Freitag, 26. September 2014

Pornobischof

Wieder einer und diesmal ein
Ganz kapitaler polnischer Hengst
Der massenhaft Kinderpornos
Sammelte und womöglich auch
Drehte was dieser nun natürlich
Alles erklären könnte aber ganz
Ehrlich gesagt bin ich nicht gerade
Gespannt auf seine Aussage
Was er uns vom Teufel wie vom
Lieben Gott erzählt der ihn führte
Oder verführte er ihn und warum
Nur hat dieses Kartell in Rom
Auch wenn es nun so tut als
Räumte es auf noch Fürsprecher
Wäre es nicht besser den Laden
Endlich aufzuheben und die noch
Verfahren dem Staat des Landes
Oder einem UN Gericht endlich
Zu übergeben denn es gehen
Die Fälle ja in die Hunderttausende
Keine Bagatellen sondern oft noch
Schwerer Missbrauch wie mehr
Gedeckt wohl auch von noch
Lebenden Päpsten und das nun
Endlich aufgeräumt werden soll
Überzeugt nicht wirklich
Dieser Verein hat eine Tradition
Des Aberglauben und von Krieg
Mord und Totschlag wie Missbrauch
Jede Organisation wäre verboten
Die solange solches betrieb
Nur weil sie einen Gott erfunden haben
Den sie allmächtig nennen und dann
Meinen ihr Vereinsvorsitzender sei
Der Stellvertreter dieses erdachten
Gottes warum ihm alle gehorchen
Sollten stehen sie nicht jenseits
Des Rechtes und wird es Zeit
Dem Hokuspokus ein Ende zu setzen
Vermutlich ist nicht davon auszugehen
Dass im Falle ehrlicher Verfahren
Noch viele Mitglieder der Kurie
Überhaupt überblieben ob dies
Ein Grund ist den Verein zu erhalten
Ist nicht ersichtlich im Gegenteil
So ist der Pornobischof ein Segen
Für die katholische Menscheit die
Endlich wieder mit dem Denken
Beginnen könnte anstatt zu beten
Wobei dem Franz im Stuhl schon
Respekt gebührt es zu versuchen
Nur ändert es nichts an der Struktur
An einem Kartell dass endlich der
Kontrolle einer neutralen Stelle
Wohl unterstellt werden muss
Dann sollen sie ihren Kultus
Wie ihren Aberglauben gern
Weiter treiben wie es ihnen gefällt
Aber ohne Kontrolle schiene mir
Zumindest etwas naiv nun
Der vermeintliche Stellvertreter
Gottes braucht nun eine irdische
Aufsicht und der ganze Verein
Eine Art Pflegschaft zur Integration
Wie es bei dauerhaft Kriminellen
Mehr als nötig erscheint
Keiner will Rom anstecken heute
Sollen sie tun was ihnen gefällt
Aber bitte unter Kontrolle nun
Alleine schaffen sie das nicht
Der Vatikan ist ein Pflegefall
Sozial gesehen und daher
Eher schwer integrierbar
jt 26.9.14

Lady Liberty

Mariam al-Mansuri ist Pilotin
Sie führt die Emirate im Krieg
Gegen ISIS in der Luft als
Vater- oder Mutterlandsverteidigerin
Schickt sie die Gotteskrieger
Nicht nur in den erwartbaren Tod
Den diese kaum zu fürchten scheinen
Sondern schlimmer noch in der
Verworrenen Welt des islamischen
Aberglauben sendet sie die Herren
Gleich in die Hölle warum sterben
Mit der Aussicht auf Jungfrauen
Nicht schlimm sei aber durch Frauen
Getötet werden alle jenseitigen Träume
So abseitig sie auch waren
Den Verrückten zunichte machte
Das eine Frau die im Alltag sonst
Verschleiert Kopftuch trägt als
Mutige Bomberpilotin reüssiert
Gibt dem Treiben der Allianz gegen
Den Terror der Terroristen die für
Was auch immer einig kämpfen
Eine erfreuliche Note denn warum
Sollte keine Frau töten die es kann
Dass es noch dazu eine Araberin ist
Könnte mehr helfen Vorurteile abzubauen
Als viele Diskursrunden zum Thema
So gesehen finde ich das gut
Auch wenn sie einen blöden Job hat
Bomben keine Lösung sind
Lady Liberty ist ein Leuchtturm
jt 26.9.14

Sex in Berlin X

Eine Stadt in der sich so überall geliebt wird und die dennoch mitten in Deutschland liegt, wird sich die Frage stellen, wie sie es mit dem gern als erotisch beschriebenen Sex im Regen hält und ob dieser fördert, was ohnehin geschieht oder doch die gierigen Leiber bei ihrem Weg zueinander bremst, weil sie sich lieber in trockene Räume begeben, statt sich gleich unter freiem Himmel zu lieben, wie es ihrer Lust entstpricht.

Im Sommerregen lassen sich manche nicht stören für den Moment und so können wir auch mit geringer Erfahrung betätigen, es gibt dieses heiße Knutschen im Regen, bei dem schon quasi ganz natürlich alles ineinander fließt, die nassen Kleider aneinanderhängen und zu einer feucht teilweise durchsichtigen Masse werden - ja, das gibt es - von Mitte Mai bis Anfang September - dann wird lieber drinnen geknutscht und der Rest ohnehin. - ⅔  der Zeit also haben wir eher indoor Sex, der Witterung geschuldet und auch im Sommer würde ich wetten, dass 99% der tatsächlich vollzogenen Akte nicht im Regen stattfinden und dies nicht weil es so selten regnete im Sommer, auch das kommt manchmal vor, aber eher selten - sondern weil die meisten sich für Intimes in eben intime Umgebung zurückziehen, wo sie sich trocken und warm einander hingeben. Das heutige Thema ist also so irrelevant im statistischen Sinne, wie für die nur Masse ohne jede Bedeutung und darum vielleicht für die wenigen, die es angeht, so spannend.

Diese Neigung steht noch dazu im umgekehrt proportionalen Verhältnis zur tatsächlichen Verteilung des Regens - in denen Monaten in denen es am meisten regnet, sind die Berliner auch dies betreffend immer noch lieber drinnen zugange, als unter dem viel besungenen Himmel über Berlin, was schade für den Himmel ist aber gut für die Sache an sich, da doch die Intimität besonders genüßlich ist, wenn wir uns frei allem entledigen können, was den Zugriff zueinander verhindert. Den größeren Teil des Jahres ist das Bedürfnis sich auszuziehen in der Berliner Natur doch etwas gehemmt, ohne daraus gleich eine Begründung für hiesige Bekleidungsriten oder die umgekehrte Entkleidung zu suchen.

Wer Sex im Regen in Berlin erleben will, sollte sich am besten eine Geliebte unter oder höchstens knapp über dreißig zulegen, die noch solche ungehemmten Erfahrungen jenseits der nüchternen Abwägung über das Ergebnis sucht. Vermutlich sollten es auch die Herren den Knaben überlassen, deren Standkraft noch völlig verklärt unerfahren quasi ungehemmt ist von zufälligen Umständen, während sich die Herren ab vierzig schon eher überlegen, was noch des Aufstehens lohnte und eine rundum feucht ungemütliche Aktion im Regen bräuchte dazu schon einen besonderen Anlass, was immer das wem der reiferen Generation ist.

Als also befangener Mann über vierzig bemühe ich mich mit der nötigen Distanz zum Thema zu schreiben und ja, Sex im Sommerregen, leicht bekleidet kann sehr schön und geradezu erfrischend sein. Wo wir abwägen, ob mehr als drinnen oder weniger, brauchen wir es nicht mehr, zu versuchen, denn die Umstände dabei sind stets ein wenig absurd und so bedarf es schon guter Gründe zu tun, was nicht gerade naheliegt - oder nein, eigentlich bedarf es keiner Gründe, weil es keine dafür gibt, zumindest keine, die den Namen verdienen, denn außer in sportlicher, manchmal fast artistischer Sicht spielt der Sex im Regen auf der Skala der möglicherweise zu erlangenden Befriedigung keine goße Rolle, fällt eher unter Regionalliga, die sich als Amateur gegenüber dem Sex in Ruhe als Bundesliga profilieren soll.

Nur weil es vielleicht in über 90% der Schlafzimmer über 90% der Zeit eher konventionell langweilig zugeht und mehr um Rollenspiele als den maximalen Genuß geht, wird dadurch der unkonventionelle Ort nicht zum besseren - es bleibt mühsam und unbequem, nur in unserer Erinnerung, die hormonell dominiert gern alles verklärt, scheint der Sex unter widrigen Umständen als besonder reizvoll und ist es damit, denn nicht ist realer im Gefühl als der nur Eindruck, dem wir uns hingeben. Dieses absurde Ende ist auch schon alles, was zum Sex in Regen gesagt werden kann.

Es ist unbequem, der Sache an sich abträglich, nicht die optimale Bedingung, zur größtmöglichen Befriedigung zu gelangen, nur halt manchmal, aus der hormonell domnierten Geilheit geboren, das Beste, was wir uns nur vorstellen, oder erinnern meinen zu können, weil die Hormone hier ganze Arbeit leisten in der Illuison. So funktioniert Sex im Regen in uns wie Reizwäsche, die offenbart und zugleich verhüllt an uns wirkt. Oft eher unbequem, nicht wirklich reizvoller als die natürliche Schönheit und doch manchmal geeignet uns der Illusion hinzugeben, Lust sei etwas reales und könne schlicht durch Knopfdruck ausgelöst werden und mit jedem Tag, mit dem ich mich nun den 44 nähere, merke ich, wie ich den Akt als solchen schätze, aber das Drumherum insbesondere das Gefühl füreinander wichtiger finde als den puren Sex, der eben wie der im Regen immer mühsam bleibt, etwas sportliches mehr noch hat als Zärtlichkeit, wenn wir so übereinander herfallen.

Gelegenheit dazu gäbe auch der kurze Sommer mit seinen noch langen Nächten vielleicht genug und sei es nur der Quickie im Schauer, aber es scheint diese Sache doch eher etwas zum Erfahrung sammeln für jüngere Semester als eine empfehlenswerte Praktik - beruhigend an diesen vielleicht etwas leidenschaftslos wirkenden theoretischen Erörterungen, die nun in der dreieinhalbten Stunde nach Mitternacht schleunigst zu beenden sind, ist aber, sie bleiben in der Praxis völlig irrelevant, weil sich diese dadurch auszeichnet, dass sie genau nicht wohl abgewogen vernünftig reagiert, sondern im Gegenteil völlig unvernünfitg und eben triebhaft und wie es mein Großvater einst sagte, sitzt in diesen praktisch entscheidenden Momenten das Hirn für gewöhnlich im Hintern und hilft nur noch schieben, es bleibt ohne jede praktische Bedeutung, wie wir es theoretisch finden, da wir heiß genug nur noch handeln, warum wir dem Berliner Klima dankbar sein können, dass es manchen Unsinn noch verhindert, denn der Vorteil des spontanen Aktes im Regen ist ja, die Hingabe ohne Reflektion, das einfach geile sich nacheinander verzehren. was uns zu Dingen treibt, die wir nüchtern nie täten, oder zumindest bedauerten.

Darum werden wir es vermutlich alle im richtigen Moment unter den eben Umständen wieder im Regen tun, auch wenn es völliger Unsinn ist, das nächste Bett näher stände - aber die Erfahrung zeigt, auch der kürzeste Weg kann genügen, die schönste Stimmung zunichte zu machen, weil wir dann zu denken beginnen, was wir da eigentlich tun und was wir wirklich wollen, was selten zu einem lustvollen Ende führt und darum genieße jeder den Sex im Regen, so oft sich die Gelegenheit ergibt, denn die Wahrscheinlichkeit die Gelegenheit unterwegs zu verlieren, überwiegt doch bei weiten. Alle Erwägungen sind also absurd und überflüssig, da die Praxis ihre Bedingungen unabhängig von aller Vernunft diktiert, und in Anbetracht der Ergebnisse des vernünftigen Sex nach Fahrplan, ist das auch gut so, und also bleibt Sex im Regen nicht nur ⅔ des Jahres eher die theoretisch schlechtere Wahl, er ist auch die natürlich immer erste Wahl, wo wir nicht mehr Denken voller Gefühl oder schlichter Trieb und so macht Sex zwar nicht blöd, auch nicht im Regen, aber der, bei dem wir völlig blöd waren, bleibt uns oft am besten in Erinnerung und vielleicht ist diese Verklärung wider die Realität auch eine vernünftige Einrichtung, da der Natur entsprechend, aber, was weiß ich schon davon und vor allem wie könnte ich meinen, Frauen dächten das gleiche.
jt 26.9.14

Faule Äpfel

Als das neue kam kamen alle
In die Läden gerannt um dies
Kunstwerk das nur ein Telefon
Eigentlich ist zu besitzen als
Jünger des Konzerns mit dem
Angebissenen Apfel der als
Edel und gut galt auch wenn
Es nichts als billige Masse
Ist die verführte Gläubige
Schnell zu teuer kaufen als
Ginge es um etwas dabei
Was weit über das Telefon
Hinaus geht und leisteten
Die Narren die anstanden
Damit dem verstorbenen Guru
Ihren Götzendienst bis sich
Zeigt nicht nur die Software
Ist mangelhaft auch das Gerät
Ist schnell verbogen nur nicht
Flexibel und nun bleibt zu warten
Ob die Gläubigen sich weiter
Um mangelhafte Ware scharen
Oder nachdenklich werden
Was seinen Preis wert ist
Aber vermutlich ändert sich
Einfach nichts und der alte
Angebissene Apfel bleibt
Gott seiner Jünger wie faul
Er auch längst ist während
Kritische Geister lieber auf
Qualität achten werden
Statt sich schick mit den
Faulen Äpfeln zu schmücken
jt 26.9.14

Donnerstag, 25. September 2014

Angstgriff

Nun haben sie es geschafft
Die Angst regiert und wir
Lassen uns von der Illusion
Der Sicherheit verführen auch
Noch den letzten Rest von
Freiheit die wir mal hatten
Abzugeben für mehr Kontrollen
Ob wohl noch jemand darüber
Nachdenkt was wird wenn dann
Der Krieg gewonnen ist und die
Mittelalterlichen Krieger alle tot
Wie wir die verlorene Freiheit
Je wieder bekommen und wie wir
Den nur zur Sicherheit errichteten
Staat im Staat wieder loswerden
Glaubt jemand ernsthaft unsere
Längst Postdemokratie unter der
Kontrolle der Geheimdienste rette
Sich von alleine als hätten wir
Nicht eben noch die Freiheit
Verloren und abgegeben
Es bleibt nicht mehr viel
Im Angstgriff in dem wir leben
jt 2

BNDigung

Eine Beerdigung steht am Ende
Eines Lebens und die wenigen
Die den Verstorbenen noch kannten
Nehmen dann mehr oder weniger
Würdig Abschied vom Verschiedenen

Die Freiheit ist verloren
Für Sicherheit eingetauscht
Es bleibt fast nichts
Nur umbringen darf ich mich
Wenns keiner merkt noch

So ging es irgendwie auch wieder
Im NSA Untersuchungsausschuss
Des Bundestages eines einstmals
Demokratischen Parlaments das
Von der Regierung aller Mittel beraubt

Nur noch dahinsiecht und in kleiner
Opposition ein wenig Parlament
Spielen wollte bei der öffentlichen
Anhörung des BND Mitarbeiters
Dessen Aussagen zensiert waren

Er durfte nicht und erst recht nicht
Öffentlich darüber reden was ist
Nur in leeren Andeutungen sprach
Er vom Skandal der ihm keiner ist
Sie verwalten die Überwachung

Der Big Brother noch im bayerischen
Schatten spricht über nichts wirklich
Keiner kontrolliert diese Dienste nun
Als die Regierung der sie dienen
Das Parlament erfährt nahezu nichts

Der Bürger wird zur Sicherheit lieber
Ganz außen vorgelassen weil er sich
Mit diesem Wissen selbst gefährden
Könnte und so bleiben die Geheimen
Mit ihren Schlapphüten im Geheimen

Keiner weiß was und keiner sagt was
Niemand ist zuständig aus Gründen
Der Sicherheit wenn es um globale
Überwachung aller Bürger geht und
Nicht einer regt sich darüber auf

Außer vielleicht der Herr Ströbele
Der sich ja immer gern erregt
Schon den Snowden traf nun
Für dumm verkauft wurde und nun
Fragt sich wie widerstehen

Wie noch aufstehen gegen diese
Regierung mit totaler geheimer
Kontrolle aber vermutlich stört es
Wieder keinen außer mir da es
Der kollektiven Sicherheit dient

Die Freiheit ist verloren
Für Sicherheit eingetauscht
Es bleibt fast nichts
Nur umbringen darf ich mich
Wenns keiner merkt noch
jt 25.9.14

Quellenbombardement

Nun hat die Koalition der willigen
Kämpfer wider den Terror den
Kampf aufgenommen um die
Kräfte des Bösen unter US-Führung
Also unter Führung der USA
Gegen die Bösen die hier mal
Nicht die USA sein sollen
Sondern die Verrückten vom
IS die unsere Freiheit gefährden
Aber nicht etwa weil sie uns
Ungläubige alle umbringen wollen
Vermutlich gibt es sogar diese
Sondern weil die lächerlichen nur
Drohungen genügen alle Sanktionen
Gegen jeden von uns zu verschärfen
Wir haben zwar alle nichts getan
Aber wir könnten ja was genügen soll
An dieser Stelle und weit über sie
Denn was gingen uns sonst einige
Verrückte syrisch irakische Spinner an
Die sich selbst auf den Weg in ihr
Geaberglaubtes Himmelreich nun
Schicken wollen und die wir davor
Noch stark machten um den da noch
Böseren Assad zu stürzen der aber
Nun im Vergleich wieder ein Guter
Wurde und es fragt sich nur wer dies
Am Ende wirklich glaubt und was nur
Wieder ein guter Grund für noch mehr
Krieg ist mit dem wir uns alle gern
Überziehen damit die Rüstungsindustrie
Weiter boomt die unseren Reichtum
Trägt wenn es ernst wird zumindest
Immer noch diesen Eindruck vermittelt
Während sie ihren zu teuren Schrott
An an sich überflüssige Armeen auch
Verscheuern die gerade Raffinerien
Bombadieren mit bekannten Folgen
Für Umwelt und Atmosphäre
Perspektivlose Katastrophenpolitik
Mit viel Geld und Gewissen weiter
Immer weiter machen und ferner
Von einer Lösung als je Hauptsache
Es knallt während die USA nur mal
Eben noch die Welt retten wird es
Zeit sich zu wehren zumindest im
Kopf und nachzudenken ob das
Wohl wirklich so sein kann wie
Gern behauptet wird mit immer
Gut und Böse gegeneinander
Oder die Führer dieser Welt nur
Zuviele schlechte Holywoodfilme
Sahen und solche Politik machen
Es lässt sich kein Konflikt mit Gewalt
Je lösen immer wird am Ende noch
Miteinander verhandelt werden müssen
Besser wir tun es vorher bevor die Welt
In Flammen des Öl steht da wir es
Hinterher ohnehin tun müssen nur
Sterben dann weniger Menschen
Auch wenn es hier natürlich nicht
Um einzelne Menschen geht sondern um
Globale Strategien wäre jedem geholfen
Wo wir reden statt bombardieren
Vereinbarungen suchen statt töten
Es ist ein riesiger Unsinn der da läuft
Aber alle Welt schaut weg
jt 25.9.14

Verteidigunsprioritäten

Die Oberkommandierende fliegt
Mal eben zur Truppe sich zu zeigen
Sie spielt da keine Rollen wird weder
Gebraucht nocht ist sie zu etwas nütze
Ein Showkommando der Muttiministerin
Während die eigene Truppe nicht mal
An dern Start kommt weil ihre Flieger
In Rumänien nicht abheben winkt die
Blonde Ursula aus dem Irak in die
Kameras so überflüssig wie teuer
Wir sollten uns nicht nur die Bundeswehr
Endlich sparen sondern diese völlig
Überflüssige lächerliche Ministerin
Als allererste denn wer braucht sie dort
Wo das nötigste fehlt ist sie nichts als
Ein Sicherheistrisiko und entbehrlich
Die Bundeswehr ist schon an sich
Ein überflüssig entbehrlicher Laden
Aber diese Showministerin die nur
Potentiale bindet wo nicht mal ihre
Gurkentruppe einsatzbereit ist
Sie ist ärgerlich peinlich
Wollte sich wer aufregen
Aber wozu noch aufregen
Die postdemokratische Republik
Zeigt sich wie sie ist
Mehr nicht und wir
Haben die Wahl
jt 25.9.14

Sex in Berlin IX

Wie unterscheidet sich der Sex im späten September von dem des Sommers fragt sich der Besucher beim Blick in die gerade leereren Cafés, in denen sich kaum einer mehr findet und die wenigen verbliebenen sitzen mit Abstand, haben Platz, die wieder dickeren Jacken auf den Stühlen neben sich auszubreiten.

Weniger sind die nach der Lust, neben denen vor der Lust zu sehen, die sich so gern mit meist enttäuschendem Ergebnis imitieren. So sind die "noch nicht" auf sich geworfen und es wäre doch zu vermuten, dass sie sich um so leichter finden würden, aber seltsam genug stürzen sich viele im Herbst noch konzentrierter in ihre Arbeit und das große Knutschen in den Cafés geht vorbei. Es scheint als hätten sich alle in ihre Räume zurückgezogen miteinander, die schon jemanden fanden im letzten Rest des Sommers und die noch übrigen haben sich anstatt in irgendwelche ihnen Wichtigkeit gebenden Projekte gestürzt.

Damit sind nun alle beschäftigt und der Sex im öffentlichen Raum nimmt auch den sinkenden Temperaturen entsprechend ab, regional sei ja schon mit erstem Bodenfrost zu rechnen, lasen wir noch gerade. Zeit es sich gemütlich zu machen, um das traute Heim zu genießen miteinander. So wohl auch die Liebenden um den Platz, die sich bei geschlossenen Fenstern quasi lautlos lieben zu vielleicht weniger fetzigen als ruhigeren Rhythmen, wie den Cello Sonaten des deutschen Meisters Bach, die eine harmonische Ordnung der inneren wie der äußeren Welt miteinander verbinden.

Der Sex zieht sich mehr zurück, wird weniger beliebig und austauschbar sondern erwählt im Inneren, um gemeinsam dies Heim zu teilen, sich eines zu bauen, bevor der Winter kommt und die einsam Liebenden nur fürchten, ewig für sich zu bleiben, warum manche sich aneinander binden, die sich mit mehr und längerem Licht im Sommer wohl noch übersehen hätten.

Der Beischlaf im Rhythmus der Jahreszeiten könnte der Titel einer Monographie wohl gut sein, aber von diesem Thema und den Besonderheiten des Herbstes allein soll hier nicht geschrieben werden, auch wenn es schon Anlass genug dazu gäbe, wie wir im Licht des fallenden Laubes mehr Freude an den natürlichen Körpern und ihrer Entwicklung haben, die sich runden und falten mit der Zeit, was schön genug wäre, sich aneinander zu freuen ohne enge Grenzen der sommerlichen Bikinipräsenz.

Doch gerade auch drinnen geblieben, nicht mehr vor oder in Cafés lungernd, um Ideen aus der Beobachtung ringend, sondern in der eigenen Bibliothek in warmen Wänden für sich, genießend, um in sich aus den Bildern der Lust des Sommers und der Erinnerung zu schöpfen oder zu zweit sich ganz nah während nebenbei der Samowar brodelt und die Lust inniger wird, als sei Innigkeit auch mit inwändig verbunden, scheint es, als ginge die Lust nun eigene, andere Wege als noch vor Wochen, als wir uns in den Cafés trafen, um einander zu genießen vor aller Augen, die uns nicht störten, weil wir es genossen, so unser Glück zu präsentieren mit jedem Kuss, wie sich die Jäger ihre Trophäen in den Flur hängen, aller Lächerlichkeit zum Trotz.

Unterscheidet sich die Lust, die Innen beginnt von der, die außen wächst, oder ist das letztlich egal, weil es weniger um den Ort als die Stimmung dabei geht?

Wo wir uns schon Innen verabreden, in unsere Räume laden, sich zu sehen, ist die Begegnung allein uns näher, es wird persönlicher - die Einladung zueinander ist verbindlicher und entsprechend begegnen wir uns anders dort. Vertrauter einerseits, weil es Teil unserer eigenen Welt ist, andererseits auch vorsichtiger, weil, was hier berührt schnell sehr nah ist und so scheint als wandle sich beim Blick aus den Clubs und Bars nach Innen auch die Art der Sexualität, die dort genossen wird.

Zwischen Büchern, inmitten meiner kleinen Bibliothek liebt es sich anders als im Park oder Café, es rührt die Behausung uns, wo wir uns hin zurückziehen und eben auch für uns sind und so wird die mit anderen im Herbst geteilte Behausung mehr zu einer Heimat uns, in der wir uns zwar vielleicht noch schneller, da unbeobachtet, der Lust hingeben können und sie doch zugleich viel näher an uns heran lassen, warum was schneller ginge, oft länger braucht als die Leidenschaft draußen im Meer der anderen zu finden.

Spannender ist jetzt der Weg durch die stilleren Straßen, nicht nur weil die Vögel langsam verschwinden gen Süden zu überwintern, vielmehr, weil die Fenster geschlosssen wieder aber dafür früher erleuchtet den warmen Schein des inneren Lebens nach außen tragen, die innere Welt auf den zweiten Blick sichtbar machen, die sich draußen nicht mehr mit nur einem Hauch von nichts verkleidet zeigt, sondern längst in Tweed gehüllt lieber, nur im geschützten Raum offenbart, was in ihr steckt.

Der große Berliner Fontane, denn das war er dann doch den größeren Teil seines Lebens, der ein Wanderer durch die Schönheiten der Mark war, reiste auch nach und durch Schottland und schrieb darüber so zärtlich liebevoll wie über seine Wanderungen durch die Berlin immer noch fast unverändert umgebende Mark auch ohne Kaiser heute in ihrer Mittte. Diese Berichte aus Schottland nannte er Jenseits des Tweed - damit haben wir vielleicht die Stimmung dieser inneren herbstlichen Lust wunderbarer beschrieben, als es je gelang. Verneige mich also vor dem großen Hugenotten Theodor Fontane, der mit feiner Ruhe und womöglich einem leicht ironischen Lächeln von Jenseits des Tweed schrieb und damit die Erotik des Herbstes bildlich machte.

Jener dick gewebte etwas grobe Stoff, ist, wo er zarte oder auch üppige Formen verhüllt eine raue Schale von wärmender Kraft und die Spannung der inneren herbstlichen Erotik, die uns den Rückzug zum Tee mehr lieben läßt als die sommerlichen Mojitos im gerade noch gefundenen Schatten, wird nirgendwo so sichtbar wie, wenn wir uns vorstellen zarte Strümpfe schauen unter rauhem Tweed hervor, zeigen vielleicht ein wenig Lust an der Spitze aber sind doch auch korrekt und sehr englisch verdeckend, was der Sommer lächelnd offenbarte und so die rauhe Schale über dem verborgenen Zauber.

Die Lust in den noch warmen Wohnungen, bei Licht zum Tee oder was auch immer, ist wie dieser Gegensatz von Twee auf zarten Strümpfen mit einem Hauch von Spitze, der die noch weit verborgernere Spitze zart andeutet und so auf ganz andere Art, eben innerlich herbstlich, tief blicken lässt und eine neue Sinnlichkeit im verborgenen sich entfalten lässt und die Schönheit unter dem Tweed würdigen lässt, die sich vom rauhen Zwirn abhebt.

Ob wir uns im Herbst auch entsprechend des Bildes zwischen Tweed und Spitze, also der Lust jenseits des Tweed, mit dem Gruß an Fontane immer noch, lieben, könnte der Schlüssel zum Verständnis des Aktes im Inneren sein, der nicht nur eine Tür zur Wohnung öffnet sondern nach der Lust schon gerne eine Decke teilt, was den nur Akt der Lust zu einer fast Ehe macht, mit der eben geteilten Decke danach, weil wir der Wärme bedürfen.

So geht die Lust jenseits des Tweed, die am liebsten wohl unter diesen wandert, auch tief in diesen und spiegelt schon im Vollzug mehr wieder, dass auch schon das Zusammenschlafen ein Akt ist, der sich ein Heim bauen will, um eines zu haben und sich einerseits von diesem lösen zu können, als der rauhen Schale und andererseits auch voller Lust an dem Zusammenspiel der herbstlichen Verkleidung mit dem je Wesen zu erfreuen. Es ist auf eine feine Fahrt noch viel schöner, sich im Herbst jenseits des Tweed zu wollen, als sich nur in der Sommerhitze zu haben und so wird die Sehnsucht nach Innen eben auch zu der, in der die Welt des Tweed mehr beheimatet ist als in der erschöpften Sommerhitze - vielleicht wird der Sex im Herbst darum belebender als der im Sommer erschöpft.
jt 25.9.1

Oberobama

Nun hat sich Obama doch noch
Die internationale Legitimation
Für seinen neuen Krieg gegen
Den Terror vom Sicherheitsrat
Der UN geholt vor der er auch
Noch nebenbei den guten
Klimaprediger gab denn wenn
Der Commander schon mal in
New York weilt wird gleich in
Serie gutes getan wie der nun
Segen dafür unter seiner Führung
Das Netzwerk des Todes zu
Zerstören was ja auch dringend
Nötig ist und effektiv mit den
Amerikanischen Bombern dort
Geschieht die die mittelalterlichen
Krieger mit ihrem Fundi Islam
Ins reale Mittelalter bomben
Wie die dort leider noch leben
Sind ja nur noch wenige nach
Jahren von Bürgerkrieg und Terror
Der auf amerikanische Kriege
Dort umgehend folgte und der
Nächste Bürgerkrieg steht bereit
Nach diesem Sieg des Terrors
Amerikanischer Bomben denn
Eine Perspektive fehlt noch immer
Der Friedensnobelpreisträger wird
Immer mehr zum Bush im Krieg
Der Verrat der Bürgerrechte geht
Einfach weiter die Demokratie wird
Nur zur Sicherheit weiter vertröstet
Wie der Klimagipfel mit Bekenntnissen
Ohne Folgen oder eine Wende
Das einzig gute daran ist wenn wir
So weiter machen wird das Klima
Eigene Wege gehen und auch die
UN in New York dürfte nasse Füße
Bald bekommen dann saufen wir
Eben ab und das ist gut so zumindest
Besser als weiter machen wie zuletzt
Der Oberobama bekommt die Quittung
Nicht mehr als Präsident aber auch
Seine Kinder werden darin leben müssen
Was wir kaum eine Zukunft nennen
Vielleicht hält endlich mal einer den
Wahnsinn an statt sich immer weiter
Aus offenen Fenstern in den Krieg
Zu lehnen der vom Rechner geführt
Alle lächerlichen Klimabemühungen
Um Jahre zurückwirft für etwas ohne
Plan oder Ziel bisher oder überhaupt
Lassen wir doch die Idioten dort ihr
Kalifat errichten wenn wir etwas tun
Können oder sollten ist es denen
Die dort nicht leben können oder
Wollen unsere Länder zu öffnen
Auch die USA die dafür gesorgt
Seit über zehn Jahren sollten nun
Flüchlinge aufnehmen und sich Dort zurückziehen denn es führt
Kein Krieg zum Frieden
jt  25.9.14

Mittwoch, 24. September 2014

Pannenverteidigung

Die Bundeswehr seht bereit
Kostet den Staat Milliarden
Und wenn es darauf ankommt
Zeigt sich sie ist nur noch
Bedingt verteidigungsbereit
Bleibt am Boden wenn es
Darauf ankommt weil ihre
Flugzeuge kaputt wie die
Gelieferten Güter mangelhaft
So scheint die nur theoretisch
Geübte Arme fit nur noch in
Der Deichverteidigung jener
Aufgabe die auch gut das THW
Übernehmen könnte dieser
Für die Helfer im Kampf gegen
IS peinliche Rückschlag ist
Die Quittung für trotziges Sparen
Möglicherweise auch wirklich
Zuwenig Geld für die Armee
Die sich nun gar nicht mehr
Lautstark beschweren muss
Zu arm zu sein denn die Praxis
Beweist ja täglich das Gegenteil
Es fragt sich nur wo die Milliarden
Bleiben und nun statt für Uschis
Einsatztruppe wieder locker
Noch mehr Milliarden mal eben
Durchzuwinken sollte endlich
Darüber nachgedacht werden
Die Verteidigung weg von der
Nation auf internationale Ebene
Zu heben um die Kosten besser
Zu verteilen eine Tobin Steuer
Dafür international zu nutzen
Wir müssen nun entweder viel
Geld in die Hand nehmen um
Diese Gurkentruppe fit zu machen
Oder sie uns besser sparen
Eine internationale Initiative
Brächte mehr als jeder Cent
In eine überflüssige Organisation
Kein Staat braucht eine Armee
Wenn die Kontrolle des Friedens
International würde sich also das
Gewaltmonopol endlich von der
Nationalen Ebene auf die internationale
Verschiebt und so gesehen ist die
Blamage der Gurkentruppe sehr gut
Sie könnte ein Umdenken anregen
Die Bundeswehr hat ausgedient
jt 24.9.14

Emmanism

HeForShe ist das Motto der Kampagne, für die sich die über Harry Potter bekannt gewordene Emma Watson als UN Botschafterin für Frauenrechte einsetzt. Es ist ein charmanter Aufruf zum Feminismus der liebevollen Art mit dem sie die Chauvis um den Finger wickelt und die übrigen zu mehr miteinander verführt.

Finde nicht nur Emma Watson toll, auch wenn mich ihre Filme nicht sonderlich interessieren, sondern ihre sehr englische Art, sich amerikanisch zu engagieren und die eigene Bekanntheit in den Dienst einer guten Sache zu stellen und dies noch dazu mit einem Lachen zu beginnen, mit dem sie die islamischen Fundamentalisten in der Türkei verspottete, die den Frauen das Lachen verbieten wollten, finde auch gerade HeForShe gut und selbstverständlich - ich liebe die Frauen, natürlich werde ich mich gerne für sie und ihre logisch gleichberechtigte Position einsetzen, warum auch nicht?

Stehe in keiner Konkurrenz mit Frauen, weil ich schreibe, was ich will und mich von keiner abhängig mache und jedem wünsche, so leben zu können, weil es um nichts anderes gehen kann. Glücklich sein, wenn möglich miteinander, sonst eben nebenbeinander und gönnen können, macht dies leichter und ich hoffe sehr die längst erwachsene Emma Watson hat auch einen oder eine mit denen sie gerne teilt und genießt, was Leben schön macht - wer sich da um Rang sorgt oder Vorherrschaft, hat nicht begriffen, um was es geht zwischen Mann und Frau und wie schön wir es miteinader haben können.

Sehe ich die neue UN Botschafterin für die Rechte der Frauen lachen, freue ich mich und sage, gerne bin ich dein Diener dabei, verneige mich vor ihr und diesem zauberhaften Charme mit dem sie zugleich sexy und selbstbewusst, alle Männer die auf dieser Welt Frauenrechte infrage stellen, verspottet - erscheint mir die junge Engländerin in New York ein wenig wie eine Walzerstimmung und lässt mich lächeln - 1, 2, 3 …. das Leben kann so schön sein, wenn wir uns würdigen und liebevoll behandeln.

Nachdem mich die Mutter meiner Tochter auf sehr unschöne Art verließ, mich mit Prozessen überzog, die das Leben so hässlich machen können, kamen mir schon Zweifel, ob diese Liebe zu den Frauen begründet ist und die Herren aus den Männergruppen, in denen sich so einige geprügelte Knaben sammelten, rieten mir schon lange, vertraue keiner Frau und sie seien alle gleich. Letzteres bezweifle ich sowohl der Natur wie dem Anschein nach, im Gegenteil sie sind alle völlig verschieden, jede für sich ist anders und ein neues Wunder entdeckt zu werden - sie riechen und schmecken nicht nur alle verschieden, sie sind es auch, genau wie wir Männer und ich mochte Schablonen noch nie, was sollte ich also gegen meine Gefühle anreden.

Finde diese Aktion toll für die Emma Watson ihr schönes Gesicht und ihren scheinbar klugen Kopf hergibt und es ist mir eine Ehre und Freude für Frauen zu sein, wenn ich es denn darf und von Emma so nett dazu aufgefordert werde - genau wie ich, als Freund Goethes und Thomas Manns, eben noch uraltmodisch bin, gerne einer Dame die Tür aufhalte, ihr die Hand küsse, eben tue, was einem Gentleman selbstverständlich ist, so ist es für mich völlig normal mich ihrem Wunsch gemäß ritterlich für sie einzusetzen und ihren Weg zu fördern, wie ich nur kann, denn Frauen gut tun, hat selten schlechte Folgen, während das Gegenteil dich jahrelang verfolgen kann, warum ich ja dumm wäre, wenn ich dies nicht unterstützte um den schönen Zauber der Gegenwart einfach zu genießen, denn dafür ist der Zauber ja da.

Wer konkurrent mit Frauen denkt und sich fürchtet, sie würden ihm Freiheit nehmen oder sein Leben einschränken, schaut auf das Problem, um daran zu leiden - das mag tun, wem es gefällt - ich bevorzuge es, zu genießen, mich an ihnen zu freuen, so bescheuert sie sich auch manchmal benehmen, lieber zu verzeihen, als nachzutragen, es macht mein Leben schöner, warum ich diese Männerrunden bald wieder verlassen habe, die mehr mit Rache, Ungerechtigkeit und Frust beschäftigt sind, aus sicher guten Gründen und lieber wieder mehr Frauen traf, die ich eben liebe, manche mehr, andere weniger, einige näher, andere ferner und ehrlich gesagt, es hat mich wesentlich glücklicher gemacht und ich kann es nur empfehlen, auch wenn ich es nicht logisch begründen kann.

Auch darum bin ich nun gerne ein Anhänger des Emmanism - auch die Geschichte mit der Mutter meiner Tochter, die nun friedlich endete, nachdem ich jeden Widerstand aufgab und sie siegen ließ, was sie für einen notwendigen Sieg hielt, um mich mit der Zeit wieder zu einigen und zu vertragen, gemeinsam den besten Weg für unsere Tochter zu finden - denn mit den Kindern ist das so eine Sache - hast du welche, kannst du dir sicher sein, du hast sie ein Leben lang und solltest dir sicher sein, diese Verantwortung auch ein Leben lang mit Liebe zu teilen. Da kannst du dich über den ärgern, mit dem du Kinder hast und es dann ein Leben lang immer wieder tun, oder es lassen und einfach das mögliche genießen, es ändert sich ohnehin nichts, die Kinder sind da und es kann nur darum gehen, gemeinsam voran zu kommen.

Im Sinne des Emmanism  gönne ich ihr den Sieg, auch wenn er über mich ging und denke mir, wir müssen ja miteinander klar kommen und mit Liebe zum Kind und Zeit erreichst du dabei viel mehr als mit unerfreulichen Kämpfen, denn an Kindern hat keiner Rechte, auch wenn es so gesprochen wird, ist jedes dieser Urteile immer nur Ausdruck des Versagens der Beteiligten - ich habe gewonnen, fühle mich wie ein Sieger, ohne dass ich jemanden besiegen musste, sondern indem ich nichts tat und die Zeit siegen ließ - nun hat sie mich schon wieder mal zum Essen eingeladen - und sie kochte immer gut - mit mir schön Wein getrunken, es ist total entspannt, meist zumindest und der Tochter geht es sehr gut damit.

So verstehe ich auch den Emmanism für den ich sehr bin, weil er der Welt gut tut, sie netter macht und Frauen sind nicht undankbar, wenn Männer sich nett zeigen, es dauert zwar etwas und sie müssen vermutlich alle erstmal oft genug auf Arschlöcher hereinfallen, um danach genießen zu können, dass es auch anders geht - aber welch dummen Rockschößen bin ich nicht auch schon hinterhergelaufen, die auf trainierte Brüste mehr stehen als auf flexiblen Geist oder denen der Arsch eines Mannes wichtiger ist, als ob er einer ist. Aber zum Glück sind wir ja gelassen und lernfähig geworden und ich freue mich an jedem Einverständnis und denke nicht über den Preis nach - muss mich nicht durchsetzen oder nach oben kämpfen, wie viele Generationen vor mir.

Kannte diesen aus meiner Kindheit noch programmierten Schalter, du bist ein Mann, du willst mal eine Familie gründen, eine Frau und Kinder haben, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und noch vieles männliches mehr. Kind ist gezeugt, Baum gepflanzt, für Momente schon Frauen glücklich gemacht, sind mir Häuser inzwischen egal und merke ich, raus aus der Rolle und den Mustern ist die große Freiheit und so lerne ich gönnen - ihr ihre Karriere und ihren Erfolg und ihr Geld und für den Rest sorgt die Liebe irgendwann von alleine - einfach mal umdrehen die Dinge, weil ich nicht toll sein muss, um ihr etwas zu beweisen, sondern weil ich geliebt werden will, weil ich einfach bin, ohne mehr zu erwarten und genieße, was ist, macht mich frei und glücklich und es mögen die Frauen herrschen und Firmen führen, Erfinderinnen und Chefärztinnen sein, erfolgreich und geachtet, ich beschreibe und bewundere das gerne, denn glücklich wäre ich schon mit immer weniger und liebe die Frauen einfach.

Das diese wunderbare Emma nun von Trollen angegriffen wurde, die drohten Nacktfotos oder anderes von ihr zu offenbaren, was sie als Hure zeigte, war wieder von nicht zu übertreffender Lächerlichkeit und von Typen ausgedacht, die meinten, sie müssten noch mit Frauen wie Emma kämpfen, statt zu genießen, dass es sie gibt. Was für ein Unsinn.

Kenne genug Huren inzwischen um sicher zu sagen, sie machen es auch nicht anders als jede andere Frau, die von Leidenschaft gepackt, mit Spaß dabei ist und zu genießen weiß, mit dem Unterschied vielleicht, dass die Huren selten dabei genießen sondern dies nur vorspielen, warum der Sex mit ihnen nur für die lohnend ist, die sich lieber täuschen lassen als genießen, aber das ist wohl auch so ein weites Feld, um das es gerade nicht geht.

Wenn es also Bilder geben sollte, in denen sich Frau Watson ihrer Lust hingibt, dann freue ich mich für die tolle Emma und gönne ihr das und hoffe, sie bereut nichts. Solange sie mir diese nicht persönlich schickt, was sie mir bisher nicht angekündigt hat, gehen mich diese sowenig an wie der Sex meiner Nachbarn im Hof, die weder Fenster noch Vorhang schließen, ich werde nur durch Nachrichten oder das Echo im Hof gezwungen, daran teilzuhaben - darum schreibe ich darüber, auch wenn der Troll, der nichts hatte sondern sich nur aufblies, wie jetzt behauptet wird, um seine Seite bekannt zu machen, ein irgendwie armer Knilch ist.

Wie sollte sich eine Frau für Frauenrechte einsetzen, die nicht auch die Freuden der Liebe kennt, frage ich mich und denke, gut so, wenn es so ist und gut, dass sich diese lächerliche Aktfoto oder Pornobildchen Geschichte nun erledigt hat und denke wir sollten da alle mal etwas entspannter werden. Wer Leuten beim Sex zuschauen will, soll das tun, wenn es ihm Spaß macht, nur bitte nicht stören und es für sich behalten, egal wer - ich erzähle ja auch nicht, mit wem ich schon wann und wo im Bett war oder auf der Bank und wen ich dabei beobachtet habe, weil es ganz altmodisch dem Benehmen eines Gentleman entschieden widerspricht.

So  brauchen wir wenig neue Rezepte, um miteinander klarzukommen, könnten es aber um so mehr genießen, wenn wir aufhörten, etwas vom anderen zu erwarten und dafür um so lieber gönnen können - wunderbar, ich bin sehr für HeForShe - mögen die Frauen noch viel erfolgreicher sein, Karriere machen und stark werden im System, weil sie es sind - dann wird sich auch nichts ändern, aber die Jahrtausende Helden, Antreiber und Kämpfer können mal ganz gelassen einen Gang runter schalten, Feminismus ist eine tolle Sache für ein besseres Leben, finde ich und ich war schon immer für Frauenbewegung, macht das Leben gelassen schöner.
jt 24.9.1

Geschwisterliebe

Sigmund und Sieglinde in Gedanken
Nähe und Ferne beim Überschreiten
Der Tabus macht die Welt manchmal
Anders als sie uns schien denn was
Ist noch logisch und richtig nur weil
Wir es gewohnt sind aus alten Riten
Ändert sich doch die Welt real weil
Manches einfach überholt scheint
Wird es Zeit neu nachzudenken
Wenn Urteile glückliche Familien
Einfach zerreißen die keine sein
Mehr sollen weil sie Geschwister
Eben sind und doch sich lieben
Als würden Gesetze je etwas an
Gefühlen ändern können welch
Illusion aus Unkenntnis höchstens
So sah es wohl auch der Ethikrat
Riet zur teilweisen Aufhebung
Des Verbots aus alter Zeit
Geprägt von Religion wie dem
Immer noch Aberglaube nur im
Kern ein wenig genetische eben
Wirklichkeit die ein Risiko wohl
Ausspricht für gewisse Defizite
Aber dem kann heute leicht wohl
Vorgebeugt werden wo nötig
Die geinge Neukombination wie
Sie in Adelsgeschlechtern üblich
War zu lange Zeit hat deren
Dominanz genetisch alleine
Erledigt wozu es verbieten
Wer etwas verbieten will
Sollte sich rechtfertigen müssen
Damit wieder mehr erkennen
Natürlich sind wir frei und nur
Der Staat nimmt uns gefangen
Legt uns Regeln auf die wir im
Aberglauben befolgen sie dienten
Unserer Sicherheit auch wenn sie
Nichts weniger tun nur dazu dienen
Uns wilkürlich zu gängelnd wie zu
Kontrolieren nach freier Wahl
Jenseits aller Kontrolle soweit
Die Geheimhaltung Gründe hat
Für die wiederum die Sicherheit reicht
Ob es wohl jemand merkt wie sich
Ein System verselbständigt hat
Gut wenn es einige merken und
Zumindest ein Verbot aufheben
Wollen das aus einer andren Zeit
Noch stammt als es Götter gab
Auch Geschwisterliebe ist Liebe
Wer sie regeln will hat nichts
Von der Liebe begriffen noch
Was ein Staat sein kann je
jt 24.9.14

Sex in Berlin VIII

Die Stadt der Liebe war Paris zu lange schon, längst staubig geworden hinter polierten nur noch Fassaden, glänzt es als von Touristen gern besuchtes historisches Artefakt vor sich hin und hat die Liebe verloren, ist nur noch Museum seiner selbst, wie es in Deutschland im klein spießig romantischen Format Heidelberg ist mit seiner nur historisch noch aufregend berühmten Existenz in der sich mehr Japaner auf die Füße treten, als Liebespaare noch im Schlosspark oder auf der Alten Brücke küssen und die Verhängung der neunten Brücke zu Paris mit Vorhängeschlössern bis sie bricht hat auch eher historischen denn realen Hintergrund - die Romantik ist Geschichte, sie ist ein wenig verstaubt, auch wenn in Paris es in den 20ern noch Henry Miller und Anais Nin  so wild trieben wie Picasso malte und Herr Berggruen handelte oder nach dem Krieg die amerikanischen GIs die Hauptstadt der deutschen Romantik besetzten und darum mit seinen Ruinen am Neckar verschonte - es ist nur noch eine nette Anekdote wie einst der Werther und sein blauer Frack zur gelben Weste.

Ob wir darum sachlicher lieben, weiß ich nicht zu beurteilen aber die Leidenschaft wird relativ wohl temperiert genossen, um sich nicht zu verausgaben für wer weiß was noch kommt, denn wer weiß, wann wo das nächste Date wartet. Die Großstädter sind selten hingebungsvoll, sie lieben ein wenig, spielen mal Leidenschaft, knutschen ein wenig und dann ist auch gut. Wenn es hält, geht es darum zu funktionieren miteinander, woran viel schönes schon im Ansatz scheitert. Es fehlt die Romantik, die zu kitschig ist und vor allem nicht cool, Gefahr läuft sich zu blamieren oder noch viel schlimmer, sich fremd zu schämen, der Horror jedes hippen Großstädters im seicht wohltemperierten Rausch der Gefühle, der möglichst leidenschaftslos genossen wird, um zu zeigen, wie erfahren wir sind und vor allem aber, um uns nicht stören zu lassen, von zu tiefen Gefühlen, die uns ungefragt ergreifen könnten, wo wir uns ganz hingeben.

Es ist diese lauwarme Liebe, die ganz von sich überzeugt ist, auch wenn sie eigentlich eher nichts Richtiges ist und mehr Angst hat nicht cool genug zu sein, als Bedürfnis aus vollem Herzen zu lieben, die munter durch die Betten der Hauptstadt plätschert. Für Leidenschaft besichtigen wir die fremdländischen Artefakte, die noch Ehrenmorde kennen oder die Rocker in ihren Buden am Rande der Stadt, bis wir auch diese völlig verbieten, damit die ganze Stadt so lauwarm dahinfließt - nur nicht zuviel Leidenschaft, keine Ausbrüche - die Weltstädter sind cool, heulen nur in der Ecke und geben sich einen Moment betroffen, statt umeinander zu kämpfen, lassen sie sich lieber von den nächsten über die vorigen trösten.

Die Stadt ist groß, die Schönen begegnen uns in den Clubs und Bars zu nahezu jeder Zeit - manche eher am Morgen andere durch die Nacht mit den Hüften wackelnd, Brust raus, Nase hoch, Bauch rein - so flach wie die Bäuche der im Studio trainierten Damen mit den gelegentlich aufgeblasenen Brüsten sind oft die Geister auch ihrer Begleiter und sie verstehen sich gut untereinander.

Denke an die alten Filme mit Tom Waits, wo sie ihm noch die Plattensammlung auf die Straße hinterherwirft und sie wirklich aneinander leiden und überlege, wann ich zum letzten mal solche Szenen erlebt habe - erinnere mich an jene ach so eifersüchtige Liebste, die sich auch öffentlich peinlich benahm, mir auch nahezu die Plattensammlung vor die Füße geworfen hätte, wenn ich noch Schallplatten häte - und da fällt mir ein, bei welcher Ex die wohl alle noch rumstehen - ist ja auch egal eigentlich - habe ja gar keinen Schallplattenspieler mehr - es ist mir egal, was mit den einst geliebten Platten ist, was aus ihnen wird, sind halt irgendwo geblieben, aller Besitz fesselt nur und wir sind ja lieber frei und gelassen.

Nur was blieb von der Liebe in diesen wohltemperierten, cool mit Spermüll designten Leben?

Nichts, nahezu nichts, jedenfalls wenig mit Leidenschaft, denn was leidenschaftlich wird, ist ja gefährlich, davon halten wir Abstand und wechseln lieber schnell die wohltemperierten Lieben über die wir genüßlich plaudern und ungerührt von Liebeskummer erzählen wie von Zahnschmerzen oder Regelbeschwerden, die uns im Wesen weder tangieren noch erschüttern - der Gedanke von Romeo und Julia, der Inbegriff der romantischen Liebe, die füreinander in den Tod gingen, sich das Leben nahmen aus Verzweiflung wie noch ein Werther sind keine Helden der Moderne - sie sind irgendwie gestört, haben ein zu hohes narzisstisches Selbstbild oder wie immer wir nun die übermäßige Liebe normiert benamen.

Scheiße - will ich in die Nacht rufen, was ist aus der Liebe geworden in der Zeit und in dieser großen Stadt, wo krank ist, wer für sie sterben will, ein lächerlicher Clown und kein Held des Gefühls mehr. Wir lieben sachlich in Berlin, zweckbestimmt, und wie wir tagsüber unsere Tastaturen streicheln, so zum immer größeren Heer der kreativ textverartbeitenden Narren am Rechner gehörend, so streicheln wir des Nachts ein wenig die oder den Geliebten - sachlich wird die Pflicht erledigt und geübt gestöhnt, damit es auch alles richtig ist und so aussieht wie in den Pornos im Netz von denen wir lernten, wie es beim Sex auszusehen hat.

Wir coolen Großstädter, die wir die spießige Landbevölkerung verspotten, die noch in Musicals geht, um sich dort die mit immer gleichen Mustern widergekäute Musik vordudeln zu lassen und zu glauben, dieser Müll sei Kultur und dabei herzlich heulen, als ginge es um etwas - wir haben keine Leidenschaft mehr, es gibt nichts mehr wofür wir sterben würden oder unsere biologisch-dynamisch fitt gehaltenen Körper in Gefahr brächten zumeist - manche hier rauchen zumindest noch, der langsame Freitod wird hier noch etwas mehr gepflegt als anderswo aber auch mehr und mehr Light und sehr dezent vor der Tür.

Habe Rauchen nie vertragen, aber wer verträgt schon das Leben, wenn es echt wird, bisher sind noch alle daran gestorben irgendwann und wenigstens haben wir die diese leidenschaftslose Welt noch ein wenig in Glut aufgehen lassen noch ab und zu das Gefühl einer Ahnung, was es heißt für etwas sterben zu wollen - besonders am Morgen danach. Womit wir feststellen können in Berlin bleibt von den Zigaretten mehr in uns als wir die meisten Lieben je ranlassen. Wenn wir einmal die Nerven verlieren und ausrasten, nicht mehr cool sind, sondern dem anderen am liebsten eine reinschlügen oder uns umbrächten für unsere Dummheit - werden wir uns nichts davon anmerken lassen, wollen wir keine Anzeige riskieren oder gar Gefahr laufen in Therapie geschickt zu werden und es gibt für all solche sozialen Abweichungen wie Menschen, die zu sehr lieben, so dass sie Gefahr laufen sich umbringen zu wollen, heute Medikamente, die uns wieder wohltemperiert halten, damit wir systemimmanent funktionieren, kreditwürdig sind und unser persönliches AAA Level bekommen, als wären wir mit reichem Erbe versehene Beamte des Lebens.

Darum rauche ich, damit ich inmitten der Lieblosigkeit der halben lauwarmen Lieben noch ein wenig den Tod spüre und auf Leben und Tod die Leidenschaft lebe, die keiner im Leben wagt, weil sie nicht funktioniert. Klar wir sind im Sex auch mal etwas exzessiv, so wie es uns schlechte oder auch seltener gute Bücher beschreiben, ist ja alles ok, jeder nach seiner Fasson, nehmen uns von allen Seiten und vergessen es wieder danach, damit es spurlos bleibt wie der Sex, den wir abspülen mit der nächsten Dusche.

Nun werden nahezu alle Großstädter widersprechen, natürlich würde hier noch geliebt und das sei eben mein Pech, wenn ich das nicht erlebte und ich sage euch, ihr habt keine Ahnung, wovon ihr redet, was aber auch das weitere Gespräch müßig machte, wenn ich nicht glaube, dass sie mich verstehen könnten oder so lieben würden, dass sie dafür alles täten, warum sollte ich ihnen dann überhaupt von diesem abstrusen Bedürfnis der tödlichen Leidenschaft erzählen. Im Ergebnis halten sie mich für verrückt oder sich - da die Mehrheit sicher nicht die Neigung hat sich im Gegensatz zu einem kleinen efolglosen Dichter für verrückt zu erklären, bleibt die lauwarme Liebe herrschend und wir tun so, als sei unser Sex leidenschaftlich, dabei gleicht es eher der Orgasmusmaschinenpflichterfüllung - wie am Testbogen - zusammen gekommen, gut, erledigt.

Berlin ist geil und redet gern vom Sex, der nahezu überall präsent scheint. Aber real ist Berlin wie alle Metropolen eher cool als leidenschaftlich, da bleibt wenig nach der Erledigung des Sex Pflichtprogramms, was eher an eine Form des Fitnessstudios erinnert - es passiert noch mehr als in Paris, das so mit cool bleiben beschäftigt ist in alter französischer Form, aber es fehlt alles, was ich einmal Leidenschaft nannte, als ich noch in diesem spießigen Uni Städtchen Heidelberg studierte und überlegte, ob ich mich von der Schlossmauer oder lieber von der Brücke stürzen solle in meiner Verzweiflung über das mit der Liebe verlorene Leben und aller Hoffnung, die den trüben Neckar hinunter schwamm.

Sterben ist heute was im Krankenhaus am besten sauber erledigt wird und gerade frage ich mich, ob diejenigen, die es mit Drogen probieren, der Leidenschaft noch näher sind, aber weiß doch, es hat nichts damit zu tun - es ist ihr verrücktes und wildes Leben so unecht wie dasjenige, der ADS Kinder die ruhig gestellt wurden, weil sie zu begabt für die normalen Schulen sind und Anpassung nicht ihre größte Begabung ist, normal ist - es ist keine Leidenschaft, so wenig wie die angetrunkene derer, die manchmal auf der Mitte meines Platzes noch laut und peinlich werden, was zumindest nach Leidenschaft aussieht, auch wenn es sich dabei typischerweise nur um mit Alkohol frisierte Normalität handelt, die sie eine Rolle spielen lässt, als gäbe es noch Leidenschaft.

Was bleibt da zu tun, fragt sich der Teilnehmer der um sich greifenden Coolness, der befürchten müsste, im Falle echter Leidenschaft des Stalking verdächtig angezeigt zu werden?

Nichts vermutlich, wir leben einfach mit den Umständen machen alles eben so cool wie möglich und die gestorbene Leidenschaft betrauern wir auch nur formell, was haben wir uns auch früher für Dinge der Liebe verrückt gemacht und heute, wo die Sprache und die Worte Vorrang vor jeder Frau haben, zumindest meist, da lebt es sich gelassen so ohne die große Leidenschaft und vielleicht ist diese Gelasenheit in Kenntnis der Leidenschaft, die oft und immer wieder über das selbstgewählte Ende aus Leidenschaft nachdachte, der Schlüssel zum Glück - lauwarm baden in der Liebe kann sehr schön sein, aber irgendwie werde ich in dieser verfluchten Stadt das Gefühl nicht los, dass sich alle nur lauwarm lieben, weil sie nichts anderes mehr kennen und wagen schon gar nicht und ehrlich gesagt, es ödet mich immer mehr an und fast schon sehne ich mich nach den eifersüchtigen Verrückten, die mich beschimpften für nix oder meine Rechner dursuchten und ähnlich emotional unmögliche Dinge taten, die nur aus einem Ausbruch an Gefühl verständlich sind.

Es liebt keiner mehr mit voller Flamme, denn wir Jünger von Tinder und Finya, wir wissen ja, wenn die oder der es nicht ist, taucht bald der oder die nächste auf und irgendwie ist es ja auch egal, geht ja alles vorbei, nur die Sehnsucht bleibt.
jt 24.9.14

Dienstag, 23. September 2014

Raptorpremiere

Das modernste Kampfflugzeug hat
Gegen die Steinzeitkrieger von ISIS
Nun seine Premiere geflogen wobei
Noch unklar ist wie unsichtbar F22
Für die Krieger mit Fernglas blieb
Die vielleicht noch abschießen was
Dem Radar unsichtbar bleibt weil sie
In den Himmel schauen statt auf
Bildschirme die uns leiten und lenken
Wie unsere Drohnen die sauber töten
Gesteuert mit sicherem Abstand ohne
Gefahr für unser wertvolles Leben
So fliegt über dem Irak und Syrien
Nun die Antwort der USA noch aus
Dem Kalten Krieg gegen die Aufrüstung
Der UDSSR die es nicht mehr gibt
Nur diese teuren Flieger kommen nun
Gemeinsam zum Einsatz auch wenn es
Paradox wirkt wie die Supermacht mit
Krieg der Sterne Technik gegen die
Wüstensohne in ihren Geländewagen
Die Backen aufbläst aber scheinbar
Hält die Welt es gerade für nötig
Wie zielführend so zu kämpfen
Ob Tarnkappenbomber je zum Ziel
Frieden führen oder nur eine tolle
Variante sind den Krieg zu verlängern
Ist eine Frage die keiner stellt wenn es
Wie jetzt so klar gegen das Böse geht
Mit neuester Technik zum effektiven
Töten fragt sich nur warum nicht
Wohin es führt wissen wir ja nun
Wenn Amerikaner Bomben werfen
Wieder eine Premiere die sicher
Nicht jubeln lässt auch wenn
Die IS Krieger keine Sympathie
Haben dieser Kampf wird noch
Mehr Menschen töten und die übrig
Bleiben werden Rache schwören
Ist was dort geschieht alternativlos
Oder wird es Zeit für endlich eine
Wende zum Frieden schaffen
Ohne Waffen haben wir alle
Vergessen was Frieden heißt
jt 23.9.14

Alte Liebe

Alte Liebe rostet nicht
Schreiben just die Gazetten
Über die Effenbergs die sich
Nach gescheiterter Ehe im Urlaub
Wohl wieder fanden wie BILD
Den andächtig lesenden verriet
Ein kleines Herbstmärchen
Oder nur Promiklatsch kaum
Das Papier wert auf das er
Einst gedruckt fragt sich der
Damit berieselte am Privatleben
Anderer eher desinteresierte
Leser und denkt dabei daran
Wie er sich als seine Ex noch
Im Container ihr Dasein fristete
Sich sehr solidarisch zeigte
Mit jener die wohl die Buhfrau
Vieler Zuschauer dort war
Ohne das beurteilen zu können
Oder je gesehen zu haben
Ist der Gedanke der alten Liebe
Einfach schön jetzt wo der
Herbst über das Land zieht
Wie zwei wieder finden was
Sie schon verloren glaubten
Weil irgendwas sie ja mal
Zusammen gebracht hat
Denke an meine Lieben
Wie sie alle noch in mir leben
Es schön ist sich nicht zu
Verlieren sondern etwas
Doch zu behalten über die Zeit
Oder gegen sie im Trotz
Weil Zusammenbleiben oder
Sich wiederfinden vielleicht
Schwerer ist als sich einfach
Verlieren was im Alltag leicht
Gelingt warum es gut ist
Zu achten was mit Gefühl schon
Verbunden einmal war denn
Sich geliebt zu haben sollte
Ein kostbarer Schatz bleiben
Was immer war und vielleicht
Geben wir viel zu leichtfertig
Einfach auf um der Lust am
Neuen was sich irgendwann
Auch wiederholt und relativiert
Zu frönen und so ist dies mir
Eigentlich völlig gleichgültige
Paar ein gutes Zeichen dafür
Dass es sich manchmal lohnt
Nicht einfach aufzugeben
Sondern das Gemeinsame
Zu schätzen auch wenn es
Nicht immer wieder zusammen
Gehen muss oder sollte
Ist es schön zu wissen wie
Alle Lieben noch in mir leben
Auch wenn vermutlich nichts
Bleibt ist es immer besser
Die Liebe nicht verloren zu
Haben bis alles endet und so
Ist es gut zu genießen was
War oder ist um die Liebe
Zu feiern wo sie sich zeigt
Damit wir uns einander auch
Wert bleiben wie auch immer
Wir es irgendwann leben
jt 23.9.14

Golanverwechslung

Da haben doch die die israelischen
Patrioten oder doch die Raketen
Gleichen Namens einen Syrer
Über dem Golan abgeschossen
Dabei sind die doch mittlerweile
Die Verbündeten ihrer Verbündeten
Im Kampf gegen den Terror
Müssten nicht runtergeholt werden
Oder kommt es am Ende nicht
Darauf an ob Freund oder Feind
Handelt Israel einzig weitsichtig
Traue keinem Araber und wenn
Er es wagt zu nah zu kommen
Schieße ihn ab dann ist Ruhe
Die Geschichte zeigt leider
Es war weder Ruhe noch kann
Die israelische Meinung widerlegt
Werden in der politischen Praxis
Wo in wechselnden Bündnissen
Immer neue Erzfeinde bekämpft
Werden um das Böse auszurotten
Aber da besteht vermutlich keine
Verwechslung mehr denn egal wer
Den Namen eines erfundenen Gottes
Über andere Menschen stellt und meint
Der Aberglaube entschiede über
Gut und Böse ist für immer im Krieg
Wie die USA und der radikale Islam
Den einen sind es Glaubensbrüder
Die anderen uns Verbündete die wir
Lieber weniger hätten weil all ihre
Versuche die Welt aufzuräumen
Nichts als Tod und Chaos stiftete
Vielleicht wäre es Zeit für kritisches
Denken und so ist der Abschuss der
Israelis nur konsequent denn was auch
Sich israelischem Territorium ungefragt
Nähert wird abgeschossen viel Zeit
Haben sie nicht wenn der Bomber
Erstmal durch ist hat er in 10min
Jerusalem erreicht und in 20 Tel Aviv
So kommt es zur Golanverwechslung
Aber so ist das eben im Krieg
Nur wer glaubt einer sei besser
Hält am Aberglauben fest
jt 23.9.14

Fitschenpatschen

Der Deutsche Oberbänker Fitschen
Sitzt Dank des toten Kirch ganz schön
In der Patsche und wird zu München
Wegen Prozeßbetrug angeklagt
Was dem Ehrenkodex mit dem die
Deutsche Bank gern wedelt nicht
Wirklich gut steht aber er hat Glück
Im Unglück und darf mit dem Richter
Verhandeln der dem Freistaat schon
Den netten Deal mit Ecclestone jüngst
Bescherte der mal eben 100 Millionen
In die Kassen des armen Bundeslandes
Spülte das noch vor Gericht darum auch
Stritt nicht mehr soviel für die Schulden
Der anderen zahlen zu müssen
Da sind wir doch alle gespannt was
Fitschen um unschuldig aus München
Wieder abzureisen in bayerische Kassen
Rieseln lässt wo Peanuts kaum genügen
Wird es eher angemessenen Ausgleich
Für den dem Toten zugefügten Schaden
Gehen zumindest für Bayern lohnt es
Da wird sich die Deutsche doch nicht
Lumpen lassen und hinter dem kleinen
Rennfahrer noch zurückstehen wollen
Alles unter 100 Millionen wäre also wohl
Ehrabschneidend und eine Null mehr
Lässt das Land lächeln mit deren zwei
Gibt es noch den König Ludwig Orden
Wie eine Freikarte für dies unsägliche
Oktoberfest als ob da noch jemand
Hinwollte aber gut so wird Fitschen
Aus der Patschen kommen und der
Horst zu mehr Geld wo schon seine
Maut ihm die Stimmung versaut
jt 23.9.14

Bombenstimmung

Die USA suchen wieder Lösungen
Im Irak und Syrien wird bombadiert
Weil sich dies Rezept so gut ja
Bewährt hat im Kampf gegen den
Terror der gerade erst beendet
Einfach kein Ende findet weil
Unklar also was das Ziel der
Neuen Bombenterrorkampagne
Sein soll die zu nichts führt als
Gewalt mit noch mehr Gewalt
Wieder zu beantworten die ewige
Spirale der gewalttätigen Idioten
Einfach weiter zu drehen bis es
Nichts mehr zu bomben gibt weil
Entweder alle Amerika anbeten
Oder endlich tot sind wo sie das
Nicht wollten irgendwo und so
Herrscht im Orient mal wieder
Bombenstimmung dank Amerika
Hoffnung gibt es keine außer
Bald bomben auch die Franzosen
Und die USA haben sich dazu ein
Bündnis gekauft was die Worte
Nicht wert ist die es nutzt bis die
Terrorfürsten aus Washington
Die Welt nicht mehr mit ihrem
Bombenterror nach Gutdünken
Überziehen und sicher diesmal
Trifft es ja die bösen Verbrecher
Die entmenschte ISIS welche
Streng muslimisch Frauen wohl
Missbrauchen was eine contra dictio
Eigentlich ist aber scheinbar ist
Kriitsches Denken oder Fragen
Nicht mehr angesagt wie bei dem
Gerücht ISIS  betriebe Klitorektomie
Was den Westen schreien ließ
Auch wenn es nie stimmte
Washington wird weiter bomben
Bis der letzte Muselmane sich gen
White House verneigt und wir hier
Klatschen Beifall da es ja gegen die
Kräfte des Bösen endlich geht
Fraglich nur wer das noch glaubt
jt 23.9.14

Sex in Berlin VII

Es wird Herbst. Am ersten Montag im Herbst ist es regnerisch und der Himmel über Berlin ist grau, es wehen Blätter über die Wege, Schauer wechseln sich mit Böen ab, manchmal kommen sie auch zugleich. Zeit des Wechsels von der Rilke noch sagte, wer kann, baut nun sein Haus oder bleibt allein.

Viele scheinbar kümmern sich nun mehr um den Hausbau im trauten Heim der Etage zwischen anderen. Wie immer, wenn das Wetter wechselt, sind die Cafés leerer als sonst, bleiben die Suchenden für sich und die wenigen, die dort noch sind, sitzen oft für sich und schauen auf ihre Gläser, wo die Zeit des Sommers nur hin verschwunden ist so plötzlich.

Es ist feucht, auch in den Häusern kriecht der Geruch der Feuchtigkeit wieder durch die Keller nach oben. Die Menschen tragen ihre Jacken hochgeschlagen, laufen schnell, würdigen sich kaum eines Blickes in ihrem Bedürfnis, ins warme, trockene zu kommen und sind doch gerade jetzt viel sehnsüchtiger, als sie es sonst waren. Nach Nähe und Wärme in der Nacht, nach Berührung und Lust, die sie gegen die kriechend kühle Feuchtigkeit erhitzt und schon sind wir mitten in der auch sprachlich schönsten Dialektik der Lust, die uns als warmes Ziel in kühler Zeit gerade scheint.

Wie gerne küsste ich nun die Liebste, wer immer es auch sein könnte, rein fakultativ und theoretisch hier gesprochen, auch wenn dies beim Thema ein wenig absurd scheint. Eng umschlungen, sich wärmend, Körper an Körper mit möglichst wenig an, im feuchten Kuss als Kontrapunkt zur Nässe draußen. Von der Lust träumen im Trockenen und relativ warmen, wenn sich erstmals die Heizungen wieder einschalten und die Luft plötzlich sehr frisch ist, macht die feuchten Träume zu einer warmen Heizung im Inneren.

Liegt es am Wetter, dass wir uns wieder dicker verpacken, der Inhalt unsichtbarer wird, dass wir uns weniger begehren und nicht aufeinanderzugehen, sondern uns, jeder für sich fern bleiben, auch wenn das Bedürfnis eigentlich das genaue Gegenteil verhieße?

Die sich haben, könnten sich nun selig bei sich finden und das Haben genießen, was sie den nur einsam Sehnsüchtigen voraus haben, doch wie selten wissen sie es zu würdigen, wie oft missachten sie, was ihr eigentlich großer Schatz ist und hegen Sehnsüchte jenseits der Gewohnheit wie ihrer Normalität, die sie darum weder würdigen noch genießen können, dabei wäre eigentlich die Liebe ein solch schönes Wunder, das es jeden Tag zu genießen gälte.

Schon im Schreiben zeigt sich, dass in der kühleren Zeit die Verbindung von Gefühl und Lust scheinbar größer ist, als im noch Sommer, wo wir uns einfach der Lust hingeben, wie sie kommt und sie genauso leicht wieder verspielen, weil ja ewig Sommer zu sein scheint und sich eins ums andere in warmen Nächten findet. Allerdings führt dieser Ausflug in die Welt der Emotionen, die nicht notwendig mit der Lust verbunden sind, weg von dem, was die Lust im Herbst ausmacht und wie es sich um das dialektische Verhältnis der zunehmenden Feuchtigkeit draußen zu der drinnen verhält.

Die körperwarme, also wohltemperierte Feuchtigkeit unserer Lust  bildet den sehnsüchtigen Gegenpol zu der kühl stürmischen Feuchtigkeit draußen. Vielleicht ist der Sturm der Leidenschaft, die uns noch im Sommer trieb bereits ein wenig verweht, sehnen wir uns mehr nach Wärme und Nähe als nach der schnellen Befriedigung beim heißen Ritt und hängen darum das mit der Nähe irgendwie immer verbundene Gefühl an die Lust, sehnen uns nach vertrauten Geliebten und danach zusammen aufzuwachen und einzuschlafen.

Es wird spannend dieses Verhältnis von innerer und äußerer Feuchtigkeit weiter über den langen Herbst bis in den Winter zu beobachten, wenn das Licht immer wenger wird. Das wenige Licht wohl auch ist es, was unsere Sehnsucht nach Innen wachsen lässt, als Abgrenzung zur dunklen Kälte draußen. So käme zur Frage der Feuchtigkeit noch die des weniger werdenden Lichtes und wie weit sich dieses auf die sexuelle Aktivität der Großstädter auswirkt - ob sich einfach in der Sonne leichter liebt oder unser Körper eigentlich autonom ist, wir immer könnten, wenn wir uns nicht unnötig von äußeren Bedingungen abhängig machten.

Die Erfahrung spricht dafür, dass wir auch im Winter die Lust genießen können und schauen wir uns die Verteilung der Geburtstage über das Jahr an, zeigt sich auch, es geht eigentlich immer und das liegt wohl nicht nur daran, dass die Zeugenden zufällig in anderen Breiten weilten. Es kommt letztlich nicht auf das Wetter an, sofern wir es je passend genießen können. Die traurigen, eher leeren Cafés um den Platz, an dem sonst eifrig geminnt und geflirtet wird, sind also weniger ein Zeichen für ein natürliches Abnehmen der möglichen sexuellen Aktivität der Natur nach, sondern nur der eben Ausdruck des Wechsels.

Immer wenn das Wetter wechselt, außer es wird ganz wunderbar warm, sind die Cafés erstmal leerer, bis sich alle an das Neue gewöhnt haben und auch von ihm nicht weiter aufhalten lassen und sich auch in der neuen Kleidung wieder wohl fühlen, schön im Herbst sind, statt noch nirgendwo ganz. Vielleicht könnte dies irgendwo sein, der Schlüssel zu Sehnsucht und Glück sein. Solange wir in der veränderten Umwelt nicht beheimatet sind, ist es wohl natürlich, sich zurückzuziehen, um sich zu positionieren, das veränderte Revier neu zu erkunden und dann wird die Lust im Herbst auf neue Art spannend, die sich durch Schichten erst die Wege zum Ziel sucht, einander mehr verkleidet begegnet und darum wohl längerer Annäherung bedarf, um sich zu entblößen im nicht mehr Sommer.

Ruhig zieht die Herbstnacht über den Berg, kein Stöhnen aus den eben nicht mehr offenen Fenstern zum Hof ist zu hören und nur der Wind bläst sich einen um die Ecken, manchmal pfeifend und dann und wann tropft es dazu im Takt und wenn wir uns daran gewöhnt haben, werden wir vermutlich auch wieder nacheinander suchen und uns von der Schönheit des Herbstes und was er unten drunter trägt überraschen lassen.
jt 23.9.14