Sonntag, 25. Oktober 2015

Kulturgeschichten 019


Friedensvernunft

Auf Messers Schneide balancieren wir
Heute zwischen Krieg und Frieden noch
In Syrien wo viele uneins gegen einen
Feind kämpfen und manche auch noch
Gegeneinnader dabei untereinander

Zwischen Russland und den USA ist
Mancher Grund in der Ukraine noch
Strittig auch wenn es nur die Ukraine
Anginge fühlen sich viele als Retter
Berufen mit logisch pekuniärem
Interesse dort auch welches hinter
Der wechselseitigen Nazi-Benennung
Immer besser versteckt noch wird

In Afghanistan bleibt Amerika doch
Noch länger als gewollt um noch
Zumindest den Anschein von Ordnung
Zu sichern für die Menschen dort
Der Fluchtwelle Einhalt zu gebieten
Nachdem wir dort eingriffen ohne den
Erstrebten Frieden je zu schaffen
Weil sich die Stämme dort länger schon
Bekämpfen als wir Geschichte kennen

In Deutschland beschwören Brandstifter
Einen drohenden Bürgerkrieg den nur sie
Bisher stiften mit Brandstiftungen wie sie
Das Land noch nicht kannte die solange
Weiter zündeln wie nicht auch die hinter
Denen die zündeln zur Verantwortung
Gezogen werden als geistige Brandstifter
Das Land sich vom Bürgerkrieg dort
Mit aller Kraft abwendet und die Täter
Als Feinde im Inneren bekämpft

Der Weg zum Frieden ist lang mit leider
Oft verheerenden Umwegen für viele
Löst der Krieg Völkerwanderungen aus
Braucht der Frieden als Umbruch Zeit
Den wir ihm ungern nur gewähren

Nach 30 Jahren Krieg um Gott oder
Den rechten Weg zu ihm suchte einst
Auch das heilige römische Reich in heute
Hauptsächlich Deutschland Frieden
Konferierte über Jahre dazu bis endlich
Am 24. Oktober 1648 zu Münster der
Westfälische Frieden geschlossen wurde

Vorausgegangen waren dem fünf Jahre
Friedensverhandlungen zu Münster
Der Kaiser mit Frankreich wie Osnabrück
Wo der Kaiser mit Reich und Schweden
Den Frieden der Konfessionen aushandelte
Noch ohne genaue Lösung aber mit dem
Willen es zu schaffen für einen Frieden
Auf den sie alle warteten schon lange


Die Verträge wurden zu Münster im Namen
Von Kaiser Ferdinand III. Ludwig XIV. wie
Christina von Schweden unterzeichnet
Es brach Jubel aus als sich die Nachricht
Im Reich herumsprach in dem die dort
Von Krieg und Seuchen geplagten
Wieder eine Zukunft sahen endlich

Der Westfälische Frieden selbst schrieb
Nur ein Ende der Kampfhandlungen fest
Sowie wichtige Grundsatzentscheidungen
War also von heute betrachtet eher ein
Waffenstillstandsvertrag der jedoch die
Kriegsparteien verpflichtete sich in einem
Friedenskongress auf eine Friedensordnung
Miteinander zu einigen und so wurden
Fragen von Abrüstung wie Entschädigung
Erst in den folgenden Jahren dann
Auf dem Kongress zu Nürnberg geklärt

Dessen Ergebnisse wurden Teil der
Vefassung des Reiches in Zukunft
Was fast 200 Jahre währenden Frieden
Im Reich miteinander erreichte noch
Bis dieses sich dann auflöste unter Napoleon

Der Westfälische Friede war ein Vorbild
Für spätere Friedensverhandlungen
Da er alle Staaten gleichberechtigt erstmals
Behandelte unabhängig von ihrer realen
Macht und Beteiligung im Krieg bisher

Zugleich stabilisierte der pax universalis
Der allgemeine Frieden von
Münster Osnabrück und Nürnberg
Ganz Europa und wurde danach
Zur Orientierung für folgende Frieden
Die sich bis 1789 an ihm orientierten

Der erste Erfolg der Verhandlungen
War schon im Januar 1648 der Friede
Zwischen Spanien und den Niederlanden
Der 100 Jahre Krieg beendete
Die Souveränität der Niederlande
Endlich anerkannte die aus dem Reich
Damit ausschieden als soveräner Staat

Der Friedensschluß schrieb im übrigen
Ein neues Religionsrecht sowie die Rechte
Der Reichsstände gegenüber dem Kaiser
Für ihre Territorien souverän fest

Bevor die so erfolgreichen Verhandlungen
In Münster und Osnabrück begannen
Waren beide Städte entmilitarisiert worden
Damit alle Gesandtschaften freies Geleit
Dorthin ohne Sorge vor Übergriffen erhielten

Die Verhandlungen wurden verschieden geführt
Während zu Osnabrück der Kaiser selbst
Mit den Reichsständen und Schweden verhandelte
Einigte er sich zu Münster mit den Franzosen
Nur unter Vermittlung des Papstes wie Venedig

Getrennt wurden die Verhandlungen um dem
Streit im Rang zwischen Frankreich und den
Schweden vorzubeugen und weil sich die
Protestanten wie die Kurie weigerten
Miteinander schon zu verhandeln

Kaiser Ferdinand hatt sich zuvor noch
Lange geweigert auch die Stände als
Verhandlungspartner zuzulassen weil
Dies gegen sein monarchisches
Selbstverständnis verstieß und so
Zogen sich die Vorverhandlungen
Auch über Fragen der Etiquette
Im Umgang miteinander lang hin

Für die Franzosen verhandelte
Zu Münster Herzog Louis d’Orleans
Sowie noch einige Diplomaten
Die nicht zum Hochadel gehörten

Für Schweden hier in Tradition
Verhandelte auch Johan Oxenstierna
Der Sohn des Reichskanzlers Axel
Der von Anfang an beteiligt war
Woran wir die Generationen die
Im Krieg groß wurden sehen

Kaiserlicher Hauptgesandter zu
Münster war ein Trauttmansdorff
Maximilian mit erstem Namen
Während in Osnabrück ein von
Lamberg ebenfalls Maximilian
Um den Frieden kaiserlich rang

Vermittler waren der Kölner Nuntius
Fabio Chigi der als Papst Alexander VII.
Geschiche noch mehr schrieb als der
Venezianische Diplomat Alvise Contarini

Die Namen der spanischen Verhandler
Waren erwartungsgemäß die längsten
Sind ansonsten im weiteren entbehrlich
Hier darum einfach übergangen

Der Gesandten gab es noch einige
Teils aus fürstlichen Häusern die dort
Für ihre teil kurfürstlichen Auftraggeber
Verhandelten um einen Kompromiss
Am Ende sei nur noch der hier uns
Nächste genannt der Geschichtsschreiber
Adam Adami gesandt der Gesandter
Des Fürstabtes von Corvey war

Während der Verhandlungen wurde noch
Überall im Reich außer in Münster und
Osnabrück weiter gekämpft und die
Lange Weigerung des Kaisers auch die
Reichsstände für die er noch verhandelte
Kraft eigener Autorität zuzulassen wurde
Durch militärische Erfolge der Schweden
Die bis zur einen Seite Prags gingen
Wohl mit etwas Druck also aufgeweicht

Die Verhandlungen endeten erfolgreich
Auch ein zwei Jahre später wohl etwas
Verspätet eingereichter Protest aus Rom
Der sich gegen die Rechte der Konfessionen
Noch sträubte änderte nichts am Erfolg
Was der Papst meine interessierte dort
Gerade keinen mehr derer die endlich
In Frieden miteinander leben wollten
Sich keinen Krieg mehr leisten konnten

Schweden erhielt nach den Verhandlungen
Außer 5 Millionen Talern Entschädigung
Noch Rügen die Odermündung sowie
Deren rechtes Ufer die Städte Wismar
Wie Bremen und Verden was alles noch
Reichslehen blieb das Schweden als dann
Reichsstand auf dem Reichstag vertrat
Mit eigener Stimme künftig dort

Der brandenburger Kurfürst erhielt dazu
Den Rest von Pommern sowie im Tausch
Gegen Vorpommern noch die Bistümer
Magdeburg Halberstadt Minden und Camin

Das Haus Mecklenburg-Schwerin erhielt
Für Wismar die Bistümer Schwerin und
Ratzeburg als kleines Extra und so wurden
Noch einige Klöster und Stifte untereinander
Ausgetauscht und verschoben bis sogar
Der Kaiser auf ewig das Elsass und Breisach
An die Franzosen abtrat und wir sehen später
Wie lang eine Ewigkeit dauern kann denn auch
Metz und Verdun sollten nun ewig französisch
Bleiben wie in Münster ausgehandelt

Dafür bekam die Kurpfalz eine neue Kurwürde
Für den Sohn des Verstoßenen Friedrich V.
Die Eidgenossenschaft und die Niederlande
Wurden unabhängig vom Heiligen Römischen Reich

Abgesehen davon wurde für alles was seit 1618
Geschehen war eine Amnestie festgesetzt
Mit einer Wiederherstellung des kirchlichen
Besitzes auf den Stand von 1624
Als noch 24 Jahre weiter gekriegt wurde
Ohne einen Erfolg für einen am Ende

Kirchlich galten die beiden Konfessionen
Im Reich als vollkommen gleichberechtigt nun
In konfessionell gemischten Reichsstädten
Wurde eine paritätische Verwaltung wie
Regierung eingeführt wie sie in Augsburg
Schon seit 1548 üblich geworden war

So wurde der Westfälische Friede ein
Kompromiss zwischen allen Seiten
Der möglich wurde weil alle bereits
Zu erschöpft waren um weiter noch
Gegeneinander zu kämpfen dazu
Regelte er die Verhältnisse im Reich
Zwischen Kaiser und Ständen neu
Wurde so neben der Goldenen Bulle
Zur neuen Verfassung des Reichs
Er bildete erstmals eine Art von
Völkerrecht und erkannte die damit
Souveränen Nationalstaaten an
Die sich danach herausbildeten
Mit den bekannten Folgen bis heute

Lange wurde der Friede hochgeschätzt
Seine Wirkung bestätigt dies beendete
Er doch für lange Zeit die Kriege
Befriedete die Religionen miteinander
Erst im kleindeutschen Kaiserreich
Wurde der Friede als Schande betrachtet
Die das Kaiserreich zur Beute des damals
Erbfeindes Frankreich machte was die
Nationalsozialisten so noch verschärft
Formulierten mit bekannten Folgen

Heute können wir den Frieden als
Baustein des künftigen Europas sehen
Längstr Erbfreunde mit Frankreich
Seine positive Wirkung auf den auch
Konfessionellen Frieden wertschätzen
In seinem Schatten kritisch sehen wohin
Anfeindungen der Religionen wie sie
Durch Pegida und andere geschieht
Den Kontinent schon einmal führten
Warum die angeblichen Verteidiger
Des Abendlandes nüchtern eher als
Dessen größte Feinde zu sehen sind
Weil sie Zwietracht säen wo Eintracht
Nötiger wäre angesichts der Aufgaben

Der Westfälische Frieden zeigt uns
Das Frieden der halten soll Zeit braucht
Von Kompromissen getragen wird
Sich Krieg am Ende für keinen auszahlt
Eine Amnestie niemanden lebendig macht
Aber ohne ein Weiterleben miteinander
Auch nahezu unmöglich wäre warum
Die Lösung wichtiger ist als was nun
Recht oder gerecht wäre für einen
Um das große Sterben zu beenden
Darum sollte wer eine Lösung sucht
Für die Zukunft Europas und seine
Grenzen sich nicht von kleinen Geistern
Scheuchen oder verängstigen lassen
Diese braucht Zeit und wird immer
Nur ein Kompromiss aller sein
Nur den auch geistigen Brandstiftern
Solten wir die Streichhölzer wegnehmen
Damit der Frieden in Europa hält
jens tuengerthal 24.10.15





Samstag, 24. Oktober 2015

Kulturgeschichten 018

Weltenherrscher

Geht es noch um die Weltherrschaft oder
Sind eher lokale Fragen mit denen sich
Herrscher heute hermuschlagem um
Irgendwie kurzsichtig zu überleben

Einzig verbliebene Weltmacht sind heute
Die USA die beim Versuch die Welt
Zu ordnen mehr mit dem Chaos noch
Beschäftigt sind das sie selbst stifteten

So brennt es zwischen Hindukusch und
Bagdad gelegentlich auch in New York
Um Damaskus von zwei Seiten derzeit
Befeuert wie mühsam noch gelöscht

Russland die riesige Nachfolgerin der
Einst UDSSR in den Grenzen des
Zarenreiches zwischen den Meeren
Sich ausbreitend wäre gern Supermacht

Real lässt es nur die Muskeln spielen
Wie die aufgeblasenen Typen am Strand
Die ein wenig posen vor den Mädchen die
Sie auslachen wie sich ihrer erbarmen

Weltherrscher gab es im Kalten Krieg nicht
Sowenig wie Hitler oder Stalin es wurden
Kein Napoleon dies Ziel erreichte noch
Queen Victoria es im Empire war

Der letzte Weltherrscher in dessen Reich
Die Sonne tatsächlich nie unterging wenn
Sie denn den Glücklichen dort je schien war
Karl V. gekrönt am 23.10.1520 in Aachen

Als er zum Kaiser des heiligen römischen
Reiches wurde war er schon 4 Jahre als da
Karl I. König von Spanien was der 1500 in
Gent geborene also bereits mit 16 wurde

Der Sohn Philipps des Schönen der ganz
Unschön früh starb und darum nie Kaiser
Wurde wie sein Vater Maxilimian I.
Es noch war bis Enkel Karl ihn beerbte

Wurde nach seinem Urgroßvater
Karl dem Kühnen dem Herrscher
Über Burgund benannt der über
Seine Tochter Maria die Gattin

Des letzten Ritters Maximilan I.
Den Habsburgern ihren Hausorden
Vom Goldenen Vlies brachte aber
Wichtiger noch eben Burgund

An Habsburg verheiratete das
Die Niederlande umfasste bis
Ins heute noch Burgund reichte
Als das alte Burgunderreich eben

So wurde auch Karl in Gent in den
Da kaiserlichen Landen geboren doch
Ging sein Reich weiter noch als das
Schon riesige des väterlichen Erbes

Aus dem kaiserlichen Hause Habsburg
Väterlicherseits stammend mit deren
Erblanden in Österreich wie Böhmen
Reicher noch gesegnet durch Burgund

Wurde es unermesslich durch die Ehe des
Schönen Philipp mit der Tochter von
Ferdinand und Isabella jenem Königspaar
Das in seiner Ehe die Krone Spaniens einte

Verband die Häuser Aragon mit Castilien
Schlug mit der Reconquista den Islam
Radikal zurück auf der iberischen Halbinsel
Schickte Christoph Kolumbus auf die Reise

Dieser Suche des neuen Seeweges
Nach Indien der Amerika entdeckte
Die Inkareiche kolonialisierte brachte
Unvorstellbare Goldschätze gen Spanien

So trat Karl V. als Karl I. zunächst das Erbe
Der Mutter an die in die Geschichte als
Johanna die Wahnsinnige einging aber
Von ihrem Sohn geliebt wurde

Wir wissen nicht ob Wahnsinn Liebe
Ausschlösse je oder es dahinstehen
Kann im übrigen weil dieser relativ ist
Nachgesagt wurde er ihr erst nach

Dem Tod ihres geliebten Gatten des
Schönen Philipp der sie in den eben
Wahnsinn zumindest ins Kloster trieb
Was auch ihr Sohn später wählte

So wurde sie nach dem Tod ihres
Vaters eben jenes Ferdinand der
Mit Isabella Spanien einte sowie
Dem Tod ihres Bruders Regentin

Gemeinsam mit ihrem Sohn Karl
Habsburg hatte nicht nur glücklich
Sondern sehr reich geheiratet erbte
Was keiner vorab für die Ehe ahnte

Wurde zum märchenhaften Weltreich
Was Karl nach seiner Abdankung
Zwischen Bruder und Sohn aufteilte
Es hatte zuviel von einem gefordert

Als letzter römisch-deutscher König
War er noch offiziell vom Papst auch
Gekrönt worden 1530 zu Bologna
Nochmal nach der heute Krönung

Diese beruhte auf dem alten Gesetz
Der Kaiserwahl durch die Kurfürsten
Die im Reich frei oder gut bezahlt
Dein neuen Kaiser als ersten wählten

Karl der Universalmonarch sah sich
Als ersten unter den Königen an
Wollte Friedenswahrer sein wie Beschützer
Des Abendlandes vor den Osmanen

Was seltsam schrecklich bekannt
Gerade in unseren Ohren noch klingt
Hatte für den Enkel von Ferdinand
Und Isabella noch reale Bedeutung

Er sah sich als Beschützer der Kirche
Kämpfte mit Franz I. von Frankreich
Der ähnlich dachte um die Vorherrschaft
Gestützt auf kolonialen Reichtum

Im Reich bemühte er sich rege
Um die Stärkung des Monarchen
In der Macht gegenüber den Ständen
Erließ die Constitutio Criminalis Carolina

Diese Peinliche Halsgerichtsordnung
War das erste deutsche Strafgesetzbuch
Wobei Peinlich die Pein als Schmerz
Aus der Strafe meinte nicht die Scham

Sie begründete Strafe aus Schuld
Nicht mehr aus dem nur Erfolg
Einer Tat und legte den nulla poena
Grundsatz erstmals fest im Reich

Nach diesem auch heute noch
Gültigen Grundsatz darf nur die
Tat bestraft werden die vor der Tat
Gesetzlich bereits bestraft wurde

Seine Wahl vor der Krönung in Trier
Hatten die Fugger zu Augsburg
Vorfinanziert womit der Kaiser auch
Schuldner dieser Bankiers wurde

Sein Scheitern gegenüber den
Reichsständen hing mit der just
Beginnenden Reformation zusammen
Deren Ausbreitung er nicht verhinderte

Er wollte die Spaltung überwinden
Ließ darum das Konzil von Trient
Einberufen das aber dann doch der
Anfang der Gegenreformation wurde

Doch scheiterte sein Bemühen um
Einen Ausgleich mit den Protestanten
Mündete sodann im Schmalkaldischen
Krieg den er gerade noch gewann

Zunächst versuchte er nach dem Sieg
Mit dem Augsburger Interim eine Lösung
Durchzusetzen die beiden im katholischen
Sinne vermeintlich gerecht werden sollte

Dies torpedierten die katholischen
Reichsfürsten um die Macht des
Kaisers im Reich zu schwächen
Verweigerten sie die Annahme

Als dann die evangelischen Fürsten
Allein gezwungen werden sollten
Kam es zum Fürstenaufstand der
Fast zu Karls Gefangennahme führte

Die verbündeten Protestanten hatten
Viel Land gewonnen und die übrigen
Katholischen Fürsten hatten nichts
Unternommen um der Macht willen

So kam es am Ende zum
Augsburger Religionsfrieden der
Das cuius regio, eius religio dann
Im ganzen Reich festschrieb

Das hieß das beide Religionen
Gleichbereichtigt waren aber der
Je Landesherr konnte die Religion
In seinem Land für alle bestimmen

Dabei bekamen die Bewohner aber
Das Recht das Land zu verlassen
Sich eine neue Heimat zu suchen
Eine neue Freiheit im alten Reich

Dieser Frieden erwies sich jedoch
Als erstaunlich haltbar befriedete
Das Reich bis 1618 als dann der
Dreißigjährige Krieg ausbrach

Karl hatte den Frieden mit den
Evangelischen Fürsten gebraucht
Um auf deren Hilfe gegen die
Anstürmenden Osmanen zu bauen

Während die Osmanen Ungarn
Bedrohten und Belgrad bereits
Erobert hatten stand Karl im Kampf
Mit der heiligen Liga um Frankreich

Der mit Franz I. geschlossene
Vertrag wurde wirderrufen da er ihm
Nur in Gefangenschaft zugestimmt
Ihn nicht frei geschlossen hätte

Während er sich um Frieden noch
In Italien bemühte wie mit Frankreich
Zogen die Söldner Karls gen Rom
Wo es zum sacco di Roma kam

Die Stadt wurde von Landsknechten
Geplündert der Papst floh in die
Engelsburg und wieder setzte sich
Karl für eine milde Behandlung ein

Diese nutzte ihm erst als auch die
Genueser unter Andrea Doria die
Seiten zum Kaiser wechselten den
Französichen Nachschub unterbachen

Bei den folgenden Verhandlungen kam
Es zum Damenfrieden von Cambrai
Den Margarethe von Österreich mit
Luise von Savoyen aushandelte

Danach verzichtete Frankreich auf
Alle Ansprüche in Italien und den
Niederlanden während Habsburg
Auf Burgund verzichtete

Der Frieden mit dem Papst brachte
Ihm die eiserne Langobardenkrone
Wie die päpstliche Krönung 1530
Als letztem deutschen Kaiser ein

Den Namen Protestanten verdanken
Die den Reformatoren folgenden
Gläubigen im Reich der Protestation
Der Reformierten in Speyer bis heute

Vom Strafrecht bis in viele Teile der
Später Gliederungen Deutschlands
Wirkt Karl der Kaiser in dessen Reich
Die Sonne nie unterging weiter bis heute

Als er zu Brüssel die Abdankung erklärte
Für die Herrschaft der Niederlande die
Er seinem Sohn Philipp übergab hielt er
Eine beeindruckend bescheidene Rede

Das Reich übergab er durch Rücktritt
Seinem Bruder Ferdinand auch wenn
Formal die Kurfürsten noch über die
Wahl entscheiden mussten zog sich
Der universale König schon zurück

Zum Abschluss der Betrachtungen zu
Karls sei hier aus seiner Rede zitiert
Die ein wunderbares Selbstbild geben
Warum dieser Kaiser erinnert wird

Auszug aus der Abdankungserklärung Kaiser Karls V. – Brüssel, 25. Oktober 1555

„Vor vierzig Jahren, am selben Ort, am Vorabend des Dreikönigstages, hat mich der Kaiser, mein Großvater, für volljährig erklärt. Dann wurde ich König von Spanien, dann selbst Kaiser – Ich habe die Kaiserkrone gesucht, nicht um über noch mehr Reiche zu gebieten, sondern um für das Wohl Deutschlands und der anderen Reiche zu sorgen, der gesamten Christenheit Frieden und Eintracht zu erhalten und zu schaffen und ihre Kräfte gegen die Türken zu wenden. Ich habe darum viel beschwerliche Reisen machen, viele beschwerliche Kriege führen müssen … aber niemals mutwillig, sondern stets sehr gegen meinen Willen als Angegriffener …“

„Große Hoffnung hatte ich – nur wenige haben sich erfüllt, und nur wenige bleiben mir: und um den Preis welcher Mühen! Das hat mich schließlich müde und krank gemacht. Ihr wisst alle, wie sehr … Ich habe alle Wirrnisse nach Menschenmöglichkeit bis heute ertragen, damit niemand sagen könnte, ich sei fahnenflüchtig geworden. Aber jetzt wäre es unverantwortlich, die Niederlegung noch länger hinauszuzögern. Glaubt nicht, dass ich mich irgend Mühen und Gefahren entziehen will: Meine Kräfte reichen einfach nicht mehr hin. Vertraut meinem Sohn, wie er euch vertraut, seid einig, übt stets Gerechtigkeit und lasset den Unglauben nicht in eure Reihen.“

„Was mich betrifft: ich weiß, daß ich viele Fehler begangen habe, große Fehler, erst wegen meiner Jugend, dann wegen des menschlichen Irrens und wegen meiner Leidenschaften, und schließlich aus Müdigkeit. Aber bewusst habe ich niemandem Unrecht getan, wer es auch sei. Sollte dennoch Unrecht entstanden sein, geschah es ohne mein Wissen und nur aus Unvermögen: ich bedaure es öffentlich und bitte jeden, den ich gekränkt haben könnte, um sein Verzeihen.“

Dieser Kaiser ist nun Geschichte
Seine Bescheidenheit am Ende
Bleibt in Erinnerung auch wenn
Er durch politische Interessen
Immer wieder gebremst seinen
Traum von der universalen
Monarchie nicht in Ruhe leben
Die Früchte seiner Arbeit noch
Genießen durfte zeigt die Größe
Des Rückzuges was bis heute
Erinerungswürdig noch bleibt

Eine Bescheidenheit ob seiner
Fähigkeiten wie seiner Macht
Die nach menschlichen Kompromissen
Noch suchte miteinander

Wir stehen immer mehr Krisen
Wie ihren Folgen gegenüber
All unser Handeln wirkt global
Die Folgen treffen auch uns

Wo Bescheidenheit ob seiner selbst
Mit Verantwortung für die Macht so
Zusammentreffen haben Herrschende
Es zu Lebzeiten immer schwer

Wer im eigenen Land verehrt wird
Den verachten sie dafür in Übersee
Wer Gutes tut findet immer Gegner
Die es ihm übel nehmen politisch

Merkel erfährt dies als ungekrönte
Königin Europas derzeit sehr scharf
Wenn eine Krise herbeigeredet wird
Um eine andere nur zu verdecken

Es sind viele Fronten an denen Europa
Derzeit zu kämpfen hat und bedroht
Wird in Werten und Zukunft dabei sind
Die Vertriebenen Chance nicht Krise

Krisenhaft zeigt sich dagegen im Land
Wie auf dem Kontinent die populistische
Neigung zu einfachen Antworten um die
Rechtsradikalen Kräfte zu befrieden

Wie es für Karl keine einfachen Antworten
Im religiösen Konflikt gab es nur eine
Immer Suche nach Kompromissen war
Steht es auch um das soziale Europa

Wer die eine Grenze schließt wird die
Fliehenden an die andere schicken
Die Kunst der Kompromisse erst
Macht die Staatskunst zu einer

Darum wird es Europa gut tun
Sorgsam und vernünftig auf die
Zu schauen die Antworten suchen
Sie nach der Vernunft bewerten

Wer es sich leicht macht taugt selten
Zu mehr als heißer Luft während
Die mühsam Wege suchen selten
Helden sind auf den ersten Blick

Das Wir schaffen das Mantra aber
Ist kein sich leicht machen sondern
Die schlichte Erkenntnis des eben
Notwendigen was bleibt uns auch

Zu Ende gedacht bedeutete jeder
Andere Weg in Europa den Tod
Vieler Tausend im Mittelmeer
Eine Verlagerung des Elends

Kompromisse werden schwer
Weil Staaten egoistisch handeln
Die Größe weiter zu sehen macht
Erfolgreich und schreibt Geschichte

Der Erfolg Karls V. war seine Größe
Im Kompromiss wie sein zähes doch
Noch Verhandeln im Vertrauen statt
Auf schnelle Siege zu setzen

Die Kanzlerin hat keine schnelle Antwort
Auf die Frage der Vertriebenen außer
Europa schützt jeden Menschen ohne
Ansehen seiner Religion oder Herkunft

Es steht uns ein zähes Ringen bevor
Hoffen wir die Humanisten behalten
Weiter über die Populisten noch die
Oberhand für die Werte Europas
jens tuengethal 23.10.15






Freitag, 23. Oktober 2015

Kulturgeschichten 017

Identifikationsfiguren

Während Europa sich um seine Grenzen
Noch sorgt ohne zu wissen wie weiter
Außer einem noch hoffnungsvollen
Wir schaffen das der Kanzlerin
Nichts hat als Hoffnung auf ein Ende
Der Kriege wie der Flucht
Tagen die Konservativen Europas
Zu Madrid und reden eher mit vielen
Als mit einer Zunge und einzig
Die Stärke der humanistischen dabei
Beruhigt ein wenig für die Zukunft

Während der Ungar noch seine Grenzen
Mit aller Gewalt vor dem Ansturm sichern
Will darum je heftiger der Angriff ist
Wie er die Flucht wohl empfindet
Desto stärker zurückschlagen will
Was immer zurückschlagen nun meint
Gegenüber Wehrlosen auf Durchreise
Appelliert die Kanzlerin an den Humanismus
Das Menschenbild der Aufklärung wie
Es ihr Vorbild Zarin Katharina vertrat
Wonach jeder Mensch der Europa betritt
Es verdient wie ein Mensch behandelt
Zu werden und darum die Lasten alle
Fair untereinander geteilt werden müssen

Gemessen an der Zustimmung so wie
Der Länge der standing ovations ging
Dies Kräftemessen bei den Konservativen
Zugunsten von Merkel aus wie den alten
Werten des Humanismus auf denen unser
Europa gegründet ist und fest steht

Doch wohin tendieren die Völker dieser
Volksparteien einst wenn das immer
Doppelzüngige Spiel weiter geht
Mit dem wir die Kriege fördern
Vor denen die Menschen in den Hort
Des Friedens der nur Waffen verkauft
Fliehen auf der Suche nach Glück
Um zu überleben und Wohlstand wohl
Auch zu finden mit ihrem wenigen
Hab und Gut sich aufmachen

Schon jetzt zerrissen wie die Union
Deren nur so genannter sozialer Teil
In Bayern sich lieber asozial mit dem
Ungarn als mit der Kanzlerin solidarisiert
Wird mit den kommenden Konflikten
Es schwerer werden zu vermitteln
Warum es Europa gerade ausmacht
Für den Humanismus in der Welt
Einzustehen wie es Merkel versteht
Den neuen aus dem Osten dafür
Oft um so viel ferner noch ist
Weil der erlebte Sozialismus wohl
Scheinbar blind für soziales macht
Was christliches Bayern vernünftig
Will bleibt unklar außer meckern

Deutlich aber wurde wie gerade
Im lange atheistischen Osten
Die Sorge um das christliche Abendland
Größer ist als dessen Werte bekannt
Wären oder vertreten würden
So fragt es sich an dieser Stelle
Ob Europa nicht eine starke Figur
An seiner Spitze bräuchte die den Weg
Sieht und die Richtung vorgibt
Um human vernünftig die sonst
Egoisten zusammen zu zwingen
Wie sie es freiwillig nur mühsam tun

Europas Mitte um Deutschland herum
Das selbst im Inneren noch zerrissen
Was das Leben mit den Vertriebenen
Heute und in Zukunft bedeutet
War lange vom Krieg der Religion
Zerrissen der 30 blutige Jahre währte
Länger zwar kämpfen sie nur noch
In Afghanistan um die Herrschaft
Zwischen Gruppen gleichen Glaubens
Der unterschiedlich ausgelegt wird

Das im Heiligen Römischen Reich
Der Protestantismus überlebte
Verdankte sich des Eingreifens
Eines schwedischen Königs
Gustav II. Adolf aus dem Hause
Wasa das nach dem Sieg gegen
Dänemark wieder die Könige
In Schweden stellte bis zur dann
Abdankung von Gustavs Tochter
Der später konvertierten Christina

Gustav Adolf der am 22. Oktober 1617
Zum König gekrönt wurde also noch
Ein Jahr bevor der Dreißigjährige Krieg
Zu Prag ausbrach in dem auch er fiel
War bereits seit 1611 Herrscher bis es
Sechs Jahre später zur Krönung kam

Das Haus Wasa herrschte da noch keine
100 Jahre in Schweden war erst mit
Ende der Kalmarer Union mit der noch
Dänemark dort regierte mit Gustav I.
Überhaupt an die Macht gekommen
Die Kalmarer Union wiederum war noch
Von jener Königin Margarete gegründet
Die sich einst auf der See mit dem just
Beschriebenen Störtebeker herumschlug

Dieser hatte den Protestantismus 1527
Eingeführt und mit den Kirchengütern
Sein Haus bereichert zum größten
Grundbesitzer im Lande gemacht
Gustavs Vater war noch Reichsverweser
Neben dem schwedisch-polnischen König
Sigismund aus dem Hause Wasa
Hatte seinen Verwandten später verdrängt
Seinem Sohn die Krone zu geben

Dessen Krone war also strittig
Zumindest für die polnischen Wasa
Jedoch wollten die protestantischen
Schweden keinen katholischen König
Länger dulden dennoch war schon
Des Vaters Macht nicht unumstritten
Hatten lange Kriege um Livland wie
Mit Dänemark die Finanzen zerrüttet
Es bestanden Konflikte mit dem
Eigenen Hochadel und Spannungen
An den Grenzen genug doch gelang
Es Gustav II. Adolf Schweden zur
Dominierenden Macht des Nordens
Wie zu einem der modernsten Staaten
Des damaligen Europas zu machen

Der Blick auf diesen Staatslenker
Der zwischen religiösen Konflikten
Bitteren Kriegen und wüsten Schlachten
Sein Land so konsolidierte lohnt also
Unbedingt in Zeiten der Krise
Um zu sehen welcher Weg klug wäre

Gustav erhielt auf Wunsch seines Vaters
Eine gründliche humanistische Ausbildung
Hielt bereits mit 15 seine erste Thronrede
Mit seiner Mutter von Holstein-Gottorp
Sprach er nur deutsch unterrichtet wurde
In Latein zusätzlich lernte er Französisch
Niederländisch und Altgriechisch später
Auf den Feldzügen brachte er sich noch
Russisch und Polnisch bei nebenbei

Während des Kalmarkrieges gegen die
Union mit Dänemark war er bereits mit
17 für volljährig erklärt worden um dann
1611 den Thron Schwedens zu besteigen
Zunächst musste er einen ungünstigen
Frieden mit Dänemark schließen sodann
Mit dem Reichstag um Beschlüsse ringen

Durch die finanziell prekäre Lage Gustavs
Bekam der Reichstag in dem alle Stände
Vertreten waren bis zu den Bauern was
Noch völlig einmalig in Europa war aber
Daran lag dass sie ⅓ des Landes besaßen
So musste die Macht zwischen den Ständen
Austarriert werden was sehr produktiv
Dem Reichskanzler Axel Oxenstierna
Mit seinem König über Jahre gelang

Die beiden reformierten Schweden
In den nächsten Jahren grundlegend
Es gab eine unabhängige Gerichtsbarkeit
Bei dem Gesetze Vorrang vor der Person
Des Königs hatten erstmalig
Die Aufgaben des Reichsrats als einer
Regierung neben dem König wurden
Genau und neu geregelt wie auch der
Reichstag mit dem Adel neu geregelt
Rechte und Pflichten verbrieft wurden
Es wurde das Bildungssystem noch
Im humanistischen Geist ausgebaut
Bei der Verwaltungsreform hielt er
Das Gleichgewicht zwischen lokaler
Verwurzelung und zentraler Organisation
Was Steuererhebung und Aushebung
Von Soldaten effektiv ermöglichte
Zentraler Bedarf wurde lokal erfüllt
Bei der Wirtschaftsföderung erreichte er
Durch die Gründung Göteborgs für viele
Einwanderer einen großen Schritt
Seine Sozialgesetzgebung versuchte
Die Armut im Lande zu bekämpfen
Die neuen Armenhäuser verbanden die
Soziale Fürsorge mit Arbeitspflicht

In der Liebe wurde Gustav Adolf leider
Nicht wirklich glücklich ähnlich wie später
Prinz Charles durfte er seine Jugendliebe
Die schwedische Adelige Ebba Brahe
Gegen den Willen seiner Mutter nicht
Heiraten sondern wählte später eine
Tochter des Kurfürsten von Brandenburg
Maria Elenora mit der er zwei Töchter
In wohl schwieriger Ehe hatte von denen
Eine sogar ihn überlebte und beerbte
Jene später Königin Christina

Nebenbei hatte er noch in Holland
Einen unehelichen Sohn mit einer
Kaufmannstocher den er aber damals
Völlig unüblich anerkannte und wofür
Ihm die Hofprediger die Leviten lasen
Galt doch auf Ehebruch in Schweden
Noch die Todesstrafe wie in der Sharia
Für den König von Schweden aber galt
Das Recht wie für jedermann

Bevor Gustav in den Dreißigjährigen Krieg
Eingriff führte er noch für Schweden sehr
Erfolgreiche Kriege mit Polen und Rußland
Wodurch er sich preußische Häfen sowie
Viele Geld aus Steuern erkämpfte

Die siegreiche Ausdehnung der kaiserlich
Katholischen Truppen gen Norden mit der
Ernennung Wallensteins zum Herzog von
Mecklenburg sowie zum General des
Ozeanischen und baltischen Meeres
Bereitete ihm Sorge wie ihn wohl die
Die Schwächung seines dänischen
Konkurrenten Christian IV. zwar freute
Der Tilly und Wallenstein unterlag
Als dort Herzog von Holstein doch war
Ihm zuwider das der Katholizismus
Im Heimatland des Protestantismus
Endgültig obsiegen sollte zusätzlich
Besorgte ihn die Stärkung seines
Verfeindeten Vetters Sigismund III
Wasa in Polen durch den Kaiser
Da diese seine Interessen in Preußen
Gefährdeten warum er auf Seiten
Des dänischen Königs eingriff als
Wallenstein das noch selbständige
Stralsund belagerte woraufhin er
Lebensmittel und Soldaten sandte
Was Wallenstein dazu brachte die
Verlustreiche Belagerung wieder
Abzubrechen was Gustav sich klug
Mit einem Bündnisvertrag mit
Stralsund bezahlen ließ womit sie
Ihre Unabhängigkeit zwar nicht
An den Kaiser verloren aber die
Nächsten 200 Jahre schwedisch blieben

Sein nun Eingreifen in den Krieg ließ
Gustav sich vom Reichstag absegnen
Segelte mit 13.000 Mann gen Peenemünde
Auf Usedom und zwang den Greifen
Bogislaw XIV. den Herzog von Pommern
In ein Bündnis in einer Situation als
Die Lage der Protestanten im Reich
Bereits hoffnungslos war

Die Kosten dieses Krieges sicherte er
Durch einen Vertrag mit Frankreich ab
Das eine zu starke Position des Kaisers
Im Reich verhindern wollte wofür er
Toleranz gegenüber den Katholiken
Versprach an die er sich auch hielt

Die schnelle Eroberung Frankfurts
An der Oder mit der er die kaiserlichen
Truppen binden wollte hatte nicht den
Gewünschten Erfolg da diese dann
Stattdessen Magdeburg besetzten
Mit bekannt kastrophalen Folgen
Die aber die protestantischen Fürsten
So schockierte das er sie zu einem
Bündnis brachte zunächst mit dem
Kurfürstentum Sachsen und Hessen-Kassel

Vereinigt mit dem sächsischen Heer
Schlug er die kaiserlichen unter Tilly
Nach der Absetzung Wallensteins
Vernichtend bei Breitenfeld nahe Leipzig
Dieser Sieg war Ergebnis auch seiner
Modernisierung der schwedischen Armee
Dadurch zerschlug er die Stellung der
Kaiserlichen im Norden Deutschlands
Kehrte die Erfolge Habsburgs um

Im Zug gen Süden eroberte er bald
Mainz und Oppenheim und ließ dort
Eine eigene Festungsstadt die
Gustavsburg errichten deren Vollendung
Er jedoch nicht mehr erleben durfte

Nach der Winterpause in Mainz zog er
Gen Bayern schlug die Habsburger
Wieder vernichtend wobei sogar deren
Heerführer Tilly getötet wurde eroberte
Sodann München und Landshut kampflos
Wodurch sie gegen Kontributionen
Von der Plünderung verschont wurden
Dafür plündete er das Umland aus

Der in der Verzweiflung wieder vom
Kaiser eingesetzte Wallenstein vertrieb
Die Schweden aus bayerischem Kernland
Belagerte den Schweden für 3 Monate
In Nürnberg und zwang sie zur Schlacht
Welche die Schweden als sie im Schlamm
Stecken blieben ergebnislos abbrachen

Nach längerer Verfolgung Wallensteins
Der immer weiter gen Norden auswich
Kam es zur Schlacht bei Lützen im
Heutigen Sachsen-Anhalt während dort
Die schwedischen endlich Boden gegen
Die kaiserlichen gewannen wurde
Gustav II. Adolf in der Schlacht
Bei einem Reiterangriff getötet

Sein Leichnahm wurde geplündert
Sein nackter Körper auf dem
Schlachtfeld zurückgelassen da
Die kaiserlichen nicht wussten wen
Sie da getötet hatten konnte der
Leichnahm noch geborgen werden
Doch den durch die Nachricht
Vom Tode ihres Königs verunsicherten
Schweden gelang es noch die
Schlacht knapp zu gewinnen
Die Leiche des Königs wurde über
Viele Stationen von Wolgast aus
Nach Schweden verschifft

Den Krieg führte sein Reichskanzler
Oxenstierna weiter für Schweden
Im Ergebnis relativ erfolgreich da
Tochter Christina noch ein Kind war

Gustav Adolf wurde von den Protestanten
Als der Löwe aus dem Norden
Idealisiert und sein Tod in der Schlacht
Machte ihn zum Märtyrer was sich erst
Wieder durch zunehmende Greueltaten
Der schwedischen Soldaten wieder
Verdunkelte auch wenn Gustav wohl
Aus religiosen Gründen auch kämpfte
War er in erster Linie ein nüchterner
Machtpolitiker der die schwedische
Herrschaft im Ostseeraum halten wie
Die schwedische Vormacht im Norden
Warum ihn auch ein Bündnis mit dem
Katholischen Frankreich nicht schreckte

Die Figur des idealisierten Heerführers
Der für die unterlegenen Glaubensbrüder
In auswegloser Lage Partei ergriff blieb
In vielen Regionen bis heute erhalten
Ganz anders werden die Schweden
Heute noch in Bayern oder anderen
Katholischen Gegenden gesehen
Wo der Blick auf grausame Beutezüge
Wie brutale Soldaten mit dem etwa
Schwedentrunk zuerst fällt

So steht wie bei Napoleon zugleich
Der Reformer und geniale Feldherr
Neben dem brutalen Kriegsherren
Der gnadenlos verwüstete ohne
Die Bevölkerung zu schonen auch
Sagen der Bevölkerung nach dem
Je Glauben prägen das Bild
In der Erinnerung bis heute
In Deutschland regional verschieden

Für heute wichtiger als die noch
Immer unterschiedliche Betrachtung
Der Geschichte ist aber wie eine
Völlig unterlegene Gemeinschaft
Die protestantischen Reichsfürsten
Durch couragiertes Eingreifen wie
Dann mögliche Erfolge sich wieder
Fand und Deutschland in seiner
Konfessionellen Vielfalt erhielt die
Sich im Westfälischen Frieden zeigt
Ein Miteinander wieder ermöglichte

Schauen wir nach Syrien oder Afghanistan
Sollten wir stärker überlegen wie die
Dort Kriege durch mutiges wie klar
Entschiedenes Eingreifen beendet
Die Unterdrückung beendet wird

Deutschland wäre Habsburg zum Opfer
Gefallen und gänzlich katholisch geworden
Ohne das Eingreifen des Schweden
Vertreibungen wie sie in Frankreich
Die Hugenotten trafen wären dann
Wohl die Folge gewesen und Europa
Wäre heute ein anderes wohl

Das Eingreifen der Schweden aber
Verlängerte auch einen grausamen Krieg
Um viele Jahre immer zu Lasten der
Bevölkerung die jahrelang hier mitten
In Deutschland auf der Flucht war

Wer einen Krieg gegen grausame
Kämpfer von IS oder Taliban führt wird
Die dort Bevölkerung vertreiben die dann
Dorthin flieht wo Ruhe und Frieden noch
Herrschen womit sich die Last der Kriege
Um die Welt verteilt und die Profiteure
So auch ihren Beitrag leisten müssen

Es gibt dort wie damals in Deutschland
Keine einfachen Antworten auf lange
Währende Kriege und Afghanistan lebt
Seit 1979 im Krieg seit also 36 Jahren
Zu Münster und Osnabrück wurde lange
Verhandelt bis es einen Frieden 1648
Endlich wieder gab im verwüsteten Land

Die Parallelen in der Geschichte zeigen
Sich im langfristigen Erfolg und Ansehen
Gegen die kurze Belastungen schnell
Wieder vergessen werden das dabei
Ein Humanist aus Schweden erfolgreich
Vor der totalen Niederlage eingriff könnte
Angesichts der an den Idealen noch der
Aufklärung orientierten Merkel Hoffnung
Auf eine vernünftige Lösung machen

Doch wecken wir keine falsche Hoffnungen
Wer den Krieg riskiert nimmt Flucht in Kauf
Diese ist gut für aussterbende Regionen
Die neu besiedelt werden können wie gerade
Für das nach dem Krieg ausgestorbene
Brandenburg die Besiedelung durch die
Vertriebenen Hugenotten ein Glück war
Wie es dort heute wieder sein kann wie
In Sachsen Thüringen Mecklenburg Anhalt

Dazu braucht es vernünftige Führung wie
Ein Einstehen gegen alle ängstlichen
Fanatiker die lieber aussterben als
Ihr Land sich verändern sehen wollen
Der Krieg bleibt mörderisch doch
Manchmal alternativlos im Schlimmeren

Wer nichts tut wird Opfer der Veränderung
Nur wer gestaltet kann verändern
Wer will das alles so bleibt wie es ist
Unsere Werte in Zukunft erhalten will
Muss ständig ändern um die Dinge
Einer veränderten Zeit anzupassen

Wie Gustav nüchtern auf die eben
Notwendigkeiten blicken um das
Mögliche zu retten dennoch im Geist
Des Humanismus zu handeln ist
Das bessere Rezept in Zeiten der Not
Als einfache Antworten auf komplexe
Fragen die es nie geben wird
jens tuengerthal 22.10.15










Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kulturgeschichten 016

Verschwörungspraxis

In Krisenzeiten fürchten viele noch sich
Vor Verschwörungen sehen diese überall
Sich gefährlich nähren aus dem Grund
Den sie der Krise selbst wirr bereiten

Was eine Krise ist und was eine Chance
Wäre dazu spannend zu diskutieren
Zumindest ist was manchen krisenhaft
Erscheint in Wirklichkeit einzig Produkt
Ihrer ängstlichen Phantasien die sich
Gruppendynamisch zu steigern neigen

Es fürchten sich die Sachsen nun etwa
Vor der Invasion des Islam wie drohender
Überfremdung in ihrem Land in das doch
Freiwillig keiner will das sich ländlich
Immer weiter entleert einzig noch durch
Massenhaften Zuzug künftig zu retten
Wäre dächte wer kritisch vernünftig

Auch das sie am wenigsten Muslime
Prozentual zur Bevölkerung haben
Hilft dabei wenig weiter noch
Es wäre ja zu vernünftig wohl dort

Doch zeichnet die Verschwörung aus
Von den naiven Pegiden heute die
Im Geist der NSDAP vor 1933 noch
Durchs sächsische Land marschieren
Bis zu den den Iden des März das
Weniger Vernunft als Angst herrschen
Menschen sich vorm Fremden fürchten
Sich unvernünftig beherrschen lassen

Die Catalinarische Verschwörung im Jahre
66 v.Chr. zeichnete sich vor allem durch ihr
Mißlingen aus und war der Umsturzversuch
Des Senators Lucius Sergius Catilina gegen
Die  Republik die vor allem durch Ciceros
Reden gegen Catilina bekannt wurde

Mitglied der Verschwörung waren neben
Catilina noch 5 Senatoren sowie 5
Mitglieder des Ritterstandes Roms

Die Geschichte der Verschwörung
Begann vermutlich schon im Jahre
66 v.Chr. als Catilina nach einem
Prozess nicht als Bewerber für das
Amt des Konsuls nicht zugelassen wurde

Jedoch wurden die stattdessen noch
Gewählten Bewerber kurze Zeit später
Wieder wegen Bestechung angeklagt
Und mussten ersetzt werden durch zwei
Die auch noch ihre Ankläger waren
Darum soll sich eine erste Verschwörung
Gebildet haben an der auch Catilina
Schon beteiligt gewesen sein soll

Wer hier nicht an die FIFA denkt
An Blatters und Platinis Freundschaft
Die sich in geldschweren Diensten zeigte
Lebt eher wohl im alten Rom als noch
In der Gegenwart die heute viele solche
Geschichten zu erzählten hätte von
Strauß bis Barschel über Kohl und mehr
Von Beckenbauer und Niersbach noch
Lieber ganz zu schweigen als Märchen

Als Catilina 63 wieder kandidieren durfte
Unterlag er nach heftiger Agitation dann
Cicero und Hybrida gab jedoch nicht auf
Und warb für das folgende Jahr bei den
Wählern mit Zinssenkungen sowie für
Schuldner mit Rückzahlungserleichterungen
Wofür ihn Cicero dann sozialrevolutionärer
Umtriebe öffentlich bezichtigte

Als Catilina daraufhin im Senat verkündete
Wenn einer seine Existenz in Brand setzen
Wolle werde er nicht mit Löschen sondern
Mit Abreißen des ganzen Baus antworten
Wandte sich die Stimmung gegen ihn
Er verlor die Wahl erneut und begann
Mit dem Plan der Verschwörung

Es wurden Truppen ländlich ausgehoben
Die vor Rom zusammengezogen werden
Sollten um nach geplanter Brandstiftung
Strategisch wichtige Punkte zu besetzen
Zugleich sollten missliebige Optimaten
Ermordet werden

Jedoch war Cicero von Fluvia der Geliebten
Eines Verschwörers informiert worden
Sofort informierte er den Senat den er
Zu einem Beschluss dängte der aber
Ausblieb da die Senatoren die Beweise
Noch für untauglich hielten und so
Dauerte es noch einen Monat bis er
Mit stichhaltigeren Beweisen den Senat
Von der notwendigen Abwehr des
Mörderischen Vorhabens überzeugte

Der Senat beschloss von Cicero nun
Informiert den Notstand auszurufen
Die Stadt und das Land durch eigene
Truppen zu sichern warum die bereits
Geplanten Mordanschläge nicht mehr
Stattfinden konnten wie gedacht

Catilina sah sich sodann der Anklage
Wegen politischer Gewalt gegenüber
Bot an sich in freiwillige Geiselhaft
Auch bei Cicero zu begeben der
Jedoch ablehnte wofür ein anderer
Schließlich einsprang der jedoch wohl
Nicht streng bewachte warum Catilina
Weiter den geplanten Mord an Cicero
Organisieren konnte der jedoch dank
Der Warnung wieder Flavias fehlschlug

Cicero versuchte nun in seiner ersten
Rede gegen Catilina vor dem Senat
Diesen anzuklagen wie aus der Stadt
Werfen zu lassen jedoch hatte er keine
Ultimativen Beweise für die Verschwörung
Pokerte darum blind relativ hoch
Erreichte aber zumindest das Catilina
Die Stadt freiwillig verließ
Was Cicero am nächsten Tag dem Volk
Von Rom in der 2. catilinaischen Rede
Als zwingend notwendig erläuterte

Als Catilina dann zum Staatsfeind wird
Durch Erklärung des Senats auf Drängen
Des Cicero während Catilina und seine
Anhänger in den Provinzen Unruhe stifteten
Sich jedoch mit ihrer schlechteren Armee
Nicht den Marsch nach Rom zutrauten
Ändert dies noch nicht viel in Rom
Weil Beweise für eine Verhaftung
Noch nicht zu finden waren bis dann
Cicero wieder der Zufall des Glücks
In die Hände spielt als sich ein
Keltischer Stamm der von den
Verschwörern bestochen werden sollte
An ihn wandte ließ er die Verschwörer
Durch die trickreich verlangte schriftliche
Bestätigung der Garantien für ihre
Mithilfe in die Falle laufen um sie
Sodann sogleich zu verhaften

Cicero ließ um jeden Zweifel noch
Auszuschließen die abgefangenen
Briefe veröffentlichen und hielt noch
Seine dritte catilinische Rede
Die das Volk wie den Senat nun
Endgültig von der Schuld der
Verschwörer überzeugen sollte

Spannend wird es um die Verschwörung
Wiederl als es um die Hinrichtung der
Gefangenen Verschwörer geht
Während Cato und Cicero sich
Im Senat für die sofortige Hinrichtung
Aussprachen war Cäsar der später
Als Feldherr noch bekannter wurde
Wie dem Kaiser seinen Namen lieh
Aber das ist einen andere Geschichte
Für eine lebenslange Freiheitsstrafe
Die einen weiteren Prozeß in wieder
Ruhigeren Zeiten ermöglichte

Diesen wollte Cicero aber verhindern
Zugleich mochte er jedoch nicht die
Verantwortung für die Hinrichtung
Alleine tragen sondern diese teilen
Obwohl er mit der konsularischen
Notstandsverordnung gedurft hätte
Die diktatorische Vollmachten gab
Welche jedoch mit dem Recht
Jedes römischen Bürgers kollidierten
Sich bei drohender Todesstrafe
In direkter Rede an das Volk zu wenden
Wovor sie sich angesichts der noch
Drohenden Unruhen noch mehr wohl
Fürchteten als sie sich sicher waren
Hier richtig moralisch zu urteilen

So stritten Cicero und Cato mit Cäsar
im Senat über Leben und Tod der
Inhaftierten Verschwörer und am Ende
Doch waren sich alle einig dass der
Aufruhr niedergeschlagen werden musste
Warum sich konsequent Cato doch
Durchsetzte da bei Cäsars Vorschlag
Noch irgendwann ein Prozeß drohte
Den keiner mehr wollte um dort den
Aufrührern keine Plattform zu geben
So wurden alle gefangenen Catilinier
Am nächsten Tag noch hingerichtet

Catilina selbst dagegen zog sich
Nach Gallien zurück um von dort aus
Weiter neu organisiert zu agieren
In der Schlacht bei Postoria wurde er
Von zwei Heeren des Senats gestellt
Zog gegen die Übermacht zur Schlacht
Ins Feld und blieb dort liegen oder fiel
Wie Militärs das Sterben gern nennen
Womit sich diese Verschwörung um
Bestechung und manches mehr erledigte

Der Blick aus alte Rom und seine langen
Debatten über die Rechte der Republik
Zum Durchgriff gegen ihre Feinde öffnet
Den Blick für unsere Zeit in der auch die
Institutionen der Demokratie vielfach noch
Bedroht werden von ihren Feinden
Die Politiker aufhängen möchten oder
Lieber noch die Angst vor Fremden
Als einigendes Band beschwören

Betrachten wir um was es ging bei
Catilinas Aufstand gegen Cicero
Wie seine Angst vor Ausgrenzung
Wird mancher wohl an Barschel
Noch denken und die Badewanne
Oder an das Sommermärchen
Das wohl gut bezahlt wurde einst
Fraglich nur ob noch legal

Die Demokratie ist schlecht zumal
Sie nur so gut ist wie ihre Teilnehmer
In immer wieder schlechtem Zustand
Nur ändert daran niemand etwas der
Dafür die Demokratie wie ihre Werte
Infragestellt statt sich gemeinsam
Noch zu bemühen um Aufklärung
Die Freiheit einzig bringt durch das
Für jede Demokratie nötige
Selbständige Denken des Einzelnen
Als aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Befreites Wesen zu erlernen

Verschwörungen taugen weder als Theorie
Noch ganz praktisch zum Diskurs sonden
Sind stets das Ende der Debatten wohl
Warum wer auf sie setzt nie glaubwürdig ist
Wie alle die von Lügenpresse schwadronieren
In der Demokratie noch nicht ankamen
Weil sie deren Institute nicht achten
Sowenig wie Pegiden die Grundrechte
Die sie aus horizontaler Angst infrage
Stellen mit beschränktem Horizont
Weil die Werte des Abendlandes
Dessen widerlicher Abschaum sie sind
Nicht dadurch verteidigt werden können
Dass wir sie verspielen und aufgeben

Catilina scheiterte an der Republik Roms
Auch wenn diese an die Grenzen des noch
Demokratischen Rechts ging dafür ob aber
Merkel und ihr “Wir schaffen das”-Mantra
Genügen wird den Osten zu befrieden
Wird daran liegen inwieweit die Politik
Sich rechtzeitig deutlich abgrenzt
Terroristen auch Terroristen nennt
Wo sie den Staat gefährden darum
Keine nähe zu den Pegiden und keine
Verharmlosung des rechten Terrors
Dagegen mit Gewalt vorgehen entscheidet
Über den Bestand der Demokratie künftig
Rom lehrt Weitblick in der Reaktion
jens tuengerthal 21.10.15


Mittwoch, 21. Oktober 2015

Kulturgeschichten 015

Brüdertod

Wir empören uns über unmenschliches
Wie wir es im IS sehen und nennen sie
Islamistische Unmenschen in ihrem Morden
Sind dabei gern vergesslich für unsere
Geschichte des öffentlichen Tötens

Zugleich laufen die vermeintlichen
Retter des Abendlandes mit Galgen
Durch Dresden an denen sie Politiker
Aufknüpfen wollen zumindest symbolisch
Wir sehen wie nah die Fanatiker die sich
Vermeintlich als Erzfeinde gegenüberstehen
In ihrer mörderischen Realität doch sind
Warum Mißtrauen gegenüber jedem der
Töten will notwendig uns sein sollte

Am 20. oder 21.10. 1401 enthauptete
Die Hansestadt Hamburg vermutlich
74 der Vitalienbrüder und an deren Spitze
Klaus Störtebeker von dem wir nicht mal
Wissen ob es ihn gab auch wenn viele
Sagen um ihn und seinen Tod kreisen

Nach der Enthauptung wurden die Köpfe
Der Vitalienbrüder zur Abschreckung
An der Elbe aufgespießt auch um
Den Sieg der Hanse zu demonstrieren

Die Vitalienbrüder waren für die Hanse
Piraten die ihre Meere wie den Handel
Über viele Jahrzehnte unsicher machten
Dabei Bündnisse mit allen schlossen
Für die sie kapern gehen sollten

Aber auch nicht immer für alle in der
Großen Vereinigung der Händler noch
Aus dem Mittelalter die mit ihren Koggen
Den Handel auf See beherrschten
In ihren Kontoren Händler für alles
Mit großer Macht geworden waren
Die sich die Hanse nannte

Angeblich begann die Geschichte
Der Vitalienbrüder als Blockadebrecher
Mit der sie die Versorgung Stockholms
Während der Belagerung durch Dänen
Sicherstellten um danach Kaperfahrer
Zu werden die im Auftrag der Könige
Herzöge oder der Hanse Beute machten

Manche meinen der Name spiele auf die
Lebensmittel eben Viktualien an mit denen
Stockholm versorgt wurde was jedoch heute
Bestritten wird insofern der Name schon
In alten Hamburger Büchern vor der
Belagerung Stockholms auftauchte
Warum vermutlich auf die Selbstversorgung
Dieser für Auftraggeber günstigen Söldner
Im Namen noch angespielt wurde

Zugleich wurden sie Likedeeler genannt
Was Gleichteiler heißt auf die Verteilung
Der erbeuteten Prisen sich bezieht wie
Die soziale Ordnung der Bruderschaft
Von Gleichen beschreibt bei der jeder
Bruder ein Mitspracherecht hatte was
In der hierarchisch feudalen Gesellschaft
Des Mittelalters eine Besonderheit war
Zugleich meint es auch Loyalität als
Gegenseitige Unterstützung woraus
Sich das Motto der Vitalienbrüder erklärt

“Gottes Freunde und aller Welt Feinde”

Die erste Führungsschicht rekrutierte
Sich aus dem mecklenburgischen Adel
Später entschieden Geschick und Mut
Dabei gab es nie eine geschlossene
Bruderschaft sondern zeitweise kämpften
Die Brüder je nachdem wer sie beauftragte
Wohl auch noch gegeneinander
Auf dem Höhepunkt ihrer Macht zählte
Die Bruderschaft 2000 Mitglieder

Der Gründung voraus gingen die Wirren
Um den dänischen Thron bei denen der
Eigentliche Erbe des verstorbenen Königs
Der Herzog von Mecklenburg von der
Tochter des Königs Margarete durch die
Einsetzung ihres Sohnes betrogen wurde

Die Dänen haben es ja mit ihrer Thronfolge
Dank Shakespeares Hamlet bis in die große
Welt der Literatur gebracht und so wurde
Auch diese Thronfolge jenseits aller Geister
Ein Politikum das Mecklenburg zum Beginn
Der Kaperfahrten veranlasste um dem direkten
Krieg noch auszuweichen aber Kaperbriefe
Ausgab die Wirkung zeigten von denen
Beide Seiten ausgiebig Gebrauch machten

Als Margarete nach dem Tod ihres Sohnes Olaf
Königin auch von Schweden wurde wollte sie
Auch Stockholm erobern das noch Albrecht III.
Dem eigentlichen Erben ihres Thrones die Treue
Hielt und belagerte die Stadt darum von Land aus
Während die Viktualienbrüder diese von See
Weiter mit Lebensmitteln versorgten

Die Hanse versuchte immer wieder durch
Schutz ihrer Schiffe und Verträge wie die
Ächtung von Wismar und Rostock die
Den Vitalienbrüdern Landung und Handel
Ermöglichte sich irgendwie zu wehren
Beauftragte sogar den Bügermeister
Von Stralsund als Unternehmer gegen
Die Bruderschaft vorzugehen

Doch hütete sie sich Partei zu ergreifen
Gegen die Vitalienbrüder was als eine
Parteinahme für Dänemark gegolten hätte
Dennoch verschlimmerte sich die Lage
Aufgrund der mecklenburgisch-dänischen
Konflikte so sehr dass 1394 der gesamte
Handel in der Ostsee zum Erliegen kam
Schon 1393 kein Schiff mehr Lübeck
Erreichte was dem Gewinn schadete

Die Eroberung Stockholms mißlang
Auch ein weiteres mal trotz Gesprächen
Über einen möglichen Frieden
Im Gegenteil wurde noch für Mecklenburg
Die Insel Gotland erobert die sodann
Zum Hauptort der Vitaliebrüder wurde
Dort hielt sich wohl auch damals
Jener ominöse Klaus Störtebeker auf
Den eine englische Klageschrift 1394
Als Hauptmann der Vitalienbrüder nennt

Nachdem es 1395 zu einem Frieden kam
In dem Hanse Dänemark Mecklenburg
Wie der Deutsche Orden sich einigten
Durften auch Rostock und Wismar
Keine Vitalienbrüder mehr aufnehmen
Oder ihre Waren weiter handeln
Die Vitalienbrüder spalteten sich nun
Ohne Verbündete in kleine Gruppen
Die eigenmächtig auf Kaperfahrt gingen
Kontakte nach Ostfreisland begannen

Die Insel Gotland wurde noch über Jahre
Zum Mittelpunkt der Kämpfe bei denen
Schließlich Mecklenburg die Dänen doch
Besiegte und der dänische Anführer
Dem Herzog die Treue schwor
Er hatte die Seiten gewechselt wurde
Wurde nach dem Tod des Herzogs
Von Mecklenburg von dessen Witwe
Als Oberbefehlshaber eingesetzt

Sven Sture machte Gotland nun zum
Seeräubernest und ließ sie dort wohnen
Sofern sie der Herzogin wie ihm Tribut
Noch leisteten womit es zu einer neuen
Welle der Seeräuberei wieder kam

Währenddessen hatte Margarete von
Dänemark über die Kalmarer Union
Die Vereinigung Skandinaviens unter
Ihrer einzigen Krone erreicht womit
Mecklenburgs Hoffnungen auf die
Wiedererlangung der schwedischen
Krone zumindest dahin waren

Als nun noch Margarete von Dänemark
Mit Margarete von Pommern-Wolgast
In Verhandlungen trat um die Situation
Auf der von Vitalienbrüdern beherrschten
Ostsee zu kontrollieren wurde es dem
Deutschen Orden zuviel die Dänin drohte
Zu mächtig zu werden sie griffen ein

Der Großmeister schickte die Flotte
Des Ordens nach Gotland mit
84 Schiffen 4000 Soldaten sowie
400 Pferden und nach Verhandlungen
Auch mit dem Herzog von Mecklenburg
Übergab Sven Sture die Insel dann
Dem Deutschen Orden der sodann
Die Raubschlösser der Vitalienbrüder
Schleifen ließ und diese vertrieb

Die Vitalienbrüder hat ihren Rückzug
Endgültig verloren also machten
Lübische und preußische Flotten
Jagd auf diese und so war bis 1400
Die Ostsee gänzlich gesäubert
Wie es Chronisten beschrieben

Diese zogen sich sodann gen Westen
Nach Ostfriesland zurück fanden dort
Ein ideales Land für Rückzug und ihre
Kaperzüge in den friesischen Häuptlingen
Ideale Verbündete so waren diese
Freien Friesen niemand unterworfen
Beriefen sich auf ein Privileg noch
Von Kaiser Karl dem Großen
Die sogenannte Friesische Freiheit

Das Problem der Hanse hatte sich
Mit der Vertreibung aus der Ostsee
Nicht gelöst es war lediglich der Ort
Verlagert worden in die Nordsee
So beschlossen sie mit großer Flotte
Von Lübeck aus gegen diese wieder
Vorzugehen und die Ostfriesen
Zum Bruch mit den Vitalienbrüdern
Zu zwingen was siegreich gelang

Daraufhin nahm Albrecht von Bayern
Der zugleich Herzog von Holland war
Die Vitalienbrüder bei sich auf
Unter ihnen auch einen Johann Stortebeker
Erteilte ihnen neue Kaperbriefe
Mit denen sie Helgoland zur Basis
Noch einmal machten

Damit bestand das Problem weiter
Für Hamburg das nun selbst
Verbündet mit England in Aktion
Trat und die Piraten vor Helgoland
Schlug und 40 sogleich erschlug
Wie die Quellen es sagen weitere
70 zur Hinrichtung nach Hamburg
Brachte der wir nun heute noch
Gedenken um noch kurz auf die
Sagen im Umkreis zu kommen

Ein Jahr später schnappte die Hanse
Noch den Partner Störtebekers
Michels und ließen ihn und die seinen
Wieder hinrichten was der Seeräuberei
Kein völliges Ende aber zumindest
Den Vitalienbrüdern Einhalt gebot

Die Seeräuberei überlebte die Hanse
Nur die soziale Bruderschaft hatte sie
Erfolgreich zerschlagen warum sich
Vermutlich so viele Sagen um diese
Bis heute im Lande ranken manchen
An das Ende der Templer denken lässt

Wer jener Klaus Sörtebeker war
Wissen wir bis heute nicht genau
Es ranken sich viele Legenden
Um seine Herkunft wie sein Leben

Eines der Gerüchte besagt schon
Den Namen hätte er sich nur für
Seine Trinkfestigkeit verdient
Mit der er danach einen Humpen
Also 4 Liter Bier oder Wein in einem
Zug leeren konnte jedoch ist der
Pokal in Hamburg auf den die Sage
Dort verweist erst 1650 gefertigt

Angeblich hat er ab 1396 auch in
Marienhafe in Ostfriesland gelebt
Wo er eine Tochter des Häuptlings
Ken ten Broke heiratete und ihm
Die Kirche St. Marien Unterschlupf
Gwährte warum auch immer dann
Der dortige Kirchturm bis heute
Störtebekerturm heißt

Ob er jener Johann Störtebeker war
Der in Holland Unterschlupf fand
Ist weiterhin unklar oder ob er mit
Michels gen Norwegen segelte
Doch ist nicht anzunehmen
Dass die Vitalienbrüder gleich zwei
Anführer gleichen Namens hatten
Mehr aber wissen wir nicht

Auch seine Gefangennahme
Wie Prozess und Hinrichtung
Sind von vielen Sagen umgeben
Die kaum einen Kern belegbares
Noch enthalten vermutlich aber
Wurde er 1401 gefangen genommen
Und auf der bunten Kuh gen Hamburg
Gebracht was als relativ sicher gilt

Sagenhaft dagegen zumindest unbelegt
Ist die Geschichte dass er nach dem
Todesurteil der Stadt Hamburg für seine
Freiheit wie sein Leben eine goldene Kette
Um die Stadt versprach was diese aber
Ablehnten als sich der Schatz nicht fand
Verkaufte der Senat das Schiff weiter
Der Käufer soll dann in den Masten
Beim Zersägen das Gold und Silber
Gefunden haben woraus er eine Krone
Aus Gold für St. Katharinen anfertigte

Störtebeker wurde dann auf dem Grasbock
Mit 72 seiner Kameraden enthauptet
Wie die Sage in verschiedenen Versionen sagt
Angeblich soll der Hamburger Bürgermeister
Störtebeker versprochen haben allen Männern
Das Leben zu schenken an denen er enthauptet
Noch vorbei lief was ihm bei 11 noch gelungen
Sein soll bis ihm der Henker ein Bein stellte
Oder den Richtblock vor die Füße warf
Da ist sich nicht mal die Sage einig

Jedoch brach der Bürgermeister sein
Versprechen und ließ alle 73 enthaupten
Wie ihre Köpfe zur Abschreckung noch
An der Hafeneinfahrt aufspießen

Was den heute Sitten der IS doch ähnelt
Im gut christlichen Abendland
Vor etwas über 600 Jahren
Weniger also als der Islam noch
Jünger als das Christentum ist
Den die Pegiden für so barbarisch
Halten unwissend dass sie die doch
Barbaren nominell den Römern waren
Der Bundesrepublik so peinlich sind

Neuere Forschung dagegen besagt
Jenen Klaus Störtebeker gab es nicht
Es handelte sich um Johan Störtebeker
Aus Danzig der 1405 erstmal in den
Deutschen Gerichtsakten erwähnt wird
Womit auch der Sörtebekerschädel
Im Hamburger Museum einem wohl
Unbekannten Vitalienbruder gehörte

Ob der Vorname Klaus nicht nur
Ein Bezug auf Nikolas von Kues war
Den spätere Chroniken seinem Namen
Hinzufügten was sich dann wieder
Verkürzte und sagenhaft blieb ist
Wie so vieles heute völlig unklar

Spannend aber ist wie der Staat sich
Mit der Wirtschaft zusammenschloss
Um einen Bund zu bestrafen der sich
Eigene Regeln gab jenseits der Stände
In der die Brüder als Gleiche lebten
Sozial füreinander sorgten und eben
Im Auftrag raubten wie viele die teils
Helden wurden wie Elisabeths Drake

Die Grenzen zwischen legalem Raub
Im Auftrag des Herzogs zur Durchsetzung
Legitimer politischer Interessen
Einer Frage des Erbrechts also
Unter Fürstenhäusern und Piraterie
Verfließen vermutlich so sehr wie
Zwischen unserem Waffenkunden
Saudi Arabien mit dem gleichen Recht
Das auch die IS anwendet die wir aber
Legitim meinen töten zu dürfen

Wie erkennbar ist der Unterschied
Zwischen russischen Bomben in Syrien
Und denen der USA in ihrer Wirkung
Auf die jeweils Opfer die dann eben
Zu Vertriebenen werden auf der Flucht

Mit welchem Recht tötet wer und nimmt
Ein anderer für sich in Anspruch über das
Leben anderer im Kampf zu entscheiden

Wie unterscheidet sich die Freiheit der
Ukraine von der in Syrien oder Ostfriesland
Wenn am Ende entscheidet wer es sich
Leisten kann wie lange Krieg zu führen
Hängt es logisch nicht von Werten ab
Mit wem verhandelt wird und wer bis
Dahin noch getötet werden darf
Sondern von den Krediten für Krieg
Es geht darum was es wert ist

Als die Vitalienbrüder für die Hanse
Die sich ihrer auch teilweise bediente
Zu teuer wurden konnten sie plötzlich
Geschlagen werden und ehemalige
Partner wurde hingerichtet wie auch
Zur Abschreckung christlich aufgespießt
Im Interesse der Geschäfte der Hanse

Vieles bleibt unklar historisch noch
Im tiefen Mittelalter liegen die Wurzeln
Mutmaßungen haben wir mehr als
Fakten noch doch offensichtlich wurde
Wer sich dem System widersetzt
Der wird mit allen Mitteln bekämpft

Welches Recht gerecht ist bleibt
Wie immer fraglich noch warum
Angesichts des Todes zu fragen
Ob dieser nicht immer Unrecht ist
Wo von anderen zugefügt klüger
Scheint als höhere Gerechtigkeit
jens tuengerthal 20./21.10.15








Dienstag, 20. Oktober 2015

Kulturgeschichten 014



Friedenskrieger

Zwischen Krieg und Frieden ist es wohl
Manchmal nur schwer zu unterscheiden
Zumindest was den Willen der Beteiligten
Dabei betrifft die den Frieden loben
Um den Krieg für notwendig noch
Leider zu erklären immer wieder

So tut es ein Putin wie ein Obama
Tat es ein Bush und tut es ein Assad
Beteiligt sich weiterhin die EU zu sehr
Beide dabei womöglich selbst davon
Überzeugt der andere wäre ein
Weltfremder Bösewicht der ihnen
Auf dem bewaffneten Weg zum Guten
Immer noch im Weg stünde der ihre
Ausschließliche Weltherrschaft bedeutete

Der wahre Weg den es nie gab
Genau wie Stolz und Vorurteile
Spielen dabei eine größere Rolle als
Vernünftige Erwägungen über Lösungen
Es geht um Schwanzvergleiche unter
Eher pubertär wirkenden Knaben
Könnte meinen wer die Aufrüstung
Bedrohung und Verletzungen sieht
Die sich dort ohne Perspektive noch
Zugefügt werden im Kraftspiel

Seltsam sind es meist Männer die
Dieses Spiel der Kräfte spielen was
Sie trotz aller Eitelkeit nie beherrschen
So setzen die zeitweise Herrscher zwar
Zeichen für ihre Richtung sind aber real
Nur damit beschäftigt in den Wellen
Die ihre Vorgänger auslösten noch
Den Kopf oben zu behalten

Es gibt wenige Ausnahmegestalten
Denen eigene Gestaltungskraft noch
Zugeschrieben wird über den Moment
Hinaus zu wirken die Welt zu verändern
Spannend wird es wenn ihre Wirkung
Die Welt im Urteil völlig spaltet

Hitler war so ein Mensch der gerade
Die Gunst der Stunde nutzte um sich
Als Weltgestalter in Position zu bringen
Auch wenn er zum Weltzerstörer wurde
Den Massenmord industrialisierte
Zeigt sich in Zeiten von Pegida wie nah
Dies Denken vielen noch als Ideal ist
Sie suchen einen der vorne steht
Sagt was richtig ist und wo lang
Es geht bei der Suche nach Glück

Die Generation der 70er kennt noch
Die früher Sprüche mancher Alter
Er war schlimm mit dem Krieg aber
Der hätte ja Arbeit gebracht und auch
Autobahnen gebaut darum wäre es
Ja irgendwie verständlich gewesen

Dies überall auf der Welt unter den
Kleinen Geistern verbreitete Denken
Erklärt warum es immer wieder solche
Hitlers gibt und Massen ihnen zujubeln
Der einzige Schlüssel zur Freiheit ist
Kritisches Denken als die immer noch
Befreiung des Individuums aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit

Ansonsten kennt meine Generation
Den Krieg nur aus dem Fernsehen
Nicht live und vor Ort denn auch der
Balkan war in der Bundesrepublik noch
Weiter weg als er es real je war

Etwas martialische Krieger wie Putin
Der sich in der Heimat als Kämpfer
Gern öffentlich bebildert inszeniert
Waren der alten BRD fern
Krieg war anderswo und damit
Hatte Deutschland nichts zu tun
Außer als Lieferant der Waffen

Nun wird Putin manchen der geistig
Minderbemittelten Pegidisten zum Held
Weil er seine Heimat verteidigt
Sich gegen das böse Amerika stellt
Sie einen Führer suchen der eben
Eine Merkel aufgeklärt nicht ist
Zu dem ein Obama den Rassisten
Kaum je taugt der um Macht ringt

Der Blick in die Geschichte auf den
Aufstieg und Untergang eines Mannes
Der immer noch gespalten als Großer
Seinen Verehrern in der Heimat
Wie als Verbrecher anderen gilt
Könnte helfen bei der Aufklärung
Wie dem Freiheit des Denkens
Das natürlich kritisch dann ist

Der 19. Oktober hatte im Leben des
Napoleon Bonaparte zwei Seiten
Während er 1805 noch in der Schlacht
Von Elchingen die Österreicher besiegte
Im Dritten Koalitionskrieg war es 1812
Der Tag an dem der Rückzug aus
Moskau begann nach dem Scheitern
Des Rußlandfeldzuges der zu einem
Fluchtartigen Rückzug führt bei dem
Viele tausend erfrieren und sterben
Wird es schließlich 1813 zur totalen
Niederlage in der Völkerschlacht
Bei Leipzig wo die Truppen nach
Der Flucht Napoleons in die Stadt
Einmarschieren den Sieg zu feiern

Wer war dieser kleine Korse nur
Dessen unaufhaltsamer Aufstieg
Wie dann rasender Untergang mit
Nur kurzer Rückkehr Europa dennoch
Prägend veränderte bis heute

Der Korse wurde 1769 also 20 Jahre
Nach Goethe erst geboren
Der den brühmten Franzosen traf
Und zu dem jüngeren wie kleineren
Mann voll Respekt aufschaute
Er gehörte zu den Verehrern
Was ihm Gegner nie verziehen

Der Korse stieg während der Unruhen
Um die französische Revoloution auf
Wo er sich als militärisches Talent zeigte
Vor allem die Feldzüge in Italien wie
Ägypten mehrten seinen Ruhm
So konnte er nach dem 9. November
1799 als einer von  drei Konsuln die
Macht im republikanischen Frankreich
Mit übernehmen sich gar zum Kaiser
Später noch krönen

Er hat durch den Code Civil wie die
Einführung der Rechtsprechung Europa
Wie Frankreich bis heute entscheidend
Mit geprägt erst ein modernes Zivilrecht
In Europa zumindest in den besetzten
Staaten eingeführt zu denen auch
Der größte Teil Deutschlands gehörte

Deutschland das erst durch die auf seine
Initiative hin erfolgte Auflösung des längst
Verkrusteten Deutschen Reiches sich zur
Nation zu bilden versuchte fand sich unter
Dem Kaiser der Franzosen zu Teilen bald
Im Rheinbund wieder dessen Protektor
Der korsische Kaiser war wie auch
König von Italien dann

Er schuf eine zivile Ehe in Europa wie
Einen Bund der dem der heutigen EU
Zumindest als Idee ähnelte wozu er
Die alten Reiche auflöste vor allem
Auch die Kirchen ihrer weltlichen Macht
Weitgehend beraubte die Güter dann
Umverteilen ließ unter den Partnern

Der katastrophale Feldzug nach Russland
Führte letztlich zum Sturz Napoleons wie
Seiner Verbannung erst nach Elba
Wie nach seiner Rückkehr die dann
Nach der Niederlage von Waterloo
Zur endgültigen lebenslänglichen
Verbannung nach St. Helena führte
Womit der Inselkaiser wohl eine
Inselgestalt in der europäischen
Geschichte wie seiner Wirkung bleibt

Napoleon stammte aus einer kleinen
Adeligen korsischen Familie die sich
Wie so viele dort über Generationen
Dem Widerstand gewidmet hatten
Gegen die Fremdherrschaft kämpften
Um Freiheit rangen wie sein Vater
In früher Jugend und sein Großvater
Wohl lebenslänglich während sich
Der Vater später mit den Franzosen
Arrangierte und davon profitierte
So erlangten seine beiden Söhne
Stipendien des Königs zum Studium

Mit 16 wurde der junge Napoleon
Aufgrund guter Leistungen bereits
Offizier und kümmerte sich dann
Nach dem Tod seines Vaters auch
Um seine Rolle als Familienoberhaupt

Er widmete sich in seiner Freizeit
Früh schon der Literatur wie der
Schriftstellerei las Voltaire aber auch
Texte wie Goethes Werther was
Bei deren Zusammentreffen in Erfurt
Später eine Rolle spielte

Seine Versuche einer politischen Karriere
In Korsika endeten schnell im Mißerfolg
Der sogar seine Familie zur Flucht bewegte

Napoleon machte erst Karriere unter den
Jalobinern fiel nach deren Sturz wieder
Etwas zurück und diente sich aber bald
Den neuen Herrschern an in deren Umfeld
Er auch seine erste Frau Joséphine
Kennenlernte eine Witwe und frühere
Geliebte von Barras der wiederum
Die Karriere Napoleons entscheidend
Beförderte und so spielten Welt wie
Gefühl beim kleinen Korsen gut
Zusammen noch auf dem Weg
Der ihn nach ganz oben führen sollte

Zwei Tage nach seiner Hochzeit
Machte sich Napoleon auf den Weg
Zum Italienfeldzug anlässlich dessen
Er seinen Namen von italienisch
Bounaparte in französisch Bonaparte
Änderte aber auch im übrigen wurde
Dieser erfolgreiche Feldzug zum Protoyp
Der späteren in denen der Korse
Auch immer wieder seine Truppen
Durch Ansprachen begeisterte wie
Durch riskante Taktik und schnellen
Vormarsch über die alten Armeen siegte
Der Sieg gegen den König von Sardinien
Wie wenig später den Kaiser aus Österreich
Mehrten seinen Ruhm der zugleich das
Mißtrauen des Direktoriums nährte

Doch Napoleon wurde vom Volk
Ein rauschender Empfang in Paris
Bereitet sogleich bemühte er sich
Um ein neues Kommando da sich
Die Invasion in Großritanien als
Undurchführbar erwies plante er
Einen Feldzug nach Ägypten um
Den Briten den Weg nach Indien
Zu stören und die Eroberung gelang
Als ihn die Nachricht erreichte
Admiral Nelson hätte seine Schiffe
Zerstört begann er mit einem großen
Reformprogramm für Ägypten
Gründete das Institut d’Égypte das
Zur Keimzelle der mordernen Ägyptologie
Später noch wurde im Rahmen des
Feldzuges wurde der Stein von Rosette
Gefunden der später die Entschlüsselung
Der Hieroglyphen erst ermöglichte

Da Ägypten zum osmanischen Reich
Damals gehörte erklärte dieses ihm
Den Krieg der ihn zu letztlich erfolglosen
Expeditionen nach Palästina brachte
Aufgrund weiterer Bedrohung Frankreichs
Wie der Dezimierung seiner Truppe zog
Er sich nach Frankreich zurück
Durchbrach mit viel Glück die Blockade
Der Royal Navy und kehrte gefeiert
Nach Paris über Umwege zurück

Wieder am 9. November der damals
In Frankreich 18. Brumaire VIII hieß
Kam es zum Staatsstreichs zweier
Mitglieder des Direktoriums die sich
Napoleon als Dritten im Bunde wie
Militärs bedienten was dieser nutzte
Das Parlament durch seine Grenadiere
Auseinanderzutreiben um dann vom
Noch Rumpfparlament die neue
Konsulatsverfassung billigen zu lassen
Die ihn und die anderen beiden
Verschwörer als Konsuln einsetzte
Anschließend trieb er seine beiden
Kollegen ins politische Abseits
Setzte willfährige Konsuln ein
War plötzlich mit 30 Jahren als dann
Erster Konsul quasi Alleinherrscher

Die neue Verfassung setzte den
Ersten Konsul für zehn Jahre ein
Gab ihm sehr weite Vollmachten
Beschränkte die Macht des Parlaments
Eine legitimierte Diktatur Bonapartes
Der eine Volksabstimmung zustimmte
Dem ganzen demokratischen Segen gab

Als Regierungsprogramm verkündete er
Die Revolution sei zu ihren Grundsätzen
Zurückgekehrt und darum nun zu Ende
Wie es die bürgerlichen Schichten
Es sich wünschten die zwar die
Errungenschaften der Revolution
Gern behalten aber das Chaos
Beseitigen wollten um in Ruhe
Ihre Geschäfte zu machen

Napoleon reformierte die Verwaltung
Zentralisierte sie noch weiter
Baute die Verkehrsinfrastruktur aus
Schuf den Code Civil der darum auch
Code Napoleon heißt bis heute gilt
Schuf die Banque de France wie für
Besondere Verdienste die Ehrenlegion

Napoleon bekämpfte die organisierte
Politische Opposition und integrierte
Zugleich die Anhänger der anderen
Wie Jakobiner und Royalisten
Suchte den Ausgleich scheute aber
Nicht davor zurück aktive Mitglieder
Des ehemaligen Königshauses
In Deutschland zu entführen und
Hinrichten zu lassen

Er beendete in dieser Phase noch
Den 2. Koalitionskrieg siegreich
Indem er wie einst Hannibal über die
Alpen marschierte und Österreich
Besiegte den Frieden von Amiens
Aufgrund der Erfolge im Inneren
Wie auch in der Außenpolitik
Konnte er sich 1802 zum Konsul
Auf Lebenszeit ernennen lassen
Wobei 3 Millionen Franzosen dem
Zustimmten während nur 1600 mit
Nein stimmten dabei führte die
Regelung seinen Nachfolger selbst
Bestimmen zu dürfen wie die neue
Hofhaltung in den Tuilerien schon
Auf den Weg in die Monarchie

So fragt sich heute wohl mancher
Historisch bewanderte Beobachter
Wie Merkel die heimliche Königin
Europas längst nun mit der sogar
Innerparteilichen Opposition umgeht
Wie vergleichbar Geschichte ist
Was dagegen ein Putin in Russland
Wie mit seinen Nachbarn verantaltet
Wo es Wiederholungen gibt was
Ganz deutlich anders ist

Senat und Volksabstimmung trugen
Ihm bald die Kaiserwürde an worauf
Sich Napoleon in Anwesenheit auch
Des Papstes in Notre Dame de Paris
Selbst zum Kaiser krönte damit wollte
Er sein Regime dynastisch legitimieren
Sah sich aber als Kaiser der Franzosen
Also vom Volk legitimiert und nicht von
Gottes Gnaden mehr abhängig

Ein halbes Jahr nach dieser Krönung
Wurde er im Dom zu Mailand mit der
Eisernen Krone der Langobarden zum
König von Italien gekrönt

Diese Krönungen führten zu einer
Neuen Allianz von Großbritannien
Mit Russland der sich dann auch
Wieder das Kaiserreich Österreich
Schweden und Neapel anschlossen
Während Preußen neutral blieb
Standen Baden Bayern Würtemberg
Auf Seiten Bonapartes nachdem sie
Durch den Reichsdeputationshauptschluss
In ihrer Macht gestärkt worden waren

Napoleon zog einzeln gegen die Feinde
Schlug zunächst Österreich marschierte
In Wien ein und lockte sodann wieder
Österreich mit Rußland im Verbund
In die Falle von Austerlitz wo er sie
Erfolgreich schlug während auf dem
Meer bei Trafalgar von Admiral Nelson
Er vernichtend geschlagen wurde

Im Frieden von Pressburg verlor
Österreich Tirol und Vorarlberg
An Bayern und die italienischen
Besitzungen gingen an das dortige
Königreich Napoleons und zum Dank
Für ihre Hilfe ernannte der Kaiser
Die Kurfürsten von Bayern wie von
Württemberg zu Königen

Zur Sicherung seiner Macht verteilte er
Nun die jüngeren Angehörigen seiner
Familie auf europäische Herrschersitze
Von Neapel über Spanien bis Hannover

Deutschland entstand durch den Rheinbund
Dem alle Staaten außer Preußen und Österreich
Angehörten die eine zentrale Verwaltung
Sowie die Prinzipien der Revolution in den
Ständischen Flickenteppich brachten wozu
Gleichheit Grundrechte und Eigentum gehörten
Doch blieb der politisch uneinige Bund mehr
Ein militärisches Bündnis das von der
Bevölkerung nicht angenommen wurde
Aber Grundlage späterer Bewegungen wurde

Als sich Preußen mit Rußland verbündete
Napoleon zum Rückzug hinter den Rhein
Aufforderte nahm er das als Kriegserklärung
Marschierte durch Thüringen gen Berlin
Machte das Fürstentum Erfurt zur dann
Kaiserlichen Staatsdomän und ließ die
Umliegenden Staaten dem Rheinbund
Beitreten und traf nebenbei noch Goethe
Schlug Preußen in der Schlacht bei Jena
Und Auerstedt vernichtend und marschierte
In Berlin ein wo er die Quadriga mitnahm

Der weitere Marsch gen Osten verzögerte sich
Durch die Weite des Landes und das Ausweichen
Der russischen Truppen während Napoleon
Über den Winter seine Liebe zur Gräfin Waleska
Mit einem gemeinsamen Kind krönte

Zur Schlacht mit Russland und Preußen kam es
Bei Friedland wo Napoleon gewann und den
Frieden von Tilsit erpressen konnte
Der Preußen Gebiete wegnahm wie
Zugleich hohe Kontributionen forderte
Dafür ließ er das zuvor geteilte Polen
Als Herzogtum wiederherstellen
Europa unterlag nun seiner Kontrolle
Bis auf Britannien das er dafür mit der
Kontinentalsperre wirksam boykottierte

Nun zeigte das System Napoleon
Immer despotischere Züge sowohl
Im Inneren wie gegenüber den Idealen
Der Revolution die durch die Rückkehr
Der alten Aristokratie an den Hof
Immer weiter ausgehöhlt wurden

Der Widerstand gegen Napoleon wuchs
In Spanien gab es einen Guerillakrieg
Während sich in Tirol Hofer erhob
Marschierte Österreich in Bayern ein
In Norddeutschland leistete Ferdinand
Von Schill mit seiner Schwarzen Schar
Militärischen Widerstand und Intellektuelle
Wie Görres Fichte und Arnd schrieben
Gegen den Kaiser der Franzosen an

Österreich gelang nun ein erster Sieg
Gegen Napoleon der jedoch in der nun
Folgenden Schlacht umgedreht wurde
Woraufhin Österreich Teile seiner Erblande
Wie ein Militärbündnis mit Frankreich
Schließen musste

Privates mit Dynastischen verbindend
Ließ sich Napoleon im selben Jahr von
Joséphine scheiden und heiratere nun
Marie-Louise von Habsburg die älteste
Tochter von Kaiser Franz I. die ihm dann
Wunschgemäß einen Sohn schenkte
Den späteren Napoleon II.

Im Streit um die Kontinentalsperre
Kam es zur neuen Konfrontation mit
Russland für die Napoleon dann
Die Grande Armée auf 590.000
Mann aufrüstete von der ihm dann
Beim Einmarsch in Russland noch
450.000 zur Verfügung standen
Was immer noch die größte Armee
Europas aller Zeiten bis dahin war

Diese Truppe dezimierte sich dann
Beim Vormarsch gen Moskau weiter
Er kam zur entscheidenden Schlacht
Von Borodino nur noch mit 160.000
Gewann diese zwar besetzte Moskau
Doch die hohen Verluste dabei machten
Die Besetzung zu einem Pyrrhussieg
Napoleons Soldaten litten Hunger wie
Krankheiten und immer mehr Kälte
Und der Zar verweigerte Verhandlungen

Am eben 19. Oktober verließ Napoleon
Fluchtartig Moskau auf dem Rückzug
Mit der augehungerten Grande Armée
Marschiert er gen Westen wird unterwegs
Immer wieder von Kosaken angegriffen
In der Schlacht an der Beresina endgültig
Geschlagen und mit nur 18.000 Soldaten
Übertritt er die preußische Grenze
Während sich der Befehlshaber des
Preußischen Hilfskorps York von Wartenburg
Eigenmächtig von der Grande Armée trennt
Mit der Konvention von Tauroggen einen
Seperatfrieden schließt mit dem Zarenreich
Den ihm sein noch treuer König
Zunächst ziemlich übel nahm der sich
Im Verlauf als sehr weise erwies

Napoleon erholte sich derweil in Paris wieder
Versuchte erneut eine Armee aufzubauen
Während Preußen nun im Bündnis mit
Russland zum Befreiungskrieg auffordert
Dem immer mehr Folge leisten bis sie sogar
Nach dem Prager Friedenskongress noch
Österreich auf ihre Seite holten in die
Schlacht gegen Napoleon zogen vor der
Sie lange auswichen und dabei
Der Armee Napoleons bereits
Zahlreiche Schwächungen zufügten
Die dann in der Völkerschlacht bei
Leipzig zur Niederlage führt eben
Am 19.10.1813 und Napoleon zum
Rückzug zwingt der schließlich weiter
Im Feldzug bis Paris zur Abdankung
Wie Verbannung nach Elba führte

Aus der Verbannung nach Elba kehrte
Napoleon der sich noch Kaiser nennen
Durfte noch einmal für 100 Tage zurück
Die Alliierten die auf dem Wiener Kongress
Tagten reagierten erschreckt stellten erneut
Ihre Koalition her und Napoleons neuer
Armee ihre vereinigten Truppen entgegen
Bei Waterloo schließlich leistete Wellington
So lange erfolgreich Widerstand bis es
Nacht wurde und Blücher mit den Preußen
Kam sie gemeinsam zu schlagen um dann
Den geschlagenen Kaiser dem auch Zuhause
Nun aller Rückhalt fehlte endgültig nach
St-Helena zu verbannen wo er 6 Jahre
Später schließlich verstarb jedoch wohl
Weder vergiftet noch sonst gemeuchelt
Schlicht an einem Magenkrebs

Nach dieser Betrachtung eines Großen
Der europäischen Geschichte der unsren
Kontinent nachhaltig veränderte fragt sich
Was blieb und was nun kommt
Wie wir aus der Geschichte lernen
Ob wir etwas für die Zukunft ändern
Beim Umgang mit Macht wie ihren
Auswirkungen für die Menschen unter ihr

Betrachten wir unsere Machthaber
Einen Putin oder einen Obama
Eine Merkel oder einen Hollande
Hat sich wenig geändert bei der
Wirkung von zuviel Macht für
Einzelne nur hat diese in Demokratien
Eine vernünftige Beschränkung
Heute gefunden und das tut gut
Weil sie vor Wilkür besser schützt
Den Launen teilweise Grenzen zieht

Beobachten wir genau wer nach
Macht um der Macht willen strebt
Wer sachliches sachlich erledigt
Dann werden wir in allen Konflikten
Die menschlichste Lösung finden
jens tuengerthal 19.10.15








Montag, 19. Oktober 2015

Hätten wir

Hätten wir weniger
Panzer dafür mehr
Menschen hätten die
Panzer weniger Platz
Dafür mehr Ziele
Wem geht da noch
Ein Licht auf was
Wir davon hätten
jt 16.10.15