Freitag, 11. September 2026

Kartenzahlungspflicht

Kartenzahlungspflicht

Der Finanzminister braucht mehr Geld
Darum sucht er nach Methoden den 
Zugriff auf schwarze Kassen in Bars
Leichter zu machen was über eine
Pflicht Kartenzahlung anzubieten nun
Erreicht und sanktioniert werden soll

Statt endlich die großen Betrüger zu
Jagen und große Vermögen höher
Noch zu besteuern werden wieder
Die Kleinen gejagt und unnötig
Weiterer Unfrieden gestiftet das
Vor Wahlen bei denen die SPD 
Jede Stimme dringend bräuchte

Erfolgreich gegen Rechte zu sein
Die als Populisten dies nutzen werden
So fragt sich wer Klingbeil berät dies
Noch vor den Wahlen zum Thema
Zu machen statt noch abzuwarten

Will der oberste Genosse nun alles
Noch intensiver kontrollieren was
Eine natürliche Abwehrreaktion bei
Vielen infolge unnötig auslöst
Wer berät Politiker solche Vorhaben
Die bürgerfreundlich schon sind 
Aber unnötig Ärger provozieren
Vor kritischen Wahlen durchzusetzen

Fast scheint es als wollte diese
Bundesregierung den Untergang 
Der Demokratie noch beschleunigen
So jedenfalls werden sie nie die
Populisten schlagen können 

Es braucht deutlich mehr an 
Kritischem Bewusstsein heute
Für Stimmungen der Bevölkerung
Aber daran fehlt es schon länger
Was leider nur Populisten stärkt

Idee gut Zeitpunkt falsch und das
Marketing grauenerregend die
Regierung Merz scheint immer mehr
Den Untergang feiern zu wollen

jens tuengerthal 11.9.26

Go east

Go east

Aus dem sonnigen Südwesten geht
Die Fahrt zuerst nach Norden um
Über Darmstadt durch den braunen
Osten gen Berlin zu fahren mit dann 
Dreimal umsteigen ist es ein langer
Weg aus der Kurpfalz in die Mark
In der die Insel Berlin liegt dabei
Sind die Züge nicht zu voll aber
Die kleinen Kinder gegenüber 
Unterhalten quietschend den 
Ganzen Wagen auch der Herr
Mit dem Frosch Klapprad schaut
Schon ganz neugierig mit dem
Zopf im Bart und die Mutter ist 
Pausenlos beschäftigt den Sohn
Vom Quengeln abzuhalten wenn
Sie nicht das Baby trösten muss
So trödeln wir von Dorf zu Dorf
Richtung Station Darmstadt

jens tuengerthal 11.9.26

Neinieläwen

Neinieläwen

Neinieläwen oder der 11. September
Erinnert uns an die Macht des Terrors 
Wie die Gefahr eines Krieges der
Kein Ende mehr kennt oder findet 

Als am 11. September 2001 erstmals
Zivile Flugzeuge gekapert und als
Waffe gegen Menschen eingesetzt
Wurden kam es zu einer Zeitwende

Die USA einst ein Fels der Freiheit
Wenn auch mit rassistischen Fehlern 
Wie staatlich sanktioniertem Mord
Durch die immer noch Todesstrafe

Wurden aus Angst vor Angriffen
Zu einem Terrorstaat der sich bis
Heute nicht wieder befreite sondern
Zu seiner Sicherheit alles erlaubte 

Grausame Kriege begannen welche
Die Macht der Islamisten nur stärkten 
Während der früher freie Westen auf
Aberglauben auch wieder setzte

Der Kampf gegen den Terror wurde
Weltweit zu einem Kampf gegen den
Totalitären Imperialismus der kein
Ende mehr findet und kennt

Die Freiheit wurde für Sicherheit 
Getauscht welche zwar versprochen 
Doch keiner wirklich bieten kann
Aberglaube zum Ideal der Freiheit

Während die Gründung der USA noch
Vom Geist der Aufklärung getragen 
Gewesen ist kannte dieser Kampf
Keine Sieger und kein Ende des Hass

Er ist diktiert von den Feinden der
Freiheit zum Kampf der Kulturen 
Geworden in dem alle nur verlieren 
Hoffnung auf Frieden ging verloren

Keiner vereidigt noch die Freiheit
Auch wenn alle es behaupten ist
Die Kontrolle übermächtig geworden
Wird durch KI zum ewigen Terror 

So steht Neinieläwen bis heute für
Das Ende der Freiheit die ohne jede
Hoffnung gegen keine Sicherheit aber
Immer Misstrauen getauscht wurde

Es ist Zeit die Freiheit wieder gegen
Den staatlichen Terror zu verteidigen
Eine lebenswerte Zukunft zu haben
Statt ohne Sicherheit zu ersticken

jens tuengerthal 11.9.27

Lektürentagebuch 10.9.26

Lektürentagebuch 10.9.26

Mit Eduard von Keyserling in Wellen
Auf selbigen mit den Fischern geritten
Der Kurischen Nehrung die Doralice
Mit Hans und Hilmar begleitet

In der Nacht schon waren sie mit
Dem Fischer Warein und seinen
Beiden rudernden Burschen dort
Hinausgefahren und langsam erst

Dämmerte am östlichen Horizont
Ein erster Streifen von Licht noch
Ist Hilmar der Leutnant im anderen
Boot und Doralice ist unheimlich

Sie sitzt auf einem Hocker die beiden
Jungen rudern Hans bietet noch an 
Sie zu unterstützen dann endlich
Werfen sie ihre Netze aus die sie

Rudernd ziehen um so fette Beute 
Machen zu können Doralice gruselt
Es etwas die halbnackten Männer
Der immer präsente Tod dabei

Die Männer rufen sich Worte zu
Sie fühlt sich fremd dort dann hält 
Hans einen langen Dorsch hoch
Als sich die Fischer nah kommen

Springt Hilmar an Bord und beginnt
Mit Doralice zu plaudern die friert 
Langsam fühlt sie sich vertrauter
Auch an Bord als sie die Netze 

Wieder einziehen geht es zurück
Wo Frauen und Kinder sie erwarten 
Hans hatte Leutnant Hilmar noch
Zum Teetrinken bei ihnen geladen 

Wie er dabei Doralice zum Teekochen
Fast verdonnert ist sie eher irritiert
Sagt nur natürlich gerne aber dann 
In ihrer Kate eingetroffen macht er es

Hans meint das wirkliche Leben in
Den Fängen nah gespürt zu haben
Hilmar fand es einfach wunderschön
Doralice dagegen nennt es so schön

Dass es besser ist nicht davon noch
Weiter zu sprechen was feindselig
Klang sie nahm es Hilmar nun übel
Dass er ihr an Bord so willkommen 

Noch war während Hans dazu zu
Hilmar meinte so mache es seine
Frau immer wenn ihr etwas gefiel
Wurde es von ihr heilig genannt 

Darüber durfte nicht geredet werden
Der dampfende Tee macht alle müde
Hans bedauert den Katzenjammer
Der Weite nach solch einer Nacht

Das Land erscheine nun unerträglich
Eng warum es besser wäre seine 
Höhle dunkel zu machen und sich 
Darin ganz tief zu verkriechen

Zerstreut murmelt Hilmar nun vom
Naturgesetz des ab und zu der
Gefühle doch Hans fühlt eine 
Seltsame Befriedigung infolge

Des Fanges der doch ein greifbares
Resultat wäre mehr als nur ein Bild
Woher soll er wissen ob es etwas ist
Hilmar unterbrach ihn mit seinem Job

Der nur Rekruten drillte bis sie wie
Holzpuppen sich bewegten was 
Soll da je Befriedigung geben
Schade findet es Hans nun dass 

Leben so selten Bar bezahle und
Gähnt dabei schon in der dann Pause
War Doralice schon im Sessel selig
Eingeschlafen mit bleichem Gesicht 

Durch die blauen Schatten des
Morgens wenn langsam schwarz
Zu blau wird wirkte es noch bleicher 
In wunderbar kindlicher Schönheit

Welche die Hilflosigkeit des Schlaf
Noch friedlich verstärkte dann endlich
Erhob sich Hilmar und ging weil die
Sonne käme wie er zu Hans flüsterte

Draußen war schon taghell er ging
Schnell nach Hause da zu sein noch
Bevor der Tag kam wunderte sich
Nur warum ihm so elend war

Hatte die kleine Lolo vielleicht recht
War diese Frau so schön dass du
Davon traurig wurdest oder war es
Der Katzenjammer der Weite in dem

Land und Tageslicht und zu eng uns 
Scheinen die arme kleine Lolo dachte
Hilmar hatte etwas vom Lande und
Vom Tageslicht für ihn an sich

Fein beobachtet Keyserling hier das
Zusammenspiel von Natur und den 
Widerstreitenden Gefühlen in ihr mit
Dem wir unsere Rollen spielen

jens tuengerthal 11.9.26

Donnerstag, 10. September 2026

Rückzugentspannung

Rückzugentspannung

In Zeiten der Radikalisierung gibt
Rückzug die beste Chance zur
Entspannung statt noch weiter
Auf verlorenem Posten zu kämpfen
Sich lieber zurückziehen um den
Narren und ihrem Gebrüll die
Politische Arena zu überlassen 
Dafür stabil in der Mitte zu bleiben
Sich nirgendwo hin treiben lassen
Weder von Rechten noch von Linken
Die den populistischen Rand weiter
Lautstark besetzen statt Lösungen
Zu suchen weiter nur aufhetzen
Wie schön ist es dagegen in einer
Bibliothek in Ruhe zu leben ohne
Sich um etwas zu kümmern als 
Den Staub auf seinen Büchern
Und den außer lesend auch
Weiter zu ignorieren um damit
Wie mit der Welt in Frieden und
Ruhe zu leben wäre wunderbar
Lernte von Michel de Montaigne 
Der sich während der grausamen
Hugenottenkriege in seinen Turm
Zurückzog und seine Essays schrieb
Die uns bis heute kostbar sind
Sich von der Welt lieber lösen 
Um sie als Flaneur zu beobachten
Tut besser als aller Streit je
Wie traumhaft wäre solch ein
Leben für den Rest der bleibt
Machten es alle so ginge es
Der Welt sogleich viel besser
Denke es lohnt den Versuch

jens tuengerthal 10.9.26

Kontraproduktiv

Kontraproduktiv

Wir haben ein Problem mit den 
Rechtsradikalen Populisten der
AfD die unsere Demokratie wie 
Die Freiheit im Land bedrohen 

Wer sie wählt zeigt damit einen
Mangel an politischer Bildung
Wie Kenntnis des Grundgesetzes
Was sich bei Wahlen just zeigte

Doch statt dort zu investieren wo 
Probleme gelöst werden könnten 
In Aufklärung Kultur und Vielfalt
Erhöht der CSU Innenminister

Die Mittel staatlicher Kontrollen 
Möglichst noch mit der rechtlich
Fragwürdigen Software Palantir
Aus dem Terrorstaat USA die

Mehr Bedrohung als Partner sind
Solange Trump noch dort regiert
Gerade der AfD gratulierten was
Deutlich zeigt wo der Feind steht

Wenn es darum geht unseren Staat 
Gegen seine Feinde zu verteidigen
Setzt der fragwürdige Innenminister
Auf Drohnen und Grenzkontrollen

Diese werden da europarechtswidrig 
Uns alle teuer zu stehen kommen
Wer einen Feind im Inneren der
Von Moskau unterstützt wird durch

Grenzkontrollen nach außen wie die
Kürzung politischer Bildung weiter
Bekämpfen will verschärft damit das
Problem warum sich Deutschland

Einen Dobrindt nicht leisten kann
Der wieder seine Unfähigkeit beweist 
Aber er passt zumindest gut zum
Nur fassungslosen Kanzler der

Vor der Prüfung eines Verbots
Der Nazis zurückschreckt auch
Nachdem sich wieder zeigte wie
Kontraproduktiv seine Politik die

Rechte rechts überholen will war
Es bräuchte nun dringend einen
Kurswechsel der aber vermutlich
Mit Merz und Dobrindt weiterhin

Eine fassungslose Illusion bleibt
Weil lernen aus Fehlern allein
Möglich ist wenn derjenige auch
Merkt was falsch war und korrigiert

Da besteht wohl keine Hoffnung
Für Deutschland unter Merz mehr
Der mit Trumpmethoden blind die
Zukunft des Landes verspielt 

Merz trat an die AfD zu halbieren
Real hat er sie mehr als verdoppelt
Weil Angst und Rassismus wieder
Teil der Politik der Mitte wurde

Dieser Kanzler ist kontraproduktiv 
Für die Zukunft Deutschlands wie
Europas und es fragt sich nur wie 
Lange wir uns den Rentner leisten

Eine CDU die hinter Mutti zurück will 
Hat keine Zukunft mehr außer an den
Stammtischen die aber dann lieber
Das Original AfD wählen werden

So schafft Merz die CDU ab und
Gefährdet die Zukunft Europas was
Grund genug für Widerstand wäre
Das Alter möge uns bald erlösen

jens tuengerthal 10.9.26

Liebesschicksal

Liebesschicksal

Gibt es ein Schicksal dem wir uns
Fügen müssen weil es so will oder
Sind wir aufgeklärt selbstbestimmt
Also frei auch noch in der Liebe
Gibt es die freie Liebe wirklich
Die uns gerne wie der Schlag trifft
Als gäbe es doch ein Schicksal was 
Aufgeklärt kritischer Geist natürlich
Leugnet der sich nicht einer dann
Höheren Macht unterwerfen will 
Oder tut es gut der Liebe wie mit ihr 
Allem was geschieht zu vertrauen
So wenig logisch es scheint doch 
Auf Liebe einfach zu bauen nur 
Weil es ist was es ist überlege ich
Denke dabei voller Liebe an eine 
Finde es ist gut so und stelle
Keine Fragen mehr bis diese 
Von alleine irgendwann kommen 
Genieße ich einfach was ist
Wie es eben kam also ist
Nach der Natur der Liebe
Vielleicht genügt das

jens tuengerthal 10.9.26

Lektürentagebuch 9.9.26

Lektürentagebuch 9.9.26

Die letzten beiden Kapitel der großen 
Traumnovelle von Arthur Schnitzler 
Gelesen und fasziniert geblieben 
Bis zum letzten Satz dieser genialen

Komposition zwischen Lust und Liebe
Die zwischen beiden schwankt um
Sich an das eine oder andere dabei
Phasenweise völlig zu verlieren

Wie wirklich sind die Träume die
Manche gerne deuten um so eine
Wahrheit zu erfahren die dennoch
Immer Erfindung eines Lügners bleibt

Nach der wilden Nacht nahezu ohne
Schlaf wird Fridolin von seinem
Dienstmädchen um sieben geweckt
Steht auf und geht zum Dienst

Wie bis heute Ärzte noch 36 Stunden 
Dienst am Stück haben was keinen 
Empört oder besorgt geht es auch
Für Fridolin einfach nur weiter 

Lange betrachtet er seine schlafende 
Tochter und kurz nur seine Frau ist
Sich immer noch sicher sie nun wohl
Verlassen zu müssen nach allem

Weil sie träumte ihn zu betrügen 
Wie seiner Erhängung tatenlos in
Den Armen eines anderen zuzusehen
Schien ihm sein Tun gerechtfertigt 

Er erlebt den Alltag eines Arztes noch
Zwischen Spital und seiner Praxis
Findet wieder Freude auch an der 
Wissenschaft dabei und erzählt dies

Der Familie beim Mittagessen auch
Macht sich dann auch auf die Suche
Nach der Frau der Nacht und fährt
Mit dem Wagen zur Stichstraße

An der er abgebogen und den Hügel
Hinunter gefahren war und folgt der
Straße bis zur Villa ohne zu wissen
Was er nun tun soll läutet er dort

Ein Diener kommt heraus und gibt ihm
Einen Umschlag mit einem Brief dabei
Wortlos in dem steht zweite Mahnung
Er fragt sich ob eine Dritte kommt 

Besucht nun die junge Dame deren 
Vater vergangene Nacht gestorben
Trifft den Verlobten noch im Flur bleibt
Mit ihr allein dabei völlig distanziert

Macht sich auf die Suche nach dem
Jüdischen Freund und Pianisten der
Wie er im Hotel erfährt noch in der
Nacht mit zwei Herren kam die ihn 

Mit allem Gepäck begleiteten der
Alles für die Abreise bezahlte also
Verschwunden worden war von der
Grauen Macht im Hintergrund 

Beschließt aus Rache an den 
Träumen seiner Frau nun die junge
Hure aufzusuchen und dieser was 
Gutes zu essen dafür zu bringen 

Diese war aber im Krankenhaus
Was ansteckendes wohl er war
Dem letzte Nacht eher zufällig nur 
Entkommen dachte er dabei

Dafür bot eine Kollegin an die ihn 
Im offenen Bademantel betören wollte
Sie sei auch ganz gesund es der
Kranken dorthin halt zu bringen

Im Kaffeehaus las er vom Unglück der
Als Baronin D abgestiegenen Dame
Die sich angeblich mit Morphin aus
Dem Leben zu bringen versuchte 

Er fühlte sicher sie konnte ja musste
Wohl seine gesuchte Geliebte 
Der schlaflosen Nacht gewesen sein 
Wollte sie unbedingt wiederfinden 

Fuhr genaueres zu erfahren ob sie
Die fragliche Person war nun die
Fraglichen Hotels alle ab erfuhr 
Dass sie in Begleitung von zwei 

Herren kam die sie abholen wollten 
Auf deren Veranlassung die Tür dann
Gesprengt und die Frau im Bett ohne
Bewusstsein gefunden worden war

Es gäbe wohl noch eine polizeiliche 
Untersuchung der Umstände ihres
Todes damit war sie wohl in der
Rechtsmedizin noch zu finden

Fährt mitten in der Nacht dorthin
Trifft dort noch einen Kollegen der
Am Forschen ist da ungestört geht
Zu den nackten Leichen im Saal

Findet eine ganz hinten noch auf
Einem Tisch die es gewesen sein
Könnte mit etwas älteren Brüsten
Ist sich nicht ganz sicher dabei

Nimmt ihre Hand und hält sie bis
Der Freund und Kollege ihn fragt
Was wäre geht dann ohne klare
Auskunft ob sie die Leiche war

Fährt am Ende nach Hause und
Entkleidet sich wieder um die
Gleiche Zeit also gegen vier noch
In seiner Praxis und geht zu Bett

Als er Albertine nah kommt fährt
Er erschrocken von einem Schatten 
Neben ihr wieder zurück es ist die
Larve die er irgendwo wohl verlor

Fragt sich was sie wohl gedacht und
Beschließt ihr alles zu gestehen die
Auch geduldig nun zuhört danach nur
Dem Schicksal dankbar sein möchte

So heil davon gekommen zu sein
Dem wirklichen und dem geträumten
Birgt seinen Kopf an ihrer Brust und
Sie schlafen bis sieben noch etwas

So siegt am Ende die Liebe über die
Macht des Schicksals wie auch realer 
Und geträumter Verführung dabei und
Die Traumnovelle endet ganz heiter

jens tuengerthal 10.9.26

Mittwoch, 9. September 2026

Gute Nachrichten

Gute Nachrichten

Stelle mir vor wie es wäre
Nur noch gute Nachrichten
Zu lesen und gut zu wollen
Statt irgendwen schlagen
Oder besiegen zu wollen
Gemeinsamkeit genießen
Könnte die Welt von heute
Auf morgen völlig verwandeln 
Die Bundesliga spielte nicht
Mehr auf Sieg oder Niederlage
Sondern um mehr Ballharmonie
Die sich bei Begegnungen zeigt 
Fans übten sich im kuscheln
Eng genug ist es ohnehin
Es ginge wie beim guten Sex
Um Harmonie miteinander die
Nach der Natur genossen wird 
Die Welt beschäftigte sich mehr
Mit Liebe Lust und Befriedigung
Statt Herrschaft Macht und Gewalt
Eigentum wäre Diebstahl womit
Alle Gier vergebens wäre nur 
Wer Harmonie erhöht gewinnt 
Damit die größte Lust die uns 
Schon Epikur vor über 2000 Jahren 
Als Ziel des Lebens offenbarte
Folgen wir ihm einfach alle nun
Das wären gute Nachrichten 
Die Welt würde paradiesisch
Ganz ohne jeden Hokuspokus
Auch Götter bräuchte keiner mehr
Für ein gehofftes besseres danach
Weil es uns hier gut genug ginge
Mit lauter guten Nachrichten

jens tuengerthal 9.9..26

Weltwissen

Weltwissen 

Die Enzyklopädie des Diderot wollte
Noch alles Wissen der Welt in einem
Lexikon vereinen und wurde dann 
Zum Ärger der Jesuiten revolutionär

Wer alles wissen und damit auch
Kritisch betrachten kann war klar
Im Vorteil gegenüber Gläubigen
Die nicht verstehen was sie tun

Ob die französische Revolution
Ein Kind der Enzyklopädie ist
Könnte gestritten werden wohl
Einige spielten eine Rolle dabei

Wichtiger aber ist die Idee auf
Wissen und seiner Verbreitung 
Statt auf Glaube oder Ideologie
Die Zukunft der Welt zu stellen

In Zeiten in denen wieder die 
Verschwörungstheorien blühen
Teilweise sogar die Welt regieren
Von Trump über Putin zur AfD

Ist Aufklärung noch wichtiger um
Reste vom Vernunft gegen die
Herrschaft der Idioten zu retten 
Wie einer Masse die lieber anbietet

Aufklärung und kritisches Denken
Sind das beste Mittel gegen die
Populisten die keine Perspektive
Außer Verbreitung von Angst haben

Die Freiheit des Gewissens nach Kant
Gegen rassistische Ideologien die im
Bündnis mit Russland unsere Freiheit
Immer mehr noch bedrohen ist der

Schlüssel zur Verantwortung die aus
Selbstverschuldeter Unmündigkeit 
Befreit und also Aufklärung fördert 
Nur wie sollen wir sie verbreiten

Diese Begründung erfordert den Mut
Selbständig kritisch zu denken was 
Bei den Wählern am Rande leider
Eher sehr selten nur vorkommt

Befreien kann sich jeder wie jede
Aber nur selbst durch kritisches
Denken ob dafür Wikipedia genügt
Scheint leider noch eher fraglich 

Die evolutionäre Hoffnung dass die
Dummen aussterben trog schon 1933
Wie Sachsen-Anhalt zeigte blieben 
Diese nach 1989 dort einfach übrig

jens tuengerthal 9.9.26

Lektürentagebuch 8.9.26

Lektürentagebuch 8.9.26

Über den großen Strategen der
Friedrich der Große war gelesen
In der Kulturgeschichte der Neuzeit 
Beim klugen Egon Friedell

Er würde aber seine strategischen 
Leistungen nicht von der ganzen 
Person gelöst betrachten sondern
Sieht sie eher als Konsequenz an 

Friedrich war so erfolgreich weil er
Lebte was er war mit Überzeugung
Auch wenn mit Widerwillen in die
Nötigen Schlachten sich stürzte 

Friedell vertritt damit weiter die Sicht
Dass Friedrichs Handeln quasi
Alternativlos für ihn war was für die
Eroberung Schlesiens gewagt ist

Sicher wurde Preußen erst dadurch
Bedeutend was aber erst so heißt
Nicht die Mark Brandenburg meint
Seit der ersten polnischen Teilung 

Weil da Westpreußen dazu kam ganz
Ohne Krieg durch bloße Politik die
Zu Lasten der Polen ging von der
Friedrich als Nutznießer profitierte

Die Landverbindung von Ostpreußen
Wo Friedrichs Großvater noch sich
Erstmals zum König machte zur Mark 
Infizierte alles mit Preußen erst

Davon aber erzählt Friedell nichts
Was zum Verständnis wichtig ist
Des politischen Strategen Friedrich
Der das Gleichgewicht veränderte

Preußen war vor Friedrich nur ein
Östlicher Zipfel das quasi geerbte
Land des Deutschen Ordens dem
Ein Hohenzoller damals vorstand

Die Großmacht in Europa formte
Friedrich durch seine Eroberungen 
Wie seine Vorfahren durch religiöse
Toleranz die Basis schon legten 

Auch von diesem Kontext kommt
Beim Österreicher der von Fritz
Schwärmt zu wenig es ernst zu 
Nehmen was schade dabei ist

Dafür erzählt Friedell nebenbei
Vom Geist der Aufklärung noch
Was der entdecken ließ durch wen 
Wie den Blitzableiter durch Franklin

Auch der kritische Blick auf die Natur 
Diese uns verstehen lässt und wie 
Bedeutend Kants Verständnis des
Universums für das Denken war

Warum er dabei den unsinnigen
Nachsatz wiederholt den Kant nur
Um nicht gegen preußische Gesetze
In Ostpreußen zu verstoßen schrieb 

Als Beleg des fortgesetzten Glaubens
An eine alberne Schöpfung zu sehen
Die seine Theorie vom Universum wie
Seiner Entstehung völlig widerlegt

Bleibt so rätselhaft wie vieles noch
Ohne Begründung sobald Glaube 
Auf dem Etikett noch steht dort im
Bereich des Aberglaubens eben

Das Kapitel über einen der Köpfe
Der Aufklärung in Deutschland
Mit dem Geniegedanke zu verbinden
War schon frech aber leider nur der

Anfang seines Blicks auf die 
Aufklärung der verkündet Kant
Hätte nicht die Bibel widerlegt
Sondern einfach weiter geglaubt

Dagegen spricht alles was Kant
In der Philosophie verfasste wie das
Menschenbildes was das Gewissen
In den Mittelpunkt dabei stellt

Kant war viel eher ein Anarchist noch
Bevor es diesen Begriff gab als ein
Regelkonformer Gläubiger was viele
Bis heute noch nicht begreifen 

So ist Friedell auch zum Abschluss
Seiner Schwärmerei über Friedrich
Wieder relativ unpräzise für mich
Aber schaut nett auf die Aufklärung

Nur deren Geist den Kant in der
Beantwortung der Frage was genau
Aufklärung sei benannte erfasst
Der Österreicher leider nicht

jens tuengerthal 9.9.26