Mittwoch, 17. Dezember 2025

Lektürentagebuch 16.12.25

Lektürentagebuch 16.12.25

Weiter in der Herbstgeschichte von
Sten Nadolny gelesen das 4. Kapitel
Überleben in Fesseln beschreibt den
Weg von Marietta und Michael weiter

Dabei kommt ein Zeitsprung von acht
Jahren in das Jahr 2010 gleich zu
Anfang der Erzählung so heißt auch
Das nächste Unterkapitel Januar 2010

Es wird gerafft von den Versuchen
Hier erzählt mit ihrer Einschränkung
Weiter zu leben was ihr schwer fällt
Auch Michael an Grenzen bringt 

Das nächste Unterkapitel Der Überfall
Setzt der Traumatisierung noch die
Krone auf Marietta die Irina Meyer
Eigentlich heißt verstummt danach

Sie können sich nur noch schriftlich
Verständigen Michael hilft ihr nun
Gemeinsam mit ihrem Betreuer
Mit dem Leben klar zu kommen

Das nächste Unterkapitel Stumm
Berichtet vom Leben mit der nach
Dem Überfall stummen Marietta
Wie Michael sie weiterhin nennt

Michaels Frau fragt als er mit einem 
Neuen Teppich kommt ob er die 
Kleine nun adoptiert hätte was er
Als ihr Coach schnell abwimmelt

Der Besuch eines Konzert mit
Klassischer Musik den Michael
Mit ihr wagt tut ihr sehr gut sie
Schreibt plötzlich ich und ist froh

Das Unterkapitel Teppiche und
Texte handelt genau davon ihrer
Begabung für Teppiche und seiner 
Es lieber in Texte umzusetzen

In der Kunst der Erschwerung dem
Nächsten Unterkapitel geht es um
Den Kampf mit den Behörden den 
Sie ständig in führen muss

Sehr fein karikiert Nadolny hier den
Wahnsinn deutscher Behörden und
Den erniedrigenden ewigen Kampf
Der Leistungsempfänger um ihr Geld

Am Ende dieses Unterkapitels beginnt
MOI Marietta oder Irina wie sie sich
Selbst abkürzt wieder zu reden nach
Dem Herzinfarkt von Eckhardt

Gemeinsam fahren sie dann zum
Großen Meyerschen Familientreffen 
Wie auch das nächste Unterkapitel
Ohne jede Übertragung betitelt ist

Wo sie ihren Vergewaltiger den Vetter
Öffentlich damit konfrontieren will 
Was ausfällt da dieser nicht da ist
Es bleibt bei netten Gesprächen

Auch vom Flensburger Zweig kam
Keiner zu diesem Treffen daraufhin
Überlegt sie ob sie Anzeige erstatten 
Soll wovon Michael ihr eher abrät

Das Unterkapitel Klassentreffen fängt
Mit ihrer Idee an allein um die Welt als
Frau zu segeln die im Rollstuhl sitzt 
Er soll ihr erklären wie es geht

Dazu verweist er auf Titus also den 
Erfundenen Autor der die Geschichte
Erzählt der sich viel besser auskenne
Also ein ironisches Selbstlob hier

Auf dem Klassentreffen erkennt er
Die Gruppe älterer Herren erst nicht
Er ist auch schon 66 und richtet dann
Bruno Mariettas Grüße auch aus

Dieser dessen Frau inzwischen starb
Ist sehr interessiert was vermutlich 
Schon darauf hinweist warum Michael
Keinen Kontakt mehr mit ihm hat

Dieser hat gerade medialen Ärger
Mit dem Vorwurf sexueller Belästigung 
Einer Dame aus seiner Truppe es ist
2010 als Kachelmann Skandal war

In diesen Jahren passierte das wohl
Einigen Herren den Autor hier nicht
Völlig ausgeschlossen und so hat der
Roman eine beklemmende Aktualität

Im letzten Unterkapitel geht es um
Helfer und Beobachter also die
Rolle von Michael gegenüber Irina
Mit der er inzwischen per Du ist 

Das ist alles etwas konstruiert wie
Schon andere Kritiker schrieben
Kommt unangenehm nah dabei 
Aber genau das macht es gut

Diese Geschichte und das Schicksal
Der Beteiligten lässt mich nicht los
Auch wenn es literarisch mäßig wie
Sehr konstituiert ist packt sie mich

Die kleinen Spuren die weiterhin
Ausgelegt werden tragen dazu bei
Die Spannung und Neugier noch
Immer hoch zu halten dabei

Als literarischer Leser reagiere ich
Auf solch schlichte Thriller Elemente
Sonst eher allergisch aber werde
Erst am Ende darüber urteilen

Die Sprünge in der Zeit von der
Erzählten Gegenwart der Kreuzfahrt
Zur noch Vergangenheit schaffen ein
Sich wandelndes Erzählklima dabei


Weiter im Tanz mit dem Jahrhundert
Stéphane Hessel erzählt von den
Letzten Oktobertagen in seiner WG
Mit den Junggesellen Tony Mella und

Guy Dubois in der plötzlich ein junger
Amerikanischer Offizier auftauchte
Der sich als New Yorker Freund von 
Vitia vorstellte ihre baldige Ankunft

Mit einer Handelsflotte ankündigte 
Dieser Patrick Waldberg erzählte
Das Vitia als Journalistin bei der
La Marseillaise inzwischen arbeitete

Die Exil Franzosen in New York waren
In Anhänger der Gaulles und denen
Der III. Republik gespalten dabei war
Patrick Waldberg ein enger Freund

André Bretons und Marcel Duchamps
Erzählt vom Office of War Information
Das die Wortführer der Surrealisten 
Zum Phrasendienst verpflichten wollte

Waldberg der später in Frankreich mit
Seiner Frau einer Französin lebte
Wurde als Kunsthistorikerin wie als
Sammler der Surrealisten berühmt

Nach Vitias Ankunft lernte das junge
Paar erstmals das Zusammenleben 
Von ihrem Konvoi aus 24 Schiffen
Waren neun verloren gegangen

Schön und mit Begeisterung erzählt
Stéphane Hessel von der erregenden
Atmosphäre London der großartigen
Gastfreundschaft der Engländer wie

Unvergleichlichen Kameradschaft
Unter den kämpfenden Franzosen 
Was er als besonderes Glück das
Er noch erleben durfte beschreibt

Der Besuch Pierre Mendès Frances
In ihrer Einzimmerwohnung wird als
Besonderes Ereignis geschildert der
Von seiner Flucht ihnen erzählte

Dieser wurde 1954 Premierminister
In der IV. Republik als Außenminister
Verantwortete er die Dekolonisation
Wie die wichtigen Pariser Verträge 

Damit sorgte er dafür dass die junge
Bundesrepublik Deutschland Partner
In NATO und EWG auch wurde ist so
Ein früher Baumeister der heute EU

France bewunderte die effektive wie
Im Krieg noch zuverlässige britische
Verwaltung unter Churchill wie die 
Ernährungsversorgung die klappte

So plaudert Stéphane Hessel ganz
Nebenbei über wichtige politische
Treffen mit den späteren Köpfen 
Der IV. Republik bei sich zuhause

jens tuengerthal 16.12.25

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