Donnerstag, 13. November 2025

Lektürentagebuch 13.11.25

Lektürentagebuch 13.11.25

In den frühen Morgenstunden also
Noch vor dem Einschlafen quasi
Als Entschädigung für Illies ein
Kapitel Buddenbrooks genossen 

Buddenbrooks lesen ist wie feine
Kekse sich zum Tee gönnen ein
Immer wunderbarer Genuss auch
Bei der nun Hochzeit von Tony

Nachdem das Vorspiel dieses so
Wichtigen Ereignisses einer
Eigentlich harmlosen Person noch
Viele Kapitel braucht genügt hier eins 

Von der Verlobung über die ganze
Anfertigung der Aussteuer bis zur
Hochzeit und der Abfahrt des Paares
Erleben wir alles aus Tonys Sicht 

Es wird alles gebührend prächtig 
Wie bei einer Buddenbrooks geboten
So erfahren wir wer alles kommt
Wie wer sich entschuldigen ließ

Nur die Familie aus Frankfurt weil
Die Fahrt von dort doch zu weit wäre
Dafür kommt sogar Klothildes Vater
Vom mecklenburgischen Gut Unselig

Ihre Freundinnen tanzen auf dem
Dazugehörigen Fest mit Tom wie
Christian im Hause Buddenbrook wo
Auch die Trauung vollzogen wird 

Alles wird wunderschön auch die
Braut die sich noch einmal vom
Vater zum Abschied die Bestätigung
Holt das sie ein gutes Mädchen sei 


Das Schneekapitel im Zauberberg
Bis zum glücklichen schönen Ende
Gelesen und nun ganz erfüllt vom
Gedanken der Macht der Liebe

Jener Kraft die dem Tod keine Macht
Über das Leben mehr einräumt was
Hans noch halb im Traum klar wird
Der so selig bei sich doch ankam 

Doch der Reihe nach denn vorher
Noch erlebt er im Traum wildeste
Visionen wenn er plötzlich aus der
Lichten Sphäre im Hexensabbat ist

Sieht diese barbusig gruseligen
Wesen kleine blonde Kinder mit
Bloßen Händen zerreißen um sie 
Blutig noch zu verschlingen

Dann sehen die Hexen ihn der
An einer Säule lehnend sie im
Traum beobachtet und beginnen 
Ihn voller Hass anzukeifen

Während dieses Grauen der
Keifenden Hexen immer näher
Kommt ihn zu verschlingen droht
Erwachte Hans Castorp halb 

Sah sich mit Skiern an den Füßen
Am Schuppen angelehnt merkte 
Er hatte alles nur geträumt was er
Noch halb im Traum dabei sogleich 

In ein dacht ichs mir doch umsetzt 
Neu über die Macht des Todes
Der auch ihm so nahe kam hier
Halb noch träumend nachzudenken 

Hier nun kommt die berühmte Stelle
Die Thomas Mann selbst noch die
Conclusio des Zauberberg nannte
Wonach der Mensch dem Tod

Um der Liebe und der Güte wegen
Keine Macht über das Leben je 
Einräumen soll über seine Gedanken
Womit er nun wirklich aufwachte

Erstaunt noch an der Hütte zu sein
Mit dem Gefühl er habe ewig geträumt
Sieht er den wieder blauen Himmel
Der sich ein wenig rosa verfärbt

Wie lang mag er geträumt haben
Überlegt das Sorgenkind des Lebens
Streckt sich und zieht seine Uhr aus
Der Tasche es war vor fünf noch

So hatte er was ihm eine Ewigkeit
Erschien keine zehn Minuten in der
Realität im Schneesturm gedauert
Der sich nun glücklich verzog

So fährt Hans mit dem Gedanken
Sich für immer zu merken was er
Im Traum erfahren nun einfach
Ins Tal hinab nach Davos Dorf

Dort kam er gegen halb sechs an
Stellte die Ski beim Schneider im
Schuppen ab und ging noch in
Die Dachstube Settembrini besuchen 

Der Humanist schimpfte mit ihm
Über seinen Leichtsinn aber kochte
Ihm schnell einen Kaffee auf dem 
Offen dennoch schlief Hans ein

Später beim Essen im Sanatorium
Schlägt er mit großem Hunger zu
Aber hat schon wieder vergessen
Was er im Schnee noch träumte

So langatmig die Visionen die Hans
Im Schnee teilweise hat auch in
Der Ausführlichkeit der Verzweiflung 
In der Not so genial ist das Ende

Der Sieg der Liebe über den Tod
Eines nur Gefühls aber um des
Lebens willen dem Tod keine Macht
Zu geben ist ein wunderbarer Traum

Halb nur bewusst emanzipiert sich 
Hans Castorp dabei sowohl von 
Naphta wie von Settembrini um
Seinen geistigen Weg zu finden

Liebe und Güte besiegen den Tod
Was das menschliche ausmacht
Das sich geistig hier über die nur
Natur die ihn bedrängte erhebt

Dieser Text ist philosophisch wie 
Literarisch genial auch ich würde
Ihn wohl das Zentrum nennen wie 
Mann selbst es tat er ist genial

Der sich von seinen geistigen Lehrern
Nach der elementaren Prüfung in der
Natur emanzipierende Mensch Hans
Hat quasi eine Initiation damit erlebt 

Die Elementarprüfung findet sich in
Allen geistigen Schulen ob sie nun
Eher spiritueller Hokuspokus sind
Oder aufgeklärt wie bei Freimaurern

Dieser geistigen Schule ähnlich
Durchläuft Hans Castorp hier alle 
Drei symbolischen Grade erst die
Suche nach Licht in der Finsternis

Fast schneeblind und damit ohne
Jede Orientierung erlebt er im Schnee
Die elementare Prüfung des Lehrlings
Um dann wie ein Geselle zu wandern

Dabei entdeckt er die Schule des 
Lichts im Traum mit Säulengängen
Was wieder viel an freimauerischer
Symbolik schon enthält damit spielt 

Schließlich die Meisterhebung in der
Die Schwelle zum Tod überschritten
Was dort eher symbolisch gemeint 
Erlebt Hans im Traum faustisch real

Aus dieser Dunkelheit schließlich
Um der Menschenliebe wegen zu
Erwachen ist echte Meisterschaft
Die dann im hellsten Lichte steht

Was der Freimaurer symbolisch
Erfährt und als ich den Zauberberg
Das erste mal las war ich Lehrling
Erlebt Hans im diesem Kapitel real

Doch seine zutiefst humanistische
Von Liebe und Güte getragene
Erkenntnis spiegelt am Ende doch
Den guten Geist der Freimaurerei

Es soll hier nicht über reale Vereine
Wie deren beschränkte Wirklichkeit
Geurteilt werden die ich für Jahre 
Miterleben durfte sondern vielmehr

Die geistige menschliche Idee hinter
Diesem Bund gesehen werden die
Auch Thomas Mann nicht unbekannt
Gewesen der sich davon emanzipierte

Das Schneekapitel zeigt so den
Suchenden Hans Castorp der zur
Geistigen Meisterschaft der Liebe
Über Prüfungen gelangt und was

Denkt der glückliche Leser dabei
Könnte Literatur je mehr schenken
Als geistige Emanzipation eines
Menschen der sich selbst erkennt

Das ganze noch mit viel Humor
Wie der nötigen Selbstironie zu
Beschreiben zeigt den großen Geist 
Thomas Manns als Literat

Dies macht auch deutlich warum
Die Lektüre eines Florian Illies der
Nur einen verklemmten Psycho sieht
Vollkommen ärgerlich entbehrlich ist

Bevor wer dessen schlechtes Buch
Nur in die Hand nimmt sei geraten
Lachend Thomas Mann zu lesen
Der bleibt regt an und lohnt

jens tuengerthal 13.11.25

Blühende Landschaften

Blühende Landschaften 

Nun haben Palästinaaktivisten
Das Brandenburger Tor gestürmt
Sind in wildem Fanatismus auf das
Zentrale Symbol Berlins geklettert

Vorher besetzten sie Universitäten
Sorgten immer wieder für Unruhe
Warum es eine langfristige Lösung
Für diese Problemgruppe braucht

Gaza liegt in Trümmern dringend
Werden helfende Hände für den
Wiederaufbau gebraucht warum
Alle auffälligen Aktivisten endlich

Konsequent dorthin exportiert nun
Werden sollten als deutscher Beitrag 
Zum Wiederaufbau von Gaza womit
Das Thema endlich erledigt wäre

Seien wir als Deutsche da einmal
Richtig großzügig und behandeln
Alle Teilnehmer an Pro Palästina
Demos wie Hamas Aktivisten

Insofern diese schon vorher gerne
Propaganda für die Hamas machten
Werden sie sich dort sehr wohl fühlen
Deutschland wär die Antisemiten los

So freue ich mich auf die nächsten
Demos aus der Palästina Community
Hier in Berlin die direkte nach Gaza
Dann gebracht werden können

Dies darf im Sinne des Klimaschutz
Die schwedische Hamas Aktivistin
Greta Thurnberg mit dem Segelboot
Für den deutschen Staat übernehmen

Weil es helfende Hände dort braucht 
Schicken wir noch alle Libanesen die
Mit organisierter Kriminalität oder gar
Betäubungsmitteln auffielen mit

In Gaza werden mit diesen vielen so 
Engagierten Händen bald blühende
Landschaften entstehen wie wir sie
Aus Ostdeutschland gut erinnern 

Was daran erinnert auch noch dem
Nazis im Osten einen Platz an der
Sonne zu gönnen als Helfer beim
Wiederaufbau in Gaza willkommen

So würde mit Reichsbürgern und
Sonst Impfgegner ein ganz neuer 
Kreuzfahrerstaat entstehen der das
Abendland von Idioten befreite 

Palästina und Gaza bieten also für 
Viele die hier keiner mehr braucht
Eine wunderbare Zukunft und so fing
Australien auch einst noch an 

jens tuengerthal 13.11.25

Altenentsorgung

Altenentsorgung

Der Drogenbeauftragte von noch
Bundeskanzler Merz schlägt vor
Den Alten teure Medikamente
Künftig zu entziehen um sie so
Früher sterben zu lassen was
Gleich doppelt Geld sparte nur
Leider dem Ruf eher schadet
Ab wann wer alt ist und damit
Von der Weiterbehandlung
Künftig ausgeschlossen wird 
Ist noch unklar auch ob Merz
Mit siebzig nun zu den Alten
Die wir besser entsorgen gehört
War Herr Streeck nicht schon
Bei Corona gleich mehrfach
Unangenehm aufgefallen
Kommunikativ ein Totalausfall 
Dabei wäre es so einfach wenn
Der umstrittene Wehrdienst der
Von Alten mehrheitlich gefordert
Für diese eingeführt würde die
Als Kanonenfutter gut wären so
Gleich doppelt Kosten sparten
Der schöne Tod fürs Vaterland
Ersparte uns viele Sorgen der
Zukunft und mache zugleich
Das Stadtbild viel jünger mit
Wehrdienst ab 65 ohne noch
Über das Geschlecht lang 
Diskutieren zu müssen 

jens tuengerthal 13.11.25

Liebesverlass

Liebesverlass

Auf deine Liebe
Verlassen können statt nur
Verlassen werden

jens tuengerthal 13.11.25

Wehrpflicht

Wehrpflicht

Wehrpflicht für Alte
Hätte zumindest Zukunft
Noch in Europa

jens tuengerthal 13.11.25

Tagesbeginn

Tagesbeginn

Tage mit Liebe
Wie feinem Tee beginnen 
Ist vollkommen schön 

jens tuengerthal 13.11.25

Zusammengekommen

Zusammengekommen

Wir haben uns im Netz gefunden
In einem Meer von tausenden
Haben wir einander erkannt

Sich als Mann und Frau erkennen
Heißt in der biblischen Sprache
Auch körperlich eins werden

Nun sind wir zusammengekommen
Ohne uns berührt zu haben was 
Schon sehr viel Gefühl erfordert 

In der doppelten Bedeutung des
Wortes zusammenkommen steckt
Viel vom Besonderen an uns 

Wir kamen zusammen weil wir
Einander fühlen können egal
Wie wirklich die Wirklichkeit ist

Leben wir unseren Traum von Liebe
Die auch körperlich ganz einfach
Zusammenkommt ganz natürlich

So haben wir schon alles erreicht
Ohne uns anders als virtuell bisher
Gehabt zu haben was ein Wunder ist

Dankbar für dieses Wunder ohne
Zu verstehen wie es dazu kam
Wundere ich mich nicht mehr

Weil es einfach ist was es ist
Sind wir zusammen gekommen
Um es lustvoll zu bleiben

jens tuengerthal 12.11.25

Mittwoch, 12. November 2025

Liebesfund

Liebesfund

Liebe findet sich wenn
Du am wenigsten noch
Mit ihr rechnest oder
Dir keine Hoffnung mehr
Machst es könnte doch 
Nochmal gut enden
Wobei ans Ende
Lieber keiner denkt
Keine wohl auch
Was weiß ich schon 
Auch zum Fundbüro
Will ich lieber nicht
Nachher hat sie noch 
Irgendwer verloren
Dabei ist sie doch jetzt
Mein Schatz wie ich
Hoffentlich auch ihrer
Den sie nicht abgeben will
Egal wer sie verloren hat
Haben wir uns ja nun 
Gefunden was genügt
Es dabei zu belassen

jens tuengerthal 12.11.25

Lektürentagebuch 12.11.25

Lektürentagebuch 12.11.25

Wieder ein wenig Florian Illies doch
Versucht und in der Abneigung nur
Bestätigt worden über dieses schlicht
Grobe Geschwätz was locker tut 

Es kann einer Thomas Mann für einen
Peinlichen verklemmten Schwulen nur
Halten und Beweise dafür suchen was 
Dem Autor und Künstler fern bleibt

Wem dieses niedrigschwellige Meinen
Nutzen soll bleibt unklar und wer es
Gerne liest ist mir ein Rätsel wohl nur
Jene die Mann schon immer hassen

Dies wird auch nicht besser als die
Familie Mann endlich am 12. Juni
In die Villa La Tranquille einzog
Auch dort findet Illies sogleich

Gründe weiter hässlich über diese
Im Kern gestörte Familie noch weiter
Herzuziehen was so billig bleibt
Wie es die ganze Zeit schon war 

Nichtmal eine Überraschung gönnt
Ein arroganter Illies den lesbar für
Dumm gehaltenen Lesern sondern 
Nörgelt psychologisierend weiter

Dabei versucht er noch besonders
Schnoddrig witzig zu sein was aber 
Wie alles in diesem Buch misslingt
Sehe keinen Grund weiter zu lesen

Werde nur den Rest überfliegen um
Zu sehen ob es noch irgend wichtige
Informationen dabei gibt aber habe
Wenig Hoffnung bei diesem Mistbuch

Selten etwas gelesen was mich auf
Den allermeisten Seiten so nervt mit
Herablassender Arroganz die nichts
Als belanglose Meinung verbreitet

Zumindest zeigt es deutlich was auf
Dem deutschen Buchmarkt zu einem
Bestseller wird weil scheinbar viele
Gerne in der Scheisse gierig wühlen

Werde vor dem Einschlafen heute
Ganz dringend etwas Gutes lesen
Müssen nach diesem Dreck den der
Kleine Illies über Mann ausgießt

jens tuengerthal 12.11.25

Bauchgefühl

Bauchgefühl

Was ist das Bauchgefühl
Und was vor allem ist es wert
Geht es wirklich um Gefühle
Oder einen Zugang zur Natur

Häufig schon hörte ich Frauen
Im Café oder in Sozialen Netzwerken
Mit Überzeugung kund tun sie
Wollten künftig nur oder mehr 

Auf ihren Bauch hören wobei
Mann sich hüten sollte darum
Etwas zu ihrem Bauch zu sagen
Manchmal bringt Schweigen näher

Doch das Thema betrachtend wie
Einen Ausweg für aufgeworfene
Fragen dabei suchend blieb noch
Vieles ziemlich unklar mir dabei 

Ist der Bauch in dem bekanntlich
Auch Flugzeuge gerne ihren Platz
Suchen die Unruhe zu erhöhen
Ein Resonanzmittel des Gefühls

Wie höre ich auf meinem Bauch
Auch wenn er nichts sagt oder
Hungrig vor sich hin grummelt
Überlege ich etwas verwirrt

Geht es weniger um Gehör als
Richtiges Verständnis wie die 
Daraus nötigen Folgerungen 
Was wiederum logisch klingt

Zu tun was nahe liegt wie dazu
Vernünftig erscheint leuchtet ein 
Auch scheint es logisch zu sein
Aber soll das Gegenteil heißen

Käme ich Frau die künftig mehr
Auf ihren Bauch hören will mit
Der Vernunft wo es um Gefühl
Ihr geht läge ich meist falsch

Darum sagt sie Bauchgefühl
Was für sie das Gefühl betont 
Während ich versuche im Bauch
Ein Stück Natur noch zu finden

Natur scheint mir als Mann ganz
Egal ob ich wirklich vom Mars kam 
Wie die Frauen von der Venus eher
Vernünftig ihr dagegen natürlich

Wo die Natur im Bauch gesucht
Zumindest aus dem Gefühl heraus
Geht es selten um Naturwissenschaft
Dafür häufig eher um romantisches

Dies voneinander zu wissen könnte
Helfen einander harmonisch besser
Zu verstehen statt sich zu wundern 
Wie das Bauchgefühl täuschen kann

jens tuengerthal 12.11.25

Evolutionär

Evolutionär 

Las heute morgen bei einer Frau
Wenn die Fortpflanzung allein am
Höhepunkt der Frau hinge wäre die
Menschheit längst ausgestorben

Ergänzt noch am Ende um ein
Schwestern mit Ausrufezeichen
Frage ich mich was ich als Mann 
Dazu sagen und denken soll 

Biologisch stimmt es einfach weil
Der Orgasmus der Frau nicht zur
Fortpflanzung benötigt wird aber
Der des Mannes natürlich schon

Wozu dies in der sozialen Evolution
Geführt hat wird sichtbar in der
Tabuisierung weiblicher Lust in 
Allen Formen des Aberglaubens 

Außer bei denjenigen die auch
Weibliche Götter noch haben
Nicht auf männliche Propheten
Als Weg zum Glück allein setzen 

Diese autoritär chauvinistische Form
Der Sexualität die allein auf den
Männlichen Orgasmus setzt zeigt
Nur wie unterentwickelt eine

Gesellschaft gegen die Natur blieb
Weil sie zusätzlich das zentrale
Element der Sexualität verkennt 
Das in geteilter Befriedigung liegt

Sexualität ist das gemeinsame 
Streben nach Befriedigung die 
Dauerhafte Zufriedenheit schenkt
Was einander auch aushalten lässt

Wie schwer es viele Paare nur noch
Miteinander aushalten könnte uns
Deutlich machen wir fern wir der
Natur der Liebe schon wurden

Sex kann auch der Fortpflanzung
Dienen wozu nach der Natur nur
Die Befriedigung des Mannes nötig ist
Was deutlich macht darum geht es nie

Nach der Natur des Verlaufs des
Nervus pudendus können 85% der
Frauen natürlich nie Befriedigung
Beim vaginalen Verkehr finden

Wer Sex darauf reduziert wie die
Männliche Befriedigung als einzig
Nötig erachtet hat andere Ziele
Dabei geht es um Macht und Erbe

Wie nicht nur aber auch treffend
Tacitus uns berichtete hatten die
Germanen ein matriarchales Erbe 
Hof und Grund gehörten zur Mutter 

Wie auch die Römer schon wussten
Ist die Mutter einzig sicher was im
Mater certam seinen Ausdruck fand
Es ist das quasi Erbrecht der Natur

Männliches Erbe dagegen brauchte
Phantasie und Glaube warum die
Macht des Aberglauben meistens
Männlich auch dominiert wurde

Beginnend mit der Geschichte von
Adam und Eva welche die Juden
Erst im babylonischen Exil erfanden 
Als Reaktion auf den Ischtar Kult

Dieser war als Teil einer zivilisierten
Großstadt und Hochkultur weiblich
Im Gilgamesch Epos wird der noch
Affenähnliche Herikat durch eine

Hure erst aufgeklärt und rasiert
Wie damit zum kultivierten Menschen
Alle Kultur ist Frauen zu verdanken
Wofür nach der Erfahrung viel spricht

Männer als nette Unterhaltung wie
Lustvolle Dekoration einer weiblich
Dominierten Gesellschaft sicherten 
Ihre Macht mit dem Monotheismus 

Auch ein männliches Erbe der Macht
Wie des Eigentums brauchte gegen
Die einzig sichere Natur den Glauben
Wie dabei die Keuschheit der Frau

So erklären sich soziale Strukturen
Aus denen unsere Sexualität immer
Weiter von der Natur sich entfernte
Für religiös verkrüppelte Sexualität

Dabei zeigen uns auch neuere 
Studien zur weiblichen Sexualität
Wie absurd die männliche noch
Dominanz hierbei doch ist

Während die männliche Potenz ab
Vierzig stetig abnimmt wächst die
Weibliche exorbitant noch wenn 
Frau wagt ihrer Lust zu folgen 

Die Männer vor der Offenbarung
Ihrer wachsenden Impotenz zu
Bewahren wie auch das Erbe in 
Männlicher Linie zu sichern noch

Männer können einmal kommen
Sondern dabei etwas Ejakulat ab
Dessen Qualität rapide abnimmt
Während Frauen potenter werden

Dies zu verdecken haben sich sowohl
Sozial wie sexuell Bewertungen bis
Heute etabliert die alte Männer sexy
Alte Frauen eher unsichtbar macht 

Dies alles in Verdeckungsabsicht
Was ein Mordmerkmal übrigens ist
Um männliche Impotenz zu tarnen
Die weiblicher Potenz unterlegen ist 

Es geht am Ende beim Sex nicht um
Fortpflanzung sondern alleine um 
Befriedigung die wir schenken können
Oder wie zu häufig leider nicht

Spannend ist dies noch am Rande
Wie das Judentum einerseits das
Natürliche weibliche Erbe behielt
Wie es auch die Germanen hatten

Andererseits den männlichen Gott
Des Monotheismus etablierte der
Die chauvinistische Gesellschaften
Erst sich etablieren ließ

Vielleicht wäre ein Anfang zur
Aufhebung der völlig unnatürlichen
Strukturen endlich zu bemerken
Dass Eigentum immer Diebstahl ist

jens tuengerthal 12.11.25

Zusammenkommen

Zusammenkommen

Zusammen kommen ist eine Kunst
Dabei geht es auch um Handwerk
Also die Technik sich zu spüren
Doch viel mehr noch um Gefühl

Das Gefühl geteilter Erfüllung ist
Das schönste erreichbare Glück
Das zwei beim Sex finden können
Wenn sie sich Befriedigung schenken

Dies kann ganz selten zufällig mal
Passieren was dann nur eine eben
Koinzidenz ist oder ganz bewusst 
Weil einer oder beide sich erspüren 

Es ist eine der schönsten Übungen
Dies zusammen zu erlernen um
Sich besser zu erfühlen lohnt es
Den Sex bewusst zu genießen

Es ist nicht einfach selbstverständlich
Übung kann immer dabei helfen doch
Noch wichtiger ist es offen zu fühlen
Wie sich aufeinander einzulassen 

Es erwartungslos zu beginnen um
Nicht damit zu rechnen wie es dabei 
Erstmal dem Zufall überlassen hilft 
Sich immer besser zu erfühlen

jens tuengerthal 12.11.25

Dienstag, 11. November 2025

Lektürentagebuch 11.11.25

Lektürentagebuch 11.11.25

Entsprechend der Reiselust aus 
Der Anderen Bibliothek die sich
Nicht auf Reisende beschränkt
Sondern den geistigen Horizont

Von Kulturen lesend erkundet
Begann die Lektüre schon heute
Nacht im Geisterfrühstück von
Wolf von Niebelschütz mit den

Pilgerfahrten ins Leere der mit
Der weisen Erkenntnis beginnt
Auf Pilgerschaft gehen hieß ehedem
Etwas völlig anderes als heute

Was mich schon in den frühen
Morgenstunden so langweilte
Dass mir gleich die Augen davon
Zufielen und weitere Lektüre

Bis zum Dienstagabend noch
Sich gedulden musste doch welch
Täuschung die Geschichte ist so
Gut wie schnell und humorvoll

Hieß früher das Reisen Abschied
Nehmen vom Leben um Höheres
Zu gewinnen auf großen Pilgerpfaden
Dabei namentlich dem Jakobsweg

Der durch ganz Europa schon lange
Auch nach Santiago de Compostela
Die Pilger auf ihrer Suche führte 
Spirituelle Erlösung zu finden 

Während heute der Sonderzug nach
Santiago führe mit Bischof dabei wie
Kunsthistorischen Experten dazu wo
Die Gebete via Lautsprecher kommen 

Ganz bequem lassen sich dann noch
Lourdes oder Fatima mit Liegewagen
Wie Mahlzeiten im Speisewagen dazu
Quasi all inclusive Pilgern buchen

Dabei gibt es wie früher übrigens 
Schon die Ware Pilgerschaft zu
Gestaffelten Preisen der Erlösung
Individualisten nehmen das Auto

Sie rollen im eigenen Wagen dann
Mit Wohnwagen daran gen Rom
Über Mailand und Florenz noch
Ihre Kodak blitzt was zu blitzen ist

Auch wenn Postkarten es meist
Schon besser zeigten zählt auf
Dem eigenen Bild der Sonnenstand
Den Reisende persönlich erlebten 

Mit herrlich komischen Bildern
Spottet Niebelschütz über alles
Ringt um das richtige Wort für
Das besondere Erlebnis dabei

Als es noch keine Kameras gab 
Hätten Reisende noch Zeichnungen
Von besonderen Orten gefertigt
Die wertvoller waren als jedes Foto

Nur wer so eine Stadt erlebte
Sie malte oder selbst beschrieb
Könne von sich sagen sie zu kennen
Behauptet Niebelschütz ohne Grund

Wobei sein Argument die geistige
Eroberung eines Ortes ganz von
Innen her sei zentral da mit der
Liebe im Wesen auch verwandt 

Weil sie erst unsere Strahlkraft
Wenn wir von dort berichten noch 
Begründen kann was kein Foto die
Nur blasser Abklatsch sind kann 

Nicht was jeder gesehen haben
Muss oder soll erzählt noch die
Großen Geschichten sondern 
Wo wir uns dabei wiedererkennen

Für alle die auf Reisen gehen gäbe
Es nichts wichtigeres als sich völlig
Frei zu machen vom terroristischen
Bildungshochmut und Konventionen

Noch immer von Goethe wie von
Winckelmann in Italien infiziert dabei 
Ist was diese beschreiben heute in 
Griechenland viel besser zu sehen

Meint Niebelschütz doch fehlt dort
Die Renaissance wie auch die feine
Küche aus Italien ist alles eher noch
Osmanisch als mitteleuropäisch je

Doch bringt jedes Gewitter über
Delphi mehr Erinnerung uns als
Der noch so lange Gang durch ein
Nationalmuseum meint er dazu 

Halte diesen Erlebnishunger für 
Überschätzten Unsinn um sich die
Immer unerträgliche Seite aller Reisen
Schön zu reden was nichts bringt

Schlecht kann es uns auch Zuhause
Gut und dabei noch besser gehen
Nur scheint das vielen zu normal
Während Reisen nur Körper bewegt

Die allermeisten meiner nicht ganz
Wenigen Begegnungen mit ganz
Zauberhaften Damen fanden auf dem
Westöstlich stehenden Diwan statt 

Die weitesten geistigen Reisen
Habe ich in Büchern unternommen
Nichts kam mir innerlich näher als
Gute Lektüre in der eigenen Bibliothek

Darauf konzentriert wären viele viel
Zufriedener im Leben vor allem aber
Schändeten sie niemanden mehr als
Nötig wären friedlich zurückgezogen 


Gegen die Sklaverei ist dagegen
Fast kriegerisch der Abschnitt über
Die drei Monate von Alexander von
Humboldt und Bonpland betitelt

In einem Brief an Willdenow kommt
Seine Zufriedenheit mit seiner guten
Gesundheit zum Ausdruck die Tropen
Wären sein Element er fühle sich gut

Humboldt wurde auch in Havanna
Von einflussreichen Menschen der
Dortigen Oberschicht mit offenen
Armen dabei noch empfangen 

Dabei gab ihm die Kolonialverwaltung
Bereitwillig Einblick in den Handel
Bei dem wie er später schreibt jeder
Tropfen Zuckersaft Blut auch kostete

Er sah in den Monokulturen die der
Kolonialismus fördere wie auch in 
Der Sklaverei eine Zwangslage die
Nicht mehr von Dauer sein dürfe 

Dies begründet Humboldt aus einer
Natürlichen Ordnung und der dazu
Menschlichen Freiheit so seien die
Sklaven Haciendas unnatürlich 

In seinem politischen Essay über die
Insel Kuba führt er viele Gründe an 
Warum es ein Ende der Sklaverei
Bräuchte politisch wie ökonomisch 

Er nennt die Sklaverei das größte
Aller Übel welche die Menschheit 
Gepeinigt haben warnt davor dass 
Jede Ungerechtigkeit schon einen

Keim der Zerstörung in sich trägt
Der alles gefährden könnte dabei
War Humboldt von Dezember 1800
Bis März 1801 auf Kuba das er

Als die duftreichste Insel beschreibt 
Voller Schrecken sieht er dann den
Angriff der Matrosen auf Alcatrasse
Die in den Mangrowen lebten 

Auf dem Weg zur französischen
Expedition für die geplante dann
Weltumsegelung berichtet Humboldt
Noch aus Trinidad wie vom Empfang

Den die Spanier ihnen peinlicherweise
Mit schlechten Versen vorgetragen
Durch lokale Priester noch machten 
Was er sehr lebendig schildert 


Im 23. Brief immer noch aus Wien
Schreibt Johann Kaspar Riesbeck
Treffend über Joseph und seine
Frau Mama Maria Theresia

Es beginnt mit der Ankündigung
Wie gut es Österreich und Wien
Gehen wird wenn Joseph erst 
Allein ohne seine Mutter regiert

Dann plaudert er ganz nebenbei
Über Maria Theresia wie ihre Liebe 
Verbunden mit Treue für ihren nun
Verstorbenen Mann mit dem sie

Zehn Kinder zeugte und wie er
Wohl von der Natur dazu gut
Ausgerüstet worden war sie ihm
Immer treu war anders als er ihr

Erzählt von ihrer Herrschaft die
Milde und Großzügigkeit mit der
Christlichen moralischen Strenge
Mischte die Rom noch übertraf 

Von den unguten Einflüssen auf sie
Von konservativen Kräften etwa in
Böhmen die mehr schadeten und
Wie ohne Sklaverei alles besser wäre

Es wird berichtet was für eine soziale
Herrscherin sie wäre die alles täte 
Für jene die sie um Hilfe bitten wie
Zugleich ungerecht sie auch wäre

Ein mutiges Porträt von einer der
Mächtigsten Frauen Europas noch
Vor der französischen Revolution
Das sie auch kritisch betrachtet

So wird auch der cholerische
Charakter beschrieben bei zugleich
Genauem Blick auf ihre Person
Die eigentlich gerecht wäre

Riesbeck gibt damit als reisender
Franzose getarnt eine erstaunlich
Kritisch offene Sicht auf die große
Kaiserin Maria Theresia die einst 

Friedrich der Große eine der drei
Erzhuren nannte gegen die er Krieg
Über viele Jahre führen musste den
Er frech in Schlesien noch begann

jens tuengerthal 11.11.25




Weltreisende

Weltreisende


Manche nennen noch Weltreisende
Diese komischen Typen die um den 
Planeten laufen um überall gewesen
Zu sein aber nichts mitzubekommen 

Die meisten dieser sogenannten
Weltreisenden sind stupide Idioten
Wie sie auf Kreuzfahrten geballt
In ihrer Zerstörungswut auftreten

Eine von den bewegten Bildern
Geprägte Generation realer eher
Analphabeten die nicht mehr lesen
Glauben da sein begründe Dasein 

Sie rennen durch die Welt die sie
Damit zerstören aber bekommen
Nichts davon mit da nicht kritisch
Über sich mehr nachdenken

Ein Onkel von mir nannte sich noch
Globetrotter und Umweltschützer
Unklar ob er je begriff warum das
Eine contra dictio logisch ist

Habe und hatte haufenweise solche
Globetrottel in meiner Familie die
Meist wenig zu sagen haben als ich
War da wo andere auch schon waren

Das ist eigentlich peinlich genug und
Wäre besser zu verschweigen gerade
Als durch Lektüre doch klügerer Weltreisender denke ich errötend

Zum Glück gibt es keine Sippenhaft
Mehr kann ich für mich entscheiden
Was vorbildlich verantwortlich ist
Wer schlicht asozial sich verhält

Nenne mich echten Weltreisenden
Weil meine Bibliothek mich in alle
Kulturen der Erde lesend entführt
Sollte mich ein Ort interessieren

Nur durch Lektüre erfahre ich etwas
Über andere Kulturen nie dagegen
Durch hingehen und anschauen
Was so naiv ist wie zu glauben

Die Berieselung mit bewegten Bildern
Bilde irgendwie weiter was immer nur
Lektüre kann nie nur Betrachtung
Die große Illusion unserer Zeit

Weltreisende sind nicht diejenigen
Die durch ihre überflüssigen Reisen
Die Welt weiter zerstören sondern
Allein jene die sie geistig begreifen

Niemand muss irgendwo hin um
Etwas zu begreifen jedoch wird
Andere Kulturen nur verstehen
Wer über sie gute Bücher liest

Das Land was von bewegten 
Bildern lebt die USA haben sich
Den passenden Idioten gewählt
Davor schützt nur Bildung 

Weltreisender ist heute nicht mehr
Wer seinen Arsch von A nach B 
Bewegt sondern wessen Geist
Kulturen des Planeten erkundet 

Werde heute mal wieder ein wenig
In der Anderen Bibliothek reisen 
Durch Zeit und Raum unterwegs
Statt den Planeten zu zerstören 

Heutiges Reisen verblödet eher
Ist immer Ausdruck von Dummheit
Die eigene Verantwortung nicht sieht
Nur gerne etwas Spaß haben will

Kein Mensch mit Gewissen kann
Noch Flugreisen unternehmen die
Das Klima nachhaltig zerstören
Wo es entsteht in der Stratosphäre 

Wer es aus Spaß dennoch tut ist
Asozial noch freundlich bezeichnet
Sollte sich als Täter im Klimawandel
Wie ein Mörder dafür verantworten

Gelehrt hat diese klare Moral die
Reise nach Königsberg zu Kant
Wie die Lektüre Alexander von
Humboldts der davor warnte

Verantwortung beginnt wie jede
Weltreise im Kopf und wer geistig
Flexibel ist und Phantasie hat kann
Von dort lesend die Welt erkunden

Die ganzen stupiden Idioten die noch
Um die Welt jetten sollten endlich wie
Alle Superreichen persönlich haften
Das würde viele Probleme lösen

Denke es lächel dabei und ziehe
Friedlich ohne jede Gefahr für das
Klima oder andere Kulturen einem
Band aus meiner Bibliothek

jens tuengerthal 11.11.25