Montag, 24. November 2025

Lustinnovation

Lustinnovation 

Braucht Lust ständige Erneuerung
Um attraktiv zu bleiben liegt also das
Was manche Fremdgehen nennen
In der Natur unserer Sexualität

Ist am Ende der stete Wechsel auch
In der Modebranche nur Ausdruck
Unseres Bedürfnisses nach immer
Innovation die Lust zu erhalten

Will wer diesen folgt dadurch nur
Nicht sexuell attraktiv auch bleiben 
Folgt also der eigenen Natur die
Innovation beim Sex immer sucht

Sind die lächerlichen Versuche die
Eigene Jugend künstlich noch zu
Erhalten Ausdruck von falscher 
Konsequenz aus unserer Natur

Falsch weil Erhaltung niemals eine
Innovation darstellt sondern stets
Nur eine gescheiterte Erinnerung ist
Die sich gegen die Natur stellt

Schön ist nicht eine Frau die sich
Ihr Fett absaugen lässt und Falten
Künstlich strafft die werden meist
Zu musealen Monstern viel eher

Schönheit zeigt sich dann wenn wir
Unser Alter mit Würde tragen statt
Anderes sein zu wollen noch sich
Lustvoll in was ist zu fügen

Wie aber erneuere ich die Lust
Bei einer alten Liebe täglich wieder
Was hält die Spannung lebendiger
Als mit der Natur Wandel zu leben 

Was braucht es neues für einen
Der alles schon ausprobiert hat
Von steten Wechsel nach vielen
Hundert Versuchen gelangweilt ist

Viel jünger und viel älter hatte ich
Dicker dünner blond dunkel rot
Viele Farben auch in Gemälden
Auf deren Körpern gekostet 

Schon die Formen des Geschlechts
Wie der dort Frisuren bis sogar 
Zur immer seltsamen Glatze probiert
Ist nichts neues mehr zu erwarten

Wo die Innovation im Wandel sich
Durch zu große Vielfalt erledigte
Steigt die Lust an Kontinuität die
Den Unterschied fühlbar macht

Wie Jugend nicht künstlich irgend
Erhaltbar ist und alle Versuche nur 
Lächerlich machen weil sie Schein
Bleiben ergreift echtes uns tiefer

Die größte mögliche Innovation
Ist Umdenken das einander neu
In jedem Gedanken findet der so 
Ständig reizvolle Welten schafft

Wer Lust im Alter erhalten wie sich
Weiter am Reiz erfreuen will sollte
Geistige Welten teilen können wie 
Lustvoll miteinander umdenken 

Den Versöhnungssex macht nicht
Die Wiederannäherung so geil
Sondern die erneuerte Zuneigung
Welche sich neu begegnen lässt 

Innovation und Kontinuität sind so
Auch sexuell gut vereinbar sofern
Wir geistig flexibel genug noch sind
Miteinander solche Welten zu finden

Zwischenzeitliche Brüche können so
Kontinuität eher sichern als die
Erinnerung an verlorene Jugend je
Die sexuell doch nie lohnend war 

Du kannst immer mit denselben
Täglich neuen Sex haben wenn
Du dir geistig neu begegnest statt auf
Erhalt verlorener Träume zu hoffen

Ob die Kosmetikindustrie nun die
Verbreitung dieser Verse mit aller
Macht zu verhindern sucht wird die
Zeit zeigen doch fürchte ich wenig

Insofern guter Sex im Kopf beginnt
Erhalt der Lust eine geistige Frage ist
Wird es die wenigsten nur betreffen
Der Rest kauft weiter Kosmetik anstatt

Wie gewagt die These auch scheint
Der Sex der meisten Nutzer entspricht
Dieser Vermutung offensichtlich wird
Langweilig und sucht Abwechslung 

Erhaltene Jugend bleibt immer nur
Unvollkommen lächerlich dagegen
Ist würdige Reife wirklich sexy und
Dazwischen jonglieren wir alle

jens tuengerthal 24.11.25

Erfüllungsleere

Erfüllungsleere

Teile mit der Liebsten liebend gern
Die Sehnsucht nacheinander um so
Miteinander Erfüllung zu finden nur 
Was bleibt uns befriedigt übrig von
Der großen Sehnsucht die uns gleich
Verband ist dann noch mehr als
Leere hinter der großen Erfüllung 
Oder einfach nichts was alles ist
Ist es klug nach dem Nichts danach
Zusammen zu streben auch weil mehr
Nie sein kann als die geteilte 
Befriedigung miteinander
Welche die natürliche Leere 
Gekonnt dauerhaft verdeckt 
Fragte ich mich und schlief 
Über dieser Frage einfach
In der Küche unbequem ein 
Voller Sehnsucht nach der
Liebsten was zeigen könnte
Grau ist alle Theorie doch nur
Vor der Liebe blühenden Baum
Träumte vom kleinen Tod mit ihr
Der namentlich schon zeigt
Wie nah sich nichts und alles
In der Liebe Erfüllung kommen
Nach der Philosophie der Liebe
Die erfüllt alle Leere erledigt

jens tuengerthal 24.11.25

Sonntag, 23. November 2025

Lektürentagebuch 23.11.25

Lektürentagebuch 23.11.25

Noch in der Nacht oder eigentlich
Am frühen Morgen Laura Wunderl
Das vierte Kapitel gelesen in dem
Der Erzähler lange warten muss

Bis eine Nachricht von Laura kommt
Die aus dem Gefängnis schreibt und
Ihn um Geld bittet für Seife und eine
Zahnbürste was er sogleich erledigt 

Die Geschichte soll ihm die Wirtin
Erzählen die er nach der Sendung
Auch aufsucht und dort erfährt die 
Polizei hätte sie ohne Schein erwischt

Nun ging er mit Rübezahl der noch 
Einen blauen Dachauer Rock und
Einen großen schwarzen Hut für ihn 
Hatte zum Karneval in der Stadt

So liefen sie noch mit Wedel als
Pierrot und anderen herum drehten
Laternen aus küssten viele Lippen
Rieben sich Konfetti aus den Augen

Als er mit Rübezahl allein ist erzählt
Dieser ihm dass die ruhigsten Weiber
Die besten seien die machten alles
Einfach mit Temperament sei immer

Ein Reinfall gewesen dabei lernten
Sie eine rotbäckige rundliche Blondine
Vom Nachbartisch kennen die von
Ihrer Hundedressur ihnen erzählte

Sie gehen zusammen ins Atelier
Von Rübezahl wo die beiden dann
Um die Wette auf Tempo malen die
Danach im Schaukelstuhl einschlief

Die beiden legten sie in Rübezahls
Bett und gingen wieder zum Karneval
Wie auch in der Dienstagnacht wo sie
Käthe und Nina mit Wedel treffen 

Nina wollte ihn küssen aber er wollte 
Nicht und sie fragte warum Küssen 
Sei doch was schönes dem stimmt
Er zu aber er tauge dafür nicht

Er trank viel Sekt Kaffee und Bier
Schlief später an Wedels Schulter
Im Stefanies immer wieder ein da
Saßen dicke Bürger mit blassen

Studenten und fleckiggeküssten
Mädchen dazu und alle aßen noch
Weißwürste dann fuhren sie mit der
Kutsche in Rübezahls Atelier

Dort legten sie ihn dann neben die 
Hundedame aufs Bett die ihm noch
Den Hut abnehmen wollte aber er
Wehrte sich und schlief mit Hut ein

Im 5. Kapitel schließlich geht die
Kleine Novelle von Laura Wunderl 
Zu Ende in der Erzählung ihrer Wirtin
Die dem Erzähler geschrieben hatte

Laura sei nun im Krankenhaus links
Der Isar in und wie das Mädchen
Auf dem Oktoberfest gezeugt wurde
In der großen Bavaria Figur dort

Das ihre Mutter eine Freundin der
Alten war schon zur Kommunion war
Wie sie schwanger herausgeworfen 
Wurde und dann zu ihr und ihrem

Mann in ihre Wohnung zog die 
Sie noch immer bewohne wie der
Schon vorher erwähnte Wastl ihre
Erste Liebe war aber der Vater der

Gendarm war den Umgang verbot 
Sie darauf auf die Straße ging um
So Geld für sie beide zu verdienen
Was klappte bis der Gendarm

Seinen Sohn gerade auf der Laura
Erwischte sie darauf ins Gefängnis
Kam und dann fiebrig zurück wie
Dieser sie ins Arbeitshaus schickte 

Die Symptome der Laura sprechen
Für Syphilis die erst seit 1910 mit
Medikament heilbar wurde bis dahin
Gab es nur Quecksilber und Arsen

Am Ende hört er nichts mehr von
Laura deren Wirtin die aber eine
Anständige Frau sei bietet ihm dafür
Deren Nachfolgerin gleich an 

Hurengeschichten und wie sie zu
Ihrem Beruf kamen ist ein wohl nie
Endendes Feld der Phantasie der
Jede noch ein Drama hinzufügt 

Viele kamen aus guten Verhältnissen
Wollten was richtiges lernen lernten 
Dann nur leider den falschen kennen
Oder wollten nur eine Zeit überstehen

Es ähneln sich viele der Mitleid
Erregenden Dramen dabei was 
Weniger Zufall als Inszenierung
Wenige sagen sie machen es gern

Diesen Hurendramen fügt nun
Franz Hessel noch eine herzige 
Hinzu die mit einer Vergewaltigung
Am Oktoberfest typisch begann

Auch die Erzählung dabei ist ganz
Typisch für dieses Volksfest was
Danach früher viel schöner war als
Die Wiesn nicht voller Touristen

Laura Wunderl wollte ihren wohl
Etwas schwachsinnigen Jungen 
Von nebenan obwohl die Wirtin 
Ihr riet zum Erzähler zu gehen

Warum manche Literaten gerne
Mit Huren ins Bett gehen bleibt
Ein Rätsel für mich fand das nie
Lohnend auch nicht ganz privat

Du bist nie sicher was echt ist
Weil sie das Spiel dabei gewohnt 
Weniger gefühlvoll als professionell
Fand ich die Geschichten spannender 

Zumindest solange bis ich merkte
Wie ähnlich meistens sie sind
Eigentlich alle es nur des Geldes
Wegen tun und mehr ist es nicht 

Wieviele sich das eingestehen
Ob überhaupt eine Gewissheit
Sich über ihr Handeln gibt oder
Es halt ein Job wie andere ist

Wird häufig ungewiss blieben
Einmal lernte ich eine kennen
Die für ein Rollenspiel der
Unterordnung anschaffen ging

Dies obwohl hochgebildete studierte
Frau die es tat weil er es verlangte 
Es aber nicht schlimm dabei fand 
Zeitweise im Bordell zu arbeiten

Hier war das Spiel der Erniedrigung
Teil einer intensiven Liebe über die
Sie nie schlecht reden wollte noch
Den erfolgreichen Beamten bloßstellte

Fand das eher befremdlich wie auch
Die Male auf Einladung im Bordell
Nie wirklich lohnend oder erfüllend
Da war es doch besser mit sich

Faszinierend aber ist wie Hessel 
Als Flaneur auch in diese Welt 
Eintaucht aber Beobachter bleibt
Der ein Hurenleben erzählt bekommt 

Dabei wechselt er den Tonfall und
Schafft so um Laura Wunderl eine
Irgendwie zauberhafte Welt die aus
Dem Elend unberührt noch strahlt

jens tuengerthal 23.11.25


Totensonntag

Totensonntag

Strahlend sonnig schön ist der
Totensonntag als stiller Feiertag
Geradezu wunderbar fröhlich
Zumindest am Himmel über uns

Schwebt kein Wölkchen vorbei
An diesem stillen Gedenktag 
Zur Erinnerung an die Toten 
Mit dem das Kirchenjahr endet 

Auf den erst der Advent folgt 
Warum alle Weihnachtsmärkte 
Zuvor höchstens Herbstfeste
Noch eigentlich sein können

Im christlichen Abendland
Das für alles Jahrmärkte hat
Was keinen ahnungslosen Bürger
Am Glühweinkonsum hindert

Schon im Mittelalter wurden 
Mit dem letzten Sonntag im
Kirchenjahr liturgische Lesungen 
Zu den letzten Dingen verbunden

Dabei steht am letzten Sonntag
Das Ewige Leben im Mittelpunkt
Als gruseliges Versprechen an die
Realitätsblinden Gläubigen die nicht

Wahrhaben wollen dass alles ein
Ende hat außer der Wurst die
Deren zwei Genießern bietet
Was ein doppelter Vorteil ist

Als Sonntagsevangelium gehört
Hierher das Gleichnis von den 
Klugen und den törichten Jungfrauen
Was zu der Bachkantate namens

Wachet auf ruft uns die Stimme führt
Die fast wie die Internationale klingt
Dafür Völker hört die Signale singt 
Nur ohne Aberglauben dann halt

Außer für die Jünger von Marx die
Als Sekte der Vergangenheit heute
Weniger Beachtung verdienen obwohl
Der Monopolkapitalismus nun siegte

Eingeführt hat ihn Friedrich Wilhelm III
Durch Kabinettsorder vom 24.4.1816
Da war er der Witwer von Luise und
Ehrte die Toten der Befreiungskriege 

Dies passte auch zur da modischen 
Empfindsamkeit der Romantik die 
Auch gerne mit dem Tod so spielte
Für Lutheraner ist es der Ewigkeitstag

Was immer wir mit diesem Tag nun
Machen lädt der blaue Himmel über
Berlin zum frostigen Spaziergang mit
Den erneuerten Wanderstiefeln ein

jens tuengerthal 23.11.25

Klimatal

Klimatal

Der letzte Klimagipfel erreichte den
Tiefpunkt der Entwicklung im Tal der
Egoistischen Deantwortung was
Zwar auch ein Rekord ist aber nur zu

Mehr Zerstörung unserer Welt führt
Für die keiner Verantwortung mehr
Übernehmen will nur einige Staaten
Noch Milliarden weiter zahlen um so

Ihr Gewissen erfolgreich zu entlasten 
Statt das Wachstum zu begrenzen 
Das Fliegen endlich zu verbieten
Was das Klima dort zerstört wo es

Entsteht oben in der Stratosphäre 
Lieber machen alle weiter wie bisher
Statt alles Vermögen über 1 Millionen
Konsequent lieber für Klimaschutz

Der alle angeht zu pfänden weil
Eigentum immer Diebstahl an der 
Solidarischen Gemeinschaft auch ist 
Darum weniger Schutz verdient als

Der Planet auf dem wir alle leben
Die größte klimatische Drecksau
Also die USA war nicht mal dabei
Golfstaaten bestimmen die Agenda

Auch diese Klimakonferenz hat
Durch die Flüge zu ihr wie den 
Für sie betriebenen Aufwand
Mehr zerstört als irgend genutzt 

Besser wir ersparen uns dies 
Künftig ohne mehr für das Klima
Zu tun als mit und wer dann 
Ersäuft hat eben leider Pech

Hoffnung auf Rettung der Welt
Besteht wenig aber wenn ich das
Verhalten der Menschen betrachte
Geht sie auch verdient bald unter

jens tuengerthal 23.11.25

Lustdroge

Lustdroge

Wirkt Lust wie eine Droge
Erzeugt einen geilen Rausch
Der schnell süchtig macht
Nur kurz Befriedigung schenkt

Fragt sich der Dichter der eben
Die Liebe einer Metastase
Verglich also einem kranken
Geschwür das sich wuchernd

Verbreitet und gefährlich wird
Zumindest betäubt sie den Verstand
Noch wirkungsvoller als die Liebe
Menschen werden unter Einfluss

Dieser Droge völlig kopflos sogar 
Noch mehr als bei der Liebe
Wo wir uns im Liebesrausch
Noch um zarte Gefühle bemühen

Sensibler oft sogar sind als im
Normalzustand macht die Lust
Schlicht blöd und lässt uns dabei
Geil übereinander herfallen was

Dann hemmungslos von besonders
Großer Lust zeugen soll dabei
Macht die Übung noch schneller
Abhängig als die Liebe lässt die

Einen zu Triebtätern werden
Andere sich dies wünschen
Ohne es vernünftig dabei je
Erklären zu können weil Sex 

Ein natürlicher Vorgang ist der
Noch dazu das Immunsystem
Stärkt wie Zufriedenheit schenkt
Also die Psyche auch stabilisiert 

So ist diese Droge zugleich gesund
Außer den dabei übertragbaren 
Krankheiten hat es bei Erfolg
Hauptsächlich positive Wirkungen 

Diese lohnen das Risiko auch
Welche der Gebrauch von Drogen
Die süchtig machen eben bringt
Weil mehr Sex selten weniger

Glücklich die Beteiligten macht
Sofern beide es so wollen aber
Sonst geht es um Vergewaltigung
Nicht um einverständlichen Sex

Dies trennen zu können fällt noch
Manchen im Rausch erstaunlich
Schwer darüber zu reden hilft
Dabei gute Wege zu finden

So fragten mich erstaunlich viele
Frauen ob ich sie nicht einfach mal
Vergewaltigen könnte was bei mir
Die Lust sofort nachhaltig raubte

Ob dieses Bedürfnis mancher schon
Pathologisch ist oder nur ein Spiel
Mit dem Feuer bin ich nicht sicher
Fand das immer die Lust störend

Ähnlich wirkte der vielfach gehörte 
Satz mach mit mir was du auch willst 
Der Sex zur Benutzung damit macht 
Die das gegenseitig Lust schenken

Was Sexualität für mich bedeutet
Damit einseitig zerstört denn ich
Finde es nicht befriedigend eine
Frau die es erträgt zu benutzen

So fand ich auch den Besuch bei
Huren wie im Bordell immer eher
Kulturell spannend als befriedigend
Es fehlte die Gegenseitigkeit noch

Das spannende an der Droge Lust
Die jede Form haben kann die gefällt
Ist wenn Sex nicht nur Onanie mit
Anderen ist sondern Lust schenkt

Wo wir einander dabei genießen
Uns gegenseitig Befriedigung noch
Schenken ist diese Droge gesund
Nutzt ihr Konsum mehr als er schadet

Früher dachte ich noch ich könnte mit
Jeder wie jede mit Geduld befriedigen
Heute weiß ich glücklich sind die
Umstände wo es selten mal passt

Alles andere ist eher entbehrlich
Vielleicht braucht der Trieb alle
Versuche es auch zu begreifen
Aber was ist dabei schon sicher

Hatte früh noch mit noch wenigen
Gegenseitig befriedigenden Sex
Der beide völlig erfüllte mehr kommt
Nie dabei zu bleiben wäre klüger 

Vieles ist eher entbehrlich aber
Manches entschädigt dafür für 
Viele verzweifelte Versuche noch
Diese wenigen machen süchtig 

Spannend wird die Frage nach der
Lust als Droge noch im Lichte der
Philosophie des Hedonismus die
Ihre Befriedigung als Ziel sieht

Kultiviert sie damit eine Sucht oder
Trägt zum entspannten Umgang
Mit unserer eben Natur damit bei 
Weil Befriedigung zufrieden macht

Diese spannende Frage noch weiter
Gemeinsam zu erforschen lohnt das
Seltsame Abenteuer der Lust auch
Unter gewöhnlichen Heten weiter

Ob diese Sicht bereits deutlich für 
Eine Drogenabhängigkeit spricht
Oder entspannte Natur nur zeigt
Kann ich nicht objektiv beurteilen

jens tuengerthal 23.11.25

Liebesmetastasen

Liebesmetastasen

Liebe erfasst irgendwie alles
Wenn das Herz erstmal vom
Primären Gefühl befallen wandert
Dies durch die Blutbahnen oder
Lymphen manche sagen auch
Durch die Freiheit der Gedanken
Was die Liebe als Gefühl ja auch
Irgendwie ist als schönste Idee
Vom uns liebsten Menschen
Darin gleicht sie den Metastasen
Eines Tumors der von einer Zelle
Über Blut und Lymphe ganz schnell
Den ganzen Körper erfasst nur dass 
Die Liebe nicht ganz so tödlich ist
Außer sie heißen Romeo oder Julia
Was ähnlich gefährlich sein könnte
Dann bleiben sie besser fern davon
Doch sich bewusst zu sein dass die 
Liebe alles am Menschen erfasst
Und es so völlig unmöglich macht
Noch nüchtern vernünftig zu denken 
Wie eine Droge uns berauscht die
Manche schnell abhängig macht
Wogegen nur Vernunft noch hilft
Die da meist völlig versagt ist ein
Der Metastase ähnliches Risiko
Für das vernünftige Handeln
Doch scheint im Rahmen einer
Kritischen Güterabwägung das
Risiko der Infektion mit Liebe
Weit geringer als der Lustgewinn
Was sie sogar vernünftig machte
Wovon ich lieber schweige da
Von Liebe nur wer etwas versteht
Der unvernünftig gerne ist was
Alle Argumente damit erledigt
Aber schöner ist es dennoch 
Kein Grund ist ersichtlich es
Lieber nicht zu riskieren trotz
Allen möglichen Wucherungen
Schadet noch mehr Liebe selten 

jens tuengerthal 23.11.25

Samstag, 22. November 2025

Lektürentagebuch 22.11.25

Lektürentagebuch 22.11.25

Das dritte Kapitel in Laura Wunderl
Von Franz Hessel genossen wo so
Allerhand passiert und am Ende
Ganz erstaunlich doch gar nichts 

Zunächst viel Zeit mit Nina die nur
Von ihrer Schule und dem Besuch 
Vom guten Thomas den sie heiraten
Will oder soll unterbrochen wird 

Dann kommt während Nina die so
Intensive Italienerin bei ihm ist sein
Freund Wedel vorbei der sofort ganz
Begeistert von Nina sich zeigt

Er plaudert italienisch mit ihr dann
Treffen sie sich zusammen im Café 
Wo Nina ihn alleine hinbat doch er
Brachte Wedel mit der schüchtern

Sich zuerst gab dann über die
Italienischen Lieder und sein Piano
Kamen sie auf des Erzählers Initiative
Hin in Wedels Wohnung wo Nina

Während Wedel Klavier spielte wie
Neapolitanische Lieder sang mit ihm
Ganz intensiv mit Händen am Hals
Tanzte bis Wedel verkleiden wollte

Dazu geht erst Nina alleine ins
Schlafzimmer und kommt dann
In Schleier gehüllt wieder wie sie
Mit dem Erzähler innig dann tanzt

Schließlich packte der betrunkene
Wedel Nina und nahm sie auf dem
Arm nach nebenan mit wo beide
Sich vergnügten was er ignorierte 

Nina zog danach wieder ihr schlicht
Graues Kostüm an und wollte gehen 
Vor der Tür beschwerte sie sich dass 
Er nicht weiter um sie gekämpft hätte

Sein Argument sie hätten es doch
Beide so gewollt zählte in ihren Augen
Nicht wer liebte sei eifersüchtig sonst
Sei das kein echtes Gefühl mehr

Kenne diese Argumentation zu gut
Von den südändischen Geliebten die
Alles wie die balkanische Prinzessin 
Versuchten um Eifersucht zu wecken 

Der Ich-Erzähler aber hier ganz ein
Flaneur las ungestört während sein
Freund nebenan seine Nina noch
Vernaschte was ihn nicht störte

Nun Nina störte es sehr dass er 
Kein Drama machte und gab ihm
Vor der Tür den endgültigen dann
Abschied weil er wohl keine liebte

Dass einer ohne Eifersucht liebt ist
Für manche bis heute unvorstellbar
Denke ich und erinnere mich manch
Lächerlicher Dramen noch darum

Er läuft nach Hause danach nimmt
Ihren Vorwurf gelassen hin und trifft
Dabei wieder die kindliche Laura 
Wunderl die keine Kunden hatte

Er lädt sie zu sich ein die jedoch
Heute nicht will weil sie zu müde ist
Ihn darum nicht mal mit zu sich nimmt
Aber morgen zu kommen verspricht 

Daran sei der Bub der Wastl schuld 
Wenn der nicht kommt müsse sie 
Weinen aber wenn doch gleich noch
Viel mehr was sie nicht weiter erklärt

Nach unruhiger Nacht besucht er den
Dichter Wedel der sich sogleich noch
Wortreich für sein Verhalten mit der
Nina entschuldigt was er gern verzeiht 

Dafür lädt er ihn gleich zum morgigen
Treffen mit Laura Wunderl mit ein um
Ihm zu helfen seinen Wahn für die
Kleine Huren ein wenig zu kurieren

Am nächsten Tag kommt Laura dann
Tatsächlich vorbei und Wedel mit
Abendbrot was sie gemeinsam dann
Essen und dabei vergnügt spielen

Weil die arme Laura heute noch
Nichts verdient hatte gaben ihr die
Herren jeder einen Taler mit denen
Sie spielte bis sie hinab fielen

Dann wird Laura müde und schläft
Auf den Knien der Herren ein die
Diese Situation vergnügt genießen
Dann kommt noch der Maler dazu

Dieser ganz fasziniert von der so
Schönen jungen Hure will diese
Sogleich malen wobei auch der
Erzähler und Wedel einschlafen

Als die anderen beiden weg waren
Schlug Laura die Augen wieder auf
Sie hätte nur so getan weil alle sie
So angeschaut hätten dabei

Am Ende verabschiedet sie sich
Weil zu fiebrig und müde nun
Will sich aber ganz bald wieder
Bei ihm melden und geht davon

Welch zauberhafte Geschichten von
Begegnungen mit Frauen mit mal
Mehr mal weniger Liebe dabei wie
Eine ihn fesselt die andere egal ist

Fein beobachtet Hessel dabei die
Situation und stellt dazu noch den
Hier Ich-Erzähler als echten Flaneur
Dar der lieber unbeteiligt beobachtet


Im Zauberberg kehren Hans und sein
Vetter Joachim zum Berghof zurück
Benachrichtigen ordnungsgemäß den
Bademeister von den Halsschmerzen

Dieser sollte sodann die Frau Oberin 
Mit dem wunderbar edlen Namen Adriatica von Mylendonk darüber
Benachrichtigen die dann käme

Jene Mittvierzigerin ohne Formen
Wie es an anderer Stelle heißt steht
Auch dem Haushalt des Hofrats vor
Redet so unverblümt wie dieser meist

Während des Besuchs ist zufällig
Noch Hans im Zimmer von Joachim
Der die Untersuchung miterlebt die 
Den erstaunlichen Befund bestätigt

Er habe sich wohl erkältet was ein
Sonst verpönter Befund im Berghof
Wäre  zum genauen Befund der Kehlkopfspiegel des Hofrats nötig

Das Erkältungsfieber war Einbildung
Die Befunde blieben insoweit normal
Der Oktobertermin zur Entlassung 
Verflog ohne weitere Worte dazu

Auch die Vettern sprachen nie weiter
Über diese Angelegenheit allerdings
Fing Hans als Joachim sich einmal
Beim Essen heftiger verschluckte

Während dessen Hustenanfall einen
Ihn erschreckenden Blick auf doch 
Ging Joachim danach hinaus und
Kam nach zehn Minuten wieder

Dieser war nie wieder ein Thema
Kam nur noch sehr selten vor auch 
Die Heiserkeit hielt sich in Grenzen
Solange Joachim täglich ordentlich

Seinen Rachen wie von Adriatica
Angeordnet pinselte aber wehe wenn
Er einmal nachlässig war kehrte 
Die Heiserkeit wieder zurück

In diesem Zustand bekam er dann
Tatsächlich relativ zügig noch einen
Termin beim hier Radamanth Genannten Hofrat Behrens

Dies nach dem Richter zur Unterwelt 
Ein kleiner Scherz von Settembrini
Der den Hofrats einst Radamanthys
Nannte ist doppelt humorvoll passend

Durch das Kellerbüro in der TBC Hölle
Die für manche tödlich endet ist der
Ärztliche Direktor des Berghof damit
Ein Richter über Leben und Tod

Es sind viele dieser ganz kleinen nur
Bemerkungen die quasi nebenbei die
Entwicklung andeuten die später klar
Wie absehbar uns dann erscheinen

Sie tun dies mit Humor wie zugleich
Einer den aufmerksamen Leser hier
Fordernden Dezentz die vornehm ist
Auch der Humor will erobert werden

Heinrich hat im Untertan wie noch
In vielen anderen Werken eher die
Schenkelklopfende Komik der Masse
Bedient Thomas lässt lieber lächeln

Er windet sich und ringt mit sich bis
Dem Leser die endgültige Diagnose
Präsentiert wird viele male hin und her
Doch tut er es mit Humor und Eleganz

jens tuengerthal 22.11.25

Friedensplanlos

Friedensplanlos

Der ehemalige Mitarbeiter des KGB
Donald Trump möchte dem früheren
KGB Offizier Putin einen Frieden nach
Seinen territorialen Vorstellungen als

Quasi Weihnachtsgeschenk noch
Schnell mit Drohungen gegen seine 
Partner schenken was zumindest die
Europäer inzwischen verweigern 

So sieht sich das winzige Europa
Das einmal die Welt beherrschte 
Von kriminellen Verbrechern hier 
Erpresst wie militärisch zerquetscht

In einer Welt der Gewalt die sich nur
Mit der Macht des Stärkeren Vorteile
Auf kriminelle Art erkämpft hat der
Kleine David Europa keine Chance

Lange hat Europa geschlafen und
Die Aufrüstung der Supermächte
Schlicht verpennt ob es nun noch
Eine Chance hat scheint fraglich

Ob es sich allerdings noch lohnt
In einer Welt der Gewalt in der nur
Kriminelle Diktatoren entscheiden
Weiter zu leben wird immer fraglicher

Wir leben in einer Zeit in der die eher
Primitive Kultur der Gewalt wieder
Gegen faire Verhandlungen siegt 
Eine eher gute Zeit um zu gehen 

Einzige Chance könnte sein wenn 
Die Frauen die Macht ergriffen um
Spiele der Alpha Männchen über die
Länge ihrer Schwänze zu beenden

jens tuengerthal 22.11.25

Virtuellrealsonett

Virtuellrealsonett

Wie glücklich beginnt der Tag
Mit Grüßen und Zeichen der
Liebsten auf dem Bildschirm
Des Telefons strahlend schön

Wird virtuelle Liebe je real oder
Hat sie die Enttäuschung schon
Einprogrammiert weil keine je real
Virtuellen Liebesträumen entspricht

Könnte nicht auch einmal gegen alle
Vielfältig schlechte Erfahrung eine
Die Richtige sein und immer bleiben 

Auch wenn alle Liebe vergänglich ist
Träumt sich schöner in Ewigkeit um
Das Glück real nie enden zu lassen

jens tuengerthal 22.11.25

Musengunst

Musengunst

Glücklich die Künstler
Denen die Musen lachen
Selig wer küsst ihren Busen
Paradiesisch wird es noch tiefer

Welche all der Musen aber soll
Der Dichter der Liebe küssen
Um von ihr geküsst dann
Durch die Verse zu schweben

Erato war die Muse
Die Pan zugeordnet
Klingt fast wie Erotik
Was ja immer passend ist

Sie war dessen Prophetin
Im Götterreich Arkadien
Muse der Liebesdichtung wie
Des Gesangs und Tanzes

Syrinx dagegen war
Jene Muse die vor Pan
Lieber floh und sich
Dazu in einen Schilfhalm

Mit Musenzauber verwandelte 
Aus dem Pan dann die
Ihn kennzeichnende Panflöte 
Schuf für den Gesang der Liebe

Mit wieviel Leidenschaft noch
Weiblicher Schönheit wie Gesang 
War der griechische Himmel voll
Wie prüde ist heutiger Aberglaube

Zu gerne denke ich voller Lust
An meine Muse und will sie auf
All ihre Lippen menschlich zärtlich
Küssen göttlich lustvoll zu sein

jens tuengerthal 22.11.25

Herzenssperma

Herzenssperma 

Gerade wurde an der Bar
Über der der Flaneur sitzt
Das Wort Herzenssperma
Zum Wort des Abends gewählt

Dies wurde dem Hausdichter
Nun mitgeteilt darüber zu dichten
Der keine Ahnung hat worum es
Den Anwesenden dabei ging 

Inzwischen war auch noch von
Schneckenschleim die Rede
Ohne weiteren Zusammenhang
Passt beides gut zusammen

Ist Herzenssperma nun der Samen
Aus dem die Liebe wachsen kann
Oder nur ein Überfluss der Lust
Die ihren Weg im Geschlecht sucht 

Ob Sex mit Liebe besser ist könnte 
Zumindest umstritten sein jedoch
Ist dann zumindest sicher das 
Gefühl größer als ohne Liebe

Allerdings könnte Herzenssperma
Auch gar nicht zuerst sexuell sein
Sondern Ausdruck von all dem sein 
Was im Fall der Liebe überfließt

Vielleicht sind es die 1000 Herzen
Die Verliebte sich ohne alle Grenzen
Täglich auf ihr Telefon schicken was
Eine Form von emotionalen Porno ist

Wie dieses dann im Zusammenhang
Mit dem vielleicht auch zoologischen 
Schneckenschleim steht bleibt offen
Zumindest wird es darauf schnell glatt 

Ob nun die Reste von Seifenschaum
Der sich an der Bar immer findet eher
Herzenssperma oder doch vielleicht Schneckenschleim ähnelt ist unklar

Vermutlich ging es mehr um Gefühle
Als körperliche Ausflüsse aber schon
Die alten Griechen lehrten uns das
Stets panta rhei also alles fließt gilt 

jens tuengerthal 22.11.25

Frostriesling

Frostriesling

Nach frostig sonnigem Tag 
Um Mitternacht im Crossroads 
Ankerkommen brachte Selma
Die mit Tino die Bar macht heute

Schon den Riesling als ich gerade
Nun in der Mitte Platz nahm um
So aus der Flaneurloge alles noch
Besser im Blick zu haben was zählt

Unten ist heute mit 5 Gästen noch
Relativ spärlich besetzt dafür ist
Oben mit Gruppen von Jugend gut
Gefüllt dazu noch ein Paar sowie

Zwei Herren etwas jenseits des
Noch mittleren Alters während bei
Dem Paar er nach Hispanoschmacko
Aussieht redet sie in blond sehr viel

Zeigt passend Bein und Ausschnitt
Was vermutlich manches leichter
Noch ertragen lässt aber wirkt dabei
Nicht unsympathisch hier reicht

Die jugendlichen Paare gehen gern
Zusammen auf Klo aber knutschen
Noch mit viel Gefummel vor der Tür
Zum geschlechtlich getrennten Abteil 

Der Abend wandert mit genug 
Zu beobachten in die Nacht was 
Neugierig auf die Geschichten hinter
Den hier Konstellationen macht

Doch überlasse ich diese nun der
Phantasie der werten Leserinnen
Zumeist geht es ja immer nur um
Das eine und die Umwege dahin

jens tuengerthal 22.11.25