Samstag, 10. Oktober 2026

Liebesglück

Liebesglück 

Liebe ist ein Glück 
Sie macht glücklich
Zumindest so lange
Sie bleibt nur leider
Weniger wenn sie geht
Warum es immer lohnt
Dabei zu bleiben um
Zu genießen was ist
Doch fragt sich ob
Es wirklich Glück ist
Wenn zwei sich finden
Oder es Wille und Weg 
Dafür braucht oder das
Gefühl genügt beide
Leicht zu finden
Kann ich wirklich
Entscheiden wen ich liebe 
Oder bin ich dabei ein Opfer 
Stärkerer Gefühle gegen die
Der Wille willenlos wird
Ist es einfach Glückssache
Wenn es mal passiert
Was schwer zu klären ist
Weil keiner wirklich weiß 
Welche Gründe entscheiden
Um sich zu verlieben aber
Es glücklich macht sich
Darüber zu freuen als ob
Es einfach ein Glück ist
Was damit passiert ist
Also freu ich mich lieber
Statt es verstehen zu wollen
Und genieße was ist
Solange es bleibt auch
Wenn ich gerne hätte
Dass es immer so bleibt
Ist das wohl Glückssache 
Denke ich was bekanntlich
In Fragen der Liebe selten
Irgend weiterführt was ja 
Logisch ist beim Gefühl
Das dies nicht ist also
Bleibt das Liebesglück 
Am Ende übrig

jens tuengerthal 10.10.27

Malbeckreuzung

Malbeckreuzung

Gegen eins im gut vollen Crossroads 
Angekommen Selma und Tino wie die
Übrigen Bekannten dort begrüßt und
In der Flaneurloge Platz genommen

Gleich reicht Tino mir den roten
Malbec hoch mit dem hier Wasser 
Alles ist da die Nacht kann beginnen
Lasse den Blick noch wandern

Während unten nahezu alle Plätze
Um die Bar und sonst gefüllt sind 
Ist oben nur noch ein Paar oder
Was auch immer im Gespräch

Unten ist die Stimmung gehoben
Die Königin Nina ist auch schon da
Sitzt um die Ecke an der Bar und
Der Rest mit Ferdinand sitzt rum

Roy ist mal wieder blond das Wetter
Draußen wirklich herbstlich feucht
Der Schirm war nötig und musste
Dabei gut festgehalten werden

Reichlich tropfende Drinks wurden 
Von neuen Gästen selbst mit klar
Erkennbarer Spur hochgetragen 
Irgendwer wird schon wischen

jens tuengerthal 10.10.26

Freitag, 9. Oktober 2026

Lektürentagebuch 9.10.26

Lektürentagebuch 9.10.26

Kapitel 6 in Die Fünf heißt Lika
Hier wird also die nächste der
Geschwister vorgestellt die so 
Spartanisch schon wohnte

Die Geschichte beginnt mit der 
Schilderung der zehnten Station
Dort wo die Milgroms ihr Sommerhaus 
Haben wo alle passend zur Sonne

Sonnenblumenkerne kauten auch 
Völlig unabhängig vom Stand oder
Geschlecht Bankdirektoren wie die
Ärmsten Mädchen aßen sie dort

Die Zeit in der das geschieht meist
Am Abend nach Sonnenuntergang
Sogar wird als eine ganz.besondere
Stimmung noch beschrieben

Ins Sommerhaus brachte der Erzähler
Einmal einen befreundeten Maler der
Zur Gruppe der 12 Kraniche auch
Gehörte in die er als Externer quasi

Aufgenommen wurde wozu noch
Einige scheinbar unwichtige Details
Geplaudert werden bis dieser Maler
Lika im Profil sieht und sogleich

Zur Mutter bemerkte wie schön
Doch ihre jüngste Tochter wäre
Worauf diese ihren Löffel mit viel
Schwung in die Soljanka warf 

Davon wurden sämtliche ihr 
Nahsitzenden vollgespritzt während
Ihr Stuhl umfiel als sie empört vom
Tisch aufsprang und ging

Darauf hätte er sie zu gerne völlig
Zusammengefaltet was nicht geschah
Überraschend aber hatte er einige
Tage später die Gelegenheit dazu

Bei einer Wanderung rutschte die
Hinter ihm laufende Lika aus und
Er hielt sie zu ihrem großen Unwillen
Aber gerade nötig am Arm fest

Sofort verlangte die jüngste der
Geschwister wieder losgelassen
Zu werden dann bemerkte sie dass 
Ihr Fuß wohl leider verstaucht war

Wiederum wollte sie ihn wegschicken
Was er unter Hinweis sowohl auf ihre 
Verletzung wie ihre Minderjährigkeit
Entschieden nun klar verweigerte

Zwischen den beiden beginnt ein 
Gespräch bei dem Lika ihre strenge 
Wie rigorose Weltsicht kundtat die
Sich dem Dunklen verbunden fühlt

Weil sie Hilfe für den Rückweg nun
Braucht stützt sie sich auf seinen Arm
Er verspricht ihr dafür künftig einen
Kilometerweiten Bogen zu machen 

Eine Konstellation die zu einer 
Besonderen Nähe zwingt mit einer 
Jungen Frau noch fast ein Mädchen
Deren Schönheit er erst durch den

Blick des Malerfreundes wirklich sah 
Die er dann als vollkommen erkennt
Welche aber geistig völlig abschottet
In einer rigorosen Welt danach lebt 

Schafft einen eigenen Zauber auch
Wenn völlig unklar bleibt was aus 
Dieser ungeplanten Verbindung wird
Der schlecht erzogenen jungen Dame 

Ihr dies doch noch zu sagen hat er
Die Situation genutzt um sie im
Gegensatz zu seiner Ritterlichkeit
Zu zeigen sie also zu provozieren


Im Erstem Buch von Dreihundert Männer begann ich schon in der
Nacht zu lesen über 1870 - 1914
Unter der Überschrift Gründerzeit

Es erzählt von Hermann Wallich dem 
Melancholischen Bankier der sich im
Jahr 1870 auf einem französischen
Passagierdampfer einschifft

Dieser aus einer orthodox-jüdischen 
Familie in Bonn stammende junge
Mann von 36 Jahren sollte nach der
Zeit im Ausland nun Direktor der

Damals gerade neu gegründeten 
Deutschen Bank werden und sieht
Ananas und Palmenherzen essend
Den Afrikanern beim Tanzen zu

Nicht Kunst inspiriere diesen sondern 
Leidenschaft und Liebe die Tropen 
Hatten ihm nicht glücklich gemacht
Immerzu gab es Ärger mit Schuldnern

In seinen Erinnerungen schreibt er
Dass er in den Tropen seine besten
Jahre vergeudet habe er wäre dort vor
Der Zeit schon alt und ernst geworden 

Auch in Shanghai wird er nicht zum
Hedonisten wie Richter schreibt die 
Engländer importierten Opium und
Exportierten Seide und Tee von dort

Wallich fühlte sich matt und nahm
Nicht an ihren Regatten Cricket oder
Pferderennen teil wollte nach Paris
Da kam das Angebot der neuen

Deutschen Bank AG er war auf dem
Französischen Paketdampfer der 
Einzige Deutsche noch weiß keiner
Dass Deutschland Frankreich gerade

Den Krieg erklärt in Schanghai als sie
In Hongkong dann davon erfahren 
Bemitleiden ihn die Franzosen noch
Doch in Singapur Ceylon und Aden

Kommen neue Siegesmeldungen für
Deutschland die Stimmung kippt der
Versorgungsoffizier verkündet nun
Täglich drei Preußen zu verspeisen

Wallich beschließt die Weiterfahrt
Lieber ohne Franzosen zu machen
Mit einem Fischerboot nach Suez
Mit der Eisenbahn nach Alexandria

Von dort aus mit dem Dampfer über
Das Mittelmeer wie er dann nach
Berlin kam bleibt rätselhaft aber dort
Fehlen ihm die Annehmlichkeiten 

Die Gastfreundschaft der Kreolen
Das große Haus in Schanghai mit
Seinen Bediensteten in Berlin hat
Ihm niemand mehr erwartet

Er hat keine Freunde dort und der
Aufsichtsrat empfängt ihn kühl und
Förmlich später schrieb er darüber
Er hätte heulen können so einsam 

Fühlte er sich im großen Berlin das
Ihm auch eher trübe erscheint noch
Wären die Straßen am Gendarmen 
Markt mit Feldsteinen gepflastert

Ein übler Geruch stieg aus den 
Rinnen der Straßen nur die Offiziere 
Wären rotwangig und hochmütig 
Gehen sie spazieren wird es eng

Doch dieser Eindruck täuschte das
Deutschland kurz vor der Gründung
Des Reiches war ein anderes als das
Was Wallich vor 16 Jahren verließ 

Insbesondere Berlin das nun bald
Reichshauptstadt wurde veränderte 
Sich ganz rasant dies war aber eher
Am Stadtrand deutlich sichtbar schon

In den Arbeitervierteln im Wedding
Oder im Friedrichshain wie auch im
Villenviertel im Tiergarten wo neue
Villen der Reichen entstanden

Auch im wüsten Norden Feuerland
Genannt weil dort die Schlote noch
Rauchten nirgendwo sonst war die
Luft so schlecht wie dort lange

Die Dampfhämmer in den riesigen
Fabriken nördlich des Oranienburger 
Tor ließen die Häuser erzittern nach
Feierabend liefen dort tausende heim 

Auf den schon breiten Ausfallstraßen
Die vor kurzem noch Feldwegen 
Waren wie die Chausseestraße die
Ackerstraße oder die Brunnenstraße

jens tuengerthal 9.10.26


Machtpoker

Machtpoker

Dürfen die Erben der SED in der
Stadt der Mauer wieder regieren
Gar die Bürgermeisterin stellen 
Empört sich die CDU über Springer

Die konservativen Verlagshäuser 
Stimmen ein in den Chor der Rechten
Die vor der Linken warnt als einer
Antisemitischen radikalen Partei 

Sie warnen die Bürger vor Enteignung
Die wenn überhaupt nur Konzerne im
Immobilienmarkt betreffen würden wie 
Grüner Erbschaftssteuer für Millionäre

Sehe rot rot grün auch sehr kritisch
Auch wenn Linke und AfD nicht
Gleichzusetzen sind bleiben beide 
Extremistische Parteien am Rand

Das Bündnis mit der Linken das einst 
Wowereit begann hat der SPD wie
Der Demokratie auf Dauer geschadet
Weil es die Populisten nur stärkte

Vor allem fragt sich wie dann das
Bündnis mit rechten Extremisten
Für die CDU verhindert werden soll
Vom dem nur Populisten profitieren 

Die Mitte zerstört sich selbst wenn
Sie sich mit Extremisten verbündet 
Die halbgare Versprechen abgeben
Aber besser nie an die Macht dürfen

Der vermutlich illegalen Drohung mit
Finanziellen Sanktionen durch Söder
Bedürfte es nicht dafür genügte die
Aussicht neuer rechter Bündnisse

Wenn die SPD nun auf ihren linken
Flügel hört aus der ungeliebten 
Koalition mit Merz aussteigt heißt
Das noch lange nicht Neuwahlen 

Es gibt im Bundestag momentan
Eine rechte Mehrheit die durch
Weitere Querelen nicht schrumpft
Hier ist dringend Vorsicht geboten

Natürlich wird die CDU nun alles
Versuchen an der Macht zu bleiben
Vor roten Gefahr lautstark warnen 
Das ist ihre Aufgabe und logisch

Doch sollten Grüne wie Sozen nun
Bedenken wer Extremisten heiratet
Kann in der Mitte nur verlieren sie
Haben in dem Bündnis nie gewonnen

Das gilt natürlich auch für die CDU 
Doch warum sollten sie rechte Nähe 
Scheuen wenn Linke sich gegen sie 
Auch moralisch verbrüdern

Beides stärkt nur die Extremisten
Der Zauberlehrling Merz der im
Wahlkampf mit rechten Positionen
Spielte hat diese nun verdoppelt

Wer eine klare Brandmauer rechts
Einfordert sollte sie nicht links nun
Aus Machtgier einreißen dabei
Gewinnen nur die Extremisten

Die Linke ist nicht die SED mehr
Wird für die Macht alles versprechen 
Verlieren wird dabei nur die Mitte
Unklar nur wer das künftig wird

Vergessen sollten wir dabei nie 
Politik ist nur für gewählte Leitung
Der Verwaltung die am besten ist
Wo sie unauffällig stets bleibt

Rechts und links scheinen wie
Gegensätze aber nähern sich
Am Rand gefährlich weiter an 
Dabei braucht es stabile Mitte

jens tuengerthal 9.10.26

Mitternachtsmitte

Mitternachtsmitte 

Wann beginnt die Nacht
Vor oder nach Mitternacht

Ist diese quasi die Mitte 
Zumindest bei einer
Tag und Nacht Gleiche 

Also nur zweimal im Jahr 
Denke ich lachend dabei
Was kaum ausreicht um
Die immer Mitte so zu nennen 

Weil wir ja auch zu gerne 
Ab durch die Mitte gehen

Juristisch was ja auch oft
Irgendwie rechtlich verbindlich
Sein soll zumindest theoretisch 
Ist Nachtruhe von 23 Uhr bis 6 Uhr

Die Mitte dieser sieben Stunden
Was ja magisch schon klingt mit
Der Zahl des Meisters die sich 
Aus drei und vier zusammensetzt

Weil alle guten Dinge drei sind
Vier das Quadrat von zwei ist
Also auch das Doppel zugleich
Soll es für Himmel und Erde stehen

Wer wagt Widerspruch wohl weiter
Angesichts nummerierter Belege
Überlege ich lieber nicht aber weiß

Diese weniger kabbalistisch noch
Zu begründen als maurerisch in 
Handwerklicher Tradition dabei

Der alten Bauhütten als diese noch
Salomonische Tempel vollkommen 
Aus Menschenmaterial bauten das
Sich selbst vervollkommnen wollte

Doch bevor ich mich nun völlig im
Zahlenchaos verliere stelle ich hier
Nüchtern fest juristisch wäre dann
Mitternacht um halb drei was aber

Für die meisten mitten in der Nacht
Wohl verschlafen wird außer von
Nachtschwestern die eher wie die
Dichter schlafen am Morgen danach 

Nicht immer auch mit diesen aber
Schon gelegentlich waren doch die
Schwestern rein statistisch betrachtet
Die häufigste Beischlafgruppe 

Wer nach Mitternacht dichtet läuft
Gefahr den Tag zu verpassen aber
Gewinnt dafür reichlich Nacht dazu

Was mehr Ruhe schenkt als alle
Verschlafenen Tage an Zeit rauben 
Weil da ja alle gewöhnlich wach sind

Alle jene die sonst viel reden aber
Auch nichts zu sagen haben warum
Mathematisch betrachtet Nichts bleibt
Weil mit Null multipliziert eben Null 

Nun zwei Minuten vor zwei sind es 
Noch fast 33 Minuten bis zur
Mitternacht der Nachtruhe 

Zeit diese Verse zu beenden um
Bis Mitternacht abgewaschen zu
Haben und so vielleicht noch vor
Mitternacht eine Runde zu drehen

Und während ich dies schrieb 
Wurde es zwei Uhr zwei also
Hochzeit für ein Ende

jens tuengerthal 9.10.26

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Lektürentagebuch 8.10.26

Lektürentagebuch 8.10.26

Dreihundert Männer über Aufstieg und
Fall der Deutschland AG wurde das
Sachbuch des Jahres 2026 von
Konstantin Richter der spannend

Über die Geschichte der deutschen
Wirtschaft und ihrer Protagonisten
Hier schreibt der Satz stammt noch
Von Walther Rathenau und besagt 

Dreihundert Männer bestimmten die
Wirtschaftliche Geschichte unseres 
Kontinents und meint das Geflecht
Aus Bankiers und Wirtschaft hier 

Firmen wie Siemens Bayer und
Deutsche Bank bildeten die Basis 
Sie kannten einander und sprach
Sich untereinander ab bis in die

1990er Jahre war die Deutschland AG
Prägend auch für die Bundesrepublik
Richter erzählt die Geschichte dieser
Macher und Magnaten temporeich

In Episoden wird ihre Welt zu unserer
Begleitet sie in privaten Momenten die 
Zu großen Entscheidungen führten 
Lässt uns Leser daran teilnehmen

Ein Epos erzählt die Geschichte der
Deutschen Wirtschaft über 150 Jahre
Vom Kaiserreich bis in die Gegenwart
Über die einstige Deutschland AG

Er beginnt im Prolog mit dem Ringen 
Von Brahms um seine 1. Symphonie
Das bis 1876 ging als schon parallel
Die Wirtschaftsnation hier aufstieg 

Schwer fiel es Brahms aus dem 
Schatten von Bach und Beethoven 
Zu treten und so wurde seine erste
Auch als Beethovens 10. gesehen

In den zwanzig Jahren von 1854 an
Die Brahms brauchte zu vollenden
Gründeten sich viele Unternehmen
In der sogenannten Gründerzeit

So waren Alfred Krupp in Essen und 
Werner von Siemens in Berlin noch
Pioniere die Handwerksbetriebe zu
Riesigen Unternehmen ausbauten

Die Farbenfabrik Bayer begann in 
Leverkusen BASF in Ludwigshafen
Hoechst bei Frankfurt dazu kamen 
Deutsche Dresdner Commerz Bank

Später nach dem Börsenkrach von 
1873 kamen noch Daimler Allianz
Mannesmann hinzu und bauten sich 
Solide Strukturen die lange hielten

Sie überstanden den Weltkrieg wie 
Die Inflation die Weltwirtschaftskrise 
Den Zweiten Weltkrieg und wurden 
Wieder führend und stark danach

Die Ordnung dahinter wurde oft als
Die Deutschland AG bezeichnet was
Für eine enge Verflechtung steht der
Großen Banken und der Industrie

Sie waren über Aktienpakete dabei
Aneinander beteiligt und sich so vor
Fremdem Einfluss schützten ihre
Vertreter trafen sich in Aufsichtsräten

Sie stimmten sich ab und sahen es
Als ihre Aufgabe so stabilisierend
Auf die deutsche Wirtschaft zu wirken
Ihre Hochphase hatte die Kooperation

Der Deutschland AG in den 50er und
60er Jahren des 20. Jahrhunderts 
Kam dem Ideal der Ordnung nahe die
Wurzeln aber liegen im Kaiserreich

Walther Rathenau schrieb schon 1909
Seinen Aufsatz über die 300 Männer
Die sich alle kannten er war dabei als
Aufsichtsratsvorsitzender der AEG 

In der klassischen Musik gibt es den 
Deutschen Klang den Furtwängler mit
Karajan kultivierte er ist weich und
Dunkel zugleich ein Konglomerat

Aus verschiedenen Stimmen die zum
Großen Ganzen verschmelzen wie ihn 
Die Berliner Philharmoniker spielten
Etwa bei Brahms erster Symphonie

Ein Kritiker beklagte kürzlich erst das
Verschwinden des deutschen Klang
Durch ausländische Dirigenten sei 
Der seelensuchende romantische Ton

Verschwunden und wurde sodann
Für seine Deutschtümelei angegriffen
Doch gab es diesen Sound lange in 
Aufsichtsräten und Vorständen noch

Auch unter Betriebsräten wie in der
Belegschaft herrschte dieser weiter
Der sich vom Ausland klar abhob 
Es war ein Merkmal der Deutschen

Den Deutschen Klang gibt es nicht
Mehr die Struktur wurde entflochten
Wie aufgelöst einige Unternehmen
Blieben bemerkenswert stabil dabei

Doch die globale Wirtschaft hat das
Erledigt und aufgelöst heute ist eine
Mehrheit der Aktien der deutschen
Unternehmen bei ausländischen 

Anlegern die Kapitalinteressen wie 
Überall zuerst und allein verfolgen
Damit wurde die Zukunft ungewiss 
Aus einer Vielzahl von Gründen 

Demographische Entwicklung wie
Fachkräftemangel Knappheit der
Ressourcen und Energiewende
Die technologische Wende dazu

Große Unternehmen aus China
Der Aufstieg von Populisten und
Die Rückkehr der Freihandelsgegner
Frühere Sicherheit gibt es nicht mehr

Dieser Verlust muss nicht bedauert
Werden sie war nicht offen für Neues
Außenseiter oder Andersdenkende
Hatten keine Chance auf Aufstieg

Die Deutschland AG war geprägt von
Persönlichen Beziehungen einiger
Mächtiger Bankiers und Unternehmer
Ihr Niedergang scheint unumgänglich

Es passte nicht länger in die Zeit
Hatte keine Antworten auf Probleme
Einer globalisierten Gegenwart aber
War ein Stück deutscher Kultur

Für diese Kultur ist das Buch ein
Nachruf den sie als solche verdient 
Es ist eine epische Geschichte welche 
Die Geschichte dieser Nation spiegelt

Diese Geschichte will das Buch vom
Aufstieg und Fall der Deutschland AG 
Erzählen es ist auch die Geschichte
Der gegenwärtigen Bundesrepublik

Lese und bin gespannt auf alles was
Nun noch kommen wird erinnere mich
Wie ich mit meiner ersten Verlobten 
In Essen im Park der Villa Hügel

Spazieren war einer bildschönen
Nur wenige Jahre älteren Adligen 
Als wir Thomas Middelhoff trafen 
Einen der Protagonisten des Buches

Es war gegen Ende der neunziger
Die große Zeit von Krupp war längst 
Geschichte doch der Moment war
Besonders und wir grüßten uns nett 

Ihre Eltern waren mit ihm bekannt
Du kanntest dich in Bredeney sie
Waren alle irgendwie verbunden 
Dachte ich ohne es zu begreifen

Denke an meinen Urgroßvater
Der Ostfriesland elektrifizierte
Für Siemens & Halske seine Idee 
Mit dem Torfkraftwerk in Berlin

In einer Sitzung mit dem alten
Siemens vorstellte und begeisterte 
Der war auch einer von denen oder
Später der Großvater dann beim

Bundesrechnungshof in Frankfurt
Wie für die Rechnungen der NATO 
In Brüssel war auch ein Teil des
Großen Netzwerkes wohl gewesen

Erstaunlich wie nah die ominöse
Deutschland AG beim Nachdenken 
Auch persönlich plötzlich kommt für
Ganz gewöhnliche Bürger dabei

So freue ich mich auf die Lektüre
Auch eines Teils meiner Geschichte
Die Richter bereits sehr spannend
Wie gut mit Brahms einleitete 

jens tuengerthal 8.10.26

Sprachverdreher

Sprachverdreher

Unter falscher Flagge werden die
Aktionen von Militär Geheimdienst
Wie neuerdings politisch medial
Bezeichnet die Gegner täuschen

Begonnen haben damit Piraten
Die statt ihrer Totenkopffahne
Eine scheinbar befreundete noch
Aufzogen um ihre Opfer so

In Sicherheit zu wiegen was dann 
Oft schnell tödlich endet doch wie
Homer uns lehrt der Dichter aus 
Dem antiken Griechenland der

Vom Trojanischen Krieg berichtet
Welcher 1500 vor der Zeitrechnung
Schon war bei dem vermutet wird 
Dass er im achten Jahrhundert vor

Gelebt haben könnte ist Kriegslist
Die etwas vortäuscht noch älter 
Liegt sie in der menschlichen Natur
Schon verborgen die Lügen erfand 

Am bekanntesten ist dabei das
Trojanische Pferd geworden eine
Falsche Flagge die auch ohne das
Überflüssige Denglisch jeder kennt

In welchem Krieg Merz sich befindet
Wen er als Feind ausgemacht hat
Bleibt bisher relativ unklar noch
Mal blau dann grün oder grau

Der einst junge Recke aus dem
Andenbündnis kämpft immer noch
Gegen das Erbe und die Beliebtheit
Seiner verklärten Vorgängerin Merkel

An Ursula geborene Albrecht kämpft
Sich der schlechte Europäer ab der
Keine Perspektive sonst hat sich an 
Den Damen im grauen zu rächen 

Um Oberwasser bemüht ohne etwas
Produktives bisher zu erreichen ein
Politischer Schädling der nur die
Entwicklung wieder unnötig aufhält

Europa ist postnational wie es einst
Kohl und Mitterrand schufen was im
Säuerlichen Sauerland bis heute so
Wenig verstanden wie bei der AfD

Darum sind die blauen Narren im
Osten so erfolgreich weil die bis 
Heute nicht verstanden haben was
Der Preis der Einheit eigentlich war

Dort sammeln sich die Anhänger
Der großen Verschwörung ob beim
Impfen oder in der Politik ist dabei
Völlig gleich fühlen sie sich immer

Verfolgt wie benachteiligt weil sie
Das System Demokratie bis heute
Nicht verstanden haben und meinen
Ihre Rache am Westen schade

Nur den anderen aber werde für sie
Nach der Machtergreifung ein
Schöner Spaß der großen Rache 
Mit ihrer blauen Nazi-Brille dabei

Gemeinsam haben schwarz und blau
Sich zur Rache an den Grünen die
Ihre schöne Welt kaputt gemacht
Verschworen außer sie regieren grad

Die Grünen seien schuld an den 
Hohen Energiepreisen behaupten 
Die völlig verrückten die einfach
Das Gegenteil von wahr sagen

Das Erneuerbare kostenlos sind
Wie endlos zur Verfügung stehen
Können nur Narren mit Kernfusion
Die es noch nicht gibt ignorieren 

Gegen Grüne kämpft der Flieger 
Auf vielen Feldern ohne Perspektive
Muss überall zurückrudern aber eine
Falsche Flagge traut er ihnen zu

So ist es wohl zu verstehen wenn
Der deutsche Bundeskanzler auf
Denglisch von false flag redet 
Um seine Leute zu decken 

Wie dazu noch zu verhindern
Der Lüge geziehen zu werden
Mit seiner Rauswurfdrohung
Von 2021 der aufrechte Mann 

Wenn also nun derjenige der
Die AfD halbieren wollte unter
Dessen schlechter Kanzlerschaft
Sie sich aber leider verdoppelte 

Im Ton der Verschwörer über
Falsche Flaggen spricht ist wohl
Holland in Not aber noch lange
Kein Land mehr in Sicht außer

Die SPD stellte Pistorius auf ohne
Angst vor der Dolchstoßlegende
Ginge aus der Koalition mit diesem
Versager um das Land zu retten

Die AfD wird nach dem Geständnis
Des verhafteten BND Chef endlich 
Als Nazi Partei verboten und am
Ende war Eigentum immer Diebstahl

Der Kanzler der Sprache verdrehte 
Wie die Republik fast zerstörte wäre
Dann ganz schnell Geschichte und
Merkel würde weiter hoch geehrt

jens tuengerthal 8.10.26

Zwanzigtausend

Zwanzigtausend

Dies ist Gedicht Nummer 
Zwanzigtausend in diesem Blog
Damit ist das Maß ziemlich voll
Alles berichtet von Liebe und Tod 
Zu Politik Kultur Philosophie ist
Der Fundus an Versen riesig
Universum meines Geistes 
Seit über 33 Jahren denen
56 im Leben nicht nachstehen
Aber 33 ist in allem schon genug
Alles gesagt und beschrieben wohl
Zeit sich zur Ruhe zu begeben 
Noch ein wenig zu lesen aber
Einfach nicht mehr dichten 
Müssen bis übermorgen 
Oder für immer nach
Laune weil nichts muss
Aber alles kann sei hier
Allen alles Gute gewünscht
Hier ist erstmal genug
Für immer oder heute
Bis nachher bestimmt

jens tuengerthal 8.10.26


Lebenshaltung

Lebenshaltung

Bei Lebenshaltung denken die 
Meisten zuerst an Kosten im
Bilanzierten Leben in dem die
Geburt wie der Tod in Rechnung
Gestellt werden weil alles seinen
Preis hat wie die Erbsenzähler 
Ihr ewiges Mantra beten denen ich
Gerne die Haltung zum Leben 
Was unbezahlbar ist und bleibt
Entgegen halten möchte nach
Der Eigentum Diebstahl ist und
Jedes Vermögen öffentlich wird 
Ab dem Betrag der über was zum
Leben nötig ist mit etwas Komfort
Oder Stil und Klasse hinausgeht
Dann würde sich die Ordnung der
Gemeinschaft schnell ändern weil
Menschen begriffen was lohnt statt
Nur für Werte zu schuften lieber 
Mit Haltung genießen was bleibt
Weil mehr nie im Leben geht
Hören wir einfach auf uns zu
Idioten des Marktes zu machen
Die auf Schnäppchenjagd gehen
Um sich dabei aufzugeben wie
Die Welt die uns allen gehört
Weiter zu zerstören durch ein
Unverantwortliches Verhalten
Es braucht nichts mehr aber
Von allem und uns weniger
Wer dabei vorangeht ist ein
Held der besseren Zukunft
Der dafür früher den Luxus
Des Nichts genießen darf
Denn dieses ist alles was
Bleibt komme was wolle
Wir müssen um unser 
Paradies auch künftig
Genießen zu können dringend
In allem weniger werden
Soziales Verhalten heißt heute
Das weniger fördern und
Am besten spurlos verschwinden 
Alles mehr schadet außer Bäume
Von denen brauchen wir mehr
Sie stehen fest verwurzelt still 
Statt noch irgendwo hin zu wollen
Wenn mehr diese Haltung endlich
Für sich entdecken würden um
Gutes mit weniger und nichts
Zu erreichen statt etwas zu wollen
Hätte die Welt noch eine Chance
Zumindest verdient aber vermutlich
Geht es weiter wie immer und also
Ganz bald zu Ende und mehr
Ist hoffentlich nicht zu erwarten
Gehen wir mit Haltung ins 
Sichere Nichts 
Mehr nicht

jens tuengerthal 8.10.26

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Lektürentagebuch 7.10.26

Lektürentagebuch 7.10.26

Wenn die Liebste auf Reisen ist
Geht auch der Flaneur in seinen 
Bücherurwald um sich dort ein
Wenig unterwegs umzuschauen

Beginnend mit dem Ehepaar Gondela 
Auf der Reise ins Paradies die im Jahr
1802 am 18. September in Heidelberg
Aufbrachen nun in Königsbach sind 

Von Heidelberg aus fuhren sie gegen 
Sieben Uhr los gen Westen zunächst
Durch schöne Felder die voll standen
Mit französischem Weizen wie sie 

Den Mais nannten und die Straße war
Prächtig mit schönen Bäumen
Vielfach auch Obstbäumen bestanden
Bis sie nach Edingen kamen

Dort zeigten sich erste Verwüstungen
Des Krieges gegen Frankreich noch 
Von 1795 weiter ging es bis nach 
Mannheim wo schon von weitem

Sichtbar der Wall geschleift wurde
Warum die Stadt nackt und offen
Vor ihnen lag damals direkt an der
Grenze zur Republik Frankreich

Mannheim selbst war im Krieg von 
Den Österreichern befreit worden 
Doch die vormals reiche schöne 
Stadt war dafür bombardiert worden

Vermutlich durch Kanonen die so
Verwüstungen besonders auch am
Schloss am Ufer des Rhein das sie
Beschossen die Franzosen daraus 

Zu vertreiben wobei auch viele Frauen
Wie Kinder die dorthin flüchteten zu
Schaden kamen oder starben was
Von Gondela sehr deutlich geschildert

Sie nehmen Quartier im Gasthof um 
Auf neue Pferde zu warten die auch
Über den Rhein nach Frankreich
Fahren dürften was denen aus

Heidelberg von der dortigen Post
Nicht mehr erlaubt war sie fanden 
Mannheim sehr trist und tot was
Zeigt wie wenig sich geändert hat

Auch nach den Verwüstungen im
Zweiten Weltkrieg wurde Mannheim
Wieder aufgebaut aber blieb für mich
Der aus Heidelberg kam immer tot

Die Gespräche in großer Runde beim
Essen waren interessant wobei die
Bürger sich trotz Anwesenheit einiger
Französischer Offiziere noch sehr frei 

Wie frech über Franzosen empörten 
Sie nahmen kein Blatt vor den Mund 
Ihren Tisch saß ein stummer Maler
Vor und alle übten sich darum in der

Zeichensprache die sie auch lernten 
Trotz Einladung doch ins Theater zu
Gehen waren sie entschlossen noch
Weiter nach Königsbach zu fahren

Dieser Ort liegt bei Neustadt in der
Pfalz was mit einer Kutsche die erst
Gegen vier ihre Pferde bekam doch
Ein ganzes Stück Weg noch war

Da aber Iffland schon in Berlin war
Die Namen auf dem Prospekt völlig
Unbekannt waren reizte es sie nicht
Auch sein Freund Beck der damals

Direktor des Mannheimer Theaters 
Noch war abwesend und so ging
Die Fahrt über den Rhein weiter 
Wo sie länger warten mussten 

Die vorherige Floßbrücke war auch
Im Krieg zerstört worden und so
Mussten sie auf die Fähre warten
Durch den Zoll der Franzosen 

Welche die Ausweise kontrollierten
Kamen sie schnell ihr neuer noch
Ganz junger Postillon raste darauf
Los gen Oggersheim wo die Republik

Den Zoll für eingebrachte Gûter dann
Erhob was sie auch vorgewarnt schon
Durch Frechheit gut erledigen konnten 
Leider kassierte auch die Post noch

Gebühren für Wagen und Strecke
Dabei mussten sie wie für 3 Pferde
Zahlen was lange diskutiert wurde 
Aber so eben geltendes Recht war

Dafür gelang es Heinrich Gondela
Ihren Stuhlwagen als Karren statt 
Als Chaise verbuchen zu lassen 
Weil diese dort noch unbekannt

So holte der kluge Bremer Kaufmann
Wie Senator sich wieder was vorher
Zu viel gezahlt wurde doch war es
Dadurch schon dämmerig als sie

Von in Oggersheim gen Königsbach
Bei Neustadt aufbrachen aber keiner
Dort kannte den Ort in dem Christine 
Einst ihr Gut geerbt hatte vom Vater

Dieser war zeitweise als ein
Reichskammerrat in Frankfurt tätig
Was sie später über die Weinstraße
Auch noch besuchen wollten 

Zuletzt waren sie noch auf ihrer
Hochzeitsreise dort gewesen was 
Inzwischen über 15 Jahr her also
Noch zu vorrevolutionären Zeiten war

Die Straßen wurden ab Oggersheim 
Schlecht bis miserabel und die nun
Beginnende Dunkelheit tat das ihre
Sich leichter zu verirren dort

Irgendwann ging es den Hardt hinauf
In immer steileren Straßen bis sie
Schließlich nach Königsbach kamen
Der Postillon vor ihrem Hof hielt

Sofort strömten die Leute zusammen
Die ihnen erzählten der Verwalter
Sei benachrichtigt und käme bald
Mit ihren bei ihm verwahrten Möbeln

Heinrich geht zuerst alleine in den
Hof und ins Haus und ist dabei
Schockiert über den Zustand wie 
Die gähnende Leere dort drinnen 

Er berät sich draußen mit Christine
Die dennoch bleiben will und dann 
Kommt auch der Verwalter und bringt
Betten und frisches Brot ihnen mit

Gut gelaunt darf der junge Postillon 
Soviel vom eigenen Wein trinken aus 
Dem hiesigen Keller was er gerne tut
Sie machen es sich gemütlich

Der Verwalter hatte während des
Krieges ihre Möbel zu schützen
Diese bei sich untergebracht nach
Genug Wein gehen sie nach oben

In das kleine Schlafzimmer wo sie
Voller Freude feststellen dass alles
Noch in Ordnung ist auch der Wein
Noch um das Fenster wild rankt

jens tuengerthal 7.10.26

Gewissensfrage

Gewissensfrage

Als Merz frisch Kanzler war
Hieß es noch wer aus der CDU 
Mit der AfD stimme habe am
Nächsten den Rauswurf sicher

Heute der unbeliebteste Kanzler
Der Geschichte der Republik
Verdientermaßen geworden
Nachdem vermutlich Mitglieder

Der CDU Fraktion in Sachsen-Anhalt
Einen aus der rechtsradikalen Truppe 
Zum Präsidenten wählten heißt es
Dies sei eine Gewissensfrage die

Nicht mit CDU Werten vereinbar
Aus der stark dezimierten Truppe
Wird kein Steigbügelhalter mehr
Für nationale Solidarität geworfen

Mit dieser CDU ist wohl kein
Rechtsstaat mehr zu machen
Merz räumt die Demokratie
Aus Feigheit ab und die SPD 

Demonstriert nochmal nett
Historisch zumindest auf der
Richtigen Seite gestanden zu haben

Auf Wiedersehen Deutschland
Denke ich es sieht düster aus
Nur wohin bleibt dabei unklar

jens tuengerthal 7.10.26