Donnerstag, 27. Oktober 2016
Cup of Tea 003
Kennst du das Land, wo die Zitronen blüh'n,
Im dunkeln Laub die Goldorangen glüh'n,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Goehte, Mignon
“Früh drei Uhr stahl ich mich aus Karlsbad, weil man mich sonst nicht fortgelassen hätte.”
Goethe, Italienische Reise 3. September 1786
So beginnt Goethes berühmte Italienische Reise
Bei der er aus seinem Leben als Geheimrat zu
Weimar ausbrach um gen Italien aufzubrechen
Weil die Kunst in ihm stockte es ihn dorhin zog
Viele Verse schrieb der Dichterfürst darüber
Immer wieder taucht auch erotische Erinnerung
Wieder auf um ihn hemmungslos zu begeistern
Für dieses Land seine Menschen sein Licht
Er steckte damit die Deutschen an deren
Grand Tour meist nur nach Italien ging doch
War die große Sehnsucht geweckt träumten
Andere Generationen sie um die Welt weiter
Warum Goethe all dies Glück nur in Italien
Sah das damals noch uneiniger als heute
Vielen Ländern zu Teilen noch zugehörte
Voll bezaubernder auch Natur fragt sich
So berichtet Goethe von den Vulkanen
Weniger von Erdbeben damals doch ist
Der naheliegende Zusammenhang weit
Bekannt über die Zeiten hinweg längst
Italien was viele als Wurzel des Abendlandes
Sehen auch wenn es bloß die Kopie der vorher
Griechischen Kultur etwas militärischer nur war
Steht innerlich bewegt auf unruhigem Grund
Die Erde ist dort spürbar und fordert Opfer
Von Zeit zu Zeit wenn zu riskant gebaut wurde
Doch wissen die Menschen dort es lange schon
Vielleicht sind sie darum so abergläubisch noch
Dort wo viele Wiegen europäischer Kultur stehen
Der Renaissance sicher und mancher Wege mehr
Wird der Boden von Afrika gen Alpen geschoben
Die Jahr für Jahr einen Millimeter weiter wachsen
Stelle ich mir nun vor ein Tsunami ließe nach
Solch Erdstößen auf dem Stiefel etwa Venedig
Oder Pisa und Neapel gänzlich versinken wie
Jenes sagenumwobene Atlantis graut es mir
Rom die ewige Stadt auf unruhigen Grund gebaut
Spürte noch die Auswirkung des Bebens in den
Apennin nahe bei doch Florenz noch verschont
Liegt inmitten der spannungsreichen Erdkante
Die Stadt der Medici der Renaissance wie auch
Der Liebe mir immer und dabei in Gedanken beim
Wunderbaren Zimmer mit Aussicht von E.M.Forster
Diese Liebesgeschichte in und um Florenz
Eine Engländerin weilt mit ihrer Verwandten
Charlotte als Anstandsdame in Florenz dabei
Äußert sich diese beim Abendessen enttäuscht
Über ihr Zimmer im Hotel direkt am Fluss
Sie hatten auf einen Blick auf den Arno
Den Fluss der Florenz durchquert gehofft
Als Mr. Emmerson und sein George ihr
Daraufhin ihres anbieten ist sie entsetzt
Zunächst hält sie das Angebot für eine
Schwere Formverletzung sodann doch
Zumindest für eine Annäherung worüber
Sie sehr englisch noch entsetzter ist
Beruhigen kann sie der anwesende Pfarrer
Der dann doch zur Annahme des Angebots
Rät womit langsam das Band zwischen Lucy
Und George gewunden wird mit Hindernissen
Einmal sinkt sie noch ohnmächtig anlässlich
Einer Messerstecherei in George Arme der
Sie so rettet aber auf einem anderen Ausflug
Von Charlotte beobachtet einen Kuss riskiert
Der Rest ist eine schöne Liebesgeschichte
Aus dem England der Jahrhundertwende
Die natürlich an einem Zimmer mit Aussicht
In Florenz glücklich endet nach viel Aufregung
Italien ist eine Liebesgeschichte Europas
Der Engländer und Deutschen besonders
Die sich dort immer wieder angekommen
Fühlten wie im erträumten Paradies wohl
Das Paradies steht auf unruhigem Grund
Was die Erde unter ihm betrifft auch immer
Die Politik die es irgendwie verwaltete
Durch mehr oder weniger korrupte Mafiosi
So wurden Genehmigungen oft gekauft
Selten wie nötig gebaut und so fällt eben
Manchmal alles wieder zusammen beim
Nächsten Beben mit oder ohne Ankündigung
Wäre es noch Italien würde dort nach der
Deutschen Bauordnung nur gebaut oder
Ist das Chaos im Paradies sein Scham
Den wir Ordentlichen erst so lieben
Könnte nicht die EU dort für Sicherheit
Sorgen und das italienische Chaos durch
Vernünftige Normen aus Brüssel beseitigen
Fragt sich nur wer kein Gefühl für Italien hat
Dankbar beten die Menschen nun zu Maria
Die sie mit dem ersten Erdstoß noch rettete
Der viele schon in ihre Autos trieb bis dann
Beim zweiten Stoß alles zusammenbrach
Immer wieder überlegte ich auch die male
Die ich in Italien weilte ob es nicht besser
Wäre die ganzen Kabel wären ordentlich
Versteckt wie ich es von zuhause kenne
Dann schaue ich auf einen Teller Spaghetti
Habe keine Fragen mehr und liebe dies Land
So wie es ist auch weil es so ist und nie so
Wie Deutschland sein soll damit wir was merken
Liebe die ländliche italienische Küche sehr
Bewundere ihre Leidenschaft immer wieder
Fühle mich wohl und glücklich dort eigentlich
Frage mich warum ich so lange nicht da war
Wenn ich parallel auch Montaignes Reise lese
Auf der er aus Deutschland wie Italien berichtet
Merke ich es hat sich eigentlich nichts geändert
In den letzten weit über 400 Jahren seitdem
Das Bild voneinander wie die Betrachtung je
Wohl am allerwenigsten warum die so typisch
Englische Liebesgeschichte natürlich in Florenz
Spielen muss einem Ziel der Grand Tour
Vielleicht lieben die Deutschen gerade diese
Von einem Engländer in Florenz erzählte
Liebesgeschichte weil sie sich selbst sehen
Ohne sich verteidigen zu müssen dagegen
Sicher tat die zärtlich langsame Verfilmung
Des großen James Ivory ein übriges wie ich
Gerade mir bei einer Tasse Tee vorschwärme
Wie oft habe ich diesen Film gerührt gesehen
Italien ist einerseits hektisch und schnell wenn
Wir den Italienern beim reden lauschen oder
In dortigen Städten Autofahren einem Ober
In Ruhe etwas erklären noch wollen vorab
Andererseits ist es da wo Deutschland wie
Ein Uhrwerk schnell und präzise funktioniert
Langsam oft und ganz gelassen zumindest
In meiner verträumten Erinnerung noch
Vieles am Bild von Italien ist Teil dieses Traums
Vom Land in dem die Zitronen blühn wie auch die
Goldorangen sanft uns anglühn hat nicht immer
Mit der Realität zu tun fühlt sich aber gut an
So gehen wir zum Italiener essen und kochen
Selbst zu gerne italienisch auf der Suche nach
Der großen Sehnsucht die dort Erfüllung findet
Zumindest in unserer Phantasie was ja reicht
Überhaupt denke ich bei meiner Tasse Tee
Den Blick in den dunklen Oktober was wäre
Das Leben schön folgten wir mehr unseren
Phantasien wie Goethe dem Ruf nach Italien
Noch ist es nicht untergegangen unter den
Sich aufbäumenden Platten unter sich also
Sollten wir es unbedingt solange genießen
Wie es nocht ist wie es ist unser Traumland
jens tuengerthal 27.10.2016
Sexwissen 025
Erotik ist die körperliche Anziehung
Zweier oder mehrerer Menschen was
Noch nichts über Folgen und Wege
Dazu verrät und stammt von Eros
Der griechische Gott Eros war für
Die begehrliche Liebe zuständig
In Rom wurde er Amor genannt
Mit dem gleichen Aufgabenbereich
Dies mythische Wesen galt als die
Personifikation erotischer Begierde
Spielte zwar im Kult kaum eine Rolle
War dafür in der Kunst der Beliebteste
Die Lust an der Lust zog die Menschen
Scheinbar schon immer an doch was
Ist eigentlich wirklich erotisch warum kann
Manche Erotik das Gegenteil bewirken
Wo die Erotik zu offensichtlich ist wirkt
Sie häufig sogar abschreckend dagegen
Kann das Gegenteil sie wieder erhöhen
Wann beginnt die erotische Spannung
Erinnere mich an den Besuch eines
Klassischen Konzerts bei dem ich größte
Erotik erlebte ohne dass etwas passierte
Außer kleine etwas längere Berührungen
Auf der anderen Seite neben mir saß meine
Mutter während neben der Dame neben mir
Ihr Gatte friedlich schnarchte wir wechselten
Kein Wort und wussten doch beide was war
So kann nahezu nichts eine erotischere
Stimmung hinterlassen als wildester Sex
Steigert die Unmöglichkeit die Begierde
Bis ins grenzenlose ohne sachlichen Grund
Viel der Erotik spielt sich also im Kopf ab
Im Wollen mehr als im Tun noch lebt die Lust
Von der Sehnsucht die nach Erfüllung strebt
Aber es aus vielen Gründen gerade nicht kann
So ist Erotik eine Spannung und ein Reiz
Der umso größer wird desto höher die Hürde
Zu seiner Erfüllung scheint reizt uns viel mehr
Was wir nicht gleich bekommen als was da ist
Der Verlust der Erotik in langen Beziehungen ist
Typisches Zeichen für die nötige Spannung die
Den Reiz erst schafft denn wieviel reizvoller scheint
Uns eine die wir noch nicht ganz nah kennen
Aus diesem Reiz hat die Literatur unendlich viele
Bücher gesponnen die Kunst viele Bilder gemacht
Das Theater ewig Stücke auf die Bühne gebracht
Die alle mit dem Reiz der Natur immer spielen
Der Name des Gottes der Lust bei den Römern
Kann dazu verführen die Erotik mit der Liebe
Immer im Zusammenhang zu sehen was später
Als einzig zulässig lange gegen die Natur galt
Doch braucht der erotische Reiz kein Gefühl
Er kann auch aus dem Nichts entstehen wenn
Zwei oder mehr nur irgendwie aufeinander reagieren
Fraglich ob die Erotik endet wenn der Sex beginnt
Bei unvorhergesehenen Ereignissen beim Sex
Sprechen wir gern davon die Erotik ging verloren
Auch kleine erotische Situationen im Alltag
Können sich dann im Nichts wieder verlieren
Wie und wann zwei eine erotische Spannung
Miteinander erreichen hängt an ganz vielem
Über Sex reden kann helfen ist jedoch nie
Ein sicherer Weg kann das Gegenteil bewirken
Bei vielen beginnt die erotische Stimmung
Am ehesten im Kopf führt das Gespräch
Über erotische Themen sinnlich sachlich
Geführt am sichersten zur erhofften Lust
Andere werden durch Berührungen die
Zufällig eher entstehen ob beim Tanzen
Oder sonst im Alltag auch mehr gereizt
Was den Ausschlag gibt ist wohl vielfältig
Einige stoßen sich bei dem Bemühen
Um erotische Stimmung eher noch ab
Dann wird das sinnlich gedachte lächerlich
Manche lassen ihre Lust nicht mehr zu
Mit Ende zwanzig hatte ich eine Freundin
Die acht Jahre jünger gerade unschuldig
Noch von der Schule zur Universität kam
Was mich sehr reizte zu Anfang noch
Als sie Lust bekam und mich voller Liebe
Mit Strümpfen und Reizwäsche verführen
Wollte bewirkte es bei mir das Gegenteil
So ist die Lust wohl manchmal dialektisch
Erotische Spannung wächst auch aus dem
Hindernis das auf dem Weg zu ihr erst noch
Überwunden werden muss um sich dann als
Erfüllung erst am Ende doch ganz zu haben
Die größte Lust aber ist oft die unerfüllte wohl
Mit 14 musste ich mich zwischen zwei noch
Dreizehnjährigen Verehrerinnen entscheiden
Wählte fälschlich diejenige bei der ich mehr erhoffte
Den Maßstab hatte ich mir selbst gesetzt um in der
Emotional verfahrenen Situation überhaupt eine
Entscheidung treffen zu können probierte ich wie weit
Die eine oder andere mich dabei gehen ließ
Wählte diejenige die mich ihren Busen berühren ließ
Wobei mir eigentliche egal war dass sie dabei auch
Den größeren noch hatte was noch nie entschied
Doch die Chance auf Erfüllung ließ mich wählen
Dabei war der Reiz der anderen viel höher noch
Gerade weil sie so unberührt blieb verfolgte mich
Die Erinnerung an die unerfüllte Lust wie die verpasste
Liebe sehr lange bis sie sich noch mal wiederholte
Auch beim zweiten Versuch passierte nichts als
Das ich Novalis zitierend heißeste Liebesbriefe
Ihr schrieb meine Wertherneigung in mir entdeckte
Als sie mir schließlich doch Adieu für immer sagte
So wurde diejenige mit der nichts passierte
Gegen die ich mich entschied weil die andere
Aussichtsreicher im Sex mir erschien zum Ideal
Das ich immer innerlich irgendwie anbetete
Viele Liebesgeschichten und Lusterfahrungen
Später ist das unerfüllte Ideal rein geblieben
Auch wenn wir uns vermutlich längst langweilten
Kaum etwas noch einander zu sagen hätten
Das erotische Ideal lebt wohl auch von der
Unerfüllten Spannung die sich im Geist mehr
Aufbaut als sie real je sein könnte warum auch
Manche Reaktion dabei paradox sein kann
Eine die den Sex sonst eher nur mitmachte
Nie wirklich Erfüllung dabei finden konnte
Wurde richtig heiß wenn sie das Gefühl hatte
Die Nachbarn könnten zusehen oder öffentlich
Warum die Lust gern Umwege nimmt oder uns
Reizt was unerreichbar scheint während dagegen
Anödet was immer verfügbar ist verrät vieles über
Das Wesen der erotischen Spannung an sich
Manche Menschen finden nur erotische Lust
Wenn sie sich emotional sicher geborgen fühlen
Brauchen die Liebe um sich fallen zu lassen
Andere reizt genau das Gegenteil viel mehr
Der Reiz eine Frau erotisch zu erobern
Ist viel höher als sie am Ende zu haben
Auch wenn die Liebe hilft die Leere dann
Zu überwinden wirkt Spannung stärker
In vielen Beziehungen hatte ich nach Streit
Den schönsten Sex zur Versöhnung der alles
Was davor war wieder mich vergessen ließ
Manche können dann gerade gar nicht
Ob die Erotik in längere Beziehungen passt
Oder dort logisch immer verloren geht bleibt
Offen wie unklar und liegt daran meist wie
Zwei aufeinander und miteinander reagieren
Spannend könnte sein die Erotik von der Liebe
Zu trennen egal wie wir dann die Erfüllung leben
Könnte es der Liebe besser tun als das immer nur
Beschwören von Gefühlen ohne nötige Spannung
Weniger häufig vermutlich verlören viele
Die Lust in ihren Beziehungen wenn sie
Sich bewusst machten was die Spannung
Auslöst und aufrechterhalten kann noch
Darum ist es gut darüber nachzudenken
Wie miteinander ehrlich zu reden was
Wirklich reizt statt es in Gewohnheit nur
Zu verspielen ohne einander zu genießen
Erotik ist die Chance zum Genuss sie braucht
Die Spannung wohl immer nur wie wir diese
Dann empfinden ist immer unterschiedlich
Wenn es passt sollten wir es genießen
jens tuengerthal 26.10.2016
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Cup of Tea 002
Von nichts werden die meisten Menschen
Lieber unterhalten als von Geschichten zu
Aufstieg und Untergang von Familien die
Zeitgemäß auch Konzerne sein können
Es liegt also nahe auch zum Tee darüber
Zu plaudern worüber Thomas Mann einst
Seine Buddenbrooks handeln ließ also dem
Aufstieg und Abstieg ehrwürdiger Familien
Ohne weitere Störungen mehrt sich Vermögen
Von Generation zu Generation und wird dazu
Relativ steuergünstig vererbt oder noch besser
Vorher gleich geschenkt als Steuerersparnis
Die neue Generation möchte gern immer
Noch ein Stück weiter kommen als die vorige
In deren Schatten sie groß wurde um freier
Agieren zu können geht das Spiel ewig weiter
Manche tun das sehr erfolgreich wie etwa
Die Krupps oder Flicks oder Albrechts wie
Sie alle heißen die Superreichen die aber
Vielleicht überraschend kein Thema sind
Klatsch wird dem Regenbogen überlassen
Der gerne die Finger im Mist warm hält
Doch Geschichten die Geschichte schreiben
Eignen sich bestens zur Unterhaltung beim Tee
So kommt Borgward wieder nach Bremen was
Traditionelle Bremer milde lächeln lässt im noch
Angedenken an vergangene große Zeiten doch
Mehr noch kommen sie nun auch noch elektrisch
So wird die alte Hansestadt zum Ausgangspunkt
Einer Bewegung in der Deutschland noch hinterher
Hinkt den Anschluss zu verpassen droht wenn nicht
Endlich ein klarer Aufbruch zur E-Mobilität beginnt
Denke an die Geschichten meiner Großmutter
Aus der Zeit als Bremen noch was war wie sie
Zu sagen pflegte und meinen Urgroßvater der
Von Bremen aus Ostfriesland elektrifizierte
An die Geschichten von ihren Freundinnen
Den Unternehmertöchtern deren Väter sich
Aus dem Club zu Bremen kannen die dann
Im Bürgerpark täglich ihre Ausritte machten
So bin ich mitten in der Familiengeschichte
Denn auch meinen Großvater lernte sie dann
Auf einem dieser Ausritte kennen wo der große
Sportliche Kavalier wohl gute Partien verdrängte
Auch er war keine schlechte als Zahnarzt
Doch weniger als die großen Bremer Namen
Zu denen auch Borgward und andere gehörten
Für die Großmutter die in London gewesen war
Dort hatte sie um haarscharf noch am Tratsch
Wieder vorbei zu rutschen noch die heute Queen
Als kleines Mädchen im Garten nebenan getroffen
Geschaukelt und gelegentlich noch bespielt
Weiß nicht mehr ob sie darum zur Krönung
Nach Westminster Abbey geladen wurde
Oder es war weil sie gut englisch konnte
Ihr Vater flog noch mit Richthofen einst
Jahrgang 1911 war sie ein Kind des letzten
Jahrhunderts hatte mit ihrem Vater noch
Das wilde Berlin der 20er besuchen dürfen
Mochte sie es immer gerne etwas größer
Vielleicht lag es daran dass sie selbst nur
Gerade eineinhalb Meter groß war während
Ihr Gatte fast die zwei schon erreichte dafür
Nicht ¼ so viel und schnell redete wie sie
So ist mir Borgward die nun wiederkommen
In Erinnerung aus den Geschichten aus der
Kinderzeit von den Ausritten im Bürgerpark
Bis der Araber meiner Omi an die Front musste
Isabella klingelt es bei mir im Hinterkopf
Höre ich noch meinen Vater schwärmen
Ohne zu wissen ob er je was von Autos
Verstand oder nur wie immer schwärmt
Die Leidenschaft fürs Schwärmen teilen wir
Auch wenn sie heute nicht sehr hipp ist wo
Alle lieber cool gähnend herumstehen beim
Sich nebenbei noch übertreffen wollen
Bremen wie ich es kennenlernte war noch
Großbürgerlich wie bei den Buddenbrooks
Über die Klassen einig waren sich alle noch
Bei der Zuneigung zu Werder sonst weniger
Die wenigen Jahre die ich Sozialdemokrat war
Bis ich das Gabrielgrauen entnervt befremdet floh
Kamen erst nach dem Tod der Bremer Großeltern
Ihr Enkel ein Sozi das hätten sie nie verziehen
Auch selbst fremdelte ich immer bei dem Gedanken
Ein Sozi zu sein was einfach nicht zu mir passte
War bürgerlich wie Mann es beschrieb aufgewachsen
Vielleicht ein zwei Klassen noch bescheidener woh
Wer vertritt aufgeklärte Bürgerliche heute die
Kritisch denken und nicht christlich sind auch
Der Grünen-Sekte zwar Zuneigung entgegen
Bringen aber kaum aufrechten Glauben nochl
Wo ich schon von Familie so tratsche zum Tee
Bevor ich noch in die weiteren Abgründer der
Mit meiner Großmutter befreundeten Prinzessinnen
Abrutsche wechsle ich im Thema nach Gotha
Heute wie damals Thüringen nur woanders heute
Kam die väterliche Familie großbürgerlich noch aus
Der Residenzstadt war Ururgroßvater dort Hofbibliothekar
Als solcher gut bekannt und verwandt mit allen
Dessen Erbe lebt noch in meinem Vater nun fort
Der die Sammlung an Stichen und Zeichnungen
Die in der Familie blieb übernahm und darüber
Glücklich sein Alter nun ‘stichelnd’ verbringt
Eine andere Familie mit der wir irgendwie verwandt
Aus Gotha waren die Arnoldis die wiederum einst
Die Gothaer gründeten wovon wir nichts haben was
Aber doch eine sehr nette Geschichte ist zum Tee
Über die Arnoldis mit Louis Spohr verwandt
Frage mich bitte bloß keiner wie wird nun der
Große Bogen durch Europa geschlagen gen
Wien was der eigene Vater wieder sehr liebte
An mir ging jegliche Musikalität außer in den
Worten vielleicht manchmal spurlos vorbei
Dafür erzähle ich gerne Geschichten die
Manchmal Geschichte schrieben wie just
Borgward ist mit Familie verbunden für mich
So ist der vorbildliche Bremer Aufbruch auch
Für mich einer in die eigene Geschichte zu
Den vielen Geschichten der Großmutter noch
Denke an ihren Streich zum 1. Mai als sie am
Stolzen Kippenberg in Bremen die Fahne die
Gerade Schwarzrotgold schon war einzog mit
Ihrer Freundin und Schwarzweißrot aufhängte
Der Urgroßvater wurde zum Direktor bestellt
Dieser machte ihm ordnungsgemäß Vorhaltungen
Beide kannten sich aus dem Club zu Bremen
Waren Offiziere noch im Krieg gewesen
Der Urgroßvater ein kleiner dicker wie Churchill
Auch Zigarren rauchend so weit ich mich erinnere
Hörte sich alles schweigend an und sagte dann
Was soll ich sagen sie denkt halt wie wir national
Stolz erzählte sie mir diese Geschichte und so
War für mich die Reichsfahne wie national zu sein
Als Kind noch normal in dieser Zeit verständlich
Weil die Großmutter es so gemacht hatte
Später kehrte sich das um und stolz erzählte sie
Wie ihr Vater den Nazis widerstand und dann
Von seinen Arbeitern aus dem Knast gebrüllt wurde
Ihre Schwiegereltern sogar noch Juden versteckten
Die Nazis galten als schmuddelige Proleten
Mit denen wollte sie nichts zu tun haben
Sagte sie viele Jahre nach dem Krieg zu mir
Als sie in London war hätte sie sich geschämt
Damals wäre Ribbentrop Botschafter gewesen
Hätte zu peinlichen Empfängen mit dem braunen
Gesocks in Uniform und Fackelträgern geladen
Gänzlich undiplomatisch peinlich wie sie sagte
Was sie in dem Moment wirklich dachte
Weiß ich nicht und ob sie nicht wie viele
Deutsche die bürgerlich national dachten
Erstmal den neuen Nationalstolz genoß
Der Großvater väterlicherseits wenn wir
Schon am Tratschen hier sind mochte die
Nazis nie im Gegensatz zu seinem Bruder
Dem Pastor der bald dort Karriere machte
So war mein Großvater noch einer der
Letzten preußischen Kadetten gewesen
In Lichterfelde in Berlin gedrillt worden
Nachdem sein Vater vor Verdun fiel
Der Vater ein Opfer der Franzosen
War mein Großvater dennoch dann
Ins Paris der 20er gezogen wo er sie
Nach späten Erzählungen alle noch traf
Er überlebte meine Großmutter nicht ließ
In ihrer Gegenwart wenig zu seiner frühen
Pariser Zeit fallen erzählte dann lieber wie
Er später als NATO-Diplomat wiederkehrte
Eine solche stehende Geschichte der Familie
Sind seine morgendlichen Ausritte damals im
Bois de Bologne an dem sie direkt wohnten
So spielen Pferde schon irgendeine Rolle
Warum mein Großvater nach dem 20. Juli 44
Damals als Offizier in Belgien tätig degradiert
Wurde ist heute klar er stand als einer der
Vertrauenswürdigen Offiziere auf Gördelers Liste
Nachweisen konnte ihm keiner was und so
Hängten sie ihm eine Unterschlagung an
Die er als korrekter preußischer Beamter nie
Begangen hätte an und sandten ihn gen Osten
Nach dem Krieg musste er bevor er wieder
In den Staatsdienst konnte seine Unschuld
In einem Entlastungsverfahren beweisen
Bei dem Resistance Kämpfer für ihn aussagten
Verständlich war das Verhältnis zum Bruder
Der durch die Kirche nach dem Krieg gleich
Wieder in Lohn und Brot war angespannt auch
Die Stiefschwiegermutter schätzte er darum wenig
Diese eigentlich kluge Frau war immerhin noch
Die erste Frau die in Berlin Geographie Examen
Machte im noch Kaiserreich war Künstlerin wie
Vielfältig begabt und leider Nationalsozialistin
Was mir im nahen Bereich zeigte denn auch die
Stiefurgroßmutter lernte ich noch kennen wenn sie
Mit ihrem Karmann Ghia vorfuhr bis zu ihrem eher
Rätselhaften Ende wie Brüche mitten im Land liegen
Die Stiefurgroßmutter war eher progressiv hatte
Wohl früher Kontakt zur Münchner Künstlerszene
War mit Wandervögeln unterwegs und fand doch
Den nationalen Sozialismus die beste Lösung
Die Großmutter dagegen aus konservativer
Sehr bürgerlicher Familie die stolz darauf war
Hindenburg als Nachbarn persönlich zu kennen
Distanzierte sich klar von diesem braunen Pack
So trippelt ein wenig Weltgeschichte in die eigene
Familiengeschichte ohne darum vom großen noch
Aufstieg der Familie berichten zu können und gäbe
Es Zyklen fragte ich mich wann wir auf dem Zenit waren
Ein nur Dichter ist sicher schon der totale Abstieg
Nach bürgerlichen Kategorien solange zumindest
Bis einen ein Fürst zum Geheimrat noch macht
Wonach es in Deutschland nicht aussieht mehr
Was wurde aus dem Bürgertum der alten Reiche
In der neuen Bundesrepublik und wo steht es
Warum ist der AfD nur Abschaum fast allen
Auch wenn sie manche Sorgen wohl teilen
Bürgerlichkeit als Lebensform geht dabei
Vom ganz privaten hinüber in den Alltag
Ist eigentlich heimatlos geworden in der
Heute Republik und zugleich ihre Basis
Aber Borgward elektrisch in Bremen ist am Ende
Wie am Anfang eine schöne Geschichte die der
Spröden Schönheit an der Weser vielleicht eine
Große erfolgreiche Zukunft wieder beschert
jens tuengerthal 26.10.2016
Dienstag, 25. Oktober 2016
Cup of tea 001
Cup of tea 001
Bei einer heißen Tasse Tee
Über die Welt nachdenken
Macht diese inwändig
Ein wenig schöner
Während sich das Teearoma
Langsam auf der Zunge ausbreitet
Heiß noch gen Bauch wandert
Werden graue Tage allein heller
Der Tee glänzt in vielen Farben golden
Je nach Sorte und Wasserqualität auch
Dampf steigt aus der weit offenen Tasse
Verliert sich im sonst Oktobernebel bald
Ein angenehmes warmes Gefühl breitet sich
Im Körper aus der mit seinem Tee erst erwacht
Als käme er nun in den Tag hinein der ohne
Zu kühl feindlich ungefragt hell daherkäme
Sich beim Tee künftig Gedanken machen
Über die Welt und ihren seltsamen Lauf
Könnte helfen sie schöner zu sehen als
Sie manch kritischem Betrachter scheint
Ob sie damit schöner wirklich ist oder nur
Mir die Schönheit wirklicher scheint wäre
Nur für die fraglich die an Wahrheiten noch
Glauben was mir albern heute erscheint
Die Kanzlerin spricht sich derweil in München
Auf den dort Medientagen für transparente
Algorithmen aus was mit Freiheit zu tun hätte
Auch sollten Kinder künftig programmieren lernen
Es scheint sie ist im Neuland angekommen
Setzt die Schwerpunkte richtig was mehr ist
Als viele ihrer Generation überhaupt schaffen
Sie mag gut beraten sein aber so soll es sein
Wird Deutschlands Provinz endlich ans Internet
Angebunden statt sich auf Zentren zu konzentrieren
Dies Land ist reich gerade durch seine Vielfalt
Auch Bildung vermittelte sich so besser künftig
Medienkompetenz ist das Stichwort der Zukunft
Manche Schulen meiden Computer noch immer
Als wären sie Teufelszeug statt brauchbare Krücke
Zur Nutzung von Wissen und damit Aufklärung
So werden manche etwa Waldorfschüler noch
In der digitalen Steinzeit festgehalten müssen sich
Selbst beibringen was sie im Alltag brauchen werden
Unklar ist nur ob das nicht viel besser immer ist
Gemessen an den Computerkenntnissen meiner
Tochter hat die Beschränkung der Anthrobesoffenen
Ihrer Intelligenz und Suche nach Lösungen nicht
Geschadet eher im Gegenteil wuchs es in Opposition
Wie sehr diese Feststellung das System infrage
Stellt in das manche nie passen werden könnte
Erschüttern wüssten wir was erhaltenswert noch
Ist und fügten uns nicht nur aus Gewohnheit
Bevor ich mich nun bei meiner Tasse Tee unnötig
Aufrege freue ich mich lieber dass die Zeiten sich
Ändern und der Algorithmensatz der Kanzlerin
Ein positives Freiheitsverständnis doch verrät
Was daraus wird und wie sehr am Ende wieder
Die Macht der Konzerne über die Ideen der Freiheit
Triumphieren und Schranken in ihrem Interesse setzen
Ist noch offen aber zumindest bewegt sich etwas
Entscheidend ist zu begreifen wie sehr das Netz
Wie die Nutzung von Rechnern zur Verbindung
Eine Form einfach ist Freiheit zu leben die an sich
Wertfrei ist als bloße Form der Verständigung
Wer darin Werte und Standards setzen möchte
Soll es versuchen die Masse ordnet es allein
Die Intelligenz großer Gruppen zeigt auch das
Open Space mehr als nur irgendeine Idee ist
Noch haben wir Staaten die Normen setzen
Wie ihre Nichtbefolgung sanktionieren auch
Wenn dies eher anachronistisch und nutzlos
Im Angesicht globaler Medienwelten scheint
So ist das Netz und seine Funktionen auch
Ein Beispiel dafür wie eine Gesellschaft
Frei funktionieren sollte in der auch irgendwann
Die lauten Pegidioten wieder verschwinden
Was will dieses rechte Pack das einerseits
Den Staat beschimpft andererseits mehr
Staat unbedingt zur Sicherheit will um die
Gezüchteten Ängste wieder zu beruhigen
Die sich für Recht und Ordnung einsetzen
Dabei Grundsätze der Rechtsordung leugnen
Diesen Unsinn noch im Netz verbreiten will
Während die Kanzlerin noch dem Wort traut
Eine Regierungschefin die noch den Wert
Der Freiheit dort erkennt wo um sie derzeit
Am meisten gerungen wird ist beruhigend
So lasse ich die Medientage nun für sich
Sogar der Oberbayer war angesichts der
Dort technischen Pannen ungeahnt witzig
Was die Kanzlerin geradezu liebevoll parierte
Es scheint als wäre alles in bester Ordnung
Der nächste Streit kommt bestimmt über das
Gehetze des rechten Packs zur Terrorfahndung
In Thüringen und anderen Bundesländern
Will ich gerade gut gelaunt nichts mehr lesen
Beruhigend wie klar und scharf Gerichte nun
Verbale Straftaten im Netz verurteilen weil es
Nicht normaler Ton wieder werden darf gegen
Alle Fremden hier legal noch zu hetzen
Ein Sendeverbot für die Russenpropaganda
Sollte teilweise überlegt werden weil wir
Nicht wissen wir die verblendeten Idioten die
Sich dort bilden ließen je wieder los werden
Wer dortigen Verschwörungen im Interesse
Des Kremls unkritisch folgt während er laut
Lügenpresse skandiert lässt den Rinderwahn
Als harmlose Posse noch erscheinen
Was machen wir mit diesen mangelhaft nur
Demokratisierten Menschen aus dem Umfeld
Der Hörer der Russensender die zu einem
Großen Teil an Verschwörungen glauben
Ob auch Sachsen den dort größeren Teil
Erfolgreich integrieren kann scheint fraglich
Dies endlich zu erkennen wäre zumindest
Der erste Schritt zum friedlichen Erfolgt
Während die Kanzlerin erkannte was im einst
Neuland die Freiheit ausmacht scheint es doch
Möglich dass die Sachsen gegen die Blamage
Durch das Pack sich vernünftiger zeigen
Es ist nicht alles gut und manches mag auch
Noch kritisch wohl sein doch scheint es mir
Bei einer feinen Tasse Tee besser als erwartet
Sind die Aussichten gut egal ob es am Tee lag
jens tuengerthal 25.10.2016
Montag, 24. Oktober 2016
Sexwissen 024
Gibt es die richtige Stellung beim Sex
Mit der beide immer können oder ist das
Eine Illusion verhält es sich umgekehrt
Kann wer miteinander kann egal wie
Rein physisch betrachtet gibt es sicher
Bessere oder schlechtere Stellungen
Um den nervus pudendus zu reizen
Doch ist dies nur ein Teil des guten Sex
Offenheit miteinander wie Zuneigung
Füreinander können viel wichtiger sein
Wenn es nicht nur um die gymnastische
Übung des one-night-stands dabei geht
Sobald Gefühl im Spiel ist was es erst
Wirklich reizvoll macht im Gegensatz
Zum reinen Rammeln ist die Stellung oft
Weniger wichtig als das Gefühl dabei
Jede Stellung die gefällt kann gut sein
Wird die richtige für diejenigen sein die
Genau dabei zusammen kommen können
Wer sie kennt muss weniger probieren
Um so geringer die Chancen auf gemeinsame
Befriedigung desto höher ist meist auch das
Artistische Bedürfnis der Beteiligten um sich
Zumindest erfolgreich vom Frust abzulenken
Weiß nicht wie viele Sex haben ohne es je
Zu schaffen sich aufeinander abzustimmen
Weil das Verständnis füreinander völlig fehlt
Oder die Natur schlicht nicht zusammen passt
Für all diejenigen die wie ich heute vermute
Viel mehr sind als ich mir vorstellen konnte
Gibt es die Stellungsartistik statt Befriedigung
Haben sie zumindest sportlich was erreicht
Die immer mögliche Handmethode ist sicher
Das Mittel der Wahl in diesen Fällen doch kann
Dann nicht von Sex eigentlich gesprochen werden
Es handelt sich nur um Onanie zu zweit am Ende
Warum besonders die nicht zusammen kommen
Sich besonders gern in wilden Stellungen probieren
Weiß ich nicht vermute aber es ist eine Form der
Kompensation des Gefühls des Ungenügens
Kannte eine mit der bei mir nicht viel passierte
Weil ich ihre Lust nicht spürte sie einfach nicht
Mit Schwanz in sich kommen konnte es war Sex
Der egal war und immer in Onanie nur endete
Doch sie berichtete wie andere solche auch gern
Davon wie sie mit einem Liebhaber ihr Bett einmal
Zu Bruch gevögelt hätte was mir unglaublich schien
So langweilig wie es bei uns meist noch immer war
Nach ihrer Aussage hat sie nie mehr dabei empfunden
Könnte einfach nicht kommen was sich trotz vieler
Stellungswechsel leider immer wieder bestätigte nur
Die Theorie zur analen Stimulation verifizierten wir nicht
Andere mit denen es in einer Stellung gut ging behielten
Diese aus Gewohnheit am Ende gerne bei da es doch
Glück genug ist zusammen zu kommen es mehr dann
An Varianten eigentlich nicht mehr braucht zum Glück
Wo aus Gründen der Neugier oder äußerer Zwänge wegen
Mal eine andere Stellung abweichend probiert wurde zeigte
Sich dass es häufig genauso gut ging was dafür spricht
Dass wenn es passt es einfach passt nicht mehr braucht
Vielleicht liegt es auch an der Biegung des Schwanzes
Der mit manchem Verlauf des nervus besser korrespondiert
Was durch Stellungswechsel imitiert werden könnte doch
Zeigt sich bei denen mit denen nicht passiert selten mehr
Ob darum deren hohes Bedürfnis nach Varianten wirklich
Mit der Suche nach Lust zusammenhängt oder nicht mehr
Eine Art Ablenkungsversuch ist bei dem die darin leicht
Bewiesene Sportlichkeit als Erfolg genügt bleibt unklar
Auch die Lautstärke einer Frau beim Sex hat nicht
Unbedingt etwas mit ihrer echten Lust zu tun sondern
Häufig mit vielem anderen mehr als dem gezeigten
Was wie der Stellungskrieg oft auch viel Show ist
Als naturgemäß fauler Mann bevorzuge ich immer
Wenn sie oben ist was auch nach aller Erfahrung
Die höchste Wahrscheinlichkeit hat zusammen zum
Glück zu finden wenn es beiden denn vergönnt ist
Klappt es so braucht es eigentlich nichts sonst mehr
Auch wenn Varianten wie Stehen oder sonstiges sehr
Unterhaltsam sein können fehlt dabei doch oft die so
Schöne innige Nähe des sich Anblickens beim Kommen
Sehr schön und intensiv kann es auch sein wenn sie
Ihre Beine auf meine Schultern legt womit aber auch
Diese immer zwischen uns sind wenn es gerade ein
Bedürfnis nach Nähe oder Küssen zufällig gibt
Die Affenschaukel am Kronleuchter ist nett aber
Nur im Neubau zu empfehlen da Altbaudecken
Mehr zu blauen Flecken dabei führen als zur
Großen erhofften freischwebenden Befriedigung
Auch im Wasser kann sehr schön sein wobei
Jeder für sich entscheiden muss ob mit oder
Ohne Zuschauer am Meer oder in der Wanne
Schöner ist doch überzeugend fand ich es nicht
Einmal mit einer Liebsten das Kamasutra in allen
Denkbaren Varianten soweit uns möglich noch
Ausprobiert und bis zum Krampf nachgespielt
Fand ich es eher sportlich als sinnlich schön
Vielleicht liegt es auch an meiner immer
Etwas mokant lächelnden Haltung noch
Gegenüber jeder Form von nur Sport
Vermutlich bin ich schlicht ein Langweiler
Finde die Stellungen keiner weiteren Worte wert
Jeder möge alles probieren was gefällt doch reicht
Eine wenn es passt und beiden kommt vollkommen
Es ganz zu genießen wie glücklich damit zu sein
Diejenigen mit dem wildesten Sexleben die alles
Probiert hatten was denkbar war hatten meist eher
Ein Problem schlicht schönen Sex zusammen
Ganz zu genießen und variierten darum so sehr
Habe den durch nichts physiologisch belegbaren
Verdacht dass es viel mehr auf die Haltung zweier
Zueinander ankommt als die Stellung beim Sex die
Variieren muss wer keine Befriedigung finden kann
Dies kann am unterschiedlichen Verlauf des Nervs
Wohl liegen doch selten ist dieser allein nur für das
Wohlbefinden beim Sex verantwortlich sonst wäre
Der tollste Sex immer noch der alleine und für sich
Doch im Unterschied zur rasch erledigten Onanie
Geht es beim Sex um das Orchesterspiel zuerst
Wer da seinen Einsatz verpasst oder ohne Gefühl
Für den Takt nur mitspielt bleibt ein Störfaktor
Es soll viele Männer geben die es mögen wenn
Frau alles mit sich machen lässt was sie sich nur
Wünschen oder träumen finde das persönlich eher
Abschreckend weil Sex geteilte Lust nur sein kann
In welcher Stellung zwei zusammen kommen können
Müssen sie gemeinsam herausfinden wo es mangelt
Sollten sie sich offen auf die Suche nach dem Glück
Begeben da Sex ohne nur eher entbehrliche Onanie ist
Sollte es tatsächlich stimmen dass über die Hälfte
Aller Paare nie zusammen kommt wundert mich der
Überall Stellungskrieg nicht mehr weiter fraglich nur
Was solche Paare am Sex interessant noch finden
Vielleicht ist das der Grund warum nach der Neugier
In den meisten Ehen oder längeren Beziehungen der
Sex irgendwann einschläft als nicht so wichtig gilt
Weil doch nur die Liebe angeblich zählte
Ob die Liebe aber eine taugliche Krücke für den
Nicht vorhandenen Sex sein sollte scheint fraglich
Besser beide strebten nach neuen Varianten dann
Oder suchten sich den passenderen Partner noch
Sex ist sicher nicht alles im Leben aber ein Leben
Mit schlechtem Sex ist schlechter als eines ohne
Weil wir uns unbefriedigt nur im andern befriedigen
Was auf Dauer alle Beteiligten unzufrieden macht
Nach verschiedenen Versuchen dauerhafte Liebe
Mit Frauen durch Versprechen zu garantieren noch
In der Hoffnung auch der Sex würde dann besser
Glaube ich nicht mehr wirklich an Veränderung
Gerade die waren alle körperlich wunderschön
Nahezu perfekt gebaut meist sehr gut trainiert
Beherrschten ihren Körper eigentlich sehr gut
Nur fallen lassen lag ihnen seltsam nicht so
Es soll Männer geben denen es egal ist was
Mit Frau dabei passiert ob sie kommt oder
Ihnen nur etwas vorspielt solange sie es nur
Gut macht und alles mitmacht was sie wollen
Vielleicht sind das die großen Helden im Bett
Weiß es nicht so genau jedenfalls erzählten
Die nicht zusammen kommen konnten mir
Immer von den anderen die einfach kamen
Das einzige was ich mir noch aus dem einst
Kamasutra gemerkt habe ist dass Orgasmen
Lebenskraft sind die wir uns gegenseitig dabei
Schenken können oder eben auch nicht
Wo es daran mangelt ist der Sex entbehrlich
Raubt mir mehr Kraft als er gibt bringt keine
Befriedigung und hinterlässt logisch unzufrieden
Frauen die nicht kommen machen mich impotent
Wer schon einmal gefühlt hat wie sich im Moment
Des Höhepunkts alle Muskeln in Scheide oder Anus
Fest zusammenziehen wird es nie mehr vergessen
Da kann Frau noch so laut stöhnen es hilft nicht
Wo dies auch noch gleichzeitig geteilt wurde ist
Das Glück vollkommen und die Stellung völlig egal
Dann möchte ich nur noch dankbar küssen oder
Selig im Arm halten weil das Leben so schön ist
Vergessen wir also die Stellungen die nur braucht
Wer sein Glück nicht ganz einfach miteinander findet
Es braucht wenige Varianten beim Sex wie überhaupt
Dabei nur eines nötig ist nämlich zusammen kommen
Ob es passt stellen wir meist erst dabei fest doch
Leider neigen viele gerade Romantiker wie ich
Dazu sich mäßigen Sex schön zu lügen um der
Liebe wegen bis wir irgendwann einfach platzen
Klüger wäre es ehrlich zu sein und sich dann wenn
Mäßiger Sex nach einiger Zeit mäßig bleibt so auch
Wieder zu gehen doch leider ist es häufig mit dem Sex
Umgekehrt proportional zum erhofften Gefühl noch
Ob diejenigen die das große Glück kennen noch die
Größeren Genießer sind oder doch eher die welche
Es nehmen wie es kommt und immer können weiß ich
Nicht nach oben wird die Luft eben immer dünner
Männer die zu Huren gehen legen auch keinen Wert
Auf die echte Lust ihrer Partnerin lassen sich gern
Einen vorgauckeln was den Markt dort groß macht
Fand den Sex im Bordell immer überflüssig öde
Sex ohne zusammen zu kommen ist genauso
Wie Sex im Bordell hoch bezahlt für mäßiges
Was wir umgekehrt emotional noch begründen
Unabhängig von der Stellung nur sportlich noch
Wer sich für Stellungen mehr interessiert als für den
Gemeinsamen Höhepunkt hat meist ein Problem mit
Letzterem warum ersteres auch entbehrlich ist was
Am Ende beides aufhebt und zeigt worauf es ankommt
jens tuengerthal 24.10.2016
Bibliothekentag
Einer der schönsten Bibliotheken im Land
Hat am Tag der Bibliotheken Geburtstag
Welch doppelt schönes Gedenken
Am Tag der Bibliotheken macht Berlin
Mal wieder nichts und viel sonst noch
Wie üblich also Bücher haben in dieser Stadt
Keinen Wert was nur für Sammler gut ist
Bibliotheken gibt es einige an der Spree
Die größten wenn auch nicht schönsten
In sachlicher Verwaltung waren Preußen
Schon immer gut egal was und für was
Reden wir also am Tag der Bibliotheken
Weniger über mein Heimatdorf das mit
Büchern so lieblos umgeht wie mit vielem
Manche nennen es auch Bescheidenheit
Es gibt glänzend schöne Bibliotheken
Im ganzen Land verteilt wobei sicher eine
Der schönsten in Weimar steht nun auch
Wieder aufgebaut nach dem Brand
Anna Amalia genannt nach der Mutter
Des Herzogs mit dem Goethe befreundet
Die selbst Herzogin von Sachsen-Weimar
Eisenach den Musenstaat erst formte
Als Regentin für ihren Sohn nach dem
Frühen Tod ihres Gatten holte sie bereits
Wieland als Erzieher an den Hof hatte auch
Später zu Goethe ein sehr enges Verhältnis
Ob die geistige Nähe der gebildeten Herzogin
Aus dem Hause Braunschweig-Wolfenbüttel
Zu Goethe über geistiges hinausging wurde
Über alle Jahrhunderte viel gemutmaßt noch
Es mag dahinstehen ob der hessische Dichter
Mit der zehn Jahre älteren Landesmutter mehr
Als die Musen liebte es ehrte wenn wohl beide
Darum mag es ihr Geheimnis gern bleiben
Die hoch gebildete und belesene Herzogin
Trug selbst 5000 Bände zu der seit 1991 erst
Nach ihr benannten Bibliothek bei die Goethe
Bis zu seinem Tod 1832 als Direktor leitete
Unter Goethes Leitung verdoppelte sich der
Bestand der Sammlung auf 80.000 Bände
Zu einer der wichtigsten Bibliotheken des
Reiches wohl und Magnet für viele Dichter
Neben den Klassikern der Aufklärung enthielt
Die Bibliothek der Herzogin Anna Amalia ganz
Überraschend viel Literatur von Frauen wie über
Frauen mit sogar viel deutscher Literatur dabei
Im Gegensatz zu ihrem Onkel Friedrich dem Großen
Hat sie die Hinwendung zur deutschen Literatur auch
In ihrer privaten Bibliothek mit vollzogen was sie noch
Mehr und besser zur Patin dieses Tages quasi macht
In der Bibliothek der Anna Amalia fand sich auch
Ein Exemplar der Frauenliteraturgeschichte in 10 Bänden
Von Louis de Sauvigny von der Antike bis in die Gegenwart
Sowie die Querelle de femmes als feministische Apologien
Als Herzoginmutter zog sie sich nach dem Ende ihrer
Regentschaft für den Sohn aus der Politik ganz zurück
Lud die Geistesgrößen ihrer Zeit im Sommer ein sie auf
Schloss Ettersburg zu besuchen zum Austausch
Die Weimarer Landesmutter brillierte nicht nur als
Gastgeberin sondern komponierte auch selbst
Was sie versweise auch mit Goethe zunächst verband
Als Schiller kam zog sie sich mehr wieder zurück
Doch neben der Patin dieses Tages die ob beabsichtigt
Oder nicht für ein Ideal klassischer Bildung stand es
Im Rahmen ihrer Möglichkeiten in vielem auch lebte
Gilt es die Bibliotheken lesend zu würdigen
Büchersammlungen sind ein Glück und wie selig ist
Wer in einer solchen auch noch lebt die mitwächst
Im Zeitalter von Wikipedia und des Internets in dem
Google alles digitalisiert fragt sich was es noch braucht
Wie lange das kurzlebige Netz halten wird als Speicher
Ob die Software in tausend Jahren noch lesen kann was
Menschen heute speichern ist gänzlich ungewiss anders
Als bei allen gedruckten Bänden die lebenslänglich bleiben
In Zeiten der Ressourcenknappheit ist es gut weniger Papier
Noch zu bedrucken um Rohstoffe für die Zukunft zu erhalten
So ist der digitale Speicher nützlich und für vieles gut doch nie
Ein Ersatz des Buches als Kulturgut der Menschheit das bleibt
Es braucht keine Zeitungen mehr in Papier so wenig wie es
Betriebsanleitungen und ähnliches künftig ausgedruckt braucht
Dafür kann der Schatz der Erinnerung als solcher besser noch
In Bibliotheken gepflegt werden die das Gedächtnis der Welt sind
Gäbe es die Bibliothek in Alexandria noch die einst ein Weltwunder
Nicht nur ihren heute modernen Nachbau wüssten die Menschen
Gerade auch in Thüringen vielleicht besser wie viel unsere Kultur
Dem Islam als Retter griechischer Weisheit verdankte noch
Die islamische Welt hatte riesige Bibliotheken war gebildet wie
Hochkultiviert als das Christentum noch Bildung verachtete was
Augustinus in seiner Beschränktheit so treffend beschrieb als
Das Abendland völlig unkultiviert längst wieder geworden war
Viele Bibliotheken können uns lehren wie nah die Menschheit
Verwandt ist und wie weit die Bänder des Handels einst reichten
Als die Welt noch zu Fuß oder mit Pferden bereist wurde was
Im Zeitalter der neuen Intoleranz dringend nötig scheint
So sind die Bibliotheken Leuchttürme der Toleranz wie des
Wissens in aller Welt wagen wir auf sie zu scheuen um uns
Von ihnen den rechten Kurs weisen zu lassen in die Zukunft
Gerade im digitalen Zeitalter sind sie nötiger noch als je
jens tuengerthal 24.10.2016
Sonntag, 23. Oktober 2016
Sexwissen 023
Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, dass du deinem Bruder Samen erweckest. Aber da Onan wusste, dass der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, ließ er's auf die Erde fallen und verderbte es, auf dass er seinem Bruder nicht Samen gäbe. Da gefiel dem Herrn übel, was er tat, und er tötete ihn auch.
Genesis 38, 8-10
Onanie ist Liebe an und für sich
Sex mit jemanden den wir meist
Am besten kennen führt immer
Zur gewünschten Befriedigung
Wer sich selbst befriedigt weiß was
Gut tut und kann sich ganz genießen
Dagegen sind alle die dies ablehnen
Häufiger unbefriedigt in ihrer Natur
Die Bibel wie die ihr folgenden Sekten
Lehnen sie als unrein ab am Beispiel
Des Onan aus der Genesis der nicht
Die Witwe seines Bruders befruchtete
Onan setzte so nicht die Stammeslinie
Fort nach der er verpflichtet war seinem
Toten Bruder Nachkommen zu schaffen
Sondern ließ den Samen auf den Boden
Ob das nun ein coitus interruptus war
Oder er sich schlicht einen runterholte
Sagt die Bibel nicht ausdrücklich mehr
Jedoch genügte es zur Todesstrafe
Ob die Tat an sich verwerflich war
Oder nur ihr Ergebnis den Samen
Nicht in die Schwägerin wie es das
Gesetz wollte zu geben ist unklar
Dennoch haben die ihr folgenden
Sekten daraus abgeleitet Onanie
Sei verboten und eine böse Sünde
Die schwer bestraft werden muss
Dieser Unsinn blieb lange lebendig
Generationen von Menschen haben
Sich verboten was ihre Natur ist
Sexualität wurde an sich zum Tabu
Es fragt sich was an der Natur je
Schlecht sein soll ob ich nun einen
Gott mir dazu erfinde oder lieber
Nicht um natürlich frei zu sein
Sicher ist schlecht was uns nur
Unbefriedigt unglücklich sein lässt
Egal ob es das Risiko sexueller Gewalt
Deutlich erhöht durch die Gläubigen
Zeit darum im Gegenteil ein Plädoyer
Für die Onanie zu halten als sicherste
Art sexueller Befriedigung wie immer
Besseren Druckausgleich als nur Sex
Überhaupt fragt sich warum der Sex
Mit sich so gering geschätzt wird wo
Er doch vom Ergebnis her noch meist
Der am sichersten befriedigende ist
Auch gemessen am Zeitaufwand
Im Verhältnis zum Ziel ist wohl die
Onanie der effektivste Sex sehen
Wir vom Naturzweck einmal ab
Die Natur will nur Fortpflanzung
Hat diese angenehm gemacht
Damit wir sie immer gerne suchen
Was die Chancen deutlich erhöht
Doch wird weder der Samen noch
Das nur einmal monatlich überhaupt
Zur Verfügung stehende Ei dadurch
Schlechter dass wir sonst onanieren
Es ging also beim Onanieverbot nie
Um den Zweck der Fortpflanzung
Sondern um moralischen Druck der
Sich gegen unsere Natur richtete
Diese Macht über die Sexualität
Wurde jahrhundertelang missbraucht
Statt die Freude an der Lust mit sich
Zu loben wurde sie verboten
Wer entscheidet was erlaubt ist
Auch wenn es nur um die erfundene
Seele dabei geht hat die Macht was
Alle Sektengründer bald erkannten
Sex mit sich ist für viele Menschen
Die einzige Form solchen zu haben
Warum sie das mögliche besser noch
Genießen würden statt es zu tabuisieren
Onanie ist wunderbar sie dient der
Zufriedenheit und macht ausgeglichen
Gemessen an den seltenen Fällen des
Wirklich guten Sex lohnt sie immer mehr
Wer gegenseitig und gemeinsam auch
Gleichzeitig befriedigenden Sex genießt
Wird sich keine weiteren Gedanken dazu
Machen alle übrigen onanierten besser
Schauen wir wie oft Beziehungen daran
Scheitern dass einer dem Trieb folgt wäre
Schon lange geboten statt fremde Lust
Auszuprobieren mehr zu onanieren
Für die Treue in Beziehungen wäre es
Sicher besser als moralische Gebote
Die den Druck nur erhöhen mit dem
Erwartbaren Ergebnis des Scheiterns
Fraglich nur ob sich noch viele dauerhaft
Auf Beziehungen einließen sofern sie erst
Erkennen alleine geht es viel besser ohne
All den sonst Beziehungsstress dabei
Was verständlich macht warum eine
Gesellschaft weniger Interesse daran
Hat dass die Menschen glücklich auch
Mit sich sind statt Kinder zu machen
Denken wir daran dass es wenige Tage
Im Monat nur sind die überhaupt für die
Sozial gewünschte Befruchtung passen
Fragt sich was den Rest der Zeit ist
Gemessen am Ergebnis wie den Folgen
Zufriedenerer Menschen die es auch in
Ihren Beziehungen besser aushalten wäre
Eine Umwertung der Onanie geboten
Sie ist sozial wünschenswert führt eher
Zum gewünschten Ergebnis noch heiler
Beziehungen als vieler sonst Sex wozu
Wir nur umdenken lernen sollten zuvor
Onanie ist gut und bedeutet sicher
Weniger Missbrauch bei dem sich ja
Die tabuisierenden Sekten so hervortaten
Sie genießen können macht erst frei
Was tun wir uns für Sex nicht alles an
Welche Risiken gehen wir ein statt uns
Ganz einfach selbst zu befriedigen
Riskieren manche dafür ihr Leben
Beim Sex mit sich ist noch keiner
Mit einer Krankheit infiziert worden
Es führt auch zu sonst keinen Folgen
Die negativ für den Körper wären
Onanie tut gut und ist gesund es geht
Denen die es gerne tun damit besser
Sie sind ausgeglichener und sparen
Geld das etwa Prostituierte kosteten
Diese Ruhe und Gelassenheit birgt
Nur die Gefahr dass sich weniger
Menschen auf eine Beziehung noch
Einlassen fraglich ob das wer will
Gemessen am Glück könnte es
Für beide von Vorteil sein dafür
Besser neue Formen hervorbringen
Statt schlechten Sex zu haben
Vielleicht gibt es für jeden Menschen
Den passenden Sex-Partner mit dem
Alles Glück der Welt möglich ist wer
Den Glauben hat soll ihn ruhig leben
Die meisten jedoch leben in irgendwie
Kompromissen die selten der Traum
Bleiben der sie anfänglich schienen
Sondern in Gewohnheit überleben
Es gibt manchmal gute Gründe diese
Gewohnheit etwa für Kinder aufrecht
Noch zu erhalten auch dann ist Onanie
Sicher das Mittel der besseren Wahl
Genießen wir die Selbstbefriedigung
Frei von aller Moral ganz natürlich
Sie tut uns besser als viele Versuche
Die in Beziehungen so oft scheitern
jens tuengerthal 23.10.2016
TeaTime
Eigentlich sollte immer
Zeit für Tee noch sein
Doch jetzt ist Teestunde
In England begannen sie damit
Den Tee zu zelebrieren wie es
Schon Jahrhunderte vorher längst
In China Japan und Indien üblich war
Wer es anfing verliert sich noch im ewig
Sagenhaften doch viel spricht für die Infantin
Katharina von Braganza aus Portugal die als
Gattin Karls II. von England den Tee liebte
Guten Tee zubereiten braucht Zeit
Grüner auch die richtige Temperatur
Teegenießer kosten ihn lieber pur
Außer ostfriesisch oder englisch
Ob beim englischen Tee zuerst die Milch
Dann der Tee in die Tasse kommt oder
Doch lieber umgekehrt ist heiß umstritten
Der Queen wird beides längst nachgesagt
Die Ostfriesen nehmen lieber Sahne die sie
In den Tee tropfen lassen für das schöne
Gestöber im Schnee im Moment der dann
Auflösung des auf Kluntjes gegossenen Tees
Tee braucht Zeit und Tee schenkt Zeit
Lässt uns innehalten während des noch
Ziehens bis sich sein Aroma entfaltet ist
Ein verzögerter Genießer immer wieder
Beim abkühlen entfaltet sich der Geschmack
Feinen Tees erst langsam zu vollem Aroma
Ob chinesisch oder indisch manchmal auch
Japanisch oder seltener noch anderes
So ist der Tee eine Zeremonie die Zeit schenkt
Es genießt der Teetrinker langsam vorsichtig
Tee wird selten gesoffen sondern getrunken
Zu seinem Schutz wie des Tees Würdigung
In einem geruhsamen Moment den sich nehmen
Können wie es gefällt wahrer Reichtum erst ist
Wird ein Tee zubereitet und mit Zeit genossen
Ob dazu gegessen wird ist eine Appetitfrage
Queen Victoria angeblich immer hungrig führte
Die Mahlzeiten zum High Tea oder auch die
Sandwiches beim Afternoon Tea ein was immer
An solch königlichen Gerüchten wahr sein mag
Der Royal Tea ist der Afternoon Tea bei dem zum
Tee noch Champagner oder Sherry serviert werden
Doch kommt es weniger auf traditionelle Zeremonien
Dabei an als sich selbst Zeit dafür noch zu nehmen
Wer Zeit hat wird guten Tee in Ruhe sich bereiten
Mit der richtigen Temperatur trinken wie langsam
Schluck für Schluck genießen um dabei noch zu
Plaudern oder noch besser für sich zu lesen
Die Geselligkeit bei der Teestunde wird überschätzt
Sagt der Genießer der gern beim Tee für sich ist
Doch kann es auch himmlisch sein wo sich zwei
Teetrinker finden in der Wüste der Kaffeetrinker
Wer einmal für einen Tag Schokolade in Tee
Oder Kaffee legte erkennt den Unterschied
Beim Tee schmeckt dieser schokoladig während
Beim Kaffee die Schokolade danach schmeckt
Tee ist fein und zärtlich wo wir ihn lassen
Nichts ist weniger aufdringlich als guter Tee
Doch hinterlässt er eine Erinnerung auf der
Zunge die sensibler in Zukunft macht
Die Qualität des Wassers kann entscheiden
Nicht alles was aus dem Hahn kommt ist als
Teewasser je brauchbar noch doch wird auch
Manches Mineralwasser dabei überschätzt
Bei einfachem schwarzen Beuteltee mag es
Nicht auf Wasserhärte oder Temperatur noch
Ankommen aber ein feiner Chinese oder Inder
Entfaltet sich nur optimal gebrüht ganz für uns
Nun habe ich die Teestunde über über den Tee
Geschrieben und meine Liebe zu diesem was
Weniger ist als zu lesen aber doch eine Art
Verehrung des geliebten Getränks der Weisen
jens tuengerthal 23.10.2016
Sexwissen 022
Erhöht an Sex denken auch die
Wahrscheinlichkeit Sex zu haben
Oder behindern uns die Gedanken
Als Erwartungen eher dabei
Desinteressiert zu sein hilft nach
Aller Erfahrung immer mehr auch
Dem anderen als eine reizvolle
Eroberung zu erscheinen
Wer andere begierig ansieht wird
Eher als aufdringlich lästig gesehen
Während größte Gelassenheit mehr
Dazu beiträgt Interesse zu wecken
Dies ist immer eine Gratwanderung
Zwischen Ablehnung und Neugier
Die im richtigen Moment reagieren
Soll wenn Neugier geweckt ist
Dies gilt für beide Geschlechter gleich
Auch wenn es unterschiedliche Folgen
Hat im Verhalten was sich daraus ergibt
Was mehr noch mit Mustern zu tun hat
Der Gedanke an Sex ist wenn wir jemand
Kennenlernen naheliegend und doch bewirkt
Er oft das genaue Gegenteil der Wünsche
Bis wir es einverständlich dann wollen
Der Wechsel von Anziehung und Überdruß
Lässt uns am Anfang auf dünnem Eis noch
Balancieren bei dem der direkte Gedanke
Männern zumeist abträglich noch ist
Wo wir anfangen an Sex zu denken wächst
In uns die Erwartung es mögen sich die
Wünsche hinter den Gedanken konkret
Erfüllen was dem Ziel eher abträglich ist
Wer erwartungslos bleibt kann dagegen
Genießen was nebenbei passiert ohne
Ein konkretes Ziel zu verfolgen lieber
Im Moment tun was dann geboten ist
Vermute dass dies bei Frauen anders ist
Auch wenn es vermutlich kaum eine je
Bestätigen wird gehen diese doch dabei
Zielbewusster beim Spiel umeinander vor
Nicht an Sex zu denken ist nach der Natur
Nahezu unmöglich wenn wir der Leidenschaft
Miteinander folgen doch hat sich gezeigt dass
Am meisten passiert wo ich an nichts denke
An Sex zu denken ist Teil unserer Natur
Dennoch steht uns diese häufiger entgegen
Wenn wir nicht nur denken sondern lieber
Auch Sex haben wollen statt nur zu träumen
Nicht wollen heißt oft eher können als wenn
Wir unbedingt wollen was zu sichtbar scheint
Vermutlich zeigen wir den Wunsch in allem
Was den Reiz der Eroberung immer mindert
Leider passiert meist nichts wo wir uns
Voll auf etwas anderes nur konzentrieren
Hier gilt es sensibel den Unterschied noch
Wahrzunehmen ab wann mehr gefragt ist
Nichts mehr wollen macht interessant
Wo Interesse geweckt ist geht es nur
Darum die Neugier wach zu halten ohne
Durch zu viel Interesse abzuschrecken
Bei dieser Gratwanderung an Sex denken
Erhöht die Wahrscheinlichkeit abzustürzen
Warum es gegen die Natur lieber vermieden
Werden sollte bis es dazu dann doch kommt
Warum es manchmal dennoch dazu kommt
Könnte am Überwiegen der Natur liegen die
Uns dann triebhaft zueinander zieht fraglich
Nur ob wir uns darauf beschränken sollten
So scheint am Ende alles zu den Gedanken
An Sex gesagte in der Realität wieder relativ
Gültig nur weil die Natur manchmal einfach
Mehr anzieht als alle Sitten uns lehren
Doch für die meisten anderen Fälle hilft
Männern sicher weniger zu wollen um
Interessanter zu wirken als sie es wären
Wenn sie unbedingt wollen würden
Im übrigen greift bei den Fällen in denen
Uns die Natur gegen alle Vernunft treibt
Diese auch ohne unsere Gedanken zu
Warum nichts wollen meist weiter hilft
Über die Ausnahmen müssen wir uns
Keine Gedanken mache die passieren
Einfach und wir können sie genießen
Ansonsten ist weniger meist mehr
jens tuengerthal 22.10.2016
Samstag, 22. Oktober 2016
Freitodtäter
Wer sollte auch bestraft werden
War er erfolgreich ist der Täter tot
Wo nicht braucht es eher Hilfe
Anders ist es bei der Beihilfe
Wer einem anderen dabei hilft
Kann dafür bestraft werden wenn
Er für den anderen verantwortlich ist
Es ist Ausdruck unserer Freiheit dass wir
Über unser Leben entscheiden können
Auch wenn es meist wo wir es tun eher
Krankheit und Hilflosigkeit ausdrückt
Diese Freiheit ist so wertvoll wie die Würde
Des Menschen schutzwürdig die sich eben
In seiner Freiheit auch ausdrückt warum es
Falsch wäre hier Helfer zu bestrafen
Anderes gilt nur bei denen die eine Pflicht
Haben für den anderen zu sorgen was bei
Nur Nachbarn oder Schaulustigen wohl zu
Verneinen sein wird ganz grundsätzlich
Ob die Nachbarn in Schmölln Garanten für
Das Leben des fünfzehnjährigen Somaliers
Waren scheint mehr als fraglich womit wohl
Jede Strafbarkeit der Anfeuerung entfällt
Dies scheint ungeheuerlich weil es doch
Eine Lebensverachtung ausdrückt die
Kein Staat als normal hinnehmen darf
Solange er das Leben schützen will
Der Hass gegen Flüchtlinge hat damit einen
Neuen Grad erreicht der auch vor dem Leben
Des anderen keinen Respekt mehr hat was
Sehr an Deutschland nach 1933 erinnert
Flüchtlinge sind an vielen Orten im Osten
Nicht willkommen sondern werden gehasst
Menschen haben Angst vor Überfremdung
Auch wenn unbegründet doch gefährlich
Auch wenn es juristisch keine Mittel gibt
Solche Menschen die einen Jungen bei
Seiner Tat gegen sich unterstützen muss
Die Gesellschaft darauf dringend reagieren
Es ist eine Verrohung der Sitten wie sie
Auch im Schießbefehl an der Grenze
Den die AfD-Damen populistisch forderten
Deutlich wurde die lebensgefährlich ist
Dagegen braucht es einen Aufschrei
Keinen Schrei nach Bestrafung sondern
Eine moralische Verurteilung die sich
In einer klaren Abgrenzung ausdrückt
Was in Thüringen geschah ist nicht normal
Darf nie normal werden ist nur Ausdruck
Von Hass und Angst die krank ist was so
Genannt werden muss zur Abgrenzung
Zugeben und erkennen dass ein Teil
Der Bevölkerung vor allem im Osten
Die Werte unserer Verfassung nicht teilt
Könnte helfen dagegen vorzugehen
Wer sich der Situation nicht stellt
Wird nichts daran ändern können
Es ist nötig klar zu sagen dass dort
Asoziale kranke Menschen handeln
Dieses klare moralische Urteil ist
Die Aufgabe der Politik statt über
Eine falsche Bestrafung auch nur
Zu diskutieren braucht es Moral
Nur klare Werturteile können nun
Ein Signal geben wie es nötig ist
Dies teilweise verkommene Land
Aufzurütteln bevor es zu spät ist
jens tuengerthal 22.10.2016
Freitag, 21. Oktober 2016
Bücherträume
Zum Träumen uns gern laden
Seite um Seite schön wie nie
Können wir in ihrem Geist baden
Es wächst uns aus allen Bänden
Ein Traumzauber in den Geschichten
Buchstabenwelten an den Wänden
Die ganz wilden wie die schlichten
Wer nun zu träumen wagt kann sehen
Wie bedrucktes Papier viel mehr noch
Wird wo wir zur Lektüre erst übergehen
Aus dem nur Buch entspringt es doch
So leben Bücher in uns weiter in Gedanken
Verändern unser Denken Treiben Lieben bald
Lassen wir uns lesend gehen im Schwanken
Durch den verzauberten geliebten Bücherwald
Was ist noch wirklich was bleibt nur erlesen
Zählt für den Leser noch wo er glücklich liest
Wann er lesend träumt und was real gewesen
Oder ist Wirklichkeit nur was du lesend siehst
So verschwimmen wohl Lesern die Welten
Was in unserem Alltag nicht gern gesehen
Lassen sich Leser oft als Träumer schelten
Dabei lassen sie nur die Gedanken wehen
Wie reich und stark sind eigentlich erst jene
Die aus Buchstaben sich neue Welten formen
Wo ich statt Geld und Erfolg Lesezeit ersehne
Fall ich als Leser aus allen Erwartungsnormen
Bücher enthalten so viel mehr als jene ahnen
Die lesend nur Buchstaben addieren dabei
Geschichten als Soll erledigen und sich mahnen
Müssen zum Lesen froh sind wenn es vorbei
Lass dich ganz in Bücher fallen um in ihnen
Neu zu leben dann lassen sie dich frei fliegen
Du ergibst dich ihnen damit sie dir ganz dienen
So werden sie beflügeln um dich rum zu kriegen
Die Traumwelt der Bücher ist ganz real und nah
Wer liest erlebt sie jeden Tag aufs neue schön
Was ist gut als was mich glücklich dabei sah
Drum ans Lesen ich mich lieber doch gewöhn
Mit Büchern kann ich glücklich für mich leben
Genieße ihre Treue buchstäblich jeden Tag
Brauch nicht verzweifelt nach Liebe streben
Gehe fremd und kehre wieder wie ich mag
So lasse ich aus Büchern meine Träume
Lesend neue Wege gehen am selben Ort
Es erscheinen mir zauberhafte Räume
Bin überall zugleich und muss nie fort
Was sollte ich in der Welt noch suchen
Wo mein Haus voller Bücher doch steht
Warum über Reisekosten je noch fluchen
Wenn aus Büchern schönstes mir weht
Reise nach nirgendwo und bin doch überall
Kenne die Welt besser als viele Reisende
Gelange seitenweise von hier bis ins Weltall
Brauche nichts als gute Bücher am Ende
jens tuengerthal 21.10.2016
Donnerstag, 20. Oktober 2016
Schlepperfangen
Geld verdient ist ein Schlepper
Diese werden bekämpft obwohl
Sie nur tun was andere wünschen
Sie sind Dienstleister der Hoffnung
Weil wir nicht zugeben wollen dass
Eine Aufnahme aller armen Menschen
Auch die Reichen etwas überforderte
Es gibt ein Grundrecht auf Asyl das als
Lehre aus dem Nationalsozialismus gilt
Doch wurde dieses Recht europäisch
Durch die Drittstaatenregelung ausgehöhlt
Einmal machte Deutschland nun eine
Kurze rühmliche Ausnahme unter Merkel
Weil die Not offensichtlich war doch nun
Bekämpft auch die Bundeswehr Schlepper
Eine Verteidigungsarmee im Kampf gegen
Die Hoffnungsträger der Flüchtlinge um so
Noch die innere Sicherheit zu verteidigen
Welche Angstbeschwörung neu gefährdet
Sind Gesetze die eine Schleppertätigkeit
Unter Strafe stellen mit den Grundrechten
Überhaupt vereinbar ist der dort Einsatz
Der Bundeswehr nicht ein Angriffskrieg
Solange Europa Flüchtlingen Asyl gewährt
Was außer den Rechtsradikalen noch keiner
Ernsthaft in Frage stellt ist es unzulässig ihren
Helfern und Helfershelfern Srafen anzudrohen
Solche Gesetze dürften vor der EMRK niemals
Bestand haben weil sie schlicht illegal auch sind
Dieser Wertekonsens muss verdeutlicht werden
Vom Gegenteil leben noch die Populisten hier
Was Pegida und AfD fordern wäre in Europa
Grundrechtswidrig und zeugt von einem ganz
Grundsätzlichen Missverständnis zum Recht
Das endlich ernsthaft verteidigt werden muss
Schlepper sind Helfer und Helfershelfer der
Menschen in Not und es ist dabei egal ob sie
Aus Ehrgefühl helfen oder um davon zu leben
Weil der Beweggrund nicht die Tat bewertet
Wo Flüchtlinge Asyl genießen und haben dürfen
Darf kein Gesetz ihre Helfer zu Kriminellen noch
Stempeln weil dies rechtlich untragbar wäre auch
Wenn es politisch zeitweise geboten schien
Lösungen gibt es nur in deren Heimat wenn
Überhaupt viele Probleme lösbar sind wozu
Das Eingeständnis eigener Inkompetenz
Gehört was politisch äußerst unbeliebt ist
Wer nicht helfen will muss sterben lassen
Was nach deutschem wie europäischen Recht
Noch viel weniger tragbar wäre als die nun
Bestrafung der Helfer als Schlepper vor Ort
Schlepper gibt es und sie verdienen gut weil
Kein Staat Flüchtlingen legal einreisen lässt
Sondern sie gerade nach Deutschland sich
Verborgen schmuggeln lassen müssen
Diese Differenz zwischen grundgesetzlichem
Anspruch auf Asyl und seiner faktischen längst
Aufhebung durch die Jagd auf Schlepper wie
Die Verträge mit Erdogan ist das Problem
Es ist eine grauenvoll verlogene Unehrlichkeit
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit die sich
Hier offenbart und die den Populisten Raum
Für ihre rechtswidrigen Lügen lässt in Europa
Bei einer gerechten Verteilung aller Flüchtlinge
In der EU wäre auch ganz Syrien kein Problem
Zu integrieren und aufzunehmen doch sollten wir
Genau diese Ehrlichkeit nun dringend fordern
Wer Schlepper jagt hebt das Asylrecht faktisch auf
Hat keine Argumente gegen diejenigen die genau
Das mit beschworener Angst nun fordern weil sie
Um ihren Wohlstand im engen Horizont fürchten
Endlich anerkennen dass Recht und Ordnung
In Ausnahmesituationen auch der besonderen
Verteidigung bedürfen damit Europa stark bleibt
Stärkte Zusammenhalt besser als Schlepperjagd
Wer Grenzen sichert vor denen Menschen noch
Zu Tausenden ertrinken fördert damit Schlepper
Die er andererseits verlogen gegen die eigenen
Verfassungsgrundsätze noch bekämpfen lässt
Wir haben in Europa hohe Grundwerte zu denen
Auch die Menschenrechte gehören die es nun
Gegen Feinde von Innen zu verteidigen gilt damit
Der Kontinent attraktiv und erfolgreich bleibt
Erkennen wir endlich an es geht hier nicht um
Ein ominöses christliches Abendland sondern
Die Werte der Aufklärung für die heute Europa
Steht und die es zu verteidigen gilt gegen alle
Nicht die mittelalterliche Sekte des Islam ist
Eine Gefahr für Europa außer für Ängstliche
Die sich ihrer Werte nicht sicher genug sind
Sondern die Angst der Menschen voreinander
Europa braucht eine neue Aufklärung in der
Die neuen Bürger wie mancher auch hier noch
Aus mittelalterlicher Finsternis des Glaubens
Sich endlich kritisch aufgeklärt befreit
Wer Europa verteidigen will muss diese Werte
Zuerst verteidigen um nicht Opfer von Radikalen
Feinden der Freiheit auch hier wieder zu werden
Statt mit Schleppern nur Helfer zu bekämpfen
Europa hat sich mit Kant und den Enzyklopädisten
Von der moralischen Vormacht Gottes befreit da es
Über dem Gewissen nach dem kategorischen Imperativ
Nichts mehr logisch geben kann noch moralisch braucht
Halten wir uns an das Gewissen und die reine Vernunft
Wird sie die Lösung klar und deutlich zeigen die Europa
Braucht um Anspruch und Wirklichkeit zu vereinen statt
Sich mit verlogenen Jagden weiter nur zu blamieren
Ändern wird sich nur etwas wenn wir für die Menschen
Vor Ort Perspektiven und Frieden schaffen denn jede
Höhere Mauer erhöht nur den Preis für die Schlepper
Wer nicht sterben will wird es dennoch versuchen
Auch die Populisten haben keine andere Lösung
Sie geben sich nur martialisch um die dumme Masse
Zu beeindrucken ohne brauchbare Antworten auf die
Tatsächlichen Fragen geben zu können
Der Islam und die Scharia gehören so wenig zu Europa
Wie das Christentum das einst mit dem Schwert kam
Die Inquisition nur unter dem Druck der Aufklärung
Aufgab innerlich eine intolerante Sekte doch blieb
Europa ist groß und stark geworden weil es sich
Von den Werten der Aufklärung befruchten ließ
Sich in ihrem Schatten teils revolutionär veränderte
Der Freiheit des Einzelnen ohne Gott Raum gab
Statt weiter illegal Schlepper zu jagen und damit
Die Kleinen am falschen Ende zu treffen sollten wir
Unsere Werte Aufklärung Atheismus und Freiheit
Verteidigen und weiter in die Welt tragen wieder
jens tuengerthal 20.10.2016
Mittwoch, 19. Oktober 2016
Reichsbürgerstreich
Die mit aller Macht bekämpft gehört
Oder eine Vereinigung von Kranken
Deren Wahn keiner ernst nehmen kann
Der größte Teil dieser Gruppe von eher
Minderbemittelten lebt im Osten oder in
Bayern was die psychische Deformation
Weder ausschließt noch schon begründet
Sie glauben an den Fortbestand des Reichs
Das schon mit dem Reichsdeputationshauptschluss
Seit 1806 quasi Geschichte war und dessen einzige
Reanimation 1933-45 nichts als Grauen hinterließ
So fühlen sich diese Ungehorsamen in ihrem Wahn
Nicht an die Gesetze der BRD gebunden warum sie
Steuern wie Bußgeldbescheide mit absehbaren Folgen
Verweigern was zu öffentlichem Aufsehen immer führt
Nun kam es bei der Beschlagnahme der Waffen
Eines Wahnbürgers zur einer Schießerei in Bayern
Bei der ein Polizist lebensgefährlich verletzt wurde
Womit die politische Aufmerksamkeit geweckt wurde
Sofort warnen Linke und Grüne vor den gefährlichen
Faschisten mit denen zu sorglos umgegangen noch
Würde was manche von Antifaschisten eher fürchten
Weniger aufklärt als weiter noch im Muster polarisiert
Kritisch betrachtet sind diese sogenannten Reichsbürger
Eine wahnhafte Vereinigung psychisch Gestörter die sich
Verschworen haben Verschwörungstheorien zu folgen um
Darin die Bestätigung ihrer verschworenen Ängste zu finden
Sie sind eher behandlungsbedürftig als eine ernste Gefahr
Wer dies behauptet hält die Bundesbürger mehrheitlich für
Beschränkt und wenig zurechnungsfähig darum sollten sie
Auch so behandelt werden wie therapiebedürftige Patienten
Anhänger von Verschwörungstheorien die von irren Ängsten
Getrieben die Welt dem Untergang nahe sehen wenn nicht
Ihrer Theorie gefolgt würde gab es seit dem Evangelisten
Johannes einige der Umgang mit ihnen zeigt Souveränität
Spannender ist die Frage wie Staaten auf Menschen reagieren
Die sich aus freiem Willen so wahnhaft dieser auch immer sei
Von ihm für unabhängig erklären und was dies für Demokratien
Wie den Bestand der Freiheit künftig bedeuten könnte
Darf ich meinen Grund und Boden zu meinem Reich erklären
Warum ist ISIS gefährlicher etwa als Saudi Arabien die doch
Nach dem gleichen Recht urteilen welche Grenzen sind nun
Für immer festgeschrieben und warum eigentlich genau so
Warum finden sich unter den Reichsbürgern so viele Rechte
Ist das wie mit den Kinderschändern beim NSU auch wo sich
Eben aller Dreck und alle Dummheit zusammenfinden dort am
Rechten Rand und wie gesund waren also diese noch
Erklären wir die Reichsbürger für wahnsinnig machen wir es uns
Nicht notwendig damit leichter in der Therapie aber es wäre ein
Starkes Signal an die ähnlich minderbemittelten Pegiden wie die
Anderen rassistisch besorgten Bürger in diesem Lande endlich
Für verrückt erklären mag keine Lösung sein für die bisher
Mangelhafte Integration zu vieler Ostdeutscher wie einiger
Bayern fraglich ob es wohl an den Vorbildern lag die diese
Meist Männer mitte fünfzig sich in ihrem Leben suchten
Auch hier führt die Psychologisierung weiter als wieder
Eine Kriminalisierung des politischen Gegners von links
Es sind die Theorien wie die Äußerungen der Pegiden
So wahnhaft wie die vieler Reichsbürger immer wieder
Unter den Anhängern gibt es starke Überschneidungen
Sie sind keine politische Opposition sondern lediglich
Eine Gruppe von Kranken die dringender Hilfe brauchen
Warum weniger Panik gerade sinnvoller noch erscheint
Hilfe in diesen Fällen braucht Zeit wie Aufklärung
Die in den Schulen beginnen sich aber auch in die
Provinz begeben muss - sich der Sorgen anzunehmen
Was nicht heißt sie damit auch ernst zu nehmen
jens tuengerthal 19.10.2016
Dienstag, 18. Oktober 2016
Heldensterben
Für Krieger die beim Töten selbst
Den Tod fanden den sie sonst bringen
Sind Krieger wirklich je noch Helden
Soldaten sind Mörder sagte Tucholsky
Zugespitzt finden das viele und doch
Trifft es den Kern militärischer Arbeit
Die eben auf Sieg und Tötung zielt
Gerade starben mindestens zwei Helden
In Ludwigshafen bei der Brandbekämpfung
Feuerkämpfer heißen sie passend englisch
Die Feuerwehrleute die ihr Leben riskieren
Es ist ihre Aufgabe sich für andere in Gefahr
Zu begeben in der sie manchmal umkommen
Wie gerade bei der BASF oder am 11. September
In New York als sie noch unbedingt retten wollten
Lebensretter die ihr Leben für andere riskieren
Sind die wirklichen Helden unserer Zeit die noch
Viel zu wenig gewürdigt werden verglichen mit
Den immer auch Mördern der Armeen der Welt
Zeit dies umzudrehen um den echten Helden
Des Lebens einen Ehrenkranz zu winden nun
Feuerwehrleute die uns und unsere Habseligkeiten
Mit ihrem Leben verteidigen verdienen alle Ehre
Die Landesverteidigung mag manchmal eine
Nötige aber lästige Pflicht wohl sein doch sind
Soldaten nur Opfer der Gewalt die sie säen
Verdienen sowenig der Ehre wie Mörder sonst
Die Helden der Rettungsdienste aber ziehen
In die Schlacht ums Leben um zu retten dabei
Ihre Waffen sind nicht zum töten sondern nur
Zur Rettung gemacht was entscheiden sollte
Lukrez hat recht wenn er sagt dass der Tod
Uns nichts angeht weil er das Leben beendet
Nach ihm nichts kommt es nur darum geht
Dieses so sehr wie möglich zu genießen
Doch wer sein Leben riskiert oder verliert
Während er anderes retten will kämpft um
Das Leben was der Demokratie endlich
Aller Ehren mehr wert sein sollte als Krieg
Statt eines großen Zapfenstreiches wäre
Eine Ehrung dieser Helden würdiger im
Land der einst Richter und Henker die
Den Tod auch militärisch industrialisierten
Mitten im Tiergarten steht die Siegessäule
Geschmückt mit Kanonen der Besiegten
Dänen Österreicher und Franzosen Zeichen
Für die Einigungskriege Deutschlands
Zeit die Lebensretter zentral zu würdigen
Die Kanonen aus der Mitte zu verbannen
Helden verdienen der Ehrung nehmen wir
Lebensretter die zur Demokratie passen
jens tuengerthal 18.10.2016
Liebesopfer
Manchmal müssen wir die Liebe opfern
Um noch irgendwo zu bleiben im Nichts
Das auf das Ende immer wieder folgt
Fraglich ob das Verrat oder Rettung ist
Wer die Liebe nicht opfert wenn verraten
Opfert sich ihr in seiner Würde ganz denn
Gäbe wer dann nicht zu dass es Gründe gab
So mal wieder verlassen worden zu sein
Darum ist es im Leben meist doch besser
Die Liebe zu opfern um zu überleben wo
Seit Werther wir wissen was denen droht
Die sich nicht der Liebe opfern wollen
Wenn es notwendig zur Liebe gehört zu leiden
Fragt sich warum wir sie noch immer haben
Über alle Evolution hinweg sie sich hielt
Denn zur Zeugung brauchen wir sie nicht
Allein bei der Aufzucht noch hilft die Liebe
Doch ist dies stets eine andere als jene
Die uns geschlechtlich treibt meinen wir
Unklar ob dies moralisch bedingt nur ist
Also war am Ende alles nichts was uns
Anfänglich mehr als alles noch schien
Wie eben alles und nichts nahe liegen
Nur von hinten oder vorne betrachtet
Was wer lieber mag ob von hinten oder
Von vorne ist Neigungssache wohl meist
Manchmal auch nur Moral was immer
Die wem wert sein soll nebenbei
So scheint es weise die Liebe zu opfern
Um das Leben ohne mehr zu genießen
Oder überhaupt noch warum egal ist
Was wirklich ist solang es uns gut geht
Paradox und dumm klingt es doch dies
Nur kurz zum Ende das zu opfern was es
Schön macht um es schön dafür zu haben
Ohne was halb bleibt aber doch alles ist
jens tuengerthal 18.10.2016
Montag, 17. Oktober 2016
Liebeschemie
Mindestens zwei Menschen starben
Fragte ich mich was da explodierte
Warum manches so heftig reagiert
Chemie ist überall in unserem Alltag
In Ludwigshafen knallt es häufiger
Steigen Rauchwolken auf die dann
Angeblich völlig ungiftig sein sollen
Als Kind spielte ich in Schwanheim
Das ist in Frankfurt gegenüber der
Damals Höchst Werke häufiger noch
Mit seltsam buntem verfärbtem Sand
Dann hatte es mal wieder geknallt Nachts
War angeblich auch alles ungiftig noch
Zumindest redete keiner groß darüber
Während wir uns am bunten Staub freuten
In der Schule lernten wir dass bestimmte
Mischungen einfach hochexplosiv sind
Machten Versuche mit Knallgas sahen
Kleine Ausschnitte der großen Chemiewelt
Viel spannender finde ich heute wie sehr
Sich manches übertragen lässt noch auf
Die Liebe und Versuche des miteinander
Bei denen es auf die Chemie ankommt
Manchmal scheint alles wie im Himmel
Dann wandelt es sich und es knallt aus
Heiterem Himmel mit schweren Folgen
Die zu unheilbaren Verletzungen führen
Anders als in der Chemieindustrie sind
Die Gründe der Explosion selten noch
Berechenbar klar sondern liegen mehr
Tief in Gefühlswelten wohl verborgen
Wenn wir gar nicht mehr weiter wissen
Zwei ständig aneinander geraten obwohl
Sie sich doch eigentlich lieben wollen
Sagen wir die Chemie stimmt wohl nicht
Wäre dem so wäre die Explosion wie ihre
Folgen berechenbar zumindest danach
Könnten wir nachvollziehen welche Elemente
Dabei miteinander mal wieder reagierten
Meist knallt es aus den gleichen Gründen
In den immer selben Momenten wieder
Wir wiederholen die gewohnten Muster
Sind also doch eigentlich berechenbar
Zumindest hinterher scheint es uns klar
Warum es nie gehen konnte was uns
Unsere Umgebung zu gern bestätigt
Damit wir endlich damit aufhören
Aber ist das nicht nur eine Illusion
Die der Erleichterung dient um über
Den Verlust leichter hinwegzukommen
Statt zu verzweifeln uns gewiss geben
Verschwanden wirklich die Gründe die
Uns den anderen wählen wie später
Lieben ließen oder machen wir es uns
Nur leichter im unbegreiflichen ohne
Warum aus allem nichts wird verwundert
Wie Liebe zu Hass und Misstrauen sich
Wandelt noch mehr von dem Verhalten
Das manche infolge zeigen zu schweigen
Möchte keine meiner Lieben verfluchen
Noch einer böse sein sondern lieber die
Schönste Erinnerung bewahren noch
Als endete der Traum nie statt ständig
Vielleicht gelänge dies viel leichter noch
Liebte ich weniger tief und irrational dabei
Sondern genösse künftig kühler schlicht
Nur das Mögliche statt Alles zu wollen
Es gibt die große Liebe ganz ohne Frage
Fraglich nur wie lange sie haltbar ist
Ob nicht die kleine Liebe viel vernünftiger
Weil weniger leidenschaftlich noch ist
Wie viele Lieben habe ich verspielt mit
Zu viel Leidenschaft und zu wenig Geduld
Wie wäre es anders herum anstatt mal
Sich also nicht mehr verlieben wollen
Wie sehr dies dem Willen unterworfen
Noch ist weiß ich nicht aber zumindest
Macht die Herrschaft der Vernunft viel
Gelassener was doch schon wertvoll ist
So beschloss ich mich nicht mehr zu
Verlieben weil es vernünftiger ist auch
Wenn das unvernünftig natürlich klingt
Geht es mir logisch viel besser damit
Lassen wir uns überraschen was
Daraus wird in wenn das Gefühl
Den Entschluss auf die Probe stellt
Ob ich noch Herr meiner Sinne bin
jens tuengerthal 17.10.2016
Samstag, 15. Oktober 2016
Liebesschalter
Weiß wie leer das Sein ohne ist
Alles wirkt dann so unausgegoren
Als hätten wir nur noch eine Frist
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Wie praktisch wäre doch ein Schalter
Für die Liebe um sie nach belieben
Ein und auszuschalten als Verwalter
Der Gefühle die störend noch blieben
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Was wäre das Leben dann vernünftig
Wir liebten die Richtigen zur rechten Zeit
Stattdessen kommt sie unverhofft heftig
Am liebsten wenn wir gar nicht dazu bereit
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Wir tun weh wo wir es niemals wollen
Treffen schmerzhaft die uns nahe sind
Zerstören was wir besser heilen sollen
Lassen Liebe fliegen als sei sie ein Wind
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Mit dem Schalter dagegen wären wir
Gefeit vor solchem immer doch Irrsinn
Fraglich nur wie wir merkten was hier
Der Liebe würdig wär wie ein Gewinn
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Am besten wäre der Schalter am Ende
Wenn der andere einfach nicht mehr will
Statt verletzt und bösartig gäb es behende
Mit einem Klick ruhe der Schmerz wär still
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Ob wir uns mit dem Schalter auch gleich
Verlieben könnten im bewussten Einklang
Auf der Suche nach der Liebe Himmelreich
Das Gefühl folgte dann dem Schalterzwang
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Vielleicht sind all die vielen Versuche
Über Partnerinstitute sich zu verlieben
Das Spiel immer mit dem bösen Fluche
Aus Hoffnung auf den Schalter getrieben
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Wo wir uns finden oder es doch meinen
Wollen wir von Schaltern nichts hören
Glauben nur das echte Gefühl könnt einen
Vernunft und Schalter würden nur stören
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
Wie leicht verspielen wir schnell wieder
In aller Unvernunft vom Gefühl gefangen
Was für immer gedacht machen es nieder
Wofür wir eben noch höchste Oden sangen
Die Liebe kommt und geht so
Wie es ihr gefällt sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt zeigt
Der Puls für einen andern steigt
So täte mehr Vernunft uns sowohl
Am Anfang als auch am Ende gut
Liebesschwüre wären nicht so hohl
Wir verliebten uns ganz ohne Übermut
Die Liebe kommt und geht ganz so
Wie es ihr gefällt drum sein wir froh
Wenn sie sich überhaupt noch zeigt
Der Puls für einen andern uns steigt
Die Liebe wird wohl nie vernünftig sein
Wo sie es ist wär sie uns wenig wert
Darum wird es am End auch so gemein
Liebend sind wir selten abgeklärt
jens tuengerthal 15.10.2016
Herbstreife
Sterben der Natur die sich verfärbt
Ein langsames Ende vor dem Tod
Die schrumpelig werdenden Blätter
Andere lieben den Herbst einfach
Sehen die bunte Pracht voll Freude
Erkennen die wahre Schönheit die
Wie guter Wein die Reife braucht
Liebe den Herbst nicht nur finde
Regen und Nebel zum Trotz oder
Sogar wegen gerade ihn immer
Die reizvoll schönste Jahreszeit
Bei den Jahreszeiten ist es wie
In der Lust warum Frauen erst
Wie Männer vermutlich auch ab
Vierzig wirklich reizvoll werden
Die Reife macht gegen das Ideal
Das uns die am Markt orientierte
Werbung stets noch vorgaukelt
Erst reizvoll und wirklich schön
Wer je Frauen über vierzig liebte
Wird verstehen dass sehen wir
Von anderen Zwängen ab nichts
Gelassen schöner sein kann
Wer den Sommer der Dreißig
Hinter sich hat muss sich nicht
Mehr ständig übertrumpfend noch
Beweisen sondern kann genießen
So ist es mit dem Herbst wie beim
Sex ab vierzig es ist nicht immer
Sonnenschein manchmal hängt alles
Aber wirklich gut wird es erst dann
jens tuengerthal 15.10.2016
Bücherstrip
Die vorher vielfach in teils bunten
Umschlägen ihre Rücken zeigten
Stehen nun schlicht in Leinen oft
Es ist nun weniger bunter Buchhandel
Dafür mehr Bibliotheksgefühl anstatt
Mehr Ruhe dafür weniger schnelles
Erkennen eine neue Suche beginnt
Geliebte Bücher auszuziehen ist ein
Liebesakt wie ein Ankommen dabei
Sie stehen nun vor mir wie gebunden
Ohne anpreisende Werbung irgendwo
Bücher lieben und sie leben lassen
Ist auch ein Akt der Befreiung auch
Wenn sich der Sammler in mir sträubte
Als ich die Andere Bibliothek entkleidete
Nun nach dem liebevollen Strip leben
Wir quasi neu zusammen frage mich
Ob es eher vertrautes nackt kuscheln
Oder ein Freikörperkultur genießen ist
Solange es so schön und neu ist bleibt
Die Lust am Fremden die ich genieße
In der plötzlich anderen Bibliothek die
Ruhiger und schöner einfach wurde
Bücher lieben heißt sie eben auch als
Gebundene Wesen lieben denen der
Liebende Leser nur zu gern wieder die
Freiheit schenkt sie nackt aufzublättern
jens tuengerthal 14.10.2016
Freitag, 14. Oktober 2016
Rechtstattlich
Am deutschen Rechtsstaat gescheitert
Auch der Generalstaatsanwalt wies die
Beschwerde des türkischen Sultans als
Unbegründet zurück womit seine Klage
Gegen Böhmermann gescheitert ist
Nun können wir noch darauf warten
Wie dem LG Hamburg noch Grenzen
Vom BGH gezogen werden und gut ist
Die Kunst und das Wort sind noch frei
In Deutschland die Kanzlerin hatte Recht
Auf die Justiz zu vertrauen damit Erdogan
Rechtliche Grenzen gewiesen bekäme
Was keinen politischen Streit wert war
Es ist klüger dem Rechtsstaat hier zu
Vertrauen als Streit zu provozieren
So zeigt sich in manchem wie richtig
Merkel mit ihrer ruhigen Hand lag
Erinnern wir uns an ihre Worte
Sie sieht die Türkei nicht in der EU
Die wird sie jetzt nicht wiederholen
Mit Streit wäre wohl keinem gedient
Der oberste Türke sorgt allein dafür
Oder muss sich der EU anpassen
Was sein Regime bald beendete
Für die Flüchtlinge aus Syrien
Wie für Europa ist es besser so
Nun keinen Streit zu provozieren
Im Frieden wird sich vieles klären
jens tuengerthal 14.10.2016
DNArtig
Der NSU-Mörder zum Fall Peggy hin
Schaffen Zusammenhänge zur schon
Geahnten Pädophilie unter den Nazis
In Thüringen legen sie zumindest nah
Andere Spuren wiesen schon darauf hin
Warum sie bisher nicht verfolgt wurden
Lässt staunen wie vieles im Fall NSU
Wem kann hier noch vertraut werden
Was weiß der Geheimdienst noch alles
Vor der Flucht in Theorien sollte nun
Abgewartet werden was die Aufklärung
Tatsächlich ergibt doch zeigt es deutlich
Die Rechten sind eine größere Gefahr
Als die um ihr Land fürchten ahnten
Die Nähe von AfD und Pegida zu diesen
Sollte genauer überwacht werden um die
Verlogenheit der besorgten Bürger endlich
Aufzudecken den Feind des Staates hier
Zu offenbaren der deutlich rechts steht
Wie groß war das Geschrei dieser angeblichen
Kinderschützer im Fall Edathy der sich vorher
Als radikaler Aufklärer im NSU-Ausschuss noch
Einen Namen gemacht hatte der anschließend
Mit Hassbotschaften und Ekel beseitigt wurde
Aufklärung wird Zeit brauchen darum verbietet
Sich jetzt jedes Urteil zum neuen Fund doch
Wie gut wenn die Mühlen des Rechtsstaats nun
Zuverlässig mahlen um es Stück für Stück
Aufzudecken bis endlich Klarheit herrscht
Die DNA Nachweise sind die sichersten
Auch wenn eine Spur noch nichts verrät
Wird es im weiteren eine nur rechtliche
Untersuchung der Vorgänge noch geben
Das ist für das Vertrauen in den Staat gut
Auch wenn manches noch rätselhaft dort
Im Fall der NSU scheint geht es seinen
Rechtlichen Weg der Aufklärung der noch
Manche feste Meinung widerlegen könnte
Die Alltäglichkeit des Grauens beweist
Gut wenn der Rechtsstaat hier endlich für
Aufklärung sorgt die den Namen verdient
Nur so können die Populisten widerlegt
Zum Schweigen gebracht werden wenn
Das Volk sieht die Gefahr steht rechts
Nachdenklich nur machen sollte was die
Sicherheit der DNA-Spur auch heißt wie
Weit wir überwachbar sind und das keiner
Mehr etwas spurlos tun kann was hier gut
Zur Aufklärung beiträgt bleibt eine Gefahr
Nie waren wir besser überwacht wie leichter
Überall kontrollierbar längst aber ist das was
In der Kriminologie ein Gewinn sicher ist nicht
Eine große Gefahr für die Freiheit die aber
Bedingung der Demokratie auch ist
jens tuengerthal 14.10.2016
Ortlos
Im Theater unterm Dach
Frei nach Christa Wolf
Als Suche in der Dunkelheit
Theater und Tanz genial kombiniert
Windet sich durch die Depression
Die mitten im Netz der Gesellschaft
Völlig einsam macht im dann Nichts
Heinrich v. Kleist und Caroline v. Günderode
Begegnen sich bei einer Teegesellschaft
Als Fiktion der literarischen Romantik
Von Wolf als Treffen zweier Depressiver
Zwei die sich erkennen und fühlen
Und doch nicht ganz nah kommen
Sich im Netz der Konventionen noch
Verlieren den übrigen verwirrt scheinen
Genial gespielt von Judith Rosmair und
Rainer Strecker als Günderode und Kleist
Choreographiert und getanzt von Victoria Hauke
Unter der Regie von Anne Schneider
Die Verlorenheit großartig in Szene gesetzt
Schafft sich die Musik aus der Bewegung
Die Verabredung zweier die für sich je den
Freitod wählen im sensiblen Leid gefangen
Sie verlieren sich als Verlorene aneinander
Finden sich nicht und verirren sich dabei
Zwischen Netz und Gitter bis sie sich dann
Doch noch dazu verabreden im Ringen
Am Ende ein Anfang der den Besuch allein
Schon lohnt die wir das reale Ende beider
Kennen und es bleibt die Frage nach der
Erlösung aus der ortlosen Finsternis
Wie viele sind gefangen im Nichts überall
Auch nebenan manchmal sogar in uns
Vielleicht werden sie durch den Blick
Den großes Theater wirft sichtbarer
jens tuengerthal 13.10.2016