte und reich wurde, hat sich irgendwie an diesen Strukturen beteiligt, die nie europäischen Standards einer rechtsstaatlichen Wirtschaft entsprachen. Sofort nach ihrer Feilassung wurde sie wieder zu einer Führungsfiguren und plante ihre Rückkehr in die Politik mit der Kandidatur für das Präsidentenamt. Sie nutzte dazu den alten Stab ihrer Partei und wurde bei der Arbeit von einem vermutlich Geheimdienst abgehört, wie sie äußerte, sie beabsichtige Putin zu erschießen und die russische Bevölkerung der Ukraine nuklear zu beseitigen. Sie entschuldigte sich später für diese Aussage nur halb, versuchte sie aber teilweise zu relativieren. Dahingestellt wie glaubwürdig dies war.

Vorausgegangen war diesem Telefonat die russische Annektion der Krim mit angeblich dortigen nationalen Kräften, der über 90% russischstämmigen Bevölkerung dort. Es hat zu dieser Annektion seitens Russland für die der dortige Hafen aus strategischen Gründen unentbehrlich war. Es ist der einzig immer eisfreie russische Marinehafen, hat eine große Bedeutung für die militärische Kontrolle des Schwarzen Meeres. Unter Völkerrechtlern ist strittig wie rechtswidrig die anschließende Abstimmung und die inzwischen eingestandene Beteiligung der russischen Armee an der Besetzung war. Verschiedene Versuche einer friedlichen Einigung waren zuvor gescheitert. Jeder, der die militärisch strategische Bedeutung dieses Hafens kannte, wusste, die russische Armee würde ihn nie aufgeben, es konnte nur um einen Kompromiss gehen, den die revolutionäre mit von den USA unterstützten ultimativen Forderungen aus dem Weg ging. Die ultimativen Forderungen boten keine Lösungsmöglichkeit, wie immer wir die Annektion völkerrechtlich beurteilen - sie ist zumindest strittig, auch wenn Russland zu Teilen illegal gehandelt haben könnte, wofür viel spricht.

Hier muss die militärstrategische Situation von der politischen und der völkerrechtlichen getrennt werden. Davon ausgehend, dass Russland nicht bereit war seinen dortigen Hafen zu riskieren, sowenig wie die USA ihren Stüzpunkz Guantanamo auf Kuba je aufgäben, kann eine politische Lösung nur versuchen, diese nicht verhandelbaren Positionen in eine mögliche Lösung einzubeziehen. Dies wurde nicht versucht. Ob es langfristig eine völkerrechtlich taugliche Beurteilung dieses Prozesses geben wird, hängt vom weiteren Verhalten aller Beteiligten ab. Einen Krieg ist die Krim aus weltpolitischer Sicht nicht wert, dazu wäre es wohl auch nicht gekommen.

Die Situation eskalierte danach weiter als russisch nationale Kräfte begannen in den von ihnen mehrheitlich besiedelten Gebieten die Verwaltungen zu besetzen und eine militärische Auseinandersetzung zu  provozieren. Daran war Russland wohl beteiligt, Aber obwohl die Ukraine und ihr Osten eines der am besten von Satelliten kontrollierten Gebiete ist, gibt es dazu zwar viele Gerüchte und Behauptungen aber nahezu keine Beweise, anders als bei der nun noch umkämpften Besetzung des Donezk, wo es klare Nachweise gibt, dass Teile der Kommandeure vorher in russischen Diensten standen, Russen sind, oder sogar für den russischen Geheimdienst arbeiteten, ist die Situation unklar. Wie ein russischer Präsident rechtfertigen könnte, dass die eigene Bevölkerung oder sich seinem Land zugehörig fühlende Teile der Bevölkerung der Ukraine nicht vor den nun Geheimdienste und Ämter teilweise besetzenden Kräften des rechten Sektors bedroht würde und er sie nicht schützte, bleibt unklar, jenseits der Frage, dass der Einsatz der Kräfte des russischen Geheimdienstes in der Ukraine zum Schutz der eigenen Bevölkerung zumindest fragwüdig ist.

Politisch könnte eine Aufrechnung der jeweiligen geheimdienstlichen Tätigkeiten gelöst werden, insofern es beide Seiten dort stellvertretend ihre Geheimdienste oder private Truppen von diesen instruiert kämpfen ließen. Völkerrechtlich ist diese Frage wohl nicht lösbar, da beide Seiten sich weigern werden exakte Auskunft über die Tätigkeit der je Agenten und paramilitärischen Organisationen zu geben. Welche Seite hier mehr und stärker Einfluss nahm, ist unklar und nicht irgendwie objektiv zu beurteilen, es ist eben geheim und wird es bleiben, solange wir in Demokratien Geheimdienste haben und als legitim dulden, auch wenn diese den Grundprinzipien der Demokraie widersprechen. Im Gegenteil eher ein typisches Zeichen für die immer deutlichere postdemokratische Struktur unserer Staaten trägt, die sich in der immer größeren Macht dieser Dienste verdichtet. Aber bevor wir nun dieser These weiter folgen, die sehr weit führte, kehren wir zur Krieg oder Frieden Frage zurück.

Wer einen Weltkrieg verhindern will oder eine globale Eskalation der vielen lokalen Probleme, die momentan aus dem Ruder laufen, muss nach einer für alle Seiten verträglichen Lösung suchen, die nur ausgehandelt werden kann, da viele kollidierende Interessen hier zusammenstoßen.

Die Situation eskaliert ja nicht nur in der Ukraine sondern parallel im zerfallenden Irak, in dem wir eine humanitäre Katastrophe nun durch die militärische Aufrüstung einer Partei verhindern wolle. Wir rüsten die Kurden hoch, die damit indirekt als lokale Macht etabliert und in ihrem Streben nach einem unabhängigen Staat unterstützt werden. Sollten die Kurden dank unserer militärischen Unterstützung gewinnen, die vorher ihren Gegner in noch Syrien galt, als der Westen meinte, den Sturz Assads fördern zu müssen, haben sie damit ihre noch nicht Staatlichkeit mit hohen eigenen Opfern vermutlich verteidigt.. Die Sprache ist hier ganz klar, unterscheidet gut und böse, Terroristen und quasi staatliches Militär ohne Staat. Völkerrechtlich stehen sich eigentlich zwei Gruppen gegenüber, die beide keine staatliche Legitimation zum Kampf haben.

Der Sonderstatus der Kurden nach dem Irakkrieg ist auch aus Sicht der drei betroffenen Nationalstaaten problematisch. Sollten die Kurden erfolgreich sein, was uns einen Einsatz von Bodentruppen im wilden Kurdistan erstmal ersparte, was noch keinesfalls sicher ist, wird es schwer sein, danach ihrer Forderung nach eigener Staatlichkeit entgegen zu treten. Wie darauf die Kurden im Iran und der Türkei reagieren, ist vermutlich klar und sollte es analog zur Krim dann dort Voksabstimmungen geben, ist von einer Autonomie auszugehen. Wer die dann militärisch von Europa und den USA aufgerüsteten Kurden daran hindern soll, dies zu tun, wie die erstarkten Truppen wieder entwaffnet werden könnten ist völlig unklar.

Wir als Staaten Europas leisten dort momentan nur Nothilfe, um die bedrohte Bevölkerung auch zu schützen. Eine langfristige Lösung gibt es nicht. Wie die Staaten mit einer Volksabstimmung mit absehbaren Ergebnis umgehen, ist völlig unklar. Es gibt keinen Plan B, wie darauf reagiert werden soll. Sollten sich irakische, iranische und türkische Kurden zu einem Staat vereinen wollen, ist damit die territoriale Integrität des NATO Partners Türkei gefährdet. Wir stünden dann in der vertraglichen Beistandspflicht dessen bedrohtes Land zu verteidigen. Dabei kämpften von uns aus- und hochgerüstete kurdische Peshmerga plötzlich gegen die NATO, unsere Waffen gegen uns selbst. Der momentane Kriegsgeger der Kurden die sogenannte Terrororganisation ISIS kämpft weiter mit den gleichen Waffen, die sie teils über ihre Untertützer und Glaubensbrüder aus Saudi Arabien erhielten  und teils direkt unter Vermittlung des amerikanischen Geheimdienstes nach Syrien noch geliefert bekamen.

Dabei meinen wir noch immer, an diesem Krieg unbeteiligte zu sein und rechtfertigen oder verharmlosen gerade einen Kriegseinsatz im Irak selbst mit der realen humanitären Bedrohung durch ISIS. Sollten die Kurden langfristig nicht erfolgreich sein, wovon angesichts der enormen Ressourcen von ISIS auszugehen ist, die sich zudem aus großenteil fanatischen Gläubigen rekrutieren, wird eine noch schlimmere humanitäre Katastrophe nur durch den Einsatz von Bodentruppen zu verhindern sein.

Die lokale Strategie kann nur erfolgreich sein, sofern es der Regierung in Bagdad gleichzeitig gelingt ihr Land wieder zu befrieden, zu einen und ISIS erfolgreich zurückzudrängen, Ob ihnen das gelingt, hängt von der nun politischen Integration aller gesellschaftlichen Kräfte ab. Inwieweit die schiitische Regierung nun die vorher verdrängten und benachteiligten Sunniten wieder für den Staat gewinnen kann, ist weitgehend unklar. Eine klare Strategie für eine Lösung ist nicht ersichtlich.

Lokale militärische Schläge, sei es zu humanitären Zwecken, können nur erfolgreich sein, sofern es eine klare Strategie für eine Lösung gibt, die auf das Eingreifen folgt, andernfalls heizt jeder militärische Eingriff den Konflikt nur weiter an. Dies gilt für jeden militärischen Eingriff und in Europa, können wir beim Blick in die Geschichte sehen, wo nur durch die klare militärische Präsenz und Verantwortung Konflikte in Verbindung mit großen Konferenzen, die auf eine ausgewogene Friedensordnung gerichtet waren, über Jahrzehnte wieder eine Ordnung etabliert werden kann. Hier ständen, wie nach 2. Weltkrieg in Europa, die USA, deren unnötiges Opfer der Irak wurde, in der Pflicht. Eine bis zu vierzigjährige Präsenz und Ordnungspflicht wie in Deutschland bis zur Wiederverereinigung und über die NATO bis heute, ist noch sehr hoffnungsvoll geschätzt.

Zu einer solchen nachhaltigen politischen Strategie, die Lösungen böte, fehlt noch der politische  Wille. Es ist auch nicht ersichtlich, wie sich das ändern sollte ohne den Druck eines Krieges. Im Gegenteil versuchen die USA gerade immer mehr ihres Militärs nach hause zu holen. Sie wollen es nur partiell und punktuell einsetzen. Am liebsten nur mit Drohnen, um die Islamistischen Kämpfer ohne ausdrückliche Kriegsbeteiligung abzuschlachten. Es gilt aber weiter, ohne Friedensordnung oder einen strategischen Plan verbietet sich jedes militärische Eingreifen, weil es die militärischen  Konflikte nur weiter eskalieren lässt.

An einer solchen Strategie oder Ordnung fehlt es in der Ukraine, im Irak und auch in Israel, wo Terroristen Verhandlungspartner werden sollen, weil die Mehrheit der lokalen Bevölkerung hinter ihnen steht - ein Ziel haben nur die Jungens von der ISIS und noch dazu eines, das lengendenumwobene Kalifat, für das sie im himmlischen Auftrag bereitwillig in den Tod gehen. Dem hat der Westen als Motivation nichts entgegenzusetzen. Die Aussichten in diesem Kampf, der von der Hamas, wie von Boko Haram im Westen Afrikas und teilweise bis nach Ägypten mit unvorstellbarer Grausamkeit geführt wird und den ISIS noch erfolgreich im irak führt, sind mehr als gut und sofern wir mit einer nachhaltigen Strategie der Verantwortung dort hin gehen würden, wie es wohl nötig wäre dem zerrissenen Irak eine Perspektive zu geben, wird dies die Radikalen und ihre Anhänger stärken und noch fanatischer machen.

Es wird überall auf die Symptome eingeschlagen, weil keiner Verantwortung übernehmen will oder den Mut hat, zu sagen, eine selbständige Lösung ist derzeit nicht denkbar. Es wird dies teilweise nicht mal sich selbst eingestanden sondern die Diplomaten handeln in der Überzeugnug, das bestmögliche zu versuchen, indem sie nur kleinzellig die kriegerische Auseinandersetzung unterstützen, sich möglichst raushalten, wo es kein raushalten mehr geben dürfte und einmischen, wo sie nur den Zustand verschlimmern, da sie Position beziehen in kriegerischer Manier, statt zu verhandeln.

Dies ist eine Folge des politischen Spiels der Mächte, das außer Kontrolle geraten scheint. Vergleichen wir die Situation mit der Zeit um 1914 für die Christopher Clark so treffend die These der Schlafwandler aufstellte, damit das Deutsche Reich von der alleinigen Kriegsschuld zum einen entlastete aber vor allem einen Zustand partieller Blindheit aus ideologischer Verblendung beschrieb. Eine Situation in der alle Mächte, ohne es eigentlich zu wollen, durch Sturheit immer weiter in eine Krise rutschten, die logisch in einen Krieg nur münden konnte, der konsequent ein Weltkrieg wurde mit den erschreckenden Folgen und dem danach Umsturz der gesamten Ordnung, dahingestellt, ob dies nur ein Gewinn ist oder auch der Verlust einer Welt war, wie ihn Thomas Mann so fein im Zauberberg andeutete oder Joseph Roth in seinen KuK Romanen zärtlich traurig beschrieb.

Wir könnten an einem ähnlichen Wendepunkt stehen und die zunehmende Zahl der drohenden Krisenherde für die es keine konstruktive Lösung mehr gibt, trägt ein übriges dazu bei, dass die weltweite Situation vor einem Umbruch steht. Clarks These zum 1. Weltkrieg, dass die Schuld an der Katastrophe nicht allein einer vielleicht überzogenen Reaktion des Bündnisses von Deutschland und Österreich zuzuschreiben ist, sondern alle gemeinsam durch eben schlafwandlerisches Wegschauen in eine Situation steuern, die nur noch zum Krieg führen kann, ist erschreckend passend gerade. Es ist eine andere Zeit, es sind teilweise andere Akteure und Amerika, also die USA, kommen diesmal nicht später dazu sondern sind die treibende Kraft, ohne den Antrieb vorab zu bewerten. Gleich aber ist, alle Seiten handeln ohne eine langfristige Strategie. Reagieren auf Situationen, die im Moment dramatisch erscheinen, wie das Attentat von Sarajewo oder den wohl Abschuss von MH17 durch wen auch immer, völlig überzogen mit Vorwürfen gegen die andere Seite, die keine sachliche Grundlage haben.

Womit wir wieder bei obigem Ablauf der Ereignisse in der Ukraine sind und ihre unterschiedliche militärstrategische und politische Interpretation betrachten können. MH17 war der Kulturschock der Europäer, der sie bemerken ließ, wir haben einen echten Krieg nebenan und wir sind ganz schnell Teil dieses Konfliktes, sterben selber, auch wenn wir uns für völlig unschuldig und unbeteiligt halten.

Hier ein kurzer Einschub zur Schuld am Sterben - niemand, der sich nicht selbst tötet, stirbt schuldig und auch dann ist der Begriff der Schuld völlig fehl am Platz, weil die Schuld in einem dialektischen Verhältnis zur Willensfreiheit steht - ohne Wille keine Veraantwortung und also keine Schuld - es ist also eine müßige Benennung, die nur für solche Schurken wichtig ist, die sich etwa auch anmaßen, die Tötung anderer für legitim zu halten. Warum Europa zu solchen Staaten diplomatische Beziehungen aufrecht erhält, mit ihnen sogar verbündet gegen andere, die genau das ablehnen, könnte auch einen interessanten Blickwinkel auf die ganze Affäre und ihre Folgen werfen. Nach dem Rechtsverständnis der EMRK ist jeder Staat, der die Todesstrafe anwendet ein Schurkenstaat, warum auch von Russland bei der Annäherung an Europa ausdrücklich die Aussetzung der Todessstrafe verlangt wurde, was diese auch bereitwillig taten. Anders als die USA - aber da dies nicht weiter führt an dieser Stelle und zu sehr nach einer einseitigen Wertung klingen könnte, sei dieser kleine Einschub zum Sterben, seiner Freiwilligkeit, der nie dafür genügenden Schuld und der Unmenschlichkeit von Systemen, die bewusst andere richten, hier beendet.

Die also beim Absturz der koreanischen Passagiermaschine getöteten Menschen sind wohl Opfer eines lokalen militärischen Konfliktes geworden, jedenfalls sofern sie durch einen Fehlschuss der Rebellen vom Himmel geholt wurden. Dagegen spricht, dass sie keine Motivation dazu hatten, auch wenn die das Flugzeug umkreisenden oder sich jedenfalls in der Nähe aufhaltenden ukrainischen Jäger, ein legitimes Ziel gewesen wäre und somit die Rebellen im Falle des Nachweises ihrer Täterschaft auf die ukrainische Ablenkung hätten berufen können, die sicher nicht zufällig war.

Warum sollten Jäger ein ziviles Flugzeug begleiten, dass sich auf Anweisung des Towers unter der durchschnittlichen Flughöhe befand und wie lautete die Anweisung genau?

Es gibt dazu Aufzeichnungen aus dem Flugzeug und von der ukrainischen Luftraumüberwachung, den Fluglotsen - beides ist aus der Öffentlichkeit verschwunden. Die Ergebnisse werden nur spekluativ diskutiert nicht sachlich und ohne Tatsachengrundlage.

Es gibt eine These, die besagt, dies Flugzeug hätte eine hohe Ähnlichkeit in den Farben mit dem des russischen Präsidenten gehabt, das gleichzeitig in der Nähe weilte. Diesen abzuschießen, der als ihr Patron gilt, hätten die Rebellen wohl kein Interesse. Umgekehrt die ukrainische Armee schon. Inwieweit in dieser Situation auftragsgemäß gehandelt wurde, ist unklar. Es gibt von ukrainischer Seite keinen Beitrag zur Aufklärung der Ereignisse. Im Gegenteil, es wurde vertuscht, soweit es möglich war und mit später wieder verschwundenen Tonbändern, deren Fälschung inzwischen niemand mehr bezweifelt, versucht die Täterschaft den Rebellen in die Schuhe zu schieben.

Die Rebellen zeigten sich nach Ermahnung auch durch Russland kooperativ und um eine Aufklärung bemüht, bestanden aber darauf, dass die Blackboxes aus dem Flugzeug einer internationalen Kommission zur Auswertung übergeben würde. Von den Ergebnissen dieser Arbeit hat die Öffentlichkeit bisher so wenig erfahren wie von den vom ukrainischen Geheimdienst, der in der Hand des Rechten Sektors ist, beschlagnahmten Tonbändern.

Wir werden wunschgemäß informiert und nutzen unsere partielle Wahrnehmung der Wirklichkeit zur Inszenierung eines Krieges mit immer weiter gehenden verbalen Drohungen. Wer Frieden will und sucht, muss immer auch die Möglichkeiten und die Situation des anderen mit reflektieren. Genau das geschieht seit Wochen nicht mehr. Weder in der medialen Öffentlichkeit noch im politischen Diskurs.

Der Spiegel etwa, um nur eines der krassesten Beispiele herauszugreifen, titelte im Stil des Stürmer, jenem NS Propagandablatt, das sich für keine Hetze im Parteiauftrag zu schade war, mit den Köpfen der Opfer des Absturzes, die Putin als Täter anklagten zu einem Zeitpunkt, als längst deutlich geworden war, so klar ist die Situation nicht, auch die sonst überall NSA kann Russland keine Täterschaft nachweisen, vermutet sie nur und nennt darum den nicht mal verdächtigen nach polizeirechtlichen Kriterien einen Hauptverdächtigen, da er zur Achse des Bösen gezählt würde, die sich die Krim annektierte und die Rebellen unterstützte gegen den bestehenden Nationalstaat, der aber sich aus den Rebellen und Oligarchen zusammensetzt, die den vorigen russlandfreundlichen Staat mit massiver Unterstützung der CIA stürzten. Wer hier gut und böse sauber unterscheiden kann, besitzt wohl höhere Eingebung.

Wir sind sprachlich längst im Krieg angekommen, die Frage oder Krieg stellt sich nicht mehr, auch wenn wir scheinbar noch in Frieden leben, es ist längst nur Krieg und Frieden. Eine Situation in der es vorsichtige Annäherung bräuchte, offene Gespräche und bloß keine Provokationen durch radikale Kräfte, die nur in einem Konflikt und von diesem überleben können. Auf beiden Seiten. Unterschied ist nur, dass die russische Seite klar vor einem Ausbruch der Krise warnt und die Kriegsgefahr benennt, sich um Neutralität zumindest verbal bemüht, während der Westen und die mit ihm verbundene Ukraine, jenes revolutionäre System, das von mafiösen Oligarchen getragen nach Europa kommen soll, immer maximalere Forderungen stellen, drohen und erpressen, Sanktionen verhängen auf Grundlage von Ereignissen verschärfen, die, wie oben dargelegt, zumindest strittig sind.

Auf uneindeutiger Beweisgrundlage eskaliert eine Seite, riskiert eine kriegerische Auseinandersetzung mit Russland bewusst und provoziert weiter. Sie weiß dabei, dass Teile der Streitkräfte und die Kräfte der inneren Sicherheit der Ukraine von Kräften des Rechten Sektors geführt werden, die diese Eskalation brauchen, um ihre Existenz zu rechtfertigen, die in einem prosperierenden Land schnell zur unwichtigen Randexistenz würde. Eine ähnliche Situation sehen wir unter den radikalen Kräften in Israel, wie auch in Syrien, die inzwischen auch Angriffe der Amerikaner gegen die Übermacht von ISIS erbitten und es wird nicht dabei bleiben.

Wir eskalieren ohne Beweise und riskieren alles ohne Gründe zu haben und anders als mit nur noch schlafwandlerischem Bewusstsein der Teilnehmer lässt sich dies kaum erklären, es wird Zeit, die Schlafwandler anzuhalten und zu wecken, damit sie sich wieder orientieren, wohin ihr Weg führt.
jt 17.8.14

Morgenandacht 0096

Während der Morgen nach kühler Nacht
Noch durchwachsen beginnt sind die
Sonntagsaussichten mehr als schön
Weil wir lieber auf das schauen
Was vielleicht kommt als uns mit dem
Aufzuhalten was andernorts traurig ist
Gelingt es dem Epikuräer auch in Zeiten
Wie diesen über das noch nicht Echo
Ferner Schüsse hinweg zu hören
Um sich zu sagen es wird die U-Bahn sein
Oder ein Feuerwerk vielleicht mit doch
Meist jubelndem Ansatz und so
Erspüren wir vielleicht auch Ignoranten
Schon die tickende Bombe auf der
Unser Kontinent dahintreibt aber sind
Dennoch fähig uns noch zu freuen
Am einen ohne an das andere zu denken
Oder ist die geteilte Freude ein soviel
Mehr dass wir dafür auch hinnehmen
Vielleicht in manchem zu den sonst
Beklagten Schlafwandlern zu werden
Unklar ist nur ob die Fähigkeit zu
Teilweiser einfach Freude den Blick
Eher trübt oder schärft oder sich
Diese Frage weniger stellt wo wir nur
Unserer Natur folgen aber klarer Geist
Auch nicht gegen sie arbeiten kann
Was logisch die Parallele zur Lyrik
Nach Auschwitz stellt und damit
Weniger der Möglichkeit wegen
Sichtbar ist sie
Als um der Sicht willen die sie trägt
Und so gesehen sind vielleicht gerade
In Zeiten der Krise die Träume wie
Schönen Gedanken auch zueinander
Was uns in Welt hält anstatt schlicht
Von der Freiheit zu gehen noch
Gebrauch zu machen da das Sein an sich
Durch nur gedachte Gegenwart bezaubert
jt 17.8.14

Samstag, 16. August 2014

Betroffenheitsgestus

Der Außenminister ist der oberste
Diplomat eines Landes und also
Vertritt er es diplomatisch nach außen
Frank Walter Steinmeier tut das
Im bewährten sozlaldemokratischen
Betroffenheitsgestus, was bliebe
Ihm auch angesichts der Lage
Im Irak als Diplomat eines Landes
Das an der Bewaffnung beider
Bisher gut verdient hat
jt 16.8.14

Rückschussschnellschuss

Seit 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen
War die Formel mit der der Krieg 1939
Gegen Polen begann der infolge den
2. Weltkrieg auslöste und ihn rechtfertigte
Hitler vor jubelnden Anhänger mit eben
Diesen Worten in denen noch von jetzt an
Werde Bombe mit Bombe vergolten folgte
Ein unerfreulliches Kapitel der Geschichte
Des nationalsozialistischen  Deutschland
Dem die schlimmsten noch folgen sollten
Was sich als Geheimplan mit Stalin noch
Fast anließ wie Friedrichs des Großen
Erste polnische Teilung führte zwar nun
In den Krieg da verbündete Staaten
Umgehend Deutschland den Krieg auch
Erklärten ohne weitere Folgen zunächst
Es heißt also aufmerksam sein wenn
Plötzlich zurückgeschossen wurde
Der Gegner aber nichts vom Angriff
Mehr weiß noch solchen plante
In der Ukraine griffen die Ukrainer
Nun einen solch angeblichen Versuch
Der Invasion der Russen an was
Sofort der Westen nutzte die USA voran
Russland dringend zu ermahnen
Die Spirale der Eskalation dreht sich
Immer schneller und plötzlich wird
Wieder zurückgeschossen für eine
Invasion die keine sein will
Es scheint dem Westen nicht ganz
Klar zu sein wie die Situation ist
Mit wem sie es zu tun hat
Dass Russland nie die Krim aufgibt
Noch sich vom armen Nachbar
Der hoch verschuldet bei ihm ist
So vorführen lässt
Wer hier nicht ganz schnell
Die Notbremse der Eskalation zieht
Auf maximale Forderungen verzichtet
Steht schneller in zwei Kriegen
Als sich viele noch vorstellen
Für ein Land das uns keinen Schuss
Wert sein sollte vernünftig betrachtet
Das nur durch geschickten Poker
Sich anlehnte und Russland ausspielte
Es gibt nur einen Weg zusammen
Keiner darf getrennt gehen
Die Ukraine ist pleite und abhängig
Von russischem Gas wie nun eher
Westlicher Gunst aber gänzlich unfrei
Russland ist stark und selbständig
Durch die Sanktionen geeint
Auch wir hängen am russischen Gas
Der Genozid an den Russen im Osten
Wird nie von Russland toleriert werden
Die Spirale ist tödlich und wir drehen daran
Finger weg und Ruhe bewahren
Es geht nur gemeinsam vorwärts
Wer Russland verdammt wählt Krieg
Wer der Ukraine glaubt riskiert ihn
Zeit innehzuhalten in der immer mehr
Rasenden Unvernunft
jt 16.8.14

Das Aal raunen

Das Raunen der Aale bleibt denen
Die es hörten immer in Erinnerung
Noch fand ich keinen aber darum
Aufgeben wäre kleinmütig und so
Während andere über Alraunen
Wie ihre Mystik munkeln wird
Meine Phantasie blühen zum
Raunen der Aale während der
Brunft und auch sonst denn
Was keiner je hörte kann auch
Keiner beurteilen aber sich
Denken lässt es sinnlich schön
Fragt sich nur ob es Frauen
Anders raunt als Männern
Aber da kommen wir schon
Wieder zu sehr ins Detail
jt 16.8.14

Abgehörteabhörerempörung

Nun wurde wieder eine abgehört
Von denen die uns abhören
Denen wir vorwarfen einfach
Freunde abzuhören und es ist
Ein kleiner Sommerlochskandal
Oder hören einfach alle alle ab
Wir auch die Türken und das
Netz sowieso Hilary noch dazu
Und ist diese genze nervige
Abgehörteabhörerempörung
Nicht langsam Schnee von gestern
Der Regen von morgen also
Falls nicht die Sonne scheint
Wenn jeder jeden abhört und alle
Alles übereinander wissen
Fragt sich warum es noch solch
Lächerliche Empörer gibt wenn
Einer mal wieder so blöd war
Sich dabei erwischen zu lassen
Was der Sicherheit dient muss
Gut sein da wird nicht weiter
Hinterfragt bitte ist eh zu spät
Aber das Thema ist irgendwie
Durch dafür schauen die Leute
Dann Big Brother amüsiert
Leben eben vermutlich
Nicht zu ändern und dann
Kommt es nur darauf an
Es mehr zu genießen
Empörung ist kein Genuß
Andert nichts
Lohnt nicht
jt 16.8.14

Freizeitparkvolk

Die Deutschen lassen sich gern
In ihrer Freizeit organisiert unterhalten
Dafür gibt es Parks die dem Vergnügen
Dienen und gerätereich amüsieren
Bis es schief geht und zermahlen wird
Zwischen Zahnrädern des Amüsement
Ein Kind vor Augen der Mutter
Dann wird sich entschuldigt
Alle sind einen Moment betroffen
Dann geht es weiter im Fuhrgeschäft
Das ein gutes Geschäft sein soll
Leben eben und wer sich den Spaß
Organisieren lässt wird eben auch
Angemessen unterhalten
jt 16.8.14

Morgenandacht 0096

Sonnig himmelblau beginnt der Tag
Hell scheint es durch die Vorhänge
Zuviel oder zu lange oder zu genau
Richtig zuvor die Nacht mit Riesling
Auf der Bank geteilt im Reden noch
Aufrecht wurde die Horizontale
Wieder für sich noch erreicht
Fern der Bänke um nun dem wie immer
Hof zu lauschen ohne zu wissen
Wohin wir wollen wenn wir wollten
Oder wüssten was wert wäre gewollt
Zu sein jenseits des jetzt bleiben wir
Doch immer für uns und nur die
Sehnsucht täuscht uns manchmal
Vor wir wüssten was sich nahe kommt
Darum bleiben sich manche lieber fern
Andere verstehen nicht um was es geht
Was nichts macht und bestätigt
Wie wir uns mühen zu funktionieren
Bleiben wir desto mehr für uns
Manche bleiben dabei unauffällig
Andere denken weiter ohne das
Sich darum etwas änderte
jt 16.8.14

Freitag, 15. August 2014

Containervolk

Nun werden wieder unter großem Gemurmel die Container der unsäglichens Big Brother Sendung möglichst prominent besetzt und das dumme Fernsehvolk freut sich auf die massenkompatible Beobachtung der Normalität wie dem Kult der Belanglosigkeit, auch wenn es eigentlich immer nur um Sex geht. Was nicht schlimm wäre, würde dieser Wunsch zumindest gehörig befriedigt und nicht nur angereizt, was jeder kundige heute im Internet mit drei Griffen findet, bleibt im öffentlichen Privatfernsehen unsichtbar, es wird nur durch ehemalige Pornosternchen als Teilnehmer ein wenig mehr getriggert, die Vati dann goggeln darf, um Mutti heimlich die scharfen Bilder zu zeigen - oder so ähnlich.

Es wird ein Familienerlebnis und ganze Siedlungen sprechen über die Ereignisse ausgiebig, vom Supermarkt bis zur Arztpraxis, wo entsprechende bunte Zeitschriften genau dies näher beleuchten und mit unwichtigen Mutmaßungen unterlegen. Diese seltsame Brüdersendung, die an ein Buch erinnert, das diese Horrorvision der totalen Überwachung noch als Vision der Ferne Zukunft schildert, Orwells 1984, das uns als Alptraum galt, bis es zur Unterhaltung wurde, die alle amüsiert, zumindest die Masse wohl, glauben wir den Quoten dieses Irrsinns, der offenbart, warum die NSA und der britische Geheimdienst mit ihrer totalen Überwachung, die über Google auch in unseren Feuermeldern sitzt, unter anderem, uns über unsere Telefone und Rechner anschaut, niemanden mehr stören.

Es wird sich amüsiert an der geistlosen Beobachtung anderer bei ebenso höchst geistloser Tätigkeit und dabei macht es nichts, wenn du selbst so beobachtet wirst, du schaust ja auch zu und also was soll es, ist doch lustig und im übrigen real. Wer Big Brother schaut und sich darüber amüsiert, macht sich damit zum Befürworter der totalen Überwachung, verharmlost eine dramatische Situation und wer dem in den Medien Raum gibt, handelt als Mittäter der Überwacher - bei BILD wundert das nun niemand und beim Spiegel, der sich in Stürmer auch umbenennen könnte, nach der einseitigen Berichterstattung zu MH17 und der Krise um die Ukraine, auch nicht mehr.

Das Containervolk ist ein Haufen von Idioten, der sich unterhaltsam weichspülen lässt mit dem Skandal, der ihnen keiner mehr ist, sondern eben ganz normal. Angesprochen auf das unglaubliche sind sich die Zuschauer sicher, es ginge ja nur um Unterhaltung, die seien ja freiwillig da, bekämen viel Geld dafür und so wäre doch alles nur lustig.

Wundert sich wer, wie schnell die Welle der Empörung im Nichts verebbte, als klar wurde, die NSA und künfitg auch der BND schneiden möglichst das gesamte Internet mit, die totale Beobachtung ist keine ferne Horrorvision sondern längst Realität und NSA Mitarbeiter schauen sich zum Spaß, als quasi Porno den Sex anderer an, die nichts davon ahnen.

Gut, nun kann keiner mehr sagen, er ahnte nichts davon, beobachtet zu werden, wir wissen es alle, Snowden sei Dank und Putin, der ihm Asyl gewährt ein Lob -  aber ändert sich etwas?

Nein, diese idiotischen Sendungen haben die letzten Reste von Widerstand aus dem Hirn ihres Publikums gespült, das gerne im Freizeitpark lebte und sich bestens unterhalten fühlt, selbst mal Beobachter zu sein, da macht es auch nichts, eigentlich selbst ein Leben im Container zu verbringen. Außerdem ist das ja Spaß und was die Geheimdienste tun, soll der Sicherheit dienen - unklar ist nur welcher Sicherheit.

Beobachtung hat nachweislich nie die Sicherheit erhöht, kein Attentat verhindert, nur die Menschen durchsichtiger und damit kontrollierbar gemacht. Es ist ein schmaler Grat zwischen Erleichterung des Alltags durch Computer, Unterhaltung und der Aufgabe wichtiger Grundrechte. Big Brother, diese hirnlose Sendung für geistig offenbar Unterprivilegierte hat die Massen erreicht. Es ist normal geworden, was hier geschieht, keinen kümmert es, wer Zeit und Lust hat schaut zu, ist ja nur Spaß und das andere dient nur der Sicherheit und was es bedeutet vollständig beobachtet und kontrolliert zu sein, wird den Menschen erst klar, wenn die Unbequemlichkeit im Alltag spürbar wird.

Das Volk fühlt sich denen in den Containern verwandt, kein Grund zur Aufregung also, Ball flach halten und nicht alle, die es schauen, können so blöd sein, wie es scheint, aber es gibt auch keinen Beweis für das Gegenteil, leider. Wie lebte sich, wenn tatsächlich eine Mehrheit so blöd wäre, dies gut zu finden und normal, nicht bemerkte, wozu sie damit benutzt werden, frage ich mich, der ich ohne Fernseher lebe. Aber will ich das wirklich wissen oder lebe ich lieber weiter mit der Illusion, es wäre alles nicht so schlimm, jeder Mensch hätte die Chance, sich zu bilden, kritisch zu denken - auch wenn langsam offensichtlich wird, der größte Teil hat daran weder Interesse noch wird er sich je darum bemühen.

Wenn ich also annehme, die Leute, die das schauen, wären zu kritischem Denken fähig, frage ich mich, warum und wie sie so etwas schauen können, ohne dass ihnen die Parallele zur NSA und anderen Diensten auffällt. Studien zum Thema haben leider immer wieder bewiesen, von denen, die öffentlich zugeben, dies zu sehen, hat nahezu keiner ein kritisches Bewusstsein der Situation. Die Antworten gleichen sich immer - wieso, ist doch nur Spaß, soll doch unterhalten, ist doch voll witzig, die bekommen doch Geld dafür. Die Gegenfrage, ob es ihnen nicht komisch vorkommt, dass die NSA und andere Dienste, es bei ihnen Zuhause genauso machten oder zumindest jederzeit könnten, so sie auffielen, wird, wo sie noch verstanden wird, was weniger mit der Haarfarbe zu tun hat als scheinbar mit der Zahl der Farben im Haar, meist irritiert mit, ach bei mir gibt es doch nichts zu schauen, beantwortet. Gelegentlich auch mit einem, na dann leben wir halt alle im Container, gefolgt von so etwas wie Lachen, sollte wohl komisch sein. Kaum einer der Befragten, die selber diese Sendung sahen oder es zugaben, hatte ein kritisches Bewusstsein zum Zusammenhang mit der Tätigkeit der NSA und der Verharmlosung infolge - wo es ihnen zu erklären versucht wurde, reagierte der größte Teil genervt, hörte nicht mehr zu oder wandte sich ab.

Es ist kein kritisches Bewusstsein bei der Mehrheit erkennbar. Anders verhält es sich bei einer kleinen Gruppe, die schon vorher kritisch dachten, aber auch unter diesen ist der Anteil derer, die einen Zusammenhang sehen, verschwindend gering.

Studien sind die Huren, derer die ihre Fragen stellen, sie sind das Gegenteil von kritischem Bewusstsein sondern wollen durch große Zahlen verbindliche Aussagen herstellen. Nuancen der Veränderung in der Bewertung oder Fragestellung können ein Ergebnis umkehren. Die Meinung, die sich jemand bildet, hängt zusätzlich vom Grad der Vorbildung und der zugänglichen Information ab. Nichts spricht dafür, dass es hier einen tauglichen Durchschnitt gibt, dennoch wird er gebildet, um ihn mehrheitsfähig zu machen. Die Statistik ist neben der berieselnden medialen Unterhaltung der zweite wichtige Baustein kollektiver Verblödung - wir passen uns der Masse mehr an, als sie sich uns und fügen uns so den Moden, dem Gesetz der großen Zahlen und wer es außergewöhnlich mutig in einem Bereich schafft, sich über die Mode hinwegzusetzen, eigenes trägt oder sich auffällig verhält, wird sich dafür in anderen um so angepasster verhalten, weil ja eine Auffälligkeit genügt im Leben, was alles besondere im breiten Durchschnitt je nach seiner Auswahl verschwinden lässt.

So verhält es sich beim Massenphänomen Big Brother, das ein Skandal ist, eine Entwürdigung und Verharmlosung, eine kollektive Verblödung und Ausdruck größter Stumpfsinnigkeit - aber was soll ich sagen, selbst wenn es ein Zuschauer liest, bis hierhin kommt, in der Masse verschwinden auch die kritischen Töne und die kritische Masse, die diese widerliche unmenschliche Containersendung im Interesse der Verharmlosung der normalen geheimdienstlichen Tätigkeit, bemerken ließe - es interessiert schlicht keine Sau, ist Unterhaltung, längst normal, wie eben überall abgehört zu werden, wenn nötig oder gefährlich und manchmal werden noch Witze darüber gemacht, dass ja immer wer mithört und die NSA oder der BND gegrüßt und es scheint als begriffe keiner, was es bedeutet in einer solchen Gesellschaft zu leben.

Warum ich soviel klüger sein sollte, als all die anderen, die sich nur unterhalten lassen und sich gut amüsieren dabei, weiß ich auch nicht. Wie es mein Glück mehren soll, ist noch unklarer, es auszublenden, fällt leider dennoch schwer und daher bleibt die Frage bestehen, wie soll sich ein Volk gegen die Überwachung wehren und für die Freiheit kämpfen, das kein Problem damit hat, sich an der unwürdigen eben Big Brother Beobachtung anderer zu ergötzen. Das ist die eigentlich schlimme Diagnose, die auf die Erkenntnis folgt, es bringt nichts, sich über die Dummheit der anderen aufzuregen, vor allem, ohne zu wissen, ob die eigene Fähigkeit zur Erkenntnis größer ist - es wird sich nichts ändern, weil die Leute ihren Spaß haben und nichts ändern wollen.

Big Brother ist ein Abbild des normierten Containervolkes, das sich auf einer Ebene unterhalten lässt, die gerade jetzt, jeden kritisch denkenden Menschen empören müsste, würde es etwas bringen, sich aufzuregen, wäre die Masse der Idioten nicht schon so groß, dass die kleinen Aufreger dahinter verschwinden. Im Ergebnis neige ich also, so sehr es mir missfällt, immer mehr dazu, zu sagen, lass sie doch und ziehe dich zurück, vielleicht finden sich ja noch Gleichgesinnte, die es ähnlich sehen und für die das alles nicht normal ist - momentan gehen sie in der schieren Masse der Idioten unter und dafür lohnt es sich nicht, viel Stimme oder Zeit zu opfern - eine also Kapitulation der Aufklärung vor der schieren Masse der Blödheit - welch Perspektive für unsere Zukunft, aber das ist eben im medialen Zeitalter das Gesetz der großen Zahlen.
jt 15.8.14

Morgenandacht 0095

Ein wenig grau von oben beginnt Berlin
Den Freitag in angenehm frischer Luft
Als käme schon ein wenig der geliebte
Herbst in den noch Sommer herüber
Was die bedeckte Aussicht noch
Schöner macht als gedeckte Farben
Ohnehin sind ist die Stimmung damit
Passend zu den Worten der Witwe
Von Robin Williams die noch bestätigen
Da hat sich einer ganz bewusst nüchtern
Selbst getötet um dem Verfall eben
Vorzugreifen der ihn bereits ergriffen
Der unaufhaltsam war und sein Leiden
Nur verlängert hätte und tat es nüchtern
Bewusst also und muss nicht nun
Durch die Religion der Psychologie
Wieder krank geredet werden als
Depressiv oder nicht Herr seiner Sinne
Mit Lukrez im Sinn hoffe ich immer
Wie die beiden stark genug zu sein
Zu gehen wenn es Zeit ist und bevor
Es zu spät ist selbst zu entscheiden
Das ist gut und schön und zeigt uns
Auf die Tische zu steigen hat etwas
Von Freiheit über sich und er hat sie
Solange er konnte noch genutzt
Kann das nur bewundern
Ihm Respekt zollen
Davon lernen um aufmerksam zu sein
Wann es Zeit ist zu gehen
Hoffentlich zufrieden mit einem
Lächeln über was war
jt 15.8.14

Nachtgedanken 0016

Während die Stadt noch sich feiert
Ist es in den Hinterhöfen friedlich
An den bekannten Orten stehen
Die Nutten sich die Beine in hohen
Schuhen in den Bauch auf der Suche
Nach Freiern mit denen sie dann
Für ihre Dienste in Parks oder Zimmer
Mal eben verschwinden wenn eine
Weg ist nimmt die nächste ihren Platz
Es scheint als sei der Vorrat an Huren
Unerschöpflich und es scheint sich
Zu lohnen sonst gäbe es sie nicht
Ob es sich für sie lohnt ist unsicher
Wie ihr Job überhaupt gefährlich
Immer wieder ist aber nun will sie
Der Staat beschützen und streitet sich
Nur noch was davon wichtig sei
Vielleicht wäre es besser sie wie
Jeden Arbeitnehmer zu schützen
Den Luden das Handwerk zu legen
Damit sie für ihre Arbeit bezahlt werden
Statt diese ständig moralisch noch
Beurteilen zu wollen was selten noch
Zu ihrem Schutz beitrug und so gehört
Der bezahlte Sex zum Leben wie Bäcker
Oder die Straßenreinigung egal wie
Wir moralisch darüber denken denn
Es spricht ja auch keiner davon
Die Ehe verbieten zu wollen
Weniger Moral und mehr Freiheit
Für die Huren wäre der erste Schritt
Sie verkaufen nur ihren Körper
Die Moral macht es nur schwer
jt 15.8.14

Donnerstag, 14. August 2014

Deutschlandmonopole Uber alles

Erst scheitert Hamburg dann läuft Berlin
Mal wieder hinterher in den Verbotssumpf
Etwas funktioniert gut weil günstiger
Gefährdet dadurch alte Monopole
Da greift der Überwacherstaat ein
Verbietet mal eben eine Firma
Mitten in einem Prozess den die
Bisherigen Monopolisten führen
Greift damit politisch als Exekutive
In ein Verfahren der Judikative ein
Egal was nun von Uber zu halten ist
Ob sie genug Sicherheit gewähren
Oder dies fragwürdig sein könnte
Ist es eine dreiste Unverschämtheit
Wenn die Exekutive so der Judikative
Vorgreift obwohl ein anderes Gericht
Gerade gegenteilig entschied
Greift die Verwaltung ein und entscheidet
Verursacht damit womöglich so sich
Die Hamburger Entscheidung bestätigt
Wofür viel spricht hohe Forderungen auf
Schadensersatz für ein unnötiges
Politisches Bekenntnis das nichts bringt
Außer die Bestätigung das dieser Staat
Die Monopole bewacht nicht immer
Zugunsten der Bürger und zu oft
Leider zu ihrem Schaden
Statt wie geboten abzuwarten
Wie die Gerichte entscheiden
Um danach das politisch mögliche
In Ruhe auszuloten als sei hier
Gefahr im Verzug und immer mehr
Wäre es wünschenswert
Entscheidungsträger für ihre teuren
Fehler endlich haften zu lassen
Vielleicht achten sie dann die Freiheit
Wieder mehr die sie zu schnell
Einfach durch Verbote beschränken
jt 14.8.14

Hilfskrieg

Nun ist auch die Bundeswehr aktiv, im Irak im Hilfskrieg der USA nur um Schutze der Bevölkerung natürlich, erstmal, auch wenn Waffenlieferungen nicht mehr ausgeschlossen sind zugunsten der Kurden wie der Jesiden und der Christen, also der in diesem Konflikt Guten, die jahrelang, zumindest die Kurden, hier Parier waren, nun sogar in ihrer Autonomie unterstützt werden und alles sieht danach aus, als könnte es ein gerechter Krieg sein, um Menschen zu retten, weil wir die Bösen klar benannt haben.

Dummerweise zerfällt der Staat, auf dessen Gebiet der Krieg stellvertretend geführt wird, nebenbei im inneren Machtkampf, hat der NATO Partner Türkei Angst vor zu starken Kurden, wie er ISIS vorher unterstützte, nun aber seine Grenze bedroht sieht durch die wohl fanatischen Gotteskrieger. Sogar für ein Bündnis mit dem vorher gebannten Iran besteht eine gewisse Aussicht, natürlich nur zum Schutz der Flüchtlinge in der Region.

Waffen in Krisenregionen sind noch umstritten, aber die Hemmschwelle sinkt, beim Anblick leidender Menschen ist alles erlaubt und nun wird die BRD doch Kriegspartei im Irak. Was aus humanitären Gründen richtig erscheint bleibt ein Krieg, der mehr Krieg verursacht, keine Aussicht  hat und keinen Plan für ein danach, es ist Nothilfe im Hauruckverfahren, um schlimmstes zu verhindern, auch wenn unklar ist, was besser werden soll und was am Ende das Ziel sein soll, wie die Region von wem geordnet wird.

Deutsche Waffen aus dem krisenfreien Saudi Arabien kämpfen für die ihm verbrüderte IS im Irak gegen Deutsche Waffen in der Krisenregion Kurdistan und die Hemmschwelle zum Kriegseinsatz wird koninuierlich gesenk,t während die ukrainische Armee das Zentrum von Doneszk auch mit europäischer Unterstützung mit Raketen beschießt, für eine humanitäre Katastrophe sorgt, streiten sich gute Menschen, was  erlaubt sein darf in Krisenregionen.

Kein Krieg bringt Frieden, aber kein Krieg lässt das Sterben noch weiter gehen, schrecklichste Ausmaße annehmen. Wer Frieden dort unten will, muss intervenieren, wer interveniert muss dableiben, Soldaten in der Region stationieren, einen Rechtsstaat aufbauen und darf erst gehen, wenn die Verhältnisse dort stabil sind, es Sicherheit und Ordnung für alle Menschen dort gibt, alles andere, dass zeigt die Flucht Amerikas, führt nur in immer mehr Chaos. Genau wie ein Einsatz ohne Plan und Ziel, wie er gerade beginnt in der Tradition des amerikanischen Aktionismus.

Wer die Region geopolitisch befrieden will, um die Menschen zu schützen, muss Präsenz zeigen, nicht nur Waffen liefern, die den Krieg am Laufen halten, sondern eine Perspektive entwickeln, die nach einem Sieg die Wiederherstellung einer Ordnung ermöglicht. Ob uns dieser Konflikt etwas angeht, die Menschen dort es unter sich ausmachen sollten, weil mehr Krieg und Beteiligung am Krieg nur zu einer Verlängerung und grausamen Erweiterung des Krieges führt, ist weder diskutiert, noch gibt es eine Perspektive. Wir wollen einfach helfen und nicht wieder den moralischen Reinfall wie in Libyen erleben, wo mehr oder weniger ohne deutsche Waffen der Sturz ins Chaos begann.

Wir müssen leider ehrlich sein, wir können nicht helfen, wenn wir nicht eingreifen wollen. Wir dürfen nur eingreifen, wenn wir es wagen, es blutig zu Ende zu bringen, denn die amerikanische Politik des regionalen Chaos nach ihren Wild West Kriegen hat genau das hinterlassen, was jetzt bekämpft werden soll. Nicht Russland bringt uns gerade nahe an den Weltkrieg mit seiner vermutlich Unterstützung der Rebellen sondern die USA mit den Folgen eines unverantwortlichen Interventionismus. Wer einen Krieg führt, muss die Verantwortung für den Frieden übernehmen, sonst ist jeder begonnene Krieg ein Verbrechen und die Unterstützung weiterer Kriege eine Potenzierung dieser Verbrechen. Der Hilfskrieg im Irak ist ein Teil einer globalen Katastrophe der Folgen des Interventionismus. Wenn wir uns raushalten wollen, sollten wir es tun, wenn wir uns dort weiter engagieren und also auch weiter Waffen an die Saudis verkaufen, ist die Folge, dass wir mit unseren Waffen gegen unsere Waffen Krieg führen, was die deutsche Wirtschaft freut, die beide Seiten dann indirekt zumindest beliefern darf, ein quasi perpetuum mobile westlichen Wohlstandes - wir liefern beiden Seiten Waffen, um sich totzuschießen, daran verdient die deutsche Industrie, die mit ihren Steuergeldern dann die neuen nur Hilfswaffenlieferungen an die nächsten Opfer finanziert.

Wer das Leid der Hunderttausende dort sieht, kann nicht unbeteiligt bleiben - wer aber sich beteiligt, steht in der Pflicht für die es keine rechtliche Grundlage gibt. Jede UN Resolution ist im Nationalstaat, solange wir ihn anerkennen nur eine relative Krücke.

Wäre ein laizistischer Kolonialismus für alle Krisenregionen der Welt wünschenswert, um den Menschen zu helfen?

Ausgeschlossen werden die guten Menschen schreien, wir sollen nur in der Not helfen, uns dann zurückziehen, bis zur nächsten Notsituation und nie Waffen in Krisengebiete liefern. Ohne eine Ordnung, die unseren Vorstellungen von Recht und Ordnung entspricht, wird es nie Aufschwung und Frieden geben. Die Alliierten haben die Bundesrepublik in diese Ordnung gezwungen als Sieger und quasi Kolonialmächte des 2. Weltkrieges. Amerika nun will sich raushalten aus dem Chaos, das es gestiftet hat und zündelt dafür weiter mit seiner Privatarmee in der Ukraine und gegen Russland.

Wie soll eine Region befriedet werden ohne Regierung, wie ein Eingriff je beendet werden, der bis jetzt nur Wasser auf heiße Steine gießt und sich über den Wasserdampf wundert?

Wer eingreifen will, weil es ein Gebot der Menschlichkeit wäre, Menschen zu retten, sie vor noch größerer Not zu bewahren, muss die Folgen zu Ende denken. Ein wieder nur halber Eingriff verstrickt uns nur tiefer in die Schuld dieser Region. Ein ganzer und konsequenter Eingriff scheint nur fraglich durchsetzbar. Dann wird es tote deutsche Soldaten geben. Viele Opfer auf beiden Seiten. Jahrelange Stationierung, wie sie wohl auch in Afghanistan nötig wäre, wollten wir dort Frieden sichern und uns nicht nur wieder aus der Verantwortung ziehen und wer ein wenig in die Geschichte schaut, wird feststellen, weder Afghanistan noch Kurdistan wurden je völlig von außen befriedet.

Bevor eine Regierung eingreift und einen Krieg beginnt, an dem nun plötzlich und im amerikanischen Hauruck teilgenommen wird, um zu retten, was zu retten ist, muss sie verpflichtet werden ein Ziel zu benennen und den Weg, den sie sich dazu vorstellt. Nothilfe mit Waffen ist kein Ziel sondern nur der indirekte Weg in den Krieg und wer wollte den Kurden, wenn sie sich nun erfolgreich verteidigen mit auch deutschen Waffen verwehren, sich ihren Traum zu erfüllen und einen einheitlichen Staat zu bilden, den ihre von Europa und der NATO aufgerüstete Armee dann bewacht?

Liefern wir nur Waffen, die nach dem begrenzten Konflikt zerfallen und sich in Luft auflösen - wollen wir Inspekteure schicken, sie wieder einzusammeln, bis zum nächsten Aufstand oder soll der NATO Partner Türkei nun alle Kurden bewachen, der vorher die IS nachweislich stärkte?

Dieser Hilfskrieg ist kein Hilfskrieg, es ist der erste Schritt in den nächsten großen Krieg, weil unsere Regierungschefs nicht feige daneben stehen wollen, wenn infolge des Versagens amerikanischer Politik das nächste Chaos weltweit ausbricht, zuerst regional, aber in einer Region, die diesen Konflikt über die ganze Levante schnell nach Europa trägt, von dem sich die Türkei der noch NATO Partner gerade wegwählte.

Wir stehen damit im Krieg und sind völlig planlos dabei. Keine Perspektive, keine Strategie, nur noch mehr Krisenherde auf denen europäische Waffen erfolgreich gegeneinander kämpfen. 

Es könnte eine Perspektive über einen Kurdenstaat geben, der aber den Widerspruch mindestens zweier Nachbarländer hervorrufen wird und ob dessen regionale Stabilisierung das drohende Chaos im Irak beseitigte, scheint mehr als fraglich, aber es wäre zumindest ein Ziel und ein Anker, der eine Perspektive böte, mehr als jetzt, wo es nur um Hilfe geht, die das Chaos ohne Entschiedenheit nur streckt. Zumindest Frankreichs Wirtschaft wird der staatlich geförderte Export von Waffen gut tun und damit Europa zentral stabilisieren.

Dieser Konflikt kann nicht von dem in Afghanistan gelöst werden. Der Zerfall des Irak nicht von dem Syriens, in das die Menschen gerade quasi vom Regen in die Traufe fliehen. Jordanien ist das nächste Ziel, der IS Kämpfer sollten sie sich in den Bergen verrennen, wird eine neue Front eröffnet, die bis auf den Golan führen kann, von wo aus die Jünger von ISIS dann die Brüder in Gaza unterstützen werden - es wird einem schwindlig, wenn wir weiter denken und überlegen, dass die die Überreste von Al Quaida und den einst von den Amerikanern gegen Rußland großgezogenen Afghanischen Widerstandskämpfer, die ihr Leben lang nichts als Krieg kennen, seit über 30 Jahren mit kurzen Unterbrechungen, sich nun mit den radikalen der ISIS verbünden und das große Reich planen, Pakistan im nächsten Handstreich holen wollen, um Atomwaffen zu haben und das alles, weil wir meinten, es sei klug regionale Rebellen gegen uns nicht mehr genehme Despoten zu stärken, die uns verglichen nun als Friedensfürsten scheinen müssen. Welche Rolle die Türkei dabei langfristig spielen wird, ist auch unklar, sofern das Kalifat, das auf scheinbar unerschöpfliche Quellen zurückgreift, immer stärker wird.

Es ist kein Hilfskrieg, es ist ein Krieg in den wir nun ziehen und wenn wir ihn nicht zu Ende kämpfen wollen, dann sollten wir uns schleunigst raushalten. Eine humanitäre Mission mitten im Krieg, in einem Feldzug fanatischer Gläubiger, die sich durch nichts aufhalten lassen, denen ihr Leben nichts wert ist, wird eine Katastrophe, wenn er nicht strategisch geplant wird und gemeinsam mit dem Willen eine Friedensordnung zu errichten geführt wird. Dazu braucht die NATO Russland als Partner und eine Friedenordnung in einem multireligiösen Gebiet für die Europäer kämpfen sollen, muss europäischen Grundsätzen entsprechen. Es ist schon Schande genug in Afghanistan das Leben europäischer Soldaten auf einem amerikanischen Rachefeldzug riskiert zu haben, der nur wieder mit der Einführung der Sharia endet.

Wer nicht den Mut hat, zu sagen, unsere Hilfe ist an unser Verständnis von Menschenrechten und Freiheit gebunden, sollte sich raushalten und dem Sterben von außen zu sehen, wenn wir ihnen keine alternative Ordnung anbieten können, in der Mädchen und Jungen zusammen in die Schule gehen und in der unsere Vorstellung von Staat gilt, halten wir uns besser raus.

Es ist grausam, was dort geschieht und es ist Schuld der USA, dass es dazu kam - aber wir können es nur ändern, wenn wir zu dem stehen, was unsere Freiheit ausmacht und den Aberglaube zur privaten Angelegenheit erklären.

Wir sind nicht im Hilfskrieg, wir sind im Krieg und werden jeden Tag mehr Partei - wenn Franzosen liefern, produzieren dabei deutsche Unternehmen viel mit und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch wir Waffen und mehr liefern, mit Soldaten vor Ort sind, Erst um unsere Soldaten zu verteidigen, dann auch die Kurden zu schützen und es wird bis dahin keinen Plan und keine Strategie geben, weil sich keiner traut, dieses Problem zu Ende zu denken. Wehren wir uns gegen den Krieg nebenbei.
jt 14.8.14