Montag, 22. Dezember 2025

Lektürentagebuch 21.12.25

Lektürentagebuch 21.12.25

In Kapitel 8 und 9 berichtet der
Gefangene Stéphane Hessel unter 
Den Überschriften Buchenwald und
Rottleberode wie Dora aus dem KZ 

Mit der Eisenbahn ging es aus
Frankreich mit Unterbrechungen
Bis nach Weimar dort werden sie
Vor das Lager Buchenwald gehetzt

Im Tor geschmiedet noch die Inschrift 
Jedem das Seine dahinter werden sie
Durch einen langen Flur vor Duschen 
Gejagt wo sie die Nacht abwarten 

Am Morgen werden sie ausgezogen
Desinfiziert in die gestreiften Kleider
Gesteckt zu Block 17 geführt und dem
Kapo dort übergeben er dolmetschte

Sie sollen sich reinhalten morgens
Gymnastik mittags Suppe abends
Nach 20 Uhr Block nicht verlassen
Anweisungen werden klar erteilt

Sie sind alle verhaftete Agenten
Bekannte Franzosen Engländer
Belgier und drei Engländer noch
Ein Amerikaner und ein Kanadier 

Werden bald einem Arbeitskommando
Zugeteilt die Tage vergehen nur mit 
Nichtstun am 25. August 44 gibt es 
Einen Angriff auf die Gustloff-Werke 

Dies ist eine zum Lager gehörige
Waffenfabrik wo viele Deportierte
Arbeiten unter denen gibt es Tote 
Große Aufregung infolge auch

Er lernt die Lager Routine kennen
Trifft Bekannte wie den Autor und
Agenten Christian Pineau der später
Französischer Außenminister wird 

Gerade schreibt er ein Theaterstück 
Über jene Heldin deren Eifersucht den
Unbezwingbaren Herakles besiegt mit
Der unversöhnlichsten Leidenschaft 

Oder Maurice Hewitt den Dirigenten
Wie Geiger der ein Streichquartett
Dort gründete das in einem Block
Abends Stücke von Mozart spielt

Ein seltsames Lager in dem Musik
Erklingt und Tragödien verfasst 
Werden dazwischen ausgemergelte
Wesen die Wege entlang gehen

Sie haben sich mit dem Tod bereits
Abgefunden und werden wegen ihres
Fatalismus Muselmänner genannt die
Gesunden gehen draußen arbeiten

Sie spielen trotz Verbot Karten und
Er legt anderen diese was ihm Helen
Einst beigebracht hat um ihnen ihre 
Zukunft als Amüsement zu lesen

In den deutschen Radio Nachrichten
Hört er dass die Alliierten inzwischen
Paris befreit haben sie bekommen ein
Typhuskrankes Kaninchen zu essen

Alfred Balachowski brachte es ihnen
Ein russischfranzösischer Entomologe
Der im Labor dort arbeitete und so
Seine Haare behalten durfte

Er ist eine Autorität im Lager und
Infiziert Läuse mit Krankheiten was
Zu dem Spruch führt 1 Laus dein Tod 
Am 8. September werden 16 ermordet

Über ihren grausamen Tod erfährt er
Las er drei Jahre später in den Buch
Der SS-Staat von Eugen Kogon ihrem
Zweiten Retter der über die dort 

Experimente in vivo informiert ist die
Ding-Schuler an Kriminellen macht
Edward Yeo-Thomas ein britischer
Spion für special operations noch

Im Vichy Frankreich der eines der
Vorbilder für Ian Flemings Figur
James Bond war hatte verstanden
Dass sie alle die Exekution erwartete

Er wendete sich zunächst an die
Kommunistische Lagerleitung welche
Ihre Interventionen Parteigenossen
Vorbehalten zu müssen glaubt

Sie planen dann den Identitätstausch
Mit Typhustoten drei sollen auf diese
Weise in Freiheit kommen dabei wird
Yeo-Thomas entschieden wer dabei

Die Wahl trifft auf Stéphane der nicht
Weiß warum gerade er dran sein soll
Vielleicht aus Freundschaft oder weil 
Er Deutsch kann und Franzose ist

Über seine Briefe dazu erfährt er
Später aus dem Buch von Kogon 
Nach langem Warten kommt er am
2. November ins Lager Rottleberode

Dort rettet ihm der Kontakt zu dem
Kapo Walter und dem Schreiber
Ulbricht als sein Körper schwach wird
Weil er ein guter Erzähler ist

Noch immer glauben viele Deutsche
An ihre Wunderwaffe V2 die in Dora
Unterirdisch produziert werden soll 
Hessel vermutet das Gegenteil

Er macht einen Fluchtversuch aber
Wird mit seinem Kameraden schon 
Im nächsten Dorf wieder gefangen
Zurück ins Lager gebracht

Die Aussicht Tod durch den Strang 
Oder Stockschläge ist bescheiden
Am nächsten Tag werden die 16
In Richtung Dora verladen

Von Dora berichtet er in Kapitel 9
Sie wussten nichts davon als sie
Auf dem Hügel ankamen weil die
Vernichtungslager geheim sind

Sie verbrachten die Nacht stehend
Während die Hunde der SS Leute
Sie von diesen aufgehetzt in die
Waden bissen die Narben blieben

Dora wird von Kriminellen geleitet
Die das grüne Dreieck tragen die
Grüne genannt werden und mit den 
Anderen Grünen dort im Kampf liegen 

Er kommt ins Strafkommando wie
Einen großen roten Fleck auf seine
Gestreifte Jacke den Fluchtpunkt
Als Kennzeichen der Ausbrecher

Sie haben dabei doppelt Glück
Werden weder erhängt noch müssen
Sie im Tunnel für V1 und V2 arbeiten
Darüber wird schreckliches erzählt

Alle die nach der Bombardierung
Von Peenemünde die unterirdische
Fabrik bauten starben auch diejenigen
Welche die Tötungsmaschine bauen

Wird die SS kaum als Zeugen noch
Überleben lassen Wernher von Braun
Hat die Orte selbst inspiziert und fand
Die Behandlung der Arbeiter normal

Trotz dieser Beteiligung an den
Verbrechen war er aufgrund seines
Wissens bei Russen und Amis heiß
Begehrt und setzte seine Arbeit fort

Täglich wurde von dort ein Quantum
Toter hergekarrt und ins Krematorium
Gebracht ihr Block war unter dem
Kommando eines grünen Kapo

Zur Instandhaltung des Lagers also
Nicht unterirdisch dabei eingesetzt
Es gab 5 unzertrennliche Franzosen
Die in ruhigen Momenten redeten

Für zwei Scheiben Wurst die vom
Kapo versprochen wurden nahm
Er einen extra Auftrag an ohne zu
Ahnen was ihm dort bevorstand

Sie mussten kalte Leichen aus den 
Östlich vor der Roten Armee schon
Geräumten Lager ausziehen und
Für Scheiterhaufen neu stapeln 

In einer hermetisch verschlossenen
Ecke seiner Erinnerung hat er noch
Die Ankunft der Juden aus Auschwitz
Es waren Phantome wie Gespenster

Ende März begann in Dora die Panik
Die SS hatte die Tunnelarbeiter sehr
Effektiv vernichtet würden sie als die
Zeugen dessen überleben dürfen

Am 4. April große Aufregung das
Lager wurde evakuiert sie wollen
Vom Zug fliehen die Alliierten sind
Ganz nah was ihm auch gelang

Er weiß nicht mehr genau wie er
Die 150 km von Lüneburg nach
Hannover zurücklegte wie ihm
Dabei Polen und Franzosen halfen

Am 12. April 1945 ist er vor Hannover 
Die Stadt ist von der Armee geräumt 
Er knüpft ein Gespräch an um so zu
Erfahren wo sie Amerikaner stehen

An der Biegung einer Straße dann
Erkennt er Panzer mit dem US Stern
Welch Freude war es wieder englisch
Reden zu können er will kämpfen

Er bekommt eine GI Uniform und
Platz in einer motorisierten Einheit
Die Richtung Magdeburg geht wie
Die GI-Uniform und den Helm dazu

Es ist berauschend und sie machen
Auch Gefangene dann Übernachtung
In einem Dorf er schlief bis acht Uhr 
Die Amerikaner waren schon weg

Eine SS Einheit hatte den Ort wieder
Zurückerobert er wird sofort zum
Sturmbannführer gebracht der aber
Nicht weiß was er mit ihm tun soll

Zum erschießen ist es zu spät vertraut 
Ihn 5 seiner Untergebenen an denen 
Er von Zigarren und Whisky erzählt 
Sie hinter die Linien dafür bringen will

Er hatte zwar keine Ahnung aber
Sie glaubten ihm dann gegen elf
Treffen sie amerikanische Panzer
Sein texanischer Captain begrüßt sie

Dafür bekommt Stéphane Hessel ein 
Blendendes Zeugnis er hätte alleine
14 deutsche Gefangene gemacht 
Damit fand sein Feuereifer ein Ende

Er äußerte den Wunsch wieder nach
Frankreich geschickt zu werden und
Muss noch vier Tage in Hildesheim
Auf ein Transportflugzeug warten

Landung in Poix in der Picardie
Mit dem Auto ging es nach Amiens
Am nächsten Tag wird er ausgefragt
Ob ihn jemand in Paris erkenne

Als er de Gaulle nennt wird darüber
Höflich gelacht dann fällt ihm noch
Mme Mamy ein die ihn sofort erkennt
Hessel natürlich und schon geht es

Weiter im nächsten Zug nach Paris
Am 8. Mai fährt er am Gare du Nord
Ein wo er zwanzig Jahre zuvor als
Kleiner Junge erstmals auch ankam

Es ist der V.E. Day an dem Churchill
Den Sieg in Europa verkündet und
Auf dem Bahnsteig erwarten ihn Vitia
Seine Frau und Tony Mella schon

Sie betasten und mustern ihn der
Heil und ausgeruht ist ein seltsamer 
Deportierter schließt Hessel dieses
Aufregende Kapitel sehr humorvoll

jens tuengerthal 22.12.25


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