Mittwoch, 6. August 2014

Aberglaubensglücksgefahr

Wie sehr gefährdet der immer noch weit verbreitete Aberglaube an Götter oder die Existenz einer Seele, etwas jenseits des Menschen und andere wahnwitzige Ideen die Suche nach Glück und wie sehr haben sie der Menschheit bis jetzt geschadet, ist es Zeit für eine Revision?

Insofern es auch glückliche Gläubige gibt, vermutlich sogar rein numerisch derzeit mehr glückliche Gläubige als Ungläubige, beantwortet sich ein Teil der Frage schon statistisch. Es hindert die Gläubigen wohl nicht am Glück, umgekehrt definieren viele der egal welchem Aberglauben verfallenen ja ihr Glück durch ihren Aberglauben, wie absurd er den logisch denkenden Menschen auch immer scheinen mag.

Ob diese, da einer Illusion hingegeben, eben der von der Existenz Gottes, einer Seele oder anderer erfundener Dinge außer der Natur, wirklich glücklich sind, wäre noch die Frage, da sich ihr Glücksbewusstsein ja auf etwas irreales richtet. Dann stellte sich logisch im Anschluss die Frage, ob Glück an die Bedingung der bewussten Erkenntnis geknüpft ist oder dafür ein nur irgendwie Gefühl genügt.

Was dem Atheisten im religiösen noch absurd erscheinen mag, wird wohl für die meisten einleuchtend, soweit es um die Liebe geht, wir also die Liebe zu Göttern durch die zu einem anderen Menschen ersetzen. Dabei zeigt sich, wie wenig wichtig uns für das Glück in der Liebe ist, zu begreifen warum wir es tun und in welchem natürlichen Kontext von Hormonen und Wunsch nach Fortpflanzung es steht, wie wir nahezu bewusstlos genießen, was ist, weil die Liebe einfach wunderbar ist. Da religiöse Menschen von ihrer Liebe zu ihrem Gott oder Propheten sprechen, scheint hier kein Unterschied wirklich möglich bezüglich des genossenen Gefühls.

Wenn bezüglich des empfundenen Glücks aber kein Unterschied messbar oder feststellbar ist, egal, ob wir nun etwas zur Welt dazu erfinden, was es in der Natur nicht gibt, wie Götter, ihre Kinder oder Propheten oder einfach genießen, was ist, stellt sich die Frage, ob eine historisch kritische Betrachtung in Summa zu einer anderen Bilanz für die Religionen kommt oder nicht.

Die tödliche Bilanz der Religionen über die Jahrtausende fällt sehr negativ aus. Das Schwarzbuch der Religionen füllt mehr Leichen in der Geschichte als jede andere Ideologie, auch wenn wir so eigentlich eher religiöse, zumindest in vielem irrational dogmatische Bewegungen wie Nationalsozialismus und Kommunismus nicht dazu zählen, wofür allerdings viel spräche, trotz deren gegenteiliger Aussage ihrem System nach.

Die sie umbrachten machten sie nicht glücklicher, aber zumindest auch nicht unglücklicher aus atheistischer Hinsicht, da wer nicht mehr ist, weder leidet noch sich freut, einfach nicht mehr ist. Ob dies aus Sicht der Religionen, die sich ein Leben nach dem Leben phantasieren anders betrachtet werden muss, kann dahinstehen, da persönlicher Aberglaube nie einen sachlichen Beitrag zur Klärung sozialer Probleme leisten kann. Sicher machten sie viele Angehörige unglücklich, wenn auch vielleicht manche Erben glücklicher, wird die Gesammtbilanz der Tötungen durch die Gläubigen negativ in der Glücksbilanz wirken.

Ob nicht mehr oder genauso viele Menschen, dem Geist der Zeit entsprechend einfach von anderen Institutionen getötet worden wären, wird dabei nicht geklärt. Bezüglich der Hexen, um nur ein Beispiel zu bringen, zeigt eine nüchterne Bilanz der Urteile, dass die Inquisition wohl mehr Hexen rettete, als tötete, die Bilanz der öffentlichen Kommunen da weit negativer ist. Dennoch stellt noch kaum einer die Existenz öffentlich organisierter Gemeinwesen infrage, auch wenn ihnen der größere Teil der Grausamkeiten zufällt.

Dies sollte ein Plädoyer für die Freiheit und gegen den Aberglauben werden, der das Unglück mehrt und die Menschen auseinandertreibt - nur leider muss ich bekennen, außer historisch betrachtet, ist derzeit nicht erkennbar, wie der Aberglaube eklatant das Unglück gegenüber dem Glück mehrt - für die negativen und destruktiven Aussetzer wie etwa Hamas oder ISIS, die Taliban und andere Fanatiker, die ihren religiösen Wahn der Welt aufzwingen wollen, gibt es sehr kontruktive Beispiel in denen Gläubige statt ihren spirituellen Unsinn in die Welt zu blasen, tatkräftig menschlich helfen, konstruktiv wirken aufgrund ihres Glaubens, der ihnen die Hilfe für andere zur Aufgabe macht. Ob hier eine Bilanz im ganzen zu ungunsten des Glaubens ausfiele oder umgekehrt gerade mehr Gläubige Glück verbreiten, scheint weniger klar als eine nur Bilanzierung der destruktive Effekte bringt. Es zeigt sich, historisch kritisch betrachtet vielmehr, dass die Elemente von Gewalt und Grausamkeit nur auch religiös waren, primär sich aber mit der Ausübung von Macht verbanden und diese oft noch grausamer oder zumindest genauso grausam war, wenn die Religion an ihrem Handeln nicht beteiligt war.

Danach wäre das grausame Handeln der Religionen bis heute zwar kausal für viel Unglück gewesen, was dagegen spräche, dass Religion historisch die Menschen glücklicher machte, aber es ist nicht zu erkennen, ob die Menschen ohne Glauben weniger grausam gehandelt hätten oder vielleicht sogar noch grausamer und ob daran gemessen, also einer möglichen Neutralität der Grausamkeiten in der Glücksbilanz zwischen sonstigen staatlichen und religiösen Stellen, im Vergleich nicht sogar am Ende die konstruktiven Elemente überwogen haben.

Dies soll die Dummheit der katholischen Kirche im Mittelalter nicht verteidigen, die Prozesse gegen die Vernunft in Gestalt von Giordano Bruno und Galilei nie rechtfertigen, aber vielleicht den einseitigen Fokus verschieben, soweit es um das Ergebnis des mehr an Glück geht. So eindeutig negativ oder positiv hat sich historisch auf lange Sicht weder die Ablehnung des Glauben noch dessen Bejahung ausgewirkt. Es muss und sollte dem einzelnen überlassen werden, wie er das definiert, wie es dem Kulturkreis entspricht, was gefällt und glücklich macht.

Was glücklich macht, ist höchst individuell unterschiedlich aber Einigkeit besteht wohl darin, dass kaum sich glücklich nennt, wer sich dessen nicht bewusst ist, glücklich zu sein. Danach erhöht es die Chance glücklich zu sein, wenn wir bewusst danach streben. Ob dies vernünftig sein muss oder einer irgendwie vernünftigen Erklärung zugänglich, scheint nach obiger Betrachtung zur Liebe geklärt, egal, ob Glaube oder nicht, uns kann ein nur Gefühl zum scheinbar vollständigen Glück genügen.

Wenn es aber das Glück nicht logisch mehrt, vernünftig zu handeln, vielmehr großes Glück oft jenseits der Vernunft liegt, fragt sich, was im Sinne des größtmöglichen Wohles der größten Menge dafür spricht, noch aufgeklärt und vernünftig zu handeln und ob dies tatsächlich einen höheren Wert in der summarischen Glücksbilanz hat.

Den Betrachter und Autor dieser Zeilen,  als Jünger des Lukrez und Kants, macht die vernünftige Betrachtung glücklicher, scheint sie ihm in der Natur zu liegen und jede andere abwegig. Er kann jedoch nicht leugnen in Fragen der Liebe gelegentlich irrationalen Mustern zu folgen, die sich nahezu jeder Erklärung bis jetzt entziehen, so logisch sie scheinen mögen und hat dennoch gute Freunde, denen die Annahme eines Gottes als Urgrund Freude macht und die dabei sehr gebildet glücklich sind.

In der Betrachtung scheint es mir nach vielen Kämpfen um Vernunft oder Unvernunft der Religion, um die Bilanz des Glückes mit oder ohne am Ende völlig logisch, jeden nach seiner Fasson selig werden zu lassen, auch wenn es nicht schadet, einem religiösen Selbstverständnis im Alltag klare Grenzen zu ziehen, scheint inzwischen der Frieden und das persönliche Glück aller Beteiligten mir wichtiger im Einzelfall als die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, Aberglaube nutzt oder schadet.

Nur eine Sache scheint noch immer des Kampfes wert und sollte im demokratischen Rechtsstaat selbstverständlich werden. Kinder sind von aller Religion zu verschonen. Jeder Ritus, der eine religiöse Bindung von Minderjährigen bedeutet, ist zu verbieten, die Taufe wie die Beschneidung, die Konfirmation wie Kommunion und Firmung. Wer sich mit 18 für egal welchen Aberglauben entscheidet, vielleicht auch weil die Erziehung der Eltern Früchte trägt - wer wollte dies verbieten? - soll dies tun und sich beschneiden, kastrieren, bestäuben lasen, wie es ihm oder ihr gefällt, aber bis dahin muss jeder Mensch die Chance haben, sich frei zu entwickeln, dies muss so selbstverständlich werden wie ein Verbot der Kinderarbeit, ein Gebot der Schule und der Freiheit des Menschen überhaupt.

Es gibt keine Freiheit der Eltern über ihre Kinder zu herrschen und ihnen einen Glauben aufzudrängen, aber es gibt eine Freiheit der Kinder, dies erst entscheiden zu müssen, wenn sie 18 sind und jeder vorige körperliche Eingriff oder jede geistige Beeinflussung in diesem Sinne, ist zu verbieten. Keine konfessionellen Schulen und keine Religion für Kinder, damit sich nur Menschen im Vollbewusstsin ihrer Vernunft oder ihres Gefühls für das eine oder andere entscheiden. Ansonsten möge jeder mit dem glücklich werden, was gefällt und keine Sekte sollte vom Staat privilegiert werden, was unwahrscheinlich ist bis jetzt, da immer die gerade herrschenden Sekten, sich mit der Macht arrangierten, sich deren Herrschaftsinteressen konform anpasste, ein gutes Instrument der Entmündigung waren und sind, sogar aus voller Glaubensüberzeugung, sich hinzugeben für das Große des Staates.

Fraglich, ob sich der Autor in den letzten beiden Absätzen nicht nur um die Durchsetzung persönlicher Interessen unter dem Deckmantel der Aufklärung bemüht und wie dies hinsichtlich der grundsätzlichen Bewertung der These für die Glücksbilanz wirkt, um die es ja am Ende nur geht.

Den Kindern Freiheit zu schenken, wirkt sich positiv auf ihre Glücksbilanz aus, sie von allen religiösen Zwängen zu befreien auch. Fraglich ob der dazu teilweise nötige Bruch mit der Tradition der Eltern, sie nicht in der Familie isoliert oder ob dies Risiko durch den Zugewinn an Freiheit wieder ausgeglichen wird. Da Kinder ohnehin auch in ihrer eigenen Welt leben, die sich nur soweit gefordert an die der Erwachsenen anschmiegt, diese teilweise immitiert, scheint die Gefahr der Isolation gegenüber dem Zugewinn an Freiheit deutlich zu überwiegen.

Insofern Kinder die Zukunft gestalten, wird das Glück kindlicher Freiheit die Zukunft prägen - wer die Freiheit sichern und ihr einen Wert geben will, muss sie den Kindern geben, damit sie weiter wirkt. Insofern überwiegt der Wunsch nach einer Zukunft in größtmöglicher Freiheit alle Wünsche nach dem Erhalt atavistischer Traditionen wie Beschneidung, Taufe oder Religionsunterricht für Kinder. Dies insbesondere, da das Bekenntnis der Kinder zu einer Religion, zu der sie als Babys zurechtgeschnitten oder befeuchtet wurden und die ihnen schon vorab serviert wurde, immer nur ein dummes ist, nie ein aktives, da es keine Entscheidung dafür gibt.

Wer Kinder liebt, wird sie in Freiheit aufwachsen sehen wollen, Kinderarbeit verhindern und ihnen Bildung gönnen. Jede Tradition, die damit bricht und Kinder zwingt oder unterdrückt, verdient keinen Respekt, sollte unterdrückt werden, um nur das überleben zu lassen, was die Chance des Glücks nicht hindert. Die Religion gleicht so gesehen Kindern gegenüber dem erregten männlichen Glied. Es ist gut, dass es dieses gibt, es ist ganz natürlich und es dient einem guten, natürlichen Zweck, aber es ist auch völlig natürlich und gut, dieses Kindern gegenüber nicht seinem Zweck entsprechend zu benutzen. Dafür sind sie noch nicht reif und das braucht seine Zeit, bis sie es von alleine entdecken, darum ist Pädophilie ein Delikt und wird wie eine Krankheit behandelt. Es gibt keine natürliche, gute Lust im sexuellen von Erwachsenen auf Kinder. Genauso verhält es sich mit der Religion. Es ist gut, dass es sie gibt, für die, die an sie glauben und die es glücklich macht, aber sie hat nichts vor Kindern verloren, die sich erst ein Bild von der Natur machen sollen, um zu erkennen, was ist.

Es ist also abschließend nicht ersichtlich, ob der Aberglaube oder der Atheismus die Menschen glücklicher macht in Summa. Deutlich ist nur, dass es die Menschheit unglücklicher macht, Kinder zu etwas zu zwingen, es der Zukunft schadet und wir jeden nach seiner Fasson selig werden lassen sollen, nur der Religionsunterrischt als konfessioneller ebenso wie Taufe und Beschneidung genauso verboten gehören wie die Kinderarbeit und es das gleiche Selbstverständnis erlangen muss. Im übrigen der geistige Mißbrauch von Kindern zu religiösen Zwecken nichts anderes ist als Pädophilie und deshalb dringend zu bekämpfen. Eine wunderbare Bestätigung dieser Sicht liefern die Kirchen durch die verzögerte Aufdeckung der Fälle von realem Missbrauch der letzten Jahre. Machen wir uns einfach klar, Religion und Sex sind Kindern gegenüber dasselbe.  Sie dürfen wissen, dass es so etwas gibt, gehören aufgeklärt, aber sollen ihre Erfahrungen selbst machen, wenn sie alt genug sind. So wie Bordelle und Pornokinos erst ab 18 zugelassen sind, sollte dies auch für alle Religion gelten.
jt 6.8.14


Von oben

Von oben betrachtet bist du nur teilweise
Zu sehen und doch erkenne ich dich
Sofort an deinem Rundungen die sich
Mir sonst entgegen erheben und träume
Davon sie rundum zu umkreisen beim
Dir nahe sein auch wenn ich dich nur
Teilweise erkenne du es gar nicht bist
Sehe ich dich in ihr weil ich immer
An dich denke wäre wohl gelogen
Was ist schon immer kitschig noch dazu
Nun hör mal auf würdest du sagen
Dann mach ich das und doch ist es so
Auch von oben betrachtet bist du es
Mehr nicht
jt 6.8.14

Dienstag, 5. August 2014

GeRECHTigkeitsdefizit

Die Empörung der Gerechten ist wieder groß, wo sich das Gericht zu München mit dem Milliardär Ecclestone im Verfahren auf Einstellung gegen Zahlung einer Millionensumme einigte und besonders laut empören sich mal wieder diejenigen, die m wenigsten Ahnung haben, wie die meisten Prozesse enden und warum es besser ist, sich zu einigen, als einen zu verurteilen und einzusperren, wie im Fall Hoeneß, was eben nie der Gerechtigkeit dient, sondern nur der Schaffung eines kriminellen Umfeldes und unnötige Kosten verursacht, ein atavistischer Ritus einer in zu vielem noch rückständigen Gesellschaft ist.

Eingesperrt oder weggeschlossen werden sollten nur Personen, von denen eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Alles andere stellt eine Form staatlicher Rachsucht zu hohem Preis mit schlechtem Ergebnis dar. Es wäre völlig unsinnig einen 83jährigen Mann einzusperren, sein Lebenswerek zu gefährden, an dem viele hängen. Dagegen kann es sehr sinnvoll sein, einen kleinen Kriminellen, der nur ein Tausendstel des hier strittigen Betrages betrogen oder ergaunert hatte, durch eine harte Strafe aufzuschrecken und aus seinem Umfeld zu holen. Kriminologisch betrachtet.

Ob wir dem Staat zugestehen so schematisch über Menschen zu urteilen, wäre auch eine weitere Diskussion wert, trägt aber nicht zur Klärung bei, ob im Fall Ecclestone ein gerechter und guter Kompromiss gefunden wurde, oder die Auflage zur Einstellung des Verfahrens wegen Bestechlichkeit eine neue Form der eben dieser darstellt. Bestechlichkeit wäre nur relevant, wenn den Richtern oder anderen Beteiligten des Verfahrens die hohe Summe persönlich zugute käme. Davon kann nicht aussgegangen werden, im Gegenteil wird gerade bei einer so spektakulär hohen Summe die offene Verwendung solcher Gelder im Justizwesen noch besser dokumentiert werden, die Gefahr direkter Bestechlichkeit ist in diesem Fall sehr gering. Es handelt sich bei der Einstellung nach §153a StPO um ein übliches Verfahren, das Armen wie Reichen nach ihren Möglichkeiten offensteht und natürlich ist es wie überall im Leben, wer sehr viel hat, hat es in manchem leichter, und eine einverständliche Lösung vor Gericht, ein Kompromiß also, ist immer besser als eine Verurteilung.

Es wäre bei einem Urteil der Täter als Ganzes zu beurteilen gewesen, wie rückfallgefährdet er ist, welche kriminelle Gefahr künftig von ihm ausgeht und welchen Nutzen es bringt, ihn einzusperren. Danach zeigt sich, dass die Verurteilung zu einer Haftstrafe in den meisten der relavanten Promifälle völlig überflüssig ist und weder zur Gerechtigkeit beiträgt, noch den Schaden behebt. Dummerweise haben oberste deutsche Gerichte festgeschrieben, dass ab einer bestimmten Summe einer Steuerhinterziehung eine Haftstrafe erfolgen muss.

Diese ist in diesen Fällen noch sinnloser als im kleinkriminellen Milieu. Welchen Schaden richtete ein Ecclestone im Gefängnis an, welchen, wenn er nicht sitzt, welchen produktiven Nutzen erstellt er. Dies zeigt, wie im Fall des früheren Bauunternehmers Schneider, es beruhigt zwar den dummen Plebs scheinbar, der von parallel dummen Medien aufgehetzt wurde mit Sprüchen von Gerechtigkeit, um die es nie geht, aber es ändert nichts, wenn wir Menschen einsperren, noch dazu welche, die in ihrem Umfeld verankert sind und außerhalb der Haft viel produktiver den von ihnen etwa der Gesellschaft verursachten Schaden ausgleichen können.

Nach dem Strafrecht der Karolinger etwa wurden viele Taten mit einer Geldstrafe geahndet, auch Tötungsdelikte, was heute nicht vermittelbar wäre, da sogleich der Verdacht aufkäme, wer reich wäre, könnte sich Leben kaufen und diese ganze dümmliche Neiddebatte beschränkter Geister, wie im Fall Ecclestone. Aber dächten wir weiter, überlegten wir uns, dass der allergrößte Teil der Tötungsdelikte im Affekt und im näheren Umfeld geschieht, würde sich der Kiefer der Gerechtigkeitsfanatiker vielleicht schon wieder entspannen. Wer tot ist, ist tot, der hat nichts davon, ob einer eingesperrt ist oder nicht. Wer dadurch einen Schaden hat, soll diesen sehr großzügig beglichen bekommen und das könnte, dächten wir hier weiter und nicht über den Fall Ecclestone und die angebliche Bestechlichkeit der deutschen Justiz nach, zu mehr Gerechtigkeit führen, als dieses teure Wegsperren je tat, es sei denn die Gesellschaft muss vor betimmten Subjekten geschützt werden, aber das ist noch weniger Thema und doch ein wenig.

Vor Ecclestone dem Milliardär der Formel 1 muss niemand geschützt werden. Es wäre ärgerlich für ihn und sein Lebenswerk, würde er eingesperrt, aber es geht keinerlei Gefahr von ihm aus. Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass auf freiem Fuß in seiner Arbeit mehr Nutzen von ihm ausgeht als je Gefahr von ihm drohte, er produktiver weiter arbeitet als im Knast zu sitzen.

So gesehen bringt ein Deal, der ihn zu einer höheren Zahlung an den Staat verpflichtet, als es die deutsche Justiz in Verbindung mit einer Haftstrafe je durch ein Urteil sicher hätte erwirken können, dem deutschen Staat viel mehr als ein vermutlich teurerer weiterer Prozess mit ungewissem Ausgang und es besteht damit Einigkeit, der Streit ist beendet - wir nennen so etwas Rechtsfrieden - worin das Wort Frieden steckt, was doch immer besser und gerechter sein muss als ein nur Urteil.

Dennoch suggerieren auch Politiker, dies sei ungerecht, es verstoße gegen die Gleichheit, wenn sich einer mit viel Geld von der Strafe freikaufen könne, was wie nun gezeigt ja falsch ist im einen wie im anderen Sinne und noch dazu einen dummen Popullismus bedient, der behauptet, Gleichmacherei sei das Ziel der Strafjustiz, was es definitiv nicht ist und nicht sein darf. Hier gilt, dass auch der Angeklagte deutlich vor der Macht des Staates zu schützen ist und vielleicht macht es endlich deutlich, Gerechtigkeit trägt zwar das Wort Recht in seiner Mitte aber darum darf es nicht gehen im Strafprozeß, wo eben nur nach bestehendem Strafrecht geurteilt wird und nie nach Gerechtigkeitsempfinden, wie es die Nazis noch in ihren ideologischen Prozessen taten, es gesundes Volksempfinden nannten als Filter ihrer primitiven, kranken Ideologie, die massenkompatibel gemacht worden war. Genau das wollen wir nie wieder und aus gutem Grund, erschreckend nur, wie sich durch Medien und im Netz beim Volk, das scheinbar bei großen Zahlen aufhört kritisch zu denken, wenn es das überhaupt je tat, die Meinung durchgesetzt hat, hier kaufe sich einer frei, dies sei ungerecht, dabei ist es offensichtlich das genaue Gegenteil.

So werden die naiven Hörigen der Egalitätsdogmatiker zu Opfern ihres Mangels an kritischem Denken, denn fragten sie sich, wie sie in einem ähnlichen Falle beurteilt werden wollten, ob es nicht gerade in ihrem Fall nicht viel sinnvoller wäre auf Gefängnis zu verzichten und stattdessen finanziell verpflichtet zu werden.

Jeder Mensch ist des Denkens fähig und jeder der das ist, wird bemerken, dass es besser ist, jeden nach seiner Begabung zu beschäftigen, als ihn einzusperren, was nur Kosten verursacht, destruktiv ist, keinen Mehrwert schafft, sondern ein kriminelles Umfeld - Haft ist Mist und die Anmaßung deutscher Justiz teilweise so über andere urteilen zu dürfen, könnte genug empören - nicht im vorliegenden Fall, wo ein als sehr klug und vernünftig bekannter Richter die Einigung statt des Urteils suchte und nicht etwa weil er zu faul war ein Urteil zu schreiben, sondern weil damit eben allen Seiten besser gedient ist. Wer von Gerechtigkeit redet, sollte wissen, worum es geht. Aufklärung heißt Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit. Heute ist wieder so ein Tag an dem sich große Teile des deutschen Volkes kollektiv unmündig zeigen, statt vernünftig kritisch über die Dinge nachzudenken und erschreckend wird es, wenn politiker und manche Juristen diesem dummen populistischen Reflex noch nachgeben, statt sich über Gewinn und Frieden im Rechtsstaat zu freuen.

Teilweise wurde vorgebracht, es sei ungerecht, weil der zu bestochene Bänker zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, während der Mann dahinter, sich nun frei kaufe. Mit meiner Beurteilung dieser Einigung haben andere Fälle, die ungerecht sein mögen, nichts zu tun. Es ist also irrelevant.  Wir sollten uns jedoch bewusst sein, dass die kriminelle Energie eines Angestellten, der an seinen Profit nur denkt, logisch höher ist, als die eines Unternehmers, der sich auch um sein Unternehmen bemüht.

Es besteht in Deutschland auch und gerade nach der Einigung mit Ecclestone im Strafverfahren kein Gerechtigkeitsdefizit, im Gegenteil, aber wir könnten diese vernünftige Lösung nutzen, um kritisch über ein völlig überflüssiges atavistisches Strafsystem nachzudenken, in dem es noch viel zu viele alte Zöpfe gibt.
jt 5.8.14

Einstellung

Für 100000000 wurde
Das Verfahren eingestellt
Gegen Mr. Formel 1
Genannt Ecclestone
Woran wir merken
Acht Nullen genügen
Damit bayerische Justiz
Endgültig schweigt
Das ist viermal 00
Aber auch das ist nun egal
Pecunia non olet
Hat wer das zahlen kann
Nicht ohnehin zuviel
Bis jetzt gehabt
Nun etwas weniger
Alle glücklich
Amen
jt 5.8.14

Morgenglück

Welch Glück ist es
Am Morgen noch
Die Spuren des Glücks
Der Nacht im Licht
Wehen zu sehen
Sich zu erinnern wie sie
Zart über Träumen lagen
Sie zu verdecken
Sie zu erheben
Selbst ein Traum
Einander zu verführen
Wenn das darunter
Zum Traum an sich wird
Mehr oder weniger alles
Im noch nicht liegt
Bis wir Glück entblößt
Ganz teilen konnten
Ist die Erinnerung
Immer mehr
jt 5.8.14

Glücksentwicklung

Verschlungene Wege führen uns
Zum Glück wo wir es wagen ihnen
Weiter zu folgen und uns nicht mit
Dem Glück an der Freude des
Ersten Anblicks begnügen werden
Wir die Verschlingungen lösen
Müssen um Schönstes jenseits
Aller verwickelten Bänder erst
Zu offenbaren damit wir uns
Gelöst einander ganz nähern
Wozu uns schönste Verwicklung
Eben erst zärtlich reizte und so
Wird das Glück oft erst entwickelt
Ganz teilbar und doch nur halb
So schön ohne das vorab
Als Weg dorthin
jt 5.8.14

Annäherung an das Glück

Wenn wir uns dem Glück nähern
Scheint es uns noch schöner wo
Es noch ein wenig verborgen den
Traum vom irgendwann Zugriff
Aus dem Verborgenen wachsen
Lässt und uns in erster Annäherung
Nur noch ein Hauch trennt aber
Doch dieser Erregung genug ist
Ein Po ist ein Wunder der Natur
Ein bedeckter wird es noch mehr
Ein in der Bedeckung betonter
Wird zum doppelten Wunder
Wo von zarter Spitze umgeben
Um zu genießen was ist
Als sei es mehr als ein Po
jt 5.8.14

Von der Liebe zu dritt


Wenn drei sich lieben kommt
Meist einer zu kurz manchmal
Auch eine von dreien und wie
Selten nur hält der Traum vom
Glück ein Leben lang geteilt
Miteinander über das haben
Wollen eines jeden von allen
Wie schwer wird es erst wenn
Die erste Lust in einer wächst
Oder später in der anderen
Zu teilen was wir nie teilen
Lernten weil wir gewohnt sind
Familie als zwei mit Kindern
Uns immer zu träumen doch
Übersteigen manchmal doch
Die Gefühle den Rahmen von
Zweien völlig und es fragt sich
Ob es die Angst nicht genug
Für sich zu haben es ist die
Uns hindert das große Glück
Auch zu dritt zu teilen und wie
Wunderbar ist es wenn dies
Uns als Geschichte erzählt
In schönsten Bildern aus
Der Zeit der Weimarer Klassik
Von Schillers Liebe zu den
Geliebten Schwestern Lengefeld
Charlotte und Caroline und doch
So tragisch im Alltag scheitert
Weil wir zu oft meinen Liebe
Sei völliges Glück wo wir besitzen
Statt wo wir uns verschenken
Auch wenn sich alle drei zuerst
Jeweils den anderen opfern wollen
Treibt sie die Angst zu verlieren
Wieder auseinander und so bleiben
Die geliebten Schwestern
Ein Traum in Bildern
Den wir selten zu leben wagen
jt 5.8.14

Montag, 4. August 2014

Ausgekocht

Roland Koch hat ausgekocht
Als Ministerpräsident wie als
Vorstandschef im Baugewerbe
Wo seine Prognosen sowenig
Zutrafen wie bei den Wählern
Den er rückhaltlose Aufklärung
Versprach und sich verschwamm
In der Wirtschaft bestraft solche
Fehlkalkulationen die Börse
Sofort und gnadenlos
Er durfte noch Verantwortung
Einmal übernehmen und dann
Seinen Hut nehmen bei dem
Riesen Bilfinger & Berger
Vermutlich gut so
Abgefunden wird er
Hier wie vom Staat
Spannend wäre wenn sich
So mancher Politiker vorab
Erstmal in der Wirtschaft
Bewähren müsste bevor er
Leichtfertig Politik mit zuviel
Bürgergeld macht und wenn nun
Die Deutsche Bank bei ihrem
Ehemaligen Vorstandssprecher
Für seine Patzer beim Kirchuntergang
Regress nimmt könnte das ein
Gutes Beispiel für die Politik sein
Verantwortung mit Haftung zu verbinden
Frage mich nur wer dann noch in Berlin
Regierender werden will bis der
Endlose Flughafen steht
jt 4.8.14

Erzengelabrüstungskosten

Da schlägt der Erzengel mal wieder
Moralisch zu und hinterlässt nichts
Als eine Spur von Verwüstung wie
Verwirrung zum falschen Zeitpunkt
Der gerne große Vorsitzende Gabriel
Profiliert sich als Friedensengel
Stoppt einen bereits in Fertigung
Fast vollendeten Rüstungsauftrag
An die nun bösen Russen die noch
Kurz zuvor als zuverlässiger Partner
Hofiert für den Gefechtsstand den
Rheinmetall schon zu 90% geliefert
Die Russen bereits zu 100% bezahlt
Der vermutlich längst funktionsfähig
Nur zu hohen Schandesersatzforderungen
Aller Beteiligten führen wird aber nichts
An Frieden oder Sicherheit bringt
Der Dicke möchte sich nur gern
Als Friedensengel profilieren
Der Wirtschaft Schranken weisen
Nachdem es zuvor noch hieß
Dies sei eine Aufgabe der anderen
In den eigenen Reihen erntet er wohl
Für sein aufgeblasenes Heldentum
Nun den gebührenden Beifall aber
Außer teuer für die Bundesrepublik
Wird es wohl nichts werden
Abgesehen davon was diese
Voreilige Schädigung für lediglich
Politische Spielchen soll fragt sich
Wie jemanden der sich so auf Kosten
Des Steuerzahlers profilieren muss
Um die eigenen Reihen zu streicheln
Verantwortung gegeben werden kann
Vermutlich fehlt es in der SPD
An Köpfen die ihn ersetzen
Darum muss sich das Land nun
Im Alleingang einen Chaoten leisten
jt 4.8,14

Opferverständnis

Für Opfer Verständnis haben, ist gut und klingt erstmal sozial, das gilt für alle Opfer von Krieg. Wer darunter leidet ist ein Opfer, egal was war, denken wir gern, zeigen uns verständnisvoll aus der Ferne und entsetzt über die Bilder zerfetzter Kinder, die nun wirklich nichts dafür könnten. Nicht dafür im Krieg zu sterben, nicht dafür von ihren Eltern zum Sterben missbraucht zu werden, solllte dem so sein, wie leider zu oft gerade in Gaza, wo eine wie die Hamas mit Mehrheit regiert, die alle Juden vernichten will, sich für islamisches Recht einsetzt, was schon Terror genug wäre, auch wenn es Theorie bliebe, sie nicht real täglich versuchten Juden umzubringen, wie sie können, mit Raketen oder lebenden Bomben, dann können einem trotzdem die unschuldigen Opfer leid tun.

Nur fragt sich wer nachdenkt, ob noch jemand unschuldig ist, der sich mit dem Terror der Hamas solidarisiert und jemand nur Mitleid zeigen kann mit Opferverständnis, oder gleich Solidarität mitbringt. Dann sollte das naive Opferverständnis ein Ende haben, das nur den
Judenhass hier befeuert und endlich deutlich gesagt werden, warum viele in Gaza sterben, statt nur das. Dort begeht kein Staat einen Genozid, es verteidigt sich nur ein Rechtsstaat
gegen ein rassistisches Terrorregime, das noch dazu alle Mittel der Propaganda nutzt, um sich als Opfer zu gerieren, während aus dem Untergrund im Bündnis mit ISIS die Vernichtung Israels geplant wird, dazu die eigene Bevölkerung bewusst als Ziel und Opfer eingesetzt wird, statt sie zu schützen und dennoch tun einem die Opfer leid, egal ob unschuldig oder nicht, am Mitleid ändert sich auch nichts.

Spannender könnte daher die Frage sein, ob Opfer ist wer Täter ist und inwieweit der Mißbrauch des eigenen Lebens oder das der Kinder als Opfer bereits eine Tat ist. Schauen wir uns die Reaktionen in den westlichen Medien an und noch mehr in den weniger zensierten sozialen Medien, in denen es auch kein Mindestmaß an Intelligenz braucht, um zu schreiben, dann zeigt sich, wie erfolgreich der Kampf der Hamas war, Israel als Bösewicht darzustellen und ihre mittelalterliche, menschenfeindliche Ideologie und oft genug bewiesene Rücksichtlosigkeit, in den Hintergrund treten zu lassen, um Israel als Bösewicht, der Kinder mordet und zerfetzt darzustellen. Es findet fast nirgendwo mehr Erwähnung, dass die meisten Opfer entgegen der klaren vorherigen Androhung am Ort waren, teilweise als Ziel drapiert wurden, die sie schützenden Bunker auf Anweisung der Hamas nicht aufsuchten, da die Hamas für ihre Propaganda Opfer braucht, um den Level des Zorns hochzuhalten, die zahlreichen Bunker, missbraucht werden als Raketenlager zur Fortsetzung des Terrorkrieges durch die Täter des Mordes.

Naiv unterstützte der Westen die verlogene Hamas Regierung nach einigem Knurren weiter.  Das war der erste Fehler und der Beginn einer Katastrophe, die bis dato zu einem unverständlichen Propagandaerfolg der Hamas wurde. Erst wenn die Menschen in Gaza spüren, die Hamas isoliert uns vom Rest der Welt, mit denen wird niemand reden, werden sie sich von diesen Fanatikern abwenden und wo nicht, wäre es zu wünschen, Israel möge diesen winzigen Streifen Land endlich erobern,  das Gebiet unter seine Herrschaft stellen und dort rechtsstaatliche Bedingungen für alle Bewohner herstellen, wie sie die Palästinenser, die in Israel leben, selbstverständlich genießen. Es gibt keinen Grund dieses Terrorregime weiter zu unterstützen, weder finanziell, noch politisch, noch mit Opferverständnis, dem so gern gegebenen Mitleid. Es ist schlimm, wie schlecht es der Bevölkerung in Gaza geht, aber schlimmer noch ist, dass ihre Regierung dies bewusst riskiert und provoziert um ihre radikale Macht mit Gewalt auszubauen, eine islamische Solidarität um die Welt zu erschwindeln, die von der kollektiven Verlogenheit lebt.

Warum darf ein Faschist wie Erdogan, der die Taten Israels als noch schlimmer bewertete, als die der Nazis im Warschauer Ghetto, also die Ideologie vom Genozid verbreitet, in Deutschland gewählt werden. Dieser Typ gehört mit seiner unverstellten Hamas Solidarität angezeigt und die Unterstützung dieser antisemitisch islamischen Bewegung gehört verboten, wer sie unterstützt, sollte sich strafbar machen.

Aber nichts dergleichen. Wir kriechen mit Verständnis um unsere Migranten, wo sie sich nicht an die hier gültigen Spielregeln halten und der alte deutsche Antisemitsmus über den Stammtischen freut sich selig erwacht neuer Blüte, wie er wieder im Bündnis mit den Türken, gemeinsam Juden hassen kann. Es gibt Palästina Soli Demos, bei denen die kollektive Linke wieder ihre Ziele findet, sich Multikulti-menschlich fühlen darf, statt endlich eine klare Abgrenzung und Distanzierung von der Hamas zu fordern. Wer Israel einen Genozid vorwirft, sich öffentlich mit der Hamas solidaisiert, hat in diesem Land eigentlich nichts verloren oder sollte zumindest die volle Härte des Gesetzes spüren, um endlich der Demokratie in Palästina eine Chance zu geben.

Warum es einen autonomen Palästinenserstaat braucht, wenn diese sich wiederholt als unfähig erwiesen haben, einen solchen trotz Milliardenunterstützung aus dem Ausland friedlich und demokratisch zu führen, rechtsstaatliche Grundsätze einzuhalten, ist nicht ersichtlich. Sicher ist, den Palästinensern in Israel geht es besser, sie haben mehr Rechte und Gleichberechtigung und ob sie ihren privaten Aberglauben im Staat realisieren können, sollte der Welt egal sein, die versucht einen Frieden zu finden.

Verständnis für die Opfer zu haben heißt auch dahin zu schauen, wo sich ein offener Rechtsstaat gegen den doppelten Angriff fanatisch religiöser Terroristen unter seinen Nachbarn schützt. Niemand will einen Genozid an den Palästinensern in Israel, dass den Menschen dort, nachdem sie zehntausenden Bomben ausgesetzt waren, sie nie wissen, wer durch die Tunnel ins Land gelangte, um sich mit anderen und womöglich den eigenen Kindern in die Luft zu sprengen, irgendwann die Angst über die Vernunft wächst und sie sich entsprechend äußern, verwundert nicht, wenn wir sehen, dass ihre Nachbarn eine Terrortruppe mit Mehrheit wählen, welche die Vernichtung ihres Staates plant, sie ausrotten möchte und fleißig daran arbeitet, können wir noch froh sein, wie relativ schwach die radikalen Kräfte in Israel sind. Dennoch warnte Israel vor jedem Einsatz von Bomben die Bevölkerung rechtzeitig vor, dennoch transportierte es täglich Hilfsmittel in palästinensische Krankenhäuser und vieles mehr und all dies obwohl die Hamas viel schlimmer als dieser kleine reale Krieg, in dem sie mit Terror nur punktuell wenig erreicht, einen üblen Propagandafeldzug führt, der Israel und die Juden als Mörder darstellen soll und immer mehr Menschen auf diese rassistische Propaganda hereinfallen.

Dieser Propagandakrieg lebt vom hier Opferverständnis und der naiven Haltung der vermeintlich guten Menschen, die doch nur an die armen Kinder denken, nur helfen wollen und sich dazu gern belügen lassen, leicht die Tore zum latenten Antisemitismus in diesem Volk wieder öffnen und sich mit beschämender Naivität auf die Mühlen der Propaganda der Hamas begeben, meinen sie protestierten gegen israelischen Terror und für arme palästinensische Opfer, die einige der übelsten Antisemiten unter ihnen noch mit denen des Warschauer Getthos vergleicht, in dem es um Vernichtung ging, nie um Frieden.  Das ist der Sieg der Hamas in Europa, der viel gefährlicher ist, weil keiner davon spricht, welch asoziale Organisation dieser fanatisch religiöse Verein ist, sondern wie schlimm Israel wäre, das Opfer riskiert, um den Terror zu stoppen.

Es tun mir die Menschen leid, die Opfer des Krieges werden, nur solange wir bei kritischer Sicht davon ausgehen müssen, dass weit über 90% der Opfer solche sind, die um der erfolgreichen Propaganda der Hamas willen riskiert und provoziert wurden, sollte hier endlich deutlich werden, wer die grausamen Mörder sind, die Freiheit nur benutzen, ihre Ideologie und ihren Terror zu verbreiten. Es wird keinen Frieden im Nahen Osten geben, solange islamische Lügner sich hier mit Antisemiten in ihren Vorurteilen verbünden und dieser Propagandakrieg die Hamas stärkt und erfolgreich macht.

Opferverständnis ist gut, aber nur, wenn wir die Täter auch Täter nennen und den kritischen Blick behalten. Hüten wir uns weiter naiv einer religiösen Propaganda hinterherzulaufen, die auch die Lüge heiligt, solange sie dem Sieg des Propheten dient. Es wird mit einer islamischen Bewegung nie einen denmokratischen Rechtsstaat, nie Gleichberechtigung, noch ein an Aufklärung und Vernunft orientiertes Rechtssystem geben. Dies ist mit dieser Ideologie nicht kompatibel, auch dessen sollte sich bewusst sein, wer nun viel Verständnis für Opfer zeigt, die ihr Leben dem Propheten opfern - aus den fanatischen Worten des türkischen Ministerpräsidenten und schlimmstenfalls bald Präsidenten Erdogan gegenüber Israel schimmerte der wahre Kern islamischer Überzeugung, die sich von viel Hass nährt, mit der Lüge für den Glauben lebt und der jede Propaganda recht ist. Wenn Europa seine Werte noch irgendetwas wert sind, muss es nun klar an der Seite Israels stehen und von all seinen Bürgern ein Bekenntnis zu diesem Konsens fordern. Wer sich mit der Hamas solidarisiert, Erdogan wählt oder antisemitische Propaganda verbreitet, hat davon offensichtlich nichts verstanden und sollte ungestört dort leben dürfen, wo diese Propaganda herrscht, es gibt hier noch etwas an Menschlichkeit zu verteidigen und dazu sollten wir bereit sein, jenseits allen Abeglaubens und wie immer die Menschen ihre Götter gerade nennen.
jt 4.8.14

Über Liebesregeln

Wer fragt welche Regeln
In der Liebe immer gelten
Hat in der Regel nichts
Von der Liebe verstanden
Sicher ist nur wer nicht liebt
Sucht lieber Gründe dafür
Statt zu lieben was immer
Schöner wäre aber vielen
Vermutlich zu einfach ist
Darum erfinden Menschen
Lieber Götter die sie lehren
Wie sie wen zu lieben haben
Als ginge es mehr um haben
Wollen denn um schenken
Eins nur ist sicher wer nicht
Liebt was liebenswert ist
Weil seine Kultur es will
Hat weder noch
jt 4.8.14

Sonntag, 3. August 2014

Über die Lust an der Liebe

Warum macht die Liebe solche Lust
Oder lässt umgekehrt die Lust erst
Die Lust uns lieben weil wir mit ihr
Zu unserer Natur nur finden die
Eben liebend mehr bei sich ist
Oder ist die Liebe ohne Lust nicht
Viel mehr eine weil sie sich selbst
Genügt dem Anschein nach zumindest
Oder verschiebt sich da nur die je
Befriedigung auf eine andre Ebene
Sind wir vom Zustand des mehr
Verwirrt gerade wenn es ganz klar
Uns scheint nie anders sein kann
Bis sich wieder alles ändert
Beginnt und endet alles mit der Lust
Das Leben gleicht hier der Liebe
Manchmal nur wollen wir es trennen
Unklar ob dies unserer Natur entspricht
Kann es dahinstehen solange wir noch
Glücklich dabei voller Lust und Liebe
jt 3.8.14

Über die Liebe zu den Frauen


Verletzt und empfindlich schnell
Nachtragend und verletzend lang
Unterscheiden sich Frauen zu oft
In der Tiefe der Verletzungen
Die sie empfinden wie auslösen
Dennoch unentbehrlich sind sie
Uns Glück wie Untergang gern
Zugleich spüren wir im Moment
Höchster Lust den wir mit Grund
Auch kleinen Tod nennen schon
Viel von dem was uns immer
Wieder alles ist an das wir uns
Darum zu gern ganz verlieren
Hab nun ach viele Jahre geliebt
Wunderbare Frauen getroffen
Verliebt verloren sich gefunden
Nichts verstanden nie und doch
Immer wieder darauf eingelassen
In der Hoffnung es möge doch
Eines Tages gelingen zumindest
Eine zu verstehen und auch daran
Gescheitert bis heute macht es
Nichts denn was muss schon
Verstehen wer liebt und was
Darf noch hoffen wer sich je
Vom diesem Wunder geliebt
Hoffen durfte und so endet
Die Liebe zu den Frauen
So ahnungslos wie hoffnungslos
jt 3.8.14

Über die Liebe

Als der französische Präsident sich heute mit dem deutschen traf, speisten sie im Molkenrain, jenem Landgasthoft in dem Truffaut einst auch Jules und Jim drehte. Die Geschichte einer auch deutsch-französischen Liebe im Dreieck, die im Paris der Belle Epoque beginnt, von wunderbaren Bildern lebt und leider tödlich endet, als Catherine sich in den Tod stürzt und Jim, den Franzosen mit sich reißt. Ihr liegt der Roman des Franzosen Henri-Pierre Roché zugrunde, der von der wahren Liebesgeschichte zwischen ihm und Helen Hessel und deren Mann Franz Hessel erzählt. Der letztere, heute, auch dank der Verfilmung zum Glück wieder, ein angesehener Schriftsteller, ist der Vater von Stéphane Hessel, dem Diplomaten und Autoren, der berühmt gewordenen Schrift “Empört Euch!”, in der er, der Mitautor der Erklärung der Menschenreche, an der er als Assistent nach seiner Entlassung aus dem Lager Buchenwald, in das der Résistance Kämpfer bis Kriegsende eingesperrt war, die Menschen zum Widerstand aufruft und somit vielen als geistiger Vater der Occupy Bewegung gilt und anderen Protestbewegungen in der Finanzkrise. Ein an Symbolen trächtiges Treffen also, bei dem Gauck seine Größe zeigte und über das Gefühl der Freundschaft sprach, einer Liebe, die auf vielen Toten ruht und doch Europa trägt und weiter tragen soll.

Mein Urgroßvater, seinerzeit jüngster preußischer Schuldirektor zu Hannover meldete sich auch 1914 freiwillig und starb schon in den ersten Tagen auf einem der Schlachtfelder bei Verdun, einmal habe ich sein Grab besucht in diesem Meer von Gräbern, nahe der ehemaligen Schützengräben. Ein Toter halt, wie Millionen andere auch, meinen damals jungen Großvater brachte es daraufhin nach Lichterfelde, die kaiserliche Kadettenanstalt, wo er viele Freundschaften knüpfte, die ihn später beinahe den Kopf kosteten, den Enkel aber mit Stolz erfüllten, weil er die Wurzel seines Widerstands gegen Hitler war, auch wenn er als kaisertreuer Rechter mir politisch eher fern schien, brachte ihn diese Kameradschaft und noch manche andere spätere Geschichten irgendwie auf Gördelers Listen und darauf nach dem Attentat vom 20. 1944 Juli an die Ostfront, aber das ist eine andere Geschichte, um die es hier weniger geht, als was dieser Großvater tat, dessen Vater vor Verdun vom Erbfeind totgeschossen wurde. Als Sohn einer armen Kriegerwitwe studierte er in Jena Jura und Volkswirtschaft und verdiente sich sein Geld als Zigaretten und Streichholzverkäufer auf der Leipziger Messe, um damit dann ein Jahr zum Studium im Paris der 20er zu finanzieren. Er liebte Paris und den Geist der Zeit, die Freiheit der Franzosen und die Liebe, die er nach Gerüchten, denen er lächelnd nicht widersprach sehr genossen haben soll, bis er meine Großmutter kennenlernte, wie er immer wieder betonte. Auch wenn sich dieser Absolutismus nach seinem Tod auch als eines der vielen Gerüchte im Leben herausstellte, hat diese Zeit in Frankreich seinen Geist geprägt und nach dem zweiten großen Krieg, in dem er dann Offizier war, kehrte er irgendwann als Diplomat in die Stadt seiner Liebe zurück für die NATO und ritt des morgens im Bois des Bologne aus, lernte dabei einen französischen Offizier kennen, dem er, wie sie feststellten, wohl in der Schlacht einmal gegenüber lag und lapidar stellten beide fest, wie gut, dass wir uns damals nicht totschossen,  der ihm aber auch von seiner Liebe zu Trakehnern vorschwärmte und gemeinsam planten sie vielleicht einmal nach Trakehnen zu fahren, woraus zwar nichts wurde, die europäischen Grenzen blieben Zeit seines Lebens noch andere, jedenfalls solange er aktiv reisen konnte, aber einen europäischen Traum von am Ende geteilter Liebe zeigt.

Eine kleine Familiengeschichte über die innige Liebe zwischen Deutschen und Franzosen und ihre Umwege passt zu diesem Tag, an dem wir an das große Morden erinnern, das heute vor hundert Jahren zwischen Deutschland und Frankreich wieder begann und uns zugleich staunend über die Näher wundern, die wir als Brüder in Europa heute fanden. Es ist dies auch eine Geschichte der großen Staatsmänner, die diese Freundschaft bauten, wie Adenauer und des Gaulles, Kohl und Mitterand, aber nur auch, denn es ist vielmehr die Geschichte einer Liebe im Dreieck und einer zwischen den Zeilen, die über die Konventionen hinwegsieht und sich trotz des Pomps der offiziellen Beziehungen manchmal ganz fein zwischen den Bürgern findet und zart verführt.

Darum sei nach der Anekdote über meinen Großvater noch die Geschichte meines lieben, leider längst verstorbenen Freunds Fréderic erzählt, eines Straßburgers, der im Kaiserreich geboren, als das Elsass noch deutsch war, im 1. Weltkrieg als sehr junger Soldat an die Front musste, nicht auf seine französischen Vettern schießen wollte, dessertierte und von den Franzosen freudig begrüßt nun gegen seine deutschen Vettern in den Krieg geschickt wurde, sich verletzte, um Versetzung in die Kolonien bat, um nicht auf die Vettern schießen zu müssen, der stattgegeben wurde und so den ersten Krieg überlebte. Beim nächsten Krieg geriet er schnell nun wieder in deutsche Gefangenschaft und wurde, da er darum bat, nicht auf die eigenen Vettern schießen zu müssen, oder auch nur weil Kriegsgefangene als Kanonenfutter auch mißbraucht wurden, an die Ostfront geschickt, dort wiederum gelang ihm zu Fuß aus der südlichen Ukraine an der Grenze zu Georgien, die Flucht gen Persien, von wo aus er sich zu den Truppen Frankreichs in Afrika durchschlug und dort gegen den bis heute berühmten Rommel kämpfte, leider wieder in Gefangenschaft geriet, vielleicht auch zum Glück, denn er überlebte ja, jenen Rommel wohl sogar persönlich sprach, sich scheinbar als Doppelagent bewarb und dazu, einige Zeit später, wieder gen Frankreich geschickt werden sollte, wo inzwischen nach der Landung Alliierten ein intensiver Kampf auch der Résistance tobte, der er sich sofort anschloss, um sein Land von der Herrschaft der Nazis zu befreien. Er war sich immer sicher gewesen, dass die deutschen Offiziere in Afrika aus dem Kreis um Rommel, die ihn vorgeblich als Spion gegen Frankreich auf die Reise schickten, genau wussten, was sie taten, als sie ihn in die Heimat schickten, es ihr Beitrag war, den sie als treue Offiziere leisten konnten. Er war überzeugter Europäer, lebte in seiner Heimat Straßburg noch lang, wurde über hundert Jahre und seine große Liebe zum pfälzischen Saumagen, die er mit dem ehemaligen Kanzler Kohl teilte, führte ihn noch oft in die Pfalz, von der er sagte, sie sei, wie das Elsaß eine europäisch geprügelte Landschaft, immer wieder den Besitzer in Erbfolgekriegen gewechselt, zerstört und verwüstet und sich doch hüben wie drüben beim guten Schoppen so nah.

Über Deutschland und Frankreich schreiben, heißt über die Liebe schreiben. Es ist eine gewachsene Liebe und sie hat viele kleine, wunderbare Liebesgeschichten inzwischen. Reden wir über die Liebe und leben wir sie - die Geschichte meiner französichen Geliebten würde den Rahmen sprengen, hat vor allem nichts mit dem Krieg mehr zu tun, zum Glück und ist darum hier völlig entbehrlich, auch nicht ohne Dramen, kann sie vielleicht erzählt werden, wenn der andere Krieg vor hundert Jahren endete, die Beteiligten über alles lächeln können, dann schon über siebzig. Wie immer es nun in und mit Europa weiter geht, vergessen wir nicht die Geschichten der Liebe zu erzählen, um uns zu merken, wie schön wir es miteinander haben, lieber zu vergessen, was uns schon immer am anderen störte, denn eine Geschichte der Liebe erzählen, ist schon für sich ein Glück, sie weiter leben zu dürfen, unsere Chance und diese ist es, die Europa so schön macht, nicht der Euro und nicht Brüssel - reden wir über die Liebe, es könnte Europa attraktiver machen, auch hundert Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkrieges, in dem der Urgroßvater fiel und aus dem sein Sohn lernte, wir müssen uns lieben, in jeder Hinsicht.
jt 3.8.14

Abhörnormalität

Normal ist es inzwischen
Sich abzuhören unter Freunden
So halten es die Amerikaner
Die manche für Freunde hielten
So halten es die Russen
Nun auch die Israelis
Was erwarten wir noch
Jeder hört jeden ab
Alle wissen alles
Einer redet irgendwann
Mit den Medien und dann
Wird sich rituell empört
Bis es weitergeht als wäre
Nichts gewesen weil es ja
Alle machen wozu also empören
Freuen kann noch wenn es
Auch die Amis trifft
Denken kleine Geister
Dabei beweist es nur
Wie lächerlich all diese
Verhandlungen eigentlich sind
Nur ändern wird sich nichts
Weil keiner vernünftig reagiert
Alle es für sich normal finden
Nur beim anderen empörend
Schafften wir lieber endlich
Alle Geheimdienste ab
Hätten wir mehr Frieden
jt 3.8.14

Austragungsort

Wir sind es gewohnt bisher
Dass der Austragungsort beim
Kinderkriegen klar war doch dies
Hat sich inzwischen geändert
Manche können nicht wie sie
Gerne wollen dann wird eben
Ein anderer Ort gemietet
Zum Feiern wie zum Austragen
Das ist planbar und ermöglicht
So manchen Frauen ein Überleben
Oder mehr in harten Zeiten
Fraglich wer dann haftet wenn
Es nicht alles klappt wie geplant
Die Natur die Gene tanzen lässt
Eines krank ist von zweien
Was wir halt so nicht normal nennen
Muss dann auch genommen werden
Wenn es so keiner wollte oder
Sind die Lieferanten befruchteter Eier
Verpflichtet all ihren Nachwuchs
Großzuziehen sogar wenn sie zuvor
Sagten behindert wird abgetrieben
Darf die in deren Körper wächst
Was andere in der Reagenz zeugten
Als eigenes nehmen oder ist es
Ein fremdes Leben dem nur Hülle geboten
In Deutschland darf solches Leben
Bis die Wehen einsetzen noch
Entsorgt werden und Berlin ist da
Die Nummer 1 im Lande mal
Hier wurde zwischen Thailand und
Australien gezeugt wo nun für den
Nicht übernommenen Zwilling schon
Fleißig Geld gesammelt wird
Um der Leihmutter in Thailand zu helfen
Was gut so ist auch fürs Gewissen
Aber gewiss nichts darüber aussagt
Wie wir damit künftig umgehen
Wem gehört ein Kind
Ab wann gehört es sich
Wer sollte entscheiden
Was daraus wird
Kann so etwas rechtlich je
Vernünftig oder sogar menschlich
Geregelt werden oder stößt hier
Das Recht an seine Grenzen
Tun wir nur so weil das Geschäft
Ja geregelt weiterlaufen muss
Wo sind wir hingekommen wenn
Wir das vertragsgemäße zeugen
Von Kindern gesetzlich regeln
Ist es ein Kauf wie beim Auto
Eine irgendwie Dienstleistung nur
Wer darf darüber entscheiden wann
Ein Embryo ein Recht auf Leben hat
Gibt es etwa nichts menschliches
Was dieses nicht hat und wohin
Führt dieser nicht ökonomische Kult
Um Leben die Industrie um die Zeugung
Wir stoßen an Grenzen an denen wir
Uns gerne das Denken verbieten
Fraglich wohin wir irrational künftig
Gelangen mit der Fortpflanzung
An wechselnden Austragungsorten
jt 3.8.14

Samstag, 2. August 2014

Gazagewinner

Wer gewinnt in Gaza
Wo 80.000 Soldaten
Es nicht schaffen nur
3000 Radikale zu kontrollieren
Wo eine Minderheit
Hier wie dort der Mehrheit
Ihren tödlichen Krieg aufzwingt
Den keiner gewinnt
Der Aufbau und Frieden
Dauerhaft verhindert
Es gibt keine Gewinner
Alle Menschen verlieren
Im Krieg immer und diesem
Mehr als allen zuvor
Weil er mit jedem Tag
Die gegen den Frieden stärkt
Die auch nichts gewinnen
Außer Kraft und Masse
Die jeder Zukunft entgegenstehen
Solange Israel mit Radikalen regiert
Gaza von Radikalen regiert wird
Wird sich nichts ändern
Alle Beteiligten wissen das
Vielleicht hilft wegsehen
Um den Idioten weniger Aufmerksamkeit
Noch zu schenken die schadet
Solange Menschen mitspielen
Geht es weiter mehr nicht
Gaza ist kleiner als Bremen
Gibt es nichts wichtigeres
jt 2.8.14

Massentiertourismus

Wer sich anschaut, was Menschen sich antun auch auf Reisen, wird bemerken,  es unterscheidet sich nicht wesentlich von dem, was wir Tieren beim Transport antun, aber, wir halten es nur nicht für normal, es mit Tieren zu tun, weil es ihrer Natur widespräche, von der wir sichtbar so wenig wissen, wie von unserer eigenen, nur warum dann einer richtiger liegt, oder den Verstand des anderen bezweifeln darf, leuchtet mir nicht ein, vielmehr scheinen die aggressiven Angriffe der sogenannten Tierschützer oft völlig unverhältnismäßig, wobei unklar bleibt, wessen Verstand real mehr Anlass zu Zweifeln gibt.

Der Unterschied zwischen Massentourismus und Massentierhaltung ist marginal, fraglich ist also, wer der sich hier so gern empörenden für sich selbständiges kritisches Denken in Anspruch nehmen kann und wer nicht zu unterscheiden ist im Ergebnis.

Der einzige Unterschied, Schlachtvieh wird transportiert, um geschlachtet zu werden, Urlaubsvieh in den Massentransportern nach Malle oder den Bumsbombern nach Bangkok, soll sich erholen, um die industriell noch benötigte Arbeitskraft wiederherzustellen. Da bei uns untereinander die Schlachtung noch nicht legal ist, sterben die meisten bereits in einem Alter, in dem das Fleisch, selbst wenn wir es vielleicht, nachhaltig gedacht, wollten, nicht mehr verwertbar ist. Ob der so geplante Arterhalt zum Produktivitätsfortschritt irgendwie auch ein Lustgewinn sein kann, scheint mehr als fraglich. Zumindest ist nicht zu erkennen, welchen kausalen Nutzen der Massentourismus dafür hat und welcher Illusion wir uns dabei hingeben, uns für mobil und weltgewandt zu halten, nur weil wir verschiedene Orte der Welt betreten haben, was auch dem Wort nach mehr mit treten, als mit verstehen zu tun hat.

Der Massentourismus verunstaltet manch schönen Ort der Welt, wird jedoch als ökonomischer Faktor dennoch toleriert, weil uns die Illusion gegeben wird, der durch die eingebrachten Geldmittel der Touristen gewonnene finanzielle Wohlstand sei irgendein Fortschritt, nicht nur ein maximaler Verlust an Lebensqualität, die auf Ruhe und der Fähigkeit zu genießen beruht. Massenbewegungen senken die Preise für den Einzelnen, geben so die Illusion etwas würde besser, weil alle es tun. Die Folgen des Massentourismus gleichen denen der Massentierzucht und es steht zu vermuten, dass die Besucher des Ballermann ähnlich verblöden wie die anderen sich dicht an dicht auf Stränden drängenden, an denen sie am liebsten noch ihre Stammplätze mit Handtüchern reservieren.

Eine widerliche Offenbarung von Neid, Besitzstandsdenken und zugleich dem Bedürfnis sich für sich einen schönen Platz vor anderen zu sichern. Weil sie sich aber in der Masse an diese Plätze begeben, wird jede ihrer Bewegungen eine im Strom einer nicht denkenden Masse. Es ist nicht ersichtlich, wie bewusst sich die so Attentäter auf Gebote von Menschlichkeit, Toleranz und Rücksichtnahme sich noch als Menschen verstehen, mit der eben menschlichen Eigenschaft, ihr Handeln zu reflektieren oder die deutschen Urlaubsviecher, die sich nur graduell von denen anderer Nationen unterscheiden, nur noch in einer Art vermeintlichen Vergnügungsreflex handeln, der sie dazu bringt, statt zu genießen, wie Lemminge der verrückten Masse zu folgen, die sie des Denkens enthebt.

Aber auch jenseits dieser wohl untersten Stufe menschlicher Entwicklung, des Homo touristicus, ist nicht zu erkennen, welchen persönlichen Gewinn ein reflektierter Mensch vom Tourismus hat, den er nicht längst aus der geruhsamen Lektüre von Büchern hätte ziehen können. Doch jenseits allen Eifers und aller Freude an der Empörung über die Dummheit der Massen fragt sich doch, wie sehr sich der Mensch hier vom Tier unterscheidet, ob er reflektiert handelt oder nur dem Herdentrieb folgt, der uns lehrt, irgendwo gewesen zu sein, würde bilden, gar den Horizont erweitern, wogegen die Erfahrung mit Reisenden nahezu überall spricht und das leuchtende Beispiel Imanuel Kants als Zeuge dafür steht, wie entbehrlich all dies ist, um reflektierter und klüger als nahezu alle zu sein.

Es ist also kein Gewinn erkennbar, im Gegenteil die negativen Faktoren überwiegen deutlich und wohin sie führen, sehen wir im der Massentierzucht inhaltlich sehr nahen Massentourismus - ob dieser seine vollkommenste Form erst erreicht, wenn wir die Touristen am Ziel schlachten, oder zwischenduch abknallen, wie just über der Ukraine mit MH17, scheint zumindest fraglich, ein Gewinn für den Planeten könnte es sein, auch wenn uns das Gegenteil suggeriert wird, ist jeder Tourist weniger ein ökologischer Hauptgewinn, jeder Flieger, der nicht mehr fliegt, eine Rettung. Ob aus Sicht der Biosphäre und ihrer Beeinträchtigung durch auch CO2 es einen Gewinn darstellt, wenn transportierte Tiere nicht sterben, käme auf die Gesamtbilanz an, doch scheint auch hier mehr als unklar, ob sie zugunsten der Touristen oder der Tiere, die ja inhaltlich ähnlich ihre Zeit verbingen, ausfällt.

Tourismus und Hobbys ergänzen sich aus Sicht der politisch korrekten Menschen auch gern auf das allerbeste. Jagd etwa scheint den Gutmenschen als perverses Hobby, wie welche aus Spaß Tiere abknallen und sich einen Kult daraus gemacht haben, zu töten und sie unterscheiden dabei nicht zwischen Tier- und Menschenmördern. Wer Tiere hinterrücks tötet, ist in ihren Augen ein Mörder, nutzt die Wehrlosigkeit aufgrund Arglosisgkeit aus. Keine Berücksichtigung findet in den Einbahnstraßen dieses Denkens, dass ohne Jagd die Tiere die Bisophäre ihrer Umgebung ohne teils natürliche Feinde zerstörten - wir irgendwie eingreifen müssen, wollen wir nicht alles aus dem Gleichgewicht bringen. Besonders beliebt in diesem Umfeld sind daher die Jagdreisen bei denen noch dazu heimatferne Bestände unnötig dezimiert würden, ohne dass dabei ein Gewinn zu erkennen wäre, außer der Freude am Töten, die ja pervers sein müsse, sofern es sich um Mitkreaturen handelt.

Dem ist wenig entgegen zu setzen. Jagdurlaub ist eine seltsame Abart unseres Verhältnisses zu Tieren, vielleicht vergleichbar noch der Freude an tödlichen Tierkämpfen oder dem Bedürfnis, einen Stierkampf mit dazugehöriger Hatz in Pamplona zu erleben. Es fragt sich also, ob dies unnatürlich, pervers und krank ist, unsere Vorfahren, die dies teils auch taten, um zu überleben alle dümmer waren, als etwa heutige Veganer oder eben bei einem Teil auch der Jagdtrieb in der Natur liegt und es also ganz natürlich ist, was hier geschieht und nur die aggressive Abwehr eher auf psychische Störungen der Natur entwöhnter Großstädter hinweisen.

Interessant ist, wie immer wieder kluge Köpfe auch auf das natürliche Bedürfnis zur Rücksichtnahme gegenüber Tieren hinwiesen. Etwa Michel de Montaigne im 16. Jahrhundert oder andere Denker nach ihm, etwa der späte Tolstoi in Russland, der allerdings ohnehin an allem kompromißlos zweifelte, mit dem er groß wurde, vielleicht ein zu extremes Beispiel sein könnte, wie die religiösen Lehren manch feröstlicher Geister.

Bei Montaigne, der selbst natürlich auch jagte, es aber nicht schätzte, sehen wir einen klaren Blick auf die Natur der Kreatur, die er gleich sich, zu schonen versucht, damit es ihr möglichst gut geht. Wir äßen sie, was natürlich sei, aber wir sollten sie doch bis dahin bitte gut behandeln, wie wir auch behandelt werden wollen, ohne zu wissen, ob Tiere reflexiv sein können, sich also Gedanken je darüber machten, wie sie behandelt werden wollen.

Das Essen ist also Teil unserer Natur, meinte der kluge Franzose aus der Zeit von König Henry Quattre, was relativ logisch klingt. Die Ethik, die wir darüber legen, ist ein mehr als Natur vermutlich, aber vielleicht ist das "sei so zu anderen, wie du behandelt werden möchtes" auch kein ethisches Wunder, sondern ganz natürlich. Eben so, wie wir behandelt werden wollen, verhalten wir uns der Natur nach. Schauen wir uns dann den Massentourismus an, die Balermannbesäufnisse, die Inselhopper wo auch immer, die Birkenstockzertrampler in fremder Kultur, fragt sich, ob wir uns nicht den Tieren also synchron gegeüber dem verhalten, was sich viele von uns selbst antun.

Wer also massentouristisch reist, darf billiges Fleisch essen und muss sich nicht schämen, wer es gern individuell und politisch korrekt hat, hätte dafür keine Rechtfertigung vor sich, wird sich also vermutlich anders ernähren.. Die Praxis und der Markt zeigen, dass sich dies in den meisten Fällen genau so findet und noch eine erstaunliche Ähnlichkeit ist zu beobachten, so gleichen Menschen, die viel hormonbelastetes Schweinefleisch essen, sich ihrem bevorzugten Essen ganz natürlich an, sie sehen irgendwann aus, wie das, was sie primär essen. Ob das ein Gewinn ist. möge jeder für sich entscheiden, nur was natürlich ist und was wider die Natur, vermag ich am Ende noch weniger zu beurteilen, als ich am Anfang meinte - vielleicht macht es mich bescheidener, zufrieden mit dem, was ich mache, weil es meiner Natur zu entsprechen scheint. Die Dinge mit mehr Lust zu tun, wie sie unserer je Natur entsprechen, könnte das Leben schöner machen, genau wie angenehmer lebt, wer nicht meint, andere belehren zu müssen, und dennoch tragen die meisten für ihre Überzeugungen den Drang in sich, überzeugen zu wollen. Ob dies zufriedener macht, scheint zweifelhaft.
jt 2.8.14

Vom Staat im Staat

Obama nennt die Folter Folter
Sagt sie war nicht so gut aber
Er verstünde es weil die von
Der CIA einen guten Job machen
Es eben extralegal manchmal
Dort zuginge was natürlich
Bedauerlich aber nötig sei
Extralegal gibt es nicht
Im Rechtsstaat nicht und
In der Demokratie ohnehin
Regierte nicht ein Demokrat
Redeten sie nicht mal darüber
Es würde getan was nötig ist
Um Amerikas Sicherheit weiter
Zu gewährleisten aber darüber
Dass hier welche etwas verteidigen
Was es nicht geben dürfte
Den Staat im Staat namens CIA
Der tut was er für nötig hält
Darüber spricht keiner mehr
Die USA sind kein Rechtsstaat mehr
Sie foltern und terrorisieren die Welt
Mit ihren Drohnen nach Gutdünken
Sie haben nur noch die Fassade
Eines ehemals Rechtsstaates
In dem in Wirklichkeit die extralegale
Organisation eben ohne Recht regiert
Unsere Regierungen schauen es sich ab
Immitieren nach Möglichkeit wie unter
Druck des Schurken im Westen
Die USA gefährden die Sicherheit
Wie den Rechtsstaat weltweit
Sie werden vom Staat im Staat regiert
Nichts kann dies rechtfertigen oder
Am Ende entschuldigen noch
Erklären kann es nur die Angst
Die Dummheit der Menschen ist
Das einzig unsterbliche darum
Glauben sie noch an Götter wie Geister
Morden in Kriegen gestern wie heute
Glauben Waffen brächten Sicherheit
Darum muss die Demokratie sich vor
Den Geheimdiensten schützen
Ihnen strengere Grenzen ziehen sofort
Sie abschaffen nach Möglichkeit
Wer den Staat im Staat toleriert ist
Ein Feind des Staates hier ist
Widerstand nötig überall
Die USA sind ein Schurkenstaat
Fraglich nur wer noch besser ist
jt 2.8.14