Wie vielfältig kann die Liebe sein
Oder bleibt sie ewig einmalig
Sucht nur ein Leben lang Varianten
Der einen die eben mehr oder weniger
Für einen Abschnitt gut passen
Wie sehr verlieren wir uns an eine
Wenn wir an die große Liebe glauben
Haben wir dazu überhaupt die Wahl
Was wäre die Alternative dazu
Nicht mehr lieben oder flexibel
Weil sich besser lebt wo wir
Vielfältig lieben ohne zu träumen
Worauf kommt es in der Liebe an
Als die Möglichkeit der Realisierung
Wie fern ist dann jeder Vollzug
Der erträumten Realität
Fragen über Fragen an die Liebe
Auf die es keine Antwort gibt
Nur irgendwie müssen wir überleben
Und dies möglichst genießen
Mehr bleibt uns nicht und alles
Andere bleibt ohne Antwort
Bis wir lieben wenn wir nur
Wüssten was es ist
jt 30.6.14
Montag, 30. Juni 2014
Nachtgedanken 0005
Achtelfinale COS GRE
In der ersten Hälfte des entbehrlichen Spiels trennen sich die Mannschaften noch 0:0 und lieferten den großen Angsthasenfußball, bei dem sich keiner etwas vergeben wollte. Es gab eine einzige nennenswerte Aktion, die Costaricaner hatten etwas mehr Ballbesitz im übrigen langweilten die Zuschauer sich wohl genauso und verabschiedeten die Mannschaften mit Pfiffen in die Pause. Da ist doch gut, nur nebenbei zu reportieren und sich lieber die Sesion im Keller des Al Hamra weiter anzuhören, denn Fußball ist eben doch nur fast alles.
Aus dem Nichts trifft Costa Rica in der 52. Minute zum 1:0 nun bleibt den Griechen nach einigen Versuchen noch eine halbe Stunde um ihr Ausscheiden zu verhindern. Costa Rica verteidigt weiter hoch und die Griechen erreichen wenig. Die Griechen wechseln nochmal und hoffen auf ihre große Chance, noch bleiben ihnen 20min dafür. Ein Freistoß in der 80, Minute zentral vor dem Tor Costa Ricas wird gut fünf Meter drüber geschossen - so wird das nichts mehr mit den Griechen. Noch ein Kopfball der Griechen fliegt rüber und eine Ecke danach wird geklärt, die Zeit wird knapp für die nächste europäische Mannschaft aber nach Holland heute, scheint viel möglich. In der 88. Minute noch der beinahe Ausgleich für die Griechen, die der Torwart Costa Ricas aber gerade noch im Nachfassen bekommt. Die Griechen gleichen in der 91. Munte aus. In der ersten Minute der fünfminütigen Nachspielzeit. Das könnte in die Verlängerung gehen. Sokratis hat ihn reingemacht nach dem vorher abgewehrten Versuch von Gekas. Welch griechische Symbolik schon im Namen. Noch eine riesige Chance für die Griechen in der 93. Minute und dan eine Behandlung des Torwarts von Costa Rica führt direkt in die Verlängerung.
Costa Rica verteidigt wacker und die Griechen mühen sich um Chancen. Nun stößt Costa Rica zur zweiten Hälfte an und kommt gleich zu einer Chance, die aber nicht weit führt. Nochmal hält Navas der costarikanische Torwart vor dem anstürmenden Griechen aber er muss behandelt werden, Gekas wirft den Ball fair ins Aus danach. Ein netter Fallrückzieher von Costa Rica fliegt vorbei. Wieder die Griechen mit gutem Vorkommen zum Strafraum und dann fliegt wieder der letzte Ball zu weit. Da kommt einer von Costa Rica durch und ein Grieche wehrt gerade noch ab. Eine schlechte Partie wird spannend. Genial und rasend kontern die Griechen und scheitern am Torwart aber sie setzen nochmal nach. Schon wieder ein griechischer Angriff, bei dem die letzte Flanke weit vorbei geht. Noch eine Ecke für Griechenland, die nichts einbringt. Es folgt mit letzter Kraft weiter Angrif auf Konter. Noch eine griechische Ecke in der letzten Minute. Beinahe schießt Griechenland noch ein Tor. Aber wieder rettet der Torwart. Die Zeit ist um, es kommt zum Elfmeterschießen.
Costa Rica trifft mit dem ersten Elfmeter und geht damit in Führung. Die Griechen gleichen ganz cool aus. Costa Rica trifft mit dem nächsten Schuss wieder. Auch die Griechen treffen wieder. Costa Rica trifft wieder. Auch der nächste Grieche trifft. Wieder trifft Costa Rica. Nun kommt Gekas, Den hält der Torwart Costa Ricas. Costa Rica trifft wieder und ist damit im Viertelfinale.
jt 29.-30.6.14
Session während der WM
Beranger Gras eröffnet die heutige Session am E-Piano und Dirk stimmt noch den Sound ab und dann legt er mit seinem romantisch, rockigen Sound los zur großen Begeisterung seiner Fans. Als zweiten Song spielt der schöne, junge Franzose den Song Prisoner.Der Song Soldiers beginnt leise und langsam und sein weiblicher Fanclub im Publikum fordert schon Blackwater, was er danach spielen will. Mit auch zart romantischen Klängen beginnt Blackwater, er singt ganz zart und das Publikum fließt dahin. Beranger bekommt sicher noch einen Preis als erotischster Franzose in Berlin und der Keller zerfließt vor Hingabe an seine Musik.
Paul ist der nächste und sagt erst etwas über die Juppie Besetzung, das sich aber verliert und beginnt dann einfach, singt zu schönem Spiel auf spanisch und wechselt dann auf deutsch.
Silvio Talamo ist der nächste, verkabelt sich erst lang und beginnt dann auf der E-Gitarre zu eigenen Rhythmen zu spielen. Mit seinen typischen Italo-Fun Sound zieht er den ganzen Keller in seinen Bann. Silvio begeistert mit seinem schnellen Gesang und seiner wechselnden Stimme zu virtuosem Spiel, erzählt uns zwar, er seu heute nicht so gut drauf, aber seiner Musik ist nichts davon anzumerken.
Phillipp von Riders Connection kommt heute mal Solo. Beginnt mit einem sehr langsamen Song unterm Hut, spielt mit geschlossenen Augen hoch konzentriert und wird von begeisterten Zuschauerinnen dabei gefilmt. Dann bläst er wieder die Trompete mit dem Mund als Zwischenspiel, um danach um so lauter weiter mit seinem Halleluja weiter zu singen. Das nächste Lied noch romantischer hat ihm, wie Philipp ansagte, der Schmerz auf die Zunge gelegt. Mit einem gesungenen Trompetensolo beginnt er den nächsten Song und spielt dann sehr rhytmisch und mitreißend weiter über Viva la Music, welche alle Sorgen besiegt, dann setzt dazu eine Trompete aus dem Publikum ein. Er kann nichts geben und von nichts aus leben, außer von Musik, die auf Liebe gebaut der Melodie vertraut, da kein Morgen geschieht ohne Musik. Dann bedankt sich Philipp bei Susanne an der Trompete. Bei einem weiteren wunderbaren Song, steigert er sich immer mehr in seine Leidenschaft und singt wieder auf englisch. Vor Restless erzählt uns Philipp noch die Geschichte von dem Hund, den er in Spanien am Strand traf. Beim nächsten Song aus dem Dschungelbuch jamt Philipp mit Susanne gut gelaunt. Als nächsten Hit mit Trompetenbegleitung singt Philipp heute mal was fremdes - das wunderbare What a wonderfull world. Nun gesellt sich auch Silvio zur Jam mit einer Trommel und die Party geht Fußballspannung zum Trotz weiter
jt 29.6.14
Sonntag, 29. Juni 2014
Verschoben
Sie hatte sich neben ihn gesetzt
Höflich gefragt dezent Platz genommen
Sehr schick gekleidet in Rock und Mantel
In allen Bewegungen eine Dame
Sogar beim Trinken ihres Biers noch
Er beobachtet sie aus dem Augenwinkel
Sie schenkt ihm keinerlei Beachtung
Da konzentriert er sich wieder
Auf das Spiel vorne und seinen Text
Es wird spannend gegen Ende
Plötzlich aus dem Nichts fällt ein Tor
Der Jubel ist groß manche springen auf
Sie lächelt so dezent wie sie kam
Zeigt ihre Freude nur durch eine Faust
Die sie während des Elfers ballt
Der am Ende das Spiel entscheidet
Mit einem Lächeln entspannt sie dann
Nach dem Treffer ihrer Mannschaft
Auf sein etwas lauteres Jaa schaut sie
Kurz zu ihm mit wohlwollendem Lächeln
Dann ist sie wieder konzentriert
Ihre Hände liegen etwas unruhig
Auf ihrem Schoß da verrutscht
Erst unmerklich ihr Rock der vorne
Weit geschlitzt ist wie er sofort bemerkt
Sofort schiebt sie wieder zurück
Da stellt sie ihr Bier mit einer zu weiten
Bewegung ab und wieder folgt der Rock
Ihrer Bewegung im Gegenzug nach oben
Er bemüht sich wegzusehen um sich
Nicht ablenken zu lassen vom Spiel
Welchen auch immer dachte er nun
Als sie wieder gerade saß tat sie nichts
Um den Rock wieder zu verschieben
Vielleicht war es auf die Spannung
Noch zu schieben aber glaubte nicht
Dass sie es nicht bemerkt hatte
Hinschauen war verboten und längst
Hatte er den Ansatz ihrer Strümpfe
Schon im immer noch Augenwinkel
Gesehen nun müsste er ihren Blick
Irgendwie fangen aber sie ließ sich
Durch nichts ablenken und ansprechen
Wäre der falsche Weg dachte er
Zu platt eigentlich wollte er ja auch
Nichts von niemand nur in Ruhe hier
Schreiben und das Spiel sehen
Nun aber hatten die Hormone in ihm
Die Herrschaft übernommen
Statt sich auf die letzten Minuten
Des spannenden Spiels zu konzentrieren
Grübelte er wie diese Dame erreicht
Werden könnte aller Form zum Trotz
Es blieben nur wenige Minuten dann
War das Spiel zu Ende und sie würde
Wieder ihrer Wege ziehen noch saß sie
Ihren Rock weit offen neben ihm
Er trank noch einen Schluck Tee
Um Mut zu fassen da schaute sie ihn an
Ohne Grund und fragte mit leichtem
Niederländischen Akzent ob er immer
Er fürchtete schon sie würde nun sagen
Seinen Nachbarinnen auf den Rock schaue
Aber sie fragte nur ob er immer Tee trinke
Sie liebe auch Tee aber beim Fußball
Sonst nichts Ende offen gelassen
War der Ball nun an ihm das Spiel vergessen
Er schaute in ihre blauen Augen
Da war es schon ziemlich zu spät
Gerade noch rechtzeitig antwortete er
Ja immer Tee nur manchmal nicht
Doch trotz dieser unfassbar blöden
Antwort lächelte sie ihn weiter an
Da wurde das Spiel abgepfifen
Holland hatte sich qualifiziert mit viel Glück
Beide schauten nach vorne und lachten
Jetzt jubelte sie richtig wenn auch
Immer noch ganz Dame und er
Dem das Ergebnis eigentlich egal war
Jubelte mit ihr da umarmte sie ihn
Völlig unerwartet erschrak er erst
Irgendwie ungeschickt erwiderte er
Sie lagen sich im Arm er wollte ihr
Dezent einen Kuss auf die Wange
Eher hauchen als drücken aber
Der Versuch zu dieser kleinen Geste
Misslang völlig da sie in dem Moment
Ihren Kopf drehte und sich so wirklich
Ohne jede Absicht ihre Lippen trafen
Sie erwiderte den Kuss mit schon
Geöffneten Lippen und über alles
Übrige nun zu schweigen ist ein
Gebot der Höflichkeit was immer
Diese holländische Prinzessin hier
In Berlin heute verloren hatte
Im Märchen enden die Geschichten
Immer gut und dies war eines
jt 29.6.14
Achtelfinale NEL Mex
Die Niederlande in Orange natürlich gegen grüne Mexikaner, die schon in den ersten 5min zum ersten Torabschluss kommen, ganz gegen die Erwartung der sich bisher weit überlegen präsentierenden Niederländer. Foul an Robben führt zum Freistoß für den leicht fallenden Robben, den die Mexikaner schnell aus dem Strafraum köpfen. Die Niederlande wechseln schon einen wohl verletzten Spieler aus. Die Mexikaner kommen nur mühsam durch die Reihen der Niederländer. Die Holländer überlassen erstmal den Mexikanern den Spielaufbau und es scheint als ob diese in die Falle tappen. Dann kommen sie einmal durch bis zum Strafraum, vergeben aber dort sofort die einzige Möglichkeit bisher und direkt danach wieder, von der anderen Seite, aber der Mexikaner schießt vorbei. Da kommt Robben mal durch, Robben moniert Handspiel, das er aber nicht bekommt, Dann riesige Chance für die Mexikaner im Strafraum, aber der abschließende Schütze trifft den Ball nicht richtig und schießt mit Verzögerung vorbei. Dann die Niederländer im mexikanischen Strafraum, der aber im Foul der Niederländer endet und nichts einbringt. Nächster Ansturm von Mexiko, bei dem die Mexikaner auf Elfmeter wegen hohem Bein hoffen, ihn aber nicht bekommen. Hätte auch anders gewertet werden können. Im Gegenzug Kopfball der Niederlande, den der mexikanische Torhüter aber gut abfängt. Noch spielen die Niederländer verzögerten Rasenschach. Dann kommen sie bis vor den Strafraum und wieder fliegt Robben, bekommt den Freistoß aber nicht. Dann wieder ein mexikanischer Fernschuss und der Torwart der Holländer klatscht nur weg zur Ecke. Zeugt nicht von großer Sicherheit. Die Ecke führt zu nichts als zum Abstoß, trotz niederländischem Kopfball. Riesige Chance für van Persie, der es aber nicht ganz schafft. Dann wieder die Mexikaner, bei deren Schuss aber der niederländische Torwart gut hält. Viele Pfiffe für das rückwärtige Spiel der Niederländer. Dann gibt es eine Trinkpause nach ewigem Tikitaka, Die Spieler sind in brasilianischer Mittagshitze schon relativ erschöpft und müssen trinken. Mal wieder ein harmloser mexikanischer Pass gen Tor, den der Torwart abfängt. Ein kurzer Konter ohne Folgen. Die Niederlande spielen weiter mehr nach hinten und langweilen, kurze Versuche nach vorne enden schnell. Der nächste Angriff der Mexikaner wird ins Aus clever gedrängt. Gute Chance für van Persie wird vorm Tor ins Aus gedrängt. Die Ecke von Robben führt zu nicht viel. Wieder eine riesige Chance für mexikos dos Santos aber super mit dem Fuß abgewehrt und es kommt der Konter, der auch zu nichts führt. Dann ein idiotisches Foul eines Holländers, dem aber noch keine Karte folgt. Die Niederlande spielen weiterhin öde um Ballbesitz in praller Sonne. Riesige Chance für Robben, der im Strafraum gefoult wird, aber Ball gespielt, hat Mexiko noch mal Glück gehabt. Während die Zeitlupe noch etwas anderes zeigt, es wäre Elfmeter gewesen. Aber der Mexikaner verletzt sich, während Robben wieder steht, wird der Mexikaner weggetragen. Nun ist Halbzeit in einem verzögerten Spiel.
Mexiko wechselt nun für den Verletzten. Die Niederlande haben Anstoß. Wieder erst nach hinten und der Versuch nach vorne endet schnell im Aus, Dann nach langem Vorspiel ein Fernschuss der Mexikaner von der Strafraumgrenze und es steht 1:0. Ein Wahnsinnsschuß aus dem Sprung heraus. Der dicke mexikanische Trainer jubelt hüpfend. Fresitoß für die Niederlande und Sneider schießt nur in die Mauer, keine Folge. Wieder ein Torschuß der Mexikaner, den der Torwart gerade noch abwehrt. Die Niederlande wechseln Depay ein und stellen infolge etwas um. Dann eine tolle #chance für die Niederlande nach Ecke und der Torwart bekommt gerade noch die Fäuste hoch. Nun wird hier endlich Fußball gespielt und es gilt Holland in Not.. Die Zeitlupe zeigt wie großartig die Reaktion des mexikanischen Torwart war. Wieder die Niederländer nach Vorspiel von Robben, gerade noch zur Ecke geklärt. Mexiko wechselt seinen Torschützen aus. Die ecke bringt zunächst nichts ein und im Nachschuss hält wieder der mexikanische Torwart gut. Genialer Schuss von Robben, der sichtbar langsam aufdreht. Wieder ein Angriff der Niederländer, der zur Ecke durch Robben führt, die gleich zur nächsten Ecke führt. Ein Schuss der Mexikaner ins Tor war längst Abseits. Nun erhält ein Mexikaner Gelb und es gibt einen Freistoß aus guter Distanz ohne jede Folge. Robben wieder im Alleingang aber der Mexikaner hält noch und wieder Ecke. Die Mexikaner wechseln nochmal, Die Niederlane wechseln auch van Persie geht und Huntelaar kommt, dann wieder eine Trinkpause. Ein neuer Angriff der Mexikaner mit Fernschuss fliegt weit drüber. Wieder eine riesige Chance für Huntelaar aber er Torwart hält und es war Abseits. Dann schießt mal wieder ein Niederländer aber nur den eigenen Mann ab, vielleicht sinnbildlich. Nächste Ecke für die Niederlande. Erst weggeköpft, dann mit voller Kraft schießt Sneider ein, es steht 1:1. Gibt es noch eine Verlängerung? Da hat Huntelaat die Vorlage für den genialen Schuss geliefert. 6min gibt es noch Verlägnerung. Nun Foul an Robben und Elfmeter und Gelbe. Huntelaar wird nun schießen, der schon zwei verschossen hat. Da bekommt noch ein Mexikaner Gelb. Huntelaar verwandelt, es steht 2:1 für die Niederlande. Gut angetäuscht, der Torwart springt ins falsche Eck. Noch ein guter Schuss der Mexikaner, dann gute Parade des holländischen Torwarts. Mexiko vergibt noch eine Chance leichtsinnig. Das Spiel ist aus und die Niederlande stehen im Viertelfinale, obwohl schlecht gespielt und ewig gelangweilt, So ist eben Fußball auch immer wieder.
jt 29.6.14
Verführungsversuch
Die Schöne hatte sich demonstrativ
An den am besten sichtbaren Platz
Gesetzt um aufzufallen vermutlich
Und war erfolgreich dabei erntete
Nahezu alle Blicke der anwesenden
Herren bis auf die in Begleitung
Die nur verstohlen schauten
Häufig ihre Schnürsenkel richteten
Um von unten sich am Anblick
Mehr zu erfreuen denn hätte sie
Nichts an wäre sie wohl noch
Unauffälliger gewesen mit ihrem
Hut und dem Kleid das hauteng
Völlig durchsichtig offenbart
Was sie wohl darunter trägt
Oder eben nicht und sie genießt
Die Blicke zeigt aber nichts davon
Sondern ignoriert konsequent
Sogar die dummen Sprüche
Der wohl völlig Hoffnungslosen
Einzig einer ignoriert sie weil
Das Spiel ihm zu durchsichtig
Erntet in Konsequenz ihren Blick
Auffordernd fast und lächelt
Höflich zurück da beginnt es
Wie erwartet zu regnen
Es wird unter der Markise
Zusammengerückt und sie
Sucht sich natürlich den Platz
Neben ihm kommt noch näher
Er ignoriert auf das Spiel völlig
Konzentriert sich weiter
Sie spricht ihn an zum Spiel
Er antwortet verzögert eher
Lakonisch stattdessen nun
Antwortet sein Nachbar der
Schon die ganze Zeit schaute
Den sie wiederum konsequent
Völlig ignoriert er schreibt nur
Gelangweilt weiter das Spiel
Kennt er zur genüge das vorne
Auf der Leinwand ist spannender
Insofern dort zumindest unklar ist
Wer gewinnen wird gespannt
Bleibt er nur wie lange sie es noch
Versucht und ob sie aufgibt oder
Sich gerade gereizt fühlt
Er hat Zeit und lässt sich einfach
Überraschen noch ist das Spiel
Wichtiger und was danach kommt
Wird er danach sehen
jt 29.6.14
Ein bisschen Spaß muss sein
Ein bisschen Spaß muss sein
Sang Roberto Blanco einst
Der nun per Haftbefehl gesuchte
Wird von seiner Ex auf Unterhalt
Verklagt und weil er nicht zahlt
Vom deutschen Staat als ein
Krimineller gleichsam gesucht
Dabei bekannte sich der Sänger
Einst staatstragend zur CDU
Nannte sich einen überzeugten
Schwarzen und sprach von Politik
Das alles nützt ihm nichts denn
Beim Unterhalt kenn Deutschland
Kein Erbarmen und wo nun schon
Die Tochter aus der ersten Ehe
Oder der davor zumindest denn
Was weiß ich wie oft der Herr
Mit weißer Weste sonst heiratete
Ist mir auch egal die fragliche
Jedenfalls beklagt sich auch
Im Namen ihrer Mutter die immer
Alles für den Vater opferte
So wird aus Spaß schnell
Bittrer Ernst und wer nun
Schwarz und weiß nur denkt
Verwechselt schnell die Fronten
Es geht mehr um das Verhältnis
Von Männern und Frauen aber
Das ändert sich wohl nie mehr
Hilft alles nichts - vergessen wir nie
Ein bisschen Spaß muss sein
jt 29.6.14
Lebensmehrwert
Was ist der Lebensmehrwert
Wenn wir am Ende bilanzieren
Oder verbietet sich jede Bilanz
Wenn das Leben noch Wert
Behalten soll anstatt nur für
Jene die noch daran verdienen
Berechenbar oder ergibt sich
Etwa aus der Berechnung allein
Schon ein Wert denn was bleibt
Als das es endet und das also
Gut ist ohne jede Erwartung
Die Liebe hat gelegentlich
Den Anschein möglichen
Wertes aber mehr weniger
Als tatsächlich überhaupt
Darum genießen wir den
Moment für uns als solchen
Leben ist und schnell vorbei
Mehr nicht und vermutlich
Ist es auch gut so denn
Was wäre schon was wert
Wenn das Elend ewig dauerte
jt 29.6.14
Von weiblicher Erwartung
Frauen werden gern verehrt aber
Nicht zu sehr sie wollen ja nicht
Reduziert werden sondern als Frau
In ihrem Wesen erkannt werden
In ihrer Weiblichkeit gewürdigt sein
Doch nie darauf reduziert werden
Außer ganz kurz davor
Wenn keiner mehr denkt
Sie wollen Partnerin sein aber
Erwarten atavistisches Verhalten
Von dem mit dem sie sich im
Übrigen auf Augenhöhe wähnen
Den sie dann verlasssen oder betrügen
Für irgendein Urvieh das sie will
Sonst nichts aber manchmal
Braucht es auch nicht mehr
Frauen wollen gern alles
Am liebsten auf einmal
Um nicht gleich unzufrieden zu sein
Unbefriedigt bleiben beide wenn
Also ehrlich gestanden meist
Weil es einfach nicht passt
Hinten und vorne nicht
Also zusammen nicht sonst schon
Es soll Ausnahmen geben
Wer eine sieht soll sich melden
Wir werden darüber berichten
Damit die Öffentlichkeit sich
Wieder Hoffnung macht
Ansonsten hält der kluge Mann
Viel Abstand von jeder Erwartung
Um zu genießen was ist
jt 29.6.14
Gartengelüste
Selten überkommen den Städter
Der lieber in Parks flaniert als
Sich in Gärten aufzuhalten noch
Gartengelüste und wenn dann
Weniger gärtnernd als lustvoll
Denn welch Glück es sein soll
Rasen zu mähen oder Unkraut
Zu jäten bleibt rätselhaft nur
Der Gedanke ausgelassen
Im Sommerregen durch Hecken
Wie um Büsche zu tollen bleibt
Aber zugegeben setzte er sich
Lieber für mehr Nacktheit in Parks
Nachhaltig ein als sich selbst
Einen dauernder Pflege bedürftigen
Garten unnütz zuzulegen denn das
Worauf die sommerliche Lust
Im Garten die Gelüste wachsen lässt
Macht besser keiner im Garten
Vermutlich finden sich da in Parks
Schon ruhigere Orte darum lasst
Uns im Sommer in den Parks leben
Nackt durch die Büsche springen
Uns auf den Wiesen lieben wie
Die stets empörten Griller vertreiben
Damit die Gartengelüste unsere Parks
Zu Orten öffentlicher Liebe machen
Was dem Klima gewiss besser täte als
Kleingärten und Grillparties
jt 29.6.14
Auf eine Tasse Tee 0019
Sonntag und Tee passen perfekt
Es bleibt noch mehr Zeit und Ruhe
Für die Tasse Tee zwischendurch
Oder die erste Tasse am Morgen
Vielleicht noch im Bett das mit
Dieser geteilt auch allein sehr
Nett sein kann zumindest sofern
Was sonst ablenkt vom Tee
Durch ein Buch ersetzt wird
Kennt die Seligkeit kaum Grenzen
Mehr Zeit nehmen für Tee und zum
Lesen ist was Reichtum ausmacht
Alles was wir kaufen können
Ist wertlos verglichen mit der
Fähigkeit und dem Geist die Zeit
Lesend voller Genuss zu würdigen
Es bleibt nichts als eine Tasse Tee
Dazu um das Glück vollkommen
Zu machen ganz für sich
jt 29.6.14
Wüst und Meer
Forscher haben in der Wüste Namib
Im südwestlichen Afrika gelegen
Das älteste von Tieren gebaute Riff
Entdeckt das vor 550 Millionen Jahren
Die von den Cloudinas zu Urzeiten
Angelegten Siedlungen dienten dem
Schutz ihrer Art und waren bis zu
7km lang, 300m breit und 5m hoch
Die Riffe schützten nach Angaben
Der Wissenschaftler die Tiere vor
Seegang und Ausrottung begünstigten
So die Bildung einer größeren Artenvielfalt
Damit ist diese älteste bis dato gefundene
Siedlung etwas wie eine frühe Stadt
Der Anfang der Kultur die irgendwann
Zu differenzierten Wesen wie uns
Auch wenn manche Exemplare gerade
Während der WM daran zweifeln lassen
Führte die Dichtung und Kunst schufen
Es ist mitten in der Wüste
Wo früher Meer war
Drumherum ist alles wüst und leer
Aber es sind die Wurzeln unserer Kultur
Auch darum ist diese Entdeckung
So eine schöne Sonntagsgeschichte
jt 29.6.14
Morgenandacht 0064
Wenn die Morgenandacht Mittag wird ist
Sonntag oder WM und der Korrespondent
Irgendwo westlich vermutlich gelandet
Manche Tage kommen auch mit weniger
Worten einfach aus weil irgendwann
Gut ist was ist oder wird immer alles
Erst während was ist nur mal so
Was wissen wir schon von dem was
Wirklich ist nachdem wir erfahren durften
Wir simpel und dumm etwa Facebook
Unsere Gefühle experimentell manipuliert
Was nur der Wissenschaft diente erhöht
Den Wert der Werbung enorm da es
Uns so geht wie wir uns berieseln lassen
Gefühle künftig angepasst werden an das
Nutzerverhalten gefiltert und darum auch
Lese ich länger schon eigentlich nicht
Was andere belanglos schreiben
Verteile nur mein Schreiben um gelesen
Zumindest zu werden und bin also doch
Teil des Netzwerks der Manipulation
Nur was ist schon wirklich noch heute
Etwa die Brüste oder Falten der Dame
Am Tisch nebenan oder die im Studio
Geformten Körper der Typen an der Kasse
Bei Edeka und worauf kommt es an
Jenseits der Manipulation was sind
Echte Gefühle noch wert wenn sie
Angesichts der Aussichten nur depressiv
Machen können warum dann nicht
Ein wenig manipulieren machen wir uns
Also gut gefiltert einen manipulierten
Sonntag unter Idioten
jt 29.6.14
Nachtgedanken 0004
Die nach brasilianischer Zeit
Verschobenen Nächte enden
Immer schon im nächsten Tag
Noch aufgeladen von Gefühlen
Die der Nervenkitzel bringt bleibt
Kaum Zeit zum Träumen wo wir
Noch für uns schreiben und lesen
Zur Ruhe kommen wollen so fragt
Sich warum unser Körper so sich
Eingerichtet hat dass er den Schlaf
Braucht wenn es doch irgendwo
Auf der Welt immer Tag ist
Was wir wo wir reisen schnell
In unseren gewohnten Rhythmus
Wieder umsetzen als gäbe es
Keine innere Uhr oder absolute Zeit
Sondern nur die relative zur Sonne
Ob wir nun die Nächte oder den Tag
Eher leben und lieben führt doch
Die so verschobene Übertragung
Uns wieder zum Bewußtsein wie
Relativ all unsere Wahrnehmung
Stets bleibt als mich die Schöne
Heute umarmte zum Abschied
War es als ging die Sonne auf
Für wenige Worte mit ihrem Kollegen
Danach die Gedanken des Essay
Philosophisch umreißend wurde es
Klarer Tag und die Berufung des
Schreibenden Geistes war hellwach
Nun in der Horizontalen scheint
Alles fern fordert der vom Sitzen
Müde Körper seinen Preis der Nacht
Werden die Augen schwer nur was
Wäre bliebe ich noch oder wäre ich
Nicht allein in meinem Bett sondern
In Gegenwart der nur Träume bald
Was spielte mein Körper mir dann vor
Um alle Müdigkeit zu vertreiben
Den Augenblick zu nutzen
Bloß nicht zu schlafen außer mit
Weiß nicht wohin die Relativität
Uns führte erfüllten sich alle Träume
Weiß nur nun ist es Zeit zu schlafen
jt 29.6.14
Ihr Lächeln
Ihr Lächeln hatte ihn sofort verzaubert
Sie bediente alle hier so
Klar wusste er das
Wie die meisten in diesem Café
Ihren Gästen dies Gefühl gaben
Nur sie war anders noch als alle
Begrüßte ihn schon beim ersten mal
Mit Namen und noch rätselte er
Ob ihres Namens die so zart war
Irgendwann würde er fragen
Da lief sie wieder vorbei
Er wollte ihr Lächeln genießen
Das immer einen Moment länger
Bei ihm blieb und ihm fiel ein
Das sie sich schon vorgestellt hatte
Wie konnte er ihn nur vergessen
Dachte er noch als sie plötzlich
Den Umständen des Servierens
Wohl geschuldet vor ihm stand
Sich zu seinem Nachbarn beugte
Eine Reihe hinter ihm und dabei
Bei ihm stehen blieb und noch
Wollte er auf die Leinwand schauen
Es war rasend spannend gerade
Dann kam ihm ihr Hintern immer
Näher klein zart und wohl gerundet
Er wollte nicht hinsehen das war
Viel zu platt er mochte sie ja
Hatte sich in ihr Lächeln verliebt
Er bemühte sich wegzusehen
Es dauerte immer länger
Sie kassierte ab und der Gast
War mehr als umständlich
Wie gerne hätte er ihr geholfen
Bemühte sich nach vorne zu schauen
Er schaffte es nicht aber vielleicht
Merkte sie ja wie sehr er sich
Darum bemühte nicht auf ihren
So schönen Po zu schauen
Er wollte sie als Frau würdigen
Nich auf ihren Po reduzieren
Aber es half nichts
Der Po war zu schön
Er konnte nicht wegsehen
Er gab es auf er konnte nicht mehr
Weder widerstehen noch wegsehen
Schaute hin und genau in dem Moment
War sie fertig mit kassieren
Stellte sich wieder und lächelte ihn an
Ob sie was gemerkt hatte
Fragte er sich es ging ja nur
Um ihr Lächeln sonst nichts
jt 28.6.14
Samstag, 28. Juni 2014
Achtelfinale Kolumbien Uruguay
Das Spiel beginnt und einer der beiden wird als Sieger vom Platz müssen. Kolumbien ist Favorit und Uruguay müht sich ohne ihren Beißer Suarez doch noch etwas zu reißen. Es geht hin und her bei kolumbianischer Überlegenheit. Dann schießt der kolumbianische Star den schösnten Schuss dieser WM bisher, im Flug mit der Brust angenommen, zum Fus geleitet und von vor dem 16er mit einem irren Schuss direkt unter die Latte und der Ball fliegt ins Tor - ein Schuss der Fußballegenden schreiben wird. Es steht 1:0. Den Konter der Honduraner retten die Kolumbianer noch gerade. Es scheint als hätte Uruguay nun begriffen, um was es geht. Nun ein Freistoß für Kolumbien, der knapp drüber geht. Die Urus zeigen, sie sind noch da.
Die zweite Hälfte beginnt mit vielen Angriffen der Kolumbianer. Nach einem großen Zuspiel trifft Rodriguez nochmal und ist nun erster der Torschützenliste, der Mann vom AS Monaco, es steht 2:0 für Kolumbien. Nun sieht ein Uru Gelb, aber momentan wäre das ohnehin eher egal. Nun verteidigt Kolumbien nur noch seinen Vorsprung aber viel passiert nicht mehr. Eine riesige Chance für Uruguay wird vom Torwart verteidigt, Da wechselt Kolumbien den aus, der am meisten gerannt ist. Noch ein neuer Defensivmann in den letzten zehn Minuten. Noch ein riesiger Schuss und wieder wehrt der Torwart groß ab. Da wechselt Kolumbien Rodriguez aus und es kommt Ramoz, der noch bei Hertha ist und in der nächsten Saison für Dortmund aufläuft. Es gibt drei Minuten Nachspielzeit. Das Spiel ist aus und Kolumbien ist im Viertelfinale, die Mannschaft um den bissigen Stürmer hat nicht nur ihn verloren sondern auch die WM. Kolumbien gewinnt mit 2;0 durch Tore vom großartigen James, da wird sich mein gleichnamiges Fahrrad aber freuen.
jt 28.6.14
Völliges Glück
Neben sehr Üppigen sitzen
Hat den Vorteil der Nähe
Wenn es ein Vorteil ist
Doch der Epikuräer genießt
Lieber als sich über die Enge
Die logisch unvermeidbar ist
Weiter beengt zu grämen
Spürt mit jeder Bewegung
Ihren Körper in seiner ganzen
Fülle ohne sich zu bemühen
Ihr irgendwie näher zu kommen
Genießt er die Berührungen
Denen sie nicht ausweicht
Ihrem gemütlichen Wesen gemäß
Sitzt sie diese lieber aus
Als sie das ihr hier servierte
Annehmen will beugt sie sich
Weit über ihn bis ihr Busen
Unweigerlich ihn streift
Als sie kurz danach mal eben
Obwohl mitten im Spiel noch
Einem dringendem Bedürfnis folgt
Hat er erst den Genuss
Auf ihr Hinterteil zu blicken
Das erklärt warum der Stuhl zu klein
Freut sich daran und mehr noch
Als sie sich höflich umdreht
Die Enge bedingt ein Schwanken
Könnt er spitzte er nun den Mund
Wohl den Reißverschluss ihrer Hose
Mit den Zähnen öffnen doch was
Des üppigen Glück erst Auftakt war
Wird gekrönt noch als sie sich
Zurückgekehrt wieder setzt
Die tief sitzende Hose den nun
Umgekehrt hoch gezogenen String
Wie bestimmt die Hälfte ihres riesigen
Hinterns freigab wenn es auch nach
Aller Erfahrung nur ein Drittel war
Ist die Aussicht noch verlockender
Als sich ihre Hände berühren
Bei der Übergabe ihrer dritten Cola-Rum
Wäre des seligen Genusses wohl
Schon fast ein Gipfel und weiteren nun
Höhepunkten schien ihrem Blick dabei
Zufolge nichts im Weg das er sich
Doch entschied lieber darüber
Nur zu schreiben statt zu erleben
Mag dem Fußball geschuldet sein
Zum Abschied blieb er höflich
Irgendwann ist die WM ja zu Ende
jt 28.6.14
Christliche Toleranz
Marilyn Manson musste ein Konzert
In Moskau absagen wegen Drohung
Mit einer Bombe nachdem zuvor
Schon ein Konzert in Nowosibirsk
Abgesagt wurde wo auch Orthodoxe
Fundamentalisten protestierten weil
Der Schockrocker die Jugend verderbe
Wie gegenüber Schwulen zeigt sich
Das russische Reich wieder noch
Eher mittelalterlich in seiner Toleranz
Gegenüber Andersdenkenden
Dabei ist egal ob ich den Manson mag
Oder ihn wie seine Musik eher gruselig
Finde solange Abergläubige für sich
In Anspruch nehmen die wahre Lehre
Öffentlich zu vertreten und alle die es
Anders sehen zu bestrafen oder
Schlimmer noch retten wollen
Muss dagegen protestiert werden
Es ist typisch für alle Heilslehren
Solch intolerante Macht auszuüben
Wenn wir sie ihnen geben
Darum muss daraus gelernt werden
Keine Toleranz der Intoleranz
Keinen öffentlichen Raum dem Aberglauben
Wo er sich so verhält ist er ein Terrorist
Muss vom Staat ebenso behandelt werden
jt 28.6.14
Leseschönheiten
Könnte mich immer wieder in Lesende
Verlieben denn sind sie nicht schön
Wo alle Sinne zwischen den Zeilen
Sie ganz hingegeben und doch geistvoll
Noch hochkonzentriert nicht nur das Bild
Sonstiger Hingebung und ihrer Reduktion
Auf rein körperliche Vorgänge sind
Ein erhebend zärtlicher Anblick
Der auch wo er mal tiefer geht
Noch erhebend bleibt in allem
Werde mich immer in eine Lesende
Verlieben nur in welche und wann
Fragt sich der Leser mit all seinen Büchern
Für sich und allein manchmal noch
Aber lesen wir lieber weiter der Rest
Ergibt sich unter uns Lesern liebend
Von alleine und wer wollte je mehr
Als gereizt wie amüsiert nach
Geist wie Körper sich sehnen
jt 28.6.14
Auf eine Tasse Tee 0018
Attentate lösen Kriege aus
Oder lassen überkochen
Was schon zulange gärte
Längst reif war für die Explosion
Was seit Jahrhunderten schon
Eng verschlungen sich
Inzüchtig rekrutierte ohne
Den Geist der Zeit noch
Zu registrieren ob damit
Etwas besser wurde oder
Sich einfach nur änderte
Bleibt unklar bis heute
Klar ist hunderttausende starben
Nicht ist es wert ein Leben darum
Zu riskieren auch wenn das Leben
An sich keinen Wert hat als Sein
Nur was ist wertvoller als sich
Lebendig Zeit zu nehmen
Auf eine Tasse Tee
Zu würdigen was ist
Zu genießen wie es kommt
Davon stirbt selten jemand
Und wenn war es Zeit
Beim Teekochen kocht nur mal
Das Wasser über wenn wer träumt
jt 28.6.14
Der Hunderttausender Prinz
"Eh’ i mei Dirndl laß, / Laß i mei Leb’n, / Denn so a lieb’s Dirndl, / Kann’s niemermehr geb’n!"
Franz Ferdinand Este
Der Franz Ferdinand der war ein längst
Schon alter Prinz geworden mit seiner
Großen Liebe als sie ihn abschossen
Träumte er noch davon Kaiser zu werden
Mit dem abschießen hatte er es selbst
Fast 275.000 Stück Wild erlegt in 51 Jahren
Das sind jeden Tag mehr als 15
Rechnen wir ein wie wenig er wohl
Die ersten fünf Jahre geschossen hat noch mehr
Einer der so viel tot schießt ist kein Guter
Einer der es mit soviel Freude tut auch nicht
Sagen wir heute alle Jäger mit Argusaugen
Bewachend während es damals gut war
Erwartet wurde von männlichen Helden
Fast 275.000 Küsse schickte er in zahllosen
Briefen seiner geliebten Frau der Gräfin
Die verarmt aus Böhmen unerwünscht war
Am Hofe nicht standesgemäß für den Este
Den reichsten Prinzen Europas die er dennoch
Anders als unser ewiger Prinz Charles heute
Gegen allen Widerstand heiratete aus Liebe
Wenn auch nur morganatisch vorab
Aber so waren eben die Zeiten
Sissis Neffe war früh halber Waise geworden
Später auch voller und lange noch nicht Kaiser
Wurde es nie mehr da vorher tot und konnte
Auch nicht mehr die föderalen Vereinigten Staaten
Von Austria von denen er träumte mehr als
Planen von einem Terroristen der serbischen
Schwarzen Hand erschossen auf dem Weg
In Freiheit und Unabhängigkeit wollten sie
Den Krieg provozieren der kein Ende fand
Ob es gut so ist dass der Choleriker nie
Regierte oder es besser gewesen wäre
Wenn der moderne der Technik gegenüber
Aufgeschlossene musikalische wie lyrisch
Begabte Prinz und Herzog von Este seinen
Onkel Franz Joseph beerbt hätte weiß ich
Nicht sowenig wie jedes was wäre wenn
Irgend entscheidend ist nur aufzumerken
Wenn einige den Tod von einem bejubeln
Scheint wichtig denn tot ist nie eine Lösung
Wer andere tötet ist ein Verbrecher
Auch der Tyrannenmord macht keine Helden
Beerdigen wir die Toten und vergessen wir
Besser die Mörder als sie zu Helden zu machen
Diese Zeit braucht keine mörderischen Helden
Ob sie Prinzen gebraucht hätte ist nun egal
Es gibt sie nicht mehr im Dienst
Der ewige Prinz Charles ist lieber Öko-Bauer
Denn Großwildjäger was in die Zeit passt
jt 28.6.14
Unabhängig unbeliebt
Dieser Bundespräsident ist ein freier
Unabhängigerer Kopf als alle vor ihm
Scheint es immer mehr der sagt wie
Tut was er für richtig hält auch gegen
Alle Mehrheit und nur seinem Gewissen
Folgend manchmal auch quer schießt
Wollte ihn weil ich genau das hoffte
Das ärgert mich wo ich nicht seiner
Meinung bin etwa beim Engagement
Der Bundeswehr weil Waffen nie
Frieden schaffen und freut mich nun
Bei den Diäten um so mehr
Die Bundestagsabgeordneten wollen
Sich verbeamten und sind die ewigen
Diskussionen um ihr Einkommen leid
Wollen dies an das der Richter knüpfen
Damit es nicht jedes Jahr diese dummen
Populistischen Diskussionen gibt
Soweit vernünftig was die meisten dazu
Äußern ist dümmlich von Neid zerfressen
Auf RTL II Niveau aber so ist dies Land eben
Auch deren Volksvertreter sie sind vor denen
Sie ihr Tun wie ihr Gehalt bitteschön jährlich
Öffentlich zu rechtfertigen haben
Wir brauchen da keinen Automatismus
Wenn wir schon undemokratisch regiert
Von zu großer Koalition dann soll doch
Zumindest öffentlcih darüber debattiert
Werden wie dieser Dienst bezahlt wird
Ob er entbehrlich ist und warum nicht
Es wird mir wohl weiterhin nicht alles
Gefallen was der Herr Pastor aus
Rostock so von sich gibt aber es ist gut
Einen unabhängigen Kopf im Präsidialamt
Zu haben der prüft und kritisch ist was
Eine politische Klasse nebenbei tut
Unabhängig unbeliebt sein ist nicht leicht
Aber gut und gut für dieses Land der
Viel zu vielen Ja-Sager unter denen ein
Unabhängiger Querkopf auffällt und also
Für die Freiheit steht ein echter Liberaler ist
Wie wir sie gerade jetzt dringend brauchen
jt 28.6.14
Morgenandacht 0063
Während der Rest der Republik
Die alte Bauernregel fürchtet
Nach der das Wetter an Siebenschläfer
Die nächsten Monate prägt
Schaut der Berliner misstrauisch
Wie es seine Art ist wenn alles gut ist
In den noch blauen Himmel
Ob dieser sich vorhersagegemäß bewölkt
Statt zu genießen von der Sonne
Geweckt worden zu sein
Egal was kommt endet heute
Die eintägige Fußballpause
Die KO-Phase beginnt
Wer immer übrig bleibt
Es kommt nicht aufs Wetter an
Die Vorhersage verhöhnt die Regel
Fragt sich nur was Ausnahme ist
Ob es noch Regeln überhaupt gibt
Was zu einer lustigen Folge nur wird
Ist es nun Zeit sich zu bewegen
Um noch vor dem Regen falls es regnet
Wieder zurück zu sein bei sich
Heute wäre meine Großmutter 103 geworden
Heute vor 100 wurde Franz Ferdinand ermordet
Heute scheint die Sonne bis es regnet
jt 28.6.14
Nachtgedanken 0003
Während die Nacht am Berg
Noch weiter munter feiert
Die Menschen vor den Cafés
Sitzen und plaudern sich
In den Hinterhof zurückziehen
In dem nur noch die polnischen
Bauarbeiter lauter debattieren
Während der Rest längst dunkel
Seinen Schlaf sucht teilt die Nacht
Sich in eine vor und hinter der Tür
Die Bilder des Tages bleiben
Als Erinnerung im Kopf wie
Das Lächeln der neuen Bedienung
Im Café um die Ecke das noch
Ein schönes Echo für nun Träume
Gibt wie viele Stunden sie auch
Noch arbeiten wird ist die Welt
Für sich zwischen den Büchern
Nun geschlossen lassen wir
Die Bilder in den Träumen tanzen
In eine gute Nacht
jt 28.6.14