Mittwoch, 26. Juni 2019

Wissensglück

Bringt Wissen jemals Glück
Oder offenbart es allein wie
Beschränkt mein Horizont ist
Vor diesem unendlichen Meer

Was weiß ich schon stellte als
Motto Michel de Montaigne einst
Seinen Essays voran und sich
Damit wie immer wieder infrage

Sokrates Sicherheit nur nichts
Zu wissen scheint getragen vom
Gleichen Geist kluger Bescheidenheit
Der viel Zufriedenheit uns schenkt

Ein wichtiger Unterschied der beiden
Michel hinterfragt sich während Sokrates
Von sich sagt er wisse zumindest nichts
Echte Bescheidenheit gegen Anmaßung

Sehe ich meinen Horizont vor der
Endlosen Weite des Universums
Scheint wissen zu wollen anmaßend
Und doch steckt der Drang in mir

Weiß wohl wie wenig es immer ist
Was ich verstehen kann überhaupt
Doch in der kleinen Welt die ich sehe
Will ich mich wissend orientieren

Die Grenzen des Wissens erkennen
Aber sie dennoch erreichen wollen ist
Mehr mir als im Glauben zu verharren
Der Wissen und Logik ausschließt

Glaube gibt beschränkte Antworten
Wissen sprengt alle Grenzen auf der
Suche nach neuer Erkenntnis immer
Danach zu streben schenkt Freiheit

Diese Freiheit ganz auszukosten um
So frei wie nur möglich zu denken ist
Ein größeres Glück mir sogar als die
Versprochene Wahrheit im Glauben

Im Rahmen der Logik mit den Mitteln
Der Vernunft über mich hinauswachsen
Gibt mir die Mittel die völlige Freiheit
Voller Glück geplant auch zu leben

Opfer von Gefühl oder Glaube sind
Immer unfrei diesem nur unterworfen
Sie wissen nicht wie ihnen geschieht
Werden einfach von etwas ergriffen

Lange selbst Opfer solcher Ergriffenheit
Die mich hinderte mein Leben noch
Vernünftig zu führen weiß ich das Glück
Der Freiheit aus Wissen mehr zu schätzen

Sich gelegentlich Leidenschaften noch
Überlassen ohne ihr Opfer zu werden
Damit die Freiheit des Wissens herrscht
Scheint vernünftig und gesünder dabei

Natur fordert aus dem Körper ohne
Darüber nachzudenken Leidenschaft
Wie Gefühl und Hingabe von uns ein
Zugleich agiert sie natürlich logisch

Das Wissen um die vernünftige Basis
Gibt mir die Freiheit mich auch mal
Gänzlich der Natur zu überlassen
Am Ende geht es aus wie natürlich

So gibt mir das Wissen über die Natur
Auch im emotionalen Kontext noch
Die Chance Freiheit und Abstand
Wieder für mich zu gewinnen

Es braucht keinen Gegensatz mehr
Zwischen Vernunft und Gefühl insofern
Beides Teil der logischen Natur immer ist
Dies Wissen macht glücklich und frei

jens tuengerthal 26.6.201

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