Samstag, 19. September 2015

Bundeligagewöhnlich

Die Bundesliga kann auch schön sein
Wenn es nicht außergewöhnliches gibt

Das Bayern in Darmstadt nur 3:0 gewann
Ist spätem Wechsel und Gelassenheit
Vor einer englischen Woche geschuldet
Wie tapfer sich Darmstadt schlug aber
Doch der Erwähnung wert vielleicht
Noch das Pep abschließend noch
Bemerkte er hätte 10 Jahre lang
In solchen Stadien gespielt
Bayern bis morgen zumindest
Mal wieder auf Platz 1

Der hohe Mainzer Sieg gegen die TSG
Aus Hoffenheim von 3:1 ist dagegen
Schon am Freitag nur heute nachgetragen
Angesichts der Krise der Kraichgauer
Erwartungsgemäß woraufhin diediese
Bald wohl etwas grundlegend ändern
Platz 15 ist nicht ihr Revier sonst
Oder Hopp raunen wird noch

Das Köln Mönchengladbach mit 1:0
Schlug wundert angesichts der just
Krise der Fohlen auch keinen
Sie halten sich mit 0 Punkten fest
Auf der 18 ganz am Ende
Während der FC Platz 4 erobert

Gefolgt von Ingolstadt die heute Werder
An der Weser mit 0:1 schlugen was auch
Pizzarro nicht mehr ändern konnte
Bremen dennoch auf der 9 hält
Ein Lattenschuss genügte nicht

Der HSV und die Eintracht trennten sich
In Hamburg mit 0:0 und auch sonst
In kontinuierlicher Langweile
Ordnungsgemäß blieb der HSV nun
Auf Platz 10 einen hinter Werder
Während die Frankfurter auf der 7
Fast hochrangig agieren womit nun
Fast zuviel zu dieser Partie gesagt

Das Wolfsburg die Hertha mit 2:0
Schlug gilt auch eher als erwartbar
Erstere halten die 3 am 5. Spieltag
Egal was morgen noch passiert
Letztere auf der 11 auch angemessen

Ob Morgen der BVB gegen Leverkusen
Wieder voll punktet bleibt zumindest
Noch ein wenig spannend während eher
Nicht zu erwarten ist das Kellerkind VfB
Nun Schalke Zuhause schlägt und ob
Augsburg oder Hannover tatsächlich
Plätze tauschen interessiert nur mäßig
jens tuengerthal 19.09.15

Krisenchance

Jeder Krise wohnt eine Chance inne
Wer sie sucht wird damit gewinnen
Wer nur Probleme sieht hat verloren

Die Flüchtlinge sind eine große Chance
Für ein Land das ausstirbt sofern es
Alle erkennen die es angeht
© jens tuengerthal 18.09.15

Flüchtlingspoker

Die Millionen Flüchtlinge unten in der
Türkei machen sich auf den Weg gen
Norden damit es ihnen besser gehe

Der Norden baut Zäune um dies noch
Zu verhindern und redet andererseits
Davon sie empfangen zu wollen

Es fehlt am europäischen Geist dafür
Die Regierungen pokern um Leben
Die alles dafür geben zu kommen
© jens tuengerthal 18.09.15

Russenhilfe

Rußland will im Kampf gegen den IS
Assad militärisch helfen was dem Westen
Der das Chaos stiftete nicht gefällt
© jens tuengerthal 18.09.15

DoppelWeise

Der BA Chef Weise wird nun auch
BAMF Chef und kümmert sich noch
Nebenbei um das überforderte Amt

Den Oberst der Reserve zeichnet
Dabei ein besonderer Sinn für die
Realitäten aus in seinem Amt

Versteht es seit Jahren Zahlen
Im politischen Sinne zu schönen
Ist damit ideal im neuen Amt

Warum dies nun verbunden wird
In einer Person mutet seltsam an
Als würden damit die Aufgaben weniger

Die Integration der Flüchtlinge auch
In den Arbeitsmarkt ist wünschenswert
Ob das damit leichter wird zweifelhaft

Vielleicht ist es die Personalnot die
Den angeschlagenen Innenminister
Zu diesem Zug nun zwang

Wie gut das reichlich Zuwanderer
Nun kommen es könnte Kräfte
Konstruktiv frei setzen im Land

Zweifelhaft bleibt ob in Zeiten der Not
Wo das Amt schon einen überforderte
Dies nebenbei leistbar sein wird
© jens tuengerthal 18.09.15

Notunterkunftsaufbau

Eine Turnhalle wird Wohnung
Heimatloser Flüchtlinge in Berlin
Mit Bussen gebracht
Mit dem wenigen
Was sie noch haben
Eingesammelt und abgeladen
Mitten in der Nacht
Die Bundeswehr baut Fußböden
Bringt Betten und Decken
Schleppt in Kolonne vorbei
An bedrängten Menschen vorbei
Nachbarn kommen helfen
Alle packen an
Junge Flüchtlinge mit Soldaten
Tragen mehr als alle
Kinder schlafen auf Armen ein
Kuscheln sich an Helfer erschöpft
Andere weinen still oder laut
Dazwischen Müllmann gespielt
Platten geschleppt mit Soldaten
Essen verteilt an dankbare Menschen
Immer wieder ein Lächeln
Mitten im Chaos dort
Unter hellen Neonröhren
Schlafen einige erschöpft ein
Es wird langsam ruhiger
Soldaten verlegen Fußboden oben
Einer von ihnen spricht arabisch
Erklärt und wird gefragt
Bärtige Wachleute übersetzen Helfern
Eine Notunterkunft ist gebaut
Notdürftig alle versorgt
Einige flohen wieder von dort
Wollten lieber unter Sternen bleiben
Als in einer Halle mit allen
Sie sind da mitten unter uns
Mitten in Prenzlauer Berg
Mit den Geschichten ihrer Flucht
Das Land verändert sich nun
Wir müssen es packen
In wenigen Stunden nur
Wurde eine Turnhalle Heimat
Wie schön helfen zu können
Kaum einer wußte wie und was
Irgendwie wurde es dann
Weil Nachbarn da waren
Erschöpft und naßgeschwitzt
Um die Ecke nach Hause gelaufen
Wann sie wohl Ruhe finden
Nach langer Flucht endlich
Darüber schreiben immer noch
Das Lächeln in Erinnerung
Dankbar glücklich einen Ort
Für die Nacht nun zu haben
© jens tuengerthal 19.09.15

Freitag, 18. September 2015

Hormonsozial

Die Wissenschaft hat festgestellt …
Dass Östrogen asozialer macht
Zumindest sich das Sozialverhalten
Der Frauen je nach Hormonspiegel ändert

Was über männliches Testosteron längst
Nicht nur gemutmaßt wird gilt also auch
Für die weibliche Entsprechung die sich
Um den Eisprung hoch konzentriert

Dagegen soll während der Regel
Der Gehalt besonders niedrig sein
Was Frau sozialer aber unfruchtbar macht
Uns fragen lässt was wünschenswert ist

Frau wie Mann werden also unter Einfluss
Ihrer Geschlechtshormone im Sozialverhalten
Eher kontraproduktiv asozial könnte es so
Kurzsichtig dem Beobachter scheinen

Jedoch tut die Natur nichts umsonst
Besteht selten auf Dauer was nicht
Erfolgreich war zum Überleben
Braucht Forpflanzung Durchsetzung

Dann stünde physisch wünschenswertes
Verhalten im Gegensatz zum sozial eher
Bevorzugten Verhalten zur Familiengründung
Im Ergebnis vermutlich irgendwas inmitten

Wer sich nicht auch durchsetzt im Kampf
Wird nie erfolgreich sein weiß die Erfahrung
Wer nicht kooperiert bleibt auf Dauer allein
Was immer erstrebenswert uns scheint

Durchsetzung und Herrschaft sind danach
Womöglich asozialer als die nur Kooperation
Wer sich nicht auch durchsetzt bleibt immer
Erfolglos pflanzt sich selten naturgemäß fort

So zyklen wir uns durch unsere Tage
Wundern uns über kooperative Harmonie
Im Gegensatz zu asozialer Egomanie
An anderen Tagen bei den selben

Die Forscher der Goethe Universität
Aus dessen Geburtsstadt Frankfurt
Fanden nun heraus dies hängt auch
Am weiblichen Zyklus hormonell

Das es um den Eisprung dabei eher
Hormonell bedingt asozial zugeht
Liegt am Bedürfnis der Durchsetzung
Während Frau in der Regel sozialer ist

Spannend wäre nun zu fragen wieweit
Frau dem unterworfen ist immer oder
Doch willentlich eher steuert was dann
Mit ihr und ihrer Umgebung geschieht

Vermutlich ist es bei Mann ganz ähnlich
Auch er verhält sich je nach dem Drang
Seiner Hormone zyklisch unterschiedlich
Wo immer dabei eine Regel liegt

Passen die Hormone zum inneren Zyklus
Finden wir uns gerade da attraktiv oder
Zumindest reizvoll was den verbundenen
Folgen eher Erfolg wohl verspricht

Sollten wir darum nach Hormonen zeugen
Wie umgekehrt bei ihrem Mangel partnern
Beides weniger ganzheitlich mischen sondern
Familie mehr so hormonell zyklisch betrachten

Spannend wird dann in Zukunft welches Modell
Aus der Gesellschaft dann wächst ob des dem
Vielfach praktizierten längst gleich im Alltag
Auch wenn wir es gern emotional verklären
© jens tuengerthal 18.09.15

Merkelmut

"Ich sage wieder und wieder: Wir können das schaffen, und wir schaffen das"

"Wenn wir jetzt anfangen müssen, uns zu entschuldigen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land."

Merkel zeigt Mut und Gesicht
Fordert Vertrauen gegen die Angst
Die Angst der Rechten vor Überfremdung
Die Angst der Narren vor Islamisierung
Die Angst der Dummen vor dem Terror

Sie zeigte der Welt ein offenes Deutschland
Ein Land das helfen will und etwas tut
Das sich auch schweren Aufgaben stellt
Sie sagt wenig als wir schaffen das
Manchmal genügt wenig zu viel mehr

Sie hat ihren Kopf politisch dafür
Offen in die Waagschale geworfen
Für das gute Deutschland das es
Neben dem hässlichen von Pegida
Eben auch gibt und das ist gut so

Wer Meinung bekennt wird damit
Angreifbar und ist nicht beliebig
Im politischen Kampf um Land
Sie wird angegriffen dafür doch
Zeigt sich so wer mutig ist

Viel Merkels Stil kritisiert früher
Ihre postdemokratische Neigung
Ist sie nun um so höher zu loben
Mit dem Mut zur Meinung macht sie
Die Asylfrage zu ihrer und führt klar
© jens tuengerthal 18.09.15

Mittwoch, 16. September 2015

Terrorgefahr

Es gab seit Januar über 550 Terroranschläge
Von Rechten gegen Ausländer in Deutschland
Es gab seit 2001 kein islamistisches Attentat
Lediglich einen gescheiterten Versuch
Aber Deutschland wird vom Islam bedroht
Terrorbekämpfung trübt wohl den Blick
© jens tuengerthal 16.09.15

Islamangstfolgen

In Texas wird ein 14jähriger verhaftet
Weil er dunkelhäutig ist und Ahmed heißt
Zufällig eine Digitaluhr selbst bastelte

In Dresden fürchten sie ums Abendland
Beides hat nichts miteinander zu tun nur
Die beschränkte Dummheit ist die selbe

Es braucht mehr Aufklärung gegen die
Zu weit verbreitete Dummheit überall
Hautfarbe und Religion verraten nichts
© jens tuengerthal 16.09.15

Schlepperwehr

Die Bundeswehr zieht mit 950 Mann
In den Krieg gegen Schlepper statt
Vertriebenen und Fluchthelfern zu helfen
© jens tuengerthal 16.05.15

Sachsensumpf III

Sachsen ist das reichste der 5 Länder
Es gleicht Bayern auch im dort Sumpf
Nur sind AfD und NPD nicht ganz CSU
jens tuengerthal 16.09.15

Sachsensumpf II

Früher galt die Politik als Sumpf in Sachsen
Heute wissen wir es ist noch viel schlimmer
Die Bürger würden Populisten wählen anstatt
jens tuengerthal 16.09.15

Sachsensumpf I

In Sachsen liegt der AfD gleichauf mit
Der SPD woran wir sehen können das
Verständnis von Gabriel für Pegida lohnte
jens tuengerthal 16.09.15

Mißfallensknopf

Facebook arbeitet auf gut denglisch am
Dislikebutton mit dem die Nutzer endlich
Ihr Mißfallen ausdrücken können hoffen
Einige der gern nörgeldnen Besucher

Doch wird die Illusionswerkstatt auch
Diesen Traum der Deutschen kaum je
Erfüllen endlich wortlos ihr Mißfallen
Auszudrücken mit gesenktem Daumen

Was im Cirkus Romanum noch einst
Über Menschenleben entschied
Passt nicht zu Facebook und seiner
Typisch amerikanischen Zensur

Es wird höchstens einen Trauerknopf
Vielleicht geben denn Mißfallen nur
Via Knopfdruck ist lediglich ein feiges
Duckmäusertum bedarf keiner Stärkung

Wer nicht sagen kann was ihm mißfällt
Kann auch seinen Mund dazu halten
Muss nicht mit einem Knopf noch dazu
Emotional gestärkt werden als Nörgler

Es ist gut offen und kritisch zu diskutieren
Wer einen Knopf braucht um nur sein
Missfallen zu äußern sollte lieber künftig
Daran arbeiten Worte zu finden

Was immer Facebook nun einführt dazu
Sollten sie nicht völlig verrückt sein
Werden sie sich hüten den Traum aller
Spießer mit Dislikebuttons zu erfüllen
jens tuengerthal 16.09.15

Was Liebe ist

Vielleicht ist Liebe das Glück
Genießen zu können was es gar nicht gibt
Und dabei zu meinen mehr als das
Was eigentlich nicht ist könnte nie sein

Kommt es darauf an was ist
Wenn es uns glücklich macht
Oder was wir daraus machen
Jeden Tag vollen Herzens

Leicht werfen wir Liebe weg in der Illusion
Es stimmte etwas nicht dabei ist nie
Etwas davon da als der Wille zur Illusion
Den wir teilen wollen oder nicht

Viele wären wohl glücklicher
Wagten sie mehr ihre Träume
Im Wissen um die Illusion
Einfach miteinander zu leben
© jens tuengerthal 16.09.15

Berührungssehnsucht

Wo Sehnsucht sich voll Lust
Umarmt spürt sie sich innig
Auf nackter Haut ineinander
© jens tuengerthal 16.09.15

Dienstag, 15. September 2015

Anziehungslust

Die Anziehung so sie sich trifft
Führt gern zum sich Ausziehen
Lust läßt so An un Aus eins sein
© jens tuengerthal 15.09.15

Eurohartz

Der EuGH hat entschieden das
Europäische Ausländer nicht
Automatisch Hartz IV bekommen
Das Recht war also legitim
Unklar bleibt nur ob nicht das
Bundesverfassungsgericht dies
Bestehen lässt weil es logisch
Gegen die Würde verstößt
Gar keine Versorgung zu haben
Es wird wohl höchste Zeit
Für eine europäische Sozialpolitik
© jens tuengerthal 15.09.15

Zaunkönig

Als Böhmen noch bei Östreich war
Gehörte auch Ungarn noch zu KuK
Regierte Wien in Budapest noch mit

Heute baut der König dort Zäune
Um das Land das sie niederriß einst
Voll Angst vor unbekannten Fremden

Der König der Zäune hat wohl Europa
Nicht verstanden das immer ein eben
Offener Raum der Zukunft uns ist

Vielleicht sollte Wien besser wieder
Die alten Gebiete regieren damit
Endlich Europa sozial sich einigt

Selbstbestimmung scheint dem Osten
Ein wenig zu Kopf zu steigen sind eben
Unzivilisiert nationale Schmuddelkinder

Demokratie und Diskurs müssen manche
Noch ernsthaft lernen um nicht im
Populismus wieder zu versinken

Wie gut denken wir plötzlich doch
Dass Geld Europa regiert noch
Womit Deutschland den Kurs hält

So werden sie jammern und Zäune bauen
Bis Brüssel den Hahn eben zudreht
Wir ahnen das Ergebnis schon

Machtpolitik ist nicht immer nett
Manchmal ist sie auch sehr brutal
Wo sie die Dummheit bekämpft gut so

Der Zaunkönig pfeift sein nationales Lied
Einige Vogelkenner hier lauschen jubelnd
Mehr wird dieser Orban nicht mehr
© jens tuengerthal 15.09.15

Lebenswert

Was ist Leben noch wert wenn es
Als Belastung nur verschoben wird
Falls es doch lebend hier ankam
© jens tuengerthal 14.09.15

Abendlandsmontag

Die Retter des Abendlandes liefen
Wieder durch Dresden verrieten dort 
Erwartbar die zu verteidigenden Werte
© jens tuengerthal 14.09.15

Montag, 14. September 2015

Verteilungsuneinig

Die EU einigt sich über die künftige
Verteilung der Vertriebenen ist sich nur
Uneinig ob überhaupt und wie wenn
© jens tuengerthal 14.09.15

Anfangszart

Was zart vorsichtig erst beginnt
Über Umwege sich fast verliert
Berührt uns seltsam tiefer nah
jens tuengerthal 14.09.15

Fluchthelfer

Die Bundesregierung jagt Schlepper
Schließt Grenzen und flieht vor Lösungen
Damit macht sie Fluchthelfer reicher
© jens tuengerthal 14.09.15

Oktoberfestung

Bayern will eine Oktoberfestung bauen
Flüchtlingen nicht Besoffene zuzumuten
Besser wäre nutzten sie Bierzelte für sie
© jens tuengerthal 14.09.15

Grenzland

Grenzen zu schließen wegen angeblich
Überforderung durch Flüchtlinge belegt
Feigheit und macht Schlepper reicher
© jens tuengerthal 14.09.15

Sonntag, 13. September 2015

Zensurträume

Netzwerke zensieren Sex und Nacktheit
Verbreiten unzensiert Hass und Vorurteile
Zensur aber bleibt immer falsch
© jens tuengerthal 13.09.15

Liebeszeit

Braucht Liebe Zeit oder hat sie diese
Nimmt sie sich welche wenn sie da ist
Sind wir nicht liebend längst jenseits
© jens tuengerthal 13.09.15

Nazimethoden

Österreichs Bundeskanzler Faymann
Sprach aus was viele längst denken
Ungarn wende Nazimethoden an
Gegenüber Flüchtlingen als Feinden

Darüber empören sich nun die Ungarn
Sprechen von einer Lügenkampagne
Sehen sich als Retter des Abendlandes
Vor der muslimischen Invasion in Europa

Als stünden die Türken wieder vor Wien
Tönt die Propagandamaschine des sehr
Autoritären ungarischen Herrschers der
Sich schon lang mit Europa schwer tut

Faymann fühlte sich an den Holocaust
Erinnert wenn Stacheldraht gegen die
Ärmsten auf der Flucht angewandt wird
Wer will überhaupt in Ungarn bleiben

Doch sollten wir so ehrlich sein auch uns
Zu fragen wie wir Flüchtlinge behandeln
Wenn hier Polizei in die Klasse kommt
Kinder zur Abschiebung mit Gewalt abholt

Die Angst Ungarns ist auch ein Produkt
Der europäischen Abkommen die erst
Verteilung der Vertriebenen unmöglich
Uns machte mit der Herkunftsregel

Das Urteil Nazimethoden im Holocaust ist
Hart und wenn auch treffend sollten wir
Sehr vorsichtig damit sein um nicht was war
Beliebig zu relativieren Orban ist kein Hitler

Er möchte sein Ungarn sauber halten
Glaubt die Zuwanderung muslimischer Syrer
Gefährde die dort Kultur unwissend wohl
Wieviel älter die dortige Kultur längst ist

Ob es sinnvoller wäre Lager ortsnah dort
Zu finanzieren und zu errichten wie er es
Vorschlägt und meint kann diskutiert werden
Sich Nazimethoden vorzuhalten hilft nicht

Unmenschliches gegenüber Kindern geschieht
Auch mitten in Deutschland bevor wir
Als moralische Richter die Nase rümpfen
Sollten wir uns fragen was wir tun

Kein Mensch ist je illegal und alle
Sind uns in ihrer Not willkommen
Deutschland braucht 20 Millionen
Zuwanderer bis 2050 ganz dringend

Wir haben andere Probleme wenn
Der Sozialstaat künftig funktionieren
Menschen die kommen integriert
Werden sollen damit es bleibt wie es ist

Freuen wir uns wenn Menschen kommen
Die hier leben wollen um mit uns Leben
Für die Zukunft zu sichern mit Kindern
Was wir zu lange verpasst haben

Es ist gut wenn Europa diesem Orban
Endlich Schranken weist in seinem
Gefährlichen Populismus doch dabei
Sollten wir uns vor Diskriminierung hüten

Europa ist ein rechtlicher Rahmen für uns
Halten wir uns an diesen allein um gemeinsam
Wege in die Zukunft zu finden denn wir
Werden den Strom nicht aufhalten

Wenn Menschen aus Not ihre Heimat
Verlassen um anderswo Glück zu finden
Dafür ihr Leben und alles riskieren wird
Kein Stacheldraht der Welt sie aufhalten

Um so höher der Zaun und je schärfer
Die Wachen desto mehr Menschen
Werden auf der Flucht sterben aber
Keiner weniger wird zu kommen versuchen

Wer Lösungen will muss Frieden schaffen
Wie den Menschen Chancen eröffnen
Bis dahin können wir nur die letzten
Reste von Menschlichkeit retten

Erreichen werden wir dies nur
Gemeinsam wenn wir endlich
Einen europäsichen Weg suchen
Wie wir mit dem umgehen was ist

Faymann hat Recht wenn ihn die
Rigide Behandlung von Menschen
Ohne Rücksicht auf Verluste stark
An den Holocaust erinnert

Orbán hat Recht sich zu empören
Mit Hitler verglichen zu werden
Dies ist keine Basis für eine endlich
Europäische Lösung des Weges

Die Flüchtlinge die Vertriebene sind
Kommen nicht mit der Sehnsucht
Nach Luxus sondern zu überleben
Auch Wohlstand wäre legitimes Ziel

Deutschland ist klug vorangegangen
Hat das demographische Problem erkannt
Andere hängen noch im 20. Jahrhundert
Mit ihrem missgüsntigen Denken fest

Suchen wir nicht länger nach Problemen
Es wirft uns nur zurück machen wir uns
Lieber auf Lösungen zu suchen um die
Große Chance der Zuwanderung zu nutzen
© jens tuengerthal 12.09.15

Samstag, 12. September 2015

Ligawenden

Die Bundesliga wendete heute
Erstaunlich lagen die Tabellenführer
Dortmund wie die Bayern anfänglich
Sogar zurück und taten sich schwer
Gegen Hannover und Augsburg
Doch Dortmund gewann am Ende
Sogar mit 4:2 die Bayern mit 2:1
Die Bayern rettete wieder der übliche
Bayerndusel mit einem Elfmeter
Der wohl eher unverdient war
Und das sogar ohne Robben
Was Müller nicht daran hinderte
Zielsicher zur Führung zu treffen
Was vorher schon Lewi ausglich
Nach Abpraller von natürlich Müller
Das Dortmund nun punktgleich
Mit dem Verfolger Bayern weiter führt
In der Tabelle verdanken sie dreimal
Hannoveraner Dummheiten wohl
Die zu zwei Elfmetern nur unstrittiger
Wie einem Eigentor heute führten
Womit sie trotz zwei Gegentoren
Weiter die Tabelle locker anführen
Die andere Borussia aus Gladbach
Spielte schon am Freitagabend hatte
Aber weniger Dusel und auch sonst
Kaum etwas zu bieten und verharrt
Nach dem 0:3 gegen den HSV
Die Kenner werden wohl staunen
Weiter mit 0 Punkten mit dem VfB
Was weniger erstaunt eigentlich
Am Ende der so preußisch gerahmten
Liga in der sich Stuttgart heute zu Berlin
Hertha mit 2:1 geschlagen geben musste
Der noch Dritte im Bunde der Spitze
Die heute 70 jährigen Wolfsburger Wölfe
Könnte heute von Köln oder Frankfurt
Den unglaublich direkten Verfolgern noch
Von oben verdrängt werden tat sich heute
Im ersten Spiel ohne Kevin zuhause zu
Ingolstadt schwer und blieb so beim 0:0
Das nun auch der zweite Aufsteiger
Darmstadt Leverkusen dort 0:1 schlug
Die Aufsteiger auf den Plätzen 7 und 9
Verweilen vor dem Champions League
Teilnehmer Leverkusen zeigt das die
Bundesliga immer noch überraschen kann
Mehr zu den übrigen kommt morgen
Wer weiß wohin das Wenden noch führt
© jens tuengerthal 12.06.15

Sexliebhaber

Ich liebe Sex keine Frage aber
Das ich liebe ist mir wichtiger
Längst als alles körperliche je

Der Akt ohne Liebe bleibt lieblos
Ist reizvoller Sport ohne Drama
Aber so langweilig auch dabei

Den Sport macht erst das Drama
Aufregend wenn wir um den Sieg
Gegen oder miteinander kämpfen

Was gibt es beim Sex zu gewinnen
Wir verlieren für Momente möglicher
Befriedigung nur die vorher Lust

Wo es um die sportliche Erringung
Multipler lautstarker Orgasmen geht
Wäre Quantität ein tauglicher Maßstab

Wer nur die Vielzahl immer sucht
Dem fehlt die Sehnsucht nach der
Geteilten Befriedigung wohl völlig

Der schönste Sex will nichts mehr
Als das gemeinsame Glück ziellos
Im Augenblick zu genießen

Wann sind wir so frei uns wirklich
An der gemeinsamen Lust nur
Zu freuen weil sie alles ist

Findet darum der schönste Sex
Im Kopf nur statt hingegeben an
Das Gefühl geteilten Glücks

Vielleicht wäre dann erst die
Entdeckung der Langsamkeit
Der Weg zum bleibenden Glück

Nicht sportlich um Befriedigung ringen
Sondern jenseits der Zeit einfach
Genießen was ist können wenige

Ich liebe Sex wenn er nicht sportlich
Wo das verbindende Gefühl dabei
Mehr ist als die Gier nach Befriedigung

Unbefriedigt möchte keiner bleiben
Fraglich nur was von der Befriedigung
Bleibt wo sie nur für sich errungen

Darum ist mir das Gefühl beim Sex
Wichtiger als das sich Verschlingen
Was austauschbar unwichtig wird

Liebe ich nun den Sex oder die ich
Liebe warum ich den Sex mit ihr
Genieße weil sie es eben ist

Weiß nicht was es ist und ob wir
Uns währenddessen noch bewusst
Sind was wir eigentlich dabei tun

Weniger könnte mehr sein weil es
Sich konzentriert doch ist dann
Mehr voneinander haben nie weniger
© jens tuengerthal 12.09.15

Orbanismus

Victor Orbán will Flüchtlinge einfach
In ihre Länder zurückschicken weil es
Kein Recht auf ein besseres Leben gäbe
Ob es eines auf Leben gibt bleibt unklar

Wo Figuren wie dieser Ungar noch
Mehrheiten hinter sich wissen können
Ist die Welt der Missgunst größer als
Die Fähigkeit Glück geteilt zu genießen

Der Orbanismus ist ein Geist der Zeit
Die nie genug bekommt voller Sorge
Irgendwann zuwenig zu haben dabei
Kommt es auf weniger mehr an

Diese beschränkte Unfreiheit bekämpfen
Befreit auch innerlich denn es werden
Die über die Zukunft entscheiden die
Gemeinsam gestalten was eben ist
© jens tuengerthal 12.09.15

Geschlechterliebe

Männer suchen den schnellen Spaß
Möglichst ohne Folgen und viele Worte
Frauen wollen Liebe wenn sie dafür
Sex geben und lang darüber reden

So sagen es gewöhnliche Vorurteile
Die wir uns verschieden erfolgreich
In liebender Praxis zu belegen suchen
Die Bestätigung dessen ist stets Thema

Bin ein Mann aber die schnelle Lust
Finde ich schon lange eher langweilig
Ein bloßer Fick ist nicht was ich suche
Sondern hänge immer Gefühl daran

Sex ohne Liebe und was dazu gehört
Langweilt mich als bloßer Sport wenn
Es nicht mehr geht möchte ich darüber
Reden um zu verstehen warum

Männer reden nicht soviel über Sex
Wenn nur in langweiliger Manier die
Eher dem Quartettspiel der Jugend
Gleicht als über das Gefühl zu reden

Frauen funktionieren heute immer mehr
Wie Männern es meist nachgesagt wird
Genießen den Sex und bleiben danach
Lieber unverbindlich um abzuwarten

Wenn ich mit einer Frau schlafe will ich
Ankommen und nicht nur wilden Sex
Ist mir das beieinander schlafen noch
Wichtiger als der gerade Fick

Es gibt mehr Männer die diesen eher
Romantischen Traum von der Liebe
Auch wenn es erstmal nur um Sex ging
Wohl teilen und so tauschten wir Rollen

Frau genießt die Freiheit und lässt sich
Verwöhnen gibt nach Lust und Laune
Bleibt um so unverbindlicher desto
Romantischer der Mann anhänglich

Umgekehrt ist Mann auch lieber noch
Flüchtig wo eifersüchtige Frau ihn
Bewacht wie ihn für sich nur will
Was für eine schlichte Dialektik spricht

Die Eigenschaften sind eben nicht an das
Je Geschlecht gebunden sondern laufen
Quasi automatisch in Rollen nur ab
Sie gelassen laufen zu lassen hilft

Hilft theoretisch zumindest die immer
Rollen und Muster einfach zu überwindern
Fraglich was von uns jenseits dieser bleibt
Ob wir überhaupt frei sind in der Liebe

Agieren wir immer nur in konformen Mustern
Um zu gefallen und Begehren zu erregen
Statt dem Muster der Natur zu folgen weil
Zu sehr wollen immer einsam macht

So beschwört der Dichter naiv die Sehnsucht
Und weiß doch genau das dies stets eher
Frau vergrault als bindet während er dafür
Frei und ungebunden interessanter wird

Frau die sich zu sehr an ihn hängt ist dafür
Umgekehrt uninteressant auch wenn sie
Stets zu allem bereit wunschgemäß klaglos
Vor ihm läge reizte die Verklemmte mehr

Der große Reiz des Unerreichbaren zieht sich
Durch unser ganzes Leben aber wieviele
Wunderbare Gelegenheiten verspielten wir
Weil wir jeweils in Schemen nur agierten

Liebe soll diese Schemen überwinden
Tut es aber auch nur wenn sonst alles stimmt
Mangelt es am Sex Geld oder Gefühl wird
Nichts überwunden und Liebe verliert sich

Was wir immer haben verliert Spannung
Wird zur Gewohnheit die wir anders dann
Als wertvoll uns zu definieren versuchen
Doch noch der Sehnsucht innerlich folgend

Für Momente meinen wir manchmal dann
In der Liebe Erfüllung zu finden jenseits
Aller platten Dialektik aus purer Zuneigung
Welch naive Illusion der neuronalen Netze

Wo Geschlecht und Lust eine Rolle spielen
Braucht es Spannung die eben dialektisch
Vor uns erscheint und uns in Rollen presst
Was uns wohl jenseits dieser noch bliebe

Gäbe es eine Verbindung ohne Reiz der
Eben von Spannung im Ungewissen lebt
Oder wäre die stoische Gelassenheit eher
Eine Form des Todes als des Lebens

So eilen wir in den engen Bahnen unseres
Je Horizontes umeinander vollkommen
Geführt vom je Geschlecht dies leugnend
Weiter die Wahre suchen wollen ist illuisionär

Ob diese Illusion der wahren Liebe uns
Natürlicher ist oder das schematische Treiben
Entsprechend den Mustern der je Rollen
Weiß ich bis heute nicht laviere inmitten

Das darüber nachdenken endet schnell
Wenn das Gefühl mit dem Trieb geeint
Das Kommando übernimmt warum auch
Dies Ergründen des Wesens folgenlos bleibt

Wer alte Texte zu Lust und Liebe studiert
Bemerkt es änderte sich nicht viel
Im Laufe der Jahrtausende und auch
Die je Rollen wurden immer getauscht

Die Ehe ist der sicherste Weg die dann
Formell legitime Lust miteinander noch
Zu verlieren weil sie ja einfach dazugehört
Nur darum wird die Trennung erschwert

Frei von allen Rollen und Schemen noch
Lieben zu wollen ist ein hehres Ideal
Dem unsere Natur in der Praxis stets
Widerspricht und so hangeln wir weiter

Um so lauter wir die reine Liebe einander
Schwören desto sicherer fallen wir dann
In umgekehrte Muster denen zu folgen
Uns nur der formale Zwang einfach hindert

Sich reinen Geistes von allen Schemen
Für die wahre Liebe trennen zu wollen
Endet als hehres Ideal spätestens in der
Horizontalen wo ohne Reiz nichts bleibt

Ob die Geschlechter noch die gleiche
Sehnsucht teilen oder zeitgemäß nur
Die Rollen schematisch tauschen ist mir
Noch unklar aber immer überraschend

Während uns Genderrollen allerorten
Beschäftigen finden wir uns zugleich
Eher zufällig in der jeweiligen mit den
Dann bekannten Folgen des Chaos

Der romantische Mann leidet so sehr
Wie die romantische Frau an der nur
Sehnsüchtig erhofften Liebe wie beide
Umgekehrt nur Vergnügen genießen

Suche meinem Wesen nach Erfüllung
Im geteilten Gefühl und Sex ist mir
Natürlich am schönsten voller Liebe
Bis auf die in aller Regel Ausnahmen

Ficke die Frau deiner Träume so
So hart als gäbe es nur dies eine mal
Vergiss nie ihr das Gefühl zu geben sie
Sei beschützt sicher geliebt und begehrt

Aber lass sie nie ganz sicher sein
Halte ein wenig Unsicherheit offen
Lebe mit der ungewissen Spannung
Als sei sie deine nur Natur

Dann wirst du in der Geschlechterliebe
Am dauerhaftesten glücklich sein ohne
Eine Erwartung zu erfüllen voll Spannung
Die Bedingung anhaltender Lust ist

Warum wir es uns nicht einfacher machen
Uns sagen können wie es gut ist um dann
Dies Glück geteilt auf Dauer zu genießen
Bleibt so unklar wie die Gründe der Liebe

Mehr als glücklich mit dem zu sein was wir
Irgendwie miteinander leben wird uns nie
Gelingen dies wenige aber ausgiebig
Zu genießen sollte für ein Leben genügen
© jens tuengerthal 11.09.15

Rauchzeichen

Auf eines war immer Verlaß
Helmut Schmidt rauchte
Seine Menthol die er nun
Wo die EU Menthol verbot
Ab 2020 er wäre dann 101
Stangenweise bei sich hortete
Doch hat er nun nach einem
Erneuten Klinikaufenthalt
Zur Operation des Raucherbeins
Nach Angaben der Ärzte
Das Rauchen aufgegeben
Begnügte sich anstatt mit nur
Nikotinpflaster die nicht rauchen
Noch die Mentholfrische haben
Was plant er wohl mit dem Vorrat
Hat er noch größeres vor am Ende
Wird er der nächste Kandidat
Um die SPD jenseits der 25%
Wieder zu bringen Merkel mal
Unruhig zu machen wenn er
Nach 80 Jahren abschwört
Welchen Lebenstraum will er
Sich mit 96 noch erfüllen
Wurde er einer Gehirnwäsche
Im Krankenhaus unerzogen
Steckt Putin oder Obama dahinter
Könnte die Einsicht stärker sein
Das es auch anders gehen kann
Schreckte ihn die drohende Impotenz
Mehr als alles andere noch
Gönnen wir ihm das Vergnügen
Eines zweiten Frühlings denn
Was könnte je schöner sein
Kein Grund wäre wohl tragfähiger
Ob die Welt eine andere bleibt
Wenn er die Klinik verließ
Ist so ungewiss wie Wettervorhersagen
Lassen wir uns überraschen
Wenn er es schafft versprochen
Denken wir ernsthaft darüber nach
Wäre bestimmt klüger um dem
Sich verlieben körperlich auch
Noch gerecht zu werden
© jens tuengerthal 11.09.15

Freitag, 11. September 2015

Grenzenlos

Bundeskanzlerin Merkel hat es endlich
Öffentlich gesagt das Grundrecht auf Asyl
Kennt keine Obergrenzen vielmehr muss
Auf die Not angemessen reagiert werden

Die Kanzlerin hat die Grenzen geöffnet
Für Flüchtlinge aus Syrien die Not leiden
Im Bürgerkrieg vertrieben wurden ohne
Eine andere Aussicht auf Rettung als weg

Genug sind vor der Grenze ersoffen
Zu lange geschah nichts bis endlich
Das grenzenlose Europa zu handeln
Begann wie angemessen und nötig

Das Deutschland das Europa bereits
Mehrfach mit ins Unglück stürzte hier
Voran geht ist löblich und entspricht
Dem Bedürfnis unseres Reichtums

Wir zahlen nur einen kleinen Teil dessen
Was unsere Waffen in aller Welt an
Grauen anrichteten das steht uns gut
Grenzenlos zu sein zeigt Größe

Helfen wollen wo wir es in unserem
Reichtum können sollte endlich wieder
Selbstverständlich sein als Pflicht
Es ist unsere Chance gerade jetzt

Deutschland stirbt seit Jahren real aus
Wir brauchen 20 Millionen Zuwanderer
Allein um unseren sozialen Stand zu halten
Überlegen müssen wir nur wie wir integrieren

Europa als Teil des Abendlandes steht
Für eine humanistische Tradition wie die
Menschenrechte die in Revolutionen erst
Erkämpft wurden nun verteidigt werden

Ob wir diese Tradition fälschlich auf das
Christentum allein zurückführen oder
Richtigerweise gerade die Abkehr davon
Als Wende sehen ist dabei gerade egal

Wer diese Werte verteidigen wie halten
In einer gemeinsamen Zukunft will muss
Sie den neuen Bürgern als Chance nun
Vermitteln in Freiheit zu leben

Es ist unsere Chance den Zustrom
An Menschen zu nutzen auch unsere Werte
Weiterzugeben als wertvoll denn nur das
Rettet das Abendland in Zukunft

Es ist richtig sich nun auch um unsere
Kultur und unsere Werte zu sorgen
Zu denen zentral die Freiheit gehört
Grenzenlos zu sein entspricht dem

Es steht nicht zur Wahl ob diese
Menschen zu uns kommen wenn
Sie vor Krieg fliehen sondern einzig
Wie wir hier künftig zusammenleben

Daraus das Beste machen wollen
Ist gerade unsere Chance nutzen wir
Sie endlich um unser bunteres Land
In dem zu verteidigen was wertvoll ist
© jens tuengerthal 11.09.15

Vertriebenenumgang

Der Umgang mit den Vertriebenen
Die aus ihrer Heimat vertrieben hier
Eine Zukunft suchen verrät viel über
Die Haltung des Menschen zum Leben

Geradezu vorbildlich half nach dem Krieg
Die CSU vielen Vertriebenen in Bayern
Dort eine Heimat zu finden gemeinsam
Die Herausforderung zu bewältigen

Abschreckend dagegen ihre Politik heute
Die Ängste schürt und Probleme beschwört
Vor der Islamisierung warnt statt endlich
Aktiv Integration zu fördern wie sie es
Damals tat mit Vertriebenen in Bayern

Der Versuch Pegida und AfD rechts noch
Zu überholen ist gefährlich und verrät
Die Ideale mit denen sie antraten wie
Gemeinsame Werte des Grundgesetzes
Für eine Minderheit wird Zukunft verspielt

Eine kleine rassistische Randgruppe
Voller Vorurteile und Mißgunst ist zu laut
Das die CSU ihr nun folgt zeugt leider
Vom völligen Verlust politischen Gespürs
Das Minderheit ein Mehrheitsgefühl gibt

Es war besser als sich die CSU noch
Um die Ängste der Menschen kümmerte
Als wenn AfD NPD und Pegida es nun tun
Diese vordemokratischen Populisten ohne
Verständnis für gemeinsame Werte

Der Umgang mit den heute Vertriebenen
Welche die CSU nicht so nennt lässt aber
Zweifeln ob diese noch auf dem Boden
Des Grundgesetzes steht oder nicht längst
Populismus gegen Werte eintauschte

Die Mehrheit der Deutschen steht heute
Zu den Flüchtlingen wie unserer Aufgabe
Ihnen zu helfen und sie bei uns zu integrieren
Die rassistische Minderheit darf nie mehr
Raum und Legitimation hier bekommen

Brennende Häuser und das Wegsehen
Zuvieler gegenüber rechter Gewalt sind
Das Produkt von falscher Toleranz
Diese bedroht den Rechtsstaat wirklich
Nicht der Aberglaube unsrer neuen Bürger

Das reichste Land Europa kann diese
Aufgabe meistern logistisch wie geistig
Wer wenn nicht wir sollte dies können
Dahin aufbrechen zur Integration ist
Ziel verantwortlicher Politik für morgen

Die Seehofer CSU aber ist nur noch
Königin in Bayern und macht sich
Immer lächerlicher mit immer mehr
Scheiternden Projekten als Ausdruck
Ihrer Inkompetenz besser schwiege sie

Die Vertriebenen sollen hier eine Heimat
Finden warum es unsere Aufgabe ist
Ihnen dabei langfristig zu helfen statt nur
Billig zu polarisieren was nichts ändert
Noch anstehende Aufgaben lösen wird
© jens tuengerthal 11.09.15

Frauensex

Über die Sexualität der Frau wird
Viel geforscht und dies oft noch von
Verständnislos staunenden Männern

Früh schon begann die Forschung
Auch wissenschaftlich zu werden
An der Spitze damals eine Frau

Die im 18. Jahrhundert als Geliebte
Ludwigs XV. danch suchte warum
Sie keine Befriedigung dabei je fand

Sie ließ viele Frauen untersuchen
Stellte die These auf es läge dies
Am Abstand von Klitoris und Scheide

Sofern der Abstand größer ist könnte
Diejenige keinen Höhepunkt vaginal
Finden sondern nur klassisch klitoral

Dies wurde lange vergessen spätestens
Mit der Entdeckung des G-Punktes galt
Es für historisch erledigt endlich

Dann kam eine italienische Studie auf
Wieder von Männern die sich dem
Mysterium rational nähern wollten

Diese Neurologen kamen zu dem
Ergebnis es gebe keinen G-Punkt
Der weibliche Orgasmus sei klitoral

Ausschließlich die Stimulation des
Nervus pudendus der in der Klitoris
Sein Ende findet führte zum Höhepunkt

Viele Frauen haben diese Studie wohl
Wie erfahrenere Männer nur belächelt
Lehrt doch die Praxis das Gegenteil

Viele Frauen kommen auch vaginal zum
Höhepunkt und dies kann Mann auch
Fühlen wenn die Muskeln kontraktieren

Dies Gefühl was den schönsten eben
Gemeinsamen Höhepunkt ermöglicht
Ist real und spräche gegen die Italiener

Doch könnte auch dieser Höhepunkt
Wofür die alten Studien der Geliebten
Die neuere bestätigten derselbe sein

Es würde nach der neuesten Forschung
Derselbe nervus pudendus nur an
Anderer Stelle indirekt stimuliert

Sofern aber der Abstand der Klitoris
Zum Scheideneingang größer ist
Wird der Reiz vaginal nicht erreicht

Dagegen können auch Frauen die
Eine Klitorektomie erleiden mussten
Andernorts einen Höhepunkt finden

Dies liegt erstaunlich genug daran
Dass selbiger Nerv über dem Anus
In die Wirbelsäule tritt dort reizbar ist

Ob Frau dies so empfindet ist wohl
Von vielen Dingen abhängig dabei wie
Weibliche Sexualität eben komplexer ist

So sie es wollen und genießen können
Findet sich danach die sonst vaginale
Kontraktion auch anal immer wieder

Diese Möglichkeit ist in der Natur des
Nervus und seines Verlaufs angelegt
Neurologisch theoretisch immer möglich

Praktisch ist dies seltener der Fall
Was vermutlich mit dem Empfinden des
Anderen Eingangs zusammenhängt

Der teilweise sogar bestrafte Verkehr
Von hinten gilt vielen als unrein wie
Unangenehm was die Lust ausschließt

Sofern dies so ist haben wohl viele
Frauen bisher vorgezogen ganz auf
Das zusammen Kommen zu verzichten

Wenn nun die Italiener wie die Geliebte
Jede auf ihre Art recht haben spräche
Viel dafür die Natur neu zu betrachten

Jenseits aller moralischen Wertung
Könnte nach dem größtmöglichen
Gemeinsamen Glück gesucht werden

Wo sich dies für wen findet ist wohl
So unterschiedlich wie die es tun
Keine Formel taugt für alle dabei

Das Glück gemeinsam suchen
Der Natur dabei entspannt folgen
Wie es jedem entspricht ist wohl gut

Zumindest wissen wir nun jede kann
Wenn sie es will indirekt am Nerv
Befriedigt werden theoretisch

Ob dies beide miteinander praktisch
Auch genießen hängt nicht nur an
Einem Nerv sondern an viel Gefühl

Dem Gefühl zu vertrauen um einen Weg
Zueinander zu finden hat sich seit nun
Millionen Jahren praktisch gut bewährt

Dies im Wissen um die Natur zu tun nimmt
Dem sonst Mysterium das dunkle Element
Macht liebevoll offenen Umgang möglich

Gut ist was gefällt und beide dabei zum
Erstrebten gemeinsamen Glück führt
Denn geteilt bleibt der Sex unvollkommen

Dies gilt im Wissen darum dass Sex
Nie alles ist sondern bestenfalls nur
Eine Ausdrucksform geteilten Gefühls

Wer dies zu würdigen wie zu genießen
Weiß hat die besten Chancen auch
Das Glück ganz zu genießen

Es gibt beim Sex kein richtig oder falsch
Was gut tut und gefällt ist richtig so
Wenn von Gefühl getragen bleibt es

Frau muss nicht so oder genau so
Funktionieren sondern kann nur
Wenn es sich richtig anfühlt vielfältig

Wobei und wie wer am meisten noch
Empfindet sollte ein nie endender Weg
Miteinander sein voller Überraschungen

Die Forschung bestätigt nur was die
Liebenden der Natur folgend ohnehin
Immer taten auf der Suche nach Glück

Dies mehr zu würdigen könnte wohl alle
Studien und Probleme damit leicht lösen
Sex ist natürlich leben wir ihn einfach so
© jens tuengerthal 10.09.15

Donnerstag, 10. September 2015

Nacktschneckenreiz

Wer auf Nacktschnecken steht fickt auch
Kleine Kinder sieht ja genauso aus
Wen das reizt der braucht Therapie
Schamhaare haben eine Funktion
In der Natur der Rest ist strafbar
© jens tuengerthal 10.09.15

Lockensehnsucht

Verliebt in deine Locken
Oben wie unten gekräuselt

Vernarrt in den klugen Kopf
Den sie wild bedecken

Verrückt vor Sehnsucht
Deine Mitte um mich zu spüren

Verlegen wohl ein wenig
Ob dessen noch hier

Verzagt überwältigt dabei
Vom wie immer wir es nennen

Verkannte ich fast nur
Welch Wunder mich umgab

Vergnügt dir nun zu sagen
Wie wunderbar du bist

Verkaufe ich mich nicht
In nur Versen holprig

Versage mir noch große
Gefühle ohne Wissen

Vertrackt nur bleibt ob
Wir je wissen warum

Verliert sich das Fühlen
Im sicher sein wollen

Verträgt sich Liebe mit
Denken und abwarten

Verflucht wenig weiß ich
Von dir und überhaupt

Und nähme doch alles
Einfach für immer
Hätte ich die Wahl je
© jens tuengerthal 10.09.15

Liebesfreiheit

Die Liebesfreiheit ist Freiheitsliebe
Eine bedingt die andere und ohne
Eine kann die andere kaum sein

Wer nicht frei ist kann nicht wollen
Wer willenlos ist handelt nicht mehr
Wer nicht handelt wird nur behandelt

Den anderen ganz zu wollen ist Liebe
Was den Willen begründet ist dann
Für die gefühlte Liebe völlig irrelevant

Ob wir mehr oder weniger determiniert
Oder nur als Höhlenschatten agieren
Wie wirklich die Welt ist ist liebend egal

Liebe schafft eine eigene Wirklichkeit
Wo wir dem einander Wollen folgen
Um uns einander hinzugeben ist es

Wer die absolute Freiheit leugnet kann
Folglich diesen Entschluss nicht fassen
Liebt nur abgeleitet nie willentlich wirklich

Manche mögen sich eher unbewusst
Ihren Trieben nur hingeben um diese
Anschließend erfüllt Liebe zu nennen

Doch folgte hier nur das Gefühl dem Trieb
Wäre nichts an und für sich bliebe bloß
Eine Reaktion auf ungewolltes außer uns

Es mögen Liebe und Lust alltäglich so
Funktionieren und blieben doch nur halb
Es fehlte der Wille der Opfer der Lust

Was solche Liebe jenseits der Lust
Dann noch wert ist ahnen wir dunkel
Können es frustriert täglich beobachten

Diese Liebe hing am bloßen Triebe
Wäre nichts mehr ohne ihn hinterließ
Nur Leere unbefriedigt folgerichtig

Die Religionen kultivieren die Liebe
Als Ziel der unfreien Wesen die so
Erdachte Götter lieben sollen

Wie noch Liebe sein soll was doch
Nur höherer Bestimmung gelenkt
Folgt bleibt dabei stets unklar

Die Religionen bauen darum auf
Den Glauben als Liebe zu Gott
Etwas unvernünftiges in sich

Die Theologie gibt dieser Liebe
Einen logischen Rahmen jedoch
Bleibt die Spekulation Ursprung

Nie wissen wir alle Gründe warum
Wir den anderen lieben ahnen nur
Teile davon tiefem Gefühl folgend

Liebt überhaupt wer dem Gefühl
Unklarer Ursache folgt oder tut dies nur
Wer Gefühl und Wille verbindet

Ist ein Wille als Resultat bloßen Gefühls
Noch frei oder bleibt dieser stets unklar
Mangelt es am Entschluss für den andern

Ich weiß nicht warum ich mich verliebe
Wie was mein Handeln dabei bestimmt
Folge dem Gefühl und genieße was ist

Das Gefühl für sich führt zu nichts
Erst wo es unser Handeln bestimmt
Kann es schönste Folgen zeitigen

Müssen wir wollen um die Liebe
Miteinander leben zu können wäre
Der Wille entscheidend im Ergebnis

Wäre dieser Wille aber bestimmt
Durch etwas außer uns angenommenes
Wäre nur Liebe moralisch wertlos

Sittlich wertvoll wird Handeln erst wenn
Es bewusst und willentlich geschieht
Wir aus freien Stücken genau so handeln

Sich der Liebe nur gefühlvoll hingeben
Wäre danach bloß triebhaft moralisch
Völlig irrelevant und würdigte nicht

Wer im Schatten der Triebe die uns
Verliebt gern alleine leiten noch
Vernünftig abwöge liebte allein

Vermutlich ist es so was auch das
Vielfache Leiden und Scheitern
An der Liebe logisch erklärte

Aus Trieb oder Angst täten wir
Wozu wir keinen Entschluss fassten
Es bliebe wertlos nur zufällig schön

Wer lieben will um diese zu leben
Müsste das Gefühl als Entschluss
Sich willentlich zu eigen machen

Womit der Wille als notwendig
Für den sittlichen Wert der Liebe
Wohl nach Kant bewiesen wäre

Einzig die Liebe hält sich nicht
An logisch vernünftige Beschlüsse
Sondern taucht auf wie es ihr gefällt

Wir können so vernünftig entschlossen
Sein wie wir wollen selten nur wird es
Uns gelingen die Liebe zu lenken

Das gilt für die Befreiung von der
Unglücklichen Liebe wie die immer
Suche nach dem großen Glück

Wir brauchen die Annahme der Freiheit
Uns für den anderen zu entscheiden
Um in der Liebe frei zu sein

Wo die Vernunft das Gefühl steuert
Scheint uns dieses unecht wertlos
Auch wo wir es für mehr als Trieb halten

Voller Gefühl fragt sich am Ende noch
Ob die Herangehensweise zielführend
Je sein kann oder immer paradox bleibt

Ist es wichtiger ob die Liebe richtig ist
Oder ob wir sie genießen als ob alles
So richtig sei egal wie wir es begründen

Wenn es nur auf die Lust ankommt
Die wir im Leben empfinden können
Wie Epikur es uns lehrte ist es egal

Egal wie wir es nun begründen können
Oder uns allen Gründen lieber enthalten
Wird gut sein was uns gut tut

Wer die Freiheit kennt muss frei sein
Um zu lieben weil sonst diese nichts wäre
Alle anderen mögen genießen was ist

Nur moralisch oder sittlich wertvoll
Wird das Gefühl damit nicht mehr
Was egal ist wenn gut ist was gefällt
© jens tuengerthal 09.09.15

Mittwoch, 9. September 2015

Flüchtlingschance

Merkel sieht in den Flüchtlingen
Mehr Chancen als Risiken auch
Wenn wir nicht weiter machen können
Wie bisher sondern umdenken sollten
Jetzt einfach anpacken müssen

Viele würden langfristig hier bleiben
Warum Integration nun Priorität hat
Alle müssten sich hier an Recht
Wie Gesetz halten und keinesfalls
Werde eine Parallelgeselschaft geduldet

Beschämend und abstoßend nannte sie
Die Pöbeleien und Angriffe im Land
Auch im Internet würden sie nicht geduldet
Es bräuchte trotz der Flüchtlinge keine
Neuen Schulden und das sei gut so

Angesichts bereitgestellter nun 6 Milliarden
Eine gute Bilanz wohl dem ist wenig
Hinzuzufügen als packen wir es an
Nutzen wir die Chance und integrieren wir
Aktiv indem wir unsere Werte weitergeben

Dann werden die Flüchtlinge zu einer Chance
Sich auf die humanistischen Werte unseres
Grundgesetzes zu besinnen und gemeinsam
Diese Krise als Chance zu meistern nun sollten
Wir nur noch weniger Ursachen für Krieg liefern
© jens tuengerthal 09.09.15

Unionsmangel

Juncker hielte eine mahnende Rede
Um die Union an ihre Aufgaben zu erinnern
In Zeiten von Krieg und Not forderte er
Mehr Solidarität miteinander und für andere
Während wie gewohnt Milchbauern streikten
Um ihre Subventionen zu erhalten
Ging es dem gerade Halbwaisen Juncker
Um die großen Aufgaben der Zukunft
Der Kommissionspräsident sprach selbst
Obwohl gerade seine Mutter starb
Sein Vater schwer erkrankt auch ist
Sprach von der gerechten Verteilung
Auch der Flüchtlinge nach Fähigkeiten
Leistungskraft und bisherige Aufnahme
Sollen die Pflicht der Zukunft mitbestimmen
Sonst ginge Europa die Union verloren
Europa müsse Einwanderungskontinent
Werden wolle es noch eine Zukunft haben
Juncker ist kein emotionaler Redner
Aber heute berührte er mit auch Tränen
In den Augen alle mit seinem Aufruf
Hoffen wir ihm werden nun Taten folgen
Europa muss gemeinsam Lösungen suchen
Nicht für die Milchbauern die nur eine
Anekdote europäischer Subvention sind
Es geht um Überleben und Menschlichkeit
Dazu ist ein Aufbruch mehr als nötig
© jens tuengerthal 09.09.15

Himmelsfarbe

In ein helles Blau am Morgen schauen
Macht den Tag aussichtsreich lichter
Als ein novembriges Grau im dann
Schon späten Herbst der noch eher
Sommer ist wenn auch anders gefühlt

Die Temperaturen sind es mehr als das
Licht die uns Zeiten scheiden lassen
Unter dem Himmel über Berlin der oft
Grauer am Morgen noch scheint als
Er des Tages dann wird in mutiger Dauer

Beleuchtete Nächte lassen obiges anders
Uns scheinen als helle Tage die doch nur
Höher heller beleuchtet werden als die
Nächte der nie schlafenden Stadt gerade
Wenn die Tage wieder dunkler werden

Manchmal kommt es auf die Farbe des
Himmels an wie wir die Welt um uns sehen
Immer wichtiger aber ist das Wetter was wir
Jeden Tag in uns machen um uns blickend
So relativiert das Innen das Außen mehr

Fraglich wäre nun nur warum wir es
Überhaupt unterscheiden noch statt
Immer nur den Genuß zu suchen der
Unserer Natur entspricht und Innen
Wie Außen eigene Farbe zu geben
© jens tuengerthal 09.09.15

Dienstag, 8. September 2015

Flüchtlingsaufundab

Die CSU zeigt sich als die Partei
Der sozialen Kälte womit auch nun
Das S im Namen seinen Sinn hat

Straubinger will auch nach Syrien
Abschieben um die Überforderung
Notfalls mit Gewalt zu beenden

Frau Hasselfeldt ruderte zwar sofort
Zurück niemand wolle Flüchtlinge in
Bürgekriegsgebiete abschieben

Somit ist ihr parlamentarischer Geschäftsführer
Für sie ein Niemand was für sie völlig
Außer Frage steht bayerisch deftig eben

Wie das meiste aus Bayern ist auch dies
Wieder nicht ernst zu nehmen wohl
Soll rechts von der CSU nichts zulassen

Spannender da schon Gabriels Worte
Das wir 500.000 im Jahr gut vertragen
Da klingt Glaube Hoffnung Wissen

20 Millionen brauchen wir noch bis 2050
Wenn wir das System stabil halten wollen
Was Deutschland langfristig verändert

Wir müssen Menschen aufnehmen
Wenn unser Staat nicht sterben soll
In spürbar naher Zukunft dankbar schon

Es sind Flüchlinge die kommen weil sie
Keine Zukunft in ihrer Heimat haben
Sollte Frieden sein wird es sich ändern

Wer über Abschiebung statt Integration
Nachdenkt hat den Ernst der Lage nicht
Erkannt in dumpf blinder Volkstümelei

Das auf und ab um Flüchtlinge was wir
Nun hören müssen bildet das Gegenteil
Von Vertrauen in die Zukunft in Sicherheit

Merkel hat Brücken gebaut und geöffnet
Zum richtigen Zeitpunkt erkannt was nötig
Solange sie ihr glauben besteht Hoffnung

Dringend sollte dieser Staat die Narren als
Terroristen gegen die gemeinsame Zukunft
Zum Schweigen bringen damit sie bleiben

Ob uns damit Fremdes bedroht oder wir
Denen die kommen unsere Werte öffnen
Liegt an uns und wie wir teilen werden
© jens tuengerthal 08.09.15

Krisenhumor

In der Krise Humor behalten hilft manchmal
Besser beim Überleben als viele Strategie
Weil Lächeln stärker macht als ärgern

Wer Angst um Deutschland hat weil plötzlich
Akademiker aus Syrien die eigenen Idioten
Dumm aussehen lassen fürchtet wohl auch
Sein Leben an einen Fremden zu verlieren
Der seine Sprache nicht spricht noch sich
Irgend bisher hier auskennt aber dennoch
Haben die Ängstlichen vermutlich recht

Wer so blöd ist dem wird es so gehen
Nur könnte dieser endlich Untergang
Der letzten Idioten auch gerade in Sachsen
Sprachlich und moralästhetisch dies Land
Um vieles schöner machen während alle
Übrigen gemeinsam in die Zukunft starten
Sich freuen weil ihr land bunter wird
Wir es uns leisten können Leben zu retten
Da also die Idioten kaum ernst zu nehmen
Noch sind hilft Humor das Unerträgliche
Besser zu überstehen als zuviel ernst
© jens tuengerthal 08.09.15

Schußecht

Die Bundeswehr kauft ein neues Gewehr
Das treffen soll egal wie warm oder kalt
Den Anforderungen im Alltag gewachsen ist
Zumindest schreibt sie es mal aus
Denn noch gibt es dies Gewehr nicht
Wann also die Bundeswehr wieder trifft
Wie sie es soll und wer dann entscheidet
Ist noch völlig offen
Solange sind wir eben
Bedingt verteidigungsbereit riskieren weniger
Warum nicht schußechte Gewehre
Gut für den Weltfrieden sind
© jens tuengerthal 08.09.15

Geizlos

Die Mannschaft schlug Schottland 2:3
Schoss dabei vier Tore und vergab viele
Torschützen vorne Müller und Gündogan
Torschützen hinten Hummels und Gündogan
Damit ist der BVB ganz vorne mit dabei
Wie auch ganz hinten aber mehr noch
Der FCB natürlich auch was aber
Niemant wundert hinten wie vorn
Viele Chancen vergab Götze dafür
Fußball eben
Ein Tag ein Held
Nächster nur beinahe was
Und am Ende müllert es
© jens tuengerthal 08.09.15

Montag, 7. September 2015

Bombenlösung

Frankreich und England wollen nun
Zur Lösung des Flüchtlingsproblems
Massiv aus der Luft den IS angreifen

Ob dies zur endgültigen Lösung führt
Oder die Flucht der Zivilbevölkerung
Weiter verstärkt scheint zweifelhaft

Aufnehmen wollen die Bomber darum
Nicht mehr sie hätten ja mit Drohnen
Das ihre für die Menschlichkeit getan

Das wir den Krieg beenden müssen
Um die massenhafte Flucht aus dem
Dort Elend zu beseitigen ist zu logisch
© jens tuengerthal 07.09.15

Streikhanse

Die Hanse ist eine ehrwürdige Institution
Kaufleute taten sich zusammen für über
500 Jahre regierte sie den Handel allein
Im Norden finden sich ihre Farben noch
In rotweiß in zahlreichen Wappen wieder
Sie brachte die Koggen als Schiffe einst
In Umlauf für den Handel zur See

Die Lufthanse ist eine Hansa kam erst
Als die Hanse schon 300 Jahre nicht mehr
Hob für Deutschland in die Welt ab
Wurde groß und verdient heute Geld
Eher mit Billigtöchtern als mit Tradition

Nun streiken die ohnehin gut versorgten
Piloten der Lufthansa mal wieder was
Außer historisch betrachtet keiner Worte
Mehr wert wäre irgendwann wird sie sich
Mit zu teuren Personal erledigt haben

Ob es schade darum sein wird wie um die
Hanse die nur noch Tradition uns heute ist
Zu fragen ist müßig wenn der Markt sie
Einst frisst hatte sie nicht die Antwort mehr
Parat die er täglich fordert und Cockpit
Wird Weiterbildungen für überbezahlte
Flieger der einst Hanse zahlen die dann
Zu den Billigtöchtern eben wechseln

Die Hanse hat sich aufgelöst nachdem
Sie die Zeit im Monopol satt verschlief
Das Angebot Spaniens ausschlug noch
Gemeinsam in den Kolonien zu handeln
Sich im dreißigjährigen Krieg erledigte
Ein Freihandelsbund regiert von Kaufleuten
Erledigte sich und auch wenn sich heute
Mancher danach sehnt es gibt sie nicht mehr
Außer historisch namentlich um die alten
Großen Lübeck Bremen und Hamburg

Wenn die Lufthansa nicht aufpasst
Verschwindet sie ähnlich schnell
Als zu teurer Monopolist vom Markt
Wer braucht eine Fluglinie noch als
Kerngeschäft wenn eigene Töchter
Günstiger zuverlässig auch fliegen
© jens tuengerthal 07.09.15

Flüchtlingsgerechtigkeit

Während glücklicherweise immer mehr
Gen Deutschland strömen zeigt sich
Mancher empört über die Gerechtigkeit
Auch Merkel nutzt dies esoterische Wort

Dankbar können wir der Kanzlerin sein
Dass so viele Deutschland als Ziel sich
Wählten unser Aussterben zumindest
Ein wenig zu verzögern noch

Wie endlich dem historisch verufenen
Land der Richter und Henker einen Ruf
Als Rettungsinsel der Hoffnung geben
Den manche als Heimat wählen dann

Gerecht wäre es formal einfach alle
Flüchtlinge auf alle Länder Europas
Neu zu verteilen damit jeder auch
Die Lasten des anderen trage

Sozial gerechter wäre es dagegen
Diese Verteilung nach ökonomischer
Leistungskraft weiter zu bemessen
Damit jeder bekäme was er kann

Sowohl als auch kämen und blieben
Die meisten hierher jetzt und mit Glück
Auch in Zukunft noch ins Land der
Hoffnung nicht nur des Holocaust

Eine gemeinsame Sozialpolitik aber
Erforderte einheitliche Leistungen
Um Gerechtigkeit herzustellen auch
Unter den Flüchtlingen künftig

Deutschland als reichstes Land ist da
Bisher im Vorteil gegenüber anderen
Die ersten und auch besten kommen
Zu uns um hier heimisch zu werden

Bis Europa sich auf die sichere Quote
Künftig einigt ob mit oder ohne Ungarn
Profitiert Deutschland vom Zustrom
Der Rest bekommt was übrig bleibt

Klüger stärker gebildeter erfolgreicher
Sind also die es bis hierher schaffen
Darwin spräche hier wohl von Auslese
Was zeigt wie pervers die Situation ist

In der Natur setzen sich die Stärkeren
Immer durch es sei denn die anderen
Sind durch Geist um vieles überlegen
Wer zuerst kommt bekommt am meisten

So gesehen ist Merkels kluge Wahl
Die Grenzen zu öffnen wie es weit
In die Welt zu verkünden ein Glück
Für dieses Land in das alle wollen

Das Wollen der Flüchtlinge aber
Ist was bei allem noch gar nicht
Berücksichtigt wurde im Geschrei
Von Abschottung bis Gerechtigkeit

Wir können es uns gut leisten
Werden davon sehr profitieren
Menschen alter Hochkulturen
Bereichern unser Land vielfältig

Schlechter geht es den anderen
Die sich jetzt noch national wehren
Sie bekommen was übrig bleibt
Werden ihre Vorurteile bestätigen

Verursacher von Leid und Flucht
Sind die USA in die keiner darf
Die nahezu niemanden wollen bis jetzt
Wohin es erst später gehen wird

Da es um Menschen geht hier
Können sie nicht verteilt werden
Wie Güter in Europa nachdem
Ihr Anspruch auf Asyl bejaht

Sollten wir Menschen das Ziel ihrer
Sehnsucht überhaupt bestimmen
Dürfen oder ihnen dazu endlich
Die Freiheit schenken der Wahl

Logisch braucht es einen gewissen
Pragmatismus bei Umverteilung wie
Aufnahme vieler neuer Menschen
Die auf Zeit fliehen mussten

Wer weiß wie zauberhaft Damaskus ist
Wie schön der nahe Orient sein kann
Vom Duft bis zu den Termperaturen
Sollte froh sein wenn sie bleiben

Sich in Konkurrenz in Europa dabei
Noch unterschiedlich attraktiv machen
Erhöht die Chancen auf Zuwanderer
Die alle dringend brauchen

Wer am abschreckendsten dabei ist
Wird nur die behalten die nicht weiter
Mehr konnten seine Vorurteile wohl
Am ehesten noch bestätigt finden

Während wer zuerst die Arme öffnet
Geliebt von den Gästen die besten
Die auch die ersten sind zu sich zieht
Sich per Integration dann bereichert

Das wird sicher ungerecht dann wieder
Im Ergebnis für Ungarn Polen Slowaken
Doch haben sie die Wahl sich attraktiver
In Europa zu machen sonst ist es so

Es werden die immer gleichen jammern
Während kluge Köpfe schnell profitieren
Es braucht pragmatische Lösungen nun
Zur Vermittlung dessen was wertvoll

Die Verteilung wird ungerecht sein bald
Die ersten und besten kommen alle
Nach Deutschland und das ist gut so
Während die Ängstlichen weiter klagen

Merkel hat rechtzeitig die Zeichen erkannt
Klug entschieden für ein Land das nicht
Nur reichstes mit in Europa längst ist
Sondern geburtenschwächstes dazu

Sie wird dafür von Flüchtlingen geliebt
Von klugen Bürgern respektiert verehrt
Nur vorgestrig kurzsichtige beschimpfen
Schicken wir sie nach Ungarn alle

Die sächsische Schweiz könnte so leicht
Nahezu vollständig in Ungarn siedeln
Das Pegida NPD Gefolge käme mit
Dafür kultivierten Syrer in Sachsen

Wenn dann endlich Ruhe einkehrt
Die Brandstiftungen der Idioten enden
Können wir wieder über Merkel schimpfen
Die Postdemokratie bekämpfen als Graun

Lasst uns froh und dankbar sein wie klug
Weitsichtig schnell unser Land sich entschied
Die Menschen wandern ohnehin auf der Flucht
Wer sie begrüßt kann noch gestalten

Es ist schön wie Deutschland ganz real
An Bahnhöfen Willkommenskultur lebt
Die wenigen Idioten werden nun isoliert
Sachsen geht an Ungarn und alles ist gut
© jens tuengerthal 07.09.15

Einschlafsehnsucht

Möchte dich halten jede Nacht
Mit dir in meinem Arm einschlafen
Wie neben dir erwachen
Voll zärtlicher Sehnsucht
Die mit Lust sich mischt dann und wann

Die einsamen Nächte mit nur Büchern
So sehr ich sie immer liebe
Tauschen gegen gemeinsame
Beieinander verschlungen
Innig träumend glücklich

Die Sehnsucht selig beieinander
Nacht für Nacht zu schlafen ist
Was schmerzvoll fühlbar wird
Wo ich mich ganz für mich
Einsam in Kissen nur wühle

Wie wenig scheint dies nebeneinander
Nur schlafen wo wir kaum anwesend
Getrennt in Traumwelten wohl weilen
Und ist doch alles mir in meiner Welt
Die erst umarmend ganz mir wird
© jens tuengerthal 06.09.15

Sonntag, 6. September 2015

Herbstsehnsucht

Im Herbst wächst die Sehnsucht
Während Bäume in letzter Pracht
Die Blätter färben zieht es uns
Zueinander bevor der Winter kommt
Wer jetzt keinen findet bleibt allein
Scheint es uns im großen Sterben
Das als Höhepunkt prächtigster Farben
Um und in uns wächst und manchmal
Scheint im Herbst verlockend was
Im Frühjahr kaum je erblühte
Gut wenn es uns im Winter wärmt
© jens tuengerthal 06.09.15

Herbstliebe

Die Liebe im Herbst bringt uns erst
Den Frühling im Leben wieder wenn
Die Blätter fallen kriechen wir zueinander
Finden verschlungen im Sterben der
Natur um uns einen Anfang als Höhepunkt
Der zyklische Tod der Natur spiegelt sich
Im gesuchten kleinen Tod miteinander
Die Liebe wird das Requiem dazu uns
© jens tuengerthal 06.09.15

Flüchtlingsvorwurf

CSU und Linke halten der Kanzlerin ihre
Flüchtlingspolitk vor den Rechten ist es zuviel
Die Linken wollen die USA beschuldigen
Beide helfen den Menschen nicht
Verkennen die Lage in Deutschland
Scheitern ohnehin an Merkels Pragmatismus
Vermutlich ist das gut so
Und die Mehrheit dackelt hinterher

Während Finnlands Premier Flüchtlingen
Sein Landhaus geben will kann Merkel
Klug beraten zur Vorreiterin der Integration
Durch Übergabe ihres Sommerhauses
Im Land werden während sich die Nörgler
Links und rechts außen bloß blamierten

Sein wir einfach ehrlich im ganzen
Es geht nicht mehr nur um das Grundrecht
Auf Asyl sondern darum neuen Bürgern
Eine Perspektive hier zu geben
Wer dabei zur Stelle ist kann gutes tun
Das Land bewegen statt weiter nur
In alten Formeln zu stagnieren wie
Linke CSU und AfD ohne Zeitgefühl

Wer gerade Vorwürfe erhebt während eine
Wunderbare Bewegung der Solidarität
Durch unser Land schwappt steht eben
Künftig auf verlorenem Posten in seiner
Selbstgewählten Einsamkeit

Dummheit wird nicht bestraft wird sich nur
Von alleine erledigen relativ schnell unter
Dem Druck der Ereignisse und sehr fein
Wie Merkel den richtigen Zeitpunkt erspürte
Um die Bewegung für sich zu nutzen
Den  Menschen Mut zu machen jetzt
In schweren Zeiten ist konstruktiver

Die Nörgler bleiben Nörgler die nichts
Bewegen nur im ewigen Gemecker
Miteinander erstarren während sich die
Pragmatische Kanzlerin immer mehr nun
In der Mitte ausbreitet was auch die
Sozialdemokraten wohl erkennen müssen
Versuche der Abgrenzung schaden ihnen
Wie den Flüchtlingen im Moment mehr

Es geht ein Ruck durch das Land
Merkel hat es rechtzeitig erkannt
Damit wird die Krise bewältigt
Wie Zukunft gemeinsam gestaltet
Wer nörgelt und dagegenhält macht
Sich zum asozialen Außenseiter
Das ist nach Heidenau usw gut so

Der Flüchtlingsvorwurf greift nicht
Es ist CSU Standard aber er wird ihr
Merke schaden als Seehofers alle
Gescheiterten Projekte im Bund nicht
Warum auch die Kanzlerin nun Strauß
Nicht die Ehre erweist dem zwielichtigen
Patron der bayerischen Traditionalisten
Um sauber zu bleiben auf der Welle
Der Solidarität die durch unser Land wogt

Es gäbe manches an Merkel noch wohl
Zu kritisieren wie ihr Zögern in der EU
Ihre Sparsamkeitsgläubigkeit die aber
Sein wir ehrlich genau dazu führt dass
Wir uns die Großzügigkeit in der Welt
Gerade sehr gut leisten können endlich
Die Zuwanderer bekommen die wir
Generativ dringend brauchten
© jens tuengerthal 06.09.15

Herbstwind

Der Wind weiß nichts vom Herbst
Er weht nur wie in uns in ihm mehr
Voll endloser Sehnsucht nach Nähe

Manchmal nur verweht sich alles
Ob wir nun wollen oder nicht wissen
Was es uns irgend sein kann wann

Wenn es an uns liegt wo der Wind weht
Sollten wir mit diesem lieber segeln
Statt stets gegen ihn noch zu kreuzen

Den Blättern beim Fallen lauschen
Wechselnde Farben in ihm bewundern
Hingabe an sterbende Schönheit
© jens tuengerthal 06.09.15

Herbstmond

Wenn der Herbstmond aufgeht
Zog der Sommer längst davon
Damit die schönste Zwischenzeit
Bunt und kühler dafür bleibt
Unsere Sehnsucht in bis zu
Bald längsten Nächten auch
Das nun Sterben der Natur
Sinnlich genießen kann
Was wäre wohl je schöner
Als herbstliches Rot im dazu
Silbrig mehr scheinenden Mond
Wenn die Nacht langsam den Tag
Der Länge nach besiegt ist nichts
Wohl schöner als Nähe zu teilen
Durch lange Nächte wie bunte Tage
© jens tuengerthal 06.09.15

Liebeswille

Wollen wir lieben oder haben wir
Keine Wahl wenn wir es tun weil
Die Liebe sich einfach nimmt was
Ihres ist und wie vernünftig ist das

Hat die Natur es logisch eingerichtet
Wie alles in ihr Gesetzmäßigkeiten
Einfach folgend fraglich nur was
Gilt oder ob es keine immer gültigen
Regeln für jede Liebe gibt die
So verschieden ist wie wir auch

Willenlos hingegeben fühlen wir
Große Lust und halten sie sogleich
Für die Erfüllung aller Träume
Was dafür spräche dass es
Dabei auf den Willen überhaupt
Nicht ankommt sondern das
Von ihm unabhängige Gefühl
Was Liebe ja im Kern auch ist

Nur kann uns glücklich machen
Was wir halb nur sind während
Vernunft und Wille nur folgen dürfen
Wenn das Gefühl uns (ver-)führt

Den Körper beherrschen wollen
Ist ein hehres Ziel und oft nötig
Um in der Liebe glücklich zu werden
Wo sich der Wille sperrt werden wir
Selten in der Liebe glücklich

Wie die unvernünftige Liebe oft
Mit großen Unbill im Alltag kämpft
Warum sich gleich und gleich gern
Gesellt als wunderbar passend gilt

Doch erst das große Gefühl gilt
Uns als das wahre in der Liebe
Dem wir uns einfach ergeben
Als sei die Liebe ein Zwang was nun
Der Paradoxie die Krone aufsetzt

Denn eine unfreie Liebe ist keine
Wo sie erzwungen wird stirbt sie
Die käufliche gilt als unmoralisch
Meint eher nur den Vollzug stellt also
Das eigentlich Ende an den Anfang

Außer diese ist wiederum legitimiert
Nennt sich Ehe dann gilt selbiges Tun
Als gut und wird staatlich bevorzugt
Auch des Geldes wegen geschlossen
Ist sie nicht weniger wertvoll uns

Der Beginn der Ehe besteht dazu
Aus zwei Willenserklärungen die wenn
Kirchlich sogar lebenslänglich noch
Beschworen werden was wiederum
Mit dem Gefühl nichts zu tun hat
Sondern den Willen zu etwas über das
Von uns unabhängige Gefühl stellt

Womit die Ehe eigentlich dem Wesen
Nach nichts mehr mit dem zu tun hat
Was wir für Liebe sonst halten aber
Dem entgegen erklären wir sie für
Das Ziel großer Liebe im Traum

So bleibt es mit dem Willen zur Liebe
Am Ende so paradox wie mit dieser
Sonst auch womit wir wohl leben
Bis wir etwas schöneres entdecken
Was seltsam genug der Menschheit
Bis heute nicht gelang also weiter so
Als wäre es doch vernünftig

Geht es uns jenseits aller Logik nur
Darum nicht allein zu sein in der Nacht
Uns eng zu wärmen aneinander was
Ganz natürlich logisch wäre aber
Als Grund für Liebe kaum genügt
© jens tuengerthal 06.09.15

Samstag, 5. September 2015

Deutschlandstolz

Stolz kann Deutschland heute sein
Für so viele Menschen nun ein Ort
Der Hoffnung zu sein nicht der Angst
Wie Ungarn heute NS-Deutschland einst

Die Kanzlerin hat mit ihrer Bereitschaft
Zur Aufnahme wie Solidarität dazu
Maßgeblich beigetragen womit sie
Die kinderlose Mutti Deutschland hilft
Seine Zukunft zu sichern das allein
Um den Status quo zu halten noch
20 Millionen Zuwanderer braucht
Die unser Land reicher machen

Die Geschichte wird sie daran messen
Wie gut es gelingt diese zu integrieren
Damit auch diese Menschen künftig
Stolz für die Werte eines offenen Landes
Stehen und lieber helfen als neiden
© jens tuengerthal 05.09.15

Chancen

Chancen zum Aufbruch
Sind was wir wagen um
Zu genießen was ist
© jens tuengerthal 05.09.15

Terrorismuswarnung

Endlich hat Merkel es ausgesprochen
Sie warnt vor dem Rechtsterrorismus
Der gegen Flüchtlinge längst real ist
Gegenüber dem es Null Toleranz gibt

Dabei gehören Sympathiesanten so
Verfolgt wie die sonst Mitläufer auch
Null Toleranz war die nötige Deutlichkeit
Hier kann sie Führung zeigen
© jens tuengerthal 05.09.15

Liebesunfall

Wie vernünftig wir es auch planen
Die Liebe passiert manchmal einfach
Völlig ungeplant wie ein Unfall

Sich damit abfinden statt sich darob
Länger zu grämen könnte beides
Zu mehr Glück miteinander vereinen

Manchmal ist dann völlig egal wer
Schuld war am Unfall weil es nur
Darauf ankommt damit zu leben

Unfällen beugen wir gern vor mit
Unfallverhütungsvorschriften um
Sicherheit gegen Gefahr zu tauschen

Lebe manchmal gern wild und gefährlich
Verliebe mich dann ohne doppelten Boden
Sicher wäre wohl anders schöner aber ist es

So leben wir mit manchen Unfällen lieber
Glücklich weiter manchmal nur unglücklich
Wissen nur wagen wir nie passierte nichts
© jens tuengerthal 05.09.15

ErGötzen

Weltmeisterlich spielte der Weltmeister
Als Team mal wieder gegen Polen 3:1
In immer wieder hochklassiger Partie
Doppelt traf Götze neben Müller
Warum Götze unter Löw zaubert
Wie er unter Pep zaudert sollte sich
Wohl Pep langsam eher fragen
Wer den WM Torschützen nicht nutzt
Verschenkt mehr als sich ein Team
Ohne Ribery und wieder ohne Robben
Wohl dauerhaft leisten kann
Das Team ist auch unter neuem Kapitän
Schweinsteiger wieder Gruppenerster
Wer den doppelten Götze nutzt
Scheint mehr Tümpfe zu haben
© jens tuengerthal 05.09.15

Freitag, 4. September 2015

Liederlauschen

Das Liederlauschen am Helmholtzplatz
Beginnt mit Sons of Settler aus Kapstadt
Die das Publikum am Platz begeistern
Ihnen folgen nun Riders Connection
Die hier Lokalmatadoren mit inzwischen
Internationalem Ruf und während sich
Philipp Moritz und Alexej noch warm
Spielen wird es auch vor der Bühne
Langsam eng und die hier freuen sich
Auf ein tolles Konzert der früher auch
Straßenmusiker mit ihrem Reggae
Liedermacher Sound und schon
Beim Warmmachen jubelt das Publikum
Philipp begrüßt erst Berlin und die Heimat
Beginnt dann mit einem Lied noch aus
Süd Afrika von ihrer großen Tour dort
Wir tanzen und jubeln und genießen
Ein wunderbarer Abend am Platz
Der im hier Heldengarten lebt
Unter aktiver Hilfe auch flüssig
Von Braumeister und denen hier
Die einfach zusammen feiern
Als Nachbarn Gäste und Freunde
© jens tuengerthal 04.09.15

Kulturmörder

1.
Die IS zerstören erwartungsgemäß
Palmyra und damit Wurzeln unserer
Gemeinsamen menschlichen Kultur

2.
Manche schimpfen nun über den Islam
Als kultivierte Christen sollten sie sich
Erinnern was ihre Sekte noch übrig ließ

3.
Spurlos nahezu verschwand was vorher
In Europa herrschte und stupides Rom
Löschte den Geist der Antike 1000 Jahre

4.
Das die Renaissance die Antike erweckte
Ist ein Glück europäischer Kultur mit dem
Wenigen was die Christensekte ließ

5.
Der Islam ist 600 Jahre jünger als Sekte
Die zweite große jüdische Sekte die sich
In der Welt des Aberglaubens verbreitete

6.
Um 1400 wartete das Christentum noch
Das sich aufgeklärter Geist verbreitete
Es begann erst in Italien die Geburt

7.
Lange noch wurden in Europa noch
Hexen verbrannt urteilte die Inquisition
Unmenschlich nach dem Aberglauben

8.
Was in Palmyra geschieht ist dumm wie
Unkultiviert aber eben typisch religiös
Wer eine anklagt muss alle verbieten

9.
Verbieten wollen was manchen heilig
Ist so autoritär wie naiv weckt es den
Aberglauben meist eher noch

10.
Wer die Mörder der Kultur bekämpfen will
Die alles fremde stets noch ablehnen weil
Es unbekannt ist muss zuerst aufklären

11.
Die gern Verteidiger des Abendlandes
Seien es Pegiden Orbáns oder Christsoziale
Sind real den IS Terroristen näher als alle

12.
Unsere Kultur ist durch die Brandstifter
Gefährdet die geistige Feuer legen überall
Sich vorm anderen und fremden fürchten

13.
Kein Nachbar aus Syrien gefährdet unsre
Werte oder Kultur im Gegensatz dazu
Jene aber die mit Angst weiter zündeln

14.
Aberglauben mit Aufklärung begegnen
Ist der einzige Weg zum Frieden der Welt
Nicht Kreuzzüge der einen gegen andere

15.
Die Intoleranz die wir gern verscheuchten
Potenzieren wir nur mit der Angst die
Immer schon aus Dummheit geboren wurde

16.
Gegen Dummheit hilft Bildung keine Bomben
Der islamischen Welt verdanken wir unser
Zahlensystem und damit jede Software

17.
Kultur ist menschliche Leistung im sozialen
Kontext der über sich hinaus wächst
Werte für seine Zeit schafft und setzt

18.
Europa hält das mörderische Christentum
Das alle vorigen Kulturen einst verdrängte
Wie es der IS heute tut noch für Kultur

19.
Das Christentum hat europäische Kultur
Als dominanter Aberglauben geprägt wie
Andere Kulturräume ihre jeweils Sekten

20.
Es geht nicht um Verständnis für die
Unkultivierten Terroristen der IS doch sind
Sie nicht idiotischer als Christen einst

21.
Sie morden frühere Kultur um ihre Sicht
Der Welt durchzusetzen wie es jede
Totalitäre Macht der Welt immer tat

22.
Wer Europa verteidigen will muss nicht
Die einen bekämpfen aus Missgunst
Sondern seine Werte hochhalten

23.
Europas Werte sind keine christlichen
Es sind humanistische der Aufklärung
Die von der Renaissance geprägt war

24.
Solange Religionen wie hier nur noch
Folklore zur Unterhaltung eher sind
Stören sie nicht weiter da tolerant

25.
Die Wurzel des Terrorismus liegt stets
In der Intoleranz warum sich diese ähnelt
IS und Pegida wie NPD sich näher sind

26.
Terrorismus ist Ausdruck von Unfreiheit
Derer die diesen bekämpfen wie jener
Die mit Gewalt für etwas kämpfen

27.
Wer die Kultur retten will muss Freiheit
Raum geben sich zu entfalten ohne
Grenzen in Raum und Geist ohne Gewalt
© jens tuengerthal 04.09.15

Suchende

Die Liebe findet sich meist wenn wir
Sie am wenigsten suchen nebenbei
Während sie ersehnt verschwindet
Warum es klüger scheint weniger
Das Glück zu suchen als sich
Finden zu lassen und jede Suche
Danach zu beenden sie kommt
Wenn es passt um zu bleiben
Flieht wo wir sie halten wollen
Wäre also eigentlich alles klar
Zumindest theoretisch selten nur
Ist die Liebe praktisch logisch
© jens tuengerthal 04.09.15

Donnerstag, 3. September 2015

Tempelhofflucht

Berlin will Flüchtlingen in Tempelhof
Ein Quartier bieten endlich das Gelände
Sinnvoll nutzen hoffentlich bald auch
Der Not folgend sinnvoll bebauen
Flüchtlinge haben Vorrang vor dem nur
Freizeitvergnügen der Dorfbewohner
© jens tuengerthal 03.09.15

Ungarnumgang

Ungarn verschiebt Flüchtliinge frei
Sperrt den Bahnhof und öffnet ihn
Beendet die Abreise im Ungewissen
Steckt sie wieder in ein Lager
Verweigert in Europa die Kooperation
Baut wieder Zäune gegen Menschen
Ungarn ist immer weiter von Europa
Das diesen Umgang nie tolerieren darf
© jens tuengerthal 03.09.15

Traumende

Manche Träume enden im Nichts
Nichts bleibt und also war es nichts
Was nichts war macht wohl nichts
Es bleibt nur die Sehnsucht
Nach dem Traum anzukommen
Irgendwo jenseits des Nichts
Doch lassen Träume weiter leben
Und so wird nichts am Ende etwas
© jens tuengerthal 03.09.15

Wunderda

Manche Dinge passieren
Einfach ohne zu fragen
Ist da womit keiner
So schnell rechnete
Dann können wir uns
Wundern oder wehren
Weil nicht sein kann
Was nicht erwartet
Oder genießen was ist
Glaube nicht an Wunder
Genieße dieses nur
Weil es ist was es ist
Mehr nicht kann schon
Alles sein zusammen
© jens tuengerthal 03.09.15

Herzjagd

Es mag leicht sein
Das Herz einer Frau
Im Sturm zu erobern
Die wahre Kunst ist
Sie glücklich zu machen
Alte Wunden eben dort
Zärtlich zu verschliessen
Nicht was leicht ist
Reizt mich sondern
Wie ich dich glücklich
Mache um es mit dir
Zu bleiben warum du
Kommst wenn du es
Spürst um zu bleiben
© jens tuengerthal 03.09.15

Schwemmgut

Ailan Kurdi wurde angeschwemmt als
Strandgut der Flucht an türkischer Küste
Wo Europäer gern all inclusive buchen
© jens tuengerthal 03.09.15

Mittwoch, 2. September 2015

Rechtswächter

Ein Wächter der Flüchtlinge in Heidenau
Wurde als bekennender Nazi enttarnt
Keine Überraschung bei privater Sicherheit
Wir sehen wohin die Übertragung von eben
Staatlichen Hoheitsaufgaben uns führt
Sollten gerade jetzt dringend nachdenken
Was Pflicht und Verantwortung heute heißen
© jens tuengerthal 02.09.15

Begrenzt

Europa begrenzt sich wieder setzt
Damit Schengen am Brenner außer Kraft
Um den Flüchtlingsstrom zu beherrschen
Freiheit wird für Sicherheit aufgegeben
Als würde es etwas an der Situation ändern
Europa muss unbegrenzt bleiben
Das macht es als Raum der Bürger aus
Wer Lösungen sucht muss sie dort finden
Wo über eine gerechte Verteilung aller
Lasten und Vorteile verhandelt wird
Die Grenzen sind der falsche Ort dafür
Eine Lösung muss aus Brüssel kommen
Wir dürfen nicht Europa beim ersten Problem
Aufgeben und den Traum der Freiheit
Für ungewisse Sicherheit wieder aufgeben
© jens tuengerthal 02.09.15

Einwanderungsdruck

Deutschland ist kein Einwanderungsland
Die CDU hat Angst es den Wählern zu sagen
Wenn sich das nicht bald ändert gibt es eher
Kein Deutschland mehr als viele ahnen

So dulden wir irgendwie und suchen noch
Kompromisse im Schatten von Blut und Boden
All dies ohne Perspektive oder konkreten Plan
Was bei einer Naturwissenschaftlerin wundert

Wer keine Strategie hat wird von den eben
Gegebenheiten immer wieder überrascht
Statt planvoll strategisch vorzugehen
Wie es der Kanzlerin eher entspräche

Deutschland hat angesichts der Geburtenrate
Einen hohen sozialen Einwanderungsdruck
Wir wählen nicht aus sondern erkennen an
Unterlassen sträflich die Integration noch

Schüchterne Versuche am Rand ändern nichts
Am bestehenden Problem dies wiederum
Kann sich im Laufe der Zeit allein verändern
Durch mehr Kinder oder weniger Wachstum

Wer diesen Prozess sozial sinnvoll wie auch
Langfristig steuern will braucht eine Regelung
Zur Einwanderung die Bedürfnisse wie Pflichten
Sinnvoll regelt solange es möglich ist

Der Druck steigt wir müssen mit dem leben
Was ist und die versorgen die kommen aus
Not oder Hoffnung mit oder ohne Perspektive
So wie es eben möglich und nötig ist

Wer nicht regelt lässt die Natur regeln was
Notwendig ist und handelt nur in der jeweils
Größten Not als dann Retter was gut ist
Sofern der Mangel keinem wirklich schadet

Viele Länder sortieren aus wen sie wollen
Mißachten das Grundrecht auf Asyl dabei
Steuern den Prozess der Zuwanderung aktiv
Hängen dabei nicht vom nur Zufall ab

Am Markt mit dem Ziel Deutschland setzen sich
Die besten reichsten und erfolgreichsten durch
Andere kommen gar nicht bis hierher bis jetzt
Darüber legen wir den sozialen Mantel Asyl

Wer nicht regelt lässt dem Markt seinen Lauf
Wer regelt grenzt damit logisch aus stellt sich
Aber den Zwängen des Alltags vernünftiger
Beides hat Argumente für sich wohl

Entscheidender aber als die damit noch
Hilflosigkeit gegenüber der normativen
Kraft des Faktischen ist für Merkel wohl
Der Faktor Zeit in ihrer Partei

Sie hat keinen Druck mit einer Änderung
Zeigt sich lieber als Heldin in der Not
Lässt die Erkenntnis der Notwendigkeit
Gesteuerter Zuwanderung wachsen

Die SPD will regeln wie sie es lieber
Tut als die Dinge sich regeln lassen aber
Mehr noch möchte sie der Kanzlerin nun
Ihren Glanz als Krisenmanagerin nehmen

Fraglich ob ein Gesetz wichtiger ist als der
Neue Pragmatismus der auch Konservative
Langsam mitnimmt bis sie begriffen haben
Es braucht Einwanderung für den Bestand

Wer regelt ergreift Initiative und steuert den
Prozess der sonst einfach passiert noch nur
Wird wenig erreichen wer es zu früh tut wird
Viel mehr riskieren als wer ruhig abwartet

Wenig spricht für die Hektik der SPD auch
Wenn es Regelungsbedarf auf Dauer gibt
Sollten wir möglichst viele mitnehmen um
Die Zukunft gemeinsam zu gestalten
© jens tuengerthal 2.09.15

Betreuungsgeldrest

Die SPD fordert das Betreuungsgeld
Verpflichtend in Kitas zu stecken was
Nach Schwesig verpflichtend wäre nur
Bestünde eine solche fragte ich mich was
Aus eingesparten Rüstungsmilliarden wird
Wem Einsparungen beim Bankenrettungsfond
Künftig nur zugute kommen dürften und hoffe
Die SPD verlässt die Einbahnstraße schnell
Wer sollte lächerliche Klientelpolitik wählen
© jens tuengerthal 2.09.15

Dienstag, 1. September 2015

Sommerregenherbstglück

Es regnet endlich und Donner grollt
Nach Blitzen aus dunklem Himmel
Der September ist da und der Sommer
Kommt an sein natürliches Ende

Welch Glück ist es dem Regen nur
Zu lauschen wie dem Donner ferner
Die abkühlende Luft spüren während
Der Durst des Bodens gestillt wird

Der noch Sommerregen ist ein Glück
Für die Natur ohnehin für die Stadt
Die der Natur abgerungen aber auch
Reingewaschen wieder vom Staub

Mit dem Sommer verweht die Hitze
Der Staub weicht mehr Klarheit
Wir können uns wieder bekleiden
Ohne schon dabei nur zu schwitzen

So ist dieser Regen am 1. September
Ein Glück in vieler Hinsicht doch mehr
Noch wird es zu einem wo wir es auch
Würdigen können als solches zufrieden

Nichts ist für die Ewigkeit und auch der
Schönste Sommer endet im endlich
Viel schöneren Herbst voller Farben
So ist der heutige Regen ein Anfang

Sich freuen auf das was nun beginnt
Genießen was ist ist die hohe Kunst
Des Glücks weil der Sommer nun auch
Geschichte geworden ist wie die Liebe
© jens tuengerthal 01.09.15

Abtreibungsvergebung

Papst Franziskus vergibt nun auch die
Abtreibung die bisher zur Exkommunikation
Automatisch der Betroffenen führte
Ob dies Anpassung an die Zeit ist
Oder ein sich Beugen vor Bedürfnissen
Wird die Zeit zeigen wenn sich dadurch
Die Zahl der Austritte verringern sollte
In der Lehre ist es konsequent inkonsequent
Erklärt die beiden Vorgänger zu Lügnern
Allerdings nur für ein heiliges Jahr lang
Was danach kommt steht in den Sternen
Was vernünftigen Menschen als eine
Kleinigkeit erscheint ist in Rom eine
Revolution des Denkens denn wenn
Was bisher zur Exkommunikation führte
Vergeben werden kann fragt sich wohl
Immer mehr nach dem absoluten Wert
Der im römischen Aberglauben verkündeten
Wahrheiten und so ist dieser Aufbruch
Zu mehr Menschlichkeit und Vergebung
Einer der kritisches Denken möglich macht
Lassen wir uns überraschen wieviele Gläubige
Zu kritischen Denkern nun auch werden
Das der Papst gegen die Besessenheit
Der Kirche bei diesen Themen kämpft
Ist mutig und gut so die nächsten Monate
Werden zeigen ob er es überlebt
© jens tuengerthal 01.09.15

Asozialeuropa

Europa teilt sich vieles gerecht über
Längst offene Grenzen nur bei Lasten
Fehlt das Bewusstsein der Verantwortung
Jeder schottet sich vor Flüchtlingen ab

Bis Merkel die Folterwerkzeuge zückt
Damit Gerechtigkeit erzwungen wird
Was immer das dann für eine sein soll
Scheint sie zur Verteilung der Lasten
Im gemeinsamen Europa wohl nötig

Sein wir dankbar für Zuwanderung
Wir brauchen sie am dringendsten
Hierher wollen einige der besten
Flüchtlinge und hoffen auf die Zukunft
Bald wird es der Rest Europas merken
Ohne Zuwanderung sterben wir aus

Eine Völkerwanderung lässt sich nicht
Mit Gewalt stoppen oder Zäunen
Bis dahin kann Deutschland profitieren
Europäisch gedacht aber wäre anders

Den Reichtum wie die Armut gerecht
Untereinander zu verteilen für alle
Gönnen wir den anderen doch auch
Ein wenig kreatives Zuwandererpotential
© jens tuengerthal 01.09.15

Sudelsachsen

Stanislaw Tillich meint die Rassisten
In Sachsen besudelten das Land wie
Alle die sie so gewähren ließen lange

Unklar ist noch ob diese Analyse eine
Selbstgeißelung war oder zu spät kam
© jens tuengerthal 01.09.15

Quotenneger

Die CSU mag es gern etwas deftiger
Warum Roberto Blanco Mitglied ist
Die haben da nichts gegen Neger
Solange sie gut integriert sind

Überhaupt wollte der Hermann doch
Die Neger was er nie sagt sonst
Natürlich verteidigen und also
War es nur viel Lärm um nichts

Auch die Fußballneger mag er
Nennt sie aber gleich dunkelhäutig
Gut darüber ein wenig zu lachen
Ernst nehmen kann die Bayern keiner

Die CSU zu verspotten in ihrer
Ewigen Rückständigkeit ist so nett
Aber taugt so ein Sommerskandal
Wirklich zu mehr als heißer Luft

Loben wir lieber wenn sogar die
CSU begreift auch die Neger
Können welche von uns sein
Es nur politisch inkorrekt sagt
© jens tuengerthal 1.09.15