Novemberblues
Es war im traurigen Monat November
Dichtete Heine einst als er von Paris
Nach Deutschland hinüber kam um
Über üble Zustände hier zu dichten
Ob die Zustände wirklich besser je
Wurden oder sich nur die Koordinaten
Der Messung des Üblen verschoben
Scheint heute wieder fraglicher
Nie ging es uns so gut auch im Monat
November aller Traurigkeit zum Trotz
An dunklen Tagen mit nur wenig Licht
Haben wir heute Elektrizität wie auch
Warmes sauberes fließendes Wasser
Was frühere Generationen auch in
Berlin nur träumen konnten ist nun
Schon völlig normal geworden
Vor mir flackert der elektrische Kamin
Der ohne Rauch und Asche hier das
Gefühl von Gemütlichkeit schenkt
Grund genug zufrieden zu sein
Zumindest solange der Strom fließt
Alles in Ordnung und Frieden lebt
Keine religiösen Fanatiker regieren
Jeder nach seiner Fasson sein darf
Aber die Fritze im Land fürchten sich
Um das Stadtbild mit Migranten weil
Sie Stimmen von rechts wollen die
Ihre dafür nur verdoppelten noch
Im Osten wo die Sonne nun im
Traurigen Monat November immer
Später aufgeht herrscht Krieg und
Mit diesem zog der Hass ein
Wo der Hass herrscht gewinnen nur
Die Extremisten noch weiter aber
Verliert die Mitte als Garantin von
Stabilität und Frieden in Europa
Es wird düster im November noch
Mehr als sonst im Jahr und dazu
Grau und kalt was zu Deutschland
Als Farbe und Zustand zu gut passt
Dem großen Novemberblues kann
Nur Liebe und Gefühl noch etwas
An Licht entgegensetzen warum
Manche früh weihnachtlich dekorieren
Ob drei Tage nach der immer noch
Wintersonnenwende wenn der Winter
Kommt in dunkelster Zeit es heller
Wieder wird tatsächlich einst vor
Über zweitausend Jahren ein Rebbe
Zu Nazareth geboren wurde ist dabei
So egal wie die Rückkehr des Lichts
Zu feiern ganz natürlich auch ist
Sich im traurigen Monat November
Mit Liebe aneinander zu erinnern
Ist ein gutes Vorhaben denk ich
Was dunkle Zeiten hell leuchten lässt
jens tuengerthal 1.11.26
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