Mittwoch, 2. August 2023

Lebensillusion

Lebensillusion

Wir leben mit vielen Illusionen
Von einer solchen sprechen wir
Wenn wir eine falsche Vorstellung
Der Wirklichkeit haben oder auch
Diese falsch interpretieren oder
Ohne Grundlage eben illusionär
Über das was ist urteilen wozu
Eine Wirklichkeit notwendig wäre
Die unbezweifelbar wahr ist was
Mehr als zweifelhaft erscheint
Denn wissen wir je wie wirklich
Unsere Wahrnehmung der gerade
Wirklichkeit ist oder beruht alles
Auf der Illusion von Wirklichkeit
Bestimmt sich Wirklichkeit nur
Nach Macht und Masse im Sein
Der wir willig folgen oder nicht
Die als Konsens uns diktiert wird
Wie wäre es die Illusionen alle
Aufzugeben überlege ich um dann
Zu erkennen wie das Leben ist
Oder würde die Aufgabe aller auch
Die angenommenen Wirklichkeiten
Auflösen womit wir uns eine neue
Konstruieren müssten zu wissen
Was ist aber vielleicht ist diese
Endlose Spirale auch müßig weil
Es egal wie illusionär bleibt wir
Nur überlegen können wie das
Was uns so scheint schön wird
Genossen werden kann was uns
Wie unser Leben vorkommt egal
Wie wirklich oder nicht es ist so
Gesehen kommt es nicht mehr
Darauf an wie groß die Illusion ist
Sondern wie wohl wir uns mir ihr
Fühlen statt daran zu leiden was
Spürbar bleibt egal wie wirklich

jens tuengerthal 2.8.23

Dienstag, 1. August 2023

Lustwiederholung

Lustwiederholung

Die Lust sucht das Besondere
Erfindet dafür tausend Varianten
Zueinander wie ineinander zu
Finden auch wenn es letztlich
Immer das gleiche ist soll es
Immer etwas besonderes sein
Wollen wir auf keinen Fall nur
Eine Wiederholung des Sex
Den wir in hunderten Varianten
Mit irgendwem ausprobiert haben
Der Reiz des ersten mal wird eben
Irgendwann rein theoretisch aber ist
Real nicht mehr umsetzbar für uns
Weil wir alles schon kennen warum
Es gut ist sich auf die Individualität
Zu stürzen die unterscheiden hilft
Irgendwie war ja jede etwas anders
Auch wenn die Anatomie doch nach
Der Natur gewisse Parallelen hat
Lebt es sich besser diese dabei
Zu ignorieren wie wenn nur als
Gelassene Erfahrung zu nutzen
Aber niemals zu erwähnen um
Sich einmalig gut zu fühlen was
Alle sich beim Sex doch erträumen
Was ich auch in Ordnung finde
Gut ist es wo wir mit Gelassenheit
Das wie immer besonders machen
Ohne es wen merken zu lassen
Dazu glaube ich am besten an
Die einmalige Unterschiedlichkeit
Aller Frauen und beschwöre sie
Was wäre ich auch für ein Narr
Je zu meinen Frauen zu kennen
Außer darin einmalig zu sein

jens tuengerthal 1.8.23

Liebeslauf

Liebeslauf

Gibt es den Lauf der Liebe
Geht jede Liebe diesen Weg
Von rosarot zu irgendwann grau
Mit Abstufungen dazwischen
Je nach Charakter und Wesen
Aber kommt es wie es kommen
Muss oder können wir dies
Gegen alle Natur mit genug
Gefühl selbst bestimmen
Überlege ich ganz ernsthaft
Aber finde die Antwort darauf
Schwierig weil die Liebe zwar
Das Gegenteil verliebt beschwört
Alle Erfahrung es doch bezeugt
Wie schön ist es an die ewige
Große Liebe zu glauben auch
Wenn alle Erfahrung lehrt nach
Einigen Jahren erledigt sich das
Um so größer die Wellen am Anfang
Desto schmerzhafter dann die
Enttäuschung beim Untergang
Der im Lauf der Liebe auch liegt
Warum am Ende die Frage bleibt
Lohnt sich das rosarote Gefühl so
Die Lüge von ewiger Liebe wie
Den einmaligen Gefühlen gerne
Hinzunehmen um es für den
Moment den alles Sein nur hat
Als kleine Ewigkeit zu genießen
Oder liebt sich besser gelassen
Ohne große Aufregungen aber
Genüsslich einander verwöhnend
Was fast wie verheiratet klingt also
Schnell langweilig werden könnte
Nach ganz aufgeregten Fällen die
Nie dauerhaft glücklich waren auch
Wenn die kurzen Eruptionen mir
Als größtes Glück erschienen habe ich
In der Liebe die Gelassenheit mehr
Lieben gelernt weil sie besser tut
Ohne zu versichern es müsste nun
Immer so sein aber solange es
Keinen Grund für Dramen gibt
Ist das Leben angenehmer ohne
Werde ich nie mehr diese suchen
Aber wer in der Liebe nie sagt
Lügt bereits warum ich lieber
Der Liebe ihren Lauf lasse um
Es zu genießen wie es kommt

jens tuengerthal 1.8.23

Abstandhalter

Abstandhalter

Abstandhalter dienen dazu den
Nötigen Abstand einzuhalten damit
Alles funktioniert wie es soll was
In der Praxis gerne aus Profilen
Gebaut wird die zwischen Platten
Diesen formal aufrechterhalten
Nichts was großer Verse wert wäre
Bräuchte es nicht dringend auch der
Zwischenmenschlichen Abstandhalter
Um zu erhalten was wertvoll ist wie
Eigenen Raum für sich zu wahren
Den alle ohne jeden Abstand gerne
Vernachlässigen wie sich wundern
Wenn ihre Nähe unerträglich wird
Weil sie keinen Abstandhalter haben
Der das Gleichgewicht hält was es
Zwischen Nähe und Ferne braucht
Um Lust und Liebe zu erhalten wie
Freundschaft dabei zu finden die
Über das was große Nähe gibt
Langfristig größere schenkt aber
Das wird nun schon sehr komplex
Vielleicht genügt es hier sich am
Wohlbefinden zu orientieren wie
Höflichkeit auch vögelnd zu wahren
Dann kannst du dir ganz nah sein
Ohne Grenzen zu überschreiten
Wie ineinander eins werden
Mit genug Abstand dennoch

jens tuengerthal 1.8.23

Gelassenheiterkeit

Gelassenheiterkeit

Gelassenheit ist der Schlüssel zum
Lustvoll schönen Leben was sich an
Vielem genüsslich freuen kann statt
Über unwichtiges sich aufzuregen
Was gelassen keinen Gedanken wert
Mehr scheint während bleibt was
Gut tut wie vieles schöner scheint
Mit genügender Gelassenheit die
Genießen will was ist statt sich im
Vergleich zermürbend zu verrennen
Zwar braucht die Lust Aufregung um
Geister zu wecken wie aufzustellen
Doch wie gut wird der gelassene Sex
Der sich nichts mehr beweisen muss
Genießt was ist ohne Erwartung sich
An Momenten miteinander freut die
So immer schöner nur werden wie
Gelassenheit Heiterkeit dauerhaft
Schenkt die mich beflügelt sich am
Glück der Natur nur zu freien statt
Mehr zu wollen oder zu vergleichen
Sich an dem was ist schlicht freut
Ohne jeden Kampf noch dabei was
Die gelassene Heiterkeit zu einer
Fast mönchischen Haltung macht
Die Ruhe ohne Enthaltsamkeit schenkt
Denke ich dankbar dies zu kennen
Zumindest gelegentlich wenn Frau
Nicht gerade irgendwas will oder
Die Beste sein möchte was die
Genüssliche Lust sportlich macht
Während wer gelassen nichts muss
In Ruhe genießen kann und nichts
Anderes will ich mehr

jens tuengerthal 1.8.23

Ruhesegen

Ruhesegen

Welch Segen ist es dem radikalen
Atheisten in der Tradition von Diderot
Sich an der Ruhe zu freuen ohne sie
Einem höheren Wesen zuzuschreiben
Sondern schlicht an der Natur dabei
Anteil zu nehmen die zwar ständig in
Bewegung nach ihrer Art ist aber die
Ruhe uns als Segen schenkt der
Kraft schöpfen lässt denn wenn
Schon unser Herz ständig klopft
Die Nervenbahnen dauernd neue
Elektronische Botschaften senden
Hormondrüsen Erregung produzieren
Oder sonstiges in uns regulieren gern
Wie gut tut es da ganz in Ruhe das
Sein zu betrachten und zu genießen
Sich nicht bedudeln lassen sondern
Die Stille ertragen um tief in sich
Das Gleichgewicht zu finden das
Der ständigen Bewegung wie dem
Steten Fluss das statische Element
Als anderes entgegensetzt was
Erst vereint vollkommen macht

jens tuengerthal 1.8.23

Unternehmungswahn

Unternehmungswahn

Heute mache ich nichts
Aber viele Dinge geschahen in mir
Beginnt eines meiner liebsten Gedichte
Was den Kontrapunkt im Sein so gut
Auf den Punkt bringt dass schon die
Ersten beiden Zeilen genügen darüber
Stundenlang zu meditieren um dabei
Dem Sein mehr Raum zu geben wie
Zu erfühlen auf was es dir ankommt
Braucht weniger Neues oder gar
Abwechslung die nur ablenkt als
Konzentration auf das was bleibt
Vielleicht wären viele glücklicher
Mit dem was ist wenn sie sich
Weniger ablenken als konzentrieren
Würden um zu genießen was ist
Muss nichts mehr unternehmen
Lasse viel mehr geschehen um
So zu erspüren was ist statt es
Mit Abwechslung zu überblenden
Wer nichts tut kann noch etwas
Neues in sich entdecken dagegen
Sind alle die ständig etwas unternehmen
Viel zu beschäftigt etwas zu spüren
Wie wir am Gefühl auch merken das
Ständige Abwechslung dann will aber
Enttäuscht ist wenn nichts bleibt

jens tuengerthal 1.8.23

Stehenbleiben

Stehenbleiben

Alles ist ständig in Bewegung
Auch unser Herz schlägt immer
Elektronen durchrasen dabei die
Neuronalen Netzwerke die uns
Erst denken lassen was wir sind
Ist also permanente Bewegung
Wie Heraklit es im panta rhei einst
Ausdrückte unsere Natur weil der
Stillstand Tod wäre zumindest beim
Herz wie bei den Strömen im Hirn
Die das EEG in Kurven misst
Bin ich meiner Natur darum näher
Wenn ich durch die Welt laufe wie
Ständig in Bewegung bin was viele
Auf der Suche nach Erlebnissen
Die bleibenden Wert haben auch tun
Oder braucht es den Kontrapunkt
Ein Stehenbleiben in hektischer Zeit
Um innezuhalten statt mitzulaufen
Wie sich in der Bewegung zu verlieren
Manchen die gerne Sport machen ist
Die Bewegung Glück genug sich nach
Dieser zufrieden zu fühlen wie zugleich
Ausgeglichen und beruhigt weil sie alles
Taten nicht fürchten müssen noch etwas
Auf den letzten Metern zu verpassen
Vielleicht ist das von Mensch zu Mensch
Wie in jedem nach Zeiten verschieden
Es gab Zeiten in denen ich noch reiste
Gerne auch in Bewegung war wie mich
Fürchtete etwas zu verpassen wo nicht
Heute dagegen kommt mir das alles
Was in meinem Kopf nebenbei abläuft
Wie ein Universum vor dass noch weiter
Zu ergründen ein Leben kaum ausreicht
Vollkommen genügt alles zu haben
Warum ich Stehenbleiben gut finde das
Was sich natürlich bewegt zu erkennen
Wie ohne Teil der Bewegung zu sein
Zu betrachten und zu erkennen
Weiß nicht ob es richtiger so ist
Auch wenn es dem Klima gut täte
Wenn mehr noch innehielten statt
Ständig in Bewegung zu sein aber
Merke wie gut es mir tut nichts mehr
Zu müssen wie zu genießen was ist
Statt noch irgendwohin zu wollen
Vielleicht täte es vielen gut lieber
Zu beobachten und zu bleiben
Wenn sie es wagten sich der steten
Bewegung des Kapitals was von
Der Unruhe lebt entgegenzustellen
Denke ich und betrachte das Sein
Weiter gerne mit etwas Abstand
Ohne daran verdienen zu wollen

jens tuengerthal 1.8.23

Regenlauschen

Regenlauschen

Lausche dem Regen der heute in
Der Kurpfalz kaum enden will die
Ganze Nacht schon seinen Takt
Auf dem Balkon vor dem Zimmer
Trommelte und finde es wunderbar
Im Regen wird alles stiller und die
Geräusche konzentrieren sich auf
Das was das Wetter gerade macht
Es blendet die sonst Geräusche
Durch seine Vordergründigkeit aus
Gibt der Natur allen Raum dabei
Frisst die sonstigen Geräusche der
Wohlhabenden Zivilisation hier im
Südwesten wo immer einer etwas
Baut wie am Häuschen bastelt von
Den dahinter verschwundenen Autos
Ganz zu schweigen die hier immer
Wie viel verkehren weil Wege weit sind
Frage mich ob viele glücklicher wären
Wenn sie mehr mit ihrem Geschlecht
Als mit nur Wagen verkehrten aber
So nimmt der Regen allen Raum ein
Dominiert das Sein mit seinem so
Beruhigend regelmäßigen Takt was
Gut tut und alles in Fluss setzt denn
Vielleicht fließt wirklich alles kommt
Angeflossen wenn wir am wenigsten
Damit rechnen wie es laufen lassen
Lauschte stundenlange dem Regen
Was wie eine Meditation ist die mich
Zurück zur Natur bringt die ohnehin
Alles für mich ist nur hier unabgelenkt
Fließend dem Fluss zum Trotz ein
Gefühl von Kontinuität gibt weil auch
Wenn alles nach Heraklit im Wandel
Stets ist bleibt der Fluss Kontinuum
Des Seins dem zu lauschen gerade
Im Regen wunderbar befreit ohne
Alle Veränderung bleiben kann was
Ein zufriedenes Leben schon wäre
Frage mich ob dem Tropfen lauschen
Im Fluss ist oder ihn von Ferne eher
Mit ruhiger Gelassenheit betrachtet
Wenn alles wiederkommt braucht es
Keine Bewegung und nichts als das
Lauschen zu erleben was kommt

jens tuengerthal 1.8.23

Montag, 31. Juli 2023

Epikuristmuss

Epikuristmuss

Die Philosophie der Lust die Epikur
Der Welt schenkte wurde von Beginn
An angegriffen und polarisierte wie
Die Gruppe aus Männern und Frauen
Die gleichberechtigt im Garten dazu
Sich trafen und nach Genuss strebten
Viele Feinde weckte von denen auch
Die Christen nicht die kleinste Gruppe
Waren auch wenn diese seltsame Sekte
Erst 300 Jahre nach Epikurs Tod sich
Mit ihrem Guru Jesus gründete
Weil ihnen der Hedonismus als
Verwerflich erschien der noch dazu
Sündige Evas gleichberechtigte die
Seit der Aufnahme dieses Märchens
In den Text der Thora noch in der
Babylonischen Gefangenschaft zum
Unterdrückten Weib geworden war
Während die Babylonier sogar mit
Ischtar eine oberste Göttin hatten
Warum die völlig natürliche
Gleichberechtigung die Epikur lebte
Vielen wie ein Grauen erschien und
Tatsächlich dauerte es bis zu den
Existenzialisten das Frauen endlich
Gleichberechtigt philosophierten
Das seltsame Verhältnis von
Sartre und de Beauvoir hier mal
Ignoriert weil sie ohnehin für die
Begründung der Notwendigkeit
Des Epikureismus für eine bessere
Welt einfach keine Rolle spielen
Vielmehr Gefangene des Glaubens
An andere totalitäre Lehren waren
Die das 20. Jahrhundert verbreitete
Was manch großen Denkern viel
Von ihrer Größe im Nebelschweif
Der marxschen Lehren noch nahm
Sie zu Epigonisten totalitären Denkens
Nur machte als bloß Nachgeborene
Dagegen ist was Epikur dachte wie
Lehrte und erkennen ließ wohl am
Vollständigsten in den genialen Versen
Des Epikur Von den Dingen der Natur
Erhalten uns geblieben also als Spiegel
Seines Denkens in lateinischen Versen
Die aber den Kern der Lehre erfassten
Die dem Wohlbefinden zustrebt wie
Genuss als höchstes Glück lehrt ohne
Dabei je zum Übermaß zu raten oder
Sexuelle Ausschweifungen zu empfehlen
Im Gegenteil eher lehrt alles mit Maß
Wie bedacht zu genießen auch die
Leidenschaften die zu uns gehörten
Es ist diese Orientierung am Jetzt
Wie die Freude am bescheidenen Glück
Mit Freundinnen bei Brot Wein und Käse
Im Garten das Leben zu genießen das
Beste Rezept für eine bessere Zukunft
Die keine Wahrheiten verkündet oder
Eine neue Diktatur der Unterdrückten
Fordert für Gerechtigkeit sondern sich
Am Genuss der einzelnen orientiert
Mehr kann nie sein und nichts ist je
Friedlicher als ein lustvolles Leben
Was genießt was ist statt sich für
Ein Jenseits oder Ideen aufzureiben
Genießen wir mehr gelassen könnte
Die Welt viel schöner werden denke ich
Der nichts mehr erreichen muss wie es
Als höchstes Glück empfindet die Lust
Für Momente mit Freunden oder gar
Geliebten teilen zu dürfen warum es
Mehr Epikur in der Welt braucht die
Gelassener schöner gleichberechtigter
Wie ohne allen Kampf lustvoll würde
Dazu mit Versen beizutragen statt
Dem gierigen Profitstreben wäre
Ziel und Glück mir genug warum
Epikur ein muss ist und diese Verse
Die ihn loben dessen Atomlehre ach
Einstein genial fand wie Friedrich den
Sie den Großen nannten mit Liebe las
In der Version des Lukrez die eben
Sein freies Denken offenbarte was
Der Welt gut will und sie genießt
Wer Frauen gleichberechtigt was
200 vor der Zeitrechnung im alten
Griechenland noch revolutionär war
Sorgt damit für Gleichberechtigung
Freiheit wie verbunden damit auch
Langfristig für Geburtenkontrolle
Welche die Überbevölkerung die
Eine der größten Bedrohungen ist
Weiter einschränkt aber dafür die
Welt genüsslich schöner macht
Es geht bei der Lust des Epikur
Nur am Rande auch um Sex
Was gut tut ist gut und soll sein
Ohne alle jenseitige Moral die
Alberne Beschränkungen uns
Dabei auferlegen noch will
Sondern für eine diesseitige Welt
Die genießt was ist wie dann sich
Um den Erhalt dessen kümmert
Was das Leben so schön macht
Es gibt also viele Gründe Epikur
Zum Kern künftigen Denkens einer
Sich vom Aberglauben endlich
Befreienden Welt zu machen
Es könnte uns allen gut tun

jens tuengerthal 31.7.23

Liebeswege

Liebeswege

Die Liebe geht gern seltsame Wege
Verirrt sich zum Gegenteil um dann
Zu sagen ich hasse dich wenn das
Gefühl mal wieder besonders groß ist
Wählt Umwege wo direkt alles klar war
Verzögert wo sie es eilig hat immer mehr
Verliert sich wo daran gewöhnt schnell
Im gewöhnlichen Alltag der Liebe frisst
Scheint wenn lang genug durchgehalten
Als unausweichlich hinterher besonders
Wo die Schwankungen davor groß genug
Verschwindet aus dem Nichts plötzlich
Oder wird in einem Anfall von meist
Bedürftigkeit leichtsinnig ersetzt
Was selten nur wer nicht bereut
Warum Ehen so schwer zu scheiden
Was leider der Liebe nicht mehr
Stabilität schenkte sondern allein
Die Ehe zu einer Gefährdung der
Freiheit machte welche meidet
Wer nicht völlig verblendet noch
Meint es könnte die eine geben
Welche nicht die andere auch
Gleichwertig wieder ersetzte
Was wir dennoch nicht behindert
In Horizont und Sicht nennen
Sondern große Liebe dann weil
Die Liebe und ihre Wege stets
Seltsam wie oft absurd sind

jens tuengerthal 31.7.23

Lustfülle

Lustfülle

Lebt es sich am besten aus voller
Lustfülle um so genüsslich
Wie irgend möglich die Welt als
Ort der Lüste zu erleben was uns
Schon Epikur als Ziel riet wie der
Hedonismus zum Prinzip machte
Nach dem alles Leben zur Lust
Als schönster Erfüllung strebt was
Die Sekten mit ihrer stets absurden
Orientierung zum Jenseits wiederum
Gerne verbieten wollten weil für sie
Das Diesseits nur ein Übergang zu
Einer geaberglaubten höheren Existenz
Ist für die nichts spricht als die aus ihr
Gewonnene Legitimation die Lust zu
Beschränken wie damit Menschen
Im Kern ihres Wesens zu beherrschen
Nichts anderes ist Religion wie ihre
Orientierung am Jenseits was für
Uns zum Genuss des Diesseits
Völlig irrelevant logisch ist aber so
Eine unbegrenzte Allmacht hat
Vor der jeder mit Verstand flüchtet
Während andere sich unterwerfen
Doch jenseits des Aberglaubens will
Alle Natur dass es ihr gut geht sowie
Sie ihrem Wesen nach Befriedigung
Auf egal welche Art erstrebt weil Lust
Uns gut tut wie uns im Genuss stärkt
Wo wir aus der Fülle der Lust dabei
Schöpfen und genießen was ist wird
Es gut so sein und gut tun wo wir
Hindernisse suchen werden wir sie
Ihrer Natur nach genau da finden
Wo wir nach ihnen schauen ob die
Lust primär sexuell oder kulinarisch
Literarisch musikalisch ästhetisch
Wie auch immer gestaltet ist kann
Dabei vernachlässigt werden dafür
Steht der Genuss im Vordergrund
Welcher sich an jeder Lust freut um
Den Augenblick verweilen zu lassen
Was aus der Fülle der Lust dabei
Schöpfend Glück genug wohl ist
Es gibt nicht den einen Weg zur Lust
Sondern so viele wie Menschen die
Sich nach Laune noch wandeln was
Wer je einer Frau nah sein durfte
Kaum leugnen wird wie soweit noch
Irgend selbstreflektiert auch für sich
Bestätigen muss darum kommt es
Um aus der Fülle genüsslich zu
Schöpfen weniger auf den einen
Weg zur Lust an den es nicht gibt
Als die Fähigkeit zu genießen
Was zu üben eine Freude ist
Lustvoll und schön immer

jens tuengerthal 31.7.23

Weltgestalter

Weltgestalter

Es gibt Weltgestalter die es als
Wichtigste Aufgabe sehen die
Welt weiter zu verbessern wie
Dabei als Helden zu strahlen
Dafür verehrt oder gehasst werden
Die stets um Bewunderung ringen
Ob dieses Bedürfnis der Eitelkeit
Die meisten scheitern lässt auch
Wenn sie zeitweise erfolgreich
Die Welt mit Gewinn veränderten
Im Ergebnis meist mehr schadeten
Inwieweit der Gewinn allein schon
Eine konstruktive Gestaltung gleich
Ausschließt scheint mir eher fraglich
Was gut ist und tut darf gerne auch
Gewinne dabei abwerfen jedoch ist
Die primäre Orientierung an der
Maximierung der Gewinne es welche
Viele Gestalter zu Zerstörern macht
Sie im Wahn der erkauften Welt fesselt
Gestalte darum nicht verkäufliches
Schreibe nur unbezahlte Vese die
Keinen Marktwert brauchen um das
Denken weiter anzuregen wie den
Geist der Aufklärung zu fördern damit
Die Freiheit zu stärken was sicher ein
Wert für die Demokratie ist aber keinen
Preis hat noch bezahlt wird auch wenn
Die innere Gestaltung der Gedanken
Weiter wirkt als nahezu alle Pläne die
Konkret umgesetzt die Welt bewegen
Dabei ist es nur wertvoll wenn es auf
Einer aufgeklärt befreiten Haltung
Aufbaut und also mündig entscheidet
Was immer in den Gedanken beginnt
Vielleicht sind die größten Weltgestalter
Mehr im Kopf als im Alltag werden so
Als Haltung dann spürbar die sich
Aufgeklärt kritisch mündig zeigt
Ohne an Verschwörungen zu glauben
Die Welt dort gestaltet wo es bleibt
Aber verkaufen lässt sich das nicht
Vielleicht ist es auch besser so

jens tuengerthal 31.7.23

Orientierungslösung

Orientierungslösung

Viele fühlen sich orientierungslos
Wohin soll all das noch führen und
Welchen Weg wähle ich verantwortlich
Gibt es eine lösungsorientierte Richtung
Die weiter führt statt alles schlimmer
Im weiter so zu machen und wie
Kann ich meinen Weg dabei finden
Es gibt in der Katastrophe keine Wege
Sie lähmt und gestaltet nicht mehr
In ihr werden wir zu Opfern unserer
Ängste ohne eine Perspektive noch
Finden zu können weil wir alleine
Auf die Probleme schauen wie dann
Logisch nichts anderes entdecken
Mehr können wie darin gelähmt vom
Übermaß verharren während wer sich
An Lösungen orientiert eine Perspektive
Sucht wie konstruktiv gestaltet um so
Eine positive Orientierung zu geben
Dabei ist es völlig egal ob meine
Orientierung alle Probleme der Welt
Lösen kann sondern es zählt allein
Dass ich tue was ich kann wie damit
Der Welt und mir gut tue was genügt
Damit zufrieden zu leben also eine
Orientierung nach Neigung zu haben
Was mehr sollte noch je sein denk ich
Um es zu genießen wie es ist was die
Wichtigste Aufgabe doch ist als eine
Orientierung im Nebel des Seins

jens tuengerthal 31.7.23


Krisenpfade

Krisenpfade

Gibt es einen Weg aus der Krise
Oder unendlich viele die wir im
Dschungel der Probleme nicht
Mehr erkennen können von
Der Schwere bereits gelähmt
Alle erleben wir Krisen
Wer noch Nachrichten schaut
Erlebt eine einzige Weltkrise
Die zum sicheren Untergang
Nur noch zu führen scheint
Fraglich was in Krisen hilft
Um aus dieser zu kommen
Statt sie weiter zu verstärken
Sich mit der Weltlage zu befassen
Lässt die Probleme unlösbar wie
Drohende Katastrophen immer
Schlimmer noch erscheinen
Was von der Krise belastete
Menschen zusätzlich schwächt
Es ändert nichts am Leben sich
Mit Problemen zu befassen wie
Daran noch mehr zu leiden aber
Es macht was bleibt unerträglich
Während es stärkt über Lösungen
Nachzudenken wie daran somit
Konstruktiv zu arbeiten dies macht
Sogar Freude und verbessert die Lage
Es ist Unsinn zu meinen wir müssten
Die Probleme genau betrachten um die
Welt besser zu machen wichtiger ist
Weiter an Lösungen zu arbeiten um so
Die Welt besser zu machen denn besser
Geht immer und gut ist was gut tut
So sollen Krisenpfade nicht durch
Die Krise führen sondern stattdessen
Lösungen zeigen die wir gestalten
Damit unsere Welt besser machen
Was gut tut und uns so erhebt dazu
Den richtigen Weg zu finden soll
Keiner das größte Problem suchen
Was zur bekannten Lähmung führt
Sondern lieber das tun was der
Eigenen Neigung entspricht um so
Die Welt auf seine Art zu verbessern
Wir müssen mehr Bäume pflanzen
Weniger Menschen werden wie
Am besten nicht mehr fliegen um
Das Klima noch zu retten was die
Global größte Krise darstellt aber
Was davon wie wem am ehesten liegt
Wer dazu wie beiträgt ist eine ganz
Individuelle Frage der Neigung die
Krisenpfade geben die Anregung
Wege zur Lösung in dir zu suchen
Insofern sich nur etwas ändert wenn
Sich unsere Haltung ändert wie die
Einzelnen Verantwortung übernehmen
Im Sinne einer Befreiung aus der
Selbstverschuldeten Unmündigkeit
Folgen die Krisenpfade der eigenen
Neigung und gestalten konstruktiv
Begeben wir uns auf sie um dort
Lösungen zu suchen statt sich
Weiter mit Problemen zu beschäftigen

jens tuengerthal 31.7.23