Dienstag, 24. Juni 2014

Bilderlügen

Wir vertrauen Bildern oder schauen
Fern um den Dingen nahe zu sein
Gerade wenn irgendwo Fußball
Gespielt wird auf der Welt gern
Aber lieber noch soweit es um
Das Leben der Prominenten geht
Wollen viele mehr sehen als ist
Träumen sich Welten die kein Bild
Je erfüllen könnte wäre es real
Darum gibt es Schminke und Photoshop
Es gibt die Double für Intimes und
Doppelgänger für alles Indiskrete
Fragt sich nur warum wir uns
So gern auf Bilder verlassen
Auch wenn uns unsere Vernunft sagt
Das Auge lässt sich noch leichter
Täuschen als es die Logik zuließe
So sie im Verstand herrscht
Nur zu gern geben wir uns gefühligen
Welten ganz hin weil Hingabe doch
So lustvoll ist auch wenn wir real
Feststellen müssen nichts ist
Ferner der Wirklichkeit als nur Bilder
jt 24.6.14

Nigerianische Offenbarung

In Nigeria geht die Mädchenentführung
Nun in Serie und es offenbart sich was
Alle ahnten der Islam ist frauenfeindlich
Religion macht blöd und Fanatiker sind
Ein Schaden für die Welt

Sicher werden nun alle widersprechen
Dass könne nicht so generell gesagt
Werden es käme doch auf die Auslegung
An und Religion sei doch nicht einfach
Schlecht nur weil einige spinnen

Doch erwidere ich da sie ist schlecht
Überflüssig grausam und verblödet
Ob die Sekte nun Islam oder Christentum
Heißt ist völlig egal auf dem Gewissen
Haben alle mehr als genug

Nehmt das Geschehen dort als echte
Offenbarung und schaut in den Sudan
Wo eine zum Tode verurteilt wurde
Weil sie vom Aberglaube abfiel
Zeit den Wahn zu stoppen

Es gibt wohl keine Götter - BASTA
Wer an sie glauben will soll das tun
Für sich oder mit anderen aber bitte leise
Dieser Unsinn hat im Staat nichts verloren
Wer es anders sieht gehört in Therapie

Wer nun sagt dann wären die Atheisten
So radikal wie die Gläubigen nur umgekehrt
Hat etwas nicht verstanden denn den
Aberglauben braucht keiner Menschenrechte
Dagegen sind sichtbar überlebenswichtig
jt 24.6.14

Hummels hummelt

Um Hummels hummelt es
Cathy fischt Komplimente
Und angelt sich nur Spott
Als sich für gebildet haltende
Fußballerfrau im Bannkreis
Der BILD Koluministen
Wurde sie Springers Fisch
Der preisgegebenen Belanglosigkeit
Hätte sie sich nur ausgezogen
Nie wäre so viel Rummel
Gewesen wie nun um eine
Ob sich der Sympathieträger
Nun fremdschämt oder nur
Voller Bewunderung die
Marketingkünste dieser Wirtin
Der Betriebe bestaunt
Sie hat Aufmerksamkeit
Ein Shitstorm bringt Geld
Wer sich klüger dünkt sollte
Erstmal solchen Umlauf produzieren
Mit was ist nicht die Frage
Die Jungens sollen kicken
Ihre Mädels sorgen für Tratsch
Alles gut im Fußballdeutschland
Hummels hummelt und lässt sich
Hoffentlich nicht ablenken
Von völlig belanglosem Tratsch
Bei so wichtigem wie Fußball
jt 24.6,14

Morgenandacht 0059

Läuft die Nase schon am Morgen
Ist es Zeit für weniger Staub zu sorgen
Wo sie dann noch weiter läuft werden es
Die Pollen sein die noch immer quälen
Sie sich putzen und aufstehen sorgt
Für Besserung umgehend
Darum lohnt es nie zu leiden
Lieber sich am Glücke weiden
Wo wir reimen ist das Hirn erweicht
Muss allein am Fußball liegen
Sagt der Dumme allzu leicht
Manchmal ist es darum gut
Mit nichts zu enden statt zu seicht
Drum fassen wir den Mut
jt 24.6.14

Der Wandkuss

Er war auf dem Weg nachhause
Sie lehnten an einer Wand
Küssend sich begreifend
Begriffen sie langsam erst
Was sie schon hatten
Auch wo sie sichtbar alles
Um sich vergaßen
Befühlten sie züngig schon
Was sie ganz wollten
Er ließ sie weiter begreifen
Ging unberührt nachhause
jt 24.6.14

Nur 1 Euro

Ihm war nur 1 Euro runtergefallen
War ein wenig weiter gerollt bis
Unter den Tisch der Gruppe
Er hatte überlegt ob er
Sich dafür bücken sollte
Sie hatten ihn nicht beachtet
Plauderten oben munter weiter
Während er unten auf Knien
Im Dunkeln den Euro suchte
Hatte sein Pech verflucht
Wie peinlich war das wieder
Bis er unter dem Tisch
Den Kopf hob
Ihn sich leise fluchend anstieß
Dann wusste er es war gut so
Er liebte den Sommer
Alles lag so leicht und offen
Manchmal war es gut
1 Euro zu riskieren
jt 24.6.14

Montag, 23. Juni 2014

Pausenloslust

In der Halbzeitpause findet sich Zeit
Für Gespräche wie die Vertiefung
Der bis dato nur Blickbindung bei
Der sich die beiden sichtbar bemühen
Einander näher zu kommen noch
Suchen sie den Punkt der über das
Was sie schon haben hinaus geht
Die Lust kennt keine Pause
Im Gegenteil strebt sie pausenlos
Auf die Höhepunkte zu die jeder
Für sich zu erreichen sucht
Auch wenn sie im hier gerade
Noch bloß theoretisch sind
Bestimmen sie doch alles
Legen dabei alles Denken lahm
Dabei würden wohl wenige Worte
Genügen alles zwischen den
Sichtbar Willigen zu klären
Um die Pause zu nutzen
Oder das danach zu klären
Doch sichtbar lähmt die Lust
Die Zunge wie scheinbar auch
Die Finger die sich zwar gern
Suchen würden aber es über Zweifel
Dem Anstand wie dem Vernunfrest
Noch geschuldet nicht mal zur
Berührung bringen und so geht
Die Pause vorbei ohne das
Irgendwas passierte außer
In zwei sehnsüchtigen Köpfen
jt 23.6.14

Ein bisschen Frieden

Ein bisschen Frieden sang gruselig
In meiner Jugend auf dem Grand Prix
Schreckliche Nicole 1982 und gewann
Womit was heute ESC heißt für immer
Erledigt war für mich was bis heute noch
Gut so ist

Ein bisschen Frieden spielen sie nun auch
In der Ukraine was mehr als Hoffnung gibt
Es könnte doch noch eine Lösung geben
Auf dem Wege der Verhandlung geben
Bevor der sich aufblasende Westen nun
Bald gegenüber Russland an seiner Luftblase
Platzt

Hoffen wir Frieden hat mehr Zukunft als
Schlechte Musik und ich würde sofort
Den ganzen ESC gerne noch mit
Germanys next Topfmodell der Kochshow
Eintauschen gegen Ein bisschen Frieden
Vielleicht im Paket mit einer Grillparty mit
Thomas Müller für Ein bisschen Frieden

Von mir aus dürften auch die USA
Weltmeister werden wenn sie nur
Endlich aufhören die Welt mit überflüssigem
Krieg zu terrorisieren den keiner braucht
Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer diese
Waffenruhe am Tag der Freilassung von
Meriam Ibrahim vielleicht wird ja aus dem
Nur Täubchen ein Adler
jt 23.6.14

Glaubensfreiheitstod

Im Sudan wurde ein Urteil aufgehoben
Das zuvor nach der Sharia gefällt wurde
Die Christin wurde freigelassen die just
In Ketten ihr Kind gebar und mit dem Tod
Sowie 100 Peitchenhieben rechnen musste
Weil sie bei dem Aberglauben blieb mit dem
Sie bei ihrer christlichen Mutter aufwuchs
Den auch ihr Mann teilte und müsste aber
Nach dem mittelalterlichen Aberglaubensrecht
Des Islam Christin sein was wieder verdeutlicht
Wie autoritär albern der Glaube wird wo er
Staat spielt und warum kein Aberglaube
Wie er sich auch nennt etwas im Staat
Heute noch verloren hat und gut wenn
Sich der Sudan nun dem Druck beugt
Schlimm das es noch Gesetze gibt
Nach denen der Aberglaube regiert
Es gibt noch viel zu tun die Welt
Vom Terror des Glauben zu befreien
Stehen wir auf für die Freiheit
Damit jeder seinen Aberglauben
Für sich privat leben kann
Er hat nichts im Staat verloren
jt 23.6.14

Tödliche Übung

Ein Flugzeug stürzt ab
Noch dazu nahe bewohnter Gebiete
Es sterben nur die Insassen vermutlich
Wohl infolge einer Übung bei der die
Bundeswehr üben sollte Flugzeuge
Abzudrängen und zur Landung zu zwingen
Übung gelungen der Flieger ist unten
Teilnehmer leider tot
Was allen leid tut weckt vielleicht
Erinnert daran das Militär immer töten übt
Es gibt keine zivile Armee auf der Welt
Nur tarnen wir den Killerinstinkt gern
Wer Krieg spielen will muss damit rechnen
Maschinen die zum töten gemacht werden
Töten eben ab und zu
Gut das nicht noch mehr passiert ist
Denken nun vermutlich viele
Diesmal noch meinen andere
Es wird Zeit auf sie zu hören
Armeen müssen das Töten üben
Das ist ihre Aufgabe
Dabei sterben auch mal welche
Wer das nicht riskieren will
Sollte nicht von Sicherheit schwafeln
Die gibt es nämlich nicht
Nirgendwo und Armeen erhöhen
Das Risiko des Krieges
Immer nur manchmal vergessen wir es
jt 23.6.14

Liebesverlustmeldung

Wo können wir die verlorene Liebe
Melden oder eine fremde gefundene
Abgeben damit jeder seine Liebe
Wieder findet beizeiten nur auf dem
Eben Amt nachfragt ob wer was abgab

Oder gibt es noch kein Amt für Liebe
Das die gebrochenen Herzen bewacht
Für zeitige Integration sorgt damit sie
Nicht ausgegrenzt werden oder ist ein
Gebrochenes Herz keine Behinderung

Wie gerne wäre ich Direktor im Fundbüro
Für die verlorene Liebe stöbete Nachts
Durch die Reihen stellte gleich schlagende
Einfach zusammen um zu sehen was sich
So findet wenn sie um sich schauen
jt 23.6.14

Aufweichungserscheinung

Es trafen sich die roten in Europa
Regierenden Staatsoberhäupter
Um über Aufweichungen einig
Zu sein und zwingen so Merkel
Wieder in die Rüstung
Der eisernen Kanzlerin
Die keinen Schritt abrückt
Vom Sparkurs und Aufweichung
Der Stabilität keinen Raum gibt
Diese Politik ist beidseitig
So naiv wie dumm
Es muss nun kooperiert werden
Wer polarisiert erreicht nichts
Als die Spaltung Europas
Um des Geldes wegen riskieren
Was immer unverantwortlich ist
Zeit für einen Wechsel
Die eiserne Kanzlerin wird sich
Erst erweichen lassen wenn
Mit ihr statt gegen sie um Europa
Gerungen wird
Es wäre so einfach
Kooperation statt Konfrontation
jt 23.6.14

Auf eine Tasse Tee 0012

Es ist eine kleine Zeremonie
Einen guten Tee zu bereiten
Braucht Zeit die viele lieber
Noch verschlafen statt sie sich
Einfach zu schenken als Gewinn
Zu Anfang wenn wir uns Zeit
Lassen bis das gekochte Wasser
Die richtige Temperatur hat
Wir den Tee ziehen lassen bis er
Je nach Tee und Wasser golden
Den Tag einleuchtet denn nichts
Besseres als ein guter Tee ist
Denkbar einen Tag in Ruhe
Zu beginnen wo wir ihn nicht
Verschlafen ist es gut so
Es lohnt sich für einen feinen Tee
Früh aufzustehen anstatt
jt 23.6.14

Morgenandacht 0058

Während es über Berlin im Wechsel von
Blau zu weiß wechselhaft scheint ziehen
Über dem Irak dunkle Wolken auf

Der amerikanische Außenminister ist da
Was selten in der Welt mehr als Invasion
Zur Folge hatte oder Zwang im Bündnis

Sicher ist die ISIS eine Bedrohung
Wäre das Bush Amerika nicht auch dort
Einmarschiert gäbe es diese nicht überall

Sie stiften Chaos ziehen sich zurück
Nennen sich dann Freunde um ihre
Imperiale Wirtschaftspolitik weiter
Ungestört ausbreiten zu können

Der Versprecher des polnischen Ministers
Trifft den Kern das Bündnis mit den USA
Nützt nur diesen und besser vergessen
Wir es ganz schnell wieder damit wir im
Gleichgewicht mit Russland bleiben
Die Welt friedlich gestalten statt kurzsichtig
Amerikanisch den Dollar anzubeten

Wer Amerikaner für Freunde hält hat
Im Supermarkt ihrer Freiheit noch nicht
Auf das Preisschild geschaut
Begreift nicht wer an ihren Krediten nur
Verdient warum diese Supermacht
Rücksichtslos die Welt ausbeutet
Weiter zerstört jeden Tag und dies
Noch mit nationalem Stolz verbreitet

Amerika behauptet sie verteidigten
Die freie Welt leider passiert das Gegenteil
Über Google und Apple kontrollieren sie
Alle am vermeintlich freien Markt

Vergessen wir die Freiheit aus Amerika
Befreien wir uns lieber von diesen nur
Falschen Freunden verlogener Welt
Um Solidarität dort zu suchen
Wo sie nahe liegt
jt 23.6.14

Erste Sommersesion

Dirk und Rob eröffnen die erste Sommersession mit viel Schwung, wozu Moritz nun noch den Beat liefert auch für seine heute mit anwesende Mutter, die bereits freudig begrüßt wurde- Rob singt wieder mit starker Stimme während oben Südkorea und Algerien um den Sieg kämpfen hier unten wenig beachtet, da sich Dirk und Rob beim rasanten Spiel selbst übertreffen, beide auf Barhockern sitzend.

Als nächstes kommen die Blackgayjuice mit Tamburin un Gitarre rocken sie im Stil des Freejazz los und bringen fast punkige Kraft in den Keller voller Leidenschaft singen beide auch abwechselnd mit hohem Tempo mal auf englisch dann vermutlich spanisch, variieren vom Flüstern bis zum Schreien und singen davon, wie sie ihre I-Pods in den Arsch stecken. Bleiben beim nächsten Song beim Thema und singen davon wie Shit is in the air. Eine großartige Vorstellung,

Ein noch unbekannter Sänger bgeinnt zur akustischen Gitarre mit eher zarten Liedern. Singt mild verwuscheltem Haar und spielt ein wenig mit seiner Stimme und buhlt um die Aufmerksamkeit des geschwätzigen Publikums. Er stellt sich mit Künstlernamen vor als Paul Arthur Hood und singt seine leichten, melodisch schönen Lieder weiter.

Red im rotweißgestreiftem Hemd zur Nerdbrille stimmt noch seine Gitarre zum Vollbart ab und legt sogleich mit Tempo und viel Schwung im Ton der Liedermacher auf englisch los, ganz zarte Elemente in seiner Stimme, spielt er melodisch auf seiner schönen Gitarre. Singt seine drei Lieder sehr gut und verteilt noch Flugblätter für seinen nächsten Gig.

Nun folgt Johannes zum ersten mal im Al Hamra, singt er deutsch zur Gitarre mit sehr gefühlvollen Liedern, wobei der erste Song noch von einer Lebenskrise erzählt, die den erst kürzlich nach Berlin gekommenen kürzlich betraf und er erzählt vom leeren Blatt Papier, an das er sich verlor. Im nächsten Song etwas schwungvoller singt er davon wie er sich wieder zusammenreißt und wie er mit Steinen wirft, um sich die Zeit zu vertreiben. Wird beim Spielen immer lockerer und singt weiter vom sich einfach mal zusammen reißen und die Welt wieder in Stand bringen. Nun kommt ein Stück, das kein Liebeslied ist, was er noch nicht geschrieben hat, warum auch immer, aber doch irgendwie und nun spielt er es einfach.

JP Enderli kommt zusammen mit Ramon auf die Bühne, wie immer JP mit Basecap aber ausnahmsweise zur ersten Sommersesch mit langen Hosen. JP beginnt mit seinem Gesang und die beiden finden schnell in den wunderbaren Beachreggae Sound. Ramon wie immer cool im offenen Hemd zur langen dunklen Jeans spielt hochkonzentriert mit und variiert die Begleitung gekonnt. JP singt durch seinen dichter werdenden Bart immer besser, sein Rhythmus ist auch in zarten Momenten noch ganz da und so ergänzen sich die beiden sehr gut. Wippen sogar gemeinsam harmonisch auf ihren Barhockern. Beim dritten Song geben die beiden noch ein wunderbares rhytmisches Vorspiel das den südafrikanischen Beacgreggaesound stark fühlbar macht. Andächtig lauscht auch die Schöne mit dem Zopf zur rechten die beide sichtbar kennt und den Blick des Flaneurs sofort bemerkt und mit den Augenbrauen lächelnd antwortet.

Sons of Settlers stimmen sich gerade noch ab und verkabeln sich, bevor die beiden gelockten Herren an halbelektrischer und akustischer Gitarre mit starkem Sound loslegen. Singen sie mit starker Stimme auf englisch während Dirk noch ein wenig am optimalen Kellersound bastelt, den sie mit vielen Effekten bereichern und die beiden Südafrikaner aus Kapstadt bringen große Stimmung im Duett. Erzählen uns zwischendurch von ihren beiden anderen Konzerten in Berlin auf ihrer Tour. Begeistert lauschen die hier Zuhörer sogar Andy der Kenner ist ganz andächtig für einen Moment und auch JP singt begeistert mit, sie bringen einen ganz großen begeisternden Sound in den Keller. Nun kommt noch Moritz dazu und gibt den Beat und das Publikum klatscht mit alle sind sichtbar begeistert. Dann erzählt uns der Sänger von ihrem letzten Konzert zur Féte de la Musique in Greifswald, wo sie mit ihren Freunden von Riders Connection zusammen spielten und alle den freien Alkohol sehr genossen. Bei ihrem letzten Song legen sie noch mal richtig los und begeistern das Püblikum zum Mitklatschen und Moritz liefert einen genialen Beat zum fantastischen Sound der beiden. Die hier Musiker zeigen sich völlig begeistert von dem genialen Sound der beiden mit Moritz.

Silvio ist der nächste heute mit halb akustischer Gitarre und wird von Ramon an der akustischen begleitet. Unser italienischer Freund mit elegantem Hut zur Weste. Silvio fängt mit seinem rhythmischen Gesang an und spielt dann in seinem schönen Italo Liedermachersound los voller Leidenschaft dabei. Immer schneller singt Silvio auf italienisch wunderbar begleitet dazu von Ramon mit einem tief groovigen Sound. Zum nächsten Song den er sehr schnell beginnt, hängt er sich seine Tröte um, auf der er zwischendurch seinen Gesang noch unterstützt. Beim letzten Song vorm Fußball spielt er mit dem Publikum und fordert alle zum Jam auf, da kommt Rob auf die Bühne und singt mit. Die Stimmung steigt im Keller, während Moritz in den Armen der Schönen von vorhin langsam noch ein wenig mit der Hand trommelnd dahin träumt vor der Bühne, dann springt auch er auf die Bühne und macht die Beatbox dazu, das ganze geht langsam in eine Jam über voller Leidenschaft und Rhythmus. Nun gab es die Erlaubnis statt Fußball noch die Jam fortzusetzen, die nun mit viel Leidenschaft weitergeht.
jt 22.6.14

Sonntag, 22. Juni 2014

Lust der Blicke

Die Lust der nur Blicke
Zwischen gänzlich angezogenen
Zieht manchmal weiter aus als
Es noch so schnelle Finger je
Könnten auch wo sie willig
Sind so sitzen sich manchmal
Zwei noch auf Distanz gegenüber
Sind sich längst so nah wie sie
Nie ahnten als sie sich anzogen
Denken schon in Bruchteilen von
Sekunden mehr über ihr darunter
Nach als der andere ahnt
Längst ist alles geklärt und doch
Warten sie noch auf den Moment
Der ersten Berührung während ihre
Nur Blicke die sich immer wieder
Treffen tiefer abschätzen was
Sie wohl erwarten wenn sie
Sich endlich nicht mehr nur
Von Ferne haben denken
Für Sie darüber nach wie groß
Sich seine Erregung wohl schon
Unter der noch Hose abdrückt
Während er selbigen Ort im Blick
Fragt wie wohl ihre Lippen sind
Mehr äußere oder mehr innere
sichtbar und gedanklich obere
Rundung genießt voll freudiger
Erwartung sie bald zu berühren
Dieses bald vielleicht genügt
Beiden längst tiefer zu schauen
Als einer ihrer Umgebung sieht
Für die dort nur zwei an zwei
Tischen sitzen Meter voneinander
Entfernt von denen sie längst
Nichts mehr fühlen voll Sehnsucht
Sich endlich zu verschlingen
Wovon noch keiner weiß wie
Noch kennen sie sich nicht mal
Die unendlich vielen Variablen
Des möglichen Scheiterns
Liegen noch weit vor ihnen
Die nur von ihrer Lust geführt
Je vergöttern und es ist Zeit
Den Blick des Flaneurs
Von ihnen zu wenden auf das
Sie Zeit zu finden oder nicht
Dann war es ein wunderbarer
Augenblick mehr nicht aber
Ist längst alles
jt 22.6.14

Stellungszeichen

Die große Lust lässt sich
Auch von Ferne meist leicht
Erkennen wo sie sich zeigt
Die Zugewandtheit auf Augenhöhe
Oder gerade nicht verrät uns
Viel über die Wege zueinander
Wie die Orte der Konzentration
Wir müssen gar nichts sehen
Um zu wissen was passiert
Jedenfalls nichts von dem was
So ist die nur Andeutung
Oft mehr weil wir im Unsichtbaren
Tiefer ahnen  als wir sonst sähen
Ist die Phantasie allein lustvoller
Als der direkte Blick des Voyeurs
Wo wir gewiss sind und doch nicht
Beflügelt erst der Geist die Lust
Was ihr erst den Raum gibt zu sein
jt 22.6.14

Liebeskonkurs

Die Liebe ist kein Unternehmen
Nicht mal eine private Person
Nur irgendwie Privatsache
Sollten die wissen die es betrifft
Dennoch kann sie Konkurs gehen
Wenn es an liquiden Mittel fehlt
Eine Beziehung aufrecht zu halten
Können wir sie langsam sterben lassen
Ewig leiden um etwas was nicht ist
Oder doch ist aber nicht sein kann
Uns viel Lebenszeit rauben lassen
Vom Unmöglichen was ist wie es ist
Oder den Konkurs eröffnen um die
Noch liquiden Gefühle zu retten
Natürlich ist jede Liebe einmalig
Können Gefühle nie übertragen werden
Manchmal ist dennoch gut so zu tun
Als ob dies möglich wäre
Erstaunt stellen wir fest wie vielfach
Liebenswert die Welt ist wo wir uns
Ihr zuwenden statt uns mit dem länger
Zu beschäftigen was nicht ist
Dann versuchen wir die Gefühle
Wieder auf den Markt zu bringen
Mit uns hinten dran wenn auch
Sehr vorsichtig wir sind ja im Konkurs
Rein emotional betrachtet
Doch mehr aus diesem zu holen
Als das Leiden am gebrochenen Herz
Ist immer ein fühlbarer Gewinn
Wer Liebeskummer hat weiß eins sicher
Zumindest Lieben kann er irgendwie
Was einmal geht geht auch zweimal
Jeder Liebeskonkurs ist ein Neuanfang
In einer Welt voller Wunder
Schau um dich statt in dir zu wühlen
Es bleibt ohnehin wie es ist
Machen wir es uns zumindest schöner
jt 22.6.14

Poltisch geistliche Divergenz

Im Iran wünschte sich der eine dies
Der andere das und so ist es dort
Schon fast wie hier wo wir Demokratie
Es nennen dort wünscht der kluge
Politische Kopf mehr Engagement
Der Amerikaner um die reale Bedrohung
Durch die Gotteskrieger der ISIS für
Die schiitischen Glaubensbrüder
Abzuwehren während sich das
Geistliche Oberhaupt jede irgendwie
Einmischung des Erzfeindes verbietet
Schön wenn offensichtlich wird wer
Für was dort steht und wer nicht will
Wenn Geistliche Politik machen
Wird das selten menschlich und meist
Verstärkt es nur die ohnehin Probleme
Auch wenn der Gottesstaat noch weit
Davon entfernt ist zeigt sich wieder
Um so ferner aller Aberglaube der
Normalen Ordnung des Lebens steht
Um so besser ist es für die Menschen
Es gibt weniges für was es noch lohnt
Zu kämpfen als den Laizismus als
Folge der Aufklärung und es wird Zeit
Für mehr Vernunft und weniger Glaube
jt 22.6.14

Gegnersüberlebenskampf

Nun hat es ihn erwischt
Einen den ich lange bekämpfte
Der Blutkrebs frißt sich durch ihn
Zufällig wurde er erkannt
Er steht vor der Chemo
Es geht ums überleben
Alle Kämpfe werden egal
Möge er Kraft genug haben
Noch zu überleben
Den Krebs zu besiegen
Oder ein friedliches Ende finden
Alles Gute für Guido Westerwelle
Unser erster bekennend schwuler
Außenminister habe es gut
Dieser Kampf hat Vorrang
Vor aller Politik
jt 22.6.14