Dienstag, 9. August 2022

Meerliebermann

Meerliebermann

Max Liebermann Sommerreisen nach
Noordwijk in den Niederlanden sind
Thema der Sommerausstellung in der
Liebermann Villa am Wannsee und so
Machte ich eine Sommerreise mit dem
9 Euro Ticket zum Wannsee um von dort
Mit Max Bildern nach Holland zu reisen
Urlaub mit dem Auge an der See nur
Wenige Meter von Berlins Meer dem
Wunderbaren Wannsee am Grunewald
Zu machen über dem später schon die
Hubschrauber mit Löschwasser kreisten
Die Hoffnung geben den Brand nun
Endlich löschen zu können damit
Berlins Badeort im Strandbad wieder
Ohne Hindernis besucht werden kann
Aber das passiert nur am Himmel in
Nicht hörbarer Ferne noch sichtbar
Währen ich mit Liebermann in den
Niederlanden das Meer genoss wie
Jahrmarkt und Dünen dort wo sich
Paul Cassirer eine Villa am Strand
Baute in die er Liebermann wie seine
Kollegen einlud woraus wunderbare
Bilder von Meer Sommerfrische wie
Dem anfänglich armen ländlichen
Leben dort entstanden was bald
Einem mondänen Badeort wich
Wie Liebermann in seinen Bildern
Mit seinem liebevollen Blick für
Die Betrachter seiner Bilder als
Sommerfrische für das Auge
Dokumentierte die heute mein
Urlaub am Meer ganz nahe dem
Hoffentlich bald gelöschten
Grunewald wurde ein zauberhafter
Genuss für den Dichter und Flaneur
An einem Dienstag im August

jens tuengerthal 9.8.22

Sommerliebermann

Sommerliebermann

Der Garten Liebermanns am Wannsee
Ist um jede Jahreszeit wunderbar aber
So bunt wie jetzt im August ist er nie
Dazu der Blick auf die Segler am See
Die bei nahezu Windstille langsam in
Naher Ferne vorbei dümpeln verzaubert
Den wunderschönen Ort noch mehr
Geben der Stile hier etwas magisches
Trotz zahlreicher Besucher der heute
Gartenführung verliert es sich auf dem
Großzügigen Gelände wieder ist die
Ruhe ein Genuss wäre da nicht am
Nachbartisch im Rücken der Herr
Mittleren Alters mit seinem Telefon
Der noch für alle hörbar wichtiges
Vor seinem Kuchen klären muss
Aber die schöne Stimmung hier
Im Garten lässt auch das gelassen
Vorbeisegeln nach der ersten Tasse Tee
Wie die Boote auf dem See nachdem
Auch der Gartenvortrag am Ufer über
Lautsprecher endete bleibt Genuss
Von dem die hauptsächlich älteren
Herrschaften nicht weiter ablenken
Die auch jeden weiteren Gedanken
Völlig entbehrlich machen und so
Sitze ich am Rand der Terrasse
Mit unverstellten Blick ins Grüne
Auf die berühmte Birkenallee die
Der Meister so vielfältig malte
Mit der Regionalbahn aus der Stadt
Ins Grüne gefahren um hier noch
Liebermanns Bilder zu erleben
Wie schön kann Leben sein

jens tuengerthal 9.8.22

Psychokrise

Psychokrise

Zwei Jahre nach Beginn von Corona
Sind psychische Krankheiten der
Häufigste Grund für die stationäre
Behandlung jünger Menschen geworden
Verrät uns die Statistik ganz nüchtern
Drehen langsam alle durch weil keiner
Mehr den ewigen Ausnahmezustand
Mit Todeswarnung und Rücksichtsgebot
Ertragen kann im großen Freizeitpark
War es der unerträgliche Streit unter
Den aufeinandersitzenden Eltern
Die zuviel Zeit miteinander hatten
Ist es der ganz normale Wahnsinn
Der jeden von uns treffen kann
Was ist überhaupt noch normal
Wen kenne ich nicht alles der
Selbst betroffen oder die Kinder
Physische Krankheit ist Alltag
Unklar nur ob es an mehr
Sensibilität für das Thema
Oder den gerade Umständen
Zwischen Corona und Krieg liegt
Welche Perspektive ohne Angst
Haben Jugendliche noch in dieser
Welt die nur den Profit maximiert
Aber war es denn jemals anders
Frage ich mich und denke die
Klagen ähneln sich immer nur
Die Protagonisten ändern sich
Von Zeit zu Zeit natürlich aber
Mehr Psychokrisen sind ein Grund
Innezuhalten und nachzudenken
Was wirklich lohnt im Leben
Nutzen wir die Zeit für uns als
Ausbruch aus dem Wahnsinn
Den viele normal finden

jens tuengerthal 9.8.22

Montag, 8. August 2022

Dunkelheiter

Dunkelheiter

Ist der Mensch gut oder böse
Lässt sich diese Frage jemals
Verbindlich für alle beantworten
Haben wir eine dunkle Seite die
Zum Bösen hin uns zieht wie
Den Egoismus erst gebiert
Der andere besiegen will
Wie seine Träume mit Gewalt
Auslebt wie Putin seinen
Sowjetischen in der Ukraine
Der Krieg wie Leben riskiert
Für nationale Interessen die
Das Kind des Egoismus sind
Auf internationaler Ebene erst
Zur relevanten Konkurrenz wird
Die dunkle Diktatur den Opfern
Als nationale Sonne scheinen lässt
So scheint uns manches heiter
Wie ländlich fröhlicher Tanz
Der nationalen Siedler hier
Was Intoleranz alleine trägt
Von altem Hass genährt der
Vorherrschaft statt miteinander sucht
Sich vor anderen noch fürchtet
Wie es die Wirtschaft auch tut
Um in Konkurrenz sich zu besiegen
Was hunderttausende Fußballfans
In Schlachtengesängen bejubeln
Denn überall ist der Grat schmal
Der Wettkampf vom Krieg trennt
Welcher sportlich betrachtet wie
Ernst Jünger es in Stahlgewittern tat
Sich so viel ähnlicher noch ist
Keiner hielte 11 Freunde für Mein Kampf
Und doch tut es gut sich den überall
Geist der Konkurrenz als eine
Form des Kriege bewusst zu machen
Die marxsche Brandstiftung vom
Klassenkampf wirkt dabei fort 
Wer aber ewigen Frieden will
Muss die dunkle Seite beleuchten
Die in vielem harmlos sich versteckt
Was bei Licht besehen längst Krieg
Für viele ist der nur zivile Form hat
Solange wer besiegen will wird
Einer im Kampf unterworfen
Wenn Biden in Afghanistan mordet
Nach Wildwestmanier ist er nicht
Besser als Putin vom Standpunkt
Des moralischen Urteils doch solange
Staaten die dunkle Seite des Menschen
Weiter fördern im Eigeninteresse bleibt
Der ewige Frieden nur ein ferner Traum
Konkurrenz und Wettkampf sind Krieg
Wer davon weg will muss umdenken
Fragen ob Eigentum Diebstahl ist
Was die Dunkelheit um uns auslöst
Ob sie Teil unserer Natur ist mit der
Wir künftig auch leben müssen oder
Wo wir wie endlich umdenken müssen
Um in Frieden leben zu können
Es scheint momentan sehr dunkel
Doch das Licht scheint auch in der
Tiefsten Finsternis sofern es kann
Im Frieden Zeit und Raum findet

jens tuengerthal 8.8.22

Beerdigung

Beerdigung

Eine Beerdigung Beisetzung oder auch
Bestattung und Begräbnis ist der jeweils
Transport eines Leichnams an einen
Festen Ort an dem dieser bleiben soll
Dieser liegt in der Erde oder sonst in
Der Natur als dann Asche dies umfasst
Meist eine religiöse oder weltliche
Trauerzeremonie der Hinterbliebenen
Wie die Überlebenden die nach dem
Je Aberglauben Abschied nehmen
In der Trauersprache genannt werden
Warum der Tod nach dem Sein einfach
Nicht mehr ist tragisch sein soll wie
Warum der herrschende Aberglaube
Der doch an eine unsterbliche Seele
Vorgeblich glaubt ihn so begeht ist eher
Schizophren als vernünftig erklärbar
Epikur lehrte schon 250 vor der Zeit
Dass es keinen Grund gibt den Tod
Zu fürchten weil er nie mit den Leben
Irgendwo gleichzeitig wäre wo er
Auftaucht ist kein Leben mehr also
Er Epikur nicht mehr und solange
Sein Sein ist wäre kein Tod da weil
Beide im Wesen ungleichzeitig sind
Das Nichts als ewige Heimat ohne
Sorge Schmerz oder Veränderung
Könnten wir genauso gut begrüßen
Dass die Angehörigen um diejenigen
Die sie verloren haben trauern wäre
Noch verständlich aber nichts als
Eine unchristliche Missgunst die
Den Toten die Freiheit des Nichts
Nicht gönnen kann warum jede
Beerdigung eigentlich eher eine
Offenbarung schlechten Charakters ist
Wer laut trauert jammert für sich aber
Gönnt den Toten ihr Nichts nicht
Am schönsten ist die Erinnerung
Mit der keine Gegenwart je die
Immer fehlerhaft bleibt mithält
Wer liebt und gönnen kann
Sollte es denen die das Leben
Hinter sich haben schlicht gönnen
Wie wir ohne den Aberglauben an
Himmel und Hölle keinen Grund
Hätten das Ende noch zu fürchten
Der Begriff Beerdigung stammt aus
Dem christlich jüdisch muslimischen
Aberglauben nach dem die Leiche
Der Erde anvertraut oder eingebuddelt
Wird um unterirdisch zu verfaulen
Eine eher ekelhafte Vorstellung
Im süddeutschen und österreichischen
Heißt die Beerdigung auch Leiche
Was den Begriff Leichenschmaus für
Das gemeinsame Essen danach
Erklärt der Anklang an eine Feier
Hat die dem würdigen Abschied
Vom Verstorbenen wie zugleich
Dem Verprassen des Erbes dient
Die Germanen dagegen verbrannten
Ihre Leichen nach Tacitus aber
Wählten je nach Rang besonderes Holz
Sie sollen das Wehklagen rasch
Wieder ablegen wenn es Zeit ist
Denkmäler für Tote verwerfen sie
Als für diese unnötig erdrückend
Die ältesten Beerdigungen sind
In Höhlen nahe Haifa in Israel
Nachweisbar vor über 100.000 Jahren
Unklar ob anderes spurlos blieb
Großen Kult um ihre Leichen betrieben
Die Ägypter die den Pharaone mit den
Pyramiden bis heute sichtbare Gräber
Einst bauten dafür balsamierten sie
Ihre Leichen ein und gaben ihnen mit
Was sie für die Reise ins Totenreich
Noch brauchen könnten ließen also
Ihre Toten nicht einfach nicht sein
Konnten des Lebens Ende nie
Akzeptieren während die Griechen
Zwar den Aberglauben pflegten
Die Leichen müssten noch Geld
Für Charon den Fährmann ins
Totenreich haben wozu sie diesen
Zwei Münzen auf die Augen legten
Verbrannten sie ihre Leichen schon
Was einer natürlichen Sicht die dem
Aberglauben fern steht entspricht
So taten es auch die Römer noch
Bis der christliche Aberglaube alles
Also auch das Ende dominierte
Wie es wäre den Tod zu feiern
Statt sich der Trauer hinzugeben
Scheint mir der Frage wert gerade
In Zeiten des Krieges wo es sich
Schneller stirbt oder sollen wir
Tote Kinder anders behandeln als
Verstorbene Alte die schon lange
Nicht mehr wollen überlege ich aber
Denke alle Toten sind gleich nicht mehr
Schwer wird es ohnehin ohne sie
Den Abschied ins Nichts begrüßen
Wie es uns die Natur lehrt die eine
Nulllinie im EEG als Tod definiert
Wäre ein Weg zu mehr Genuss
Um den es im Leben allein geht
Wozu an dem leiden was nicht
Mehr zu ändern von irgendwem
Frage ich mich wenn wir das nun
Endlose Nichts auch feiern können
Der Tod geht uns nichts an wie
Epikur uns schon lehrte aber
Leben Glück und Genuss sind
Unsere zentrale Aufgabe immer
Nutzen wir Beerdigungen dafür
Die Toten sind nicht mehr
Trauer hilft keinem je
Genuss dagegen sehr

jens tuengerthal 8.8.22