In der Sommerhitze
Vor dem Café sitzen
Während der Platz nun
Langsam in die Nacht
Wandert bei Wein
Munter plaudernd
An dich denken
Möchte ich dich küssen
Umarme dich wieder
Nur in Gedanken
Hoffe auf bald
Leicht bekleidet um mich
All die hier beben vor Lust
Suchen sich mit Gesten
Blicken zu finden um
Ihrer Natur folgend
Sich zu paaren
Als sei der Sommer Frühling
Denkt der Beobachter
Des öffentlichem Sex
Sehnsüchtig nur an dich
Wie ein Außerirdischer inmitten
Ist Glück manchmal weniger
Und darum mehr mir
Was immer es ist
© jens tuengerthal 7.8.15
Freitag, 7. August 2015
Sommercafélust
Donnerstag, 6. August 2015
Glückssehnsucht
Weiß nicht was Glück
Wem warum wann ist
Weiß nur wie glücklich
An dich denken macht
Ohne zu wissen was wird
Wann wir uns sehen
Ob es eine Zeit gibt
Oder Liebe nur ist
Genieße ich was ist
Eigentlich nicht ist
Weil die Sehnsucht mir
Traum genug ein Leben
Vielleicht ist das alles
Dann war es schön
Vielleicht erst ein Anfang
Dann werde ich genießen
Es ist leicht und sicher
Wie der Traum vom
Auenland miteinander
Um nur da zu sein
© jens tuengerthal 6,8.15
Fernnah
Sich fern fühlen im nah
Sein ist zu häufig aber
Sich nah fühlen im
Fern sein zu selten
Du bist mir nah wenn
Ich mich so nach dir
Sehne in die nahe Ferne
Ganz nah sein wäre
Noch schöner aber
Fühlen wie nah fern
Sich sein kann ist mehr
Wie du mir immer näher
Wirst im Wissen um was
Wir teilen wächst es zu allem
Nähe und Ferne werden so
Relativ verschiebbar in uns
Worauf es ankommt bleibt
Was verfliegt bleibt fern
Möchte dir immer näher sein
Sich so nah als möglich
Ganz zu verschlingen im Schlaf
Du bist mir fern näher als die vielen
Die mir irgend je nah waren ohne mich
Dabei zu berühren weil wir uns jenseits
Von fern oder nah einfach fühlen
Fern und nah sind wie die Raumzeit
Anhängig vom Tempo mit dem wir
Unsere Massen umeinander bewegen
Die Größen verschwimmen im Strom
Der Zeit auf der Suche nach Glück
Und bleiben doch Kontinuum des Seins
Nah und fern ist liebend relativ egal
© jens tuengerthal 6.8.15
Pogromterror
In Deutschland herrscht wieder
Pogromstimmung als sei das
Völlig normal für gute Bürger
Genscher die Eminenz der Liberalen
Sprach davon wie ihn das Vorgehen
Gegen Flüchtlinge an früher erinnert
An seine Kindheit als es Pogrome auch
Gab gegen Juden und auch andere
Die in den Tod gehetzt wurden vom Mob
144 gewalttätige Ausschreitungen gegen
Flüchtlinge zählen wir seit Jahresbeginn
Das ist wie zu NS Zeiten Terror als Mittel
Aus Angst um den Wohlstand aufgehetzt
Von Bewegungen wie der sächsischen
Pegida wurde Terror zu lange toleriert
Die Pogrome sind kein Zeichen von der
Überforderung eines Teiles der Bevölkerung
Sondern Ausdruck von Menschenverachtung
Anders als im NS Staat gehen sie diesmal
Nicht vom Staat aus es ist also wohl nicht
Einfach das gleiche nur nicht besser
Während damals die Mehrheit schwieg
Wenn sie nicht dem Führer zujubelte
Sprechen Pegidaterroristen für zu viele
Die Bundesrepublik muss diesen Terror
Heute so bekämpfen wie die RAF einst
Die sich nur gegen Eliten wendete
Der neue Terror von rechts macht aber
Die Ärmsten zu Zielen des Hasses
Wer dies toleriert wird zum Mittäter
Wer sie legitimiert oder aufwertet wird
Täter der folgenden Pogrome
Entsprechend gehören sie verfolgt
Wer nur spazieren geht tue nichts
Böses sei ja friedlich und mahne
Bloß aus Sorge wird argumentiert
Welch Irrtum die kollektive Dummheit
Dieser Märsche ist der Misthaufen
Aus dem der braune Gestank strömt
Die viele Gewalt gegen Flüchtlinge
Ist Produkt genau dieses Geistes der
Sich gutbürgerlich gibt in seinem Hass
Genscher hat Unrecht es ist nicht
Wie 1938 wo der Staat den Terror
Organisierte hier kommt er von unten
Ganz unten im intellektuellen Milleu
Der ewig zu kurz gekommenen die
Nur um ihren Wohlstand fürchten
Habseligkeiten sind die Heiligen
Unserer Tage der bescheidene
Wohlstand den es zu wahren gilt
Er steht über der Menschenliebe
Über der Pflicht zur Hilfe wie sie
Die Bundesrepublik gelernt hatte
Genscher hat aber Recht wenn er sich
So erinnert denn damals wurde Terror
Auch als Volksbewegung getarnt
Es ist gut dass der Terror gegen
Flüchtlinge nicht staatlich ist
Schlimm ist wie der Staat mittut
Es ist höchste Zeit wieder laut
Umzudenken und die Terroristen
Solche zu nennen nicht Bürger
Das sind keine besorgten Bürger
Die nur ihren Wohlstand verteidigen
Es sind Terroristen im Rechtsstaat
Sie mißbrauchen die Meinungsfreiheit
Propaganda unter Idioten zu betreiben
Die nicht begriffen was unsere Werte sind
Wer die Werte um der Stimmung willen
Verrät hat keine mehr macht sein Handeln
Ergo wertlos ist bloß noch wählbar
Es wird Krieg gegen den Terror geführt
Eine Gruppe stigmatisiert und getötet
Statt die Terroristen im Land zu sehen
Wenn der Staat Rechtsstaat sein will
Muss gegen diesen inneren Terror nun
Mit aller Kraft gekämpft werden
Wer sich gegen Flüchtlinge wendet
Ist ein Terrorist und wer Taten relativiert
Tut am Terror der Idioten mit
Täter auch Täter nennen
Terroristen als solche verfolgen
Rettet einzig die Freiheit
© jens tuengerthal 6.8.15
Mittwoch, 5. August 2015
KöniglichBayern
Der FC Bayern kämpft im Audi Cup
Gegen Real Madrid im Finale die ohne
Bale und Ronaldo in München antreten
Bald kommen die Bayern nach Foul an
Lahm Zentimeter vor dem Strafraum
Zu einem folgenlosen Freistoß am 16er
Wenige Minuten später erntet Alonso
Eine Gelbe für das nächste derbe Foul
Beide ringen um Vorteile bei hohem Tempo
Ein Schuss von Müller landet gerade
Noch am Pfosten und langsam findet
Bayern in sein Spiel hinein
Wunderbarer Sturm der Bayern bei dem
Götze eine großartige Chance leider
Zu flach mal wieder vergibt
Der danach Ansturm von Real wird
Durch ein Foul von Boateng direkt
Vor dem Tor beendet ohne Elfmeter
Nach der Pause einige Wechsel
Lahm und Götze gingen für Lewandowski
Wie Rode auch Real wechselte munter
Neuer jetzt Kapitän da Schweini weg ist
Das Spiel beginnt munter mit einigen
Fouls und Freistoß den Neuer rettet
Bayern Ecke endet mit schönem Kopfball
Von Benatia ohne Folgen und die Bayern
Stürmen weiter gen Madrider Tor
Real wechselt nochmal und bringt mit
James und Modric erstklassige Spieler
Als Auswechsler neu hinein
Guardiola bringt Bernat für Vidal dann
Kommt ein Ball drei Meter vorm Tor
Auf Lewandowski der zu lachs vergibt
Weiter geht der Sturm der Bayern
Auf das Tor von Real mit hohem Druck
Dann prüft Kroos Neuer mit Direktschuss
Nun kommt Højberg für Alonso und Real
Stürmt weiter auf das Bayern Tor bis
Die Münchner wieder Druck machen
Bevor sich Ramos noch eine Gelbe holt
Stürmt Real mal wieder doch abrupt
Beendet und dann wieder umgekehrt
In der 87, Minute geht Bayern durch Tor
Von Lewandowski nach Freistoß von Costa
Mit 1:0 in Führung vor 2 Minuten dazu
Bayern gewinnt den Audi Cup mit 1:0
Werden damit ohne Gegentor Sieger
Auch mit vielen verletzten Stars
© jens tuengerthal 5.8.15
Liebesnichtwissen
Weiß nicht was Liebe ist
Spüre nur wie nah du
Längst mir bist
Wenn ich an dich denke
Mich um dich sorge
Dir gut tun will
Vielleicht ist das schon
Was wir Liebe nennen
Vielleicht wird es das
Erst irgenwann wenn
Wir einen Weg finden
Was weiß ich schon
Verneige mich nur
Vor der Möglichkeit
Des geteilten Glücks
Und wenn es kommt
Um zu bleiben
Möchte ich dich einfach
Nur glücklich machen
Weiß nicht ob ich es kann
Versuchen will ich es
Du bist mir wertvoll
Auch wenn ich weiß
Und Erfahrung mir sagt
Die große Liebe bleibt immer
Nur ein Traum ist es doch
Schöner als alles von dir
Wie mit dir zu träumen
Damit ein WIR Raum findet
Zwischen uns vielleicht
Aber eigentlich weiß ich
Nichts von der Liebe
Schreib nur was ist
© jens tuengerthal 5.8.15
Ohrgasmus
Musik kann erstaunliches auslösen
Bisher kannten wir kreischende Teens
Die sich euphorisch Klängen hingaben
Nun wurde bewiesen nicht nur der Beat
Wirkt erregend auch Rachmaninoff wirkt
Genauso erregend wie sonst nur Sex
Sein Klavierkonzert löst beim Hörer
Wie in seinem Nervensystem etwas
Aus das dem Orgasmus gleicht
Die Neurologin Psyche Loui nennt es
Einen Haut-Orgasmus der die gleichen
Reaktionen im Nervensystem auslöst
Ob sie mit ihren Liedern richtig liegt oder
Doch eher einen allgemeinen Geschmack
Zum besseren Marketing trifft ist egal
Spannend ist wie Musik nachweislich
Dem Sex ähnlich im Körper wirkt
Wobei es wohl für jeden anders wirkt
Während es beim einen Adele oder
Oasis ist löst bei anderen Mozarts
Oder Brahms Requien dies aus
Wichtig ist es genießen zu können
Als einen Höhepunkt im Leben
Wenn es uns das ist wird es gut sein
Gut nun zu wissen was uns so scheint
Ist es auch in Wirklichkeit was immer
Diese nun wem wann auch ist
© jens tuengerthal 5.8.15
Dienstag, 4. August 2015
MaasgeRangel
Justizminister Maas hat den General
Bundesanwalt Rangel nach zu langem
Öffentlichen Ringen geruhestandet
Nachdem sich Maas erst zurückhielt
Wuchs sein Mißtrauen immer mehr
Als Range ihn öffentlich angriff
Der oberste Dienstherr Ranges ist
Maas und war mit der Erklärung des
Mißtrauens auch zuständig
Range hatte sich beschwert das der
Justizminister Einfluss auf die netzpolitik
Ermittlungen genommen hätte
Es ging um Landesverrat und eine Anzeige
Des obersten Verfassungschützers der sich
Von den Journalisten verraten fühlte
Die Anzeige sollte Macht aufzeigen wie
Grenzen der Freiheit gegenüber den
Allmächtigen Geheimdiensten ziehen
Nun wird die unabhängige Wächterin
Dieser Freiheit die Justiz angegriffen
Statt mit Maaßen der Täter der Anzeige
Darum sollte uns der Zustand unseres
Rechtsstaates mehr Sorgen machen
Als das Bauernopfer Range freuen
Es ist nicht gut wenn der Chef der
Geheimdienste gegen Journalisten
Juristisch mit Landesverrat vorgeht
Noch schlimmer ist wenn bereits zwei
Ministerien seit Mai darüber informiert
Nichts unternahmen bis es zu spät war
Es ist eigentlich eine Krise der Regierung
Die ihre Bereiche nicht ordnungsgemäß
Überwacht erst eingreift wenn es bereits
zu spät ist politisch betrachtet
In ein laufendes Verfahren einzugreifen
Ist juristisch problematisch beschädigt
Die Unabhängigkeit der Justiz nachhaltig
Es wird schwierig dies gerecht zu beurteilen
Maas ist weisungsbefugt und muss sich klar
Wehren wo Weisungen umgangen werden
Täter ist Maaßen und hat damit das Maß
Voll gemacht für die Geheimdienste wohl
Aber wer wird sich daran nun wagen
Schaffen wir lieber die Dienste demokratisch
Endlich ab Deutschland braucht keine
Geheimdienste mehr als Demokratie
Vor allem keinen Verfassungsschutz dessen
Versagen auf dem rechten Augen lange genug
Bekannt ist und sich wieder hier zeigte
Versagt haben hier die Ministerien
Bei der Kontrolle ihrer Untergegebenen
Gegangen wird nur das letzte Glied
Der letzte Liberale in einem hohen Amt
Ist damit von der Großen Koalition elegant
Aus dem Weg geräumt worden
Denke ich an die Demokratie im Land
Bin ich eher von den Gerechten hier
Um den Schlaf gebracht als von Range
Es wird wichtig sein hier aufmerksam
Noch zu bleiben bevor die Koalition
Den Rechtsstaat weiter aushebelt
© jens tuengerthal 4.8.15
Sexliebe
Manche lieben den Sex wie Sport
Andere mögen Sex mit Liebe lieber
Das Ziel der Befriedigung ähnelt sich
Der Sex als solcher ist ein primär
Körperlicher Vorgang bei dem wir
Befriedigung unserer Triebe suchen
Manche sagen sich wozu das ganze
Noch mit Gefühlen belasten die doch
Nur den reinen Genuss belasten
Manchmal mancher zu sein gibt wohl
Eine gewisse Freiheit beim Sex
Ungewiss nur ob gleichen Genuss
Einige sehen in der Lust am Sex nur
Den Vollzug des wichtigeren Gefühls
Woher immer dieses Gefühl nun rührt
In der Natur dient der Sex einzig der
Fortpflanzung und wurde dazu mit
Angenehmen Empfindungen versehen
Im normalen Kontakt steht heute jedoch
Die Fortpflanzung selten an erster Stelle
Sondern die Lust mit irgendwie Gefühl
Ihre Befriedigung wird beim Sex eben
Gemeinsam erstrebt anders als bei
Der Onanie die sich selbst genügt
Dabei hat es die Natur geschickt so
Eingerichtet dass uns der gemeinsame
Als befriedigender noch erscheint
Warum wir wohl immer wieder bereit sind
Auch hohe Hindernisse auf dem Weg dahin
Zu überwinden gemeinsam zu genießen
Wie selten dieser gemeinsame Genuß
In der Realität auch immer sein mag
Genügt das Ideal weiter zu spielen
Fraglich nur welch natürliche Rolle
Das Gefühl füreinander dabei spielt
Ob es Beiwerk oder Bedingung ist
Der Sex als reines Vergnügen
Zur Befriedigung der je Triebe
Hinterlässt nichts als diese
Die Liebe dagegen gibt noch jenseits
Des triebhaften sich Verschlingens
Ein Gefühl der Besonderheit
Die bloße Befriedigung der Triebe
Stellt nur einen relativen Reiz da
Der so flüchtig ist wie Orgasmen
Sex kann die schönste Form der
Körperlichen Annhäherung sein
Aber auch nur ein Bemühen
Was danach bleibt oder nicht da ist
Ist stets das Gefühl dabei sei es
Nun gemeinsam oder am Ende einsam
Sex als sportliche Befriedigung ist damit
Erfolgreich wenn am Ende befriedigt
Während Sex mit Liebe sich genügt
Die Wahrscheinlichkeit der Zufriedenheit
Ist also logisch beim Sex mit Liebe höher
Dennoch verschätzen wir uns dabei oft
Zum einen will wer liebt zwar schenken
Aber auch befriedigt werden so das der
Sex mit Liebe viel mehr enttäuschen kann
Die Verwechslung fehlender Befriedigung
Mit mangelndem Gefühl füreinander lässt
Manch hoffnungsvolle Beziehung scheitern
Ob es im Bett klappt kann also
Allen gegenteiligen Beteuerungen
Zum trotz wichtig für die Liebe sein
Vielleicht wäre es darum klüger
Gefühl und Lust vernünftig zu trennen
Nur verhalten wir uns selten vernünftig
Auch wird wer den erfüllenden Sex mit
Liebe kennt nie wieder weniger wollen
Nur um die Triebe zu befriedigen
Mögen viele den Sex sportlich genießen
Als schlichte Triebbefriedigung bleibt doch
Im Kern nichts davon an Gefühl zurück
Darum riskieren die beides kennen lieber
Alles bevor sie auf eines verzichten oder
Halbes nur ungeliebt leben
Ob dies befriedigender am Ende ist oder
Es doch nur um die Triebe geht denen
Unsere Natur natürlich folgt bleibt offen
Wer seiner Natur nach nur mit Liebe
Die Lust genießt kann sich den Rest
Sparen die übrigen mögen halt vögeln
© jens tuengerthal 4.8.15
Vorurteilsreichtum
Deutschland war lange durch eine Grenze
In zwei völlig verschiedene Länder geteilt
Heute gibt es nur keine Grenze mehr
Der ehemalige Osten will sich nun primär
Auf die Städte konzentrieren da das Land
Ohnehin perspektivlos entvölkert wird
Wer irgendwie dynamisch und erfolreich i
Zieht schnell weg aus der Tristesse
Die sich ohne Aussichten perpetuiert
Neue werden dort weniger begrüßt
Als verprügelt bedroht oder angesteckt
Besonders soweit sichtbar nicht arisch
Reich ist der ländliche Osten nur noch
An Landschaft und Vorurteilen der dort
Was Städte daran ändern bleibt unklar
Klar gibt es in Leipzig in Weimar oder
Sogar in Erfurt eine Szene und Dynamik
Neben der blühende Landschaften leerlaufen
Der Grüne Ministerpräsident Kretschmer
Schlug vor den Osten mit Flüchtlingen neu
Zu besiedeln als Chance zur Dynamik
Wie lebensgefährlich ist es Flüchtlinge gen
Osten zu verschicken fragt sich dabei längst
Wo rechte Horden geduldet pöbeln dürfen
Wer die Vorurteile duldet statt gegen sie
Entschieden zu kämpfen ohne das Pack
Als Terroristen zu bezeichnen ist Mittäter
Ein Land ohne Perspektive braucht wieder
Siedler die etwas aufbauen wollen
Statt den mutlosen Idioten dort
Diese halten sich nur an Vorurteilen fest
Um den Untergang zu beschleunigen
Schließen sie jede Veränderung aus
Vereinzelte intolerante Idioten gibt es
Überall nur manchmal bleibt nichts
Als diese in nur blühenden Landschaften
Es blühen die Felder und Wiesen wie
Die Vorurteile der übrig gebliebenen
Als brauner Strauß der Beschränkung
Sonst blüht nicht als der Tod in der Ödnis
In der nichts nachwächst und die so zum
Naturpark Neufünfland werden könnte
Wer den einzigen Reichtum dort noch
Kultiviert und die Vorurteile toleriert
Ist Teil der weiter Ausrottung im Osten
Nicht die nationalen Kräfte die vorgeblich
Bewahren oder die Ministerpräsidenten
Die weniger Flüchtlinge wollen retten
Flüchtlinge als Einwanderer die sich dort
Eine Perspektive aufbauen wollen sind
Die letzte Chance in Neufünfland
Scheitern sie dabei können wir bald
Den ländlichen Osten vollständig dann
Zum Freizeitpark machen als Museum
Ein Museum untergegangener Welten
In dem die Vergreisung noch schneller
Fortschreitet als im Rest der Welt
Kohl hatte Recht es kommen dann
Überall blühende Landschaften
Zumindest im Frühling mal wieder
Der Osten hat eine große letzte Chance
Vermutlich zur Wende wenn nicht bleibt er
Museum des demografischen Wandels
Die Flüchtlinge als Siedler im Osten
Geben Land und Leuten endlich eine
Konstruktive Perspektive der Zukunft
Mehr wird es nicht mehr geben es gilt
Was Kant schrieb Aufklärung ist immer
Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Solange sie nicht merken was droht
Nicht den Wechsel wagen wird weiter
Gestorben erst Flüchtlinge dann Länder
© jens tuengerthal 4.8.15
Montag, 3. August 2015
Distanzdynamik
Die Dynamik von Nähe und Distanz
Zeitigt oft seltsames im Zusammenspiel
In der Liebe zeigt es sich am intensivsten
Einzig die Nähe die wir suchen ist uns recht
Aufgedrängte Nähe belästigt wird schnell
Heute als kriminell bewertet zurecht
Wirklich zurecht oder drückt sich darin eher
Die Unbeholfenheit einer Gesellschaft aus
Auf der Suche nach Nähe ohne Mut dazu
Die Bundeskanzlerin und der Justizminister
Gehen auf Distanz zum Bundesanwalt
Nachdem die CDU ihn noch verteidigte
Merkel erfasst instinktsicher inzwischen
Was sie gerecht wagen darf überhaupt
Lenkt gelassen von ihrer Verantwortung ab
Die Geheimdienste unterstehen nur dem
Kanzleramt und einzig die Bundeskanzlerin
Kontrolliert deren Arbeit inhaltlich
Einer ihrer obersten Beamten dabei griff
Nach mehr Macht der Presse endlich
Effektiv Grenzen zu ziehen mit Zensur
Da Zensur verboten bleibt wird schlicht
Anklage erhoben wegen Landesverrat
Undemokratisch alberne Anekdote heute
Die SPD gibt sich distanziert auch wenn
Ihr Justizminister wohl informiert war
Die Tragweite wohl nicht erkannte
Die CDU gab sich erst solidarisch gegen
Die nur Blogger mit dem Generalbundesanwalt
Wird nun vermutlich Mutti schweigend folgen
Sich von jemandem distanzieren ist die
Vorform der Amtsenthebung zumindest
Eine öffentliche Diskriminierung noch
Dient der Rettung des eigenen Gesichts
Nichts ist verlogener als die politische
Distanz oder Nähe nach Notwendigkeit
Der gerade öffentlich lauten Meinung
Der Bundesanwalt bekommt eine Anzeige
Von einem obersten Behördenleiter
Noch dazu des Verfassungsschutzes
Da es um Landesverrat gehen soll
Scheint jedem die Ermittlung nötig
Auch wenn das Egebnis klar scheint
Verfahren von solcher Bedeutung werden
Vorab den nächsthöheren Behörden
Zur Genehmigung vorgelegt
Das hinterher keiner etwas wusste gehört
Zum politischen Spiel eben dazu warum
Das Eis ganz oben dünner wird schnell
Wer nun weiter den Kopf des Range
Laut fordert kämpft nicht für die Blogger
Sondern zu Merkels Gunsten
Das Kanzleramt wird von solch einer
Logisch Anzeige informiert worden sein
Die Dynamik ergab sich von alleine
Es passt gut nun Range zu opfern
Weil keiner nach dem Präsidenten dess
Verfassungschutzes gerade schreit
Die Kanzlerin und ihre Minister sind dafür
Voll verantwortlich wie der Justizminister
Und sein Ministerium völlig versagten
Darum sein wir vorsichtig in der dabei
Verurteilung und achten auf die Dynamik
Von Nähe und Distanz zur Macht
© jens tuengerthal 3.8.15
Liebesdialektik
Die Liebe ist meist dialektisch geprägt
Jedenfalls zwischen Mann und Frau
Was zu viel Verwirrung immer führt
Du sagst du vermisst mich
Hast Sehnsucht mich zu sehen
Bevor wir uns 5 Wochen nicht sehen
Darauf sage ich geht mir auch so
Komm einfach in meine Arme
Du bist mir willkommen
Dann weißt du wieder nicht
Fährst lieber an den See
Weil du Bewegung brauchst
Statt zu mir zu fahren bist du
Dann zu erschöpft noch zu kommen
Und so sehen wir uns sehnsüchtig nicht
Du trinkst mit der Nachbarin zuviel Wein
Um noch fahren zu wollen weil du doch
Voller Sehnsucht verwirrt bist
Meine Worte berührten dich so sehr
Doch bleibst du lieber für dich wenn der
Sie ausspricht dich sehnsüchtig erwartet
Wenn wir sagen was wir uns wünschen
Erreichen wir meist das Gegenteil beim
Anderen der sich genauso sehnt wie wir
Sagen wir nichts oder warten wir nur ab
Kommt der oder die andere von alleine
Kratzt an der Tür voller Sehnsucht
Stehen wir sehnsüchtig vor der Tür
Werden wir meist zurückgewiesen
Was dich will hast du ist weniger wert
Es scheint als würde die Paarung
Der Zweibeiner die sich für intelligent
Halten nach simplen Mustern ablaufen
Sie genügt den Anforderungen des Marktes
Spielt schlicht mit Angebot und Nachfrage
Auch wenn wir es immer leugnen würden
Wir verklären die Liebe als höchstes Gefühl
Das Zeit braucht zu wachsen wenn wir uns
Doch noch gar nicht kennen wie manche sagen
Wenn sie da ist wird sie schnell zur Gewohnheit
Hinter der wir unsere Sehnsucht verbergen
Um uns nichts zu vergeben beim anderen
Spannend zu bleiben und begehrt am Markt
Auf dem wir nicht sein wollen weil wir doch
Sehnsüchtig ankommen möchten
Sich nichts gestehen um Spannung zu wahren
Zuverlässigkeit erträumen wie Kontinuität
Sie für sich aus dem Reiz auszuschließen
Wir spielen unser Leben lang um die Liebe
Wie mit ihr wo sie sich zeigt es ändert sich
Eigentlich nichts in irgendeinem Alter
Vielleicht wäre ansonsten auch der Vollzug
Des Aktes zur Fortpflanzung uns aller Triebe
Zum Trotz relativ schnell relativ langweilig
So ist auch die eigentlich unsinnige Dialektik
Von Anziehung und Abstoßung ganz natürlich
Erfüllt sich in ihr was uns aneinander hält
Warum uns dann aber die Liebe immer
Vorgauckelt sie wäre nicht so es ginge
Nur um das Ankommen um da zu sein
Bleibt so unklar wie die Frage was sie
Im Kern mehr ist ein reines Gefühl oder
Ein Accessoire die Triebe zu ertragen
Auch wenn wir uns mehr als Trieb dünken
Die Liebe für heilig halten bleibt die Frage
Welche Rolle spielt sie in der Natur
Nichts ist ohne Grund und Funktion
Zumindest nichts was evolutionär bleibt
Was hat es mit der Dialektik auf sich
Ist etwas darin was mehr ist als ein nur
Närrisches Spiel uns zu fesseln auch
Aneinander auf Dauer gar
Lasse dich ziehen oder sage dir ab
In dem Wissen du kommst dann erst
Um so sicherer zu mir meist
Greife ich nach dir um uns den Halt
Zu geben und die Träume zu erfüllen
Die wir längst teilen entwindest du dich
Dies Spiel ändert sich auf Dauer nur in
Varianten miteinander noch wenn zu
Der Neugier die Gewohnheit kommt
Vermutlich hält es auf Dauer sexuell
Attraktiv und wirkt länger als die nur
Gern ewig genannten Gefühle der Liebe
So ist vermutlich die manchmal auch
Lächerliche Dialektik der Klebstoff
Der einer Liebe erst Dauer gibt
Frage mich nicht ob das logisch ist
Prüfe nicht inwieweit es vernünftig
Wäre anders zu handeln aus Liebe
Es ist eben unsere Natur auch wenn
Vielfach es uns besser ginge wo wir
Diese lächerliche Natur überwänden
Da wir im Ergebnis immer wieder
In diese Muster verfallen egal wie
Alt weise oder klug wir uns wähnen
Ist es müßig es zu hinterfragen
Sehnsucht und Angst vor Nähe
Hängen genauso eng zusammen
Um so größer die Angst desto stärker
Oft die Sehnsucht danach auch wenn
Wir nicht wissen was wir wollen
Und wenn wir hundert Geliebte hatten
Unser Herz tausendmal verschenkten wo
Wir zu lieben wagen ändert sich nichts
Wir werden nicht klüger so reich wir
An Erfahrung auch uns wähnen nun
Ein jeder bleibt Liebesdumm immer
Vermutlich ist das auch gut so
Hilft uns zu idealisieren im Alltag
Statt nüchtern zu bleiben dabei
© jens tuengerthal 3.8.15
Was fehlt
Als ich heute morgen
Erwachte fehlte etwas
Eigentlich jemand neben
Mir der nur sein Kissen
Umarmte im Schlaf
Doch ist das anstatt
Nur ein Trostpflaster
Die Sehnsucht zu stillen
© jens tuengerthal 3.8.15
Sonntag, 2. August 2015
Naturlust
Liegt die Lust aneinander
Wie miteinander und ineinander
Bereits in unserer Natur
Oder wären wir natürlich weniger
Lustvoll als wir es als Opfer einer
Darauf fixierten Gesellschaft sind
Wie ist die natürliche Lust überhaupt
Welche Worte findet sie für ihr Begehren
Gibt es ein Vokabular der Lust in uns
Haben Männer und Frauen unterschiedlich
Lust und äußern sie vor allem immer wieder
Völlig unterschiedlich im miteinander
Ist eine Verständigung jenseits der Natur
Überhaupt möglich oder folgen wir nur
Unseren Trieben in eben Kompromissen
Viele Fragen stellen sich zur Natur
Der Lust wie unserer dabei die doch
So unterschiedlich sie ist ein Ziel hat
Ist der Sex die gelebte Lust also dann
Gut wenn wir unserer Natur folgen oder
Entsteht der Reiz aus der Überwindung
Vieles spricht für die Überwindung wie
Den Widerstand der den Reiz erhöht
Manches aber auch mehr dagegen
So sollte die Lust wäre sie Natur nur
Dieser folgen um uns damit glücklich
Genügend zu machen jenseits der Spiele
Verschieden sind die Spiele deren jeder
Nach seiner Natur zur Erregung bedarf
Um die Lust hingebungsvoll zu genießen
Wer wollte darüber urteilen was natürlich
Oder gar unnatürlich wäre und ginge
Es denen die urteilen nicht um Moral
Lust als Teil unserer Natur ändert sich
Im Laufe des Lebens und Bedürfnisse
Werden einfach klarer wahrgenommen
Dennoch hat die Natur unserer Fähigkeit
Umgekehrt zur reifen Erkenntnis dabei
Grenzen gezogen im Wesen noch
Was dann Natur ist und was nur versucht
Diese mit Chemie auszutricksen wäre auch
Beim Sex mit Viagra und mit Silikon spannend
Erlaubt ist was gefällt gilt heute für die Natur
Des Menschen und seine Lust zumindest
Im kultivierten Europa theoretisch
Praktsisch werden dem immer wieder enge
Teils doppelmoralische Grenzen gezogen
Ist die Abgrenzung zum Mißbrauch fließend
Endlos wohl könnte die Natur der Lust noch
Erwogen werden und spannend ist auch noch
Der Gedanke was die Tierwelt parallel tut
Halten wir doch deren Treiben für natürlich
Auch wenn sie es oft nur zu bestimmten Zeiten
Miteinander tun und viel Widerstand dabei ist
Ob Lust auch lustig sein kann oder eher nicht
Weil uns lachend die Erregung vergeht werden
Sich nur die fragen die es nicht kennen
Lustvoll lustige Lust lüstern genießen ist es
Was des einen Natur dem anderen fremd bleibt
Warum zu ergründen wäre wertvoll zu verstehen
Vielleicht ist das Größte in der Lust überhaupt
Sie kommen zu lassen damit sie Raum findet
Miteinander dann natürlich einfach ist
Nichts ist falsch oder richtig in der Natur
Der Lust und ihren Wegen dennoch
Bestrafen wir manche Lüste rechtlich
Lustigerweise ist das Streben nach Lust
Oft umgekehrt proportional zu ihrer
Alltäglichen Normalität im Leben
Ein Gleichgewicht wird sich wohl eher
Dazwischen finden als bei nur einem
Der beiden Pole ganz
Zwischen Überwindung und Freiheit
Sich erringen und sich schenken liegt
Die Spannung die Lust auch bleibt
© jens tuengerthal 2.8.15
Trümmerschwemme
Wieder wurde auf der kleinen Insel
Im indischen Ozean ein Stück wohl
Eines Flugzeugs angeschwemmt
So nähert sich verschollenes MH370
Stückweise wieder dem Land taucht
Aus den Untiefen des Meeres auf
Nichts verschwindet für immer
Manchmal braucht es Geduld
Bis die Dinge sichtbar werden
Die Welt ist Natur und so ist alles
Am Ende logisch und natürlich erklärbar
Vielleicht sollten wir nur geduldiger sein
Seltsam genug führt alles was sich die
Menschheit noch nicht erklären kann
Zu wildesten absurden Spekulationen
So erfanden die Menschen ihre Götter
Blühen unzählige Verschwörungstheorien
Erfinden wir uns die Welt in der Phantasie
Geduld und Vernunft im Zusammenspiel
Mit der schlichten Beobachtung der Natur
Sind alles was es zur Erkenntnis braucht
Die esoterischen Welten verführen zu viel
Dummheiten simpler Antworten wegen
Die hochtrabend spirituell genannt werden
Als gäbe es mehr Geist als belebte Natur
Wäre Aufgabe im Leben nicht genug diese
Einfach zu verstehen im Zusammenspiel
Wenn ein Flugzeug fliegt bis es abstürzt
Ob bewusst gesteuert oder ohnmächtig
Vom Kurs getrieben verwirrt bleibt wenig
So es über den Meer geschah wird die See
Irgendwann die Trümmer an Land spülen
Dann wird sich klären was geschah
Davon lebt keiner mehr und es hilft
Niemand zu wissen was geschah
Den realen Verlust zu verarbeiten
Aber wir sind es gewohnt unsere Neugier
So zu begründen und zu befriedigen
Auch wenn es niemand glücklich macht
Die Trümmerschwemme ist Natur
Sie wird mehr erklären was war
Was im übrigen eigentlich egal ist
Lassen wir die Toten in Ruhe
Der Tod geht uns nichts an
Den Rest erklärt die Natur
© jens tuengerthal 2.8.15
Samstag, 1. August 2015
Superkappen
Die Bayern haben im Supercup wieder
Bewiesen dass sie gut sind außer im
Elfmeterschießen und am Ende verloren
Die Wölfe haben sich wieder als Aspirant
Für den Titel gezeigt und am Ende noch
Mit einem Tor Vorsprung gewonnen
Für bayerische Verhältnisse sehr gut
Verschoss als letzter nur Alonso noch
So blieb es am Ende beim 5:4 für den Vfl
Die Wölfe lagen lange in der 2, Hälfte
Noch zurück dann traf in der 89. Minute
Noch Bendtner zum 1:1 Endstand
Vorher in der 49. hatte noch Robben
Elegant nach Vorlage von Lewandowski
Verwandelt und auch Vidal kam erstmals
Das Vorspiel der Saison verlief spannend
Die Bayern sind also schlagbar aber auch
Wolfsburg gewann nicht mehr hoch
In der Saison wird sich zeigen wer den
Längeren Atem der beiden Favoriten hat
Aber sogar der BVB gewann dort oft
Wir wissen also im Ergebnis wenig
Warten einfach ab voll Hoffnung
Dass es nicht beim Zweikampf bleibt
© jens tuengerthal 1.8.15
Viermalvier
Merkel macht es noch einmal
Sagen die Gerüchte und will es
So zum vierten mal wissen
Dann fehlte ihr nur noch ein Jahr
Um Kohl zu überholen einst als
Längste Kanzlerin der Republik
Weiß nicht ob das ihr Ziel ist
Oder sieht sie sich als quasi
Alternativlos unersetzbar an
Sie wird gewählt werden wenn
Nicht völlig unvorhergesehenes
Geschieht und sich nichts ändert
Die CSU will auch im Bund nun die
Absolute Mehrheit gewinnen während
Merkel sich zurückhaltend noch gibt
Vier mal vier Jahre sind 16 dann
Sollte sie bleiben wollen wird sie
Deutschland nach Neuland führen
Meine Tochter wird mit ihr dann vom
Kleinkind zur Wählerin geworden sein
Die Generation Merkel wird groß
Sie steht für eine Fortsetzung der
Postdemokratie und damit für eine
Politik der vorgeblich Notwendigkeiten
Eine Frau die ihren Job gewissenhaft
Wie berechenbar erledigt wie immer
Wir ihren Kurs parteilich beurteilen
Nie wohl galt jemand als zuverlässiger
Unbestechlich und preußisch korrekt
Politik mit Merkel ist berechenbar
Nicht umsonst überlegt die SPD schon
Überhaupt einen Kandidaten gegen sie
Ins Rennen zu schicken chancenlos
Die Deutschen mögen diese Kanzlerin
Ihre ruhige Erscheinung ohne Allüren
Als sei sie beamtete Kanzlerin längst
Gerade traf sie die Queen und manche
Nicht nur Engländer erkennen Ähnlichkeit
Auch wenn nur Disziplin und Klarheit
Diese Kanzlerin hat viele gute Seiten
Wie sie sich klar von Pegida abgrenzte
Die Gefahr dieser Terroristen wohl sah
Dennoch bleibt sie eher eine Macherin
Die den Kanzlerjob erledigt als solchen
Sie löst wohl keine Euphoriewelle aus
Gemessen wird sie auf lange Sicht aber
Nicht an der Dauer ihrer Kanzlerschaft
Sondern ob sie Europa auf Kurs bringt
Entscheidend wird nicht die Innenpolitik
Oder die Liebe der Deutschen zum lang
Gewohnten künftig sein sondern Neuland
Wie löst sie Krisen in der Welt mit
Welchen ökonomischen Kurs nimmt sie
Wo positioniert sie sich im eben Neuland
Gespannt wäre ich wie Merkel wohl
Mit absoluter Mehrheit regiert einst
Was aus der bedachten Frau wird
Ihr Vorbild Katharina die Große regierte
34 Jahre nach dem sie ihren Mann tötete
Starb als aufgeklärte Monarchin mit 70
Was auch immer die Mutti der Nation
Nun für sich und den Kanzlerwahlverein
Entscheidet ihr Absolutismus hat Zeit
Gut wenn dies Land die Physikerin
Für die Aufklärung begeistern kann
Damit es um Geist wieder mehr geht
Merkel könnte eine große Kanzlerin
In der Geschichte der Republik werden
Wenn sie sich traut Denken zu leben
Wer sich die aufgeklärte Fürstin noch
Als Vorbild wählte könnte Europa bewegen
Wo die Aufklärung einst stecken blieb
Viermalvier ist nur 16 nicht mal die Hälfte
Von dem was Katharina die Große hatte
Bis 70 hat Merkel noch zehn Jahre Zeit
Solange sie will wird nicht viel gegen sie
Möglich sein aber wo wir sie begeistern
Für das Projekt Aufklärung mit ihr eher
Es ist wenig sinnvoll gegen Merkel noch
Zu kämpfen vielmehr ist mir ihr gefragt
Nur demokratisch bleibt es fragwürdig
Solange es funktioniert und alternativlos
Bleibt wird sich nichts so bald ändern
Darum ist es klüger damit umzugehen
© jens tuengerthal 1.8.15
Freitag, 31. Juli 2015
Hilfswert
Die Engländer setzen nun Hunde ein
Um die Flüchtlinge aus dem Tunnel
Nachhaltig erfolgreich zu vertreiben
Die Deutschen fackeln die Unterkünfte
Meist vorher ab damit keiner einzieht
Erfolgreiche Grundrechtsaushöhlung
Derweil lassen alle Europäer weiter
Tausende auf der Flucht im Mittelmeer
Lieber ersaufen als sie zu retten
Geplant war ein Militärschlag gegen die
Fluchthelfer die daran noch verdienen
Warum sie Unmenschen wären
Für Flüchtlinge sind sie rettende Engel
Geben denen die keiner will zumindest
Irgendeine Perspektive noch
In Sachsen wuchs die häßliche Pegida
Als Ausdruck deutscher Mißgunst wie
Neid und Angst in blühenden Landschaften
Als es dagegen um den Löwen Cecil ging
Wurden diese Deutschen zu Rächern
Wollten den Mörder der Kreatur töten
Regten sich auf und protestierten über
Einen der aus Spaß totschießt was doch
Unmenschlich wäre bei einem Tier
Über die Toten im Mittelmeer regte sich
Hier keiner sehr auf oder wollte denen
An den Kragen die schuld sind am Tod
Ob da Kinder und Frauen auf der Flucht
Elend ersaufen regt keinen weiter auf
70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz
Wenn aber einer ein Tier tötet als Jäger
Dann wollen sie den hinrichten weil
So einer kein Recht zu leben hätte
Manchmal scheint es mir als wären
Die Verhältnisse hier krank verschoben
Was wäre wenn Cecil Asyl in Sachsen wollte
Es herrscht Krieg südlich der Türkei
Menschen fliehen wenn sie können
Aber die Jagd auf Menschen ist normal
Wenn sie noch Muslime sind gelten sie
Als Bedrohung für atheistische Sachsen
Die das Abendland gefährden nun
Wer gegen den Islam demonstriert oder
Flüchtlinge bedroht bekommt Verständnis
Von einer Politik voll ekliger Anbiederung
Pegiden sind geistige Terroristen wie sich auch
In Freital wieder zeigte von wo der Gründer stammt
Dies sind Terroristen im Rechtsstaat
Einem Staat der V-Männer in der NPD hat
Statt die Gefahr rechts ernst zu nehmen
Lieber Journalisten noch anklagt
Dieses Deutschland verrät seine Grundrechte
Unterstützt den rechten Terrorismus noch
Durch Duldung und wundert sich was ist
Es hilft nun genau hinzuschauen wer verfolgt
Und wer als guter Bürger gilt der geschützt wird
Damit sich die Spreu vom Weizen trennt
Wer aufruft andere zu töten ist nur wütend
Bekommt Verständnis für seine Ängste noch
Statt wie ein Terrorist verfolgt zu werden
Die Fremden aber die Hilfe brauchen werden
Als Fremdkörper und Feinde behandelt
Dürfen nicht arbeiten bleiben ohne Hoffnung
Was wird aus dem Land das generativ ausstirbt
Sich immer weniger fortpflanzt aus Angst
Nicht genug vom Wohlstand zu haben
Es kommen nun Menschen die Hilfe brauchen
Wie nach dem Krieg viele kamen und halfen
Das Land wieder aufzubauen ohne Mißgunst
Die CSU hieß noch die Flüchtlinge einst
Willkommen kaum zu glauben heute mehr
Wo sie die ersten der Abschiebung sind
Europa baut noch keine Mauer um sein
Paradies des Wohlstandes es lässt lieber
Davor ersaufen oder hetzt Hunde auf sie
Sollten doch noch welche durchkommen
Stecken besorgte Bürger die Häuser an
Denn hier ist keiner willkommen der Hilfe braucht
Ist es darum gut wenn dieses neidische
Mißgünstige Volk aller Kultur zum Trotz
Ausstirbt in seiner Angst nicht genug zu haben
Ein Volk dem tote Löwen wichtiger sind als
Menschen in Not und das immer Angst hat
Zu kurz zu kommen im erträumten Cluburlaub
Oder gibt es hier Menschen die im Leben
Prioritäten setzen für Mitmenschen statt
Zur Wahrung ihres geliebten Wohlstandes
© jens tuengerthal 31,7.15
Landesverräterdienst
Die Geheimdienste mal wieder als hätten
Sie noch nicht genug Macht gehen nun
Auch gegen unliebsame Journalisten vor
Wegen Landesverrat wird netzpolitik.org
Verdächtigt ermittelt der Bundesanwalt
Im Auftrag der Geheimdienste
Diese wollen mit der Anzeige Namen erfahren
Von Zeugen der Journalisten die den
Diensten lästig wurden bei ihrer Arbeit
Der Landesverratsverdacht ist der Ritterschlag
Für jeden Blogger der nun ein ernsthafter
Journalist auch ist wie einst Augstein
Den adelte Strauß noch durch Verhaftung
Mit den bekannten Folgen für den Bayern
Die im Bund nie was wurden aus Gründen
Spannender als diese lächerliche Affäre
Die das Bundesverfassungsgericht wohl stoppt
Im Namen der Grundrechte ist die Macht der Dienste
Nötiger als alles wäre es diese Institutionen
Endlich wegen Landesverrat anzuzeigen
Weil ihre ganze Arbeit die Demokratie verrät
Insofern diese beim Bundeskanzleramt
Der Kanzlerin unterstellt sind wäre Merkel
Hier anzuzeigen auch wenn sie von nichts weiß
Genügte der zuständige Staaatsminister
Um der Verräter der Demokratie wie des
Rechtsstaates habhaft zu werden
Die bloße Existenz von Geheimdiensten ist
Bereits Verrat an den Ideen der Demokratie
Intern genügt Polizei extern fragt sich wozu
Wer intern Geheimdienste befürwortet ist
Denklogisch ein Landesverräter weil zur
Rettung der Demokratie sie verspielt wird
Es gibt nichts Gutes außer man tut es
Reimte einst noch Kästner so weise
Was für die Geheimen erst recht gilt
Erlösen wir diese Landesverräter endlich
Von ihrem bösen Treiben durch Anzeige
Lassen wir den Rechtsstaat sich bewachen
Trauen wir unserer Rechtsordnung einfach
Mehr zu als ihren schlechten Verwaltern
Die immer im Eigeninteresse handeln
Der Rechtsstaat braucht keine Geheimdienste
Diese schaden immer der Demokratie es ist
Zeit Anzeige wegen Landesverrats zu stellen
Dringend braucht die Demokratie aber
Blogger die für Freiheit kämpfen noch
Statt sich alternativlos zu unterwerfen
In Zeiten der Großen Koalition ist es
Nötiger denn je diese Wächter noch
Besser zu bewachen als je
Es braucht darum keiner Dienste
Die nur einen übermächtigen Staat
Insgeheim noch stärker machen
Wir müssen gegen diese Verräter
Vielmehr kämpfen mit den Mitteln
Des Rechtsstaates solange möglich
Wo aber der Rechtsstaat noch seine
Eigene Kontrolle verrät wird Widerstand
Zur Pflicht nach dem Grundgesetz
Seien wir wachsam und stehen wir auf
Dieser Staat gehört uns nicht den Diensten
Die keiner braucht oder länger will
© jens tuengerthal 31.7.15
Liebessex
Kommt es auf die Liebe an beim Sex
Oder ist dieser unabhängig davon
Stört zuviel Gefühl dabei nur
Warum scheint uns der körperliche
Vorgang erst wirklich schön wenn
Wir ihn mit Gefühl auch verbinden
Die Befriedigung der Triebe ist
Ein Akt des Körpers den wir gut
Alleine bewältigen können
Lassen wir die unsinnige Verurteilung
Der Onanie außen vor die meist nur
Im Aberglauben wurzelt wäre es genug
Könnte die Selbstbefriedigung doch
Der Schlüssel zum Glück sein insofern
Es nur mit jemand den uns nah ist wäre
Seltsam nur hinterlässt sie anders als
Der erfüllende Sex zu zweien stets ein
Schales Gefühl der Unvollkommenheit
Scheint uns dennoch der Sex schöner
Wo wir ihn mit anderen teilen je nach
Neigung auf die uns liebste Art
Vielleicht ist es die Teilung die erst Glück
Vollkommen dabei macht wenn ich auch
Die Lust des anderen spüren kann
Dann könnte es das Schenken der Lust
Sein die ein mehr gegenüber der sonst
Nur Onanie alleiniger Befriedigung ist
Auch das wäre noch rein körperlich
Wenn das mehr an Lust sich beschränkte
Auf die Kontraktion beim Höhepunkt
Angeblich gibt es viele die das Glück
Geteilter Lust nicht kennen sondern
Immer nur miteinander für sich kommen
Kann es nicht wirklich beurteilen einzig
Die wenigen Fälle die so bekannt sind
Nicht mal zwei Prozent ausmachten
Seltsam nur beteuerten sie dabei stets
Zur großen Mehrheit zu gehören auch
Wenn Erfahrung es nicht bestätigte
Diese sollen angeblich auf ihre Art
Glücklich sein auch wenn es denen
Die es anders kennen unmöglich scheint
Da körperlich am gemeinsamen Sex ja
Erst die spürbare Lust des andern den
Gemeinsamen Sex so großartig macht
Vielleicht spielt bei diesen das Gefühl
Im ganzen Akt der Hingabe eine viel
Größere Rolle als bei denen die es haben
Dafür spräche dass sich deren Sex oft
Eher nur im Kopf abspielt während der
Akt an sich einfach vollzogen wird
Die das gemeinsame körperlich kennen
Sind in diesen Fällen auch ganz allein
Auf Kopf und die Phantasie angewiesen
Körperlich bleibt dies stets unbefriedigend
Doch scheint das Gefühl stark genug
Auch dies zu überwinden in Liebe
Wenn geistige Welten eine Liebe tragen
Mag dies mal genügen wenn es auch
Körperlich stets unbefriedigend bleibt
Danach gäbe es eine körperliche Sicht
Des Sex die durch eine geistige je nachdem
Wie sie harmonieren überwunden wird
Für diejenigen die das Glück der Erfüllung
Gemeinsam kennen wird die getrennte
Variante nur mit Liebe erträglich bleiben
Was noch nichts darüber sagt wie wichtig
Für diese das Gefühl beim Sex noch ist
Oder ob der Akt als solcher genügt
Gemeinsame Befriedigung miteinander
Finden ist die hohe Kunst der Lust
Sie bedarf meist Vertrauen und Übung
Übung ist erstmal nur Gewohnheit dabei
Also häufiger gemeinsamer Verkehr egal
Mit wieviel Gefühl jeweils dabei
Vertrauen wächst durch Gewohnheit
Doch hat es neben der Erfahrung eine
Emotionale Komponente der Hingabe
Sich aufeinander einlassen wollen ist
Von einem Gefühl füreinander getragen das
Mehr als nur aus Erfahrung begründet ist
Ginge es nicht um die Hoffnung der Liebe
Was immer diese nun konkret sein soll
Wäre Sex mit der Ex wohl am besten
Zumindest in den Fällen in denen es im Bett
Stimmte aber die Liebe verloren ging
So genügten Erfahrung und Vertrauen
Doch zeigt hier die Erfahrung es mag
Körperlich schön sein weil gewohnt gut
Das Moment der Liebe fehlt aber doch
Sollte es sich dabei wieder einschleichen
Mag es Fälle geben in denen dies zur
Idealen Erfüllung führt in Ausnahmen
Die emotionale Anziehung die wir wichtiger
Nennen um den Stellenwert zu betonen
Scheint für die Erfüllung beim Sex nötig
Um so größer das Gefühl am Anfang ist
Desto schwerer fällt manchen der Genuß
Beim Sex anfänglich häufig
Warum viele Paare auch Beziehungen
Trotz sexueller Mißerfolge am Leben halten
In der Hoffnung die Liebe wäre Glück genug
So scheint das Gefühl der Lust manchmal
Seltsam im Wege zu stehen weil einer
Oder auch beide den andern beglücken wollen
Da aber im idealen Fall beide erst genießen
Wenn auch der andere dies tut ist es dann
Ein beiderseitiges Ertragen mit viel Gefühl
Vielleicht genössen viele mehr wenn sie
Wagten ihre Lust für den andern zu leben
Statt nur an diesen zu denken
Großartig wird der Sex wenn beide es
Für den anderen tun und beide damit
Zu schönster Befriedigung gelangen
Eigentlich ist das großartig genannte
Was normal ist wenn zwei harmonieren
In Körper und Gefühl einig innig sind
Darum sind Sex und Liebe unabhängig
Wohl denkbar und lebbar doch werden
Sie erst gemeinsam zum größten Glück
Sich einander schenken wollen ist eben
Erst schön wenn der andere annimmt
Was der andere voller Liebe geben will
Annehmen heißt dabei auch genießen
Also auch für sich voller Lust auskosten
Was ist im Bedürfnis so zu geben
Darum hängen Liebe und Sex zusammen
Werden erst kombiniert höchster Genuß
Der alles übrige entbehrlich macht
Vielleicht sollten wir einfach mehr wagen
Zu genießen was sein kann um das Glück
Genügend zu würdigen als solches
Was nun in vielen Versen dargelegt
Ist wohl nichts als die Natur der Liebe
Die ihren Weg zur Lust alleine findet
Darum ist es nun wohl Zeit dazu
Zu schweigen um zu genießen
Was sich zeigt statt es zu suchen
© jens tuengerthal 31.7.15
Donnerstag, 30. Juli 2015
Cecilende
Ein Löwe wurde abgeschossen
Von einem Großwildjäger aus Spaß
Der dafür einen Haufen Geld zahlte
Soweit normal in Afrika auch wenn
Irgendwie ekelhaft so doch eine
Legitime Einkommensquelle
Wenn Idioten viel Geld dafür zahlen
Tiere in der Wildnis zu schießen
Gar einen Löwen zu erlegen ist das so
Wem es verboten werden sollte wäre
Eher die Frage als wie mit dem Täter
Umzugehen ist solange Jagd legal ist
Nur war Cecil ein besonderer Löwe
War mit einem Sender versehen
Publikumsliebling seit langem
Angeblich wusste der Jäger nicht
Auf wen er mit der Armbrust schoss
Welch aufregendes Abenteuer
Es gibt Jäger die gern jagen
Großwild besonders aufregend finden
Dafür viel Geld bezahlen
Sollte der gerade Aufschrei bewirken
Diesen Sport unmöglich zu machen
Ist es vielleicht gut für die Tiere
Schlecht ist es für viele die daran
Wirtschaftlich hängen ohne andere
Perspektive in ihren Ländern
Spannend wäre auch an dieser Stelle
Über die Prangerwirkung des Internets
Einmal mehr nachzudenken
Großwildjagd ist ein bescheuertes Hobby
Aber unter bestimmten Bedingungen
Ist es noch legal dafür bestrafen fraglich
Dieser Löwe der Liebling Simbabwes
War nicht zum Abschuss freigegeben
Fraglich ob es der Jäger wusste
Wichtiger ist die Frage wie wir künftig
Mit der Jagd umgehen was legal ist
Wo sie nötig ist und wo verboten
Bevor eine aufgehetzte Meute sich nun
Auf einen Zahnarzt mit bescheuertem
Hobby stürzt wäre nachdenken klug
Gerade macht der aufgehetzte Mob
Der sich gerecht fühlt mir mehr Sorge
Als die Löwen in Afrikas Wildnis
In ihrer Wut schließen sich viele Prominente
Den Empörten an und stürzen sich auf einen
Von dem wir bisher nahezu nichts wissen
Vielleicht wäre es künftig klüger erst die
Öffentliche Untersuchung abzuwarten
Bevor der Mob aufgehetzt wird
Cecil ist nun tot falsch nur wäre es
Wenn das Netz den toten Löwen
Mit der nächsten Treibjagd rächt
© jens tuengerthal 30.7.15
Demokratiequerelen
Demokratie kommt aus dem griechischen
Es setzt sich aus demos das Staatsvolk
Und kratia Herrschaft zusammen
Die Griechen haben die längste Erfahrung
In Europa mit der Demokratie sind darum
Nicht umsonst ihre Namensgeber
Manche Nachbarn belächelten die Demokratia
Noch als Griechen machtvoll neue Wege gingen
Am mächtigsten wurden sie ohne diese
Als der Makedonier Alexander der Große
Ganze Reiche eroberte im Namen der
Helllenischen Kultur die Weltkultur wurde
Nun bringt Tsipras die Demokratie an neue
Grenzen im Kurs seiner Partei mit deren
Zentralkomitee er den Kurs aushandelt
Er will sich sein einknicken absegnen lassen
Um gegen alle vorigen Versprechen weiter
Mit eigener Mehrheit noch zu regieren
Ein soweit demokratischer vernünftiger
Kurs auf dem Weg zu einer Mehrheit
Im Parlament wie Ruhe in der Partei
Erinnert ein wenig an den der SPD
Unter Gabriel bei Eintritt in die just
Große Koalition als abgestimmt wurde
Gleichzeitig droht Varoufakis nun
Ein Verfahren wegen Hochverrat
Für Überlegungen die er anstellte
Das dies im Auftrag Tsipras geschah
Der ex Finanzminister kein Geheimnis
Daraus machte ändert nichts
Tsipras lächelt dazu und lässt sein
Zentralkomitee seinen Weg absegnen
Zwischendurch ein Volksentscheid
All dies klingt als sei es demokratisch
Trüge zu mehr Miteinander bei real
Und ist doch nur ein Poker um Macht
Das Staatsvolk hat gewählt damit ist
Es aus dem Spiel bis zur nächsten Wahl
Nur die Parteien schachern um Macht
Wer keine eigene Mehrheit mehr hat
Soll zurücktreten oder neu wählen lassen
Die Partei ist nie das Volk
Doch was wünschte sich ein Tsipras mehr
Als nun Neuwahlen die allen Umfragen nach
Seinen falschen Kurs mit Mehrheit belohnten
Zwar ist er nach einem halben Jahr doch
Eingeknickt auf den notwendigen Kurs
Zu immer schlechteren Bedingungen
Aber scheinbar nehmen die Griechen
Solange es der Ehre dient nichts übel
Wird Verantwortung nicht rational bewertet
Sonst würden sie wohl längst den einzigen
Der wirksam in Europa noch ihre Freiheit
Verteidigt zum König wählen Schäuble
Doch ist es noch umgekehrt und so ist der
Glaubwürdistege der meistgehasste während
Der gescheiterte Scharlatan ein Held ist
Vielleicht ist die Demokratie so nah
An ihren Wurzeln weniger rational
Als sonst in Europa üblich verwaltet
Zumindest schafft es Tsipras nun
Durch die geplante Absegnung seines
Kurses sich als Mann der Mitte zu zeigen
Welchen Zweck als Neuwahlen sollte dies
In einer ultralinken Partei wohl verfolgen
Fragt sich der barbarische Beobachter
Die Demokratie ist an ihre Wurzeln eigen
Scheint es doch hat all dies weniger wohl
Mit Demokratie als mit Macht zu tun
Die Griechen werden vom Nichtsnutz
Der sie in die Krise ritt zu schlechten
Bedingungen verführt als sei er ein Held
Die Griechen sind in vielem die Wurzeln
Der europäischen Kultur nun scheint es
Sie bräuchten Aufklärung und Vernunft
Wird sich wieder der Scharlatan noch
Durchsetzen der nichts erreichte als
Genervte Gläubiger überall
Glaubt das griechische Wahlvolk noch
Jenes naive Märchen von der Ehre
Die sich Griechen nicht nehmen lassen
Wählen sie im Herbst schon wieder einen
Der sie in diese Krise erst brachte weil
Er sich dabei rührend als Verlierer darstellt
Ist es etwa jene Solidarität der Verlierer
Die das Linksbündnis ohne reale Politik
Weiter trägt oder gibt es noch Ratioi
Die Demokratie quält uns ein wenig
An ihren Wurzeln und um sie herum
Aber das sollte sie uns doch wert sein
Das einzige Mittel die Griechen aus der
Gefangenschaft der Narren zu befreien
Ist in ihr Land zu investieren
Wer sie erfolgreich beschäftigt wie
Ihren persönlichen Reichtum mehrt
Nimmt Populisten die meisten Stimmen
© jens tuengerthal 30.7.15
Teilchenfund
Auf La Reunion wurde ein Teil gefunden
Vom verschollenen Flieger MH370 der
Malaysia Airlines angeschwemmt
So ist was verloren gewähnt wohl doch
Irgendwo und wird nun als Treibgut
Der Meere angespült
Weil nichts verloren gehen kann
Manches nur Zeit braucht
Bis es wieder auftaucht
Dankbar freuen sich Angehörige über
Gewissheit wird behauptet als sei
In jeder Ungewissheit nicht Hoffnung
So fragt sich wem die Aufklärung dient
Wenn Gewissheit niemandem nutzt
Als Versicherungen vielleicht
Aber ach Aufklärung ist ja immer
Zweck an sich genug weil Wissen
Macht ist und nicht Wissen Ohnmacht
Zwei Meter misst der Teilchenfund
Auf der paradiesischen Insel unklar
Ob auch Leichenteile kommen
Einen Flugzeugabsturz über dem Meer
Überlebt normal keiner mehr
Manche wüsste es gern genauer
Der Tod geht uns nichts an lehrte Lukrez
Auf der Spur des Epikur nah dem jetzt
Aber gilt das auch für Flugzeugabstürze
Viele müssen sich damit beschäftigen
Aus Gründen der Sicherheit wie Vorsorge
Versicherungen tun ein übriges dazu
Der Tod geht uns nichts an ist nur teuer
Wie alles was einen Preis hat wird er
Gehandelt um ihn geschachert noch
Weiß nicht ob es besser wäre ihn mehr
Auszublenden außer den Hyänen die
Die Leichenteile beruflich verwerten
Der Tod gehört nicht zum Leben aber
Die Geschäfte mit ihm blühen lebendig
Gehen so manche doch etwas an
Die noch Vermischung mit Aberglaube
Angst und ähnlichem Unsinn macht ihn
Zum irgendwie mystischen Tabu
Unser Tod geht uns logisch nichts an
Weil wir danach nicht mehr sind
Der vieler anderer leider doch
So müssen wir die Reste der dann
Nur noch beweglichen Sache entsorgen
Denn mehr bleibt von keinem übrig
Auch die Erinnerung an Tote nimmt
Im Leben vieler eine hohe Präsenz ein
Auch wenn fern aller Realität
Der Teilchenfund könnte uns nun dazu
Bringen über den Umgang mit dem Tod
Etwas vernünftiger nachzudenken
Wo nichts mehr lebt ist nichts mehr
Darum dürfen die Reste verwertet werden
Das es gut so ist bestreiten nur Spinner
Dennoch reden sonst vernünftige Menschen
In solchen Momenten plötzlich von der Seele
Wie anderem Hokuspokus ohne Grundlage
Die Illusion der Unsterblichkeit lässt viele
Glauben der Tod sei nicht so schrecklich
Es ginge danach einfach weiter
Dabei ist der Tod so befreiend weil
Alles endet und nichts weitergeht
Wir einfach nicht mehr sind
Es braucht tot keine Illusionen mehr
Keiner muss wem etwas vormachen nie
Mehr scheinen als sein weil nicht mehr
Warum sich so viele den Phantasien
Der Kirchen unterwarfen gerade
Wo es um den Tod geht bleibt unklar
Es wird so oft mehr mit Macht noch
Zusammenhängen als mit Vernunft
Vernünftiger wäre es anders
Es ist kein Trost etwas zu erwarten
Was im Nichts nicht existiert sich nur
Aus der Angst vor diesem nährt
Weniger Angst vor dem Nichts erleichtert
Den Umgang mit ihm wie den Folgen
Denn von nichts kommt nichts
Über das Nichts aus dem nichts wird
Von dem logisch nichts je kommt
Empfiehlt sich Lukrez zu lesen
Der anders als Bibel und andere
Märchenbücher logisch begründet
Warum uns nichts nicht sorgen muss
Die Toten die uns mit dem Teilchenfund
Just wieder beschäftigen gehen uns
Nichts an und Anteilnahme ist Heuchelei
Mehr die Gier nach dem Grauen
Die Lust an der Trauer der anderen
Lässt Menschen darauf neugierig sein
So zeigt sich in der Anteilnahme die der
Christliche Aberglaube gern hochhält
Mehr schlechte Gewohnheit als Ethik
Vielleicht darum verbreitete er sich
So rasch einst weil er Unarten plötzlich
Sittlich kultivierte und Folter anbetete
Es ist mir egal was mit MH370 ist
Keiner wird überlebt haben noch
Warum kümmern wir uns um Strandgut
Wer Angst hat selbst Opfer zu werden
Sollte kein Flugzeug besteigen was
Ohnehin nachhaltig besser wäre
Der Teilchenfund könnte uns besser
Daran erinnern wie wenig bleibt
Um mehr zu genießen was ist
© jens tuengerthal 30.6.15
Mittwoch, 29. Juli 2015
Sexgesundheitsglück
Sex macht glücklich und gesund
So viel wussten wir schon vorher
Nun belegt eine Studie das Gegenteil
Was die Sexmuffel tröstet ist wieder
Eine durch die Medien gejagte Neuigkeit
Das Sommerloch mit Lust zu füllen
Nach den Auswirkungen der Länge
Die statistisch keine wäre nun auch
Die Quantität als Indiz der Qualität
Seltsamerweise belegte eine Studie
Jedoch gerade das Paare mit weniger
Sex oft glücklicher seien als erwartet
Dabei gestanden die Forscher jedoch
Viele Faktoren aus Mangel an Geld
Nicht berücksichtigt zu haben
Sie betonten sogar im Gegenteil
Die förderlichen Auswirkungen von
Regelmäßigem Sex in einer Beziehung
Sollte was gesund und richtig ist
Wofür zunächst alle Erfahrung spricht
Am Ende doch emotional egal sein
Welche Auswirkung die noch nicht als Sex
Definierte Zärtlichkeit dabei hat blieb dabei
So wenig berücksichtig wie die Qualität
Viel schlechter unbefriedigender Sex
Macht sicher nicht glücklicher im Gegenteil
Er frustriert beide Beteiligten permanent
Wichtig für eine Bewertung dieser Studie
Wäre also wie die Paare ihren Sex selbst
Erlebten auch wenn er häufig war
Guter harmonischer Sex der beide
Befriedigt und glücklich macht wäre
Fraglos gut für jede Beziehung
Langweiliger Sex der sich dabei nicht
Begegnet sondern fremd bleibt ist
Eine permanente Frustration
Ohne Befriedigung oder wenn diese
Nur für sich erlebt wird bleibt eine
Form entbehrlicher Gymnastik
Darum sind Paare die viel anderes tun
Vermutlich oft glücklicher als diejenigen
Die sich fremd geblieben am Sex versuchen
Die Studie ist also keinesweg überraschend
Sondern zeigt vermutlich weniger was sie
Erforschen sollte als wieviele nicht passen
Wer regelmäig schönen Sex mit einem
Partner hat mit dem sexuelle Harmonie
Besteht wird immer glücklicher sein
Dabei können sowohl diejenigen
Miteinander glücklich sein die nur
Zusammen onanieren wenn sie es sind
Wie die anderen die zusammen erst
Höchste Befriedigung finden nur werden
Die dabei verschiedenen nie glücklich
Sex ist wie sich in dieser nur zum Sex
Wertlosen Statistik nicht das einzige
Auch nie das wichtigste in einer Liebe
Aber unharmonischer Sex ist stets
Das sicherste Mitte eine Beziehung
Auf Dauer scheitern zu lassen
Vielleicht aber wären viele glücklicher
Machten sie sich klar es kommt nie
Auf den Sex an wenn es passt
Darum sagt die Quantität nie etwas
Über die Qualität einer Beziehung die
Aus vielen Gründen scheitern kann
Die Statistik und ihre Untersuchung
War also von vornherein falsch
Glück richtet sich nie nach Menge
Guter befriedigender Sex gemeinsam
Kann häufig oder seltener sein
Was zählt ist dabei das Ergebnis
Wo es harmoniert und passt wird
Es so häufig wie möglich sein und
Fraglos beide glücklicher machen
Dagegen wird auch häufiger Sex
Wo er nur bemüht bleibt keinen
Der Beteiligten glücklich machen
Es kommt logisch für das Glück
Einer Beziehung also auch ohne jede
Statistik nur auf die Harmonie an
Wer sie hat sollte sie einfach genießen
Mehr an Glück gibt es nie im Leben
Wem sie fehlt lieber weiter suchen
Eine Untersuchung die irgend sinnvoll
Die Wirkung des Sex untersuchen will
Müsste dessen Qualität messen
Welcher Faktor dafür wissenschaftlich
Geeignet sein soll als das je Empfinden
Ist nicht ersichtlich bis jetzt
Deutlich aber wurde es kommt niemals
Auf die reine Quantität an sondern allein
Die Qualität zur Befriedigung zählt
Nicht berücksichtigt wurde für die These
Inwieweit die rein emotionale Komponente
Sich auf das eine oder andere auswirkt
Liebe oder was wir dann dafür halten
Lässt uns vieles viel zu lange aushalten
Was unser Glück nicht mehr mehrt
Leidenschaft schlägt dabei oft noch
Seltsame Wege ein bei der auch ein
Unglück das Glück am Ende mehrt
Noch mehr zum Glück kann auch
Die Verzögerung als Steigerung
Der Leidenschaft beitragen
Warum die Aussage zu Quantität
Des Sex und Menge des je Glück
Absurd und untauglich bleibt
Sex ist immer gesund und tut gut
Wo er harmonisch und gemeinsam
Er ist entbehrlich wo nicht
Darum kümmerten sich Paare lieber
Um die Harmonie ihrer Beziehung
Um sie als Ganzes zu genießen
Wer das tut wird sicher glücklicher
Als wer unharmonischen Sex nur
Häufig erträgt der Beziehung wegen
Was uns gut tut tun wir von alleine
Möglichst häufig und ausgiebig
Quantität ergibt sich aus Qualität
Wo es anders ist steigert Menge
Nie die Qualität sondern einzig die
Unzufriedenheit miteinander bis es endet
Wer genießen kann genieße darum
Ohne über Quantität nachzudenken
Die sich von alleine ergibt
Es wird keinen vernünftigen Menschen
Nun erstaunen dass diese Untersuchung
Natürlich aus den USA stammt
© jens tuengerthal 29.7.15
Platiniplatitüden
Platini kandidiert für Blatters Posten
Keine revolutionäre Neuigkeit bloß
Ein Stück Kontinuität von Innnen
Er ist lange genug im Verband
Wurde als Spezi Blatters groß
Als das Neues zu erwarten wäre
Was sollte sich auch ändern wenn
So bequem so viel Geld verdient wird
Es bleibt europäisch nur etwas jünger
Noch ist der inzwischen Gegner nicht
Gewählt unklar nur wer sich dagegen
Stellen könnte und wofür
Ein anderes Gesicht und immerhin
Doch ein ehemaliger Fußballer
Der gegen Blatter aufstand
Ansonsten wird jetzt viel geredet
Dann geht es weiter wie gehabt
Fraglich ob er Blatter verfolgt
Vermutlich wird sich Platini dann
In den üblichen Platitüden ergehen
Nachforschungen laut ankündigen
Sobald diese ihm nahe kommen
Wird er mit großer Sicherheit
Die Sache für erledigt erklären
Fraglich wer ein Interesse daran hat
Im Fußballverband aufzuräumen
Solange es ruhig bleibt ändert sich nichts
© jens tuengerthal 29.7.15
Selbstzweck
Mullah Omar ist schon lange tot
Trotzdem wurde er weiter gejagt
Oft tot gemeldet lebte er weiter
Nun aber sei er schon zwei bis drei
Jahre tot es hatte nur keiner was
Gesagt weil keiner was weiß
Weiß wer wirklich lebt in den Bergen
Afghanistans oder zufällig starb den
Drohnen der guten Menschen geopfert
Der Mullah der ein einfacher Mann war
Fuhr einst mit dem Motorrad los um
Für Gerechtigkeit dort zu sorgen
Ob Kohlhaas oder Robin Hood wenige nur
Überleben gut sein wollen zwischen dern
Warlords dort seit über 30 Jahren Krieg
So lebte auch der tote Mullah weiter
Bot einigen Drohnen ein Ziel auch noch tot
Rechtfertigte Kolateralschäden im Umfeld
Der Mullah war auch tot noch ein
Selbstzweck denn Krieg braucht Gründe
Genügt sich selbst in steter Grausamkeit
Wem es nun nutzte zu gestehen er ist
Doch nicht mehr wird sich schon zeigen
Am Ende sucht noch jemand Frieden
© jens tuengerthal 29.7.15
Größenverhältnisse
In welchem Verhältnis Liebende und
Ihre Organe zueinander stehen sollten
Beschäftigt die Medien just intensivst
Dahingestellt ob dies dem Sommerloch
Oder der neuesten Studie geschuldet
Wird bisher nur von seiner Größe berichtet
Wie irrelevant diese für Frau sei und was
Sie im Begehren reizvoll findet wurde
Nun genaustens untersucht fraglich wozu
Zumindest wurde damit Männern mit eben
Kleinem Penis geholfen der als genauso
Reizvoll bewertet wurde wie der Große
Doch ist all dies völlig irrelevant sagt nun
Alle Erfahrung mir weil es sehr wohl auch
Auf die Größe ankommt sie muss nur passen
Während manche Frau wenig vaginal empfindet
Liegt für die andere gerade innen Erfüllung
Rubbelt manche ein Leben lang außen
Welche Wege wo zum Ziel geteilten Glück
Miteinander führen und wie diese geteilt
Begangen werden ist entscheidend
So gibt es zahlreiche Männer und Frauen
Die nie miteinander Sex haben nur nebeneinander
Weil sie geteilte Erfüllung nicht kennen
Der Moment in dem Vagina oder Anus
Der Frau im Höhepunkt den Schwanz
Des Mannes festet umschließt ist es
Für manche bleiben es böhmische Dörfer
Wie die Erfahrung zeigt was Sex wiederum
Dem Genießer erst wirklich ist weil geteilt
So wird auch die Beurteilung des Gliedes
Des Mannes je nach Neigung eine völlig
Unterschiedliche dabei sein in der Lust
Wer die Lust nur als separaten Prozess
Kennt bei dem sich zwei befriedigen
Für den ist was innen geschieht egal
Gehört dazu ist nett vielleicht aber auch
Manchmal schnell etwas viel warum die
Ausmaße danach beurteilt werden
Es soll Männer geben die beim Sex
Mit Frauen nicht unterscheiden danach
Was sie empfindet sondern nur ficken
Andere dagegen wie der Autor hier
Empfinden nur Lust wo sie geteilt
Halten bloßes ficken für unbefriedigend
Aus der Erfahrung und jenseits aller Statistik
Ist sicher die Größe des Schwanzes hängt
Am Grade der geteilten Lust
Wo er onanierend für sich bleibt und sie
Nicht wirklich spürt verkümmert er eher
Während geteilte Lust riesig macht
Die Größenverhältnisse der Schwänze sind
Also für das Glück so völlig irrelevant wie
Die Größe der Brüste oder die Form der Lippen
Was einzig zählt ist die Fähigkeit Leidenschaft
Nach einer Art miteinander zu teilen wie es
Eben gefällt eher innen oder außen
Lange dachte ich der mich erfüllende Weg
Des gemeinsamen inneren Kommens sei doch
Der einzig wahre müsste alle erfüllen
Die Zeit lehrt dem ist nicht so es gibt eben
So verschiedene Wege zur Lust wie Menschen
Manche passen andere weniger zusammen
Wer in der Neigung nicht passt sollte
Sich die Suche nach Erfüllung sparen
Darauf kommt es entscheidend an
Ob das Zusammenkommen nun doch die
Königsdisziplin des Sex ist oder nur eine
Variante von vielen mag dahinstehen
Alle streben nach Glück und Befriedigung
Es kommt dabei nicht auf irgendeine Größe
Bei ihm oder ihr an sondern die Passung
Wo sich innere und äußere Anziehung dann
Zu harmonischem Sex finden im Ziel
Sollten wir es selig genießen
Wo dies fehlt lohnt das Aufstehen nicht
Wird nie Erfüllung sich miteinander finden
Können wir es besser selber machen
Es gibt nicht das Rezept zum Glück
Nicht den Sex der alle glücklich macht
Auch mein Schwanz beglückt nicht jede
Während die eine seine Größe und Pracht
Ängstlich bestaunte war er für andere eher
Naja nichts besonderes zumindest
Was mich lange umtrieb und nach einem
Irgend objektiven Urteil suchen ließ ist nun
Aus der Natur heraus erledigt
Der Schwanz zumindest meiner ist nur so
Prächtig wie er Lust verspürt wie auch
Der Schoss entsprechend feucht dann
Die Lust ist manchen schlicht nur das
Irgendwie ineinander stecken mit der
Halbwegs rhytmischen Bewegung dabei
Zugegeben langweilt das bloße Turnen
Mich nach den ersten malen so sehr
Dass mein Schwanz kaum dafür aufsteht
Die Lust dagegen eine Frau in ihrer Lust
Zu spüren erregt micht schon in Gedanken
So sehr dass er über die Verhältnisse steht
So haben die Geliebten denen er nichts irgend
Besonderes war fraglos recht sowenig wie sie
Wirkliche Lust und Erfüllung je wurden
Anders ist es bei den geteilten Höhepunkten
Bei dem sich verschlingen das manchen völlig
Irrelevant im Ergebnis scheint dagegen
Manchmal verwirrt das Gefühl oder was wir
Dafür halten noch zusätzlich diese Betrachtung
So glauben wir gern auch gegen Natur zu lieben
Vielleicht lieben wir dann auch irgendwie aber
Für eine sexuelle Beziehung die als Erfüllung
Des emotionalen Chaos dient taug sie nichts
So habe ich nach all den Lieben und Geliebten
Begriffen jede Statistik ist müßig hierbei
Es kommt nicht auf die Länge an sondern umgekehrt
Die Länge richtet sich wie die Standfestigkeit
Nach der Natur der Lust und wir sollten wohl
Mehr auf unsere Natur hören als wollen
Sicher kann im Chaos der Gefühle des einen
Oder der anderen Lust und Mitte auch mal
Den Dienst verweigern ausnahmsweise
Fraglich ist eher ob dies natürlich ist oder
Gerade nicht dann ist alles übrige entbehrlich
Genießen können wir nur unserer Natur gemäß
So kommen mir Frauen die nicht kommen eher
Wie schauspielernde Huren dabei vor unecht
Immer irgendwie und machen mich impotent
Während umgekehrt deren Erregung durch den
Sichtbaren Mangel meiner Lust begrenzt ist
Können wir uns das Spiel lieber sparen
Guter Sex passt zusammen und fühlt sich
Dann eben so an dabei kommt es nie
Auf Größe Gewicht oder Umfang an
Die Größe wächst am je Grad der Lust
Aufeinander beieinander und miteinander
Ob Glied Klitoris oder Lippen sichtbar
Trauen wir diesem Gefühl lieber ruhig
Wenn es so ist und die Lust wächst
Wird der Rest das Aufstehen wert sein
Was nicht harmoniert im Bett sollte sich
Nicht mit Gefühl über eine Beziehung
Täuschen die es real nicht gibt
Fraglich ob Offenheit im Bekenntnis dabei
Hilft einfach miteinander zu genießen
Auf was es uns wirklich ankommt
Für Frauen wie für Männer gilt es kommt
Darauf an ob es zueinander passt sowohl
Im Körper wie im Geist um zu genießen
Weiß nicht ob es nun wählerisch ist wenn
Mehr der Erregung nicht wert genannt
Lohnend ist die Beschränkung sicher
Es kommt dafür ob es passt nicht darauf an
Wie groß eng weit oder klein wer ist sondern
Das Zusammenspiel von Gefühl und Körper
Sich dessen bewusst zu sein bei der Wahl
Lässt manche Irrwege entbehrlich scheinen
Relativiert viele scheinbare Enttäuschungen
Weiß nicht ob wir in der Liebe wirklich noch
Eine Wahl haben aber zumindest haben wir
So die besten Bedingungen dafür gelegt
© jens tuengerthal 29.7.15
Dienstag, 28. Juli 2015
Waffenintelligenz
Es werden immer mehr sogenannte
Intelligente Waffen eingesetzt dabei
Könnte schon das Wort Unsinn sein
Eine Waffe dient dazu zu vernichten
Zu töten zu besiegen ob dies nicht
Gerade dumm ist bleibt fraglich
Vielleicht lösten sich viele Probleme
Mit Waffen wenn wir diese Frage
Vorab klug beantworteten
Statt aber uns dies kritisch zu fragen
Rüsten wir auch im Bereich Militär auf
Mit der Geschwindigkeit neuer Telefone
So werden Waffensysteme automatisiert
Was den Vorteil hat keine eigenen Soldaten
Im Einsatz direkt gefährden zu müssen
Da meist beide Seiten irgendwie ähnlich
Gut ausgerüstet sind mit dem was eben
Auf dem Markt erhältlich ist hebt es sich auf
Fern von allen Schlachtfeldern töten dann eben
Gelenkte Waffen automatisiert in Gefechtszentralen
Ob dies moralischer ist als menschlich ist egal
Der Tote ist nicht mehr egal ob ihn eine Kugel tötete
Die ein Computer avisierte oder ein Mensch schoss
Die Entmenschlichung unmenschlicher Kriege ist gut
Fraglich nur ob wir wirklich die Folgen der
Intelligenz in Waffensystemen übersehen
Wer über Computer lenkt hängt an diesen
Wer einen fahrenden Jeep hacken kann
Wird auch mit ein wenig Übung gegen alle
Sicherheitsversuche Waffensysteme hacken
Damit werden Kriege künftig nicht mehr die
Gewinnen welche die besten Waffen bauen
Die teuersten System für sich einsetzen
Sieger werden die sein die über die Rechner
Herrschen die diese Maschinen programmieren
Wer das Netz erobert hat die Welt wohl
Egal wie zerstörerisch einmalig das teuerste
System der Vernichtungswaffen zur Abschreckung
Auch war es ist wirkungslos ohne Netzwerk dahinter
Kriege werden künftig hinter Bildschirmen gewonnen
Mit relativ minimalen Aufwand an Waffen noch
Die Intelligenz der Waffen kehrt sich gegen sie
Spannend ist daher die dauerhafte Perspektive
Noch wird gerüstet und Panzer wie Raketen
Ausgebaut vorgeblich zur Abschreckung
Langfristig sind diese nur für den erfolgreich
Der die Drohnen steuert über das Netz wo
Eine solche Verbindung ist bleibt sie hackbar
Die Intelligenz der Waffen schützt Menschen
Und gefährdet sie viel mehr als je durch alle
Die sich in Systeme erfolgreich hacken
Kontrolle haben wir über Dinge nur solange
Wir die sie steuernden Rechner kontrollieren
Was immer wieder relativ sein wird
Das schöne daran ist es macht die einst
Aus Gründen der vorgeblich Abschreckung
Nötigen Massenvernichtungswaffen unnötig
Im Gegenteil gefährlich scheinen sich die
Waffen mit größter Durchschlagkraft eher
Gegen ihre Verwender dann zu kehren
Wer Neutronenbomben in seinen Depots hat
Muss damit rechnen falls einer in seine Netze
Einbricht dass diese sich gegen ihn richten
Die zufällig richtige Kombination von Codes
Nichts als Zeichenkobinationen also entscheidet
Künftig über das Kommando im Krieg
Ob wir darum wieder zu Faustkeil und Keule
Zurückkehren um unangreifbar zu sein scheint
Weniger unsinnig als es noch vor Jahren klang
Jede Positionsmeldung zur Orientierung kann
Wo abgefangen zur tödlichen Falle werden mit
Deutscher Technik wurden so Taliban gejagt
Unmengen von Daten werden zur Sicherheit
Wie zur Bequemlichkeit in Clouds gespeichert
Wer über den Wolken steht hat alles also
Es ist müßig zu überlegen wie es anders wäre
Wenn einer die Technik verwendet müssen alle
Sie um noch irgend mitzuhalten künftig nutzen
Damit bläst Technik sich zwar noch auf als
Entschiede sie die sogenannte Verteidigung
Schlachten finden an Rechnern nur statt
Damit könnten wir uns nun zufrieden geben
Denken gut wenn wir die besseren Techniker
Haben dann beherrschen wir die Welt
Leider ist alle Technik nur so vollkommen
Wie es ihre Baumeister immer sind
Die Intelligenz der Waffen ist anfällig
So dumm es ist Waffen zu verwenden
Um Probleme zu lösen wo wir es doch
Längst besser wissen schon
So naiv ist es zu glauben Technik werde
Einfach funktionieren wie programmiert
Nur weil es so logisch erscheint
Waffen sind nicht intelligent sie sind nur
Funktional programmiert und nie klüger als
Ihre Programmierer sonst gäbe es sie nicht
© jens tuengerthal 28.7.15
Montag, 27. Juli 2015
Weibermacht
Aus der Kunst- und Kulturgeschichte
Beschreibt den Triumph der Frau
Wie der Liebe die auch weise Männer
Die Selbstbeherrschung verlieren lässt
Berühmte Beispiele der Geschichte
Als Paare die solche schrieben gibt es
Zur Genüge die hier erwähnt seien
Aristoteles und Phyllis
Samson und Delilah
Judith und Holofernes
Vergil im Korb
Adam und Eva
David und Bathseba
Lot und seine Töchter
Jael und Sisera
Isebel und Ahab
Herkules und Omphale
Herodes, Herodias und Salome
Biblisch und oft von Aberglauben also
Geprägt scheint die Geschichte die
Doch in der Kunst so schönes zeugte
Der Mann als Opfer weiblicher Lust
Ihrer Tücke vom Gefühl gefesselt
Gegen alle reale Macht unterworfen
Es ist ein Spiel mit den realen Verhältnissen
Karikiert diese und übertreibt dabei gern
Doch was ist davon Wirklichkeit noch
Gender wurde zum wichtigen Thema
Der Kampf gegen Diskriminierung Pflicht
Doch hat sich je was geändert im Verhältnis
Die Regeln der Minne die damit karikiert
Auch von Hans Sachs etwa waren so
Das der singende Ritter um Liebe warb
Offiziell nur keusche Muse spricht alle
Erfahrung dafür dass wo sich Gefühl
Wirklich regte auch Lust Wege fand
Wie ist die Machtverteilung in der Lust
Opfert sich einer oder ist Ziel wohl eher
Der geteilte Genuß mit viel Gefühl
Ist noch frei wer sein Gefühl an eine
Andere hängt sie wirklich liebt
Oder nur wenn es gegenseitig ist
Eine Verkehrung der Macht in der
Hingabe voller Gefühl ist oft erfahren
Keineswegs ungewöhnlich
Erstaunlich noch immer wie sich die
Regeln des alten Spiels der Geschlechter
Auch in Jahrtausenden nie änderten
Die Liebenden werden immer wieder
Opfer der Kühlen die sie um so mehr
Reizen desto ferner sie scheinen
Welche Rolle wer dabei inne hat
Hängt nicht am Geschlecht allein
Mehr daran wie stark wer liebt
Erstaunlich ist aber oftmals wie sehr
Frauen den Prozess beherrschen
Mit ihrer Macht noch spielen
Viele leugnen dies bewusst zu tun
Folgen angeblich ihrem Bauch bei
Der erstaunlich vernünftigen Wahl
Die Leidenschaft kann fraglos beide
Packen und was wäre je schöner als
Sich ihr voller Lust auch hinzugeben
Häufiger jedoch steuert eine Seite
Auch diesen Prozess noch relativ
Bewusst in ihrem Sinne
Erstaunlich machtlos sind dann
Liebende Männer in ihrem Trieb
Beschwören Dinge die sie bereuen
Diese Eide aus Trieb und Liebe aber
Sind heute die Grundlage der meisten
Ehen und Eltern vieler Kinder
Sich über deren noch Haltbarkeit nun
Auszulassen wäre ungenau sind doch
Die Gründe des Scheiterns meist vielfach
In der Liebe machtlos zu sein ist gut
Solange sie geteilt und gegenseitig ist
Wird zum Ungleichgewicht wo ungeteilt
Erstaunlich oft liefern sich Liebende
Der Macht des anderen aus auch wenn
Sie besser wissen könnten was folgt
Doch gegen alle Erfahrung überwiegt
Der Traum von der großen Liebe noch
Immer lange die Vernunft im Unglück
So könnte was einst Weibermacht hieß
Heute wohl Liebesmacht heißen der
Noch immer die Liebenden zum Opfer fallen
Wer dem Gefühl traut und folgt lebt
Gefährlicher alls jene im Mißtrauen
Nur sollten wir darum vernünftiger sein
Ist nicht die Hoffnung dem Zauber einst
Glücklich miteinander zu erliegen noch
Der Antrieb zum schönsten im Leben
Die Antwort auf diese Frage ist wohl
So unterschiedlich wie die Menschen
Die sie sich stellen noch immer
Wo die einen selig lieben voll Gefühl
Fühlen sich andere lieber auf der
Sicheren Eben wohl miteinander
Am besten paarten sich nur die
Diesbezüglich Gleichgesinnten
Um miteinander glücklich zu sein
Wie oft dies doch misslingt wissen
Wohl beide Seite auch wenn dabei
Die Liebenden mehr leiden ist es so
Versuch macht selten in der Liebe klug
Doch was verlören wir wagten wir nicht
Gemeinsam zu genießen was geträumt
Weiß selten was die Kühlen empfinden
Bin rational nur in der Betrachtung doch
Liebend immer wieder leidend
Was weiß ich schon von der Liebe wohl
Wie wenig von Frauenherzen am Ende
Nicht mal wie ich meines für mich behalte
Opfer der Weibermacht immer wieder also
Wollte ich nie klagen um des Glücks wegen
Der doch am Ende zumindest dichten lässt
© jens tuengerthal 27.7.15




