Mittwoch, 31. August 2022

Aberglaubensalbernheiten

Aberglaubensalbernheiten

Gestern las ich den ersten Entwurf
Der Erinnerungen einer liebsten
Freundin die als Prinzessin in eine
Weit über tausend Jahre alte Familie
Tief im Orient geboren wurde deren
Weg nach der Religion die noch ihre
Vorfahren einst mit begründeten vor
Mehr als tausend Jahren wie immer
Schon vorgezeichnet war dort
Tief im Süden auf der arabischen
Halbinsel die uns ein Märchenreich
Eher war und wo sie unfrei gelebt
Immer hätte wie sie nach dem Tod
Ihres Vaters sogar in Deutschland
Zwangsverheiratet wurde weil die
Aus den alten heiligen Familien nur
Untereinander heiraten dürfen es
Der vorgezeichnete Weg war den
Sie mutig und ganz allein als dann
Schon junge Mutter verließ um ihr
Leben als freie Frau zu leben wofür
Diese orientalische Prinzessin alle
Bewunderung verdient die noch aus
Einem Land kam in dem die Mädchen
Beschnitten und verhüllt werden wie
Keine eigenen Rechte haben weil
Der Aberglaube es so vorschreibt
Wie gerade im Irak die Anhänger des
Führers der Schiiten den Aufstand
Probten bis er sie zur Ordnung rief
Der sich vorher zurückgezogen weil
Glaube Menschen noch wüten lässt
Lese vom Papst der neue Kardinäle
Ernannte und denke an die Macht
Die der oberste Priester dieser Sekte
Immer noch hat die Frauen vom Amt
Wie der Führung ausschließt auch
Wenn diese sich nicht mehr verhüllen
Müssen ist die dort Sexualmoral wie
Das Plädoyer gegen Abtreibung was
Auch Franziskus fortsetzt so albern
Wie in der Wirkung frauenfeindlich
Weil Männer sich anmaßen über die
Bäuche der Frauen zu entscheiden
Zwar muss hier dem Papst noch
Zugute gehalten werden dass er
Aus den USA nicht den konservativen
Lauten Abtreibungsgegner nun zum
Kardinal berief sondern einen eher
Jüngeren wohin immer das führt
Heute morgen las ich noch von
Christina von Schweden deren Vater
Gustav Adolf im Religionskrieg der
Dreißig Jahre dauerte bei Lützen fiel
Was sie sehr jung zur Königin machte
Doch legte sie später die Krone ab
Weil sie lieber katholisch wurde wie
In Rom ein sehr freies Leben führte
Doch sollten wir uns nicht fragen
Wohin uns aller Aberglaube seit
Jahrtausenden immer wieder führt
Wie Hass und Kriege er begründete
Für welchen Gewinn als die Angst vor
Der erfundenen Hölle oder die Hoffnung
Auf das erschwindelte Himmelreich was
Keiner mehr erlebt weil es nur die Toten
Erreichen die uns aber nichts angehen
Wie Epikur schon vor 2200 Jahre lehrte
Es ist völlig irrelevant ob es die Götter
Die Menschen sich nach ihrer Art egal
Wo auf der Welt erfanden oder unter
Die sie mit dem Schwert gezwungen
Wurden gibt wer kann noch glauben
Vollkommene Wesen kümmerten sich
Um den kleinlichen irdischen Unsinn je
Unser Glück wie unser Leben ist allein
Unsere Entscheidung und so wie ich
Glücklich ohne Götter lebe kann es
Jede der es so gefällt ohne sich noch
Vor etwas außer dem Gewissen zu
Fürchten um ein freier Mensch zu sein
Lassen wir doch endlich all die albernen
Geschichten vom Aberglauben hinter uns
Sie nützen keinem und geben auch nie
Eine ethisch wertvolle Orientierung da
Auch die 10 Gebote nur eine Order des
Erfundenen Gottes sind welche seine
Gläubigen befolgen müssten was aber
Ethisch keinerlei Wert hat da wir seit
Kant wissen moralisch handelt nur wer
Aus der Unmündigkeit sich befreite um
So seinem Gewissen zu folgen denn
Gehorsam gegenüber Regeln von egal
Welchen erfundenen Göttern ist ethisch
Ohne jeden moralischen Wert weil es 
Nicht reflektiert sondern nur Gehorsam
Fordert den auch dressierte Tiere lernen
Lassen wir die Aberglaubensalbernheiten
Es wird Zeit dass die Menschheit endlich
Erwachsen wird um mündig zu handeln
Wie Verantwortung zu übernehmen damit
Wir die kurze Zeit die wir haben zumindest
Friedlich und gut leben können in Freiheit
Die orientalische Prinzessin hat sich von
Den Fesseln ihrer Wurzeln befreit auch
Im Geiste der Aufklärung die darum so
Aktuell wie je bleibt und die große Aufgabe
Der Zukunft für freie Menschen ist die sich
Aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit
Befreiten um glücklich zu leben
Was könnte je besser sein

jens tuengerthal 31.8.22

Sterbezeit

Sterbezeit

Gerade wird viel gestorben dachte ich
Noch bevor der Sommer zu Ende geht
Erst die Mutter einer liebsten Freundin
Dann mein Onkel Hans und nun auch
Noch Gorbatschow und Ströbele als
Gäbe es eine Serie und denke dabei
Nicht an tausende Tote in der Ukraine
Oder in Pakistan und im Mittelmeer
Weil zu viele Tote unfassbar sind
Die vier erstgenannten waren schon
Alt und hatten ein langes Leben mit
Glück und Trauer hinter sich es ist
Kein Drama über achtzig zu sterben
Dachte ich immer und doch spür ich
Der immer sagt der Tod geht mich
Nichts an wie die Einschläge nun
Langsam näher kommen so war es
Der erste der Brüder meines Vaters
Wenn diese Generation gegangen ist
Sind wir die nächsten die gehen werden
Frage mich nicht was ich gerne dieser
Welt hinterließe eher was ich noch
Ändern kann um sie zu retten habe
Keine Furcht vor dem Tod der nur
Das große Nichts ist nach dem dann
Nichts mehr kommt was ich eher
Erleichternd finde als schwer weil
Alles eben irgendwann endet damit
Platz für neues Leben ist und weil
Nichts für die Ewigkeit ist was uns
Nur bei der Liebe immer schwer fällt
Zu akzeptieren und vielleicht war das
Der Grund sich ein Himmelreich wie
Eine Hölle als Sanktion zu erfinden
Damit zumindest die Liebe nie endet
Aber wie unfrei macht das eigentlich
Dachte ich und fand den Tod als die
Große Freiheit ohne jede Pflicht eher
Nie eine schreckliche Vorstellung aber
Vielleicht sollte ich nun noch viel mehr
Genießen was bleibt weil alles endet
Aber schöne Erinnerungen bleiben
Manchmal ist der Tod eine Erlösung
Von schon zu langem Leiden dann
Fällt uns der Abschied leichter als
Wenn er überraschend unerwartet
Etwa bei einem Unfall kam dennoch
Bleibt es im Ergebnis das gleiche
Ein Mensch ist weg und wir sollen
Nun ohne ihn weitermachen aber
Denken noch manchmal an die
Toten und wenn wir dabei lächeln
Ist die Erinnerung zumindest gut
Mehr können wir nie erreichen
Denke ich und lächle über das
Was war was immer kommt

jens tuengerthal 21.8.22

Dienstag, 30. August 2022

Weinbücherheimat

Weinbücherheimat

Nach dem glücklichen Gang zum
Antiquar meines Vertrauens bei dem
Der selige Sammler 6 Bände seiner
Geliebten Anderen Bibliothek entdeckte
Zu Preisen die mich lächeln ließen
Die noch gut in seine Sammlung passten
Kulturhistorisch wie literarisch spannend
Ergänzen sie meine Bücherheimat gut
So ging ich bestens gelaunt aus der
Imanuelkirchstraße gen Helmholtzplatz
Als ich auf dem Weg noch einige freie
Plätze vor der Hausbar entdeckte
Bei der es den guten Wein vom Müller
Aus der früher Heimat Kurpfalz gibt
Beschloss auf einen Wein zu bleiben
In die neuen Bände gleich hinein zu
Schnuppern was ich tat den Dialekt
Des Heidelberger Wirts lauschend
Einen guten Grauburgunder genießend
Weiß nicht ob das irgendwie Heimat ist
Jedenfalls tut es sehr gut während ich
In der inzwischen Dämmerung den
Mädels die meine Töchter sein könnten
Die am Tisch nebenan beim Wein sitzen
Amüsiert lausche und mich freue wie
Schön das Leben hier auf dem Berg
Neben dem Wasserturm gerade ist
Verabschieden sich die Mädchen
Mehr als höflich was gut tut
Welch schöner Tag ist das

jens tuengerthal 30.8.22m

Heimatlos

Heimatlos

Eine Liebste war gerade in ihrer Heimat
Um ihre Mutter dort zu beerdigen wie sie
Die bald 50 Jahre in Berlin schon lebte es
Sich wünschte um am Ende anzukommen
Sie redet viel von ihrer Heimat dem Kosovo
Wo Serben lange die Albaner unterdrückten
Dann wallen die Gefühle schnell hoch wie
Wenn sie von den Bergen und Wiesen
Dort erzählt die so schön wären wie
Kein Ort sonst auf der Welt da ist sie
Überzeugt auch wenn sie gelegentlich
Über ihre Landsleute schimpft die nur
Auf den Status schauen statt sich für
Den Menschen dahinter noch zu
Interessieren immer am Telefon wären
Ständig redeten und sich inszenierten
Die Albaner halt die früher Illyrer waren
Lausche dem immer etwas befremdet
Wie fasziniert zugleich weil ich keine
Heimat habe sondern nirgendwo wie
Überall zuhause bin außer vielleicht
In meiner kleinen Bibliothek wo noch
Heimatgefühle etwas hochkommen
Über die ich aber lieber lache denn
Was bin ich und wo komme ich her
Als in Bremen geborener der schon
Mit einem Jahr gen Frankfurt zog
Dort blieb bis ich 16 wurde und es
Weiter nach Süden gen Heidelberg
Ging wo ich bis zur Jahrtausendwende
Lebte liebte studierte um ab da in
Berlin Redakteur Vater Liebhaber
Zu werden wie Leser zu bleiben
Die Welt sah ich als Kind schon
Der Wechsel langweilt mich eher
Bin meiner Zeit darum voraus
Reise nicht mehr sondern bin
Lieber ganz da wo ich bin mit
Weniger Mobilität in die Zukunft
Weil alles andere keine mehr hat
Verbinde Orte mit Menschen die
Sie zu etwas mir machen dann
So geht es mir auch mit den
Berliner Stradteilen und Kiezen
Die sich über Liebste in meine
Erinnerung einschrieben eine
Erinnerung eigener Art schufen
Die Kurpfalz wo ich erwachsen
Wurde wie studierte blieb mir
Auch im Tonfall immer fremd
Aber den Wein von da lieb ich
Bremen die Schöne im Norden
Ist nur über Großeltern bekannt
Manche Geliebte in und um gehabt
Die seltsam vertraut mir waren
Vielleicht war es der Tonfall der
An meine Mutter mich erinnerte
Aber ich kenne meinen Geburtsort
Eigentlich real kaum wie ich bei
Der Lektüre von Neue Vahr Süd
Dem Roman von Sven Regener
Merkte der fremde Welten beschrieb
Obwohl mein Opi dort Zahnarzt war
Berlin ist halt Berlin der Ort
An dem ich am längsten lebe
Seit 22 Jahren schon ohne je
Heimatgefühle aufzubauen noch
Klar ist der Helmholtzplatz vertraut
Kenne ich ihn eine Dekade genau
Treffe immer Bekannte am Platz
Bekomme meinen Weißwein ohne
Nachfrage in der Stammbar darf
Dort noch sitzen wenn alle anderen
Schon rein müssen ab Mitternacht
Werde im Edeka freundlich begrüßt
Wie vom Vietnamesen an der Ecke
Mit seinem immer offenen Laden
Auch vom Palästinenser daneben
Vielleicht ist das schon Heimat
Weiß es nicht so genau habe
In Heiligensee wie in Wilmersdorf
Dahlem und Charlottenburg schon
Heimatliche Gefühle mit vollem Herz
Gehabt aber gehöre nirgendwo hin
Dort fehlen mir die Bars hier die
Harmonie der Gärten wie das
Ländlich vorstädtische doch was
Viel Ruhe und Harmonie schenkt
Im Osten fehlt mir der Westen
Dort ist es zu eingefahren bald
Habe die Taut-Siedlungen lieben
Gelernt unser Weltkulturerbe
Durch die Frauen dort wie die
Oderberger von oben gesehen
Erst richtig genossen wie auch
Schmargendorf und der Grunewald
Einmal sehr vertraut waren durch
Die Liebe die dort liegen blieb
Orte sind mit Frauen erst
Etwas mir geworden wie Berlin
Voll von denen ist die halt hier
Wohnen aber heimatlos bleiben
Auch echte Berlinerinnen als
Geliebte genießen dürfen was
Das Gefühl für die Stadt verändert
Wie den Dialekt liebevoll betrachtet
Den auch ein Liebermann schnurrte
Bin gerne heimatlos zwischen Büchern
Immer zuhause mehr in Geschichten
Heimat ist eine komische Idee
Weiß nicht wo das ist

jens tuengerthal 30.8.22

Monopoly


Monopoly

Beobachte ein Paar was versucht eine
Beziehungskrise im Gespräch zu klären
Eine klagt an einer verteidigt sich gegen
Vorwürfe bis sie sagt du liebst mich nicht
Und zu weinen dabei anfängt als er dann
Versucht sie in den Arm zu nehmen wie
Sie zu beruhigen rastet sie völlig aus
Brüllt ihn ohne Rücksicht auf die hier
Noch zahlreichen Zuhörer an was ihm
Einfiele er solle es nicht wagen sie je
Wieder anzufassen aber prügelt dabei
Zugleich auf seine Brust ein so das
Wir ungewollten Zuhörer uns fragten
Ob wir eingreifen oder lieber weghören
Sollten es war irgendwie peinlich der
Übliche Pärchenterror und wer kennt
Es nicht und so schauten wir uns an
Lachten aber wussten nicht ob es
Nicht eher zum heulen war was
Dort an zu viel Gefühl zerbrach
Auf dem Weg um den Platz war ich
Vorher der ungewollt Zeuge der
Umgekehrten Konstellation geworden
Wo er ihr verzweifelt wütend laut
Vorhaltungen machte wie einen
Moment weglief dann wütend mit
Vielen unsinnigen Worten auf sie
Zu stürmte so dass ich einen Moment
Überlegte ob ich sie nun schützen
Müsste aber sie spielte genüsslich
Mit seiner Eifersucht gab zugleich
Die Unschuld wie sie Gelassenheit
Derer zeigte die weiß was sie tut
Vor allem ihn in der Hand hat
Es war beide mal das übliche Spiel
Was sich auf diese Art immer 
Wiederholt nur vergessen wir es
Von Liebe geblendet scheinbar
Jedes mal wieder und glauben
Diesmal sei wirklich alles anders
Dabei passiert immer das gleiche
Wie nach Schema mit zufällig halt
Vertauschten Rollen und es kann
Jedem in der anderen Position so
Gehen wie dem oder der anderen
Lieben wir dabei wirklich oder geht
Es um Macht nur die Ansprüche
Auf Herrschaft über Gefühl gerne
Durchsetzen will obwohl jeder weiß
All dies ist das Gegenteil von Liebe
Gesteht es sich kaum eine je ein
Noch weniger geben wir dann zu
Was unsere Natur eigentlich will
Die nie monogam ist sondern sich
Nur den Bedingungen des Zugriff
Fügt der an die alten Lügen von
Treue und Einmaligkeit gebunden
Dabei hängt es nicht etwa am
Geschlecht wen es zuerst trifft
Kenne beide Seiten lange genug
Habe mit betrogenen Ehefrauen
Die sich eigentlich rächen wollten
Wie mit ihren Gatten betrügenden
Frauen geschlafen und war danei
Sich in übertriebener Leidenschaft
Eher ähnlich als unterschiedlich
In all ihrer Lächerlichkeit die ihre
Gefühle von verletzem Stolz der
Um seine Herrschaft fürchtet
Nicht mehr kontrollieren kann
Die bloß neidischer Missgunst
Für Liebe noch hält was sowohl
Die Liebe beleidigt wie ihr Gefühl
Lächerlich macht weil alle wissen
Oder zumindest wissen könnten
Wären sie mutig genug ihrer Natur
Aufrecht ins Auge zu blicken
Unsere Natur ist nie monogam
Wir sind immer poly aber wollen
Das Gefühl des anderen gerne
Für uns allein haben warum wir
Den idiotischen Kompromiss eingehen
Unsere Natur dafür verraten wie
Uns und den anderen belügen
Gerne sogar diese Lügen mit
Heiligen Eiden der Liebe noch
Beschwören oder gar von der
Großen Liebe fabulieren statt
Wie es der Liebe entspricht
Bedingungslos zu gönnen
Kämpfen wir um Herrschaft
Wollen von der Liebe immer
Das all inclusive Programm
Welches alles umfasst statt
Nach den Prinzipien der Mengenlehre
Sich am geteilten Glück für den
Moment in einem Bereich einfach
Bedingungslos zu freuen suchen wir
Fehler und verraten so die Liebe
Für ein konventionelles Verständnis
Von Herrschaft ohne Freiheit
Dachte ich seit ich Kant las
Aber lebte dennoch lange das
Idiotische Modell einfach weiter
Glücklich und frei nun den Prinzipien
Der Mengenlehre folgend habe ich
Gespürt was Liebe alles kann wie
Liebe zu schenken gelernt bei
Diesem Monopoly gewinnen alle

jens tuengerthal 29.8.22

Montag, 29. August 2022

Wendepunkt

Wendepunkt

Nach dem Kap der guten Hoffnung
Richtet sich wie Ernst Jünger sagte
Der auch ein großer Krieger war im
Ersten Weltkrieg noch für seine da
Große Tapferkeit mit dem Orden der
Diese im Namen trägt geehrt wurde
Vom damals noch deutschen Kaiser
Der Kurs nicht mehr wie vorher nach
Landmarken sondern die Sterne
Bestimmen wie es dann weitergeht
Der Blick wandert also nach oben
Weiß nicht wohin die Ukrainer bei
Ihren nun Angriffen schauen aber
Der Krieg in der Ukraine kommt nun
An einen Wendepunkt während die
Angriffe des Aggressors Russland
Ins Stocken geraten kann nun die
Ukraine erste Erfolge vorweisen bei
Der Rückeroberung im Süden mit
Ziel bis auf die Krim die inzwischen
Erfolgreich mit Drohnen beschossen
Von Satelliten dabei gelotst werden
Die ihnen auch Musk zur Verfügung
Stellt in Europas Kampf um Freiheit
Gegen die russische Oligarchie aber
Es wird nicht dabei bleiben so hat
Auch Russland noch Möglichkeiten
Zur weiteren Eskalation die wir uns
Alle lieber noch nicht vorstellen aber
Die Putin wenn es um seine Macht
Geht skrupellos einsetzen wird doch
Ist es wichtig etwas Hoffnung zu haben
Auch den Blick zu heben um dabei
Zu sehen auch Russland hat nur
Beschränkte Kräfte denen eine Welt
Die einig zusammensteht noch viel
Entgegenstellen kann aber machen
Wir uns keine Hoffnung auf einen
Schnellen Frieden mit Putin wie dem
Geflecht seiner Oligarchen die alle
Viel zu verlieren haben warum es
Dauern wird bis das Land seinen
Diktator von Innen stürzt was auch
Einen Weltkrieg bedeuten kann den
Wir nicht scheuen dürfen soweit es
Um die Verteidigung der Freiheit geht
Feiern wir den Wendepunkt der nun
Hoffnung auf Vernunft setzt die aber
Nicht lange anhalten wird weil die
Diktatur unter Putin gewinnen oder
Gehen muss was die Russen erst
Selbst wollen müssen warum es
Noch lange dauern wird bis der
Konflikt eingefroren wird wie die
Russen in ihrem Land isoliert sind
Ohne Zukunft wenn die Welt ihre
Rohstoffe nicht mehr braucht wie
Jede Diktatur an sich scheitert im
Nationalen Taumel der typischen
Selbstüberschätzung die keinem
Eine Perspektive geben kann wie
Dann ein geschlagenes Russland
In Teile zerlegt Bestandteil einer
Starken EU werden kann wie die
Maßstäbe von dort anlegt um ein
Freier Rechtsstaat zu werden was
Dann je nach Konsequenz aller
Nachbarn langsam oder schnell geht
Bis dahin keine Visa für Russen
Der Wendepunkt wie der Krieg
Muss schmerzhaft spürbar sein
Keine fernen Massaker nur an
Unbekannten Nachbarn die keinen
Etwas mehr angehen damit der
Wendepunkt spürbar wird der
Krieg wird nur verlängert bis
Europa mit den USA Putin als
Diktator stürzen kann um den
Russen die Freiheit zu schenken
Sollten sie es nicht vorher selbst
Merken wovon wie bei uns den
Deutschen nicht auszugehen ist
Der Wendepunkt war schön aber
Es wird noch lange weiter gehen
Im brutalen auf und ab des Krieges
Bis am Ende die Freiheit siegt was
Erst das Ende aller Kriege sein darf
Bis dahin wird weiter gestorben wie
Wendepunkte neu erfunden um
Zumindest Hoffnung zu haben

jens tuengerthal 29.8.22

Klimaerfolg

Klimaerfolg

Das 9-Euro Ticket war ein großer
Erfolg für das Klima weil es half
Mit 52 Millionen Verkäufen
Etwa 1.8 Millionen Tonnen C0² 
Des Klimakillers einzusparen
Was vom FDP-Tankrabatt der
Wenigen etwas brachte als viel
Lärm um nichts keiner sagen
Kann oder wird was leider zeigt
Grüne Politik ist wirkungsvoll wie
Effektiv in jeder Beziehung während
Liberale nur verhindern endlich neue
Wege zu beschreiten die uns von
Der Abhängigkeit vom Öl befreien
An wessen Porsche das auch liegt
Sollten wir den Klimaerfolg nutzen
Das Ticket ganzjährig anbieten um
So jährlich 7.2 Millionen Tonnen an
Treibhausgas einzusparen was auf
Lange Sicht die drohenden Schäden
Im Blick die lohnendere Investition ist
Als klimaschädliche Verlängerungen
Für Verbrennungsmotoren ohne eine
Zukunft in Europa die nun vermutlich
Bald im Klagewege verboten werden
Weil Gesundheit Freiheit Grenzen zieht
Feiern wir den Klimaerfolg des Tickets
Verlängern wir es unbefristet um so
Die Zukunft noch zu retten in der
Sonst unsere Kinder den Schaden
Für das Klima bezahlen müssen

jens tuengerthal 29.8.22

Euroscholz

Euroscholz

Bundeskanzler Scholz legt in Prag den
Kurs Europas aus seiner Sicht fest was
Manche Kontinuität aber auch noch ein
Überraschendes Element enthält denn
Sein Plädoyer gegen die Einstimmigkeit
Ist sehr gut aber erwartungsgemäß was
Den Kurs gegenüber Polen wie Ungarn
Die sich beide gern querstellen betrifft
Was er zur Zuwanderung sagte ist auch
So richtig und gut wie erwartungsgemäß
Die große Neuigkeit aber betraf den
Sektor Verteidigung in dem der Kanzler
Schon den Bundeswehretat in einem
Bisher unbekannten Ausmaß aufstockte
Als Reaktion auf Putins Aggression so
Zeigt er sich im Kurs hier konsequent
Was die Außenministerin andeutete
Bestätigte so indirekt der Chef indem
Er die Rüstung zum Thema Europas
Gerade in Prag macht schafft er die
Solidarität mit Polen denen er dafür
Im Plädoyer für Mehrheitsentscheide
Klare Grenzen zog und so balanciert
Der Kanzler ausgerechnet in Prag in
Schweren Zeiten auf einem klaren
Aber auch versöhnlichen Kurs der
Europa als erste Priorität sieht um
Gemeinsam die Zukunft zu bauen
Zuckerbrot und Peitsche sind das
In diplomatischen Worten gesagt
Dies stärkt Europa nach dem sehr
Unrühmlichen Abgang der Briten
Ist gut für den europäischen Kern
Zeigt Deutschlands Führung die
Probleme und Sorgen erkennt aber
Als Führungsmacht Grenzen zieht
Dessen was an Kompromissen noch
Eine Zukunft in Europa haben kann
Zeigt sich als guter Europäer wie als
Kraft des entschiedenen Fortschritts
Wobei die einzige Überraschung das
Militär betrifft was gerade nun im Krieg
Mit Russland entscheidend sein wird
So schafft zumindest diese Rede mehr
Vertrauen in die Bundesregierung als
Vieles Zögern zuvor und das ist gut so

jens tuengerthal 29.8.22

Liebendergoethe

Liebendergoethe

Wie liebte der Dichter Goethe der die
Gefühle so wirksam in Verse uns setzte
Dessen Liebeskummer wir im Werther
Zu Schulzeiten alle mit litten der schon
In den Sesenheimer Liedern der Liebe
Zur Pfarrerstochter Friederike schönsten
Ausdruck noch gab der dann mit Lotte
In Weimar Liebesbriefe tauschte die sich
Immer mehr versprachen als erfüllten
Der in Rom endlich die Lust entdeckte
Sie zärtlich wie deftig später mit seiner
Christiane in Weimar auslebte wo er
Auch seinen Ruf am Hof für seine
Über Jahre wilde Ehe riskierte der
Im hohen Alter als Witwer schließlich
Mit Bettina Brentano flirtete dem Kind
Das seine Frau eine Blutwurst nannte
Was dem Verhältnis nicht gut tat was
War mit den geheimen Lieben dann
Gab es eine zu Anna Amalia der lange
Regentin in Sachsen-Weimar wie der
Mutter seines Freundes des Herzogs
Der ihn nach Weimar holte adelte
Wie als geheimen Rat gut bezahlte
Ihm das Haus am Frauenplan gab
Wie das Gartenhaus ermöglichte
Die Italienreise lange auch finanzierte
Was ist echt am Werther wie an den
Briefen an seine Lotte die er auch
Verehrte die vielleicht Tarnung der
Herzogin gewesen sein könnte
Aber warum dann teure Boten
Ans Steinsche Gut wenn Anna Amalia
In Fußnähe noch residierte aber
Wer durchschaut die Wege der Liebe
Weiß was hinter welcher Tarnung steckt
Welche Gefühle steckten wirklich hinter
Der Empörung am Hof zu Weimar
Über Liebe und ehelose Geburt von
August seinem Sohn den er gleich
Anerkannte als seinen auch wie
Der seinen Namen im kurzen Leben trug
Es gibt manche Rätsel zu Goethes Liebe
Aber es gibt die spürbaren Gefühle des
Jungen Dichters noch der so mutig
Offen über seine Liebe schreibt die
Mehr als das Leben ihm wert die
Als Briefroman ihn berühmt machte
In Versen seinen Ruhm bis heute trägt
Weil er ein großer Liebender war
Auch wenn die Realität wie oft
Nüchtern aber lustvoll blieb

jens tuengerthal 29.8.22

Aufklärergoethe

Aufklärergoethe

Goethe war ein Kind der Aufklärung
Ihr Geist prägte seine Jugend noch
Aber berühmt wurde er mit dem Werther
Dem zentralen Werk des Sturm und Drang
Er studierte die Natur im Geist der
Naturwissenschaft was aufklärerisch war
Er war Mitglied der Freimaurerloge
Amalia zu Weimar benannt nach der
Mutter seines Herzogs und Freundes
Der ihn aus Begeisterung für den Werther
Nach Weimar geholt und zum Minister
Machte wie adelte mit ihm in der Loge
War die nach seiner Mutter hieß die
Dem Geist der Aufklärung verpflichtet
Als Regentin ihren Sohn erzog war
Selbst nur zehn Jahre älter als Goethe
Mit dem sie gerüchteweise auch eine
Geheime Liaison hatte warum manche
Meinen Charlotte von Stein sei nur
Eine galante Fiktion gewesen was hier
Beim Thema Aufklärung aber völlig
Dahinstehen kann weil es weniger um
Sexuelle Aufklärung als den Geist der
Aufklärung geht wie ihn Immanuel Kant
In seiner Antwort auf die Frage was
Aufklärung sei vollkommenen beschrieb
Als Befreiung aus der Unmündigkeit
Eine vom Licht der Vernunft geleitete
Bewegung die auf Bildung setzt statt
Aberglaube und spirituellen Hokuspokus
So hatte die Herzogin Mutter schon
In der Zeit ihrer Regentschaft den Umzug
Der Bibliothek ins Grüne Schloss
Veranlasst wo sie bis heute ist wie
Durch ihre Tätigkeit als Sammlerin
Den Grundstock des späteren Ruhmes
Dieser wunderbaren Bibliothek legte
Schließlich kam sie als Welfin
Aus dem Haus Braunschweig Wolfenbüttel
Wo die berühmteste Bibliothek lange war
Lessing als Bibliothekar sich bewährte
Ihr Sohn ernannte Goethe zum Bibliothekar
Was er neben vielen Aufgaben noch
Bis zu seinem Tod 1832 blieb so eine
Der wichtigen Bibliotheken der Aufklärung
Mit aufbaute die seit 1991 nach der
Herzogin Anna Amalia heißt was
Viel über den Geist der Aufklärung sagt
Den sie nach Weimar trug wodurch
Die herzogliche Bibliothek zum Archiv
Der Weimarer Klassik wurde was sie
Trotz des schrecklichen Brandes blieb
Der Herzog und Goethe waren später
Auch Mitglieder im Orden der Illuminaten
Der das Ziel hatte durch Aufklärung
Die Herrschaft von Menschen über
Menschen überflüssig zu machen
Gegründet 1776 von Adam Weishaupt
War der Freiherr von Knigge einer
Seiner wirkungsvollsten Verteter
Der Orden richtete sich auch gegen
Den Hokuspokus der Rosenkreuzer
Wie gegen die Macht der Jesuiten
Vor allem noch im Kurfürstentum
Bayern die Ansichten dazu sind
Eher verworren und stiften mehr
Unruhe als aufklärend zu wirken was
Ganz im Sinne der katholischen Kirche
War die den Orden als frei fürchtete
Die Behauptung Goethe wie der
Herzog seien nur zur Spionage
Beigetreten weil der Herzog sonst
Seine eigene Herrschaft relativierte
Was vielen unvorstellbar scheint
Ist wohl ein Gerücht wogegen auch
Goethes Mitwirkung an den internen
Schiedsgerichten noch spricht die
Den Orden zu retten versuchte der
Im Geist der Freiheit jede Herrschaft
Besonders die des Aberglaubens
Wie sie die Jesuiten pflegten als
Unfrei infrage stellten aber bis heute
Ist es nicht normal Christentum wie
Islam einen albernen Aberglauben
Zu nennen weil zu viel Macht wie
Gläubige Masse noch daran hängt
Goethe der Aufklärer erlebte auch
Die Kanonade von Valmy gegen
Französische Revolutionstruppen
Seine Mitgliedschaft bei den Illuminaten
Geschah wohl wie die vieler noch aus
Überzeugung im Geist der Freiheit
Sie endete wie viele Freimaurer
Als deren Hochgradsystem sich die
Illuminaten etablieren noch wollten
Was scheitern musste weil eine
Radikale Aufklärung die sich gegen
Jede Herrschaft wendet nicht zum
Geist eines elitären Hochgradsystems
Passt was Ränge erst schafft durch
Angeblich verborgenes Wissen was
Rituell in Graden erreichbar sei eine
Vereinsmeierei wurde wie alle Maurerei
Die Goethe mit den Herzog später
Auch wie vieles noch verspottete
Denn die Verhältnisse wie sie sind
Ändern auch geistige Ideale nie
Doch blieb Goethe trotz des Flirt
Mit Bettina Brentano der späteren
Arnim ein Aufklärer wie Schiller
Ein Naturforscher mit Humboldt
Aber der Herrschaft gegenüber stets
Verbindlicher als Lessing oder Heine
Die mit den Freimaurern abrechneten
Wozu Goethe dezent schwieg dafür
In den Horen dem Licht huldigte
Auf das wir bis heute warten weil
Dummheit und Aberglaube noch
Immer zu große Mächte sind was
Goethe weniger revolutionär gesinnt
Weise erkannte und hinnahm so sind
Die Freimaurer bis heute noch ein
Deutscher Verein der sich zu gern
Über seine Regeln streitet was der
Freiheit der Aufklärung fern liegt
Wie der Dichter hier selbst aus 
Zwei Dekaden Erfahrung weiß
Es bleibt eben alles wie es ist
Weil wir uns nie ändern aber
Auch Erkenntnis ist Aufklärung

jens tuengerthal 29.8.22