Lektürentagebuch 10.1.26
In den Buddenbrooks kommt der
Konsul nach dem Gespräch mit
Seiner Tochter Tony mit Grünlich
Wie seinem Bankier Kesselmeyer
Im Rauchersalon zusammen was
Thomas Mann als Zusammenbruch
Von Grünlich mit feinen Spitzen die
Alle treffen gekonnt inszeniert hat
Schon zur Begrüßung bekommt der
Sich dafür sorgsam ankleidende
Grünlich mit seinen goldgelben
Favories den ersten Schlag ab
Er begrüßt den Konsul devot mit
Vater und dankt für sein Kommen
Dieser sagt nur das sei seine Pflicht
Aber wohl alles was er tun könne
Der Vater schickt seine Tochter
Nach oben zu ihrem Kind während
Die Herren im Rauchersalon ihre
Plätze am Spieltisch einnehmen
Konsul Buddenbrook bekommt den
Ehrenplatz am oberen Ende der Tafel
Grünlich und Kesselmeyer sitzen sich
Gegenüber auf den Tisch die Bücher
Neben anderen Unterlagen der Firma
Der Konsul vertieft sich nach kurzer
Verzweifelter Intervention Grünlichs
Der seine Unschuld beteuert in das
Hauptbuch der Firma und sagt nach
Kurzer Lektüre mit Notizen sie armer
Mann und Grünlich laufen Tränen in
Seine goldgelben Favories dabei
Einen Moment ist der Konsul gerührt
Aber ist schnell wieder Herr seiner
Gefühle und fragt nur wie das in so
Wenigen Jahren möglich wäre
Kinderspiel antwortet darauf der
Sichtlich amüsierte Kesselmeyer
Erwähnt die Gebrüder Westphal aus
Bremen als Stich gegen den Konsul
Dort hatte die Firma Buddenbrook
Gerade viel Geld verloren während
Er darüber grübelte warum das alles
Ausgerechnet jetzt zusammenbrach
Er hätte schon vor drei Jahren dort
Stehen können wo er jetzt steht aber
Es wurde ihm weiter Kredit gegeben
Weil ihm weiter das Ansehen seines
Schwiegervater zugute kam da er
Den Eindruck erwecken konnte dieser
Sei solidarisch mit ihm doch diesem
Eindruck wollte er nun vorbeugen
Die Banken hatten ihm zu immer
Höheren Wucherzinsen noch weiter
Geld geliehen der Konsul nennt
Grünlich unglücklich aber schuldig
Dessen verzweifelten Ausruf Vater
Weist er mit den Worten zurück dies
Klinge schlecht in seinen Ohren und
Benennt die Forderung Kesselmeyers
Auf die Frage ob er unter keinen
Umständen verlängern würde beginnt
Der Bankier lauthals zu lachen worauf
Der Konsul es für erledigt erklärt
Die Dinge würden ihren Weg nehmen
Er sehe sich nicht in der Lage sie
Aufzuhalten Grünlich solle sich fassen
Lieber Trost und Kraft bei Gott suchen
Der Konsul beendet die Unterredung
Worauf Grünlich zu jammern beginnt
Er könne ihn doch retten das Elend
Von seiner Tochter noch abwenden
Darauf erwidert der Konsul knapp
Er hätte sein letztes Wort gesprochen
Worauf Kesselmeyer ihn fragt ob er
Wirklich nicht könne es wäre doch
Eine gute Gelegenheit die Stärke
Der Firma Johann Buddenbrook zu
Beweisen was der Konsul wiederum
Ganz entschieden zurückweist
Er müsse um das Ansehen seiner
Firma zu belegen sein Geld nicht
In die nächste Pfütze werfen was
Im übrigen allein seine Sache sei
Über den Ausdruck Pfütze amüsiert
Sich nun Kesselmeyer der wieder fies
Fragt ob der Konkurs von Grünlich
Nicht auf seine Firma abfärbe
Hier geht es um Kreditwürdigkeit
In der Geschäftswelt doch bleibt
Der Konsul hart worauf Grünlich
Erneut um Gnade bittet für Tony
Der Konsul könne doch nicht wollen
Dass seine Tochter und sein Enkel
Ins Elend gestürzt würden und wieder
Mit seinem Selbstmord hier droht
Diese tiefen Gefühle erschüttern
Den Konsul der als Zeitgenosse der
Romantik für große Gefühle schon
Empfänglich ist einen Moment lang
Doch dauert diese kurze Schwäche
Nur eine Sekunde wie Mann schreibt
Er würde verhindern dass sie leidet
Worauf Grünlich fragt was das hieße
Das würde er schon zu gegebener
Zeit erfahren und sich erhob um den
Raum zu verlassen darauf bekommt
Kesselmeyer einen Lachanfall
Mit bösem Spott erzählt er wie
Grünlich schon vor vier Jahren
Am Ende eigentlich war und ihn
Nur die Ehe mit Tony noch rettete
Der Konsul weist diesen Angriff
Streng zurück er habe sich keine
Vorwürfe zu machen sondern
Vorher Erkundigungen eingeholt
Empört geht er zur Tür und will nichts
Mehr hören aber Kesselmeyer ruft
Ihm hinterher alle waren verwickelt
Der Konsul geht türenknallend ab
Das siebente Kapitel im Zauberberg
Beginnt mit dem Strandspaziergang
Dieser ist ein Spaziergang durch die
Zeit und ihre natürlich relative Größe
Spannend ist es dabei auch den
Kulturhistorischen Kontext der Zeit
Der Entstehung dieses Romans sich
Kurz in Erinnerung nochmal zu rufen
Es ist die gleiche Zeit zu der Proust
Über die Suche nach der verlorenen
Zeit sein Epos schrieb und Joyce aus
Einem Tag einen Roman zauberte
Parallel forschen Einstein wie auch
Niels Bohr zur Physik der Zeit und
Wittgenstein und Heidegger dachten
Philosophisch neu darüber nach
Hier zeigt sich Thomas Mann als ein
Humorvoller Philosoph der Zeit was
Mit Gedanken über Worte des gerade
Verstorbenen Joachim beginnt
Die Musik fülle die Zeit anständig aus
Hatte dieser einmal wohl anlässlich
Der sonntäglichen Konzerte im oder
Vor dem Sanatorium Berghof gemeint
Das nimmt der Autor zum Anlass über
Die Zeit zu philosophieren wie ihr
Vergehen unter den besonderen
Umständen der Patienten dort
Gedanken zur Zeit in der Musik wie
In der Erzählung und ihre Bedeutung
Für den Verlauf und das Empfinden
Werden vielseitig dabei beleuchtet
Das ganze natürlich wieder mit der
Für Thomas Mann typischen Ironie
Die auch Sein und Wahrnehmung
Ihres Protagonisten gerne relativiert
Dankbar könnte dieser dem guten
Settembrini sein der ihn gelegentlich
Der irdischen Zeit gemahnt wie der
Pflicht zum Leben dabei auch
Die flache goldene natürlich gravierte
Taschenuhr von Hans Castorp ist wie
Alle bürgerliche Welt vornehm erst
Zugrunde geht dabei eine Glashütte
Ein edles zuverlässiges Gerät das
Der Ingenieur noch ordnungsgemäß
Wohl täglich aufzieht zeigt ihm die
Stunden an nicht Jahre oder Tage
Ein Sekundenzeiger unterteilte den
Ablauf verstrichener Zeit noch feiner
Wie die fünf Mahlzeiten neben der
Liegekur den Tag dort einteilen
In der kleineren Teilmenge Liegekur
Wiederum unterteilt die Messung der
Temperatur diese noch in ein davor
Wie danach mit klarer Ordnung darin
Doch wie wäre es mit der Zeit die für
Uns gleichmäßig abläuft auf einem
Kleineren Planeten in einer Art von
Miniaturwelt wo sie für uns raste
Was denen eine Sekunde empfunden
Könnte für uns eine Stunde sein weil
Die Zeit anders damit empfunden wird
Umgekehrt auf riesigen Planeten
So wird das absolute Verständnis der
Zeit was wir für gewöhnlich haben
Wenn wir genau wissen wann unsere
Stunde geschlagen hat völlig verwirrt
Nebenbei erfahren wir noch wie sehr
Der Schnee Hans Castorp an die
Heimatlichen Dünen und damit auch
Strandspaziergänge erinnert
Dies genügt an Meer für den Titel
Dieses Kapitels während dabei noch
Die verstrichene Zeit zu relativieren
Von einer Rückkehrerin erzählt wird
Mehr als das Madame Chauchat
Wieder zurückkehrt erfährt aber
Der neugierige Leser noch nicht
Wir dürfen uns auf folgendes freuen
Am Ende dieses philosophischen
Kapitels über die Zeit was auch mit
Neuen Erkenntnissen der Physik noch
Spielt wird um Verständnis geworben
Für den zeitlichen Schlendrian den
Der Protagonist betrieb der kaum
Mehr sagen könnte wie lange er
Schon dort mit und ohne Vetter weilte
Die lästerliche Zeitwirtschaft wie das
Schlimme Getändel mit der Ewigkeit
Könnten durch letalen Ausgang von
Joachims ‘Biereifer’ entschuldigt sein
Welch wunderbares Ende denke ich
Der nahe Tod rechtfertigt den sonst
Moralischen Schlendrian mit der Zeit
Weil er ohnehin alles entschuldigt
jens tuengerthal 10.1.25
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