Montag, 10. Juli 2023

Zeitweise

Zeitweise

Wir sollen die Zeit mit Weisheit
Einteilen lernt der Lehrling noch
Der Freimaurer und nutzt dafür
Als Symbol den vierundzwanzig
Zölligen Maßstab doch was heißt
Weise mit der Zeit umgehen die
Wächst wo wir sie verschwenden
Aber schrumpft wo wir sie sparen
Wer anfängt sich zu optimieren
Wie ein Konto bei der Zeitsparkasse
Eröffnet den haben bei Momo schon
Die Grauen Männer im Griff die uns
Unsere Lebenszeit voller Gier stehlen
Weil sie davon leben wollen aus den
Verdorrten Zeitblumen Zigarren machen
In denen die gute Zeit verqualmt was
Schon vor der Freimaurerei mich lehrte
Auf die Zeit zu achten und sie niemals
Einsparen zu wollen weil jede Minute
Die ich voller Lust verschwende ein
Gewinn an Lebenszeit ist während
Eingesparte Zeit einfach weg ist
Wie nie wieder zurück kommt
Sie nur tote Prozesse optimiert
Aus denen auszusteigen schon
Der größte Gewinn wäre weil wir
Plötzlich unendlich Zeit hätten
Uns nicht hetzen ließen weil
Nichts in der Welt das wert ist
Aber jede vertrödelte Minute
Voller Lust Genuss und Liebe
Ein Genuss im Leben ist

jens tuengerthal 10.7.23

Zeitsucher


"Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erforschen, sondern darin, altes mit neuen Augen zu sehen!"

"Das wahre Leben, das einzige von uns wahrhaft gelebte Leben, ist die Literatur."

"Aus dem Umstand, dass mittelmäßige Menschen oft arbeitsam sind und die intelligenten oft faul, kann nicht geschlossen werden, dass Arbeit für den Geist eine bessere Disziplin sei als Faulheit."

"Das Lesen liegt an der Schwelle des geistigen Lebens; es kann uns darin einführen, aber es ist nicht dieses Leben."

"Wer liebt, ist so argwöhnisch, daß er auf der Stelle eine Lüge wittert."

"Ein Buch ist ein optisches Instrument, das der Autor dem Leser reicht, damit er sich selber klarer zu sehen vermöge."

"Die Gewohnheit ist eine zweite Natur: sie hindert uns, die Enge kennenzulernen, deren Grausamkeiten und deren Zauber sie nicht hat."

"Die Kraft, die am häufigsten pro Sekunde die Erde umkreist, ist nicht etwa die Elektrizität, sondern der Schmerz."

"Unser Glaube, daß ein Wesen an einem unbekannten Leben teilhat, in das unsere Liebe uns mit hineintragen würde, ist unter allem, was die Liebe zu ihrer Entstehung braucht, das Bedeutungsvollste, demgegenüber alles andere nur noch wenig ins Gewicht fallen kann."

"Überlassen wir die schönen Frauen den phantasielosen Männern."

"Nichtverliebte Menschen können nicht verstehen, wieso ein intelligenter Mann wegen einer ganz gewöhnlichen Frau leiden kann. Das ist, als ob man überrascht ist, daß jemand der Cholera zum Opfer fällt wegen einer so unbedeutenden Kreatur, wie es der Comma-Bazillus ist."

"Die Liebe ist etwas ganz Persönliches. Wir lieben nicht ein wirkliches Wesen, sondern eines, das wir uns selbst erschaffen haben."

"Wir bringen es zwar nicht fertig, die Dinge unseren Wünschen entsprechend zu ändern, doch ändern sich mit der Zeit unsere Wünsche."

"Das einzige, was noch schwieriger ist, als ein geordnetes Leben zu führen: es anderen nicht aufzuzwingen."

"Das einzige Paradies ist das verlorene Paradies."

"Ein jeder nennt die Gedanken klar, die den gleichen Grad der Konfusion haben wie seine eigenen."

"Pessimisten sind die wahren Lebenskünstler, denn nur sie erleben angenehme Überraschungen."

"Die Sehnsucht läßt alle Dinge blühen, der Besitz zieht alle Dinge in den Staub."

"Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten."

"Wenn ein Mann über eine Frau nachzudenken beginnt, gehört er ihr schon halb."

"Die Ausnahmen von der Regel machen den Märchenzauber des Daseins aus."

Marcel Proust

Zeitsucher

Am 10. Juli 1871 wurde in Paris der Autor
Valentin Louis Georges Eugène Marcel
Proust geboren sein Vater war ein
Katholischer Arzt seine Mutter entstammte
Einer jüdischen Bankiersfamilie er kam in
Auteuil zur Welt dem noblen Viertel nahe
Dem Bois de Boulogne mit neun Jahren
Erlitt Marcel seinen ersten Asthmaanfall
Ab 1882 besuchte er das Lycée Condorcet
Fand dort Freunde aus bekannten Familien
Wie Bizet oder Dreyfuss wobei Alfred der
Später die gleichnamige Affäre auslöste
Ein Freund von Marcel war als er sich in ein
Adeliges Mädchen verliebt bekommt er
Zugang zu den Salons der Oberschicht
Nach dem Lycée meldete sich Proust
Freiwillig für ein Jahr zum Militär um der
Einziehung auf vier Jahre zu entkommen
Nach einem Jahr schrieb er sich an der
Juristischen Fakultät ein und besuchte
Vorlesungen von Henri Bergson mit dem
Er weitläufig verwandt war  in Literatur und
Philosophie wobei dessen an der
Wahrnehmung orientiertes Konzept der
Zeit Einfluss auf Proust gehabt haben
Dürfte seine regelmäßigen Besuche in
Den Salons der Großbourgeoisie machte
Ihn zu einem Kenner dieses Lebens
Das er für Le Figaro beschrieb was ihm
Den Ruf eines Hofberichterstatters unter
Den Journalisten seiner Zeit einbrachte
Prousts Bewunderung für die Haute volée
Hatte ironische bis zu komische Züge
Ab 1895 trat er eine unbezahlte Stelle als Bibliothekar in der Bibliothèque Mazarine
An bei der er mehr durch Abwesenheit 
Glänzte nachdem er bereits sein
Juristisches Studium ohne ein Examen
Abschloss aber irgendwo doch noch
Eine License en lettres erhalten hatte
Nun kamen erste Romanprojekte und
Ein Duell mit einem Kritiker der ihn
Öffentlich der Homosexualität zieh
Nach dem Tod seines Vaters 1903
Wie zwei Jahre später seiner Mutter
Verfiel Proust in eine schwere Depression
Mietete ein Zimmer in Versailles das
Er für fünf Monate nicht verließ
Proust hatte von seiner Mutter aber
Ein kleines Vermögen geerbt und war
Nun finanziell unabhängig begab sich
Im Dezember 1905 zur Behandlung
Seiner Nervenschwäche in das
Sanatorium Boulogne-Billancourt
Ab Dezember 1906 lebte Proust am
Boulevard Haussmann 102 wie im
Sommer in Cabourg und Trouville
Ab 1909 zog er sich von der Welt
Zurück und begann sein Hauptwerk
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Als im Mai 1914 sein Chauffeurs wie
Sekretär und engster Vertrauter Agostinelli
Mit dem Flugzeug abstürzte fiel Proust
Erneut in eine schwere Depression
Woraus ihm erst seine Haushälterin
Céleste Albaret befreien konnte die
Auch zur Vertauten dabei wurde wie
Die Manuskripte sortierte in denen
Marcel sich zu gerne noch verlor
Er zog dann 1919 noch einmal um
An den Wohnsitz den er bis zu seinem
Tod nicht mehr wechselte und erhielt
Für den zweiten Band von la Recherche
Den Prix Goncourt im Dezember und
Wurden ein Jahr später zum Ritter
Der Ehrenlegion erklärt in den Jahren
Von 1920 bis 1922 erschienen vier
Weitere Bände bei Galimard als Proust
Im Mai 1921 eine Ausstellung besucht
Erleidet er wie seine Romanfigur in
Band V einen Schwächeanfall vor
Vermeers Ansicht von Delft auch
Wenn das Bild beeindruckend sein mag
Weist diese Reaktion auf ein höchst
Sensibles Temperament hin das der
Romanist Ernst Robert Curtius als
Einer der ersten in Deutschland als
Ganz große Begabung erkannte wie
Im Briefwechsel ab März 1922 hoch lobte
Am 18. November 1922 verstarb Proust
Im Alter von 51 Jahren an einer 
Lungenentzündung nach dem Tod
Seiner Eltern hat er seine Homosexualität
Relativ offen ausgelebt wobei er auch
Immer wieder für Frauen schwärmte
Besonders wo diese verheiratet oder
Sonst für ihn unerreichbar waren
Sich die Zeit zu nehmen um in das
Große Werk der Suche nach der
Verlorenen Zeit einzutauchen ist ein
Immer wieder wunderbares Experiment
Was ich seit über 25 Jahren ganz
Regelmäßig betreibe weil sich
Dabei jenseits aller Mafeleines
Endlos Zeit finden lässt die ein
Literarischer Gewinn immer ist

jens tuengerthal 10.7.23

Sonntag, 9. Juli 2023

Lustnetz

Lustnetz

Die Lust spannt Netze aus
In denen wir uns verfangen
Sollen um dann einander
Wehrlos zu verfallen wobei
Alle die Netze auswerfen
Hoffen mit diesen noch die
Kontrolle zu haben die sie
Eigentlich verlieren wollen
Beginnend mit Kleinigkeiten
Von gewährten Einblicken
Zu doppeldeutigen Worten
Verwirren wir uns in diesen
Irrgärten der Lust wie die
Fische im Netz dabei aber
Mit dem seltsamen Unterschied
Dass wir gefangen noch auf
Heftige Bewegung hoffen um
Befriedigung dabei zu erlangen
Was wenig zum Netz passt
Aber zur Verwirrung die Lust
In unserer Vernunft anstiftet
Wenn uns diese mehr treibt
Als wir es je zuließen wenn
Es noch eine Kontrolle gäbe
Deren Verlust aber erst die
Lust unzählbar groß macht
Während wer dabei noch
Ständig kalkuliert sicher einen
Verlust einfahren wird statt
Miteinander Gewinn zu machen
Was Befriedigung geteilt wäre
Aber bevor ich mich nur auch
Im Netz der Worte verwirre
In irgend Doppeldeutigkeiten
Oder in Feuchtgebieten der
Andeutung noch ausrutsche
Gebe ich lieber der Lust nach
Um zu genießen was bleibt

jens tuengerthal 9.7.23

Liebesknoten

Liebesknoten

In der Liebe verwickeln sich zwei
Als wollten sie sich verknoten
Schwärmen von der Ewigkeit
Statt den Augenblick zu genießen
Landen in Beziehungen die an allem
Ziehen was vorher Freiheit noch war
Das ist wohl der normale Wahnsinn
Alle kennen es und ahnen das Ende
Wagen es dennoch wieder um sich
In Ungereimtheiten zu verwickeln
Die wir Traum vom Leben nennen
Nur wer einmal frei flog lässt den
Unsinn mit den Knoten die stets
Alle Beteiligten nur würgen statt
Sich verliebte Flügel zu verleihen
Mit denen nur abheben kann wer
Erwartungslos genießt was ist
Statt etwas zu wollen wie sich so
Immer weiter zu verwickeln ohne
Das wer den Knoten lösen könnte
Kein Knoten passt je zur Liebe
Diese verwickelt sich in allen
Zum würgenden Henkerstrick
Womit sich die Beteiligten dann
Gewürgt aneinander fesseln nur
Manchmal dennoch überleben
Weil alle es so machen ohne je
Zu bedenken was von der Liebe
So gefesselt noch bleiben kann
Real nichts was noch etwas
Wert wäre weil Liebe erstickt
Was überlebt anderes nur ist
Vor dem ich lieber wegliefe aber
Manche halten es für einen Traum
So verknotet die Liebe zu leben

jens tuengerthal 9.7.23

Gelassenheitsgewinn

Gelassenheitsgewinn

Welchen Gewinn bringt Gelassenheit
Enthält sie sich nicht eher von allem
Statt sich noch zu engagieren was
Viele für dringend nötig doch halten
Wie oft habe ich mich früher engagiert
Gegen Startbahnen oder Atomkraft
An Bäume mich mit anderen gekettet
Um real kranke Bäume zu retten die
Eine echte Gefahr darstellten oder
Die Abhängigkeit vom Erdgas zu erhöhen
Will das nun nicht weiter bewerten
Sehe nur die Zweischneidigkeit von
Viel mehr Dingen als früher warum
Das laute Engagement mich eher
Nervt als noch begeistern könnte
Bin lieber mit Literatur beschäftigt
Als mit der Leitung der Verwaltung
Welche Aufgabe der Politik ist aber
Auch die großen Debatten in den
Feuilletons der Republik scheinen
Heute mir eher weniger wichtig als
Der möglichst ungestörte Genuss
Verbleibender Lebenszeit den ich
Viel wichtiger dabei finde als die
Meist unnötige Aufregung welche
Weniger Wohlbefinden schenkt
Als ausgewogene Gelassenheit
Die alle Wogen überstehen lässt
Statt in cholerische Aufregung noch
Dabei zu geraten denke ich heute
Weiß nicht ob es das Alter ist was
Gelassenheit wieder schenkt oder
Trägheit ermüden ließ jedenfalls
Führt es zu mehr Wohlbefinden
Was ein ausreichender Gewinn ist
Nichts mehr daran ändern zu wollen
Weil alles gut so sein kann wenn ich
Es so sehe und nehme statt mich
Noch weiter aufzuregen lieber am
Bestand des Wohlbefindens arbeite
Eine quasi biedermeierliche Tätigkeit
Die nachhaltig Zufriedenheit schenkt
Denke ich und lache mich aus aber
Es fühlt sich gut so und besser an
Als jedes Engagement vorher also
Kann es nicht ganz falsch sein

jens tuengerthal 9.7.23

Verzweifler

Verzweifler

Warum verzweifeln so viele an
So etwas langweiligem wie Politik
Neigen extremen Ansichten zu
Die keine Lösung bieten sondern
Bloß weiter radikalisieren was
Die scheinbaren Gründe zur
Verzweiflung aus enttäuschter
Erwartung noch weiter erhöht
Warum ist der Anteil derer die
Sich Radikalen zuwenden im
Osten der Republik besonders hoch
Wieso steigt gerade der Anteil der
Extremisten der AfD in Umfragen
Erringen diese sogar in Teilen
Mehrheiten wie gerade etwa in
Thüringen oder Sachsen-Anhalt
Warum ist die Sehnsucht nach
Starken Führern dort größer als
Im Westen wo das Desinteresse
Eher wächst als die Radikalisierung
Merken Menschen die alles nur
Verteufeln wie einfache Antworten
Suchen nicht wie komplex Dinge sind
Um Lösungen gerungen werden muss
Einfache Antworten falsch sind wie
Die Hetze von Russland finanziert
Antidemokratisch eher ist als je
Lösungen zu bieten wie schnell
Die Verzweifler in das Fahrwasser
Der Radikalen gelangen weil sie
Von der Politik Dinge erwarten
Die nie deren Aufgabe sein soll
Es ist nicht alles gut im Staat
Manches könnte besser sein
Aber es geht nur um Verwaltung
Nicht nach welchen Ideen wir
Unser Leben gestalten sondern
Die friedliche Erhaltung einer
Ordnung die das Zusammenleben
So gut wie möglich funktionieren lässt
Politik ist nichts als Leitung der
Verwaltung warum deren Arbeit
Genauso von Beamten auch
Erledigt werden könnte nach
Grundgesetz und Europarecht
Wie von Gerichten überprüft würde
Ob alles in Ordnung ist aber von
Der Politik kein Heil zu erwarten
Keine Änderung der Gesellschaft
Sondern nur eine schlichte Wahrung
Des status quo könnte helfen mit
Diesem zufriedener zu sein statt
Sich über Politik noch aufzuregen
Wie in dieser um Meinungen noch
Kämpfe zu veranstalten als hinge
Die Welt oder das Leben an einer
Politischen Entscheidung die nur
Verwaltung künftig leiten soll was
Rechte verletzt wird Unrecht sein
Das klären Gerichte und der Rest
Ist keiner Verzweiflung oder mehr
Aufregung wert und Politiker sind
Gut wo sie ihre Arbeit erledigen
Wie wenig von sich reden machen
Erwarten wir nichts von ihr werden
Weniger enttäuscht radikalisiert
Warum die Neigung unter denen
Aus Neufünfland zum meckern
Oder verzweifeln höher ist blieb
Bis heute rätselhaft vielleicht der
Ewig enttäuschte Traum von der
Freiheit die der Staat uns nicht
Geben kann sondern die dieser
Wo er gut ist nur dezent verwaltet
Ohne unsere Freiheit zu stören
Weniger Politik und Meinung wäre
Weniger Grund zur Verzweiflung
Wie mehr Raum für Vernunft

jens tuengerthal 9.7.23

Frauenmacht

Frauenmacht

Wie kommen Frauen an die Macht
Verhalten sie sich anders als Männer
Gibt es weibliche Wege dabei oder
Macht die politische Macht aus allen
Die sich ihr hingeben auch Jünger
Von Gewalt und Gier auf dem Weg
Nach ganz oben überlegte ich und
Dachte an Angela Merkel oder die
Anderen großen Frauen die den
Weg der Politik mitbestimmten
Am 9. Juli 1762 wurde Katharina II.
Nach einem Putsch ihrer Garden
Zur alleinigen Zarin Russlands
Ausgerufen dabei wird ihr außerhalb
Von Sankt Petersburg weilender
Gemahl der bis dahin Zar Peter III.
Von der Entwicklung völlig überrascht
Er war erst nach dem Tod von Zarin
Elisabeth am 5. Januar 1762 zum
Zaren geworden ob er sich wirklich
So schlecht benommen hat wie es
Katharina später darstellen ließ ist
Unklar angeblich habe er sich bereits
Während der Trauertage unangemessen
Albern benommen was sowohl seine
Frau Katharina wie angeblich große Teile
Des russischen Volkes verärgerte jedoch
Forderte sie ihn zur Mäßigung auf was
Peter nicht sehr beeindruckte so war
Seine erste Amtshandlung ein für
Russland eher ungünstiger Sonderfrieden
Mit Preußen der damit das Ende des
Siebenjährigen Krieges bedeutete wie
Friedrich dem Großen den Peter sehr
Bewunderte den Kopf noch rettete was
Als Mirakel des Hauses Brandenburg
In die preußische Geschichte einging
Die Friedrich später selbst schrieb
Dazu begann er ein umfangreiches
Reformprogramm im Geiste der
Aufklärung was ihm die Feindschaft
Der konservativen Kräfte einbrachte
Daraufhin plante Katharina mit ihren
Vertrauten einen Staatsstreich zu den
Sie unterstützenden Garderegimentern
Gehörten auch die Brüder Orlow von
Denen zumindest einer auch einer der
Geliebten Katharinas war worauf sie
Sich am 9. Juli 1762 zur Kaiserin von
Russland ausrufen ließ wie mit der
Garde gen Petershof vorrückte wo
Peter III. sich zu der Zeit aufhielt
Dieser flüchtete zunächst nach
Kronstadt unterschrieb aber schon
Am nächsten Tag seine Abdankung
In der Kasaner Kathedrale wurde
Katharina daraufhin noch am gleichen
Tag vom Metropoliten Setschin zur
Alleinherrscherin von Russland erklärt
Peter III. wurde gefangengenommen und
Kam am 17. Juli 1762 unter ungeklärten
Umständen ums Leben nachdem sich
Die Lage etwas beruhigt hatte wurde
Katharina am 3. Oktober 1762 in der
Himmelfahrtskathedrale im Kreml zur
Zarin von Russland feierlich gekürt
Sie regierte und reformierte ihr Land
In den folgenden 34 Jahren mit eher
Ruhiger Hand auch wenn sie viele
Entscheidende Reformen anstieß
Suchte sie stets den Kompromiss
Mit den konservativen Kräften auch
Aber rettete und finanzierte die
Enzyklopädie von Diderot indem sie
Diesem seine Bibliothek abkaufte
Aber zu Lebzeiten bei ihm beließ
Gleiches tat sie nach dessen Tod
Auch mit Voltaires Bibliothek beide
Große Aufklärer lud sie auch nach
Petersburg ein wo die Franzosen
Aber nicht dauerhaft leben wollten
Es war ihnen wohl auch zu kalt
Sie trat nicht wieder in den Krieg
Gegen Preußen ein hielt also den
Frieden ihres Mannes wofür ihr
Friedrich II. den Orden vom
Schwarzen Adler verlieh was auch
Im Interesse der noch gebürtigen
Prinzessin von Anhalt-Zerbst war
Die ihre Jugend im Berliner Schloss
Verbrachte und eng mit Friedrichs
Bruder Heinrich befreundet war
Eine Kusine der beiden dazu ist
Welches Zeichen der Zeit es dann
Gewesen ist dass Angela Merkel
Ausgerechnet Katharinas Bild auf
Ihren Schreibtisch stellte sei sich
Hier lieber enthalten zumindest
Ist beiden gemeinsam dass sie
Männer an der Macht beseitigten
Bevor sie diese selbst ergriffen
Auch wenn Merkel nicht gegen
Kanzler Kohl putschte nutzte sie
Doch dessen Spendenaffäre um
Sich als Führungskraft zu etablieren
Wie sie die CDU modern reformierte
Was der deutschen Prinzessin auf
Dem russischen Thron auch für ihre
Gewählte Heimat Russland gelang
Hoch anzurechnen ist Katharina auch
Die Rettung der Enzyklopädie die das
Wissen ihrer Zeit wie damit den Geist
Der Aufklärung weitertrug der dann
Zur Revolution von 1789 führte auch
Wenn Katharina II. dieses Ziel wohl
So fern lag wie Merkel ein Putsch
Gegen Kohl als noch Kanzler doch
Hielt sie sich durch kluge Verbindungen
An der Macht auch wenn ihr bisher
Keiner ein Verhältnis andichtete
Weder mit Offizieren noch mit sonst
Funktionären des politischen Betriebes
Im Ergebnis unterscheidet sich wohl
Der Griff nach der Macht wie die
Methoden diese zu halten wenig
Zwischen den Geschlechtern weil
Das Element der Macht hier doch
Stärker wirkt als die Natur in der
Sich vielleicht auch beide Seiten
Viel ähnlicher sein könnten als
Manche Apologeten des Unterschieds
Der zu verschwimmen beginnt gerne
Behaupten weil die Strukturen in denen
Macht ausgeübt wird sich gleichen hat
Katharina es doch als deutsche Prinzessin
Geschafft die Russen für sich einzunehmen
Wie als einzige Herrscherin bis jetzt als
Die Große bekannt zu werden was aber
Nicht gegen den Instinkt zur Macht spricht
Spannend im Vergleich wären noch die
Beiden Königinnen Elisabeth I. und
Maria Stuart und die Frage ob es eher
An der Ehe lag dass die eine die andere
So viele Jahre noch überlebte oder am
Ungeschick der Schottin sich bei dem
Versuch des Putsches erwischen zu
Lassen jedenfalls ließ Elisabeth I. darauf
Ihre Konkurrentin männlich hinrichten
Worin sie sich von Katharina wie von
Angela unterschied auch wenn der Tod
Von Peter bis heute ungeklärt ist bleibt
Spannend wer in Russland nun einen
Herrscher wegputschen könnte der
Seinem Land seit Jahren schadet
Wie sich in der falschen Zeit verlor
Da der Traum von der Sowjetunion
Wie Putin ihn hegt doch eher an
Zeiten vor der Aufklärung erinnert
So blieb Putin zwar bisher noch
Länger an der Macht als Merkel
Aber ist weit davon solange noch
Diese zu behalten wie Katharina
Ob er freiwillig in Ehren einst geht
Wie Merkel es uns vormacht
Ist dagegen eher ungewiss im
Noch immer unfreien Russland
In dem mancher gerne putschte
Aber keine so lang erfolgreich
Wie Katharina es gelang bei den
Daten wurden die gregorianischen
In der aufgeklärten Welt üblichen
Verwandt weil die orthodoxe eher
Unaufgeklärte Rückschrittlichkeit
Keiner Rücksicht hier mehr bedarf
Aberglaube das Gegenteil von
Nötiger Aufklärung ist

jens tuengerthal 9.7.23

Samstag, 8. Juli 2023

JohannaKinkel

JohannaKinkel

Eine musische Revolutionärin ist der
Erinnerung der Kulturgeschichte so
Sehr wert wie ihr aufregendes Leben
Die am 8. Juli 1810 in Bonn geborene
Johanna Kinkel geborene Mockel wie
Geschiedene Mathieux war Komponistin
Musikpädagogin Schriftstellerin wie 
Salonière die in zweiter Ehe mit dem
Theologen wie politisch aktiven
Republikaner Gottfried Kinkel
Verheiratet war mit dem sie den
Bekannten spätromantischen
Dichterkreis Maikäferbund gründete
Sie war der Mittelpunkt des damals
Kulturellen Lebens ihrer Heimatstadt
Bonn ist die einzig bekannte Dichterin
Der Bonner Mundart im 19. Jahrhundert
Wie eine bedeutende Vorkämpferin
Der deutschen Frauenrechtsbewegung
Ab 15 wusste sie dass sie Musikerin
Werden wollte und wurde zunächst
Von Franz Anton Ries am Klavier
Unterrichtet und hat 1825 in Köln
Die bekannte Dichterin und Komponistin
Annette von Droste-Hülshoff kennengelernt
Ihre Vogelkantate das Opus 1 komponierte
Sie bereits mit 19 Jahren in erster Ehe
War sie mit dem Musikalienhändler
Johann Paul Mathieux verheiratet doch
Bereits nach sechs Monaten holten ihre
Eltern die physisch und psychisch kranke
Tochter zurück nach Bonn sie ist wohl von
Ihrem Mann laut Gutachten mißhandelt
Worden durch physische und psychische
Quälereien und nahm nach einem Jahr
Wieder ihre musikalische Tätigkeit in Bonn
Wieder auf sie lernte durch Vermittlung
Von Dorothea Schlegel 1836 auch
Felix Mendelssohn Bartholdy kennen
Der ihr riet zur Weiterbildung nach
Berlin zu gehen wo sie dann zur
Konzertpianistin ausgebildet wurde
Durch Vermittlung Georg von Brentanos
In den sie sich in Frankfurt verliebte
Lernte sie Bettina von Arnim kennen
Deren Töchter sie unterrichtete und
Freundete sich mit Felix Schwester
Rebecka Mendelssohn Bartholdy an
Sowie der begabten älteren Schwester
Fanny Hensel in deren Sonntagskonzerten
Die begabte Pianistin auch musizierte
Sie lernte in diesem Kreis wie im Salon
Von Bettina von Arnim auch noch 
Clara Wieck später Schuhmann wie
Adalbert von Chamisso und das Paar
Rahel und Karl August Varnhagen von
Ense wie Emanuel Geibel kennen und
Schätzen vertonte in Berlin Gedichte von
Goethe und Geibel ihre Stücke gelten als
Qualitativ hochwertige spätromantische
Gebrauchsmusik nach der Scheidung
Zurück in Bonn gründete sie dort einen
Musikverein und konzertierte auch mit
Franz Liszt mit ihrem späteren Mann
Gründete sie 1839 den Maikäferbund
Als Dichterkreis der auch eine eigene
Zeitschrift herausgab in der auch sie
Als einzige Frau Gedichte veröffentlichte
Nach Scheidung und Karenzzeit nach
Dem Code Napoléon heiratete sie 1843
Gottfried Kinkel mit dem sie noch vier
Kinder bis 1848 bekam die Kinkels
Forderten während der Märzrevolution
Die Gründung einer deutschen Republik
Karl Marx der zu Revolutionszeiten in
Köln die Rheinische Zeitung herausgab
Wollte sie als Übersetzerin englischer
Texte engagieren was ihr Ehemann
Jedoch ablehnte nach dem Scheitern
Wurde Gottfried Kinkel verhaftet wie
Zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt
Bei der Vorbereitung der Befreiung ihres
Mannes aus dem Zuchthaus Spandau
Spielte Johanna Kinkel eine wichtige
Rolle indem sie die Mittel organisierte
Wie ihren Mann über die Pläne dazu
Unterrichtete ausgeführt wurde diese
Befreiung von Carl Schurz der Kinkel
In einer spektakulären Aktion 1850
Aus dem Zuchthaus befreite wie über
Rostock und Warnemünde bis nach
Edinburgh floh Johanna folgte 1851
Ihrem Mann ins Londoner Exil während
Ihr Mann in den USA neue Gelder für
Eine weitere Revolution sammelte
Ernährte Johanna die Familie in London
Mit Klavier und Gesangsstunden was
Mit vier Kindern alleine schon große
Leistung genug war warum sie nur noch
Wenig komponierte aber Abhandlungen
Zur Musikwissenschaft schrieb wie sie
Kurz vor ihrem Tod noch ihren Roman
Hans Ibeles beendete den ihr Mann
Dann posthum 1860 veröffentlichte
Johanna Kinkel erlitt mit 46 Jahren
Einen Herzinfarkt von dem sie sich
jedoch wieder erholte dann stürzte
Sie am 15. November aus dem
Fenster ihres Schlafzimmers im
Dritten Stock und verstarb manches
Deutete auf einen Suizid aufgrund
Voriger Depressionen hin der aber
Nie nachgewiesen werden konnte
Für sie war das Komponieren nach
Einer politischen Katastrophe wie
Dem Ende der Revolution 1848
Nicht mehr einfach möglich aber
Es bleibt die Erinnerung an eine
Große Musikerin und Frau in einer
Vielfältig bewegten Zeit

jens tuengerthal 8.7.23

Freitag, 7. Juli 2023

Erlebnissucht

Erlebnissucht

Immer mehr Menschen wollen etwas
Erleben weil scheinbar in ihnen nicht
Genug passiert zufrieden zu sein
Doch die Sucht nach Erlebnissen führt
Nie zur Befriedigung sondern zur stets
Potenzierung des nötigen Kicks um
Überhaupt noch etwas zu finden
Es braucht ständiger Beschäftigung
Die nur durch multimediale Berieselung
Zeitweise unterbrochen werden kann
Aber eigentlich sind alle diese Kranken
Ständig getrieben auf der Suche nach
Neuen spannenden Erlebnissen um
Zu sehen was sie noch nicht gesehen
Wie besondere Erlebnisse zu haben
Welche die Tourismusindustrie schuf
Ihre Stellung am Markt auszubauen
Wie die ständige Konkurrenz zu einer
Steten Potenzierung des Wachstums
Führen soll noch erfolgreich zu sein
Dabei braucht es viel weniger um
Gut zu leben und frei zu sein wie
Sich von der Erlebnissucht zu befreien
Wie viele unerkannt Süchtige leben
Längst unter uns und verführen schon
Ihre Kinder zu dieser gefährlichen Sucht
Indem sie diese ständig beschäftigen
Ihre Freizeit mit Erlebnissen füllen
Ständig irgendwohin noch müssen 
Wie Urlaub im Club verbringen wo 
Animateure ihnen Erlebnisse bieten
Aus dieser Spirale auszubrechen um
Nichts zu tun wie nichts neues mehr
Erleben zu wollen sondern lieber das
Bekannte in Ruhe zu genießen wäre
Der erste Schritt aus dieser Hölle
Auch wenn die Werbung alles versucht
Uns davon fernzuhalten liegt die Ruhe
Wie Bedürfnislosigkeit in jedem von uns
Was nachhaltig viel glücklicher macht
Als ständig auf Erlebnisse zu hoffen
Die immer enttäuschen werden oder
In Potenz sich übertreffen müssen was
An natürliche Grenzen stößt warum
Diese Sucht keine Perspektive hat als
Frustration und Leiden außer es fehlt
Den Süchtigen bereits die Fähigkeit
Ihr Tun zu reflektieren was leider
Bei dieser Sucht sehr verbreitet ist
Wünsche allen dies bei sich noch
Zu erkennen bevor es zu spät ist
Bevor wir im Freizeitpark verenden

jens tuengerthal 7.7.23

Reiseverbrechen

Reiseverbrechen

Wir mühen uns auf Erden nun um
Mehr Klimaschutz doch all dies Tun
Ist lächerlich und eher egal solange
Wir bei Flugreisen weiter noch in der
Stratosphäre das Klima dort zerstören
Wo es ungestört entstehen sollte doch
Halten viele diesen Terrorismus noch
Für zeitgemäße Freizeitgestaltung
Fliegen in den Urlaub als seien die
Folgen völlig egal oder wenn sie dabei
Wohlmeinend sind zahlen sie extra
Für Ausgleichsabgaben aber egal
Wieviele Bäume wir auf der Erde
Auch pflanzen hilft es uns nichts
Solange wir dort oben nicht ganz
Schnell aufhören den Schaden
Weiter zu vergrößern und so die
Welt in ein Treibhaus zu verwandeln
In dem sich nicht mehr gut leben lässt
So gesehen sind alle Flugreisenden
Terroristen leider nur fehlt ihnen bis
Heute jeder Vorsatz weil sie sich auf
Ausgleichsabgaben berufen können
Die aber nur für Schadstoffe gelten
Welche am Boden abgesondert wurden
Was unser Staat so absegnet
Dort oben misst es bisher keiner
Oder einmal hat Lufthansa gemessen
Aber bis heute nicht veröffentlicht
Weil es das Ende der Fliegerei wäre
Bis wir es sauber endlich können
Was noch einige Zeit dauern wird
Wer also diese Zeilen liest weiß nun
Welche Folgen das Fliegen dort hat
Wo unser Klima entsteht wer dann
Weitermacht handelt mindestens mit
Bedingtem Tötungsvorsatz und nimmt
Die drohenden Millionen Toten dabei
Billigend in Kauf aber vielleicht ist das
Noch die beste Lösung weil wir ohnehin
Längst zu viele Menschen hier sind
Also macht alle weiter ihr Flieger dann
Geht es schneller zu Ende mit mehr
Menschen und kann die Natur so
Vielleicht noch retten wer am Ende
Der größere Verbrecher ist bleibt
Leider unklar wie so vieles

jens tuengerthal 7.7.23

Sonettmilliardär

Sonettmilliardär

Dichter werden selten reich
Zumindest mit ihrer Dichtung nicht
Warum die Frage berechtigt ist ob
Sie dabei noch ganz dicht sind aber
Gut wenn sie davon leben können
Denke ich lächelnd im Wissen
Den Ruhm entdeckt meist erst
Die Nachwelt für vorige Dichter
Dachte immer mit über 13.0000
Gedichten hätte ich schon eine
Nicht ganz kleine Menge geschrieben
Doch nichts ist das gegen den Band
Den Raymond Queneaus bei Galimard
Am 7. Juli 1961 in Paris herausbrachte
Hunderttausend Milliarden Gedichte
War der treffende Titel für ein Buch
Das ein experimentelles Ensemble
Von 10 Sonetten so drucken ließ dass
Alle Sonette die gleiche Reimendung
Haben in den gleichen Zeilen warum
Alle beliebig kombinierbar sind mit
Den 10 folgenden Zeilen nach dem
Schema des Sonett kombinierbar sind
Was bei 14 Zeilen von Sonetten also
10 hoch 14 Kombinationen gibt damit
Hunderttausend Milliarden Gedichte
Die Èdition Galimard druckte dieses
Buch in Form eines Klappbuches
Die Seiten sind aus extra starkem
Papier gedruckt dabei sind die Seiten
Zeilenweise in Streifen geschnitten
Mit etwas Abstand zwischen den Zeilen
So dass die Leserin sie beliebig neu
Komponieren kann nach dem Schema
Das Werk gehört zur potentiellen Literatur
Es gibt noch Nachdichtungen wie auch
Nachdrucke ähnlicher Art auch in
Deutscher und englischer Sprache
Die deutsche erschien bei Zweitausendeins
Es gibt bei den neuen Kompositionen
Überraschende Effekte manchmal ein
Déjà-vu oder Langeweile durch die
Wiederholungseffekte doch alle so
Möglichen Kombinationen zu lesen
Würde bei einer Lesezeit von etwa
30 Sekunden pro Sonett ohne Pausen
95 Millionen Jahre dauern was damit
Schon im Bereich des Irrealen liegt
Zumindest jenseits der Vorstellung
Wie meine etwas über 13.000 Gedichte
Geradezu lächerlich erscheinen lässt
Ein solcher Sonettmilliardär hat der
Nachwelt zumindest ein wunderbares
Spielzeug kombinierbarer Dichtung 
Hinterlassen was jedenfall des heute
Gedenkens wert war mit nur einem
Kulturgeschichtlichen Gedicht hier

jens tuengerthal 7.7.23

Donnerstag, 6. Juli 2023

Ruhesophie

Ruhesophie

Brauchen hektische Zeiten eine
Philosophie der Ruhe die weniger
Ernst nimmt um gelassen zu genießen
Was ist statt ändern zu wollen sich
In mehr Zurückhaltung noch übt
Keine Meinung zu allen hat sich
Lieber in Enthaltung übt gegen
Den Strom der Polarisierung
Überlege ich und denke das
Weniger hier mehr wird
Ruhe einfach gut tut
An sich mehr bewegt
Als alle Versuche die
Zeit zu bewegen sie lieber
Durch Langsamkeit anzuhalten
Weil wir nirgendwo hin müssen
Nichts als glücklich sein sollten
Bescheidenheit erfolgreich ist
Wo alles längst zuviel ist

jens tuengerthal 6.7.23