Lektürentagebuch 6.-7.10.25
Eine wunderschöne Liebesgeschichte
Zwischen Pista und Matilda die ganz
Klassisch in Briefen beginnt genossen
Gestern und heute Nacht noch in den
Frühen Morgenstunden vorm Einschlafen
In den Kapiteln 26 bis 29 des vielfältigen
Roman Lázár der von großer Sehnsucht
Zum kleinen Kitsch torkelt ohne sich dabei
An das eine oder andere ganz zu verlieren
Doch beides tief dabei auslotet mit dem
Glaubwürdig schüchternen Gefühl erster
Liebe noch zu Schulzeiten zwischen dem
Sonderling der sich durch Liegestütze und
Mehr Körper stärkende Maßnahmen einen
Schutz gegen ständiges verprügelt werden
Langsam erfolgreich antrainiert hat und
Dem jüdischen Mädchen das es wagte
Dem blassen Baron einen Liebesbrief
Zukommen zu lassen der beider Leben
Verändert die Liebesgeschichte beginnt
Zauberhafte Zeilen über das schüchterne
Schreiben noch mit dem alles beginnt
Das erste Treffen und ein Spaziergang
Der im Park noch verlängert wird bis
Er sie bis vor die Tür nach Hause bringt
Wo sie sich einen ersten Kuss nimmt wie
Sie das Tempo und alles bestimmte die
Nur dabei leider beobachtet wurde
Die brutalen Folgen der strengen Mutter
Welche jeden möglichen Kontakt künftig
Unterbinden will und alles dafür tut die
Macht über das Herz ihrer Tochter
Notfalls mit aller Gewalt wieder zurück
Zu erobern womit für beide eine Zeit
Dunkler Leiden beginnt bei der beide
Dem Genuss des Lebens entsagen
Eine letzte Umarmung bevor Pista an
Ostern nach Héviz und von dort dann
Ins Waldschloss bis zum Herbst fuhr
Eine unerträglich lange Zeit für Liebende
Gestattet ihr Dora die alte Küchenhilfe der
Strengen Mutter noch und dann beginnt
Ja bald schon der Weltkrieg mit all seinen
Grausamen Folgen für die Juden denke ich
Im Sommer 1938 war der Anschluss von
Österreich wie die Nazis es nannten der
Lilly und Kurt noch eben in die Schweiz
Gezwungen hatte womit das folgende
Ostern schon 1939 ist das Jahr in dem
Am 1. September der Zweite Weltkrieg
Mit der Judenvernichtung begann das
Leben nicht mehr normal wieder wurde
Rasant schien mir das Tempo des
Erzählers Biedermann noch als es
In den vorigen Kapiteln von den
Frühen dreißigern bis 1938 ging
Doch wie wunderbar langsam aber
Voller Gefühl geht es vom März 1938
Dem Anschluss Österreichs bis zum
Frühling des Jahres 1939 weiter
Der letzte Frühling im Frieden noch
In einer Welt deren Untergang schon
Mit dem Ersten Weltkrieg begann aber
Nach 1945 in zwei Blöcke sich teilt
Gibt es noch ein Wiedersehen der
Beiden Liebenden Pista und Matilda
Verweht dieser Kindertraum einfach
Im großen Krieg dann zu nichts
Das ist fein beobachtet und auch
Gut aufmerksam beschrieben was
Immer davon auch wirklich passierte
Ist diese Inszenierung geradezu genial
Was überlebt diese unruhigen Zeiten
Gibt es etwas das stärker noch ist als
Die Gewalt der Geschichte kann ein
Nur Gefühl noch weiter tragen
Die großen existenziellen Fragen der
Menschheit werden hier im Kleinen
Mit genauer Beobachtung erzählt was
Eine echt historische Biographie wird
Finden sich zwei noch bevor dann der
Gulasch Kommunismus in Budapest
Dem Ostblock ein anderes Gesicht gab
Als es die urdeutsche DDR je konnte
Diese persönlichen Fragen neben dem
Dramatischen Weltgeschehen halten
Den Roman weiter spannend schaffen
Eine historisch persönliche Stimmung
Dies alles ohne jede Ironie sondern
Mit Respekt vor den großen Gefühlen
Die wichtiger scheinen als alle Politik
Die das weiterleben unmöglich machte
So kritisch und flach mir manches schien
Wie hier auch die Beschreibung der
Onanie von Pistan oder die Mutter von
Matilda die schwanger werden wollte
Als ihr der angetraute Ehemann dies
Verweigert dessen besten Freund nur
Mit dem Pelz bekleidet aufsuchte warum
Ihr Mann ihr nie mehr etwas verweigerte
So fein ironisch wird er überraschend hier
Bei dieser kleinen Ausführung zu den so
Starken jüdischen Frauen die noch immer
Bekommen was sie unbedingt wollen
jens tuengerthal 7.10.26
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