Montag, 15. August 2022

Lustentspannt

Lustentspannt

Lust bringt erregende Spannung
Braucht diese auch um nicht völlig
Lächerlich als Gymnastik zu wirken
Wobei die Natur es immer schafft
Unser eigentlich lächerliches Treiben
Lustvoll erregend schön scheinen
Zu lassen auch wenn es nüchtern
Betrachtet eher komisch wirkt
Aber wer ist schon ganz nüchtern
Dabei und unter Hormonen ohnehin
Dennoch gewinnt die Lust noch
Durch entspannte Gelassenheit
Viel an Freude dazu aber verliert
Vor allem jeden Ehrgeiz der dabei
Der Sache mehr schadet als nutzt
Eher zu Impotenz führt als beide
Beglücken zu können ob dabei
Erfahrung komme was wolle
Mehr Gelassenheit schenkt
Oder es die Haltung zum Sex ist
Also nicht Quantität allein zählt
Um qualitativ als Liebhaber gut
Zu werden könnte strittig sein
Lasse es hier dahinstehen
Sofern beides ausreicht werden
Alle es zu genießen wissen
So braucht guter Sex Spannung
Aber wird entspannt viel besser
Wer das widersprüchlich findet
Hat sachlich fraglos recht aber
Fachlich eher keine Ahnung
Vom Wesen des Gefühls

jens tuengerthal 15.8.22

Sonntag, 14. August 2022

Liebesgelassen

Liebesgelassen

Hätte ich die Liebe gelassen
Was hätte ich nicht alles verpasst
Aber mit mehr Gelassenheit wie
Der Erfahrung der Jahre auch
Denke ich es hätten auch die
Ersten genügt es wurde nie
Besser nie anders entsprechend
Aber das in Ruhe zu glauben
Brauchte vermutlich über 50 Jahre
Wie mehr als eine Begegnung
Wäre ich immer so gelassen
In der Liebe gewesen hätte
Nichts mich weiter aufgeregt
Wäre ich bei einer der frühen
Vielleicht lebenslänglich geblieben
Denke ich und bereue nichts
Wen hätten ich alles verpasst
Welch Glück und welch Drama
Was milde lächeln heute lässt
Gelassenheit in der Liebe ist
Das schönste Glück das mir
Zunehmendes Alter schenkte
Es macht scheinbar attraktiver
Als der unbedingte Wille zur
Paarung auf Zeit der wohl mehr
Gier ins Gesicht schreibt während
Wer nichts mehr will alles kann

jens tuengerthal 14.8.22

Glücksritterlich

Glücksritterlich

Ein Glücksritter ist ein Abenteurer der
Sich ganz auf sein Glück verlässt also
Alles im Spiel voller Lust riskiert
Fürst Pückler-Muskaus englische Jahre
Dienten nicht dem Studium der Sprache
Oder primär dem Besuch der prächtigen
Parks und Gärten dort was zwar auch
Zumindest letzteres ganz nebenbei noch
Für später nützlich wurde anders als
Die Suche nach einer reichen Braut
Die der Glücksritter zur Finanzierung
Seiner Pläne in Muskau gebraucht hätte
Die leider bevor sie ganz vollendet
Verkauft werden mussten warum
Der grüne Fürst der auch mit viel
Sachverstand über Gärten schrieb
Die vollendeten wie die gedachten
Deren Sichtachsen ein Traum sind
Neben anderen teils aufgeklärten
Texten etwa zur Literatur in der dieser
Auch eitle Pfau aus der Mark der
Mit einer Hardenberg verheiratet war
Seinen Geist sprudeln ließ der aber
Berühmt wurde für seinen Geschmack
Der immer etwas extravaganter war
Vom nach ihm benannten Eis bis zur
Kutsche mit weißen Hirschen mit der
Er in Berlin unter den Linden flanierte
Wie die von ihm geplanten Parks
Für die er sich hoffnungslos verschuldete
Warum er sich scheiden lassen wollte
Von seiner geliebten ewig betrogenen Frau
Die aber Wohnrecht im Park haben sollte
Den er gemeinsam mit ihr plante was
Alles schon etwas verwirrend klingt
Auch unter den Bedingungen arrangierter
Hochzeiten im Hochadel speziell war
Doch neben der erfolglosen Suche
Nach einer reichen Braut die seinen
Gediegenen Geschmack bezahlen
Aber dafür den fürstlichen Namen erhielte
Berichtet er begeistert auch vom da
Sehr modernen englischen Staat mit
Seiner konstitutionellen Monarchie wie
Dem engagierten Adel dort der anders
Als in Preußen viel für seine Güter tat
Zumal Pückler ein Preuße wider Willen
Einst geworden war wie mit dem dort
Kanzler seinem Schwiegervater nicht
Zu innig immer wieder stand und so
Ist dieser gute Beobachter weniger
Ein Glücksritter gewesen als einer
Der sicheres Geld suchte in der Ehe
Um langfristige Pläne zu realisieren
Aber dabei ein Auge für den Staat
Behielt den er so lange besuchte
Vom englischen Beispiel lernte
Was gerade Europäern fern liegt

jens tuengerthal 14.7.22

Weltwechsel

Weltwechsel

Die Welt in der ich geboren wurde
Welche sich un Klima wie Ressourcen
Kaum kümmerte beim Reisen oder Leben
Einfach unbefangen tat was ihr einfiel
Gibt es nicht mehr seit der Klimakrise
Einige brauchen noch es zu verstehen
Wie leider Teile der politischen Führung
Besonders die Zusammenhänge sind
Für viele scheinbar zu komplex noch
Oder die Terrortouristen die meinen
Sie müssten und dürften überall hin
Reisen und als sei Tourismus normal
Wir leben in einer überbevölkerten Welt
In der nicht mehr jeder einfach seinen
Vergnügen folgen wie sich fortpflanzen
Darf ohne das Leben anderer zu riskieren
Wer es dennoch tut also fliegt wie gegen
Verhütung wettert ist Mittäter am Mord
In der neuen Welt die sich nicht länger
Vor Verantwortung drücken kann alle
Bereiche wie Ziele neu denken muss
Wo die Welten wechseln kommt es
Zu radikalen Veränderungen in allen
Bereichen des Lebens wie der Kultur
Die Bevölkerung wie die Wirtschaft
Müssen radikal schrumpfen um die
Überforderung des Planeten zu bremsen
Ziele also neu definiert werden
Fleisch essen darf nicht mehr normal sein
Verbrennungsmotoren müssen schneller
Verschwinden als viele noch glaubten
Mobilität wird die seltene Ausnahme
Weil in der neuen Welt nicht mehr am
Markt optimierte Preise entscheiden
Wie die damit verbundene Spekulation
Sondern eine nachhaltige Schonung
Aller Ressourcen einzig erfolgreich ist
Für alles andere als Täter gehaftet wird
Was sich ökonomisch nie lohnt
Größtmögliche Gerechtigkeit zu erhalten
Weg vom gesteigerten Konsum hin zu
Bildung und elitärem Genuss bei dem
Die Langsamkeit höchster Luxus wird
Vielleicht dauert es noch ein wenig
Bis alle es begriffen haben es gibt
Kein weiter so mehr in der Welt
Die eine andere geworden ist
Wer früher Verantwortung übernimmt
Wird für weniger Tote verantwortlich
Belügen wir uns nicht mehr länger
Die Welt ist heute eine andere
Angepasst überlebt sich besser

jens tuengerthal 14.8.22

Samstag, 13. August 2022

Lustverwöhnt

Lustverwöhnt

Lustverwöhnt ist wer mit allem was
Lustvoll begegnete glücklich ist
Nichts mehr erwartet oder muss
Aber auf der Welle der Lust mit
Gelassenheit und Erfahrung surft
So gesehen bin ich Lustverwöhnt
Dafür dankbar und habe mein
Leben so lange es eben währt
Lust und Liebe gewidmet weil
Mehr wie schon Epikur lehrte
Mensch nie erreichen kann
Betrachte es dankbar und
Freue mich auf was kommt
Aber weiß es ist lange genug
Dankbar dafür völlig gelassen
Verwöhne ich heute lieber als
Alles andere um das Glück eines
Lustverwöhnten Lebens noch
Ein wenig zu teilen
Was genug ist

jens tuengerthal 13.8.22

Liebesernüchtert

Liebesernüchtert

Was bleibt nüchtern betrachtet von der
Liebe übrig als die Sehnsucht nach
Einem Traum der sich nie erfüllt
Damit er immer wach bleibt
Die kurzen Momente tiefer Erfüllung
Oft gemeinsam mit Befriedigung
Nach schönem Sex verlieren sich
Im Nichts der Relativierung schnell
Ist der Traum vom geteilten Glück
Genug all das Leid zu ertragen
Lohnt sich die Liebe ganz nüchtern
Bilanziert je oder ist sie nur eine
Lange Reihe von Täuschungen
Bei der immer die aktuelle vorige
Ersetzt mit gleichen Mitteln als
Wäre der Mensch unfähig aus
Erfahrung etwas zu lernen
Frage ich mich und weiß doch
Aus unerfindlichen Gründen ist
Die Liebe stärker als alle Vernunft
Warum obige Feststellung müßig ist
Liebe geht ihren Weg immer gegen
Jeden Widerstand der sie noch stärkt
Wo nicht war es keine Liebe bis
Zum nächsten letzten mal was
Unsinnig klingt könnte unsere
Natur einfach sein und dann
Ist es vermutlich auch gut so
Denn diese ist ja vernünftig

jens tuengerthal 13.8.22

Bienenstaat

Bienenstaat

Im 30. Brief der Reise um meinen Garten
Denkt Alphonse Karr über die Bienen wie
Die ihnen zugeschriebenen Eigenschaften
Als Staatswesen nach die in einer strikt
Absolutistischen Monarchie leben deren
Präzise Ordnung die Menschen schon
So lange sie diese beobachteten sehr
Beeindruckten manch Spartanern wohl
Als Vorbild galt wie Papst Urban VIII. zu
Seinem Wappenspruch auch inspirierten
Wonach der Honig für Frankreich aber
Der Stachel für Spanien war was dann
Manche spitze Diskussion anstachelte
Die der Papst der später auch für seinen
Nepotismus berüchtigt war aber dazu
Bernini stark förderte damit befriedete
Der König der Bienen trüge keinen Stachel
Warum es Honig für alle aber für keinen
Wunden gäbe was von reger Phantasie
Aber wenig Ahnung in der Sache zeugt
Haben die Bienen doch eine Königin
Was Rom bis heute nicht schaffte
Dieser typisch monotheistische Aberglaube
Zur Diskriminierung der Frau durch die
Sicherung männlichen Erbes mittels
Keuschheit während die Männer die
Zuvor ihren Harem bildeten nach der
Getanen Arbeit der Befruchtung schlicht
Umgebracht werden da nicht mehr
Im Bienenstock benötigt also bloß
Belastende Fresser wären womit die
Kaste der vorgeblich keuschen Päpste
Die häufig altersgemäß meist impotent
Längst sind im Bienenstock ohnehin
Keine Existenzberechtigung mehr hätte
Ob diese sich dessen klar sind oder
Es eher symbolisch verstehen wollten
Lässt Alphonse Karr offen wie oft
Vergleiche mit der Tierwelt bedingt
Tauglich nur sind um noch etwas
Irgend treffend zu beschreiben aber
Dennoch von mutmaßlich Tierfreunden
Die ich immer verdächtig finde weil sie
Nur ihre Sklavenhaltung tarnen wollen
Zu gerne lächelnd benutzt werden
Aber Karr gewährt einen tiefen Einblick
In das für uns wenig soziale Leben der
Bienen deren Fleiß manche noch für
Vorbildlich halten weil sie den Preis
Dieses Lebens nicht kennen was
Nach seiner Natur alle tötet die
Im Programm der Fortpflanzung
Nicht mehr nützlich sind was auch
An die Phantasien mancher Diktatoren
Des 20. Jahrhunderts uns erinnert
Auch die Vielmännerei der Frauen
Wie sie Tacitus schon für die Germanen
Beschrieb scheint völlig natürlich
Anders als das pathologische Modell
Patriarchaler Dominanz was dafür die
Überlegene weibliche Sexualität noch
Bis heute unterdrückt die im Gegensatz
Zur männlichen Potenz im Alter noch
Zunimmt was auch für matriarchale
Strukturen nach der Natur spräche
Was aber diese Erkenntnis für unsere
Soziale Gemeinschaft bedeutet ist
So spannend wie die Frage ob wir
Den Tod künftig wie die Bienen nach
Nutzen lieber beurteilen sollten wie es
Die Naturvölker und Indianer taten die
Alte und Behinderte die den Marsch
Im Winter gen Süden nicht mehr
Schafften also unnütz waren am
Lagerfeuer zurückließe bis sie von
Den Wölfen gefressen würden sobald
Das Feuer erlischt was der Natur
Ihren Lauf lässt und ich denke dabei
An meinen Onkel im Hospiz mit dem
Es nun bald wohl zu Ende geht
Ob ein Hospiz das Lagerfeuer
Unserer Tage wurde die wir noch
Zu feige sind sterben zu lassen
Als Gnade zu verstehen weil
Nach der Natur nichts mehr kommt
Wie es uns die Bienen zeigen die
In der Mehrzahl biologisch dabei
Anders als grammatisch ungeschlechtlich
Sind bis auf Drohnen und Königin 
Die nur beschränkte Zeit auch leben
Jede erfüllt ihre Aufgabe das ist ihr
Leben im Bienenstock ob kurz oder lang
Danach werden sie umgebracht sowie
Um Platz zu sparen entsorgt ohne
Jede verlogene Sentimentalität
Manches an den Bienen scheint
Jeder Zeit auf ihre Art ideal
Anderes dagegen grausam brutal
Lassen wir sie Bienen sein uns
Genügte menschlicher zu werden

jens tuengerthal 13.8.22

Mauersanierung

Mauersanierung

Die Berliner Mauer scheint dringend
Sanierungsbedürftig so sehr wie alle
Bewohner des Osten oder Westens
Ihren je Lebensraum noch verklären
Besteht ein Bedürfnis nach Abgrenzung
Lebe im irgendwie Zwischenraum
Früher Osten heute fast alle Ossis
Verdrängt um Raum für Wessis
Auf der Suche nach Altbau zu schaffen
Meist bestens in Pastellfarben saniert
Ist es hipp wie zunehmend unbezahlbar
Hier früher nahe der Mauer zu leben
Manche verklären die DDR wieder
Ohne zu wissen wovon sie reden
Andere wissen es genau aber
Versprechen sich Vorteile davon
Die Mauer in den Köpfen ist heute
Höher als je von 1961 bis 1989
Bald steht 33 Jahre nicht mehr
Was heute vor 61 Jahren gebaut
Nie dürfen wir vergessen wessen
Ahnen gemauert wie geschossen
Keine Verharmlosung zulassen die
Das Vergessen lieber fördert wie
Mit den Erben der SED regiert um
Regieren zu können in Berlin
Der Geist der Relativierung wie der
Traum vom vereinigten Sozialismus
Sitzt tief in der verlogenen SPD
Im alten Westen hat die sogenannte
Linke keine Chance je gehabt
Alte Kader im Osten halten sie noch
An der Macht wie verlogene Sozen
In Pankow und anderen Teilen
Ist die Mauer erst weg wenn der
Letzte SED Bonze tot ist oder
Wird sie nie verschwinden weil
Trennung und Verklärung im Kopf
Beginnt wie erhalten noch wird
Solange undemokratische Parteien
Fern der Mitte noch mehr als 10%
Der Wähler im Osten begeistern
Egal ob Linke oder AfD wird sich
Das gute Deutschland weiter fragen
Womit es diese Einheit verdient hat
Als ob Strafe je gerecht wäre denn
Die sogenannte Wiedervereinigung
War die Übernahme eines längst
Bankrotten Betriebs auf Staatskosten
Der alten Bundesrepublik die zum
Dank vordemokratische Bürger
Bekam die nicht schätzen können
Was Freiheit ihnen schenkte wie
Berliner Kultur noch immer fest
In der Hand der SED Erben ist
Die mehr totalitär als innovativ sind
Subkutan weiter indoktrinieren
Was den hiesigen Geist bestimmt
Der in alten Schemen nur agiert
Nichts innovatives zu bieten hat
Längst konkurs ist wie die DDR
Es ist eigentlich fürchterlich dort
Lebe nur hier weil es alternativlos ist
Wenn du keine Provinz bloß willst
Aber zum Glück ist alles Sein
Immer auch endlich

jens tuengerthal 13.8.22


Dichtermordversuch

Dichtermordversuch

Auf Salman Rushdie den Dichter der
Satanischen Verse durch die sich vor
Vielen Jahren die Mullahs im Iran
Provoziert fühlten warum sie eine Fatwa
Gegen ihn aufsetzten die seinen Tod
Mit 3 Millionen Dollar wie göttlichem
Segen belohnte warum er jahrelang
Personenschutz genoss und auch
Untertauchen musste aber weiter
Für die Wahrheit kämpfte was er
Gegen Trump noch für nötiger hielt
Wurde ein Messerattentat verübt
Noch ist über den Täter nichts
Bekannt aber Rushdies Worte
Dass die Wahrheit ein Kampf ist
Der noch nie so wichtig war wie
Heute was das Attentat belegt
Auch wenn es die Wahrheit
Nicht gibt zeigt dieser Tag wie
Wichtig es ist für das freie Wort
Auch in Zukunft zu kämpfen
Möge Rushdie gut überleben

jens tuengerthal 12.8.22

Freitag, 12. August 2022

Naturlust

Naturlust

Der Klimawandel zwingt uns zum Umdenken
Doch können wir diesen Zwang voller Lust
Genießen lernen indem wir uns Zeit nehmen
Die Natur mit Lust zu betrachten statt sie
Weiter zu etwas zwingen zu wollen was
Nicht der Natur ihrer wie unserer entspricht
Es bedeutet sich mehr Zeit zu nehmen
Statt irgendwohin zu fahren lieber die
Natur vor Ort zu genießen wie diese
In ihrer Wandlung zu beobachten
Bei täglichen Spaziergängen etwa
Die Freude an naher Lust erkennen
Die Natur ihrem Wesen nach überall zeigt
Mit dieser Lust voll Freude zu leben
Ist genug Genuss zur Zufriedenheit
So bietet der Klimawandel uns die
Chance nahe Schönheit der Natur
Wieder zu erkennen und zu genießen
Was mehr könnte an Glück sein
Denke ich zufrieden dankbar

jens tuengerthal 12.8.22

Gesundheitskrankheit

Gesundheitskrankheit

Heute meldete der Deutschlandfunk
Die Wartezeit in Krankenhäusern in
Großbritannien betrage inzwischen
Bis zu 12h und alle Welt ist empört
Doch viel besser ist es in Berlin nicht
Wo ich schon über 5h ohne Behandlung
In der Nacht in der Charité wartete
Wer nicht laut auf sich aufmerksam macht
Kann zwischendurch auch sterben
So viel besser ist es hier also nicht
Was der Lohn der Privatisierung im
Gesundheitswesen ist bei dem heute
Wie überall Erbsenzähler entscheiden
Was lohnt und effektiv wäre damit die
Kosten gedämpft werden wird das
System regelmäßig überfordert
Ärzte und Pfleger machen dafür
Enorme Überstunden und dringend
Benötigten Springern wird ein Lohn
Von bis zu 200 Euro die Stunde geboten
Das System am Leben zu halten
Womit sich jede regulär bezahlte Kraft
Fragt wozu sie noch arbeiten soll
Das ganze System ist krank womit
Die Versorgung nicht mehr länger
Gewährleistet ist die es bringen soll
Dennoch verschlingt es weiter Milliarden
Zeit etwas grundsätzlich zu ändern
Ersetzen wir das Abrechnungssystem
Durch eine Versorgungsgarantie die
Vom Staat getragen wird damit sich
Krankenhäuser auf ihre Aufgabe
Konzentrieren können ohne Geld wie
Geist auf die ökonomische Optimierung
Verschwenden zu müssen es ist Zeit
Zu retten was noch möglich ist
Nicht alles darf auf den Markt
Das Mischsystem ist gescheitert
Schaffen wir eine Bürgerversicherung
Die alle Notfälle abdeckt wie zugleich
Das Personal staatlich anstellt womit
Es nur eine Behörde statt vieler
Krankenversicherungen bräuchte
Es wäre günstiger und effektiver
Wer weitermacht wie bisher lässt
Das System sehenden Auges sterben
Wie wenige sehr viel daran verdienen
Wagen wir den radikalen Wechsel um
Den hohen Standard zu erhalten aber
Dabei effektiv und günstig das Geld
Direkt in die Patientenversorgung zu
Stecken statt in immer größere Verwaltung
Die nur sich selbst erhält und zusätzlich
Erbsenzähler zur Optimierung beschäftigt
Es dürfte sich für alle lohnen und zugleich
Schaffte es gerechte Versorgung für
Alle Bürger ohne Privatpatienten
An der Gesundheit soll keiner mehr
Verdienen müssen aber ihre beste
Erhaltung ist staatliche Aufgabe
Wie keiner die Polizei privatisiert
Muss dies für Gesundheit gelten

jens tuengerthal 12.8.22

Liebesnutzen

Liebesnutzen

Welchen Nutzen bringt die Liebe
Überlege ich aus Sicht der Evolution
Wo sich das Bessere stets durchsetzt
Sie macht uns schwach verwundbar
Teilweise wie zeitweise wahnsinnig
Lenkt uns vom Wesentlichen ab was
Wir tun um dauerhaft ein sicheres
Gutes Leben zu führen ist also aus
Sicht der Evolution eher schädlich
Dennoch folgen Menschen diesem
Trieb der keinen Mehrwert erzeugt
Noch für das Überleben nutzt seit
Es schriftliche Berichte aus dem
Menschlichen Leben gibt gilt die
Kunst der Liebe wie der Lust als
Kern unserer Glückssuche wobei
Fraglich bleibt was davon real ein
Großes Glück ist und wo wir uns
Traditionell nur etwas vormachen
Weil viele Nachkommen früher der
Schlüssel sozialer Versorgung waren
Was heute eher das Gegenteil auch
Bewirkt jedenfalls nicht reicher macht
Viele Nachkommen gefährden eher
Das Überleben der Arten weil die
Natürliche Auslese zu gering ist
Der Raum Erde beschränkt bleibt
Wäre die Evolution wie von Darwin
Postuliert auf Optimierung aus wäre
Die Liebe eher ein Irrweg nur warum
Hält sie sich gegen alle Vernunft
Wird nicht von der Evolution erledigt
Da weder vernünftig noch nützlich
Im Gegenteil das Risiko erhöhte
Auf der Suche nach Lust was ja
Nach Epikur unsere Aufgabe ist
Weil Sein keinen Sinn braucht als
Die Fähigkeit zu genießen was ist
Es bleibt wohl einzig die Illusion von
Vollkommener Lust die Liebe uns
Schenkt wenn wir auf komische Art
Die Geschlechtsteile aneinander reiben
Wie im Gilgamesch Epos der erste Akt
Der Zivilisation nach der Rasur war die
Kunst von Liebe und Lust zu lernen
Dabei wurde aufgrund des Vertrauens
Der sexuelle Akt schon lange mit dem
Großen Gefühl gerne verbunden auch
Wenn diese Verbindung historisch
Mehr Schaden als Nutzen stiftete
Halten wir an der Illusion fest weil
Ein schönes Gefühl was Liebe fraglos
Zumindest am Anfang sein kann
Stärker wirkt als alle Erfahrung sogar
Die Vernunft leicht aussticht noch
So mag die Liebe evolutionär völlig
Nutzlos sein doch ist sie emotional
Eine so wirkungsvolle Droge für
Unser Wohlbefinden mit ihr enger
Verbunden scheint als mit aller
Logik der Evolution die genau das
Gegenteil uns lehren würde warum
Sich am Ende fragt ob was gut tut
Nicht gegen alle Logik auch stets
Gut ist weil es sich so anfühlt damit
Die Natur als Trieb dahinter doch
Zu ihrem Vorrang und Recht kommt
Was gut für die Natur ist ist gut
Also auch das Chaos der Liebe
Zumindest für Momente der
Ungestörten Illusion noch

jens tuengerthal 12.8.22


Donnerstag, 11. August 2022

Umdenkwege

Umdenkwege

Wie bewege ich mein Hirn zum
Notwendigen Umdenken was ein
Weiteres Leben von Menschen
Auf dem Planeten ohne große
Vernichtung oder ein Aussterben
Auf Dauer ermöglichen kann
Weiter so geht nicht mehr wie
Auch die letzten Idioten nun
Langsam registrieren müssen
Weil das Klima es verhindert auch
Wenn einige ewig gestrige noch
Fliegen oder urlauben als sei
Nie etwas gewesen weil sie es
So gewohnt sind auch wenn
Gewinn und Schaden schon lange
In keinem Verhältnis mehr stehen
Weil die Kraft der Trägheit sie stärker
An Gewohnheiten fesselt als es
Nötiger Entwicklung gut tut viele
Lieber die Augen vor Tatsachen
Weiter verschließen um keine
Neuen Wege einschlagen zu müssen
Dabei ist genau dies der Punkt wo
Die Wandlungen der Zeit spannend
Werden an den Wendepunkten wenn
Ein neuer Steuermann an Bord geht
Sich der Kurs nicht mehr wie bisher
Nach Landmarken richtet und ein
Neuer Steuermann an Bord kommt
Was wie Ernst Jünger einst schrieb
Nach dem Kap der guten Hoffnung
Regelmäßig geschieht wenn dort
Ozeane sich sichtbar mischen ist es
Zeit für einen neuen Kurs der die
Verbindung von oben nach unten
Der Natur dabei folgend findet
Statt weiter die Realität zu leugnen
Sich ihr in aller Konsequenz stellt
Sein wir kurz vor dem Ende ehrlich
Wir sind schon lange viel zu viele
Jeder der das ändert tut Gutes
Wer nichts mehr beizutragen hat
Zur Schonung der Ressourcen
Wie das Umdenken zu fördern
Könnte besser wohl gehen auch
Wenn es keiner so sagen wird
Solange Ignoranz vor Verantwortung
Als leitende Ideologie regiert aber
Bald schafft die Natur Fakten
Gut ist wer vorher Wege suchte
Muss sich wo frei und verantwortlich
Nicht gleich überflüssig fühlen
Der Rest kann gehen
Wir sind genug

jens tuengerthal 11.8.22

Mittwoch, 10. August 2022

Umdenken

Umdenken

Der Klimawandel erfordert ein Umdenken
Wir müssen alles was wir gewohnt sind
Prüfen wie nötigenfalls ändern um sich
Noch durch eigenes Tun zu befreien
Was viele theoretisch schon sagen
Nur was heißt dieser Weg praktisch
Wo fangen wir mit dem Umdenken an
Welche Bereiche sind alle betroffen
Gibt es noch irgendeine Ausnahme
Am besten fangen wir bei uns an
Weil es ist was uns am nächsten liegt
Es sind alle Bereiche davon betroffen
Vom Beruf bis ins Privatleben vom
Eigenheim bis zum Urlaub überall
Haben wir als mündige Bürger also
Aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit
Nach Kant befreite Menschen Verantwortung
Wer sich klimaschädlich verhält ist asozial
Muss dieses Verhalten rechtfertigen
Vor sich wie damit vor der Gemeinschaft
Deren Teil er ist und der er mit seinem
Verhalten die Lebensgrundlage raubt
Wer fliegt braucht dafür gute Gründe
Für die Vergnügen sittlich nie reicht
Fleisch essen wie Verschwendung sind
Klimaschädlich und das muss jeder
Begreifen wie vor sich rechtfertigen
Dabei geht es nicht um Anklagen
Oder eine Klimainquisition sondern
Um persönliche Verantwortung dabei
Dies alles zeigt die autoritäre Seite
Hinter dem Prinzip Aufklärung als
Sittlicher Maßstab diese schenkt uns
Zugleich die größtmögliche Freiheit
Wer nichts tut wird sich irgendwann
Als Täter verantworten müssen was
Moralische Drohung genug ist beim
Drohenden Tod tausender Menschen
Wichtiger aber noch ist die Chance
Die wir mit der Freiheit gewinnen
Die Möglichkeit zur Gestaltung der
Zukunft wie unseres Lebens in dem
Es an uns liegt ob es uns eine Freude
Wird gut und richtig zu handeln wir
Das was geboten ist lustvoll auch
Genießen lernen um mit dem was
Nötig ist gut leben zu können was
Gerade dass größte Glück ist

jens tuengerthal 10.8.23

Steuerungsproblem

Steuerungsproblem

Der Finanzminister will die Bürger entlasten
Um die kalten Progression der Inflation
Wieder auszugleichen woraufhin sofort
Die Empörung groß ist weil diejenigen
Welche mehr Steuern zahlen dabei
Prozentual wie real mehr entlastet
Würden schreien alle empört auf
Dabei wäre es egal wie gut wenn
Bürger mehr in der Tasche hätten
Um so den Konsum anzuheizen
Was die Inflation bremsen könnte
Zugleich muss der Staat mit dann
Weniger Einnahmen hohe Ausgaben
Kompensieren ohne als Kunde am
Markt das System auszubremsen
Außerdem will der FDP Vorsitzende
Die Schuldenbremse einhalten wie
Die Energiekrise noch abfedern
Die Aufgabe klingt nach Sisyphos
Ob Lindners Ideen etwas taugen
Oder die Spaltung der Gesellschaft
Noch verstärken kann ich nicht
Kompetent beurteilen aber halte viel
Was dazu gerade gesagt wird für
Politisches Geschrei erstaunlich
Nur ist dass auch Ökonomen wie
Der Chef des Instituts für Weltwirtschaft
Vor dem Weg Lindners warnen der
Keine nachhaltige Perspektive hätte
Viele fordern eine direkte Zahlung
Die allen zugute kommt anstatt
Was aber mehr nach Gießkanne
Als nach Kalkulation mir klingt
Erschreckend aber finde ich wie
Der Finanzminister der gerade
Selbst Vater wurde auch noch
Die Zuchtprämie Kindergeld
Erhöhen will was nicht mehr in die
Zeit der Klimakrise passt weil wir
Dringend weniger werden müssen
Nur auf diese viel wichtigere Frage
Haben unsere Sozialsysteme noch
Keine Antwort im Gegenteil und so
Macht der liberale Finanzminister
Weiter wie alle vor ihm ohne eine
Perspektive als die Gießkanne uns
Für die Zukunft zu geben was aber
Deutlich zu wenig ist was lieber
Kritisiert werden sollte als eine
Lächerliche Diskussion über die
Anteile der Entlastung die eher
Peinlich als zielführend ist aber
Darüber wird der Unsinn mit den
Kindern zu seinen auch Gunsten
Völlig übersehen weil alle meinen
Mehr Kindergeld sei sozial gerecht
Besser wäre es Kinder zu einem
Teuren Vergnügen zu machen
Damit es sich lohnt keine mehr
Zu haben aber soweit ist dieses
Vorgestrige Land was immer noch
An Bismarcks verlogenen System
Festhält noch lange nicht

jens tuengerthal 10.8.22