Samstag, 1. Juli 2023

Secessionsorte

Secessionsorte

Heute ging es in die Alte Nationalgalerie
Zu der Ausstellung Secessionen über
Berlin München und Wien als die drei
Kunstmetropolen der Secession zur
Sommerschau der Alten Nationalgalerie
In der über 200 Werke von Künstlern die
Als Avantgarde sich abspalteten von
Gewohnten Wegen neue zu beschreiten
Die in zeitlicher Nähe entstanden so
Begann in München 1892 Franz von Stuck
Mit dem Münchner Symbolismus wie 
Auch Lovis Corinth der weit über
Dortige Künstlerkreise hinaus wirkte
Ging in Wien ab 1897 mit Gustav Klimt
Der später weltberühmt werden sollte
Noch weiter und erreichte 1899 Berlin wo
Die Impressionisten um Lieberman einen
Neuen Stil prägten der den Blick auf
Die Kunst wie unser Verhältnis zu ihr
Bis heute nachhaltig veränderte
Secession heißt Abspaltung was doch
Erstmal schwierig klingt aber auch ein
Aufbruch sein kann um neues wieder
Beginnen zu können wofür alte Wege
Kein Ziel mehr boten die irgendwann
Nur noch bekanntes wiederholen
Die Ausstellung zeigt viele Künstler
Über die bekannten Protagonisten
Hinaus in der ersten Etage der
Alten Nationalgalerie aus der die
Franzosen völlig verschwanden
Durch die Gegenüberstellung der
Drei Secessionen zeigen die
Beiden Kuratoren Ralph Gleis als
Direktor der Alten Nationalgalerie
Wie Ursula Storch die stellvertretende
Direktorin des Wien Museums uns
Gemeinsame Ziele wie Ambitionen
Dieser drei Abspaltungen die infolge
Große Innovationen förderten wie
Neue Ausstellungsorte hervorbrachten
Womit innovative Strömungen wie
Impressionismus und Symbolismus
Sich im deutschsprachigen Raum
Verbreiten konnten wie beliebt bis
In die Gegenwart wurden neben
Wunderbaren Bildern von Corinth
Wie Liebermann ist Star dieser
Ausstellung Klimts Judith auf die
Es wie auf einen Altar zugeht was
Zum goldigen Stil Klimts gut passt
Auch die anderen Meister in
Den Seitengängen sind es wert
Mehr als einen Moment bei diesem
Aufbruch stehen zu bleiben der uns
Die Welt mit neuen Augen sehen läßt
Eine wunderbar gemachte Ausstellung
Die nicht überforderte aber dafür mit
Schönem bereicherte lohnend ist
Sollte bis Oktober jeder Berliner wie
Unsere Gäste besuchen auch
Wenn manch multimediale Schau
Uns die Künstler nahe bringt ist es
Doch etwas Besonderes vor dem
Original zu stehen in einer nicht
Überfüllten Ausstellung in die wir
Nach einer halben Stunde in der
Schlange wie einem noch eine
Stunde später dann gelegenen
Zeitfenster leicht gelangten wie
Die Wartezeit den Katalog dann
Studierend im zauberhaften Café
Im Untergeschoss verbrachten
Eine bereichernde Abspaltung
Deren Besuch dringend lohnt
Wie die aktuelle Grünen Chefin
Ricarda Lang auch fand die ich
Freundlich grüßend in einem der
Seitengänge traf sichtbar auch
Von großer Kunst begeistert

jens tuengerthal 1.7.23









































































Freitag, 30. Juni 2023

BrechtBoykott

BrechtBoykott

Gegen Brecht hatte ich schon immer was
Es nervte mich der moralische Zeigefinger
Der das Volk auf den Weg des Sozialismus
Führen sollte wie seine schablonenartige
Verurteilung des Kapitalismus wobei er den
Genossen die nötigen Schlagworte lieferte
Ein Boykott dieses Dichters der für ein
Totalitäres Regime auch stand wie sich
Von Ulbricht benutzen ließ in dessen
Staatsgebiet sein Theater am
Schiffbauerdamm in Berlin Mitte lag
Schiene mir angemessen auch um
Die ewigen Linken Lügen von der
Kultur als linker Hemisphäre endlich
Als solche mit Toleranz gegenüber
Totalitären Regimen nach den Ideen
Von Karl Marx zu offenbaren aber
Nicht nur weil mir die ganze Richtung
Nicht passt das zwar auch aber viel
Wichtiger ist Brecht endlich als den
Schlichten Phrasendrescher zu offenbaren
Der Frauen schlecht behandelte nicht
Weil er verschiedene vögelte das möge
Jeder nach seiner Natur tun sondern
Wie er es immer wieder tat als dabei
Feiger Lügner der die Damen nur
Benutzte was gewiss verzeihlich wäre
Zumindest literarisch wenn er dafür
Ein guter Autor gewesen wäre der
Nicht nur mit Schlagworten wedelte
Wie sich damit moralisch mit der
Verkündung des sozialistischen Weltbildes
Über alle anderen noch stellte wie den
Kapitalismus als Verbrechen verurteilte
Hätte also viel Verständnis für einen
Brecht-Boykott wie ihn die Wiener
Von 1953 bis 1963 durchzogen als
Kein Theater in ganz Wien mehr
Brechts Stücke auf die Bühne brachte
Ein kulturell mutiger Antikommunismus
Was auch zur Schließung des Scala führte
Das am 30.6.1956 seine letzte Vorstellung
Hatte nachdem es einer Kampagne der
Medien zum Opfer fiel die gegen das
Letzte noch Brecht spielende Theater
In Wien hetzten womit das Scala als
Freies Theater für Antifaschistischen
Wie Kommunisten ein Ende fand was
Mutiger war als die Bundesrepublik
Die Kapitalismus und Brecht als
Verlogene Parallele noch weiter
Als nette Unterhaltung spielte aber
Es ist schon einen Gedanken wert
Ob dieser Regimegegner noch die
Ehrung durch staatliche Theater
In einem freien Deutschland verdient
Natürlich bin ich gegen jede Zensur
Aber ein kritischer Blick auf Brecht
Wie sein Schießbudentheater täte
Dem ideologisch einseitigen Theatern
Besonders im Osten Berlins gut
Statt die Lieder in der Tonart der
SED weiter zu singen als wäre
Da nicht eine Diktatur Konkurs
Gegangen die ihre Bürger noch
Einsperte und an der Mauer
Viel zu lange erschoss

jens tuengerthal 30.6.23