Dienstag, 3. November 2026

Lektürentagebuch 3.11.26

Lektürentagebuch 3.11.26

Bei Ricarda Huch im Lebenslauf des 
Heiligen Wonnebald Pück wieder für 
Einige Seiten eingetaucht wo Pück
Erst auf Verbrennung besteht aber

Dann Lux die Flucht ermöglichen will
Weil er plötzlich gute Laune hat als
Seine Geliebte die Äbtissin von ihrem
Kind entbunden worden war dies aber

Im Waisenhaus gegen ihren Wunsch
Aber seinem entsprechend der keine
Lebenden Zeugen seiner Unzucht will
Schon spurlos einfach verschwand

So zieht Lux vom Gefängnis um auf
Die Burg wo sie im alten Turm mit
Dem hungernden Kind eingesperrt ist 
Geschichten zur Ablenkung erfindet 

Die Willkür von Pück der erst für ein
Todesurteil im Feuer plädiert und ihr 
Dann als er von seinem Kind befreit
Ihre Flucht ermöglichen will ist dabei

Eines der klügsten Plädoyers gegen
Die Todesstrafe weil es uns zeigt wie
Wie willkürlich diese immer ist ihre
Verhängung oder Aufhebung hier

An den Launen eines einzelnen
Kriminellen Lügners hängt was ein
Sehr realistisches Geschehen ist
Denken wir an Typen wir Trump

Die Ähnlichkeit des heiligen 
Wonnebald Pück der ein Betrüger
Lügner fast Mörder ist um seine
Kriminalität zu tarnen mit Trump

Dem fetten widerlichen Täter 
Des Kindesmissbrauch ist wirklich
Erstaunlich weil das Böse wohl zu
Allen Zeiten ein Typus auch bleibt

Der Gedanke das Schwein muss
Bestraft werden sollte uns dabei 
Im Strafrecht lieber nie leiten aber
Gegen Willkür sich stets empören 


In der Nacht bis zum Morgen erst
Von Johann Karl Wezel noch ein
Kapitel in Hermann und Ulrike über
Willkommen und Abschied gelesen

Zunächst wird ihm der Abschied 
Beim Kaufmann nahegelegt weil er
Dazu wirklich nicht tauge und ihm
Die falsche Ulrike präsentiert

Diese hatte der Kollege tatsächlich
Im Bordell wohl gefunden wo sie
Mit dem Chef noch zugange war
Durch eine List hergelockt wurde 

Wirklich gab es eine gewisse
Ähnlichkeit mit dem Bild dachte
Hermann und freute sich log dafür
Auch bereitwillig zu gerne sie sei es 

Sehr willkommen ist ihm dann der
Schwärmerische Brief von Ulrike
Die ein Zimmer für ihn besorgte 
Bei der Geliebten ihres Dienstherrn

Auch Geld schickte sie reichlich
Damit Hermann sich anständig
Als Adeliger präsentieren konnte 
Sollte er sofort zum Schneider

Ständig unterbricht sie ihren Brief
Weil die Kollegin die drängt nun 
Endlich mit dem Brief los zu wollen
Sie soll Hermann auch begleiten

Nach Empfang und Lektüre des
Briefes bricht Hermann sogleich auf
Sich für den Empfang mittags bei der
Französischen Geliebten zu kleiden

Entlassen beim Kaufmann weil völlig
Unfähig im Geschäft nach Hause
Wieder geschickt aber dann die 
Wende zum Glück durch Ulrike

Fast märchenhaft schön nach allem
Elend ist Hermann wieder zum
Lachen zumute nach dunkler Zeit
Wie lang dieser Stern wohl strahlt

Plötzlich ist Berlin für ihn die schönste
Aller Städte strahlend wunderbar
Ohne Geldsorgen nun unterwegs
Voller vorherige Ängste im Glück


Nur einen Blick wollte ich noch in 
Nancy Mitfords so wunderbare
Englische Liebschaften werfen 
Schon war ich am Kamin gefesselt

Mit diesem Gesellschaftsroman hat 
Nancy Mitford englischer Oberklasse
Deren Teil sie auch dabei war
Ein literarisches Denkmal gesetzt

Ein sehr sonderbares sehr englisches 
Denkmal was auf dem Kopf steht und
Lauter Löcher hat Gucklöcher durch 
Die der Blick tief  ins Innere führt

Ein Blick der nicht immer bloß feinen 
Englischen Art dabei hat sie Witz ein 
Abgefeimtes Gespür für die Komik von Situationen und Charakteren

Wie eine enorme Fähigkeit zur intelligenten Karikatur und einen unnachahmliche einfühlsamen dabei 
Liebevollen Sarkasmus englischer Art

Es beginnt mit der Einführung über 
Tante Sadie in den Weihnachtsferien
Die sie schon immer dort verbrachte 
Wie die chaotische Ehe ihrer Eltern

Makabren Erinnerungen noch an den
Spaten mit dem der Onkel acht 
Deutsche Soldaten erschlug sobald
Sie 1915 aus ihrer Deckung kamen 

An diesem klebten noch immer
Haare und Blut was mit dem typisch
Englischen Humor erzählt wird der
Teil der Realität auch sein könnte

Wie die Familie in das Blitzlicht starrt
Dadurch im Bild eingeschossen wurde 
Wie die Fliegen im Bernstein dieses 
Augenblicks bis die Kamera klickt

Es gäbe doch nichts traurigeres
Als alte Familienphotos wie jene aus
Alconleigh wo sie regelmäßig ihre
Weihnachtsferien verbrachte

Erzählt von Dramen und Erfüllung
Von Linda und den anderen dort
Wie sie einmal alleine dort blieben 
Wo ihre Eltern dabei blieben

Wie sie nach der Sünde forschten 
Die Oscar Wilde angeblich beging 
Über die ie aber keiner reden wollte
Sich fragt ob es schlimmer war gar

Als ihre Eltern was ja gar nicht ginge
Warum sie Glück hätte mir ihren 
Verruchten Eltern in deren Schatten 
Auch sie etwas lüsterner glänzte 

Es ist dieser wunderbare Ton der
Upper Class die mit viel Humor über
Sex redet ohne es auszusprechen mit
Bedürfnissen wie jeder Mensch

Hier unterbrach ich gegen sieben
Erstmal die amüsierte Lektüre dies 
Buch sollte ich meiner Mutter wohl
Unbedingt schenken sie wird lachen

jens tuengerthal 3.11.26

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