Lektürentagebuch 30.12.25
In Joseph und seine Brüder vom
Großmeister der Verzögerung
Thomas Mann weiter gelesen
Am entscheidenden Punkt der Lust
Mut die ihre Lust nicht länger mehr
Bezwingen kann gesteht Joseph
Ihre Liebe und fordert ihn auf auch
Seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen
Dieser der sich verzweifelt bedrängt
Von ihr fühlt bemüht sich sie von der
Idee abzubringen dass sie nun ganz
Zusammen liegen sollten was zum
Drahtseilakt für den Sklaven Joseph
Gegenüber seiner Herrin wird der
Alles noch versucht sie beide aus
Der misslichen Lage zu befreien
Er argumentiert wohl bedacht
Mit Vernunft versucht er ihre
Leidenschaft zu bremsen sie
Dagegen sieht es mit Gefühl
Beginnend mit einem Spiel
Bei dem sie in Gedanken mehr
In ihrem Unterleib der sie treibt
Zu siegen meint aber Unsinn spielt
Aus dem er sie dann rettet wie
Die Schuld für die Situation ganz
Übernimmt was sie sogleich
Für ihr emotionales Spiel aufnimmt
Im Gespräch danach legt sie sich
Während des Geständnisses ihrer
Liebe und Lust auf seinen Arm
Den sie mit der Zunge umspielt
Dabei versucht sie ihn zu locken
Gestattet ihm seinen Gefühlen
Wie der Lust freien Lauf zu lassen
Während er sich intellektuell windet
Sagt sie beschützen und retten
Zu wollen aus der unmöglichen
Lage in die ihr Antrag sie beide
Mit Sicherheit bringen würde
Natürlich falle es ihm schwer
Ihren Reizen noch zu widerstehen
Argumentiert er und baut ihr so eine Brücke aus der Situation zu kommen
Sie nutzt diese anders und meint
Aus der Tiefe ihres Gefühls er solle
Doch seinem Gefühl nachgeben
Was er unbedingt verhindern will
Sie ist von Gefühl und großer
Leidenschaft getrieben während er
Versucht es vernünftig zu klären
Sie beide dabei zu beschützen
Er zieht die Vorhänge zu damit
Keiner sieht oder hört was sie tut
Will sie damit vor sich schützen
Wie sich aus der Situation befreien
Sie ist ganz Gefühl und Trieb kann
Keines seiner Argumente einsehen
Widerlegt ihm auch argumentativ
Getragen von ihrer großen Liebe
So fürchtet Mut weder den Blick
Der anderen noch die Konsequenzen
Ist dafür verliebt völlig blind sondern
Deutet sein Handeln als Bestätigung
Hört ein wir darin und unterstellt er
Hätte die Vorhänge zugezogen um
Mit ihr ganz für sich zu sein weil er
Sie endlich nehmen nun wolle
Die Herrin bettelt den Sklaven um
Liebe und Sex an und gesteht ihm
Ihre tiefe Liebe damit auch er über
Seine ganz offen reden könne
Wie soll der verzweifelte Joseph
Darauf noch angemessen reagieren
Erklärt ihr seine natürliche Liebe
Als seiner Herrin die ihn zwinge
Auf sie aufzupassen damit sie
Nichts unvernünftiges täten was
Nur zeigt er ist bloß vernünftig
Aber nicht emotional beteiligt
Die deutlich ältere Herrin ist Opfer
Ihrer Triebe und ihrer Gefühle hier
Geworden und sieht alles nur durch
Die Brille ihrer Verliebtheit
Großartig wie fein diese biblisch
Nur knappe Stelle in genauer
Kenntnis der Charaktere hier von
Mann weiter entwickelt wird
Wir Leser werden mit dem Autor
Zu Flaneuren eines Dramas das
Bekanntermaßen tragisch endet
Aber auch dabei verzweifeln lässt
Ein wenig von Stéphane Hessel
Über die Vereinten Nationen wie
Seine Aufgaben dort gelesen als er
Ministerialdirektor für Frankreich wird
Dabei ging es um Berichte wie die
Rechtfertigung der Organisation
In Situationen in denen ihnen
Politisch Vorwürfe gemacht wurden
Das informiert interessant über die
Interna der UNO stellt diese jedoch
Mehr als eine Organisation dar die
Einen starken Korpsgeist hat
Das hat sicher alles auch seine
Gute Berechtigung ist aber leider
Auch Art politisch geprägt und
Ähnlich langweilig zu lesen
Wie nahezu alle Erinnerungen von
Politikern entbehrlich sind gilt dies
Für Erinnerungen von Diplomaten
Auch da wird es dann langweilig
Rechtfertigungsorgien braucht
Kein Mensch und bringen eher
Unwillen und Zweifel gegenüber
Der UNO bei mir zumindest hervor
So spannend Hessel bisher kulturell
Wie auch historisch schrieb so sehr
Wird er als bloßer Apologet der UNO
Zum überflüssigen Parteipolitiker
Fand Parteilichkeit noch nie sehr
Spannend für egal wen warum
Dies Denken mir eher fern liegt
Egal wie gut ich es inhaltlich finde
jens tuengerthal 30.12.25
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