Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wünsch dir was

Wünsch dir was dann haste
Was worauf du dich noch
Freuen kannst meinen die
Verkäufer der Wünsche

Wünsch dir was dann bleibst
Du nicht allein meinen die
Partnerinstitutsvermittler die
Von Liebe träumen lassen

Letztere ist besonders da
Gefährlich wo sie mehr als
Körperliche Nähe bedeuten
Soll und austauschbar wird

Wünsch dir was und vergiss
Es wieder damit du Glück
Siehst wenn es kommt auch
Wenn es manchmal täuscht

Wünsch dir was ist für die
Narren die noch glauben
Ihre Träume hingen auch
An anderen in etwas

Wünsch mir nix mehr
Liebe nur und manchmal
Wäre ich gern da wo so
Manche zu sein scheinen

Dann wach ich auf
Merke es bleibt Illusion
Liebe gibt's nur im Traum
Gute Kompromisse sind viel

Genieße was ist um einfach
Glücklich zu sein in dem
Was kommt mehr nicht ist
Genug für ein Leben
jt 12.12.13

Der Auszug der Schönen

Manche fürchten das sich
Ausziehen da sie meinen
Es könnten sich Makel
Dabei offenbaren

Als gäbe es makellose
Schönheit überhaupt
Machte nicht der liebende
Blick erst wirklich schön

Gerade Frauen neigen dazu
Dinge an sich zu bemängeln
Die dem verliebten Knaben
Völlig absurd erscheinen

Umgekehrt haben Männer
Die wohltuende Gewohnheit
Ihre wie andere Mängel ganz
Gelassen zu übersehen

Dahingestellt ob was manch
Frau einen solchen nennt
Überhaupt einer ist aus der
Sicht des Betrachters

Es fragt sich nun woher in
Der Natur die Frau den so
Kritischen Blick hat genau
Umgekehrt zum Mann

Der Umgang mit sich zeigt
Sich besonders deutlich im
Ausziehen und der eher
Spielerischen Präsentation

Dies beginnt sichtbar mit
Sich allein was auch schon
Sinnliche Freude all denen
Macht die genießen können

Selten können wir Lust mit
Denen erwarten die sie nicht
Auch mit sich genießen nur
Umgekehrt schließt schwer

Insofern ist die Anweisung
Beobachte die Partner beim
Sich ausziehen zu erfahren
Wie der Sex wird komisch

Selten kommen wir davor
Schon dazu und dabei ist
Es meist schon zu spät
Ohne Kränkung zu ändern

Darum dem Ausziehen keine
Beachtung zu schenken hieß
Sowohl kränken wie Glück
Nicht gebührend würdigen

Vor allem sollte niemand
Den Fehler begehen dies
Alles ohne biografischen
Kontext verstehen zu wollen

Doch bei allem Verständnis
Gebe sich auch niemand
Der Illusion hin das Wesen
Ändere sich ausgezogen je

Oft erzählt schon der erste
Kuss allerdings mehr über
Die Natur der Liebe zu sich
Wie die Kunst der Hingabe

Wo hier alles stimmt lohnt
Die Geduld während was
Dort schon schwierig war
Es immer bleibt
jt 12.12.13

BankenRepublikDeutschland

"Wir haben Anlass, darauf stolz zu sein, dass sich der Bundesfinanzminister für die deutschen Banken einsetzt"
Stephan Rabe
(Bundesverband Öffentlicher Banken)

Die EU beschließt mit
Deutscher Interimsregierung
Einen freundlichen Fond für
Nächste Krisen der keinem
Weh tut viel beim alten lässt
Einen Misthaufen mehr noch
Beschützt als reformiert

Solange wir die Banken
Weiter agieren lassen ohne
Sie zu spalten werden sie
Regieren und mit ihrem an
Gier und Profit orientierten
Wesen unsere Zukunft
Bestimmen fragt sich nur
Wer das wollen könnte

Wir haben Anlass, dafür
Und zu schämen dass sich
Der Bundesfinanzminister
Für die deutschen Banken
Immer noch einsetzt
jt 12.12.13

Prüfung voriger Theorie

Nach der Theorie der eben
Anziehung kommt es nicht
Auf den direkten Blick an
Reiz ist eher unsichtbar

Im hier August Fengler treibt
Sich wieder viel an Damen
Wie Herren für sich herum
Auf der Suche nacheinander

Viele der Damen zeigen
Mehr Wäsche deutlicher als
Nötig angezogen zu sein
Fraglich ob dies noch wirkt

Oder verhält es sich eher
Umgekehrt und um so
Weniger die jeweiligen
Zeigen je mehr wirken sie

Der Witterung entsprechend
Herrscht nun Wolle vor die
Gerne in Strickjacken freien
Blick auf Dekolletés gewährt

Doch nicht die mit größter
Sichtbarkeit an Busen oder
Hüften erhalten proportional
Mehr Aufmerksamkeit hier

Umgekehrt scheint gerade
Die Anziehung mit dem
Desinteresse parallel zu
Steigen mit Ausnahmen

Anders scheint es sich bei
Den direkt auf die Triebe
Gerichteten zu sein die sich
Proportional locken lassen

Unklar bleibt die Absicht der
So Wäsche präsentierenden
Damen die sich umgekehrt
Zur je Sichtbarkeit geben

Um so mehr sie von sich
Zeigen um so viel weniger
Erwidern sie direkte Blicke
Sehen sich sexuell reduziert

Dies Paradoxon der schlicht
Umgekehrten Reaktion zur
Gezeigten Körperlichkeit
Folgt wohl strengen Regeln

Sichtbar sind die Damen
Parallel zur je Präsentation
Ihrer Reize umgekehrt offen
Haben je nackter mehr Ruhe

Sind darum die mehr zeigen
Genausoviel weniger offen
Oder folgen sie doch der so
Offensichtlichen Absicht

Wo sie es tun legen sie Wert
Darauf umgekehrt stark
Angesprochen zu werden
Was die Regel bestätigte

Dagegen spricht wie sehr
Sie im offenlegen dennoch
Um Verdeckung mit Wäsche
Sich reizvoll bemühen

Noch zeigt sich keine völlig
Ihrer Natur entsprechend
Sondern verdeckt offen noch
Immer auf etwas Abstand

Anders die Herren an der
Bar die wohl um so mehr
Kontakt suchen desto mehr
Sie nackt an Kopf zeigen

Als suchten sie proportional
Zur Glatze mehr Bestätigung
Geben sie sich unnahbar mit
Gegenteiligen Ergebnis

Dies geschieht wohl auch
Unabhängig davon ob sie
Wäsche zeigen was für die
Damen keine Rolle spielt

Fraglich wäre noch warum
Sie es überhaupt tun oder
Ob was die Damen nutzen
Umgekehrt wirken soll

Die sich also nachlässig
Präsentierenden sind damit
Cool was als Wert geschätzt
Auf das Wesen deuten soll

Bestätigt das Verhalten beim
Hier Gruppenbalzen also die
Vermutung es käme für die
Anziehung auf andres an

Spannend wäre nun die
Überprüfung ob sich das
Verhalten änderte so sich
Alle einander nackt zeigte

Insofern trotz steigender
Temperaturen keiner hier
Sich ganz auszieht belegt
Die Praxis wohl die Theorie

Derweil hängt sich ein wohl
Geburtstagskind an schnell
Wechselnde Hälse mit Hut
Plaudernd voll bekleidet

Sichtbar um viel Nähe hier
Bemüht zeigt sie keinerlei
Wäsche was der Anziehung
Sichtbar nicht schadet
jt 12.12.13

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Ordentliche Anziehung

Die Tiefe erster Anziehung
Hängt zu oft am Anblick als
Verriete dessen Ordnung
Etwas über das Wesen

Ist die doch nur Verkleidung
Ein geschicktes Manöver der
Täuschung oder Prüfung
Jeweiliger Seriosität

Also Teil der Balz und nur
Präsentation zum Zwecke
Der Fortpflanzung in Zeiten
Der Austauschbarkeit

Wenn dem so wäre fragt
Sich nur warum ein deutlich
Zu kurzer Rock etwa der im
Schnitt Rundungen betont

Stärker auf manche noch
Wirkt als der gehobene
Als würde unser Hirn im
Verdeckten wacher agieren

Was ist erotische Spannung
Warum ist der Versuch der
Verdeckung der Reize die
Geordnete Anziehung mehr

Als die offene Präsentation
Auf einem gynäkologischen
Stuhl die gerade den Kitzel
Durch schlicht Natur ersetzt

Oder ist der Kitzel der uns
Verborgenen Reize eben
Die Natur die uns entspricht
Ist Entblößung unnatürlich

So wie es manchmal auf die
Kleinen Punkte ankommt im
Miteinander am Geschlecht
Könnte es mit der Blöße sein

Mehr oder weniger an sagt
Selten etwas über die Tiefe
Der Zuneigung vielleicht ist
Darum Nähe so relativ
jt 11.12.13

Abschied vom Bogota

Im alten Westen schließt
Ein Hotel was älter schon
Ist als die Stadt je geteilt war
Und es stirbt eine Institution
Der Kultur die Aufstieg wie
Untergang dieser Stadt seit
Den goldenen 20ern prägte

Im alten Aufzug noch ohne
Sicherheitskabine bis ganz
Oben gefahren und in der
Langsam Nacht nach davor
Skurril passend Schampus
Im KadeWe ohnehin leicht
Beschwingt den Ort vor
Seinem Ende besucht

Im Atelier von YVA der
Fotografieikone und Lehrerin
Helmut Newtons auf den
Balkon der gleich dem aus
Romeo und Julia gedachten
Nur eben im hohen Raum
Über geschwungene Treppe
Erreichbar unter der Decke
Liegt gleich diesen auch den
Ausblick genossen

Wie sich viele Aus- und
Durchblicke finden in dem
Aus mehreren Häusern
Zusammengesetzte Hotel
Manchmal noch sind diese
Mit alter oder moderner
Kunst gefüllt die zwischen
Den Etagen hängt

Zwischen den Zeiten auch
Die noch Einrichtung vom
Designerbad bis zur ganz
Unsanierten Absteige mit
Dem staubigen Flair einer
Längst vergangenen Zeit

Während im Saal im Parterre
Ein Swingtanzabend noch
Ein letztes mal zelebriert
Wurde von dem eher
Zwischendurch verirrte
Klänge nach oben drangen
Galt es tiefer einzudringen

Einzelne Möbel aus DDR
Fabrikation im so Design
Bilder wie Collagen an den
Wänden irgendwo ein Lager
Teils sehr bequemer Sessel
Neben Zimmern voll von
Gestapelten Matratzen
Installationen die gerade
Noch im zu räumenden Bau
Installiert werden oder die
Werkstätten der Künstler
An Stoff oder Bügeln

Um den Aufzug immer
Wieder wendelnd herum
Nach Ausflügen in die
Flügel mit Werken die hier
Entstanden an die Wand
Gepinnt den Eindruck des
Auch vorläufigen nie ganz
Verlieren bleibt das Hotel
Als ein Ort voller wilder
Geschichten in Erinnerung
Aus der Zeit nicht mehr
Lohnend rein ökonomisch
Nur voll Kunstgeschichte
Wird ein Denkmal lebendig
Versteigert über das der
Berühmte Helmut Newton
Der dort ab 1936 lernte
2002 noch sagte:

"Sie schlafen in heiligen Räumen."

Dem ist zum Abschied
Nichts mehr hinzuzufügen
jt 12.12.13

Kapitaler Glückstempel

Tief im Westen liegt das
Gleichnamige Kaufhaus
Desselben und feiert den
Weihnachtlichen Einkauf

Mit Tüten bewaffnet zücken
Kapitalkräftige Kunden ihre
Goldenen Karten Rechnung
Dezent zu begleichen

Ware wechselt in einheitlich
Bedruckten Tüten auffällig
Unauffällig zu verstecken
Dem Ausweis des war da

Was immer sie heimtragen
Ist schon das Tragen Glück
An sich suchen sie Erfüllung
Zwischen den Etagen

Selig gestresster Blick für
Die Lust anstatt entspannt
Sich verführen zu lassen
Fürchten sie zu verpassen

So zieht es durch Tempel
Seligen Konsums der nur
Scheinbar befriedigt statt
Gelassenheit zu schenken
jt 10.12.13

Dienstag, 10. Dezember 2013

Lob auf Vorrat

Lob auf Vorrat verteilt der
Dicke Vorsitzende gerade
An Dichter und Denker die
Ihre Freiheit verteidigen
Er streut es wie Puderzucker
Aus der Gutmenschendose
Über die verdienten Kämpen
Internationalen Geistes
Damit die Sozialdemokratie
Noch in Willy Tradition am
Wohlwollen teil hat mit dem
Bürger Manifeste bejubeln
Die Worte gegen immer
Mehr Kontrolle des Staates
Die der Dicke in der VDS
Noch entschieden ausbaut
Die Sozialdemokraten haben
Nicht nur die Arbeiter mal
Verraten sie verraten ihre
Kandidaten belügen sich
Wie alle immer weiter auf
Vorrat wollen sie dann noch
Lob aus der Geschichte die
Mal ihre war
Wer den Geheimdienst noch
Stützt ist ein Verräter der
Freiheit verrecken soll er
An seinen Lügen endlich
jt 10.12.13

Lichtblick im Grau

Grautöne noch mittig unter
Schwarz verborgen weisen
In Hügellandschaft auf die
Spitzen am Rande hin

Sich an Rundungen erfreuen
Um die Ecken zu lieben die
Auch aufgedeckt noch oft
Unsichtbar bleiben

Möchte deine Rundungen so
Innig liebkosen wie deine
Kanten lieben bis wir beide
Uns abgerieben haben

So lange sich an mit in dir
Nur reiben bis Hügel zu
Tälern uns werden jede nur
Bewegung uns erhebt

In den Grautönen hinter dem
Schwarzweiß deine Formen
Erforschen um näher zu sein
Im gerade noch verhüllt

Zwischen noch nicht und
Vielleicht irgendwann sich
Im luftleeren Raum konkret
Träumen bleibt mehr
Manchmal ...
jt 10.12.13

Beerdigungslivescreen

Der Beerdigungslivescreen
Ist lebendige Übertragung
Des Verbuddelns wie des
Öffentlichen Jammerns

Der Ehrenpreis öffentlicher
Scheinheiligkeit geht an den
Präsidenten der USA der laut
Um Friedensstifter jammert

Während er am Telefon in
Seiner Hose die Drohnen
Zum Killen der Feinde des
Vaterlandes steuert

Beerdigungen sind stets
Geistige Onanie der noch
Überlebenden lächerliches
Ritual falscher Hoffnung

Wichtig tun sich alle beim
Gedenken an den guten
Menschen vom Kap könnte
Gut fürs Image sein

Dächten sie mehr nach als
Sie öffentlich heulen es wäre
Weniger eitel als sachdienlich
So bleibt nichts als Show

Beerdigungen sind ätzend
Überflüssiger Kult um tote
Hüllen die uns nichts mehr
Angehen als gäbe es mehr

Alte Männer sterben nunmal
Das ist gut so damit Junge
Wieder Platz finden der Rest
Ist Heuchelei vor sich

Kümmert euch um den
Neger nebenan statt euch
Politisch korrekt am Wort
Aufzuhängen ohne Inhalt

Der Beerdigungslivescreen
Ist die Bild gewordene Lüge
Der Anteilnahme einer völlig
Verlogenen Gesellschaft

Es ist mir egal was mit der
Nur Leiche des Alten nun
Geschieht aber wissen will
Ich was aus seiner Idee wird
jt 10.12.13

Lust der Renaissance

Ist die Lust der Renaissance
Die Renaissance der Lust
Oder ist die Lust an dieser
Zugleich schon Renaissance

Die Renaissance begann im
Mittelalter nach dem Konzil
Zu Konstanz als ein Italiener
Auf Büchersuche ging

Er suchte römische Texte in
Klosterbibliotheken staubig
Wo nicht vom Pergament für
Psalmen längst geschabt

Fand wohl zu Fulda noch
De rerum natura des Lukrez
Schrieb sorgsam ab und
Sandte Kopien gen Florenz

Dort wendete der Geist des
Epikur die Zeit stellte mit
Klarer römischer Vernunft
Gott wie Seele ganz infrage

Ein Text allein von wenigen
Die noch aus Zeiten der
Republik Roms überlebte
Veränderte das Bild der Welt

Es war die Renaissance der
Lust und des Menschen als
Nach ihr strebenden wie fern
Sind wir dem heute wieder

Im Korsett von Markt und
Gier reduziert sich Lust auf
Gewinn halten wir Glück für
Käuflich beten närrisch noch

Der Geist des de rerum war
Der Geist der Zeit aus dem
Die Freiheit in der Lust der
Renaissance erwuchs

Er findet sich bei Montaigne
So sehr wie bei da Vinci
Donatello Dürer Dante bis zu
Shakespeare voller Lust

Wo Gier wie Glaube an nur
Märkte herrscht ist Zeit für
Eine Renaissance der Lust
Sich voll Liebe hinzugeben

Auch darum ist die Lust auf
Küssen Licht am Horizont
Rasender Zeit dafür sich Zeit
Nehmen uns Renaissance
jt 10.12.13

Sich verzehren

Zum Nachtisch gab es
Heute Liebe oder was
Wir gern so nennen wo
Wir die Lust vollziehen

Dann wird die Speise
Zur nur Vorspeise in
Der schon die Anlage
Späteren Glücks ruht

Zumindest wo sie nicht
Zu schwer im Magen liegt
Uns wohl gesättigt dann
Gestärkt uns finden lässt

Hungrig aufeinander längst
Gestärkt von Speis und Trank
Werfen wir von uns was die
Gesuchte Nähe noch stört

Haut an Haut vollmundig
Sich weiter entdecken bis
Zu den tiefen Gründen
Erkunden wir uns züngig

Vor dem ineinander nur
Tauchen in letzten Gipfeln
Vor kleinen Toden vielleicht
Liegt kulinarisches im Kuss

Was könnte ein Mahl mehr
Krönen als sich nach Tisch
Nacheinander zu verzehren
Des andern Lust schmecken
jt 10.12.13

Montag, 9. Dezember 2013

Verrutscht

Der Rock der Dame ging
Züchtig bis zum Knie bis
Sie sich daran machte
Den Beamer für ihren
Vortrag einzustellen
Sich am Ende des Saals
Auf Zehenspitzen stellte
Wo ihr Rock hängen blieb
Weiß ich nicht wirklich
Er hing was im übrigen
Völlig uninteressant war
So hoch dass ich als
Einziger in der letzten Reihe
Mit Sicherheit mehr sah
Als sie wollte dachte ich
Und schaute höflich zu
Boden auch wenn ich lieber
Aber egal außer mir sah es
Niemand die anderen früher
Gekommenen saßen weiter
Vorn blickten noch auf ihren
Vorredner an der Tafel
Nicht mal dieser blickte
Herauf als es geschah
Und sie mich bat ihr
Doch eben zu helfen
Kam ich nicht darum herum
Sie anzusehen voll Freude
Gerne wollte ich helfen
Nicht ahnend was sie nun
Vorhatte als sie um meine
Hand bat zur Stütze war ich
Ihr Verbündeter wie der
Spanner vor ihrem Fenster
Von dem sie nicht wusste
Dass es existierte und so
Stieg sie auf die Lehne der
Stuhlreihe und bat mich ihr
Halt zu geben völlig auf ihre
Arbeit konzentriert bestieg
Sie an meiner Hand den
Erhobenen Ort ließ meine
Hand los da sie nun beide
Zur Einstellung benötigte
Auf ihre Bitte hin sie aber
Nicht loszulassen umfasste
Ich ihre Knöchel
Sie lachte mich aus und bat
Sie an der Hüfte zu halten
Nun ohne andre Chance
Blickte ich tapfer nach oben
Freute mich am schönen
Anblick und überlegte nur
Wie ich sie warnen könnte
Ohne indezent zu sein doch
Dazu kam es nicht denn
Kaum richtig eingestellt
Schwankte sie oben fiel
In meine Arme und meine
Hände lagen noch viel
Indezenter tief und der
Knall beim Fall hatte alle
Ihre Köpfe wenden lassen
So hatten wir hunderte
Zeugen unseres ersten Kuss
Heute kam unsere Große
In die Schule und wieder
Trug ihre Mutter den Rock
Von damals aber damals
Waren wir schneller im Bett
Gelandet immer noch daran
Zu denken spricht für ein
Überleben der Lust auch
In Zeiten der Familie
Seltsam eigentlich
Aber vermutlich denken
Wir es beide dumm nur
Dass keiner was tut
jt 9.12.13

Muttilandsalltag

Mutti regiert mit weicher
Hand nach Innen kaum
Spürbar macht sie sich
Fast unsichtbar um so
Die Grenzen verschwimmen
Zu lassen wo es sie gab
Kleine innerparteiliche
Knabenaufstände werden
Weggelächelt nebenbei
Große Zumutungen dann
Im Schatten unechter kaum
Überzeugungen schlicht
Weggebügelt damit Macht
Faltenfrei gelebt werden
Kann nach vorgeblich
Notwendigkeiten die nichts
Sind als dogmatischer
Vollzug ökonomischer
Theorie perspektivlosen
Neoliberalismus der schlicht
Ausverkauft was einmal
Politik war und solange
Mutti das reichste Land
Regiert lächeln die Leute
Gezückte Messer in der
Tasche längst nur hier
Ist alles gut solange der
Wohlstand wächst bleibt
Die harte Hand gegenüber
Freunden und Nachbarn
Erwünscht was immer dies
Autoritär neidische über den
Charakter einer ehemals
Kulturnation noch verrät
jt 9.12.13

Entkleidungsanziehung

Erschöpft von der Nacht
Endlich angekommen
Sich ausziehen um
Zur Ruhe zu kommen

Wird das Entkleiden
Zum Quell neuer
Unruhe zwischen
Den Geschlechtern

Die sich so selten finden
Verpassen sich in ihrer
Lust so gern als sei das
Verpassen Lust an sich

Sie will ihn jetzt
Er möchte schlafen
Sie auch aber mit ihm
Er ist einfach müde

Am Morgen wenn er will
Dreht sich das Spiel um
Wenn sie wollen soll wenn
Er will muss er jetzt wollen

Dann nicht ganz zu können
Wo sie ihre Lust allein fand
Hält das Versprechen wach
Sich einander zu schenken

Darum müssen Männer
Immer wollen auch wenn
Sie nicht können damit Frau
Will wenn Mann kann

So spielen müde Männer
Sich durch die Nacht damit
Frauen noch nicht wach
Seine Lust stillen wollen

Wie das Leben miteinander
Wohl wäre wenn die Lust
Synchron bliebe bleibt offen
Es wäre wohl zu einfach
jt 9.12.13

Sonntag, 8. Dezember 2013

Sonntagsperlenfischer

Gerne Sonntags schmücken
Sich die Bräute oder die es
Werden wollen mit Perlen
In denen sich aus einer Sicht
Ihre Schönheit wohl spiegelt
In anderer Betrachtung nur
Ihr Hintergrund offenbar
Werden soll der gediegen ist
Wie Wohlstand erwarten
Darf es ist so gesehen der
Bürgerliche Marktplatz auf
Die Straße um den Hals
Getragen für die höheren
Töchtern von gutwilligen
Eltern mal ausgesucht
Schafft es klare Ziele
Wie gezielte  Abgrenzung
Interessant wird erst was
Einen jenseits der nur Riten
Erwartet nicht nur in der
Horizontalen umschlungen
Oder frisch rasiert
jt 8.12.13

Tanzflächenmoral

Auf dem Parkett das oft
Nur noch verbranntes
Laminat oder verklebte
Dielen hier sind gelten
Seltsam genug noch
Strengere Regeln als beim
Gruppenweise betrinken
An erregt gedrängter Bar
Sie sucht den Kontakt um
Den er sich vorab bewerben
Muss ohne es zu bemerken
Möchte aufgefordert werden
Um lächelnd abzulehnen
Cool sitzen zu bleiben bis
Der Richtige kommt der mit
Kusshand abgelehnt wird
Dann bleibt er hartnäckig
Ringt um ihre Gunst die
Doch nichts anderes will
Oder behält seinen Frieden
Manche besonders die sich
Für die Schönsten halten
Lehnen viele ab bis endlich
Keiner mehr kommt
Die nun Präsentation aller
Vorhandenen Reize macht
Die Taktik durchsichtig
Dächte noch wer dabei nach
Der ganze Tanz am Rande
Der Tanzfläche läuft wohl
Synchron wie parallel zu
Zeit und Zahl der Absagen
Manche der Schönen tanzen
Auch Momente für sich bis
Ihnen einer dort näher zu
Kommen versucht
Dann wird dies ausgesessen
Bis die würdige Zahl der
Absagen erreicht wurde der
Nächste genommen wird
Wer nun den nächsten
Verpasst bleibt sitzen
Was erstaunlich oft im
Halbdunkel wenig aussagt
Eher gehen die schnell mit
Wenig Selbstbewusstsein
Weg die aus Sorge übrig zu
Bleiben schnell zugriffen
Manchmal bleiben so die
Schönsten bis kurz vor Ende
Kaum noch verhüllt sitzen
Dann gilt es aufzupassen
Sitzengebliebene will keiner
Beim nächsten mal sind sie
Schneller weg gerade kippt
Das Ego der Anspruch sinkt
Manchmal aber ist es auch
Gut so manche in ganzer
Schönheit von Ferne nur zu
Bestaunen und frei zu sein
Das letzte Lied so gegen 5h
Oder spätfrüher noch kann
Überraschungen bergen für
Alle die noch fischen
Andere mögen sich ganz
Gelassen im Betrachten
Übriger Schätze ergehen es
Verlustiert sich günstiger
Wenig lohnt wirklich zu
Bleiben doch Verbliebene
Zumindest zu betrachten
Ist ein ruhiger Gewinn
jt 8.12.13

Sonntagsglück

Am Sonntag raus ins Grüne
Verliert an Aussicht wo dies
Weiß wird unter noch Grau
Ein Lichtblick kommt innen
Wo ganz in Schwarz mit
Nur noch wenig was doch
Mehr fraglos ist ein Schatz
Sich entblätternd offenbart
So hat der nun stürmisch
Entlaubte Herbst eine sehr
Sinnliche Seite im kleinen
Glück des nur Anblick vorab
Noch jenseits der Berührung
Bloße Aussicht genießend
In Formen schwelgend
Vertrautes ganz nah von
Ferne genossen sind alle
Mittel die Kälte miteinander
Zu vertreiben willkommen
Würdigt den Sonntag wer
Sich an schöner Natur
Erfreut innen oder außen
jt 8.12.13

Bürgerfreiheit

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Ein Vertrag ohne Perspektive
Verkauft weiter Freiheit für
Sicherheit mit noch mehr
Überwachung voll Mißtrauen

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Staatsgläubige Reaktionäre
Verbinden sich mit ebenso
Gläubigen Revolutionären
Zur neuen Allmacht

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Im Parlament opponieren
Kaum welche und wenn nur
Rot oder grün Gläubige als
Ginge es um Glauben noch

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Die Demokratie schafft sich
Ohne Not aus Gründen der
Effektivität selber ab Medien
Suggerierens als gewünscht

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Ein Land ist auf Dauer nur
So stark wie seine Bürger
Frei es tragen bald werden
Chinesische Blasen platzen

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Ohne Zukunft ist diese nur
Ängstliche Wahrung noch
Wohlstandes die ihre Wurzel
Im Bürger nicht pflegt

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht

Wo links und rechts sich
Verbünden bleibt nichts
In der Mitte wo die Freiheit
Wächst solang sie noch ist

Was bleibt an Freiheit
Unter der großen Koalition
Nahezu ohne Opposition
Wo nur Muttiland gedeiht
jt 8.12.13

Zusammengekommen

Wo die nach langem Tanz
Umeinander endlich sich
Gefunden wurde für die
Zumindest Nacht gehen sie

Zu mir oder zu dir wird noch
Sich fremd entschieden um
Vor der Tür den Weg nach
Einzuschlagen bis endlich

Sie sich umschlungen oder
Je nach Typ nur zusammen
Von hier zu ihm oder ihr
Begeben nun mehr verhüllt

Der Gang durch die Kälte
Endet im sich küssend im
Flur schon entkleiden wie
Unbeschränkter befülhen

Hier scheidet sich schnell
Der Kenner und Liebhaber
Von der nur Nummer nach
Erhitzter Nacht im Vollzug

Wer direkt zugreift einfach
Endlich rein will wird dies
Vergnügen wenn überhaupt
Nur einmal genießen

Ihr wird nun entweder übel
Worauf sie sich kurz hinlegt
Was er mehr oder weniger
Dezent zu nutzen weiß

Oder wo er selten genug
Den richtigen Punkt richtig
Trifft erwidert sie wild was
Der Genießer ruhig nutzt

Erfahren gibt er sich ganz
Gelassen lässt ihre Wäsche
Noch an um das Spiel noch
Ein wenig zu verzögern

In der endlich Horizontalen
Wird er hoffentlich stehend
Führend ihr die Initiative
Lassen bis jeder Halt fällt

Wer nicht steht sollte sie
Mit Küssen über ihren
Körper wandernd verwöhnen
Bis sie dankbar erwidert

Immer ist Gelassenheit von
Vorteil für die mögliche Lust
Verhütung wird dezent nun
Geklärt vorbereitet ist besser

Wo er klug ist lässt er sie
Wollen aber gibt ihr das
Gefühl besiegt zu sein
Um sich je zu ergeben

Nicht wohin es führt
Entscheidet was bleibt
Vielmehr wie mit was auch
Immer umgegangen wird
jt 8.12.13

In den Seilen hängen

In den Seilen hängen längst
Einige hier erschöpft vom
Tanzen in verrauchter Enge
Gerade noch bekleidet

Viele zeigen erhitzt im sich
Ausziehen mehr als sonst
Am Strand wohl zur auch
Erleichterung nur auch

Mehr wohl soll möglichst
Viel Nacktheit hier fesseln
Die Fleischbeschau auf der
Offenen Bühne läuft heiß

Die Herren nur triefend
Irgendwo angelehnt haben
Reichlich Blick auf schöne
Wäsche und deren Inhalt

Selbst zeigen sie nur den
Rand ihrer Boxer über etwas
Verrutschter Jeans geben
Sich unbeteiligt wo möglich

Hier fischen die Damen wo
Sie es wünschen die direkte
Ansprache wird freundlich
Zurückgewiesen sie erobert

Wortlos beginnt es fächelnd
Mit gespielt zufälligen
Berührungen erst wo für gut
Befühlt beginnt sie zu reden

Wer zu schnell Interesse
Zeigt oder direkt auf das ihm
Präsentierte Fleisch schaut
Wird schnell wieder ignoriert

Die Tatsachenfestsellung es
Sei voll oder heiß wahlweise
Erwidert er mit nur Nicken
Er fragt nun ob sie Durst hat

Sie lehnt meist ab sucht nun
Körperlich Abstand er darf
Sie nicht berühren bis er
Halb verdurstet bestellt

Wenn er nun mit den zwei
Hoffentlich richtigen Gläsern
Zurückkehrt berühren sich
Ihre Hände bei der Übergabe

Beim Anstoßen lächeln sie
Sich endlich an sie beginnt
Die Unterhaltung mit dem
Versuch ihres zu bezahlen

In dieser Situation wird der
Rest der Nacht entschieden
Er behält noch seine Finger
Bei sich sie reicht das Geld

Wo er hier erfahren ist
Ignoriert er es noch ruhig
Bis sie nach seiner Hand
Greift dann darf er berühren

Lächelnd ihre Hand zurück
Weisen sie dabei halten
Oder ihren Arm streicheln
Mit Kopfschütteln lächelnd

Dann sucht sie formell
Abstand um ihn zu fesseln
Vermeidet jede Berührung
Bis er sie zum Lachen bringt

Wie sie ihm nun in die Arme
Fällt entscheidet ob diese
Nacht geteilt wird oder sie
Ernste Absichten hat

Frau wählt und diktiert die
Regeln des Spiels der hier
Annäherung und Herr lässt
Sich fesseln oder nicht

Die Regeln der fast nackten
Berührung sind streng und
Sie diktiert das Tempo er
Lässt lange geschehen

Mit Gefühl für den richtigen
Moment muss er dann ganz
Gezielt fordernd zugreifen
Gespielte Abwehr besiegen

Der so gefesselte löst sehr
Vorsichtig ihre gespielten
Fesseln und weiter geht es
Meist in der Horizontalen
jt 8.12.13

Samstagsfülle

In der Nacht des Samstag
Ist das Fengler wie immer
Übervoll mit viel Glück
Eroberte der Dichter noch

Seinen Sessel in der Ecke
Das Treiben umher ins
Auge zu nehmen in Ruhe
Neben zwei aparten Damen

Weit jenseits der vierzig
Innig im Gespräch vertieft
Bleiben sie ganz für sich
Als Ruhepol im Getümmel

Sich an der Fülle hier freuen
Wie sie sich zeigt auf der
Suche nacheinander ist
Freude genug dem Flaneur

Üppiges Blond an der Bar
Ließ noch intensiv ihre
Rundungen unausweichlich
Nah fühlen näher als nötig

Im Gedränge des Moments
Aneinander gepresst blieb
Sie als Raum war fühlbar
Nah ließ fühlen was da ist

Nur im Rücken ließ die stets
Berührung ahnen was sich
Hinter wenig noch verbarg
An Fülle schöner Formen

Vom Tanzen erhitzt hatte
Sie sich längst nass soweit
Noch möglich entkleidet
Kurzer Blick gab tief Einblick

Ein Bein aufgestellt an der
Theke streift voller Schenkel
Erst bleibt unwidersprochen
Dann nah im Rücken

Dem irgendwann Blick
Weicht sie noch geschickt
Aus presst nur ihre Hüfte
Noch fester an mein Bein

Murmelt irgendwann ein
Sorry das im Lärm untergeht
Als sie ihren Busen wieder
An meinen Rücken drückt

Drehe mich irritiert fragend
Um worauf sie meinem Ohr
Sehr nah flüstert es sei sehr
Eng - kein Widerspruch
Mit dem endlich Apfelsaft
Sich eingeklemmt umdrehen
Auge in Auge mit ihr nun
Ihre Hüfte unter meiner

Ihren Busen unter meiner
Brust spüren ein tiefer Blick
Wartet sie auf Ansprache
Entschuldige mich es ist eng

Schiebe sie sanft an ihrer
Üppigen Hüfte zur Seite
Auf dem Weg zum Sessel
Euch dies zu erzählen
jt 8.12.13

Samstag, 7. Dezember 2013

Weiße Westen

Die Herren in Nadelstreifen
Aus den Vorstandsetagen
Der großen Banken sind um
Weiße Westen bemüht

So legt sich der Vorstand
Der Deutschen Bank mit
Dem amtierenden Minister
Für Finanzen an

Die eigene Seriosität des
Beraters der Kanzlerin so
Infrage zu stellen sei eine
Unverschämtheit heißt es

Ob die Unverschämtheit
Nicht viel mehr dem Volk
Auffallen müsste regiert zu
Werden mit Verbrecherrat

Die Banken verschrieben
Sich neuer Sauberkeit was
Doch genügen soll die Dinge
Zu benennen sei Populismus

Skandal ist nur wenn die
Sozialdemokratie auch noch
Eine Koalition mit der besten
Freundin der Banken bilden

Es gibt eine Mehrheit gegen
Die Banken und die immer
Weitere Politik der angeblich
Liberalisierung ohne Freiheit

Wer sich mit Verbrechern
Verbündet wird Mittäter
Ihrer Taten wer das will
Offenbart sehr viel

Macht ist ein gefährliches
Spiel Ohnmacht ihr Ergebnis
Erotik des Geldes erliegt sich
Leicht echte hat keinen Preis
jt 7.12.13

Auf der Suche

Auf der Suche nach dem
Glück oder dem Stein der
Weisen müssen wir manche
Enttäuschung überspringen

Auf der Suche nach Lust
Gehen wir Kompromisse
Ein die uns manchmal
Fern vom Ziel halten

Sich in etwas richtig
Einwühlen kann Glück
An sich schon sein
Wüssten wir zu würdigen

Die Lust an wie mit sich
Genießen ist oft der beste
Weg in der Liebe weniger zu
Erwarten als zu bekommen
jt 7.12.13

Vertrauen der Jugend

"Mit den Arschlöchern von der CDU koaliere ich nicht."
Renate Hildebrand

Was noch als harmloser
Scherz daherkam offenbart
Ein tieferes Mißtrauen als
Manche ahnten

Die JuSos haben sich von
Ihrer Führung abgewandt
Die sich rechtfertigt und
Windet in halben Lügen

Es ist gut so wenn noch die 
Jugend merkt diese Partei
Macht mit der Rentnerpartei
CDU nur Rentnerpolitik

Ungerecht asozial keinem
Zu nutzen als den Bonzen
Wehrt sie nur schwereren
Schaden von Banken ab

Wo sind wir gelandet
Dass die SPD in diesem
Sumpf sich stolz suhlt wie
Gut dass es noch JuSos gibt
jt 7.12.13

Gut verschnürt

Einen Schatz zu schützen
Liegt nahe warum auch
Eine Industrie von der nur
Verpackung gut lebt

Seinen Schatz enthüllen
Sich zu träumen wohl
Noch näher wo die Hülle
Zum Wunsch selbst wird

Nur wollen wir traumhafte
Bilder einfach entkleiden
Halb verhüllten Zauber in
Entblößte Natur verwandeln

Ist Leidenschaft das noch
Nicht oder wächst die große
Lust aus eventuellem mehr
Als aus offensichtlichem

Bestrumpft doch nicht
Behost geschnürt doch
Kaum gewickelt im Traum
Hinter dem Dreieck
jt 7.12.13

Bremisch eben

Manchmal macht es
Gerade in der Niederlage
Stolz Werder Fan zu sein

Dortmunder Prolls pfeifen
Götze aus noch bevor klar
Ist, wer gewinnt

Bremer  Publikum begrüßt
Im Rückstand von 0:5 den
Pizarro mit großem Applaus

Bremisch sein ist eine Art
Wie eine Haltung stolz und
Bescheiden zugleich

Muss sagen dies ist mir viel
Wichtiger als so ein blödes
Spiel wer immer gewinnt
jt 7.12.13

Koalition der Reaktion

Ein Aufbruch soll von der
Demokratisch falschen
Koalition der Reaktionäre
Ausgehen welch Irrtum

Im aussterbenden Land der
Immer mehr Rentner werden
Nur diese auf Kredit besser
Versorgt ohne Perspektive

Dies wie immer auf Kosten
Der Zukunft die keinen mehr
Kümmert der sie nicht erlebt
Was relativ logisch klingt

Die Koalitionäre sichern
Lieber die Rente als Familien
Investieren in die Alten statt
In das Morgen der Jugend

Wer selbst zu den Alten
Längst gehört verhandelt
Wohl nach eigenem Bedarf
Mehr als nach  Perspektive

Sicher ist nur wer für diese
Koalition stimmt wählt eine
Vergangenheit die keine
Zukunft haben sollte
jt 7.12.13

Am Fenster zum Hof

Sehen wie du dich nach
Durchliebter Nacht noch
Verschlafen erhebst um
Zum Fenster zu gehen

Mit wenig mehr als Nichts
Umwickelt die sichtbaren
Spuren fesselnder Lust
Auf dir nur ahnend

Unsichtbar bleibt die wund
Geliebte Mitte die dich nur
Vorsichtig stehen lässt
Noch zittrig in den Knien

Manchmal kann das Fenster
Zum Hof lange Geschichten
Wilder Nächte erzählen
Schauten wir nur hin
jt 7.12.13

Kurz bevor

Kurz bevor es Zeit ist
Zu gehen füllt sich die Bar
Noch mit den Freunden
Der Nacht auf der Suche
Nacheinander

Erschöpft liegen manche
Eher herum als zu suchen
Andere des Ziels bewusst
Scheuen sich nicht letzte
Hüllen fallen zu lassen

So werden hier manche
Eher unbeteiligt erobert
Schauen zu während ihnen
Unausweichliches geschieht
Als sei es natürlich

Natur nimmt ihren Lauf
Fragt sich nur ob wer wen
Noch erobert oder sich nur
Vollzieht was  längst ist
In unbegreiflicher Natur

Im längst nächsten Tag
Verschwimmt die Grenze
Vom schlafen gehen zum
Beischlaf ins unmerkliche
Findet sich unerwartetes
jt 7.12.13

Abgeseilt

Wer den steilen Abstieg
Wagt sollte sich gut sichern
Um nicht abzustürzen

Manchmal hält uns nur
Ein Seil über dem Abgrund
Noch irgendwie auf

Weniger gefesselt als
Irgendwie angebunden
Suchen wir Halt im Nichts

So gesichert hoffen wir
Heil zu bleiben in der Not
Als gäbe es je Sicherheit

Dabei wissen wir wer
Ankommen will muss sich
Fallen lassen um zu bleiben
jt 7.12.13

Gebunden

Inmitten der Menge
Derer die sich suchen
Sind manche gebunden

Mehr geben sich zumindest
Ungebunden bis zur ersten
Annäherung zumindest

Dann beginnt der Tanz
Von ignorantem Interesse
Zu gespieltem Desinteresse

Gebunden zu sein kann
Dann interessanter sein
Um Interesse zu zeigen

Manchmal findet sich wer
Schon gefesselt ist
Voneinander auch gebunden

Was immer den Reiz
Ausmacht füreinander
Scheint Bindung wichtig
jt 7.12.13

Festgebissen

In der Gewohnheit unseres
Denkens festgebissen sind
Wir zu oft mehr Gefangene
Scheinbarer Lust statt uns
Der möglichen Tiefe ganz
Zu öffnen was uns jenseits
Der Grenzen viel größere
Reiche echter Lust zeigen
Könnte die sich eröffnen
Wo wir Biss zeigen oder
Einfach gewohnte Grenzen
Loslassen uns ganz der
Erlebten Sinnlichkeit
Hingeben einfach genießen
Was ist statt zu fragen
Was sein soll
jt 7.12.13

Freitag, 6. Dezember 2013

Aufgeblasene Lust

Aufgeblasene Lust nur
Spärlich beleuchtet ist
Der hintere rote Lampion
Am Ausgang unsres Lebens

Von ihr bleibt auch auf
Zehenspitzen sowenig wie
Von uns nur manchmal
Betrachten wir es anders

Von hinten kann so auch
Der Ausgang zum Eingang
Werden das Halbdunkel sich
Relativieren in Lust
jt 6.12.13