Die Liebe ist ein
Wunder meinen Opfer der
Laune der Natur
Lieber nicht lieben
Keine Lösung aber doch
Wunderbar entspannt
Liebe ist Natur
Dient natürlich Begattung
Ganz ohne Wunder
jens tuengerthal 14.4.2019
Die Liebe ist ein
Wunder meinen Opfer der
Laune der Natur
Lieber nicht lieben
Keine Lösung aber doch
Wunderbar entspannt
Liebe ist Natur
Dient natürlich Begattung
Ganz ohne Wunder
jens tuengerthal 14.4.2019
Berlin du bist so
Wunderbar meinen manche
Haben immer recht
Wundere mich auch
Täglich darüber wie fern
Nähe liegen kann
Berlin ist vieles
Aber sicher kein Wunder
Eher so reell
jens tuengerthal 14.4.2019
Im April wundern
Viele Leute sich übers
Wetter jedes Jahr
Verwunderlich ist
Wie vergesslich wohl alle
Beim Wetter bleiben
Ein Alleskönner
Verdient auch Bewunderung
Wundert sich keiner
jens tuengerthal 14.4.2019
Kenne ich Frauen
Ohne jede Erwartung
Frage ich ehrlich
Männer lassen sich
Lieber mal überraschen
Als verplante Frauen
Alles kalkuliert
Niemals ohne Erwartung
Ewig unzufrieden
Keiner erfüllt je
Ihre ganze Erwartung
Wissen alle vorher
Dennoch leben sie
Lieber ständig frustriert mit
Als glücklich ohne
Dagegen hilft nur
Erwartungslos zu bleiben
Sogar bei Frauen
jens tuengerthal 13.4.2019
Ohne Erwartung
Leben täglich genießen
Wie es uns erscheint
Die große Freiheit
Ist erwartungslos glücklich
Mit sich alleine
So heiter glücklich
Ohne Erwartung leben
Würdigt alles mehr
jens tuengerthal 13.4.2019
Erwartung bringt nur
Unglück in seine Suche
Nach Bestätigung
Wer schon erwartet
Hat keine Offenheit mehr
Für anderes Glück
Liebe stirbt schneller
Im Schatten der Erwartung
Als sie je entstand
jens tuengerthal 13.4.2019
Wo wurzelt unsere Freiheit
Was hat das westliche Bild
Des freien Menschen geformt
Wie wurde es aufgeklärt
Erste Wurzeln liegen sicher
In der griechischen Polis
Die erstmals freie Bürger kannte
Entscheidungen an Recht band
Dort war das Recht stärker als
Die vorher Willkür auch wenn
Uns heute manches willkürlich
Vorkommt an den Entscheidungen
So etwa das Scherbengericht was
Auch über Leben und Tod mit Mehrheit
Der Stimmen statt nach Gesetzen streng
Entschied und Sokrates hinrichten ließ
Frauen und alle die nicht Bürger Athens
Aus Tradition waren besaßen noch keine
Freiheit aber zumindest der kleine Teil der
Berechtigten war freier als je zuvor einer
Die Römer voller Bewunderung für die
Griechische Kultur nach ihrem Sieg
Gaben der Freiheit der Bürger erstmals
Den nötigen zivilrechtlichen Rahmen
Auch ihr Staat wurde mit Gesetzen
Geordnet die für jedermann galten
Das Imperium tat sein Übriges dafür
Diesen Geist weiter zu verbreiten
Ob die stark individualistisch geprägten
Religionen der Christen und Juden auch
Kind dieser neuen griechischen Freiheit
Oder autark sind wird noch gestritten
Sicher gibt das Christentum anders etwa
Als der Islam dem Einzelnen eine starke
Rolle und stärkt ihn damit im Bewusstsein
Macht ihn auch sozial damit spürbar
Das Judentum weist darauf aber schon
Zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft hin
Womit es älter als Griechen und Römer wäre
Die Wurzel des Individualismus sein könnte
Die Wurzel der Freiheit des Einzelnen aber
Im Glauben an höhere Wesen zu sehen
Statt in der Abgrenzung von diesen schiene
Bei allem Verständnis eher doch paradox
So ist der Untergang Roms mit seiner
Freiheit zumindest im Imperium Romanum
Historisch auch durch das Christentum als
Faktor der geistigen Dekadenz mitbedingt
Die folgenden Jahrhunderte des Mittelalters
Waren für die Freiheit eher ein Rückschritt
Auch wenn Thomas von Aquin sie forderte
Als Teil der menschlichen Verantwortung
In der freiheitlich dunklen Phase aber
Die das Mittelalter nach Rom wurde
Bildete die Scholastik zumindest einen
Geringen Lichtblick der Vernunft noch
Die mittelalterliche Welt war eine vom
Glauben geprägte wie es bis heute in der
Islamischen Welt ohne Reformation noch
Als völlig normal angesehen wird
Das Versprechen im Jenseits erst eine
Bessere oder gute Welt zu finden ließ
Das vernünftige Bedürfnis nach Genuss
In der Gegenwart fast verschwinden
Ohne den Einzelnen und seine Suche
Nach einem vernünftigen Glück aber
Spielt die Freiheit keine echte Rolle
Warum Religion diese nie begründet
Einen individualisierenden Bruch brachte
Hier erst die Renaissance die sich von
Italien aus als Hinwendung zur Antike
Durch ganz Europa geistig ausbreitete
Bei der Lektüre antiker Texte wurde den
In enger mittelalterlicher Welt noch ganz
Gefangenen Menschen ihre Freiheit dann
Wieder bewusst als echter Gewinn
Lukrez und Cicero wirkten besonders
Dabei in Bezug zum griechischen Ideal
Lebten universell gebildete Menschen
Wie etwa ein Leonardo da Vinci auf
Ob die Reformation die Freiheit von Rom
Suchte und zumindest vielen Fürsten brachte
Eher Befreiung oder Rückschritt war wird
Wohl aus Glaubensgründen noch gestritten
Die infolge der Reformation in ganz Europa
Ausbrechenden Kriege brachten sicher
Weniger Freiheit und Bewusstsein dafür
Auch störte sie die Renaissance massiv
Die Kämpfer für den jeweils wahren Glauben
Wurden fundamentalistischer und damit
Weniger frei und tolerant womit die kurze
Phase geistiger Freiheit im Krieg endete
Zwar sprach Luther von der Freiheit des
Christenmenschen doch war diese dafür
In engen Glaubensgrenzen gebunden
Verlor alles tolerante Denken wieder
Sicher mehr der Freiheit zugewandt
Als Luther und andere Reformatoren
Waren Denker wie Erasmus von Rotterdam
Oder Michel de Montaigne etwas später
Religion die von höchsten Wesen ausgeht
Unterwirft den Menschen diesen und diktiert
Eine Ethik der Unterwerfung infolge die aber
Nach Kant moralisch logisch wertlos ist
Mit Kant sind wir mitten in der Aufklärung
Die wenige Jahrzehnte nur nach dem Ende
Der großen Kriege um Religion begann
Bis zu ihrem Ende in gruseliger Romantik
Mit dem Geist der Aufklärung begann
Die konsequente Hinwendung zum
Individuum auch im Staat als nur
Rahmen des individuellen Lebens
Auch darum ist Rousseau mit seinem
Traum vom Paradies in der Natur eher
Romantisch als aufgeklärt im Denken
Was durch sein Leiden wohl bedingt
Seine chronische Inkontinenz hinderte
Den vielfältig sicher begabten daran
Diese Talente auch auszuleben und
Das Produkt war seine Theorie dann
Er ist und wurde so berühmt als
Geistiger Vorkämpfer der Freiheit
Der dieser falsche Freund nie war
Durch Missbrauch in der Revolution
Die französische Revolution war sicher
Wie die Boston Tea Party zuvor schon
Ausdruck freiheitlichen neuen Denkens
Was das Individuum deutlich stärkte
Sie hob die Standesgrenzen erstmals auf
Verlor aber im Terreur fanatisch ihre Unschuld
In diesem wurzelte auch das hohe Lob
Rousseaus so kritisch ist es zu sehen
Mit der Aufklärung aber begann klar
Der Geist des modernen Rechtsstaat
Von Europa in die Welt zu wehen dem
Bis heute besten Garanten der Freiheit
Hier wurzelt die individuelle Freiheit
Die den enormem ökonomischen Aufstieg
Infolge auch erst begründete es zum
Modell der Menschen weltweit machte
Dort sehen wir die Grundlage heutiger
Menschenrechte wie der UN als Ort
Der die Freiheit weiter verteidigt die
Allen Menschen heute zusteht
Fern sind wir leider noch davon
Diese Freiheit für alle zu realisieren
Aberglaube und Tradition behindern
Einen guten Fortschritt weiterhin
Doch ist das Fundament nun gelegt
Muss der Geist weiter getragen werden
Damit sich alle Menschen befreien aus
Selbstverschuldeter Unmündigkeit
Wie wer wo wann leben möchte um
Mit welchen Traditionen glücklich weiter
Sein zu können ist immer ein Prozess
Ziel aber muss die Chance zu Freiheit sein
jens tuengerthal 12.4.2019
Liebe hat immer
Mehr Verständnis füreinander
Als real nötig
Antworten suchen
Um verstehen zu wollen
Ist dabei typisch
Einfach zu lassen
Erfordert echte Größe
Wie üben wir die
Erwarte nichts mehr
Gönne uns beiden lieber
Mehr neue Freiheit
Verstehe alles
Wieder viel zu gut leider
Bleibe also klein
Zumindest regt es
Keinen voller Verständnis
Mehr unnötig auf
jens tuengerthal 11.4.2019
Wir leben Dank der Aufklärung
In der freiesten Gesellschaft die
Es je gab und wissen es kaum
Mehr als solches zu schätzen
Was macht die große Freiheit aus
Die das Individuum noch über den
Wert der Gemeinschaft stellt auch
Wenn sie sich damit gefährdet
Denker wie Constant und Mill stellten
Den Einzelnen in den Mittelpunkt statt
Eines allgemeinen Willens von dem
Rousseau noch wörtlich phantasierte
Max Stirner der Hegelianer wurde
Zwar von Marx verspottet als nur
Individualanarchist hatte aber die
Bis heute gültigeren Ideen gebracht
Adam Smith verstand die Freiheit als
Prinzip das eine natürliche Ordnung
Sich in größtmöglicher Freiheit schafft
Die menschlichen Neigungen entspricht
Die westliche Demokratie hat damit
Große Vordenker der Freiheit die ihre
Prinzipien der Gewaltenteilung begründen
Auf der unser Erfolg erst gründet
Dennoch wissen viele diese Freiheit
Mit ihren parlamentarischen Bedingungen
Nur noch wenig hoch zu schätzen
Nennen den Bundestag Schwatzbude
Die tiefe emotionale Verachtung auch
Des politischen Gegners ist weniger
Demokratisch als billig populistisch
Ihr sollten wir keinesfalls folgen
Die Freiheit des anderen zu achten ist
Wenig sie verteidigen der Bürger Pflicht
Die Chance zum Individualismus ist ein
Hohes Gut wertvoller noch als Ordnung
Leichtfertig verspielen wir heute Freiheit
Für eine nur behauptete Sicherheit
Die kein Staat garantieren kann ohne
Wertvolles dafür zu bekommen als Angst
Angst ist die Munition des Populismus
Wider die Freiheit und lebt von Lügen
Deren einziger Erfolg mehr Angst ist
Für die wir Freiheit gerne aufgeben
Es gibt keine vollkommene Demokratie
Keine höhere Wahrheit in der Politik je
Wir können nur darauf achten das dabei
Vernunft möglichst mit Mehrheit herrscht
Kompromisse sind kein kleineres Übel
Sondern der Weg pluraler Gesellschaft
Auf der Suche nach Lösungen die sich
Mit der Freiheit aller verbinden lassen
Streiten wir uns über den richtigen Weg
Seien wir dabei engagiert aber immer
Zum Kompromiss der Lösung bereit
Gesellschaft hat keine höhere Wahrheit
Aufklärung heißt den Mut zu haben
Selbständig zu denken und sich damit
Aus selbstverschuldeter Unmündigkeit
Zu befreien und nicht besser zu wissen
Wagen wir endlich wieder aufgeklärt
Kritisch zu leben um unser miteinander
In Freiheit zu streiten was dazugehört
In der Politik wie in der Liebe auch
jens tuengerthal 11.4.2019
Eine Depression ist wie ein Ritt
Durch tiefen Nebels Einsamkeit
Bei dem es feuchtkalt an dir zieht
Und kein Land du nirgends siehst
Dichter und dichter wird dabei
Mit jedem Schritt der Nebel um dich
In dem du dich mit dir allein verlierst
Wie gut kenn ich dies Wetter schon
Nur wer sich blind in sich zurecht
Auch findet läuft nie Gefahr sich
Dabei zu verirren doch wer tat
Das je wirklich ist sich nie fremd
Doch wie fremd sind wir uns längst
Verloren an die Zweifel wenn der
Große Nebel haltlos nach uns greift
Sich über alles Leben um uns legt
Wer das nicht kennt hat nie gelitten
Kennt kein gebrochenes Herz mehr
Hat oberflächlich nur geliebt bisher
War ich fast versucht zu schreiben
Doch welch krankes Heldentum
Der Liebe wird hier zelebriert die
Glücklich uns leben lassen soll
Einen Schatz schenkt nicht raubt
Ein psychisch kranker Werther
Der nur im Tode auch enden kann
Weil er den ollen Nebel verklärt bis
Die Suppe zum Zweck an sich wird
Drum lob ich nicht die Liebe nun
Die mich in diesen Nebel schickte
Nachdem mehrfach ich sie daraus
Mühsam schon geführt wieder hatte
Nenne einfach krank was krank macht
Ungesund was mir nicht gut tut auch
Wenn jeder seinen Nebel selber hütet
Und meide künftig lieber alle Kranken
Der Nebel hat sich schnell gelegt unter
Steril klarer Atmosphäre der Vernunft
Die Krankheit niemals Heldentum nennt
Sondern zu vernünftiger Behandlung rät
Manche nennen so etwas große Liebe
Heiße es eher deren Appendix auf den
Genug im Nebel für mich gelitten ich
Künftig dankbar lieber verzichte
So spielen Herz und Darm manchmal
Seltsam nahe doch zusammen allein
Ohne Nebel erkennt jeder klar was
Wohin gehört und was verfliegt
jens tuengerthal 10.4.2019
Warum zweifeln Menschen heute
Mehr an den Idealen der Aufklärung
Als je im Lauf der Geschichte noch
Änderten sich diese oder die Zeiten
Schon nach dem 2. Weltkrieg begann
Mit Adorno und Horkheimers Manifest
Von der Dialektik der Aufklärung die
Saat des Zweifels Blüten zu treiben
Gründe zu zweifeln gab es nach der
Entmenschlichung im Kriege genug
Kritisch die alten Ideale zu betrachten
Schien kantschem Geist zu entsprechen
Faschismus und Kommunismus hatten
Gezeigt wozu der Mensch fähig ist wie
Wenig die Idee steter Verbesserung noch
Passte schien es vielen damals
Das Nachkriegskind Frankfurter Schule
Aber kannte weder die EU noch 70 Jahre
Frieden im Zentrum von Europa auch den
Fall des Eisernen Vorhangs ahnte sie nicht
So ist sie heute nur noch Geschichte
Was blieben sind depressive Zweifel
Europas an sich und seinen Werten
Gegenüber der restlichen Welt nun
Begründet im Kolonialismus einem
Zugegeben dunklen Kapitel unserer
Geschichte wagen wir nicht mehr
Unsere Werte laut zu verteidigen
Zahlreiche Intellektuelle meinen
Es gäbe viele Wege zum Glück
Der westliche sei nicht für alle
Menschen der Welt wohl der beste
Eine Idealisierung der Natur wie
Des Urzustandes der Gesellschaft
Im Geiste von Rousseaus Wahn
Verwehrt dem Rest der Welt Freiheit
Wie blind merken diese Geister nicht
Dass sie den Kolonialismus fortsetzen
Indem sie Entwicklung bremsen wollen
In zu großer Toleranz alles gut finden
Auch gegenüber dem intoleranten Islam
Kuscht dieses an sich zweifelnde Europa
In den Köpfen multikultureller Geister
Hält Fundamentalismus für revolutionär
Einige der depressiven Geister hier
Die ihre Werte nicht mehr schätzen
Sehen Islamismus als eine Reaktion
Auf Unterdrückung und Kolonialismus
Es gab eine Bewegung der Befreiung
Die vieles auch in den Köpfen erstmal
Gerade rücken musste zur künftigen
Gleichberechtigung aller Menschen
Doch verkehrt sich diese inzwischen
In einen depressiven Zweifel an sich
Wie den errungenen Werten der nun
Menschen vor sich schützen will
Statt allen Menschen weltweit endlich
Die Chance zu Entwicklung und Freiheit
Zu geben wird vom Naturzustand gefaselt
Den es unbedingt zu erhalten gälte
Was keiner dieser beschränkten Denker
Je für sich wollte oder akzeptierte soll
Nun der Natur der Wilden entsprechen
Die sie von Ferne lieber tolerieren
Klitorektomie und andere unmenschliche
Formen der Unterdrückung von Frauen
Sollen als spezifisch lokal toleriert werden
Aus Angst vor einer eigenen Meinung
Europa steht für die Freiheit seit mehr
Als eines Menschenleben Länge schon
Für Menschenrechte und Vernunft wie
Sie allen Menschen weltweit zustehen
Bestehen wir auf unsere Freiheiten
Exportieren wir endlich wieder mehr
Werte als Waffen in die Welt auch wenn
Diktatoren es Kolonialismus nennen
Leben wir das Ideal der Freiheit vor
Verteidigen wir die Menschenrechte
Für alle Menschen und gegen jeden
Aberglauben auf der ganzen Welt
Menschenrechte sind universell gültig
Es darf hier keinen Zweifel geben
Keine Toleranz gegenüber Intoleranz
Damit die Zukunft aller besser wird
Afrikaner haben die gleichen Rechte
Wie Asiaten und jeder Europäer also
Hieße daran zweifeln vielmehr deren
Menschlichkeit infrage zu stellen
Wer rousseauschen Idealen folgend
Ein zurück zur Natur predigt als das
Heilmittel gerechter Zukunft hat nichts
Von der Gleichheit aller verstanden
Diese Werte des Humanismus die
Ein Kind Europas sind sollten wir
Stolz für alle Menschen verteidigen
Statt im Zweifel depressiv zu werden
jens tuengerthal 10.4.2019
Nimmt das Bedürfnis nach Glaube
Mit zunehmendem Wissen ab oder zu
Wohin weht der Wind des Aberglauben
Unsere eigentlich postreligiösen Zeiten
Mit der Industrialisierung schon aber
Spätestens mit der Psychoanalyse Freuds
Hatte die Religion als Antwortgeber
Ausgedient und doch starb sie noch nicht
Sogar mafiöse Strukturen gemeinsam
Mit organisiertem Missbrauch lassen
Die Menschen noch nicht in Scharen
Zur Religion der Vernunft übertreten
Stattdessen blühen immer mehr
Spirituelle Heilsangebote von eher
Halbseidener Qualität ohne Verstand
Aber mit umso mehr guten Gefühlen
Sogar im Westen der die Freiheit hätte
Jeden unfreien Aberglauben zu negieren
Finden sich noch Jünger für allerneueste
Höhere spirituelle Wahrheiten überall
Das Bedürfnis danach scheint vorhanden
Wird von Verlagen gerne kräftig genährt
Weil sich massenhaft Käufer für diese
Ominösen Heilsbotschaften finden
Liegt es in unserer Natur zu glauben
Statt vernünftig nach Wissen zu streben
Warum ist das Heil der erfundenen Seele
Menschen so ernsthaft wichtig noch
Die Natur allein genügt zur Begründung
Des Bedürfnisses nach Aberglaube nicht
Da es ja vernünftig natürliche Menschen gibt
Die ohne den Unsinn glücklicher sind
Sicher wirkt die Indoktrination gerade
Aller Sekten des Glaubens die gerne
Mit Angst die Schäfchen wach halten
Ihre Reihen zur Abwehr zu schließen
Warum aber schwächelt die Vernunft
Wo sie es so leicht haben könnte
Den Menschen ein besseres Diesseits
Ohne jenseitige Umwege zu versprechen
Ist es nötig den Aberglaube deutlicher
Bloß zu stellen in seiner unwürdigen
Unmenschlichkeit um zu wecken was
Die Aufklärung einst noch begann
Die Werte werden dem Atheismus
Entgegengehalten die nur Glaube
Garantieren könne was bekanntlich
Seit Kant absurder Unsinn nur ist
Mit dem kategorischen Imperativ
Wurde jede Transzendenz für ein
Gutes und ethisches Handeln
Für alle Zeiten völlig überflüssig
Im Gegenteil sagt dieser ganz klar
Ethisch wert hat nur was dem eigenen
Gewissen ohne höhere Instanz darüber
Konsequent folgt also ohne Gott ist
Zwar sagte Kant dies als preußischer
Beamter nie wörtlich jedoch logisch
Ergibt sich dies konsequent gedacht
Es braucht zur Ethik keine Götter
Unser Handeln ist dann menschlich
Wenn es humanistischen Grundsätzen
Folgt statt höherer Weisung zu gehorchen
Die einzig bei der Dressur noch hilft
Zeit für einen Aufbruch zu einer endlich
Menschlichen Ethik die dem Gewissen
Als einzig tauglichem Maßstab folgt wie
Kant sie uns schon in die Hand gab
Streicht die Verantwortung vor Gott
Nicht 10 Gebote sollen euch leiten
Sondern ein aufgeklärtes Gewissen
Des mündig befreiten Bürgers
Wer dies konsequent endlich denkt
Hat genug Argumente gegen den
Immer noch präsenten Aberglaube
Der einzig zu Gehorsam führen kann
Wann haben wir den Mut die Natur
Unserer Freiheit ohne höhere Kräfte
Verantwortlich miteinander zu genießen
Statt erfundenen Befehlen zu folgen
jens tuengerthal 9.4.2019
Alte Zöpfe sind
Rechtzeitig abgeschnitten
Schneller vergessen
Neues Leben braucht
Veränderung am Anfang
Bevor schon gewohnt
Leben fließt weiter
Auch ohne alte Zöpfe
Nur leichter eben
jens tuengerthal 9.4.2019
Freiheit oder Gleichheit scheint
Zur Alternative der Gegenwart
Werden zu wollen wobei immer
Mehr vor der Freiheit lieber fliehen
Als stünden beide in Konkurrenz
Wird gegen Ungleichheit gekämpft
Als ginge es bei Freiheit allein um
Gerechtigkeit mit der Neid sich tarnt
Gerechtigkeit und Gleichheit wurden
Verflochten mit dem Neid heute zur
Schärfsten Waffe totalitärer Ideologen
Die wieder von Enteignung träumen
Verboten werden soll lieber alles was
Die Gesundheit unmündiger Bürger
Gefährden könnte und unser Staat
Sorgt väterlich für das Wohl aller
Das Gleichheit nur in Verschiedenheit
Realisierbar ist vergessen sie zu gern
Die Apologeten neuer Gerechtigkeit
Denen Freiheit gar nichts wert ist
Lieber mehr Steuern und Schulden
Damit entmündigte Bürger weiterhin
Gut versorgt sich frei wähnen und
Zur kollektiven Verblödung schweigen
Vor die Alternative gestellt wählte ich
Immer die Freiheit vor totaler Sicherheit
Mit der Staatsgläubige noch mehr Kontrolle
Aber fragte mich hier noch irgendwer
Menschen demonstrieren wieder für
Enteignung des Kapitals von Linken
Ideologisch belastet dazu angetrieben
Statt zu sehen was Erfolg begründet
Wie können wir wieder die Freiheit
Im Sinne Kants verteidigen der erst
Allen Bürgern mündige Freiheit gab
Statt auf göttliche Gnade zu hoffen
Wissen die unfreien Bürger überhaupt
Was sie aufgeben mit ihrer Sehnsucht
Nach Sicherheit und Fürsorge die sie
Mit Neid als Gleichheit getarnt fordern
Aufklärung ist erst die Befreiung des
Menschen aus selbstverschuldeter
Unmündigkeit mittels seiner Vernunft
Indem dieser Mensch selbst denkt
Lieber folgen scheinbar viele noch
Den Versprechen von Sicherheit die
Mit Neid befeuert Missgunst fördern
Was sie dann für sozial noch halten
Eine Kultur aus neidischer Missgunst
Die über Kontrolle Sicherheit bietet hat
Ihre Freiheit längst verloren für eine
Kurzlebige Illusion sie eingetauscht
Es scheint Zeit für eine neue Aufklärung
Die Freiheit fordert und verteidigt statt
Versorgung von der Wiege bis zur Bahre
Aber wer verteidigte solche hier noch
jens tuengerthal 8.4.2019
Totenmesse eines Atheisten
Der den Tod nicht fürchtet
Scheint ein Paradoxon und
Dient doch nur dem Leben
Lese sie meiner großen Liebe
Die für mich nun gestorben ist
Weil sie mein Traum nur war
Der ewig ungeteilt wohl blieb
Indem ich diese Totgeburt der
Liebe zu einem Kind beerdige
Das mich mit Leidenschaft bloß
Verführte befreie ich mich nun
Der Tod geht mich nichts an
Tote sind völlig uninteressant
Die Leiche meiner Liebe mag
Ungestört irgendwo verfaulen
Dafür ist diese Totenmesse ein
Gesang für Leben und Liebe
Das ich voller Lust genieße
Bis zum letzten Atemzug
So liegen Tod und Erotik wieder
Miteinander im Ehebett wo eine
Vergeht lebt die andere wieder auf
Findet endlich Raum zu leben
jens tuengerthal 8.4.2019
Bücher sind Heimat
Aller Leser egal wo
Schlafe mit ihnen
Brauche keine Frau
Die keine Bücher liebte
Lieber gar keine
Bücherleben sind
Weniger einsam als
Lesend gemeinsam
jens tuengerthal 8.4.2019
Leidenschaft bringt uns
Eher Unsinn als Vernunft
Also kein Gewinn
Weder Ruhe noch
Befriedigung steigen so
Irgend auf Dauer
Leben und Liebe
Werden täglich gefährdet
Durch die Leidenschaft
Bleibe da lieber
Gelassen und vernünftig
Hab ich beschlossen
Alle Beschlüsse
Aber bleiben wirkungslos
Ohne Leidenschaft
Also kommt keiner
Ohne irgendein Leiden
Wohl irgendwo hin
Meine Leidenschaft
Bleibe immer die Vernunft
Als große Liebe
jens tuengerthal 8.4.2019
Freiheit heißt Zukunft
Selbst bestimmen und planen
Mahnte Obama
Weniger Alten
Vertrauen als gestalten
Was geboten ist
Kant sagte gleiches
Aufklärung heißt habe Mut
Dich zu befreien
jens tuengerthal 7.4.2019
Bei strahlender Sonne mal wieder
Vom Helmholtzplatz zur Stralau
Zum Sonnenuntergang gelaufen
Später als sonst nur diesmal mit Buch
Während links angehauchte Berliner
Für günstige Mieten und Enteignung
Demonstrierten las ich am Landende
Vom Eros der Freiheit im Liberalismus
Wie gerade in Deutschland seit der Einheit
In Sachen Freiheit etwas schief lief weil sich
Eine Mehrheit mehr Fürsorge vom Staat noch
Wünscht und Freiheit ihnen nichts wert ist
Gut regiert heute wer sich kümmert
Um alle die versorgt werden wollen
Im unbezahlbaren Sozialstaat auf Pump
Nach Meinung der vielen Unfreien hier
Reichtum und Erfolg gelten als Makel
Gleichheit ist die neue Freiheit las ich
Zustimmend nickend bei Sonnenuntergang
Auf der Bank gegenüber der Trauerweide
Saß in schöner Natur und fragte mich
Ob der Neoliberalismus diese nicht
Gefährdet wie angeblich alles soziale
Und war nur ein Opfer linker Propaganda
Warum scheinen so vielen Menschen
Heute Grenzen der Freiheit wichtiger
Als die endlich Aufhebung aller Grenzen
Was nach 1989 möglich gewesen wäre
Warum werden staatliche Regeln heute
Sogar von Liberalen gefordert wie just
Lächerlich vom FDP Vorsitzenden gegen
Die Freiheit demonstrierender Schüler
Haben sich alle längst als Profiteure
Zu gut im begrenzten System eingerichtet
Wer verteidigt heute in Berlin die Freiheit
Dieser Insel des surrealen Sozialismus
Von meinem Platz im Dämmerlicht ging es
Über die Spree und Treptow nach Kreuzberg
Durch lange Kreuzberger Nächte im heute
Gut geschäftstüchtig multikulturellen Milieu
Wo Menschen zusammentreffen gibt es
Einen Markt auf dem jeder sein bestes
Noch zu verdienen irgendwie sucht was
Wohl ganz unserer Natur auch entspricht
In Deutschland dominieren just Linke
Mit verlogenen Slogans den Markt
Dem einfältige Masse hinterherläuft
Von Freiheit redet da keiner mehr
Stattdessen verbreiten sich Sprüche
Aus der Urzeit totalitären Denkens
Dass Lohnarbeit Sklaverei sei und
Eigentum Diebstahl außer dem eigenen
Massenhaft Steuern zahlen wir gern
Für einen völlig ineffektiven Sozialstaat
Ohne Zukunft und Perspektive außer
Dem geträumten Gefühl von Sicherheit
Dreihundert Jahre nach der Aufklärung
Wird Freiheit für viele immer wertloser
Die lieber dauerhaft Sicherheit wollen
Als hätte Kant es uns nie definiert
Sapere aude - habe Mut war das Motto
Nicht verstecke dich feige in der Masse
Die Versorgung von der Wiege bis zur Bahre
Als Menschenrecht lieber heute fordert
Ein wenig schwindelig noch vom Husten
Wie vorigem Fieber lief ich meine 45 km
Fast wie im Rausch doch beflügelt durch
Liberale Gedanken zur großen Freiheit
Warum läuft eine Mehrheit davor weg
Fragte ich mich und hat mehr Angst vor
Der Freiheit als Hoffnung noch in sie
Die Sozialisten als Gefahr beschreiben
Aber wollte ich nicht selbst gern flüchten
In den Schoß von Liebe und Versöhnung
Statt die wiedergewonnene Freiheit zu lieben
Fragte ich mich dabei selbstkritisch
Zu gerne nähme ich doch wieder die
Sklaverei ihrer ewigen Eifersucht hin
Wenn ich Liebe und Zärtlichkeit bekäme
Als feiger Verräter liberaler Ideen dann
So überwindet kritisches Denken doch
Manch innere Zwänge uns noch um
Endlich wieder in Freiheit zu laufen sich
An allem und allen dafür zu freuen
Schaue und lächle schöne Frauen an
Ließe aber bloß keine an mich je ran
Weiß mit guter Lektüre endlich wieder
Die Freiheit als solche zu schätzen
Über den Zauberberg kam dies Essay
Zum Eros der Freiheit zum Thema das
Die liberale und die autoritäre Idee in
Settembrini und Naphta gegenüberstellt
Wie nah ging mir diese Lektüre doch
Auf der Spitze der Halbinsel denke ich
Wie rettete sie mich aus der Sklaverei
Von Gefühlen und Unfreiheit hier
Es ist um die Freiheit ein Eros wohl wahr
Der körperliche Eros macht uns zu gern
Zu lächerlichen Sklaven seiner Befriedigung
Der geistige verleiht Flügel auch daraus
So kehrte ich erschöpft und befreit nach
Genau 46 km zum Platz zurück noch vor
Mitternacht aber ohne das Haus nochmal
Zu verlassen es lebe die Liebe zur Freiheit
Aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit
Zu schön geträumter Liebe können wir uns
Nur kritisch denkend selbst befreien denn
Welcher Sex wer ewige Sklaverei schon wert
Laufen und Lesen scheint eine heilsame
Kombination die nachhaltig hoffentlich nun
Den Bürger wieder befreit von Unruhe
Und so birgt Freiheit mir große Sicherheit
jens tuengerthal 7.4.2019
Die Freiheit suchen
Zwischen Liebe und Zweifel
Bleibt meist erfolglos
Liebe ist sicher
Der größte Freiheitsräuber
Ohne unmöglich
Wir geben Freiheit
Für Liebe leichtfertig auf
Meinen wir sein frei
Liebe ist ein Zwang
Zweifel dabei verzweifelt
Freiheit verloren
Freiheit will Klarheit
Keine dunklen Abgründe
Tiefster Gefühle
Freie Liebe ist
Immer völlig unmöglich
Zerstört nur beides
Freiheit braucht Zweifel
Zur Bestätigung logisch
Wäre nie ohne
Beziehung versucht
Liebe Freiheit und Zweifel
Noch zu vereinen
Darum scheitern auch
Viele am unmöglichen
Liebe ist trotzdem
jens tuengerthal 6.4.2019
Hasste den Werther
Übertrieben viel Gefühl
Muss tödlich enden
Zu viel Gesülze
Statt klarer lichter Vernunft
Brachte viele um
Gleiches galt auch für
Romeo und Julia
Gruseliges Stück
Liebe wird meistens
Überschätzt besonders von
Den Beteiligten
Was tat der Dichter
Dieses Wissens sich bewusst
Verliebte er sich
In eine Drama
Prinzessin namens Julia
Endet genau so
Zumindest lachen
Kann der Verlassene schon
Wieder über sich
jens tuengerthal 5.4.2019
Woran messe ich
Individuelles Glück
Außer dem Gefühl
Ohne Liebe kein
Drama weniger leiden
Wäre mein Gefühl
Bin also logisch
Gerade viel glücklicher
Muss es nur merken
jens tuengerthal 5.4.2019
Dinge ablegen
Erleichtert Leben enorm
Gilt auch für Menschen
Ablage befreit
Besetzte Horizonte
Auch vom Vorleben
Erinnerung bleibt
Besser wenn gut abgelegt
Ohne Gegenwart
jens tuengerthal 5.4.2019
Radikal ist das
Ergebnis der gezogenen
Wurzeln uns immer
Zurück zu diesen
Wurzeln wollen gern alle
Radikal rückwärts
Rousseau dachte so
Zurück ins Paradies der
Befreiten Natur
Konvention fürchten
Aber rückwärts zu wollen
Bleibt stets unlogisch
Besser gingen wir
Radikal konsequent vor
In unserm Denken
Was wäre logisch
Als radikal konstruktiv
Neue Aufklärung
Ganz ohne Götter
Zukunft frei gestaltend
Nach Kants Gedanken
jens tuengerthal 5.4.2019
Manche nörgeln gern
Andere gestalten mehr
Wer bewirkt wohl was
Lebe viel lieber
Konstruktiv gestaltend statt
Destruktiv meckernd
Nörgler kosten Kraft
Gestalter schenken diese
Gebe lieber Kraft
Sich zu beflügeln
Wunder unserer Natur
Öffnet uns Welten
Liebe zum Leben
Lässt liebevoll bestaunen
Statt ängstlich zweifeln
Lieber lebe ich
Lustvoll staunend jeden Tag
Statt einen zweifelnd
jens tuengerthal 5.4.2019
Schneller hoher Brand
Hinterlässt selten eine
Noch brauchbare Glut
Ohne gute Glut
Bleibt alles ein Strohfeuer
Sieht allein heiß aus
Liebe wie Leben
Gleichen dem Feuer so sehr
Strohfeuer wärmt nicht
jens tuengerthal 5.4.2019
Welch Lebensgenuss
Alles gehabt zu haben
Nichts mehr zu müssen
Sich daran freuen
Völlig frei endlich wieder
Alles zu können
Dabei zu dürfen
Was keinem andern schadet
Die große Freiheit
jens tuengerthal 4.4.2019
Manche reden nicht
Machen lieber irgendwas
Auch wenn unsinnig
Verständnislos bleibt
Alle Umgebung zurück
Am Ende immer
Rede lieber klar
Damit Verständnis möglich
Wortlos ist Ende
jens tuengerthal 4.4.2019
Alles oder nichts
Ist unmenschlich ganz ohne
Weiche Grautöne
Manche leben so
Schlimmer noch lieben sogar
Immer nur schwarz-weiß
Davor zu fliehen
Rettet Leben vor schlichter
Dialektik noch
Entweder oder
Beschreibt keine komplexe
Welt miteinander
Wahnsinn wirkt sicher
Hat aber keine Zukunft
Macht nur wahnsinnig
Lieber in Ruhe
Mäßig leidenschaftlich nur
Als täglich Wahnsinn
jens tuengerthal 4.4.2019
Schwitze gerne aus
Ganz egal welche Krankheit
Scheint es mir richtig
Besser viel schlafen
Als nur Medikamente
Die ich vermeide
Ziehe mich also
Fiebrig lieber ganz zurück
Schlafe mich gesund
jens tuengerthal 4.4.2019
In virtueller
Welt können wir einfach so
Spurlos ermorden
Wer geblockt wurde
Verschwindet ewig im Nichts
Ganz ohne Gewalt
Der Mord des kleinen
Mannes bleibt immer modisch
Erfordert gar nichts
Blocke selber auch
Gerne alle die nerven
Es ist ja so leicht
Manchmal aber trifft
Blocken auf großes Gefühl
Am Liebesende
Dann ignoriert sich
Was vorher ewig sich schwor
Seltsame Welten
Blocken schenkt Frieden
Mordet ganz ohne Tote
Befriedigt wohl sehr
jens tuengerthal 3.4.2019
Wie beliebig ist
Alles oder eher nur
Einfach austauschbar
Liebe will immer
Einmalig für immer sein
Schöne Illusion
Wäre es wirklich
Könnte niemals wieder wer
Die eine verlor
Also glauben wir
An unsterbliche Liebe
Solang sie dauert
Danach lassen wir
Unsterbliches halt sterben
Weiter zu leben
Ist das beliebig
Oder menschlich natürlich
Zum überleben
Lasse es offen
Was weiß ich schon vom Leben
Oder der Liebe
jens tuengerthal 2.4.2019
Frauen und Männer
Sind natürlich verschieden
Wie passte es sonst
Manche wollen mehr
Soziale Unterschiede
Sehen als Wesen
Einige meinen
Genetik entschiede mehr
Als viele ahnen
Naiv ist sicher
Wer eines allein betont
Wo wir beides sind
Geschlecht ist immer
Manchmal vergessen wir es
Vor lauter Vernunft
Intelligent ist
Wer beides erkennt aber
Manchmal lieber schweigt
jens tuengerthal 1.4.2019
Wer etwas abschließt
Kann auch neues beginnen
Ohne bleibt hängen
Die große Liebe
Schöner Mädchentraum verflog
Es blieb nur der Schmerz
Besser lebt ohne
Leiden jeder Mensch immer
Also sogar ich
Abschluss als Anfang
Innerer Aufbruch dafür
Endlich zur Ruhe
Eine verloren
Alle gewonnen dafür
Liebe behalten
Alles nun gehabt
Gelassen erwartungslos
Schaue ich zurück
jens tuengerthal 1.4.2019
Gewinn und Verlust
Zeigen nüchtern betrachtet
Zukunft der Liebe
Wunderbarer Sex
Ein großer Gewinn fraglos
Allein schon genug
Tiefe Gefühle
Großartig so lang geteilt
Allein nur einsam
Schöne Gespräche
Waren eher sehr selten
Redete nicht viel
Misstrauen quälte
Nahezu täglich grausam
Zweifel an allem
Terror infolge
Fehlendem Vertrauen war
Immer die Hölle
Ängstlich schon davor
Unnatürlich längst geworden
Zeit für Befreiung
Freiheit gewonnen
Liebeslügen verloren
Könnte schlimmer sein
Am Ende ist die
Liebesbilanz positiv
Lächel fast wieder
jens tuengerthal 1.4.2019
Strahlend schön beginnt
Der Monat April draußen
Drinnen wechselhaft
Zumindest in mir
Herrscht echtes Aprilwetter
Zeit für mehr Ordnung
Freiheit heißt Herrschaft
Über bloße Gefühle
In meinem Alltag
jens tuengerthal 1.4.2019