Donnerstag, 29. Januar 2026

Liebesdialektik

Liebesdialektik

Gänseblümchen sind
Orakel tiefer Liebe
Liebt mich oder nicht

jens tuengerthal 29.1.26

Lichtdialektik

Lichtdialektik

Finstere Welten
Brauchen geistiges Licht für
Innere Hoffnung

jens tuengerthal 29.1.26

Teedialektik

Teedialektik

Teedialektik
Heißes an kalten Tagen
Eistee bei Hitze 

jens tuengerthal 29.1.26

Ernüchterung

Ernüchterung

Leben ist warten auf den Tod
Mehr wird es nie nur manchmal
Geben wir dem was es eben ist
Einen großen goldenen Rahmen

Wenn wir von Liebe reden oder
Der Rettung der Welt fühlt sich
Das Sein nicht so sehr nach nur
Faulgasen an die immer da sind

Ohne Verdauung und Scheißen
Platzen wir irgendwann einfach
Dann würde sichtbar was wir
Lieber nur in eine Kiste packen 

Leben ist endlich und solange
Wir es so nennen fault es halt
Vor sich hin und nicht nur die
Deutschen sind dabei faul 

Wie der Kanzler irrtümlich meint
Alle auch er faulen vor sich hin
Würden sonst platzen wozu so
Mancher auch ohne Faulheit neigt

Doch wird es nicht anders wenn
Wir einmal nicht mehr sind dann
Geht das verfaulen richtig los bis
Die Natur uns eben platzen lässt

Irgendwas lebendiges nährt sich
Von den essbaren Resten bringt
Den Wurmkindern Leckerbissen 
Damit sie wachsen und gedeihen

Unklar nur ist ob die Würmer dann 
Vor dem Essen beten oder sich das
Als nur Natur lieber sparen aller
Alberner Hokuspokus menschlich ist

Arzt Benn beschrieb es gefühlvoll
Einer kleinen Aster gedenkend im
Bauch des toten Bierfahrers auch
Ein lyrischer Klassiker schon lange

Leben ist also am Ende nichts als
Verfaulen ob tot oder lebendig hat
Irgendwer immer noch was davon
Nur faul darf keiner dabei sein

jens tuengerthal 29.1.26

Lustordnung

Lustordnung 

Lust folgt der Ordnung der Natur
Die gerne Chaos stiftet um den eher 
Doch mechanischen Vorgang infolge
In eine größere Ordnung zu stellen

Ob die Lust eher der Fortpflanzung
Nach der Natur dient oder dies nur
Ein lästiger Nebeneffekt ist bei der
Suche nach Befriedigung ist unklar 

Natürlich versucht der Aberglaube
Die Priorität gerne von der Lust
Auf die Fortpflanzung zu setzen
Wobei das Kindchenschema hilft

Wir sind so konditioniert wie viele
Auch meinen Sex sei nach ihrer
Natur mit Liebe verbunden was 
Immer eine Lüge schon war

Weil manche Lügen aber dafür
Das miteinander erleichtern lohnt
Ihre Aufdeckung weniger als die
Fortsetzung weil es ist wie es ist

Schlimm wird es nur wenn wir
Nicht mal vor uns die Lügen
Lügen nennen um uns besser
So selbst täuschen zu können

Dann sind wir im normalen Wahnsinn
Den wir Beziehung nennen oder auch
Ehe um das Leben zu ordnen was 
Zum Ende der Lust meist bald führt

Der Sex kann durch Übung besser
Wie harmonisch schöner werden aber
Meist wird er nur zur Gewohnheit die
Dann irgendwann natürlich langweilt

Darüber reden kann helfen um die je
Bedürfnisse dabei zu erforschen
Das mögliche so zu optimieren was
Schon wieder unromantisch klingt

Ob Romantik und Erotik eher ein
Gegensatz oder eine natürliche
Ergänzung sind ist unklar auch
In der jeweils Wahrnehmung

Wer systematisch vorgeht ist beim
Sex nicht unbedingt erfolgreicher
Auch wenn schon unklar ist was der
Erfolg am Ende überhaupt sein kann

Was Frau von Mann dabei erwartet
Ist so unterschiedlich wie diese und
Wechselt nach Laune und Lage stets
Nur wehe er erspürt es nicht richtig

Während Mann eigentlich immer
Das gleiche sucht und es gerne 
Auch mit ihr dabei noch teilt und
Ungern seine Gewohnheit ändert 

In dieser Hölle der Gewohnheiten
Sind die meisten Paare gefangen 
Aber die wenigsten reden darüber
Warum sich nie etwas ändert

Vielleicht ist dies die Ordnung hinter
Der Lust die eigentlich das Chaos als
Teil ihres Wesens liebt und braucht
Was den Reiz des neuen ausmacht

Eigentlich ist es nahezu immer das
Gleiche beim Sex es bräuchte nie 
Wechsel wenn es einmal gut läuft
Was tatsächlich selten genug ist

Bis du das eines Tages zufrieden
Merkst ist alles schon Geschichte
Was eigentlich perfekt war auch
Das ist Teil der Ordnung der Lust

So ist die Lust immer auch eine
Ordnung verpasster Chancen die
Hoffen lassen es ginge weiter
Warum alle noch was suchen

So zumindest geht es noch weiter
Auch mit der Menschheit die sich
Gerade beim Sex zu gerne belügt 
Wie belogen werden möchte

jens tuengerthal 29.1.26

Liebestohuwabohu

Liebestohuwabohu

Liebe kann dem Leben eine gute
Ordnung und Sicherheit geben
Warum Menschen dabei bleiben
Auch wenn es mehr Tohuwabohu 
Was im hebräischen ursprünglich
Die große Unordnung bezeichnet
Auch großes Chaos heißt früher
Noch für wüst und leer gebraucht 
Den Zustand vor der Schöpfung
Meint die wir heute Evolution nennen
Häufig im Leben stiftet könnte es
Glücklicher machen als alles sonst
Was sicher Grund genug wäre
Das Chaos hinzunehmen das
Vermutlich der Ordnung der Natur
In uns eigentlich folgt die wir
Nicht einfach logisch erkennen
Können weil unser Gefühl das 
Eigenen Regeln gerne folgt der
Schlichten Vernunft chaotisch
Erscheint obwohl es eigentlich
Ganz logisch ist wenn zwei sich
Halt zusammengehörig fühlen 
Frage mich nur ob die Toleranz
Gegenüber dem Chaos das Liebe
In uns immer wieder stiftet eher
Der Ordnung der Natur folgt also
Uns zu unserer wieder bringt
Ein Akt inneren Aufräumens ist
Der nur unserem Gefühl für
Alles was ordentlich wäre
Widerspricht weil wir dabei
Auch jede Kontrolle verlieren
Und habe noch keine Antwort
Warum wir es so oder so tun
Weiß es nicht mal für mich allein
Ist halt Gefühlssache denke ich
Was schon ein Widerspruch ist
Zumindest weiß ich wenn es so
Ein emotionales Tohuwabohu wird
War sicher auch Liebe beteiligt 
Vermutlich ist es klüger das Chaos
Als Teil unserer Natur zu sehen
Statt es verstehen zu wollen da
Es bekanntlich meistens genügt 
Wenn es ist was es ist

jens tuengerthal 29.1.26

Lektürentagebuch 28.1.26

Lektürentagebuch 28.1.26

Weiter ging es zuerst wieder mit
Philipp Blom und der Welt aus den 
Angeln dort mit den klugen Epilog
Als Nachtrag zur Bienenfabel

Heute tauchte ich mit dem klugen
Philosophen und Autor tief in das
Kollektive Jenseits als vorletztes
Kapitel des Nachtwortes noch ein

Am Anfang steht die Frage ob der
Liberale Traum wirklich gewonnen hat
Die ganze Welt natürlich nun dieser
Entwicklung auch folgen werde

Dies weil Menschenrechte universell
Sind jede Gesellschaft sie früher oder
Später natürlich wollen wird wie wir
Lange unwidersprochen dachten 

Doch kam es anders weil für einen
Großen Teil der Menschheit die
Präsenz des Westens weniger mit
Menschenrechten verbunden war

Vielmehr hatten sie über Jahrhunderte
Entrechtung Unterdrückung wie auch
Dazu Sklaverei erfahren müssen
Auch von Denkern der Aufklärung

Der universelle Anspruch auch der
Aufklärung wurde als Postkolonialer
Anspruch fortgesetzter Ausbeutung
Von nationalen Denkern abgelehnt

Nichts deutet noch auf eine neue
Bewegung zu Freiheit und Demokratie 
Hin im Gegenteil folgen immer mehr
Hier wieder der Religion meint Blom

Ehemals liberale Länder entdecken
Den Charme autoritärer Demokratie
Schrieb der Autor weitsichtig schon
2018 und die USA belegen es nun

Das Wirtschaftswachstum etwa von 
Autoritär regierten Ländern wie China
Scheint den Glauben an autoritäre 
Muster für viele noch zu bestätigen 

Diese Staaten lehnen weiterhin die 
Menschenrechte als westlich ab das
Wohlstandsversprechen wird mit
Unterhaltungselektronik abgepolstert

Auch die Bewohner westlicher Länder 
Nehmen schon wieder für ganz klare
Aussagen und Versprechen gerne
Autoritären Nationalstolz hin auch

Wenn diese lächerliche Idee noch nie
Irgendwem genutzt hat außer denen
Die an der Rüstung gut verdienten 
Was im Rausch wohl keiner erfasst

Die Aufklärung begann ihren Weg
Im 17. Jahrhundert als eine Form
Der Emanzipation der Bürger von 
Der Übermacht der Aristokratie

Die Bewegungen zur Freiheit die
Eine eigene Kultur oft auch suchen
Knüpfen daran teilweise zumindest
Von Vokabular her noch wieder an 

Sie tun dies jedoch real häufig unter 
Nutzung autoritärer Träume die dann
Schlichte Muster der Sprache nutzen
Welche erst Ausgrenzung betreiben 

Die Entwicklung der nächsten Jahre
Mit wirtschaftlichen Krisen wird mehr
Menschen autoritären Mustern hier
Folgen lassen Sicherheit zu finden


In der Kulturgeschichte der Neuzeit
Ging es bei Egon Friedell um den
Geistigen Hintergrund der Barocke
Wie der kukler aus ihm noch sagt

Während der Norddeutsche der dem
Duden noch heute so nah ist korrekt
Von dem Barock als Epoche spricht
Sagt der Wiener gern die Barocke

Was schon viel über die Intensität
Der Beziehung zu dieser Epoche 
Erzählen kann die gerne mit dem
Übermaß noch üppig spielt dabei 

Schauen wir uns nüchtern klare
Nordische Backsteingotik an die
Das Gegenteil südlichen Barocks
Ganz deutlich ist zeigt es sich 

So galt nach Friedell auch die
Ansicht zu dieser Zeit dass alles
Durch Fleiß und Studium erlernbar
Durch wissenschaftliche Virtuosität

Es ist es auch die Blütezeit der
Poetiken wie der ganz korrekten 
Kunstwerke Gemälde und Gärten 
Alles war mit Zirkel und Lineal gerade

Die Zünfte teilten die Zuständigkeiten
Detailliert und spezialisiert dabei auf
Es gab für jeden Bereich eine eigene
Die genau auf ihre Rolle dabei achtet

Über genau gegliederter Gesellschaft 
Steht dann einzeln absolut wieder ihr
Herrscher als ganz isolierte Gestalt
Was die Theorie dazu auch bestätigt

Der Staat war danach der freiwillige
Zusammenschluss von Einzelnen
Die automatische Welterklärung findet
Wieder allgemeine Anerkennung

Dies hatte sie schon in der Antike
Wie Epikur und Lukrez uns aus den 
Jahren vor der jüdischen Sekte
Christentum berichten konnten 

Deren Verbreitung warf Europas
Einwohner geistig für tausend Jahre
Etwa auf primitives Niveau zurück
Das viele Kulturen bis heute pflegen

Ob dies darum auch ernst genommen
Oder als bloßer Aberglaube bekämpft 
Werden muss ist bis in die Gegenwart 
Noch seltsam unsinnig umstritten

Zu den großen geistigen Leistungen
Des Zeitalters zählt Friedell nun auch
Die Gravitationstheorie von Newton
Sie spiegelt den Zeitgeist ideal wieder

Dies weil Weltkörper sich dabei nicht
Berühren sondern durch unsichtbare
Kräfte gelenkt und bewegt werden
Als seien sie gelenkte Marionetten 

Die Malerei drückt nur scheinbar ein
Entgegengesetztes Weltgefühl aus
Sie verwischte etwa die Kontur aber
Löst sie noch nicht ganz dabei auf

Die Figuren sind nicht mehr mit
Dem Messer aus dem Bild quasi 
Geschnitten aber die Lichtaura
Isoliert sie noch als Grenzzone

Das Licht ist noch an die Objekte
Gebunden die es umspielt dabei
Hat jedes seinen Strahlenkegel als
Sei es als Monade ein kleines All 

Seine Harmonie mit anderen Objekten
Ist noch wie in der Renaissance durch
Den Künstler von außen prästabiliert
Nur schwankend religiöser mystisch

Mit Leidenschaft schreibt Friedell 
Dann über die neue Wissenschaft
Der Mechanik die typisch für die Zeit
Wäre weil sie vollständig erklärt

Nach dem Ideal der Zeit sollte die
Mechanik den gesamten Weltlauf 
Erfassen und beschreiben alles so
Berechenbar machen wie Puppen

Die Marionette wird so zum Spiegel
Des barocken Geistes der sich sowohl
Bei Descartes wie bei Moliere auch
Im Ausdruck ihrer Kunst spiegelte

Die Marionette für die Friedell hier
Zeitlich verfehlt Kleist zitiert wird so
Zu Abstraktion und Ausdruck der Zeit 
Paradox zeigt sie Barockmenschen

Weil jeder Mensch noch vollkommen
Solitär lebte wurde auch sein ganzes
Eigenleben ungeheuer fein entwickelt
Jeder war hier eine Welt für sich

Aber darum eben ein Mikrokosmos
Passend wurde damals auch noch
Das Mikroskop erfunden was wieder
Ein neues Reich im Kleinen öffnete 

Dazu passt auch die da erfundene
Infinitesimalrechnung und wichtiger 
Noch erwarb auch die Psychologie 
Witterungsvermögen für Differentiale

Die Psyche wurde erstmals als eine
Summe kleiner Vorstellungen sichtbar
Was eine Vorliebe für Miniaturen auch
In dieser Epoche noch begründete

Diese Neigung zeigt sich auch in den
Kostümen der Zeit mit ihren Spitzen
Tressen und Brokat auch sprachlich
Werden Wortspiele stets gesucht

Im Gesicht findet die Neigung zum
Ornament im Schönheitspflaster ihren
Seltsam eigenen Ausdruck das ganze
Weltbild der Zeit sei ein Mosaik

Jeder Mensch ist eine Monade die
In sich abgeschlossen ist ganz ohne
Fenster allein auf seinem Platz im
Sorgfältig abgestimmten Kosmos

Dieser nimmt in allem prästabiliert 
Vorherbestimmt seinen mechanischen
Lauf präzise wie ein Uhrwerk was zur
Darum besten aller Welten auch führt

Alle waren davon überzeugt dass
Prächtigste und bewundernswerteste
Wie kunstvoll geistreichste wäre doch 
Einer gutgehende mechanische Uhr

Dies spannende Ende mit dem sich
Der Mensch zum Herren der Zeit 
Machte ist ein Spiegel des Barock
Sei er nun weiblich oder männlich

Mechanisch wollen wir die ganze
Welt beherrschen und verstehen
Wie gerade im Bereich der KI die
Viele als Schlüssel der Zukunft sehen

Statt uns zu bemühen einfach das
Paradies was ist in Ruhe zu genießen
Wollen wir es beschleunigen wie
Noch dazu verbessern ohne bisher

Das Prinzip was allem zugrunde liegt
Was es womöglich gar nicht gibt weil
Alles natürlich bunt vielfältig ist je
Verstanden oder erkannt zu haben 

So werden wir vermutlich wieder am
Unverständnis scheitern nur wird der
Schaden etwas größer noch werden
Wie eben alles exponentiell wächst 

jens tuengerthal 28.1.26

Mittwoch, 28. Januar 2026

Liebesflucht

Liebesflucht

Vor Liebe fliehen
Führt selten zueinander
Aber immer weg

jens tuengerthal 28.1.26

Fluchtinstinkt

Fluchtinstinkt

Menschen fliehen zu
Autoritären Mustern 
Mit letzter Hoffnung

jens tuengerthal 28.1.26

Freiheitsangst

Freiheitsangst

Mehr Menschen haben
Angst Freiheit zu leben als
Leben genießen

jens tuengerthal 28.1.26


Zufriedenheiter

Zufriedenheiter

Zufriedenheit ist mehr eine Haltung
Als ein erkämpfter Zustand bei dem
Du in Besitz bestimmter Dinge bist
Von denen du zuvor geträumt hast 

Zufriedenheit braucht nichts mehr
Hat alles für sich erlangt um so mit
Immer weniger zufrieden sein was
Wirklich unabhängig erst macht

Nur wer auch bereit ist ganz zu 
Verschwinden wenn es nötig ist
Um weniger am Leben zu leiden 
Dafür das Nichts zu genießen ist frei

Die höchste Zufriedenheit hat alles
Gefühlt im Leben erreicht und braucht
Nichts mehr sich zu beweisen ist mit
Immer weniger dabei voll zufrieden

Spurlos zu verschwinden galt uns 
Als Indianer oder Trapperehre noch 
Zu Kinderzeiten und wurde dann zum
Hehren Ziel als Pfadfinder wieder 

Dort wurde jeder Lagerplatz möglichst
So geräumt dass keiner noch je
Erkannte wer vorher wo noch war
Wir verschwanden gerne spurlos 

Dies auf das Leben zu übertragen
Statt lange noch zu kämpfen ist ein
Hehres Ideal oder doch zumindest
Die Reste noch nützlich einsetzen

Nicht wie der Bundeskanzler als
Peinlich Neureicher eine Spur von
Dreck mit seinem Privatflieger zu
Hinterlassen sondern sauber bleiben 

Still und bescheiden zu gehen um
Lieber mehr zu sein als zu scheinen 
Schenkt höchste Zufriedenheit ist nur
In sozialen Medien nicht vorgesehen

Sich davon zu befreien um dann 
Ganz still zu verschwinden hätte 
Viel Stil vielleicht sollten wir mehr 
Vom weniger preußisch wagen

Diese ist nicht peinlicher Wilhelm der
Größer und mehr wollte wie beim
Klanglich katastrophalen Berliner 
Dom dem misslungensten Bau hier

Sondern das genaue Gegenteil eher
Viel leisten und wenig in Erscheinung
Dafür treten mehr sein als scheinen 
Wozu spurloses verschwinden passt

Dies ganz schlichte weniger ist mehr
Zu erkennen wie anzuerkennen und
Dafür bescheiden gelebt zu haben um
Mit weniger völlig glücklich zu sein 

Damit endet hier Zufriedenheiter
Mehr Worte braucht es nicht weil
Alles zum Glück darin enthalten ist
Denke ich zufrieden mit dem Leben

jens tuengerthal 28.1.26

Lustrekord

Lustrekord

Viele hundert Frauen später fragte
Sich Giacomo Casanova einst der
Legende der Frauen nach welche
Die beste von ihnen allen war

Doch ist dies weibliche Denken
Ständiger Konkurrenz um sich
Besiegen zu können dem echten
Genießen so fremd wie eine

Zur besten zu wählen außer
Gelogen wenn sie das gerade 
Aktuell traumatisiert fordert im
Wahn nie zu genügen dann 

Sag natürlich du damit sie wie 
Du in Ruhe genießen könnt 
Tat das mal zwei Jahre lang
Danach war ich fast impotent

Weil du deine eigenen Lügen
Zu gerne immer noch glaubst
Heute viele hundert später aber
Weißt du glücklich macht nur 

Wenn dir jede unvergleichlich 
Erscheint und du niemals eine
Konkurrenz zwischen ihnen siehst
Sondern dankbar für alles bist

Das hat lange gedauert und
Kann zwischendurch fast noch
Das Leben kosten nebenbei aber
Dann verstehst du was Casanova
Meinte als er schrieb er liebe die

Frauen alle und genau dafür
Liebten sie ihn auch weil er ihnen
Mit Verehrung und Liebe wie ohne
Alle Ansprüche dazu begegnete

Das ist wie eine völlig grenzenlos
Freie ältere Geliebte zu haben
Die gerne alles probieren will 
Dann hast du alles erreicht

Und kannst einfach genießen
Es ist was es ist und kommt
Wie es passt und wer im
Paradies ist bleibt da

jens tuengerthal 28.1.26

Liebesideal

Liebesideal

Wenn du eine Frau findest
Die kulturhistorisch gebildet
Wie geistig interessiert ist
Mit der du Nächte wunderbar
Durchquatschen kannst ohne
Dich einen Moment zu langweilen 
Die dich liebt und du sie
Welche deine Lyrik liebt
Mit der du auch auf engstem
Raum schlafen kannst
Auch der Sex schön ist
Wie lustvoll natürlich
Also eigentlich alles
Einfach perfekt ist
Dann sei klug und
Zufrieden damit auch
Wenn sie verheiratet ist
Kinder und Enkel hat
Solche sind begehrt
Genieße das mögliche
Und spar dir allen Stress
Besser wird es nicht mehr
Auch wenn du zu gern
Deine Göttin immer hättest 
Ohne zu wissen ob das
Für beide besser wäre
Denke ich rein theoretisch
Und die Wirklichkeit macht
Mit der Liebe dann was
Ihr gerade einfällt

jens tuengerthal 28.1.26