Mittwoch, 27. November 2013

Lust & Liebe

Sind Lust und Liebe wie
Kompagnons einer Firma
Verbunden auf der Suche
Nach eben Erfüllung

Oder folgt eins aus dem
Anderen weil es ihrer eben
Natur entspricht füreinander
Wie miteinander zu sein

Bedingen sie sich am Ende
Was absurd klingt denken
Wir an die Liebe zwischen
Eltern und Kindern

Lust ist auch käuflich
Wieviel Lust so etwas wem
Auch immer macht halten
Wir Liebe für unbezahlbar

Fraglich wird dies in der
Geschichte der Ehe wohl
Als einer Zweckverbindung
In der Liebe eben wuchs

Fraglos halten wir Lust für
Normal in Beziehungen
Auch wenn es der kleinste
Teil ist für gar essentiell

Begehre ich dich so sehr
Weil ich dich liebe oder
Eher trotzdem und was
Schadet Liebe mehr als Lust

Die meisten Beziehungen
Zerbrechen an der Lust auf
Andere und der Unlust auf
Die Liebsten statistisch

Auch jenseits der Statistik
Verhält es sich tatsächlich
So insofern ein Übergewicht
Der Lust sich schnell verliert

Wo sie beide langsam erst
Miteinander wachsen ist die
Aussicht auf Bestand wohl
Am höchsten vermutlich

Bei dir war beides sofort da
Verhalten dem einen wie
Dem anderen nachgeben
Gibt dem Lieben Dauer

Vielleicht ist Glück gerade
Nur was langsam wächst
Auch wenn ich sofort sicher
War genieße ich immer mehr

Wenn Liebe irgendwie
Zeitlos ist sind wir dem
Verdammt nah egal wann
Darum bin ich so gelassen
jt 27.11.13

Dienstnacht nach Ballaballa

Nach erfreulich beendetem
Fußball umme Ecke ins
Fengler noch im Kiez wo
Eine Stunde vor Mitternacht
Immer mehr sich tummeln
Um Bar und Tische

Zur Linken vollbärtiger Herr
Mit zwei jungen Damen bei
Bier und Schnäpsen innig
Im Gespräch während die
Eine blond mit Brille ihr
Langes Haar offen trägt
Die Arme im T-Shirt eng
Verschränkt im Gespräch
Mit ihrem Nachbarn tief
Versunken nichts bemerkt
Ist die andere im Mini mit
Trägertop zu rot gefärbtem
Haar mit Seitenscheitel im
Strengen Zopf aufmerksam
Bemerkt den Beobachter
Sofort sucht Blickkontakt
Zeigt viel von etwas kräftiger
Figur ist im Lachen sehr
Apart und telefoniert sich
Dann in die Welt

Auf dem Sofa vor dem
Fenster ein Paar sie im
Wohl blond gefärbtem wild
Gelocktem Pagenkopf wohl
Jenseits der vierzig wie er
Mit kurz rasiertem Schädel
Den er immer wieder mit
Der einen Hand streichelt
Beim auf sie einreden
Sie lauscht mit großen
Augen andächtig beide
Sind beim Wein schließlich
Fährt auch sie sich noch
Lauschend durch die Locken

Am Tisch geradeaus schöne
Dunkelhaarige mit strengem
Zopf bezauberndem Lachen
Bei dem sie viel Zähne zeigt
Doch schön bleibt zu kleinen
Perlen im Ohr lauscht sie im
Dunkelblauen Pulli auf den
Tisch gestützt ihm der im
Weißen T-Shirt mit etwas
Hellerem Haar kurz an den
Kanten rasiert meist auf sie
Einredet es aber auch dann
Schafft ihr für Momente
Zuzuhören auch wenn er
Dabei auf'm Tisch sichtbar
Mit den Füßen schart

Zur Rechten zwei Herren
Mit etwas Vollbart oder was
Dies noch werden soll im
Intensiven Gespräch beim
Bier rauchend der eine der
Seinen Freund fest im Blick
Hat beim reden während
Der andere im Zuhören auch
Immer geradeaus zur Bar
Schaut

Dort eine dunkle Schöne
Im Gespräch mit zwei
Herren in Nerdbrillen
Nehmen sie noch im
Abschied nicht von ihrer
Umgebung  Kenntniss

Dunkelblonder Herr an der
Bar ist intensiv im Gespräch
Mit blonder Dame die ihr
Langes Haar hinten nach
Innen verknotet trägt wobei
Dem Betrachter nicht recht
Deutlich wird wie es hält
Trägt sie ihre Handtasche
Über der eher unauffälligen
Brust während er mit seinem
Dreitagebart und wild oben
Abstehendem Haar etwas
Wie gerade aufgestanden
Wirkt aber um so intensiver
Hier balzt und als sie ihn
Einen Moment verlässt
Etwas betroffen in die
Gegend schaut nicht weiß
Was er nun stehend mit
Sich anfangen soll und den
Obligatorischen Kapuzen
Pulli anzieht mit dieser auf
Dem Kopf bis zu ihrer
Rückkehr herumsteht wie
Bestellt und noch nicht
Abgeholt als sie schließlich
Wieder kommt und sich
Umständlich anzieht hilft er
Ihr nicht sondern setzt sich
Selbst in Jacke wieder auf
Den Barhocker

Am Tisch neben der Tür
Zwei Herren mit Damen
Hauptsächlich redet Blonder
Mit Vollbart der neben sehr
Großer aparter Dunkler sitzt
Die ihr Haar im Nacken auch
Erstaunlich geknotet trägt
Die Dame neben ihr trägt
Das lange Haar offen mit
Leider Pony vor nicht gerade
Hässlichem Gesicht ist sehr
Engagiert im Gespräch als
Noch dritter Herr kommt der
Seine Geburtstagslichter
Ausbläst und mit den andren
Darauf anstößt in nun viel
Munterer Runde die Dunkle
Beginnt sogar ein wenig im
Sitzen auf dem Stuhl zu
Tanzen mit immer weit von
Sich gehaltener Zigarette
Der Herr neben der Tür
Wohl der Freund der sehr
Engagierten Dame mit Pony
Trägt Brille bleibt im übrigen
Unauffällig den Kopf mit
Lächeln aufgestützt derweil
Seine Freundin sehr intensiv
Über den Tisch mit dem
Jungen  Geburtstagskind
Spricht ist die Dunkle deren
Frisur sich auflöst ernst mit
Ihrem bärtigen Nachbarn
Bis sie beide wieder flirten

Am Stehtisch redet Dunkle
Mit langem offenem Haar
Intensiv mit allen Händen
Und viel Arm auf ihren
Gegenüber mit Zopf und
Kinnbart ein der sich aber
Später lachend zu wehren
Weiß sind die beiden oft
Am Lachen

Da berührt der Herr im
Weißen T-Shirt zum ersten
Mal im Lachen für Sekunden
Den Arm seiner schönen
Dunklen Nachbarin die ihn
Dabei anstrahlt was er wohl
Übersieht jedenfalls hat er
Sofort wieder die Arme eng
Verschränkt bis sie mit ihren
Ellbogen seinen näher rückt
Mit der anderen Hand in
Seine Richtung gestikuliert
Dann rücken sich Ellbogen
Näher bis sie sich fast
Berühren und sie lächelt
Immer mehr dann plötzlich
Nehmen beide wieder ihre
Haltung ein im schicklichem
Abstand voneinander bis
Sie sich ankleiden und gehn
Um sofort durch 2 Damen
Mit langen dunklen Haaren
Ersetzt zu werden die sich
Pausenlos redend langsam
Aus ihren warmen Sachen
Pellen sind beide auch
Darunter noch relativ üppig
Zählen ihr Geld in großen
Börsen bevor sich eine zur
Bar aufmacht

Auf dem Sofa am Fenster
Nahmen inzwischen zwei
Sehr junge Damen platz
Die eine dunkelblond mit
Mütze in grau passend zu
Ihrem Kapuzenpulli und
Türkisem Schal die andere
Hellblond mit langem Haar
Das irgendwie an ihrem
Hinterkopf geknotet ist
Raucht und redet viel auf
Die andere ein bemerkt die
Beobachtung sofort sucht
Vom Schreiber nicht genug
Erwiderten Blickkontakt
Lehnt sich dann möglichst
Gelassen zurück wirkt von
Irgendwas betroffen im
Feinen Gesicht woraufhin
Ihre Freundin in Mütze sie
Liebevoll umarmt und zart
Streichelt darauf redet sie
Wieder auf die andere ein

Der Tag verliert sich an die
Nacht es ist Zeit zu gehen
Hier werden sie sich noch
Ihre Geschichten weiter
Erzählen während der
Holzpapagei an der Decke
Ruhig den Takt dazu gibt
jt 27.11.13

Dienstag, 26. November 2013

Napoli in Dortmund

Nach zäh zerpfiffener erster
Hälfte stürmt Dortmund in
Führung durch frühen
Elfmeter schon auf mehr

Erkämpft sich nach vielen
Chancen noch vor sogar
Leerem Tor ein 2:0 was
Hier erleichtert bejubelt

Der Anschlusstreffer der
Italiener macht kurz nervös
Aber die endlich 3:1 Führung
Lässt Erleichterung Raum

Nun wird weiter gekämpft
Mit viel schwarzgelbem
Ballbesitz und manch noch
Vergebener Chance

Es endet mit 3:1 für starke
Dortmunder die nun alle
Chance für das nächste
Spiel in Marseille wahren

Die Anwesenden vom nun
Ende fast überrascht sind
Gelassen freudig und noch
Beginnt der Aufbruch nicht
jt 26.11.13

Feierabendverkehrssehnsucht

Durch Feierabendverkehr
Kämpfst du dich her bis vor
Meine Tür was immer länger
Dauert als erhofft aber wie
Immer wachsen die Muskeln
In den Pausen und die
Sehnsucht auch und so
Ist sogar der Stau schön
Um sich gleich noch mehr
Freuen zu können
Miteinander manchmal ist
Der Verkehr am Feierabend
Mehr als schön vor allem
Wenn du dann doch kommst
jt 26.11.13

Weihnachtssupermarkt

Immer vor Weihnachten
Muss ich zum einkaufen
Über den Weihnachtsmarkt
Radeln was voll beladen
Sehr lästig sein kann
Mit leerem Herz noch mehr
Geradezu lästig die vielen
In ihrer Seligkeit sich
Angeheitert vom Glühwein
Tummeln zu sehen

Waghalsig war es noch
Durch den Parkur sich
Zu schlängeln nur eben
Schöner irgendwie mit
Dir in Gedanken
Was inkonsequent ist
Aber nichts macht
Solange wir bald
Zusammen hin gehen
jt 26.11.13

Herz des Fischers

Das Herz des Fischers
Stockte zu Teheran wo
Er mit seiner Herzdame
Selig weilte im wieder
Vollen Übergewicht
Was an sich egal wäre
Bekommt eine historisch
Pikante Note im just Kontext
Wie dann noch Springer uns
Den Herzsprung voller Sorge
Um den mal 68er meldet ist
Der Komödie letzter Teil
Des Fischers Herz hat sich
Nahe der Heimat der just
Herzdame verschluckt
Inzwischen verließ er
Aufrecht wieder die Klinik
Die schlechten Witze sind
Nicht mal pietätlos noch
Schade eigentlich
Gut für Joschka
jt 26.11.13

Wunderbare Welt

Was ist der Himmel so blau
Wie ist die Welt wunderbar
Wenn ich nur an dich denke

In den Pausen wachsen die
Muskeln sagst du immer du
Siegerin musst es ja wissen

Frage mich nur wie groß es
Noch werden soll wo es so
Schon so schön ist

Höre auf zu fragen
Genieße einfach nur noch
Bis du bald kommst
Diese wunderbare Welt
jt 26.11.13

Den Papst loben

Den Papst loben klingt aus
Dem Mund dessen der noch
Nicht mal den kennt dessen
Stellvertreter er behauptet
Zu sein vielleicht amüsant

Auch wenn es diesmal ernst
Gemeint ist und es freut
Wenn eine Bewegung zu den
Wurzeln zurückkehrt an die
Menschen mehr denkt als
Ihre erlogene Moral mit der
Sie zu lange Macht ausübte

Dieser Franz auf den Spuren
Des diesen heiligen Franz
Erweist sich immer mehr als
Radikaler Reformator der
Einen erstarrten Körper in
Bewegung bringt und sich
Weniger um die Sexualität
Seiner Untergebenen sorgt
Als das Wohl der Menschen
Jenseits katholischer Moral
Er nennt das herrschende
Ökonomische System als

"in der Wurzel ungerecht"
Bringt es klar auf den Punkt

"Diese Wirtschaft tötet"

Klar kritisierte er den
Götzendienst am Geld
Forderte von Politikern
Sie müssen den Bürgern

"eine würdige Arbeit Bildung und Gesundheitsfürsorge"

Garantieren und weiter im
Tenor der Theologie der
Befreiung aus Südamerika
Die sein Vorgänger Papa
Ratzi noch als einst
Großinquisitor der Flugente
Aus Polen verfolgte

"Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die 'Wegwerfkultur' eingeführt, die sogar gefördert wird."

Auch gegen die herrschende
Ungerechtigkeit gab es ganz
Neue Töne die manches
Mehr bewegen als die alten
Säcke aus Polen oder Bayern

"Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit."

Am Ende sogar wieder ganz
Theologisch macht er noch
Erstaunlich neugierig als
Ginge es dem Herrn in den
Schuhen des Fischers nun
Tatsächlich um Inhalte mehr
Als ihren goldenen Schein
Auf dem Weg zur eigenen
Heiligsprechung und könnte
Sich damit verdienter noch
Machen als alle seine
Vorgänger denn gespannt
Beobachten auch wir
Atheisten wohin es führt
Wenn er sagt:

"Jesus soll aus den langweiligen Schablonen befreit werden, in die wir ihn gepackt haben."

Lassen wir uns überraschen
Es könnte ein Ruck durch
Die Welt gehen wenn er
Dies Wagnis überlebt
jt 26.11.13

Geplante Lust

Voller Vorfreude denke ich
Aus der Horizontalen nun an
Morgen wenn du kommst
Um zusammen zu Kommen
Oder zusammenzukommen
Um zusammen zu sein als
Käme es mehr auf das sein
Als je auf das Kommen an
Das von alleine kommt
Wenn seine Zeit da ist so
Betrachte ich erstaunt
Nahe Sehnsucht und will
Dich küssen und mehr
Nur ist schon das Sehnen
Schöner schon als alle bis
Jetzt Erfüllung je und bin
Einfach glücklich also
Komme was wolle
jt 26.11.13

Montagsrunden bei August

Neben zwei Herren in sehr
Blond und dunkel am Tisch
Der erstere den Schädel
Bis auf den oben eben blond
Gefärbten Zopf rasiert trägt
Ein kurzärmeliges Hemd mit
Kette die Ring trägt um den
Hals während der Dunkle
Kräftigeren Vollbart zum
Dichten Haupthaar trägt
Ruhiger aber entschieden
Wie kompetent spricht auch
Unter Einsatz seiner Hände
Sind beide beim Bier bei
Intensiven nur teilweise
Privaten Gesprächen


Geradeaus am runden Tisch
Hübsche Blonde die sich mit
Der einen Hand am Bier
Festhält während die andre
Mit ihrem langen Haar spielt
Das ihr in Strähnen ins feine
Gesicht fällt dessen Züge
Nur sichtbar werden wo sie
Ihre wohl natürlich blonden
Haare hinter das Ohr klemmt
Redet sie intensiv auf ihre
Sehr zarte dunkle Freundin
Ein die ihren Kopf gerne
Stützt dunkle Augen hat wie
Eine feine gerade Nase
Beide gehen sehr mit der
Musik mit gerade bekannter
Michael Jackson Song zu
Dem sie sitzend Bewegung
Des Tanzes andeuten wo
Sie nicht intensiver mit ihren
Mädchenhaften Stimmen
Sich etwas erzählen beim
Bier die Blonde mit fast
Leerem Drink ihre Freundin


Zur Rechten ein Herr mit
Sehr hoher Knabenstimme
Mit weißem Oberhemd hoch
Geschlossen und wohl
Frisiertem Seitenscheitel in
Dunkel plaudert nett mit
Üppiger junger Dame im
Dunkelblonden Pagenkopf
Zum türkisen Pulli der viel
Rundung weit verdeckt zieht
Sie zum Aufbruch Outdoor
Jacke in dunkelblau an mit
Dem deutlich sichtbaren
Kleinen Fuchs auf dem
Ärmel verschwindet sie
Mit ihrem etwas tuntigen
Herrn in der Nacht


Auf dem Sofa am Fenster
Sehr kräftige Blondine mit
Schwarzer Brille und beige
Braun geringelter Strickjacke
Die anschaulich widerlegt
Dass Streifen schlank
Machen aber in aller Fülle
Mit zauberhaftem Lächeln
Hohe Präsenz hat und dem
Herren an ihrer Seite mit
Großen Augen lauscht
Er im grauen Hemd mit
Schwarzer Brille die nicht
Zum Nerd genügt wächst
Mittig am Hinterkopf schon
Über seinen Kopf sichtbar
Hinaus und hat aufgeregt
Rote Ohren in Gegenwart
Seiner Walküre


Zwei Nerds beide mit Bart
Voll im Gesicht unterhalten
Sich auffällig gestenreich
Mit Blick auf die zwei
Hübschen geradeaus vom
Dichter die ihnen jedoch
Leider nicht so einfach
Beachtung schenken und
Trinken mehr oder weniger
Frustriert einfach weiter


Der Barkeeper heute nicht
Übermäßig gestresst
Plaudert zwischen dem
Ruhigen Verfertigen neuer
Drinks für seine Gäste


Weiter im Raum wollen sich
Zwei Herren stehend schon
In ihren Outdoor Jacken
Im Aufbruch verabschieden
Wer von wem bleibt unklar
Als sie schließlich beide
Zusammen gehen fragt sich
Nur warum sie noch so lang
In Mütze und Jacke am
Tisch standen sehen beide
Wie etwas der Welt schon
Entrückte Physiker mit Bart
Aus mit Wollmütze und
Einer Schirmmütze älterer
Herren im Outdoor Look


Die beiden Hübschen am
Tisch geradeaus sind sehr
Beieinander lächeln sich
Sehr einverständlich an bis
Die Blonde ihren Arm beim
Reden immer weiter nach
Vorne schiebt sogar ihre
Freundin kurz berührt um
Dann mit deren Feuerzeug
Zu spielen ihr auf sie stark
Einreden zu unterstützen
Die Dunkle lauscht lächelnd
Mit großen schönen Augen
Der liebevoll intensiven
Rede ihrer Freundin die ihr
Scheinbar ein wenig die Welt
Erklärt jedenfalls etwas ihr
Wichtiges erzählt während
Die andere ihren Kopf immer
Wieder schwer abstützt


Zur Rechten nahm nun sehr
Dunkler Afrikaner wohl Platz
Mit heller Wollmütze zu
Leuchtend gelbem Kapuzen
Pulli zum Bier mit dem er
Dem Dichter zuprostet


Derweil umarmte die Dunkle
Ihre blonde Freundin und
Küsst sie zärtlich auf die
Stirn sie rücken etwas mehr
Zusammen und sind weiter
Innig intensiv miteinander
Unklar in welcher Beziehung
Sie darüber hinaus stehen


Da kommt die Freundin des
Blonden am Tisch mit ihrem
Langen hochgesteckten
Haar in braun mit etwas rot
Passend  zu ihrem legeren
Pulli in gleicher Farbe
Mit ihrer Ankunft setzt sich
Der große blonde Herr seine
Klar Nerd Brille auf und sie
Erzählt den Herren von
Ihrer gerade besuchten
Veranstaltung schildert
Dabei sich erhitzt langsam
Entkleidend mit großer
Geste


In seltsamer Koinzidenz
Gehen wie in Serie mehrere
Hier Damen in Richtung Klo
Kehren lächelnd zurück


Zu dem Afrikaner gesellt
Sich zweiter ebenso dunkler
Herr noch dazu dunkel
Gekleidet verschwindet er
Fast im hier Schatten mit
Seiner Ansicht englischen
Kappe in kariert


Zwei Jungens versuchen
Die beiden Hübschen zum
Tanzen zu überreden und
Zu einem Drink einzuladen
Was diese ganz bei sich
Lächelnd abwimmeln
Auch die Herren an der Bar
Haben es aufgegeben sie
Anzulächeln


Am Stehtisch sind zwei
Herren intensiv im Gespräch
Beim Bier einer mit Glatze
Der andere mit Nickelbrille
Zu Wuschelhaaren sonst
Unauffällig
jt 25.-26.11.13

Montag, 25. November 2013

Alles was Recht ist

Das islamische Recht mutet
Uns mittelalterlich an ohne
Sich erheben zu wollen über
Eine andere Kultur der eben
Renaissance Reformation
Aufklärung fehlen

Das ländlichbäurische Recht
Des Koran passt nicht in die
Moderne Gesellschaft in der
Sich Menschen als Gleiche
Begegnen sondern spielt ein
Rollenspiel weiter wie es der
Ständischen Gesellschaft
Des Mittelalter entsprach in
Welcher die Religion auch
Hier noch eine dominante
Rolle spielte

Die Wiederentdeckung des
Römischen Atheismus erst
Befreite die europäische
Gesellschaft aus den Klauen
Des Aberglaubens in dem
Sich die islamische Welt bis
Heute unwürdig windet

Lukrez brachte die Wende
Befreite die Menschen aus
Ihrer Unfreiheit in die sie
Selbst geflohen waren
Nicht selbst - er war ja
1400 Jahre und mehr tot
Aber mit dem Geist seines
Buches mit dem sich die
Menschen der Renaissance
Aus den Klauen der wohl
Allmächtigen Kirche befreien
Sie begannen selbstständig
Zu denken stellten alles
Infrage und es war gut so

Nun sehen wir Afghanistan
Das westliche Truppen aus
Den grausamen Händen der
Taliban und ihres religiösen
Wahns befreien wollten
Weiter im Krieg nur mühsam
Geordnet versucht es sich
So etwas wie eine Ordnung
Zu geben und wählt das
Islamische Recht jene eher
Primitiven Regeln für ein
Kulturell noch tief stehendes
Hirtenvolk fern der Realität

Es gibt keine Form in der
Das islamische Recht mit
Der Freiheit des Menschen
Auch der zu glauben oder
Nicht vereinbar wäre aber
Was sollen wir sagen wenn
Ein blutig befreites Volk die
Steinigung wieder einführt

Wer die Menschenrechte
Irgendwie ernst nimmt kann
Dieses lächerliche Recht
Aus bäuerlichem Aberglaube
Nicht ernst nehmen nur wo
Dies Volk sich nicht selbst
Von seinen stupiden Fesseln
Aus Aberglauben und Angst
Befreit wird jedes Wort der
Aufklärung und Renaissance
Wohl verhallen

Der Islam ist 600 Jahre noch
Jünger als das Christentum
Etwa und tausende als das
Hochkultivierte Judentum
Im Jahre 1400 unserer Zeit
Steinigten oder verbrannten
Wir noch lange Hexen war
Die Inquisition quasi noch
Allmächtig dann kamen
Renaissance Reformation
Aufklärung und heute noch
Emanzipation wir sollten
Den islamischen Bauern
Lieber Schulen als Waffen
Geben dann könnte sich
Etwas entwickeln dumm nur
Wenn selbst noch wohl
Mittelalterliche US Cowboys
Zum heiligen Krieg nach
Ihrem Aberglauben der sich
Christlich schimpft aufrufen

Wer Frieden und Freiheit will
Bindet die Religion draußen
An lässt den Spinnern nur
Privat ihren Aberglauben
Ordnet die Verhältnisse der
Menschen untereinander
Streng rechtlich ohne jeden
Glauben an erdachte Götter

Im übrigen ist es gut die
Araber alle bei ihrer Ehre zu
Packen wie sie wie Kinder
Dem dummen Aberglauben
Folgen können hinterfragen
Ihren Verstand und ihre
Ehre als denkender Mensch
Prüfen statt diesen albernen
Blödsinn respektvoll weiter
Zu tolerieren

Es möge jeder glauben
Was ihm oder ihr gefällt
Aber für sich und kein Staat
Wird anerkannt der sich
Daran nicht hält

Gott ist tot für alle
Die es so wollen
Gott lebt für alle
Die dran glauben
All das geht keinen
Menschen etwas an
jt 25.11.13

Brillenträger im Kussduell

Manchmal noch stoßen wir
Beim Küssen zusammen
Dann scheppert es etwas
Beide lachen und nur die
Immer etwa empfindliche
Erotik muss sich von
Neuem anschleichen so tun
Als wäre nichts gewesen
Natürlich liebe ich es
Dich zu küssen ist deine
Gegenwart immer sinnlich
Schön du wunderbare
Nur wenn du einfach
Loslachst dann bin ich
Am aller verliebtesten
Wäre Liebe je steigerbar
Ist das nun gut so
Oder der vielleicht
Irgendwann doch
Geplantem Fortpflanzung
Förderlich sich ins Lachen
Zu verlieben frage ich
Nicht mehr denn
Alles ist gut
Wie es ist
Den Rest erledigt
Die Natur allein
Glaub ich
jt 25.11.13

Was ist normal

Ist es normal wenn ein Land
Banken die Macht leiht
Auf Kosten der Mehrheit

Ist es normal wenn die eben
Vom Staat geretteten tun
Als wäre es anders

Ist es normal wenn Bürger
Alle gemeinsam Vermögen
Der Reichen retten

Ist es normal wenn Staaten
Ihr Vermögen verkaufen um
Banken zu retten

Ist es normal wenn Staaten
Für diese Rettung noch hohe
Zinsen an Banken zahlen

Ist es normal wenn Banken
Sich das Geld fast ohne Zins
Leihen beim Staat

Ist es normal wenn Staaten
Dies Monopol mit Gewalt
Schützen was sie erwürgt

Ist es normal wenn Bürger
Dies hinnehmen als wären
Sie wirklich alle bekloppt

Nicht normal ist es nicht
Aufzustehen gegen diesen
Ausverkauf der Demokratie

Nicht normal wäre es wenn
Es hier kein Recht zum
Widerstand gäbe

Ganz normal wird es wohl
Sein dass mal wieder nichts
Passiert in Deutschland
jt 25.11.13

Eigenwillig oder seltsam

Das Land in dem ich lebe
Ist manchmal eigenwillig
Wenn nicht sogar seltsam

In der Breite beugt es sich
Dem Druck der Märkte wie
Alle Welt sich so prostituiert

Für seine erwählten Eliten
Sorgt es vorbildlich fein
Sie fallen weich im Konsens

Gewissheit wie Sicherheit
Gibt es für Repräsentanten
Darum ändert sich auch nix

Unten werden die Zähne
Weiter Zusammengebissen
Oben sich zurückgelehnt

Damit letzteres friedlich geht
Geschieht es oft unter sehr
Großem Anscheinsgejammer

Es nennt diesen Schutz der
Inkompetenten Elite sozial
Wie demokratisch

Vielleicht damit keiner merkt
Wie hier unterschieden wird
Von oben nach unten

Ein Minister der wegen
Doppelter Bezüge vor dem
Rücktritt stand wird Stratege

Ein Aufstieg in der SPD als
Belohnung für bewiesene
Gier geht's nach Europa

So sorgt eine Klasse für die
Ihren als lebten wir noch
Im beamteten Sozialstaat

Amüsant wenn nicht absurd
Auch Rittersport als Marke
Aus BRD Tradition

Werden schlecht bewertet
Entschuldigen sich nicht
Sondern klagen dagegen

Nun wissen wir zumindest
Wen wir künftig ganz sicher
Meiden werden

Frage mich für wie dumm
Die Strategen hinter solchen
Entscheiden das Volk halten

Eigenwillig und seltsam ist
Mein Land und ich frage
Mich wie lange noch

Wie erlesen müsste eine
Elite sein um glaubwürdig
Zu bleiben auf Dauer
jt 25.11.13

Wenn du

Wenn du wüsstest
Wie glücklich Du
Mich machst
Oder ahntest wie
Schön mir die
Welt mit dir ist
Du würdest dir
Glatt was einbilden
Was gar nichts
Machte denn du
Hättest ja recht
Die Du mir mehr
Als nur die
Tollste bist denn
Superlative sind
Immer Vergleiche
Du aber bist mir
Einfach nur
Unvergleichlich
Mein Seewind
jt 25.8.13

Spurensucher

Folge den Spuren
Unserer Lust in die Nacht
Suche uns in Erinnerungen

Die wir uns mehr am Tag
Liebten nur in der Nacht
Verliebten sind da wie dort

Möchte deine Quellen
Wieder überfließen fühlen
An meinen Fingerspitzen

Die Spannung deines
Körpers nah fühlen bis
Er sich entspannt

Ganz genießen wie sich
Deine Schönheit anspannt
Du dich völlig verlierst

Die Verlorene zu höchsten
Gipfeln führen und dort
Zusammen sterben

Die stillen Augenblicke
Dazwischen genießen
Zart den Rücken streicheln

Für den Moment sein
Bis neue Lust sich
In uns ausbreitet

Im immer wieder
Wechselspiel immer
Mehr Nähe erfühlen

Die Stille halten um
Sie wachsen zu lassen
Damit aus nichts etwas wird

Unteilbar bleibt von geteilter
Lust uns immer mehr an
Spuren von uns in uns
jt 25.11.13

In deine Träume

Träume mich in deine
Träume nach langer
Session am Ort des
Anfangs oder machten
Die Worte zuvor schon
Den Anfang des sich
Aneinander verlierens
Überlege ich mit
Übervollem Herz
Weiß keine Antwort
Manchmal verlieren
Sich die Worte zwischen
Den Zeilen dann findet
Etwas neues seinen
Anfang und es ist gut so
jt 25.11.13

Alle da zur Session

Robert aus Wales eröffnet
Die heutige Session mit
Seiner schwarzen Gitarre
Mitreißenden Liedern die
Er wie immer mit großem
Engagement spielt und der
Keller füllt sich langsam
Immer mehr und Rob reißt
Mit was auch kommt


Max und Pau was Katalan
Für Frieden heißt folgen nun
Mit Pau an der Gitarre und
Max am Gesang auf eben
Katalan mit ruhigen Liedern
Die auch in ihrer Stille noch
Viel spanischen Schwung
Entwickeln Sue steigern sich
Langsam und werden immer
Schneller bis zum Applaus


Solo Tronic steht breitbeinig
Mit winziger Gitarre auf der
Hier Bühne singt und spielt
Mit viel Engagement aber
Geht relativ leise fast unter
Im hier Keller sitzt nun auch
Unter Mütze auf Barhocker
Von dem er sich nach dem
Liebeslied wieder erhebt
Um etwas schneller zu
Spielen


JP aus Südafrika mit seiner
Gitarre wird nun zu den
Liedern aus seiner Heimat
Begleitet von Pau an der
Gitarre und unserem hier
Vertrauten Trommler die
Seinen Beach Reggae gut
Ergänzen alle drei sitzen
Ohne damit ihren Schwung
Zu verlieren Markus findet
Einen guten Rhythmus dazu
Sehnsüchtig schauen seine
Vielen jungen vor allem
Weiblichen Fans zu JP der
Bürgerlich Jean Pierre oder
Hans Peter nach seinem
Schweizer Vater heißt
Ruft er nun Anna on Stage
Die großartige kleine Dunkle
Mit der starken Stimme die
Schwarze Nerdbrille zum
Wild hochgesteckten Haar
Mit blonden Strähnen trägt
Im Gegensatz zu den drei
Langen Knaben klein auf
Der Bühne steht und singt
Konzentriert mit den Händen
Sich gestisch begleitend
Und geschlossenen Augen
Wo sie selber singt


George sitzt mit seinem
Vielsaitigen arabischen
Instrument auf der Bühne
Ein dunkler Palästinenser
Aus Nazareff der gerade
Nach Berlin gezogen ist
Beginnt mit hohem Tempo
Sehr virtuos zu spannendem
Arabischem Klang spielt
Hoch konzentriert ganz
Bei sich und erntet großen
Begeisterten Applaus nimmt
Uns allein mit seinem
Instrument mit auf die Reise
In seine Heimat die Levante
Dabei findet er so guten
Rhythmus dass hier schon
Mitgelatscht wird und der
Applaus zum Abschied ist
Begeistert


Silvio richtet sich nun
Begleitet von Markus und
Pau auf der Bühne ein
Beginnt mit seinem sehr
Schlmissigen italienischen
Sound singt von Sympathie
Als ein Pulli kurz von einer
Der Wasserpfeifen Feuer
Fängt und gelöscht werden
Muss doch die Aufregung
Verfliegt im italienischen
Sound voller Lachen schnell
Markus trommelt sich in den
Neuen Rhythmus schnell ein
Neue Gäste kommen andre
Gehen schon da taucht auch
Philipp von Riders Connection
Im Publikum auf von den
Damen lang umarmt macht
Er die große Runde zur
Begrüßung der Freunde und
Fans in der Kellerfamilie
Silvio liefert weiter den
Sound dazu und rockt mit
Seiner artistischen Stimme
Den Keller immer mehr


Nun kommt Dury den Keller
Zum tanzen zu bringen
Stimmt sich noch mit einem
Unbekannten Gitarristen ein
Beide Herren unter Hüten
Dury wie immer der andere
Reich tätowiert mit Tweed
Cap nun beginnt Dury mit
Seinem Hallo Al Hamra mit
Ausgebreiteten Armen im
Gewohnten Rhythmus der
Schnell zum tanzen lädt
Schon tanzt die erste
Bekannte aus dem Misirlou
Sonst mit Anna der vorhin
Sängerin und beide sind mit
Sehr schwingenden Hüften
Voll dabei Dury heizt ein
Der andere ergänzt perfekt
Und Anna zeigt wieder die
Hohe Kunst des Hüften
Schwingens voller echter
Begeisterung nun folgt ein
Langsames Lied zur etwas
Entspannung beide zeigen
Ihre hohe Virtuosität an der
Gitarre und Miguel geht
Beim spielen mit dem
Ganzen Körper mit
Die hier Nachbarin aus
Marokko mit dem sehr
Breiten Unterbau freut sich
Am vertrauten arabischen
Gesang während Moritz
Sein Essen bekommt und
Innig irgendeine Freundin
Umarmt tanzen vor der
Bühne wieder die ersten
Kommen immer mehr der
Schönen des Keller um bei
Moritz zu naschen trinken
Sie ihren Tequila über die
Tische hinweg prostend
Und nun auch eingeladen
Kann der Dichter bestätigen
Die arabische Platte ist hier
Wirklich sehr gut derweil
Tanzt sich Anna mit einer
Araberin im schwarzen
Cocktailkleid das viel ihrer
Wäsche zeigt in Ekstase
So begeistert Dury bis zum
Leider irgendwann


Nach kurzem Zwischenspiel
Von Rob kommt noch mal
George aus Palästina nur
Begleitet von einem
Trommler mit Glatze zu
Feinen asiatischen Zügen
Der noch Brille trägt
Den Rhythmus sehr gut
Ergänzt während sich
George immer mehr in sein
Spiel steigert reißen sie
Auch mit ihren ruhigen
Liedern noch mit und
Geben auf vielfachen
Wunsch noch eine Zugabe
Die der Asiate noch mit
Langer Holzflöte ergänzt
Werden beide ein völlig
Bezauberndes Team
In der Nacht im Keller


Zum Ausklang der Nacht
Noch die Al Hamra all Star
Connection die beginnt mit
Moritz am Beat und Rob mit
Ramon an der anderen
Gitarre trommeln und
Spielen die drei sich nun
Langsam warm während
Dirk noch am Sound bastelt
Spielen die drei sich im Funk
Sound warm dann steht
Anna auf um noch auf die
Bühne zu gehen sucht Dirk
Damit er noch den Sound
Einstellt schließlich steigt
Sie auf die Bühne und singt
Mit die junge Schöne aus
Hannover variiert ihre tolle
Stimme sehr breit und
Beginnt im engen Armani
Shirt zur gelöcherten Jeans
Wieder sexy auf der Bühne
Zu tanzen gibt der Jam ein
Neues Gesicht wozu nun
Begeistert applaudiert wird
Während Philipp sich mit
Vielen Umarmungen hier
Verabschiedet singt Anna
Nun ganz zart improvisiert
Wandert der Sonntag der
Schon lange Montag ist
In die Nacht mit nochmal
Sehr mitreißendem Sound
jt 24.-25.12.13

Sonntag, 24. November 2013

Motorsportvorurteile

Motorsport ist wenn viele
Nationen im Kreis fahren
Am Ende meist deutsche
Fahrer gewinnen mit nie
Deutschen Autos die zuerst
Wenn sie gut sind von der
Einen Hälfte gehasst und
Von der anderen geliebt
Werden bis sie aufhören
Dann werden sie Helden
Für im Kreis blöd fahren

Gerade wurde wieder ein
Deutscher Weltmeister beim
Im Kreis dumm um die Welt
Fahren nichts besonderes
Nur dass er dies mit dem
Auto einer Firma aus
Österreich tut macht ihm
Wenig Freunde daheim

Schön wenn Sport so
Weltoffen und tolerant
Die Neigung seiner Fans
Erkennen lässt

Frage mich nur gerade wie
Es wohl wäre führen die
Endlich lautlos elektrisch
Kämpften für'ne gute Sache
Wäre diese Raserei dann
Weniger egal oder wäre es
Nur ethisch korrekt diesen
Schwachsinn auch einfach
Geil zu finden
jt 24.11.13

Warum nicht

Warum nicht dich
Wen denn sonst
Wie also nicht dich

Wenn dann dich
Weil du du bist
Weniger weil ich will

Warum nicht dich
Wie immer weiter lieben
Weil es so schön ist

Warum nicht mal glauben
Was keiner wissen kann
Weil wir es fühlen müssen

Wenn es so schön ist
Ist einfach alles gut
Warum nicht glücklich sein
jt 24.11.13

Wirkliche Lust

Wie wirklich ist die Lust
Wie real das Begehren
Wie wichtig der andere
Was muss wirklich sein

Gern lieben begehren und
Endlich paaren wir uns unter
Gleichen und was abweicht
Wird nicht wahrgenommen

Könnten wir Roboter lieben
Könnte ihre Lustautomatik
Uns Begehren schenken
Auf was kommt es an

Wie normiert müssen die
Sein die uns Lust machen
Wie einfach reagieren wir
Sind wir so beschränkt

Kommt es bei der Lust mehr
Auf den richtigen Anblick an
Oder die Gefühle dahinter
Wie einfach sind wir gebaut

Als mich die Liebste fragte
Ob es mich stört wenn sie
Ihre Beinprothese auszieht
War ich verwirrt

Nicht des Beines mehr oder
Weniger davon wusste ich
Längst sondern wie sie je
Dachte es könnte stören

Lieben wir je wenn nicht
Den ganzen Menschen mit
Egal was dran oder ab oder
Wollen wir uns nur spiegeln

Wirkliche Lust beginnt
Vielleicht zwischen Beinen
Wirkliche Lust bleibt nur
Im Kopf wo sie wächst

Wie wirklich wessen
Wirklichkeit dabei ist ist
Egal solange die Lust
Echt ist
jt 24.11.13

An dich

An dich an die ich denke
Beim einschlafen wie
Beim aufwachen

Du nimmst immer mehr
Raum in mir ein ohne
Etwas zu verdrängen

Als hätte der Raum in mir
Darauf gewartet von dir
Entdeckt zu werden

Die Räume in uns sind
Noch Neuland ohne Siedler
Vorsichtig stecken wir

Unsere Räume ab wie
Lustvoll ineinander
Verschlungen auf der Suche

Suche nach Worten für das
Was es uns ist auch wenn
Manchmal Stille genügte

Genügte um zu fühlen wie
Groß es ist genieße ich nur
Was ist ohne Frage was wird
jt 24.11.13

Weitsicht eines Gläubigen

"Ich glaube, dass in den nächsten 14 Tagen nicht nur über den Koalitionsvertrag abgestimmt wird, sondern über die Zukunft der SPD-Parteiführung und womöglich die Zukunft der gesamten SPD"
(Sigmar Gabriel)

Da hat der Dicke mal ganz
Unstreitig richtig geglaubt
Andere würden sich das
Denken er glaubt lieber

An was er noch glaubt
Während er seinen Job
So unnötig verspielt weiß
Ich glaube ich nicht

Die Ideale von 150 Jahren
Sozialdemokratie werden
Es kaum noch sein eher die
Eigene Ministeriabilität

Sollte die SPD in Koalition
Mit Mutti gehen bei anderer
Möglicher Mehrheit im BT
Wird sie überflüssig

Wer sich damit rühmt doch
50% der Ziele zu erreichen
Und zugleich die möglichen
100% ignoriert ist blind

Oder vielleicht sogar noch
Jenseits des gerade Tunnels
Der Mutti Koalition ein wenig
Beschränkt im Horizont

Es wird sicher über die
Zukunft der SPD und ihrer
Führung entschieden und
Das hoffentlich klug

Wer die Partei an Mutti zur
Unterwerfung ausliefert ist
Nicht mehr nötig sagt ihm
Genossen laut Ciao
jt 24.11.13

Wilder Samstag bei August

Samstagnacht oder doch
Schon Sonntagmorgen ist
Das Fengler voll besetzt
In wilder Stimmung

Auf dem roten Sofa am
Fenster mit zwei blonden
Damen die rauchend mit
Der Musik wippend die
Nacht beim Bier genießen
Die eine mit langem Zopf
Großen Kreuzen als Stecker
In den Ohren und noch viel
Größerem Dekolleté das sie
Offenherzig vor sich trägt
Lächelt freundlich während
Ihre Freundin mit kürzerem
Haar und zierlicherer Figur
Die blond gefärbten Haare
Etwas länger als Pagenkopf
Trägt neugierig schaut bis
Die beiden zum tanzen
Verschwinden

Ihren Platz nimmt Herr im
Kapuzenpulli ein der Pepe
Filter raucht und AfriCola
Trinkt und sich bald zu den
Damen am Nachbartisch
Verzieht um dort weiter
Vor sich hin zu schweigen

Am Tisch hier noch drei
Herren mit attraktiver
Brünetter wechselnd am
Plaudern produzieren sich
Die drei großen Knaben ein
Wenig vor der Dame die
Etwas gelangweilt die Haare
Dreht mit der Musik wippt
Auf ihrem gen Sessel breit
Werdenden Fahrgestell
Sind die vier alte Freunde

Wechselnde Damen auf dem
Weg zur Tanzgläche halten 
Kurz um sich zu entkleiden
Jedenfalls soweit nötig und
Zeigen soviel Figur wie hier
Möglich zeigen Bauch oder
Höher mehr auf der Jagd
Nach Aufmerksamkeit

Auf dem Wandsofa ist eine
Südländische Schönheit
Im Gespräch mit ihrer eher
Schüchternen blonden
Freundin die ihr Haar im
Dutt trägt zuviel mit ihrem
Telefon spielt aber im
Rückenwusschnitt schwarze
Wäsche deutlich zeigt

Schöne Blonde beginnt sehr
Nah und immer inniger ein
Gespräch mit dem Herren
Im Kapuzenpulli der in ihrer
Nähe langsam auftaut aber
Klug weiter so leise spricht
Dass sie sich zu ihm beugen
Muss in Blümchenjacke zu
Goldkette am Hals und weit
Ausgeschnittenem Dekolleté
Mit zierlicher Füllung ist sie
Auch lauschend noch sehr
Aufmerksam für Umgebung
Erwidert manche Blicke

Eher blasse Blondine mit
Langem Haar das sie offen
Trägt bildet den Mittelpunkt
Einer Runde in der sie um
Alle Aufmerksamkeit ringt
Ihr Bier in der Hand biedere
Handtasche über Schulter
Kommt sie bärtigem gerade
Gesprächspartner sehr nahe
Redet ständig weiter sehr
Nah an seinem Ohr der
Lächelt während er dabei
In sein Telefon tippt

Auf dem Sofa unter dem
Spiegel sitzt etwas dicker
Herr mit im Vergleich sehr
Schlanker Freundin die nach
Längerem Necken heftig zu
Knutschen anfangen nur
Unterbrochen von neuen
Neckereien

Die schöne sehr schlanke
Blondine auf dem Sofa an
Der Wand tippt noch hoch
Konzertiert in ihr Telefon mit
Langen dünnen Fingern die
Ab dem unteren Gelenk von
Schwarzen Lederstulpen
Bedeckt sind zwischendurch
Schaut ob sie beobachtet
Wird aber kaum bemerkt
Den Blick wieder senkt

Die laute Blondine redet nun
Auf noch blassere Freundin
Mit dunklem Haar und Brille
Bis der nächste kommt dem
Sie an den Hals fällt und die
Freundin alleine rumsteht
Sich irgendwo Kontakt sucht

Inzwischen im fliegenden
Wechsel platziert sich Herr
Mit auch dunklem Kinnbart
Zu eng geschossenem
Hemd in dunkellila mit
Blasser blonder Freundin
Am Tisch auf die er ohne
Pause einredet während sie
Aufmerksam ruhig lauscht
Sie trägt dazu T-Shirt in blau
Mit irgendwie Schal

Die laute Blondine hat sich
Nun großen Nerd ohne Bart
Im grauen Hemd erwählt
Redet weiter viel lauscht
Ihm aber zwischendurch
Der sehr eindringlich nah
An ihrem Ohr auf sie einredet

Die schöne sehr schlanke
Blondine die für hier etwas
Zu elegant gekleidet ist
Plaudert nun wieder mit der
Dunklen üppigeren Freundin
Lehnt sich dazu nah an und
Prüft immer wieder durch
Einen Blick ob sie auch noch
Beobachtet wird

Der Herr neben den beiden
Langweilt sich ein wenig
Mit Tankwartbart zur Nerd
Brille während die Damen
Sich zum weggehen nun
Anziehen aber doch noch
Bleiben trägt die Schöne
Nun ein kurzes schwarzes
Jankerl zum großen weißen
Schal den sie mit ebenso
Großer Geste umschlang
Sah eher nach München
Oder Düsseldorf aus blieb
Fremd hier in ihrer Eleganz

Nun nimmt nette blonde
Studentin mit ihren irischen
Freund auf dem Sofa Platz
Der Dichter platziert sich
Auf dem Sessel und es
Entspinnt sich ein kurzes
Gespräch die beiden beim
Bier sind gerade neu in die
Direkte Nachbarschaft
Eingezogen suchen Kontakt
Wollen wissen wo hier was
Los ist

Inzwischen setzten sich
Zwei sehr attraktive Blonde
Mit strengerer Dunkler zur
Rechten sind innig im
Gespräch miteinander
Eine der blonden Damen
Im eleganten anthrazit
Farbenen Strickkleid trägt
Graue Kaschmir Strickjacke
Leger drüber ihre Haare
Sind im Kranz um den Kopf
Geflochten sie redet viel
Zum Bier zeigt Busen unter
Kleid wohl gerundet die
Anderen lauschen mehr
Sind unauffällig typisch
Gekleidet

Eine Dame ganz in schwarz
Auch auf dem Kopf tanzt
Zwischendurch auf den
Stühlen wenn sie nicht mit
Ihrem Freund flirtet bleibt
Sie noch im weggehen
Sehr aufgeregt

Das irisch-deutsche Paar
Auf dem Sofa schmust innig
Ist miteinander im Gespräch
Wenn es nicht beobachtet

Dunkler Rasta mit weißem
Shirt sitzt allein mit seinem
Bier unter dem Spiegel ruht
Sich vom tanzen aus schaut
Um sich und verschwindet
Wieder zum tanzen ohne
Von jemandem bemerkt
Worden zu sein

Nun sitzt Blonde in schwarz
Einsam unter dem Spiegel
Nippt an ihrer Flasche und
Schaut unter Pony traurig
Durch ihre Nerdbrille in die
Gegend weicht Blicken aus
Die sie vorher sucht was
Immer sie hier sucht ist
Sie wohl eine der verlorenen
Gestalten dieser Nacht ein
Herr setzt sich dicht neben
Sie aber es gibt keinen
Kontakt dann schmeißt sich
Anderer Nerdbrillenträger an
Sie ran ohne nur viel an
Aufmerksamkeit zu erlangen

Ein Herr mit längerem Haar
Hängt in der Ecke des Sofa
Nachdem das Paar ging
Den Dichter noch auf ein
3/4 Bier einladend zum
Abschied ist er sichtbar
Müde hält sich am Bier noch
Fest mit seinem Knabenbart
Der wohl Vollbart fast ist zu
Längerem dunklen Haar

Halb vier nun kommen noch
Immer neue Gäste ist der
Tanzraum gut gefüllt und
Während andere Teile der
Nie müden Stadt  friedlich
Schlafen wird hier munter
Weiter gefeiert der Nerd hat
Ein Gespräch mit der Dame
Hinter Pony erzwungen sie
Schaut noch viel weg aber
Antwortet auch und so geht
Der Tag in die Nacht bis
Zum längst Morgen für
Die Bäcker
jt 24.11.13

Samstag, 23. November 2013

Lustgeschwindigkeitsbegrenzung

Hat die Lust ein ihr immer
Angemessenes Tempo oder
Ist schon die Frage absurd

Was ist schon angemessene
Lust und wie geil erst wird
Sie gänzlich unangemessen

Kommt es eher auf das
Tempo des Ineinander an
Oder die Tempi miteinander

Die ungestillte Lust will nur
Sie lässt sich keine Zeit
Zu harmonisieren was ist

Für geordnetes Dur und Moll
Haben wir Ehe und Kinder
Jenseits der Lust wohl

Juristisch ist der Vollzug
Des Beischlaf die höchste
Lust in der Ehe was viel sagt

Die Lust hat keine Zeit
Die Lust kennt keinen Ort
Die Lust ist einfach da

Dich einfach im Stehen
Nehmen wo wir sind
Fragt nicht nach mehr

Sich dabei Zeit nehmen
Dich zu verwöhnen macht
Trieb zu Gefühl

Wo die Lust bleibt
Lohnt es sich zu warten
Ihr beim Wachsen zusehen

Will dich überall am liebsten
Sofort und für immer nur
Genieße ich noch einfach

Deiner und meiner Lust
Beim Wachsen zuzusehen
Bis wir platzen im kommen
jt 23.11.13

Freiheitsmehrwert

Wer eine große Koalition
Wählt wählt die Freiheit ab

Wir leben im Zeitalter der
Realen Postdemokratie

Es geht nicht mehr um
Werte sondern deren Bilanz

Die vollständige Käuflichkeit
Vereint mit freiem Handel
Von allem und jedem stellte
Die Börse an die Stelle wo
In Demokratien  Parlamente
Eigentlich stehen sollten

Eine große Koalition ohne
Opposition wird nichts daran
Ändern auf der Suche nach
Minimalem Konsens
Maximale Bequemlichkeit
Für amtierende Dicke finden

Steht auf wenn ihr noch
Demokraten seid und rettet
Was noch zu retten ist mit
Jedem Tag verschwindet
Mehr Demokratie im nur
Noch verwalteten Staat

Wenn die Freiheit nichts
Mehr wert ist neben
Sicherheit und Wohlstand
Ist es bereits zu spät
jt 23.11.13

Kurz danach

Kurz nach dem Aufwachen
Deine auch noch ganz
Verschlafene Stimme
Im Ohr haben ist fast wie
Zusammen aufwachen

Zärtlich deiner Suche
Nach Worten lauschen
Um sich ein Stündchen
Zu gönnen bis wir uns
Wacher wieder hören
Wollen teilt schon Welten

Ganz langsam wächst
Zusammen was längst
Eine Welt teilt in vielen
Kleinigkeiten der Freude
Aufeinander miteinander
Umeinander manchmal
Ineinander versunken
Immer innig

Manchmal gibt die
Langsamkeit dem Moment
Ganz schnell Dauer
Und die Zeit verschwimmt
Dann genießen können
Was ist wird immer mehr
jt 23.11.13

Freitag dicht im August

Im völlig überfüllten Fengler
Einen Platz inmitten gerade
Noch ergattert ständig von
Denen zur Bar oder zum
Tanzen hier umkurvt

Am Tisch zunächst mit
Berliner aus Namibia sowie
Ser Freundin aus irgendwo
Er tief schwarz sie sehr blond

Mit beiden kurz wechselnd
Auf englisch und deutsch
Im Gespräch während er den
Duft der Pfeife genießt

Berühren immer wieder die
Hier vorüber streifenden
Mehr oder weniger gewollt
Suchen andere den Kontakt

Rufen Damen vom Tisch
Nebenan ob sie mal die
Pfeife probieren dürfen
Berlinerisch türkisch frech

Drängeln sich zu dritt auf
Rotem Sofa und lassen die
Pfeife kreisen während neue
Hereindrängen suchend

Zwei korpulente Damen mit
Schönem Lachen stehen am
Tisch eine mit Mütze zur
Brille die andre gepunktet

Am Tisch zur Linken zwei
Damen mädchenhaft innig
Im Gespräch in brünett und
Blond gefärbt warten auch

Auf ihre Herren mit Drinks
Von der eng belagerten Bar
Von der mühsam errungene
Getränke balanciert werden

Nun gesellt sich hübsche
Blondine mit toupiertem Dutt
Zu den Pummelchen zieht
Aber schnell weiter hier

Wird ersetzt durch die Dritte
Im Bunde sehr schlank mit
Pagenkopf wie die Mathieu
Dessen Sitz sie stets prüft

Lächelnd reagiert sie auf die
Immer wieder Ansprache
Der Herren auf dem Weg von
Der Bar zum Dancefloor

Wenn sie lacht wird ein
Brilli sichtbar und unter dem
Hochgeschobenen Ärmel
Zeigt sie waschechtes Tattoo

Auf dem Sofa an der Wand
Zierliche rothaarige innig
Mit dunkler Freundin beide
Mit ihren Haaren beschäftigt

Zwei Herren stehen links
Beide im Nerd Look etwas
Schüchtern noch für sich
Von den Damen taxiert

Am Tisch zur Rechten zwei
Damen um die fünfzig mit
Drei Herren daneben eben
Beginnt anstoßende Nähe

Von der die beiden wieder
Verschwinden in das hier
Gewühle auch die Bar
Verbrüdert sich nun

Mirreille Verschnitt tanzt
Ein wenig am Fleck und
Verschwindet im Gewühle
Zur Bar auf Herrensuche

Herr der dem Bayern Pep
Spanisch gleicht macht sich
An die üppigste der drei an
Der Pfeife interessierten ran

Der kleine Glatzenträger
Im Pullunder ist bemüht
Bleibt zierlich neben der
Vom Pad unbeeindruckten

Endlich nach neuen Wechsel
Der Plätze Sessel in Ecke
Erobert mit gutem Überblick
Bekannte Gesichter kommen

Die beiden Dicken mit der
Blonden und Dunkler die
Mit ihrem Ei-Telefon sehr
Beschäftigt schüchtern ist

Herr mit hässlich modischer
Brille setzte sich zu den
Damen sucht Gespräch mit
Der Blondine mit zuviel

Zuviel Schmuck zuviel
Schwarzem Kajal und sehr
Dunklem Ansatz der sonst
Platinblonden wohl Frisur

Leicht angetrunkener Studi
Schmeißt sich stürmisch
An zierliche rothaarige ran
Verschüttet seinen Whisky

Eiswürfel kullern über den
Boden werden eingetreten
Wie die Scherben vorigen
Glases noch knirschend

Die wohl Verkäuferinnen
Plaudern nett harmlos mit
Dem Herren mit der Brille
Dazu peinlich Tankwartbart

Als Freundin wiederkommt
Wird der seinen Whisky hier
Verschüttende wieder wohl
Verdrängt versucht es noch

Die Damen in den fünfzigern
Flirten munter zwinkernd mit
Drei Herren unter ihrem sehr
Dauergewellten Haar selig

Da kommt Rosenverkäufer
Nach peinlichem Handel
Bekommt jede der beiden
Eine die drei teilen den Preis

Während noch der Handel
Abgeschlossen wird nimmt
Anderer Herr zur Rechten
Den Flirt auf den sie begrüßt

Der frustrierte Rosenkäufer
Versucht es kurz bei der
Rothaarigen links von ihm
Die sich lachend abwendet

Nun zur Ablenkung ist der
Whiskyverschütter wieder
Einen Moment aktuell aber
Gleich wieder tippend weg

Die dauergewellte Blondine
Schaut gelangweilt um sich
Sichtbar erfüllt wohl kein
Bewerber ihre Ansprüche

Sie singt rauchend die hier
Disco Schlager mit während
Rothaarige innig mit ihrer
Freundin vollhändig plaudert

Der Mathieu Verschnitt ist
Nun am kuscheln mit dem
Tankwart mit der hässlichen
Brille und flirtet rundum

Die dauergewellte Blondine
Ging tanzen ihre Freundin
Lässt sich von noch zwei
Herren staunend anflirten
jt 22.-23.11.13

Freitag, 22. November 2013

Wie gut

Wie gut dass ich nichts
Wusste von dir
Weder wer du warst noch
Was du gewonnen hast

Egal ob mir das egal wäre
Konnte ich mich ahnungslos
In dich verlieben weil du bist
Wie du bist egal was war

Nun wo ich weiß bin ich
Ein wenig beeindruckt von
Meinem guten Geschmack
Sogar völlig ahnungslos

Es tut ja auch nichts
Zur Sache wer du bist
Wie lang der Wiki-Eintrag ist
Verliebt war ich schon

Danke dass du mir und uns
Die Chance gabst uns
Einfach so zu verlieben
Als wäre nichts als wir

Und eigentlich ist sowieso
Alles andere egal wo wir
Uns schon so fanden
War eh alles zu spät

Für mich jedenfalls
jt 22.11.13

Winterdunkel

Winterdunkel schmiegt sich
Um die Häuser nachdem
Lichtlos grauer Tag gen
Westen unterging

Trocken warm bei feinem
Tee an dich denken um
Zumindest in Gedanken dich
Feucht heiß zu streicheln

Welche Zeit des Jahres wäre
Besser sich an heißen nur
Gedanken zu erfreuen als
Nun frage ich und freu mich

Es ist Winterdunkel im noch
Herbst was täuschen könnte
In Wirklichkeit ist es so hell
Wie nie in unserm Frühling

Der Frühling wird Sommer
Wenn es am längsten hell
Draußen ist dann werden
Tage wieder kürzer

Nie werden die Tage so lang
Wie wenn ich dich nicht seh
Nie die Nächte kürzer als mit
Dir im Arm sie sich träumen

So täuscht die Jahreszeit
Manche mit bloß Wetter was
Wir besser in uns machen
Um zeitlos glücklich zu sein
jt 22.11.13

Zarte Lust

Wie sich vorsichtig noch
Zarte Lust zwischen uns
Ausbreitet mit kleinen
Berührungen winziger
Punkte immer größere
Kreise zieht ist noch
Relativ natürlich und
Unsere Natur drängt
Eben zum Vollzug
Seltsam nur wieviel
Näher noch die Nähe
Lag als der Kampf der
Leiber ineinander um
Befriedigung als ginge
Es wirklich mehr um
Ein Gefühl miteinander
Als Lust aufeinander
Die eine ist da na klar
Aber erst an 2. Stelle
Was mich erstaunt
Vielleicht ist das was
Die andern Liebe nennen
Auch wenn ich nicht glaub
Dass sie es so kennen
jt 22.11.13

Erinnerungslust

Die Lust der Erinnerung
Teilen und mehr noch
Erinnerung an die Lust
Lässt Morgen leuchten

Wie wir uns einen Tee
Machten und ich dir
Vorlesen durfte wir
Uns langsam näherten

Plötzlich nichts mehr
Zwischen uns war
Wir uns dennoch
Noch näher kamen

Ohne kommen zu müssen
Zusammen kommen können
Einfach genießen was ist
War sich näher wo weniger

Als du in meinem Arm lagst
Als ich den Rücken gekrault
Als wir die Nähe fühlten
War es noch einfach schön

Unbeschreiblich wurde es
Als du gehen musstest
Wir zu dritt im Kinderzimmer
Spürten was zusammenkam
jt 22.11.13

Verliebt unter Sternen

Mal wieder unter bekannten
Sternen am Platz im Sessel
Auf ein Pfeifchen zur Nacht

Mit zwei Griechinen und
Einem Griechen sowie noch
Zwei Italienern zusammen

Aus der Box im Rücken
Die Schlager der 60er
Den Rosentee im Glas

Die unverständlichen Worte
Der anderen segeln vorbei
Warmer Rauch in die Nacht

Wie groß kann kleines Glück
Im wachsenden Vertrauen
Werden oder ist es einfach

Verliebt für sich und doch
Ganz gemeinsam zumindest
In meinen Gedanken

Wandern diese in deine
Träume oder jene zu mir
Unter Sternen ist es weit

Nach dem Kap der guten
Hoffnung richtet sich der
Kurs nicht mehr nach Land

Während die Griechen noch
Weiter griechisch plaudern
Teilen wir Himmel über B

Gedanken Träume Worte
Miteinander darunter nun
Geteilt oder geeint jedenfalls

Während Trompetensolo
Hier aus der Box rieselt
Flackern noch Kerzen

Es ist Mitternacht gerade
Vorbei der Tag ruft in die
Nacht glücklich schlafen
jt 21.-22.11.13

Donnerstag, 21. November 2013

Nachfreude

Nachdem du da warst
Wir uns sahen wie ganz
Genossen schnüffle ich dir
Überall an mir hinterher
Bist du in einem Hauch
Präsent - Oh Du mein
Wirbelwind der einem
Seewind gleich durch mein
Leben weht wie nah
Bist du fern mir noch wo
Nur die Gedanken noch
Über deinen Rücken
Zur wunden Mitte wandern
Zart verweilen
Hart nehmen
Gern geben
jt 21.11.13

Vorfreude

Gleich kommst du
Vermutlich für einen
Moment vorbei
Wenn du kommst
Freue ich mich
Schon vor bis
Du da bist und
Kommst oder
Einfach da bist
Mehr nicht aber
Eine hellere Welt
In grauen Tagen
Ist mir mehr als
Worte vielleicht
Spürst du es
Auch so
jt 21.11.13

Unter Beobachtung

Gedankensplitter zu nicht
Mehr meine Welt

Wir stehen ständig
Unter Beobachtung

Der Staat hört alle mobilen
Telefonate nun legal mit

Die Kameras am Rechner
Wie am Telefon filmen uns

Die Daten unserer Krankheit
Schwirren auch im Netz

Wir regen uns über die Stasi
Auf diese nur Kleingärtner

Verglichen mit NSA und BND
War die Stasi lächerlich

Die Stasi und der sie noch
Tragende Staat ging unter

Menschen wehrten sich laut
Gegen ganz reale Spione

Gingen noch auf die Straße
Statt nur virtuellem Protest

Bewegten etwas real statt
Ihr Gewissen zu beruhigen

Ins Netz von Big Brother
Gehen wir freiwillig

Liefern uns dem Mehrwert
Von Zuckerberg & Co aus

Die Stasi diente der SED mit
Dem Ziel des Sozialismus

Die Demokratie dient dem
Kapital mit Ziel Kapitalismus

Fraglich nur ob die Diktatur
Der Monopole Freiheit heißt

Oder müssen wir Prioritäten
Neu setzen um frei zu sein
jt 21.11.13

Was ist

Was ist wenn ich
Ein Chaot bin der
Dem Leben drei
Jahre fast schon
Verloren ging

Was ist wenn ich
Mir sicher bin
Auch wenn ich
Nichts von dir
Weiß nur fühle

Was ist wenn ich
Glaube wir zwei
Sind schon eins
Auch wenn du
Noch haderst

Was ist wenn ich
Recht habe und
Die Angst vorm
Irrtum das Glück
Nun verspielt

Was ist weiß ich
Nicht nur wie
Wichtig du mir
Längst bist drum
Will ich nichts

Nichts als dich
Nichts als Glück
Nichts als uns
Nichts als alles
Was ist leben
jt 21.11.13

Relativ nah

Sich relativ nah sein kann
Noch ziemlich weit sein
Auch wenn es näher scheint
Von Außen betrachtet
Wie viele kommen sich
Körperlich nah ohne sich je
Nah zu sein im bloßen
Ineinander von eben Körpern
Dir will ich nah sein um dich
Glücklich zu machen mehr
Als die Lust die mich treibt
Wo ich nach dir greife sagt
Dich im Arm halten oder mit
Dir schlafen oder dich halten
Während wir zusammen
Schlafen ist mir dasselbe
Natur will Lust und es ist gut
Wieviel Lust wir aufeinander
Haben auch wenn uns mehr
Verbindet bleibt die Natur
Ihr nachzugeben ist also
Ganz natürlich weil wir uns
So nah sind wenn wir es so
Fühlen wird es gut sein
Wo nicht lohnt die Nähe nie
Sie wird nur gelebte Natur
Ohne über den Körper je
Hinaus zu reichen in uns
Sich nah kommen ist relativ
Einfach sich nah bleiben
Relativ viel eigentlich alles
Was sonst sollen wir wollen
Deine Haut sich an meiner
Reiben spüren ist was ich
Will nur nicht der Reibung
Wegen sondern zur Nähe
Jenseits der Lust ist was
Über die Natur blieb wenn
Wir zusammen gekommen
Sind ist es was bleibt
Möchte spüren was von uns
Bleibt nachdem wir uns nur
Naturgemäß nahe waren um
Zu wissen was es ist
Wenn es das ist was es mir
Scheint werden wir uns erst
Dann jenseits der nur Natur
Sicher sein was wird
Sich danach relativ näher
Noch zu sein statt für sich
Zu bleiben wird uns zeigen
Was ist jenseits aller Theorie
jt 21.11.13

Mittwoch, 20. November 2013

Die gefühlte Zeit

Seit ich vierzig wurde was
Nun über drei Jahre her ist
Vergeht die Zeit anders rast
Der eine Augenblick mehr

Glück geliebter Gegenwart
Verrinnt kaum begonnen
Berge von zu erledigendem
Liegen ewig zuhauf herum

Türme von Plänen erheben
Sich über immer schmaler
Werdender Wirklichkeit die
Sich mit Nichts überfüllt

An dich denkend scheint es
Noch Ewigkeiten zu dauern
Bis wir uns wiedersehen und
Bist du da bist du schon weg

Das Werk im Kopf wächst
Zu langsam als dass ich
Noch hoffen könnte es je zu
Vollenden nur wagen will ich

Wagen dich zu lieben wie
Wagen auf dich zu warten
Wagen zu beginnen
Wagen weiter zu schreiben

Nicht der Vollendung wegen
Lieben und wagen wir wohl
Mehr als ein Versuch wird
Es nie der aber ganz

Ganz wagen wie lieben kann
Schmerzvoll scheitern nicht
Liebe und Werk wagen ist es
Wagen wir also lieber ganz

Wir haben alle Zeit der Welt
Nur vergeht sie verschieden
Schnell und darum ist es ein
Mehr sich Zeit zu schenken
jt 20.11.13

Zeitreisende

Aus der Zeit zu gehen um
In der gewünschten dann
Anzukommen ist wohl ein
Uralter menschlicher Wunsch

Noch ist kein negativer
Teilchenbeschleuniger
Je gebaut noch kennen
Viele geheime Wege dazu

Sagen erzählen immer noch
Gern von den Reisen durch
Die Zeit und Bücher spinnen
Diese Geschichten fort

Könnten wir die Gegenwart
Verändern mit Blick auf die
Vergangenheit oder wären
Wir nur Beobachter außen

Jenseits der Zeit sind wir
Auch als Leser der Historie
Die auf die Suche nach
Spuren der Geschichte gehn

Manche wünschen sich in
Größter Liebe im tiefsten
Glück der Augenblick möge
Doch verweilen wie junger
Goethe einst schrieb

Die Zeit überschreiten um
Lesend in die zeitlich Ferne
Zu wandern bringt so Traum
Wie Liebe zusammen

Was Wunder also wenn wir
Danach streben zumindest
Lesend die Grenzen zu
Überschreiten um zu halten

Was wir nicht halten können
Kann uns in der Illusion des
Augenblicks zumindest in
Gegenwart Vergangenheit
Präsent erhalten

So gesehen sind wir die
Herrscher der Zeit die den
Geist beschäftigt für uns ist
Gut die Gegenwart sodann

Frei sich zwischen den
Welten der Zeiten bewegen
Gibt uns die Freiheit aus der
Geschichte Zukunft zu leben
jt 20.11.13

November graufeucht

Wie schön der graue Monat
Macht seinem Namen Ehre
Was außer sich freuen hilft
Noch gegen die Tage ohne
Licht fragt sich nach langem
Gang unterm Schirm durch
Den dauernden Regen

Zwischen Schwitzen in den
Zu warmen Geschäften und
Gerade richtig beim Gang
Von zu können wir uns
Freuen zumindest draußen
Nicht zu frieren während wir
Uns klebrig entkleiden im
Elektrisch beleuchteten heim

Sich an warmen Lampen
Freuen und sich auf den
Gemeinsamen Tee freuen
Ist schon viel Freude an
Tagen wie diesen wenn
Andere kein dichtes Dach
Haben oder weder Licht
Noch Heizung

Es gibt viele Gründe sich im
November an den kleinen
Dingen zu freuen statt sich
Über das zu ärgern was ist
So grau es auch aussieht
Ist sich im November zu
Verlieben leichter als im
Nur Sommer denn wann
Wird Nähe je schöner
jt 20.11.13

Zeit nehmen

Sich Zeit nehmen
Füreinander um sich
Kennenzulernen ist
Ein guter Vorsatz
Mit dem wir nie
Brechen sollten
Nie derselbe ändert
Sich jeder irgendwie
Dauernd darum ist es gut
Sich viel Zeit zu nehmen
Wie zu geben
Sparen können wir sie nie
Sparen wir uns das lieber
Genießen uns in Ruhe
Auch wenn alles klar ist
Ist sich Zeit schenken
Immer Mehrwert
Mir zumindest ist es
Die Zeit mit dir
jt 20.11.13