Lektürentagebuch 16.12.25
Weiter in der Herbstgeschichte von
Sten Nadolny gelesen das 4. Kapitel
Überleben in Fesseln beschreibt den
Weg von Marietta und Michael weiter
Dabei kommt ein Zeitsprung von acht
Jahren in das Jahr 2010 gleich zu
Anfang der Erzählung so heißt auch
Das nächste Unterkapitel Januar 2010
Es wird gerafft von den Versuchen
Hier erzählt mit ihrer Einschränkung
Weiter zu leben was ihr schwer fällt
Auch Michael an Grenzen bringt
Das nächste Unterkapitel Der Überfall
Setzt der Traumatisierung noch die
Krone auf Marietta die Irina Meyer
Eigentlich heißt verstummt danach
Sie können sich nur noch schriftlich
Verständigen Michael hilft ihr nun
Gemeinsam mit ihrem Betreuer
Mit dem Leben klar zu kommen
Das nächste Unterkapitel Stumm
Berichtet vom Leben mit der nach
Dem Überfall stummen Marietta
Wie Michael sie weiterhin nennt
Michaels Frau fragt als er mit einem
Neuen Teppich kommt ob er die
Kleine nun adoptiert hätte was er
Als ihr Coach schnell abwimmelt
Der Besuch eines Konzert mit
Klassischer Musik den Michael
Mit ihr wagt tut ihr sehr gut sie
Schreibt plötzlich ich und ist froh
Das Unterkapitel Teppiche und
Texte handelt genau davon ihrer
Begabung für Teppiche und seiner
Es lieber in Texte umzusetzen
In der Kunst der Erschwerung dem
Nächsten Unterkapitel geht es um
Den Kampf mit den Behörden den
Sie ständig in führen muss
Sehr fein karikiert Nadolny hier den
Wahnsinn deutscher Behörden und
Den erniedrigenden ewigen Kampf
Der Leistungsempfänger um ihr Geld
Am Ende dieses Unterkapitels beginnt
MOI Marietta oder Irina wie sie sich
Selbst abkürzt wieder zu reden nach
Dem Herzinfarkt von Eckhardt
Gemeinsam fahren sie dann zum
Großen Meyerschen Familientreffen
Wie auch das nächste Unterkapitel
Ohne jede Übertragung betitelt ist
Wo sie ihren Vergewaltiger den Vetter
Öffentlich damit konfrontieren will
Was ausfällt da dieser nicht da ist
Es bleibt bei netten Gesprächen
Auch vom Flensburger Zweig kam
Keiner zu diesem Treffen daraufhin
Überlegt sie ob sie Anzeige erstatten
Soll wovon Michael ihr eher abrät
Das Unterkapitel Klassentreffen fängt
Mit ihrer Idee an allein um die Welt als
Frau zu segeln die im Rollstuhl sitzt
Er soll ihr erklären wie es geht
Dazu verweist er auf Titus also den
Erfundenen Autor der die Geschichte
Erzählt der sich viel besser auskenne
Also ein ironisches Selbstlob hier
Auf dem Klassentreffen erkennt er
Die Gruppe älterer Herren erst nicht
Er ist auch schon 66 und richtet dann
Bruno Mariettas Grüße auch aus
Dieser dessen Frau inzwischen starb
Ist sehr interessiert was vermutlich
Schon darauf hinweist warum Michael
Keinen Kontakt mehr mit ihm hat
Dieser hat gerade medialen Ärger
Mit dem Vorwurf sexueller Belästigung
Einer Dame aus seiner Truppe es ist
2010 als Kachelmann Skandal war
In diesen Jahren passierte das wohl
Einigen Herren den Autor hier nicht
Völlig ausgeschlossen und so hat der
Roman eine beklemmende Aktualität
Im letzten Unterkapitel geht es um
Helfer und Beobachter also die
Rolle von Michael gegenüber Irina
Mit der er inzwischen per Du ist
Das ist alles etwas konstruiert wie
Schon andere Kritiker schrieben
Kommt unangenehm nah dabei
Aber genau das macht es gut
Diese Geschichte und das Schicksal
Der Beteiligten lässt mich nicht los
Auch wenn es literarisch mäßig wie
Sehr konstituiert ist packt sie mich
Die kleinen Spuren die weiterhin
Ausgelegt werden tragen dazu bei
Die Spannung und Neugier noch
Immer hoch zu halten dabei
Als literarischer Leser reagiere ich
Auf solch schlichte Thriller Elemente
Sonst eher allergisch aber werde
Erst am Ende darüber urteilen
Die Sprünge in der Zeit von der
Erzählten Gegenwart der Kreuzfahrt
Zur noch Vergangenheit schaffen ein
Sich wandelndes Erzählklima dabei
Weiter im Tanz mit dem Jahrhundert
Stéphane Hessel erzählt von den
Letzten Oktobertagen in seiner WG
Mit den Junggesellen Tony Mella und
Guy Dubois in der plötzlich ein junger
Amerikanischer Offizier auftauchte
Der sich als New Yorker Freund von
Vitia vorstellte ihre baldige Ankunft
Mit einer Handelsflotte ankündigte
Dieser Patrick Waldberg erzählte
Das Vitia als Journalistin bei der
La Marseillaise inzwischen arbeitete
Die Exil Franzosen in New York waren
In Anhänger der Gaulles und denen
Der III. Republik gespalten dabei war
Patrick Waldberg ein enger Freund
André Bretons und Marcel Duchamps
Erzählt vom Office of War Information
Das die Wortführer der Surrealisten
Zum Phrasendienst verpflichten wollte
Waldberg der später in Frankreich mit
Seiner Frau einer Französin lebte
Wurde als Kunsthistorikerin wie als
Sammler der Surrealisten berühmt
Nach Vitias Ankunft lernte das junge
Paar erstmals das Zusammenleben
Von ihrem Konvoi aus 24 Schiffen
Waren neun verloren gegangen
Schön und mit Begeisterung erzählt
Stéphane Hessel von der erregenden
Atmosphäre London der großartigen
Gastfreundschaft der Engländer wie
Unvergleichlichen Kameradschaft
Unter den kämpfenden Franzosen
Was er als besonderes Glück das
Er noch erleben durfte beschreibt
Der Besuch Pierre Mendès Frances
In ihrer Einzimmerwohnung wird als
Besonderes Ereignis geschildert der
Von seiner Flucht ihnen erzählte
Dieser wurde 1954 Premierminister
In der IV. Republik als Außenminister
Verantwortete er die Dekolonisation
Wie die wichtigen Pariser Verträge
Damit sorgte er dafür dass die junge
Bundesrepublik Deutschland Partner
In NATO und EWG auch wurde ist so
Ein früher Baumeister der heute EU
France bewunderte die effektive wie
Im Krieg noch zuverlässige britische
Verwaltung unter Churchill wie die
Ernährungsversorgung die klappte
So plaudert Stéphane Hessel ganz
Nebenbei über wichtige politische
Treffen mit den späteren Köpfen
Der IV. Republik bei sich zuhause
jens tuengerthal 16.12.25
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