Mittwoch, 29. Juli 2026

Staubwolke

Staubwolke

Der Einschlag eines riesigen
Meteoriten auf der Halbinsel Yucatan 
Soll die Dinosaurier wie dreiviertel 
Aller Lebewesen ausgelöscht haben 
Was als Theorie schon lange bekannt 
Hat nun einen erschreckend aktuellen 
Beweis gefunden der die durch den 
Großen Einschlag verursachte 
Staubwolke verantwortlich für einen 
Hitzestau wie er beim Klimawandel 
Vorkommt macht der das meiste 
Leben auf der Erde vor 66 Millionen 
Jahren einfach mit einem Schlag und 
Seinen Folgen vernichtete unter der 
Hitzeglocke die sich infolge der riesen 
Staubwolke weltweit bildete war kein 
Leben mehr möglich und die Wälder 
Entflammten von alleine so konnte der
Einschlag eines Meteoriten durch
Die Staubwolke die über Jahre alles 
Auf der Erde verdunkelte und Leben 
Außer unter Wasser vermutlich noch
Vernichtete und unmöglich machte
Auch alle Dinosaurier ausrotten
Warum es so dringend auch ist
Endlich jede weitere Verbrennung 
Von Kohlenwasserstoffen wie Erdöl
Zu beenden und auf Wind und Sonne 
Stattdessen umzusteigen und künftig
Weniger Menschen zu werden denn 
Von Dinosauriern lernen hieße mit
Dem Lebensraum achtsam künftig
Umzugehen damit alle leben können
Der Vernichtung ein Ende zu setzen
Was zählt ist allein die Chance im
Paradies der Natur Leben zu können
Bevor eine Staubwolke es vernichtet
Sollten wir endlich achtsam werden 

jens tuengerthal 29.7.26

Liebesrückkehr

Liebesrückkehr

Was wäre frage ich mich
Rein theoretisch und ohne
Jede praktische Absicht 
Wenn wir zur ersten Liebe 
Oder der wo wir die ersten
Füreinander waren wieder
Zurückkehren müssten
Wäre das schlimm gar
Völlig unvorstellbar oder 
Traumhaft manchmal
Als fielen hunderte Versuche
Das Herz zu verschenken
Auf einmal ab und alles
Wäre wieder wie damals
Als wir noch von Liebe
Große Träume hatten statt
Mit Kompromissen irgendwie
Zu überleben überlege ich
Das gleiche mit Erfahrung
Oder ist Leben nie wiederholbar 
Zum Glück erledigt was vorbei
Ist große Liebe für immer
Oder vergänglich wie alles
Lohnte der Versuch je oder 
Ist es besser bei Geliebten
Mit relativer Nähe für immer
Zu bleiben weil es am ehesten
Das Gleichgewicht noch wahrt
Was die Anziehung erhält sind
Träume von Liebe vergänglich
Wäre Rückkehr Traum oder Alb
Überlege ich und bin froh nie
Vor dieser Entscheidung zu stehen
Noch je gestanden zu haben weil
Alles fließt und die Gründe die
Zur Trennung führten selten 
Weniger werden mit der Zeit 
Ist alles gut wie es ist und also
Besser viel Abstand zu haben 
Was jede Rückkehr ausschließt
Denke ich und frage mich nur 
Was die anderen wohl denken
Dazu und überhaupt aber
Vermute es ist auch besser 
Nicht alles zu wissen 

jens tuengerthal 29.7.26

Dienstag, 28. Juli 2026

Lektürentagebuch 28.7.26

Lektürentagebuch 28.7.26

In den frühen Morgenstunden bis
Deutlich nach sechs Uhr noch erst
Giulia Andreani und dann dazu den 
Genialen Harry Graf Kessler gelesen

Beide ergänzen sich seltsam gut weil
Sie mit Humor ihre eigene Klasse so
Betrachten wie viel Sinn für wirklich
Gute Kunst haben und ihn leben 

Giulia begründet im Interview noch 
Weiter ihren Stil und was alles hinter
Ihrer Farbwahl wie der genialen Art 
Ihrer Kunst aus Fotos noch steckt

Das lohnt unbedingt die Lektüre des 
Verhältnismäßig günstigen Kataloges
Um diese große Künstlerin auch in 
Tiefe und Humor ganz zu verstehen

Rate zum Besuch der Ausstellung wie
Zum Erwerb des Kataloges der noch
Begeisterter lächelnd durch diese
Ausstellung mehrfach flanieren lässt

Auf die letzte etwas platte Frage zur
Bedeutung der Mehrsprachigkeit für
Ihre Kunst verweist sie einfach an
Ihre Neuropsychiaterin mit viel Humor

Diese Künstlerin ist nicht nur klug
Wie in ihrem Handwerk genial sie
Hat dazu Humor und Witz was noch
Weiter auf Ausstellungen hoffen lässt 

Harry Kessler plaudert derweil munter 
Über seinen Urlaub auf Norderney wo
Ihn ein Graf Schweinitz anquatscht
Was mich wiederum sehr amüsiert

Dann wie er den Klüngel auf der Insel
Beschreibt hat viel Humor wie der
Junge Graf nur mit seinesgleichen
Verkehrt und mit wem noch näher

Wie die Rolle die einige junge wohl
Attraktive Damen spielen dass er zum
Studium mit dem jungen Grafen nach
Bonn geht ist sehr nett erzählt

Ob sich diese Wahl für wen auszahlt
Ist dabei noch offen immerhin hat der
Da amtierende Kaiser Wilhelm II auch
Dort studiert und davon geschwärmt

Warum und wie er sich dort dem
Corps Borussia anschließt das ein
Geschwister Corps in Heidelberg
Auch hat und Berlin natürlich wo ich

Sogar welche sowohl als auch kannte 
Lese ich als nächstes und wird mit der
Nötigen Ironie hoffentlich erzählt sein
Nicht zu öde reaktionär zu werden

Denke an die Häuser Bismarck und
Preußen die sich darüber verbanden 
Die ich auf dem Spielplatz einst traf 
Die teilweise schon nicht mehr sind

Werde weiter berichten und morgen
Früh vor dem Schlafen noch etwas
Von seiner Zeit in Bonn lesen auch
Wenn Klüngel wenig erwarten lässt

Deutlich macht er gleich dass wer im
Kaiserreich Karriere machen will die
Kontakte wie zum Corps braucht um
In die richtigen Kreise zu kommen 

Was heute Parteien erledigen haben
Damals noch Corps und sonstige
Verbindungen für Mitglieder als dann
Vertrauenswürdiger Klüngel erledigt

Der Grand Orient war mir da in
Deutschland nie eine Hilfe aber der
Überzeugung näher als die Preußen
Was aufrechter noch stehen lässt

jens tuengerthal 28.7.26

Extremistenstärkung

Extremistenstärkung

Extremisten am Rand stärken sich
Was keine neue Erkenntnis nun ist
Schon KPD und nsdap haben sich
Am Rand mit Extremismus befördert

Der schlechte Manager Merz hoffte
Der AfD durch Übernahme ihrer
Rassistischen Positionen noch 
Das Wasser abgraben zu können

Er vertrat darum eine illegale Politik 
Der Grenzschließung die in Europa
Teuer wird und doppelt schadet den
Extremisten somit zustimmte

Ein Attentat vor einer Wahl genügt
Die Stimmung im Land kippen zu
Lassen ohne Perspektive auf die
Nötige langfristige Heilung dabei

Der sich benachteiligt fühlende Osten
Hat sich statt Jammern für Trotz nun
Entschieden und wählt Extremisten
Es denen da oben mal zu zeigen

Stolz auf die DDR Herkunft ist hipp 
Nicht umsonst sangen Funktionäre
Der AfD deren Hymne im Osten
Sie schwimmen auf dieser Welle 

Natürlich will keiner die Mauer zurück
Außer der einst goldene Westen der
Sauertöpfisches Sauerland wurde
Den passenden Kanzler dazu wählte 

Merkel hat dem Land gezeigt wie es
Ohne Drama zu führen ist dabei auf
Gut preußisch ihre Pflicht erledigt
Der unzufriedene Nörgler nun nervt

Dabei sei genau hingeschaut hier 
Die Frau aus dem Osten tat ihre 
Pflicht und stabilisierte das Land
Der Wessi destabilisiert es nun

Wie soll sich die Mitte unter einem
Unfähigen Kanzler stabilisieren der
Bisher erfolgreich nur Extremisten
Stärkte statt die Mitte für Mehrheiten

Die Forschung bestätigt inzwischen
Politische Ränder sind sich näher
Als die stabile Mitte diesen je kommt
Stalin und Hitler Putin und Trump

AfD sind BSW und Linke den Erben
Der totalitären SED-Diktatur DDR 
Nah der laute Antifaschismus von
Den Erbauern der Mauer also des

Antifaschistischen Schutzwalls ist
So verlogen wie falsch wie die FDJ
Der HJ in vielem mehr glich als je
Freiheit und Demokratie dort seit

1933 bis 1989 herrschte und trotz
Aussterben derer die noch den 
Osten erlebten schreitet die dafür 
Verklärung der alten Zeiten voran 

Islamisten unterstützen mit einem
Attentat vor den Wahlen die AfD
Diese führt durch ihren Extremismus
Den Islamisten neue Anhänger zu

Ein Land ohne sichere Stabilität
In der politischen Mitte geht unter
Wird von den Wellen der Ränder
Überschwemmt die Ängste nutzen

Was vorher ein Randproblem nur 
Von Extremisten war wird dann zur
Bedrohung im Kern der Ruhe will
Die Merz CDU hat keine Zukunft

Die Extremisten der Welt stärken 
Sich gegenseitig und glücklich ist
Europa mit Ursula von der Leyen
Eine Merkel-Frau der Mitte zu haben

Hielte der Bundeskanzler sich noch
An seinen Amtseid und fühlte sich 
Dem Wohl des Landes verbunden
Statt nur den eigenen Ehrgeiz

Träte er nun im Sommer zurück
Vor den Wahlen Stabilität zu schaffen
Eine breite Koalition der Mitte danach
Für dauerhafte Stabilität zu suchen

Wer weiter die Extremisten bedient
Schadet Deutschland langfristig mehr
Diese sind sich nah und wer sie nur 
Imitiert zeigt nur die eigene Schwäche

Diese Attentate stärken Extremisten
Auf beiden Seiten was die Mitte nun
Nutzen könnte für Stabilität zu sorgen
Statt in Aktionismus zu verfallen

jens tuengerthal 28.7.26

Nachtnichts

Nachtnichts

In Berlin ist ja immer was
Weil viele verschiedene Menschen
Gerne hier tun was sie wollen
Vor allem aber wann sie wollen
Dennoch ist Nachts weniger los
Schon der Nachtruhe wegen
Wie die meisten schlafen um
Am nächsten Tag pünktlich ihre
Pflicht in der Behörde zu erledigen
Die relative Ruhe und der auch
Freiraum vom sonstigen ermöglicht
Das Nichts der Nacht zu lieben
Zeigt genug in sich zu haben um 
Daraus im Freiraum der Nacht
Schöpfen zu können der nicht 
Vom sonst Lärm gefüllt wird hier
Bin ich am sichersten ganz für mich
Zum schlafen gibt es Vormittage
Weil geregelte Zeiten ohnehin wie
In der Regel überschätzt werden
Uns eher hindern unsere Zeit 
In Ruhe in uns zu entdecken was
Die meisten ungaren Charaktere
Nur wie üblich wieder verschlafen

jens tuengerthal 28.7.26

Sommerpause

Sommerpause

Nun wird es wieder heiß im Land
Zeit für eine Sommerpause die sich
Nichts als der Pause widmet um
Einfach mal gar nichts zu tun was
Dem Klima wie der Psyche nutzte 
Statt irgendwohin zu reisen es sich
Zuhause gut gehen lassen könnte
Allen besser tun als zu meinen 
Die Zeit nutzen zu wollen was dann
Immer schon verlorene Zeit ist
Lesen meditieren in aller Ruhe
Zu genießen ist alles was muss
Alles andere sollte besser weniger
Sommerpause heißt einfach Pause
Wir müssen kein Kabinett umbilden
Als kleiner König wie ein CEO das
Reich regieren sondern besser
Ruhe geben und nichts tun wer
Im Rentenalter schon ist ohnehin
Wer im Sommer noch arbeitet
Gräbt sich das eigene Grab wie
Der Kanzler gerade lernen muss
Dessen Tage wohl gezählt sind
Zumindest als Bundeskanzlerin 
Notfälle müssen natürlich nun
Auch irgendwie erledigt werden
Aber sonst ist Sommerpause 
Von den ersten Schulferien bis
Zu den letzten in Bayern passiert
Nichts mehr weil ohnehin alles
Weniger werden muss was das
Land vor den Wahlen beruhigte
Spätestens nach diesen mag der
Kanzler Merz Geschichte sein der
Die Demokratie nicht verstand nun
Machen alle besser Sommerpause
Tun nichts als genau das zu genießen

jens tuengerthal 28.7.26


Montag, 27. Juli 2026

Lektürentagebuch 27.7.26

Lektürentagebuch 27.7.26

In den frühen Morgenstunden noch
Während die Vögel schon draußen
Zwitscherten in dem Interview mit
Giulia Andreani gelesen die meine 

Begeisterung immer mehr weckt 
Auch weil sie sich von noch so
Konstruierten Fragen weder leiten 
Noch weiter ablenken lässt

Wie sie von Leonardo da Vinci die
Brücke zu Polke und Richter schlägt
Sie mit ihrem weiten Geist noch
Verbindet zeigt die große Intellektuelle

Sie kennt ihre Wurzeln und ist sich
Ihrer Tradition dabei bewusst als eine
In der Reihe von Leonardo über 
Michelangelo zu ihrem neuen Zauber 

Da malt nicht eine mit einer Idee
Zufällig mal wieder figural auch
Ganz gegen den Pariser Strom
Der fordernd dogmatisch ist

Die Stadt der Mode ergibt sich
Dieser gerne ganz und völlig
Auch mit innerer Überzeugung
Die alle anderen dabei abstempelt

Eigentlich ist dieses Paris völlig
Spießig und eng wie es auch mir 
In den Neunzigern noch vorkam
Doch sie bleibt da und macht ihres 

Sie hat dort die Kunstgeschichte
An der Sorbonne studiert und weiß
Genau was sie tut womit sie spielt
Doch behält dabei die Leichtigkeit

Was immer ihr die Kraft gibt dem
Strom der Masse zu widerstehen
Sie hat etwas eigenes gefunden
Geht ihren Weg ungestört weiter

Neige in der Kunst eher nicht zur
Schwärmerei und Begeisterung für
Einzelne lebende Künstler aber
Giulia Andreani sollten wir behalten

Sie macht etwas ganz eigenes ist 
Freiheitlich fast anarchisch in ihrem 
Unabhängigen Genie das seinen Stil
Für sich und frei von allen machte

Dabei spielt und zitiert sie gerne
Wie es ihr gefällt weil sie ihres macht
Darin mit Genie in sich ruht und dazu 
Es mit Settembrini-Humor auch nimmt

Diese Künstlerin ist wirklich eine
Entdeckung warum allen dringend
Zum Besuch der Ausstellung über
Den Sommer noch geraten sei 

jens tuengerthal 27.7.26

Attentatshysterie

Attentatshysterie

Wie nach jedem Attentat
Hyperventileren wieder alle
Sprechen von staatlichem Versagen
Ohne genaueres bisher zu wissen

Konsequenzen werden gefordert 
Mehr Härte und hinterher gerne
Harte Strafen statt Prävention
Was noch nie weitergeführt hat

Unsere Freiheit hat einen Preis
Dieser heißt Risiko wer damit
Nicht leben kann hat ein Problem
Und wird als Wähler auch eins

Warum 9000 als Gefährder bekannte
Islamisten in Deutschland aber noch
Frei herumlaufen dürfen wird nun bald
Gefragt werden und es braucht dafür

Verständliche Antworten statt billiger
Ideologie die nur verschlimmert statt
Kritisch aufgeklärt nachzudenken was
Nötig und was möglich überhaupt ist

Der des Attentats Verdächtige der ein
Islamist gerichtlich festgestellt war hat
Einen deutschen Pass und ist ein hier 
Geborener deutscher Staatsbürger

Die Einschränkung seiner Rechte 
Obliegt den gleichen Grenzen wie 
Die Freiheitsrechte aller Bürger die
Bitte keiner beschränken nun soll

Wer vermeintliche Sicherheit für
Freiheit kaufen will verliert beides
Ohne einen Gewinn zu haben dabei 
Was für einen Kontrollstaat wollen wir

Bevor der Staat irgendwelche hierzu
Gültigen Beschlüsse nun fassen darf 
Sollten erstmal Wochen vergehen
Weil Hysterie nirgendwo hin führt

Es ist eine Frau getötet worden
Durch ein Auto in Deutschland
Sterben täglich acht Menschen im
Straßenverkehr wer schützt davor

Diejenigen die nun besonders harte 
Sanktionen fordern und staatliches
Versagen beklagen fordern sonst
Freie Fahrt für freie Bürger auch

Dabei wissen alle Tempo 100 würde
Die Zahl der Opfer massiv reduzieren 
Ohne mehr Zeit noch zu brauchen 
Aber selten nur regiert die Vernunft

Wer deutsches Leben retten will
Fordert nun dringend Tempo 100
Die freie Fahrt für freie Bürger wollen
Sind gefährlicher als alle Islamisten

Besonders nach Attentaten ergreift
Alle eine kollektive Hysterie und sie
Suchen die eine Antwort für alle die
Keiner kennt und die es nie gibt 

Das Attentat hat ein Opfer gefordert
Der andere starb durch die Polizei
Fünfzig Prozent der Opfer sind also
Solche von staatlicher Gewalt nun

Habe dazu kein Urteil weil ich die
Situation und die Akten nicht kenne
Erfahrung spricht für einen legalen 
Einsatz des Berliner SEK eher

Rate eher dazu die Untersuchung
Wie Prüfung des Falles abzuwarten 
Frühestens nach dem Sommer über
Das Thema wenn je politisch zu reden

Grundsätzlich soll die Politik nur das
Allgemeine für alle verträglich regeln
Einzelfälle spielen dabei keine Rolle
Außer für politische Extremisten

Es gibt nicht für alles eine Antwort
Die Politik leitet die Verwaltung am
Besten mit Vernunft und gerecht
Was zum Wahnsinn nie passt

Habe keine Antwort auf diesen oder
Andere Fälle und werde darum nichts
Dazu sagen und lieber abwarten bis
Alles genau noch erkundet wurde 

Würde auch allen anderen raten
Nichts mehr zum Thema zu sagen
Es stärkt nur die Extremisten wenn
Versprochen wird was es nicht gibt 

jens tuengerthal 27.7.26

Unberührt

Unberührt

Berlin gibt es eigentlich nicht
Was früher so hieß wurde im
Krieg nahezu restlos zerstört
Denn Berlin sind viele Dörfer

Gehst du um die Ecke ist es
Schon völlig anders wieder
Manche Gebiete wirken fast 
Wie eine Großstadt aber sind

Eigentlich klein überschaubar 
Vom Attentat im Tiergarten hätte ich
Wenn nicht wer darüber geschrieben
Nachgefragt hätte ob alles gut ist

Hier auf dem Berg am Helmholtzplatz
Nichts mitbekommen hier passiert 
Immer irgendwas Tatütata hörst du
Ständig wenig hat auch Bedeutung 

In der Großstadt lernst du einfach
Auszublenden was noch alles ist
Täglich verpasse ich viele Sachen
Die bestimmt interessant wären 

Aber so ist das eben hier denn 
Immer ist irgendwas das macht
Dich völlig fertig oder du blendest
Das alles lieber aus für deine Ruhe 

Du kannst auf einer kleinen Insel
Wie dem Helmholtzplatz völlig
Unberührt von allem bleiben gut
Überleben ohne ihn zu verlassen 

Solche Kieze gibt es viele in der
Großen Stadt in ihnen wohnen
Menschen in Dörfern und wenn
Das Klima stimmt lebt es sich gut

Seit 26 Jahren in Berlin und auch
Ebensolang in Prenzlauer Berg 
Sesshaft durch drei Kieze gezogen
Am Helmholtzplatz seit 16 Jahren

Durch Geliebte oder Freunde auch
Gelegentlich andere Dörfer besucht
Berlin ist da wirklich wo es dörflich
Also kleinstädtisch auch wird 

Bin durch ganz Berlin gelaufen viele
Tausend Kilometer gegangen um
Wieder in der Bibliothek anzukommen
Heute bleibe ich auch gerne da

Wenn du in deinem Kiez bist lässt
Die Großstadt dich völlig unberührt
Egal was irgendwo sonst passiert
Berlin ist halt viele Dörfer nur 

jens tuengerthal 27.7.26