Freitag, 26. Dezember 2025

Überlebensphilosophie

Überlebensphilosophie

Was lässt in Zeiten wie diesen
Geistig noch überleben wenn
Intolerante Dummheit wie Hass
Sich immer weiter verbreiten

Braucht das Leben je ein warum
Oder hat es das eher nie weil Sein
Keinen Grund braucht sondern ist
Ohne sich um Sinn je zu scheren

Sicher lehrt der Aberglaube der hier
Staatlich anerkannt als Religion sein
Unwesen noch treibt es gäbe einen
Höheren Sinn was Unsinn immer ist

Dabei belegt nicht das Kollektiv der
Schafe die der Herde folgen was wahr
Wäre sondern der einzelne dagegen
Genügt zur Widerlegung hier völlig

Den Unsinn des Lebens erkennen
Keine Götter über sich anerkennen
Ist hier heute ohne Strafe möglich
Es sollte endlich normal werden

Will mich nicht über den geistig noch
Zurückgebliebenen mittelalterlichen
Aberglauben des Islam äußern der
Geistig so unwichtig wie alle Sekten

Habe mit Max Stirner der einzig Kant
Konsequent zu Ende dachte meine
Welt auf mich gestellt und sage
Darum gut ist alles was mir gefällt 

Mit anderem als dem was ist
Nach der Natur leben zu wollen 
Hieße sich gegen die Natur stellen
Was nur im Märchen erfolgreich war

Der eigene Horizont ist beschränkt
Auf mehr als mich stelle ich nichts 
Doch genüge ich völlig um alle
Götter zu Hokuspokus zu machen

Muss nicht überleben und nicht
Um jeden Preis weiterleben es ist
Das Leben mir sogar herzlich egal
Weil das völlige Freiheit begründet

Zäume also das Pferd des Sinns
Von hinten auf was ich immer mag
Weil es den Horizont erweitert
Gegen den Strom zu denken

Epikur lehrte uns den Tod nicht
Zu fürchten weil er uns nichts
Angeht wir nicht mehr sind wo
Er ist wie er nicht wo wir sind

Die Fähigkeit sich das Leben
Zu nehmen und so aus etwas
Nichts zu machen ist die große
Freiheit von der viele träumen

Dies in Anbetracht aller Umstände
Welche mit zunehmendem Alter
Unangenehm zunehmen spricht
Mehr für als gegen den Freitod 

Doch das einzelne zarte dennoch
Was die Lust am Leben dabei
Größer scheinen lässt ist genug
Illusion mehr als Nichts zu wollen

Das Nichts macht nichts und ist
Völlig egal aber besser als das
Kann nahezu alles noch sein
Denke ich heute mal großzügig

Leben ist Laune der Natur die
Genauso auch belächelt werden
Kann ob sie kommt oder geht
Außer es entscheidet wer darüber

Der Schutz des Lebens vor den 
Launen anderer ist der Kern wie
Die wichtigste Aufgabe aller Staaten
Er allein muss absolut sein

Warum alle Staaten welche noch
Die Todesstrafe praktizieren bloß 
Schurkenstaaten sind die nie ein
Würdiger Partner von Freien sind

Dabei jedoch Leben erst mit der
Durchtrennung der Nabelschnur
Rechtlich beginnen zu lassen ist
Nötig für die Freiheit der Frau 

Wer diese beschränkt weil sie
Nach der Natur schwanger wird
Handelt damit ungerecht was
Stets Unrecht auch sein sollte

Es muss dies sei hier am Ende
Der Überlebensphilosophie noch
Klargestellt niemand überleben aber
Alle die wollen sollen auch können

Ein Staat der hunderte Milliarden
Ohne Aussicht auf Gewinn oder
Einen sicheren Plan versacken lässt
Sollte nie bei den Armen sparen

Diesen Staat wie seine nur durch
Vertrag mit uns gültigen Normen
Wie der contract social uns lehrt 
Können wir uns sonst gleich sparen

Unser Überleben hängt nicht an der
Relativen Ordnung von Staaten 
Sondern allein an der Natur die das
Herz höher schlagen lässt oder nicht

Es ist unsere Freiheit dies zu wollen
Oder auch nicht damit sind wir was 
Uns angeht mächtiger als die Natur
Grund genug sich gut zu fühlen

jens tuengerthal 26.12.25

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